Urban Gardening – Vernetzung und Struktur in Jena

Circa 30 Akteure verschiedener Garten-Initiativen und Interessierte folgten gestern Abend (Montag 24. Oktober) der Einladung des Fachdienstes Stadtentwicklung in das große Glashaus an der Lichtenhainer Brücke.
Nicht nur Ehrenamtler fanden den Weg zum Herbsttreffen, auch berufliche Akteure auf der Suche nach Mitstreitern z.B. für den Abenteuerspielplatzes Jena JuMäX e.V. waren vor Ort.Als Vertreter der Stadtverwaltung sprachen Herr Denis Peisker (Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt), Herr Dr. Ing. habil. Matthias Lerm (Fachdienstleiter Stadtentwicklung und Stadtplanung) sowie Frau Sabine Hirschleber (SB Lokale Agenda 21/ Nachhaltigkeit).

Die Moderation übernahm der Jenaer Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Wolfram Stock.

Es wurde über Grundsätzliches wie die Versorgung mit Wasser und die Unterbringung von Gartenwerkzeugen gesprochen.
Als mögliches Großprojekt zur Mitgestaltung sprach Herr Peisker die Freiflächen rund um den ehemaligen Jenaer Schlachthof an.
Herr Lerm stellte den Grundgedanken zu mehr Grün in Jenas Innenstadt vor. Er selbst habe während seiner Studienzeit in Dresden Kirschbäume gepflanzt und damit viel bewirkt.

Wenn Studierende sich während der Studienzeit in Jena für die Pflege von Kleinstflächen, die dem Städtebau sonst mittels Kiesaufschüttung zum Opfer fallen würden, verantwortlich zeichneten wäre hier viel möglich.

Als Beispiel nannte Herr Lerm eine aktuell eher ungepflegte kleine Freifläche neben dem AOK-Gebäude (siehe Foto, Ecke Löbdergraben / Ludwig-Weimar-Gasse) in der Jenaer Innenstadt. Die Stadtverwaltung steht hierbei in Verhandlungen mit der Krankenversicherung. Eine größere „Werbefläche“ für Jenaer Garten-Initiativen, als eine gut gepflegte Fläche am Jenaer Straßenbahnknoten im Zentrum gäbe es wohl kaum. Hierzu braucht es aber Strukturen und Aktive, die Verantwortung übernähmen.

Ein weiteres Thema war die diesjährige Apfelernte und die damit verbundene Nutzung von Saftpressen und mobilen Mostereien in und um Jena.

Hier gilt es für das Jahr 2017 Standorte und Termine zu sammeln und diese Informationen der breiten Öffentlichkeit z.B. in den Aushängen der Jenaer Ortsteilräte zur Verfügung zu stellen.

Aktive des Stadtteilgartens Winzerla berichteten über die zweitägige Exkursion unter dem Titel „Urbanes Gärtnern im Kiez“ der Heinrich-Böll-Stiftung. Hierbei konnten sie zwei Gartenprojekte in der Hauptstadt Berlin besichtigen, vergleichen und Anregungen einholen.

Vernetzungsgedanken wie die Zusammenarbeit mit Imkern und die Anschaffung eines gemeinschaftlich nutzbaren Lastenfahrrades waren ebenso Thema.
http://www.jenapolis.de/2016/10/25/urban-gardening-vernetzung-und-struktur-in-jena/