neues Gartenprojekt in Chemnitz

(Gu aus Antrag und Antworten)

Das Grundstück und der bereits begonnene Ausbau des Standortes zu einer nachhaltigen, ökologisch orientierten Bildungs- und Begegnungsstätte öffnet Möglichkeiten und Tore für Menschen jeden Alters, Profession und Herkunft. Kleine GärtnerInnen von 5 Jahren bis hin zu HelferInnen Ü50 bauten bereits (Hoch-)Beete mit Gemüse oder üben sich am Weidebau. Kleine Obstbäume wurden gepflanzt und erste Insektenhotels gemeinsam mit den Kindern errichtet. Es existieren eine Feuerstelle, ein Kompost sowie eine Outdoorküche und ein Lehmofen. Eine Schaffamilie hält die Grasflächen begeh- und nutzbar. Vier Bienenvölker wurden angeschafft und ein kleiner Teich läd bereits zum Beobachten ein. Für die zweite Jahreshälfte 2017 ist in gemeinsamer Planung der Ausbau des Gemeinschaftsgartens durch ein Gewächshaus und eine Kräuterspirale beschlossen wurden. Zudem sollen Geräteschuppen und Unterstände fertiggestellt bzw. in Stand gesetzt und mit Dachrinnen zur Gewinnung von Regenwasser zur Bewässerung versehen werden. Der Bau eines Baumhauses soll fortgesetzt und beendet werden.

Ziel des Projektes ist neben dem gemeinsamen Gärtnern (die Erträge kommen den GärtnerInnen, HelferInnen sowie den Unternehmungen des Vereins, bspw. beim Outdoorkochen zu Gute) die Schaffung einer Begegnungsstätte, die Wachsen, Erleben und Lernen von und in der Natur möglich macht. Dabei werden die Ressourcen, Ideen und Wünsche aller Projektteilnehmer berücksichtigt und in die Ausgestaltung des Projektes einbezogen. Regelmäßige große Arbeitseinsätze für Instandhaltungsarbeiten finden mindestens einmal monatlich statt. Interessierte am Gärtnern, der weiteren Bepflanzung sowie der Pflege der Tiere besuchen das Basecamp mehrfach unter der Woche. Der Pachtvertrag läuft bis 2027 mit Aussicht auf 2037, was eine längerfristige und nachhaltige Nutzung des Grundstückes gewährleistet.

Wem gehört die Fläche und wer baut die Bildungs- und Begegnungsstätte? Ihr Verein? Wann beginnt der Bau und wie wirkt sich das auf die Fläche des Gemeinschaftsgartens aus?

Die Fläche gehört der Stadt Chemnitz und der Walden e.V. hat diese vom Liegenschaftsamt der Stadt für die nächsten 10 Jahre gepachtet, mit Option auf Verlängerung um weitere 10 Jahre.Der Gemeinschaftsgarten nimmt bisher auf dem 11000qm großen Grundstück eine Fläche von 1200 qm ein. Der im Antrag beschriebene Ausbau des Grundstücks zu einer Bildungs-und Begegnungsstätte ist nicht mit schwerwiegenden Baumaßnahmen verbunden. Der langfristige Plan geht vom Bau eines Blockhauses für die Gruppenarbeit des Walden e.V. aus, wird jedoch in den nächsten 4-5- Jahren aus finanziellen Gründen nicht realisierbar sein. Da das Grundstück groß genug ist, schließen sich Gemeinschaftsgarten und Gruppenhaus nicht aus.

Wie groß ist die Fläche, auf der der Gemeinschaftsgarten entsteht? Zahlen Sie Pacht? Ist die Fläche umzäunt? Wie kommen die GärtnerInnen und Interessierte auf die Fläche?

Die Fläche ist umzäunt und es gibt tägliche Öffnungszeiten von 10.-22.00 Uhr. Außerdem gibt es einen Schlüsselsafe für alle bisher am Projekt beteiligten AkteurInnen. Interessierte können sich in den Öffnungszeiten an die GemeinschaftsgärtnerInnen wenden.
 

Wie groß ist die Gruppe, die jetzt schon gärtnert und wie davon sind Erwachsene? Wie viele aus der Gruppe sind keine Vereinsmitglieder? Ist das Projekt offen für alle Interessierten? Wie wird es beworben? Gibt es z.B. ein Schild auf/an der Fläche?

Der Walden e.V. besteht insgesamt nur aus 8 Mitlgiedern. Davon wohnen nur 4 in Chemnitz. Die Gruppe der GemeinschaftsgärtnerInnen besteht aus derzeit 18 Erwachsenen und ungefähr 12 Kindern. Das Projekt ist für alle Interessierten offen und wird durch ein Schild am Tor zum Grundstück beworben.

Wie viele (Gemüse)Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden? Wie groß sind diese Beete?

Da wir erst seit 01.01.2017 tätig sind, gibt es bisher nur 7 Hochbeete mit einer jeweiligen Größe von 1×2 Metern und 2 weitere Beete mit einer Größe von 2x3m.

Gibt es Zeiten, zu denen Sie erlebnispädagogisch auf der Fläche arbeiten? Oder sind Teile der Fläche dafür „reserviert“? Können die GärtnerInnen „trotzdem“ jederzeit auf die Fläche?

Der Platz wird auch zur erlebnispädagogischen Gruppenarbeit vom Walden e.V. genutzt. Durch die Größe des Platzes (11000qm) ist eine Trennung vom Gemeinschaftsgartenprojekt realisiert. Ein kleines Birkenwäldchen trennt den Platz in zwei fast gleichgroße Flächen. Erfahrungsgemäß finden die erlebnispädagogischen Angebote außerdem am Vormittag statt und die GemeinschaftgärtnerInnen kommen meist am Nachmittag. Bei der gleichzeitigen Platznutzung gab es bisher keine Probleme.

Wie nutz der Verein mit seiner erlebnispädagogischen Ausrichtung die Fläche?

Wie oben beschrieben besteht das Grundstück aus zwei großen Flächen. Der Walden e.V. nutzt das Grundstück für Tagesprogramme mit Schulklassen.

– Gemeinsames Kochen am Feuer

– Bogenschießen

– Kooperations- und Interaktionsübungen

– Problemlöseaufgaben

– Niedrige Seilelemente

– Council

Wie läuft die interne Kommunikation? Zahlen die GärtnerInnen was fürs Gärtnern?

Der Walden e.V. ist Pächter des Grundstücks und finanziert mit den pädagogischen Programmen die Pacht.

Die GemeinschaftsgärtnerInnen und die Mitglieder des Walden e.V. sorgen sich zusammen um die Pflege des Platzees und veranstalten gemeinsame Treffen, sowie Arbeitseinsätze. Für die Nutzung des Gartens wird kein Geld bezahlt oder verlangt.

Welche der für die Bauvorhaben aufgelisteten Materialien sind bereits vorhandene, weitergenutzte Materialien?

Alle aufgelisteten Materialien müssen erst besorgt werden.

Woher bekommen Sie die Materialien?

z.T. aus Baumärkten (z.B.Werkzeug), z.T. aus Holzwerkstätten und aus einem Steinbruch nahe Chemnitz

Haben Sie bezüglich der Materialien Kontakt zum Grünflächenamt/Kieswerken o.ä. aufgenommen?

Ja. Wir haben beim Grünflächenamt der Stadt Chemnitz nach Erde gefragt und wir wurden an kommerzielle Anbieter weiter verwiesen.

Sind Sie vernetzt mit den anderen Gartenprojekten in Chemnitz?

Wir haben Kontakt zum Projekt „Nia Domo“ im AJZ e.V. in Chemnitz und kennen ein paar MacherInnen des Projektes „Bunte Erde“.