Die Gartensaison im GG Quelkorn

(gu, mail)
wir blicken auf eine wundervolle 3. Gartensaison zurück. Immernoch wachsen verschiedene Salate, Grün-, Rot, und Weißkohl, Wirsing, Porree und Mangold in unserem Garten. Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln & Co. sowie unsere Dahlienknollen sind gegen die Kälte sicher eingelagert. Das Gewächshaus ist geräumt, um Platz für Feldsalat und später für das Mistbeet zur Jungpflanzenzucht zu schaffen. Vielleicht bauen wir im Februar auch noch Tulpen an. Seit diesem Jahr sind wir sogar offiziell Demeter zertifiziert. Zudem haben wir in dieser Saison noch bedeutend mehr Gemüse angebaut, großzügige Blühflächen und Staudenbeete angelegt und auch unsere Gemeinschaft ist weiter gewachsen. Mittlerweile haben wir ein Kernteam von ca. 10 Leuten und es kommen bestimmt noch zehn Menschen mehr zu Aktionstagen dazu. Viele Nachbarn, besonders von der benachbarten WfbM Parzival-Hof und garteninteressierte Menschen haben in diesem Jahr den Garten als Ort des Gärtnerns, der Entspannung und der Gemeinschaft aufgesucht. Auch ein Molch hat sich in unserm kleinen Tümpel angesiedelt.

Jochen von den „Ausreißern“ veranstaltet derweil, auch durch Winter hindurch, eine wildnispädagogische- freitags und montags Gruppe für Kinder. So bleibt der Garten den ganzen Winter hindurch belebt und ein wichtiger Ort, Kindern intensive Naturerfahrungen nahe zu bringen. So macht Jochen mit den Kindern auf verschiedene Weise Lagerfeuer im Tipi, versorgt mit ihnen die Hühner, schießt mit ihnen Bogen, erntet das Wintergemüse und macht Exkursionen und Spiele im Garten und im benachbarten Moor.

Ganz besonders entlastend in dieser Saison war unsere Solaranlage, welche die automatische Bewässerung und Belüftung des Gewächshauses betrieben hat und uns zudem ermöglichte, auch mal das Handy oder ähnliches ganz autark aufzuladen. Auch für unser Sommerfest, bei dem das Wildwux-Straßentheater zum zweiten Mal ihre Saison-Premiere feierte, war der sonnengewonnene Strom natürlich sehr hilfreich. Felix aus unserem Gartenteam hatte die Anlage bereits weit vor dem Saisonauftakt im Gewächshaus installiert, sodass wir recht früh in der Saison mit einer elektrischen Pume wässern konnten, ohne auf unseren Benzingenerator zurück greifen zu müssen… Anfänglich hatten wir Probleme mit der bewässerung unseres Gewächshauses, da unsere Pumpe eine zu hohe Wattleistung hatte. So waren die Akkus bereits nach einer halben Std. erschöpt. Durch den Einbau einer Pumpe mit weniger Förderleistung konnten wir das Problem beheben.

Dies war übrigens die erste Sommersaison, in der wir dem morgendlichen Vogelkonzert lauschen konnten, ohne mit dem lästigen Motorenlärm im Garten und im NSG die Morgenstimmung zu trüben.  

Ich habe mittlerweile die Nachbarwiese gepachtet, dort stehen dann ab Frühling meine beiden Alt-Oldenburger- Pferde bzw. abwechselnd meine Schafe. Letztere nutze ich als tierische Partner im Unterricht an der Waldorfschule Ottersberg. Die Pferde hingegen liefern uns wichtigen Dünger für den Garten und hoffentlich können wir sie irgendwann im Garten als Zugtiere einsetzen. Hierfür bedarf es jedoch noch deutlich mehr Erfahrung und gegenseitiges Vertrauen.

Problematisch war dieses Jahr jedoch unser maroder Zaun, welcher das 1,5 ha große Areal umfasst. Dieser bot immer wieder dem Rehwild die Möglichkeit, in den Garten einzudringen und sich an unserem Gemüse und besonders an unserem Staudenbeet zu bedienen.

Die nächsten Monate verbringen wir damit, Feuerholz für die nächste Saison vorzubereiten, schöne Wintertage auf dem Gelände am Lagerfeuerplatz oder im Tipi zu verbringen und hoffentlich den Zaun zu reparieren. Zudem muss das Gewächshaus für die nächste Saison vorbereitet werden