Stand der Dinge hinsichtlich der beiden neuen Gärten in Fürth

(Sachbericht)

Projekt „essbare Stadt“ in der Friedensanlage Fürth:

Beginn Frühjahr 2018, offizielle Eröffnung Juli 2018.

8 Hochbeete sind an Gärtner vergeben, die sich auch um die 8 Beete für die Öffentlichkeit kümmern.

Nach einem Artikel in der Zeitung und einem Infoabend waren sechs Beete vergeben, die beiden letzten, gleich nachdem wir mit dem Anpflanzen begonnen hatten, an Passanten.

Erfahrungen im 1. Jahr:

Einige Schwierigkeiten gab es am Anfang auf Grund der Tatsache, dass die öffentlichen Beete erst vier Wochen später aufgestellt werden konnten, das heißt, es wuchs auch alles später und es war nicht ganz einfach, den Leuten begreiflich zu machen, dass sie eigentlich nur von diesen Beeten ernten sollten. Da aber allen Gärtnern dieses Problem von vornherein bekannt war, konnten sie gut damit umgehen. Nachdem wir auch Hinweisschilder angebracht hatten und in der Zeitung darauf hingewiesen wurde, waren letzten Endes alle mit ihrer Ernte zufrieden.

Dieses Jahr haben wir dieses Problem voraussichtlich nicht, weil alle Beete gleichzeitig angepflanzt werden.

Auch der Müll hielt sich in Grenzen, das einzige Problem waren Unmengen von Zigarettenkippen. Dieses Jahr wollen wir mehr Aschenbecher aufstellen.

Seit ein Schild dran ist, liegt interessanterweise kein Abfall mehr in den offenen Kompostmieten.

Der Garten wird inzwischen sehr gut angenommen, wir hatten viele interessante Gespräche mit Spaziergängern. Sie fanden durchwegs die Idee sehr gut, vor allem zum Sommerende, als nach der Hitze der Garten der einzig grüne Bereich in der braunen Wüste der Anlage war.

Viele waren vorher sehr skeptisch, weil der Garten offen ist (und an den Wegen zum Fußballstadion liegt). Wir sind auch sehr angenehm überrascht, dass es bis jetzt praktisch keine Beschädigungen gibt, bis auf ein paar Kritzeleien auf der Tischplatte.

Die Jugendlichen, die sich abends regelmäßig an der Sitzgruppe trafen, haben wir von Anfang an mit ins Boot geholt, sie fühlten sich ein bisschen als Aufpasser.

Zum gemeinsamen Gärtnern am Montagabend kommen inzwischen auch regelmäßig Helfer oder Leute, die uns Pflanzen bringen. Normalerweise versuchen alle Gärtner, zu diesem Termin zu kommen, aber es hat sich bewährt, dass jede Woche ein anderer Gärtner (Eintrag in Liste) verbindlich da ist, um Fragen zu beantworten.

Sehr gut bewährt hat sich auch der Einbau der Wasserreservoire in den Beeten, da wir das Wasser in Kannen mit einem Handwagen vom einige hundert Meter entfernten Friedhof holen müssen.

Ich habe mein Beet (ca. 40 l) während des heißen Sommers nur zweimal aufgefüllt.

Vom Fördergeld wurden Saatgut und Geräte angeschafft, vom Rest wird auch dieses Jahr Saatgut gekauft, die Geräte müssen noch ergänzt werden.

Projekt 2. Interkultureller Garten in der Gaußanlage:

22 Hochbeete, davon 2 behindertengerecht.

Leider wurde der Garten nicht, wie geplant, im Sommer, sondern erst Ende November fertig. Im Moment fehlen noch Wasser- und Stromanschluss.

Wir wollen trotzdem auf alle Fälle im März mit der Bewirtschaftung beginnen. Da auch hier Wasserbehälter in den Beeten eingebaut sind, können wir uns am Anfang notfalls mit Kanistern behelfen.

Inzwischen sind 15 Beete fest vergeben.

Für die Fördermittel haben wir bereits Saatgut bestellt und werden ebenfalls Geräte anschaffen.