Standortvorschläge von Bürger*innen für urban gardening alternativlos abgelehnt

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Villingen-Schwenningen . „Gemeinsam Gärtnern“, das klingt nach Idylle pur, nach Einträchtigkeit und Frieden. Und in der Tat liegt dem gleichnamigen Projekt in Villingen-Schwenningen all das zugrunde. Doch nun gibt es, noch ehe die ersten Pflänzlein sprießen, deutliche Misstöne.

Der Technische Ausschuss stimmte am Dienstagabend den neun von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Standorten zu. Sie sollen nun für das Urban Gardening, zu Deutsch: das Gärtnern in der Stadt, von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Vorgeschlagen worden sind die Standorte von Projektinteressierten, die sich bei einer Auftakt-Veranstaltung über das Projekt im Dezember informieren konnten – es gab jedoch zum Bedauern viele keinen einzigen Vorschlag in Schwenningen, nur Villinger meldeten sich.

Dort jedoch sind manche, die mit Engagement und Zuversicht mitmachen wollten, nun arg verschnupft: Sie fühlen sich ausgebremst und unerwünscht. Denn: Ihre Standortvorschläge waren nicht nur abgelehnt worden, sondern ihnen war auch kein Angebot für eine Alternative gemacht worden – für sie ist es aus dem gemeinsamen Gärtnern, noch ehe es überhaupt angefangen hat. Das bittere daran: Darunter ist beispielsweise auch die Selbsthilfegruppe Inklusion, die gemeinsam mit behinderten, Rollstuhlfahrern und Co., mitten in der Stadt gärtnern wollte.[…]