IG Bad Kreuznach bekommt Wasserleitung

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BAD KREUZNACH – Nach zweijähriger „Trockenzeit“ gibt es endlich Wasser im Interkulturellen Garten „Am Tannenwäldchen“ in Bad Kreuznach. Jetzt versorgt eine eigene Wasserleitung die Parzellen auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück.

Erster Vorsitzender Ingo Simon erinnert sich noch allzu gut daran, wie 2017 das „Wasserdrama“ begann. Bis dahin kam das Wasser nämlich aus dem Brunnen des nahegelegenen Franziska-Stifts, der vermutlich wegen einer defekten Pumpe kein Wasser mehr heraufbeförderte. Als diese Wasserquelle also versiegte, war schnell klar: Es muss eine Lösung her, denn ohne Wasser kein Garten. Doch es fehlte am Geld. Die ersten Spendenaufrufe verliefen mehr oder weniger ins Leere. In der Zwischenzeit diente ein Hydrant in der Straße als Notlösung. Zwei- bis dreimal wöchentlich hätten die Mitglieder einen schweren Schlauch etwa 70 Meter vom Hydranten bis in den Garten über die Straße ziehen müssen, um den Garten mit Wasser zu versorgen. Dank eines Zuschusses aus dem Fond „Demokratie Leben“ und Spenden von der Evangelischen Allianz, Volksbank und der Windesheimer Autorin Marita Spang aus ihren Lesungshonoraren konnte das Wasserproblem endlich angegangen werden.

Nachdem genügend Geld gesammelt und alle Genehmigungen eingeholt waren, legten die Stadtwerke schließlich den Wasseranschluss und setzten den Wasserkasten. Auch hier kamen die Stadtwerke dem Verein preislich entgegen und gaben 1000 Euro Rabatt. Insgesamt habe das Wasserprojekt rund 6500 Euro gekostet. Den Rest haben die Gartenmitglieder selbst erledigt, erzählt Simon. Die Männer und Frauen hätten selbst den Spaten in die Hand genommen, gemeinsam die Rohre und die Wasserverbindungen in den Boden gelegt.