(Antrag/Antworten)
den Zwangsumzug haben wir der Frau vom Grünflächenamt zu verdanken, vermutlich ein persönlicher Rachefeldzug, nachdem es juristisch keine Grundlage für ihre Rückforderung der Fördergelder vom Bezirk gab. Sie hat dann einfach die Behauptung der fehlenden Standsicherheit an die Bahn weiter gegeben… prüfen tut das niemand wirklich. Die Bahn hat darauf eine Frist bis Sommer gesetzt, um die Beete zu entfernen. Sowieso hatte die Bahn schon vorher angekündigt, ab Frühjahr 2021 die Brücke abzureißen, aber wir hatten eigentlich gehofft, die nächste Saison noch dort bleiben zu können.
Das neue Grundstück liegt ebenfalls auf dem Gelände der Bahnlandwirtschaft, ca 200m entfernt hinterm Vereinsgelände. Es gehört ebenfalls zu den „Wegeflächen“. Da ist einerseits Wildwuchs, einige Bäume und ein Weg zwischen den verschiedenen Kleingartengruppen. Größe ca 250qm. Es gibt eine Nutzungsvereinbarung zwischen Vereinsvorstand und Bezirksamt, das der Nutzung dieser Fläche für den Schalottengarten zugestimmt hat. Pacht zahlen wir nicht, nur den Vereinsbeitrag. Eine Befristung gibt es nicht. Allerdings sind die Perspektiven der Kleingärten ja grundsätzlich potentiell unsicher. Im Prinzip ist im letzten Jahr ein neuer Flächennutzungsplan verabschiedet worden, der den ganzen Bereich auf „grün“ stellt, also keine Bebauung, der Bezirk plant längerfristig einen Park, unter Beibehaltung eines (kleineren) Teils der Gärten. Aber es gibt da Probleme mit der Bahn, die natürlich eigentlich möglichst teuer verkaufen will. Bis sich da tatsächlich was bewegt, kann noch sehr viel Zeit ins Land gehen. Das Gelände ist öffentlich zugänglich, wir wollen nur wieder ein Tor mit einem Zäunchen hinstellen wegen Hunden und um die Gefahr von Vandalsimus zu verringern. Das Tor ist aber immer offen.
Wir sind etwa 18 Leute, bisher hat niemand sich entschieden, wegen des Umzugs zu gehen. Viele sind in den letzten 2 Wochen schon sehr aktiv gewesen, um den neuen Platz vorzubereiten. Grundsätzlich sind im Moment alle Beete vergeben, aber über die Webseite kommen immer mal wieder Anfragen, auch Leute, die vorbei kommen, fragen manchmal nach Einstiegsmöglichkeiten (sollten wir freie PLätze haben, können wir das dort auch bewerben). Wir haben letzten Herbst einen Neuen aufgenommen, grundsätzlich spricht nichts dagegen, sofern es freie Plätze gibt (das ist im Moment nicht der Fall). Für den Umzug bekommen wir teilweise Hilfe vom Verein bzw. von aktiven ehrenamtlichen Kleingärtnern, ansonsten versuchen wir für den großen Umzug möglichst viele Freunde/Familienmitglieder usw. zum Helfen zu animieren.
Unsere Kompostmengen reichen leider bei weitem nicht aus, von anderen Kleingärtnern gibt es da nichts… Wir wollten letztes Jahr einen Workshop zur Herstellung von Bokashi (mit Hilfe Effektiver
Mikroorganismen) organisieren, einer der Kleingärtner macht das und hatte es angeboten, dann aber den Termin immer wieder verschoben, so dass es bis jetzt noch nicht damit geklappt hat.