Horner Paradiese

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Horner Paradiese“, so steht es auf einem hölzernen Schild am Eingang. Durch die Gartenpforte geht es auf die rund 2.000 Quadratmeter große Fläche. Eine Kräuterspirale bildet den Mittelpunkt des Gemeinschaftsgartens. Rundherum gibt es viele kleine Beete, auf denen bunte Blumen oder Gemüse wachsen sowie behindertengerechte Hochbeete. 

Der Gemeinschafts-Garten „Horner Paradiese“

Gärten sind für alle
Seit der Eröffnung der „Horner Paradiese“  im April gärtnern hier Nachbarn aus dem Stadtteil. Daniel Thoni ist einer von ihnen. Auf dem Beet, das er angemietet hat, wachsen unter anderem Erdbeeren, Kohlrabi, Kresse und Radieschen – und auch ein paar bunte Blumen. „Meine Frau und ich haben Lust am Gärtnern und auch unsere kleine Tochter kann hier fröhlich mitmachen. Wir wohnen ganz in der Nähe und kommen sowieso immer hier vorbei. Das macht einfach Spaß.“

„Horner Paradiese“ – beliebter Treffpunkt

Das Gemeinschaftsgartenprojekt „Horner Paradiese“ wurde von Bürgern im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für Hamburgs längsten Park, die Landschaftsachse Horner Geest, erdacht, erklärt Barbara Büchler vom Stadtteilverein Horn e.V.. Sie koordiniert das Projekt zusammen mit anderen Nachbarn. „Hier treffen sich ganz unterschiedliche Menschen: kleine und große, alte und junge.“ Auch Schulklassen kommen zum Gärtnern hierher. So erleben Kinder und Jugendliche, wie gesundes Obst und Gemüse wächst.

Kräuterspirale für alle

Die vermieteten Beete sind für den Eigenbedarf bestimmt. Die Stadtteilgärtner hoffen, dass das auch weiterhin von allen Nachbarn respektiert wird. Von der gemeinsam bepflanzten Kräuterspirale und von Sträuchern, die noch gepflanzt werden sollen, darf sich jeder bedienen.

Gärtnern und klönen

Für Julia Rath, die ebenfalls ein kleines Beet gemietet hat, geht es um mehr als einfach nur ums Gärtnern: „Ich bin vor Kurzem aus Barmbek Süd nach Horn gezogen und möchte gern Leute aus dem Stadtteil kennenlernen.“ Das Interesse am gemeinschaftlichen Gärtnern mitten in Horn ist groß, so Barbara Büchler: „Wir werden ständig gefragt, ob man hier noch ein Beet anmieten kann. Viele interessiert gerade, dass sie hier auch in Gemeinschaft sind und in ihrem Stadtteil in Kontakt mit anderen kommen.“

Die Arbeiten am eigenen Beet kann sich jeder so einteilen, wie es zeitlich am besten passt. Zwischendurch treffen sich die Hobbygärtner, um sich auszutauschen und Dinge zu besprechen, die alle angehen. Auch regelmäßige Gartenworkshops und Veranstaltungen sind geplant. […]
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Horner-Paradiese-Gemeinsam-gaertnern,sozialesprojekthorn100.html