Garten der Hoffnung Otterndorf

(Antrag, Antworten)

Der Gemeinschaftsgarten hat eine Funktion als Begegnungs- und Bildungsstätte, als Ort des kulturellen Austausches und des gemeinsamen Schaffens. Auch in Zeiten der Corona-bedingten Kontaktsperre können wir dieses wichtige Projekt aufrechterhalten, indem wir zeitversetzt oder mit hinreichendem räumlichen Abstand Rasen mähen, Büsche beschneiden, die Gemüsebeete vorbereiten und die Saat ausbringen können. Was getan wurde und getan werden muss wird über eine Whats-App-Gruppe kommuniziert. Dennoch können z.Zt. nicht alle Geflüchteten in die Arbeit eingebunden werden; so freuen wir uns darauf, das gemeinschaftliche Tun mit allen in einem gut vorbereiteten Garten so bald wie möglich wieder aufnehmen zu können.
1)   Zum festen Kern der Gartengruppe gehören zwei Familien aus Afghanistan, eine aus dem Iran und eine aus Syrien sowie 7 Menschen, die in Deutschland geboren sind. Wegen des Corona-Kontaktverbotes waren allerdings zwei der geflüchteten Familien in diesem Jahr noch nicht im Garten. Mit allen 4 Frauen aus den oben genannten Familien und vielen anderen Frauen haben wir am 8. März aber noch ein Frauenfest mit Musik und Bauchtanz veranstalten können. Dort hatte sich eine weitere afghanische Frau sehr interessiert gezeigt, in die Gruppe einzusteigen.

Zur Zeit wird die meiste Arbeit von den 7 Deutschen gemacht, mit zwei Ausnahmen. Alle werden über Whats App informiert.

2)    Wir hatten zuerst auch die Idee, ein Gewächshaus aus alten Fenstern selber zu bauen und haben uns umgehört. Angebote gab es aber nur von einzelnen Fenstern, so dass wir mindestens 4 Adressen im Umkreis von 30 km hätten anfahren müssen. Die Mietkosten für den Hänger, das Benzin, das Material für Fundament, Pfosten und Dach, die Tür …

deshalb haben wir im Internet nach gebrauchten Gewächshäusern geschaut und ein Angebot für 520 € (4 m x 2,50 m) gefunden. Wegen der Corona-Krise wird es leider z.Zt. nicht ausgeliefert, aber wir bleiben dran.

Wir haben insbesondere einen Mann in der Gruppe, der Allround-Handwerker ist und alles (auf)bauen und reparieren kann. Wenn irgendwie möglich werden wir mit dem Aufbau solange warten, bis wir alle (männlichen) Geflüchteten daran beteiligen können, denn gerade bei solchen Arbeiten sind erfahrungsgemäß alle motiviert, es wäre eine schöne Gemeinschaftsaktion. Die Pflanzen, die wir gerade vorziehen, können ja noch bis Mitte/Ende Mai in Töpfen bleiben. Und dann wäre die zweite Gemeinschaftsaktion (mit allen Frauen und Kindern, so ist das nun mal), die vorgezogenen Pflanzen in die Erde zu bringen. So stellen wir uns das vor.
 Wenn die Kontaktsperre länger anhält, werden wir den Aufbau versetzt organisieren: unser „Handwerker“/“Bauleiter“ immer mit ein oder zwei  anderen, unbedingt unter Einbeziehung der Geflüchteten – dafür machen wir ja den ganzen Aufwand. Irgendetwas in die Richtung wollen wir in jedem Fall machen, denn wir glauben, es ist wichtig, jedes Jahr etwas Neues hinzuzufügen, an dem alle beteiligt sind, um die Identifikation mit dem Garten zu festigen. (Letztes Jahr war es der Generator und die Werkzeugmaschinen, vorletztes Jahr war es der Bau eines neuen Schuppens und der Brunnen, den wir wieder funktionsfähig gemacht haben, davor der Aufbau des Trampolins, das Urbachmachen des Landes