(alerst)
Die Stadt hat das Gelände gekauft und möchte es mit einer Bürgerbeteiligung städtebaulich entwicklen.
„Da sie sich als Verein zuletzt in Planungen der Sportvereine Weilimdorfs wiederfanden, wollte man bei Chloroplast seine Zukunftsvorstellungen selbst erläutern. „Unser Anliegen und ausdrücklicher Vereinszweck ist nach wie vor die nachhaltige Zwischennutzung des Geländes. Wir möchten das Areal hier nutzen, solange es noch keine Entscheidung gibt“, sagt Vereinsvorstand Christoph Pelka. Das sei seinerzeit so mit dem Insolvenzverwalter vereinbart und später von der Stadtverwaltung anerkannt worden.
Den Anfang genommen hatte die Idee des Gartenbauprojekts Ende 2014. Damals mietete Vorstandsmitglied und Vereinsgründer Andreas Zeger das zur Gärtnerei gehörende Wohnhaus an. Schließlich sei eine Wohngemeinschaft entstanden, die im Sommer den Verein Chloroplast gründete und sich fortan diversen Gartenbauprojekten auf dem Gärtnereigelände widmete. „Im Haus haben schon immer Vorstandsmitglieder gewohnt“, betont Andreas Zeger. Auch habe er bis heute einen gültigen Mietvertrag. Dass nun Ende Mai vom Liegenschaftsamt eine Aufforderung zur Räumung kam, sei überraschend gewesen.
Diese begründet die Stadt damit, dass sich das Wohngebäude baurechtlich im Außenbereich befinde. Dort darf nur gebaut und gewohnt werden, sofern es sich, wie etwa im Falle der Gärtnerei, etwa um den Betreiber jener handle. Diese Ausnahme sieht der Verein als erfüllt an. Denn vor Ort zu wohnen, sei eine wichtige Voraussetzung für die ehrenamtliche Vereinsarbeit der Mitglieder. Das habe man in der Vergangenheit mit Vertretern der Politik und Verwaltung abgestimmt.
„„Im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung wird die Verwaltung auch nochmals das Gespräch mit dem Verein Chloroplast suchen. Zusammen mit dem Verein soll die Zukunft des Areals gestaltet werden“, schreibt die Pressesprecherin Ann-Katrin Keicher. Weiter teilt sie mit: „Ein entsprechendes Antwortschreiben an den Verein wird momentan vorbereitet. Inhaltlich können wir diesem in der Presseauskunft nicht vorweggreifen.““