Offener Garten für ALLE in Schleswig ist sozialer Treffpunkt

(Antrag, Antworten)

seit 1.2.2020 gibt es in Schleswig, direkt an der Schlei gelegen, einen Gemeinschaftsgarten (Fläche war mal Spielplatz). Im Garten sind Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Manche gärtnern, andere sind an handwerklichen Arbeiten interessiert, dritte kommen, da es ein niedrigschwelliger Treffpunkt ist.

Ist die Nutzung der Fläche befristet oder können Sie diese dauerhaft nutzen?

Antwort: Unbefristeter Nutzungsvertrag.

Zahlen Sie Pacht o.ä. für die Fläche und wenn ja, wie hoch ist diese?

Antwort: Wir haben eine Kaution von 1.000 EUR geleistet. Pachtkosten entstehen nicht. 

Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert?

Antwort: Geschätzt bislang 5 Leute regelmäßig, 10 Leute temporär, diverse selten. Vor allem durch das Projekt: „Der Friedrichsberg blüht auf!“ werden wir sicherlich noch etliche Menschen einbeziehen können. Bei uns kann ja jeder zwanglos nach persönlichen Bedürfnissen mitmachen. Wir sind ein stets offener, für jeden zugänglichen Garten mit vielen Zufallsbesuchern. 

Wie viele Gemüsebeete gibt es bisher im Garten und wie ist das gärtnern organisiert? Gibt es individuelle Beete oder läuft alles gemeinschaftlich?

Antwort: Bislang gibt es 5 Kräuter- und Gemüsehochbeete und ein Gewächshaus für Tomaten. Es gibt gar keine individuellen Beete. Alles läuft gemeinschaftlich oder für die Gemeinschaft. Bei uns kann jeder ernten, auch die, die gar nicht mitgegärtnert haben. 

Wie viele Hochbeete sollen gebaut werden? Wie werden diese dann verteilt?

Antwort: Mindestens drei weitere Hochbeete und etliche Kübel. Dazu sollen Erden bei vorhandenen Kübeln und Beeten ausgetauscht werden. Auch diese werden gemeinschaftlich bzw. für die Allgemeinheit bewirtschaftet. 

Wann soll wer wo die Beete bauen, wie sind die Gärtner*innen daran beteiligt und wie läuft das unter den Coronaabstands- und Hygienemaßnahmen?

Antwort: Vorausschicken möchte ich, dass wir deutschlandweit den niedrigsten Wert haben. Die Arbeiten sind je nach Wetter zum Ende des Winters im Garten geplant. (Wir verfügen über Strom.) In aller Regel arbeiten bei uns nur 2er-Teams aus gemeinsamen Haushalten enger zusammen. Ansonsten gelten Abstand, Handschuhe, und zu unterschiedlichen Zeiten versetzt arbeiten. Unser Garten ist immer geöffnet. Die meisten Geräte sind frei verfügbar. Oft wird mit eigenem Gerät (Bohrmaschinen z.B.) gearbeitet. 

Haben Sie die Stadt nach Förderung z.B. für die Erde gefragt? (Manche Grünflächenämter liefern Erde kostenfrei an Gemeinschaftsgärten).

Antwort: Wir haben im letzten Jahr von der Stadt für unsere Blühbeete bereits Erden erhalten. Außerdem haben wir gerade für die soziale Verstetigung einen kleinen Betrag für das nächste Jahr erhalten. Dazu die Genehmigung für ein größeres Gerätehaus. Deshalb fragen wir derzeit nicht noch einmal bei der Stadt an. 

Was soll mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden und können Sie dieses Gerät ausleihen oder von der Stadt gestellt bekommen?

Antwort: Unsere Möbel, eventuell Zuwegungen, eventuell das spätere Gerätehaus. Die Möbel stehen ja überwiegend das ganze Jahr draußen und müssen eigentlich mehrmals im Jahr gereinigt werden. Ein Ausleihen erscheint uns unwirtschaftlich. Ein stets präsentes Gerät spart einfach viel Zeit und kann auch eingesetzt werden, wenn man etwas Schmutziges gespendet wird. 

Sind die geplanten Gabionen-Elemente so geplant, dass diese gekauft und dann im Garten aufgestellt und verankert werden? Hat die Gartengruppe sind für diese Form des Windschutzes entschieden? 

Antwort: Kauf! Wir haben das Thema Windschutz mit diversen Interessierten das ganze Jahr wiederholt besprochen. Insgesamt hielten sich die gärtnerisch Tätigen bei der Diskussion allerdings sehr zurück. Die Idee für Gabionen kommt von einem alternativen Outdoorkenner und Handwerker. Einwände gegen diesen Vorschlag kamen von keiner Seite. Man muss dazu wissen, dass bei uns nicht wie in Großstädten in erster Linie grün und fortschrittlich denkende, jüngere Leute federführend sind, sondern eher übrig gebliebene ältere Frauen, die von Ausnahmen abgesehen, eher über weniger Bildung und Bewusstsein im Vergleich zu Aktiven der Großstädte verfügen und eher sehr zurückhaltend agieren. Dazu gibt ein paar handwerklich orientierte Prakmatiker, auf die der Einsatz von Gabionen zurückzuführen ist. 

Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

Antwort: Die meisten Gartengeräte werden bisher in unserem Gewächshaus untergebracht. Im Sommer befanden sie sich hinter einem Sichtschutz. Manche Geräte sind angekettet. Hierfür kennen diverse Personen die Codes. Dazu verfügen wir über einen Schlüsselsafe. Einige Geräte, die sehr hohes Diebstahlrisiko haben oder im Winter wirklich trocken gelagert werden müssen, werden privat gelagert. Im Frühjahr erhalten wir ein Gerätehaus. Dann wird alles dort untergebracht.