Hüttenbau trotz Corona im Grüner GG (Leipzig)

(Sachbericht)

In mehreren coronabedingten Videokonferenzen und E-Mail-Korrepondenzen besprachen wir in der Gruppe das Vorgehen beim Hüttenbau.
Die Herausforderung bestand darin den Aufbau der Hütte innerhalb eines Wochenendes zu realisieren.
Dazu war immense Teamkoordination und Planung notwendig:

– Erstellung eines Zeitplanes zur Beschaffung des Materials
– Finden eines Zwischenlagers
– Erstellung eines möglichst realistischen Bauplanes
– Finden einer Werkstatt, um einige Teile vorzubehandeln und so am Bautag Zeit zu sparen
– Erstellen eines Ablaufplanes für die Bautage
– Koordination und Planung des kompletten Ablaufs und aller Beteiligten

Schon zur Antragstellung, auch um eine möglichst exakte Kostenkalkulation erst möglich zu machen, wurde durch eine versierte Person eine Hütte als 3D Modell am Compter erstellt. In diesem Modell finden sich alle verwendeten Bauteile wieder.

2 Vorarbeit

In einer privaten Werkstatt konnten wir die Einzelteile zwischenlagern.
Wir bildeten jeweils Zweier-Gruppen, die abwechselnd die einzelnen Teile gemäß des Bauplanes zuschnitten, mit Kerben versahen oder vorbohrten. Natürlich mußten die Teile dann mit Nummern versehen, und ein Montageplan ausgearbeitet werden.

3 Aufbau-Auftakt

Anschließend einigten wir uns auf einen Termin für ein Aufbauwochenende.
Um einen möglichst publikumswirksamen Auftakt zu erzeugen, verbanden wir diesen Termin mit einem geplanten Auftritt des Leipziger Gewandhausorchesters, die pandemiebedingt kostenlose Freiluft- und Hofkonzerte anboten.
Der Anklang war überwältigend, und wir hatten die maximale Versammlungsgröße von 40 Personen schnell erreicht. Verteilt auf 5000m2 war das aber absolut in Ordnung.

4 Aufbau-Wochenende

Noch direkt nach dem Konzert begannen wir mit dem Einschlagen der Bodenhülsen – was sich bei 38° Grad und ausgetrocknetem Boden als äußerst mühselig erwies.
Um die Arbeit zügig voran zu treiben bildeten wir Gruppen: zum Einschlag der Hülsen, zur Vormontage der Bodenfläche und zum Vorbehandeln von Bauteilen mit Anstrich.

Leider wurden wir durch eine Gewitterwarnung unterbrochen. Um das Material gegen Diebstahl und Zerstörung zu schützen, legten wir alle restlichen Bauteile auf die Bodenplatte, bedeckten sie mit Planen und befestigten alles mit Zurrgurten. Über die Verschlüsse der Gurte legten wir alte dornige Äste.

Am darauf folgenden Samstag fanden wir zu unserer Freude alles unversehrt vor. Leider war das Wetter diesmal auf andere Weise ungnädig: es regnete ab und zu – was beim Bauen mit Holz eine schlechte Voraussetzung ist.

Die Gruppenarbeit setzten wir wie gehabt fort. Wetterbedingt wurden wir auch samstags nicht fertig, das Dach fehlte noch. (zeitweise saßen wir über eine Stunde an einem trockenen Ort und warteteten auf das Ende der Regengüsse)