IG in Wiesbaden darf nur öffnen, wenn sie ein Klo haben

(Antrag, Antworten)

WisaWi, der Träger, hat u.a. einen Garten an einer Unterkunft aufgebaut. Um da weiter tätig sein zu können, brauchen sie eine Toilette, ansonsten dürfen sie den Garten nicht öffnen.

1. Wie viele Menschen nutzen den Gemeinschaftsgarten/haben ihn durchschnittlich im letzten Jahr genutzt (trotz Corona)

Das war unterschiedlich, 15 – 35 Menschen an den Tagen, wenn wir vor Ort waren und an Aktionstagen auch mehr (ca. 50). Manchmal wetterbedingt auch niemand. Jedoch nicht so viele, wie in den Vorjahren, das ging wegen Corona nicht. Es wurde vom Amt nicht erlaubt, dass die Menschen den Code für die Eingangstür bekommen, somit konnte niemand alleine hinein, was zum Gärtnern aber erforderlich gewesen wäre. Deshalb nur die Gemeinschaftsbeete und Kinderbeete, die wir dann, wenn nötig gegossen haben, im Sommer dann kurz nach der Arbeit. Dieses Jahr darf der Garten zwar nicht offen bleiben erstmal (früher war er bis 22 Uhr geöffnet), aber die Menschen, die in den Garten kommen und ihn nutzen, dürfen den Zahlencode bekommen. In den Jahren zuvor haben ca. 60 geflüchtete Menschen Beete angelegt und noch mehr Menschen befanden sich so im Garten.

2. Wie viele Menschen werden die Komposttoilette zusammen bauen und wo soll der Bauworkshop stattfinden?

Es werden so viele Menschen die Komposttoilette bauen, wie dann gestattet ist und praktikabel. Da wir einige Menschen haben, die aus gleichen Hausständen kommen (sowohl ehrenamtliche Einheimische, als auch ehrenamtliche Geflüchtete aus dem Verein), sind da durchaus einige möglich. Zu viele sollten es dabei aber nicht werden. Mein Mann ist Tischlermeister und wird dies alles leiten. Es findet alles im Garten statt. Wir halten uns (abgesehen von der Betreuung, wobei diese Menschen ebenfalls im Garten oft mitmachen) corona-bedingt mit Vereinssachen nur noch im Garten auf. Die Komposttoilette ist notwendig, da wir den Garten sonst für Gäste, das Come together Cafe, die Menschen der Unterkunft  nicht öffnen dürften.

3. Besteht die Kindergruppe aus Kindern, die in der Unterkunft wohnen oder sind da auch Nachbarskinder dabei?

Die „richtige“ Kindergruppe besteht aus Kindern der Unterkunft und ehemaligen Kindern der Unterkunft in diesem Jahr (wegen Umzug, sie haben aber schon gefragt, wann es endlich losgeht ;)), es kommen aber auch desöfteren andere geflüchtete Eltern mit ihren Kindern vorbei, z.B. die im Come Together Cafe mitmachen (das Come together Cafe hat eine Kooperation mit uns und sie können den Garten dementsprechend nutzen, bei allem mitmachen und auch ihr Café immer Donnertags abhalten).

4. Bitte erläutern Sie das Kinderhaus noch ein wenig: wofür wurde es bisher genutzt? Letztes Jahr wurde es erst einmal aufgebaut (mit Kindern und Erwachsenen zusammen) und von den Kindern verschönert (bemalt). Im Winter/Herbst/ und bei Sturm wurde es als Lagerstätte genutzt, z.B. für Gartenmöbel und diverse andere Dinge. Dieses Jahr wird es für die Kinder eingerichtet, da in unserem „Erwachsenenhäuschen“ nicht auch noch Platz für Kindersachen ist und es deswegen im Erwachsenenhäuschen sehr chaotisch war. (Dafür beantragen wir hier aber kein Geld) . Das Kinderhaus ist dann nur für die Kinder (und Betreuerinnen).

Das Kinderhaus wird aber im Winter weiterhin als Lagerstätte genutzt.

Was soll nach Ausbau dort weiter passieren? 

Der Anbau ist dafür da, Gartenmöbel, Schubkarren, Transportwägen und anderes im Regen/Winter zu schützen, ansonsten kann er im Sommer vielfältig genutzt werden, z.B. können auch Menschen auf  Gartenmöbeln darunter sitzen und spielen, Deutsch lernen, sich unterhalten, Hausaufgaben mit ihren Betreuern machen etc.. Da der Garten sehr groß ist, jedoch keine (großen) Bäume hat und wir nur einen richtigen, aber kleinen Holzpavillon haben, hätten wir auch noch einen Schattenspender, unter dem man sitzen kann.

Wer würde die Kinderwerkstatt nutzen und ist diese nur für Kinder? Wer kümmert sich dann um die Kinderwerkstatt und wie soll diese ausgestattet werden?

Die Kinderwerkstatt kann von Erwachsenen und Kindern benutzt werden.

Zum Beispiel gibt es dann auch einen Platz für unsere (Erwachsenen) Werkbank. Wir haben bereits einige Werkzeuge für Kinder und Erwachsene und eine Werkbank für kleinere, die noch nicht die Große benutzen können, soll angeschaff werden (nicht mit Ihren Fördermitteln). 
Im Prinzip ist es auch im Garten so, dass wir so gut wie alles mit den Kindern zusammen machen, das war von Anfang an so. Sie lassen sich auch gar nicht davon abhalten.

Als Lager kann die Werkstatt im Herbst/Winter auch genutzt werden. Wir haben leider auch viele Sachen und auch Pflanzen, die im Winter etwas geschützt werden müssten, aber bisher kaum Lagerfläche als Schutz, sodass vieles auch frühzeitig kaputt geht. Manches wird auch mit Folie abgedeckt, aber das geht nur bei Manchem und schützt auch nur bedingt.

5. Wer wird sich um die Säuberung und Leerung der Komposttoilette kümmern und was soll mit den Hinterlassenschaften dann passieren?

Nowato wird die Wartung übernehmen und die Verwertung der Reststoffe durch Kompostierung, da wir dies hier weder im Garten dürfen, noch in den Kläranlagen. Das war die beste Möglichkeit und wird so auch noch verwertet. Kostet natürlich auch Geld, aber etwas anderes haben wir trotz Suche nicht gefunden.

Säubern werden wir die Toilette/das Handwaschbecken natürlich auch, schon alleine wegen des Hygienekonzepts. Die Toilette werden nur Ehrenamtliche von WisaWi und Gäste nutzen. Die Tonnen wird Nowato säubern.