Austausch Campus-Gärten, 25.05.2021
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Campusgarten Osnabrück (Allmende Blumenmorgen)
– ist ein ganz offener Garten mit vier offenen Eingängen, alle können mitmachen, jede*r kann ernten
– auf der Fläche des ehemaligen Staudengartens der Hochschule, liegt auf dem Gelände der Hochschule
– gibt es seit 2015 (da war es ein GG für Studis), war dann ein wenig eingeschlafen, nun aber wieder aktiv: sie sind 20 Leute, coronagerecht haben sie sich in kleineren Gruppen getroffen
– sie haben u.a. ein Kraterbeet und ein Erdgewächshaus, experimentieren mit alten Dachziegeln am Rand der Hochbeete (dort eingesteckt, damit das Holz nicht so schnell verrottet und da sie dachten, dass so mehr Wärme gespeichert werden könnte, was wohl aber nicht der Fall ist)
– organisieren das, was sie brauchen oft über ebay Kleinanzeigen (bekommen es dort geschenkt), nutzen viel schon vorhandene Materialien und arbeiten die auf/um. Sie bekommen aber auch Gelder über den Fonds für Nachhaltigkeit der Hochschule (2000 Euro -> eigentlich zu viel)
– sie wollen für den Garten eine „Verantwortungsperson“ finden.
– Probleme: Vandalismus, der zunahm, als der Garten brach lag. Vor drei Wochen wurde ein Geräteschuppen aufgebrochen, aber nix geklaut. Sie vermuten, es waren Jugendliche, die den Ort zum Treffen und Feiern nutzen. Öfters liegt auch Müll rum.
Querbeeten – Katholische Stiftungshochschule, München
– wurde im Frühjahr 2019 durch eine Hand voll engagierter Studierender ins Leben gerufen.
– Derzeit haben sie 3 große, in Stein gefassten Hochbeete auf einer gepflasterten Fläche rund um die Kirche im Preysinghof. Direkt auf dem Gelände der Hochschule haben sie keine Fläche bekommen. – — Sie sind 5 Aktive und noch ein paar weitere Interessierte sind im Verteiler.
– Finanzierung: über Studierendenvertretung der Hochschule
– sie haben einen Wechsel der Hauptkoordinatorin geschafft, die bisherige Frau ist bald fertig mit der Uni und übergibt die Verantwortung nun an eine andere Studentin
Plant a Seed, TU München
– Im Innenhof der TU gibt es nun neun Hochbeete
– es sollen noch viel mehr werden, die nächsten wollen sie selber bauen (sobald die TU eigene Werkstatt wieder geöffnet ist)
– sie sind 80 Leute und es werden immer mehr
– sie haben sich in Untergruppen und AGs aufgeteilt, die für bestimmte Bereiche verantwortlich sind
– vor 2 Wochen war das „kickoff planting“
– sie sehen den Garten u.a. als Ort für wissenschaftliche Forschungen (Insekten, Pflanzen etc.)
– Fin: über die Uni und durch Spenden. Sie waren erstaunt, wie schnell sie die Gelder zusammen hatte
– Herausforderungen: a) Gemeinschaftsbildung zu Coronazeiten. Sie haben sich zum ersten Mal als Gruppe beim „kickoff planting“ gesehene, die Orga vorher lief online. b) in der Theorie war die Organisation und das „Teammangement“ einfach, nun müssen sie gucken, dass es auch in der Praxis gut läuft und welche Kommunikationskanäle am sinnvollsten sind
Campusgarten Potsdam (an der FH)
– gibt es seit 2016
– haben nun eine Rahmenvereinbarung mit der Hochschulleitung, dass sie die Fläche zunächst nutzen können, aber nur die 450 m²
– ist öffentlich zugänglich, was hochschulintern aber nicht selbstverständlich ist und nach wie vor zu Diskussionen führt: „wieso sollen auch Nachbar*innen hier gärtnern dürfen, die gehören doch gar nicht zur Hochschule“
– sie haben 40 Hochbeete und 50 Beetpaten, gut die Häfte sind Nachbar*innen. Diese sind sehr wichtig, da sie Kontinuität in das Projekt bringen (bei Studis: nach Abschluss sind sie selten weiter dabei)
– Beetebau: erst selber gebaut, dann, da schneller und günstiger: Aufsetztrahmen, nun sind sie dabei, das Thema innovativer anzugehen und planen neue Konstruktionen
– das Kernteam hatte bisher 6 verschiedene Besetzungen (einer war kontinuierlich dabei)
– Fin: müssen Anträge stellen, nur das Wasser trägt die Hochschule
Herausforderungen: Kernteam ist mit 2 Leuten derzeit sehr klein. Es gibt viele Aktive, aber wenige Organisator*innen. Es gibt viel Interesse am Mitgärtnern, aber sie dürfen nicht wachsen. Anerkennung der Hochschule ist noch ausbaufähig, Gebäudemanagement traut der Gruppe nach wie vor nicht zu, dass sie ein nachhaltiges Projekt machen, Garten ist in keinem Gremium o.ä. verankert. Vandalismusproblem
Wiesbaden, Hochschule RheinMain
– Lehrbeauftragte der Hochschule RheinMain Wiesbaden (Gartentherapie) beginnt einen Campusgarten mit Studierenden
– Fläche haben sie: 600m², wollen in Richtung Permakultur gehen
– sind bisher 15 Leute, Kerngruppe: 5
– Fin: über die Hochschule
Fragen: wie kann das Gießen organisiert werden? Wie kann die Hochschule vom Wert und Nutzen des Projekts überzeugt werden?
Campusgarten Würzburg
– gibt es schon einige Jahre
– 1200m², 70 Beete, über 100 Mitgärtner*innen
– enorme Nachfrage, auch aus der Nachbarschaft (da entsteht ein neues Stadtviertel)
– offiziell nur für Studis und Hochschulmitarbeitende, aber in der Praxis offen für Nachbarschaft
– Renter*innen: sehr wichtig, da sie Kontinuität in den Garten bringen und auch sehr viel Wissen -> generationsübergreifender Wissensaustausch am Beet!
– 7 Leute in der Kerngruppe
– Hochbeete: individuelle Nutzungen, gemeinsam werden die Biodiversitätsflächen beackert. Einmal pro Jahr gibt es für die Hochbeete eine Vergaberund
– Fin: über Spenden (Träger ist der LBV), Wasser zahlt die Uni
Herausforderungen: Zwischennutzung endet! Ende des Jahres wird die Fläche bebaut. Bisher dachten sie, dass der Umzug auf neue Fläche in Sack und Tüten sei, aber es gab Unstimmigkeiten/Abstimmungsprobleme zwischen Unileitung und Bauamt. Unileitung versucht mit dem Garten zusammen, das Bauamt zu überzeugen, wie wichtig der Garten ist
Zittau, Amaliengarten
– sie haben keine Fläche auf dem Hochschulgelände bekommen, da der Architekt (?) das verboten hat (hätte das Design zerstört)
– Garten ist auf einer Brache entstanden, da dürfen sie nix fest im Boden verankern
– 10 Leute sind im Team
– Fin: läuft über Fonds des Astas und es gibt einen Umwelteuro (Geld für Umweltprojekte)
Herausforderung: Wie bekommen wir Leute, mehr Mitmacher*innen?
Kapuzinergarten Eichstätt, Katholische Fachhochschule
– Die Uni hat für das Gelände einen Pachtvertrag abgeschlossen, Garten gibt es seit 2010, Fläche: es Klostergarten
– es finden u.a. Lehrveranstaltungen der Hochschule im Garten statt
– ist offen auch für Nachbarschaft
– kooperieren mit Ackerdemia, sind Pilot für Campusackerdemia
– gibt an der Hochschule immer wieder Abschlussarbeiten über Teile des Gartens
– seit Nov 2019 haben sie über eine Förderung des BMU (Nationale Klimaschutzini) eine halbe Stelle für die Koordination. Damit stieg die Gruppe auch von 5 – 10 Leuten auf 35 an, was zudem an Corona lag (nette Alternative zum Spaziergang)
– sind in viele Themengruppen organisiert
Austauschbedarf: Wie kann man sich schnell in Unistrukturen einnisten? Wie die Potentiale der Gärten von Anfang an da klar gemacht werden, so dass auch eine Finanzierung über die Hochschulen einfach möglich ist?
Rostock, Universität, Institut für Grundschulpädagogik
– kein Campusgarten, sondern ein GG
– Kern: „Erlebnisgarten“, wird im Sinne eines „Reallabors“ in die Lehre eingebunden und von den Studierenen selbstorganisiert.
– Fläche: im Kleingarten
– Kooperation mit Ackerdemia und Natur im Garten
– ist eingebunden in das Projekt „Netzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten“
– ist ausgezeichnet worden von UN Dekade Biologische Vielfalt
– Fin:?
– Ansprechpartnerin hat einen studentischen Hilfsjob
Herausforderung: die studentischen Gärtner*innen auch nach der Uni für den Garten zu interessieren/zu halten
Fulda, Hochschule
– sind noch in der Planung