Erfurt: Interkultureller Garten will sich konsolidieren

(Besuch)
Der Interkulturelle Garten liegt auf einer Fläche, die einer Firma in der Nachbarschaft gehört (Malzwerk). Auf Teilen dieser Fläche gab es schon lange Jahre vorher auch mal einen Garten. Die 1000m² große Fläche hat verschiedene Bereiche, so ist im Eingangsbereich ein Teil mit individuellen Beeten, weiter hinten dann eine gemeinschaftlich genutzte Fläche mit Obstbäumen, Sitz-, Spiel-, Grillmöglichkeiten mit Feuerschale etc. Seit kurzer Zeit haben sie einen Brunnen (finanziert über die Deutsche Postcode Lotterie), dessen Errichtung über ein Jahr dauerte, da alle Brunnenbauer dauerhaft ausgebucht waren. Bislang hatten sie nur das Wasser vom Dach (großes Dach), der angrenzenden Halle. Dieses Wasser hatte bisher auch 5 Wochen ausgereicht, doch in den letzten beiden Jahren hatte es zu wenig geregnet und war zu lange Perioden trocken.
Interkulturell sind sie nur noch wenig, eine Familie aus einem afrikanischen Land (?) und eine Frau asiatischer Herkunft sind mit dabei.
Nach wie vor ist alles ehrenamtlich, was hier passiert, die Leute im Vorstand sind diejenigen, die viel ermöglichen, anschieben, umsetzen.
Corona hat dazu geführt, dass es Konfikte gab (über Corona, die Schutzmaßnahmen etc.) und keine Treffen vor Ort. Es gibt kein Kommunikationsmittel, was alle erricht. Nicht alle lesen ihre Mails, nicht alle sind auf Whatapp, nicht alle gucken auf die Gartentafeln etc.
Es gibt nun schon eine Weile keine gemeisamen Gartentage (sie nennen das Öffnungszeiten), zu denen auf jeden Fall jemand da ist und andere sich dazu gesellen könnte. Inzwischen kennen sich nicht mehr alle, wissen nur wenige, wer wirklich dabei ist und es haben sich kleine Grüppchen gebildet. Manche kommen explizit dann, wenn keine andere Person da ist. Es gibt auch schwierige Menschen, manche brauchen viel Ansprache.
Sie wollen nun versuchen, weniger Angebote zu machen als vor Corona und auch weniger Anträge zu stellen,  hierzu gibt es zwei Ansichten: wir gucken, was wir wirklich brauchen und da gibt es Geld, lass uns einen Antrag stellen. Sie bräuchten jemanden, der/die sich um die Neuausrichtung der Struktur kümmert, wieder eine Gruppe aus dem Haufen formt, Leute begeistert, Aufgaben zu übernehmen. Sie haben festgestellt, dass es einen Kern gibt, der Sachen macht, wie sie das eben immer gemacht haben – und neue Leute das in Frage stellen und neue Ideen haben. Das clasht ab und an.
Sie wollen nun den Bürgerrat des Stadtteils fragen, ob der nicht eine Stelle für sich beantragen könnte und ein Teil davon wäre der Garten (neben den oben kurz skizzierten Aufgaben auch, um neue Gruppen in den Garten zu holen etc.)