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Die Gärtner*innen von Peace of Land bewirtschaften das 4000 Quadratmeter große Grundstück in der Nähe des Syringenplatzes im Blumenviertel mit großen Engagement. Dabei hat der Garten alles andere als eine sichere Bleibeperspektive: Auf dem Gelände soll eine Turnhalle für die Grundschule am Blumenviertel gebaut werden. Zuletzt habe im April eine Grundstücksbegehung verschiedener Ämter stattgefunden, berichtet Yvonne Stolterfoht, Mitglied des Vorstands von Peace of Land. Ein gemeinsames Gespräch über mögliche alternative Standorte habe es bislang nicht gegeben.
Das Gärtnern geht dennoch weiter, und Peace of Land freut sich über Unterstützung. In der kommenden Zeit gibt es einige Mitmachtage, an denen Neu-Gärter*inen das Projekt kennen lernen können. Gesucht würden nicht unbedingt Menschen, die im Garten Gemüse ziehen wollen, sagt Yvonne Stolterfoht, denn dieser Arbeitskreis sei bereits relativ groß. „Was wir aktuell suchen, sind Menschen, die auch Lust haben, handwerklich tätig zu werden und uns beim weiteren Ausbau zu helfen.“
Wichtig sei, dass Neu-Gärtner*innen bereit sind, regelmäßig vor Ort zu sein, zum wöchentlichen Plenum zu kommen und sich mit dem Thema Permakultur auseinanderzusetzen – denn Peace of Land begreift sich nicht nur als Garten, sondern auch als „Lernort für Permakultur“.
Die Gärtner*innen von Peace of Land legen außerdem Wert darauf, Müll zu vermeiden und Lebensmittel zu retten. Man experimentiere mit alten Kultursorten und Anbaumethoden, die sich dem Klimawandel anpassen, und verarbeite Lebensmittel und Kräuter zu Tees oder Marmelade. „Und wir kochen und essen gemeinsam und zelebrieren die Gemeinschaft“, sagt Yvonne Stolterfoht. „Das ist uns ganz wichtig.“
https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/2021/07/05/rein-ins-beet/