(Sachbericht)
Trotz der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie stand das Jahr 2020 vor allem im Zeichen des Aufbaus und der Stärkung von Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern. Diese Kooperationen konnten auch im Jahr 2021 erfolgreich weitergeführt bzw. vertieft werden. Da die Aktivitäten ineinander übergingen und vor allem in diesem Jahr wirksam wurden, werden in vorliegendem Bericht die Jahre 2020 und 2021 zusammengefasst.
In Kooperation mit dem Evangelischen Schulzentrum Martinschule (Gewinner des Schulpreises 2018) wurde ein Gartenprojekt gestartet. Wöchentlich besuchen Kinder aus der Martinschule im Rahmen des Unterrichtes das Gelände des Freiraum e.V. um u.a. im Garten aktiv zu werden. Dabei lernen sie die unterschiedlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Jahresverlauf kennen. Die Schüler:innen können dabei ihren Einsatzbereich selbst wählen und entscheiden sich gerne für den Bereich Gemeinschaftsgarten. In der Schule wird diese Aktivität u.a. durch die Gestaltung von Hochbeeten weitergeführt.
In Zusammenarbeit mit dem ikuwo e.V. nutzten zunächst Menschen aus der Stadt den Gemeinschaftsgarten in Alt Ungnade. Durch diese Zusammenarbeit inspiriert, entstand die Idee, im urbanen Kontext des ikuwo e.V. ebenfalls einen Gemeinschaftsgarten anzulegen. Der Freiraum e.V. unterstützte diesen Prozess durch begleitende Beratung. So wurden z.B. gemeinsam Hochbeete für unterschiedliche Einsatzbereiche geplant und gestaltet. Diese werden auch anderen Projekten im Umland zur Verfügung gestellt.
Weiterhin wurden gemeinsam Pflanzen angezogen bzw. Samen getauscht. Regelmäßig fanden in den Gemeinschaftsgärten in Greifswald und Alt Ungnade gemeinsame Arbeitseinsätze statt, so dass eine lebendige Stadt-Land-Kooperation entstand.
Nachdem im letzten Jahr die Pflege der Obstbäume auf dem Gelände des Freiraum e.V. verstärkt in den Blick genommen wurde, zeigten sich dieses Jahr bereits „die Früchte der Arbeit“. Einige nur noch wenig tragende Bäume konnten gepflegt und wieder „aktiviert“ werden. Bei den entsprechenden Pflegemaßnahmen waren ebenfalls Menschen aus Stadt und Land beteiligt.
Bei großen Mostaktionen wurde ein Teil der Äpfel zu Apfelsaft weiter verarbeitet. Auch hierbei waren u.a. Familien aus der Stadt beteiligt.
Im Foliengewächshaus fanden Experimente mit selbst gebauten Bewässerungsanlagen aus Regenwasser statt. Dabei liegt der Fokus auf der Vereinbarkeit einer preisgünstigen Lösung mit der Balance zwischen ausreichender Bewässerung und nachhaltigem Umgang mit Wasser.
Auch die Erträge des Gemeinschaftsgarten werden regelmäßig sowohl im Ort selbst auch in der Stadt getauscht bzw. verschenkt. Dabei werden sie u.a. auch bei Aktionen anderer Vereine oder Projekte in der Region genutzt.