Hamburg: Kurzinfos zu den Gärten, die bei der Vernetzung (20.1.) dabei waren

Die Stiftung „Was tun“ ist aus einem Freundeskreis entstanden. Sie haben die Gartenprojekte „Stadtgemüse“ gegründet, die urban gardening und Integration verbinden, also gemeinschaftliches gärtnern mit Geflüchteten. Ihr Pilotprojekt auf dem Hafencitygeläne war eine Zwischennutzung, dort gab es wöchentliche Treffen und es wurde gegärtnert, gekocht etc.
Sie haben nun zwei Standorte, an denen sie weitere Stadtgemüseprojekte etalbiert haben und eine weitere Fläche wird bald eröffnet. Pro Fläche gibt es eine Projektleitung, für deren Finanzierung die Stiftung Spenden sammelt. Auch bei den neuen Flächen gibt es wöchentliche Treffen, bei denen gegärtnert wird, Deutsch gesprochen etc. „Man lernt was auf Augenhöhe“. Die Nachbarschaft soll einbezogen werden, wegen Corona war das die letzte Zeit nicht möglich – die Flächen sind an Unterkünften, der Zugang zu diesen war streng reglementiert.

Beim Mitmachgarten auf Guts Karlshöhe trifft sich die Gruppe immer freitags. Sie pflanzen gemeinsam und haben einige Projekte gemacht, wie Weidenbau, Bau eines Kraterbeets. Die Gerätschaften holen sie mit einem kleinen Wagen, die sind um die Ecke untergebracht. Geplant ist Pilzzucht. Es ist „wie eine Oase im Wohnviertel“

Grün(t)raum Heimfeld ist im dritten Jahr und liegt direkt an einer Kirche. Sie haben Probleme mit Gemüsediebstahl. Es gibt ganz unterschiedliche Beetformen und einen Kartoffelturm. Es wurde eine Bewässerungsanlage angelegt, sie haben einen Backofen, Feste werden gefeiert und es gab auch Gottesdienste im öffentlichen Raum (bei ihnen im Garten?)

GemüBiDu befindet sich auf dem Gelände der Saga und ist nicht ganz öffentlich – nur für die Mieter*innen der großen Anlage. Sie werden von der Saga unterstützt und auch vom Stadtteillladen. Sie sind 9 in der Kerngruppe und haben sich im Stadtteil breit gemacht, sprich, „da wo es grün ist, sind wir dabei“. Der Garten ist immer frei zugänglich, 1x im Monat sprechen sie sich ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Insekten und Vögeln. 1x p.a. machen sie ein Erntedankfest für die Nachbarschaft.

Der Oberhafengarten liegt im Kultur- und Kreativquartier. Die Initiatorin hat auch die Hanseantische Materialverwaltung gegründet, ist im Quartiersrat und sehr rege im und für den Stadtteil unterwegs. Es entsteht hier ein neues Viertel und sie haben es geschafft, das der geplante Erholungspark ein Gemeinschaftsgarten wird – Fläche: 6000m². Teil davon wird Wildblumenwiese (als Stellvertreterflächen), sie haben eine Wasserzisterne und es gibt erste Kompostierungsansätze. Nun geht es um den „Übergang zur Nutzung“ als Gemeinschafsgarten mit Gemüseanbau.

Der Interkulturelle Garten Veddel ist am Café Nova und ein Ort des Austauschs und der Begegnung für die Nachbarschaft. Anfangs waren sie ganz viele, die Gruppe ist geschrumpft und sie sichen neue Leute, die regelmäßig da sind. Sie kooperieren mit einer Schule, die eine Patenschaft für drei Beete übernommen hat. Sie haben keinen Zaun und wollen auch keinen. Pilzanbau und Permakultur sind geplant.

Der Stephanusgarten nutzt einen ehemals verwilderten Kirchgarten und die Gruppe baut alles selber. Es ist ein Ort der Begegnung, Nachbarschaftsfeste werden groß geschrieben.

Im Kulturpalast möchte de Nachhaltigkeitsmanager einen Garten top down aufbauen. Der Kulturpalast ist im ehemaligen Wasserwerk und auf der Fläche ist Platz für das Gartenprojekt. Er hat schon einige Materialien bestellt, denkt an zunächst 10 Hochbeete und hat schon ein kleines interessiertes Grüppchen gefunden. Es sollen Workshops und feste Gartentage folgen.

Fuhlsgarden gibt es seit 5 Jahren, liegt im Grünzug eines Kitaträgers. Jeden Sonntag trifft sich die Gruppe zum offenen Gärtnern und sie machen 3 – 4 Veranstatungen p.a.

Südlinie ist ein neu entstehende Projekt. In einem Kleingarten haben sie bisher zwei Parzellen, pachten eine dritte dazu und es soll ein Gemeinschaftsgarten entstehen. Das Viertel ist ein großes Neubauviertel mit 1600 Wohnungen. Der Wunsch des Landesverbands der Kleingärten ist es, dass es mehr Kooperationen mit Schulen, Kitas gibt udn auch eine Öffnung – z.b. durch Gemeinschaftsgärten – für die Nachbarschaft. Es gibt wohl eine Kooperation mit der Loki Schmidt Stiftung.

Der Landesvorsitzender der KGs hat durchgesetzt, dass inzwischen auch Vereine Parzellen in Kleingärten pachten können. Zumindest in HH