(Projektbesuch)
Der Hanggarten in Berlin Wilmersdorf ist ein vom Senat gefördertes Pilotprojekt. Eine Parzelle in einer Kleingartenanlage soll zu einem offenen Gemeinschaftsgarten entwickelt werden. Bei der Ausschreibung ist Parzelle X ausgewählt worden, die viel Erfahrung mit Schulgärten haben. Sie haben Geld für ein Jahr, Ziel ist es, dass der Garten dann eigenständig von einer großen Gruppe weiter betrieben wird. Bei den Gesprächen mit den Auftraggebern vom Senat geht es wohl immer darum, dass es noch viel zu wenig Leute sind und wenn sie das Projekt vergeigen, es sich auf die weitere Entwicklung von „Öffnung von Kleingärten für Gemeinschaftsgärten“ auswirken könnten. Sie fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt.
Das Grundstück hatte bisher eine alte Dame, die in der Laube gewohnt hat (alter Vertrag machte es möglich), die Dame ist gestorben. Die große Laube wurde abgerissen, doch die große Betonbodenplatte verblieb im Garten. Diese nimmt in etwa die Häfte des Grundstücks ein, ein Teil davon ist unterkellert, aber wohl nicht tragfähig. Viel Platz zum Gärtnern gibt es nicht, denn das zweigeteilte Grundstück hat auch noch einen Hang, der eventuell von Wildbienen besiedelt ist.
Es gibt schon eine Gruppe, die sich engagiert und mit vielen, oft konträren Ideen einbringt.
Parzelle X überlegt, wie das Projekt ab August (da ist das Jahr dann schon um), verstetigt werden kann. Idee bei meinem Besuch: sie grünen einen Parzelle X Verein, damit können sie dann auch Gelder für andere Gemeinschaftsgartenprojekte beantragen. Oder sie suchen im Stadtteil nach einem Träger. Mitte April ist ein Werkstattgespräch mit den Auftraggeber*innen.