Es ging zu den Gartenprojekten:
-Kollek Jardin: große Fläche mit Bäumen, Sträuchern, waldähnlichen Bereichen, die sich die Gruppe mit den Naturfreunden und eine Parcour-Gruppe teilt. Es gibt eine „wilde Laube“ mit Verande, Dachterasse und viel Krutscht. Neben dem Gärtnern geht es hier um Kunst und Kultur und um Selbsterfahrung. Es gibt Schwitzhüttenwochenenden, Workshops zu „natural me and you“ u.ä., ein Barfußpfad ist angelegt, eine Kräuterspirale entsteht. Es gibt Graffiti-Wände und ein Kompostklo. Es wird gegärtnert, aber hier passiert noch sehr viel mehr. Die Fläche gehört dem Amt für Stadtentwässerung und Umweltanalytik, sie sind da wohl sicher, da es eine Hochwasserschutzffläche ist. Mit auf der Fläche ist eins der ältesten Fachwerkhäuser Nürnbergs, das sie ab und an auch nutzen (gegen Mietzahlung)
– Dein Gemüse Franken: ein Selbsterntegarten, der von einem Verein betrieben wird. 160 Mitglieder gärtnern auf 3 aneinandergrenzenden Feldern. Die Parzellen werden nach der Ernte untegeflügt und im nächsten Jahr bekommt man eine andere. Es gibt 8 AGs und sehr viel ehrenamtliches Engagement. Auch Gemeinschaftsflächen haben sie, einen Beerengarten, einen Kräutergarten und eine Platz für Feste und Feiern (dafür gibt es eine eigene AG). Das Konzeot ist wie bei den anderen Selbsternetgärten: einiges wird von engessät/eingepflanzt – in Reihen – anderes können die Gärtner*innen selber pflanzen.
– Der Nordgarten ist auf dem Gelände des großen soziokulturellen Zentrums Z-Bau. Vom Z-Bau kommen Strom und Wasser, der Garten wurde 2017 vom Urban Lab partizipativ angelegt und ist heute eine AG des Z-Baus, die Gartengruppe zahlt keine Pacht. Es gibt ein großes Aquaponik-Projekt, ein SoLaWi Depot, ein Tinyhaus (in dem auch mal ein obdachloser Mensch wonte, nun dient es als Lager), diverse Veranstaltungen im Garten, u.a. auch eine Radwerksatt für FLINTA, ein Zirkuslabor und eine ausleihbare Fräse. AUf der Fläche sind noch weitere Gartenprojekte
– Der Garten des Südens ist eins der recht vielen „Essbare Stadt Nürnberg“ Projekte. Essbare Stadt sucht geeignete Flächen und aktiviert die Nachbarschaft, auch können wohl Leute auf Essbare Stadt zukommen und Flächen vorschlagen. Essbare Stadt startete 2019 an zwei innerstädtischen Standorten mit Pilot-Flächen zur Erprobung des Konzeptes. Im Rahmen der Bewerbung Nürnbergs zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 wurde das Projekt im Mai 2019 als eines von 10 Projekten zur Förderung ausgewählt und die ersten beiden Standorte am Jakobsplatz und Egidienplatz wurden eingerichtet. Inzwischen gibt es neun Standorte (auch am Z-Bau einen). Der Garten des Südens ist sozusagen mitten auf dem Bürgersteig, bzw zwischen Bürgersteig und Straße, auf einer ehemaligen Hundewiesenbrache. Eine tortenstückartige Fläche. Die Gruppe legte erst im März los. Eien Tafel zeigt, was erntereif ist, trotzdem werden bekannet Gemüsearten wie Tomaten und Kürbis immer unreif weggeerntet. Gartengeräte bringen die Gärtner*innen selber mit, Wasser kommt aus einem Hydranten, der Schlauch dafür lagert im Innenhof einer der Gärtner*innen.
– Der Jakobsgarten ist auf einer kommunalen Fläche vor der Jakobskirche entstanden un dliegt am Jakobsweg. Von oben betrachtet sieht er wohl wie eine Jakobsmuschel aus. Auch hier war eine Hundewiese. Es gibt keine Zäune. Wasser und einen Spint für Werkzeuge stellt die Kirche zur Verfügung. Ein großes Schild erklärt das Projekt, „Antihundeschilder“ haben wohl einen positiven Effekt. Müll liegt oft rum, obwohl es ganz nah Mülleimer gibt. Sie haben eine große Pflanzenvielfalt im Garten und nehmen auch am Soja-Projekt von Taifun teil
– Der Stadtgarten ist dieses Jahr 10 Jahre alt geworden. Sie mussten schon 2x umziehen, waren einst auch angetreten mit dem Konzept „mobil sein und Brachflächen zwischennutzen“, inzwischen sind sie davon wieder abgerückt und wollen eine feste Fläche. Der Schwerpunkt liegt auf dem Gärtnern. 1x Monat macht Xenia Kochworkshops, sie machen Bildunsgarbeit für Schulen, Geflüchtete und Kindergruppen. Alles ist gemeinschaftlich, Saatgut wird gewonnen und aufbereitet, Biodiv ist ein weiterer Schwerpunkt, ernten darf jede*r. Wegen Vandalismuserfahrungen ist der Garten nicht mehr offen für alle zu jeder Zeit. Es gibt derziet nur Samstags allgemeine Öffnungszeiten.
Sie müssen 3T Euro Pacht zahlen, bekommen aber eine Unterstützung durch die Stadt. Jungpflanzen- und Saatgutverkauf ist eine Finanzierungsquelle (1T Pflanzen werden bei dem jährlichen Markt verkauft), zunächst ziehen die Gärtner*innen zu Hause an, dann können sie das Gewächshaus eines Männerwohnheims (?) nutzen. Sie machen ihren Kompost selber und nutzen Tierdung aus dem Zoo. Dieser ist in Nürnberg recht regional, macht das Futter selber und baut selber die Pflanzen dafür an.