(Antrag, Antworten)
Neue Ideen für 2023
o Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen
o Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen
o Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen
o Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken
· Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können
· Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)
o Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)
o Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)
- Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?
Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.
- Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?
Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter
- Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?
Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.
- Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?
Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen. Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.
- Wie kann man mitmachen?
Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.
- Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?
Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.
- Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?
Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.
- Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?
Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.
- Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?
Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer. ????
- Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?
Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.