Hamburg: Parks Gemeinschaftsgarten

(Antworten)

  • War die partizipative Gestaltung ausgeschrieben und HALLO hat sich beworben?

Zum Teil: Die temporäre Umgestaltung und Bespielung wurde von der Umweltbehörde ausgeschrieben. Der Hallo: e.V. hat sich gemeinsam mit weiteren Partner*innen als Arge mit einem partizipativen Konzept beworben und die Ausschreibung für sich entschieden. Seit dem wurde der Auftrag mehrmals verlängert und ist mittlerweile in eine Zuwendung übergegangen.

  • Wie lange wird Parks von der Umweltbehörde finanziert werden und was passiert danach?

Derzeit stehen noch mind. weitere vier Jahre im Raum, es bleibt jedoch bei einer Grundfinanzierung, die hauptsächlich die grundsätzliche Öffnung ermöglicht. Anschließend soll die Gestaltung des weiteren Abschnitts des Alster-Bille-Elbe Grünzugs (der Alte Recyclinghof/PARKS) ausgeschrieben und realisiert werden. PARKS setzt sich dabei für ein kooperatives und offenes Verfahren ein, in das das bestehende Wissen, der bisherige Prozess sowie bestehende Abschnitte (zB auch die Gemeinschaftsgärten) einfließen bzw. In die Langfristigkeit übertragen werden sollen. Dieser Ansatz wird mittlerweile auch von der Umweltbehörde verfolgt.

  • Was genau wird finanziert? (hier interessiert mich vor allen Dingen, welche und wie viele Stellen/Honorare)

Derzeit werden Honorare für eine Projektleitung innerhalb der Saison (Mai-Oktober) finanziert (sog. Parkmeister*innen). Dabei handelt sich es um Honorarverträge und keine festen Stellen. Da diese Finanzierung nur als eine Grundfinanzierung zu verstehen ist, arbeitet niemand hauptberuflich in diesem Projekt. Zudem umfasst die Gesamtfläche viele weitere „Baustellen“ und Tätigkeitsfelder. Insgesamt stehen dem Projekt jährlich circa 4.000 Euro Sachkosten von der Umweltbehörde zur Verfügung, die jedoch auch für Reparaturen an Gebäuden oder Bautätigkeiten auf der Fläche ausgegeben werden müssen.  

  • Wie groß ist die Gärtner*innengruppe? Wie groß die Kerngruppe?

Die Gärtner*innengruppe umfasst circa 30-40 Personen und die Kerngruppe, die ganzjährig aktiv und mehrmals die Woche vor Ort ist, beläuft sich circa 10-15 Personen.

  • Ist das Pionierfeld bei der weiteren Entwicklung „gesetzt“, also bleibt das sicher bestehen?

Laut bisherigem Planungstand bleibt dieses bestehen.

  • Wer hat die Biogasanlage gebaut und gibt es dazu eine Bauanleitung, die im bundesweiten Netzwerk geteilt werden könnte?

Bei dem Bau hat uns Till Wolfer von N55 unterstützt. Dessen Entwurf sowie weitere Informationen finden sich zB in diesem Artikel: http://www.muellprojekt.de/akteurseiten/till-wolfer-n55/ Ob seine Bauanleitung im bundesweiten Netzwerk geteilt werden kann, müsste er entscheiden – es gibt jedoch bereits zahlreiche öffentlich zugängliche Manuals von N55: http://www.n55.dk/MANUALS/manuals.html

  • Wie viele Menschen können sich am Bau des Gewächshauses beteiligen? Wie groß soll das werden?

Wenn bei dem Projekt etwas gebaut werden soll, kündigen wir dieses zum einen in den Sozialen Netzwerken (mit derzeit rund 2.400 Abonnent*innen) an sowie über unserem Mailverteiler „Gärtnern und Bauen“ mit circa 180 Abonnent*innen. Alle, die dann Zeit und Lust haben, können sich beteiligen. Je nach Situation, Wetterlage und Bauworkshop beteiligen sich bis zum 110 Menschen an unseren Bautätigkeiten. Den Bau der Abdeckung der Frühbeete von ca. 5qm würden wir parallel zu anderen Tätigkeiten in den Gärten und auf der Fläche verbinden, z.B. dem Einbringen des eigenen Komposts, der Pflege der Terrassenbeete, dem Ausbringen der Holzhackschnitzel. Dabei gehen wir von einer Beteiligung von 30-45 Menschen realistisch.

  • Gäbe es eine Alternative zu Aluminiumprofilen (für die Herstellung von Alu werden ja viele Rohstoffe und viel Energie benötigt)

Die Aluminiumprofile werden passgenau für die Doppelstegplatten hergestellt und garantieren die Langlebigkeit der Konstruktion im Außenbereich. Eine Alternative aus Klebeband erscheint uns wenig haltbar, eine aus Stahl zu schwer für den Werkstoff und eine aus Polycarbonat ist für geplanten Plattenstärke nicht erhältlich.

  • Könnte die Gruppe sich die Werkzeuge für den Bau des Gewächshauses nicht leihen (z.B. vianebenan.de? Was würde nach dem Bau des Gewächshauses damit passieren? Bitte fächern Sie die Kosten für die Werkzeuge noch auf. (Stahlbohrer und Nietenzange)

Die PARKS-Gärten sind ein Ort an dem stetig weitergebaut wird und zu dem viele Menschen der Nachbarschaft kommen, um sich Werkzeug zu leihen. Deswegen planen wir die Anschaffung einer Nietzange und eines Sägeblatts für weitere Nutzung und Verleih. Die Spiralbohrer sind Kleinmaterial, dass nach Nutzung nur bedingt oft nachgeschärft werden kann. Die benutzte Handkreissäge ist eine, die wir uns bei Bauworkshops in der Nachbarschaft leihen. Beim Sägeblatt ist ein qualitativ hochwertiges Einkalkuliert, da wir es so mehrfach schärfen lassen können. Ebenso ist die Nietzange hoch angesetzt.