Berlin: Lucys Garten – Gemeinschafsgarten statt Brache

(Projektbesuch)
Lucys Garten entstand auf einer Brache an einer Ecke der Hasenheide. Diese wurde als Abkürzung zwischen Einkaufszentrum und dahinter liegenden Straßen genutzt, was dem Bezirk zu gefährlich wurde (steil, rutschig). Das Gelände ist ein Hügel und wurde eingezäunt.
Bei einem Cleanup der Hasenheide sind Anwohner*innen in Kontakt mit dem Grünflächenamt gekommen und haben dort nachgefragt, ob sie da einen GG aufbauen können. Dafür brauchten sie einen Träger, den sie im PG-Kollektiv gefunden haben. Über PG Kollektiv haben sie 2x FEIN Mittel beantragen könnne, haben viel Beratung und auch praktische Unterstützung beim Bau von Hochbeeten und Möbeln bekommen.
Jetzt steht für sie an, mit PG zu klären, ob diese Trägerschaft weiter so laufen soll oder sie ggf. einen eigenen Verein gründen.
Der Garten ist in mehrere Bereiche geteilt, ganz oben sind IBC-Container, es gibt zwei Komposte, eine Insektenwiese, Blumen (die von Aldi gerettet und dort eingepflanzt werden), mehrere große Tische und Sitzmöglichkeiten und unten den Gemüsebereich mit Gewächshaus.
Sie gärtnern gemeinschaftlich, haben nun ein Patenschaftssystem eingeführt, was sie testen.
Wasser ist ein Problem, die IBCs werden durch die „Parkwächter“ (von Wir sind Park) inoffiziell mit Trinkwasser aus dem Park aufgefüllt, was dieses Jahr aber schon sehr runtergefahren wurde. Dann haben sie noch ein selbstgebauten Rohr, das mit Wasser aus einer anderen Wasserquelle gefüllt wird. Sie versuchen, mehr Regenwasser zu ernten, rufen zu Wassersparmkeit auf und bringen ab und an Wasser mit. Als ich da war, gab es gerade eine „Wasserspende“, ca 3l in einem kleinen Eimerchen.
Sie wollen mit den 8 Kinderläden in der anliegenden Straße kooperieren, was aber nicht geklappt hat und haben so eine eigene Kinder AG aufgebaut, die ein paar Kinderbeete mit und für Kinder betreut.
Die Kerngruppe besteht aus 8 – 10 Leuten, in der Signalgruppe sind 80 Interessierte.
Noch hatten sie keine Probleme mit Übernachtungen von Obdachtlosen, machne Obdachtlose waschen sich mit dem Wasser aus den IBC-Containern. es gab auch noch keinen Vandalismus, aber die Vorbeigehenden schmeißen täglich Müll über den Zaun.
Sis haben die Auflage, mind. 30h/Woche für die Öffentlichkeit auf zu haben, was sie mit ihren Öffnungszeiten gut abdecken.