Otterndorf: Brunnenwasser im GG belastet

die Gartengruppe besteht wie auch im letzten Jahr aus 8 Menschen, die einen deutschen Pass haben, der iranischen Familie und der afghanischen Familie, die in den letzten Jahren auch immer dabei waren. Wie aus dem Bericht hervorgeht, gibt es als Interessentinnen eine kurdisch/syrische Frau mit kleinen Kindern und eine kolumbianische Frau mit ihren halbwüchsigen Kindern. Vor allem die Kurdin hat schon oft im Garten mitgeholfen, war dann aber im letzten Jahr „ausgefallen“, weil sie ein Baby bekommen hat. Die Kolumbianerinnen sind erst im letzten Jahr nach Deutschland gekommen.

Der Boden im Garten ist nicht belastet, sondern ihm fehlen Nährstoffe. Das hat die Bodenprobe ergeben. Die Kirche als Landbesitzerin und der Kleingartenverein als Pächter sind informiert. Wir haben die Ergebnisse der Wasserproben auch einem Chemiker vorgelegt und mit einem Agraringenieur besprochen. Gemeinsam sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Metalle und Mineralien aus dem Brunnenwasser die Ursache für die akute Nährstoffarmut sein müssen. In den unmittelbar angrenzenden Gärten sind die Pflanzen, die dort ausschließlich mit Regenwasser gegossen wurden, auch in diesem Jahr gut gewachsen. Das besondere in diesem Jahr war, dass es eine trockene Phase im Frühsommer gab, als unsere Pflanzen noch ganz klein waren, da hat ihnen das Brunnenwasser vermutlich nicht gut getan.

Mit der Gemeinde arbeiten wir von Anfang an eng zusammen. Die Integrationsbeauftragte macht regelmäßig für uns Werbung und kommt auch selber in den Garten. Sie war eine von denjenigen, die vehement darauf gedrungen haben, dass wir den Garten unbedingt weiterführen sollen, als wir selber Zweifel hatten. Mit der Gleichstellungsbeauftragten haben wir schon einige Projekte auf die Beine gestellt, sie unterstützt uns mit Gutscheinen und kommt mitunter auch selber in den Garten; und auch die beiden Samtgemeindebürgermeister kennen uns gut, Anfang des letzten Jahres habe ich ihnen unsere Jubiläumsbroschüre vorbeigebracht. Sie haben sich entschuldigt, dass sie aus Zeitgründen dem Garten noch keinen Besuch abgestattet haben (der letzte Bürgermeister hatte dies getan). Die stellvertretende Bürgermeisterin hat letztes Jahr eine Grußadresse für das Frauenfest am 8. März geschrieben, und wird dieses Jahr voraussichtlich persönlich kommen.