Bertzdorf-Hörnitz: Gemeinschaftsgarten mit Getreideanbau

(Antrag, Antworten)

Unter dem Projekttitel GeLaWi – „Gemeinsame Landwirtschaft“ wollen wir Ackerflächen selbst
bewirtschaften. Hier soll nach den Grundsätzen der Permakultur (nach Bill Mollison) eigenes Obst
und Gemüse angebaut werden. Die Fläche liegt direkt an der Stadtgrenze und nur wenige
Gehminuten von unserem Dorfladen entfernt. Wir streben keine ertragsorientierte Wirtschaft an.
Vielmehr wollen wir einen Rückzugsort schaffen, an dem Eltern, Kinder und weitere Interessierte
die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren. Bei regelmäßigen Garteneinsätzen werden wir Kinder
für die Zusammenhänge unseres Ökosystems sensibilisieren und Begeisterung für Natur und
Umwelt schaffen. In Bezug auf das Lernkonzept setzen wir auf Freiwilligkeit und spielerisches
Lernen. Fachlich werden unsere Veranstaltungen durch staatlich geprüfte Waldpädagog*innen und
Erzieher*innen organisiert und begleitet. Wir teilen Arbeit und Ertrag.
Im Rahmen der GeLaWi möchten wir das Portfolio an BNE1-Veranstaltungen erweitern:
Veranstaltungen zum Gemüseanbau (Permakultur, ökolog. Düngung, Pflanzfolge, Mischkulturen,
Kreislaufwirtschaft), Zusammenhänge im Ökosystem, Holzbe- und -verarbeitung,
Energieerzeugung (Biomasse, Sonne, Wasser), etc. sollen im Rahmen des Projektes zum festen
Bestandteil unserer Bildungsarbeit werden.

> – Wem gehört die Fläche,wie groß ist diese, ist die Nutzung befristet

> und muss eine Pacht bezahlt werden?

Die Fläche gehört mir selbst, also privat. Die Nutzung ist unbefristet, ein Pachtzins ist nicht vereinbart. Sie misst rund 5500-6000m², bzw. 0,6ha.

> – Was ist bisher auf der Fläche?

Die Fläche wird bereits als Gemeinschaftsgarten genutzt. (Ich habe gerade festgestellt, dass auf der Website der Text noch mit „Im kommenden Jahr…“ beginnt.) Demzufolge sind typische Gartenelemente bereits vorhanden: Gewächshäuser, Beete, Obstbäume, eine Außenküche, Spielbereiche…

> – Wie groß ist die Gruppe, die dort gärtnern möchte und wie viele

> Menschen planen den Garten derzeit schon mit?

Die Zahl schwankt, je nach Bedarf. In der Coronazeit sind wir wöchentlich über 40 Menschen inkl. Kinder gewesen. Im Regelfall sind wir je nach Jahreszeit zwischen 10 und 20 regelmäßige TeilnehmerInnen. Es gibt unbeplante Teilflächen. Diese planen wir basisdemokratisch im gestuften Verfahren. Wir versuchen also zunächst einen Konsens zu erreichen, falls dieser nicht erreichbar ist, dann entscheiden wir in Runde zwei nach dem Konsent-Prinzip.

> – Sollen Beete angelegt werden, wird es individuelle Parzellen geben

> oder soll alles gemeinschaftlich begärtnert werden?Soll es eigene

> Kinderbeete geben?

Wir bewirtschaften alles gemeinschaftlich und verfolgen dabei einen forschenden Ansatz; d.h. wir bieten Raum für neue Real-Experimente (Safran anbauen, Kurzumtrieb probieren, Waldgartenkonzepte entwickeln, Pilzzucht etc.). Das erstreckt sich auch auf die Kinder und deren Ideen.

D.h. es entstehen zeitweilig Parzellen mit einer Zweckbindung zum beobachten; diese sind aber allg. zugänglich.

> – Was ist noch auf der Fläche (neben dem/den Gewächshäuser, für die

> die Bewässerung beantragt wird), was planen Sie an Infrastruktur?

Ein Brunnen, ein Bach, ein Bauwagen und eine Jurte als Gemeinschaftsraum. Ein Trampolin zum Toben (damit die Jungpflanzen nicht so viel abhalten müssen 😉 ).

Zukünftig geplante Strukturen: Hügel-/Hochbeete, Benjeshecken, Wegebau, Teildrainage, Schafhaltung…

> – Wie soll die Fläche aufgeteilt werden, wo sollen dieWorkshops und

> Bildungsangebote stattfinden?

Die Fläche wird nicht/ bzw. nach o.g. Konzept geteilt. Workshops und Bildungsangebote finden vor Ort auf der Fläche statt.

> – Bitte erläutern Sie, was mit lokaler Versorgungsstruktur gemeint ist

Wir werden zunehmend Überschüsse erwirtschaften, die wir gern absetzen würden. Dafür haben wir eine Verbrauchergemeinschaft in unserem Trägerverein (Kraut & Rüben e.V.). Wir hoffen, dass wir zukünftig Betriebskosten und Kosten für Saatgut im Rahmen der Verstetigung zunehmend selbst zahlen können.

> – Wo werden die Gartengeräte untergebracht und was ist mit

> Arbeitsschutz und Pflanzzubehör gemeint (bei den Sachkosten)?

Diese werden auf der Fläche im Bauwagen untergebracht. Arbeitsschutz umfasst Verbrauchsmaterial, wie z.B. Handschuhe, Gehörschutz (auch für Kinder, wenn Maschinen laufen). Mit Pflanzzubehör meinen wir z.B.

Pflanztöpfe, Aussaat-/Pikierplatten, Etiketten, Spatel, Sprühflasche, Pflanzstäbe, Schnur etc.

> – Was ist HHS?

Das ist die Industrieabkürzung für „HolzHackSchnitzel“.

> – Bitte fächern Sie die Kosten weiter auf, die Sie mit 1200 Euro

> pauschal bei„Projekttage“geplant haben.

1) Bienenprojekt 450€

200€ 2x Bienenvölker zu je 100€

150€ Zubehör, wie Honiggläser etc.

100€ ÖA -> Infotafel „Wildbienentower“ aufstellen

2) Essbarer Waldgarten 500€

Wunsch der Mitgärtner:

Kursgebühr – „Essbare Wildpflanzen im Garten“

397€ Gesamtkosten, 400€ beantragt

https://dr-strauss.net/

100€ Umsetzung der Kursinhalte in der GeLaWi mit Lebensträume Neugersdorf e.V. (https://www.lebenstraeume-verein.de/)

3) Getreidetag 250€

210€ 2x Sensen für Kinder (inkl. Versand) https://unterwegs-gott-zu-schauen.de/produkt/sense-fuer-kinder-kopie/

40€ Backzubehör

> – Wo werden die Materialien dann aufbewahrt, wie oft werden sie genutzt?

Die Materialien lagern in unseren Vereinräumen, sofern sie nicht gebraucht werden. In der Saison sind sie im Bauwagen auf der Fläche.

> Wer würde sich z.B. um die Bienenvölker kümmern?

Meine liebe Frau 😉

(in Kooperation mit https://www.lebenstraeume-verein.de/ und Sebastian Habel von https://www.artofbee.de/)

> – Was soll gesenstundgedroschen werden? Wie groß soll der Anteil an

> Getreide im Gemeinschaftsgarten sein?

Wir planen einen Getreideanbau auf zunächst 200m² (Weizen/Hafer) und ernten sowohl Getreide, als auch (teilweise) Gras mit der Sense.

> – Wo würde die Getreidemühle aufbewahrt, wer hätte wie Zugang dazu?Wie

> oft würde diese Mühle genutzt werden?

Sie würde in den Vereinsräumen aufbewahrt werden und stünde dort zur Nutzung bei unseren Vereinsveranstaltungen zur Verfügung. Wir haben eine Vielzahl von Veranstaltungen, bei denen Lebensmittel verarbeitet werden und sind uns daher sicher, dass wir die Mühle gut auslasten können.

> – Was soll noch gebaut werden?

Gute Frage. Nächste Frage. Meist entstehen die Ideen im Prozess. Im Sachbericht beantworten wir diese gern… Baumhäuser mit Vertikalbepflanzung, Hochbehältertragwerk, Sitzecken, Beeteinfassungen/Hochbeete, Steingarten etc.

> – Was für Zubehör für eine Gewächshausbewässerung beantragen Sie und

> wer würde das wann bauen?

Wir stellen uns einen „Hochbehälter“ vor, der mit solaren Überschüssen unserer vollautarken Solaranlage und Elektropumpe befüllt wird. Von diesem geht dann die (Tröpfchen-)Bewässerung ab, ggf. zeitgesteuert.

Also brauchen wir Tropf-/Perlschlauch, Behälter, Zeitsteuerung, Elektroversorgung der Steuerung, Armaturen etc. Nicht erfasste Bereiche können mit Ollas* bewässert werden, diese könnte die benachbarte Töpferei der Behindertenwerkstatt bauen.