Saatgut-Projekt „Lebenssprossen“ an Goethe-Instituten

 

Unter den vielen weltweit errichteten Saatgutbibliotheken und entsprechenden Bibliotheksprojekten ist das Projekt „Lebenssprossen: Identität, Kultur und Erinnerung im Saatgut“ mit Sicherheit ein hervorstechendes. Die Goethe-Institute von Kyjiw (Ukraine), Taschkent (Usbekistan), Tbilisi (Georgien) und Almaty (Kasachstan) haben sich für dieses Projekt zusammengeschlossen. Das Projekt wurde im Jahr 2024 ins Leben gerufen – vor dem Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und seiner Sichtbarmachung, wie  verletzlich die weltweite Nahrungssicherheit ist. Das Projekt thematisiert die Verbreitung und Erhaltung von Saatgut als Träger von Identität und Kultur. Dafür werden Mittel der Kunst und des Community-Buildings (länderübergreifend sowie lokal) benutzt. Besucher*innen aller beteiligten Instituts-Bibliotheken können die dort mittlerweile eingerichteten Saatgutbibliotheken nutzen, Samen aus verschiedenen Regionen des jeweiligen Landes ausleihen, anbauen und ihre selbst vermehrten Samen am Ende der Saison wieder zurück in den erhaltenden Kreislauf geben. Ein umfassendes Begleitprogramm bietet Veranstaltungen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität und kulturelles Erbe an. In Kyjiw haben bereits auf einem internationalen Buchfestival, einer Bildungsmesse, diversen Ausstellungen und in der Bibliothek selbst Gartenworkshops, Workshops zu Recycling-Papier und für Kinder zu Experimenten mit Erdbeeren oder Samen immer auch mit Präsentationen von passenden Medienpaketen und Literatur gekoppelt stattgefunden. Wer noch mehr über das Projekt lesen möchte, kann dies auf der Webseite tun und im Dez. erscheint ein Beitrag der Leiterin Information und Bibliothek des Goethe-Instituts Kyjiw Marietta Sander im Newsletter von ENSULIB dazu.

 
Quelle: Newsletter #11 des Netzwerks Grüne bib