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Die Grundsteuer für den Garten verdreifacht sich aufgrund der bundesweiten Neuberechnung
Bereits seit Anfang des Jahres ist klar, dass die laufenden Kosten steigen werden. Mit einer Grundsteuererhöhung auf 980 Euro im Jahr steigen auch unsere jährlichen Mietkosten für das Grundstück in der Hähnelstraße auf rund 5300 Euro.
Ob für das gemeinnützig genutzte H17-Grundstück eine Befreiung von der Grundsteuer in Frage kommt, haben wir geprüft. Doch leider ist eine Befreiung nur möglich, wenn auch der Grundstückseigentümer gemeinnützig ist, was bei uns leider nicht der Fall ist. Hinzu kommt, dass die H17 im Flächennutzungsplan noch als Bauland gilt, wodurch die Steuer besonders hoch ist.
Bisher waren wir zuversichtlich diese Erhöhung schultern zu können
Denn wir sind damit nicht allein: Nicht nur wir im Verein sind überzeugt von dem großen sozialen und ökologischen Wert des Gemeinschaftsgartens.
Doch nun machen wir uns große Sorgen, wie es weitergehen kann
Seit Jahresanfang verzögert sich die Bewilligung städtischer Fördermittel für Gemeinschaftsgärten.
Ohne Förderzusage durch die Kommune mussten wir in die Saison starten. Ohne uns der finanziellen Unterstützung sicher zu sein, haben wir dieses Jahr wichtige Projekte, wie den Bau unseres Feuchtbiotops oder die gepflanzte Ausstellung „Vielfalt macht´s“ erfolgreich umgesetzt. Das macht uns stolz auf unsere tolle Garten-Gemeinschaft!
Erneute Haushaltssperre spitzt Lage zu
Die Situation verschärfte sich, als die Stadt Leipzig im Sommer eine Haushaltssperre verhängte. Damit wurden bereits bewilligte Mittel aus dem Stadtbezirksbudget nicht mehr an uns ausgezahlt.
Nach Monaten des Wartens wurde Ende September dem Leipziger Haushalt endlich zugestimmt und die Haushaltssperre zunächst aufgehoben. Doch gleich wurde eine neue Haushaltssperre verhängt, weil der Spardruck so groß ist.
Damit ist die Deckung unserer gestiegenen Kosten in diesem und den folgenden Jahren gefährdet
Schon 10 Monate warten wir auf die Mittelzusage für die beantragten Projekte.
Die Kosten für einige der Projekte, die wir dieses Jahr umgesetzt haben, mussten wir als Stadtgarten H17 e.V. alleine schultern. Wir sind in Vorleistung gegangen, ohne dass die Erstattung der Ausgaben gesichert ist.
Wir tun, was wir tun, weil wir an den Gemeinschaftsgarten, seinen Wert und sein Potential glauben
Als kleiner Verein sind wir daran gewöhnt, mit wenig Geld viel zu leisten. Doch die gestiegenen Grundstückskosten können wir auch mit mehr Einsatz & Engagement auf Dauer nicht mehr stemmen.
Wir brauchen zusätzliche Hilfe, um das Gartenprojekt als ökologische Oase und als unkommerziellen Begegnungsort zu erhalten und unsere gemeinnützige (Bildungs)Arbeit fortsetzen zu können.