Autor: admin

  • Garten der Hoffnung

    Treffen mit der Ehrenamtskoordinatorin Danai Tsitomenea in der Gemeinschaftsunterkunft Alfred-Randt-Strasse 19 
    (Garten der Hoffnung). Nach dem längeren Gespräch mit Petra Strachovsky, die sehr traurig über die Entwicklung war, bin ich heute dort gewesen. Der neue Betreiber ist das Rote Kreuz, es leben einheitlich Familien aus der Ukraine dort (derzeit über 300 Menschen), alle anderen (vorherigen) Bewohner*innen sind umgesiedelt worden. Danai hört Ende des Monats auf, es gibt noch keine Nachfolge für sie. Ich habe Haitham kennen gelernt, ein ehemaliger Bewohner, der nun als Kinderbetreuuer dort arbeitet, aber auch den Garten mit verwaltet / sich um ihn kümmert und mit den Bewohner*innen zusammen die Beete bewirtschaftet. Petra kennt ihn gut. 
    Laut Danai findet das Begegnungscafé mit der Nachbarschaft noch statt, für den Garten gibt es grosses Interesse der Bewohner*innen und es kämen auch Ehrenamtliche rein. Sie meinte, es habe Meinungsverschiedenheiten gegeben mit Petra. Und dass die Tatsache, dass nur Menschen aus der Ukraine jetzt in der Unterkunft leben würden, habe das Interesse des ursprünglich gedachten Interkulturellen Garten etwas verändert. Ich bin noch mal zum Zoom mit Haitham verabredet. Er selber hat auch eine Parzelle in dem Wuhleheide GemeinschaftsGarten und kennt alle dort. Mir schien seine Anwesenheit und sein Wissen sehr wertvoll für die Bewohnenden und den Garten der Hoffnung zu sein.
    (Auf der von Petra verwalteten  Webseite steht zu dem Wandel des Gartens: Die interkulturelle Nachbarschaftsinitiative
    „Garten der Hoffnung / bustan-ul-amal“ (Laufzeit 2015 – 2022) ist abgeschlossen und beendet.
    Der Grund: nach dem im April 2021 erfolgten Wechsel des Heimbetreibers war der bislang stets nachbarschaftsoffene und kooperative Charakter des Hoffnungsgarten-Projekts immer weniger gewährleistet. Eine bedauerliche Entwicklung, die im übrigen nicht nur das Gartenprojekt betrifft.
    Aber: Beete und Anbauflächen stehen den Bewohner*innen der Unterkunft auch weiterhin zur Verfügung. Organisation und Steuerung konnten in die vertrauensvollen Hände gartenbegeisterter Mitarbeiter*innen des hauptamtlichen Service-Teams übergeben werden.“

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  • Midjui Wanawake Garden

    Begleitung und Beratung seit April 2022.
    Auf dem Inwole Gelände in Potsdam haben women in exil ein Büro und sind befreundet mit Holger Zschoge,
    der wirklich tolle solidarische Arbeit leistet.
    Stiftung Umverteilen hat etwas Geld für Ehrenamtspauschale gefördert, zwei Frauen aus Kenia
    haben die Verantwortung übernommen und innerhalb kürzester Zeit eine Gemüsepracht aufgebaut.
    Sie suchen Arbeit und Beschäftigung im Gärtneren. Sind in meinen Augen Profis.
    Beim letzten Besuch im Juli/August wollten sie ernten und zusammen kochen mit anderen Frauen aus der Unterkunft.
    Viel Süsskartoffeln, Gurken, Tomaten, Salat, Kürbis (mehr …)

  • Prinzengarten – Gemeinschaftlicher Stadtgarten. Von der Nachbarschaft. Für die Nachbarschaft!

    Besuch im Prinzengarten, das erste mal dass ich einen Hinterhof – Gemeinschaftsgarten sehe
    Wollte mir ein Bild machen über die community Rund um Queer – Ökofeminismus in Berlin.
    Habe jetzt Kontakt zu einer der Referentinnen 

    Die Veranstaltung war gut besucht, der Garten sah super aus!

    https://www.positivelab-berlin.com/seeding-freedom-festival (mehr …)

  • Peace of land

    Besuch zum Fotografieren und Kennenlernen am 3.9.22:

    Dokumentation des Abbaus (Räumung wegen einer Turnhalle, die auf dem Gelände gebaut werden soll).
    Sie haben immer noch kein Angebot von der Stadt bekommen für eine neue Fläche.
    Sie suchen um das Mühlenviertel herum! (Pankow – P-berg)

    Silke Meyer will ihre Bienen zu den PG bringen – also auf den Friedhof.
    Sucht einen guten Ort für ihre neue Bienenskulptur (diese könnte als religiös – hindi (?) gelesen werden, 
    weshalb es nicht auf dem Jacobi -Friedhof möglich ist) Sie würde gerne einen Garten finden, zu dem die Skultur passt aber wo auch 
    Durchlaufverkehr ist. Rosengarten war auch im Gespräch.

    Alle Materilaien im Garten (die kleinsten Steine, die Container, der Teich, Holz, kleine Obstbäume) werden in andere Gemeinschaftsgärten 
    verteilt. Das ist eine wahnsinns Arbeit und unfassbare Koordination der Materialen und Abholorganisation. War total beeindruckt, sie hätten 
    eben auch alles einfach abreissen lassen können, aber da zeigt sich ein wahrer Aktionismus ohne Eigenbedarf. 

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  • Mauergarten – Interkultureller Gemeinschaftsgarten im Mauerpark Berlin

    Besuch im Mauerpark und Führung mit Nadine Fassbender am 12.08.2022.
    Sie erzählt von den Schwierigkeiten des Randalismus, aber das trotzdem viel gegärtnert wird.
    (überwiegend von Familien, Kitas und Einzelpersonen).
    Interkulturell sei der Garten allerdings nicht mehr. Sie sagt, dass die Aushänge immer in mehreren Sprachen
    an der Tafel hängen, aber nur die deutsche hängen bleibt. Sie vermutet Fremdenfeindlchkeit dahinter.
    Die Beete sind allerdings eh alle zurzeit belegt, auch mit Warteliste. (mehr …)

  • Mauergarten Interkultureller Gemeinschaftsagarten im Mauerpark

    Besuch im Mauerpark und Führung mit Nadine Fassbender am 12.08.2022.
    Sie erzählt von den Schwierigkeiten des Randalismus, aber das trotzdem viel gegärtnert wird.
    (überwiegend von Familien, Kitas und Einzelpersonen).
    Interkulturell sei der Garten allerdings nicht mehr. Sie sagt, dass die Aushänge immer in mehreren Sprachen
    an der Tafel hängen, aber nur die deutsche hängen bleibt. Sie vermutet Fremdenfeindlchkeit dahinter.
    Die Beete sind allerdings eh alle zurzeit belegt, auch mit Warteliste. (mehr …)

  • Nürnberg: Gartennetzwerk Nürnberg organisiert Radtour

    Es ging zu den Gartenprojekten:
    -Kollek Jardin: große Fläche mit Bäumen, Sträuchern, waldähnlichen Bereichen, die sich die Gruppe mit den Naturfreunden und eine Parcour-Gruppe teilt. Es gibt eine „wilde Laube“ mit Verande, Dachterasse und viel Krutscht. Neben dem Gärtnern geht es hier um Kunst und Kultur und um Selbsterfahrung. Es gibt Schwitzhüttenwochenenden, Workshops zu „natural me and you“ u.ä., ein Barfußpfad ist angelegt, eine Kräuterspirale entsteht. Es gibt Graffiti-Wände und ein Kompostklo. Es wird gegärtnert, aber hier passiert noch sehr viel mehr. Die Fläche gehört dem Amt für Stadtentwässerung und Umweltanalytik, sie sind da wohl sicher, da es eine Hochwasserschutzffläche ist. Mit auf der Fläche ist eins der ältesten Fachwerkhäuser Nürnbergs, das sie ab und an auch nutzen (gegen Mietzahlung)
    – Dein Gemüse Franken: ein Selbsterntegarten, der von einem Verein betrieben wird. 160 Mitglieder gärtnern auf 3 aneinandergrenzenden Feldern. Die Parzellen werden nach der Ernte untegeflügt und im nächsten Jahr bekommt man eine andere. Es gibt 8 AGs und sehr viel ehrenamtliches Engagement. Auch Gemeinschaftsflächen haben sie, einen Beerengarten, einen Kräutergarten und eine Platz für Feste und Feiern (dafür gibt es eine eigene AG). Das Konzeot ist wie bei den anderen Selbsternetgärten: einiges wird von engessät/eingepflanzt – in Reihen – anderes können die Gärtner*innen selber pflanzen.
    – Der Nordgarten ist auf dem Gelände des großen soziokulturellen Zentrums Z-Bau. Vom Z-Bau kommen Strom und Wasser, der Garten wurde 2017 vom Urban Lab partizipativ angelegt und ist heute eine AG des Z-Baus, die Gartengruppe zahlt keine Pacht. Es gibt ein großes Aquaponik-Projekt, ein SoLaWi Depot, ein Tinyhaus (in dem auch mal ein obdachloser Mensch wonte, nun dient es als Lager), diverse Veranstaltungen im Garten, u.a. auch eine Radwerksatt für FLINTA, ein Zirkuslabor und eine ausleihbare Fräse. AUf der Fläche sind noch weitere Gartenprojekte
    – Der Garten des Südens ist eins der recht vielen „Essbare Stadt Nürnberg“ Projekte. Essbare Stadt sucht geeignete Flächen und aktiviert die Nachbarschaft, auch können wohl Leute auf Essbare Stadt zukommen und Flächen vorschlagen. Essbare Stadt startete 2019  an zwei innerstädtischen Standorten mit Pilot-Flächen zur Erprobung des Konzeptes. Im Rahmen der Bewerbung Nürnbergs zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 wurde das Projekt im Mai 2019 als eines von 10 Projekten zur Förderung ausgewählt und die ersten beiden Standorte am Jakobsplatz und Egidienplatz wurden eingerichtet. Inzwischen gibt es neun Standorte (auch am Z-Bau einen). Der Garten des Südens ist sozusagen mitten auf dem Bürgersteig, bzw zwischen Bürgersteig und Straße, auf einer ehemaligen Hundewiesenbrache. Eine tortenstückartige Fläche. Die Gruppe legte erst im März los. Eien Tafel zeigt, was erntereif ist, trotzdem werden bekannet Gemüsearten wie Tomaten und Kürbis immer unreif weggeerntet. Gartengeräte bringen die Gärtner*innen selber mit, Wasser kommt aus einem Hydranten, der Schlauch dafür lagert im Innenhof einer der Gärtner*innen.
    – Der Jakobsgarten ist auf einer kommunalen Fläche vor der Jakobskirche entstanden un dliegt am Jakobsweg. Von oben betrachtet sieht er wohl wie eine Jakobsmuschel aus. Auch hier war eine Hundewiese. Es gibt keine Zäune. Wasser und einen Spint für Werkzeuge stellt die Kirche zur Verfügung. Ein großes Schild erklärt das Projekt, „Antihundeschilder“ haben wohl einen positiven Effekt. Müll liegt oft rum, obwohl es ganz nah Mülleimer gibt. Sie haben eine große Pflanzenvielfalt im Garten und nehmen auch am Soja-Projekt von Taifun teil
    – Der Stadtgarten ist dieses Jahr 10 Jahre alt geworden. Sie mussten schon 2x umziehen, waren einst auch angetreten mit dem Konzept „mobil sein und Brachflächen zwischennutzen“, inzwischen sind sie davon wieder abgerückt und wollen eine feste Fläche. Der Schwerpunkt liegt auf dem Gärtnern. 1x Monat macht Xenia Kochworkshops, sie machen Bildunsgarbeit für Schulen, Geflüchtete und Kindergruppen. Alles ist gemeinschaftlich, Saatgut wird gewonnen und aufbereitet, Biodiv ist ein weiterer Schwerpunkt, ernten darf jede*r. Wegen Vandalismuserfahrungen ist der Garten nicht mehr offen für alle zu jeder Zeit. Es gibt derziet nur Samstags allgemeine Öffnungszeiten.
    Sie müssen 3T Euro Pacht zahlen, bekommen aber eine Unterstützung durch die Stadt. Jungpflanzen- und Saatgutverkauf ist eine Finanzierungsquelle (1T Pflanzen werden bei dem jährlichen Markt verkauft), zunächst ziehen die Gärtner*innen zu Hause an, dann können sie das Gewächshaus eines Männerwohnheims (?) nutzen. Sie machen ihren Kompost selber und nutzen Tierdung aus dem Zoo. Dieser ist in Nürnberg recht regional, macht das Futter selber und baut selber die Pflanzen dafür an. (mehr …)

  • Friedberg: Kooperationspartner vom Begegnungsgarten

    Ziele und Tätigkeit des Friedberger Begegnungsgarten e.V.

    Mit dem Projekt „Friedberger Begegnungsgarten“ wird langfristig und nachhaltig ein Ort der Begegnung und Verständigung von Menschen aller Generationen, unterschiedlicher Kultur, Nationalität, sozialer Schicht und sonstiger Diversitäten geschaffen. Über die Nutzung in den Gärten soll ein reger Austausch unter den Beteiligten sowohl im sozialen Bereich als auch im Hinblick auf das Wissen über Pflanzen und deren Nutzung gefördert werden. Wichtig ist dem Verein auch die Vermittlung von ökologische und nachhaltige Aspekten.

    Insbesondere werden durch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Verein „Mensch mach mit !“ aus dem Bereich der Behindertenhilfe Menschen mit geistiger/körperlicher Beeinträchtigung eingebunden. Durch Ausbau und Entwicklung sozialer Kompetenz, die Entfaltung der Sinne bei Anbau, Pflege, Ernte und Verzehr, die Erweiterung kognitiver und motorischer Fähigkeiten sowie der Bewusstseinsstärkung wird dies zu einem begreifbaren Erlebnis für die Beteiligten.

    Fachliche Kompetenz wird durch die Umweltwerkstatt Wetterau und Fr. B. Alberternst und Herrn S. Nawrath, Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie, Friedberg, maßgeblich vermittelt.

    Unser Garten als Orte der Begegnung, wird dazu beitragen, dass für alle Bewohner des sozialen Nahraumes ein gemeinsames Naturerleben möglich wird und sie in dem Gartenprojekt durch unterschiedliche Aktivitäten in verschiedenen Bereichen durch soziale Aktivitäten handlungsorientiert zusammengeführt werden.

    Der „Begegnungsgarten“ auf dem von der Stadt Friedberg zur Verfügung gestellten Gelände von ca. 11.000 qm besteht aus verschiedenen Parzellen, auf denen Obst, Beeren, Gemüse und Kräuter umweltfreundlich und für den Eigenbedarf angebaut werden. Der ökologische Aspekt soll durch eine professionelle Anleitung implementiert werden, indem das Wissen über nachhaltiges und ökologisches Anbauen vermittelt wird. So wird neben dem mit einheimischen Pflanzen hergestellten Gründach auf den Materialcontainern auch auf einem Teil des Geländes selten Stauden gezielt angepflanzt und vermehrt.

    Eine ca. 2.500 qm große Streuobstwiese mit tlw. hessischen Lokalobstsortenbäumen wurde angelegt, hier wird nicht nur das Obst sondern auch das anfallende Schnittgut verwertete.

    Darüber hinaus sind gemeinschaftlich genutzte Flächen für Kinderspiel, Veranstaltungen, Treffen und Ruhezonen vorgesehen.

    Das Besondere jedoch im Projekt „Friedberger Begegnungsgarten“ wird die unmittelbare Einbindung und Kooperation von verschiedenen Akteuren und sozialen Einrichtungen sein.

    ·        Interkultureller Garten Friedberg. Träger „Ev. Dekanat Wetterau“.

    • Regionale Dienstleistungen Wetterau. Träger „Trockendock e.V.“

    ·        Abenteuerspielplatz Jimbala. Träger „Kinderfarm Jimbala e.V.“

    ·        Umweltwerkstatt Wetterau, Träger „NABU- Umweltwerkstatt Wetterau e.V.“

    • Mensch pflanz mit, Träger „Mensch mach mit! e.V.“
    • geplant ist auch die Einbindung einer Nutzung als Permakulturfläche

    Das kooperative Projekt „Friedberger Begegnungsgarten“ wird durch ein gemeinsames rein ehrenamtliches Leitungsteam gesteuert, welches die Koordination und alle organisatorischen Arbeiten übernimmt.                                                                                         (mehr …)

  • Bochum: LutherLab nutzt Kirche um und legt Gemeinschaftsgarten an

    (Antrag/Antworten)
    Antrag: für ÖA (Schilder), Untensilien für Lehmofen-Workshops, Materkal füpr Holzlagerbau, Toitholzhecke, Bewässerung, Nistkästenbau, Vogeltränken, Sitzmobilar, Gestaltung es Eingangbereichs der Kirche, Solaranlage für Strom für Fairteiler

    Was passiert nach 2025?

    Der Garten gehört zum Gelände des LutherLAB. Eigentümer der Immobilie, inklusive des Außengeländes ist die Ev. Kirchengemeinde. Bis Ende 2023 soll ein tragfähiges betriebswirtschaftliches Konzept erstellt werden, um die Voraussetzung zu schaffen mit dem gesamten Gelände und dem Gebäude in ein städtebauliches Förderprogramm aufgenommen zu werden. Es ist davon auszugehen und im Interesse der unterschiedlichen Akteure, dass Gebäude und das Gelände auch nach 2025 weiter im Sinne eines „Raum für Geschichte“, „Raum der Zukunft“ und „Raum der Begegnung“ zu bewirtschaften. Dem letztgenannten Bereich ist das Gartengelände zuzuordnen. Dieses Gelände ist ein Gemeinschaftsgarten für den Stadtteil. Dabei wurden und werden von uns (der Gartengruppe) bereits bestehende Netzwerke des Ortsteils (z.B. BUND, Naturfreunde) eingebunden.

    Wie nutzen die Jugendlichen den Garten (wenn sie gärtnern, wäre das erstaunlich)?

    Der Garten wird von Jugendlichen (leider) nicht aktiv gärtnerisch genutzt. Dennoch besteht eine gewisse Neugier und sie halten sich im Garten auf. Wir gehen davon aus, dass über kontinuierliche Aktivitäten und interessante Angebote, Jugendliche auch hin und wieder einbezogen werden können. Zurzeit wird der Garten von den Kindern der „Gartengruppe“ genutzt, gärtnerisch als auch als Aufenthaltsort während der Gartentage.

    Habe ich es richtig verstanden, dass es ein Gemeinschaftsgarten ist und gleichzeitig aber auch essbare Stadt?

    Die „Konzeption“ der Gartengruppe sieht vor, das Gelände als Gemeinschaftsgarten zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Über die Mitgliedschaft im Verein „EssBO! Ernährungsrat Bochum“ einiger Mitglieder ist die Verbindung zur „essbaren Stadt“ geschaffen.

    Wie viele Beete gibt es im Garten und wie ist der Garten organisiert?

    Alles gemeinschaftlich, Beetpatenschaften…?

    Der Garten hat 2 kleine und 2 große Hochbeete und ca. 8 weitere ebenerdige Beetflächen (ca. zwei weitere größere sind aktuell in Planung/ eines soll noch dieses Jahr entstehen; ein weiteres im nächsten

    Jahr) für den Gemüseanbau (siehe Bilder anbei).

    Unser Garten versteht sich aber nicht nur als Obst und Gemüsegarten, sondern wir wollen in Teilen auch Räume für‘s Auge durch blühende Beete, für die Tiere mit Totholzhecken, Vogelschutzhecken oder mit Maat-, Blühwiesen und Insektenhotels schaffen. Jeden Monat entwickelt sich das Gelände ein Stück weiter. Mittlerweile ist seit 2018 aus einer brachliegenden Fläche der Gemeinschaftsgarten entstanden – organisiert durch die Gartengruppe des LutherLAB e.V. Wir treffen uns regelmäßig alle drei Wochen samstags ganztägig und haben einen stadtteiloffenen Gartentag, der auch öffentlich beworben und dazu eingeladen wird. Zu Beginn jeden Jahres stellen wir eine Jahresplanung mit Zielen und Projekten auf, die wir durchführen möchten. U. a. auch die hier beschriebenen Projekte oder das Anlegen neuer Beete. Oftmals sind es zwischen 20 bis 30 kleinere und größere Projekte pro Jahr. Zur Vorbereitung der Jahresplanung wird offen eingeladen und es werden Verantwortliche zu den einzelnen Projekten festgelegt und ein Jahreszeitplan aufgestellt. Dann machen wir uns an das gemeinschaftliche Entwickeln in Teams, und schließlich an‘s umsetzen mit der gesamten Gartengruppe, oftmals entlang der regelmäßigen Gartentage, aber zusätzlich auch noch an Workshop-Wochenenden (z. B. Brotback-Workshop am Lehmofen des Gartens, Kompostworkshop, Gartenfest etc.) oder weiteren spontanen Treffen. Viele der Veranstaltungen, die wir selber anstoßen, sollen die Stadtteilbewohnerschaft zum Mitgestalten und -machen auffordern. Unser letztes großes Gartenfest war ein schöner Erfolg. Alle unsere Veranstaltungen stehen jedem offen und werden auch so angenommen.

    Beetpatenschaften o. ä. haben wir bisher nicht in Betracht gezogen, da wir uns immer als Gruppe um alles kümmern.

    Wie groß ist nochmal die Fläche des Gemeinschaftsgartens?

    Das Gartengrundstück mit allen Hecken und Flächen ist ca. 1.300 qm groß.

    Was passiert mit der Ernte?

    Manchmal wird an den Gartentagen etwas von denen mitgenommen, die dann dabei sind oder auch bei Besuchen im Garten außerhalb der organisierten Tage (z. B. wird dann aus dem Rhabarber, Rhabarberkuchen für den nächsten Gartentag gebacken). Das meiste wird durch die Stadtteilbewohnerschaft geerntet und/oder über die Foodsharing-Schränke, die im Eingangsbereich des LutherLAB stehen, verteilt. Es ist nicht unser Ziel große Mengen selbst zu ernten, sondern den gemeinsamen Anbau und die Gartenentwicklung zu betreiben, zu lernen und viele Menschen kennenzulernen.

    Kann das Lager auch mobil gebaut werden (da ja nicht ganz sicher ist, ob der Garten dann dort bleibt und was mit dem Grundstück insgesamt passieren wird). Könnte das Material nicht auch in dem Kircheninnenraum gelagert werden?

    > Da das Kirchengebäude denkmalgeschützt ist, ist ein Bau eines

    > Holzlagers mit der unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Dafür

    > haben wir einen Entwurf eines Architekten erstellen lassen und mit der

    > Behörde abgestimmt. Eine mobile Lösung nutzen wir aktuell in Form

    > eines Bauwagens. Dieser wird jedoch für die Aktivitäten, die in der

    > Kirche stattfinden nun als erweiterter Lagerraum benötigt. Da die

    > Pläne für das feste Holzlager schon länger bestehen und da es Ziel von

    > vielen Akteuren ist, den Verein und das Gebäude zu erhalten, ist das

    > Holzlager neben dem Lehmofen ein weiterer Schritt zur langfristigen Verstetigung.

    > Wir bauen das Holzlager unter Anleitung eines Zimmerers (den wir aus

    > Eigenmitteln finanzieren). Unter dem Punkt sind weiterhin Werkzeug und

    > zusätzliches Bauholz aufgeführt. der Plan sowie eine exakte

    > Kalkulation ist im PDF anbei.

    2) Bewässerung: Kann auch Wasser vom Kirchendach geerntet werden?

    > Grundsätzlich, ist das ein Ziel. Hier fehlt uns bislang noch ein

    > Anschluss, der vom örtlichen Dachdecker jedoch bislang nicht umgesetzt

    > wurde. Zwei IBCs stehen dafür bereits auf dem Gelände bereit.

    3) Backutensilien: wie oft finden die Workshops statt und was passiert mit den Utensilien in der Zwischenzeit? Wo werden diese gelagert und wer kümmert sich darum? Sind die Workshops ein neues Angebot?

    > Die Workshops sind tatsächlich ein neues Angebot, da wir uns im

    > vergangenen Jahr eher damit befasst haben, das Backen mit dem Lehmofen

    > als Gruppe zu erlernen. Nun fühlen wir uns für Workshops gewappnet.

    > Ein Workshop wurde bereits als Test erfolgreich durchgeführt. Dabei

    > ist jedoch aufgefallen, dass eine Knetmaschine und Gärkörbchen vor Ort

    > hilfreich wären. Die Utensilien würden in der Küche, die im

    > Kirchengebäude bereits besteht, gelagert werden können und auch von

    > anderen Veranstaltungen mitgenutzt werden können.

    4) Totholzhecke, Insektennistkästen, Tiertränken: haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt? Das sind zudem Projekte, die sich ggf. für ein Crowdfunding eignen würden.

    > Ja haben wir. Bislang wurde ein Hochbeet und zwei Apfelbäume von der

    > Stadt Bochum gesponsert.

    5) Solaranlage: das mit der Vorzeige-Bewässerungsanlage verstehe ich nicht. Was soll damit bewässert werden und Sie haben ja die Verbesserung der Bewässerung schon in einem anderen Projekt mit drin?

    > Die Verbesserung der Bewässerung in dem anderen Punkt betrifft im

    > Wesentlichen die Instandsetzung/Komplettierung der vorhandenen

    > Infrastruktur. Die Solaranlage soll allgemein der unabhängigen

    > Stromversorgung dienen und durch ein Mitmach-Projekt auch die

    > Machbarkeit im privaten Rahmen demonstrieren / Know-How für

    > potenzielle Anwender im Stadtteil verfügbar machen. Der gewonnene

    > Strom soll dann außer für den Betrieb von Werkzeugen und Beleuchtung

    > zur vereinfachten bzw. automatischen Bewässerung der (Hoch-)Beete verwendet werden.


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  • Kirrweiler: Hühnerhaltung im Garten

    (Antworten)
    ANtragstelung für Bau eines Hühnermobil sund eines Unterstand bei Regen und als Lagermöglichkeit für Gartengeräte

    –          Wie groß ist die Gruppe und wie setzt sich diese zusammen?

    In unserer Garten- und Hühnergruppe sind ca. 15 – 20 Personen aktiv. Seit der letzten Aktion haben sich noch weitere Interessenten gefunden. Wir sind hälftig Familien (mit kleineren und schon großen Kindern) und Einzelpersonen, die über das gemeinsame Wirken im Garten Anschluss suchen. Eine kleine Gemeinschaft, die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten gut ergänzen kann. Wir haben verschieden Berufsgruppen und Alter, es ist ganz spannend zu sehen, wer alles schon was weiß und einbringen kann.

    –          Wie viele Beete gibt es und wie groß sind diese? Wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet? Was passiert mit der Ernte?

    Wir haben in diesem Frühjahr 8 Beete angelegt, alle gemeinsam mit zum Teil unterschiedlichen Methoden bewirtschaftet werden. Da am Anfang nicht klar war, ob wir Wasser haben würden, waren wir vorsichtig mit der Bepflanzung. Dafür waren wir sehr zufrieden mit der Ernte, die wir unter allen aufgeteilt haben.

    –          Wem gehört die Fläche, müssen Sie Pacht bezahlen und ist die Nutzung befristet?

    Das Gelände hat die Bürgerstiftung Kirrweiler vor einigen Jahren erworben und stellt sie nun der Gruppe kostenfrei zur Verfügung. Dafür sollte das Gelände einigermaßen gepflegt werden.

    –          Gibt es einen Zaun?

    Da wir uns im FFH-Gebiet befinden, ist die Einfassung mit einem festen Zaun nicht erlaubt.

    –          Was an Infrastruktur gibt es schon im Garten?

    Gar nichts. Es ist/war eine völlig verwilderte, brachliegende Freifläche. Im Jahr zuvor hatte die Bürgerstiftung Kirrweiler Ziegen und Schafe zur Mahd gemietet. Auf dem Nachbargrundstück und Teilen der Fläche sind diese auch in diesem Jahr „tätig“, um den Brombeerbewuchs einzudämmen.

    –          Woher kommt das Wasser?

    Mittlerweile haben wir einen kleinen Brunnen, der wenig Wasser fördert. Die Entnahmemenge ist gedeckelt. Zum Gießen hat es im Sommer nicht an allen Tagen gereicht.

    –          Wie wird der Garten und Mitmachmöglichkeiten beworben? Wie erfahren potentiell Interessierte vom Gartenprojekt?

    Das Gelände ist für jeden frei zugänglich und so kommt es zu vielen schönen Begegnungen mit Spaziergänger:innen, die uns und die Entwicklung im Garten beobachten.

    Am 20.08. gab es einen Aktionstag in Kirrweiler, bei dem sich unser Zukunftsdorfgarten auch präsentiert hat. Wir hatten Experten zu Humusaufbau, Klima gärtnern und Samenfesten Saaten eingeladen. Seitdem gibt es weitere Anfragen.

    –          Wie werden die bisherigen Ausgaben finanziert, da der Bau ja schon begonnen hat?

    Die Bürgerstiftung Kirrweiler hat uns das Geld vorgestreckt. Leider liegen die Kosten jetzt schon höher als geplant.

    Wir möchten der Stiftung das Geld gern vollumfänglich zurückzahlen, damit sie weitere, soziale Projekte im Dorf unterstützen kann.

    –          Was für Materialien sind für die „Vorrichtung für Wasserversorgung“ notwendig?

    Wir hatten angedacht, Regenwasser vom Dach des Hühnermobils ins Innere zu leiten, um es für die Hühnerpflege zu nutzen. Das haben wir so jetzt nicht umgesetzt. In diesem Sommer ist kein Wasser vom Dach geflossen, für den Herbst wollen wir noch eine Regentonne (außen) anbringen.


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  • Berlin: Vereinsgründung für Waldgarten Britz

    Für den Garten wird gerade ein Verein gegründet.

    Der Garten wird derzeit noch von den Ladschaftsarchitekten und der Bauausführung vorbereitet. Wir Gärtner*innen sind da nur zum Teil eingebunden, aber noch sehr wenig (wir bewässern die bereits gepflanzten Bäume regelmäßig und es wird demnächst einige Mitmachbaustellen geben).

    So richtig losgärtnern können wir aber voraussichtlich erst im Frühling nächsten Jahres. Daneben hat sich bereits eine schöne AG-Struktur entwickelt, in der wir das zukünftige Gärtnern vorbereiten. Die AG Satzung, zur Vereinsgründung, ist eine davon. (mehr …)

  • Köln: Neuland zieht um

    (Tel)

    Die Neuländer*innen haben den Bescheid bekommen: Neuland wird nun Teil des öffentlichen Grüns! Erstmal kleiner, erstmal nicht da, wo die Fläche dann letztendlich sein wird, aber ein echter Erfolg.
    Sie müssen aber nun auch recht schnell die bisherige Fläche räumen und zwar bis Ende des Jahres. Da wird interimsmäßig die Europaschule mit 1500 Schüler*innen aufgebaut. Der eigentliche Standort muss saniert werden. (mehr …)

  • Berlin_Wedding: essbare Straße und Zwischennutzung des Diesterweggym Hofes für Gemeinschaftsgarten

    (NL)

    […]Aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements erhielten sie das Startkapital, um Material und Bepflanzung für mehrere Hochbeete anzuschaffen. Auch ein vorläufiger Standort für die Hochbeete war schnell gefunden. Auf dem JuPoint Gelände des ehemaligen Diesterweg Gymnasiums ist eine kleine grüne Oase entstanden. Weitere Interessent*innen sind dazugestoßen und erweitern den Gemeinschaftsgarten. Aber die beiden haben größere Visionen, es geht um nichts Geringeres als die klimafreundliche Umgestaltung und gemeinschaftliche Nutzung des öffentlichen Stadtraums. Die Swinemünder Straße als Fußgängerzone bietet dafür gute Vorraussetzungen. Das Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, der Begegnungen ermöglicht, die Nachbarschaft stärkt, die Artenvielfalt fördert und das Klima verbessert.
    Die Aussichten sind gut, dass diese Ideen für die Swinemünder Straße auch verwirklicht werden könnten. Jetzt werden noch Mitstreiter*innen gesucht, die mithelfen möchten beim Gärtnern und Organisieren.[…]

    Am 3.9. findet wieder die „Brunneviertel Gartenschau“ statt, bei der auch diese Projekt ebesucht werden können: https://www.brunnenviertel-brunnenstrasse.de/kalender/brunnenviertel-gartenschau-bruga-2022 (mehr …)

  • Hamburg: Honorar für Kümmerin im Kebap-Garten

    (NL)
    „Wir werden befördert, pardon, gefördert. Und danken der Bürgerstiftung Hamburg dafür, dass sie sich mit uns auf großwürfige und kleinteilige Projekt- und Budgetkonzeption eingelassen hat, gegen die Beikraut-Jäten in zig Hochbeeten ein Klacks ist. Die Außenschau auf unsere Vorhaben in Sachen urbane Ökologie hat uns sehr geholfen und wir freuen uns riesig, dass Gärtnerin Teresa jetzt fachkundig und tatkräftig die gemeinschaftliche Planung und Pflege des KEBAP-Gardens anleitet unterstützt und so für die unverzichtbare Grundlage von Gemüsesorten-Vielfalt, offenen Gartentagen, Führungen, Workshops, Bildung in Sachen Ökologie und Umwelt, Betreuung von Besucher*innengruppen, Ernte fürs Kochen vor Ort und für den Norddeutschen Saatgutbunker, Erholung und Erbauung in einem üppigen bunten zukunftsweisenden Stadtgarten sorgt. Der ist, wie wir seit dem UrbanGardeningSommercamp in Berlin wissen, ein Vorbild fürs gemeinschaftliche Gardening – bei uns gibt es keine Privatbeete im Gegensatz zu vielen anderen Stadtgärten, die damit oft ziemlich unzufrieden sind -, das sich auch international sehen lassen kann. Wir danken der Bürgerstiftung Hamburg die uns ermöglicht, für die regelmäßigen und kundigen Gärtner*inneneinsätze ein Honorar zu zahlen! Viele können sich nämlich aufgrund ihrer finanziellen Situation regelmäßige ehrenamtliche Mitarbeit in einem Gemeinschaftsprojekt nicht leisten.[…]“

    https://kulturenergiebunker.de/news-aus-der-urbanen-oekologie/ (mehr …)

  • Berlin: GG Alle Welt Marienfeld auch Ort für Tanz

    (Mail)

    Im Garten läuft es gut, wir hatten eine schöne Eröffnungsfeier, bei der sich auch noch interessierte Nachbar*innen gemeldet haben.

    Die Pflanzen in den Beeten wachsen auch sehr gut. Das Café wird dann im kommenden Frühjahr hoffentlich richtig anlaufen.

    Schon jetzt ist es ein schöner Ort, um zu verweilen und sich auszutauschen. Es gab sogar schon einen Nachmittag mit Musik und Tanz.


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  • Heidelberg: GG Bergheim West sucht Geld für Stelle

    Der Gemeinschaftsgarten blüht und gedeiht, die in der Beteiligung erarbeiteten Ideen und Projekte werden umgesetzt und wir kommen schneller voran als gedacht. Gerade gründet sich eine AG Senior*innen, wir bauen Hochbeete. Es wächst und wuselt und gedeiht. Aus dem Quartiersmanagement haben wir bis Ende Oktober mit Frau Delia Mackert eine Minijobberin, die die Gruppen vor Ort koordiniert. Darüber hinaus haben wir leider keine Projektmittel mehr, um sie im Projekt zu halten. Noch haben wir keine Selbstorganisation und keine selbstragenden Strukturen geschaffen, daher suchen wir händeringend nach Drittmitteln, hier befristet auf Minijobbasis eine Koordinatorin für’s stetig wachsende Gartenprojekt zu finanzieren. Der Garten ist der Quartierstreffpunkt nummer 1 geworden und hat außergewöhnlich großes Potential, Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit und ohne Behindert, alt und jung einzubinden (mehr …)

  • Berlin: Peace of Land räumt Fläche

    (NL)


    Zum 30.9. müssen wir unser Gelände am Weingarten verlassen. Alles, was bis dahin nicht geräumt ist, wird zu Müll. Das wollen wir natürlich verhindern und die vielen Pflanzen und Ressourcen wie Kompostboden, Möbel, Baumaterial, etc. wollen abgebaut, ausgeräumt, verteilt und transportiert werden. z.B. ist das ganze Gebäude noch zu haben, die Container können abgeholt werden oder werden entsorgt.

    Erste Aktionstage: 24.-26.08.


    Wir brauchen also „typische“ Bauarbeiterinnen, Berufskraftfahrer, 3-Sterne Köchinnen und Gärtner, die sich mit dem Umsetzen von Pflanzen auskennen. 
    Bei der Arbeit werdet ihr mit leckerem Essen versorgt. Als Energieausgleich können außerdem Dinge, die wir nicht benötigen, nach Absprache von euch mitgenommen werden, um in euren Projekten ein neues Zuhause zu finden.
    Natürlich akzeptieren wir auch die übliche Methode ‚Geld gegen Ware‘. Wenn ihr also eventuell keine Zeit oder Kraft zum Helfen habt und trotzdem Second-Hand-Holz, Pflanzen, Geräte, Möbel etc. erwerben wollt, ist auch das an den Aktionstagen möglich.

    Am kommenden Wochenende werden wir ein neues Hochbeet bauen, um für unsere Obstbäumchen ein „Mobilheim“ zu schaffen. Dazu werden wir andere Hochbeete zurückbauen. 
    Außerdem werden wir Steine (ja Steine!) umlagern. 
    Unsere wunderschöne Flaschenwand soll aufgelöst werden. 
    Wir werden bessere Abstellplätze gewinnen, indem wir umlagern. 
    Zusätzlich benötigen wir ein bis zwei freiwillige Caterer. 
    Falls es Personen gibt, die gerne unsere Mirabellen (auf welche Art auch immer: Marmelade, Chutney, etc.) haltbar machen möchten, sind auch sie herzlich willkommen. 

    (mehr …)

  • Hamburg: Pläne für Kebap-Gemeinschaftsdachgarten konkretiseren sich

    (NL)

    Neues vom Dachgarten

    Auf dem Papier sind es nur wenige Zentimeter, aber die DachAG ist im Juli ein großes Stück weitergekommen, dank der beiden Architekten, die beide Gunt(h)er heißen. Und dank Ökologe Eike, der genau weiß, was auf so einem zugigen, mal klitschnassen, mal staubtrockenen Dach überhaupt gedeiht. Wir führen jetzt unser Wissen, das über avantgardenistische Dachbepflanzung inclusive Zitrusfrüchte, Wein, Kiwi, Kräuterliegewiese in der Sonne, Beerensträucher im Schatten von Solarpanels und einer innovativen und inklusiven Hochbeete-Ausstellung, auch das über die Energieerzeugung dort oben, unterstützt von Sebastian, zunächst mal zeichnerisch zusammen.

    bisheriger Garten:

    Der Garten an der Südseite des Bunkers kommt uns mit überbordender Fülle entgegen, unser Gemüse macht sich in alle Richtungen auf. Glücklicherweise wächst auch die Arbeitsgruppe Urbane Ökologie, zuständig für Hochbeete, Kürbiskübel, Norddeutschen Saatgutbunker, den im angrenzenden Grünzug entstehenden Gemeinschaftsgarten, Biotope (Lebensräume) für wilde Pflanzen und Tiere – keine Sorge, die Tierwelt erreicht maximal Kaninchengröße bisher.

    Vor Ort mitmachen und die Allmende von Altona mitgestalten kann jede/r, von Donnerstag bis Samstag von 14 – 18 Uhr. (mehr …)

  • Berlin-Pankow: Kooperation Böll Bib und Peace of Land angedacht

    (Gespräch)
    Der Leiter der Böll Bib in Berlin Pankow ist dabei, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auf dem Dach der Bib ein Gemeinschaftsgarten entstehen kann. Eine Kooperation mit Peace of Land ist angedacht und wird derzeit diskutiert (mehr …)

  • Zwickau: Gemeinschaftsgarten Zum fleißigen Winkel erntet Regenwasser vom Dach eines Penny Supermarkts

    (Antrag, Antworten)

    m Rahmen eines EFRE-Förderprojektes wurde in Zwickau eine städtische Brachfläche
    neugestaltet. Für einen kleineren Teil wurde mittels Bürgerbeteiligung eine Verwendung
    gesucht. Aus einer Nachbarschaftsinitiative heraus entstand die Idee eines
    Gemeinschaftsgartens. Aus der bunten Mischung sich zum Großteil fremder Menschen ist im
    Oktober 2021 ein kleiner Verein bestehend aus elf Mitgliedern entstanden, die diesen Teil als
    Gemeinschaftsgarten betreiben.  Ziel des Gartens ist es, einen Treffpunkt im Stadtteil zu
    schaffen, der für alle Menschen offen ist und an dem alle Interessierten in ihrer Freizeit
    gärtnern, sich austauschen und voneinander lernen können.  
    Gärtnerisches Ziel ist es dabei insbesondere, das ökologische und naturnahe Gärtnern zu
    fördern.

    Inhalt der Förderung
    Damit der Garten funktionieren kann, benötigen wir vor allem eine Wasserversorgung.
    Aktuell wird uns von der Stadtverwaltung Zwickau ein Trinkwasseranschluss in ca. 150 Meter
    Entfernung in Aussicht gestellt. Es widerspricht allerdings dem ökologischen Konzept des
    Gartens, Trinkwasser zur Bewässerung der Pflanzen zu verwenden. Daher soll eine
    Wasserversorgung durch Regenwasser aufgebaut werden.

    Ziele
    Aktuell wird das Regenwasser einer benachbarten versiegelten Fläche in die Kanalisation
    geleitet. Wir möchten dieses Wasser zur Bewässerung des Gemeinschaftsgartens nutzen
    und so den natürlichen Wasserkreislauf unterstützen. Das Regenwasser versorgt nicht nur
    die Pflanzen des Gartens, sondern kann in die Erde versickern und die
    Grundwasserreserven speisen. Darüber hinaus können wir durch die Kalkfreiheit des
    Regenwassers gewährleisten, dass der pH-Wert der Erde nicht durch den Kalk im
    Trinkwasser erhöht wird.
    Wir möchten die Vorteile bei der Verwendung von Regenwasser im Garten selbst nutzen, um
    zu zeigen, dass auch in städtischen Flächen das Gärtnern ökologisch möglich ist.
    Durch die gemeinsame Installation der Regenwasseranlage durch die Vereinsmitglieder wird
    darüber hinaus das Team in der gemeinsamen Arbeit gestärkt. Wir lernen voneinander, wie
    ein Regenwassertanksystem selbst gebaut werden kann und können so als Multiplikatoren
    Interessierte beraten.  
     
    Umsetzung
    Wir haben zwischenzeitlich bereits mit dem benachbarten Penny-Markt eine Vereinbarung
    zur Nutzung des anfallenden Regenwassers geschlossen (siehe Anlage). Der Markt bietet
    die einzige Dachfläche in erreichbarer Nähe, über welche wir ausreichend Regenwasser
    sammeln können. Geplant ist, dass wir über das Fallrohr der Regenrinne einen
    mechanischen Regenwassersammler installieren und das Regenwasser mittels zweier IBC-
    Tanks sammeln. Parallel dazu werden wir im Garten zwei IBC-Tanks aufstellen. Die so bis
    zu 2m³ Wasser möchten wir über eine mobile, akkubetriebene Pumpe (der
    Gemeinschaftsgarten verfügt nicht über einen Stromanschluss) in die zwei im Garten
    befindlichen Tanks befördern. Die Tanks im Garten werden erhöht aufgestellt, um das
    Wasser in Gießkannen abfüllen oder einen Schlauch anschließen zu können. Die
    Beschaffung, der Aufbau und die Installation werden in Eigenleistung über die
    Vereinsmitglieder gewährleistet, wobei uns die Sicherheit unserer Mitglieder sehr wichtig ist.  
    Im Bewusstsein, dass 2000 Liter Wasser in trockenen Sommern knapp bemessen sind,
    werden wir hauptsächlich mit der Mulch-Methode arbeiten. Durch das Mulchen mit
    Rasenschnitt und Holzhäckseln wird der Gartenerde wertvolles Humusmaterial zurückgeführt
    und die Feuchtigkeit im Boden gehalten. Dies ist wichtig, da wir zwar in von Schadstoffen
    freier, aber nicht humusreicher Erde gärtnern. Das Mulchen unterstützt uns auch dabei, das
    Gemüse von Beikräutern frei zu halten, um Wurzelkonkurrenzen zu vermeiden. Zum
    Transport des Mulch-Materials werden wir eine Schubkarre verwenden.

    ANtworten
    Das Pachtgrundstück beträgt insgesamt ca. 755 m², umzäunt sind ca. 725m². Gepachtet wird das Grundstück durch den Verein von der Stadtverwaltung Zwickau. Wir konnten eine pachtfreie Zeit von ca. 2 Jahren aushandeln. Ab dem 01.06.2023 beträgt die Pacht ca. 90 €/Jahr zzgl. Nebenkosten von bis zu 400€/Jahr. Die Pacht ist aufgrund der Förderungen auf mind. 5 Jahre festgesetzt und verlängert sich dann unbefristet mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Fläche war vorher eine städtische Brachfläche bestehend aus alten Betonplatten und Resten einer Halde (in Anhang ein Google-Maps-Bild „Übersicht Wasserversorgung“, was diese noch abbildet). Sie wurde über das EFRE-Projekt aufwändig saniert und einer neuen Nutzung zugeführt (Park/Spielplatz).

    – Wir arbeiten in einem Grundbeet von knapp 120m², 6 Hochbeeten und diversen Töpfen. Außerdem haben wir eine Menge Obstgehölze gepflanzt. Das Grundbeete ist in 4 gleiche Bereiche unterteilt, um das Beet leichter in kleinere Abschnitte aufteilen zu können. Der Hauptteil wird gemeinschaftliche bewirtschaftet und über einen gemeinsam festgelegten Pflanzplan für dieses Jahr organisiert. Ein kleinerer Teil ist für individuelle Beete freigehalten worden, da es vereinzelt den Wunsch nach einem persönlichen Bereich gab (das sind dann jeweils ca. 4m² für insgesamt 4 Personen). Die Bewirtschaftung dieser kleinen individuellen Bereiche obliegt dann den Verantwortlichen selbst. Der Pflanzplan und auch die Zuteilung von individuellen Bereichen wird jedes Jahr neu aufgestellt (in der Mitgliederversammlung vor Saisonstart). Es wird gemeinschaftlich vorgezogen, gepflanzt, gegossen, gepflegt und geerntet. Die Abstimmung erfolgt direkt vor Ort oder per WhatsApp-Gruppe. Es gibt derzeit zwei feste Wochentage: Mittwoch-Nachmittag und Freitag-Vormittag, an denen immer mehrere von unserer Gruppe im Garten sind und sich gemeinsam kümmern oder Dinge klären können. Ansonsten steht es jedem Mitglied zu jeder Zeit frei, in den Garten zu gehen (wird zur Zeit auch rege genutzt, um die Wasserversorgung bei der Hitze zu gewährleisten).

    – Die Nachbarn erfahren wie folgt vom Garten: Bereits zur Initiation haben wir mit Flyern in der gesamten Nachbarschaft gearbeitet. Am Garten steht ein Schaukasten, in dem wir Infos und Kontaktdaten aushängen haben. Wenn jemand vor Ort ist, wird auch das direkte Gespräch gesucht. Der Garten in einsehbar und es wurde auch schon öffentlich berichtet (FreiePresse Zwickau, Radio Zwickau, Stadt Zwickau). Wir haben eine Website mit allen wichtigen Informationen: www.gemeinschaftsgarten-zwickau.de . Die Website funktioniert, ist nur leider aufgrund der wenigen Verlinkungen und Clicks über Google noch nicht immer präsent.

    – Schilder gibt es im Garten derzeit leider nur im Schaukasten. Wir sind im ersten Jahr und vieles ist noch im Aufbau. Unser Vision ist die Ausstattung mit vielen Hinweis- und Erklärschildern (Bienengarten, Totholzhecke, Obsthecke, Kompost, Miniteich, Kräuterbeet usw.).

    – Der Trinkwasseranschluss wurde über das EFRE-Projekt gestellt. Die Mittel der Förderung waren begrenzt, so dass wir unsere Wunschliste auf eine Prioritätsliste reduzieren mussten. Dabei standen die Voraussetzungen für den Gemeinschaftsgarten im Vordergrund: Erdaustausch, Umzäunung, Lagercontainer, Trinkwasseranschluss. Für vieles anderes wie z. B. Stromanschluss, Wassertanks, Ausstattung usw. war das Budget nicht ausreichend. Es waren lange Monate der Verhandlung und des Austüftels gemeinsam mit der Stadtverwaltung, so dass wir sehr dankbar für die über die Förderung umgesetzten Dinge sind! Wir sehen uns als Verein in der Verantwortung, den Rest selbst zu organisieren und uns Unterstützung über verschiedene Wege zu suchen – schließlich soll das kein „Projekt“ der Stadtverwaltung Zwickau sein, sondern das Ergebnis des Engagements unserer Interessengruppe.

    – Zur Infrastruktur: Wir haben einen kleinen Lagercontainer für die künftigen Bienen (Imkerin ist mit im Verein, im ersten Jahr konnten wir die Umsiedlung eines Volkes noch nicht sicherstellen, da uns die Sicherheit der Tiere sehr wichtig ist). Darüber hinaus haben wir einen größeren Lagercontainer für Gartengeräte, Samen, Stühle, Material etc. Der Garten ist unterteilt in einen Bienengarten (Obst-, Beeren- und Nussgehölze auf einer naturnahen Wiese) und den eigentlichen Garten. Im Garten befindet sich ein Kompost, die Beete, die Hochbeete. Der komplette Bereich ist umzäunt. Es gibt ein kleines Tor am Bienengarten und ein großes Tor (befahrbar) am Garten. Die Tore befinden sich direkt an den Parkwegen. Den Garten verschließen wir, wenn niemand von der Gruppe anwesend ist mit einem Zahlenschloss, sobald jemand da ist, ist offen.

    – Der PENNY ist nur ca. 50m Luftlinie entfernt. Es gibt allerdings keine direkte Verbindung zum Garten. Wir würden einen Trampelpfad nutzen, um den Schlauch zu legen, dann kommen wir auf ca. 150m zwischen den Tanks. Deshalb wird die Schlauchlänge benötigt. Die Schlauchwagen sind nötig, um den Schlauch transportieren zu können, weil Gewicht und Länge bei der Größe sonst nicht händelbar sind. Der Trinkwasseranschluss liegt ca. 200m entfernt. Ich habe das ganze mal versucht, in Google-Maps für Sie darzustellen (Anlage Übersicht Wasserversorgung).

    – Die Instandhaltung wird durch den Verein sichergestellt. Das Gießen ist im Garten derzeit nicht schriftlich geregelt. Mittwochs und Freitags wird durch die Anwesenden gegossen (bei Bedarf). Je nach Witterung können wir es derzeit fast täglich absichern, dass wenigstens eine Person zum Gießen vorbeikommt. Wir bringen derzeit das Wasser aus unserem privaten Haushalten oder Regentonnen mit (10l-, 20l, 30l-Kanister, Eimer, Gießkannen – je nachdem, was jeder so tragen kann). Ein Vorstandsmitglied fährt 1-2 pro Woche eine größere Menge (ca. 100-150 Liter) mit dem Transporter in den Garten. Es ist zur Zeit die Hauptaufgabe für alle und belastet die Arbeit im Garten natürlich sehr. Wenn der Transport von Wasser entfällt, würde uns das enorm entlasten und wir könnten natürlich auch mehr Wasser zur Verfügung stellen. Mit Installation der Anlage werden wir organisatorisch einige festhalten, was das Umpumpen, die Verwahrung der Technik, das Akkuladen usw. angeht.

    – Zum Mitmachen: Der Grundsatz lautet, jeder ist bei uns erst einmal ungezwungen willkommen. Zum Hereinschnuppern und Unterstützen muss bei uns niemand gleich Vereinsmitglied werden. Das ist auch nicht an einen festen Zeitraum gebunden. Auch derzeit haben wir regelmäßig Unterstützung beim Gießen von einer Nachbarin. Sie partizipiert an der Gruppe und darf auch ernten. Natürlich versuchen wir die Interessenten auch an den Gedanken der Mitgliedschaft zu gewöhnen, denn damit hängt vieles zusammen (Stimmrecht bei Entscheidungen, Finanzierung des Gartens = derzeit: 11 Mitglieder = 660€ Jahresbudget, Rechte und Pflichten, Recht auf individuelle Flächen, Gleichbehandlung aller Interessenten). Letztendlich entscheiden wir aber auch solche Angelegenheiten immer in der Mitgliederversammlung.


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  • Berlin_ Peace of Land hat sich für andere Fläche beworben

    (NL)

    Wir haben uns um Flächen im Mühlenkiez beworben und gehen dort nun mit Verantwortlichen ins Gespräch. Drückt uns die Daumen!
    Mehr kann man jetzt zwar noch nicht tun, aber ab August und bis Oktober ist dann der Abbau dran. Wir werden Eure Hilfe brauchen
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  • Regensburg: Umgang mit Antrag Grüne zu GGs

    Grüne Regensburg, 4.4.2022 Beschlussvorlage:

    1. Bei allen neu aufzustellenden Bebauungsplänen, ausgenommen in reinen Gewerbe- und Industriegebieten, werden grundsätzlich Flächen für Urbanes Gärtnern vorgesehen. Je nach Gebiet können unterschiedliche Formen des Urban Gardenings, wie z.B. Gemeinschaftsgärten oder Modelle der „Essbaren Stadt“ realisiert werden.

    2. Die Verwaltung prüft, welche Flächen sich im Stadtgebiet besonders für weitere Urban-Gardening-Projekte eignen und welche Möglichkeiten von städtischer Seite bestehen, an der Planung und Umsetzung beteiligt zu sein. Der Fokus liegt hierbei auf Stadtvierteln, die bisher noch nicht über ein solches Projekt verfügen. Dem zuständigen Ausschuss wird über das Ergebnis Bericht erstattet.
    https://gruene-stadtrat-regensburg.de/mehr-urbane-gaerten-fuer-regensburg/

    Im Stadtplanungsausschuss am 03.05.2022 wurde der Antrag der Grünen mit Bericht der Verwaltung erledigt – da diese Forderungen im Rahmen der Möglichkeiten ohnehin bereits Berücksichtigung fänden.

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  • Berlin: Paulusgarten geht einmal um die Pauluskirche

    (Projektbesuch)

    Zunächst hat die Kirchengemeide das durch einen Nachbarn gestartete Gartenprojekt nicht weiter interessiert. Er bekam die Erlaubnis, die Flächen um die Kirche zu bepflanzen. Es kamen Menschen dazu und eine neue Pfarrerin organisierte das dann so, dass der Garten Teil des Angebots der Kirchengemeinde für die Nachbarschaft ist. Wer möchte, kann mitmachen – ohne Kirchengemeidenmitglied zu sein. Die ca. 10-köpfige Gruppe trifft sich jeden Samstag zum gemeinsamen Gärtern, eine bis zwei Gärtner*innen, die direkt gegenüber wohnen, gießen zwischendurch.
    Die Fläche wirkt teils wild überwuchert, teils sieht man, dass gegärtnert wird. Es gibt ein paar wenige Hochbeete, viele Sträucher und Stauden, einiges an Beeren und Kräutern und ein bisschen Gemüse. Seit kurzer Zeit haben sie mittels einer Schnur, die can 30 cm über dem Boden entlang des Gartens gespannt ist, eine ein bisschen sichtbare Markierung geschaffen, dass hier „etwa anderes anfängt“. Das Liegenlassen von Müll, das Zerdeppern von Flaschen etc. hat so ein wenig angenommen. Eine weitere Problematik ist, dass Spritzen gefunden werden und auch andere Drogen konsumiert werden. Sobald die Büsche runtergeschnitten sind, wird das weniger. Ab und an schläft auch jemand im Garten.
    Es gibt keine Schilder, die den Garten und die Möglichkeit, mitzumachen oder auch einfach zu ernten, doch das wollen sie nun angehen. Viele Interessierte denken, dass das ein Projekt der Kirche ist und sie zur Kirche gehören müssen, um mitzumachen. Viele trauen sich nicht, auch nur eine Beere zu ernten.
    Sie ernten Regenwasser von den Kirchendächern, doch es regnet nicht genug. Es gibt auch einen Wasseranschluss und seit kurzer Zeit haben sie einen Schlauch (vorher musste alles mit Kannen gegossen werden, was stundenlang gedauert hat). Werkzeug ist in einer für alle zugänglichen Kiste. Strom wird es auch bald geben, so dass elektrische Geräte angeschlossen werden können.
    Sie brauchen neue Erde und wollen auch mehr Gemüse anbauen.
    Der Garten wird regelmäßig im Gemeindebrief vorgestellt und auch auf der homepage der Kirchen wird er kurz erwähnt.

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  • Berlin: Himmelbeet ist auf der neuen Fläche

    (Projektbesuch)

    Das Himmelbeet hat eine neue Fläche bezogen: Garten/Grenzstraße im Wedding (Nähe Humboldthain). Den Vertrag haben sie zunächst für fünf Jahre. Die Fläche ist kleiner als vorher. Sie hatten anfangs gedacht, dass sie auch einen Teil des angrenzenden (nicht genutzten) Spielplatz für Workshops nutzen können, was aber nicht der Fall ist. Die Fläche ist mit einem Bauzaun umgeben, den sie, sobald sie Geld dafür haben, gerne mit einem richtigen Zaun ersetzen wollen. Viele der bisherigen Pächter*innen sind wohl mit gezogen. Gegenüber ist eine Unterkunft für männliche Geflüchtete, in der Nachbarschaft eine Unterkunft für Menschen mit verschiedenen physischen und psychischen Problemen, eine Schule und eine Kita.
    Das Café ist mit Schwertransportlaster in einem Stück auf die neue Fläche transportiert und aufgebaut worden. Sie konnten nur ganz wenige der alten Hochbeete mitnehmen, die meisten waren einfach zu marode. Die jetizen bauen sie nicht mehr aus Paletten, da diese zu schnell verrotten. Sie nutzen Vollholz und stellen die fertigen Beete dann auf flache Steine (an den Ecken).
    Das Café, eine wichtige Einnahmequelle, dürfen sie erst eröffnen, wenn die Toilette nutzbar ist, sprich angeschlossen ist. Sie haben auch noch keinen Strom. Die Anschlüsse kosten viel Geld. Sie haben zwar eine Crowdfunding-Kampagne, doch reicht das dort eingeworbene Geld nicht. Förder*innen wollen ungerne wenn überhaupt solche Kosten zahlen, so dass sie nun gucken, ob sie die Kosten über Unternehmensspenden einwerben können.

    Die Vernetzung mit anderen Gärten in Mitte läuft derzeit gut. Sie arbeiten mit der Wilden 17 und dem Prinzegartenteam zusammen, auch Rote Beete sind involviert. Sie sind in Kontakt mit dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister und der Stadträtin für öffentlichen Raum. Es soll bald eine Veranstaltung dazu geben, wie die Gemeinschaftsgärten in Mitte besser abgesichert werden können.

    Auch interessant: In Mitte darf inzwischen jede*r Bürger*in Baumscheiben bepflanzen, ohne vorher eine Genehmigung dafür einzuholen (mehr …)

  • Eichstätt: Bau eines Geodomes im Kapuzinergarten

    (Antrag, Antworten)

    Der Kapuzinergarten Eden in Trägerschaft des Vereins für Nachhaltigkeit e.V. ist in den
    vergangenen Jahren zu einem urbanen Gartenprojekt in Eichstätt geworden, welches durch
    zahlreiche Veranstaltungen für mehr Klimaschutz sensibilisieren möchte. Dazu beigetragen hat
    maßgeblich die Förderung im Programm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des BMU von 2019-
    2021. Im Fokus unseres Gemeinschaftsgartens stehen Mitmach-Angebote zu ressourcenschonenden
    Alltagspraktiken, wie z.B. Anbau, Pflege und Haltbarmachung von regionalen und saisonalen
    Lebensmitteln. Schüler/innen, Studierende und Eichstätter Bürger/innen partizipieren im Garten
    und lernen von- und miteinander. Drei Seminare der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
    finden regelmäßig im Garten statt und Schulen besuchen den Garten an den Vormittagen. Die
    ehrenamtliche Gartengruppe, die auch als Arbeitskreis der Universität organisiert ist, nutzt und
    pflegt den Ort gemeinsam und entscheidet demokratisch. Gern möchten wir unser Bildungsangebot
    erweitern und neue Zielgruppen aufnehmen. Doch es fehlt dringend an einem überdachten Raum im
    Garten, welcher Planungssicherheit für Aktionen bietet.

    Deswegen haben wir im letzten Jahr eine Förderung über die Deutsche Postcode-Lotterie
    eingeworben. Dieses Jahr entsteht ein innovativer Geo-Dome, der zugleich Gewächshaus und
    witterungsunabhängiger Unterschlupf für uns und andere Gruppen sein wird: ein Ort für Begegnung
    und Austausch zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung. Der Innenraum birgt Platz für eine
    Gruppe von bis zu 25 Erwachsenen oder 30 Kindern. Außerdem ist er zugleich Gewächshaus für
    den Anbau wärmeliebender Pflanzen, welche in der äußeren Randzone gepflanzt werden. Nach
    Erteilung der Baugenehmigung haben in den Monaten April und Juni 2022 die ersten Vorarbeiten
    mit den Schüler/innen der Berufsschule Eichstätt stattgefunden. Der Dome selbst wird im Juli 2022
    unter Anleitung der Firma Vision Domes zusammen mit den Schüler/innen der Montessori-Schule
    Eichstätt sowie der ehrenamtlichen Gartengruppe entstehen. Die Postcode-Lotterie fördert das
    Vorhaben mit Material- und Personalkosten von November 2021 bis Mai 2023, jedoch fehlen uns
    noch Mittel für den Innenausbau.

    Für den Innenbereich des Domes hat die Gartengruppe gemeinsam mit einem ehrenamtlichen
    Architekten die Idee einer Art Trockenmauer entwickelt. Diese fungiert gleichzeitig als kreisrunde
    Beetbegrenzung und Sitzmauer für Gruppen. Im Altmühltal werden seit Jahrhunderten Steine
    abgebaut und verarbeitet (Solnhofener Plattenkalk), wobei die aufgelassenen Steinbrüche zu
    einzigartigen Ökosystemen werden. Die Steine sind vor Ort (Anlieferung 3 km) verfügbar, quasi
    unzerstörbar, vertragen Feuchtigkeit und Hitze im Gewächshaus, sind günstig und einfach zu
    verarbeiten. Aktuell hat uns eine lokale Firma Ausschussware zu einem günstigen Preis angeboten.
    Die Steine haben leichte Fehler und sind nicht perfekt, sind aber für unsere Zwecke geeignet. Für
    die Maurerarbeiten ist bereits erneut die Berufsschule angefragt, die bereits an mehreren
    Vormittagen mit den Bodenarbeiten unterstützt hat. Der Boden wird mit eigenem Häckselgut
    bedeckt und die Beete mit Garten“abfällen

    Wie groß ist die Gartengruppe inzwischen? Wie viele Leute sind in der Kerngruppe aktiv?

    Die Gartengruppe ist in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. In unserer Aktiven-Telegram-Gruppe sind 52 Mitglieder, allerdings ist davon nur ein Teil auch regelmäßig im Garten. Der „harte Kern“, der auch Verantwortung übernimmt und regelmäßig kommt, besteht aus etwa 15-20 Personen. Die anderen kommen punktuell bei Aktionen, Festen und Veranstaltungen.

    Wie ist das Gärtnern der Gartengruppe mit den Gruppen, die (teilweise) auch gärtnern, vereinbar? Gibt es z.B. bestimmte Bereiche?

    Der Kapuzinergarten ist ein riesiger alter Klostergarten mit viel Platz für verschiedene Gruppen bietet. Die Gartengruppe kümmert sich vor allem um den Gemüsegarten und den Kräuterbereich und ist das Herz des Gartens. Das Schulgarten-Seminar mit der Ackerdemia hat einen eigenen Bereich und das Gemeinschaftsgarten-Seminar pflegt die Hochbeete. Der Uni-Kindergarten gärtnert auf einem kleinen Hügelbeet. Es ist trotzdem immer noch viel Platz für neue Beete, Imkerei, Streuobstwiese etc.

    Wie beteiligen sich die Gruppen und vor allen Dingen die Schulen an den Kosten?

    Erst in diesem Jahr konnten coronabedingt die ersten Kooperationen mit Schulen anlaufen. Bisher haben sie jeweils einen kleinen monetären Beitrag gezahlt, wenn sie pädagogisch von uns betreut wurden. Gruppen, die ihr eigenes Programm machen, dürfen den Garten kostenlos nutzen. An den Kosten für den Geo-Dome beteiligen sich die Berufsschule und die Montessori-Schule durch ihre Arbeitskraft: Sie bauen und gestalten mit der Gartengruppe und der Baufirma gemeinsam das neue Gewächshaus, das sie hinterher auch als grünes Klassenzimmer nutzen dürfen. Dies wären sehr hohe Kosten, wenn wir sie an eine Firma vergeben würden. Der studentische Konvent unterstützt den Kapuzinergarten großzügig mit den Materialkosten und Honoraren für Dozenten.

    Was wird neben den Angeboten für Schulen noch in dem Geodome stattfinden, welche Gruppen werden den noch nutzen?

    Im Kapuzinergarten finden fast ganzjährig Veranstaltungen statt, die sie auf der beigefügten Liste einsehen können. Bei Regen haben wir bisher ein Problem, weil wir keinen Raum haben. In Zukunft können diese Veranstaltungen in den Dome ausweichen. Der Kapuzinergarten ist sehr gut in der Nachhaltigkeitsszene Eichstätts vernetzt. Vor allem bei FairEint, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen und Vereine, die sich gemeinsam für eine lokal und global nachhaltige Entwicklung einsetzen, sind wir aktiv und bringen uns ein (https://faireint-eichstaett.de/). Raummangel ist für fast alle der Mitglieder des Netzwerks ein Problem und wir haben bereits den Dome als Treffpunkt angeboten. Es wird nach Fertigstellung des Domes eine Art Buchungsorganisation und eine Einführung in die Benutzung für alle Initiativen geben. Mit folgenden Gruppen kooperieren wir bereits und können den Dome nutzen:

    • FairEInt
    • Weltbrücke
    • Eichstätt summt & Imkerverein Eichstätt
    • Vegandenker
    • Studentischer Konvent der KU Eichstätt
    • Foodsharing
    • Green Office
    • Mensch in Bewegung
    • Haus der Jugend Eichstätt
    • International Office der KU Eichstätt
    • Blaues Kreuz Suchthilfe
    • Infozentrum Naturpark Altmühltal, Umweltbildung
    • Malteser Eichstätt
    • Pfadfinder Eichstätt
    • Permakultur-Akademie

    Außerdem finden regelmäßig folgende universitäre Seminare im Kapuzinergarten statt:

    • Anwendungsbeispiele BNE: Imkerei
    • Anwendungsbeispiele BNE: Gemeinschaftsgarten
    • Schulgarten-Seminar mit Ackerdemia

    Wie viele Hochbeete wird es in dem Geodome geben und wer kümmert sich um diese?

    Im Dome wird es eine Sitzmauer in Höhe von ca. 45 cm geben, die gleichzeitig die Einfriedung des kreisrunden Beetes ist (s. beigefügte Zeichnung). Es gibt also ein großes rundes und leicht erhöhtes Beet mit einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern. Bis zum Winter hatten wir ein etwas kleineres altes Gewächshaus, das seit zehn Jahren immer wieder repariert und ausgebessert wurde bis es im Winter komplett einstürzte. Die Pflege des Gewächshauses obliegt seit zehn Jahren der Gartengruppe.

    Wie wird die Bewässerung der Hochbeete dort organisiert?

    Für die Bewässerung gibt es einen Gießdienst, der bisher gut funktionierte. Dieser wird beim regelmäßigen Plenum festgelegt. Im Rahmen einer Masterarbeit der benachbarten KU entstand bereits eine Planung für eine automatische Bewässerungsanlage, die wir eventuell in der Zukunft gern realisieren würden, um das Gießen weiter zu vereinfachen.

    Wer entscheidet, was dort gepflanzt wird, wer kümmert sich, was passiert mit der Ernte?

    Die Gartengruppe ist das Herzstück des Gemeinschaftsgartens. Am Anfang der Gartensaison trifft sie sich in mehreren Plenen, um die Planung für die Saison zu machen. Dabei wird festgelegt, was in etwa gepflanzt und gesät wird, wer welche Kulturen vorzieht etc. Die hauptamtliche Leitung organisiert daraufhin fehlendes Saatgut und Material und achtet im Sommer darauf, dass genug Saatgut im Garten gesammelt wird. Es werden auch sogenannte „Hutaufhaber/innen“ für bestimmte Bereiche festgelegt: Diese Personen organisieren etwa jeweils den Bereich Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, Kompost&Jauchen, Bäume&Sträucher, Gewächshaus, Feste und sind bei den Gartentreffen dabei. Neue Personen dürfen aber jederzeit dazukommen und in allen Bereichen mitgarteln. Es gibt auch ein Whiteboard im Schuppen, auf dem jeder Aufgaben vermerken oder nachsehen kann, was gerade zu tun ist. Unsere Regel zur Ernte lautet: Wer kommt, der darf mitmachen und auch miternten. Was beim Gartentreffen geerntet wird, teilen wir anschließend an alle anwesenden auf. Oft verarbeiten wir die Ernte auch gemeinsam vor Ort bei großen Aktionen wie Einkochen, Destillieren o.ä. oder essen sie direkt im Anschluss zusammen auf.

    Wie viele Gärtner*innen werden an den bei uns beatragten Bauaktivitäten beteiligt sein? Können da auch Nachbar*innen mitmachen?

    Die Einladung für die Bauwoche ging an alle aktiven Gärtnerinnen und Gärtner und auch an den erweiterten Kreis über unseren Verteiler. Auch Nachbarn sind herzlich über die Lokalpresse sowie den Tag der offenen Tür eingeladen worden und konnten sich bereits über unsere Homepage informieren. Schätzungsweise werden neben den Schulen, die beim Bau am engsten eingebunden sind, etwa 15 Gärtner beteiligt sein.

    Wenn das in Kooperation mit einer Schule läuft: ist das dann hauptsächlich für vormittags geplant? Wer hat dann von den Gärtner*innen Zeit?

    Die Bauwoche mit der Schule wird vor allem am Vormittag stattfinden. Ein großer Teil der Gärtnerinnen und Gärtner sind Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und deswegen in ihrer Zeiteinteilung flexibel. Die zweite Bauwoche haben wir als Puffer für alles eingeplant, was wir in der ersten Woche nicht schaffen. Die Schule wird in der zweiten Woche höchstens punktuell dabei sein und wir sind flexibler in der Zeiteinteilung. Je nachdem, was noch zu tun ist, werden wir die Gartengruppe oder auch einzelne Expertinnen und Experten dazu einladen.

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  • Berlin: Hanggarten entwickelt sich gut

    Mail

    Es hat sich tatsächlich einiges getan, seitdem Du da warst. Der Garten sieht nun auch nach Garten aus 🙂 Gegärtnert wird – wie abzusehen – hauptsächlich in Hochbeeten. Ein kleines Stück der versiegelten Fläche wird sogar noch entsiegelt. Die Gruppe ist zu einer festen Größe und Gemeinschaft gewachsen und wir beschäftigen uns nun viel mit organisatorischen Fragen bzgl. innere Kommunikation und Verteilung der Verantwortlichkeiten sowie welche rechtliche Rechtsform. Aller Voraussicht nach, macht der Senat nochmal `unglaubliche´ 20 % des Gesamtbudgets locker (sonst müssten sie neu ausschreiben, was die Gärtner*innen nicht möchten, da ja dann die Möglichkeit besteht, dass dann ein anderes Büro übernimmt) und wir können das Projekt noch bis Ende des Jahres begleiten. Normalerweise wäre ja September Schluß. 


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  • Leipzig: Ausstellungen im Stadtgarten H17

    (NL)
    Im Stadtgarten H17 werden derzeit zwei Ausstellungen gezeigt:
    Zukunft(s) Essen (von der GartenWerkStadt Marburg) und FRUCHTBARE ERDE zu Bodenleben, Bodennutzung und der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit (die wurde schon mal gezeigt)

    https://freiraumsyndikat.de/events/oeffnungszeit-ausstellungen-zukunftsessen-fruchtbare-erde-2/ (mehr …)

  • Bremen: Bühnenbau bei „Ab geht die Lucie“

    (Antrag, Antworten)

    Der Kulturpflanzen e.V. ist Träger zweier Projekte für Klimaschutz und
    Nachhaltigkeit in der Bremer Neustadt: Der Gemeinschaftsgarten „Ab geht die
    Lucie“ und der Stadtteil-Bildungsraum „KlimaWerkStadt“. Ein hauptamtliches Team
    aus derzeit drei Teilzeit-Angestellten und zwei Bundesfreiwilligendienstleistenden
    koordiniert die wöchentlichen und einmaligen Veranstaltungen beider Projekte. Die
    Betreuung und Durchführung insbesondere der wöchentlich wiederkehrenden
    Veranstaltungen wie Reparatur-Café, Offene Werkstätten oder generelle
    Öffnungszeit übernehmen meist Ehrenamtliche. Das gesamte ehrenamtliche Team
    besteht aus circa 40 Menschen.
    Im Gemeinschaftsgarten „Ab geht die Lucie“ wird nicht nur ganzjährig gegärtnert.
    Auf dem über 10.000 Quadratmeter großen Platz finden auch regelmäßig
    Veranstaltungen statt: Vom monatlichen Flohmarkt über Kleidertauschaktionen bis
    hin zu Gartenfesten, Draußen-Kino und Konzerten. Sie bringen Nachbar*innen aus
    der Neustadt und Bremer*innen aus anderen Stadtteilen zusammen und bieten
    damit einen wichtigen Raum zur Vernetzung und zum gemeinsamen Handeln für
    Klimaschutz.
    Bisher muss für jede Veranstaltung eine Bühne aus einem einfachen Pavillon
    behelfsmäßig errichtet werden. Dies bedeutet einen organisatorischen
    Mehraufwand und verhindert dadurch manche Veranstaltung schon in der
    Ideenfindung. Damit der Lucie-Garten auch langfristig ein offener und leicht
    zugänglicher Veranstaltungsort bleibt, möchten wir daher mit einer Gruppe
    Ehrenamtlicher eine langlebige Holzbühne mit Überdachung auf dem Platz bauen.

    • Die Gehälter der zwei hauptamtlichen Projektleiter*innen werden aus einer Förderung der Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau finanziert, die uns mit Projektbeginn zum 1. März dieses Jahres gewährt wurde. Der Titel der Förderung lautet: „Lucie und KlimaWerkStadt – Gutes Klima für die Nachbarschaft“. Die eine hauptamtliche Stelle für Umweltbildung wird ebenfalls aus Mitteln von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau finanziert, aber in aus einem anderen Fördertopf. Die derzeit zwei hauptamtlichen Bundesfreiwilligendienst-Stellen werden vom BUND als Träger finanziert.
    • Die Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen ist in den Jahren seit Gründung der KlimaWerkStadt (den Garten gab es ja zuerst) kontinuierlich gewachsen. Für das Gärtnern organisieren sich die Ehrenamtlichen weitgehend selbst, in Plena und zum wöchentlichen Gärtnern (letztere sind immer auch offen für neue Interessierte). Die Hauptamtlichen unterstützen die Ehrenamtlichen durch Plenumsteilnahme und durch Übernahme organisatorischer Aufgaben wie Materialbestellungen, öffentlicher Kommunikation und Veranstaltungsplanung. Seitens der Umweltbildung ist der Garten außerdem der Ort für eine wöchentliche Kindergruppe, verschiedene Workshops und für die Ferienbetreuungswochen in Frühling, Sommer und Herbst. Kurz gesagt: Die ehrenamtlichen Gärtner*innen haben im Garten alle Freiheiten zur Gestaltung, können aber jederzeit Unterstützung in organisatorischen Belangen von den Hauptamtlichen bekommen.
    • Aktive Gärtner*innen gibt es auf der Lucie zur Zeit zehn Menschen, wobei nach einem kürzlich durchgeführten großen Kennenlernplenum beider Projekte auch neue Menschen hinzugekommen sind. Die „Lucies“ organisieren sich selbständig in einem regelmäßigen Plenum und entscheiden eigenständig über die Bepflanzung der Beete und über Gartenfeste o.Ä.. Fast alle Beete sind Gemeinschaftsbeete. Es gibt zudem ein Beet der Kindergruppe und ein Beet einer kurdischen Frauengruppe. Wer mitmachen möchte, kann einfach zum wöchentlichen offenen Gärtnern kommen oder den Garten per Mail oder Social Media kontaktieren. Kommuniziert wird über einen Email-Verteiler und in kurzfristigen Fällen auch über eine Messenger-Gruppe.
    • Eine der fünf Personen aus der Planungsgruppe für die Bühne ist auch Ehrenamtliche im Lucie-Garten. Sie hat den jeweiligen Planungsstand in das Plenum getragen und dort die Zustimmung zu Größe und Platzierung eingeholt.
    • An der Bauaktion können ca. 10 Menschen teilnehmen (bei zu vielen werden Akkuschrauber und Arbeitsaufgaben knapp). Angeleitet wird sie von einer der Ehrenamtlichen, die gelernte Tischlerin ist und auch die Berechnungen für den Bau gemacht hat. Zwei weitere Ehrenamtliche haben langjährige Erfahrung in Holz- und Werkstattarbeiten und können daher ebenfalls bei der Anleitung unterstützen. Zur Aktion einladen werden wir über unsere Verteilerlisten für KlimaWerkStadt und Ab geht die Lucie.
    • Da die Bühne unter die Kategorie „Fliegende Bauten“ fällt, ist dafür keine gesonderte Genehmigung nötig. Durch die Planung durch eine gelernte Tischlerin ist die Sicherheit des Baus gewährleistet.
    • Ja, die Bühne bestand bisher aus einem Stoff-Pavillon, der gegebenenfalls zu den Seiten und nach hinten mit Stoffen behängt wurde.
    • Ja, wir können den Bühnenbau mit einer Bauanleitung dokumentieren und zur Verfügung stellen.
    • Das Sonnensegel hat die Größe der gesamten Bühne ohne Unterbrechungen, damit diese regensicher ist und ist daher für die gesamte Bühne gedacht. Der zweiteilige Aufbau der Bühne erfüllt den Zweck, dass diese eigenhändig abgebaut werden kann und ist nicht dafür gedacht, eine kleinere Bühne aufzubauen.
    • Zum Garten gehören zwei Container (für Stühle, Geschirr etc. und Gartengeräte) und ein Aufgang auf die Container (wo normalerweise Bienenkästen stehen). Unter dem Treppenaufgang ist etwas Raum mit einer Wand abgeteilt. Dort können die Bühnenteile untergestellt werden.

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  • Stuttgart: Netzwerkpartner machen Pesto

    (Mail)

    am Wochenende hatten wir ein weiteres treffen zahlreicher Gemeinschaftsgärten der Region. Als gemeinsame Perspektive für die Klimakrise haben wir die Essbare Region (essbare Gartenstadt). Als einen nächsten Schritt dahin haben wir folgendes beschlossen: Alle Projekte machen bei sich einen Pestotag. Dort wird aus Brennnesseln Pesto gemacht. Das wird verschenkt. Dazu gibt es Informationen über Brenneseln und unsere Perspektive einer essbaren Region. Wir wollen damit Appetit auf die essbare Region machen. Parallel dazu veranstalten wir bereits zahlreiche Sammel- und Pflück-Tage in denen wir Obst aus der Umgebung pflücken und verschenken. Vieles in der Region ist ja schon essbar, es kommt ja auch darauf an Menschen zu begeistern auch selbst zu pflücken. Als Kleine Wildnis übernehmen wir zur Zeit die Koordination zwischen den Projekten dafür.


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  • Berlin Buch: doch keine Genehmigung für GG auf Panke-Platz

    (Mail)

    Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass wir kurz vor dem geplanten Bau der ersten Hochbeete überraschenderweise eine Absage des Sportamtes hinsichtlich der Erlaubnis der Aufstellung von Hochbeeten auf dem Panke-Platz erhalten haben. Ich hatte zuvor eine mündliche Zusage vom Verantwortlichen für die Außensportanlagen in Pankow eingeholt, dass auf dem Panke-Platz Hochbeete aufgestellt werden dürfen. Ich hatte mit der verantwortlichen Person sogar eine Begehung vor Ort auf dem Panke-Platz durchgeführt, bei dem wir die Standorte festgelegt hatten, an denen Hochbeete aufgestellt werden dürfen. Anschließend hatte ich mit dem Verantwortlichen auch noch einen kurzen E-Mailschriftverkehr zur Planung des Gemeinschaftsgartens. Nachdem ich jetzt aber den offiziellen Antrag zum ersten Termin zum Bau der Hochbeete einschließlich Konzeptskizze beim Sportamt eingereicht hatte, habe ich bedauerlicherweise vom Sportamtsleiter (dem Vorgesetzten von der Person, mit der ich bisher Kontakt hatte) eine generelle Absage für das Projekt erhalten. 

    Wir schauen uns jetzt nach einer alternativen Fläche für den Gemeinschaftsgarten in Berlin-Buch um. (mehr …)

  • Rosenheim: Interkultureller Stadtteilgarten vermietet den Garten oft für Grillfeste

    (Projektbesuch)
    Der Interkulturelle Stadtteilgarten in Rosenheim ist auf einer Fläche, die die Stadt einer Brauerie abgekauft hat. Den Garten gibt es seit 2007. Die allermeisten Gärtner*innen sind alt (70plus), ein 18-jähriger Gärtner ist dabei. Der Garten ist rolli-gerecht, es gibt sogar eine Toilette, die auch Menschen, die im Rollstuhl sitzen, nutzen können. Es sind 18 Familien, die hier dabei sind (auch im Verein), doch die wenigsten gärtnern noch. Deshalb gibt es recht wenige Beete. Die Mitglieder nutzen den Garten gerne, um hier im Grünen zu sitzen, zum Kaffeetrinken und zum Grillen. Alle zwei Wochen gibt es „Gemeinschaftsgrillen“.
    Der Mitgründer des Gartens ist auf der Suche nach einer Person oder mehreren Personen, die die Orga-Arbeiten übernehmen würden, doch noch gibt es hier keine Lösung. Sie hatten durch Corona mehr Zulauf, doch – wenn ich das richtig verstanden habe – ist da niemand neu in den Verein eingetreten. Er macht Werbung durch Flyer, Zeitungsartikeln, Mund-Zu-Mund.
    Sie vermieten den Garten oft für Feste aus der Nachbarschaft (20 Euro/Tag), so wollen sie den Garten mehr Leuten zur Verfügung stellen als nur ihrer Gruppe. Dieses Jahr war der Garten schon 11 mal vermietet. Das gefällt nicht allen Gärtner*innen. (mehr …)

  • Rosenheim: Stadt kümmert sich um Gartenprojekt an der Bibliothek

    (Projektbesuch)

    Die Rosenheimer Bibliothek hat als eine von 28 Bibliotheken bundesweit Geld aus dem Förderprogramm „hochdrei – Stadtbibliotheken verändern“ bekommen: https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/transformation_und_zukunft/detail/hochdrei.html
    Die Bib liegt direkt an einem Stadtplatz, der bis dato recht ungenutzt war. Hier haben sie mithilfe der TH Rosenheim und der Stadtgärtnerei 24 Beete gebaut, befüllt, bepflanzt und aufgestellt, die auch Sitzmöglichkeiten und teilwesie Tische haben. Nun kümmert sich das Grünflächenamt um alles: täglich kommt der städtische Gießwagen vorbei, der Gärtnermeister pfegt die Beete und sagt Bescheid, wenn was reif ist etc. Es ist also kein Gemeinschaftsgarten, eher zumindest in Teilen ein essbare Stadt Projekt, das die Anwohenden aber so noch nicht entdeckt haben. (gibt keine Schilder, die das Projekt erklären) Ein Teil der Beete ist an ein Ackerdemie-Projekt mit einer nahen Schule gegangen. Die Schule kommt jede Woche mal vorbei, ab und an ist ein „Acker-Coach“ dabei. Nur in diesen Beeten sind Schilder, die die Beete entsprechend kennzeichnen.
    Es gibt für Menschen aus der Nachbarschaft nicht wirklich die Möglichkeit, mitzumachen, da alles gärtnerische über das Grünflächenamt läuft. Der Gärtnermeister macht das wohl auch richtig gerne („mit Herzblut“, ist mal was anderes). Ob die Stadt die Kosten für die Pflege des Projekts weiterübernimmt, ist noch unklar. Das sind wohl Kosten in Höhe von 10T Euro. Die Gelder der Kulturstiftung laufen Ende des Jahres aus, die Projektleiterin macht dann in der Nachbargemeiden das Stadtmarketing, will aber für ein paar Stunden auf Honorar auch an der Bib bleiben. Die Bib sieht die Stadt in Verantwortung, da sie ja auch die anderen Plätze pflegen. Ggf. kann aber auch noch der BUND mit ins Boot geholt werden, der Interesse an den Beeten geäußert hat. Die Ackerdemie-Aktivität wird über die AOK finanziert (Ernährungsbildung).
    Auf dem Platz gibt es auch einen (sehr schönen) Büchertauschschrank, den einzigen in Rosenheim, es finden Veranstaltungen wie Kino, Tanz, Workshops, Malaktionen statt. Vandalismus gab es so gut wie gar nicht bisher.
    In der Bin gibt es eine kleine Bibliothek der Dinge, auch Gartengeräte sind ausleihbar.
    Sie wollen ggf. auch noch eine Saatgutbibliothek aufbauen.


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  • Mainhard: nicht so viel Interesse am entstehenden Permakulturgarten wie gedacht

    (Bericht)

    Wir haben über den Winter 2021/22 eine Organisationsgruppe von vier Naturfreunden und Nesrin
    Caglak gebildet.
    Zusammen mit Nesrin wurde eine Reihe von Permakultur Garten Workshops im Naturfreundehaus
    geplant und beworben. Im Rahmen dieser Workshops sollten auch die für das Gemeinschaftsgarten-
    Projekt vorgesehenen Flächen für die praktische Umsetzung des im Workshop gelernten genutzt
    werden. In Vorbereitung wurden alle dafür vorgesehenen Flächen freigeschnitten. Das erste dieser
    ursprünglich 5 Workshops wurde erfolgreich durchgeführt und ermöglichte, mit vielen Händen den
    Grundstein für den Gemeinschaftsgarten zu legen.

    Leider kam es, trotz großem Werbeaufwand zu keinem weiteren Workshop in dieser Reihe, aufgrund
    mangelnder Anmeldungen. Dafür gab es jedoch schon von uns angeleitete Arbeitseinsätze, wie z.B.
    mit einer Gruppe Interessierter des Arbeiter Samariter Bundes.

    […]Als nächstes einigten wir uns auf eine Liste und Kollektion von 35 Obstbäumen, die während der
    Gartenaktionen auf den Gemeinschaftsgarten Flächen gepflanzt werden sollten. Um diese Pflanzaktion
    auch nachhaltig zu gestalten, war es nötig zusätzlich für jeden Baum auch Wühlmausschutz in Form
    von rostenden speziellen Maschendraht sowie als Schutz gegen Wildverbiss, Wildschutzzaun und
    Zaunpfähle sowie Verbindungsmittel zu kaufen.
    Alle Bäume wurden während des ersten Permakultur Workshops erfolgreich eingepflanzt und mit
    besagten Schutzvorrichtungen versehen. Seither muss hier etwa alle zwei Tage gegossen werden,
    damit die Bäume während der großen Trockenheit und Hitze auch anwachsen. Wir verloren trotzdem
    5 der Bäume, die einfach nicht ausschlugen. Evtl. hatten diese jedoch auch schon einen Schaden, als
    wir sie von der Bio Baumschule Pflanzlust holten. Über einen eventuellen Ersatz von dort, wird noch
    verhandelt.

    Als nächstes war es notwendig eine Lösung für die Bewässerung der Flächen und Bäume zu finden.
    Dazu wurden eine ganze Reihe von gebrauchten 1000 Liter Tanks in Gitterkästen erworben und hin
    transportiert. Inzwischen sind diese an die Regenfallrohre des Naturfreundehaus-Daches
    angeschlossen und füllen sich kaskadenartig nacheinander, bis das Wasser am Randes des Gartens
    ankommt. Hier sind allerdings noch mehr Einsätze nötig, bis alles richtig funktioniert. Unter anderem
    soll hierfür noch ein besonders langer Wasserschlauch angeschafft werden.

    Es war uns möglich Kompostringe aus dem Zaunmaterial des ehemaligen deutsch-deutschen
    Grenzzauns zu erwerben und aufzustellen. In einer mehrphasigen Gemeinschaftsaktion ist es uns
    gelungen eine erste etwa 120 m² große Fläche gegen Wildverbiss einzufrieden und etwa ein Viertel
    der so geschützten Fläche mit Pappe und Eselsmist (den wir aus der Nachbarschaft bekommen)
    abzudecken.

    Mail, 26.6.:Die Holzplattform haben wir etwas hinten an gestellt, weil es ja erst einmal darum ging einen Start hinzulegen. Alles wurde plötzlich teurer, als wir geplant hatten. Auch die Materialkosten für die Plattform wurden kriegsbedingt so hoch, dass wir erst einmal warten wollten. Wir bemühen uns einen Geräteschuppen geschenkt zu bekommen, was kürzlich fast gelungen wäre. Das wäre dann eine Hütte, die wir irgendwo zerlegen, zum Projektort transportieren und dort wieder aufbauen würden. Bis dahin können wir alles noch in die alten Schuppen des Naturfreundehauses stopfen. Wenn es uns gelingt, eine Hütte geschenkt oder sehr günstig gebraucht zu bekommen. Hätten wir noch genug Mittel für die Plattform.

    Kompostring bedeutet in unserem Fall ein etwa 1,30 m hohes Element aus dem ehemaligen DDR Grenzzaun (sehr enges verzinktes Geflecht und unverwüstbar) zu einem Zylinder gebogen und verschraubt. Solche Ringe werden hier in der ganzen Gegend als Kompostbehälter genutzt.

    Naja, was die Gartengruppe angeht, so wissen wir, dass es etwas Geduld braucht. Die meisten Vereins-Mitglieder, die noch nicht so alt und gebrechlich sind, haben irgendwann auch schon mal mit angepackt. Wir sind zuversichtlich, dass wir im nächsten Frühjahr alles soweit vorbereitet haben, dass wir eine neue Reihe von Permakultur Workshops starten können und wir auch darüber neue Mitglieder gewinnen können (mehr …)

  • München: Expertimentiergarten gibt es seit 20 Jahren

    (Projektbesuch)

    Im Rahmen des Tages der offenen Gartentür gab es in München das Angebot für Gemeinschaftsgärtner*innen den ExGa auf dem ÖBZ Gelände zu besuchen und über dessen Erfolgsfaktoren einiges zu erfahren.
    Konrad Bucher betreut den Garten fast seit Anfang an. Vor 20 Jahren gab es die Idee, auf dem Gelände Gärten anzulegen, noch bevor das heutige Gebäude dort stand.
    Sie haben peu a peu angefangen mit Themen und Pflanzen, die die Gruppe interessiert hat und das ist heute auch noch so. Entlange von Theman, wie Heilkräutern, entwickelt sich eine Gruppe, die sich dann intensiv mit diesem Thema beschäftigt, sich dazu trifft und in diesem Fall die Pflanzen anbaut, sie bespricht, Salben udn Tinkturen herstellt etc. Der Garten hat ein Raster, so können Bereiche entstehen, vertieft werden, sich verändern.
    Ganz wichtig für die Gemeinschaft: regelmäßige Treffen. Sie treffen sich jede Woche, Konrad schickt vorher rum, was zu tun ist und auch, was schon gemacht wurde. Im Verteiler sind 100 Leute, ca. 35 sind aktiv.
    Wichtig ist auch die Infrastuktur, die sie vor Ort haben.
    Zudem haben alle, die das wollen, auf dem Gelände noch ein Beet, was sie selber bewirtschaften können. Konrad hat da z.B. viele Rosenarten, wofür es im ExGa keinen Platz gibt. (mehr …)

  • Berlin: Glogauer13 baut Beete udn Sitzgelegenheiten

    (ANtrag, ANtworten)

    Der Garten hat sich in den letzten beiden Jahren trotz der Pandemie gut entwickelt. Mit Ih-
    rer Unterstützung haben wir mehrere Hochbeete und Sitzgelegenheiten bauen können.
    Darüber hinaus wurde an der Struktur des Gartens weitergearbeitet, sowohl was das Bauli-
    che als auch Organisatorische angeht.  

    Dach des Baucontainers:  
    Im Container lagert unser Kollektiv alle Gartengeräte, Baumaterialien, Samen, Spielzeuge
    für Kinder etc.; das Dach (2,5 x 3,5 m) ist schon seit Längerem undicht, wurde mehrfach ge-
    flickt, kann provisorisch nun aber nicht mehr repariert und muss jetzt dringend ganz neu
    gebaut werden.  Ferner soll es etwas vergrößert werden, um auch das Regenwasser des Daches aufzufan-
    gen und dazu soll zusätzlich eine Rinne installiert werden.
     

    Neubau von Hochbeeten:  
    Einige der alten Beete sind über die Jahre baufällig/morsch geworden, können das Wasser
    und die darin enthaltene Erde nicht mehr halten. Sie können leider nicht mehr repariert
    und müssen deshalb neu gebaut werden.

     
    Sitzgelegenheiten:  
    Um den Garten zu einem attraktiven Aufenthaltsort für die Bewohner des Kiezes zu ma-
    chen, möchten wir nachhaltige und modulare Sitzgelegenheiten bauen, die für unter-
    schiedliche Einsatzzwecke Verwendung finden können.

    Bepflanzung des neu gewonnen Seitenstreifens:  
    Im Zuge der Entsiegelungsmaßnahmen der Stadt durch Entfernung der Ziegelsteine ist ein
    breiter Seitenstreifen entstanden, den wir als Gelegenheit für den Erhalt und die Steige-
    rung der Biodiversität nutzen und dementsprechend bepflanzen möchten.

     

    Vor allem in der Corona-Zeit war der Garten ein wichtiger und „sicherer“ Ort der Begeg-
    nung für uns.

    1. Wir sind mittlerweile knapp über 20 Mitglieder, die Kerngruppe umfasst dabei 5 Personen

    2. Momentan haben wir 65 Beete, von denen allerdings wie schon beschrieben einige nicht
    mehr wirklich nutzbar sind

    3. Es gibt für die einzelnen Bereiche Hauptverantwortliche (teils Fachkräfte), die z. B. das
    Containerdach bauen (Schreiner, Bootsbauer). Das wird dann in einer kleineren Gruppe
    gemacht, in die sich jede*r (max. jedoch 5 Personen) eintragen kann. Auch die
    Sitzgelegenheiten und Beete werden gemeinschaftlich gebaut werden. Damit werden sich an
    Gartenarbeitstagen ebenso ein paar Personen (ca. 10) unter der Leitung von Personen, die
    sich damit auskennen, beschäftigen. Diese Termine werden immer angekündigt und über
    unsere Verteiler (WhatsApp und Mail) weitergeleitet, sodass auch alle Mitglieder informiert
    sind und partizipieren können.

    4. Wir haben das Werkzeug teilweise bereits im Container, teilweise wird dieses privat
    beigsteuert.

    5. Bezüglich des möglichen Vandalismusproblems werden einige Sitzgelegenheiten fixiert.
    Alledings ist es mittlerweile so, dass wir in Absprache mit der Turnhalle einen
    Schließmechanismus an dem Tor angebracht haben, der dazu geführt hat, dass abends
    deutlich weniger „Betrieb“ auf dem Gelände ist als noch davor.

    6. Das Gartenareal war vor der Entsiegelung rundherum mit einem direkt angrenzenden
    Streifen aus Ziegelsteinen umrahmt. Diese Steine wurden entfernt. Das angehangene Bild
    zeigt die Ansicht von oben, wo unegfähr überall Steine lagen. Dort haben wir nun z. B. einen
    großen Bereich neben dem Bienenhaus freigemacht, damit dort Bienen- und
    Schmetterlingswiese gepfalnzt werden kann. Ebenso sollen Sträucher mit unterschiedlichen
    Früchten gepflanzt werden und an der Nordost-Seite möchten wir gerne Rankgewächse am
    Zaun pflanzen. 


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  • Duisburg: Kants Garten vergrößert sich weiter

    (ANtrag, Antworten)

    In 2022 möchten wir Gemüse und Kartoffeln säen und setzen, weitere Stachel- Heidel- und Johannisbeers- und Schlehensträucher pflanzen. Wir haben „neuen“ Platz, weil einem Baum durch Sturmbruch Äste entfernt werden mussten. Zur Pflege des so entstehenden großen Beeren-Naschgartens benötigen wir einen Freischneider. Gemüse möchten wir erstmalig in biologisch abbaubaren Anzuchttöpfen ziehen. Diese, und torffreie Anzuchterde möchten wir gerne kaufen. Die in 2020 erworbenen Samen haben auch für 2021 gereicht sind aber nun aufgebraucht. Gerne möchten wir Kartoffeln und Zwiebeln setzen, Palmkohl und Kürbisse ziehen, Salat, Möhren, Erbsen, Bohnen und anderes Gemüse aussäen. Wir möchten zudem regelmäßig Gemüsesetzlinge auf dem Markt kaufen.

    Auch im zweiten Jahr der Pandemie haben wir uns regelmäßig zum Gärtnern getroffen, unser temporäres „Gartencafé“ eingerichtet, gemeinsam gegärtnert und geerntet. Nachwievor verzichten wir auf öffentliche Einladungen, da wir keine Kapazitäten haben, dass uns wichtige G2 zu überprüfen. Aber wir stellen fest: in der Nachbarschaft wohnende Koreanerinnen haben ein Hochbeet „gekapert“ für den Anbau von heimischem Gemüse, unsere NachbarInnen achten weiterhin darauf, dass bei Trockenheit gegossen wird und stimmen sich dazu ab (sie haben einen Schlüssel für die blaue Laube). Viele Menschen kommen in Kants Garten um dort einen Nachmittag, ihre Pause zu verbringen, die Kinder holen sich die an den Gemüsebeeten verwahrten Gießkannen, um mit Wasser vom Spielplatz Salat und Co zu gießen. Das „gemeinsame“ gärtnern findet „einfach so“ weiterhin statt, wir sehr beglückend ist das. Auch wenn ab und an ein bisschen mehr von der Gemüseernte für uns selbst übrigbleiben dürfte … 😉 aber Schnittlauch und Salat scheinen allen zu schmecken …

    Wir möchten auch in diesem Jahr Gemüse anbauen, den Beerensträucher-Bestand erweitern und würden uns sehr freuen, wenn wir durch eine erneute Förderung durch anstiftung wieder Unterstützung fänden.

    • Gibt es eine vertragliche Nutzung für die Fläche, die ihr nutzt und wie lange läuft diese?Ja, wir haben eine Patenschaft (das ist ein seit langen Jahren bestehendes Programm, im allgemeinen sind das Baumscheibnpatenschaften aber das gibt es für alle Möglichen Flächen). Die Kants Gartenfläche ist zudem eine offizielle Adresse (siehe auch //www.google.com/maps/place/Kants+Garten/@51.429501,6.765658,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47b8bf0ffabdf1a7:0x1d2f038cb1ee0!8m2!3d51.429501!4d6.7678467″>google oder Stadtplanungsunterlagen) und das Kants Garten-Projekt ist auch auf der Webseite der Stadt verankert.
    • Wie unterstützt euch das Amt für Umwelt und  Wirtschaftsbetriebe? Unterstützen euch auch andere kommunale Ämter oder wäre das möglich?
    • Das Amt für Umweltist für uns AnsprechpartnerIn, wenn wir Planungen haben, organisiert und bezahlt bestimmte Aktionen, erlaubt Pflanzaktionen im Kantpark (die werden grundsätzlich mit denen abgestimmt). Durchgeführt werden vorbereitende oder begleitende Arbeiten dann von den Wirtschaftsbetrieben, die aber auch als eigene Institution mit und für uns tätig werden. Dies sind z.B. die Vorbereitung unseres allerersten Beetes in 2013,  Vorbereitung/Anlage aller anderen Beete, die Anlage des Totoholzbiotops und des Sumpfbiotops, Pflasterung des Platz für unsere blaue Gartenlaube (siehe unten), unsere Hochbeete wurden uns von der Stadt angeboten und nach unseren Wünschen aufgebaut, ebenso die drei Hochstamm-Apfelbäume und die Bepflanzung mit Kleingehölze, die wurden von dem Amt für Umwelt bezahlt aber von uns geplant und gepflanzt. Sie berücksichtigen unsere Wünsche bei der Pflege (also seltenere Mahd der Wiese z.B.) und holen den Schnitt ab, da wir ja nicht kompostieren dürfen. Sie fragen uns an für Veranstaltungen und planen unsere Beiträge ggfls. ein. Zudem haben wir bei den Wirtschaftsbetrieben eine Lagerbucht für unseren Humus, der uns nach Bedarf mit einem Pickup gebracht wird. Der erste Sattelschlepper Humus war von der Stadt bezahlt, der zweite von uns. Der Humus wird aufgetragen, bevor wir in die neuen Beete pflanzen, bzw. wird in diesem Winter auf die alten Beete gegeben: Bodenverbesserung, Schutz vor Hitze, nimmt Starkregen besser auf, Beikräuter können deutlich einfacher entfernt werden … Leider dürfen wir ja nicht selbst kompostieren … (aber solche Mengen bekämen wir eh nicht zusammen). 

    • Wir sind zudem Partner im Netwerk Duisburg summt und arbeiten eng mit demArtenschutzbeauftragtemzusammen, bzw. der Biologischen Station westliches Ruhrgebiet. Hier gibt es Unterstützung bei der jährlichen Reinigung und Evaluierung unserer Vogelnistkästen (ca. 45 Stück) und Fledermausschutzkästen (5 Kolonien mit je 3 – 4 verschiedenen Kästen). Wenn wir fachlichen Rat benötigen, sind sie sofort da. Das Amt für Umwelt baut Wiederrum nach unserem Vorbild und nach unserer Beratung ein weiteres großes Insektenhotel in einem anderen Stadtteil. 
    • DieDuisburger Modellbauwerkstatthat uns aktuell etwa 120 Wildbienenhäuscheni gebaut und die von mir bei einem Schreiner gesammelten Hartholzreststücke mit Nisthöhlen versehen, Geld für Holz kam vom Artenschutzbeauftragtem, der übrigens auch die letzte Fuhre von Fledermausschutzkästen finanzierte. 
    • Kooperationen gab es mit derGfB(Gesellschaft für Beschäftigung) und derGEBAG(städtische Wohnungsbaugesellschaft, siehe Heimatgarten), das Presseamt der Stadt gibt, wenn wir möchten, Pressemitteilungen für uns raus.
    • Die Bezirksverwaltung Mittefördert uns regelmässig.
    • DasAmt für Kommunikation & Kooperationendes OBs vermittelte uns mehrfach „Social Days“ ….
    • Zu früheren Zeiten hatten wir regelmässige Kontakte ins Netzwerk des Suchtverbundes, zum Ordnungsamt, mit den PolizistInnen hier im Quartier, mit dem Spezialisten für den angrenzenden Kinderspielplatz, mit dem Lehmbruck Museum, wir kooperieren mit dem Steinbart Gymnasium (geben Stauden durch Teilen im Winter ab, auch an Kitas z.B., und haben Fledermauskästen und Wildbienenhäuschen dorthin gegeben), sowie mit der Cubus Kunsthalle. 

    • Gibt es ein Schild an der Fläche mit Informationen, wie man mitmachen kann?Aktuell muss das wieder einmal ersetzt werden, auch das zweite Schild ist „verrottet“ wir wollen jetzt eines aus Aluminiumverbund anfertigen lassen. Auf Facebook oder auf unserer Webseite ist das jederzeit deutlich. Zudem laden wir ggfls über die Presse ein. Wie z.B. bei den Social Day Aktionen im Herbst, das ist bei Facebook „viral“ gegangen, z.B: mit über 32.000 „Leuten“ zu der Pflanzaktion für die 22.000 Geophyten (vorher hatten wir bereits 8.000 Hasenglöckchen gepflanzt, eingeladen zusammen mit Lehmbruck Museum) und danach nochmal 3.000 bei der (Junkie)Szene, da haben die MitarbeiterInnen vom Amt für Umwelt mitgemacht (bei der ersten Aktion reichten die Zwiebeln dafür nicht und es hat mich sehr gefuchst, dass die Leute denken könnten, die Szene bekäme absichtlich nix ab …. Wir haben also nochmal nachgekauft).

    • Gärtnern mache aus der Gruppe auch mal jenseits von euren Treffen?Ja, regelmässig, alle haben einen Schlüssel für die blaue Laube, nach der Arbeit oder einfach wegen des schönen Sommernachmittags, Eltern mit Kindern aus der Gruppe haben da die Fußballtore liegen, feiern Kindergeburtstage dort …. Ist ja alles jederzeit zugänglich …

    • Was macht ihr als Gruppe im Winter? Wie beleibt die Gemeinschaft bestehen?Wir verabreden uns über Signal und treffen uns zum Gärtnern, Samstag waren wir zu zweit und haben ein bisschen Stauden-Rückschnitt betrieben und die Reiser am Zaun aufgehängt (potentielle Niststängel für Insekten), die Woche davor waren wir zu viert.

    • Sind trotz Corona neue Leute zu euch „gestoßen“, die nun zur Kerngruppe gehören? JA

    • Wie macht ihr das nochmal mit dem Wasser, wo sind eure Gartengeräte untergebracht und was passiert mit der Ernte?Wir haben 2018 einen eigenen, im Boden liegenden Wasseranschluß bekommen, der jeweils aktiviert wird. Schlauch etc. ist in der blauen Laube. Das ist ein blauer Baucontainer, den uns eine befreundete Baufirma im Emsland geliefert hat. Dazu gibt es einen Vertrag, der der Stadt vorliegt. Alle Kants GärtnerInnen haben einen Schlüssel und somit jederzeit Zugang zu unseren Gartengeräten und unseren Gartenmöbeln (die wurden mit einer Förderung von anstiftung erworben) Wir haben sogar eine kleine mit Gaskocher betriebene Espressomaschine ;-). Wir ernten jeweils wenn wir da sind oder fahren manchmal schnell vorbei. Die Apfel- und Beerensträucher boten bislang noch keine große Ernte aber das Gemüse wird sehr genossen. Selten haben wir damit mal vor Ort gepicknickt (Salat & Tomaten). Für die Kinder jedenfalls ist klar: für die Pizza wird erstmal Zucchini geerntet. Die Zuckererbsen sind für den Sofortverzehr. Toll war unsere erste Kartoffelernte im vergangenen Sommer, die wir unter uns aufgeteilt haben, das waren jeweils Mehrre leckere Mahlzeiten. Eine Weinstock wurde vor Jahren von Ghassan angepflanzt, kommt aus seinem syrischen Dorf, pflegt er und erntet er alles für sieben Familie. Also, im allgemeinen können wir im Sommer alle mit einer Mahlzeit für zwei nachhause gehen … Kräuter werden natürlich auch gerne geerntet, wir haben auch große Minzetöpfe, davon trocknen wir oder geben es frisch ins kalte Wasser bzw. bringen heißes Wasser mit. 

    • Habt ihr Ideen, wie ihr euer Saatgut und die Pflänzchen sukzessive selber vermehren könnt?Ja, das machen wir schon, teils durch Direktsaat aber auch auf Fensterbänken, bislang im Gewächshaus einer befreundeten Gärtnerei und seit vergangenem Winter in meinem eigenen Gewächshaus (wir wohnen direkt am Park). Aber das klappt nur im Frühjahr, im späteren Frühjahr kriegen wir das nicht mehr hin, da ist es besser, wenn wir dann auf dem Markt z.B. Setzlinge kaufen, damit wir bis in den Herbst, Winter ernten können (aktuell immer noch Palmkohl). Wir benötigen recht viele Salatsetzlinge z.B., weil dauernd andere miternten und das u.U. leider auch viel zu früh tun. Daher pflanzen wir keine Tomaten mehr an. Aber ganz, ganz vieles funktioniert so, dass auch wir ernten können. Deshalb nehmen wir nur schwarze Johannisbeeren und keine roten, die ja attratkiver sind für andere …. Zudem haben sich ja Nachbarinnen für ihre koreanischen Pflanzen ein Stück Beet genommen. 


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  • Gießen: im INGE Garten wird aus einem Foliengewächshaus ein Geodome

    (Antrag, Antworten)

    Die INGE finanziert sich derzeit ausschließlich von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Derzeit
    zählen wir 25 Mitglieder*innen. Da wir momentan eine anlaufende Kooperation mit dem Verein
    angekomme e.V. haben, die bei uns ein Kräuterbeet bewirtschaften, hoffen wir auf mehr
    interkulturelle Mitglieder*innen, die sich im laufe des Jahres der INGE anschließen könnten.

    Kurzbeschreibung Vorhaben:
    Bau eines Geodätisches Kuppelgewächshaus:
    Eine Geodätische Kuppel nähert sich einer Kugel an und besteht aus verschieden Großen
    Dreiecken. So ein Gebilde ist sehr stabil und hält Stürmen und Schnee stand. Außerdem ist die
    Lichtabsorption in einem Geodom optimal. Dazu kommt, dass ein Geodom ein echter Blickfang ist,
    was bei unsere Gartenlage nicht zu vernachlässigen ist. Der INGE Garten befindet sich an einer
    Kreuzung eines viel belaufenden und befahrenen Fuß- und Radweges und ist gut ein sichtlich.
    In dem Sturm Anfang dieses Jahres ist leider unsere Gewächshaus Folie unseres Tunnels gerissen.
    Eine Person hatte die Idee, aus der nicht mehr nutzbaren Folie des Folientunnels ein Gewächshaus
    Geodom zu bauen. Von dieser Idee ließen sich schnell einige des Garten überzeugen, sodass wir uns
    dazu entschieden haben ein Geodom Gewächshaus für diese Saison zu bauen.
    Wir möchten dafür so viele recycelte Materialien wie möglich nutzen, zum einen die zerrissene,
    aber ansonsten noch gut erhaltene Gewächshaus Folie und Latten, die wir vom Sperrmüll aus
    Lattenrosten sammeln. Allerdings gibt es ein paar Materialien, die wir nicht recyceln können

    > Wie viele Gärtner*innen seid ihr denn? Sind die 25 Vereinsmitglieder = die Gärtner*innen?

    Die Zahl ist sehr schwankend. Fast alle die Mitglieder sind, gärtnern auch. Es gibt auch „stille“ Mitglieder. Sowie nicht Mitglieder, die trotzdem viel bei uns gärtnern. Momentan gibt es so 8 Menschen die regelmäßig kommen zum gärtnern, sowie ca. 20 die unregelmäig kommen.

    Zusätzlich jetzt gibt es auch ein Kräuterbeet, was von dem angekommen Verein in Gießen bewirtschaftet wird, weshalb da nochmal so 5-8 Menschen kommen.

    > Wem gehört die Fläche, zahlt ihr Pacht und wie lange könnt ihr die Fläche nutzen (gibt es da eine Befristung)?

    Die Fläche gerhört der Stadt Gießen. Wir zahlen eine Pacht von 175,37€ jährlich. Das Pachtverhältnis ist theoretisch auf ein jahr befristet, verlängert sich jedoch automatisch, wenn es nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird.

    > Gärtnert ihr ganz gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete?

    Wr gärtern ausschließlich gemeinschaftlich. Seid dieses Jahr gibt es auf der Fläche auch ein Beet von einem anderen Verein (der angekommen Verein aus Gießen), das Beet wird aber auch gemeinschaftlich genutzt, von Menschen, die an der Kräuter Akademie des Vereines teilnehmen.

    > Was wollt ihr in dem Geodom-Gewächshaus anbauen?

    Dieses jahr wollen wir dort v.a. Tomaten, Chilis und Basilikum anbauen und später im Jahr vielleicht noch Salate.

    > Wie viele Menschen können beim Bau dabei sein?

    10-20 Menschen

    > Ist der Bau von den Flächenbesitzer*innen genehmigt/abgesprochen?

    Ist er nicht, da ein geodom keine klassische Bebauung ist und keiner Genehmigung bedarf.


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  • Berlin: Prinzengarten kann zunächst weiter machen

    (Mail)

    Die Veranstaltung ist soweit (sehr) gut gelaufen. 

    Konstruktive, faire und weitestgehend entspannte Atmoshpäre. 

    Wichtigster Punkt ist wohl: Frau Remlinger hat offfiziell verkündet, dass der MEB q6 gE nicht auf das Flurstück gebaut wird, das Prinzengarten und Genossenschaftsgarten beherbergt. 

    Die Fläche bleibt aber weiterhin „Vorbehaltsfläche“, zB um ab 2024 dort eine Mensa zu bauen. 

    Ich persönlich halte auch diese Pläne für absurd und unrealistisch. 

    Offizieller Hintergrund der Entscheidung sind Erschließungs- und Platzprobleme. 

    Letztere konnten wir mit ausgelegtem  Flatterband in den Flächenmaßen verdeutlichen. 

    Erstere halte ich für ausschlaggebender. 

    In der Diskussion hat Kerstin Stellmacher die Diskussion auf eine erweiterte Ebene gehoben – die der Stadtgärten-Siguation im Allgemeinen. 

    Bei Hr. Gothe haben wir nicht das Gefühl, dass er ernsthaft in die Materie einsteigen kann oder will. Es wird noch viel Arbeit bedürfen, seine Prioritäten bzw. Praxis als mindergeeignet herauszustellen. 

    Kurzum: wir haben eine kreative Atempause, in der wir gärtnern,  netzwerken und öffentlichwirksam sein können und wollen. 


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  • Bremen: Frauengemeinschaftsgarten Seve befindet sich mit auf Ab geht die Lucie

    (Antrag, Antworten)

    Das Ziel unseres Projektes ist für geflüchtete Frauen, Frauen mit und ohne Migrationsbiografie einen Ort zu erschaffen, in dem
    regelmäßig Treffen stattfinden. Viele der Frauen haben keinen Zugang zu Gärten und geschützten Räumen in der Natur. Durch
    das gemeinsame Gärtnern, Zusammentreffen und Austauschen entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl. Gartenarbeit hat zudem einen
    therapeutischen Anteil, hier können auch Kinder davon profitieren.  

    Aktueller Stand des Projektes:
    Unser Garten steht jeder Frau* offen und ist dank des tollen Konzepts von Lucie Bremen ein toller Treffpunkt für alle. Unsere
    ehrenamtlichen Frauen im Frauenrat kommen immer gerne mit (geflüchteten, interessierten, etc.) Frauen, mit denen sie im
    Kontakt sind, gerne in den Garten und verbringen gemeinsam Zeit in einer üppigen Oase mitten in der Stadt. Die Tatsache, dass
    unsere Grünfläche in der Nähe des Vereins liegt, ist für viele Frauen sehr praktisch, um gemeinsam Zeit im Garten zu
    verbringen.  
    Durch die Teilnahme am Plenum von Lucie Bremen sind wir mit den anderen Beteiligten im Austausch und freuen wir uns auf
    Zusammenarbeit! (mehr …)

  • Potsdam: Midjui Wanawake Garden auf dem Gelände des Projekthauses

    (Antrag, Antworten)

    Partner*in „Women in exile“
    Sie haben zudem einen Antrag auf Förderung von Honorarkosten bei
    der Stiftung Umverteilen gestellt, der bewilligt wurde.

    Mit dem Aufbau des interkulturellen Gartens „“Midjui Wanawake Garden“ verfolgen wir diese
    Ziele:
     Geflüchtete Frauen und Mädchen bzw. Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschich-
    te erhalten einen Ort, wo sie sich treffen und vernetzen können, wo sie ihren Alltag
    selbstbestimmt gestalten können.
     Grundidee ist es, an diesem Ort gemeinsam einen Garten anzulegen, nach den eige-
    nen Bedürfnissen und kulturellen Erfahrungen.
     Dieser Gartenort bietet dann unterschiedliche Möglichkeiten. Dazu gehört natürlich
    der Gartenbau mit Konzepten der Selbstversorgung, von selbsterfüllten praktischen
    Tätigkeiten. Die beteiligten Frauen erhalten damit aber auch einen Schutzraum, den
    sie selbst betreiben und einen Ort für den kulturellen Austausch – auch und gerade
    entlang unterschiedlicher Erfahrungen mit dem Anbau und der Pflege von Gärten und
    Pflanzen.
     Da an dem geplanten Projekt unterschiedliche Gruppen beteiligt sind schaffen wir da-
    mit auch einen Ort des Austauschs und Lernens aus verschiedenen Erfahrungen von
    Frauen und Mädchen.
    Nach bisherigem Planungsstand wollen wir mit drei Gruppen zusammenarbeiten.
    Hauptpartner*in ist die Initiative Women in exile, die auf dem Gelände des Projekthauses ihr
    Büro hat und mit der wir schon lange zusammenarbeiten. Die meisten Frauen kommen aus
    verschiedenen afrikanischen Ländern. Zwei Frauen aus dieses Community werden das Auf-
    bauprojekt auch koordinieren.
    Außerdem wollen wir eine Frauengruppe aus dem eigenen Geflüchtetenprojekt einbinden.
    Dies sind vor allem Frauen aus dem arabischen Kultur – und Sprachraum, unter anderem
    aus Syrien und dem Irak. Mit ihnen arbeiten wir schon lange mit verschiedenen Integrations
    – und Bildungsprojekten und haben die Seite http://www.womentowomen.de entwickelt.
    Und zuletzt wollen wir auch versuchen, Frauen und Mädchen aus der Ukraine für den neuen
    Garten zu interessieren, die wir seit einigen Wochen betreuen und die aus Partner*innen-
    gruppen zu uns gekommen sind, mit denen wir seit einigen Jahren zusammen Begegnungs
    – und Bildungsprojekte machen.

    Inhalte
    Diese Ziele wollen wir auf den hier dargestellten Wegen, verbunden mit diesen inhaltlichen
    Schwerpunkten umsetzen.
    Wichtig ist, dass wir zeitnah anfangen, um jetzt im Frühjahr noch die Pflanzen in die Erde zu
    bringen, die dann im Sommer und Herbst eine erste und hoffentlich motivierende Ernte er-
    möglichen. Dazu ist es wichtig, dass sich die interessierten Frauen erstmals treffen und erste
    Formen der Kommunikation und Entscheidung fest zu legen.
    Dazu gehören zum Beispiel die Fragen, wie das Verhältnis zwischen Beeten und Aufent-
    haltsorten sein soll und vor allem, ob die Beete durch alle bewirtschaftet werden sollen oder
    jede interessierte Frau ein Beet für sich bekommt, was sie bewirtschaftet. Dies ist im Grunde
    eine erste wichtige inhaltliche Frage der gemeinsamen Verantwortung für das Projekt inter-
    kultureller Garten.
    Ein zweiter Schwerpunkt ist dann deshalb sicherlich der Bau der gemeinschaftlich genutzten
    Orte. Hierzu können eine Sitzecke, ein Sichtschutz zum Parkplatz, Aufbewahrungsorte für
    Geräte, persönliche Gegenstände, Geschirr und ähnliches gehören. Dabei wird es sicher in-
    teressant, wo stark die Frauen sich auch sichtbar abgrenzen wollen oder wie offen und zu-
    gänglich der Garten auch für andere Menschen werden soll. Das wollen wir tatsächlich nicht
    vorgeben, sondern offen mit den Menschen diskutieren.
    Im Herbst 2022 wollen wir eine Art „Erntedankfest“ durchführen. Das kann gleichzeitig der
    Tag sein, an dem die Frauen und Mädchen nicht nur die erste Ernte, sondern auch ihr ge-
    samtes Projekt einer – selbst gewählten – Öffentlichkeit präsentieren. Damit verbinden wir
    auch hier wieder die Einbeziehung ganz unterschiedlicher kultureller Traditionen. Wie feiert
    mensch solch einen Tag oder die Ernte in den verschiedenen Herkunftsländern und auch
    Religionen?
    Zum Ende des Jahres und auch des Projektes gilt es, den interkulturellen Garten zukunftsfä-
    hig zu machen. Das ist wichtig für uns, um kein einmaliges Projekt aufzubauen. Wir wollen
    deshalb natürlich das Projekt und das Jahr mit den Frauen auswerten, die Kommunikations
    – und Nutzungsstruktur anschauen und vor allem die Verantwortungen für das nächste Jahr
    festlegen und überlegen. Auch deshalb wäre eine überjährige Förderung wichtig.

    – ist die Nutzung der Fläche befristet?

    > Nein, wir haben eine dauerhafte Nutzung der Fläche auf dem Grundstück vereinbart.

    > – was für andere Gärten befinden sich auf der Fläche des Projekthauses und auf dem Grundstück für den Frauengarten? Gemeinschaftsgärten oder Projekt-Gärten?

    > Auf dem Gesamtgelände befinden sich weitere Gartenanlagen, die meist von den Bewohner*innen betrieben werden. In unmittelbarer Nachbarschaft ein Hochbeet der Menschen aus dem Haus, auf dem Grundstück des Projekthauses gibt es weitere, vor allem mobile Beete in Kisten, ein Hochbeet, was mal im Rahmen eines Deutsch – Französischen Jugendprojektes gebaut wurde (hier vor allem mit Kräutern und Erdbeeren) und drei neu bei einem Kinderferienprojekt angelegte Beete in großen Kisten direkt vor dem Werkhaus.

    > – könnt ihr direkt in der Erde gärtnern oder werden Hochbeete gebaut?

    > Besser Hochbeete bzw. Beete in großen Kisten oder Holzrahmen. Der Boden hier ist nicht gut, oft mit Bauschutt versetzt, weil da auch mal eine Baufirma und die örtliche Wohnungsgesellschaft war.

    > – wer baut die Sitzecke und den Sichtschutz?

    > Das wollen wir in Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt machen. Da haben wir die Maschinen und Expert*innen. Am Besten sollen die Frauen aber beteiligt werden.

    > – wo werden die Gartengeräte untergebracht? Im Antrag steht, ihr wollt auch dafür einen Ort bauen? Wo sind die Geräte derzeit und wie sind diese zugänglich für die Gartengruppe?

    > Dazu wollen wir einen kleinen Unterstand unmittelbar an den Beeten des Projektes bauen. Aktuell nutzen die Frauen die frei zugänglichen Gartengeräte des Projekthauses und des Vereins.

    > – für was braucht ihr pädagogisches Material, bzw. habt ihr das nicht schon im Projekthaus?

    > Immer mal wieder benötigt: Planungsmaterial wie Papaier, Stifte, Moderationsmaterial – da kaufen wir quasi monatlich nach. Außerdem Broschüren und Bücher in den Sprachen der Frauen, also auch mal arabisch oder auf Englisch.


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  • Berlin: Gemeinschaftsgarten an der Unterkunft für Ge- flüchtete Marienfelde

    (Antrag, Antworten)

    Gegenwärtig betreut der IB [Internationaler Bund] zirka 700 Menschen aus mehr als 10 Ländern im
    Übergangswohnheim für Geflüchtete in der Marienfelder Allee in Berlin.  
    Etwa die Hälfte davon sind Kinder bis 18 Jahre.
    Ziel unserer Arbeit ist es, die geflüchteten Familien, Jugendlichen und Kinder
    bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme zu unterstützen und ihren Le-
    bensalltag in einer fremden und beengten Umgebung zu erleichtern.
    Die bei uns lebenden Familien bleiben längerfristig in den Wohnungen woh-
    nen, es gibt derzeit kaum Rotationen. Daher ist es uns besonders wichtig,
    Kontakte zu der unmittelbaren einheimischen Nachbarschaft zu fördern. Lei-
    der gab es aufgrund von Festlichkeiten wie dem Zuckerfest Beschwerden
    seitens der Nachbarschaft woraus die Idee entstand das Tor zu den hinteren
    Strassen und ihren Bewohner*innen zu öffnen und auf dem Platz wöchentlich
    ein Café / Tag der offenen Tür stattfinden zu lassen.  

    Da zudem der Wunsch immer wieder seitens der Bewohner*innen geäußert
    wurde, eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen, entstand der Wunsch, ne-
    ben der wieder aufgebauten Fahrradwerkstatt gemeinsam einen Gemein-
    schaftsgarten mit Tisch und Stühlen zu errichten. Am Freitag, 03.06.2022 soll
    an einem Aktionstag in der Unterkunft aus den Paletten Hochbeete gebaut
    und mit Erde gefüllt werden. Besonders die Jugendlichen sind dazu eingela-
    den mitzuhelfen und dürfen auch die Container für die Fahrradwerkstatt mit
    Graffiti bemalen. Sobald der Gemeinschaftsgarten als ein solcher zu erken-
    nen ist, wollen wir Einladungen an die Nachbarschaft verteilen. Familien aus
    den Unterkünften wollen backen und Kräuter aus dem Garten dafür verwen-
    den, im Spätsommer könnte auch schon etwas Gemüse geerntet werden.
    Der Garten soll vor allem als Gemeinschaftsort im Freien für die Bewohnen-
    den als auch ein Ort zum Austausch mit der Nachbarschaft dienen. Durch die
    Einladungen zum Café / Tage der offenen Tür soll ein Platz der Begegnung
    erschaffen werden, Gespräche stattfinden und Gemeinsamkeiten herausge-
    funden werden. Das sowohl unter den Bewohner*innen, als auch unter der
    diesen und der Nachbarschaft.

    An den folgenden Tagen wird gemeinsam gesät, Jungpflanzen ausgesucht
    und Inputs über Pflanzenkunde auf mehreren Sprachen finden statt.
    Der Garten wird somit eingeweiht und selbstorganisierte Treffen können an
    diesem Ort stattfinden. Alles Rund zum Thema Garten, Café und Kuchen und
    Fahrradwerkstatt. 

    * Es wird keine individuellen Beete geben. Alles ist gemeinschaftlich organisiert. Wir gehen davon aus, dass sich auf diese Weise viele Bewohner*innen verantwortlich fühlen und es so zu weniger Vandalismus kommt. Regelmäßig zu festen Zeiten werden wir das Tor unseres Außengeländes nach außen hin öffnen, sodass Nachbar*innen mitgärtnern können. Die bei uns zur Verfügung stehenden Gartengeräte können dann von allen mitgenutzt werden.

    * Gemeinsam mit den bereits engagierten Bewohnenden haben wir uns entschieden, aus den vier Hochbeeten ein zusammenhängendes Beet in „L-Form“ zu gestalten. So kann der vorhandene Platz gut genutzt werden und es ist noch ausreichend Spielraum, um das Beet bei Bedarf zu erweitern.

    * In direkter Nähe zu den Hochbeeten befindet sich die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Diese ist zu denselben Zeiten geöffnet wie unser Außentor. Die Werkstatt besteht aus zwei Containern. In einem dieser Container sind die Gartengeräte untergebracht und können von der Nachbarschaft sowie von der Bewohnerschaft genutzt werden.

    * Wir werden Flyer erstellen, um die Nachbarschaft auf unser Projekt aufmerksam zu machen und sie zum Mitmachen einzuladen. Wir wollen auch ein Schild an unserem Außentor befestigen, das auf den Garten hinweist. Außerdem werden wir zu unserem Sommerfest einladen und auch dort den Garten bewerben.

    * Die Bewohner*innen werden zu den Beetbau-Aktionen von ihren Sozialarbeiter*innen eingeladen. Außerdem wird im Bewohner*innenrat, sowie in den Kinder- und Jugendclubs zum Mitmachen animiert. Durch den regen Zulauf zur Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ist die Grünfläche vielen Bewohner*innen bereits gut bekannt.

    * Neben den Hochbeeten gibt es, wie beschrieben, auf dem Platz eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Dort arbeitet ein ehrenamtlicher Bewohner, weitere Ehrenamtliche sind geplant. Die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt richtet sich explizit auch an Nachbar*innen. Die Ehrenamtlichen und die Jugendlichen unterstützen gern bei kleineren Reparaturen. Außerdem planen wir mit dem Verein Kidbike e.V. eine Kooperation für eine Mädchen/Frauen-Fahrradwerkstatt.

    Daneben sollen in Form eines kleinen Freiluft-Cafes Heiß- und Kaltgetränke ausgeschenkt und damit zum Verweilen eingeladen werden. Mit dieser Kombination sind wir optimistisch, eine tragfähige Gemeinschaft entstehen zu lassen.


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  • Berlin: Heilkräutergarten „Hevrin Xelef“ wichtiger Ort für Frauen

    (Antrag, Antworten)

    Flamingo e.V. (Netzwerk für geflüchtete Frauen* und Kinder)
    hat im Oktober 2019 ein Gartengrundstück mit ca. 500m2 Fläche in Neukölln
    bezogen.
    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Xelef“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) bereits zwei Gartenzyklen durchleben.
    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt: Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur
    Kräuterkunde und Austausch über alternative Heilungsmethoden war der
    Garten fast durchgängig von interessierten Frauen besucht.
    Der Garten hat sich zu einem Ort etabliert, an dem die Frauen zur Ruhe
    kommen, mithelfen und sich untereinander austauschen können.
    Unsere direkten Nachbar*innen auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.
    Die Frauen, die zu uns kommen und im Garten arbeiten und sich als Teil der
    Gemeinschaft verstehen, äussern oft eigene Bedarfe an Heilkräutern. Derzeit
    haben wir Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel und Kamille. Der
    Bedarf ist immer gross, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um noch in diesem Sommer unseren Heilkräutergarten wieder
    biologisch und nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weitere
    Samen und Jungpflanzen (wie z.B. Frauenmantel, Zitronenverbene,
    Apotheker-Rosen, Anis, Kümmel u.a.).

    In der Gartengruppe sind wir insgesamt 8 – das ist die feste Gruppe, die sich komplett verantwortlich fühlt. Im größeren Kreis sind wir ab 20 aufwärts. Wenn wir workshops geben, kommen auch immer wieder Externe hinzu. Auch zu Veranstaltungen und Aktionstagen. Dann zählen wir schon 30.

    Aus der Nachbarschaft kommen immer wieder Menschen. Die meisten eher zufällig, wenn sie auf dem Friedhof spazieren und sie setzen sich zu uns und wir reden. Sie finden es super und kommen gerne, die meisten eher um zu reden, statt mitzuhelfen, was aber voll in Ordnung ist.

    Die Heilkräuter gehen auf jeden Fall an die Frauen – wir haben auch immer mehr da aus privatem Anbau. Die Nachfrage ist gross. Wir haben im letzten Winter viele Health Care Pakete an Unterkünfte geschickt mit Heilkräuter Tee. Wir haben alle Beete von euch. Ich weiss es leider nicht aus dem Kopf, aber Anuscheh hat es irgendwo notiert. Ich glaube 30.

    Wir haben keine Patenschaften. Es gibt im Team zwei Gärtnerinnen, die jeweils einmal die Woche kommen und für die Grundstruktur sorgen. Wir lernen von ihnen, irgendwann wird es auch ohne sie gehen. Momentan sind wir jeden Tag da und alle kümmern sich um alles.

    Unsere Gartengeräte stehen in unserem Container und teilweise benutzen wir die von den PG mit, die stehen vorne im Schuppen – alles verschlossen. (mehr …)

  • Wiehl: Gartenprojekt auf entsteht auf Ex-Tennisplatz

    (Antrag, Antworten)

    Der Natur und Garten Treff ist ein Natur- und Gemeinschaftsgarten, der von einer generationsübergreifende Gruppe engagierter Gemeindemitglieder, in Kooperation mit der Stadt Wiehl und der Heimat und Verschönerungsverein Marienhagen/Pergenroth e.V. (HVV), über Monate durch den Corona-Zeiten geplant wurde. Durch viele Onlinetreffengestaltete die Gruppe ein Konzept für den Garten, der auf einer 1300 m3 großen Fläche eines verlassenen Tennisplatzes in Wiehl-Marienhagen errichtet wird. Die Stadt hat mit dem HVV, unter dem das Gartenprojekt läuft, einen Nutzungsvertrag mit unentgeltlicher Nutzung des Tennisplatzes abgeschlossen. Wasseranschlüsse und ein WC sind vorhanden.

    Der Natur und Garten Treff schafft für AnwohnerInnen einen Raum, um Gartenprojekte, Veranstaltungen wie Märkte und Konzerte, Freizeiten und vieles mehr zu planen und umzusetzen. Verschiedene Bereiche des Gartens dienen unterschiedlichen Zwecken. Geplant sind ein Gemeinschaftsacker, Hochbeete für Einzelpersonen, Familien oder Gruppen, ein Gartenbereich für Kinder, Naturgärten und einheimische Blumenwiesen, Wohnräume für Insekten und Vögel. Ein Teil der Ernte soll an lokale Suppenküchen gespendet werden. Es wird darauf geachtet, Barrieren abzubauen oder zu beseitigen, damit jeder, unabhängig von Alter oder Können, einen Platz im Garten findet.

    Bisher wurden Gartenbeete aus recycelten oder gefundenen Materialien hergestellt, oder selbst finanziert.

    • Ist die Nutzung der Fläche befristet?

    Wir haben einen Nutzungsvertrag mit der Stadt Wiehl zunächst für die Dauer von 5 Jahren. Er wurde Ende Oktober 2022 unterzeichnet.

    • Wie groß ist die Gruppe insgesamt? Wie groß ist die Kerngruppe, die das Projekt plant und weiterentwickelt? Wie viele Gärtner*innen sind Teil der Kerngruppe?

    Die größere Gruppe besteht aus x Personen, davon sind 8-10 leute aktiv als Kerngruppe, die das Projekt plant und weiterentwickelt. In der Kerngruppe sind 4 GärtnerInnen mit Hochbeet, und 3 die sich besonders für Naturgarten/Vielfalt interessieren, und dann sind Stakeholder von Stadt Wiehl, der ev. Kirche, und der HVV Marienhagen/Pergenroth Vorstand (Trägerverein) aktiv involviert. Mitglieder haben unterschiedliche Interessen, u.a. Naturgarten und Förderung der biologischen Vielfalt, und Gemüsegärten. Die Naturgärtner haben zum Beispiel ein starkes Interesse an einheimischer Blumenfelder und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten. Die GärtnerInnen interessieren sich sowohl für Hochbeete als auch für gemeinschaftliche Arbeit auf einer Parzelle. Wir konzentrieren zur Zeit auf die Hochbeete und Blumenwiese, denn es gibt noch Planungsbedarf für die Gartenarbeit auf Parzellen, bzgl. der Boden und was der beste Ansatz ist, ihn urbar zu machen. 

    • Wie viele Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden?

    Es gibt derzeit 6 Hochbeete und 8 große Kübel. Wie viele es werden sollen, hängt von der Nachfrage ab. Wir halten bis zu 10 weitere einzelne Hochbeete für 2022 und das kommende Jahr für realistisch. 

    • Wie groß (m²) ist die Fläche, auf der gegärtnert wird? Wie groß ist der Gemeinschaftsacker und wie groß der Anteil der Hochbeete für individuelle Nutzung?

    Die Fläche ist 1300 m². Im Moment konzentrieren wir uns auf eine Hälfte des Tennisplatzes, aufgeteilt in zwei Teile – einen für Hochbeete und einen für Gemeinschaftsgärten. Auf der gesamten Fläche werden Naturgarten Elemente integriert. Wir können je nach Interesse für Gemeinschaftsfläche oder einzelne Hochbeete die Fläche erweitern.

    • Wie ist der Garten organisiert, wie laufen Entscheidungen und Kommunikation?

    Zu den Kommunikationskanälen gehören E-Mail, What’s App und Microsoft Teams. Wichtige Entscheidungen werden mit den HVV-Vorstand und die Stadt Wiehl besprochen. Wir haben einen Entwurf für eine Gartenordnung, die wir verwenden, mit wichtigen Grundregeln, darunter kein Einsatz von Pestiziden, kein Torf, eine Bevorzugung von Regenwasser und so weiter. Wir planen ein Treffen 2x jährlich für die Hauptgruppe und mindestens vierteljährlich für die Kerngruppe, um Raum für Diskussion zu schaffen sowie Entscheidungen zu treffen.

    • Wer entscheidet, wer ein Hochbeet bekommt?

    Im Moment haben wir Platz für alle, die ernsthaftes Interesse haben. Bisher landen Anfragen bei mir und ich zeige ihnen den Platz und die Gartenordnung, und wenn sie weitermachen wollen, können sie sich für ein Hochbeet anmelden und eines bekommen. Vorerst haben wir nur wenige Kübel zum Einpflanzen, aber im Moment keine Kisten mehr anzubieten.

    • Für welchen Zeitraum bekommen die Interessierten ein Hochbeet?

    Hochbeete sind für ein Jahr zu haben.

    • Wer baut die Hochbeete?

    Bisher wurden die Hochbeete aus vorhandenen recycelten Kisten benutzt oder selbst finanziert, um in diese Gartensaison zu starten. Wir haben bereits Werkzeuge, um die Hochbeete zu bauen. Es ist geplant, sie nach Bedarf zusammenzubauen.

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten? Wie die Gruppen?

    Zur Kostendeckung (Wasser- und Materialkosten) wird um eine jährliche Spende zwischen 30-50 Euro gebeten. Für die Nutzung der Fläche fallen keine Kosten an, aber wir zahlen für Wasser (wir bevorzugen zuerst Regenwasser, wenn möglich).  Wir bemühen uns um Förderung, Sponsoring und Sachspenden um einige Kosten zu decken. Für die Gemeinschaftsparzelle werden die Kosten den zukünftigen Pläne entsprechen und unter den Mitgärtnern aufgeteilt.

    • Wie ist die Resonanz bisher? Wie machen Sie auf das Projekt aufmerksam?

    Die Resonanz ist insgesamt positiv, aber dennoch etwas gemischt. Anfangs (und vielleicht immer noch) gab es ein wenig Verwirrung darüber, worum es bei dem Gemeinschaftsgarten eigentlich ging. Es gibt in der Nähe z.B. SoLaWi-Gruppen, Schrebergärten und so weiter, aber nicht allzu viele Gemeinschaftsgärten wie diesen (obwohl es werden immer mehr in der Region). Je mehr der Garten Gestalt annimmt, desto wächst das Interesse.

    Ältere Community-Mitglieder haben sich besonders gefreut, beteiligt zu sein, deren Wissen auszutauschen und die Möglichkeit zu haben, zusammenzukommen. Auch die 1. Klasse von der Grundschule möchte eine Blumenwiese pflanzen, die ihren Sachunterricht betrifft, und welche die in den nächsten Jahren beobachten können.

    Abgesehen von Flyern, Mundpropaganda und Instagram haben wir dieses Jahr nicht viel Werbung gemacht. Für das kommende Jahr werden wir mehr Werbung machen und einige kleine Veranstaltungen im Vorfeld der Gartensaison veranstalten. Wir werden weiterhin Networking-Veranstaltungen besuchen und Informationen an die lokale Zeitung und den Newsletter der Kirche senden.

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  • Tübingen: Wilde Linde

    (Antrag, Antworten)

    Wir werden in die Gartensaison 2022 am 15.03. mit einem Team von sieben Personen starten.
    Stattgefunden hat bereits ein Gespräch mit dem Direktor der benachbarten Grundschule, mit dem
    eine Kooperation abgesprochen wurde.
    Pflanzenbaulich möchten wir in 2022 zusätzlich zu unseren üblichen Tätigkeiten, die im Jahresbericht
    2021 beschrieben sind, Folgendes umsetzen:
     Anlegen eines kleinen Heilkräutergartens
     Anpflanzen weiterer Blühsträucher
     Daran arbeiten, dass unsere große Wiesen blühender wird
     Begrünung unseres Gerätewagens
     Weiteren Platz für einjährige blühende Pflanzen einrichten

    1. Was hat die Gruppe für Ideen, welche Maßnahmen sind geplant, damit die Gruppe wieder wächst. Viele Gärten sind ja in den „Corona-Jahren“ gewachsen, haben sich bei der Wilden Linde nicht mehr Leute für das Mitgärtnern interessiert? Gibt es Schilder am Garten, wie macht ihr darauf aufmerksam? Gibt es vielleicht mal wieder eine Infoveranstaltung oder Angebote im Garten für die Nachbarschaft?

    Neben der erwähnten Kooperation mit der benachbarten Grundschule haben wir ganz aktuell eine eigene Webseite in Vorbereitung, die als eine Art digitales schwarzes Brett mit Terminen, Vorhaben, etc. fungieren soll.

    Auf die Zahl der Mitmachenden in der Wilden Linde hatte Corona keinen bemerkbaren Einfluss. Der Unterschied zu anderen Gärten lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass Studierende teilweise während der digitalen Lehre gar nicht in Tübingen waren. Generell bleiben bisher nur wenige Leute über mehr als ein Jahr aktiv.

    Es gibt zwei Schilder am Garten. Von dort aus wird man in Zukunft auch zum „digitalen schwarzen Brett“ gelangen. Das Werkstadthaus veröffentlicht außerdem Termine im Newsletter und auf seiner Webseite. Von der Kooperation mit der benachbarten Grundschule versprechen wir uns ebenfalls eine erhöhte Sichtbarkeit (z.B. in der Elternschaft).

    1. Beteiligen sich die Gärtner*innen inzwischen an den Kosten für Saatgut und Pflanzen? Welche Möglichkeiten sehr ihr, dass der Garten unabhängiger von Fördergelder werden kann?

    In der letzten Saison gab es vereinzelt Sachspenden (z.B. Natur-Randsteine, Schrauben & Muttern, Kette mit Zahlenschloss, Schneckenkorn und Setzlinge). In Zukunft sollen freiwillige Geldspenden erleichtert werden (z.B. via Paypal).

    1. Gibt es Überlegungen dazu, dass mehr Kooperationspartner (z.B. aus dem Stadtteil) gewonnen werden können und der Garten auch von Gruppen genutzt wird?

    Ja, diese Überlegungen ergeben sich aus der Lage des Gartens: Er befindet sich in einem Erholungsgebiet an einem Fahrradweg zwischen Innenstadt und Freibad. Die nächsten Gebäude sind Schulen. Mit diesen planen wir uns zu vernetzen. In den letzten zwei Jahren wurden in der unmittelbaren Nachbarschaft des Gartens zudem ein Spielplatz, ein Skatepark, ein Pumptrack und weitere Trainingsanlagen (3-in-One Bewegungspark)  gebaut. Wir sehen darin erhöhtes Wachstums- und Vernetzungspotential für die Wilden Linde unter Interessierten verschiedenster Altersgruppen und erwarten hier Synergieeffekte.

    1. Gibt es derzeit Kooperationpartner und wie beteiligen diese sich an den Kosten?

    Die benachbarte Grundschule hat eine Beteiligung von ca. 10% der jährlichen Kosten mündlich zugesagt. Dies soll sie nun, neben anderen Absprechen, schriftlich fixieren. 

    1. Wer kümmert sich um den Heilgarten und wer nutzt diesen?

    Die Idee zum Heilgarten entstand dadurch, dass eine neue Person kam, die sich nur für Heilpflanzen interessierte. Um auch dieser Person ein Angebot zu machen, haben wir eine kleine Fläche mit Natursteinen, die dem Gemeinschaftsgarten gespendet wurden, umrandet und nun vor, dort Heilpflanzen anzubauen. Zur Nutzung bestände die Möglichkeit, die wirksamen Teile, z.B. Blätter, allen Gärtner*innen anzubieten, sowie deren Bekanntenkreis.


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  • Heilbronn: Garten startete online

    (Bericht)

    Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung von COVID 19 wurde im ersten Quartal 2021 die
    geplante zweite Veranstaltung in Kooperation mit dem Grünflächenamt und der Stabstelle
    Partizipation und Integration digital durchgeführt. Die Rahmenbedingungen sowie die Planung der
    Bereiche „Beetbewirtschaftung“ und „Organisation“ wurden den Teilnehmer*innen vorgestellt.
    Letzteres wurde in zwei Gruppen erarbeitet. Im zweiten Quartal fand das zweite Webinar zum Thema
    „Urban Gardening in Heilbronn“ statt. Hierzu waren verschiedene Akteure aus Heilbronn eingeladen,
    die mit Best-Practice-Beispielen den Teilnehmer*innen das Gärtnern in der Stadt schmackhafter
    machten. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme einer 84-jährigen Quartiersanwohnerin, die
    dank ihrer Nachbarin digitale Hürden überwand. Im dritten und vierten Quartal hat sich eine Gruppe
    von 20 gärtnerisch interessierten Anwohner*innen zusammengetan, um die Urban Gardening-Fläche
    ab 2022 in einen grünen Treffpunkt mit Gemüse, Kräutern und Beerenobst zu verwandeln.

    Im ersten Quartal 2022 fand zunächst coronabedingt  eine Online-Veranstaltung in Kooperation mit dem
    Grünflächenamt und der Stabstelle Partizipation und Integration statt. Bei dem Informationsaustausch
    sind die Gestaltungsidee für die erste Urban Gardening-Fläche vorgestellt und diskutiert worden sowie
    die nächsten Schritte für die Organisation und die Umsetzung des Projektes besprochen worden.
    Ergänzend erfolgte eine Ortsbegehung, um die Strukturierung der Gartenfläche abschließend
    festzulegen.

    20 Teilnehmer:innen aus dem Quartier Heilbronner Süden haben sich zu einem Kernteam gebildet,
    welches die Aufgaben untereinander geteilt hat. Im ersten Quartal haben sie sich im ARKUS Innenhof zum Bau von 3 Hochbeeten getroffen, welches sich als Gemeinschaftsaktion hervorragend geeignet hat. Die Hochbeete werden nach und nach von der
    Urban Gardening-Gruppe bepflanzt.

    Ein weiteres Highlight ist eine großzügige Spende der BUGA Freunde Heilbronn, die es ermöglicht, die
    geplante Gerätehütte zu realisieren. Des Weiteren wurde das Plattenfundament für die Gerätehütte sowie
    der angrenzende Hackschnitzelbelag, wo die Komposter und die Regentonnen aufgestellt werden, vom
    Grünflächenamt Heilbronn gestellt.  Die Gerätehütte wird in den kommenden Wochen durch die Urban
    Gardening-Gruppe aufgebaut. Das Kernteam kümmert sich hierzu um ein Schloss und Schlüssel, damit
    die Geräte und andere Dinge sicher aufbewahrt werden. Parallel werden die beiden Komposter gebaut.
    Seitens des Grünflächenamtes ist ein Standrohr mit Zapfhahn und Wasserzähler sowie ein
    Hydrantenschlüssel für den vor Ort vorhandenen Unterflurhydrant zur Verfügung gestellt worden.
    Standrohr und Hydrantenschlüssel bleiben Eigentum des Grünflächenamtes. Am Jahresende ist der
    Wasserverbrauch von der Urban Gardening-Gruppe zu dokumentieren.
    Zudem sind die ersten Bodenbeete im zweiten Quartal angelegt worden, die nun Stück für Stück bepflanzt
    werden. (mehr …)

  • Berlin: Diesterbeet am leerstehenden Gymnasium

    (Bericht)

    Der gemeinnützige Verein Brunnenviertel e.V. initiierte zusammen mit
    Anwohner:innen und unterstützt durch den Verein ps wedding e.V. auf dem
    Vorplatz des leerstehenden ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums einen
    Nachbarschaftsgarten – das Diesterbeet.  

    Das ehemalige Diesterweg-Gymnasium steht seit gut zehn Jahren leer.
    Verschiedene Nutzungs- und Zwischennutzungskonzepte aus der
    Zivilgesellschaft scheiterten bisher an behördlichen Hürden. Lange Zeit
    plante der Bezirk den Abriss des quartiersprägenden Gebäudes, das Ende
    2019 jedoch durch das Land unter Denkmalschutz gestellt wurde. Nach
    aktuellen Plänen des Bezirks soll das Gebäude künftig saniert und wieder als
    Schulstandort genutzt werden. Es stehen dafür jedoch in den nächsten
    Jahren keine Gelder zur Verfügung.

    Aufgrund des jahrelangen Leerstands sind Gebäude und Grundstück nach
    und nach verwahrlost. Insbesondere der Vorplatz der Schule, auf dem der
    Nachbarschaftsgarten entstehen soll, wird als „wilder“ Parkplatz genutzt –
    obwohl er in einer verkehrsberuhigten Straße liegt. Ein Ziel des
    Nachbarschaftsgartens ist in diesem Sinn auch, der Nutzung des Geländes
    durch Autos zu verhindern und den Vorplatz wieder den Fußgänger:innen
    zugänglich zu machen.  

    Da die Zukunft des Geländes noch immer ungeklärt ist, ist der Garten)
    mobil angelegt. Alle Beete sind auf Holzpaletten errichtet worden, so dass
    sie gegebenenfalls umsetzbar sind. Sollte das Gebäude wieder als
    Schulstandort genutzt werden – nach derzeitigem Stand ist damit nicht vor
    2030 zu rechnen – können die Beete dem geplanten zukünftigen
    Schulgarten zur Verfügung gestellt werden.

    Vorgehensweise
    Der Garten wurde von einer Gruppe von etwa zehn Personen initiiert. Um
    den Vorplatz zu füllen, so dass dort keine Autos mehr parken können, und
    um mit dem Garten sichtbar zu werden, soll das Diesterbeet aus etwa 20-
    25 Hochbeeten bestehen. Nicht alle Initiator:innen wollten jedoch auch
    Beete pflegen. Somit wurden noch weitere Mitgärtner:innen gesucht.  
    Dieses geschah im April / Anfang Mai 2021 mittels Flyern, Aushängen, über
    den E-Mail-Verteiler des Vereins sowie über Soziale Medien. Es meldeten
    sich einige Menschen, die die Patenschaft für ein Beet übernehmen
    möchten. […]  Es fand ein Bauworkshop zur Errichtung der selbst gefertigten Hochbeete mit
    Unterstützung des Vereins ps wedding e.V. statt. Für Verpflegung sorgte der
    Verein Restlos glücklich e.V.. Das Flohmarktsprojekt Weiterreich stellte
    einen Marktstand zur Verfügung. Die Beete wurden teils von ps wedding,
    teils von den bereits angemeldeten Gärtner:innen gebaut. Es war zudem
    möglich, sich direkt vor Ort anzumelden und mitzubauen. Von dieser
    Gelegenheit machten etwa weitere 10 Menschen Gebrauch. [Der Bauworkshop wurde fortgesetzt und nach Absprache wurden danach weitere Beete errichtet.] So entstanden insgesamt 18 neue Hochbeete mit jeweils eigenen
    Patenschaften. (mehr …)