Autor: admin

  • Berlin: Einsatz für den Prinzegarten

    Heute wird Antrag zum Prinzengarten in den Beteiligungsausschuss Berlin Mitte eingegeben und am Montag, 28.2. wird die Quartiersratsprechende des QM-Gebietes Soldiner Kiez, den Fall Prinzengarten im BVV Ausschuss Soziale Stadt vortragen. (mehr …)

  • Berlin: Himmelbeet – Umzug mit Hürden

    (Mail, Tel)

    Wir freuen uns auf die neue Fläche und das Kennenlernen der neuen Nachbarschaft. Ist ruhiger als der bisherige Standort. Die Fläche bietet viel Potenzial und wir sind gespannt wie sie angenommen wird.

    Leider gibt es immer noch einige Hürden an denen wir dran sind. Um einen Vertrag zu unterzeichnen, müssen wir eine Kaution vorlegen. Diese dient im Fall der Fälle einem möglichen Rückbau der Grünfläche, falls wir dies nicht leisten können. Die Höhe liegt aktuell bei 100.000 €. Hier sind wir gerade dran, diese noch zu reduzieren und eine Lösung über eine Versicherung, Bankbürgschaft und/oder private Direktkredite zu finden.
    Ein weiteres großes finanzielles Thema ist die Erschließung mit Wasser und Abwasser. Hier muss die entsprechende Infrastruktur noch verlegt werden. Die Kosten dafür liegen aktuell bei uns. In Summe rd. 50 Tsd Euro. Hier sind wir auch dran, Sponsoren zu finden bzw. Rücklagen zu nutzen.
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  • Frankfurt: GemüseheldInnen starten neues Projekt

    (Antrag, Antworten)

    die GemüseheldInnen Frankfurt starten ein großes neues Projekt! Wir gehen eine Kooperation mit der Gärtnerei Anja Rappelt ein und möchten zum ersten Mal professionellen Gemüseanbau mit Gemeinschaftsgarten verbinden. Dafür werden wir, Juli und Laura, in Vollzeit bei der Gärtnerei angestellt. Wir werden Gemüse für den Laden der Gärtnerei produzieren und gleichzeitig eine Community aufbauen, die sich von denselben Flächen selbst versorgt. So können die Mitglieder der Community die Prinzipien des Market Gardening und der Permakultur und deren praktische Anwendung erlernen. Wir werden insgesamt 2 Hektar bewirtschaften, die in mehrere Flächen aufgeteilt sind. Auf zwei Flächen sollen Kräuter wachsen, eine Fläche möchten wir mit essbaren Blüten und sogenannten „Mesclun“-Zutaten (bunte Salate aus jung geerntetem Gemüse) bestücken, in insgesamt 6 Tunneln sollen Sommerkulturen wie Tomaten und Paprika zu stehen kommen, und auf einer großen Fläche bauen wir einen Market Garden mit 88 Beeten auf. Wir wollen intensiv mit Mischkulturen experimentieren und viel in Bodenaufbau investieren, denn die Flächen sind durch jahrelangen konventionellen Anbau heruntergewirtschaftet.

    Die erste Aktion hat bereits stattgefunden, mit mehr als 25 Menschen! Sie haben gemeinsam die Kulturreste aus dem Vorjahr aus den Tunneln entfernt, einen Kompostplatz angelegt und Müll gesammelt. Bei strömendem Regen war die Stimmung wunderbar! Ab sofort finden jeden Sonntag Gemeinschaftsaktionen statt; aber auch unter der Woche ist es jederzeit möglich, mitzugärtnern.

    Antworten auf meine Fragen:
    1. Die Flächen/Beete werden nicht geteilt. Alle Gemeinschaftsgärtner bauen auf allen Flächen mit uns gemeinsam an, und zwar das Gemüse für den Laden gleichzeitig mit ihrem eigenen. D.h., wir machen eine Kulturplanung, in der wir die Mengen einplanen, die die Gärtnerei braucht, und dazu noch deutlich mehr, damit immer genug da ist für alle zum Selberernten. Jeder darf sich dann immer mitnehmen, was er/sie will, wenn er/sie gärtnert. Die Kulturplanung macht Ilka, die auch bei den GemüseheldInnen dafür zuständig ist, und da wir 30-40 Gemüsearten und noch viel mehr Sorten einplanen, ist sicher für jede*n alles dabei. Auch Grüne Soße und andere Kräuter bauen wir an. Da die Kulturplanung für so große Flächen extrem komplex und aufwändig ist, kann die Community dabei allerdings zumindest dieses Jahr nicht involviert sein (wir sind sehr spät dran für einen Start noch dieses Frühjahr). 

    Bei der ersten Aktion am Sonntag waren 30 Leute da, wir denken, dass das jeden Sonntag möglich wäre. Wie bei unseren anderen Gärten möchten wir eine feste Community bilden, die sich austauscht, vernetzt, und auf Wunsch auch unter der Woche jederzeit mitarbeiten kann. Für die Community wollen wir auch viele Bildungsveranstaltungen anbieten – und die Gärtner*innen können hier lernen, wie man auf sehr großen Flächen hochproduktiv anbauen kann, lernen Market Gardening und Permakultur. Auch wollen wir uns gerade jetzt am Anfang intensiv mit Bodenaufbau beschäftigen, haben schon 150 m3 Grünschnitt- und Rinderdungkompost bestellt und wollen auch mit Terra Preta/Pflanzenkohle arbeiten. 

    2. Tatsächlich sind die Häuschen und Toiletten, die wir bei euch beantragt haben, schon vormontiert und würden wahrscheinlich an einem Sonntag zusammengebaut werden. Daran können sicherlich 20-30 Leute teilnehmen, wenn wir alles gleichzeitig aufbauen. Bisher haben wir immer alles komplett selbst gebaut, das kann aber unser Toilettenplaner und -bauer diesmal nicht leisten, weil er gleichzeitig das gesamte Bewässerungssystem plant. Deshalb müssen wir auf die einfachere Variante zurückgreifen, denn schon bei der 1. Aktion war das Fehlen von Toiletten ein Problem… 

    3. Die Leerung der Klos würde das feste Team erledigen. In anderen Gärten haben wir Toilettendienste ;-). Den Urin würden wir verdünnen und damit die Gründüngung gießen, um Mulchmaterial zu generieren. Die Feststofftüten brauchen wir, weil wir die Fäzes erst einmal nicht kompostieren würden; das ist ja ein komplexes Thema für sich, mit dem wir uns schon seit langem beschäftigen, und auch in der Grünen Lunge bekommen wir es bisher nicht hin. Jemand muss sich des Themas annehmen und es dann auch umsetzen, und diesen jemand haben wir noch nicht gefunden ;-).


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  • Marburg: Gärten bekommen mehr Anerkennung

    (Mail)

    Bei uns im beschaulichen Marburg… lösen sich Verhärtungen in der SPD-Spitze, es wird grüner in Umwelt und Sozialem… aber das ist ganz frisch, mal schauen was tatsächlich bleibt. Die Gärten sind nach wie vor wuselig und die Familien stehen „dynamisch“ gut und kritisch zueinander.

    Das Projekt wird nach wie vor von der Kommune als wertvoll erachtet (auch wenn Gewäcchshäuser zu Datschen werden und dann wieder abgebaut werden müssen (mehr …)

  • Leipzig: GG Wirrwuchs baut Outdoorküche und Lehmofen

    (Antrag, Antworten)

    Im Mitmachgarten »Wirrwuchs« soll im Kalenderjahr 2022 eine Außenküche mit Lehmofen gebaut werden.
    Nach dem Bau sollen zusammen mit der Zielgruppe in wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen selbst
    angebaute und geerntete Lebensmittel verarbeitet, zubereitet und gemeinsam verspeist werden. Derzeit gibt
    es im Mitmachgarten noch keine Möglichkeiten, Nahrungsmittel adäquat zu verarbeiten und zuzubereiten.
    Aus   vergangenen  Veranstaltungen   unseres  Trägervereins   Querbeet   Leipzig   e.V.   (Projekt:   »Salz   in   die
    Suppe«, (2015-2017) wissen wir um die verbindende Kraft des gemeinsames Kochens und Essens. Der Bau
    der Draußenküche mit Lehmofen stellt einen wichtigen Teil der Zukunftsplanung des Projektes dar. Mit der
    gemeinsamen Verarbeitung der Ernte aus dem Garten wird anschaulich der Kreislauf vom Samenkorn bis
    zum   fertigen   Gericht   geschlossen.   Durch   die   regelmäßigen   Kochtreffen   soll   den   Teilnehmer:innen
    niedrigschwellig, anschaulich und partizipativ der essentielle Wert von ökologischem und nachhaltigem
    Umgang mit natürlichen Ressourcen vermittelt werden. Das jeweils stattfindende abschließende Essen stellt
    einen passenden Rahmen dar, um die vielfältigen vorangegangenen Prozesse gemeinsam zu reflektieren und
    mit allen Sinnen deren komplexe Wechselwirkungen zu erfahren. Das Vorhaben ist eingebettet in das Projekt
    »Aus der Erde auf den Teller – interkulturell Gärtnern im Plattenbaugebiet«, welches im Rahmen der
    Richtlinie Integrative Maßnahme Teil 1 durch die Sächsische Aufbaubank vor allem mit Personalkosten
    gefördert werden soll. Alle Angebote des Mitmachgartens sind aufgrund der existenziellen Notlagen, in
    denen sich viele Anwohner:inne befinden, kostenlos. Um Spenden wird gebeten.

    Projektmaßnahmen (Umsetzung)
    1) Gartenplanung: Gemüseanbau
    Die   Zielgruppe   wird   in   die   Planung   des   Gemüseanbaus   einbezogen   und   soll   aktiv   an   der
    Jungpflanzenvorzucht  durch  Vorzuchtpflege  in  der  eigenen  Wohnung  und  Pflege  der  Jungpflanzen  im
    Mitmachgarten beteiligt werden.
    2) Draußenküche, Lehmofen und regelmäßiges Zubereiten der Speisen
    Als partizipatives Bauprojekt planen wir die Realisierung einer Draußenküche mit Lehmofen. Der Bau der
    Draußenküche   erfolgt   gemeinsam   mit   der   Zielgruppe   zu   den   regulären   Öffnungszeiten.   Der   Bau   des
    Lehmofens soll in drei angeleiteten Workshops erfolgen. Diese sollen an drei Samstagen im April/Mai
    erfolgen. Der erste Teil befasst sich mit der Materialkunde und Vorbereitung für den Bau. Im zweiten Teil
    wird zusammen mit den Teilnehmer:innen der Lehmofen gebaut. Der dritte Teil befasst sich mit der richtigen
    Nutzung und Pflege des Ofens sowie einer ersten Backaktion. Die Workshops werden stadtweit digital und
    mit Plakaten veröffentlicht sowie im Netz der Leipziger Gemeinschaftsgärten geteilt. Das Angebot ist offen
    für Menschen aus anderen Stadtteilen. Damit wird die soziale Durchmischung verstärkt und der Stadtteil
    Paunsdorf in das Bewusstsein von Menschen aus anderen Quartieren gerufen.
    1Mitmachgarten »Wirrwuchs« – Querbeet Leipzig e.V.
    3) Soziokulturelle Veranstaltungen
    Der Mitmachgarten ist Begegnungsort für viele verschiedene Menschen aus dem Stadtteil. Dafür setzen wir
    in Kooperation mit den Akteur:innen und Bildungseinrichtungen gemeinsame Veranstaltungen um. Durch
    den Bau und die regelmäßige Nutzung der Draußenküche und des Lehmofens bieten sich weitere wichtige
    Möglichkeiten,   um   die   Facette   soziokultureller   Veranstaltungen   um   einen   zentralen   Aspekt   des
    Mitmachgartens zu bereichern.

    Projektort
    Der Mitmachgarten »Wirrwuchs« liegt im Leipziger Stadtteil Paunsdorf, inmitten eines Plattenbaugebiets,
    zwischen Grund- und Oberschule, Ärzt:innenhaus, Altenpflegeheim, Kleingartensiedlung und Jugendclub.
    Durch   gemeinsame   gärtnerische   und   soziokulturelle   Angebote   trägt   der   Mitmachgarten   zu
    Chancengerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft,
    Geschlecht, Sprachkenntnissen und Einkommen bei. Gemeinsam mit den Anwohner:innen mit und ohne
    Migrationsbiografie hat sich hier ein interkultureller und nachhaltiger Begegnungsraum etabliert. Das Projekt
    verbindet die verschiedenen Kulturen, die im Plattenbaugebiet häufig anonym, machmal auch konfrontativ
    nebeneinander leben in einem nachhaltigen und gestalterischen Kontext im Wohnumfeld miteinander. Hier
    haben   alle   Menschen   den   gleichen   Zugang   und   können   dadurch   ihre   Teilhabemöglichkeiten   und
    Selbstwirksamkeit erfahren und umsetzen. Das Stadtgebiet Paunsdorf wurde 2018 als Schwerpunktgebiet der
    Stadt Leipzig  eingestuft. Noch immer gibt es in den dazu zählenden Plattenbauvierteln kaum kostenfreie
    Angebote, bei denen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und sozialen Schichten gemeinsam aktiv sein
    können oder zur Mitgestaltung ermutigt werden. Nach vielen Jahren der stadtpolitischen Vernachlässigung
    weist das Quartier weiterhin unzureichende Strukturen bei der Integration und Inklusion von Migrant:innen
    auf.   Die   Pandemie   hat   die   Chancenungerechtigkeit   und   fehlenden   Teilhabemöglichkeiten   für   die
    Anwohner:innen noch verstärkt.

    Wir sind aktuell im Team 2,5 Menschen, hinzu kommen ca. 10-15 Anwohner:innen, die aktuell regelmäßig da sind und gärtnern. Dann gibt es noch unregelmäßige Interessierte und jede Menge Kinder zwischen 5 und 14 Jahren, die teilweise immer da sind, wenn jemand von uns im Garten ist. Hinzu kommt unsere Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas sowie dem Jugendclub (der hoffentlich bald wieder personell gut aufgestellt ist). Es wird eine GTA mit der Oberschule geben und für die Kita und Grundschule gibt es regelmäßig thematische Projekttage. Der Mitmachgarten wird im Stadtteil sehr gut angenommen, es braucht allerdings Zeit, viel Kontakt und Sicherheit, damit die Menschen vertrauen finden. Und durch die Pandemie konnten wir nur im Rahmen der Lockerungen öffenen. Die Menschen in Paunsdorf sind Teilhabe und Mitgestaltung nicht gewöhnt und müssen Vertrauen finden, auch weil Projekte in den letzten Jahren oftmals nicht verstetigt werden konnten.

    Die Fläche ist Eigentum vom Amt für Schule. Wir haben einen Pachtvertrag, der läuft unbefristet. Die Fläche hat 1340 qm. Die Zusammenarbeit mit dem Amt ist gut. Ich habe den Eindruck, die sind froh, dass sie sich nicht um die Fläche kümmern müssen.

    Ingesamt haben wir aktuell 9 fertige Gemüsebeete, die alle gemeinschaftlich bewirtschaftet und beerntet werden. Hinzu kommt ein Staudenbeet und eine Kräuterspirale. Sowie ein großer  Streifen mit 9 Spindelbäumen und zwei Beete mit Beerensträucher und zwei in bepflanzte Berms. Wir planen in diesem Jahr 5 neue Beete anzulegen. Davon sind 3 Hochbeete, die im Ferienprogramm in den Osterferien gebaut werden. Wir planen für dieses Jahr drei Öffnungszeiten am Nachmittag Mo, Di und Do. Am Mittwoch werden wir eine Vormittagszeit anbieten, weil die älteren Menschen auch mal gern mit uns unter sich wären. Das ist manchmal schwierig, wenn am Nachmittag Kinder da sind. Hinzukommen verschiedene Veranstaltung auch am Wochenende. Das Gartentor ist jetzt mit dem Codeschloss versehen, sodass die Menschen, die länger aktiv sind, von uns den Zugang bekommen und auch außerhalb der Öffnungszeiten gärtnern können.

    Infrastruktur: Gartenlaube und zwei Schuppen, barrierearme Komposttoilette, und seit letztem Jahr eine offene Mitmachgartenwerkstatt mit barrierearmen Zugang, die wir im Rahmen einer Förderung partizipativ mit einem Designer:innen-Kollektiv bauten, außerdem haben wir einen Trinkwasseranschluss seit letztem Jahr.

    Die Zielgruppe im Antrag sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die in Paunsdorf leben. Durch die gemeinsamen Aktivitäten sollen die Menschen einander kennenlernen können. Ein Teil der Zielgruppe (Migrantinnen und deutsche Menschen ist schon im Garten. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Migration/Integration erreichen wir Migrant:innen für das Projekt.

    Die Förderung läuft bis Jahresende. Wir werden im Juli ein Dreijahresprojekt bei der SAB einreichen. Zudem habe ich gerade die Anerkennung als Träger der Jugendhilfe beantragt, damit wir zukünftig auch Anträge beim Jugendamt stellen können. Außerdem gibt es die Förderung durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer. Das fördert PK und da haben wir aktuell eine Bewilligung für eine zusätzlich kleine Stelle. Leider ist dieses Amt nicht sehr kooperativ. Aber wir sind da auch im Netzwerk dran, dass das Verständnis für die Bedeutung und Rolle der Gemeinschaftgärten in diesem Amt klarer wird. Das ist nämlich leider nicht so. Und ich habe guten Kontakt zum Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung in Bezug auf die Zielstellung des Integrierten Handlungskonzeptes. Die wissen, dass unser Projekt verstetigt werden muss. Ein mögliche Förderung über Aktion Mensch steht auch schon auf meiner To-Do-Liste.

    Natürlich ist es unser Anliegen, den Garten irgendwann in die Hand der Anwohner:innen zu geben und wir aktuell anleitend und impulsgebend agieren, damit die Anwohner:innen lernen, wie die das Projekt selbtbestimmt weiterführen können. Aber in Anbetracht der aktuellen Lebenssituationen vieler Menschen vor Ort, ist das noch ein langer weg.

    Die anleitende Person für den Lehmofenbau suchen wir über unser Netzwerk, sobald die SAB abschließend bewilligt hat und ich genaue Zahlen habe. Die Küche wird mit Ehrenamtlichen gebaut. Die Koordination und Planung übernehme ich.


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  • Weil am Rhein: Gemeinschaftsgarten Friedlingen bekommt mehr Fläche

    (Antrag, Antworten)

    Gemeinsam pflanzen, gärtnen und die verschiedene Beet und Angebote organisieren.
    der Gemeinschaftsgarten wurde im Juli 2021 gegründet und hat heute 11 Mitmacher (6 Erwachsene und
    5 Kinder). Es ist organische gewaschen und jetzt ensteht den Wunsch, den Gemeinschaftsgarten zu
    organisieren. Ausserdem wurde bis jetzt mit eingene Geräte und Geld vorangegangen, daher wird es in
    diesem Jahr sinnvoll mehr Material anzuschaffen und die Beet-Fläche zu erweitern.

    • Wem gehört die Fläche, wie groß ist diese und gibt es einen Vertrag für die Nutzung? Ist dieser Vertrag befristet oder haben Sie eine unbefristete Nutzungsmöglichkeit?

    Die Fläche gehört der Stadt. Es ist im Rheinpark und die zwei Beete wurden für Urban Gardening in der Sanierung des Rheinparks eingeplant. Es gibt kein Vertrag. Muss es sein?

    • Wie viele Beete gibt es und was an weiterer Infrastruktur ist im Garten schon vorhanden?

    2 Beete. Nichts Weitere ist vorhanden.

    • Wie ist der Garten organisiert? Macht die Gruppe alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete?

    Die Gruppe besteht von 7 Menschen + Kinder. Alles wird gemeinschaftlich gemacht. Sehr organisiert war es bis jetzt nicht. Das habe ich bewusst so gelassen, dass es sich organisch entwickelt. Jetzt ist eine gute Zeit, um es ein bisschen mehr zu organisieren. Dafür treffen wir uns diese Woche, um gemeinsam zu entscheiden, was und wo wir pflanzen nach der Winter-Pause.

    • Wie kann man mitmachen, wie erfährt man von dem Projekt? Wie laufen Kommunikation und wie werden Entscheidungen getroffen? Wie ist die Gruppe organisiert?

    Es gibt ein Schild auf jede Beete, der erklärt, was es ist und dass jeder mitmachen kann und dass der Treffpunkt am Mittwoch um 16 Uhr ist. Infos schicke ich auch regelmäßig an der Zeitung und an allen Akteuren im Stadtteil, die die Info auch weiterleiten. Auch im Schaukasten hängen Infos über Urban Gardening. Bis her sind 80% den Teilnehmern dazu gekommen, weil die mit den Kindern am Spielplatz waren und den Schild gesehen haben. Entscheidungen werden im offenen Austausch mit den 7 Leute genommen. Manchmal über die WhatsApp-Gruppe, wenn es leichte Entscheidungen sind.

    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen da jederzeit Zugang zu?

    Bis jetzt werden die Schaufel und ein paar andere Geräte beim Minigolf neben die 2 Beet unterbracht. Wir könnten in der Zukunft auch ein Häuschen benutzen, der gerade saniert wird und nicht weit steht. Und es gibt auch die Möglichkeit, dass die Stadt einen kleinen Abstellraum aufbaut.

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten (u.a. an den Kosten für Saatgut?)

    Bis jetzt haben die Gärtner*innen alles selber gekauft oder von zu Hause mitgebracht: Saatgut, Erde, Schaufel, usw.

    • Was passiert mit der Ernte?

    Ein Teil wird von den Teilnehmern nach Hause genommen und verzehrt. Ein Teil wurde leider gestohlen… Aber am meisten haben wir daraus ein Erntefest gemacht: Mit den Kindern geerntet, eine Suppe gekocht und im Park verteilt. Fotos anbei. Das wollen wir öfters machen. Ein anderer Teil kann auch im neuen Food-Sharing Verteiler gestellt werden.

    • Haben Sie beim Grünflächenamt nach der Möglichkeit gefragt, guten Kompost zu bekommen?

    Nein aber gute Idee, werde ich machen.

    • Sie schreiben, dass ab März eine zweite Fläche geplant werden soll, bitte skizzieren Sie die Pläne dazu noch ein wenig mehr. Ist das eine Fläche, die dann woanders sein wird, wird es also zwei Gärten geben?

    Ja die Fläche wird ein paar Straßen weiter sein auf dem Grundstück des Mehrgenerationshaus, wo der Stadtteilverein Sitz hat. Es ist gerade neben der Grundschule und hat ein offener Garten, so dass wir im Park jeder vorbeiläuft und mitmachen kann.

    Dazu wollen wir aber auch noch 3 andere Flächen anfangen aber das ist noch nicht geklärt. Die Idee ist, dass es verteilt im Stadtteil kleine oder größere Fläche gibt, wo jeder mitmachen kann und sich was holen kann.

    Die neue Fläche ist 300m von der alten entfernt. Noch ist unklar, wie groß diese sein wird.


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  • Tegernsee: SPD will urban gardening Projekt initiieren

    Ich bin Vorstand der SPD in Tegernsee und möchte gerne ein Urban Gardening Projekt in Tegernsee initiieren.

    -> sie suchen Projekte vorstellt und wollen Möglichkeiten in Tegernsee aufgezeigt bekommen

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  • München: GG Holde Hochbeett wird nicht weiter verfolgt

    Letztes Jahr von Mitgliedern (Grüne) des Bezirksausschuss angeschoben

    Wir sind jetzt leider nicht mehr dran. Nachdem das letzte Jahr etwas Randaliert wurde und wir aber auch generell–weil sich halt am Setup nichts ändern wird (Wasserzugang etc.)–etwas die Lust verloren haben (mehr …)

  • München: im Westend entsteht ein weitere Gemeinschaftsgarten

    SZ,

    Die Schwanthalerhöhe gehört zu den dicht besiedelten Gebieten der Stadt – eigenes Grün vor der Haustür ist dort die Ausnahme. Auch deshalb wird im März auf Initiative des Bezirksausschusses auf der Brache gegenüber der Ganghoferstraße 70 ein Gemeinschaftsgarten angelegt. In Kooperation mit dem Verein Green City sind die Anwohner geladen, eigene Beete zu bestellen, Gemüse und Kräuter anzubauen. Interessierte können sich für die Saison 2022 bis 1. März anmelden.

    GC Site: „Als Zwischennutzung entsteht ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten, der es Anwohner*innen ermöglicht, gemeinschaftlich zu gärtnern und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Der Gemeinschaftsgarten lädt Menschen jeden Alters dazu ein, mit der Anzucht und Pflege von Gemüse und Kräutern in Kontakt zu kommen und eigene regionale und biologische Ernte zu erleben.“
    Beete werden ausgelost, man zahlt mindestens 50 Euro und hat das Beet dann für eine Saison

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  • München: auf dem Allacher Oertelplatz ist urban gardening geplant

    (SZ)
    Auf dem Allacher Oertelplatz wünschen sich Anwohner mehr Grün und Aufenthaltsqualität. Eine Urban-Gardening-Initiative soll jetzt Abhilfe schaffen, der Bezirksausschuss steht hinter dem Projekt.

    Der Oertelplatz ist, so sieht es zumindest Diana Brand, eine „Betonwüste“. Zwar hat das Baureferat Allachs Marktplatz und Stadtteilzentrum inzwischen mit zwölf Platanen bepflanzt, die in einigen Jahren ein Schatten spendendes Dach über der Fläche bieten sollen. Zum Verweilen lade der vollkommen versiegelte Platz deshalb aber noch nicht ein, dafür fehle die „Wohlfühlatmosphäre“, findet die Vorstandssprecherin der Grünen im Ortsverband Allach-Untermenzing. Sie hat deshalb jetzt die Initiative ergriffen und eine Idee zum Urban Gardening entwickelt. Langfristig vorstellen könnte sie sich gemeinschaftliches Garteln an vielen Orten im Stadtbezirk, am Josef-Schnetz-Platz etwa, im Diamalt-Park, in der Gerberau oder auch an Bushaltestellen oder auf begrünten Dächern. Doch das sind Zukunftsvisionen.

    Für den Oertelplatz hingegen gibt es schon konkrete Planungen: 20 Beetkübel wünscht sich Brand zur Verschönerung des Platzes, sie hat dafür bereits ein Angebot des Start-Ups Beetzauber eingeholt. Auch ein ganzes Netz an Leuten, die sich engagieren wollen, hat die Allacherin schon aufgebaut. Diese Menschen würden die Pflege der Hochbeete übernehmen. Ursula Schleibner, die mit der Kinder- und Jugendgruppe „Würmranger“ regelmäßig die Natur erkundet und pflegt, wäre ebenfalls an einer Kooperation interessiert.

    Vorstellen könnte sich Brand außerdem Schulen oder Kitas als Paten für einzelne Pflanztröge – im Rahmen von Bildungsprojekten. Bezahlt werden soll das Projekt aus dem Budget des Bezirksausschusses, die Lokalpolitiker „begrüßen“ die Idee ausdrücklich. Es fehle aber noch ein detailliertes Konzept, insbesondere die Sondernutzung und der Zugang zu Wasser seien zu klären. Auch auf die Anzahl der Beetkübel, die sie finanzieren sollen, wollen sich die Bürgervertreter noch nicht festlegen.

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  • München: Zukunft von Querbeeten ist ungewiss

    (Mail)

    Wegen Corona, habe ich den Anschluss zu den Studierenden verloren und muss wieder von vorne anfangen. Leider kann ich nicht einschätzen, ob sich neue Studierende finden lässt, die sich für Querbeeten begeiestern lassen. Wenn es schlecht läuft, löst sich Querbeeten auf. Das nächste Semester geht erst Mitte März bei uns los, ab da kann ich wieder mit der aktiven Gartenarbeit anfangen und vielleicht entwickelt sich eine ganz neue Gruppe.

    Das ist der GG an der katholischen FH in München (Haidhausen) (mehr …)

  • Berlin-Neukölln: GG Datsche gibt es nicht mehr

    Datsche war ein GG auf dem Gelände eines Kleingartenvereins. Die gemeinschaftlich bewirtschaftet Parzelle wurde von einer der Aktiven privat gepachtet.

    „ich bin aus Berlin weggezogen und ohne Meldeadresse konnte ich den Vertrag nicht länger halten. Die anderen hätten gerne weiter gemacht, aber der Vorstand des Kleingartenvereins hat mir mitgeteilt, dass er die Vergabe streng nach Warteliste vornimmt. „
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  • Frankfurt/Main: Gemüseheldinnen professionalisieren sich weiter

    Tatsächlich machen wir gerade einen riesigen Sprung mit unserem Projekt, denn wir steigen in eine Gärtnerei mit ein und starten das Pionierprojekt „professioneller Gemüseanbau in Verbindung mit Gemeinschaftsgärten“. Laura und ich werden Vollzeit dort angestellt, um alles zu koordinieren.

    Die GemüseheldInnen Frankfurt bewirtschaften gemeinschaftlich insgesamt 19 Gärten und eine Gärtnerei mit über 250 aktiven Gärtner*innen. 16 Gärten befinden sich in der Grünen Lunge am Günthersburgpark, einem ehemals von Bebauung bedrohten riesigen Gartengebiet mitten in der Stadt. Außerdem gibt es vier sogenannte PermaKulturInseln verteilt über die Stadt – essbare Inseln, die von Stadtbürger*innen beackert werden. Eine befindet sich in einem Kleingartengebiet, eine auf dem Campus der Goethe-Uni, eine in Frankfurt-Sachsenhausen, die vierte ist eine Kooperation mit einer Gärtnerei. (mehr …)

  • Berlin Marzahn – Garten am Stadtwerk MRZN nur bis September 2022

    (Mail)

    das Projekt wurde noch einmal verlängert, allerdings nur bis September diesen Jahres. Danach sind definitiv alle Mitarbeiter*innen [Grüne Liga z.B.] woanders tätig. Für den Garten gibt es kein weiteres Nutzungskonzept. (mehr …)

  • Berlin: Himmelbeet hat neue Fläche sicher

    (Mail)

    Es gibt eine neue Fläche, siehe Link zu unserem Flächenblog hier:

    https://himmelbeet.de/blogs/flaechenblog/beitrag/die-gespr%C3%A4che-laufen

    Der Eintrag ist nicht ganz aktuell. Die dort genannte Fläche wird der neue Standort. 

    Ist alles ganz schön kräftezerrend, wir sind allerdings guter Dinge.


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  • Meuchefitz: Gemeinschaftsgarten im Wendland entsteht

    (Antrag, Fragen)

    Antrag

    „Auf     dem   Gelände   des   Kommunikationszentrum Meuchefitz   befindet   sich   auch   ein   verwildertes Gartenareal, dieses soll im kommenden Frühjahr wieder nutzbar gemacht   und   zum Gemeinschaftsgarten gemacht werden Die   Örtlichkeiten   des   KOZ   werden   von   verschiedenen   initiativen   bespielt.   Das Gartenprojekt  wird vor allem vom Netzwerk „ Freier Fluss „ initiiert.

    Der Freie Fluss ist ein ( für alle zugänglicher) Zusammenschluss von  Menschen aus der Region,   die   (ehrenamtlich)   das   Ideal   des   tauschlogikfreien,   bedarfsorientierten Wirtschaftens   verfolgen.  Das   kann   z.B.   den  Anbau   von  Gemüse   bedeuten   das   nicht verkauft und auch nicht gegen andere  Dinge eingetauscht wird sondern je nach Bedarf an all jene die vorher Bedarf angemeldet haben verteilt wird. Das Ideal ist es ein stabiles Netz aufzubauen das die Bedarfe der einzelnen sichert ohne dass dabei aufgerechnet oder verglichen wird. Dabei geht es um mehr als um die Versorgung mit Gemüse oder anderen materiellen Güter( wie Brot Tofu Apfelsaft,die bislang produziert werden) sondern vielmehr um eingesellschaftspolitisches Experiment.

    Die Gartengruppe des FF versteht sich als  Patin des Projekts und somit in Kooperation mit dem KOZ zuständig dafür den Überblick über das Projekt zu behalten. Neben der Nutzung für den Gemüseanbau im FF ist ein wesentlicher Aspekt der der Begegnung.   Der   Gasthof   Meuchefitz   ist   seit   jeher     ein   Begegnungsort   .   Begegnung zwischen Menschen die sonst wenig miteinander zu tun haben. Alteingesessenen Dörflern jungen   Aktivist*innen   ,Menschen   die   im   Landkreis   gelandet   sind   da   sie   aus   ihren Herkunftsland fliehen  mussten, Bewohner*innen des Projekt…
    Durch die Corona Pandemie ist auch hier jedoch eine spürbare Lücke entstanden,alle ziehen sich stärker in ihre Enklaven zurück und es fehlt ein Begegnungsort Mit der Wiederbelebung des Gartens möchten wir einen solchen Corona kompatiblen neuen Begegnungsort schaffen
    Offensiv möchten wir alte Dorfbewohner*innen  einladen ihr Wissen weiterzugeben oder auch nur zum Klönschnack  bei einem einmal alle drei Monate geplanten offenen Garten Tag mit Lagerfeuer und Verkostung vorbei zuschauen, Des weiteren wird eine Kooperation mit der Grundschule im Nachbarort angestrebt. Eine Kooperation findet auch mit der Gruppe solidarische Provinz statt die geflüchtete
    Menschen im Landkreis unterstützt.
     
    Was ist geplant? Wann ist es geplant?
    Den Auftakt für die Wiederbelebung des Gartenareals solle ein Garten Aktionswoche In der ersten März Woche darstellen Diese Aktionswoche wird maßgeblich von der Garten Gruppe   des   FF   initiiert   und     betreut,   ist   aber   für     alle offen. Die Woche soll genutzt werden den Garten gemeinsam zu planen wobei die Wünsche der verschiedenen Gruppen einfliessen sollen. Ein  Teil soll der Anbau des FF Gemüse sein.
    Darüber hinaus ist jedoch noch viel Platz. Eine Gruppe die den Orten für den Anbau von Heilkräutern sucht hat bereits Interesse
    angemeldet und ist in Kontakt mit einer alten Dame aus dem Dorf die mit ihrem Wissen unterstützen möchte.
    Die Grundschule Küsten hat  ebenfalls Interesse bekundet an der Gestaltung teilzuhaben Mittelfristig sind regelmässig stattfindende  workshoptage/Wochenenden geplant Bereits fix ist  der Bau eines Geodomes für den Tomatenabau, das direkt im Anchluss an
    die Auftaktwoche stattfinden soll. Dieses Projekt wurde von einer Initative von FLINTA Personen angeregt die den Bau  und die Planung  des Bauprojektes als Flinta  Baustelle umsetzen wollen.  Das fertige Tomaten Haus  und die hoffentlich üppig darin wachsenden Früchten werden
    für alle nutzbar sein weitere Aktionswochenendsthemen sind angedacht:
    Ein Anwohner aus dem Dorfumfeld hat bereits agekündigt einen Workshop im   Nutzen und   Warten   von   Sensen,   sowie   regelmässig   offene   Dengel  und   Schärf   anleitung anzubieten zu wollen.Angedacht sind desweitern ein Kompostworkshop,
    ein Weidenzaunbau Wochenende sowie ein Heilfplanzen workshop Die Beschaffung der Materialien  soll  möglichst  kostengünstig stattfinden.
    Für den Jungpflanzenberdarf haben bereits verschiedene SoLaWis der Region  zugesagt Pflanzen zu spenden und auch Baumaterialien werden wir möglichst gebraucht besorgen. Dennoch   werden   einige   Kosten   anfallen.   Für   diese   wären   wir   froh   ihre     finanzielle
    Unterstützung zu bekommen.“

    Antworten auf meine Fragen

    Wie groß ist die Fläche und wem gehört diese Die Fläche gehört zum Kommunikationszentrum Meuchefitz,Grösse:ca 500m2
    Was soll neben Beeten und dem Geodome noch an Infrastruktur auf der Fläche entstehen? Es gibt einen kleinen Geräteschuppen der wieder fit gemacht werden soll. es kann eine feuerstelle angelegt werden, oder bänke aufgestellt das liegt in den Wünschen der Gärtner*innen. Auch eine Komposttoilette die reaktiviert werden kann ist vorhanden

    Woher kommt das Wasser? Es kann im Wassserwagen beim Kommunikationszentrum geholt werdenWo werden die Gartengerätentergebracht und wie haben die (potentiellen) Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu? Es solle ein Geräteschuppen entstehen / ausgebaut werden der jederzeit zugänglich ist

    Ist das Gelände jederzeit offen?ja

    Wie viele Menschen wohnen in dem Dorf? 54

    Wo sind die Geflüchteten untergebracht, wie weit ist das von der Gartenfläche weg und wie würden die Menschen zum Garten kommen? Die Geflüchteten Menschen sind hier im Landkreis glücklicherweise nicht mehr alle zentral untergebracht .Die Meisten wohnen jedoch in Lüchow. Von dort ist  Meuchefitz gut mit dem Fahrrad zu erreichen( ca 7km)

    Wie viele Gärtner*innen sind in der Gartengruppe des FF und wo gärtnern diese derzeit? In der letzten Saison gab es ein Privatgrundstück  einige Dörfer weiter das kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. DIeses ist  dieses Saison nur noch bedingt nutzbar. Kern der Gartengruppe sind 5 Menschen.

    Sie schreiben, dass es alle drei Monate einen „offenen Gartentag“ geben soll, wie und wann kann man sonst mit gärtnern? der offenen Gartentag ist offen für Leute die einmal reinschnupeprn möchten Ansonsten sollen Gruppen entstehen die bestimmte Projekte betreuen. zb. die Heilplflanzengruppe die kKräuterspirale, etc. auch diese Gruppen sind offen für alle sie treffen sich aber zu festen Teerminen und besprechen sich zu ihren vorhaben

    Auf der Homepage habe ich noch keine Information zu dem geplanten Gemeinschaftsgarten gefunden, gibt es ein Schild? Wie machen Sie den Gemeinschaftsgarten bekannt?Wie wird die Auftaktwoche beworben? Wir können die Initiative gerne mit auf die homepage setzen.

    Generell läuft die Kommunikation hier auf dem Land meist aber anders. Wir haben das Projekt am Schwarzen Brett des Dorfes, sowie dem des Gasthof Meuchefitz bekannt gemacht und vor allem aber  im  “ Gespräch über den Gartenzaun“ davon erzählt. Daraus ist  bei einigen  Interesse entstanden.

    Im Netzwerk Freier Fluss wurde die Initiative bereits über den mailverteiler kommuniziert. Mit der Grundschule sind wir im direkten Gespräch ebenso mit der Geuppe solidarische Provinz. Auch in einem Jugendtreff der Gegend werden wir einen Aushang  machen.

    Die Gruppe ist aus der Freie Fluss Gartengruppe herraus entstanden. es sind weitere Personen dazu gestossen , teilweise aus dem Netzwerk Emanzipatorische Landwirtschaft


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  • Frankfurt/Main: Frankfurter Garten/Bienen-Baum-Gut und Stadtverwaltung versuchen Kompromisse zu finden

    (Tel)

    Die neue Ansprechpartnerin für die Gemeinschaftsgärten in Frakfurt/Main ist im Kontakt mit Bienen-Baum-Gut e.V., die auch Träger Frankfurter Gartens. Der erste Träger des Gartens ist insolvent gegangen. Bienen-Baum-Gut haben ihren Schwerpunkt auf einen Bienenlehr/Baumwipfelpfad und haben in der Container-Werkstatt auch Bienenbeuten zum Verkauf hergestellt. Es fanden diverse Veranstaltungen statt und auf dem bisherigen Gelände standen neben der Bühne vier Container. Die Fläche wird nun bebaut. Die Stadtverwaltung hat der Gruppe eine Alternativfläche angeboten, die wesentlich kleiner ist. Da haben sie nur noch 1/4 der bisherigen Fläche. Im Bebauungsplan ist die Fläche als Kleingartenfläche verankert und sie hätten in etwa soviel Platz wie zwei Parzellen. Sie dürfen zwei Hütten aufbauen. Drumherum ist Wohnbebauung, so sind Veranstaltungen eher schwierig. Viele der Wünsche der Gruppe können dort nicht realisiert werden, doch die Stadtverwaltung prüft alles.
    Frau Heidelbach vom Grünflächenamt geht davon aus, dass die Gruppe die Fläche aber nehmen wird, da es keine Alternative gibt und sie weitermachen wollen. Auf der neuen Fläche können sie noch nicht loslegen, da muss noch einiges gemacht werden. So sind sie auch noch nicht vom Danziger Platz weggezogen. (mehr …)

  • Pödelwitz: Fläche für Gemeinschaftsgarten noch nicht gesichert

    (Mail)

    Für den Projektgarten läuft der Pachtvertrag 2024 aus. Wir sind jedoch in gutem Kontakt zur Kirchgemeinde und optimistisch, dass der Garten als

    Gemeinschafts- und Begegnungsort erhalten bleiben kann und arbeiten gerade an einer alternativen Fläche für die Wohnnutzung (Bauwägen). Dies würde auf der Fläche auch mehr Platz für die weitere Gestaltung des Waldgartens ermöglichen. Wir legen gerade einen kleinen Teich an und planen den Bau eines Gewächshauses. (mehr …)

  • Würzburg: Campusgarten hat neue Fläche und kann da dauerhaft bleiben

    (Mail)

    Wir haben nun eine neue Fläche in Größe von etwa 2.000 qm zugesichert bekommen, eine Übergabe hat ebenfalls schon stattgefunden. Laut Aussage der Uni dürfen wir hier dauerhaft gärtnern, hier sind also keine Baumaßnahmen in derZukunft geplant.

    Besonders gefreut haben wir uns über die Zusage von über 20.000 Euro der Unileitung, die uns für den Aufbau des neuen Gartens, der ja auch wieder reichlich Biotope enthalten soll, nun zur Verfügung stehen.

    Wir fangen jetzt gerade mit dem Abbau der alten Fläche und der Geländemodellierung der neuen Fläche an. (mehr …)

  • Eixen: Gemeinschaftsgarten „auf dem Land“ entsteht

    (Antrag, Antworten, Tel)

    Tel
    sehr ländlich und dort der einzige Verein, der Angebote für die Nachbarschaft macht, ist der in 2020 gegründete „Wir machen mehr e.V.“

    Sie machen viel vor allen, aber nicht nur, für Kinder, die aus sozial schwachen Familien kommen.

    Sie wollen auf einer privaten Fläche u.a. gärtnern. Es gibt noch keine Gruppe, aber Interessierte. Noch denken sie eher in Richtung „Angebot für Teilnehmer*innen“ und es gibt Leute vom Jobcenter, die da eingesetzt werden sollen – doch war Frau Dauer das Telefonat, das ich nun hatte, interessiert daran, wie eine Gruppe entstehen kann, die das tatsächlich als ihren Garten begreift. Auch den Tipp, Gartenregeln nicht vorzugeben, sondern mit und durch die Gärtner*innen zu entwickeln, fand sie richtig gut. Kann also in Richtung Gemeinschaftsgarten gehen.

    Aus dem Antrag:
    Der gemeinnützige Verein „Wir machen mehr e.V.“ mit Hauptsitz in Eixen OT Bisdorf, wurde am 29.01.2020 gegründet, um Kindern, Jugendlichen und Senioren in unserem ländlichen Raum den Zugang zu sozialen, kulturellen und künstlerischen Angeboten sowie Projekten zu ermöglichen. Ziel ist nicht nur die kulturelle Belebung von Eixen mit seinen neun Ortsteilen mit einer großen Bandbreite von Angeboten, deren Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen bis zu Senioren reichen. Sondern – unter Anderem – Alt und Jung zusammenzubringen, voneinander zu lernen, Spaß zu haben, ein wert- und respektvolles Miteinander zu fördern und hoffentlich den Senioren in unserem Umfeld ein wenig Einsamkeit zu nehmen.
    […]
    So konnten wir über das Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ ein Gartenprojekt im April 2021 starten, in welchem die Projektkinder Hochbeete gebaut und verschiedene Kräuterbeete angelegt haben. Vom Samenkorn bis zur Ernte erlebten die Kids den Reiz eines Gartens. Ausüber 7.000 Quadratmetern Wildwuchs sind bisher ca. 1000 Quadratmeter nutzbare Gartenfläche entstanden, welches in diesem Jahr ausgebaut wird.[…] Der alte Bauernhof , auf welchem der „Lebensraum Garten“ seinen Platz gefunden hat, bietet viel Potential, liegt in der Nähe einer Ortsdurchfahrt und ist fußläufig in wenigen Minuten von der nächsten Bushaltestelle zu erreichen. […] In diesem Jahr macht der in 2021 verliehene Förderpreis der „Town & Country Stiftung“ den Bau eines Gewächshauses möglich, welches künftig zur Anzucht eigener Pflanzen dienen wird. […]
    Hochbeete, Pflanztürme, Kräuterschnecken, Spaliere und vieles mehr sorgen für ein harmonisches Gesamtbild und geben Spielraum für Kreativität mit dem Ergebnis von späteren Gaumenfreuden. Die aus dem Anbau entstehende Ernte wird vernascht, in der vereinsinternen Küche zu Marmeladen, Chutneys, Dips und Kräutermischungen verarbeitet, eingeweckt, getrocknet/gedörrt und an die örtliche Tafel mit ihren sieben Ausgabestellen weitergereicht.

    Antworten auf meine Fragen:
    ·        Wem gehört die Fläche, müssen Sie Pacht zahlen, gibt es einen Nutzungsvertrag und ist dieser befristet?

    Die Fläche hat der „Wir machen mehr e.V.“ von Familie Dauer gepachtet. Es ist ein Nutzungsentgelt in Höhe von 250 € im Jahr zu zahlen. Darin enthalten sind die Strom- und Wasserkosten. Der bestehende Nutzungsvertrag ist unbefristet.

    ·        Was war vorher auf der Fläche?

    Weit vor dem Eigentumsübergang (vor 2013) an uns als Besitzer könnten kleine Bereiche des Grundstücks bereits als Garten genutzt worden sein. Dies lässt sich daraus schließen, dass beim Umbrechen der Fläche verschiedene kultivierte Pflanzen und Kräuter wachsen. Jedoch waren Haus und Hof seinerzeit nicht bewirtschaftet. Wir selbst haben die Wiese einige Zeit als Weide für Schafe genutzt.

    ·        Gibt es eine Nachbarschaft, die fußläufig in der Nähe wohnt und den Garten mit nutzt (mit nutzen könnte?)

    Es gibt unmittelbare Nachbarschaft, die gut zu Fuß den Garten erreichen können; auch ist in ca. 200 m Entfernung ist eine Bushaltestelle. Durch die ländliche Lage sind viele Einheimische gern und oft mit dem Fahrrad unterwegs. Das ist eine der Zielgruppen, die wir bereits ansprechen konnten. Einige ältere Leute möchten sich keinen Garten mehr anlegen, weil sie die Verpflichtung nicht mehr eingehen möchten. Jedoch ein bisschen gärtnern nach Lust und Laune spricht trotzdem an.

    Genau gegenüber gibt es ein Gutshaus, welches für den Urlaubsverkehr offen ist. Veranstaltungsmäßig wird regional nicht viel geboten. Jedoch durch die Nähe zur Ostsee sind wir dennoch eine beliebte Urlaubsregion. Wer hier Urlaub macht, sucht Ruhe und Ablenkung vom stressigen Alltag, wird also gern bei entsprechender Ansprache in unseren „Lebensraum Garten“ einkehren.

    ·        Gibt es eine Gruppe von Gärtner*innen aus der weitläufigen Nachbarschaft, die das Projekt als ihren Gemeinschafts(nutz)garten verstehen? Oder gärtnern eher Teilnehmer*innen ihrer tollen Veranstaltungen und punktuell andere Leute?

    In Gesprächen mit Bürgern unserer Gemeinde zeigt sich deutliches Interesse, ohne Verpflichtung ein wenig „umherpuscheln“ zu können. Wie bereits im Antrag erwähnt, gibt es eine Art Säulenprinzip. Das heißt, es finden feste Projekte statt, meist mit Kindern. Diese Projekte müssen jedoch nicht zwangsläufig direkt mir der Gartenarbeit in Verbindung stehen. So ist z.B. eine „Wagenburg“ geplant, welche Kinder in einem Projekt gestalten dürfen. Es wird Bürger*innen geben, die regelmäßig kommen und sich um „ihre“ Beete kümmern und es wird spontane Akteure*innen geben. Jedermann wird Zugang haben.

    ·        Wie viele Leute gärtnern und wie viele sind in der Kerngruppe, wenn es eine geben sollte?

    Noch gibt es keine sogenannte Kerngruppe, da der Verein noch sehr jung ist und das Konzept dieses Gartens erst im vergangenen Jahr entstanden ist. Jedoch haben wir bereits einige Nachfragen, wie das Ganze vonstatten gehen soll und wo man sich „anmelden“ kann… Wir gehen davon aus, dass unabhängig von unseren anderen Projekten anfangs zwischen 15 und 20 Personen frei gärtnern werden. Wir werden nicht erwarten, dass in dieser Region unheimlich viele Menschen auf uns zukommen werden. Der „Lebensraum“ muss wachsen.

    ·        Wie laufen die Informations- und Kommunikationswege? Wer entscheidet?

    Da wir bisher projektbezogen gearbeitet haben, hat der Vorstand entschieden. Jedoch wird es künftig eine „Gartenordnung“ geben; Richtlinien, die einzuhalten sind, um das gemeinsame Gärtnern und das friedliche Miteinander zu fördern. Die Gartenordnung ist in Arbeit und wird auf einer großen Tafel im Eingangsbereich sichtbar gemacht. Inwiefern wir aus versicherungstechnischen Gründen mit Eintragungen in ein „Anwesenheitsbuch“ oder tatsächlich auf kompletter Vertrauensbasis arbeiten, werden wir bis zu Eröffnung im Vorstand beschließen. Eine Infotafel am Eingang wird Aktuelles anzeigen.

    Der urbane „Lebensraum Garten“ wird auf der Homepage des Vereins, in den Schaukästen der Ortsteile der Gemeinde, in der Ortsteilezeitung (OTZ), im Regionalanzeiger, per Flyer, auf der Gemeinde-Homepage sowie im Gemeindezentrum beworben. Hinzu kommt die Unterstützung unseres Bürgermeisters sowie die der befreundeten und vernetzten Vereine. Weiterhin werden die Projektkinder ein großes Schild anfertigen, auf dem auf den Gemeinschaftsgarten hingewiesen wird. Auch liegt uns bereits die Genehmigung des Bürgermeisters vor, an den Bushaltestellen in der Gemeinde Aushänge zu machen.

    ·        Wie viele Gemüsebeete gibt es? Gärtnern alle gemeinschaftlich?

    Bisher gibt es einen Kartoffelacker, eine erdige Beetfläche von 25 x 10 Metern, 6 Hochbeete, 2 Kräuterbeete, mehrere Blumenbeete und eine Bieneninsel. (im rechten Bereich der Anlage angesiedelt)

    Künftig kann jeder, der Gärtnern möchte, in den Garten kommen. In der Zeit zwischen 22 und 7 Uhr wird die Anlage geschlossen. Ob sich die Leute dort treffen, um gemeinsam zu schaffen oder ob jemand einfach nur seine Ruhe haben möchte, sei ihm selbst überlassen. Zu überlegen wäre, ob zwischenzeitliche „Einsätze“ gemacht werden, um die Menschen zu mehr Miteinander zu animieren.
    ·        Gibt es ein Schild mit Infos zum Gemeinschaftsgarten?

    Das Schild für den Gemeinschaftsgarten wird von unseren Projektkindern aus Holz mit Holzbrennerei angefertigt. Momentan ist „Winterpause“, zum Sammeln neuer Ideen, Raum für Antragstellungen und Abrechnungen, so dass die Projektkinder Zum 1. März 22 starten können.

    Das Schild mit der Gartenordnung wird ebenfalls zeitnah erstellt und gut sichtbar angebracht.      

    ·        Wie wurde und wird auf den Garten aufmerksam gemacht, wie erfährt man davon?

    Der urbane „Lebensraum Garten“ wird auf der Homepage des Vereins, in den Schaukästen der Ortsteile der Gemeinde, in der Ortsteilezeitung (OTZ), im Regionalanzeiger, per Flyer, auf der Gemeinde-Homepage sowie im Gemeindezentrum beworben. Hinzu kommt die Unterstützung unseres Bürgermeisters sowie die der befreundeten und vernetzten Vereine. Weiterhin werden die Projektkinder ein großes Schild anfertigen, auf dem auf den Gemeinschaftsgarten hingewiesen wird. Auch liegt uns bereits die Genehmigung des Bürgermeisters vor, an den Bushaltestellen in der Gemeinde Aushänge zu machen.

    ·        Wer hat entschieden, dass die Ernte verkocht (von wem?) und dann an die Tafel verteilt wird? Wollen die Gärtner*innen die Ernte nicht selber (miteinander) nutzen?

    Bisher sind im Rahmen der Kinderprojekte die Projekte so angelegt gewesen, dass die Ernte unter Anleitung mit den Kindern verkocht oder anderweitig verarbeitet wird. Vermutlich missverstanden wurde, dass auch die Ergebnisse an die örtliche Tafel abgegeben wurden. Dem ist nicht so. Lediglich das Obst und Gemüse, welches nicht verarbeitet werden konnte, wurde abgegeben. Alles andere wurde von den kleinen Machern und Macherinnen selbst verspeist oder mit nach Hause genommen.

    Im Rahmen der Projekte mit Kindern wird ein Teil auch weiterhin so laufen. Dies wird jedoch getrennt sein vom Geschehen des freien Gärtnerns. Letztendlich entscheidet die entstehende Gärtnergemeinschaft.

    Inwiefern die fleißigen Gärtner*innen sich teilweise in die Projekte einbringen möchten, obliegt ihnen selbst. In den Belangen der Anlage der Beete, der Ernte etc.werden Ideen gesammelt und demokratisch entschieden. Wenn jemand sich ein Beet anlegt, um sein Gemüse selbst zu verspeisen oder zu verarbeiten, soll dies von Herzen gern geschehen. Jedoch wird explizit darauf hingewiesen, dass die Verschwendung von Lebensmitteln/in diesem Fall der Ernte, vermieden werden muss. In diesem Fall wird die Anregung die Abgabe an die örtliche Tafel sein.

    Was machen die Menschen, die vom Jobcenter aus bei Ihnen beschäftigt sind, was der Bufti?

    Die Mitarbeiter des Vereins kümmern sich um die Anlagen auf dem gesamten Gelände, führen Reparaturarbeiten durch, übernehmen quasi Hausmeistertätigkeiten., gießen, wenn nötig, bauen Hochbeete, unsere Bundesfreiwilligen (BuFDis) machen Projektarbeiten mit den Kindern und greifen dort unter die Arme, wo es gerade gebraucht wird. Sie sind zuständig für die Pflege und Wartung der Geräte, sind Ansprechpartner für die Gärtner*innen und übernehmen das Öffnen und Schließen der Pforte morgens und abends…

    Die gesamte Anlage ist tagsüber frei zugänglich. Neben einer Bundesfreiwilligen (58 Jahre) und drei Förderstellen (2 Männer 62 und 63 sowie 1 Frau 65 Jahre) des Jobcenters unseres Landkreises sind sechs Ehrenamtliche tätig, welche die generelle Pflege des Areals übernehmen, Reparaturarbeiten anleiten und durchführen sowie bei den nebenbei laufenden Projekten mitwirken.

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  • Berlin: Operation Himmelblick will Plattenbaudächer (tw gärtnerisch) nutzbar für die Mieter*innen machen

    http://www.operation-himmelblick.org/konzept/

    Eine Gruppe Künstler*innen, Stadtgestalter*innen, Forscher*innen möchte auf Plattenbaudächern Freiräume für die Mieter*innen schaffen. Das Dach eines Hauses in der Leipziger Straße in Berlin soll Prototyp werden. Die Gruppe hat eine Plattform entwickelt, die aus zusammenschraubbaren Modulen besteht. Je nach Interesse der Nachbarschaft kann diese dann zusammen gesetzt werden. Diese modulare Plattform ist im Aufzug transportiertbar.

    Die Wohnungsbaugesellschaft ist interessiert und vergrößter Türen, damit Bauten u.ä. hoch transportiert werden können, will den Wasserstrang nach oben bis aufs Dach verlängern, so dass es bequem Wasser gibt und auch eine Toilette dort anschließen. Unten plant die Wohnungsbaugesellschaft auch gemeinschaftliches Gärtnern/Mietergärten.

    Es fanden schon erste Workshops statt und ein Theme für die Mieter*innen ist das Gärtnern. So könnten ggf. ein Duzend Hochbeete von den Interessierten zusätzlich zu der Plattform selbst gebaut werden, auch ein Schuppen für Geräte ist denkbar. Zudem soll es eine Küche geben, die auch für das Chillen, Grillen und die geplanten Veranstaltungen nutzbar sein soll.
    Das Dach soll zudem extensiv begrünt werden.
    Das Himmelblick-Team wartet noch auf das letzte GO (ich glaube von der Baubehörde) und will dann loslegen. Ihnen fehlen noch Gelder, um ihr Arbeitszeit zu finanzieren und auch für die Hochbeete etc.
    Ziel ist, dass die Hausgemeinschaft das Projekt möglichst schnell selber trägt und es sich verstetigt. Für ein paar Monate (so die Planung) ist das Team vor Ort und zu bestimmten Zeiten ist das Dach dann geöffnet. Es kann noch nicht immer offen sein, da es von Seiten der Wohnungsbaugesellschaft z.B. Ängste gibt (das jemand runterfällt/sich runterstürzt, dass zu viele Fremde sich dann dort aufhalten)
    Das Team wird sich laut Jakob nicht zurückziehen, wenn es noch nicht gelungen ist, das Projekt in die Hand der Hausgemeinschaft zu übergeben.

    Sie wollen auch die Nachbarschaft einbeziehen, doch zunächst nur bei Veranstaltungen. Denn ihnen ist wichtig, dass es nicht eine weitere hippe Location in Berlin wird, sondern ein nachbarschaftlicher Ort, der hauptsächlich für die Mieter*innen da ist und diese sich dort wohl- und zu Hause fühlen. Es ist eine Gratwanderung, das Projekt für die Nachbarschaft (und alle) zu öffnen und es trotzdem zu einem Ort für die Mieter*innen zu machen.

    Wie Themen wie Schatten, ggf. viel Wind etc. gelöscht werden, ist noch nicht ganz klar. Gießen, auch wenn zu ist: das könnte der Hausmeister machen.

    Das Team ist bestens mit HU und TU und einer Design Uni in NY vernetzt. Kontakt zu Toni Karge haben sie aufgenommen, mit dem Klunkergarten wollen sie sich noch austauschen.

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  • Hövelhof: Schritte zum Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände eines Sportvereins

    (Antrag, Antworten, Tel)

    Auf der Fläche eines Fussballvereins in einem ländlichen Gebiet im Kreis Paderborn bietet auf seiner Fläche vieles neben dem Fußballspielen „Das Vereinsgelände und der durch Vereinsmiglieder  erichtete ,,Erfahrungspark“  stehen  der öffentlichkeit für Freizeitaktivitäten  und zum Äufenthalt  mit Kindern kostenlos  zur Vedügung.  Hier befirnden  sich ein Amphitheateq  eine Spielburg erbaut nach  dem antiken griechischen  Vobild der Burg  Mykene,  plätze zum Picknicken und mehr. Bauprojekte, wie  ein 120 m2 großer  Rundbau  mit Feuerstelle  schaffen Gelegenheiten fürJugendliche, Enwachsene  und Kinder ihre handwerklichen  Fähigkeiten zu erproben  und etwas  mit anderen  zusammen zu planen und zu gestalten.“
    1990 gründeten Vereinsmitglieder ein Jugendheim (mit Stellen), das auch Werkstätten hat, die nach Absprache allen zur Verfügung stehen. Dieser Bereich ist inzwischen aber auch wieder kleiner geworden. Sie kooperieren mit vielen Akteuren und sind gut vernetzt.

    Zum Gartenprojekt:
    Seit 2019 wird auf dem Gelände ein Gemüsegarten bewirtschaftet, in dem auch Obstbäume, Blumen und Kräuter wachsen. Der Löwenanteil der Arbeit wird von einer Frau gemacht, doch ist der Garten auch Vereinsgarten und der Nachbarschaft jederzeit zugänglich. Die Gärtnerin erhält Unterstützung aus dem Verein, wenn notwendig, doch ist der Garten nicht „unser Gemeinschaftsgarten“, sondern sie denken, dass sie der Gärtnerin bei „ihrem Garten“ helfen müssen. Ein Schild gibt es noch nicht, doch das wollen sie nun machen. Ebenso Leute mehr ansprechen und zum Mitmachen motivieren, erläutern, dass es ein Gemeinschaftsprojekt ist, vor allen Dingen auch noch mehr in die Nachbarschaft kommunizieren (z.b. über nebenan, Lokalblättchen usw)

    1. Wie groß ist die Gartenfläche und wie viele Beete gibt es dort? Was außer den Beeten
    gibt es dort?
    Der Garten hat eine Fläche von 780m². Dazu gehören vier Obstbäume, 25 aus Stecklingen
    gezogene Johannisbeersträucher, 15 ebenso gezogene Himbeersträucher, zwei Folientunnel für je
    10 empfindliche Pflanzen (Tomaten, Gurken, Paprika) und ein Erdwall, der das Gelände zur Straße
    hin abgrenzt und dessen Bepflanzung mit Büschen, bzw. Sträuchern noch in Planung ist.
    Die Anzahl der Beete variiert, auch in der Form und in der Größe. Da der Garten in einem
    ehemaligen Waldstück angelegt ist, das einige Jahre abgeholzt und unbearbeitet brach lag,
    musste der Boden erst urbar gemacht werden, auch mit dem Anbau von Kartoffeln zur Lockerung
    des Bodens und mit möglichst vielen Saaten zur Gründüngung, um den Boden zu bedecken und
    das Wuchern von Brombeergestrüpp einzudämmen.
    In den ersten zwei Jahren habe ich ein Drittel des Geländes mit Kartoffeln bepflanzt. Hinzu kamen
    Große Bohnen, Erbsen, Bohnen, Kohlrabi, Grünkohl, Salat, Möhren, Rote Bete, Mangold, Kürbis,
    Zucchini, Zwiebeln, Knoblauch, Mais (im zweiten Jahr), Monatserdbeeren, Rhabarber,
    verschiedene Saaten zur Gründüngung und zur Bienenweide, Küchenkräuter und Blumen. Um den
    Boden nicht einseitig zu strapazieren, habe ich in diesem Jahr etwas weniger Saatkartoffeln
    bestellt. Der Rest wird sich im Laufe des Frühlings und Sommers ergeben. Was wir anbauen,
    hängt von der Beschaffenheit der Erde ab, von den manchmal spontan geäußerten Wünschen
    oder auch Geschenken an Pflanzen und Saatgut und von der Zeit derer, die sich einbringen und
    mitarbeiten.
     
    2. Wo auf dem Gelände ist der Garten? Kann man den von der Straße aus sehen? Das
    Gelände ist immer offen?
    Ja, das Gelände ist immer offen und zugänglich. Das gilt für das Vereinsgelände überhaupt. Es
    wird von vielen Familien mit Kindern zum Spielen und zur Erholung genutzt. Darüber haben wir viel
    diskutiert und nachgedacht. Es ist so gewollt. Das Gartenstück befindet sich in dem
    „Erfahrungspark“ des Vereins. In unmittelbarer Nähe gibt es eine begehbare Spielburg für Kinder,
    einen Grillplatz, eine Nestschaukel und andere Schaukeln. Man kann den Garten von der Straße
    aus sehen, besonders im Spätsommer wenn die Sonnenblumen blühen, bekommt aber keinen
    genauen Einblick. Die Nachbarn in den Häusern gegenüber können den Garten vom Fenster aus
    überblicken. Kinder, die sich bei uns auskennen, klettern oft einfach über den Wall und stehen
    dann schon im Garten. Erwachsene schlagen sich an den Enden des Walls manchmal durch das
    Gestrüpp, um den Garten oder andere Orte im „Erfahrungspark“ zu erreichen.
     
    3. Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie haben (potentielle) Gärtner*innen da
    Zugang zu – auch wenn sie nicht Vereinsmitglieder sind?
    Gartengeräte sind in einer kleinen Hütte neben dem Garten zu finden. Die Hütte ist nicht
    verschlossen.
     
    4. Gibt es eine Gruppe, die gärtnert oder habe ich es richtig verstanden, dass Frau Vornkahl
    die „Hauptgärtnerin“ ist und andere eher punktuell dazu kommen?
    Ja, ich bin die „Hauptgärtnerin“. Als ich 2019 dem Verein die Idee unterbreitete, einen Garten im
    „Erfahrungspark“ anzulegen, hatte ich noch keine Gruppe im Sinn, wohl aber Hilfe, z.B. bei der
    Urbarmachung des Geländes. Es ging mir darum, ein brach liegendes Stück Land zu gestalten
    und zu verschönern. Zwischenzeitlich habe ich mehr Anerkennung und Hilfe als erwartet erfahren.
    Ich kann von einer Gruppe von fünf Menschen sprechen, die sich regelmäßig beteiligt, allerdings
    nicht in dem Sinne, dass diese Gruppe regelmäßige täglich anfallende Arbeiten verrichtet, wie
    wässern oder jäten. Auch bin ich es, die Entscheidungen über das trifft, was letztlich an welcher
    Stelle angebaut wird, wobei ich grundsätzlich Wünsche berücksichtige und auch Ratschläge
    befolge. Ohne den Hintergrund des Sportvereins hätte ich die Arbeit niemals bewältigen können.
    Wenn drei Leute im letzten Jahr einen Zaun gegen Wildfraß gezogen haben, war das wohl
    punktuelle Hilfe. Das Aufladen, Transportieren und Abladen von Pferdemist erledigte ein weiteres
    Vereinsmitglied nun schon zum dritten Mal. Kinder, die gerne mal helfen wollten, gab es immer,
    und sie konnten das spontan machen, vorausgesetzt ich war gerade selbst im Garten beschäftigt. Im Frühjahr 2021 erklärte mir eine junge Frau, sich am „Gartenprojekt“ beteiligen zu wollen. Wir
    begannen sofort, Pflanzen zu tauschen und gemeinsam im Garten zu arbeiten, allerdings nicht
    regelmäßig an bestimmten Wochentagen. Wir haben uns verabredet. Eine Familie aus der
    Nachbarschaft war im letzten Herbst von dem Garten begeistert und bot an, in der kommenden
    Saison mitzumachen. Eine andere Nachbarin hat altersbedingt nicht mehr die Kraft,
    Gartenarbeiten durchzuführen, hilft aber bei der Verarbeitung, z.B. Erbsen auslösen. Wie die
    Kontakte sich in diesem Jahr genau gestalten werden, weiß ich nicht.   
     
    5. Wie wurde der Garten in der Nachbarschaft bekannt gemacht? Gibt es Schilder, die auf
    den Garten und die Mitmachmöglichkeiten hinweisen? Gab es
    Informationsveranstaltungen? Wie erfährt man, dass man dabei sein kann? Was haben Sie
    hier in Zukunft vor, um eine Gruppe aufzubauen oder zu vergrößern?
    Bekannt gemacht haben wir das „Gartenprojekt“ im Rahmen von Mitgliederversammlungen des
    Vereins und durch Hinweise in unserem Newsletter, der wöchentlich ca. 90 Mitglieder erreicht. Im
    letzten Sommer konnten wir im Rahmen des zum Verein gehörenden Interkulturellem Zentrums
    eine Führung für Mitglieder, Nachbarn, Freunde und Interessierte durch den Garten anbieten, die
    Teil eines dreitägigen Programms zur Einweihung unseres neu errichteten Rundbaus war.
    Zahlreiche Plakate in den Nachbarorten und in der näheren Umgebung wiesen darauf hin.
    Wenn ich mich frage, ob und wie ich in Zukunft die Gartenarbeit mit Anderen zusammen gestalten
    möchte, würde ich sagen: zunächst mal brauche ich Zeit. Zum einen brauche ich Zeit, um das
    Projekt nicht vorschnell in feste Bahnen zu lenken. Ich bin noch dabei, herauszufinden, wie die
    Möglichkeiten, Interessen und Bedürfnisse der Menschen, die sich für den Garten interessieren,
    wirklich sind. Möchten Familien hier mit ihren Kindern eigene Beete bearbeiten oder möchten sie
    gerne ihre Kinder durch Angebote rund um die Gartenarbeit betreut haben? Würden die
    Interessenten sich über feste Treffpunkte, auch zum Reden und Planen freuen, oder wären sie
    lieber mit weniger Verbindlichkeit dabei? Zum anderen brauche ich selbst mehr freie Zeit und
    werde die ab Juli nächsten Jahres, zum Ende meiner Berufstätigkeit, auch haben. Dann habe ich
    vor, den Garten auch um handwerklich künstlerische Aspekte zu erweitern, bzw. die Gartenarbeit
    mit dem Herstellen von Tonskulpturen zu kombinieren.
     
    6. Haben Sie schon an Kooperationen mit anderen Initiativen, Vereinen etc. gedacht?
    (Jenseits von Schulen und anderen pädagogischen Institutionen?)
    Ehrlich gesagt habe ich gerade an Schulen und andere pädagogische Institutionen als
    Kooperationspartner gedacht. Mit der benachbarten Grundschule, aber auch mit anderen Schulen
    pflegt der Sportverein schon seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit, z. B durch die
    Organisation und Durchführung von Ferienangeboten und Mitwirkung bei Angeboten der
    „Betreuten Schule“ und „Offenen Ganztagsschule.“
    Können Sie mir einen Tipp geben, in welche Richtung ich mich auf der Suche nach
    Kooperationspartnern bewegen könnte?
    Was mich interessiert, sind interkulturelle Gärten und andere urbane Gärten, die ich natürlich
    zunächst mal kennen lernen und besichtigen würde. Was mich brennend interessieren könnte,
    wäre eine Kooperation mit künstlerisch tätigen Vereinen.
     
    7. Wenn ich Anwohnerin wäre, wie könnte ich mich einbringen? Gibt es bestimmte feste
    Tage, an denen Frau Vornkahl (oder jemand anderer aus der Gruppe) verlässlich vor Ort ist?
    Seit April 2020 gibt es nicht einen Tag, an dem ich nicht vor Ort war, denn ich lebe hier und war,
    auch wegen der Corona Pandemie, nicht im Urlaub. Die Nachbarn und Vereinsmitglieder kennen
    mich und wissen, wo sie mich finden. Allerdings ist es eine naheliegende Idee, einen festen Tag in
    der Woche einzurichten, an dem ich zu einer ebenso festen Uhrzeit ansprechbar bin.
     
    8.Gibt es individuelle Parzellen oder sind diese geplant oder läuft alles/soll alles
    gemeinschaftlich laufen?
    Nein, individuelle Parzellen gibt es bisher nicht. Es gibt aber, besonders von Seiten geflüchteter
    Menschen, ein sich andeutendes Interesse daran. Sollte sich dieses Interesse manifestieren,
    haben wir als Verein Möglichkeiten, das Gartengelände um solche Parzellen zu erweitern. Das
    würde ich gerne unterstützen und begleiten. Das bisher bearbeitete Gelände soll zunächst als
    Ganzes und gemeinschaftlich bearbeitet werden. Es ist auch ein Objekt zur Gestaltung. Eine Ausnahme würde ich immer bei Kindern machen. Sollten Kinder den Wunsch haben, ein Beet
    selbstständig und nach ihren Wünschen zu gestalten, würde ich ihnen den Platz zur Verfügung
    stellen und ihre Arbeit begleiten.
    9. Wo würde die Verarbeitung der Ernte stattfinden können? Was soll dann mit den
    Produkten passieren?
    Der Sportverein besitzt eine Küche, die nach zeitlicher Absprache zur Verfügung steht. Wenn sich,
    wie ich vorhabe, eine kleine Gruppe findet, die sich mit der Haltbarmachung von Gartenprodukten
    beschäftigt, könnte die Gruppe diese Küche nutzen. Die Produkte können selbst verbraucht,
    verteilt oder dem Verein zur weiteren Nutzung überlassen werden. An dieser Stelle ist es mir
    wichtig zu betonen, dass im Zusammenhang mit den Gartenerzeugnissen kein Geld ins Spiel
    kommen soll. Die Produkte sollen auf keinen Fall verkauft werden, wohl aber verteilt. Da wir die
    Küche des Vereins ohnehin einmal wöchentlich benutzen, um in einem Zusammenschluss von vier
    Familiengruppen abwechselnd zu kochen und das Essen, je nach Corona- Lage, entweder
    gemeinsam zu verzehren oder zur Abholung bereit zu stellen, dürfte die Nutzung der Produkte kein
    Problem sein. Es gibt außerdem noch viele andere Gelegenheiten im Verein, Mahlzeiten
    herzustellen und zu verteilen.
     
    10. An was für eine Pumpe denken Sie und warum wären dafür 180m Graben notwendig?
    Wie tief ist das Grundwasser? Könnte das Wasser mit Gießkannen aus dem Brunnen auf die
    Beete gebracht werden? Könnte auch Regenwasser geerntet werden?
    Ich denke an ein unterirdisch zu verlegendes Rohr, das von der 180 m weit entfernten und schon
    vorhandenen Bohrung zum Garten führen soll. Es wäre sinnvoll, diese Bohrung zu nutzen, da wir
    sonst eine weitere vornehmen müssten, zu der dann ein Stromkabel verlegt werden müsste. Die
    Frage nach der Tiefe des Grundwassers kann ich nicht beantworten. Mit Gießkannen vom 180 m
    entfernten Brunnen zu bewässern ist bei der Größe der Fläche und der notwendigen
    Wassermenge nicht möglich. Mit Regenwasser zu gießen, wäre sicher für die Pflanzen am
    gesündesten und ökologisch wertvoll. Dafür müsste das Wasser aufgefangen werden. Es gibt aber
    keine Regenrinne in der Nähe des Gartens. Vielleicht wäre aber in Zukunft beides möglich: die
    Wasserversorgung über eine handelsübliche Gartenpumpe und die Bewässerung mit
    gesammeltem Regenwasser.  
     

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  • Berlin-Mitte: Bellermanngarten entsteht top down

    (MAil)

    Wir [gruppeF] sind gerade noch ganz am Anfang der Planung: Der Gemeinschaftsgarten mit dem bisherigen Arbeitstitel „Bellermanngarten“ soll in dem frisch errichteten Kiezblock auf der Bellermannstraße entstehen. Was die Organisation des Gartens angeht, wird er wahrscheinlich ähnlich funktionieren wie das Himmelbeet und der benachbarte Gemeinschaftsgarten Wilde17. Allerdings wird die Gründung der Gartengruppe von uns initiiert und in der Anfangszeit betreut und auch die erste „Bestückung“ des Gartens wird durch uns erfolgen – wir stellen mit unseren Projektmitteln die Beete und die erste Ausstattung. Die zukünftige Gartengruppe wird dann auch in Design- und Bauworkshops zur Gestaltung des Gartens involviert sein. Der Garten und die Gartengruppe soll so schnell wie möglich auf „eigenen Füßen“ stehen – aufgrund unserer geringen Projektmittel können wir nur die erste Ausstattung des Gartens und die Initiierung der Gartengruppe leisten. Wir betreuen die Gruppe über die Laufzeit unseres Projektes bis Ende 2023, streben aber an, dass die Gruppe bereits ab dem Bau des Gartens – voraussichtlich im April 22 – die Verantwortung für den Garten übernimmt. (mehr …)

  • Schweinfurth: Mehrgenerationengarten unter neuer Trägerschaft verändert

    (Tel)

    Der Frauenbund Schweinfurth hat vor einiger Zeit die Trägerschaft für den Mehrgenerationengarten übernommen (war vorher das Diakonische Werk).
    Es gab Probleme mit den Anwohner*innen, da im Garten viel gefeiert und gegrillt wurde. Sie machen es nun so:
    „In Zukunft wird der Garten weniger frequentiert werden, aufgrund der Situation einer bebauten Umgebung. Wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten. Der Schwerpunkt der Gartenbelegung wird im Namen vorgeben: „Garten der Begegnung“. Unseren Mitgliedern wird natürlich dieser Garten für Zusammenkünfte zur Verfügung stehen.“ (mehr …)

  • Edingen_Neckarhausen: Waldgemeinschaftsgarten entsteht

    (Antrag, Antworten)

    Im  Leitbild  unserer  Gemeinde  wird  die  Anlage  eines  essbaren
    Waldgartens beschrieben. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese Vision wahr zu machen.
    In unserem Waldgarten, einem öffentlichen Gemeinschaftsgarten auf 2200 Quadratmetern,
    wollen wir Erfahrungen sammeln und teilen. Wir investieren in Bildung und vermitteln Wissen
    aus den Fachgebieten Permakultur, Klimaschutz und Naturschutz.
    Generell wollen wir Menschen aus allen Altersgruppen erreichen. Unser Hauptaugenmerk
    liegt aber auf Bildung für nachhaltige Entwicklung der jüngeren Generation, die möglichst früh
    aktiv in die Gestaltung einer lebenswürdigen Zukunft mit einbezogen werden sollte. Wir laden
    Kindergärten und Schulen ein, regelmäßig in unserem Waldgarten zu entdecken, zu forschen
    und zu naschen. In wöchentlichen Abständen veröffentlichen wir in der regionalen Presse
    Artikel über die Vereinsarbeit.
    In verschiedenen Arbeitsgruppen, z.B. „Bäume und Sträucher“ oder „Hütten- und Frühbeet
    Bau“, werden Projekte entworfen, geplant, kalkuliert, dem Plenum der Gründungsmitglieder vorgestellt und gemeinsam diskutiert, gegebenenfalls adaptiert, Material besorgt und die
    praktische Umsetzung durchgeführt oder für Gemeinschaftsaktionen vorbereitet.
    Wir arbeiten in Arbeitsgruppen zeitgleich an unterschiedlichen Medien, so z.B. Artikel im
    Amtlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde und in regionale Zeitungen, an unserer Facebook-
    Seite und an unserer Website. Ganz besonders wichtig ist es uns, Kinder und Jugendliche und
    auch junge Erwachsene anzuregen, ihre Umwelt selbst mitzugestalten und ihnen zu
    vermitteln, warum jeder von uns einen Teil seiner Zeit mit dem Anbau von Gemüse und Obst
    verbringen sollte. Diese Bildungsarbeit soll zum einen in Form von z.B. Workshops,
    Ferienfreizeiten oder Kindergeburtstagen stattfinden, zum anderen setzen wir aber auch ganz
    gezielt dort an, wo der Waldgarten zum grünen Lernstandort werden kann. Wir wünschen
    uns, dass wir in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der hiesigen Schule Schüler angeregt
    können, selbst zu Gärtnern und zu Forschen. In diesem Jahr hatten wir bereits Besuch von
    einer Schulklasse, einem Kindergarten, haben ein Ferienfreizeitprogramm organisiert und
    durchgeführt, sowie laufend interessierten Besuchern den Waldgarten vorgestellt. So sind
    über das Jahr einige neue aktive Mitglieder in unseren Verein eingetreten.
    Wir wollen erforschen, wie sich alternative Landnutzungkonzepte so gestalten lassen, dass
    eine größtmögliche Diversität bei gleichzeitiger Ertragsmaximierung für den Menschen
    entsteht. Ein Teil der Lebensmittelproduktion, der Gemüseanbau, findet auf einer kleinen
    intensiv bewirtschafteten Fläche statt, der andere Teil ist ein bunter locker aufgebauter
    Baumbestand mit überwiegend Ertragssorten und Pflanzungen als Obstbaum-
    Lebensgemeinschaften. Die Ernte wird geteilt. 

    • Wem gehört die Fläche, was war da vorher, gibt es einen langfristigen Vertrag und müssen Sie Pacht zahlen, wenn ja, wie hoch ist diese?

    Die Fläche gehört Privatpersonen, die sie an den Verein verpachtet haben. Die Vertragsdauer beträgt 9 Jahre mit Option der Verlängerung. Der Pachtpreis beträgt 70 €/a.

    Vorher wurde die Fläche von einem Landwirt bewirtschaftet, der mehrere Jahre Grünland angelegt hatte.

    • Wo ist die Fläche, wie ist diese in die Nachbarschaft eingebettet und wie gut ist sie erreichbar?

    Die Fläche befindet sich in der Gewann „Kirchhofpfad links“ in der Gemarkung der Gemeinde Edingen-Neckarhausen. Das Grundstück liegt am Westrand der Bebauung des Ortsteils Neckarhausen. Gegenüber ist die Fläche der Freizeitgärtner (Pachtgärten), auf einer Seite ist eine Naturwiese, auf der anderen Seite ein Garten. Von der Haltestelle Gewerbegebiet Edingen-Neckarhausen der RNV Linie 5 braucht man etwa 10 Minuten zu Fuß. Von den Bushaltestellen „Neckarhausen Schloss“ und „Neckarhausen Süd“ ist der Garten in 5 min zu Fuß erreichbar.

    • Gibt es ein Schild an der Fläche, das auf den Gemeinschaftsgarten und Mitmachmöglichkeiten hinweist?

    An beiden Schmalseiten, an denen Gehwege vorbeiführen, haben wir je ein Plakat angebracht und einen Schaukasten, aus dem man sich Flyer nehmen kann. Über den Flyer kann man sich über Mitmachmöglichkeiten informieren.

    • Wie groß ist die Gruppe inzwischen und wie kann man mitmachen? Geht das auch ohne Vereinsmitgliedschaft? Wie viele Leute können mitmachen?

    Uns ist jeder willkommen, der einfach mitmachen möchte. Aber wir sind natürlich froh, wenn jemand Vereinsmitglied wird. Der Verein hat inzwischen 33 Mitglieder. In der Praxis sind es etwa 12 Mitglieder, die regelmäßig gärtnern.

    • Wie oft trifft sich die Gruppe zum Gärtnern, gibt es da gemeinsame Tage oder kann man auch „einfach so“ kommen und tätig werden?

    Zur Zeit (Winter, Corona) treffen wir uns nur in kleinen Gruppen oder online zum Planen. Im vergangenen Sommer haben wir uns regelmäßig jeden Samstagmorgen getroffen. Es gibt kleine Gruppen, die sich um einzelne Abschnitte (Obstbaumlebensgemeinschaften) kümmern und sich selbständig auch an anderen Tagen verabreden oder einfach so kommen.

    • Gibt es Bereiche, die für die pädagogische Arbeit genutzt werden und Bereiche, die von der Gartengruppe bewirtschaftet werden?

    Wir benutzen alles für pädagogische Arbeit, wenn es sich ergibt. Aber wir haben auch ein Kinderbeet angelegt, in dem wir mit Kindern arbeiten. In der Mitte des Gartens ist eine größere Wiesenfläche, auf der wir uns versammeln können bei öffentlichen Aktionen.

    • Wer macht die pädagogische Arbeit und macht ihr das alles ehrenamtlich?

    Wir machen alles ehrenamtlich. Unter unseren Mitgliedern sind eine Erzieherin, eine Lehrerin, ein Baumfachwart mit pädagogischer Ausbildung und eine Kräuterexpertin, die das pädagogische Know-How mitbringen.

    • Was passiert mit der Ernte?

    Wer etwas anbaut, verbraucht es selbst oder gibt es weiter. Bislang hatten wir noch nicht so viel Ernte. Überschuss, den wir in den kommenden Jahren hoffentlich erwirtschaften, werden wir verschenken, im Sinne von Allmende.

    • Wie laufen Information und Kommunikation in der wachsenden Gruppe, bekommen neu Interessierte auch Zugriff zu den Dateien?

    Wir speichern Dokumente in einer Dropbox, zu der Mitglieder Zugang haben. Es gibt in unregelmäßigen Abständen einen Rundbrief an Mitglieder und Interessenten. Wenn regelmäßige Arbeiten anstehen, wie z.B. Gießen bei Trockenheit, arbeiten wir auch mit Doodle. Viel Information gibt es über die Webseite und über regelmäßige Artikel im Amtsblatt von Edingen-Neckarhausen.


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  • Hamburg: MeiNa wichtig zu Corona-Zeiten

    […] wir, Gärtner,  sind total zufrieden und happy so eine Möglichkeit zu haben im Osten Hamburgs eine grüne Wiese als Garten zu nutzen was auch wiederum für alle Meiendörfer eine Freude ist – wie für Erwachsene sowohl auch für die Kinder – Spaß hat jeder bei uns! Sogar die Jugendliche, die ihren eigenen Spass im Garten haben, wobei sie auch was nützliches auch für Garten tuen:) In diesen nicht ganz leichten Zeiten von Corona war der Garten für einige einzelne Möglichkeit auch draußen sich beschäftigen, mit anderen Kontakt ohne Risiko sich zu infizieren zu halten, über Probleme zu sprechen und bei Gartenarbeit sich entspannen oder einfach im Garten Ruhe genissen – das  alles bei uns im Garten ist möglich und jeder herzlich willkommen:)

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  • Hamburg: Kurzinfos zu den Gärten, die bei der Vernetzung (20.1.) dabei waren

    Die Stiftung „Was tun“ ist aus einem Freundeskreis entstanden. Sie haben die Gartenprojekte „Stadtgemüse“ gegründet, die urban gardening und Integration verbinden, also gemeinschaftliches gärtnern mit Geflüchteten. Ihr Pilotprojekt auf dem Hafencitygeläne war eine Zwischennutzung, dort gab es wöchentliche Treffen und es wurde gegärtnert, gekocht etc.
    Sie haben nun zwei Standorte, an denen sie weitere Stadtgemüseprojekte etalbiert haben und eine weitere Fläche wird bald eröffnet. Pro Fläche gibt es eine Projektleitung, für deren Finanzierung die Stiftung Spenden sammelt. Auch bei den neuen Flächen gibt es wöchentliche Treffen, bei denen gegärtnert wird, Deutsch gesprochen etc. „Man lernt was auf Augenhöhe“. Die Nachbarschaft soll einbezogen werden, wegen Corona war das die letzte Zeit nicht möglich – die Flächen sind an Unterkünften, der Zugang zu diesen war streng reglementiert.

    Beim Mitmachgarten auf Guts Karlshöhe trifft sich die Gruppe immer freitags. Sie pflanzen gemeinsam und haben einige Projekte gemacht, wie Weidenbau, Bau eines Kraterbeets. Die Gerätschaften holen sie mit einem kleinen Wagen, die sind um die Ecke untergebracht. Geplant ist Pilzzucht. Es ist „wie eine Oase im Wohnviertel“

    Grün(t)raum Heimfeld ist im dritten Jahr und liegt direkt an einer Kirche. Sie haben Probleme mit Gemüsediebstahl. Es gibt ganz unterschiedliche Beetformen und einen Kartoffelturm. Es wurde eine Bewässerungsanlage angelegt, sie haben einen Backofen, Feste werden gefeiert und es gab auch Gottesdienste im öffentlichen Raum (bei ihnen im Garten?)

    GemüBiDu befindet sich auf dem Gelände der Saga und ist nicht ganz öffentlich – nur für die Mieter*innen der großen Anlage. Sie werden von der Saga unterstützt und auch vom Stadtteillladen. Sie sind 9 in der Kerngruppe und haben sich im Stadtteil breit gemacht, sprich, „da wo es grün ist, sind wir dabei“. Der Garten ist immer frei zugänglich, 1x im Monat sprechen sie sich ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Insekten und Vögeln. 1x p.a. machen sie ein Erntedankfest für die Nachbarschaft.

    Der Oberhafengarten liegt im Kultur- und Kreativquartier. Die Initiatorin hat auch die Hanseantische Materialverwaltung gegründet, ist im Quartiersrat und sehr rege im und für den Stadtteil unterwegs. Es entsteht hier ein neues Viertel und sie haben es geschafft, das der geplante Erholungspark ein Gemeinschaftsgarten wird – Fläche: 6000m². Teil davon wird Wildblumenwiese (als Stellvertreterflächen), sie haben eine Wasserzisterne und es gibt erste Kompostierungsansätze. Nun geht es um den „Übergang zur Nutzung“ als Gemeinschafsgarten mit Gemüseanbau.

    Der Interkulturelle Garten Veddel ist am Café Nova und ein Ort des Austauschs und der Begegnung für die Nachbarschaft. Anfangs waren sie ganz viele, die Gruppe ist geschrumpft und sie sichen neue Leute, die regelmäßig da sind. Sie kooperieren mit einer Schule, die eine Patenschaft für drei Beete übernommen hat. Sie haben keinen Zaun und wollen auch keinen. Pilzanbau und Permakultur sind geplant.

    Der Stephanusgarten nutzt einen ehemals verwilderten Kirchgarten und die Gruppe baut alles selber. Es ist ein Ort der Begegnung, Nachbarschaftsfeste werden groß geschrieben.

    Im Kulturpalast möchte de Nachhaltigkeitsmanager einen Garten top down aufbauen. Der Kulturpalast ist im ehemaligen Wasserwerk und auf der Fläche ist Platz für das Gartenprojekt. Er hat schon einige Materialien bestellt, denkt an zunächst 10 Hochbeete und hat schon ein kleines interessiertes Grüppchen gefunden. Es sollen Workshops und feste Gartentage folgen.

    Fuhlsgarden gibt es seit 5 Jahren, liegt im Grünzug eines Kitaträgers. Jeden Sonntag trifft sich die Gruppe zum offenen Gärtnern und sie machen 3 – 4 Veranstatungen p.a.

    Südlinie ist ein neu entstehende Projekt. In einem Kleingarten haben sie bisher zwei Parzellen, pachten eine dritte dazu und es soll ein Gemeinschaftsgarten entstehen. Das Viertel ist ein großes Neubauviertel mit 1600 Wohnungen. Der Wunsch des Landesverbands der Kleingärten ist es, dass es mehr Kooperationen mit Schulen, Kitas gibt udn auch eine Öffnung – z.b. durch Gemeinschaftsgärten – für die Nachbarschaft. Es gibt wohl eine Kooperation mit der Loki Schmidt Stiftung.

    Der Landesvorsitzender der KGs hat durchgesetzt, dass inzwischen auch Vereine Parzellen in Kleingärten pachten können. Zumindest in HH


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  • Göttingen: Janun treibt „Lebensmittelanbau in der Stadt“ voran

    (Tel)
    Janun Göttingen ist ein Teil des Janun e.V., einem Zusammenschluss von Jugendumweltvereinen in Niedersachsen. Bei Janun können Menschen mit einem Alter bis maximal 33 Jahren dabei sein. Da viele von ihnen nach Uni oder Ausbildung in andere Städte ziehen, sich die Lebensumstände ändern, gibt es in ihren Projekten viel Fluktuation, so dass ein Thema die immer wieder neue Einbindung von weiteren Mitgärtner*innen ist. Sie arbeiten mit virtuellen Kommunikationstools und merken, dass Ältere noch nicht so den Zugang zu ihren Gärten gefunden haben.

    Sie haben drei Gartenprojekte, die teilweise noch in Planung sind.
    Schon seit längerer Zeit gibt es den Janun Garten, der sich im Friedensgarten Grone befindet. Hier liegt der Schwerpunkt auf „Market Gardening“ (Ertrag auf kleinen Flächen) und Permakultur.
    Ein Teil ihrer Gruppe hat für die Idee eines Waldgartens bei einer Klimaschutz-Ausschreibung der Stadt teilgenommen und neben 9 anderen Projekten einen Zuschlag bekommen. Nach wie vor ist es schwierig, in Göttingen eine Fläche für ein Gartenprojekt zu finden. Janun empfindet die Verwaltung als unkooperativ und ungeübt im Umgang mit aktiver Zivilgesellschaft, die Ideen umsetzen möchte.
    Teil der Förderung ist Beratung und so sind sie auch an eine Fläche gekommen (an einem Hang, genau auch dort, wo sich der andere Garten befindet). Hier wollen sie nun einen Waldgemeinschaftsgarten aufbauen, bei dem es aber keinen Gemüseanbau geben soll, sondern nur Sträucher, Bäume und Kräuter.
    Das dritte Projekt ist eine SoLaWi, an der sie beteilgt sind. (mehr …)

  • Stuttgart: Gemeiderat bewilligt 180.000 Euro für drei Gemeinschaftsgärten

    (Tel mit V. Remmler)

    Stadtacker Wagenhallen hat Gelder für den Umzug und für 1,5 Stellen bekommen. Eine Stelle, die den Umzug koordiniert und die halbe Stelle, um das pädagogische  Angebot u.a. mit zwei Grundschulen weiter zu führen bzw. auch auszubauen.
    Diese Förderung läuft nicht über das Förderprogramm des Stadtplanungamts und die V. Remmel, die Ansprechpartnerin für die GGs in Stuttgart war nicht involviert. Selbst nun zu beraten ist für sie schwierig, da das nun bei einer anderen Behörde aufgehängt ist.
    Auch Chloroplast hat 2 x 10.000 Euro vom Gemeinderat bekommen und im Rahmen des GartenleistungsFoPro sind nochmal 60.000 Euro vom Gemeinderat bewilligt worden: für einen neuen Garten am Hasenspielplatz.

    Die Zusammenarbeit mit anderen Behörden ist schwierig und vieles ist einfach unbekannt. So gibt es auch Gelder vom Umweltamt, die einfacher für die Initiativen zu bekommen sind, doch davon hat Viviann (die offizielle Ansprechpartnerin der Verwaltung) nur durch Zufall mitbekommen.

    Es gibt weitere Neuigkeiten aus Stuttgart: eine Initiative (in der auch Mitarbeiter*innen der Verwaltung privat dabei sind), hat ein großes Grundstück aufgetan, auf dem u.a. zwei baufällige Gewächshäuser stehen. Sie wollen gärtnern und es gibt genug Platz für weitere Gruppen. Nun geht es um die Finanzierung der Instandsetzung, der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 30.000 Euro – Dienstleistung durch einen Handwerker. (mehr …)

  • Nürnberg: Kollekt Jardin baut Gewächshaus und Ofen

    (Antrag, Antworten)

    Zuerst zum Gewächshaus. Jedes gute Gartenprojekt braucht natürlich ein schönes Gewächshaus.
    Bisher haben wir unsere Jungpflanzen bei den Mitgliedern zuhause vorgezogen, was aber leider ab
    einer gewissen Größe einfach nicht mehr funktioniert. Mit dem Gewächshaus können wir unsere
    Pflanzen zentral an einem Ort vorziehen und haben dadurch einen besseren Überblick über die
    vorgezogenen Arten und Sorten, sowie eine verlässlichere Chance, dass die Pflanzen auch keimen.
    Außerdem gibt es einige Arten, die durch eine längere Vegetationsphase im Gewächshaus wesentlich
    höhere Erträge bringen und gerade im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen (siehe
    vergangenes Jahr Regen, Stürme, etc.) den Schutz brauchen. […] Der Bau soll im Laufe des Frühjahrs stattfinden, sodass wir zu Beginn des
    Sommers (ca. Juni / Juli) die ersten Pflanzen darin pflanzen können. Die Vorzucht im Gewächshaus
    wird dieses Jahr leider noch nicht klappen.

    Das zweite Projekt ist ein Backofen. Der Ofen soll nicht nur zum Brotbacken geeignet sein, sondern
    mehrere Funktionen haben (backen, trocknen und grillen). Damit wollen wir bei größeren
    Veranstaltungen, wie beispielsweise unserem Sommerfest, die Gäste bewirten und im Herbst unser
    Obst und Gemüse trocknen, um es so haltbar zu machen. Wir kooperieren mit verschiedenen
    Gartenprojekten der Stadt über das Gartennetzwerk Nürnberg und würden diese Ressource darüber
    selbstverständlich auch teilen. Außerdem möchten wir die Nachbarschaft dazu einladen, in den
    Sommermonaten einmal monatlich bei uns im Gemeinschaftsgarten Brot zu backen, wofür wir
    vorher in Workshops zusammen Sauerteig ansetzen. Die Idee kam von einem kurdischen
    Vereinsmitglied, welches früher genau das in seinem Dorf regelmäßig einmal in der Woche machte.
    Dieses Mitglied wird den Bau des Ofens auch leiten und hat bereits eine Skizze und eine Materialliste
    erstellt. Die Genehmigung dafür haben wir von der Stadt ebenfalls bereits erhalten. Der Bau soll
    ebenfalls im Frühjahr starten und wird sich durch die Zwischenschritte (Bodenplatte, Fuß, Dachplatte,
    Dach) jedoch etwas in die Länge ziehen. Wir rechnen damit, dass wir den Ofen zum Sommerfest im
    Juli/August einweihen können.

    Unser Mietvertrag (Liegenschaftsamt Nürnberg/ SUN) läuft auf unbefristete Zeit mit einem Jahr Kündigungsfrist. Unser letzter Mietvertrag (von privat) hatte eine Befristung, der aktuelle aber nicht mehr. Vielleicht war das ein Missverständnis. Ich hänge hier nochmal den relevanten Teil des aktuellen Mietvertrages an.

    Wie in jedem Verein fluktuieren die Mitgliederzahlen natürlich auch bei uns. Durch Corona sind zuerst einige ausgetreten, da sie sich den Beitrag nicht mehr leisten konnten und wegen den Kontaktbeschränkungen eher ängstlich waren. Im Laufe des letzten Jahres sind dann aber auch wieder einige neue dazugekommen. Aktuell haben wir 27 aktive Mitglieder. Wir rechnen in 2022 mit einem erneuten Zuwachs, da einerseits in der Gartengruppe seit Herbst neue Leute dabei sind, die noch keine Mitglieder sind und andererseits ein größeres partizipatives Projekt über Jugend für Europa geplant ist, wofür wir im Laufe der nächsten Woche eine zu- oder absage bekommen. Da es schon das dritte Projekt bei Jugend für Europa ist, gehen wir stark von einer Zusage aus.

    Wir wollen schon lange eine – gemeinsam mit den Naturfreunen gestaltete – Informationstafel bauen, was wir bis jetzt aber noch nicht geschafft haben. Zum Ende des letzten Jahres haben wir von der Kulturoase Nürnberg einige Sachen gespendet bekommen (mobiles Pop-Up-Cafe, Sitzgelegenheiten & Tische), darunter auch eine Litfaßsäule, die wir jetzt vorerst als Informationssäule anbringen werden. Zukünftig soll diese in einen Natur-Erlebnis-Parcours über das Gelände eingebaut und als Ausgangspunkt dafür verwendet werden.

    Mit Global Art Nürnberg gibt es regelmäßige Kooperationen und wir haben mit ihnen einige Veranstaltungen bei uns auf dem Gelände durchgeführt (z.B. Global Art Sommer-Camp, Global Art Jams, Sommerfest, Workshops). Außerdem haben wir letztes Jahr zwei Veranstaltungen mit we integrate e.V. durchgeführt, wo ehrenamtliche eingeladen und gemeinsam Zukunftsvisionen entwickelt wurden, sowie einige Fragen zur Verbesserung der Arbeit zwischen Stadt und Vereinen erarbeitet wurden. Diese Kooperation wird sich im Laufe des nächsten Jahres auch noch vertiefen.

    Die Komposttoiletten funktionieren soweit ganz gut, sind aber durchaus noch verbesserungswürdig. Wir haben zwei separate Behälter für flüssige und feste Hinterlassenschaften. Die flüssigen kommen direkt auf unseren normalen Kompost (ca. 50 Liter pro kubikmeter) und die festen werden in separaten Komposten verwertet, die mindestens zwei Jahre ablagern. Die separaten Komposte (feste Exkremente) haben wir bis jetzt noch nicht auf unsere Pflanzenbeete verteilt, sondern nur als Kompost für Büsche, Bäume und Zierpflanzen verwendet. 

    Unsere Holzwerkstatt ist praktisch durchgängig in Benutzung durch die Vereinsmitglieder und war auch schon eine Hilfe für größere Bauvorhaben anderer Vereine (z.B. eine Bühne der Oldschool Grasshoppers, Künstler von Global Art, Workshops der Naturfreunde). Mit der Fahrradwerkstatt haben wir im letzten Jahr ein Projekt bei Jugend für Europa durchgeführt und sie „CycleTower“ getauft, da es sich dort nicht mehr nur um Fahrräder dreht, sondern ums Re- und Upcycling von allen möglichen Gegenständen. Das Projekt verlief leider auch nur mäßig, da es coronabedingt schwierig war zu planen und alle Einrichtungen, die wir angefragt haben, keine Besuche außerhalb ihres Hauses machen wollten. Unser nächster Schritt wird sein, das mobile Pop-Up-Cafe von N-ORT zu einem Repaircafé auszubauen und dieses in den Sommermonaten regelmäßig zu bespielen.

    Da die aktuellen Bauvorhaben von professioneller Natur sind, werden diese nicht als Gemeinschaftsprojekte durchgeführt, sondern erfordern viel Fachwissen und Genauigkeit. Natürlich werden unsere Mitglieder über die Bausessions darüber informiert und sind herzlich dazu eingeladen dabei zu helfen (wir brauchen bei jeder Bausession mindestens 2-3 Helfer), jedoch werden die wichtigen Schritte immer von Fachkundigen geleitet bzw. durchgeführt. Diese sind zwei Landschaftsgärtner (Barham Ismael und Leon Müller), zwei Schreiner (Joris Pauli und Basti Eins), sowie unser Allroundtalent Thomas Steinbauer (Schreiner, Elektriker, Maurer). 

    Unsere Idee ist es, im Laufe der Sommermonate (ca. Juli bis September) eine Workshopreihe für die Nachbarschaft anzubieten, bei der gemeinschaftlich Natur-Saueteig angesetzt und dieser am folgenden Tag in unserem Ofen aufgebacken wird. Das Ganze soll über das neue Projekt bei Jugend für Europa (nature me & you) durchgeführt werden. Es gibt bei immer fünf Projektteilnehmer, die die Workshops organisieren und leiten. Die Werbung wird über Flyer direkt in die Briefkästen der Nachbarschaft verteilt. Für die Herstellung der Teige werden wir wahrscheinlich ins Naturfreundehaus gehen, da es dort mehr Küchenwerkzeuge gibt und auch der Stromanschluss stabiler ist, als bei unserer Küche. 

    Das Haltbarmachen wird mit einem Trockenschrank funktionieren, der nach dem Backen bei Resthitze in den Ofen gelegt wird. Das ist ein relativ einfaches Prinzip mit einem Wellblechboden und einem Holzkasten mit Löchern darüber. Durch den Holzkasten kommt die Hitze nur von unten über das Wellblech an die Früchte. (mehr …)

  • Berlin: GG an Zentralbib Schöneberg wächst

    (Tel)
    Der Lesegarten der Zentralbibliothek soll GG werden, es gab in der Vergangenheit Workshops und eine Förderung üebr „Encounters“ und Begleitung druch Soulgarden. Diese ist lange ausgelaufen, eine Frau blieb und nun ist die Gruppe auf vier gewachsen. Die Bib macht jedes Jahr eine (Blumen)zwiebelpflanzaktion und da wurden die Leute direkt angesprochen.
    Der Garten ist nur zu den Öffnungszeiten der Bib erreichbar und die schwanken seit Corona immer wieder.
    Zudem müssen die Gärtner*innen einen Ehrenamtsvertrag unterzeichnen und dafür ein polizeiliches Führungszeusgnis vorlegen. Die Kosten dafür bekommen sie ersetzt. Inzwischen gibt es jemanden in der Bib, der sich um Ehrenamtliche kümmert und ggf. könnte das auch anders geregelt werden. Maria N. wird das mit den anderen Bibs in Berlin, die auch GGs haben/aufbauen wollen, thematisieren.
    Sie wollen in der Bib eine Saatgutbibliothek haben und auch Veranstaltungen dazu machen. (mehr …)

  • Münster: IG beendet

    Wir müssen leider unser Gartenprojekt, der „interkulturelle Gemeinschaftsgarten“ an der Von-Esmarch-Str. 63 in Münster, beenden.
    Wir können nach Rücksprache mit dem Eigentümer das Gelände nicht weiter nutzen.

    (mehr …)

  • Krefeld: GG Alte Samtweberei sucht neue Gärtner*innen

    „Der Gemeinschaftsgarten in der Alten Samtweberei sucht ein neues Team, das sich um ihn kümmert! Was wird gesucht?

    Menschen, die unseren „grünen Flecken“ für die Stadt wertvoll finden und sich dafür einsetzen wollen, dass es ein schöner Platz für die Nachbarschaft bleibt.

    Menschen, die Lust haben, gemeinsam mit anderen Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Viertel, den Gemeinschaftsgarten zu gestalten.

    Menschen, die Ideen dazu haben, wie der Garten kreativ und vielfältig genutzt werden kann.

    Was bieten wir?

    Freiheit in der Gestaltung des Gartens, innerhalb der fünf Anforderungen, die sich aus den Erfahrungen der letzten Jahre ergeben haben,.

    Ein ca. 270 qm großes Grundstück mit kleinen Obstbäumen, Gemüsebeeten, Kräutergarten und Bienenstock. Es liegt in der Alten Samtweberei hinter der Shedhalle und Sportplatz. Es gibt eine Zisterne, einige Gartengeräte und einen Platz zum Sitzen.

    ein kleines Budget für Saatgut, Pflanzen, Werkzeug, etc.

    Der Rahmen

    Bisher hat eine kleine Gruppe von Menschen den Garten bewirtschaftet. Wir haben ihre Erfahrungen zusammengetragen. Folgende Anforderungen soll der Garten der Zukunft erfüllen:

    – schön zum Verweilen sein
    – Kindern und Erwachsenen Natur erlebbar machen und näher bringen
    – sowohl für Gemüse, Obst, Kräuter aber auch Blumen und schönen Sträuchern ein Zuhause sein
    – offen sein für alle, die kommen möchten, und genug Schutz bieten für das, was Menschen dort schaffen.
    – in Teamarbeit gestaltet werden.

    Oder in Stichworten:
    Aufenthaltsqualität – Lehrerlebnisgarten für Kinder und Erwachsene – Nutz- und Ziergarten – Waage zwischen Offenheit und Schutz des Geländes – gemeinsam

    Du kannst dir vorstellen deine Ideen, Zeit und Kraft einzubringen?
    Dann bewerbt euch“

    https://samtweberviertel.de/gaertnerinnen-und-gaertner-gesucht/

    -> ein Projekt der Montag Stiftung (und Stadt Krefeld) (mehr …)

  • Berlin: Planungen für den Bellermanngarten im Gesundbrunnenviertel

    (NL)

    „In Abstimmung mit dem Straßen- und Grünflächenamt sowie dem Quartiersmanagement Badstraße beraten wir gerade über die Rahmenbedingungen der Gartennutzung.

    Das erste Treffen der neuen Gartengruppe (also Euch!) ist für März angesetzt, gebaut werden soll der Garten dann im April. Dazwischen haben wir noch einiges mit Euch zu beraten, zu entwerfen und auszuklabüstern! Weitere Informationen folgen an dieser Stelle!

    Eins steht schon fest: für die Hochbeete, Sitzgelegenheiten und andere Ausstattungselemente wollen wir so weit wie möglich auf neue Materialien verzichten und recherchieren bereits fleißig zu Upcycling und nachhaltigen Lösungen. Wir freuen uns schon sehr, uns mit Euch dazu auszutauschen!

    Ende Februar wird schon mal ein Infohäuschen am Kiezblock aufgestellt, um auf den zukünftigen Garten aufmerksam zu machen und das uns in den kommenden Monaten als Materiallager zur Verfügung stehen wird.

    Wir freuen uns riesig, dass Ihr dabei seid und mit uns den ersten Kiezblock in Berlin Mitte zu einem grünen Ort der Begegnung macht. So geht Klimaanpassung im Kiez!“

    -> Auftrag hat GruppeF

    Info an mich war. Der Träger GruppeF hat seit 2 Jahren ein Projekt im Quartiersmanagementgebiet Badstraße und ein Ergebnis dieses Projektes „KlimaKiez“ hat das Straßen- und Grünflächenamt Berlin-Mitte das neue urban-gardening-Projekt geplant. Es wurden also die entsprechenden Bürgerbefragungen durchgeführt und der Nachbarschaftsgarten war der Hauptwunsch der Anwohnenden, da sich das mit dem Ziel Verbesserung des Stadtklima durch Stadtgrün deckt, wird dieses Projekt nun weiter geplant. (mehr …)

  • Göttingen: Janun baut essbaren Waldgarten auf

    der JANUN Garten ist ein Gemeinschaftsgarten mit einer Mischung aus Market Gardening und Permakultur. Das machen wir hauptsächlich einjähriges Gemüse, Tomatenhaus usw usw.

    Der JANUN Garten ist ein Gemeinschaftsgarten für Junge Menschen und befindet sich im Friedensgarten der internationalen Gärten e.V..
    Der Essbare Waldgarten Göttingen ist viel größer, mind. 3500 m2 und wird auf der Wiese unterhalb des Friedensgartens angelegt.

    Darunter entsteht dann noch ein neuer Garten und zwar eine Stadtsolawi Göttingen, bei der auch Menschen mitmachen können.
    Wir bauen da an diesem Ort also ein größeres Gartenetzwerk mit ganz Unterschiedlichen Beispielen und Ideen von Urban gardening (internationaler Garten, market gardening (intensiver Gemüseanbau), Waldgarten) nebeneinander auf um vielleicht auch irgendwann mal ein Bildungszentrum durch zu installieren. Die Projekte sind mehr oder weniger unabhängig. (mehr …)

  • Otterndorf: Garten der Hoffnung ist nun im Kleingartenverein

    (Sachbericht)

    Rückblick auf 2021

    Im Mai, Juni, Juli und August haben wir jeweils kleine Feste für die Garten-Aktiven veranstaltet, an denen ca. 12-20 Personen teilnahmen. Die neu erworbenen Pavillons konnten wir dabei wahlweise gegen Sonne und gegen Regen gut gebrauchen. Besonders schön war das Fest im Juli, weil überraschend eine kurdische Familie dazu kam, die vor 2 Jahren nach Buxtehude umgezogen ist, und eine afghanische Familie, die sich im letzten Jahr nicht mehr an den Gartenaktivitäten beteiligt hatte, weil sie arbeitsmäßig inzwischen voll eingespannt sind: auch wenn die Lebensumstände sich verändern: die Verbindungen bleiben häufig erhalten.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand das ganze Jahr über statt, in den kälteren Monaten nutzten wir hierfür die Räume des Initiativentreffs (Hadler Forum), in den Sommermonaten natürlich den Garten und dann besonders intensiv, da eine Frau aus unserer Gruppe dreimal wöchentlich Übungsstunden angeboten hat.

    Im September haben wir eine uns bekannte Kräuter-Expertin zu einer Veranstaltung eingeladen, die im Garten begann und dann in der Küche von einer Frau aus unserer Gruppe fortgesetzt wurde. Hier konnte unter Anleitung der Fachfrau in einer gemeinsamen Aktion Kräutersalz und Gemüsebrühe hergestellt werden. An diesem Kräuter-Treff nahmen mit großem Interesse sowohl geflüchtete Frauen teil als auch drei Frauen, die den Gemeinschaftsgarten bislang noch gar nicht kannten.

    Im Oktober haben wir mit vielen großen und kleinen Menschen zusammen die Äpfel und Birnen geerntet. Es waren nicht so viele wie letztes Jahr, deshalb haben wir diesmal keinen Apfelsaft gemacht, stattdessen die Früchte untereinander verteilt und große Mengen getrocknete Apfelringe hergestellt. Leider hatten wir auch viele Äpfel mit Schadstellen. So haben wir beschlossen, im nächsten Jahr noch einmal einen Fachmenschen für Obstbäume einzuladen, um den Baumschnitt und die Schädlingsbekämpfung (Leimringe u.ä.) anzuleiten.

    Im Oktober und November etablierte sich eine neue Gewohnheit: an mehreren Samstagen haben wir nach der Gartenarbeit gemeinsam etwas gekocht oder jemand hat vorbereitetes Essen mitgebracht: es begann mit Pfannkuchen und (selbstverständlich aus eigenen Äpfeln hergestelltem) Apfelmus, ging weiter mit einer Gemüsepfanne vornehmlich aus Gartenfrüchten, dann gab es eine Suppe nach iranischem Rezept und ein besonders opulentes afrikanisches Gericht. Das Essen wurde auf einem Gaskocher hergestellt oder warm gemacht, der Tee dazu auf offenem Feuer (Feuerschale) zubereitet. Das schaffte gerade in dieser kälteren Jahreszeit eine besondere Atmosphäre. Alle Beteiligten haben den Wunsch, diese Gewohnheit im nächsten Jahr fortzusetzen.

    Bilanz und Ausblick

    Die Gartengruppe zeigt nach nunmehr 5 Jahren immer noch Kontinuität: außer einer Frau, die 2021 weggezogen ist, sind alle mit deutschem Pass (acht Personen) dabeigeblieben, die iranische Familie, die von Anfang an dabei ist, und die pakistanische Frau sind verbindlicher Bestandteil dieser Gruppe. Einige Geflüchtete haben inzwischen Aushilfsjobs am Wochenende und können deshalb nicht mehr regelmäßig teilnehmen. Andere ziehen sich phasenweise zurück, weil ihre Situation hier und die Situation in den Herkunftsländern sie psychisch allzu schwer belastet. Doch sie alle, selbst diejenigen, die weggezogen sind, fühlen sich dem Gemeinschaftsgarten verbunden und kommen dazu, wenn sie es ermöglichen können.

    Unser Vorhaben, häufiger im Garten gemeinsam zu kochen eröffnet die Möglichkeit, noch weitere Menschen in die Struktur einzubinden, die an der Arbeit im Garten nicht so ein Interesse haben oder körperlich dazu nicht in der Lage sind. So kam z.B. eine Frau, die Patin für eine irakische Familie ist, mit zwei der Kinder regelmäßig zu unseren Mahlzeiten im Oktober und November.

    Ende des Jahres lief der Pachtvertrag mit der Kirche aus und wir sind als Verein in den vor zwei Jahren neu gegründeten Kleingartenverein eingetreten. Die Atmosphäre ist freundlich und offen. Möglicherweise ergeben sich hieraus auch noch neue Kontakte und Verbindungen, sobald die Corona-Beschränkungen aufgehoben sind und wir auch mal wieder ein größeres Fest wagen können.

    Unsere Idee, vermehrt Kräuter anzupflanzen, die geernteten und getrockneten Kräuter in kleine Tüten zu verpacken und gegen Spende abzugeben, haben wir wie geplant umgesetzt: an den beiden Tagen, an denen wir zu Marktzeiten in Otterndorf unseren Stand gemacht haben, sind wir alle Tüten losgeworden, konnten ca. 150 € an Spenden sammeln, haben unsere Gartenaktivitäten dargestellt und einige Gespräche auch über die Themen Krieg und Fluchtursachen bekämpfen geführt. Im kommenden Jahr wollen wir die Verarbeitung der Kräuter intensivieren.


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  • Berlin: Stadtteilzentrum in Pankow baut Stadtgarten auf

    (Mail)

    Stück für Stück wollen wir das weitläufige Außengelände in partizipativen Prozessen mit Anwohnern und Gästen aus dem Kiez umgestalten und einen gemeinschaftliche grüne Oase schaffen.

    Im vergangenen Jahr haben wir schon einiges geschafft: wir haben einen Limonadengarten gebaut, wo in Hochbeeten Limonadenbeeren und Kräuter angebaut werden, die wir dann mit den Gästen zu leckerer Limonade verwandeln, wir haben eine vogelfreundliche Hecke angelegt, eine Bienenweide wachsen lassen, eine insektenfreundliche Hecke geplanzt, Benjeshecken angelegt und ca 700 Blumenzwiebel gesteckt. Außerdem ein Bienenhotel errichtet, einen Barfußpfad angelegt und selte Pfanzen gepflanzt in Zusammenarbeit mit der HU.

    Es soll ein Begenungsort entstehen, in dem interkulturell und ohne alters- und soziale Grenzen eine Einladung zum gemeinsamen arbeiten, erfahren, lernen und genießen entsteht und weiter wächst.

    Für diese Jahr ist die Anlage eines Färbergartens geplant, Kistenhochbeete sollen für Gäste entstehen,  und wir wollen weiter in den Kiez wachsen mit urban Gardening Aktionen…. Und ein GartenKunstLabor soll entstehen.

    Wir haben auch ein paar Obstbäume und Sträucher (mehr …)

  • Berlin: Wilde17 muss wohl umziehen

    (Mail)

    Für die Wilde 17 passiert ja vermutlich die kommende Vegetationszeit noch nicht viel. Aber in den nächsten fünf Jahren viel, da unsere Fläche seit 14. Dezember 2021 im neuen Sanierungsgebiet liegt. Stadtplanerisch wird dieser Kiez also ganz neu gedacht und dabei hat die Wilde 17 zwar Bestandsschutz als Projekt, aber wird wohl einen neuen Ort im Sanierungsgebiet bekommen. Was erfreulich ist, weil durch den Neubau im Nachbargrundstück unser jetziges Grundstück im Vollschatten liegen wird, also kein ertragreicher Gemüseanbau mehr möglich sein wird. Die anderen Grundstücke sind fast alle viel sonniger. Die Schattenlage spielt bei der Wilden 17 jetzt schon als Negativfaktor eine Rolle vor dem Neubau. (mehr …)

  • Berlin-Mitte: neuer Nachbarschaftsgarten geplant

    (Mails)

    Bei uns im Kiez lässt der Bezirk Mitte einen großen neuen Nachbarschaftsgarten entstehen, Träger und Ort steht fest. Der Träger für den neuen großen Nachbarschaftsgarten ist GruppeF https://gruppef.com/
    Er wird Bellermannstraße/Grüntalerstraße entstehen.

    Der Träger GruppeF hat seit 2 Jahren ein Projekt im Quartiersmanagementgebiet Badstraße und ein Ergebnis dieses Projektes „KlimaKiez“ hat das Straßen- und Grünflächenamt Berlin-Mitte das neue urban-gardening-Projekt geplant. Es wurden also die entsprechenden Bürgerbefragungen durchgeführt und der Nachbarschaftsgarten war der Hauptwunsch der Anwohnenden, da sich das mit dem Ziel Verbesserung des Stadtklima durch Stadtgrün deckt, wird dieses Projekt nun weiter geplant. (mehr …)

  • München: Stadtacker macht viele Projekte „über den Gartenzaun“

    (Mail)

    Ausweitung der Aktivitäten über den Gartenzaun:

    Die Naschhecke für die Nachbarschaft an der östlichen Seite, die Blühwiese entlang der westlichen StadtAcker-Seite, die wärmeliebende Ruderalflur an der Südseite, der Schulgarten der benachbarten Mittelschule (das ist ein Kooperationsprojekt mit der Schule) und kleinere Blühbereiche, die mit AnwohnerInnen im halböffentlichen Raum geplant werden. Auch die nicht-flächengebundenen Aktivitäten gehören zu neuen Projekten, z.b Zukunftslabor oder die Verkaufsaktionen mit unserem Demeterbauern Hubert Birkmeir.


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  • Kön: neuer Gemeinschaftsgarten geplant

    (Mail)

    Das Projekt gesund hoch3 hat zum Ziel , gesundheitliche Chancengleichheit in den Kölner Stadtteilen Mühlheim, Buchforst und Buchheim zu verbessern. Über das Projekt gibt es eine Arbeitsgruppe in Buchforst, die sich insbesondere mit umweltsbezogenen Themen auseinander setzt (Müll-Situation in Buchforst, Baum(scheiben)patenschaften und Stadtbegrünung)

    Ziel der AG ist die Nachbarschaft bzw. das Veedel grüner und umweltbewusster zu gestalten. In diesem Rahmen würde eine kleine Gruppe engagierter Buchforster:innen u.a. gerne ein Gartenprojekt in der eigenen Wohnungseigentümer:innengemeinschaft ins Leben rufen. Dafür brauchen Sie die Unterstützung der Nachbarschaft.

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  • Buxtehude: Stadt plant Gemeinschaftsgarten

    (Mail)

    Die Hansestadt Buxtehude plant gemeinsam mit Bürger:innen, Vereinen und der Volkshochschule einen Begegnungsgort und Gemeinschaftsgarten im Süden Buxtehude. Die Hansestadt hat im Jahr 2020 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen und das damit gewonnen Preisgeld in Höhe von 30.000€ soll helfen, dieses partizipative Projekt im Jahr 2022 anzustoßen.

    Aktuell planen wir erste Veranstaltungen auf der Fläche (Ein Winterfest mit der Lebenshilfe, eine Bastelaktion mit einem lokalen Kindergarten, eine Samen und Pflanzentauschbörse) um den Bekanntheitsgrad des Projektes zu steigern. Parallel beschäftigt sich eine Schüler:innengruppe Ende Januar mit dem Thema Bürger:innenbeteiligung und Aktivierung weiterer Akteure im Stadtteil.

    Im Sommer möchten wir eine gemeinschaftliche Umgestaltungsaktion des Platzes durchführen (mehr …)

  • Berlin: Prinzengarten bedroht

    (ANruf)

    Der Prinzengarten im Wedding ist bedroht. Sie haben eine Räumungsklage erhalten, da ein Schulerweiterungsbau die Fläche braucht. Es gab schon Gespräche mir dem Bezirk, Toni war auch dabei, doch hat das bisher nichts gebracht. Wie schon Paece of Land wollen sie, dass der Schulerweiterungsbau an einer anderen Fläche entsteht.

    „Die Fläche des Flurstücks 508 soll bebaut werden. Dabei ginge der Prinzengarten und der Genossenschaftsgarten verloren. Und das in einem sehr dicht besiedelten Gebiet in Berlin Mitte, das hohen sozialen wie klimatischen Belastungen ausgesetzt ist.
    Wir wollen, dass die Gärten bleiben für eine klima- und sozialgerechte Stadt.“

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  • Berlin: neuer Garten entsteht in Wilmersdorf

    Am Hohenzollerndamm in Berlin-Wilmersdorf soll in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Kleingartenanlage ein offener Gemeinschaftsgarten für die ganze Nachbarschaft entstehen. Seit Oktober 2021 wird der neue Garten von Gärtner*Innen der Kleingartenanlage und Anwohner*Innen aufgebaut – unterstützt durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz sowie dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Wilmersdorf e.V. Das Büro `Parzelle X´ begleitet den Prozess und steht mit Rat und Tat zur Seite.

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  • Hamburg: neuer Garten entsteht

    der Oberhafengarten ist offen für alle.

    Es handelt sich um eine öffentliche Fläche der Stadt die durch die Hafencity GmbH verwaltet wird.

    Ich bin Vertreterin der NutzerInnen des Kultur- Und Kreativquartierts Oberhafen und wir arbeiten seit Beginn der Planung der Grünfläche (6.000qm) dadran an dieser Stelle keinen Park sondern einen Naturgarten entstehen zu lassen. Nun ist die Bauphase (überwiegend) abgeschlossen und wir können nun mit der Nutzung beginnen.

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  • Coswig: Winteraktivitäten im IG

    Wir haben auch über den Winter unsere Aktivitäten im Verein nicht ruhen lassen. Im Dezember trafen wir uns, um Wintergemüse zu ernten und zu verteilen. Grünkohl, Rüben, auch Kohlrabi und die letzten Kürbisse , alle wissen unser Ökogemüse zu schätzen. Aber, das Wichtigste war der schöne Treff, es tat uns gut, weil wir im November und Dezember seltener Einsätze machen. Wir sind froh, dass uns Corona bei der Arbeit im Garten nicht beeinträchtigt.

    Wir starten jedenfalls mit frohem Mut in das neue Jahr!

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  • Berlin: Peace of Land muss Fläche räumen

    (NL)

    Es ist Fakt. Wir müssen das Gelände Am Weingarten 14 räumen. Ende des Jahres 2022.

    Wir hatten viele gute Argumente und dank eurer Solidaritätsschreiben eine sehr große Unterstützung für die Zukunft und das Bestehen von Peace of Land. Aber der politische Wille war nicht für den alternativen Plan zu begeistern, die Turnhalle für die Grundschule im Blumenviertel auf den benachbarten Flächen Sigridstr. 11A und Syringenplatz zu bauen. Weil dies zusätzliche ca. 6 Jahre Wartezeit für die Turnhalle bedeutet hätte und zusätzliche 1-2 Mio. Euro Kosten um weitere Architektur und Planung zu bezahlen. Es wird als oberste Priorität eingestuft den steigenden Schülerzahlen des Bezirks zu entsprechen und den weiteren Ausbau der Grundschule zu fördern. Dies wurde uns von Bezirksstadträtin Dominique Krössin (die Linke) und Pankows Bürgermeister Sören Benn (die Linke) nach einigen Fragerunden mit der Verwaltung, vielen Verhandlungen und einer Petition an das Abgeordnetenhaus mitgeteilt.

    Es wurden uns stattdessen Flächen im Pankower Bezirk angeboten, alle 11 km und weiter weg vom jetzigen Standort. Und die Aussicht auf eine letzte Saison im Peace of Land bis Ende des Jahres 2022.

    Wir sortieren uns neu. Allesamt im Verein, die mit einem neu gewählten vierköpfigen Vorstand die Zukunft von Peace of Land jonglieren.
    Es gibt den Wunsch nach Transformation, den Wunsch nach einem näheren Ort für einen Umzug und den Wunsch für das Bespielen des letzten Jahres am bestehenden Ort mit Festen, Veranstaltungen und Workshops. Wir wollen die verbleibende Zeit vor Ort intensiv nutzen. Wir rocken 2022! 

    Wer Ideen hat, einen Platz kennt, in der Nähe, der sich für einen Umzug oder Aufbau eines Permakulturgartens eignet, melde sich gerne. Und gleichzeitig fragen wir uns, ob unser Verein auch ohne festen Ort haltbar ist? Die Visionen werden sich erst zeigen. Zuerst gibt es Platz für die Trauer diesen Ort aufgeben zu müssen.

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  • Berlin und Kassel: drei Waldgartenprojekte entstehen

    Stand der Dinge des Forschungs/Erprobungsprojekts „Urbane Waldgärten“ und die Planungen für die nächste Zeit: https://urbane-waldgaerten.de/?na=v&nk=105-80f5fa58d8&id=19 (mehr …)

  • München: Graduiertenkolleg „Grüne Urbane Infrastruktur“ an der TUM

    (alerts)
    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Graduiertenkolleg „Urbane Grüne Infrastruktur“

    Von Petra Schnirch, Freising



    es ist eines der großen Zukunftsthemen: Die Städte müssen grüner werden, die Natur mehr Raum bekommen, um die Folgen des Klimawandels abzumildern. Wie wichtig dieses Thema ist, hat auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erkannt, die junge Forscherinnen und Forscher an der TU München (TUM) unterstützt. Sie fördert von April 2022 an für zunächst viereinhalb Jahre das Graduiertenkolleg „Urbane Grüne Infrastruktur – Wissenschaftliche Ausbildung kommender Experten und Expertinnen integrierter Stadtplanung“.

    Der Umbau der Städte mit einer nachhaltigen, naturnahen und an die neuen Klimabedingungen angepassten Infrastruktur steht dabei im Mittelpunkt. Sprecher des Kollegs ist Stephan Pauleit, Professor für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung in Weihenstephan. Für die Forschung zu dem Thema bedeutet die Förderung des Kollegs einen enormen Schub. Die TUM kann nun 13 Promotionsstellen ausschreiben, außerdem eine Postdoc- und eine halbe Koordinationsstelle, eine Verlängerung ist möglich.

    Ein solches Graduiertenkolleg sei schon etwas Besonderes, sagt Pauleit. An der gesamten TU München gibt es derzeit nur vier, außerdem vier weitere mit TUM-Beteiligung. In diesem Fall kommt hinzu, dass es sehr interdisziplinär ist, wie Pauleit erklärt, die Doktoranden stammten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen wie Biologie und Ökologie, Bodenkunde, Mobilitätswissenschaften, Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung bis hin zur Medizin. Sie sollen eng zusammenarbeiten, „um neuartige grüne Infrastrukturen zu entwickeln“. Solche interdisziplinären Arbeitsweisen seien „für die erfolgreiche Lösung der komplexen Herausforderungen moderner Städte, etwa im Klimawandel, auch dringend erforderlich“, sagt Pauleit. Denn dafür sei ein tiefergehendes Wissen über die Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen in ihrer gemeinsamen städtischen Umgebung notwendig.

    Zu Ökosystemen, die sich positiv auf das Stadtklima auswirken, zählen Grünflächen wie Parks, Stadtwälder, Gärten, aber auch Straßenbäume oder begrünte Dächer. Sie bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere und können an heißen Tagen dazu beitragen, dass die Luft durch Verdunstung und Verschattung gekühlt wird oder aber dass Regenwasser versickern kann. Außerdem isolieren grüne Dächer und bepflanzte Fassaden Gebäude auf natürliche Weise. Für Pauleit zählen aber auch andere Aspekte wie die Bedeutung von Grünflächen als Erholungsort oder Treffpunkt.

    Eng zusammenarbeiten wollen die Forschenden mit Partnern aus der Praxis, etwa dem Planungsreferat und dem Klima- und Umweltschutzreferat der Stadt München. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt forschte ein interdisziplinäres Team unter Federführung des Weihenstephaner Lehrstuhls bereits drei Jahre lang in sechs unterschiedlichen Quartieren in München zur Bedeutung des Grüns für das Stadtklima. Das Projekt fand nationale Beachtung, das Wissenschaftler-Team zählte erst kürzlich zu den drei Finalisten für den deutschen Nachhaltigkeitspreis.

    Die Arbeit des Graduiertenkollegs sei damit thematisch „eng verwandt“, sagt Pauleit, ein regelmäßiger Austausch der Erkenntnisse werde angestrebt, ebenso mit anderen Stadtforschungsprojekten an TUM-Lehrstühlen. Am Graduiertenkolleg sind elf Professorinnen und Professoren der TUM School of Life Sciences in Weihenstephan und der School of Engineering and Design beteiligt, außerdem Wissenschaftler der Universität Augsburg und des Helmholtz-Zentrums München.

    Die Transformation der Städte und ihrer Freiräume ist laut Pauleit dringend notwendig, damit an heißen Tagen, die durch den Klimawandel weiter zunehmen werden, „die Menschen nicht gesundheitlich gefährdet werden, das Regenwasser bei Starkregen nicht die Keller und Unterführungen überschwemmt“. Durch den Kontakt mit der Natur könnten die Stadtbewohner zudem gesünder leben und müssten sich nicht ins Auto setzen, um ins Umland zu fahren. Oder die Stadt gleich ganz verlassen und damit die Zersiedelung der Landschaft vorantreiben. Ohne diese Veränderungen, bilanziert Pauleit, „werden wir nicht zu einer nachhaltigeren und an den Klimawandel angepassten Stadtentwicklung kommen“.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/tu-muenchen-weihenstephan-stadtklima-gruenzuege-1.5495685

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