Autor: admin

  • PAT-Garten in Reegensburg wird gut genutzt

    (Antrag und Antworten)

    Die Bekanntheit unseres Nachbarschaftsprojektes steigt und viele Gärtner*innen nutzen die Hochbeete bereits intensiv, um sich mit frischem Gemüse, Obst und Kräutern zu versorgen, sodass wir in der vergangenen Gartensaison einige Anfragen für Beetpatenschaften nicht erfüllen konnten. Im kommenden Jahr sollen deshalb zwei neue Hochbeete gebaut werden. Für den Bau haben sich Paletten aus lokalen Unternehmen als stabile Konstruktionsgrundlage erwiesen. Diese erhalten wir weiterhin kostenlos. Für die Auskleidung mit Teichfolie sind neben der Folie selbst Tackernadeln sowie Schrauben für die Fixierung der Paletten notwendig.
    Außerdem möchten wir im kommenden Jahr zwei weitere Beete renovieren. Beim Bau der Beete 2017 wurde eine Folie verwendet, die wenig witterungs- und UV-beständig scheint, sodass die Folie reißt bzw. sich Stücke daraus lösen. Neben dem Feuchtigkeitsverlust ist vor allem die Anreicherung von Plastikpartikeln in der Erde und damit mitunter auch im Gemüse selbst ein Problem. Für die geplante Renovierung werden wir neben der Teichfolie und Tackernadeln vermutlich auch einige neue Schrauben für die Paletten benötigen.
    Im vergangenen Jahr sind weiterhin leider die Auslaufhähne der Wassercontainer (IBC) kaputt bzw. undicht geworden. Eine Reparatur durch im 3-D Druckverfahren hergestellte Ersatzteile durch einen unserer Gärtner war leider nicht dauerhaft. Diese möchten wir gerne durch neue Hähne mit hohem Metallanteil – mit hoffentlich höherer Haltbarkeit – ersetzen.
    2) Auch unsere Gemeinschaft braucht Pflege
    Mit gemeinsamen Projekten möchten wir nicht nur unseren Hochbeetgarten pflegen, sondern auch uns als Gemeinschaft. Dabei geht es uns zum einen darum, bei der Planung und Durchführung der Projekte, gemeinsam und voneinander zu lernen – zum Beispiel mehr über biologische Gartenführung, Kultivierung von Pflanzen im Hochbeet oder Insekten im Nutzgarten. Gleichzeitig möchten wir Anlässe schaffen, bei denen wir uns gegenseitig besser kennenlernen können und unsere neuen Mitglieder von Anfang an gut einbinden können.
    Zwei gemeinsame Bauprojekte haben wir uns deshalb für das kommende Jahr vorgenommen:
    a) Da wir im vergangenen Jahr Probleme mit starkem Lausbefall hatten möchten wir der weiteren Verbreitung mit Nisthilfen für Insekten entgegenwirken. Die Nisthilfen für Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer und weitere Insekten sollen in einem Workshop gemeinsam gebaut werden. Für den Bau möchten wir Hasendrahtgitter, Schrauben sowie rote Farbe für die Überwinterungsquartiere der Florfliegen erwerben. Das Hasendrahtgitter soll als Abschluss über die gefüllten Rahmen gespannt werden, da wir aufgrund hohen Publikumsverkehrs und tendenziell schlechten Erfahrungen mit offen zugänglichen Dingen eine geringe Haltbarkeit der Nistkästeninhalte befürchten. Stroh bekommen wir von einem örtlichen Bauernhof, die weiteren Füllmaterialien werden von den Gärtner*innen vorab gesammelt, das Holz wird recycelt.
    b) Des Weiteren ist die Blütenvielfalt in unserem Garten vor allem im Herbst relativ niedrig. Zum einen werden die Beete aufgrund des begrenzten Platzes vorrangig für den Anbau von Gemüse genutzt, dessen Blütezeit früh im Jahr stattfindet. Nur vereinzelt wachsen Malven, Boretsch und Phazelia. Zum anderen sind wir angehalten die Grünfläche, auf dem die Hochbeete gebaut wurden, regelmäßig zu mähen, sodass nur direkt um unsere Beete
    etwas Lein, Scharfgarbe und Lichtnelken wachsen. Im Frühjahr möchten wir deshalb mobile, kleine Beete in Kisten bauen, die unabhängig von den vergebenen Beetpatenschaften im Garten verteilt werden. Sie dienen als Lebensgrundlage für weitere Insekten. Für den Bau müssen kleine Schrauben, Tackernadeln und Teichfolie erworben werden. Die Samen würden wir gerne bei der Firma Dreschflegel einkaufen, da das Saatgut samenfest ist und Öko-Richtlinien einhält. Um eine lange Blütezeit im Garten zu erreichen und verschiedene Insektenarten zu bedienen sollen Sommerastern (Blütezeit VII-X), Cosmea (Blütezeit ab VI), Löwenmäulchen (Blütezeit VII – X), Winden (Blütezeit VII – X) und Tagetes (Blütezeit VI – X) gesät werden. Eigene Samen von Borretsch, Akelei und Sonnenblumen kommen hinzu.

    • Wir sind in diesem Jahr 24 Gärtner*innen (inkl. 3 Kinder). Die enge Kerngruppe, die bei jedem Treffen anwesend ist, regelmäßige Aufgaben übernimmt und selbstständig kleinere Projekte anstößt sind circa 7 Personen.
    • Mitmachen kann jede*r, die/der sich an uns wendet (via E-Mail, Ansprechen im Garten, über das Transitionbüro). Dazu gibt es Infos auf unserer Homepage, im Newsletter von Transition, bei Infotreffen im Herbst und Frühjahr speziell zu den Gartenprojekten und wir haben auch ein Schild im Garten, das Passant*innen über das nächste Gartentreffen direkt informiert und einläd. Bester Einstiegszeitpunkt ist im Frühjahr, wenn die Beetpatenschaften neu organisiert werden oder im Herbst, wenn wir planen, ob bzw. wie viele Beete neu gebaut werden müssen. Unter dem Jahr haben wir – solange ich es organisiere – keine Anfragen bekommen.
      Die Entscheidungsprozesse werden in monatlichen Treffen kanalisiert. Hier können sich alle Anwesenden mit Ideen einbringen und es wird anschließend abgestimmt, was umgesetzt wird. Im kommenden Jahr möchten wir hier allerdings etwas modifizieren und in der Gruppe zu Beginn des Gartenjahres „Jahresziele“ festlegen, um allgemeine Perspektiven für die Gartenentwicklung / unser Projekt zu entwickeln. Die Informationen der Treffen werden in einem Protokoll zusammengefasst, das im Nachgang an alle Gärtner*innen per Mail oder Chatgruppe gesendet wird. Die Chatgruppe wird auch für kurzfristige Anliegen (z.B. Übernahme von Gießen eines Beetes, unaufschiebbare Reparaturen, gemütliche Treffen) genutzt.
      Für die Öffentlichkeit haben wir im vergangenen Jahr auch zunehmend unsere Homepage nutzt (im Garten hängt ein Schild mit dem Link hierauf), um Interessierte zu informieren (https://www.transition-regensburg.de/gruppen/gardening/transition-pat-garten/).
    • Die angedachten Bau- und Reparaturarbeiten sollen für alle interessierten Gärtner*innen offen sein. Beim Beetbau und – renovierung hat sich eine Gruppengröße von circa 5 Leuten als Maximum im Frühjahr gezeigt (unter akutellen Kontaktbeschränkungen auch eine gute Zahl). Nachdem sich bei einer Umfrage bereits mehr Leute dafür interessiert haben, würden wir hier an mehreren Tagen mit unterschiedlichen Gruppen arbeiten, sodass jede*r daran beteiligt werden kann und an möglichst viele Personen das Wissen weitergegeben werden kann.
    • Das gedruckte 3-D Ersatzteil war tatsächlich einfach herzustellen, da online dafür Modelle downloadbar sind. Allerdings war das Plastik-Material nicht beständig genug (vermutlich UV) sowie die Rillen des Gewindes mit dem verfügbaren Drucker wohl nicht sauber genug druckbar.

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  • Inistitut für Zükunfte inspiriert andere Gruppen zu GGs

    (MAil9

    In diesem Jahr sind wir 23 Helfer*innen, die sich um die Pflege des Gartens kümmern.

    Und wir konnten durchaus schon andere Personen inspirieren. So haben sich Bürgerinnen aus Detmerode und Teichbreite (zwei Wolfsburger Stadtteile) gemeldet und wollten praktische Tipps, wie auch sie das Projekt Urban Garden in ihren Ortsteilen angehen können. 


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  • Münchner Gartentour 2

    (Projektbesuche)

    Im Bahngarten vom Bahnwärter Thiel  sind derzeit 45 Beete vergeben. Der „Lockdowns“ hat den Bahnwärter mit dem Projektvorhaben „Atelierpark“ finanziell in einen Engpass gebracht. Sie starteten eine Crowdfunding-Kampagne und für eine Spende von 70 Euro gab es ein schon gebautes mit Bioerde befülltes Hochbeet, Davon gab es 30 (die alle vergeben wurden). Einige Gärtner*innen hatten aufgehört, andere waren nur selten da, jetzt formiert sich das Gartenprojekt wieder neu. Wasseranschlüsse haben sie drei auf dem Gelände, doch die Schläuche reichen nicht bis zu allen Beeten, diese Gärtner*innen schleppen Gießkannen. Um die Gemeinschaftsbeete kümmert sich hauptsächlich das Team, aber auch andere punktuell. Viel kann, nix muss. Man könnte auch Material mitbringen und nach Absprache an einem geeigneten Platz ein eigenes Hochbeet bauen. Die Beetformen sind sehr vielfältig, auch die alte Infrastruktur des Bahngeländes wird genutzt. Dem Team geht es um eine Begrünung des Ortes, sie wollen auch die Container vertikal begrünen. Der Mietvertrag ist auf 5 Jahre befristet, doch soll es bei der Wohnbebauung auch eine Grünfläche dabei sein – und da könnte ja auch ein GG Teil von sein. Zahlen müssen die Gärtner*innen bisher nix, sie überlegen aber, eine Wasserpauschale einzuführen.
    Die Erde bekommen sie Plantura, auch mal gespendet.

    Im Südgarten sind nach wie vor ein paar Leute dabei, die den Garten mit gegründet haben, welche, die in Jahr 2 eingestiegen sind und auch einige ganz Neue. Die Beete sind inzwischen individuell, mache teilen sich ein Beet, Familien/Paare haben zwei etc. Die Gruppe ist altersgemischt, richtig aktiv und häufig da sind ist ca. 1/3, die anderen kommen, gießen und gehen wieder. Die
    Südgarten Wasser wird gekauft bei Waschanlage Beete jetzt individuell, der Nachteil sei, dass sich viele nicht verantwortlich für den „Raum Garten“ fühlen und z.B. immer die selben Leute den Müll der Parties/nächtlichen Besucher*innen wegräumen.
    Sie treffen sich als Gruppe sehr selten, so 2x/Jahr. Nach wie vor hat die Gruppe keinen Träger, keine Versicherung und vier Wochen Kündigungsfrist. Eigentümer ist der GRoßmarkt. Der will nicht, dass sie ein Kompostklo aufbauen, Feuer dürfen sie nicht machen etc. Die Gartengeräte sind in einer Kiste mit Zahlenschloss, die Kiste ist überbaut mit einer Dachkonstruktion, mit der Regenwasser gesammelt werden kann. Wasser muss ansonsten gekauft werden (bei der Waschanlage auf dem Geläden).
    Pro Jahr zahlen die Gärtner*innen 10 – 15 Euro. Paletten gibt es for free auf dem Großmarktgelände.

    Die Piazza Zenetti ist im Rahmen des City2Share Projekts von Green City entstanden. https://www.greencity.de/projekt/piazza-zenetti/. Eine Parkfläche für 24 Autos wurde zu einem Stadtplatz mit Mobilitätsstation. Die Anwohner*innen wurden an der Gestaltung des Platzes beteiligt. Die Hochbeete waren sehr wichtig, um die Anwohner*innen zu erreichen. Sie haben für die Beete Verantwortung übernehmen können, konnten ganz konkret partizipieren und es finden nach wie vor Gespräche viel auch an den Beeten statt.
    Ein Clou: sie haben auf die Mitte des Platzes Rasen (auf Folie) aufgebracht. Auf dieser Fläche finden nun Picknicks statt, Kinder spielen. Die weiteren Möbel sind durchdacht: die Sitzgelegenheiten sind oft gleichzeitig Stauraum, Verkleidungsflächen von Wassertank z.B. werden als Infoboards genutzt, es gibt eine Pfandflaschenecke für Pfalndsammler*innen, eine Büchertauschbox.
    Nach Aulaufen des Projekts hat sich eine BI gegründet, die das Projekt weiter macht. Im Winter wurden die Möbel zusammengeschoben und es durften wieder 6 Autos parken. Nun soll die Stadtplatznutzung dauerhaft so bleiben, es ist sogar eine Entsiegelung im Gespräch. Die aktive GRuppe besteht aus 20 Leuten.
    Derzeit haben sie ein Problem, Wasser zu bekommen, sie hoffen über das neue Programm der Stadt einen Trinkbrunnen zu erhalten.


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  • top down: in Leichlingen baut die Stadt einen GG, dann werden Leute gesucht

    (alerts)

    eichlingen – Zusammen mit ihren Bürgern will die Stadt Leichlingen im Rahmen ihrer Kampagne „Wir sind Blütenstadt“ mit gezielten Aktionen und Projekten den Beinamen „Blütenstadt“ zu neuem Leben erwecken. Ziel der Aktivitäten ist es, nicht nur die Attraktivität der Innenstadt zu steigern, sondern auch für die Biodiversität im urbanen Raum und die Verbesserung von Aufenthaltsqualität und Stadtklima zu sorgen.

    Im ersten Schritt wurden die Leichlinger vor rund einem Jahr nach ihren Ideen und Vorstellungen für ihre Heimatstadt gefragt. Insgesamt wurden 26 Projektideen eingereicht. Geordnet in sieben Projektthemen, sind sie in den Förderantrag bei der Städtebauförderung eingeflossen, für den nun die Mittel bewilligt wurden.

    Die sieben Themenbereiche sind: – Aufwertung der Grünflächen um das Bürgerhaus

    – Anlage eines „Blütenstadt-Gartens“

    – Urban Gardening

    – Naturnahe Staudenbepflanzungen/ Zukunftsbäume im öffentlichen Raum

    – Insektenhotel im öffentlichen Raum

    – Wissenschaftliche Betrachtung der „alten Sorten

    – Kommunikationskonzept „Wir sind Blütenstadt“ weiterentwickelnJetzt, da die Mittel verfügbar sind, wird es konkret. Als erstes Projekt soll nun der „Blütenstadt Garten“ auf der städtischen Fläche zwischen Rathaus und Cremers Weiden entstehen. Der städtische Bauhof legt den Garten mit Obstbäumen, Beerensträuchern und Hochbeeten an. Auch die entsprechende Infrastruktur mit Wasseranschluss auf dem Gelände und Geräteschuppen wird installiert. Dann sind die Bürger gefragt, die den Garten selbst „beackern“ und anschließend auch die Ernte mit nach Hause nehmen sollen. Hier gilt es nun ein Projekt-Team zu finden, dass sich eigenverantwortlich um die Pflege des Stadtgartens kümmert.
    Natürlich lässt die Stadt ihre Bürger dabei nicht alleine. Neben der Anlage des Gartens wird der städtische Bauhof auch die Pflege desselben kontinuierlich begleiten. Zum Auftakt wird nach den Herbstferien im Oktober ein Workshop mit Tipps und Tricks zur Hochbeetbepflanzung durch den Bauhof-Mitarbeiter Oliver Heidelberg stattfinden. Hier lernt die Projekt-Gruppe unter anderem, was wann angebaut wird, wie man das Beet richtig vorbereitet und düngt und welche alten Gemüsesorten heute fast in Vergessenheit geraten sind.

    […]

    https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/lokale-informationen/leichlingen/-wir-sind-bluetenstadt–leichlingen-will-den-beinamen-zu-neuem-leben-erwecken-37254622 (mehr …)

  • Treffgarten in München: bisher nur Männer dabei

    (Projektbesuch)

    Die Nachbarschaftshilfe Grünwald hat vor ca. 1 Jahr einen Teil eines Gebäudes übernommen, in dem nun ein Nachbarschaftscafé, ein Second Hand Laden, die Tafel u.a. sind. Zu dem Gebäude gehört ein kleines Gartenstück. Dieses schließt nicht ganz direkt an den Außenbereich des Cafés an, ist aber in Sichtweite. Gebäude und Garten befinden sich in einer noch recht jungen Wohnbebauung (kleine Mehrfamilienhäuschen, unten mit Terasse, viel grün). Das kleine Gärtchen wird bisher von vier Anwohnern beackert, die sich über den Garten erst kennen gelernt haben. Schon in dieser kleinen Gruppe gibt es unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen, was denn wir gemacht, was gebraucht wird etc. Sie nutzen einen nahen Wasseranschluß, Geräte sind in einem Raum untergebracht, der sehr nah ist. Inzwischen gibt es auch ein zweite Fläche, die ein paar Meter entfernt ist und ein wenig größer. Wer vom Träger aus hier gärtnern wird, ist noch nicht ganz klar, die vier Männern haben aber schon losgelegt und Pflanzen in die Erde gebracht.
    Ein Teil der Ernte wird im Café genutzt, ein Teil in eine „Überflussbox“ für die Nachbarschaft gelegt.
    Der Leiter der Nachbarschaftshilfe möchte, dass der Garten sich öffnet, viel mehr Leute sich beteiligen werden, es Kinderbeete gibt, Workshops usw. Und er denkt auch daran, in Grünwald „city“ (der Treff ist am Rande des Bezirks) ein größeres Gartenprojekt anzulegen, da er sieht, was schon der kleine Garten vor dem Treff bewirkt (Kennenlernen, Schwätzchen über den Gartenzaun, Pflanzenspenden etc.) (mehr …)

  • Querbeet Tenever soll langfristig bleiben

    (alerts)

    Er schützt kein gallisches Dorf, denn der neue Zaun rund um das Gelände des Gartenprojekts Querbeet an der Neuwieder Straße soll Menschen gerade nicht abhalten, sondern dazu animieren mitzumachen. Die eigentlich paradoxe Funktion des Zaunes ist sichtbarer Ausdruck, dass das Projekt auf Zeit sich zu einem Langzeitprojekt gemausert hat.

    „Ich fand das eigentlich immer etwas befremdlich“, sagt Roland Wozniewski vom Verein Treffpunkt Natur und Umwelt, der das Projekt maßgeblich steuert, mit Blick auf den etwa 1,80 Meter hohen Holzzaun. Letztlich erhoffe er sich aber nun eine regere Teilnahme der Menschen vor Ort, denn Vandalismus und zurückgelassener Müll verschiedener Gruppen hätten sicherlich einige Anwohner abgeschreckt, Arbeit in den Garten zu investieren. „Wir haben zuvor viel versucht, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sie zu erziehen“, sagt Wozniewski. Das habe aber leider nicht so funktioniert. 

    26.000 Euro hat die Anlage des Zauns gekostet, gesponsert von der Postcode-Lotterie. Das Lotterie-Angebot wurde in den Niederlanden gegründet und spendet einen Teil der Wetteinnahmen an Projekte aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz und Chancengleichheit. Eine Investition, die nur mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Geländes sinnvoll sei, so Wozniewski. Seitens der Gewoba, die Eigentümerin des Geländes ist, gebe es aber mittelfristig kein Interesse an dem Grundstück, sagt er.

    „Ich erhoffe mir durch den Zaun, dass mehr Leute mitmachen, und das gesamte Gelände erhält dadurch auch eine neue Wertigkeit“, sagt Wozniewski. „Man macht vielleicht eher mit, wenn man weiß, dass die Sachen auch erhalten bleiben“, so seine Hoffnung.

    Der neue Zaun soll das Gelände eingrenzen und zum Mitmachen im Garten einladen.Der neue Zaun soll das Gelände eingrenzen und zum Mitmachen im Garten einladen. (Petra Stubbe)

    Spielmöglichkeiten für Kinder

    Künftig sollen mehr Spielmöglichkeiten für Kinder auf dem Gelände geschaffen werden. „Wir wollen einen U3-Minispielplatz einrichten, mit einem Sandkasten und einer Matschmischanlage“, sagt Wozniewski beim Rundgang über das Gelände. Mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Grundstücks, plane der Verein auch mit einer Stromversorgung. „Damit wir hier Ökostrom beziehen können und nicht auf Benzin für den Generator angewiesen sind und uns auch mal einen Kaffee machen können.“ 

    Künftig könnte außerdem eine Art Kinder-Wildnis auf dem Querbeet wachsen. „In Richtung des Fleets sind noch ungefähr 1500 Quadratmeter Platz für eine Wildnis.“ Mit heimischen Sträuchern, aufgeschütteten Hügeln könnte ein naturnaher Abenteuerspielplatz entstehen. „Wir haben hier ja auch viele Familien mit Kindern.“

    Aber nicht jedes Vorhaben klappt, wie gewünscht. „Unser Bienenvolk wurde im vergangenen Herbst von Wespen beraubt und hat den Winter nicht überlebt.“ Das Imkerprojekt soll aber wiederbelebt werden. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, aber ohne Imker würde ich das nicht machen können.“

    Für die kommenden zwei Jahre finanziert sich das Projekt unter anderem aus Mitteln der Umwelt-Lotterie Bingo. Der Verein TNU (Treffpunkt Natur und Umwelt) mit dem Gartenprojekt Querbeet ist als Basiseinrichtung für Gewässer anerkannt. Insgesamt gibt es in Bremen vier geförderte Basiseinrichtungen, je zwei für Gewässer und für Klimaschutz, darunter zum Beispiel die Kinder und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung. „Darüber bekommen wir jetzt eine halbe Stelle für zwei Jahre finanziert und können dadurch auch eine Stelle für einen FSJler gewährleisten“, sagt Wozniewski. Tatsächlich habe es schon erste Bewerbungen gegeben. „Leider nicht aus Tenever“, wie Wozniewski bedauert.

    Die Corona-Pandemie hat allerdings auch in der Neuwieder Straße Spuren hinterlassen. „Wir konnten zum Beispiel nicht mehr alle Workshops, die wir anbieten, in dem Umfang stattfinden lassen.“ Die Gartenarbeit dagegen konnte nicht ruhen. „Denn sonst wäre hier innerhalb des Jahres alles verkommen.“ 

    Feste Kooperationsverträge zur besseren Planung

    Kooperationen gebe es mit der Gesamtschule Ost und Oberschule Koblenzer Straße. „Wir wünschen uns für die Zukunft mehr feste Kooperationsverträge, damit wir besser planen können“, sagt Wozniewski. Für das kommende Schuljahr gebe es außerdem noch Platz für weitere Kita- und Schulgruppen. „Wir können unter Berücksichtigung des Infektionsschutz Gruppen mit bis zu zehn Kindern betreuen“, sagt Wozniewski.

    Eine enge Zusammenarbeit gebe es hingegen mit dem Mütterzentrum Tenever. „Die haben zum Beispiel hier eine Benefizveranstaltung für die Familien aus der Neuwieder Straße 3 gemacht.“ In dem Wohnblock war Anfang Juli ein Feuer ausgebrochen. Mittelfristig will Wozniewski das Gelände enger mit den Bewohnern vor Ort verzahnen. „Das Ziel ist, dass wir die Gärten in die Hand der Anwohner übergeben.“ 

    Zumindest die Übergabe der reifen Früchte klappt schon ganz gut. „Wir wollen, dass die Sachen, die wie hier anbauen, auch vor Ort bleiben.“ Beim „Bio für alle“ können Anwohner Bio-Gemüse zu Discounter-Preise kaufen. „Überzähliges geht an die Institutionen im Stadtteil, zum Beispiel an das Café Gabriely“, erklärt Wozniewski.

    https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-gartenprojekt-in-tenever-soll-langfristig-bleiben-_arid,1930329.html (mehr …)

  • IG Stralsund nutzen Kinder und syrische Frauen

    (Mail)
    er wird vor allem vom Kinder- und Jugendtreff für ein Kinderprojekt genutzt, sowie von unserem

    Projekt „Mütter Hand in Hand“ (im Moment nur syrische Frauen, angedacht war/ist ein interkultureller

    Müttertreff). Bei den Arbeitseinsätzen hatten wir Hilfe auch von AnwohnerInnen, sowohl deutschen als auch

    welche mit Migrationshintergrund (mehr …)

  • viele neue Projekte im GG Salvia in Leipzig

    (Mail)

    Wir sind seit letztem Jahr sehr große Schritte voran gekommen. Ab morgen werden wir ein Workcamp starten, wo wir unsere neue barrierefreie Bienenfläche gestalten, z.B. Sandarien errichten und eine barrierefreie Wegführung bauen. Außerdem wird der Zaun mit Hilfe der Workcampteilnehmer und einer Förderschulklasse neu errichtet. Der Maschendrahtzaun kommt weg, ein Lattenzaun wird neu errichtet und bemalt oder anders gestaltet. Ab 2021 wollen wir auch Workshops zum barrierefreien Imkern initiieren. Das erste Bienenvolk befindet sich seit einigen Wochen im SALVIA-Garten; weitere kommen ab nächsten Jahr dazu. Unsere rollende Workshopleiterin (eine Biologin und Naturpädagogin) macht ihr erstes Angebot während der Workcampzeit. Darauf freuen wir uns besonders, da wir den Tier- und Pflanzenschatz in unserem Garten teilweise gar nicht benennen können.

    Ab Mitte September entsteht auf einem anderen Teil des SALVIA-Gartens eine weitere barrierefreie Wegführung mit unterfahrbaren Hochbeeten und  neuen Anbau- und Schauflächen (auch in Hügelbeetform). Da wollen wir verschiedene Permakulturtechniken ausprobieren und ein bissschen experimentieren. Für diesen Ausbau haben wir eine Förderung eingeworben, so dass wir eine Firma für diese Arbeiten beauftragen konnten.

    Es ist gerade sehr aufregend, was alles 2020 passiert! Trotz Corona konnten wir durchgehend tätig sein.

    Unser Waldgarten erhält während des Workcamps eine „große Portion Grünkompost“, um auch die nährstoffarmen Flächen (da standen alte Bungalows, die wir Ende letztem bzw. dieses Jahr abgerissen haben) aufzuwerten und weitere Bäume, Sträucher und weitere Stauden, Kräuter etc. im Herbst pflanzen zu können (mehr …)

  • Südstadt-Gärtla: weiteres Gartenprojekt von Bluepingu

    (Antrag und Antworten)

    Ein grüner Begegnungsplatz für alle ist am Entstehen – zum gemeinsamen Werkeln, Ernten, Zusammenkommen und Genießen. Mit den Bürger*innen der Fürther Südstadt möchten wir einen Gemeinschaftsort für ein offenes und kommunikatives Miteinander gestalten. Wir – das sind die Kooperationspartner „Koordiniertes Stadtteilnetzwerk Südstadt“ und „Bluepingu e.V.“
    Im März 2020 wurde vom Bauausschuss der Stadt Fürth der Beschluss gefasst, die Fläche an Bluepingu e.V. zu überlassen
    Nach einem Gespräch mit dem Grünflächenamtsleiter der Stadt Fürth wurde eine Teilfläche der öffentlichen Grünanlage Herrnstraße (Herrnstraße / Ecke Schwabacher Straße Fürth) zur Überlassung in Aussicht gestellt, im März wurde der offizielle Beschluss gefasst. Die Fläche umfasst eine Größe von ca. 875 m².
    Die Grünanlage Herrnstraße ist in einem wenig attraktiven Zustand und es gab in der Vergangenheit immer wieder Überlegungen zur Umgestaltung – jedoch ohne konkretes Ergebnis. Das wird sich nun ändern!
    Mit der Verschönerung des Grundstücks soll ein Nutzen für die Anwohner*innen und eine Aufwertung des Quartiers verbunden sein. Es soll ein Ort sein, an dem gegärtnert wird, vielfältiges bürgerschaftliches Engagement möglich ist, Nachbarschaft gelebt und ein nachhaltiger Lebensstil mit Spaß und Freude erfahrbar wird.
    Einen Zaun wird es nicht geben.
    Eine intensive Einbindung der Nachbarschaft soll die „Aneignung“ des Ortes begünstigen, und damit auch seinen „Schutz“.
    Mittel- und langfristig soll eine Gartengruppe aufgebaut werden, die das Südstadt-Gärtla eigenständig betreut. Die Aufbauarbeit wird von den Kooperationspartnern Koordiniertes Stadtteilnetzwerk und Bluepingu e.V. koordiniert.
    Wir haben im Mai eine erste kleine Aktion auf dem Grundstück gemacht, um zu zeigen: Hier ist etwas am Entstehen.
    Gemeinsam haben wir ein „Inspirations-Hochbeet“ und eine Infotafel mit Wünsche-Briefkasten für interessierte Bürger*innen aufgestellt. Außerdem gab es eine Auftakt-Veranstaltung direkt vor Ort zum Ideen vertiefen, gegenseitigem Kennenlernen und Planen.
    Neben dem Inspirations-Hochbeet und dem Wünschebrett haben wir bisher fünf Hochbeete aufgestellt. Weitere sollen folgen.
    Als nächstes sind im September der Bau von Sitzmöglichkeiten, sowie „Außeneinrichtung“ geplant (Palettenmöbel). Auch eine Box für Gartengeräte soll gemeinschaftlich gebaut werden.
    Im Herbst und Winter soll das Südstadt-Gärtla ebenfalls frequentiert werden. Gemeinsames Teetrinken bei Kleinkunst sind erste Ideen.
    Möglichst vieles soll über „gerettete“ und gespendete Sachmittel gedeckt werden (zum Beispiel Paletten). Am besten Second Hand.

    • Was genau bedeutet, dass die Teilfläche euch überlassen wurde. Ist das zeitlich befristet? Müsst ihr eine Pacht zahlen? Wie sieht die vertragliche Regelung aus?
      Wir bekommen einen Pachtvertrag mit 0 Euro Pacht. Der Pachtvertrag ist zunächst auf 5 Jahre datiert, und verlängert sich automatisch, wenn nicht eine Partei kündigt; also von beiderseitiger Intension her „unbefristet“;
      der Pachtvertrag wird gerade ausgefertigt (das scheint ein verwaltungstechnisch aufwendiger Prozess zu sein); den einstimmigen Beschluss gibt es schon seit März (vom Bau-Ausschuss der Stadt Fürth); wir stehen in Kontakt mit dem Grünflächenamtsleiter, mit dem wir vereinbart haben, dass wir auf jeden Fall schon loslegen; der Beschluss ist ja da.
    • Ich habe noch nicht verstanden, ob es schon eine Gruppe gibt, die mit plant und gärtnern möchte (was ja eine Grundvoraussetzung für eine Förderung durch uns ist). Wenn es eine Gruppe gibt, wie groß ist diese dann und wie setzt sie sich zusammen? Wie wird in und mit der Gruppe kommuniziert und wie werden Entscheidungen getroffen?
      Es gibt seit Anfang des Jahres ein „Gärtla-Orga-Team“. Wir haben uns bisher ca. monatlich getroffen, um den Prozess und die Beteiligung zu planen. Im Orga-Team sind ca. 7 Personen; Zur Auftakt-Veranstaltung haben wir die Nachbarschaft mit Flyern eingeladen und seither sind weitere Personen dabei, die Mithelfen möchten; im „Gärtla-Verteiler“ sind es derzeit 32 E-Mail-Adressen, die Interesse haben am Mitgestalten und explizit in den Verteiler wollten; diesen Verteiler nutzen wir, um zu den Aktionen einzuladen und natürlich möchten wir ihn sukzessive ausbauen; Außerdem kommunizieren wir analog über das Wünschebrett auf dem Gärtla. Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen, wann immer möglich gemeinsam mit den Anwohner*innen;
    • Wer hat die Hochbeete aufgestellt? Waren da Anwohner*innen beteiligt?
      Die Hochbeete wurden durch ca. 4 Leute vom Orga-Team und Nachbar*innen aufgestellt. Insgesamt waren wir ca. 15 Leute.
    • Wie viele Hochbeete soll es geben und wie viele Leute könnten mit gärtnern?
      Es steht noch nicht fest, wieviel weitere Hochbeete es geben soll. Schätzungsweise im nächsten Schritt weitere 5-7 Hochbeete – also insgesamt ca. 12 Hochbeete. Wir möchten aber auch Sitzgelegenheiten bauen und weitere Elemente eines Gemeinschaftsortes integrieren (Tauschregal etc.)
      Schwer zu sagen, wieviele Leute mitgärtnern könnten. … gießen und Beete betreuen; säen und ernten; etc.
      da könnten bestimmt 20 Menschen aktiv sein; weitere Leute können punktuell bei Festen oder Flohmarkt o.ä. aktiv sein; außerdem braucht es auch „Hintergrund-Gärtner*innen“ für Orga und Kommunikation;
    • Wie ist der Garten/soll der Garten organisiert werden? Alles gemeinschaftlich? Individuelle Beete?
      Derzeit sind alle Beete gemeinschaftlich; wir möchten sehen, wie es sich entwickelt; es sind bspw zwei Kindergärten in der Umgebung, und wir haben extra auch zwei niedrige Hochbeete gebaut, vielleicht haben die KiGas Lust auf eine Beet-Patenschaft. Das würde uns gefallen und auch den Bildungsaspekt herausheben; wir müssen dort aber erst anfragen;
      wir würden gerne weiterhin gemeinschaftliche Beete promoten und die zugehörigen Aushandlungsprozesse als Lernfeld für das Quartier sehen; wenn sich aus der Anwohnerschaft allerdings ein großer Wunsch nach individuellen Beeten herauskristallisiert (bisher nicht), dann würden wir dem nachgehen. Auf jeden Fall wirds ein Kräuter- und Naschbeet für die Allgemeinheit geben.
    • Wie groß wäre der Minigeräteschuppen und wie kommen die Mitgärtner*innen dann an die Gerätschaften?
      Das wäre eine Art „Truhe“ oder Schrank (HxBxT ca. 180x100x80cm), wo Gießkannen, Schaufeln, etc. untergebracht werden können; Idee ist, die Truhe mit einem Zahlenschloss zu verschließen; die Gärtner*innen kennen den Code; Die Truhe soll aus Paletten gebaut werden, so dass man von außen einsehen kann, was drin ist; somit wollen wir der Versuchung entgegen treten, es „aufzuknacken“;
    • Wo kommt das Wasser her?
      Bisher aus einem nahe gelegenen Fluss, und von Nachbarn, die mit gefüllter Gießkanne/Kanister kommen; hier brauchen wir eine Lösung; angedacht ist: entweder die Sparkasse in direkter Nachbarschaft legt uns einen Außen-Anschluss, oder wir können den Hydranten der Stadt anzapfen; das Thema ist in Klärung; besonders freut es uns, dass trotz widriger Umstände noch kein Pflänzchen kaputt gegangen ist! Im Gegenteil, es kommen immer wieder neue hinzu!
    • Was plant ihr mit den Flyern und Plakaten?
      Wir möchten zur Aktivierung der Anwohner*innen die nächsten Veranstaltungen mit Flyern bewerben und direkt in die Briefkästen verteilen.
      Wir haben ja unsere Wünschetafel (mit Dach). Das ist eine weitere analoge Kommunikations-Plattform. Dafür sind die Plakate gedacht.

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  • Bunter Garten Freiburg ist eingeschlafen

    (MAil)

    […] daß das Projekt eingeschlafen ist. Die Familien bzw. Einzelpersonen, die den Garten getragen haben, sind ausgezogen; es fand sich  keine Gruppe mehr, sodaß im Moment eine Familie  alleine das Grundstück nutzt – Anfang des Jahres auch gut gärtnerisch, mittlerweile ist es mehr oder weniger überwachsen.

    Wir vom Sozialen Dienst  sind derzeit mit vielen anderen Projekten und Aufgaben beschäftigt…..- vielleicht im neuen Gartenjahr wieder mit neuem Schwung.


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  • IG Schleswig gibt es nicht mehr

    (Mail)

    den Garten gibt nicht mehr. Damals haben wir den Garten als ein Projekt für Flüchtlinge gemietet, die selten etwas dort gemacht haben, deshalb haben wir das Projekt beendet und unsere Mitgliedschaft an der Garten Verein mit dem  Gartensmietvertrag gekündigt.


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  • Prinzessinnengarten und Umweltamt Neukölln reden über dauerhaften Erhalt des Gartens

    (alerts)

    m Streit um den Erhalt des Prinzessinnengartens in Neukölln ist nun eine Einigung in greifbare Nähe gerückt. Das Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin und das Neuköllner Umwelt- und Naturschutzamt haben sich auf Gespräche verständigt. An deren Ende soll der dauerhafte Erhalt des urbanen Gemeinschaftsgarten-Projekts stehen. Zuvor haben mehr als 10.000 Menschen eine Petition (https://weact.campact.de/petitions/fur-den-erhalt-des-prinzessinnengarten-kollektiv-berlins-in-berlin-neukolln) für den Prinzessinnengarten auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, unterzeichnet.

    „Die viele Unterstützung von allen Seiten, die wir für den Prinzessinnengarten bekommen haben, war der Ausschlag für die Gespräche, die wir jetzt führen“, sagt Lisa Dobkowitz vom Prinzessinnengarten Kollektiv Neukölln. „Das hat gezeigt: Ein offener Gemeinschaftsgarten ist nicht nur wichtig für die ökologisch verantwortungsvolle Nutzung der Fläche. Er bringt auch die Menschen aus der Nachbarschaft zusammen. Wir werden weitermachen, bis wir eine gute Lösung finden.“

    Im Februar 2020 ordnete das Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln an, dass unter anderem ein Gemüseacker und eine Komposttoilette wieder zurückgebaut werden müssen. Sie seien nicht naturschutzkonform. Die Anordnung hat das Garten-Projekt auf dem Gelände des St. Jacobi Friedhofs in seiner Existenz bedroht.

    Das Prinzessinnengarten Kollektiv engagiert sich seit zehn Jahren im Bereich von Umweltschutz und Umweltbildung in Berlin. 2019 zog das Kollektiv vom Prinzessinnengarten am Moritzplatz auf die brachliegenden Friedhofsfläche in Neukölln. (mehr …)

  • IG Gevelsberg: Färben mit Pflanzen

    (alerts)

    Die Geschichte des Interkulturellen Bürgergartens beginnt im Jahr 2011. Drei Monate lang planten, arbeiteten und pflanzten damals 20 Familien aus sechs Nationen. Auf einem Grundstück hinter der Städtischen Realschule, um dort etwas einzigartiges entstehen zu lassen. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und zeugt von einem multikulturellen Miteinander. „Hier sieht und erfreut man sich an greifbaren Dingen, auf die man stolz sein kann“, sagte die 1. Vorsitzende der Zukunftsschmiede Gevelsberg, Annette Bußmann. Denn alles was die Gemeinschaftsbeete sowie die mit regionalen Nutzpflanzen bestückten Familienbeete so hergeben, seien es Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbisse, Zucchini, Erdbeeren oder sizilianische Trauben, wird von den Hobbygärtnern verarbeitet und in der Gemeinschaft verköstigt.

    Kinder der Sozialen Gruppenarbeit vom Städtischen Jugendzentrum unter der Leitung von Birgit Weber und ihrem Team besuchten jetzt den Interkulturellen Bürgergarten und lernten dabei, das bunt oftmals auch gesund sein kann. Gemeinsam mit Annette Bußmann stellten sie aus Pflanzen und Gemüseabfällen natürliche Farben her, mit denen sie später dann die im Vorfeld von ihnen, unter Anleitung von Matthias Sprenger vom NABU, selbst gemachten Nistkästen bemalten.
    „In der Natur gibt es eine Reihe an Pflanzen, die färbende Eigenschaften besitzen, und die Menschen wussten damals schon genau diese Eigenschaften zu nutzen“, erzählte die Umweltpädagogin Annette Bußmann. Man verwendete zum Beispiel Pflanzensäfte oder Tiersekrete zum Färben von Stoffen, Bemalen von Papier und Geschirr, zum Schminken und zum Schreiben. Das Interesse an diesem alten Wissen erwacht mittlerweile auch wieder.

    Denn die Gewinnung von solchen Naturfarben ist ein niedrigschwelliges Partizipationsmodell, welches für nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Biodiversität und Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe steht. Rotkohl, Zwiebelschalen, Kurkuma, Spinat oder Grünkohl – all dies stand den Jungen und Mädchen zur Verfügung. Zudem natürlich ein Mörser und eine Schale sowie Handschuhe. Hatten sie erst einmal angefangen, waren die Kinder nicht mehr zu bremsen und es entstanden viele verschiedene Farbnuancen – Rot-, Gelb-, Grün- und Blautöne.

    Von dieser Aktion zeigte sich auch Bürgermeister Claus Jacobi begeistert. Als Hobbygärtner ließ er es sich natürlich nicht nehmen, dem Ferienspaß im Interkulturellen Bürgergarten persönlich einen Besuch abzustatten.

    https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/besuch-im-interkulturellen-buergergarten-in-gevelsberg-id230164118.html (mehr …)

  • IG Gevelsberg: Färben mit Pflanzen

    (alerts)

    Die Geschichte des Interkulturellen Bürgergartens beginnt im Jahr 2011. Drei Monate lang planten, arbeiteten und pflanzten damals 20 Familien aus sechs Nationen. Auf einem Grundstück hinter der Städtischen Realschule, um dort etwas einzigartiges entstehen zu lassen. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und zeugt von einem multikulturellen Miteinander. „Hier sieht und erfreut man sich an greifbaren Dingen, auf die man stolz sein kann“, sagte die 1. Vorsitzende der Zukunftsschmiede Gevelsberg, Annette Bußmann. Denn alles was die Gemeinschaftsbeete sowie die mit regionalen Nutzpflanzen bestückten Familienbeete so hergeben, seien es Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbisse, Zucchini, Erdbeeren oder sizilianische Trauben, wird von den Hobbygärtnern verarbeitet und in der Gemeinschaft verköstigt.

    Kinder der Sozialen Gruppenarbeit vom Städtischen Jugendzentrum unter der Leitung von Birgit Weber und ihrem Team besuchten jetzt den Interkulturellen Bürgergarten und lernten dabei, das bunt oftmals auch gesund sein kann. Gemeinsam mit Annette Bußmann stellten sie aus Pflanzen und Gemüseabfällen natürliche Farben her, mit denen sie später dann die im Vorfeld von ihnen, unter Anleitung von Matthias Sprenger vom NABU, selbst gemachten Nistkästen bemalten.
    „In der Natur gibt es eine Reihe an Pflanzen, die färbende Eigenschaften besitzen, und die Menschen wussten damals schon genau diese Eigenschaften zu nutzen“, erzählte die Umweltpädagogin Annette Bußmann. Man verwendete zum Beispiel Pflanzensäfte oder Tiersekrete zum Färben von Stoffen, Bemalen von Papier und Geschirr, zum Schminken und zum Schreiben. Das Interesse an diesem alten Wissen erwacht mittlerweile auch wieder.

    Denn die Gewinnung von solchen Naturfarben ist ein niedrigschwelliges Partizipationsmodell, welches für nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Biodiversität und Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe steht. Rotkohl, Zwiebelschalen, Kurkuma, Spinat oder Grünkohl – all dies stand den Jungen und Mädchen zur Verfügung. Zudem natürlich ein Mörser und eine Schale sowie Handschuhe. Hatten sie erst einmal angefangen, waren die Kinder nicht mehr zu bremsen und es entstanden viele verschiedene Farbnuancen – Rot-, Gelb-, Grün- und Blautöne.

    Von dieser Aktion zeigte sich auch Bürgermeister Claus Jacobi begeistert. Als Hobbygärtner ließ er es sich natürlich nicht nehmen, dem Ferienspaß im Interkulturellen Bürgergarten persönlich einen Besuch abzustatten. (mehr …)

  • Demonstrationsgarten vor Bayerischen Agraministerium eröffnet

    (alerts)

    Urban Gardening – also das Gärtnern in der Stadt – ist ein weltweiter Trend und findet auch in Bayern zunehmend Anhänger. Agrarministerin Michaela Kaniber, die auch für den Gartenbau zuständig ist, hat vor ihrem Ministerium in der Münchner Galeriestraße ein Urban-Gardening-Projekt gestartet. In den kommenden zwei Jahren sollen hier Anbauflächen „Lust auf Gemüse in der Stadt“ machen, wie auch das Motto der Aktion heißt. „Mit unserem Demonstrationsgarten wollen wir den Münchnerinnen und Münchnern in der Praxis vor Augen führen, wie man auch auf der kleinsten Fläche im städtischen Raum Gemüse anbauen und Freude am Gärtnern haben kann“, sagte die Ministerin zum Start der Aktion.

    Ab dem kommenden Frühjahr werden dort verschiedenste Methoden und Ideen für eine nachhaltige Erzeugung von Nahrungsmitteln in der Stadt zu sehen sein. Zu entdecken gibt es dann verschiedenste Anbaumethoden vom Hochbeet über den Kistengarten bis hin zum Anbau von Gemüse und Kräutern in Pflanztürmen oder an der Wand. „Alle, die sich mit den Themen Saisonalität und Regionalität beschäftigen, werden hier Anregungen und Beispiele für den Anbau gesunder Lebensmittel finden“, so Kaniber. Der Garten trägt auch zur Wiederbelegung der Stadtnatur bei.

    Demonstrationsgärten sind zudem in den sieben Regierungsbezirken geplant. Gestartet als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürth, wurden bereits im Juli die Standorte Schweinfurt und Bamberg eröffnet. Unterstützt wird die bayernweite Aktion von der Landesvereinigung Gartenbau Bayern. (StMELF)

    https://www.gabot.de/ansicht/bayern-urban-gardening-projekt-vor-ministerium-405254.html


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  • Hanau: Gartenprojekt mit Obdachlosen

    (alerts)

    Der Verein „Straßenengel“ schafft Hochbeete und einen Hühnerhof direkt neben den Gleisen am Hanauer Nordbahnhof.

    Mancher Bahnreisende wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er am Hanauer Nordbahnhof aussteigt: In direkter Nachbarschaft zu Bahnsteig und Gleisen wachsen in mehreren Hochbeeten Tomaten, Salat, Küchenkräuter und Kartoffeln.

    Um die Beete herum picken und scharren gackernd fünf braune Hühner. Das ländliche Idyll an dieser unerwarteten Stelle ist Ergebnis des jüngsten Projektes von Sabine Assmann, erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Strassenengel. Die Hilfsorganisation, die sich seit 2016 um Obdachlose und Bedürftige kümmert, hat seit 2017 dort ihr Domizil.

    Wie Assmann im Gespräch mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky(SPD) erläuterte, war es ihr ein Anliegen, die bis dahin ungenutzte und eher ungepflegte Rasenfläche für „Urban Gardening“ zu nutzen. Nachdem sie und ihre Schützlinge nach ihrem Einzug am Nordbahnhof erfolgreich dafür gesorgt hatten, dass die illegalen Müllablagerungen auf und neben dem Parkplatz dauerhaft verschwunden sind, konnte sie die Deutsche Bahn als Eigentümerin schnell davon überzeugen, ihr die etwa 200 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung zu stellen.

    Dank der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer entstanden fünf große, aus Euro-Paletten selbstgebauten Hochbeete, um Erde und Pflanzen aufzunehmen. „Was wir hier anpflanzen, wandert direkt in den Kochtopf, denn alles, was auf unseren Hochbeeten wächst und gedeiht, wird in der Küche verarbeitet“, so die Vorsitzende. Das gleiche gelte für die Eier der freilaufenden Hühner.

    https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/hanau-ort66348/hanau-kraeuter-am-bahnhof-90021795.html (mehr …)

  • GG Bürgerbeet Hilden: zu wenig Leute

    (MAil)

    Tatsächlich hat es hier in Hilden drastisch an zur dauerhaften Tätigkeit bereiten Mitstreitern gemangelt. Daher haben wir uns entschlossen, zwei der Bürgerbeete zwar weiter zu betreuen (damit die Stadt dort nicht z.B. „pflegeleichten“ Cotoneaster anpflanzt), sie jedoch nicht als Bürgerbeete mit Nutzpflanzen, sondern als weniger pflegeintensive „Insektenoasen“ weiterleben zu lassen.

    Zwei Kübel werden von einer von uns in Eigenregie weiterhin sehr schön mit „was zum Essen“ bepflanzt.


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  • Ofenbau im SoLaWi Gemeinschaftsgarten Trier

    (Mails, Tele, Antrag)

    Mit Hilfe dieses Workshops soll auf der Fläche des an den Verein Transition Trier e.V. angebundenen Solawi-Gemeinschaftsgartens Trier ein Lehmofen mit begrünter Dachfläche entstehen. Auf praktischer Ebene soll der Ofen ermöglichen, direkt im Garten unter freiem Himmel Brote und Ernteerzeugnisse zu verarbeiten und zu backen. Darüber hinaus soll der Workshop des Ofenbaus wichtige handwerkliche Fähigkeiten vermitteln und zeigen, dass es möglich ist, als Gemeinschaft in Handarbeit mit natürlichen und regionalen Rohstoffen einen Gebrauchsgegenstand zu bauen, der nicht nur nachhaltig, sondern auch funktional und schlicht schön ist. Damit wollen wir dazu inspirieren, Alternativen zu einem Konsumverhalten zu schaffen, das oft weder ökologisch noch sozial ist.
    Die Leitung des Workshops übernimmt der Recycling-Künstler Aaron Scheuer, der mit den Mitgliedern des Gemeinschaftsgartens den Ofen planen und den gemeinschaftlichen Bau anschließend über eine Projektwoche hinweg anleiten und betreuen wird. Auch die für den Ofenbetrieb notwendige Sauerteigwanne wird gemeinsam aus einem Halbstamm geschnitzt. Den Bau des Daches wird nach der Trocknung des Ofens der Schreiner Matthias Kronenberg anleiten, während die Begrünung im Anschluss des Baus durch die Gemeinschaftsgärtner*innen selbst übernommen wird. Im Laufe der Woche werden mit Hilfe von Modellierton Brotbackgefäße getöpfert, die dann nach der Trocknung im Erdbrandverfahren gebrannt werden sollen.
    Recyclete Naturstoffe aus der Region
    Die Materialien werden zu großen Teilen von Aaron Scheuer gestellt und aus Naturwerkstoffen wie Sand, Stroh, Ton und Holz bestehen, die alle aus Rheinland-Pfalz stammen und/oder zu großen Teilen recycelt sind, wie u.a. Schamott-Steine für die Innenverkleidung des Ofens, das Ofenrohr und Steine zum Mauern des Ofenpodests. Auch das Dach wird aus Naturstämmen sowie aus gesammeltem Schiefer bestehen. Befeuert wird der Ofen hauptsächlich durch Vollholzabschnitte aus Schreinerei und Zimmerei von Mitgliedern der Gemeinschaft. Die Dachbegrünung wird durch Gemeinschaftsgarten-eigene Erde und Pflanzen mit Wärme- und Trockenheitsertragenden Kräutern und Wildpflanzen durchgeführt.

    Zum Garten:

    und ich wollte Ihnen noch kurz beschreiben, inwieweit wir als Gemeinschaftsgarten auch Solawi-Prinzipien integrieren. Wir sind kein landwirtschaftlicher Betrieb, sondern eine Gruppe von inzwischen über 120 Erwachsenen und 25 Kindern und gehören zum Verein “Transition Trier e.V.”. Wir haben uns zum Ziel gesetzt hat, im urbanen Raum auf kleinster Fläche solidarische und ökologische Gemeinschaftsgärten mit hoher Biodiversität, großer Erholungsfunktion und gleichzeitig hohem Ertrag zu schaffen. In den letzten drei Jahren seit der Gründung kamen wir diesem Ziel sehr nah: Was als Brachfläche begann, ist nun ein vielfältiger und strukturreicher Gemeinschaftsgarten mit hohem Ertrag und diverser Erholungsinfrastruktur.Um den großen organisatorischen Aufwand des Gemeinschaftsgartens auch mit wechselnden Mitgliedern zu stemmen und gleichzeitig vertieftes ökologisches und gärtnerisches Wissen vermittelt zu bekommen, hat sich die Gruppe nach ihrer Gründung dafür entschieden, eine freie Umweltbildungsfachkraft auf Rechnungsbasis zu integrieren. 2020 ist aufgrund der gewachsenen Mitgliederzahl noch eine weitere Fachkraft hinzugekommen. Ihr Lohn und die weiteren anfallenden Kosten werden durch die Gemeinschaftsgärtner*innen getragen, die jeweils ihren monatlichen Anteil zahlen, der in einer jährlichen anonymen Bieterrunde festgelegt wird. Durch die Bieterrunde und die dabei  entstehenden, einkommensabhängigen Beiträge entsteht innerhalb der Gruppe, aber auch in Bezug auf die Fachkräfte ein hoher Grad an  Solidarität. Auch wenn wir uns damit in diesem Punkt an Konzepten der solidarischen Landwirtschaft orientieren und wir zu dieser ideellen Selbstverortung den Namen Solawi integrieren, sind wir dennoch zu 100% ein Gemeinschaftsgarten eines gemeinnützigen Vereins. Bei uns stehen die Gemeinschaft, die gemeinschaftlichen Aktivitäten, das Voneinander- und Miteinander-Lernen und die gemeinsame Erholung in unserem Garten deutlich im Vordergrund, was uns auch von landwirtschaftlichen Betrieben unterscheidet. Uns ist eine erfolgreiche Gemüseproduktion wichtig – diese darf aber auf keinen Fall zu Lasten der anderen Garten-Vorzüge (v.a. Erholung und Ökologie) gehen. Unser Ziel ist es, nicht nur produktiv zu sein, sondern auch eine gemeinschaftliche Gartenkultur aufzubauen und zu pflegen.


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  • Südstadtgärten Oerlinghausen legen los

    (Antrag, Antworten)

    • Wie groß ist denn die Gruppe inzwischen und wie setzt sie sich zusammen?

    Vorstand und Beirat: 10 Personen und wir arbeiten als Team, jede/r übernimmt verschiedene Aufgaben, je nach Lust und Begabung (mehr …)

  • Vielfalt an Gärten in München: Gartentour 1 in Schwabing

    (Projektbesuche)
    Der Mucca-Community Garden ist dieses Jahr um die Mucca-Halle herum gezogen und hat dort nun ein klarer als Gemeinschaftsgarten erkennbares Refugium gefunden. Die Gruppe besteht aus 7 – 8 Aktiven, sie sortieren sich gerade neu und suchen weitere Mitstreiter*innen. Sie gärtnern in Hochbeeten auf der versiegelten Fläche, haben diverse Sitzmöglichkeiten und bauen hauptsächlich robuste Pflanzen in Hochbeeten an. Die Hochbeete sind selbstgebaut, es befindet sich auch ein ex Aquarium mit Wasserpflanzen darunter. Bisher mussten sie keine Miete zahlen, doch inziwschen doch (Eigentümerwechsel). Das übernimmt (noch) die Mucca.

    Direkt neben dem Mucca-Garten ist der Huberhäuslgarten. Der einzige unversiegelte Flecken im Kreativquartier. Bis 2015 stand hier ein Häuschen (Huberhäusl), was abgerissen wurde. Anfangs wohnten noch Flüchtinge ganz nah, doch sind diese wieder ausgezogen. Die GRuppe besteht aus Künsterler*innen und Kreativen vom Gelände und ein paar Anwohner*innen sind auch dabei. Der Garten ist nach Permakulturgesichtspunkten gestaltet und ein wahres Paradies der Artenvielfalt und Anbaumethoden. Auch einen kleinen See gibt es und lauschige Ecken mit Sitzmöglichkeiten. Ein Problem gibt es: unendlich viele Ameisen.

    Der Stadtacker am Ackermannbogen ist ebenfalls ein Paradies der Artenvielfalt. Als wir da waren, blühten Artischoken, was in Bayern ob des Klimas sehr selten ist. Konrad Bucher ist der „Gardeniser“ des Projekts, seine Stelle läuft über einen Nachbarschaftstreff. Hier gibt es viele verschiedene Arbeitsgruppen, die sich um die Pflanzen und deren Verarbeitung, Kunst und Kultur, Kindergruppen usw. kümmern. Es gibt Plena und Gruppentreffen, Gruppensprecher*innen und viel Abstimmungsbedarf. Ein Chor nutzt den Garten und es finden Workshops und andere Veranstaltungen statt. Die Ernte ist für alle, die mitmachen. Wenn etwa erntereif ist, dann wird das auf einen großen Tisch gelegt und verteilt. Der Garten wird auch von Schulklassen genutzt. Er weitet sich demnächst aus: es werden artenreiche Blühstreifen angelegt. Dieses Projekt soll dann auch in anderen Gebieten von München aufgegriffen werden. Involviert ist Green City.

    O´pflanzt is hat ja eine neue Heimat im Olympiapark gefunden. Die Fläche ist wesentlich kleiner und recht schattig, doch auch wunderschön. Sie haben die Coronazeit viel im Garten sein können und so gibt es inzwischen schon wieder recht viele Hochbeete, einen kleinen Bauerngarten und einen brandneuen, selbstgebauten Zaun. Es sind noch einige der Leute dabei, die im alten Garten aktiv waren. Nach wie vor sind sie rund 15 Aktive. Noch machen sie wenige Workshops und andere Angebote, sie gucken erstmal, wie sich die Situation entwickelt. Sie haben einen Bauwagen, einen großen thekenhohen Tisch, viele Sitzmöglichkeiten und schon einiges, um die Ernte zu verarbeiten vor Ort.


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  • Stadt investierte 94.000 Euro für Gartenprojekt für Obdachlose in Bruchsal

    (alerts)
    Eine Gartenhütte am Rande der Bruchsaler Innenstadt sollte die Situation am Kirchplatz beruhigen, wo Anwohner sich über Obdachlose beschwerten. Das Projekt lief gut an, doch dann kam Corona.

     Tomatenpflänzchen wuchern wild im selbst gezimmerten Hochbeet. Die grünen Früchtchen werden regelmäßig gegossen, von Anwohnern im Bannweideweg, aber auch von den wenigen Mitgliedern der Gartengruppe, die sich im integrativen Garten regelmäßig treffen. Zum Reden, zum Trinken, zum Feiern, manchmal auch zum Gießen.

    „Der Garten lief gut an, dann kam der Lockdown durch Corona und jetzt liegt er auf Eis”, sagt Sozialarbeiterin Karin Mönig etwas enttäuscht. Sie hofft jetzt auf den Herbst und zuverlässige Leute. Und das ist nicht ganz einfach. Im März 2019 hatte der Gemeinderat Bruchsal die Reißleine gezogen und ein neues Konzept für den Kirchplatz und einen alternativen Treffpunkt mit Sozialarbeit am Bannweideweg verabschiedet.

    Seit 2018 der Pavillon im Viktoriagarten abgebaut worden war und ein Discounter am Rendezvous geschlossen wurde, hatte sich eine Gruppe von Menschen in oftmals prekären Lebens- und Wohnverhältnissen vor allem am Kirchplatz getroffen. Sehr zum Unmut der Anwohner. Sie klagten über Lärm bis tief in die Nacht, Aggressionen, Unrat und Fäkalien. In einem ersten Schritt waren im Frühjahr 2019 die Bänke abmontiert worden – die Betroffenen fühlten sich durch diesen Schritt an den Rand der Innenstadt abgeschoben.

    Sozialarbeiter bauten Vertrauen auf

    Seit November gibt es nun die Gartenhütte auf der Grünfläche zwischen der Prinz-Wilhelm-Straße und dem Bannweidenweg. Jeweils montags und donnerstags nachmittags schauen zwei Sozialarbeiter nach dem Rechten. Sie haben Kaffee und Kuchen dabei: Vertrauen aufbauen, war zunächst die Devise.

     Der integrative Garten soll als Tagesaufenthalt für Menschen dienen, die sonst täglich auf Straßen und Plätzen unterwegs sind. 94.000 Euro investiert die Stadt in den Aufbau der Infrastruktur. Das Gärtnern soll positive Erfahrungen vermitteln und beim Aufbau einer Tagesstruktur der Betroffenen mithelfen. Verlässlichkeit und Absprachefähigkeiten trainieren. So weit die Theorie.

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  • GG Blühende Weberei baut zwei Öfen und mobile Küche

    (ANtrag, Antworten)

    Der Gemeinschaftsgarten Blühende Weberei ist dieses Jahr nach 3 Jahren
    Vorarbeit/Auseinandersetzung mit der Stadt etc. an den Start gegangen.
    Das Gelände ist ca 1000qm groß und liegt am Rande von Tübingen, angrenzend an ein neues
    Viertel und den Teilort Lustnau. Die Innenstadt ist schnell erreichbar und nur 2 km entfernt. Das
    Gelände ist öffentlich zugängig und liegt neben einer Kinderwildnis und einem Jugend- und
    Sportgelände sowie direkt am Neckar. Ein Teil des Gartens soll als Kulturplatz genutzt werden, hier
    sind örtliche freie Künstler der darstellenden Künste am Planen und Umsetzen einer kleinen Bühne.
    Im Moment sind wir 40 Mitglieder und hoffen auf mehr, haben aber Coronabedingt den Aufbau des
    Gartens im Kleinen begonnen. Das Interesse aus ganz Tübingen ist groß, auch kooperieren wir mit
    Initiativen wie foodsharing und den örtlichen Kitas.
    Konkret in den den nächsten Wochen bzw. als Sommerprojekte wollen wir den Bau eines
    Brot/Pizzaofens verbunden mit einer Outdoorküche umsetzen.
    Wir möchten gern 2 Ofenvarianten bauen, einen größeren, der für Feste und Veranstaltungen
    genutzt werden kann, sowie einen kleineren der im Alltag auch von kleineren Gruppen(Mitglieder
    und Nichtmitglieder) befeuert werden kann.
    Auch soll sich ein regelmäßiger Backtag etablieren an dem der Ofen den ganzen Tag läuft, Brote
    und abends Pizza etc. gebacken werden. Die Backtage sind offen für die Nachbarschaft und alle
    Interessierten…
    Die Öfen werden von uns selbst, unter der Anleitung eines autodidaktischen, langjährig erfahrenen
    „Ofenbauers“ gebaut.
    Die Outdoorküche soll aus einer mobilen Küchenzeile bestehen, ein fahrbares Gerüst, mit
    Wasseranschluss, Arbeitsfläche und der Möglichkeit Kochfelder anzubringen. Die Küche soll zum
    gemeinsamen Kochen im Garten, für Veranstaltungen im Garten und als mobile Variante für den
    Einsatz auf Märkten oder Festen, dort verkaufen wir Kartoffeltornados mit Gartensoßen, dienen.
    Für beide Projekte gibt es Planungsgruppen die aus 5-10 Personen bestehen, beide Projekte werden
    draußen gebaut und sind als gemeinsame Aktionen gedacht an denen alle mitarbeiten können, die
    wollen. Die Baugruppen werden wohl aus ca 10-20 Personen(incl. Kindern) bestehen und an den
    Samstagen zusammenarbeiten. Die einzelnen Arbeitsschritte können in Kleingruppen ausgeführt
    werden, direkter Körperkontakt wird vermieden und Desinfektionsmittel stehen zur Verfügung.

    Wie ist der Garten organisiert?

    – Wir sind ein Verein, hatten bisher regelmäßige Planungstreffen in großer Runde. Nach einem Eigenversuch mit dem dragon dreaming design haben wir einen Projekteplan erstellt und Arbeitsgruppen gebildet, diese treffen sich nun und realisieren ihre Teilbereiche, es gibt einen offenen Samstag an dem alle kommen können, insgesamt ist es mit der Coronasituation natürlich schwierig  großen Veranstaltungen oder Treffen zu gestalten…

    Es pendelt sich im Moment darauf ein das sich die große Gruppe alle 2 Monate trifft und die AGs berichten, Austausch findet über email statt, sowie über die spontanen oder verabredeten Treffen (Arbeiten, grillen, chillen,…) im Garten.

    Macht die Gruppe alles gemeinschaftlich oder gibt es (auch) individuelle Parzellen?

    Das Gelände ist belastet, so daß wir nur mit Hochbeeten oder Wurzelfliesen arbeiten können. Im Moment gibt es 20 individuelle Hochbeete und 2 gemeinschaftliche „Felder“ ca 10mx3 mit Kartoffel/Erbsen und Kürbis/Mais/Bohnen anbau.

    Der Bereich gemeinschaftlicher Anbau wird erweitert mit verschiedenen Beeten wie Strohbeeten, Hügelbeeten usw. hier wollen wir mit verschiedenen Methoden experimentieren. Insgesamt wird es 50% individuelle Flächen und 50% gemeinschaftliche Flächen geben…

    Wie viele Beete gibt es und was für weitere Infrastruktur ist auf dem Gelände?

    Beete siehe oben. Wir bekommen einen Strom, Wasser und Abwasseranschluss. Ein Seecontainer dient momentan als Lager und wir möchten noch einen weiteren anschaffen, in dem auch die mobile Küche stehen kann, wenn sie nicht draußen benötigt wird. Komposttoilette in Planung.

    Ist die Nutzung befristet? Müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie hoch ist diese?

    Die Nutzung ist nicht befristet und wir werden mit der Stadt einen Patenschaftsvertrag abschließen und keine Pacht bezahlen müssen. Strom und Wasserkosten schon.

    Ich habe es noch nicht ganz verstanden: sollen zwei Öfen PLUS eine Outdoorküche entstehen, ja – oder?

    richtig

    Wie groß sollen die beiden Öfen denn werden und wo auf dem Gelände finden die Platz?

    Die Öfen werde zusammen auf eine Grundfläche 2×1,5m gebaut, Der Große hat die Innenmaße 60×100 der kleine wird rund mit einem Innendurchmesser von ca 50cm. 

    Wir oft würde der größere Ofen genutzt werden? Und wäre dieser Ofen der, mit dem Sie die regelmäßigen Backtage machen würden? Muss man sich dazu dann vorher anmelden? Kann jemand aus der Nachbarschaft auch ohne dass jemand vom Garten (gäbe es ein Ofenteam?) da ist, den Ofen nutzen?

    Der große Ofen würde jeden Samstag für den Backtag genutzt sowie für Veranstaltungen . Der kleine wäre jederzeit für jederman/frau mit einer ausliegenden Anleitung nutzbar. 

    Die Backtage würden je nach Nachfrage/Ofenkapazität mit Anmeldung stattfinden und wechselnd von einer Person der Ofengruppe betreut. 

    Wo würde die mobile Küche untergebracht? Wäre die dann auch ausleihbar für die Nachbarschaft oder andere Gartenprojekte?

    Wer würde sich um Pflege und Instandhaltung kümmern?

    Die mobile Küche würde zusammen mit den Pizzaöfen und evtl. Tischen oder Palettenarbeitstischen die Outdoorküche bilden. Die mobile Küche würde, siehe oben, bei schlechtem Wetter oder über den Winter im Container untergebracht und könnte dort auch genutzt werden. Bei Interesse kann sie ausgeliehen werden

    Das beantragte Werkzeug: wäre das nur für den Bau der Öfen/der Küche verwendbar und was passiert danach dann damit?

    Werkezeug verbleibt im Lagercontainer für weitere 

    Soviel Werkzeug wäre es nicht, Kellen und Metallzange, diese würden im Lagercontainer verbleiben und für weitere Projekte genutzt. Der Posten beinhaltet Schalungs und Stützhölzer, Sand, etc…
    Wie ist der Garten organisiert?

    – Wir sind ein Verein, hatten bisher regelmäßige Planungstreffen in großer Runde. Nach einem Eigenversuch mit dem dragon dreaming design haben wir einen Projekteplan erstellt und Arbeitsgruppen gebildet, diese treffen sich nun und realisieren ihre Teilbereiche, es gibt einen offenen Samstag an dem alle kommen können, insgesamt ist es mit der Coronasituation natürlich schwierig  großen Veranstaltungen oder Treffen zu gestalten…

    Es pendelt sich im Moment darauf ein das sich die große Gruppe alle 2 Monate trifft und die AGs berichten, Austausch findet über email statt, sowie über die spontanen oder verabredeten Treffen (Arbeiten, grillen, chillen,…) im Garten.

    Macht die Gruppe alles gemeinschaftlich oder gibt es (auch) individuelle Parzellen?

    Das Gelände ist belastet, so daß wir nur mit Hochbeeten oder Wurzelfliesen arbeiten können. Im Moment gibt es 20 individuelle Hochbeete und 2 gemeinschaftliche „Felder“ ca 10mx3 mit Kartoffel/Erbsen und Kürbis/Mais/Bohnen anbau.

    Der Bereich gemeinschaftlicher Anbau wird erweitert mit verschiedenen Beeten wie Strohbeeten, Hügelbeeten usw. hier wollen wir mit verschiedenen Methoden experimentieren. Insgesamt wird es 50% individuelle Flächen und 50% gemeinschaftliche Flächen geben…

    Wie viele Beete gibt es und was für weitere Infrastruktur ist auf dem Gelände?

    Beete siehe oben. Wir bekommen einen Strom, Wasser und Abwasseranschluss. Ein Seecontainer dient momentan als Lager und wir möchten noch einen weiteren anschaffen, in dem auch die mobile Küche stehen kann, wenn sie nicht draußen benötigt wird. Komposttoilette in Planung.

    Ist die Nutzung befristet? Müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie hoch ist diese?

    Die Nutzung ist nicht befristet und wir werden mit der Stadt einen Patenschaftsvertrag abschließen und keine Pacht bezahlen müssen. Strom und Wasserkosten schon.

    Ich habe es noch nicht ganz verstanden: sollen zwei Öfen PLUS eine Outdoorküche entstehen, ja – oder?

    richtig

    Wie groß sollen die beiden Öfen denn werden und wo auf dem Gelände finden die Platz?

    Die Öfen werde zusammen auf eine Grundfläche 2×1,5m gebaut, Der Große hat die Innenmaße 60×100 der kleine wird rund mit einem Innendurchmesser von ca 50cm. 

    Wir oft würde der größere Ofen genutzt werden? Und wäre dieser Ofen der, mit dem Sie die regelmäßigen Backtage machen würden? Muss man sich dazu dann vorher anmelden? Kann jemand aus der Nachbarschaft auch ohne dass jemand vom Garten (gäbe es ein Ofenteam?) da ist, den Ofen nutzen?

    Der große Ofen würde jeden Samstag für den Backtag genutzt sowie für Veranstaltungen . Der kleine wäre jederzeit für jederman/frau mit einer ausliegenden Anleitung nutzbar. 

    Die Backtage würden je nach Nachfrage/Ofenkapazität mit Anmeldung stattfinden und wechselnd von einer Person der Ofengruppe betreut. 

    Wo würde die mobile Küche untergebracht? Wäre die dann auch ausleihbar für die Nachbarschaft oder andere Gartenprojekte?

    Wer würde sich um Pflege und Instandhaltung kümmern?

    Die mobile Küche würde zusammen mit den Pizzaöfen und evtl. Tischen oder Palettenarbeitstischen die Outdoorküche bilden. Die mobile Küche würde, siehe oben, bei schlechtem Wetter oder über den Winter im Container untergebracht und könnte dort auch genutzt werden. Bei Interesse kann sie ausgeliehen werden

    Das beantragte Werkzeug: wäre das nur für den Bau der Öfen/der Küche verwendbar und was passiert danach dann damit?

    Werkezeug verbleibt im Lagercontainer für weitere 

    Soviel Werkzeug wäre es nicht, Kellen und Metallzange, diese würden im Lagercontainer verbleiben und für weitere Projekte genutzt. Der Posten beinhaltet Schalungs und Stützhölzer, Sand, etc…


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  • neues Gartenprojekt in Augsburg auch für blinde und sehbehinderte Menschen

    (ANtrag und Antworten)

    Der Vorgarten am alten Gaswerk in Oberhausen wird zu einem biologisch geführten Klein-Biotop
    umgestaltet und mit medialen Elementen versehen. Es wird ein Garten entstehen, der mit allen Sinnen
    erlebbar ist, damit Menschen mit und ohne Behinderung teilhaben können. So findet Inklusion
    lebendig und unbeschwert in Verbindung mit Umwelt- und Naturthemen statt. Das gemeinsame
    Gärtnern wird zum Ausgangspunkt für den Austausch von Menschen aus unterschiedlichen
    Herkunftskulturen und mit verschiedenen Lebensformen.
    Die Stadtwerke Augsburg haben uns ein ca. 250 qm großes Grundstück kostenlos überlassen. Es besteht
    aus einer öden Grasfläche mit Hecke darum. Das Grundstück grenzt direkt an die Straße und ist von
    außen durch eine Gartentür begehbar. Wir haben die Herausforderung angenommen, daraus ein
    Biotop und eine Erlebnisfläche zu machen, inmitten eines Industriegebietes am Eingang zum Alten
    Gaswerk, das von den Stadtwerken derzeit zum Kreativquartier umgestaltet wird.
    Wir kultivieren essbare Pflanzen, zum Riechen, Schmecken und Ertasten. Die Nachbarschaft ist
    aufgerufen, sich an der Ausgestaltung des Gärtleins zu beteiligen. Zu allen Pflanzen erstellen wir einen
    Steckbrief in Form eines Audiobeitrages, abrufbar über QR-Codes. Wir bringen außerdem Tafeln in
    Brailleschrift an. In Workshops werden Pflanzbehälter wie Hochbeete und Sitzmöbel gebaut. Dabei
    greifen wir vorrangig auf vorhandenes Material wie Paletten zurück. Erstes Pflanzgut und Komposterde
    haben wir bereits aus privaten Spenden und vom Botanischen Garten erhalten. Die Stadtwerke werden
    uns hierbei ebenso unterstützen.

    Wie viele Leute sind denn an Planung und Umsetzung beteiligt und wie viele davon wollen/können mit gärtnern?

    Wie setzt sich diese Gruppe zusammen?

    Zur Zeit sind wir sechs Leute, die die Initiative gestartet haben. Es sind Künstler*innen, die im Kreativquartier Gaswerk ein Atelier haben und Leute vom Gaswerksmuseum. Außerdem eine alte Dame vom Oberhauser Museumsstüble aus der Nachbarschaft. Wir haben Kontakt zum Blindenverband und es ist das Ziel, dass sich Sehbehinderte und Blinde am Geschehen beteiligen können. 

    Das Ganze ist als Akt zivilen Ungehorsams entstanden. Wir haben einfach auf der Fläche gemacht, das als Kunst bezeichnet und die Stadtwerke hatten nichts dagegen. Inzwischen finden sie es gut.

    Wie viele Beete wird es geben und wird denn auch Gemüse angebaut? Wer kann das dann ernten?

    Wir planen keine einzelnen individuellen Beete. Alle dürfen alles bepflanzen und beernten. Auch die Passant*innen, die gegenüber zum Arbeitsamt oder zum Bundesamt für Migration gehen. Das Gärtchen soll zum sozialen Ort und Begegnungsstätte werden.

    Wir haben zunächst 250 qm. Potenziell können weitere 500 qm dazu kommen. Davon müssen wir die Stadtwerke aber vorsichtig überzeugen. 

    Auf den Flächen wird im nächsten Jahr noch ein Bodenaustausch wegen Contanimation (Gasproduktion) statt finden. Daher ist ein Gärtner zunächst nur in Pflanztrögen und Hochbeeten möglich.

     Wie kann man mitmachen und vor allen Dingen mit gärtnern?

    Das Vielfaltsgärtlein gehört zum Stadt Labor, einem Ort für Kultur, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement direkt ab Garten. Wir haben dort Räume, die derzeit immer freitags geöffnet sind, an anderen Tagen sporadisch auch. Wer kommt, kann mitmachen.

    Wer entscheidet, was angebaut wird?

    Das wird sich zeigen. Die Strukturen müssen sich festigen. Wir starten bald einen Aufruf an die Nachbarschaft, Pflanzen zu bringen und mitzumachen. Sicher wird es künftig ein Gartenplenum geben.

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie zugänglich sind die dann?

    Wir haben einen Keller und dort auch Wasseranschluss (Schlauch). 

    Der Garten ist noch in Planung, gell?

    Eigentlich nicht, es ist losgegangen und der Prozess ist im Gange. Von Planung kann man eigentlich nicht mehr sprechen.

     Nach der Beschreibung würde ich denken, dass es sich vor allen Dingen um einen Lehr- und Schaugarten handeln soll, in dem auch Workshops stattfinden?

    Ja, auch. Aber auch die niedrigschwellige Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ist uns wichtig.


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  • Mitgärtner-Möglichkeit in Kleingartenanlage in Berlin Pankow

    https://gruene-pankow.de/wir/in-pankow/arbeitsgruppen/ag-pankow-nord/:

    Sa, 19.09.20 16:00 Uhr – „Kleingarten meets Urban Gardening – wieviel ökologischer Mehrwert steckt in einer Gartenparzelle?“, Treffpunkt: KGA Hoffnung e.V., +13127+Berlin/@52.5894069,13.3932186,9834m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47a85285d79208c1:0xc03a3b7c52c737d!8m2!3d52.58942!4d13.42809?hl=de“ target=“_blank“>Zimbelstraße 13 in Französisch Buchholz

    Hochbeet-Pflanzaktion mit Stefanie Remlinger und Notker Schweikhardt (stellvertr. Vorsitzende bzw. Sprecher für Kultur und Kreativwirtschaft der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus)

    Im Rahmen unserer Streifzüge durch den Norden Pakows besuchen wir heute die Kleingartenanlage Hoffnung e.V. in Französisch Buchholz. Aktueller Anlass ist, dass hier ein Urban Gardening-Bereich entsteht. Zukünftige Beetpat*innen und Gartennachbar*innen und natürlich die Gäste unserer Reihe, sind herzlich eingeladen, letzte Hand anzulegen und erste Pflanzen in die Hochbeete zu setzen.

    Nach getaner Arbeit gibt es ein Feierabendbier/ -brause und eine Podiumsdiskussion. Die Kleingärtnerin Stefanie Remlinger und der urbane Gärtner Notker Schweikhardt werden uns dann einen fröhlich-informativen Disput zum Thema liefern: „Kleingarten meets Urban Gardening“ – über zwei bedeutende Formen städtischen Grüns und städtischen Gärtners werden Erfahrungen ausgetauscht, ökologische und soziale Gemeinsamkeiten und Unterschiede unter die Lupe genommen.

    Nach Sonnenuntergang wird zum Ausklang ein Public Viewing der wundervollen Kurzdoku „Der Kluge geht in den Garten“ geboten und danach gibt es historische Einblicke mit einer Folge der DDR-Fernsehserie „Geschichten übern Gartenzaun“.

    Erläuterung: Die Kleingartenanlage Hoffnung e.V. ist eine kleine Kleingartenanlage mit nur 31 Parzellen. Allerdings wird, wie bei allen KGA in Berlin, die Warteliste immer länger. Klar, rücken die Kleingärtner zusammen. Wenn möglich, werden Parzellen geteilt. Doch das kann nur auf lange Sicht durchgeführt werden und den akuten Bedarf nicht decken. Mit zunächst 4 Hochbeeten, Sitzgelegenheit, Sonnenschirm und Spielplätzchen auf der Gemeinschaftswiese kann kurzfristig ein Angebot zum Mitgärtnern geschaffen werden. Das Projekt wurde von Stefanie Remlinger und Henry Düring-Bienemann, Vorsitzender der Anlage, gemeinsam entwickelt.

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  • Freiluftgarten München eröffnet

    (Projektbesuch)

    In Freiham wurde nach coronabedingter Verzögerung Ende Mai eröffnet. Der Garten wurde vom Münchner Baureferat gebaut (schlüsselfertiger Garten). Träger ist Kinderschutz München, bei dem auch die Koordinatorin angestellt ist. Sie ist 1x/woche vor Ort. Die Gruppe wächst von Woche zu Woche, Familien mit kleinen Kindern, mittelalte Paare, Senior*innen. Es soll auch interkulturelle und integrativ werden. Ca. die Hälfte der Fläche ist bisher mit Gemüse bebbaut, davon der größere Teil in Gemeinschaftsbeeten und der kleinere Teil in individuellen Beeten. Die Gruppe entscheidet zusammmen mit der Koordinatorin, was im zweiten Teil der Fläche angebaut und wie der organiisiert werden soll. Wasser gibt es (Trinkwasser über eine Pumpe, sieht aus wie ein Brunnen), Regenwasserernten vom dafür sehr geeigneten Dach ist nicht vorgesehen von der Stadt. Es ist ein mühseliger Prozess für die Koordinatorin, die zuständigen Leute in den Ämtern zu erwischen und weitere Schritte zu gehen. (mehr …)

  • Nachbarschaftsgarten Wollepark: Komposter wird gebaut

    (Antrag/Antworten)

    Aufgrund der großen Anzahl von 22 Beeten benötigen die Gärtner*Innen im Nachbarschaftsgarten Wollepark einen weiteren Kompost. Dieser soll an einem gemeinschaftlichen Arbeitstag im Garten aus Materialien die zuvor gemeinsam eingekauft wurden gebaut werden. Weiterhin soll auf der Gemeinschaftsfläche ein Sonnensegel errichtet werden, damit an heißen Tagen auch mal eine Pause im Schatten gemacht und auch gemeinsam zusammengesessen werden kann. Diese Baumaßnahmen sind dringend notwendig um einen funktionierenden Nachbarschaftsgarten zu gewährleisten und den Gärtner*Innen die Möglichkeit zu geben sich um ihr Beet zu kümmern. Die Errichtung des Sonnensegels soll dazu beitragen, dass sich die Gärtner*Innen auch an sehr heißen Tagen nach getaner Arbeit oder zu einer Pause gemeinsam auf der Gemeinschaftsfläche aufhalten können und somit die soziale Interaktion gefördert wird und daraus ein Gemeinschafts- und Gruppengefühl entstehen kann.

    Der Garten wurde ursprünglich auf der Fläche hinter unserem Nachbarschaftszentrum gegründet und ist aufgrund von Abrissarbeiten vorübergehend auf eine Brachfläche im Süden des Stadtteils umgezogen. Wenn die vorherige Fläche wieder neu geordnet wurde, wird der Garten (mit Kompost und Sonnensegel) wieder dorthin umziehen.

    4. Die Beete sind immer einer spezifischen Person für ein Jahr vergeben.

    5. Mitmachen kann man indem man sich bei uns meldet. Derzeit existiert eine Warteliste für nächstes Jahr. Im Herbst/Winter werden die Beete dann neu vergeben.

    6. Nein, da der Wollepark ein Stadtteil ist, in welchem sehr einkommenschwache Menschen wohnen, können sich diese nicht am Projekt beteiligen.

    7. Neben dem Kompost- und Sonnensegelbau werden weitere Gartentage geplant, bei denen der leider immer wieder davor weggeworfene Müll aufgesammelt wird, der Gemeinschaftsbereich aufgeräumt und weiter mit Steinen und Baumstämmen strukturiert wird. Der Gartenzaun und die Wege sollen durch Blumen verschönert werden. Weiterhin haben wir einen Künstler des Stadtteils gewinnen können, der zusammen mit den Gärtner*Innen den Garten künstlerisch gestalten möchte. Wir haben auch eine Gemüseschule in Planung, bei der eine fachkundige Honorarkraft eingeladen wird, und die heimischen Gemüsesorten vorgestellt werden sowie die Pflanztechniken erläutert werden sollen.

    Die Teilnahme hieran ist verpflichtend im Rahmen der festgehaltenen gemeinschaftlichen Gartenarbeit von 10 Stunden im Beetvertrag.

    8. Beim Kompostbau sind 2-3 Gärtner*innen vorgesehen. Da beim Bau des Komposts nicht immer die Abstandsregeln eingehalten werden können, werden die Kompostbauenden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. (mehr …)

  • neuer IG entsteht in HH

    (Mail)
    Unser Büro hat in Hamburg im Auftrag des Bezirksamts Hamburg-Nord das Quartiersmanagement am Ohkamp (Fuhlsbüttel Nord) übernommen. Dieses wurde im Zusammenhang mit der Entstehung einer Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet. Ziel ist die Unterstützung der Integration der Geflüchteten in die Nachbarschaft.

    Ein Projektwunsch der aus der Bewohnerschaft der Unterkunft und aus der Nachbarschaft an uns herangetragen wurde ist die Umsetzung eines „Gartens für Alle“. Hierfür haben wir nun zwei Parzellen in einem Kleingartenverein gepachtet.

    Es hat sich bereits eine Gruppe von Interessierten aus Bewohner*innen der Unterkunft, aus der Nachbarschaft und dem NABU (Kindergruppe mit Kinder aus der Unterkunft) gebildet, die sich dort einbringen möchten. Unterstützen bei der Umsetzung wird uns Rico Horn, ein Permakultur-Experte. 


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  • Chloroplast Stuttgart bedroht

    (alerst)

    Die Stadt hat das Gelände gekauft und möchte es mit einer Bürgerbeteiligung städtebaulich entwicklen.
    „Da sie sich als Verein zuletzt in Planungen der Sportvereine Weilimdorfs wiederfanden, wollte man bei Chloroplast seine Zukunftsvorstellungen selbst erläutern. „Unser Anliegen und ausdrücklicher Vereinszweck ist nach wie vor die nachhaltige Zwischennutzung des Geländes. Wir möchten das Areal hier nutzen, solange es noch keine Entscheidung gibt“, sagt Vereinsvorstand Christoph Pelka. Das sei seinerzeit so mit dem Insolvenzverwalter vereinbart und später von der Stadtverwaltung anerkannt worden.

    Den Anfang genommen hatte die Idee des Gartenbauprojekts Ende 2014. Damals mietete Vorstandsmitglied und Vereinsgründer Andreas Zeger das zur Gärtnerei gehörende Wohnhaus an. Schließlich sei eine Wohngemeinschaft entstanden, die im Sommer den Verein Chloroplast gründete und sich fortan diversen Gartenbauprojekten auf dem Gärtnereigelände widmete. „Im Haus haben schon immer Vorstandsmitglieder gewohnt“, betont Andreas Zeger. Auch habe er bis heute einen gültigen Mietvertrag. Dass nun Ende Mai vom Liegenschaftsamt eine Aufforderung zur Räumung kam, sei überraschend gewesen.

    Diese begründet die Stadt damit, dass sich das Wohngebäude baurechtlich im Außenbereich befinde. Dort darf nur gebaut und gewohnt werden, sofern es sich, wie etwa im Falle der Gärtnerei, etwa um den Betreiber jener handle. Diese Ausnahme sieht der Verein als erfüllt an. Denn vor Ort zu wohnen, sei eine wichtige Voraussetzung für die ehrenamtliche Vereinsarbeit der Mitglieder. Das habe man in der Vergangenheit mit Vertretern der Politik und Verwaltung abgestimmt.

    „„Im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung wird die Verwaltung auch nochmals das Gespräch mit dem Verein Chloroplast suchen. Zusammen mit dem Verein soll die Zukunft des Areals gestaltet werden“, schreibt die Pressesprecherin Ann-Katrin Keicher. Weiter teilt sie mit: „Ein entsprechendes Antwortschreiben an den Verein wird momentan vorbereitet. Inhaltlich können wir diesem in der Presseauskunft nicht vorweggreifen.““

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verein-chloroplast-soll-wohnhaus-raeumen-vertreibung-aus-dem-paradies.08507e6c-005e-43dc-a525-89386337b753.html (mehr …)

  • Olytopia plant Gartenprojekt

    (Mail)
    Aktuell haben wir eine bestehende Kooperation mit dem Gassengarten, da ich selbst dort auch direkt involviert bin.
    Für unser Projekt Olytopia haben wir zwar weitere Begrünungsprojekte und vielleicht sogar eine kleine Ackerfläche in Aussicht, das ist allerdings alles noch in einem sehr frühen Planungsstadium
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  • Gutsgarten und P-Garten-Kollektiv: „Living Labs“ im Projekt Edible Cities Network

    (FB)

    Am 16. Juli trafen sich rund ein Dutzend Vertreter*innen unterschiedlicher Interessen in einer großen Scheune auf dem Gut Hellersdorf. Sie waren gekommen, um gemeinsam Potentiale zur Gestaltung des Gutsgartens als Modell für eine essbare Stadtentwicklung zu untersuchen. Repräsentant*innen von Gutsgarten, Quartiersmanagement, Grüne Liga, Senatsverwaltung, Bezirk Marzahn-Hellersdorf, GESOBAU, Humboldt Universität und anderen Einrichtungen waren dabei. Der Workshop wurde im Rahmen eines von der Humboldt Universität geleiteten internationalen Förderprojekts zum Thema „Essbare Stadt“ durchgeführt.

    Während des dreieinhalbstündigen Workshops behandelten Arbeitsgruppen folgende Themenbereiche: (1) der Gutsgarten als Ort der Begegnung und des Austauschs, (2) der Gutsgarten als Lernort für gesunde Ernährung und Lebensmittelproduktion und (3) der Gutsgarten als grüne Insel für das Stadtklima und die Stadtnatur. Die von den Arbeitsgruppen gesammelten Stichpunkte und Prioritäten zeigen, dass der Gemeinschaftsgarten eine wichtige urbane Schnittstelle darstellt, an der wesentliche gesellschaftliche Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, soziale Vielfalt und friedliches und tolerantes Miteinander kreativ behandelt und bewältigt werden. Um das Potential einer solchen Schnittstelle bestmöglich zu verwirklichen, bedarf es nach Meinung vieler Teilnehmer, Strategien, die den Garten über seine relativ bescheidene Fläche hinaus in das Gut Hellersdorf einbinden und wirken lassen.

    Der Workshop war Teil eines mehrjährigen Projekts mit dem Ziel, an Standorten auf vier Kontinenten Strategien zur essbaren Stadtentwicklung zu formulieren, erproben und auszuwerten. Der Gutsgarten sowie der neue Prinzessinnengarten auf dem Jacobi Friedhof in Berlin-Neukölln wurden Anfang des Jahres als sogenannte „Living Labs“ (Lebende Labore) in dieses Projekt mitaufgenommen.

    Ein weiterer Workshop des Living Lab Teams ist für Ende August geplant. Dann sollen aus den Überlegungen vom letzten Mal konkrete, umsetzbare Strategien für den Gutsgarten entwickelt werden. Wir danken allen, besonders den vielen ehrenamtlichen Teilnehmer*innen an diesem spannenden Projekt, für ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Engagement.

    Weitere Informationen zum Projekt „Essbare Städte Netzwerk“ gibt es auf der offiziellen Projektwebseite. (mehr …)

  • Start Up Ackerpause bietet u.a. „office gardening“ an

    (alerts)

    Mit der Ackerpause zur optimalen Work-Plant-Balance

    Bild: Ackerpause

    Ein Gemüsebeet direkt im Büro anbauen? Und das fertige Gemüse auch noch gemeinsam ernten und zu einer gesunden Mahlzeit zubereiten? Das klingt nach der perfekten Teambuildingmaßnahme inklusive Gesundheits- und Nachhaltigkeitsprojekt. Genau das hat sich auch die Ackerpause gedacht. Wir haben uns mit Julian Ströh, dem Wachstumsmanager des Startups, unterhalten und er erzählt uns alles über die Wurzeln der Ackerpause, wie Idee bei der Zielgruppe ankommt und wie ein klassisches Office-Gardening-Programm genau abläuft.

    Grüne-Starups.de: Julian, bitte stell die Ackerpause einmal kurz vor.

    Julian Ströh: Hallo Vera, zunächst vielen Dank für die Einladung zu dem Interview. Es freut mich sehr meine Begeisterung hier teilen zu können.

    Bei der Ackerpause dreht sich alles um Gemüseanbau und Erlebnisse rund um dieses Thema von Aussaat bis Zubereitung.

    Diese Erlebnisse schaffen wir vor allem mit unserem ‘Office Gardening’-Konzept. Mit Office Gardening bauen Teams in Unternehmen direkt im oder am Büro gemeinsam verschiedenste Gemüse- und Kräutersorten an. Wir bringen dabei alles dafür mit, um dieses Vorhaben zu einem erfolgreichen Teambuilding-, Gesundheits- und Nachhaltigkeitsprojekt zu machen. Dazu gehört vor allem das notwendige ökologische Know-How, die passenden Anbaukonzepte, biozertifizierte Jungpflanzen und Saatgut, interaktive Workshops mit unseren Acker- und Ernährungsexpert*innen und die neue Ackerpause App.

    In den letzten Wochen haben wir zudem unser ‘Home Office Gardening’-Programm entwickelt, um auch den Teamgeist und das Gesundheitsbewusstsein von Menschen im Home Office mit einem gemeinsamen Gemüseanbauprojekt wachsen zu lassen.

    Auch in unserem neuen Bereich Urban Farming haben wir immer mehr Projekte. Dort arbeiten wir vor allem mit Gemeinden und Wohnungsgesellschaften- und genossenschaften zusammen, um deren Nachbarschaften beim gemeinsamen Gemüseanbau zu unterstützen.

    Die Idee des Office Gardenings bzw. der Ackerpause entspringt dem gemeinnützigen Ackerdemia e.V und dessen Bildungsprogramm “GemüseAckerdemie”. Was kannst du darüber berichten?

    Unsere Wurzeln liegen wie du angesprochen hast im Ackerdemia e.V und dessen vielfach ausgezeichneten Bildungsprogramm GemüseAckerdemie, z.B. mit “Zu gut für die Tonne!-Bundespreis 2019”.

    Der Verein wurde 2014 von Dr. Christoph Schmitz gegründet. Im Rahmen der GemüseAckerdemie wird an Schulen und Kitas mit Kindern und Pädagoginnen Gemüse angebaut und so interaktiv Wertschätzung für und Wissen über Lebensmittel und die Natur vermittelt. Mittlerweile sind über 650 Schulen im gesamten deutschsprachigen Raum mit dabei!

    Ackerpause-Agrarökologe Jan am Hochbeet mit fröhlichen Mitackernden beim AckerKickOff von Medigo | Bild: Ackerpause

    Was hat euch dazu bewegt, ein ähnliches Programm für Erwachsene zu entwickeln?

    Schon früh hat Christoph gemeinsam mit Ackerdemia-Kolleg*innen Ideen gesammelt, um wirkungsvolle Erlebnisse rund um Gemüseanbau in alle Teile unserer Gesellschaft zu bringen. Dahinter steckt die feste Überzeugung, dass Erlebnisse und Erfahrungen beim gemeinsamen Ackern auf alle Menschen positive Wirkung haben. Niemand ist vor den Glücksgefühlen beim eigenhändigen Einbuddeln von Jungpflanzen und dem Zubereiten der eigenen Ernte sicher.

    Unsere Wirkungsziele beim Office Gardening sind dabei vor allem den Teamgeist zu stärken, das Gesundheitsbewusstsein mit positiven Erlebnissen zu schärfen und auf natürliche und interaktive Weise Wertschätzung für Lebensmittel und Natur zu steigern.

    Der Grundstein wurde also im Ackerdemia e.V. gelegt. Wann genau ist das geschehen und seit wann ist die Ackerpause ein richtiges Start-Up?

    2017 und 2018 wurde aus den generierten Ideen heraus das Office Gardening Konzept entwickelt, um Gemüseerlebnisse direkt in den oft hektischen und technikorientierten Arbeitsalltag zu den Menschen zu bringen. Daher auch unser Name ‘Ackerpause’: Einfach mal ein paar Minuten weg vom Laptop und ein bisschen Bewegung, Entspannung, Natur und frische Gedanken bei einer Ackerpause an den Beeten tanken.

    Um das Projekt Ackerpause fortzuführen und stärker zu fokussieren wurde schließlich im April 2019 offiziell die AckerCompany GmbH von Dr. Christoph Schmitz und seinem langjährigen Kollegen Dr. Julian Siegmann gegründet. Wir sehen uns aber als eine Ackerdemia-Familie, sitzen im selben Büro und ackern auf demselben Acker.

    Woher nehmt ihr das entsprechende Know-How?

    Für das landwirtschaftliche Fachwissen greifen wir auf das Ackerdemia-Expertennetzwerk zurück, das wie erwähnt an über 650 Lernorten erfolgreich mit Kindern Gemüse anbaut. Über dieses Netzwerk haben wir ebenfalls überall Regionalteams direkt vor Ort.

    Was sind typische Bestandteile des Office Gardenings mit euch?

    Los geht alles mit unserem AckerKickOff. Wir bringen alles mit, was für den erfolgreichen Start benötigt wird, wie z.B. komplette Hochbeete samt Bio-Erde, Bio-Saatgut und -Jungplanzen sowie notwendiges Zubehör. Unter Anleitung unserer AckerExpert*innen wird fleißig aufgebaut und gepflanzt. Dabei wird interaktiv jede Menge praktisches und theoretisches Wissen über ökologischen Anbau vermittelt, optimal auf das Ackern vorbereitet und natürlich nochmals richtig begeistert. Durch das eigenhändige Aufbauen und Pflanzen entstehen tolle emotionale Bindungen zu den Kulturen und dem Vorhaben. Gemeinsame Erfolgserlebnisse im Team und unmittelbare Selbstwirksamkeit sind also garantiert!

    Zur einfachen Organisation im Team haben wir die Ackerpause App entwickelt. Dort haben die Teammitglieder einen Überblick über ihre Beete und entsprechenden To-Dos samt Zusatzinformationen und Anleitungen.

    Sind die Kulturen reif, sind wir wieder vor Ort, um im Rahmen eines Erntefests gemeinsam die Beete zu checken und das Ernten sowie die nächste Aussaat gemäß den Fruchtfolgen anzuleiten. Entsprechend der Jahreszeit wird weiteres Wissen vermittelt, z.B. über Saatgutgewinnung und die Vorbereitung der Beete auf den Winter.

    Bei den Erntefesten schlagen wir auch wieder die Brücke zur gesunden Ernährung – ein Teamevent zur Verarbeitung der eigenen Ernte ist eines der Highlights der Ackersaison. Selbstangebaut schmeckt immer am besten und macht ganz natürlich Lust auf frische Lebensmittel!

    Wie kommt das Office Gardening mit der Ackerpause bei eurer Zielgruppe an?

    Bezüglich der Mitackernden steigt die Motivation und Freude am Ackern meistens über die Saison hinweg. Oft finden sich während der Saison weitere Interessierte, die mitackern möchten. An einem Bürostandort von REWE haben wir bereits sechs Ackerworkshops durchgeführt und die Begeisterung und das Interesse sind weiterhin ungemindert.

    Bezüglich Expert*innen und Stakeholdern aus dem Bereich Human Ressource als auch aus dem Bereich betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) erhalten wir sehr positives Feedback. Im Zweitgenannten haben wir z.B. Kooperationen mit spezialisierten BGF-Unternehmen und Krankenkassen gestartet.

    Im Indoor-Pflanzkasten der Ackerpause können direkt im Büro Gemüse- und Kräuter angebaut werden | Bild: Ackerpause

    Seid ihr First Mover auf dem Gebiet oder gibt es bereits Konkurrenz?

    Für das Office-Gardening-Konzept mit der Kombination aus deutschlandweitem Vor-Ort- Services, Workshops, Anbaulösungen für drinnen und draußen sowie digitaler App für das Ackern im Team sind wir First Mover in Deutschland und bislang auch nicht kopiert. Aber wir freuen uns über jede Organisation, die die Begeisterung für unser Thema teilt und selbige Visionen verfolgt.

    Wie finanziert ihr euch als Startup?

    Wir konnten zum einen Fördermittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie der Investitionsbank Berlin einwerben und haben zum anderen Impact-Investoren gefunden, die uns auf unserer Mission unterstützen.

    Ist die Ackerpause saisonal an Wetterbedingungen gebunden oder agiert ihr das ganze Jahr über?

    Natürlich unterliegen wir grundsätzlich dem Lauf der Jahreszeiten und den Anbauzyklen. Von März bis Mitte September kann jederzeit gestartet werden. Wir haben vielfältige Anbaupläne und sorgen dafür, dass die Kulturen im korrekten Wachstumsstatus in die Erde kommen. Hierfür ziehen wir z.B. selbst entsprechend Jungpflanzen vor.

    In unseren speziell entwickelten Indoor-Pflanzkästen kann ganzjährig direkt in den Büroräumlichkeiten Gemüse und Kräuter angebaut werden, da wir diese mit einem Beleuchtungssystem und Zeitschaltuhr ausgestattet haben. Eine Reihe bunter Regenbogen-Mangold neben den Schreibtischen ist nicht nur lecker sondern auch auf jeden Fall ein Hingucker neben den sonst üblichen Zierpflanzen. Für die Holzzuschnitte arbeiten wir mit den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung zusammen.

    Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

    Wir möchten unserer Mission, viele weitere Menschen mit gemeinsamen Erlebnissen für Gemüseanbau und frische Lebensmittel zu begeistern, weiterhin erfolgreich nachgehen. Dafür ist besonder wichtig, dass die Idee und positiven Wirkungsweisen des Office Gardenings immer bekannter werden!

    https://gruene-startups.de/genug-geackert-wie-waers-mit-einer-pause/ (mehr …)

  • Berliner Senat will KG besser schützen

    (alerts)
    Die rot-rot-grüne Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus will die Kleingärten in der Hauptstadt mit einem neuen Gesetz dauerhaft schützen. Ein entsprechender Entwurf liege mittlerweile vor, sagte der Sprecher für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz der SPD-Fraktion, Daniel Buchholz, der Berliner Morgenpost. „Wir haben einen vollständigen Entwurf erarbeitet, den wir noch innerhalb der Koalition, mit Experten aus dem Kleingartenbereich und Juristen diskutieren wollen“, sagte er. Nach der parlamentarischen Sommerpause solle die Diskussion dazu weitergehen. Geplant sei, das Gesetzesvorhaben noch in diesem Jahr ins Abgeordnetenhaus einzubringen und beschließen zu lassen.

    Tagesspiel gegen diese Art von Schutz:

    Weniger Gärten für einzelne, mehr Fläche für alle

    Die Koalitionsfraktionen wollen per Gesetz die Laubenkolonien retten. Keine gute Idee – das Land braucht dringend Wohnraum. Ein Kommentar

    Privates Paradies auf meist staatlichem Grund: der Kleingarten.Mehr Artikel

    Privates Paradies auf meist staatlichem Grund: der Kleingarten.Foto: www.imago-images.de

    Die Stadt wächst, sie braucht Wohnungen, aber ausgerechnet jetzt wollen die rot-rot-grünen Regierungsfraktionen in Berlin die Kleingärten dauerhaft unter Schutz stellen. Dabei waren die immer als Baulandreserve vorgesehen. Kleingärten nehmen im Stadtgebiet eine Fläche ein, die 14 Mal dem Großen Tiergarten entspricht, und doch profitieren nur die wenigen davon, die das ungeheure Privileg haben, landeseigene Grundstücke kostengünstig als privates kleines Paradies nutzen zu können.

    Langsam, sehr langsam verschiebt sich jedoch etwas in der öffentlichen Meinung. Auch der Politik ist bewusst, dass die Situation, so wie sie über Jahrzehnte entstanden ist, den Bewohnern der Stadt, die sich immer dichter drängen, immer weniger vermittelbar ist. 71.000 Parzellen hat die Stadt, bei 3,7 Millionen Einwohnern.

    Manche Laubenkolonien sind gesichert wie Festungen, abweisend für Außenstehende, sogar mit Stacheldraht, und einige haben Lauben auf der Parzelle, so groß wie Wohnhäuser. Es wird dort auch verbotenerweise gewohnt. Das scheint von den Ordnungsbehörden niemanden zu kümmern.

    Die Politik hat begriffen, dass sich etwas ändern muss und dass die Privilegien der Laubenpieper auf Kosten der Allgemeinheit gehen. Zugleich hat sie offenbar erhebliche Angst vor deren Zorn. Warum die Kleingärtner allerdings sakrosankt sein sollten, erschließt sich nicht.

    Hätten sich die Fraktionen angstfrei der Frage genähert, was sinnvoll ist, so wäre vielleicht ein zukunftsweisender Entwurf herausgekommen. Doch was der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen da festschreiben will, ist das Gegenteil. An den Besitzständen der Kleingartenpächter wird im Grundsatz nichts geändert, im Gegenteil: Sie bekommen endlich Bestandssicherheit. Als Gegenleistung müssen sie sich nur wenig bewegen. Unter anderem müssen sie in den Monaten von April bis Oktober die Allgemeinheit auf die Gemeinschaftsflächen ihrer Anlagen lassen, also Wege und Plätze.

    Den Laubenpiepern wird kaum etwas abverlangt

    „Kleingärten sollen dem Wohl der Allgemeinheit dienen“, heißt es in dem Gesetzentwurf, und: „Auf Kleingartenflächen sind soziale Projekte (…) zu unterstützen.“ Dort sollen Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen gärtnern können. Und wer regelt Art und Dauer der Nutzung? Die Verbände der Kleingärtner. Verpflichtet sind sie dabei anscheinend zu nichts.

    Weitere Regelungen in dem Gesetzentwurf tun ebenfalls niemandem weh. Ökologisch gärtnern, Sachkunde nachweisen, nicht zu viel Fläche versiegeln. Zu große Lauben müssen verkleinert werden, das darf aber zehn bis 20 Jahre dauern. Warum so lange?

    In Paris, Rom, Madrid unvorstellbarIn welcher anderen europäischen Metropole wäre Derartiges denkbar? Paris? Madrid? Rom? Vollkommen unvorstellbar, dass eine so kleine Zahl von Menschen die Stadtpolitik so gängeln könnte.

    Das Argument, der ökologische Wert der Kleingärten sei hoch und sie deshalb unentbehrlich, überzeugt dabei auch nicht. Fast jede Parzelle hat eine Laube, es ist also viel mehr Fläche versiegelt, als dies der Fall wäre, wenn die Parzellen zu öffentlichen Parks zusammengefasst würden. Auch hier wären gemeinschaftliches Gärtnern, Urban Gardening, die „essbare Stadt“ mit dem Anbau von Obst und Gemüse denkbar, und zwar für jeden.

    [Wo entstehen neue Wohnungen – konkret in Ihrem Kiez? Eines der Top-Themen in unseren Newslettern aus den zwölf Bezirken. Die Newsletter gibt es kostenlos und schnell hier: leute.tagesspiegel.de]

    Ein Anfang könnte sein, die Gemeinschaftsflächen auszuweiten, etwa wenn ein Garten aufgegeben wird. Die meisten Pächter sind schon älter, auch wenn sich zunehmend Jüngere für die Gärten interessieren. Durch gezielten Tausch könnte auch dafür gesorgt werden, dass die neuen Gemeinschaftsflächen sich in der Nähe des jeweiligen Vereinsheims befinden.

    So könnte sich der Anteil der Gemeinschaftsfläche über die Jahre immer weiter vergrößern, ohne dass ein Flickenteppich entsteht. Das würde langsam und sozialverträglich geschehen. Nur eine Idee – es ließen sich sicherlich mit etwas Kreativität und Willen auch andere finden. Der Staat sollte jedenfalls seine Optionen auf seine Grundstücke nicht so einfach aufgeben.

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  • Himmelbeet noch immer ohne Fläche

    (alerts9
    m 31. Oktober läuft der Nutzungsvertrag für den aktuellen Standort an der Weddinger Ruheplatzstraße aus, weil das Fußballbildungsprojekt „Amandla“ hier hin soll. Das war zuletzt kein Grund mehr zur Sorge. Denn der Umzug an den Mettmannplatz schien so gut wie sicher. Doch daraus wird nichts. Das Himmelbeet steht wieder einmal ohne neue Fläche da. Noch im Februar schien die lange Suche endlich beendet. Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne) hatte den Mettmannplatz gemeinsam mit dem Himmelbeet-Team besucht und sich optimistisch gezeigt. Unter dem Vorbehalt, dass noch einige wenige Punkte zu klären seien, habe sie den Gärtnerinnen und Gärtnern eine mündliche Zusage gegeben, schreiben diese in ihrem Blog. Doch nun kommt alles anders. Die Fläche am Mettmannplatz sei wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn wahrscheinlich bis 2024 nicht nutzbar.

    Besonders ärgerlich für das Himmelbeet: Der Senat habe bereits eine finanzielle Unterstützung für den Umzug zugesagt. Diese sei allerdings an die Bedingung geknüpft, dass noch in diesem Jahr eine neue Fläche zur Verfügung stehe. „Ohne Fläche werden wir diese Gelder, so unsere Einschätzung, nicht erhalten. Uns bleiben also nur noch etwas weniger als vier Monate. Die Zeit drängt.“
    (https://leute.tagesspiegel.de/mitte/macher/2020/07/15/131781/bezirk-zieht-zusage-fuer-urban-gardening-auf-dem-mettmannplatz-zurueck/)

    (Himmelbeet NL)

    Wie sieht es aus mit einem neuen Zuhause am Mettmannplatz?

    Wird der Mettmannplatz in unmittelbarer Nähe unser neues Zuhause? Ende Februar gab es die lang ersehnte erste Ortsbegehung mit Vertreter*innen des Straßen- und Grünflächenamts sowie der für die Fläche zuständigen Bezirksstadträtin Sabine Weißler. Auch wenn es noch viele offene Punkte zu klären gab, wir hatten eine mündliche Flächenzusage bekommen! Darüber hatten wir uns sehr gefreut. Vielleicht zu früh?

    Im Nachgang zu der Begehung haben wir  als Diskussionsgrundlage für weitere Gespräche mit dem Bezirk ein Grobkonzept für die Nutzung der Fläche entwickelt: Ein neuer Gemeinschaftsgarten unter Berücksichtigung von Naturschutzbelangen, Bildungsangeboten und Einbeziehung der Nachbarschaft schwebte uns vor.

    Einen weiteren Austausch mit dem Bezirksamt gab es in einer Telefonkonferenz am 25.05.2020. In diesem Termin hat sich herausgestellt,  dass die Fläche am Mettmannplatz wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn wahrscheinlich bis 2024 und aufgrund der bestehenden Baumvegetation für das himmelbeet nicht zu Verfügung steht. Die Vorschläge in unserem Konzept wurden größtenteils als nicht realisierbar eingestuft. Dies bedeutet, dass wir ab dem 1. November ohne Fläche sind. Seitdem gab es trotz Ankündigung einer regelmäßigen Kommunikation keine weitere Gespräche mit dem Bezirksamt. Dies bedauern wir sehr.

    Finanzielle Unterstützung durch Senat bedarf einer neuen Fläche 

    Parallel dazu gab es dieses Frühjahr einen Austausch auf Senatsebene: Am 14.5. gab es ein erstes (virtuelles) Gespräch mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz von Berlin. Trotz der finanziellen Unsicherheiten in Zeiten von Corona wurden uns die bereits zugesagten Gelder für einen Umzug erneut bestätigt (Blogbeitrag). Diese Gelder sind an die Bedingung geknüpft, dass wir noch in diesem Jahr eine neue Fläche bekommen. Dafür brauchen wir jetzt allerdings eine schriftliche Zusage vom Bezirk, was nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich ist. Ohne Fläche werden wir diese Gelder, so unsere Einschätzung, nicht erhalten! Dies wäre das zweite Mal, dass öffentliche Mittel durch den Bezirk nicht in Anspruch genommen werden. 


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  • Stand GGs, die im Rahmen von CoProGrün initiiert wurden

    (Mail)

    Bei den Gartenprojekten im Rahmen des CoProGrün Forschungsvorhabens  sieht die aktuelle Situation folgendermaßen aus:

    • Gemeinschaftsgarten Victoriasiedlung in Lünen:

    Unsere Ansprechpartnerin dort war die Quartiersmanagerin Frau Ute Ellerman, mit der Sie ja auch im Zusammenhang mit dem Dortmunder KoopLab-Projekt im Blücherpark Kontakt haben.

    Sie berichtete, dass es in der Viktoriasiedlung mittlerweile 2 Gartentreffs gibt: einen an der Kirchhofstraße direkt neben einem kleinen, neu entstandenen Bauhof und einen zweiten Gartentreff am südlichen Ende der Augustastraße.uf der Fläche der LEG an der Barbarastraße, die im Zusammenhang mit CoProGrün von den Urbanisten mit bearbeitet wurde, ist bisher kein Gemeinschaftsgarten entstanden. Hier gibt es aber seit Anfang des Jahres eine neue Fußwegeverbindung zum dortigen Spielplatz Knappenweg. In diesem Zusammenhang haben die dort vorhandenen Grabelandstücke auf der LEG-Fläche eine neue Hecke als Abgrenzung erhalten, und die Mieter sind mit der aktuellen Situation sehr zufrieden.
    Frau Ellermann ist an einer weiteren Vernetzung über das bundesweite Netzwerk urbane-gaerten.de sehr interessiert und wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

    • Stadtteilgarten Deininghausen:

    Unser Kontakt hier läuft über den Quartiermanager Manfred Herold, der im Rahmen eines Mini-jobs befristet bis Ende des Jahres dort arbeitet.

    Seiner Auskunft nach wird der Garten seit dem letzten Jahr wieder bewirtschaftet. Leider zunächst nur von einer Familie. Im Laufe des Jahres kamen weitere Personen hinzu – aber die Pandemie hat alle Bemühungen stark beeinflusst.

    In diesem Jahr hat sich nun eine weitere Familie gemeldet und evtl. kann demnächst stückweit die Idee von einem Gemeinschaftsgarten verwirklicht werden.

    Allerdings besteht hier momentan keine Nachfrage, nach der Aufnahme des Projekts in ein bundesweites Gemeinschaftsgartennetzwerk. Dazu ist die Umsetzung noch zu unsicher und laut seiner Auskunft ist der Gedanke „Gemeinschaft“ noch nicht weit genug entwickelt. 

    Es lässt sich auch noch nicht abschätzen, wie es insgesamt mit der Stadtteilarbeit in Deininghausen weiter gehen wird. Nach seiner Ansicht nach müsste und könnte vor Ort noch viel mehr getan werden, jedoch fehlen Ansprechpartner bei der Stadt und Zusagen die Stelle eines Ansprechpartners im Quartier auch langfristig zu etablieren . 

    • Zaubergarten am Sozialen Zentrum in Dortmund

    Die Trägerschaft dieses Gemeinschaftsgartens hat das Soziale Zentrum inne. Der Gemeinschaftsgarten wird maßgeblich von den Senioren und Klienten der Drogenberatungsstelle (DROBS) bewirtschaftet, aber auch von der Nachbarschaft genutzt. Der Garten liegt im Innenhof, ist umzäunt und ist nicht ohne weiteres frei zugänglich. Aus Sicherheitsgründen bestand der Wunsch aller Beteiligter ein gewisses Maß an sozialer Kontrolle zu behalten, so dass die Mitmachenden nach Absprache einen Schlüssel für das Tor erhalten. Momentan finden Baumaßnahmen statt und es soll ein Spielplatz für Kinder auf dem Gelände entstehen. Der Garten wächst also, auch wenn corona-bedingt die Entwicklung zeitverzögert stattfindet. Die Leiterin des Sozialen Zentrums Frau Cramer ist sehr an einer Vernetzung interessiert. Die Kontaktdaten werde ich Ihnen noch in einer separaten E-Mail mitteilen.


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  • Stand der Dinge IG bei Annalinde

    (Tel)
    Die Mitarbeiterinnen Alice und Susanne haben Anschlussförderungen bekommen. Der IG wird über die Sächsische Aufbaubank gefördert, die Aktivitäten in der Gärtnerei im Osten der Stadt über Umweltbildung in Ankunftsquartieren“ über das Sozialamt.
    Der IG findet pro Woche 1x imn GG von Annalinde und 1x im Burggarten statt. Im Burggarten sind zu 5 – 6 plus auch mal ein paar Leute, die in dem Garten Beete haben. Bei Annalinde sind sie 15 – 20, da dort immer jemand aus der Gartengemeinschaft auch mit dabei ist.

    Sie haben gestern ihre erste größere Veranstaltung seit den Ausgangsbeschränkungen gemacht – mit 30 Leuten im Burggarten, haben sich aber seit Mitte Mai auch in den Gärten mit den Teilnehmer*innen getroffen. Bis dahin gab es während der Ausgangsbeschränkungen digitale Sprechstunden zweimal pro Woche, die sehr gut angenommen wurden.
    Der Besitzer der Sternenbrauerei, dem die Fläche des Burggartens gehört, möchte, dass dort nur gegärtnert wird und es sollen keine Veranstaltungen stattfinden. Wie und ob man nun doch noch kochen kann, ist unklar.

    Über das Projekt in der Gärtnerei (Ankunftsquartiere) hatten sie extra für den Burggarten eine mobile Küche gebaut, die nun wohl wieder zurück in die Gärterei kommt.

    Weitere Veranstaltungen sind geplant. (dann bei Annalinde)

    Es besteht Aussicht, dass das Projekt (IG) nächstes Jahr weiter gefördert wird. (mehr …)

  • Gartenprojekt im Münchner Nussbaumpark beendet

    (Tel)
    Das von Green City initiierte Gartenprojekt im Nussbaumpark (Sendlinger Tor) wurde wohl beendet. Im Park trifft sich u.a. auch eine „Drogenszene“ und die Hochbeete dienten als Verstecke. Die Stadt München hat sich deshalb dafür ausgesprochen, die Beete abzubauen. Diese sind nun an der Offenbarungskirche in Berg am Laim. (mehr …)

  • Treffgarten bekommt mehr Fläche

    Der Münchner Gemeinschaftsgarten „Treffgarten“ in Grünwald läuft gut. Sie haben ab 1.8.  eine weitere Fläche der Gemeinde dazu bekommen. (mehr …)

  • Echinger Gemeinschaftsgarten bedroht

    (alerts)

    […]

    Dem Projekt droht Ungemach – ausgerechnet von anderen Gärtnern

    Kürzlich wurde zu einem Treff auf dem Gelände zu Sekt und Kuchen eingeladen, bei dem die Gartler ihren Gästen das „gewachsene“ Projekt vorstellten – und zum Mittun animieren wollten, offensichtlich mit Erfolg. Ungemach droht dem Gemeinschaftsgarten ausgerechnet durch die angrenzende Kleingartenanlage, die aufgrund der großen Nachfrage expandieren möchte, und zwar am Autobahnwall in Richtung Norden. Genau dorthin also, wo der Gemeinschaftsgarten angelegt und verwurzelt ist. Nach all den Mühen, die von den „Urban Gardenern“ mittlerweile in das Projekt investiert wurde, ist die drohende Verlegung für die engagierte Gruppe demotivierend – und keine gute Idee.

    Ihr Vorschlag lautet daher: den Gemeinschaftsgarten in die Kleingarten-Erweiterung wie eine Insel zu integrieren. Deshalb wurde ein Antrag gestellt, an Ort und Stelle bleiben zu dürfen. Der Ausgang ist ungewiss…

    https://www.merkur.de/lokales/freising/eching-ort28614/echinger-gemeinschaftsgartler-und-ihr-paradies-mit-ungewisser-zukunft-13831104.html

    (Mail, 15.07)
    Die Erweiterung der Kleingartenanlage ist in der Planung. Wir sind mit dem Bauamt in Kontakt und haben dort einen Antrag zum Erhalt des Gemeinschaftsgartens an der jetzigen Stelle gestellt. Wir haben die Zusage, dass der Gemeinschaftsgarten in die Planung miteinbezogen wird. Wir wollen natürlich am jetzigen Standort bleiben, da wir schon viel geackert haben und dieses Jahr auch guten Ertrag haben.

    Die Vorsitzende des Kleingartenvereins hat uns nur Grünstreifen in deren Anlage zur Verfügung gestellt und wir sollten dann auch Mitglied sein. Das gefällt uns nicht, da unser Konzept sich grundlegend von deren Vereinsstatuten unterscheidet. 

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  • Südgarten versucht mit Schildern „Übernutzung“ zu verhindern

    (Mail)
    Es hat viele Diskussionen im Garten gegeben, ob und wie viele Gäste man verkraftet. Da gibt es seh unterschiedliche Auffassungen. 
    Besonders während des Lockdowns standen sämtliche Kneipengänger Ü45, die sich vorm Homeschoolen und Haushalt gedrückt haben (behaupte ich jetzt einfach mal ;)) bei uns rum. Picknickende Familien und natürlich viele Jugendliche, die von manchen Gärtnern schon wie Halbstarke empfunden werden. Viele Spaziergänger haben Hunde, was auch viele doof finden.
    Es wird jetzt gerade ein Schild angebracht mit Regeln und Hinweisen…


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  • IG Nordhausen GU gibt es nicht mehr

    (Tel)
    Den Garten gibt es nicht mehr, da die Fläche anderweitig bebaut wurde. Vorher wurde der Garten auch nicht mehr viel genutzt. (mehr …)

  • IG Potsdam bedroht

    (telefon)
    der Integrations- und Schulgarten Potsdam/Schlaatz ist bedroht. Auf der Fläche soll eine zweigeschossige Sporthalle gebaut werden. Sie waren beim Planungsverfahren zwar auch mal eingeladen, doch nun soll der Garten wohl doch „verrutscht“ werden. Doch dann würden andere Projekte vom Garten verdrängt werden. Sie überlegen, wie sie sich nun wehren werden.

    Zudem ist inziwschen eine ganz andere „Klientel“ im Garten. Eher Menschen aus Afgahnistan, Syrien und Menschen, die über eine Kooperation mit „Hand in Hand“ (Flüchtlingshilfe) kommen. Viele der bisherigen Gärtner*innen sind inzwischen zu alt. Die russisch-stämmigen Gärtner*innen hatten sehr viel Zeug in den Garten geschleppt, sie haben mit 3 Containern noch nicht alles weg schaffen können. Sie wollen den Garten neu strukturieren, plastikfrei bekommen und haben auch die Küche neu eingerichtet. Carla (seit 2 Jahren in Rente) meint, der Garten ist auf einem guten Weg. (mehr …)

  • Brandanschlag auf IG Prohlis, Dresden

    (alerts)

    Brandanschläge, Nazi-CD, Patrone: Widerliche Angriffe auf Gemeinschaftsgarten Prohlis

    Von Eric Hofmann

    Dresden – Seit drei Jahren engagiert sich der Gemeinschaftsgarten Prohlis dafür, dass sich die Anwohner des Stadtteils näher kommen: Rund 80 Prohliser vom Kind bis zum Rentner (84), egal welcher Herkunft, gärtnern hier zusammen.

    Der rechten Szene ist das ein Dorn im Auge, immer wieder kommt es zu Bedrohungen. Diese erreichten jetzt eine neue Stufe Ausgerechnet ein Kind musste es finden: „Es lag eine Patrone im Garten“, sagt Heike Löffler (62), Projektleiterin des interkulturellen Gartens. 

    „Es brachte sie zu den Eltern. Das Projektil war schwarz-weiß-rot ummantelt und hatte eine Beschriftung.“ 

    Nun liegt das Geschoss bei der Polizei, diese hat die Ermittlungen aufgenommen. „Es kommt immer wieder zu Angriffen auf den Garten“, sagt Löffler mitgenommen. 

    „Zweimal dieses Jahr wurde unser Aushang schon angezündet, einmal fanden wir eine Stahlgewitter-CD im Garten, Aufkleber, Schmierereien sind auch nichts Neues für uns. Einmal steckte ein antisemitisches Pamphlet im Briefkasten. Dass mit der Patrone ist aber eine neue Qualität!“ 

    Um was für ein Geschoss es sich dabei handelt, wird nun im Labor der Polizei geprüft. 

    Unterkriegen lassen, wollen sich die Gartenfreunde aber nicht, starten am Samstag um 19 Uhr im Rahmen des Prohliser Theatersommers ein Gartenkonzert, Sonntag gibt es 15.30 Uhr dann Figurentheater. 

    https://www.tag24.de/dresden/crime/widerliche-angriffe-auf-gemeinschaftsgarten-prohlis-1575369

    (Mail)
    wir veröffentlichen, es handelt sich ja genau genommen um eine Vielzahl von Vorfällen mit rassistischem, kriminellen Hintergrund, Bedrohungen usw.

    Natürlich hatten wir auch schon mal Anzeige erstattet. Aber jetzt werden diese Sachen hoffentlich im Zusammenhang gesehen als eine Vielzahl von immer wieder kehrenden verschiedenen, auch subtilen, feigen Bedrohungen gegen unser Projekt.

    Wir machen weiter. Es lohnt sich doch, alle bei uns Engagierten lieben den Garten sehr, schätzen ihn. Er ist ein wichtiger Ort geworden, gerade am Wochenende hatten wir den Theatersommer im Garten mit 2 Veranstaltungen (Konzert Weltmusik und Figurentheater) mit ca. 90 BesucherInnen – es war wunderschön für alle – und störungsfrei.

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  • weiterer Gemeinschaftsgarten in München

    Seit Ende 2019 stehen hinter der Offenbarungskirche neun Hochbeete.
    Diese wurden uns vermittelt durch das Evangelische Bildungswerk München (ebw) dankenswerter Weise von Green City zur Verfügung gestellt. Schnell fanden sich in der näheren Umgebung begeisterte Gärterinnen, Gärtner und Familien, die sich seit dem Frühjahr um die Beete kümmern.

    Ursprünglich waren ab März 2020 auch regelmäßige gemeinsame Infoabende mit Green City – ExpertInnen geplant. Aber wegen der Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie erforderlich waren, begannen nun alle die Bepflanzung der Beete unabhängig von einander.

    (Mail, 15.07.)
    Der Hochbeet-Garten hinter der Offenbarungskirche soll zumindest noch nächstes Jahr stehen bleiben.

    Danach muss er voraussichtlich wegen eines größeren Bauprojekts umziehen oder temporär ganz abgebaut werden.

    Momentan stehen hier 9 Hochbeete, die von Familien und Einzelpersonen genutzt werden, insgesamt 15 Gärtnerinnen und Gärtnern im Alter von 7 bis ca. 85.

    Die Nachfrage war recht hoch, sodass wir leicht noch mehr Beete anschaffen und vergeben können hätten.

    Aber nachdem nicht klar ist, wie lange die Beete stehenbleiben können, nutzen wir jetzt nur die Beete, die uns Green City von einem anderen Standort überlassen hat (mehr …)

  • Unser Garten Bruck und Corona

    Natürlich hat Corona alle Planungen, Veranstaltungen zunichte gemacht und unseren Gartenalltag – wie wohl bei allen anderen auch – komplett umgekrempelt. Dieses Jahr hatten wir im Frühjahr ein großes Querdenker-Festival geplant, das dann einen Tag vorher abgesagt werden musste. Wir wollten neue Formate ausprobieren – ein Gartencafé auf Spendenbasis etc. Alles passé bzw. verschoben – auf hoffentlich nächstes Jahr. Wir haben uns im Januar neu organisiert in zwei anstrengenden, aber sehr lebendigen Workshops…. Mit dieser Orga sind wir nun in der Testphase und müssen coronabedingt auch hier erstmal modifizieren.

    ABER unser Garten grünt und blüht. Wir haben unglaublich viel Zustrom von neuen Menschen, die aktiv werden wollen und das am liebsten mit anderen zusammen. Da hat Corona scheinbar tatsächlich was ausgelöst. Menschen haben mehr Zeit, sehen wieder, wie wichtig Gemeinschaft ist und wie wichtig es ist, irgendwo geerdet zu sein. Gesunde Ernährung, Selber machen ist da natürlich auch ein ganz großer Punkt. Allerdings kommen die meisten und wollen lernen… Das macht´s dann natürlich schwierig, wenn Du nicht so viele Leute hast, die hier wirklich jemanden begleiten können (oder die sich´s noch nicht so richtig zutrauen). Aber irgendwie haut das ganz gut hin, da geht dann eben auch mal was „schief“, aber es macht großen Spaß. Das – denke ich – hat uns Corona auch gelehrt, flexibel bleiben und ein wenig mehr von heute auf morgen denken. Pläne werden im Moment fast immer durchkreuzt bzw. umgemodelt. Für mich auch ein ganz großer Lernprozess, da ich schon immer gerne irgendwo ´nen Plan habe und nun mit absoluter Ungewissheit planen muss. Aber, Lebenslanges Lernen lautet ja die Devise

    Unser grünes Klassenzimmer steht und wir hoffen sehr, nun wenigstens in den Ferien unser geplantes Programm anbieten zu können (Smoothies, Dörrapparat, Naturfarben…).

    Unsere Filmpremiere mussten wir Coronabedingt leider auch absagen, nun hoffe ich auf den Oktober. Dort wollen wir eine Veranstaltung machen, an der uns die Auszeichnung von der UN-Dekade für Biologische Vielfalt übergeben wird. Das ist jetzt für 2 Jahre natürlich ein tolles Siegel, um Öffentlichkeitsarbeit zu machen.

    Du siehst, das Projekt sprudelt nur so vor Energie und Leben, ich bin wirklich unglaublich dankbar für diese Erfahrung.

    Und ich bin auch sehr dankbar, dass es eine anstiftung gibt, die uns begleitet. Von unserer Kommune sind wir bei Corona ganz schön aus dem Blick geraten und wurden bei den ganzen Hygienekonzepten wie geschlossene Gebäude betrachtet. Es war sehr hilfreich, dass ich da immer bei euch schauen konnte, wie der Stand der Dinge ist.

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  • Bahngarten München und Corona

    Nun zum Bahngarten. Die Beete haben coronabedingt an Pflege eingebüßt und manche Beetpaten konnten nichts anpflanzen oder haben sich verabschiedet. Wir mussten unser Gelände auch tagsüber schließen, damit sich die Gruppen Jugendlicher nicht bei uns aufhalten, was die ganze Situation noch erschwert hat. Dennoch haben wir viele neue Bewerbungen und wir wollen das Gartenprojekt auch noch ausweiten, vergrößern und verschönern.

    (Bahnwärter Thiel an sich: Corona hat auch uns sehr schwer getroffen. Da wir ausschließlich vom Veranstaltungsbetrieb und der Gastronomie leben, kannst du dir sicher vorstellen, wie sich die Situation auf uns ausgewirkt hat.
    Nichtsdestotrotz machen wir weiter!
    Wir haben den Containerausbau für Ateliers voran getrieben, einen Biergartenbetrieb auf die Beine gestellt und gestern eine Crowdfundingcampagne gestartet (Hier der Link: https://www.startnext.com/bahnwaerter-thiel-atelierpark)

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  • IG Altenkirchen: Corona und Planungen

    (Mail)

    Wir haben festgestellt, dass es uns trotz Corona gut geht. Die Zeit, die sonst mit anderen Terminen belegt war, haben wir in unserem Garten verbracht.

    Dadurch sieht es bei uns ziemlich gut aus. Das Wetter hat ja auch mitgespielt. Der Regen kam immer zur rechten Zeit. Unsere Gärtner nutzen den Garten als Treffpunkt mit Freunden, ich bin auch dankbar dafür.

    Ich möchte unseren Garten weiter öffnen. So findet bei uns alle 14 Tage ein ev. Bibelkreis statt. Die Kooperation mit der ev. Landjugendakademie findet im Aug. auch wieder statt.

    Dann gibts für die Teilnehmer einer Bildungswoche im ökologischen Gärtnern einen Sensenkurs auf unserer Wiese. Nächstes Jahr gehe ich in Rente, dann habe ich mehr Zeit.

    Aber für all die Aktivitäten braucht man die Unterstützung aller Mitglieder. Für diese Kontakte zu pflegen und zu festigen war Corona positiv und die Feststellung welchen Schatz wir in unserem Garten haben macht uns froh.

    (Mail)
    die ev. Landjugendakademie, Altenkirchen ist unser Kooperationspartner.

    Dort arbeitet Christof Diefenbach als Referent für ländliche Bildung.

    Seine Kurse sprechen unterschiedliche Menschen an.

    Er organisiert die Kurs und wir sind in den letzten drei Jahren ein Modul in der Bildungswoche gewesen. Der Bildungsurlaub jetzt steht unter dem Motto:“Natur-und Artenschutz in unseren Gärten“.

    Es nehmen 8 Leute unterschiedlichen Alters und aus dem ganzen Bundesgebiet teil. Ursprünglich war der Kurs mit 16 Teilnehmern voll belegt. Naja, Corona. Bei uns können sie praktische Erfahrungen machen, wie Sensen lernen, eine Hummelburg bauen usw.

    Wir können unser Gartenkonzept erläutern und Anregungen geben. Ein Besuch im interk. Garten ist auch für andere Gruppen der LJA ein Ziel der Stadterkundung. Das ist dann ganz unverbindlich und halt nur ein Spaziergang mit Führung. Die Vernetzung ist es eben.

    Noch was Schönes: Wir haben ganz alte, kaputte Bänke und haben einen Förderantrag beim Leader-Ehrenamtsprogramm gestellt und werden gefördert. Mit wieviel Geld weiß ich zwar noch nicht. Ich denke aber wir können bald unsere vier Bänke in Ordnung bringen.


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  • Besuch von Gärten in Berlin

    (Projektbesuche)

    Vollguter Gemeinschaftsgarten

    Auf dem ehemaligen Brauereigelände gibt es seit ein paar Jahren den Vollguten Gemeinschaftsgarten. Entstanden aus einer Künstler*inneninitiative, die dunkle Ateliers im Komplex hatten und an dem Ort, an dem nun der Garten ist, einen Container aufstellten und so auch draußen sichtbar wurden. Der Garten entstand daraus. Ein interkulturelles Team junger Leute macht den Kern der Gartencrew aus. Viele weitere nutzen den Garten und seine Möglichkeiten und bringen sich mal mehr und mal weniger ein. Jugendliche nutzen die Möbel, es gibt Musik/Kulturveranstaltungen, einen Spielbereich für Kinder, natürlich Beete, handwerkliche Aufgaben und in der Mitte des Gartens hat die TU ein recht großes „Infohaus“ gebaut. Dieses bietet Schutz bei Regen und Kälte und ist mit Tischen und Stühlen so ausgestattet, dass Workshops, gemeinsames Planen usw. möglich sind. Das Haus ist und soll für die Nachbar*inneninitiativen nutzbar sein. Immer wieder übernachten Obdachlose im Garten, die sich wohl hauptsächlich positiv mit in den Garten einbringen. Es gibt immer wieder Probleme mit Drogen und der eine Initiator wurde mehrfach von Dealern bedroht, als er deren Verkaufstätigkeit im Garten unterbunden hat.

    Die Nutzungsdauer ist unklar, bisher läuft der Vertrag im September aus. Da auf/unter dem Gelände überall gebaut wird, kann es sein, dass sie erstmal verkleinern müssen. Der Garten beim Circular House ist inzwischen weg, das Haus wird umgebaut. Teile der Beete sind nun im Vollguten Gemeinschaftsgarten.

    Interkultureller Frauenkräutergarten

    Auf dem Jakbi-Friedhof in Neukölln gibt es inzwischen vier Gartenprojekte. Neben dem Prinzessinnengarten Kollektiv einen Teil des Weltackers, Plant-Age und einen Interkulturellen Frauengarten. Die Frauen bauen in Hochbeeten verschiedene Heilkräuter an und nutzen auch die wild wachsenden anderen Kräuter/Pflanzen mit Heilwirkung. Ihr Ziel ist es, eine Art alternative Apotheke aufzubauen, da den geflüchteten Frauen bei den Ärzten oft einfach nur Ibro verschrieben wird. Sie wollen richtig anbauen und die Sachen dann verkaufen in einem Webshop. Dafür sind sie gerade dabei, einen großen Antrag an die Software Stiftung zu stellen. Nächste Woche startet Beratung und Therapie für geflüchtete Frauen und Kinder im Garten. Das wird durch Open Society gefördert. Die ist auf den Träger (Flaming) zugekommen und hat diese Förderung angeboten

    Rote Beete

    Schon vor Corona hat sich die Kerngruppe des Gartens überlegt, wie sie die Mitgärtnenden zum „mehr mitmachen“ aktivieren könnten. Sie haben ein Dragon Dreaming gemacht und ihre Werte miteinander ausgehandelt und viele AGs gegründet. Für den Hauptansprechpartner war das zunächst nicht leicht, loszulassen, doch nur so konnten andere Verantwortung übernehmen. Während Corona haben sich viele neu für den Garten interessiert und beim ersten Plenum, das nun wieder ging, waren 30 Leute anwesend. Alle mussten sich bei „Wachstumswende“ eintragen und das trug zu mehr Verbindlichkeit bei. Den Garten haben sie auch neu strukturiert in kleinere Bereiche. Sie haben festgestellt, dass das Mitmachen so einfacher für Leute geworden ist. Sie übernehmen eine (Teil)Verantwortung für einen Teilbereich, der für die überschaubar ist. Alexandre, der bisherige Hauptansprechpartner erlebt sich nun als „Ermöglicher“, berät, ermutigt, vernetzt.

    Sie wollen ein Siebdruckgerät bauen und eine Aktion für die Nachbarschaft machen.

    Während Corona hatten sie Probleme mit einer Nachbarin, die ihnen unterstellte, sich nicht „coronagerecht“ zu verhalten.

    Wilde 17

    Nachbar*innen haben sich zusammen gefunden und auf einer ehemaligen Brache, die umgeben von Schrauberwerkstätten ist, einen Gemeinschaftsgarten aufgebaut. Die Fläche ist nicht geeignet, um im Boden zu gärtnern, so haben sie (zwei Systeme) Hochbeete gebaut. Es gibt zudem ein Gewächshaus, in dem auch mit exotischen Pflanzen experimentiert wird, wie Erdnuss, Kurkuma, Jams etc., ein Kräuterpodest, eine Sitzecke, Stauraum und derzeit wird ein großer Lehmofen gebaut (Finanzierung über Preis von Quartiersmeister). Ein weiteres Vorhaben ist der Bau (bzw die Vergrößerung) einer Bühne. Das Quartiersmanagement ist auch an sie herangetreten mit der Info, dass es unkompliziert Geld zu vergeben hat. Davon haben sie Hackschnitzel gekauft und den Boden damit bestreut, so dass es nicht mehr zu staubig ist. Die Beete haben sie so gebaut und organisiert, dass in einem Hochbeet vier Beete sind. Für die hat eine Gruppe die Verantwortung und kann pflanzen, was sie will (bzw pro Beet), doch die Ernte kommt allen zugute. Sie wollen auch gerne alles, was geerntet wird, zusammen mit Garten verarbeiten und gemeinsam essen. Während Corona hatten sie Probleme mit einem Nachbarn, der ihnen immer wieder gedroht hat, er würde ihre Aktivitäten (Kinder im Sandkasten, mehr als 2 Leute im Garten) bei der Polizei anzeigen.

    Permakulturgarten am Lobeblock

    Der Lobeblock ist ein schickes neues mehrstockiges Gebäude, in dem Coworking, ein Restaurant, Kunst usw untergebracht sind. Es ist direkt gegenüber der Wilden17. In dieser Gegend wirkt es wie ein Ufo. Im Innenhof wird derzeit ein Permakulturgarten aufgebaut. Es sind wohl 40 Nachbar*innen in der Gartengruppe dabei, hauptsächlich bauen Eric und Tom den Garten. Es gibt Hühner (im schönsten Hühnerstall, den ich je gesehen habe) und andere Kleintiere. Der Boden ist auch hier nicht zum Gärtnern geeignet. Sie haben Zugang zu guter Muttererde, die sie aufschütten (in die Beete schütten) und bauen Pflanzen an, die dabei helfen, die Gifte aus dem Boden zu holen, wie Sonnenblumen und Klee (Phytosanierung). Der eine Koordinator ist Permakulturdesigner um Imker und sie geben die Gestaltung der Beete und des Gartens vor. Beraten wird sie Marco Clausen, der im Lobe-Block sein neues Büro hat. Seine Miete deckt er durch die Beratung des Gartens.

    Mauergarten

    Der Mauergarten ist wieder eröffnet. Die Umbaumaßnahmen des Mauerparks sind abgeschlossen. Es gibt wie vor den Umbaumaßnahmen, keinen Zaun. Noch gibt es keine Beschilderung und so ist schon das eine oder andere abgeerntet worden und „Fremde“ haben gegossen und Hunde tollen über das Gelände. Seit der Wiedereröffnung haben sich 46 neue Leute für ein Mitmachen gemeldet. Sie haben schon ein paar neue Hochbeete gebaut und dafür (für die Größe) eine Beetschablonen entwickelt. Wichtig ist ihnen, dass Rollis zwischen den Beeten durchkommen. Die Beete werden dann geteilt, so dass mindestens zwei Leute in einem Hochbeet gärtnern. Sie hoffen, dass so mehr Gemeinschaft entsteht. Wenn man mitmachen will, bekommt man am Anfang kleinere Beete, die auch nix kosten. Nach einem Jahr kann man sich dann entscheiden, weiter zu machen und wird dann Vereinsmitglied und bekommt ein größeres Beet. GrünBerlin hat sie mit Holz und Erde beliefert, sie müssen weder Pacht noch Strom noch irgendwas zahlen.


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  • Rote Beete Berlin und Corona

    (Mail)

    . Unsere Rote Beete Gemeinschaft hat erstaunlicherweise von dieser Zeit sehr profitiert, da wir kurz davor unsere Organisationsstrukturen umorganisiert hatten und zahlreiche AGs kreiert, die dem zuwachsenden Bedarf an Engagement bei der Bevölkerung gut entgegenkam.
    unsere AG Deko gerne ein Projekt von Siebdruck und Kreation von gedruckten Jutebeutel/T-Shirts auf die Beine stellen
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  • Gassengarten im Olydorf München

    (Projektbesuch) Den Gassengarten gibt es seit 5 Jahren. Derzeit besteht er aus 11 unterschiedlichen Hochbeeten, ein paar Kartoffensäcken und Sitzmöbeln entlang einer Gasse des Dorfes. 30 Leute sind im Verteiler, 5 – 6 sind sind in der Kerngruppe. Mitmachen kann jede/r. Aktuell sucht die Gruppe wieder Verstärkung, um das Projekt weiter auszubauen. Sie haben gerade einen Preis von GreenCity (Wettbewerb „Gestalte deine Stadt: https://www.wuerzburg.de/themen/umwelt-verkehr/stadtlich-gruen/foerderung-fuer-baeume–urban-gardening/index.html) bekommen und wollen Stahltraversen, die zwischen bestimmten Bungalows sind, mit Wein, Hopfen und noch einer Ranke bepflanzen. Der Garten ist bisher von der Univerwaltung nur geduldet. Die Gruppe möchte, dass er genehmigt wird, so dass eine größere Sicherheit da ist, dass der Garten bleiben wird und sie auch mehr Möglichkeiten haben, selber Gestaltungsfragen zu entscheiden. In Kontakt mit anderen GG in der Nähe sind sie noch nicht, bis auf eine Gruppe von Olytopia, die auch einen Garten „im Oberdorf“ anlegen möchte. (mehr …)