Autor: admin

  • IG Coswig geht weiter in Richtung klimagerechtes Gärtnern

    (Antrag/Antworten)

    der IG Coswig möchte Teile der Fläche umnutzen und dort essbare Wildsträucher pflanzen.
    Das gemeinsame Gärtnern findet weiterhin statt. Es gibt keine Anordnung, die dagegen spricht. Wir halten den Sicherheitsabstand ein und können uns gut auf unserer großen Fläche verteilen. Die Arbeit in Zweiergruppen auch kein Problem. Von den betagteren Mitgliedern bleiben die Meisten jetzt  zu Hause, zur Sicherheit. Allerdings haben sich in den letzten Monaten auch einige Coswiger gemeldet, die mitmachen wollen. Wir sehen, wie sich alles entwickelt.

    Zu unserem Beeten: Wir bauen Gemüse an wie geplant, lediglich auf der Fläche der Südseite wollen wir das Gemüsebeet um einen Streifen von ca. 2 x 15 m verkleinern, um hier einheimische Wildsträucher zu pflanzen. Diese sollen die schon bestehende Gehölzstruktur in ihrer Breite ergänzen und damit das Gelände auch ökologisch aufwerten. Es sollen Kornelkirsche sein, Schlehe, Felsenbirne, Hagebutte, Mirabelle/Wildpflaume (kein Wildgehölz, würde aber auch in die Reihe passen) Diese Sträucher zeigen, was für Früchte essbar sind, diese Pflanzen benötigen (längerfristig!)  weniger Wasser.

    Daher ist es sinnvoll, auf einem kleinen Teil der Fläche Pflanzen zu setzen, die mit weniger Wasser auskommen als Gemüsekulturen. Wir haben in Sachsen ein zunehmend trockneres Klima.

    In der Anwuchsphase  ist es sinnvoll, diese Pflanzung mit Rindenmulch zu bedecken, damit die Verdunstung herabgesetzt wird. Allerdings müssen wir davon ausgehen, dass der Sommer wieder heiß und trocken wird, da müssen wir die Neupflanzung regelmäßig wässern.

    Wir haben auch Wildsträucher Hagebutte und Kornelkirsche selbst vermehrt, aus Sämlingen und Steckhölzern und können damit schon an die 5, 6 meter des Streifens bepflanzen.

    Wir hatten vor, einen Blühsaum vor die Gehölzreihe zu setzen, aber das gibt Probleme mit dem Wässern der Sträucher. Außerdem brauchen wir den Platz für den Gemüseanbau.

    Wir werden den Baubetriebshof Coswig fragen, ob er uns Rindenmulch zu einem günstigen Preis liefern kann. 

    – Den gedachten Bau des Unterstandes können wir zu einer späteren Zeit realisieren, davon haben wir erst einmal abgesehen. Dieses Vorhaben ist verschoben.

    –  wir haben einen Pferdehalter in der Nähe, er kommt aus Weinböhla. Er hat uns schon zu einem sehr guten und fairem  Preis Pferdemist gebracht und kann dies auch wieder machen. Es ist der günstige Lieferant in der Umgebung, wir haben die Preise und auch die Qualität des Stallmistes verglichen. In Coswig gibt es noch 2 weitere Fuhrunternehmen/Pferdehalter. Das eine Unternehmen hat uns sehr strohigen Stallmist gebracht, wenig Nährstoffe und teurer Transport. Das andere coswiger Unternehmen liefert zwar gute Qualität , verlangt aber einen höheren Preis als der Fuhrunternehmer aus Weinböhla. Er muss auch einen Preis verlangen, um seine Kosten für Maschinen, Sprit, Arbeitszeit zu decken. Wir pflegen einen guten Kontakt und geben ihm in der Saison auch mal einige kleine Gemüsegeschenke mit, damit sein Preis so niedrig bleibt.


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  • Horner Paradiese

    (Recherche)

    Horner Paradiese“, so steht es auf einem hölzernen Schild am Eingang. Durch die Gartenpforte geht es auf die rund 2.000 Quadratmeter große Fläche. Eine Kräuterspirale bildet den Mittelpunkt des Gemeinschaftsgartens. Rundherum gibt es viele kleine Beete, auf denen bunte Blumen oder Gemüse wachsen sowie behindertengerechte Hochbeete. 

    Der Gemeinschafts-Garten „Horner Paradiese“

    Gärten sind für alle
    Seit der Eröffnung der „Horner Paradiese“  im April gärtnern hier Nachbarn aus dem Stadtteil. Daniel Thoni ist einer von ihnen. Auf dem Beet, das er angemietet hat, wachsen unter anderem Erdbeeren, Kohlrabi, Kresse und Radieschen – und auch ein paar bunte Blumen. „Meine Frau und ich haben Lust am Gärtnern und auch unsere kleine Tochter kann hier fröhlich mitmachen. Wir wohnen ganz in der Nähe und kommen sowieso immer hier vorbei. Das macht einfach Spaß.“

    „Horner Paradiese“ – beliebter Treffpunkt

    Das Gemeinschaftsgartenprojekt „Horner Paradiese“ wurde von Bürgern im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für Hamburgs längsten Park, die Landschaftsachse Horner Geest, erdacht, erklärt Barbara Büchler vom Stadtteilverein Horn e.V.. Sie koordiniert das Projekt zusammen mit anderen Nachbarn. „Hier treffen sich ganz unterschiedliche Menschen: kleine und große, alte und junge.“ Auch Schulklassen kommen zum Gärtnern hierher. So erleben Kinder und Jugendliche, wie gesundes Obst und Gemüse wächst.

    Kräuterspirale für alle

    Die vermieteten Beete sind für den Eigenbedarf bestimmt. Die Stadtteilgärtner hoffen, dass das auch weiterhin von allen Nachbarn respektiert wird. Von der gemeinsam bepflanzten Kräuterspirale und von Sträuchern, die noch gepflanzt werden sollen, darf sich jeder bedienen.

    Gärtnern und klönen

    Für Julia Rath, die ebenfalls ein kleines Beet gemietet hat, geht es um mehr als einfach nur ums Gärtnern: „Ich bin vor Kurzem aus Barmbek Süd nach Horn gezogen und möchte gern Leute aus dem Stadtteil kennenlernen.“ Das Interesse am gemeinschaftlichen Gärtnern mitten in Horn ist groß, so Barbara Büchler: „Wir werden ständig gefragt, ob man hier noch ein Beet anmieten kann. Viele interessiert gerade, dass sie hier auch in Gemeinschaft sind und in ihrem Stadtteil in Kontakt mit anderen kommen.“

    Die Arbeiten am eigenen Beet kann sich jeder so einteilen, wie es zeitlich am besten passt. Zwischendurch treffen sich die Hobbygärtner, um sich auszutauschen und Dinge zu besprechen, die alle angehen. Auch regelmäßige Gartenworkshops und Veranstaltungen sind geplant. […]
    https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Horner-Paradiese-Gemeinsam-gaertnern,sozialesprojekthorn100.html

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  • WisaWi e.V. macht Gartenprojekt mit Werkstatt mit Geflüchteten

    (Antrag/Antworten)

    In Wiesbaden:
    Seit 2017 gestalten wir gemeinsam mit Geflüchteten einen Gemeinschaftsgarten in Wiesbaden Biebrich.
    Das Gartengrundstück ist ca. 2500 qm groß. Wir haben es von der Stadt gepachtet. Direkt neben dem Grundstück befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft mit Geflüchteten.
    Vorrangig sollten die Geflüchteten der Gemeinschaftsunterkunft, sowie die Menschen aus der Nachbarschaft in das Gartenprojekt integriert werden.
    Auch andere Menschen beteiligen sich, die nicht aus der direkten Nachbarschaft kommen.
    Außer den Geflüchteten der Unterkunft (ca. 250 Personen, meistens machen 40-60 Personen im Garten mit) kommen auch Geflüchtete aus anderen Stadtteilen in den Garten, u.a. auch Geflüchtete, die von unserem Verein betreut werden oder sich bei uns engagieren.
    Außerdem engagieren sich auch Menschen des „Welcome Cafe“ im Garten, sie haben auch ein Gemeinschaftsbeet dort.
    Die Menschen können im Garten ihre eigenen Beete anlegen, ebenso können sie sich zusammenschließen und Gemeinschaftsbeete anlegen. Auch von uns werden Gemeinschaftsbeete angelegt.
    Es gibt bereits 3 Hochbeete, die aus Paletten mit den Geflüchteten selbst gebaut wurden und auch selbst gebaute Gartenmöbel. Ein Brunnen wurde gebohrt und liefert Wasser, wenn das Wasser aus dem Brunnen nicht reicht (was im Sommer oft der Fall ist), können wir das Wasser der Gemeinschaftsunterkunft benutzen und mit einem Schlauch wässern.
    Im Jahr 2017 und 2018 wurde unser Projekt gefördert (die Förderung war aber auf zwei Jahre begrenzt), sodass wir einen Grundstein anlegen konnten. Abgesehen davon, dass dort nicht alles, was benötigt wird, inbegriffen war, brauchen wir jetzt, um weiterzukommen, auch einige unabdingbare Materialien etc..
    Im Gemeinschaftsgarten kann man nicht nur Gärtnern, er dient auch als Rückzugsort, Begegnungsstätte und für diverse Aktivitäten.
    Wir bieten diverse Aktivitäten an (in der Vergangenheit, wie auch dieses Jahr wieder), kreatives Gestalten unterschiedlichster Art mit Erwachsenen und Kindern, Spielangebote, Bewegungsangebote, Upcycling, Holzarbeiten, Palettenbau, Möbelbau für den Garten, aber auch Workshops für Menschen, die etwas für ihr Zuhause bauen möchten und andere handwerkliche Projekte. Dies ist teilweise auch offen für alle Menschen, die einfach so vorbei schauen möchten. Außerhalb der Gartensaison bieten wir einige solcher Aktivitäten z.B. Workshops/offene Werkstatt auch in anderen Räumen an, in der Gartensaison hingegen gibt es dann diese Angebote im Garten selbst, offen für alle, zusätzlich zu den Angeboten für die Geflüchteten und andere, die im Garten tätig sind.
    Dieses Jahr möchten wir mit den Menschen auch eine Kräuterspirale anlegen, sowie weitere Hochbeete, da die 3 Hochbeete gar nicht reichen. Auch andere Arten von Beeten sind geplant, wie zum Beispiel Frühbeete und Strohbeete.

    1. Habt ihr das Grundstück auf eine unbefristete Zeit gepachtet? Wie hoch ist die Pacht?

    Das Grundstück wurde zunächst für sieben Jahre gepachtet, kann jedoch u.U. verlängert werden. Wir müssen keine Pacht zahlen.

    2. Wie viele Beete gibt es bereits? „Nur“ die drei Hochbeete? Oder gibt es auch „Erd“Beete?

    Das war ganz unterschiedlich, je nach Jahr, da sich unterschiedlich viele und unterschiedlich engagierte Menschen beteiligt haben. Wir hatten teilweise 60 Beete, im anderen Jahr ca. 40, in einem 20. Das waren aber Einzelbeete für die Menschen.
    Diese sind auch noch hauptsächlich vorhanden, müssen nur noch bearbeitet und bepflanzt werden.

    Außerdem haben wir verschiedene Gemeinschaftsbeete, zum einen das vom Come together Café, zum anderen eines mit größeren Kräuterbüschen, Beerensträuchern und anderem.
    Jedes Jahr haben wir auch Gemeinschaftsbeete für Tomaten, Kürbisse und Chillis angelegt. Wir haben ein Gewächshaus, das fungiert auch als Gemeinschaftsbeet für Tomaten, Chillis und andere Pflanzen, die besser geschützt werden müssen.

    3. Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird/gegärtnert werden soll?

    Das kommt darauf , wie viele Menschen gärtnern wollen. Bis auf die Stellen, auf denen die Häuschen/Pavillons/Kompost etc. stehen, die Kräuterspirale angelegt werden soll und der Mittelteil des Gartens, der wegen Kieseluntergrund nicht dafür genutzt werden kann (dafür machen wir dort die handwerklichen Dinge, Treffen usw.),  kann theoretisch der Rest dafür genutzt werden. Praktisch ist es aber so, dass wir auch Bienenblumenwiesen anlegen am Rand, Wege, Plätze zum "Chillen", Plätze für die Kinder zum Spielen oder auch Beete anlegen/Tipi aus Bohnenranken für Kids usw. . Es ist ja auch wirklich genug Platz vorhanden. Wir haben natürlich auch weitere Pläne, wie und wann diese umgesetzt werden können, müssen wir mal schauen. Man kann ja nicht alles auf einmal machen ;).

    4. Wie viele der 40 – 60 Leute gärtnern tatsächlich? Ihr macht ja noch so viele andere tolle Aktivitäten

    Im ersten Jahr waren es 60 gärtnernde Leute, im zweiten 40 - dann kamen noch andere Menschen hinzu, die an Aktivitäten teilnahmen, nur gechillt haben, im Garten gespielt haben, sich beraten haben lassen, Hausaufgaben gemacht haben etc.. Wie es dieses Jahr sein wird, wissen wir nicht, da sich die Zusammensetzung der Menschen in der Unterkunft immer ändert. Wir wollen auf jeden Fall die Gruppe alleinerziehender Mütter stark einbeziehen, als auch andere Zielgruppen und natürlich kann ja auch jeder mitmachen, der möchte.

    5. Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte der Einzelbeete kann jeder selbst für sich verwenden (was gerade für die Geflüchteten der Unterkunft sehr gut ist), die Gemeinschaftsbeete sind für alle, also auch die Ernte. Bei den gemeinschaftlichen Kräuter- und Salatbeeten (schnell wachsende) kann sich immer jeder nehmen, was sie/er braucht. Das hat immer gut geklappt.

    Manches haben wir auch für Feste verwendet, also es wurde aus der Ernte gekocht für ein Fest, sowohl von den Geflüchteten, als auch von uns.

    6. Wie werden die Werkzeuge untergebracht, wie zugänglich sind diese dann für wen? Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Werkzeuge im Winter in einer Offenen Werkstatt an einem anderen Ort untergebracht? Wo und wie und von wem werden die dann genutzt?

    Unsere bereits vorhanden, notwendigen Gartengeräte sind in einem kleinen Gartenschuppen, zu welchem jeder, der mitmacht, also auch die Geflüchteten, Zugang hat (Zahlenschloß).

    Dann haben wir noch ein Gartenhäuschen, in welchem Geräte und Materialien untergebracht sind, die von uns (Verein) bei Bedarf herausgegeben werden oder für Aktivitäten benutzt werden. Das ist auch so notwendig. Die jetzt beantragten Werkzeuge würden auch dazu gehören, bis auf manche, die man immer braucht, wie z.B. eine Säge und einen Hammer zum ziehen von Nägeln u.ä. (aber davon nicht alle, nur eines). Im Winter könnten wir bestimmte Werkzeuge auch für die offene Werkstatt verwenden (im Garten braucht sie dann ja keiner), so bräuchten wir das nicht zweimal beantragen. Diese werden dann von den Leuten genutzt, die an der offenen Werkstatt teilnehmen. (Unter Anleitung - auch im Garten gibt es natürlich Anleitungen etc.)

    7. Das mit den Tomatendächern habe ich noch nicht ganz verstanden. Es können entweder 10 für Einzelbeet und eins für ein Gemeinschaftsbeet oder 20 für Einzelbeete gebaut werden? Wer entscheidet das und wären die für die Einzelbeete dann alle auch an einer Stelle oder wird ein großes gebaut, was dann unterteilt werden soll?

    Wir bauen ein langes/großes Tomatenbeet (überdacht), welches dann in Teile aufgeteilt wird. Je nachdem, wieviele Menschen im Mai Einzelbeete anlegen möchten, werden Einzelbeete angelegt, den Rest würden wir dann als Gemeinschaftstomatenbeet nutzen. Das, was ich geschrieben habe, war nur eine Schätzung (20 Einzelbeete, 10 für ein Gemeinschaftsbeet), es kann natürlich auch anders werden, je nachdem, wie interessiert die Menschen an Tomatenbeeten sind.
    Wir haben auch ein paar Tomatenpflanzen, die wir gerade ziehen, die ohne Dächer in den Garten gepflanzt werden können, dies wird dann ein Test-Gemeinschaftsbeet.

    8. Habt ihr eine Finanzierung für die Zeiten, zu denen jemand von euch vor Ort ist? Wenn ja, woher?

    Das macht u.a. ein Bufdi, wir wurden als Einsatzstelle anerkannt und das wird dann auch ab April losgehen. Die anderen unseres Vereins machen es komplett ehrenamtlich, ohne Gelder.

    Und noch eine wichtige Sache: wir machen auch Workshops und erklären den Menschen, dass sie die Samen aus der Ernte aufheben sollen (und wie), da sie ja im nächsten Jahr wieder benutzt werden können. Bei den Gemeinschaftsbeeten kümmern auch wir uns darum.

    Es werden auch Gemeinschaftsbeete von bestimmten Gruppen angelegt, also es schließen sich manchmal mehrere Frauen oder andere Gruppen zusammen, die dann gemeinschaftlich verschiedene Gemüsebeete bearbeiten und sich dann innerhalb der Gruppe die Ernte teilen.


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  • Himmelbeet: Fläche auf Friedhof

    (Mail)

    Ja, wir haben eine ziemlich große Fläche auf einem Friedhof übernommen. Zu genauen Zahlen kann dir vlt Romain auch noch mal was schreiben. Da der Friedhof jedoch weiterhin auch in Teilen als Friedhof genutzt wird, sind für uns viele Nutzungsformen (auch wenn in Theorie möglich) nicht vorgesehen. Wir schließen daher aus dort ein Café zu betreiben und auch unser PächterInnen-Gemeinschaft-Konzept wollen wir dort nicht wiederholen. Es soll ein Produktionsgarten nach SoLaWi-Prinzip werden, bei dem primär soziale Einrichtungen aus der Nachbarschaft mitwirken. Wir haben dafür eine 1,5-jährige Förderung des gleichen Programms, welches auch Prinzessinnengarten in Neukölln unterstützt hat (mehr …)

  • Erfurt: 6 Ideen für eine essbare Stadt werden umgesetzt

    (alerts)

    Im Ideenwettbewerb „Urban Gardening“ stehen die Ergebnisse fest. Im Dezember hatte das Garten- und Friedhofsamt zu einem Ideenwettbewerb unter dem Thema „Essbare Stadt“ aufgerufen. Aus 14 Beiträgen wurden nun sechs ausgewählt, die umgesetzt werden sollen.

    „Wir sind beeindruckt von der Kreativität und der Vielfalt der Ideen“, sagt Gartenamtsleiter Dr. Sascha Döll. „Die Teilnehmer haben sich ernsthaft und mit viel Liebe zum Detail mit dem Thema ‘Urban Gardening’ beschäftigt.“

    Der Grundgedanke, das Thema „essbare Stadt“, steht bei allen ausgewählten Beiträgen im Vordergrund. Die eingereichten Konzepte reichen von der Wiederbelebung alter Gemüsesorten bis hin zur Erprobung kaukasischer und asiatischer Gewächse.

    Hochbeet zur Wissensvermittlung

    Ein Hochbeet-Standort soll als Kinderprojekt gestaltet werden und der Wissensvermittlung dienen. Ein weiterer soll von einer Nachbarsgemeinschaft als „pflanzlicher“ Grill mit unterschiedlichen Kräutern genutzt werden. Die gewünschten Standorte werden nun von allen beteiligten Ämtern der Stadtverwaltung geprüft. Aufgestellt werden die Hochbeete dann im April. Sie werden den Wettbewerbsgewinnern von der Stadtverwaltung kostenlos zur Verfügung gestellt.

    Das Garten- und Friedhofsamt bedankt sich ausdrücklich bei den Paten der Hochbeete, die in den letzten zwei Jahren an fünf Standorten im Stadtgebiet betreut wurden. Die Hochbeete werden in den kommenden Tagen abgeholt und überarbeitet, heißt es weiter in der Mitteilung aus dem städtischen Garten- und Friedhofsamt.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/erfurt/sechs-ideen-fuer-die-essbare-stadt-werden-in-erfurt-umgesetzt-id228748445.html (mehr …)

  • Bunte Beete Annaberg

    (alerts)

    Annaberg-Buchholz.  Säen und ernten, nachhaltig gärtnern und Gemeinschaft erleben, das ist das Credo des Gemeinschaftsgartens „Bunte Beete“ in Annaberg-Buchholz. Projektleiter Stefan Bolanz ist ein Visionär und ein Naturliebhaber noch dazu. Vor über drei Jahren hat der 41-Jährige mit weiteren Mitgliedern begonnen, einen völlig verwilderten ehemaligen Schulgarten am Flößgraben/Zechensteig im Sinne der Permakultur umzugestalten. Das Projekt ist absolut uneigennützig und wird im Rahmen des Vereins Procovita e.V. realisiert.

    Fläche um Magerwiese ergänzt
    Ziel ist, ein naturnahes Paradies zum Ackern, Spielen, Entspannen, Träumen, Feiern zu schaffen und um gemeinsam der Natur und somit sich selbst etwas Gutes zu tun. Der Garten hat sich inzwischen gemausert und bietet mit seinen Beeten in drei Zonen einen Ort der Umweltbildung sowie einen grünen Lern- und Begegnungsraum. Nun ist noch Fläche dazu gekommen, die als Magerwiese angelegt werden soll. Dort steht auch eine durch den LaNU geförderte Hütte, die für Umweltbildung, Seminare, Workshops aber auch Feten und zum Vermieten gedacht ist.

    Ein Experimentierraum für die Kreativität
    Um dies alles mit Leben zu füllen, sucht der Verein „Bunte Beete“ noch Mitstreiter. Dazu lädt Stefan Bolanz ein: „Wir suchen Menschen jeden Alters, Vereine, Schulklassen, Kindergärten, Pflegeheime und alle, die Interesse und Respekt für die Natur mitbringen. Wir brauchen die Natur, wir können sie lenken, beobachten und von ihr lernen. Wer also Lust auf gemeinsames Gärtnern, auf etwas mehr Selbstversorgung und eine Gemeinschaft zum Austauschen hat, der ist bei uns herzlich willkommen. Unser Garten bietet mehr Lebensqualität, ist kinder- und enkeltauglich und ein Experimentierraum für Kreativität.“ (mehr …)

  • Neuer GG in Köln auf ex Parkplatz

    (Antrag/Antworten)

    Im September 2019 wurde von der Stadt Köln eine Fläche für den Gemeinschaftsgarten am Merheimer Platz in Köln-Nippes gepachtet. Es handelt sich um einen alten Parkplatz, ca. 450 qm.
    Wir wollen in unserem Gemeinschaftsgarten Gemüse, Obst, Kräuter und Blumen anpflanzen. Ebenso soll die Fläche zum Imkern genutzt werden. Der Garten wird gemeinschaftlich geplant, gestaltet und bewirtschaftet und soll ein öffentlicher Ort der Begegnung im Veedel sein, ein Ort des sozialen und kulturellen Miteinanders und des gemeinsamen Lernens. Wir verstehen diesen Garten auch als Beitrag zu Klima- und Umweltschutz in der Stadt und wollen einen alternativen Weg zu Konsum und Überfluss aufzeigen. Wir wollen Wertschätzung von gesunden Lebensmitteln und die Idee des „selber machen“ leben und vermitteln. Beim Aufbau der Garten-Infrastruktur, wie zum Beispiel von Hochbeeten und Sitzgelegenheiten, wollen wir auf bereits vorgefertigte Dinge verzichten und möglichst viel selber machen. Dabei sollen sowohl gebrauchte (z.B. Europaletten) als auch neue Materialien (z.B. gekauftes Holz) verwendet werden.
    Kooperationen mit z.B. Kitas, Schulen, Altenheimen, Vereine, Kirchen und andere Organisationen in der Nachbarschaft werden mittelfristig angestrebt, um den Betrieb des Gartens breit in der Nachbarschaft zu verankern und Austausch zwischen den Generationen zu fördern. Der Garten steht explizit allen offen. Die Beitragsordnung ist so gestaltet, dass durch niedrige Beitragssätze oder auch die Möglichkeit auf diese zu verzichten alle interessierten Gesellschaftsgruppen teilnehmen können, unabhängig von ihrer Erwerbs- und Vermögenssituation.
    Geplant sind regelmäßige Gartentreffs, bei denen gemeinsam gegärtnert wird, einmal pro Woche. Derzeit findet dieses Treffen am Samstag Vormittag statt. Geplant sind darüber hinaus regelmäßige Gartenfeste zum Anwerben neuer MitstreiterInnen. Grundsätzlich ist es vorstellbar, in dem Garten auch nicht-kommerzielle Veranstaltungen durchzuführen, z.B. Gartenworkshops, Schnippel-Diskos und gemeinsame Verwertung von Gemüse, Picknicke, ggfs. Lesungen und Konzerte. In der Anfangszeit soll der Fokus aber klar auf dem Aufbau des Gartens liegen.

    • Soll es „nur“ fünf Hochbeete geben?
    • Was für andere „mobile Gefäße“ wird es geben und wie viele?

    Nein, es soll mehr geben, wir haben ca. 450 qm Platz, den wollen wir gut nutzen. Wir haben bereits 2 Hochbeete aus Paletten gebaut und es sollen noch mehr werden. Auch denken wir über andere mobile Gefäße nach wie z.B. Bäckerkisten, Speisfässer, „normale“ Blumentöpfe und ähnliches. Eine genaue Anzahl zu nennen, ist im Moment noch schwierig, das kann ich noch nicht wirklich abschätzen.

    • Was an andere Infrastruktur wird es geben (Kräuterspirale und Imkern erwähnen Sie), gibt es z.B. Sitzgelegenheiten/ein Häuschen/Kompost o.ä.?

    Ein gebrauchtes Gartenhäuschen hat einer unserer Mitstreiter just heute in einem Garten im Umland abgebaut und wird es auf unserer Fläche wieder aufbauen. Ein kleines Gerätehäuschen haben wir aus alten Türen gebaut, ein Foto davon finden Sie in der Anlage; auch einen Kompost haben wir schon gebaut. Sitzgelegenheiten sind bisher nur eingeschränkt vorhanden; ich denke, dass einige zu Hause noch Stühle und Tische haben, wie sie gerne im Garten unterbringen würden. Auch können weitere Sitzgelegenheiten aus Paletten gebaut werden.

    • Wie bzw woher bekommen Sie das Wasser?

    Der Kleingarten Flora e.V., der sich nebenan befindet, legt uns einen Wasseranschluss mit eigener Wasseruhr. Außerdem wollen wir Regenwasser nutzen.

    • Wie und wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie zugänglich ist dann dieser Ort?

    Die Geräte sollen in dem erwähnten Gerätehaus und dem Gartenhaus untergebracht werden. Wir wollen Zahlenschlösser kaufen, so dass alle Mitgärtnernden jederzeit an die Geräte kommen können.

    • Wie können Schulen, Kitas und andere Einrichtungen mitwirken? Das ist ja bei Gärten, bei denen alles gemeinschaftlich bewirtschaftet wird, auch kommunikativ zu lösen – oder bekommen Gruppen eigene Bereiche oder übernehmen Patenschaften?

    Dieser Punkt ist im Moment für uns ehrlich gesagt noch nicht wirklich aktuell, weil wir zunächst überhaupt eine Garteninfrastruktur aufbauen müssen, um dann andere anzusprechen und ihnen eine Mitarbeit anzubieten. Das werden wir frühestens im nächsten oder übernächsten Jahr angehen können. Unsere ursprüngliche Überlegung war, für z.B. eine Kita eigene Kinderbeete zu bauen und ihnen auch einen eigenen Zugang zu ermöglichen. Wir haben zahleiche Familien mit Kindern in der Gruppe, so dass wir gute Kontakte zu Kitas und Schulen haben, wenn wir soweit sind.

    • Woher bekommen Sie die Erde und die Pflanzen?

    Mutterboden bekommen wir von der Baufirma Strabag; eine unserer Gärtnerinnen arbeitet da und hat den Kontakt hergestellt. Die Pflanzen bzw. das Saatgut spenden in diesem ersten Jahr unsere Mitglieder. Es gibt in Köln aber auch einen VHS-Biogarten, bei dem man Pflanzen bekommen kann, andere Gemeinschaftsgärten organisieren Pflanzentauschbörsen. Auch die Nachbarn aus der Kleingartenanlage nebenan und befreundete GärtnerInnen haben signalisiert, dass sie uns mit Ablegern aushelfen können.


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  • neuer GG in Würzburg entsteht

    (alerts)

    […]
    Der Workshop wird laut Pressemitteilung zwischen Theorie und Praxis abwechseln: Er bietet Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch im Umgang mit Hochbeeten. Direkt vor Ort entsteht in dieser Saison ein neues Urban Gardening Projekt. Im Praxisteil haben die Teilnehmer die Möglichkeit, den Stadtgärtnern beim Befüllen ihrer Hochbeete über die Schulter zu schauen oder nach Belieben mit anzupacken. Es sind auch Teilnehmer willkommen, die bereits viel Wissen in Sachen „Hochbeete“ mitbringen, genauso wie Einsteiger im Gärtnern.
    […]
    Die Referenten sind Jan Kroner (Stadtgärtner e.V. & Über den Tellerrand e.V.) und Philipp Mähler (Klimaschutzmanager der Stadt Würzburg).

    https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Workshop-Hochbeete-Vielfalt-im-eigenen-Garten;art735,10421947 (mehr …)

  • Kants Garten vergibt Familienbeete zwecks Kinderbeschäftigung in Corona-Zeiten

    (Mail)

    In Duisburg
    Ab sofort vergeben wir unsere Kants Garten Gemüsehochbeete an Familien mit Kindern, die nun Zuhause betreut werden müssen und Lust haben, ihr eigenes Beet zu bewirtschaften.

    Gemüsesamen steht bereit, Gartengeräte verschenken wir jeweils an die Familien.

    Heute, Samstag 14.3 und morgen, Sonntag 15.3. jeweils ab 15 Uhr ist Gabi in Kants Garten.
    Oder ihr schreibt uns an diese Email, oder ruft Susanne an (mehr …)

  • Beettinchen eröffnet an neuem Standort

    (alerts)
    Märkisches Viertel – Wie kann gute Nachbarschaft gelingen? Dieser Frage können Bewohner des Märkischen Viertel beim nächsten Nachbarschaftsforum nachgehen. Es findet am 19. März, 17 bis 19 Uhr, im Familienzentrum, Wilhelmsruher Damm 159, statt. Hauptthema wird der neue Nachbarschaftsgarten „Beettinchen“ sein. Nach einer Umzugspause eröffnet er in diesem Frühjahr am neuen Standort in der Treuenbrietzener Straße 32 (direkt neben dem Squash-Tennis-Center). Nun werden Hobby-Gärtner gesucht, die eine der 30 Parzellen bewirtschaften möchten. Eine Parzelle misst etwa 40 Quadratmeter. Interessierte Reinickendorfer können sich um eine Parzelle bewerben. Auch Gemeinschaftsbeete für Gruppen können entstehen. Der Nachbarschaftsgarten ist ein Vorhaben der GESOBAU und des Trägers Alba­tros und versteht sich als Begegnungsort und Raum für ein erholsames Miteinander im Viertel.

    Weiterhin wird es beim Nachbarschaftsforum darum gehen, welche zusätzlichen Angebote es im Nachbarschaftgarten künftig geben kann: möglicherweise ein wöchentliches Café, Workshops rund um Garten und Handwerk, Open-Air-Kino und Konzerte. Die Gespräche werden im Anschluss beim gemeinsamen Essen fortgesetzt. Für Kinder wird eine Betreuung angeboten.

    Interessierte können sich vorab im neuen Nachbarschaftsgarten umsehen: Am Montag, 16. März, und am Mittwoch, 18. März, wird das „Beettinchen“ jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Gastgeber des Nachbarschaftsforums ist das Integrationsmanagement BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) im Märkischen Viertel. BENN setzt sich im Auftrag des Senats dafür ein, Nachbarschaft zu stärken und Begegnungen zwischen den Bewohnern des Kiezes zu fördern. Es stellt zudem finanzielle Mittel für Ideen und Aktivitäten bereit.

    https://www.raz-zeitung.de/2020/03/14/kleing%C3%A4rtner-gesucht/ (mehr …)

  • mehr Demonstrationsgärten der LWG

    (Mail)

    das Pilotprojekt der LWG (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau) Veitshöchheim „Urban Gardening – Lust auf Gemüse in der Stadt“ wurde Ende 2019 abgeschlossen.

    Nun hat das Projekt eine Ausweitung erfahren und in den kommenden zwei Jahren werden weitere Urban Gardening Demonstrationsgärten (nach dem Vorbild in Erlangen und Fürth – Metropolregion Nürnberg) in jedem Regierungsbezirk aufgebaut (zum Teil in Zusammenarbeit mit Transition). Die Gärten sollen Vorbild sein für weitere Projekte in den einzelnen Regionen und den Besuchern Anregungen zum „Stadtgärtnern“ geben.

    Die ersten beiden Gärten sollen am 01.04.2020 am Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt sowie am 02.April 2020 am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bamberg eröffnet werden

    Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth
    Abteilung Gartenbau – Marketing und Urban Gardening

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  • neuer GG in München startet

    (Mail)

    Freiluftgarten – Gärtnerinnen und Gärtner gesucht
    Erstes Kennenlernen am Dienstag, 24.03.2020 um 18 Uhr

    Der Gemeinschaftsgarten im Grünband zwischen Neuaubing und Freiham öffnet seine Gartentore
    Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Neuaubing und Freiham, die ihre gärtnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen, oder auch nur Lust verspüren in der Erde zu graben, sind im Freiluftgarten herzlich willkommen mitzumachen. Auf einer Fläche von etwa 800 m2, ausgestattet mit Brunnen und Geräteschuppen kann die Nachbarschaft hier blühen und gedeihen und wachsen lassen was ihr und wie es ihr gefällt.

    Wann: 24.03.2020 um 18 Uhr
    Wo: Stadtteilladen Westkreuz, Friedrichshafener Str. 11, 81243 München
    Wer: Alle Interessierten, Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner, Nachbarinnen und Nachbarn

    Organisation: Nachbarschaftstreff Freiham
    Begleitet von: Grünpatenprogramm von Green City (bis zur offiziellen Eröffnung)
    Offizielle Eröffnung: 29.05.2020 durch das Stadtteilmanagement Aubing-Neuaubing-Westkreuz (mehr …)

  • GG in Dießen: Fläche gekündigt

    (Mail)
    das Projekt hatte im Herbst 2019 eine Kündigung und ist seither im Winterschlaf.


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  • Wuhlegarten hat Willkommensteam

    (von Anna)
    Zur regelmäßigen Teilnahme: Im Frühjahr sind mindestens doppelt, wenn nicht dreimal so viele im Garten aktiv wie am Ende des Jahres, sie machen deswegen das Sommerfest jetzt nach den Sommerferien. Im Garten gibt es übrigens auch Öffnungszeiten – Sonntag ist Tag der offenen Tür und eine Willkommensgruppe betreut neue Vereinsmitglieder.

    Das keine Gruppen (Frauen, Migrationsbiographie, etc.) überwiegen ist ihnen wichtig (mehr …)

  • Stand der Dinge Prachttomate

    (Mail)
    kurz zum stand der dinge: der bau des fünfstöckers mit eigentumswohnungen auf dem geräumten nachbargrundstück soll jetzt im frühjahr starten. dh die verschattung wird peu a peu wachsen. dazu dann noch dreck & lärm. schlecht zum gärtnern. prachttomate degeneriert zur schachttomate. schlecht für eine gemeinwohlorientierte stadtentwicklung, die gärtnern UND die schaffung von sozialem selbstverwaltetem wohnraum als gemeinsame planung zum ziel haben könnte. wir bleiben dran und überlegen in viele richtungen.


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  • Gemeinschaftsgärtnerei Wildwuchs

    (aus Antrag)
    Die Mitmachgärtnerei Wildwuchs bietet nun schon im 16. Jahr interessierten HeidelbergerInnen die Möglichkeit, gärtnerisch tätig zu werden. Wir verstehen uns als unkommerziellen Treffpunkt zum gemeinschaftlichen Gärtnern. Auf einer Fläche von knapp einem Hektar bewirtschaften wir ca. 40 Ar gemüsebaulich genutzte Ackerfläche, etwa 10 Ar unter Glas sowie unzählige Obstbäume und Beerenbüsche auf der restlichen Fläche, welche sich auf zwei Standorte verteilt. Auf unseren Flächen leben eine Hühnerschar – etwa 10 Tiere – und Bienenvölker sowie jede Menge wilder Tiere. Jener Standort mit den Gewächshausflächen [Gewann Schläuchen] ist erst 2016 als verwaiste, in die Jahre gekommene Gärtnerei hinzugekommen und verlangt von uns noch viel Sanierungsarbeiten.

    Unsere Flächen bewirtschaften wir gemeinsam, es findet keine Parzellierung statt. Patenschaften für Kulturen und technische Bereiche erleichtern die Zuständigkeit. Wir sind basisdemokratisch organisiert und beschäftigen keine bezahlten Kräfte. Es gibt einen harten Kern von etwa 9 Leuten, darüber hinaus einen Kreis an mehr oder weniger regelmäßig kommenden Leuten, die jedoch weniger bis keine Verantwortung übernehmen (etwa 20) und ein Dunstkreis solcher Leute, die sehr unregelmäßig kommen (etwa 30). Niemand wird hier verpflichtet, so soll die Motivation zur Teilnahme aus intrinsischer Motivation kommen. Auch gibt es keinen Schlüssel, wieviel Engagement mit wieviel Gemüse aufgerechnet wird – JedeR darf Gemüse nach Bedarf und Ermessen mitnehmen und es gibt nur wenige Zeitpunkte, an denen die Nachfrage die Erzeugung übersteigt. In diesen Strukturen stehen wir stets im Spagat zwischen hohem Lernpotential für jedeN Einzelnen zu bieten und dennoch die Gärtnerei lebendig zu erhalten.

    Wir treffen uns vorwiegend sonntags, sommers auch am Mittwoch Abend. Für alle unter der Woche anfallenden Tätigkeiten wie lüften und gießen gibt es dann Verantwortlichkeiten. (mehr …)

  • IG Wolgast in Schwierigkeiten

    (Tel)
    Der IG in Wolgast hat damit zu kämpfen, dass der ale Vorstandsvorsitzende Vereinsgelder veruntreute und einiges nicht tat, was er vereinsrechtlich hätte tun müssen. Das Finanzamt ist auf dem Plan und sie fürchten um ihre Gemeinnütztigkeit.
    Den Garten gibt es aber noch, Mitte März ist erster Pflanztag der Saison und über eine spezielle Förderung konnten sie für ein Jahr jemanden einstellen, der nun vor Ort ist. Für diese Stelle („16 F-Förderung“) müssen sie nichts dazu zahlen. (mehr …)

  • Neue Erde Nienburg bekommt neue Förderung

    (Mail)

    Momentan haben wir eher kein finanzielles Problem, denn wir werden ab 01. April wieder ein neues Projekt, für 5 Jahre von der Aktion Mensch gefördert, beginnen. Das wird ein spezielles Projekt für Kinder aus armen Familien, z. T. mit Migrations- und Fluchterfahrung sein. Dieses wird auf der Neuen Erde angesiedelt.
    Für den Stadtgarten werden wir sehen, ob wir ihn mit reduziertem Programm eher nebenbei laufen lassen können. Wir werden es in diesem Jahr ausprobieren und dann Bilanz ziehen

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  • IG Golgi Park ist aufgelöst

    (mail)

    In der Tat sind wir dabei den Garten umzustruktuieren. In diesem Jahr werden die letzten Hochbeete beräumt. Die Garten-Community ist leider nicht mehr in dem Maße aktiv als dass sich der Garten trägt. Wir werden zukünftig den Garten mehr als szenische Fläche nutzen. Den Themenraum Umwelt/Ökologie greifen wir inhaltlich im Rahmen des Projekts Kulturgarten auf. (= Bühne)


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  • Stadt Düsseldorf setzt Projekt „essbare Stadt“ fort

    (alerts)

    Neue Angebote für private und öffentliche Flächen sollen in der City zum Ernten und Pflanzen einladen

    Unter dem Namen „essbare Stadt“ fördert die Stadt Düsseldorf verschiedene Angebote und Projekte. Ziel ist es mehr Nutzpflanzen in die Stadt zu bringen und die Bürger zum Anbauen und Ernten von Obst und Gemüse zu bringen. Die „essbare Stadt“ soll neben ästhetischen Vorteilen auch ökologische und ökonomische Funktionen erfüllen. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr gestartet. Im aktuellen Jahr führt die Stadt sechs Projekte fort oder baut sie aus:

    Das Angebot „Bio-Hochbeet auf Bestellung“ richtet sich in diesem Jahr neben Nachbarschaften, Vereinen, Initiativen, Kirchen und Unternehmen auch an Schulen und Kitas. Die Einrichtungen können bei der Stadt Bio-Hochbeet-Komplettsets bestellen.Benötigt wird eine private Fläche für das Hochbeet, die öffentlich zugänglich ist. Die Beete werden zusammen mit Bio-Erde, Ton, Bio-Dünger und Bio-Saatgut geliefert. Ein Schild am Hochbeet weist auf das Projekt und die „Ernte für alle“ hin. Der Aktionszeitraum soll am 01. April, pünktlich zum Beginn der Gartensaison im Frühling, starten.

    Für Schulen wird das Kombinationsförderprogramm „Mach was draus!“ und „Essbare Stadt“ fortgeführt. Schulen können für Umweltprojekte Gartengeräte, Pflanzgefäße, Erde, Pflanzen oder Dünger für insgesamt bis zu 800 Euro beantragen.

    Im Frühjahr werden an Spielplätzen gezielt Johannisbeer-Sträucher geplanzt.

    Die bisherige Förderung alter Obstbaumsorten in öffentlich zugänglichen Pachtflächen von Kleingartenvereinen soll auf private Vorgärten erweitert werden. Voraussetzung dafür ist, dass diese öffentlich zugänglich sind. Kleingärtner, sowie Privatpersonen mit eigenem Vorgarten können so vom Gartenamt Obstbäume zum selberpflanzen und –pflegen erhalten. Wenn die Früchte reif sind, kann jede Nachbarin und jeder Nachbar ernten.

    Das Projekt soll in diesem Jahr stärker beworben werden. Dies soll beispielsweise durch eine zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit der „Essbaren Stadt“ auf den Rheinischen Bauernmärkten geschehen. Weiterhin soll das Projekt im Rahmen einer mobilen Ausstellung zur Klimaanpassung im Sommer präsentiert werden.

    Die Internetseite zum Projekt Essbare Stadt soll weiter betrieben werden. Hier können auch Förderanträge gestellt werden. jh

    www.duesseldorf.de/essbare-stadt

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  • neues Gartenprojekt in München: Freiluftgarten

    Freiluftgarten eröffnet im Frühjahr 2020

    Der Freiluftgarten im Grünband zwischen Neuaubing und Freiham wurde im Herbst 2019 vom Baureferat der Landeshauptstadt München fertig gestellt. Ab Frühjahr 2020 sind alle interessierten Neuaubingerinnen und Freihamer dazu eingeladen gemeinsam auf der Fläche zu gärtnern. Auf insgesamt 800 Quadratmetern befinden sich ein großzügiger Geräteschuppen, acht Beetflächen, ein Schöpfbrunnen und Kompostiertonnen. Wie der Garten bestellt wird, bleibt den Nutzerinnen und Nutzern selbst überlassen. Grundsätzlich ist es Ziel den Gemeinschaftsgarten im Sinne des Freiluftsupermarktes weiterzuführen. Dieser wurde zur Gartensaison 2015 vom Planungsbüro bauchplan ).( und zur Saison 2016 gemeinsam mit dem Stadtteilmanagement auf einer Baufläche in Freiham ebenfalls als Gemeinschaftsgarten betrieben. Nun schlägt das Projekt mit dem Freiluftgarten im Grünband endgültig wurzeln. „Bis zum Frühling 2020 soll sich eine Gruppe engagierter Menschen formieren, die sich der Betreuung des Freiluftgartens annimmt. Gemeinsam soll der Garten betrieben werden. Pflanzen, Pflegen und Ernten sollen bewusst mit dem Fokus auf eine wachsende Gemeinschaft stattfinden“, so Marija Filimon, Stadtteilmanagerin Aubing-Neuaubing-Westkreuz.

    https://aktive-zentren-neuaubing-westkreuz.de/aktuelles/neuigkeiten-detail/freiluftgarten-eroeffnet-im-fruehjahr-2020.html?cHash=675ddf5a499ad728b868334634ee47a9 (mehr …)

  • Wilde 17 in Berlin

    (Antrag/Antworten)
    Die Geschichte der Wilde 17 begann Ende 2016 als sich eine Handvoll Nachbar*innen das erste Mal über nebenan.de traf, um das Projekt eines Gemeinschaftsgartens in direkter Nachbarschaft des Bahnhofs Gesundbrunnen zu starten. Mit Unterstützung des Quartiermanagements Badstraße und des Vereins Agrarbörse e.V. konnte der Bezirk überzeugt werden, uns eine Brachfläche in der Böttgerstraße zur temporären Nutzung bereitzustellen: Die Wilde 17 konnte entstehen.

    Die komplett vermüllte Fläche wurde von uns bei winterlichen Temperaturen entrümpelt. Als ehemalige Abstellfläche für alte Autos war klar, dass wir nichts Essbares würden in den Boden pflanzen können. Also wurden Paletten und alte Fenster in der Nachbarschaft gesammelt, die uns als Baumaterial für die Hochbeete dienten. Die Kiez-Tauschbörse versorgte uns mit den ersten Gemüsesamen. Durch viele Hände und Köpfe entstand bis Sommer 2017 ein ganz besonderer Ort, an dem die Nachbarschaft zusammenkommen kann und man mit dem Kopf zwischen Pflanzen, Erde an die Finger bekommt.

    Mit der Wilden 17 möchten wir in einem dichtbesiedelten Stadtteil einen Ort schaffen, wo wir als Menschen aus der Nachbarschaft zusammenkommen und gemeinsam gärtnern können. Viele von uns haben wenig Wissen darüber, wie Gemüse eigentlich wächst und wie Pflanzen und Insekten in Wechselwirkungen zueinander stehen. Gemeinsames Gärtnern ist praktischer Pflanzenkundeunterricht, der Respekt vor unserem Essen fördert und vor allem Spaß macht. Aber, was mindestens genauso wichtig ist, in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm & Reich immer weiter auseinanderklafft und Parallelgesellschaften vielfach Normalität sind, wollen wir einen Gegenpol bieten, einen Ort, an dem wir einen gesellschaftlichen Querschnitt um die Beete, am Tisch und vor der Bühne versammeln, und so einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen.

    Niedrigschwellige Eintrittsbedingungen sowie der Anspruch, dass jede Stimme gehört wird, sind uns dabei besonders wichtig. Unser Garten mitten im Kiez schafft nicht nur Biodiversität, sondern vor allem Berührungspunkte zwischen Menschen, die im Alltag so nicht zustande kämen. Die „Wilde 17“ versteht sich dabei als basisdemokratisches Experimentallabor. Die Individualität eines/r jeden Einzelnen findet Berücksichtigung in Diskussions- und Entscheidungsprozessen. Gesellschaftliche Diversität steht dabei als wertvolles Gut im Fokus, das im heterogenen Wedding erhalten und gegen Gentrifizierung und Ausgrenzung verteidigt werden muss. Deshalb gärtnern wir für die Gemeinschaft und vergeben Beete nicht zur privaten Nutzung. Mit unserem Erzeugten kochen wir gemeinsam; es gibt regelmäßig einen öffentlichen Brunch, auf dem selbst Geerntetes und gerettetes Essen vom Food Sharing geteilt wird. In dieser Gartensaison wollen wir mit Unterstützung von Quartiermeister Bier einen Pizzaofen bauen, der auch für die Nachbar*innen öffentlich sein wird.

    Unser Projekt ist im Kiez vielfältig vernetzt und interagiert mit Theaterprojekten (AUCH), Schulen (Diesterweg Gymnasium), interkulturellen Vereinen (Salam) und anderen Treffpunkten (Lobe-Haus), weiteren Akteuren im Bildungssektor (Mädchenprojekt Mädea, Sprint) und Mediengestaltenden (Wiki-Wedding). Im letzten Jahr haben wir uns dem Nachbarschaftsverein Soldiner Kiez e.V. als Projekt angeschlossen, über den wir auch einen Vertrag zur jährlichen Nutzung mit dem Bezirk geschlossen haben.

    Eine Förderung durch die Anstiftung unterstützt unsere Gartenaktivitäten in den nächsten Jahren durch die Renovierung unserer Beete und hilft uns konkret, das Gartenjahr 2020 zu realisieren, um die „Wilde 17“ als Nachbarschaftstreffpunkt und Ort für Urban Gardening zu erhalten.

    Unsere laufenden Kosten (Steuern, Straßenreinigung, Müllabfuhr Wasser, Strom etc.) decken wir unserer Inklusionslogik folgend ohne regelmäßige Gebühren für die Gärtnernden, um wirklich allen Menschen eine Teilhabe zu ermöglichen. Dies erreichen wir über Spenden, Feste und punktuelle Unterstützung durch Fördermittelgeber. In der Vergangenheit haben wir Förderungen durch das Quartiersmanagement Badstraße, das Quartiermeister Bier und die Agrarbörse erhalten.

    Das Geld für Garteninvestitionen ist somit notorisch knapp und wir versuchen, so viele Materialien wie möglich aus dem Kiez zu nutzen, sei es geschenktes Baumaterial über nebenan.de oder gefundenes Holz, was wir recyclen. Auf diese Weise können wir viele, aber leider auch nicht alle unserer Bedarfe decken.

    Nach drei Jahren Nutzung sind unsere selbstgebauten 41 Hochbeete, unsere Kräuterpyramide mit zwei weiteren Beeten für Obststräucher und vielen Kräuterkästen sowie unser Gewächshaus mit vier weiteren Beeten sanierungsbedürftig. Wir müssen Erde nachfüllen und wollen auch gern noch zwei bis drei weitere Hochbeete neu bauen. Die genutzten Schrauben sind witterungsbedingt austauschbedürftig, genauso wie die Folien an vielen Beeten. Leider können wir Erde nicht über das Grünflächenamt bekommen; Versuche sind in der Vergangenheit gescheitert. Im letzten Jahr haben wir durch eine großzügige Spende Erde von unserem Nachbar*innen vom Lobe-Block erhalten, aber in diesem Jahr benötigen wir insbesondere in diesem Bereich Unterstützung. Da wir selbst keine Transporter haben, ist es für uns wichtig, dass wir einen Anbieter finden, der die Erde anliefert. So kann auch auf schädliche Plastiksäcke verzichtet werden.

    Zudem würden wir gern samenfestes Saatgut kaufen, um zukünftig unser Saatgut sicher selbst nachziehen zu können. In den Anfangsjahren der Wilde 17 hat es uns zum Teil an Erfahrung gefehlt; zum Teil haben wir Spenden erhalten und wissen nicht in jedem Fall, ob das in den letzten Jahren verwendete Saatgut auch samenfest war. Um Probleme bei der Nachzucht zu vermeiden, wollen wir noch einmal neues Saatgut von einem professionellen Anbieter erwerben.

    Darüber hinaus würden wir uns über Unterstützung im Bereich von Arbeitsgeräten freuen. Wir nutzen gemeinsam mit unseren Nachbar*innen vom Lobe-Block eine Schubkarre. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass dies nicht immer ausreichend ist. Wir würden daher gern eine eigene Schubkarre anschaffen, die wir natürlich auch unseren Nachbar*innen zur Verfügung stellen würden. Für Bauaktivitäten hat uns zudem in der Vergangenheit eine gute Säge gefehlt. Wir haben, wenn möglich, Werkzeug privat ausgeliehen, aber die regelmäßigen Bautätigkeiten auf der Wilde 17 würde durch eine professionelle Kreissäge zusätzlich unterstützt. Die Säge würde auch unseren Nachbar*innen vom Lobeblock, unserem Trägerverein Soldiner Kiez, der ein Repair Cafe betreibt, und den Gärtnernden der Wilde 17 für andere Projekte zur Verfügung stehen. Um Diebstahl zu vermeiden, würden wir die Säge bei einem Mitglied oder im Lobe-Block lagern. Da die Kontakte zu unseren Partner*innen eng sind, wäre der Austausch problemlos möglich.

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    • Sie schreiben, dass es sich um eine temporäre Nutzung handelt: was genau bedeutet das? Wie lange läuft die Nutzungsvereinbarung, wie sind die Fristen?

    Wir erhalten vom Bezirksamt nach Bezahlung der anfallenden Nutzungsgebühren (Steuern, Straßenreinigung) eine jährlichen Nutzungsvertrag. Im letzten Jahr haben wir vom Bezirksamt eine Perspektive für die Flächennutzung für die nächsten 5 Jahre zugesichert bekommen. 

    • Wie groß ist die Fläche?

    Die Fläche ist 560 m2 groß.

    • Wie ist der Garten organisiert? Gärtnern alle gemeinsam oder gibt es (auch) individuelle Beete? Was passiert mit der Ernte?  

    Wir sind in Beetgruppen organisiert. Dabei teile sich zwei bis vier Personen meist vier Hochbeete zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung. Darüber hinaus gibt es auch Leute in unserer Gruppe, die nicht gärtnern möchten und sich beispielsweise bei den Veranstaltungen einbringen. 

    Die Ernte ist gemeinschaftlich. Das heißt, wir ernten und kochen regelmäßig gemeinsam und nutzen unsere Ernte auch für die öffentlichen Brunch-Sonntage zweimal monatlich oder Feste bzw. Veranstaltungen, die wir organisieren. 

    • Wie groß ist die Gruppe die gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe?

    Wir sind in der Kerngruppe etwa 30 Leute, zudem gibt es viele weitere Unterstützer*innen, die regelmäßig zu unseren Veranstaltungen kommen. Im letzten Jahr hatten wir 28 Mitgärtnernde. Die Beetgruppen für dieses Jahr stehen noch nicht fest und sollen auch neu zusammenkommen, damit immer andere Leute zusammenarbeiten und sich so als Nachbar*innen kennenlernen. Zudem wollen wir auch diese Saison wieder aktiv in der Nachbarschaft werben, um weitere Mitgärtnernde zu finden.

    • Wie werden Entscheidungen getroffen und wie läuft die Kommunikation?

    Wir haben in der Saison alle zwei Wochen einstündige Organisationstreffen, auf denen wir Entscheidungen mehrheitlich treffen. In der weniger aktiven Zeit organisieren wir so genannten Zukunftswerkstätten, bei denen wir uns länger treffen, um Planungen für das kommende Gartenjahr anzustellen. Vorbereitet werden Entscheidungen zudem in thematischen Arbeitsgruppen (Baugruppe, Gartengruppe, Kommunikationsgruppe etc.), die sich zu Einzelfragen treffen oder sich virtuell über den Chatdienst Telegramm abstimmen und aufbereitete Ideen dann der größeren Gruppe beim Organisationstreffen vorstellen. Zudem nutzen wir Telegramm und Mail, um uns zu kleineren Fragen ad hoc abzustimmen. (mehr …)

  • Schalottengarten muss umziehen

    (Antrag/Antworten)

    den Zwangsumzug haben wir der Frau vom Grünflächenamt zu verdanken, vermutlich ein persönlicher Rachefeldzug, nachdem es juristisch keine Grundlage für ihre Rückforderung der Fördergelder vom Bezirk gab. Sie hat dann einfach die Behauptung der fehlenden Standsicherheit an die Bahn weiter gegeben… prüfen tut das niemand wirklich. Die Bahn hat darauf eine Frist bis Sommer gesetzt, um die Beete zu entfernen. Sowieso hatte die Bahn schon vorher angekündigt, ab Frühjahr 2021 die Brücke abzureißen, aber wir hatten eigentlich gehofft, die nächste Saison noch dort bleiben zu können.

    Das neue Grundstück liegt ebenfalls auf dem Gelände der Bahnlandwirtschaft, ca 200m entfernt hinterm Vereinsgelände. Es gehört ebenfalls zu den „Wegeflächen“. Da ist einerseits Wildwuchs, einige Bäume und ein Weg zwischen den verschiedenen Kleingartengruppen. Größe ca 250qm. Es gibt eine Nutzungsvereinbarung zwischen Vereinsvorstand und Bezirksamt, das der Nutzung dieser Fläche für den Schalottengarten zugestimmt hat. Pacht zahlen wir nicht, nur den Vereinsbeitrag. Eine Befristung gibt es nicht. Allerdings sind die Perspektiven der Kleingärten ja grundsätzlich potentiell unsicher. Im Prinzip ist im letzten Jahr ein neuer Flächennutzungsplan verabschiedet worden, der den ganzen Bereich auf „grün“ stellt, also keine Bebauung, der Bezirk plant längerfristig einen Park, unter Beibehaltung eines (kleineren) Teils der Gärten. Aber es gibt da Probleme mit der Bahn, die natürlich eigentlich möglichst teuer verkaufen will. Bis sich da tatsächlich was bewegt, kann noch sehr viel Zeit ins Land gehen. Das Gelände ist öffentlich zugänglich, wir wollen nur wieder ein Tor mit einem Zäunchen hinstellen wegen Hunden und um die Gefahr von Vandalsimus zu verringern. Das Tor ist aber immer offen.

    Wir sind etwa 18 Leute, bisher hat niemand sich entschieden, wegen des Umzugs zu gehen. Viele sind in den letzten 2 Wochen schon sehr aktiv gewesen, um den neuen Platz vorzubereiten. Grundsätzlich sind im Moment alle Beete vergeben, aber über die Webseite kommen immer mal wieder Anfragen, auch Leute, die vorbei kommen, fragen manchmal nach Einstiegsmöglichkeiten (sollten wir freie PLätze haben, können wir das dort auch bewerben). Wir haben letzten Herbst einen Neuen aufgenommen, grundsätzlich spricht nichts dagegen, sofern es freie Plätze gibt (das ist im Moment nicht der Fall). Für den Umzug bekommen wir teilweise Hilfe vom Verein bzw. von aktiven ehrenamtlichen Kleingärtnern, ansonsten versuchen wir für den großen Umzug möglichst viele Freunde/Familienmitglieder usw. zum Helfen zu animieren.

    Unsere Kompostmengen reichen leider bei weitem nicht aus, von anderen Kleingärtnern gibt es da nichts… Wir wollten letztes Jahr einen Workshop zur Herstellung von Bokashi (mit Hilfe Effektiver

    Mikroorganismen) organisieren, einer der Kleingärtner macht das und hatte es angeboten, dann aber den Termin immer wieder verschoben, so dass es bis jetzt noch nicht damit geklappt hat.


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  • GemüseheldInnen: Ortsbeirat kann sich dauerhafte Nutzung vorstellen

    (alerts)
    Der Ortsbeirat kann sich das Gartenprojekt GemüseheldInnen dauerhaft auf dem Areal des Innovationsquartiers vorstellen. Denkbar sind künftig Kooperationen mit Schulen.

    Das geplante Neubaugebiet Günthersburghöfe nördlich des Günthersburgparks kann nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Ortsbeirat 3 auch weniger dicht bebaut werden als bislang geplant. Michael Mirsch sagt, dass er sich in dem umstrittenen Quartier auch nur 1000 statt der derzeit vorgesehenen 1500 Wohnungen vorstellen könne, „wenn sich dort eine andere Stimmung entwickelt“.

    Die Entwicklung sah Mirsch nach der Präsentation der GemüseheldInnen in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats – und bekam Applaus für seine Aussage. Die Gruppe betreibt auf dem Areal des geplanten Innovationsquartiers ein „Urban Farming“-Projekt. Unter dem Motto „Frankfurt essbar machen“ bauen sie gemeinschaftlich Obst und Gemüse an (die FR berichtete).

    Auch bei anderen Vertretern des Ortsbeirats kam das Projekt gut an, das Juliane Ranck und Laura Setzer vor einem Jahr ins Leben gerufen haben. Zwar könne die Bebauung nicht mehr verhindert werden, sagt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne). Dennoch sei es ein wichtiges Zeichen, „das Menschen etwas tun können für den Klimaschutz“. Da die GemüseheldInnen von der Stadt Frankfurt brachliegende Gärten zur Verfügung gestellt bekommen, hofft Elke Windemuth (Linke), dass die Stadt den Bebauungsplan verändert.

    Als gutes Beispiel lobte SPD-Chef Rüdiger Koch das Gartenprojekt, das nach dem Konzept der Permakultur arbeitet, einer Kombination aus alten und innovativen Methoden. „Mit der Landwirtschaft kann es so nicht weitergehen.“ Koch regt an, dass die Gruppe künftig die im Neubaugebiet geplante Gartenwildnis bewirtschaften könne. Der Vorschlag kam bei den GemüseheldInnen gut an. Dort könne ein Permakulturgarten als Lernort für alle entstehen, sagt Mitstreiterin Chris Kircher. Denkbar sei auch eine Kooperation mit der für das Baugebiet vorgesehenen Grundschule, ergänzt Claudia Ehrhardt von der CDU. Die Kinder könnten dort über Nahrungsmittel und deren Anbau lernen.

    Das Interesse der Bürger an dem Projekt sei bereits sehr groß, sagt Juliane Ranck. Mehr als 100 Menschen zwischen 14 und 60 Jahren beteiligten sich inzwischen. Beete gebe es in zehn Gärten, „aber es könnten ruhig noch mehr werden“. Der Gruppe ist bewusst, dass sie das Areal voraussichtlich nicht dauerhaft nutzen können, „dabei ist es viel zu wertvoll, um es zu bebauen“. Sie schlägt vor, stattdessen einen öffentlichen Permakulturgarten mit Schulgarten, Ateliers und Fortbildungszentrum zu verwirklichen. Eine Bebauung könne es auf dem bereits versiegelten Bereichen geben.
    https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-nordend-lernen-obst-waechst-13559624.html (mehr …)

  • keine Entmutigung nach Vandalismus in Bad Säckingen

    (Mail)

    Ja, es war schon sehr frustrierend zu sehen wie unser Tomatenhaus in den Flammen des nahegelegenen Grillplatzes aufgegangen ist.

    Leider hat auch mein Aufruf an die Täter in der lokalen Presse nicht bewirkt, das diese zu ihren Taten stehen und Wiedergutmachung leisten werden.

    Aber wir werden uns nicht entmutigen lassen und Wiederaufbauen. Zum Glück ist unserer Stroh-Lehm Hütte (noch) nichts passiert. Diese werden wir im Frühjahr komplett fertigstellen und mit einer Solaranlage ausrüsten und dann wohl auch eine Webcam betreiben. Schade eigentlich das man zu solchen Massnahmen greifen muss.

    Aber wir sind weiter im Ort sehr präsent und ich habe bereits ein nächstes Thema im Blick das wir ev. als StadtOasen angehen werden: eine soliodarische Landwirtschaft. Aber das braucht noch eine Weile.

    Bis dahin werden wir weiter an unseren Bildungspojekten arbeiten. Zur Zeit arbeiten wir an einer Sommer-Ferienfreizeit für Kinder denen in einer Woche leben im Gemeinschaftsgarten das Thema Nachhaltigkeit spielerisch vermittelt werden soll.

    Also wir bleiben dran trotz Rückschlägen.


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  • GemüseheldInnen stellten sich bei Ortsbeirat vor

    (Mial)

    : übrigens hatten wir gestern eine gute Präsentation des Projektes im zuständigen Ortsbeirat. Wir haben viel Zustimmung gefunden und hoffen, auch darüber eine Förderung zu bekommen. Und auch ein Besuch vorgestern beim Kulturamt hat großes Interesse an Sevengardens geweckt und tatsächlich haben sie alles viel größer gedacht als ich zunächst. Eine angenehme Überraschung. (mehr …)

  • in Grünwald entsteht ein GG

    (Antrag, Tel)

    Von einem Nachbarschaftstreff/Mehregenerationenwohnen ausgehend entsteht der „Treffgarten.
    Die Fläche gehört dem „Treffpunkt“ (offener Treff à generationsübergreifender Treff- und Lernort). Wir haben den Treffpunkt und die Gartenfläche von der Gemeinde Grünwald ohne Entgelt unbefristet gepachtet.  Es gibt einen hauptamtlichen Sozialarbeiter, der das Projekt anschiebt und unterstützt. In Gesprächen zu der Idee haben sich drei Nachbarn gemeldet, die dann auch sofort auf der Fläche losgelegt haben. Dadurch sind andere Nachbar*innen aufmerksam geworden und wollen mitmachen.
    Die Fläche für den Garten ist in der Nähe vom Café und umfasst 70m².

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  • Annalinde sucht studentische Hilfskraft für Forschungsprojekt

    (facebook)

    AUSSCHREIBUNG

    Studentische Hilfskraft
    im Projekt „KoopLab – Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung. Ankunftsquartiere gemeinschaftlich entwickeln“

    Am UFZ ist zum 01.04.2020 eine Stelle als Studentische Hilfskraft (10 Std./Wo., mind. 5 Monate) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit ANNALINDE gGmbH.

    vollständige Ausschreibung:
    https://annalinde-leipzig.de/…/2002_Ausschreibung.Stud_.Hil… (mehr …)

  • Lahr. Förderung GG durch „Stadtgulden“

    (alerts)

    Lahr – Auch in diesem Jahr will die Stadt Wünsche aus der Bevölkerung erfüllen: Das „Stadtgulden“-Projekt wird fortgesetzt. Für das vergangene Jahr zieht die Stadtverwaltung ein positives Fazit.

    Im September 2018 hat die Stadtgulden-Koordinierungsstelle ihre Arbeit aufgenommen, nach dem ersten Durchlauf 2019 legt die nun den ersten Zwischenbericht vor. „Die Resonanz aus der Bürgerschaft war mit 115 eingegangenen Projektvorschlägen sehr gut“, zieht Jakob Crone von der Koordinierungsstelle mit Blick auf 2019 eine erste Bilanz des Projekts, das auf zunächst drei Jahre angelegt ist (siehe Info). 57 Projektvorschläge wurden zur Abstimmung zugelassen, das sind 41 Prozent der eingebrachten Vorschläge. 21 Vorschläge waren bereits in Umsetzung, 44 standen nicht zur Abstimmung, weil sie laut Stadt nicht alle Kriterien der Machbarkeitsprüfung erfüllt haben. Der „Tag der Entscheidung“ fand am 12. Oktober im Rahmen des Lahrer Suppenfests stand. Online haben 120 Lahrer ihre fünf Stadtgulden-Stimmen abgegeben, am 12. Oktober beteiligten sich 582 Menschen. Die Kombination mit dem Suppenfest war laut Stadt ein „voller Erfolg“.

     > Diese Projekte werden verwirklicht: 14 Projekte werden gemäß dem Abstimmungsergebnis umgesetzt: „Kinder in Bewegung“ für 4300 Euro, „Tierhaltung im Stadtpark verbessern“ (10 000 Euro), das „United Lahrtists“-Festival“ in der Bürgerpark-Halle (10 000 Euro), „Freies Internet der Dinge für alle“ (9800 Euro), Abenteuerspielplatz Dinglingen ­(10 000 Euro), „Toiletten für alle“ (5700 Euro), Interkultureller Garten für alle (3500 Euro), Fahrradständer an der Eichrodtschule (5100 Euro), Pausenbrotstation (2000 Euro), Veranstaltungen und Workshops mit „Szene zwei“ an Orten des alltäglichen Lahrer Lebens (10 000 Euro), eine DLRG-Sanitätsausstelllung am Waldmattensee in Kippenheimweiler (3500 Euro), Sitzbänke auf dem Rathausplatz (6000 Euro) und die Aufwertung von Grünflächen und mehr Grün in der Innenstadt (10 000 Euro).  […]
    https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-was-wuenschen-sich-die-lahrer.3be597c1-fe1b-4fc2-ae2e-942f9efdfe48.html


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  • Unterföhrung: Grünen-Antrag auf urban gardening wurde abgelehnt

    (alerts)

    Unterföhring – So manch einer konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. „Seid ihr langweilig“, entfuhr es einem Mitglied der Grünen in den Zuschauerreihen, als beide Anträge seiner Partei im Gemeinderat durchgefallen waren. So schnell wird es also nichts mit Urban Gardening in Unterföhring. Auch die digitale Bürgerbeteiligung fand keine Mehrheit.

    In Ismaning, Unterschleißheim, München, Schäftlarn und anderenorts gibt es bereits Urban Gardening. Auch Unterföhring sollte, so der Vorschlag von Johannes Mecke (Grüne), ein solches Projekt ermöglichen und dafür ein Grundstück im Innen- oder Außenbereich suchen. Die Parzellen sollte die Gemeinde günstig an die Bürger verpachten. Zudem sollte sie Hochbeete auf einer Grünfläche an einem der Mietshäuser – etwa an der Fichtenstraße – aufstellen. So könnten Bürger ohne eigenen Garten selbst etwas anpflanzen.

    Urban Gardening: Charmant, aber….

    Die Idee fanden alle Fraktionen zwar charmant, aber noch nicht ausgereift. Manfred Axenbeck (CSU) könnte sich Urban Gardening auf einem freien Grundstück in der Kleingartenanlage vorstellen. Marianne Rader (CSU) schlug vor, erst den Bedarf abzufragen. Johann Zehetmair (PWU) ist überzeugt, dass die Verwaltung zunächst eine geeignete Fläche finden müsste. Für Manuel Prieler (PWU) hängt das Bürgerinteresse von der Lage des Grundstücks ab. Mit 5:16 wurde der Antrag letztlich abgelehnt. Sabine Fister (SPD) bat, die Idee im Umwelt- und Energieausschuss zu beraten. […]
    https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/unterfoehring-ort29618/unterfoehring-doppel-nein-zu-urban-gardening-und-digitaler-mitbestimmung-13482498.html (mehr …)

  • Inklusives Gartenprojekt für KInder und Jugendliche in Regensburg

    (alerts)

    Im September 2019 startete der Stadtjugendring Regensburg mit einem Inklusiven Gartenprojekt, das von der „Aktion Mensch“ gefördert wird. Auf der 2.000 Quadratmeter großen Fläche rund um die Geschäftsstelle in Regensburg wird ein Ort geschaffen, an dem Kinder und Jugendliche unabhängig von einer seelischen, sozialen oder körperlichen Beeinträchtigung willkommen sind. Gemeinsam mit pädagogischer Begleitung wird das Gelände gestaltet und dient als Treffpunkt und Spielort.

    REGENSBURG Anhand von Bau-, Pflanz- und Gestaltungstagen, sowohl für feste Klassen und Gruppen als auch zu offenen Zeiten, möchte der Stadtjugendring einen Beitrag zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen leisten. Das Inklusive Gartenprojekt soll jedem Menschen eine Beschäftigungsmöglichkeit geben und Menschen zusammenbringen. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und die Gegebenheiten und Angebote so zu gestalten, dass jeder Mensch gleichermaßen am Projekt teilnehmen kann und sich gleichermaßen willkommen fühlt.

    Jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr findet ein offener Gartentag statt. Kinder und Jugendliche können selbstständig oder gemeinsam mit Assistenzkräften und anderen Bezugspersonen ohne Anmeldung kommen. Es wird gegärtnert, gebastelt, gewerkelt, gekocht und vieles mehr! Wenn es zu kalt wird, geht es in den beheizten Gruppenraum.

    Auch Schulgruppen, Kindergartengruppen, Wohngruppen, Vereine, Verbände und andere Kinder- und Jugendgruppen sind herzlich eingeladen, den Garten zu besuchen! Hierfür werden gemeinsam Angebote und Zeiträume geplant. Möglich sind Einzeltermine und regelmäßige Angebote sowohl unter der Woche als auch am Wochenende. Bei Interesse werden ein Termin vereinbart und Projektinhalte und Weiteres besprochen. Alle Angebote sind kostenfrei! Bei Unterstützungsbedarf (kostenlos) bittet der Stadtjugendring um rechtzeitige Kontaktaufnahme. (mehr …)

  • Vandalismus im GG Bad Säckingen

    (alerts)

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Bad Säckingen der Gemeinschaftsgarten des Vereins Stadtoasen an der Rheinaue verwüstet worden. Jetzt wendet sich der Vereinsvorsitzende Stefan Meier in einem offenen Brief an die bislang unbekannten Übeltäter. „Steht zu euren Taten und tragt die Verantwortung“, lautet seine klare Forderung an die Randalierer.

    Am Sonntagmorgen mussten die Vereinsmitglieder das ganze Ausmaß der sinnlosen Zerstörung zur Kenntnis nehmen: ein Einbruchsversuch und ein eingeschlagenes Fenster am Gerätecontainer, Abriss des Tomatenhäuschens aus massivem Holz und komplettes Verbrennen desselben auf dem angrenzenden Grillplatz, Diebstahl und Verbrennen von Möbeln, Zerstörung des Zauns bis hin zum Versenken eines Autoanhängers im Rhein. Es sei nicht das erste Mal, dass es zu einem solchen Akt der „Blinden Zerstörungswut nach übermäßigem Alkoholkonsum“ gekommen sei, heißt es in dem Brief. Solche Vorfälle würden ständig passieren und stünden immer in Zusammenhang mit dem naheliegenden öffentlichen Grillplatz.

    „Wir fordern euch auf, den Schaden wiedergutzumachen. Meldet euch bei uns und wir finden eine Lösung, wie ihr euch einbringen könnt, um den entstandenen materiellen und ideellen Schaden wieder gut zu machen.“ Stefan Meier

    Stefan Meier wendet sich in dem Brief direkt an die Randalierer: „Liebe Jugendliche, die ihr am Samstagabend diese Taten begangen habt: Was soll das? Habt ihr kein Gespür und Respekt mehr vor Tun anderer Menschen? Wisst ihr wie viel Geld und persönlicher Einsatz im Ehrenamt in diesem Projekt steckt? Habt ihr keine Werte mehr im Leben und kennt ihr nicht die Grundwerte des Zusammenlebens?“

    Der Vereinsvorsitzende fordert die Täter in seinem Brief explizit auf sich ihrer Verantwortung zu stellen: „Wir fordern euch auf, den Schaden wiedergutzumachen. Meldet euch bei uns und wir finden eine Lösung, wie ihr euch einbringen könnt, um den entstandenen materiellen und ideellen Schaden wieder gut zu machen (mehr …)

  • Geodomebau im Bunten Grün in Essen

    (Alerts)

    Gerenne im Gemeinschaftsgarten „Buntes Grün“ am Mehrgenerationenhaus. Sonntag. Die Wuselnden – Sozialpädagogen, Erzieher, Künstlerin, Ärztin, Historiker fallen stets mit futuristischen Ideen, Taten auf. Just mit Bucky’s Geodome – Kuppelgewächshaus. Grandios! Geld gab’s bereits von der Stadt: 1000 Euro für das Bürger-Projekt!
     
    Vom Hocker reißt es Arndt Sauer, Geschäftsführer des MGH. „Ich bin froh, dass das Gartenprojekt sich so bravourös entwickelt hat, von immer mehr jungen Menschen mitgetragen wird. Dass immer neue Ideen verwirklicht, ausgeführt werden. Mittlerweile ist der Gemeinschafsgarten „Buntes Grün“ federführend in Essen u. a. mit dem Wassersystem -der Schmutzwassergewinnung – Unabhängigkeit vom Wasserwerk; jetzt der Kuppel-Gewächshaus.“

    „Bucky“ zu Ehren bauen wir das Geodome
    Doch was heißt das? Erwachsene messen, hämmern, schneiden. Das Paar Gabi Hilgers und Willi Krause tackt Folien-Latten. Susanne Trbovec, Sozialpädagogin, bilanziert: „Die Konstruktion geht auf die geodätische Kuppel von Richard Buckminster Fuller, gest. 1983, Spitzname „Bucky“ zurück, der als Erster große Räume durch Stahlrohrfachwerk mit Knotenpunkten ohne innere Stützen errichtete. Kuppelgewächshäuser haben höhere Windstabilität, da sie von Wind umspült werden; größere Stabilität bei Schneelast… Ihm zu Ehren bauen wir die Kuppel – um mit geringem Material plus Energieaufwand einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen.“

    Tausender bekommen!
    Jonas Milker, Erzieher, zum Hintergrund: „Das ist ein jährliches Bürger-Projekt der Stadt; ausgeschrieben für Bürger. Wir haben uns beworben und das Okay bekommen. Einen Tausender dafür bekommen. Es gibt für den Zusammenbau eine Anleitung, an die wir uns halten müssen.“
    Nancy E. Watt, Künstlerin, stöhnt: „Das macht Stress. Es ist schwierig.“ Sie studierte in Kanada, wohnt in Essen seit 20 Jahren. „Ich suchte einen Gemeinschaftsgarten, wo man helfen kann; sinnvoll mit anderen die Freizeit verbringt.“

    Begeisterung bei Margarete Albrecht, Ärztin und Martin Schröder, Historiker – beide Uni-Klinik und Mitglieder „Buntes Grün“. „Vorher bestellten wir einen Bausatz, besorgten Folie, Holzlatten; die werden zu Dreiecken zusammengefügt, mit Folie bespannt.“
    Patrick blickt in die Zukunft: „Bald werden im Kuppelgewächshaus Erdbeeren, Melonen, Tomaten, Gurken sprießen.“
    Noch gilt: Nächste Woche Mittwoch geht’s weiter. Jonas zum Future–Gewächshaus: „Ein Dreieck bleibt offen, da kommt eine Tür rein – und ein Fenster – zum Lüften. Ferner – ein 50 cm Podest unter das Kuppel-Gestell, um Höhe zu gewinnen, das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen.“
    Einigkeit bei allen: „Dieses Jahr werden wir einen Antrag stellen, um wieder mit einem neuem Garten-Projekt mitzumachen.“
    Chapeau!

    https://www.lokalkompass.de/essen-west/c-vereine-ehrenamt/grandioser-gemeinschaftsgarten-federfuehrend-in-essen_a1293093


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  • Laubenbau im GG Bunte Beete Annaberg: Gartenfläche wird größer

    (alters)

    Annaberg-Buchholz. Dieser Winter, der keiner ist, hat auch seine Vorteile. Für Stefan Bolanz und seine Mitstreiter vom Gemeinschaftsgarten „Bunte Beete“ zum Beispiel. Die Witterung schafft die Gelegenheit, zügig an einem Herzensprojekt weiterzuarbeiten, der neuen Laube. „Am letzten schönen Wochenende im Herbst hatten wir alle Kräfte mobilisiert und sie praktisch an einem Wochenende unter fachkundiger Anleitung hochgezogen“, erinnert sich der 41-Jährige an den Einsatz mit rund 20 Leuten. Und wie es sich für einen alternativen Garten gehört, lief das Gesamtvorhaben nicht ganz klassisch ab. Die Laube, das ist ein selbst entworfenes und gezeichnetes Baukastenhaus, die notwendige Statikberechnung spendierte der Annaberger Ingenieur Marcus Scheller. „Wir haben das einfach aus unserer Laienperspektive heraus geplant“, sagt Stefan Bolanz. Der Bauantrag sei ein ganz schöner Kraftakt gewesen, so der 41-Jährige, jedoch sei man vom Amt gut unterstützt worden.

    Und das Verfahren brachte eine Überraschung mit sich, eine positive wohlgemerkt. Den Beteiligten erschien es merkwürdig, dass das Gartengrundstück L-förmig war. Und so kam heraus, dass eigentlich noch ein ganzes Stück Land zum Gemeinschaftsgarten dazu gehört. So wuchs die Fläche um rund ein Drittel auf 2000 Quadratmeter. Bis dato habe die Königswalder Agrargenossenschaft dieses mit bewirtschaftet, man habe sich problemlos verständigt, sagt Bolanz. Doch was fangen die Gemeinschaftsgärtner mit dem extra Land an? Eine artenreiche Magerwiese oder ein nachhaltiger Dreizonengarten könnten sie sich vorstellen, doch noch ist nichts in Stein gemeißelt.

    Zunächst steht aber das Fertigstellen der Laube im Fokus. Für allerlei Seminare, Referate, Workshops, aber auch Kinderabenteuertage mit Lagerfeuer und Übernachtung soll der Garten dann genutzt werden, auch öffentliche Gartenfeste sind wieder geplant. „Wir wollen natürlich auch unserem Bildungsauftrag nachkommen“, sagt Stefan Bolanz. Die Kooperation mit weiteren Schulen und Kindertagesstätten werde angestrebt. Die rund 40 Quadratmeter große Laube, Materialkosten 8000 Euro, konnte aufgrund eines erfolgreichen Förderantrags finanziert werden. Perspektivisch planen die Gärtner noch eine Solaranlage. Akut ist dagegen das Thema Dach, welches gedeckt werden muss. „Da suchen wir derzeit händeringend nach Unterstützung.“

    Wie schnell die Leute von „Bunte Beete“ ihre Vorhaben umsetzen können, hängt in erster Linie von der „Manpower“ ab, wie es Stefan Bolanz nennt. Im vergangenen Jahr seien zwei, drei sehr aktive Mitglieder abgesprungen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn ein paar Leute dazukommen“, so der Annaberg-Buchholzer. „Gerne auch welche, die Spaß daran haben, Verantwortung zu übernehmen.“ (mehr …)

  • Stadt fördert IG Rüsselsheim ein wenig

    (alerts)
    Mit 6250 Euro unterstützt die Stadt Rüsselsheim die Arbeit der interkulturellen und internationalen Vereine. Das hat der Magistrat beschlossen. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt für das Jahr 2019.
    Elf Vereine profitieren von den Fördermitteln. Der Äthiopischen Kulturtreff erhält 190,85 Euro, der Eritreische Kulturverein wird mit 322,85 Euro unterstützt, der Förderverein Partnerschaft Kafountine mit 142 Euro. Der Verein Friedenshaus erhält 432,06 Euro, die Griechische Gemeinde Rüsselsheim und Umgebung 2200,59 Euro.

    Unterstützt wird auch der Verein Internationaler Garten Rüsselsheim, an den 349,66 Euro gehen (mehr …)

  • Kölner Kleingärten sollen sich öffnen

    (alerts)

    „Kleingärten haben Konjunktur in Köln“, attestierte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Gärten hätten nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Funktion. Zu Kriegszeiten dienten die Gärten in erster Linie der autarken Versorgung der Bürger mit Obst und Gemüse, hatten einen konkreten Nutzen und dienten nicht nur der Idylle. „Wir wollen wieder in diese Tradition treten“, so die Oberbürgermeisterin. Projekte, bei denen auf brachliegenden Flächen Gemeinschaftsgärten angebaut würden, hätten großes Potential. Umweltministerin Heinen-Esser bestätigte die gestiegene Nachfrage am Kleingartenwesen und Urban Gardening gerade durch junge Leute.
    Dafür jedoch, so Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, müssten die vorhandenen Kleingartenflächen neu aufgeteilt und dadurch mehr Menschen zugänglich gemacht werden. 192 Kleingarten-Anlagen gibt es in Köln, sie befinden sich größtenteils auf Grundstücken der Stadt. 600 Quadratmeter große Schrebergärten müssten in mehrere Kleingärten unterschiedlicher Parzellengröße umgewandelt werden, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können, so Bauer. Der Verband müsse sich für neue Formen des Gärtnerns öffnen. Dazu müsse auch die Gartenordnung in eine zeitgemäße Form gebracht werden.

    Eine weitere Herausforderung für die Zukunft des Kleingartenwesens brachte der Vorsitzende der Kreisverbandes Armin Wirth zur Sprache: Es werde immer schwieriger, Menschen zu finden, die ehrenamtlich die Vorstandsarbeit in den Vereinen übernehmen.

    https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/koeln/kreisverband-koelner-gartenfreunde-e-v–feierte–urban-gardening–wird-immer-beliebter-36180820 (mehr …)

  • Nachbarschaftsgarten in Höxter wird mit EU-Förderung entstehen

    (alerts)

    Die Stadt Höxter erhält eine Millionen-Förderung: Mit den Geldern in Höhe von 1,78 Millionen Euro werden in Höxter das Außengelände des Schulzentrums umgestaltet, der Klostergarten in Brenkhausen weiterentwickelt, das Projekt „Nachbarschaftsgarten“ in der Kernstadt umgesetzt und das Naturerlebnis an der Grüne Mühle gefördert. Die Förderung deckt 80 Prozent der Gesamtkosten der vier Projekte ab und stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE genannt – und dem damit verbunden Programm „Grüne Infrastruktur NRW“. Gefördert werden damit Ansätze zur nachhaltigen Verbesserung der Umwelt und der Klima- und Umweltbedingungen zugunsten der Biodiversität und der Menschen.

    https://www.dewezet.de/startseite_artikel,-hoexter-erhaelt-millionenfoerderung-_arid,2605119.html (mehr …)

  • Zwickau: GG wird über EU-Gelder finanziert

    (alerts)

    Das Gelände der Kompaktschule in der Fröbelstraße soll zu einem Freizeittreff der Bahnhofsvorstädter werden. „Nachbarschafts- und Sportgarten“ heißt das Projekt, wofür von der EU mehr als 200.000 Euro bereitgestellt werden – gestaffelt bis 2022. Mitfinanziert werden zwei Teilzeitstellen für Sozialpädagogen. Weil die Stadt einen kleinen Eigenanteil übernehmen muss, bedarf es noch der Zustimmung des Sozialausschusses am Donnerstag. Im April soll mit dem Gartenbau begonnen werden. Zusammen mit der schon existierenden Sportfläche an der Schule schwebt den Planern ein Treffpunkt auch für Jugendliche vor.

    https://www.radiozwickau.de/beitrag/an-kompaktschule-in-zwickau-wird-nachbarschaftsgarten-angelegt-626439/ (mehr …)

  • AFD versucht Chloroplast zu diskreditieren

    (Gu, Mail)

    Stellungnahme Chloroplast:

    Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,
    sehr geehrte Bezirksbeirätinnen und Bezirksbeiräte des Bezirks Weilimdorf,
    sehr geehrte Damen und Herren bei der Verwaltung,
    bereits zum zweiten mal in wenigen Monaten nutzte die AFD-Gemeinderatsration ihr
    Forum im Stuttgarter Amtsblatt, um unseren Verein – Chloroplast Stuttgart e.V. – zu
    diskreditieren und Falschinformationen über unsere Arbeit zu verbreiten. Insbesondere
    der letzte Beitrag der Partei (in der Ausgabe vom 16. Januar 2020) ging deutlich über eine
    bloße Meinungsäußerung hinaus, daher sehen wir uns gezwungen, zu den getroffenen
    Aussagen Stellung zu beziehen.
    In dem Beitrag „Wohin mit dem Geld?“ der AFD auf Seite 4 des Amtsblattes der Stadt
    Stuttgart vom 16. Januar 2020 werden wir als „Fake-Schrebergärtner“ bezeichnet, die
    „ihre durch städtische Zuschüsse finanzierten Pflanzen […] ausnahmslos vertrocknen
    lassen“. Darüber hinaus werden wir einem „linksradikalen Spektrum“ in Stuttgart
    zugeordnet. Zu diesen Anschuldigungen möchten wir wie folgt Stellung beziehen:
    1. Chloroplast Stuttgart e.V. finanziert sich fast nur über private Spenden und hält den
    Vereinsbetrieb ausschließlich durch ehrenamtliche Tätigkeit aufrecht.
    Entscheidenden Beitrag zur Entstehung und dem Erhalt des Vereins seit nun über fünf
    Jahren, hat die Insolvenzverwaltung der ehemaligen Gärtnerei Walz geleistet. Sie hat uns
    den Vereinsbetrieb auf dem Privatgelände im Gegenzug zur Geländepflege gestattet. Im
    Rahmen einer Zwischennutzung würden wir die Vereinsarbeit gerne auch künftig
    innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen weiterführen. Die in Stuttgart
    verfügbaren Fördermittel für urbane Gärten haben wir bisher nicht in Anspruch
    genommen. Über die Bezeichnung von Preisgeldern für Wettbewerbe in dreistelliger Höhe
    (z.B. Umweltpreis der Stadt Stuttgart, Preis des Verschönerungsvereins) oder einzelne,
    projektgebundene Fördermittel aus den vergangenen Jahren als „städtische Zuschüsse“
    ließe sich hier streiten.
    2. Chloroplast Stuttgart e.V. ist sowohl in Bezug auf den Vereinszweck als auch in
    seinem Wirken politisch neutral.
    Es ist unser Ziel, ein vielfältiges Netzwerk für den Austausch zu Kernthemen der
    Vereinsarbeit wie Bildung und Gartenbau zu bieten. Gleichwohl fühlen wir uns den
    demokratischen Grundwerten verpflichtet und sehen Werte der Gleichberechtigung und
    Toleranz als entscheidende Faktoren zwischenmenschlichen Handelns. Die Bezeichnung
    „linksradikal“ und die darin beinhaltete Kompromisslosigkeit ist in diesem
    Zusammenhang für uns mehr als befremdlich.
    3. Trockene Pflanzen gehören zum Gartenjahr.
    In der Tat, lassen wir einige der Pflanzen auch nach der Erntezeit stehen, um davon
    wieder Samen für das nächste Jahr zu gewinnen. Sie bieten darüber hinaus Lebensraum
    für Insekten und andere Kleinstlebewesen im Winter. Ergebnisse unserer erfolgreichen
    Gartenarbeit im Jahr 2019 können Sie etwa über unseren Instagram-Kanal unter
    www.instagram.com/chloroplast.stuttgart nachvollziehen.
    4. Bei Chloroplast Stuttgart e.V handelt es sich nicht um einen Schrebergartenverein
    sondern ein Gemeinschaftsgarten.
    In einem sogenannten Schrebergartenverein (auch Kleingartenverein) werden einzelne
    Parzellen verpachtet, die nach mehr oder weniger strengen Vorgaben gärtnerisch genutzt
    werden. Wir verstehen uns als Gemeinschaftsgarten, der allen Nutzern gleichermaßen zur
    Verfügung steht. Jeder erhält die Möglichkeit, sich in die Gemeinschaft einzubringen und
    Teile des Gartens nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Der Garten ist für uns somit in
    erster Linie ein sozialer Ort und ein Teil des öffentlichen Lebens.
    Es ist uns ein Anliegen, anderen AkteurInnen und insbesondere gegenüber den
    VertreterInnen aus Politik und Verwaltung unsere Offenheit zu signalisieren. Bei unseren
    zahlreichen Veranstaltungen gab und gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, mit uns ins
    Gespräch zu kommen. Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an! Wir sind immer für
    Gespräche offen – solange sich alle Beteiligten wertschätzend begegnen.
    Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der beschlossenen
    Planungswerkstatt, die – so unser Wunsch – von einem sachlichen und konstruktiven
    Austausch geprägt sein soll. (mehr …)

  • Jahresrückblick 2019 Sonnengarten München

    (gu, mail)
    AUszug aus dem Rückblick

    Jahresrückblick 2019 – Sonnengarten Solln

     

    Insgesamt viele neue Mitglieder, vermehrter Kontakt zu ergon und den ergon-Gärten, viel Öffentlichkeit, gelungener Tag der offenen Gartentür, monatliches Gartentreffen am Abend, Gartenpostkarten, und das, was jeder einzelne von uns auf seiner Parzelle gemacht, gesehen und geerntet hat: kurzum wieder einmal ein abwechslungsreiches, erfülltes Gartenjahr im Sonnengarten Solln. Im Einzelnen:

     

    ·        5 Jahre Sonnengarten Solln lagen zu Beginn des Gartenjahres 2019 hinter uns, eine in vieler Hinsicht spannende Zeit!! Eine Grundausstattung im Garten wurde gebaut und angeschafft, eine vertragliche Basis erarbeitet, eine Kultur des Miteinanders wuchs heran, eine gute Verbindung zum Austausch mit anderen Gärten und ergon wurde hergestellt, das Experimentieren beim Gärtnern mit einer Vielzahl an Pflanzen ist ununterbrochen rege, es gibt immer wieder neue Ideen, die den Garten bereichern.

    ·        Dies alles spiegelte sich auch in einem schönen, langen Zeitungsartikel über uns wider, der nach einem Interview mit uns Ende Januar 2019 im Sendlinger Anzeiger auf dem Titelblatt erschien.

    ·        Aufnahme von einer bunten Mischung von 6 neuen Mitgliedern/Mitgliedspaaren/Mitgliedsfamilien, davon 2 erst nach den späten Abschieden von Petra Ri. mit Familie zum 01.04., und Petra Kr. mit Familie zum 15.06. Insgesamt eine starke, aber auch verständliche Veränderung nach 5 Jahren, die größte seit Beginn des Gartens.

    ·        2 Mitglieder vom neuen ergon-Vorstand waren in der Febr.-Gartenversammlung, stellten sich vor und dankten für unsere Arbeit: Oliver Seth und Angelika Mitterbiller. Wir danken für ihre Unterstützung!!

    ·        Treffen der Sprecher der 4 ergon-Gärten bei Oliver Seth vom Waldschmausgarten in Holzhausen: Austausch und Erarbeitung von weiteren Gemeinsamkeiten, Festlegung, dass jeweils eines der 4 Gärten ein Vierteljahr lang die Sprecherfunktion für alle ergon-Gärten im Verein ergon übernimmt, eine Entlastung von Adi, die diese Funktion im Jahr davor ganzjährig wahrnahm. Der Sonnengarten ist mit dieser Aufgabe ab 01.04.20 wieder dran.

    ·        Der von uns initiierte Vortrag im Mai in der Zukunftswerkstatt von ergon über Wildbienenförderung im Garten fand mit guter Beteiligung vom Sonnengarten statt. Unsere Bewerbung für einen kostenlosen Wildbienen-Nistkasten bei einer Firma war leider ergebnislos. Eigener Bau auf 2020 verschoben.

    ·        Info-Stand der ergon-Gärten am Pasinger Bahnhofsplatz und auf dem Streetlife-Festival im Mai. Danach Anfertigung von 5 verschiedenen Postkarten auch aus unserm Garten von Brigitte mit ihren Gartenfotos und Finanzierung durch ergon. Herzlichen Dank an Brigitte und ergon dafür!

    ·        Adi kündigt Rückzug aus ihrer Position im Gartensprecherteam aus Altersgründen ab 2020 an, was zu einer weiteren Aufteilung ihrer bisherigen Aufgaben führen wird und in diesem Jahr schon ein verstärktes Engagement anderer Mitglieder ausgelöst hat. Danke für die Entlastung!! Ihr eingeleiteter Rückzug führte auch zu mancher Lücke, was ihr leidtut (z.B. Sturmschaden, s. unten).

    ·        Tag der offenen Gartentür: wegen großer Hitze nur ca. 15-20 Besucher, weniger als erwartet, Infostand der Urbanen-Gärten-München mit Fahne, Samentüten und Garten-Postkarten gegen Spende, Buchüberreichung von der Organisatorin der Stadt München, Tombola mit Wurfspiel, tolles Buffet gegen Spende, ergon-Vorstand komplett dabei: es war insgesamt ein Erfolg. Wiederholung 2021. Die gute Vorbereitung des Ganzen durch 2 Gartenmitglieder hat sehr dazu beigetragen, herzlichen Dank dafür, und ist ebenfalls eine Wiederholung wert.  

    ·        Anschließendes Gartenfest: sehr gut besucht, auch mit Gästen von außerhalb und genauso gelungen.

    ·        Aktion „Kräuterbutter schütteln“ im Garten mit ca. 8 Kindern einer 3. Grundschulklasse, 2 Betreuerinnen der Spiellandschaft Stadt und 5 Sonnengärtnerinnen: soll 2020 wiederholt werden, hat allen großen Spaß gemacht.

    ·        Pachtprobleme mit Stadt München: gutes Gespräch beim Kommunalreferat, zu zweit vom Garten + ergon-Vorstand Oliver Seth, mit mündlicher Zusage fürs Weiterlaufen des Vertrags, schriftliche Information mit angekündigter Mieterhöhung steht noch aus, da Wechsel der zuständigen Abteilung.

    ·        Ab August Einführung eines monatlichen Gartentreffens jeden 1. Freitagabend im Monat 19-22 Uhr in einem Restaurant in der Nähe: hat sich bewährt und gefällt.

    ·        Es gab ein weiteres Garteninterview für einen Artikel über uns in einem jährlich neu erscheinenden München-Ratgeber. Artikel wird allen zugesandt, so wie wir ihn erhalten haben.


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  • Freiburger Gärten brauchen neuen Träger

    (Gu, Mail)

    Transition Town löst sich auf. Eine Idee: der neue Ernährungsrat (hat u.a. schon erfolgreich Gelder für essbare Stadt eingeworben) (mehr …)

  • drei GGs weniger in Wuppertal

    (Gu, Mail)

    • Gemeinschaftsgarten am Karlsplatz, Wuppertal

    Das war zuletzt ein Projekt mit der Waldorfschule Christian Morgenstern. Der Garten war zu weit von der Schule weg, da gärtnert man lieber auf dem Schulgelände und hat mehr Zeit dazu.

    • Gemeinschaftsgarten Lederstraße, Wuppertal

    Hier haben die „Pflegemassnahmen“ der Stadt für das öffentliche Grün zum Schutz der darunterliegenden Tiefgarage jegliche Aufenthaltsqualität beseitigt. Es fehlte zudem eine Wasserversorgung und Unterstützung aus der direkten Nachbarschaft, der zuviel Aufenthaltsqualität auch schnell zu laut wurde.

    • Lerngarten Kleine Höhe, Wuppertal

    Das Kernteam ist auf Wanderschaft nach Spanien gegangen und lernt weiter, aber eben woanders. Eine Nachfolge gab es leider nicht, da es auch Probleme im dortigen Landschaftschutzgebiet gab.

    Gerade entsteht ein interkultureller alevitischer Friedensgarten … und beim BOB-Kulturwerk ein Bürgerpark mit Garten. Zudem pflanzen wir öffentliche Obstbäume. (mehr …)

  • Lehmbauprojekte im Garten der Begegnung Berlin-Marzahn

    (Antrag/Antworten)

    Garten der Begegnung, Antrag auf Materialien für Lehmbauprojekte:

    ja, alle können mitmachen, das wollen wir auch noch verstärken, ich habe mich bereits mit einigen Akteuren getroffen – Tagore–Gymnasium, DRK, Wohnbaugesellschaften, Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, Kita, Geflüchtetenunterkünfte, Frauentreff…

    Es ist weder ein Schulgarten noch ein Schrebergarten…

    • Wie groß ist der Garten, wie viel davon wird für „Anbau“ genutzt, wie viele Beete gibt es und was ist sonst noch auf dem Grundstück los?

    3500 qm, ein Drittel Anbaufläche für Beetnutzer*innen, ein Drittel Freifläche mit Gemeinschaftsbeeten (Kräuter, Stauden), Teich, Obstbäumen, ein Drittel Veranstaltungsfläche, Lehmhaus mit Terrasse, Geräteschuppen, Grünes Klassenzimmer, Labor, so ungefähr

    • Wem gehört das Grundstück und müsst ihr eine Pacht zahlen? Wenn ja, wie hoch ist diese?

    Das Grundstück gehört dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wir zahlen keine Pacht

    • Wie lange läuft der Nutzungsvertrag? Was war vor dem Garten auf der Fläche?

    Unser Nutzungsvertrag läuft erstmal für zwei Jahre, aber das Bezirksamt  und das QM haben ein sehr aufwendiges Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen geeigneten Träger zu finden, der ein Betreiber- und Nutzungskonzept für die Zeit nach Verstetigung des QM entwickelt. Dafür haben wir den Zuschlag bekommen, nicht für die inhaltliche Durchführung von Projekten. Ich beantrage z. B. auch Mittel für ein Projekt zur gesunden Ernährung. Nach den zwei Jahren machen wir entweder weiter oder eine neue Struktur (Verein) übernimmt das Ganze, das wird sich finden. Auf jeden Fall hat der Bezirk ein außerordentliches Interesse an dem Garten. 

    • Wie viele Leute sind in dem Garten aktiv?

    50 Beetnutzer*innen, Schulklassen (Schulprojekt mit 170 Kindern im Juni 2020 geplant), Besucher an Festen: 150-200, ca. 5-8 Feste pro Jahr durch geführt vom Träger des Gartens, vom DRK oder BENN/QM

    • Wenn es bisher ein QM-Projekt war: wie ist der Garten organisiert? Was an Verantwortung/Aufgaben liegen bei den Gärtner*innen?

    Bisher war der Garten eine Art Service-Gesellschaft, das war sicher auch ein Grund für den Trägerwechsel. Wir möchten gerne die Gärtner*innen viel stärker einbinden und aktivieren, dass sie sich mit eigenen Ideen einbringen. Daher wird es ab 16.4. einen wöchentlichen Gartennachmittag zum gemeinschaftlichen Gärtnern geben, im Laufe der nächsten Monate wird ein Gartenrat einberufen, mit dem wir in einem anderen Garten gute Erfahrungen gemacht haben. Der Gartenrat setzt sich aus Beetnutzerinnen, im Garten tätigen Teammitgliedern, Ehrenamtlichen ohne Beet zusammen und sammelt die Anliegen, die dann an uns weitergetragen werden. 

    • Über welchen „Topf“ wirst du bezahlt? Und wie lange und wie intensiv kannst du den Garten begleiten?

    Für das Projekt stehen Restmittel aus dem Programm Soziale Stadt zur Verfügung, aus denen ich und in geringem Umfang Honorarkräfte (Evaluierung, spezielle Thematische Workshops) bezahlt werden, weiterhin Betriebskosten, Veranstaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit.

    Ich werde versuchen, den Gartentag selbst durchzuführen und moderiere die Sitzungen des Gartenrates. Außerdem bin ich für das Gesamtkonzept verantwortlich (Themensetzung, neue Nutzergruppen erschließen, Netzwerkarbeit, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Teamaufbau, Admin, Steuerungsrunde, Betreuung der Nutzer*innen bist der Gartenrat seine Rolle gefunden hat). Die Bewirtschaftung und Pflege des Gartens werden zukünftig die Gärtnerinnen mit übernehmen. Weiterhin habe ich gerade einen Bufdi eingestellt. 

    • Was passiert in dem Lehmhaus und wie ist es ausgestattet? Trefft ihr euch da bei Regen z.B.

    Das Lehmhaus ist voll ausgestattet und eignet sich als Seminarraum für kleine Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Kreativwerkstätten, Workshops), bis 20 Personen, eine Küche ist angeschlossen (keine Gastroküche), es gibt dort auch eine kleine Bibliothek. Und ja, wir treffen uns dort auch bei Regen oder nächste Woche zur Begrüßung der Beetnutzer*innen am Suppentopf. Sie sind schon sehr gespannt wer der neue Träger ist 😉

    • Wenn ich es richtig verstanden habe, dann beantragst du Geld für den Tagesworkshop Anfang April. Warum können da nur 4-5 Personen dran teilnehmen? Das erscheint mir sehr wenig. Wie können denn andere auch dabei sein/teilnehmen?

    Die 4-5 Leute sind gewissermaßen Multiplikatoren, die Zahl hat LehmWerk vorgeschlagen, da direkt am Bau gearbeitet wird, und nicht alle gleichzeitig Hand anlegen können. Der Workshop ist eingebettet in eine kleine Reihe, zum Ausflug kommen mehr Leute mit, und die Teilnehmer*innen bei den anderen Veranstaltungen sind nicht notwendigerweise die des Workshops. Insgesamt sollen möglichst viele Leute teilnehmen.

    • Könntet ihr Mauerwerkzeug und Malerwerkzeug ausleihen? Oder was würde nach dem Workshop damit passieren? Wofür wäre es noch und oft nutzbar?

    Die vertraglich festgelegte Aufgabe ist es, das Lehmhaus instand zu halten und regelmäßig zu warten. Da dort auch Wespen und Vögel ein- und ausziehen, ist regelmäßig etwas zu tun. Das Material lebt. Ausserdem wurden schon Stimmen nach einem Lehmofen laut. Ich würde auch Lehmkunst sehr attraktiv finden, es muss aber gewollt sein. D.h. wir werden regelmäßig Werkzug brauchen (mehr …)

  • IG Ditzingen bekommt Kulturpreis

    (alerts)

    Ein Refugium, das Menschen beheimatet

    Von Heidi Knobloch 

    Der Internationale Garten in Ditzingen wird von Menschen aus 13 Herkunftsländern bewirtschaftet. Der Gemüse- und Blumenanbau, aber auch die Feste auf dem bunten Fleckchen Erde befördern das gedeihliche Zusammenleben. Die SPD hat den Garten daher mit ihrem Kulturpreis ausgezeichnet.

    Der Internationale Garten: Hier bauen Menschen aus 13 Nationen ihr Gemüse an. Foto: factum//Simon Granville/Archiv
    Der Internationale Garten: Hier bauen Menschen aus 13 Nationen ihr Gemüse an. Foto: factum//Simon Granville/Archiv

    Ditzingen – Jeder Garten, in dem fleißige Gärtner säen und ernten, macht eine Stadt grüner. Im Garten wachsen Obst und Gemüse. Im Garten blühen Blumen. Im Garten lassen sich trefflich Feste feiern. Der Garten: ein Ort, in dem der Mensch sich in Harmonie mit allem Lebendigen fühlen darf. In Ditzingen gibt es seit elf Jahren einen besonderen Garten, unweit des Stadtzentrums nahe der Konrad-Kocher-Schule: den Internationalen Garten. Er steht für die Kultur der Stadt: offen für Menschen aus der ganzen Welt, die miteinander etwas schaffen wollen. Dieser Ort hat eine Ehrung erfahren. Der Ditzinger Ortsverein der SPD hat dem Internationalen Garten seinen Kulturpreis verliehen – „für gelebte Integration“, begründete der Vorsitzende Jürgen Weingarte die Entscheidung.

    Säen und Ernten fördern das Selbstvertrauen

    Am Anfang, vor elf Jahren, stand eine Idee: Der frisch gebackene Bürgermentor Winfried Doerjer wollte etwas Sinnvolles für Ditzingen tun. Die Internationalen Gärten, die es bis dahin vor allem in Norddeutschland gab, fand er gut. Menschen aus verschiedenen Ländern, die gemeinsam Gemüse oder Obst pflanzen und sich im Garten auf Augenhöhe begegnen: Das sollte es auch in Ditzingen geben. Denn: „Wer anbaut, hat Erfolg. Er schafft etwas, worauf er stolz sein kann“, findet Doerjer. Das sei gut fürs Selbstwertgefühl und helfe bei der Integration. Er kennt das Gefühl, fremd zu sein, aus eigener Erfahrung: 1961, zur Zeit des Mauerbaus, ist der damals 16-jährige Thüringer mit seinen Eltern aus der DDR geflüchtet. „Nur mit einer kleinen Aktentasche.“ Den jungen Mann verschlug es in ein Internat nach Waldshut: „Ich hatte immer das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören“, sagt Doerjer über diese Zeit.

    Vielleicht gefiel ihm auch deshalb die Idee des Gartens so gut. Dort haben alle ein Ziel: Auf dem Boden, der jetzt Heimat ist, soll alles wachsen und gedeihen. Im Ditzinger Internationalen Garten bauen Menschen aus 13 Nationen auf ihren Parzellen an, was ihnen gefällt, Kartoffeln, Auberginen, Kartoffeln oder Bitterkürbisse. Die Männer, Frauen und Kinder kommen aus Deutschland – „ohne sie kann ich nicht integrieren“ – Eritrea, Hongkong, Italien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Syrien, der Türkei, Vietnam, Weißrussland und den USA. Die Arbeit, die alle zusammen auf den Gemeinschaftsflächen verrichten, trägt mittlerweile Früchte: „Die Obstbäume sind riesig geworden. Dieses Jahr gab es besonders viele Pfirsiche, Kirschen und Pflaumen.“

    Neuerdings trifft man sich zum Wintergrillen

    Fixpunkte für das Leben im Garten sind die Sommerfeste und neuerdings ein Wintergrillen. „Da bin ich aber nicht dabei, ist mir zu kalt.“ Der 74-Jährige schaut noch hin und wieder im Garten vorbei. Die Ämter hat er mittlerweile abgegeben: Sechs Jahre lang Vorsitz, dann noch einmal vier ehrenhalber – dann hatte er genug geschlichtet, wenn es mal Streit gab, genug Zaunlatten ersetzt oder Rasenmäher repariert. Auch inhaltlich sollen jetzt andere die Schwerpunkte setzen.

    „Der Garten kann sich ohne mich weiterentwickeln.“ Veränderung, findet Doerjer, gehört zum Leben – und zum Internationalen Garten. Immer wieder wechseln die Parzellen die Besitzer, Menschen ziehen weg oder die Kinder, die einst im Garten gespielt haben, sind groß geworden: „Dann kommen Neue.“ Vielleicht war der Garten eine Zeitlang ein Raum, in den man gern ging, Gleichgesinnte traf, Tee trank oder ein Bier und sich unterhielt. Der Garten, sagt Doerjer, sei gewissermaßen Balsam für die Seele der Migranten, deren Anwesenheit auch immer wieder angezweifelt werde. „Natur bewertet nicht, Natur beheimatet.“ Wenn Doerjer zurückblickt, erinnert er sich besonders an die gemeinsamen Momente: die Aktion der jungen Leute von der katholischen Gemeinde, die in nur drei Tagen das Spielgelände und den Grill errichteten oder der Umzug des Gartenhauses aus dem Schwarzwald nach Ditzingen, bei dem viele Hände mit anpackten. Auch der Stadt, die das Grundstück zur Verfügung stellte und der Stiftung anstiftung & ertomis ist Doerjer dankbar, sie hat vieles durch ihre finanzielle Hilfe möglich gemacht.

    Das Leben geht auch ohne den Bürgermentor weiter

    Der Internationale Garten lebt weiter, auch ohne den Bürgermentor: So soll es sein. Das Repair-Café, vor vier Jahren von Winfried Doerjer initiiert, steht ebenfalls auf eigenen Füßen. Der ehemalige Lehrer für Deutsch und Geografie reist jetzt gerne mit seinem Wohnmobil durch die Welt. Aber ganz ohne Engagement für seine Stadt geht es nicht. „Vielleicht legen wir demnächst Menschen Blumen vor die Tür, einfach so.“ In den Niederlanden sei die Aktion sehr erfolgreich, um mit einsamen Menschen in Kontakt zu kommen. Winfried Doerjer macht sich jetzt auf die Suche nach Mitstreitern. Die Blumen blühen ja schon bald wieder – auch im Internationalen Garten.

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  • Stuttgart kauft Fläche, auf der u.a. Chloroplast ist

    (alerts)

    Die Verwaltung hat Flächen der ehemaligen Gärtnerei an der Solitudestraße gekauft, um das Gebiet neu zu gestalten. Der Gemeinderat hat im Haushalt Geld für eine Machbarkeitsstudie bewilligt. Die Nutzungen auf dem Gelände bleiben erhalten, bis die Pläne ausgearbeitet sind und umgesetzt werden.

    Weilimdorf – Die Stadt hat einen wichtigen Schritt zur Entwicklung des Walz-Areals zwischen Solitudestraße und Engelbergstraße getan: Kurz vor dem Jahreswechsel hat das Amt für Liegenschaften gut 7000 Quadratmeter der ehemaligen Gärtnerei Walz gekauft. Verhandelt worden war hinter verschlossenen Türen. Bürgermeister Peter Pätzold, zuständig für das Referat Städtebau, Wohnen und Umwelt, machte die Neuigkeit vom Kauf während der Haushaltsberatungen publik.

    Stadt will fehlende Teilflächen 2020 erwerben

    Seit längerem nutzt der Verein Chloroplast die ehemalige Gärtnerei für seine Urban-Gardening-Projekte. Als die Stadträte über die mögliche Bezuschussung des Weilimdorfer Vereins berieten, meldete sich Bürgermeister Pätzold zu Wort. Er erklärte zum einen, dass die Förderfähigkeit des Vereins gegeben sei und Geld hierfür auch in naher Zukunft zur Verfügung stehe. Außerdem sagte er, dass die Stadt die Gärtnerei mittlerweile gekauft hat.

    „Die Kernfläche Walz beträgt 88 mal 53 Meter; hinzu kommen noch mal weitere landwirtschaftliche Flächen mit 50 mal 51 Meter“, sagt Thomas Zügel, der Leiter des Amtes für Liegenschaften auf Nachfrage unserer Zeitung. Zur Höhe des Kaufpreises äußert er sich nicht. Das Walz-Areal ist das Schlüsselgrundstück eines insgesamt 21 Hektar großen Gebiets, das städtebaulich neu entwickelt werden soll. Teile davon befinden sich bereits in städtischem Besitz. „Fehlende Teilflächen von Dritten versuchen wir 2020 zu erwerben“, so Thomas Zügel. […]
    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stadtentwicklung-in-weilimdorf-stadt-kauft-grundstuecke-auf-dem-walz-areal.f344bf1f-be90-4525-941d-9f7b24e4831d.html (mehr …)

  • Klimaschutzgarten Leinenlos

    (Antrag/Antworten)

    Wir, eine Gruppe von aktuell 8 Menschen, möchten 2020 einen offenen Gemeinschaftsgarten
    gründen. (Wir sind offen für weitere Mitgärtner*innen und werden dazu mit Aushängen und einer
    Website öffentlich einladen)
    Wir träumen von einem Garten, der die Natur erleben lässt und uns zeigt, wie wir unseren Einfluss
    auf die Welt positiv gestalten können.
    Wir wollen Klimaschutz erlebbar machen und Kollektive Selbstversorgung erforschen, das heißt
    herausfinden, wie eine Versorgung mit Lebensmitteln ohne Megakonzeren, Supermärkte und
    Ausbeutung lokal und gemeinsam funktionieren kann, indem wir Umwelt und Natur schützen. […]
    Wir haben ein bisher ungenutztes Grundstück zur Verfügung gestellt bekommen, einen Garten mit
    einem großen Kirschbaum, 7 alten Apfelbäumen und einer alten Hütte darauf. In diesem ca.
    2200qm großen Garten wollen wir den Gemeinschaftsgarten „Leinenlos“ initieren.
    Im angrenzenden Haus gibt es im Heizungsraum ebenerdig eine Toilette, die von uns
    unproblematisch benutzt werden kann und Strom und Wasseranschluss gibt es auch. Über einen
    Zufahrtsweg ist es möglich Material einfach zum Garten zu bringen.

    – „wem gehört das Grundstück, wie haben Sie/die Gruppe es gefunden?“

    Antwort: Das Grundstück gehört einer Nachbarin des Funkenhauses (www.gelebteutopie.de/funkenhausprojekt). Nicole Herford hat das Haus und Garten 2018 gekauft, nachdem es 20 Jahre leer stand und stellt es dem „Kollektiv für gelebte Utopie“ zur Verfügung. Im Haus bestehen inzwischen zwei WG´s.

    Rechtlich war es bisher so, dass es nur mündliche Absprachen gab, da sich beide Parteien sehr gut verstehen und auch gemeinsam über Foodsharing und andere Projekte verbunden sind. Jetzt wird das Ganze aber mit einem Mietvertrag zwischen dem Verein des „Kollektiv für gelebte Utopie“ und Frau Herford auch formal geregelt. Das „Kollektiv für gelebte Utopie“ stellt nun uns als Gartengruppe das Grundstück zur Verfügung.

    – „wie lange können Sie es für den Gemeinschaftsgarten nutzen?“

    Antwort: Wir gehen von einer permanenten Nutzung aus, die uns Frau Herford und das „Kollektiv für gelebte Utopie“ zugesagt haben. Rechtlich wird ein langjähriger Mietvertrag für das Haus und Grundstück angestrebt

    (15 oder 20 Jahre) mit anschließender Übernahme durch Kauf.

    – „wird eine Pacht fällig und wenn ja, wie hoch ist diese?“

    Antwort: Nein. Das Grundstück wird uns unentgeldlich zur Verfügung gestellt.

    – „wo liegt das Grundstück/wie ist es in andere Bebauung eingebettet?“

    Antwort: Die Adresse ist Leinestrasse 20. Der Zugang ist über den Wanneweg/Feldweg. Es liegt zwischen weiteren brachliegenden Gärten, Schrebergärten, Hinterhöfen und einer Pferdekoppel.

    – „Wohnen da gleich in der Nähe Leute?“

    Antwort:

    Ja, es ist mitten im Dorf.

    – „Wie gut erreichbar ist es mit ÖPNV? „

    Antwort:

    Gut erreichbar. Bushaltestelle ist „Greene Kirche“, der Bahnhof ist „Kreiensen“. Vom Bahnhof dort ist es ein entspannter Spaziergang 1,5km zwischen den Feldern im Leinetal und über die Leine (Fluss) durchs Dorf zum Garten. Die Bahn fährt von Göttingen 27 Minuten und von Hannover 46 Minuten.

    – „wie setzt sich die Gruppe zusammen, die den Garten gründen möchte?“

    Antwort:

    Ich bin mir nicht sicher, wie sie die Frage meinen. Die Gruppe besteht bisher aus: Zwei ausgebildete Gemüsegärtner*innen, einem Wildnispädagogen und Obstbaumpfleger, einem Rettungssanitäter, einem Rentner, einer FSJ´lerin, eine Vendo-Trainerin, und einer Hausfrau.

    Alter zwischen 19 und 74 Jahren.

    – „Sind Sie alle schon vorher aus anderen Zusammenhängen miteinander bekannt?“

    Antwort:

    Nein, wir haben uns hier in Greene kennengelernt und sind durch die Möglichkeit den Garten zu starten zusammengekommen.

    – „wie werden jetzt schon, im Planungsstadium, noch weitere Menschen einbezogen?“

    Antwort:

    Die Gruppe wächst stätig an. Da die Treffen bisher im Funkenhaus Seminarhaus stattfinden sind bei den Treffen regelmässig mehr Menschen dabei, die dort zu Besuch sind. Am „Tag des Bodens“ am 5. Dezember wurde im Funkenhaus öffentlich zum Funkenabend eingeladeun und ein Film gezeigt und wir dort haben auch Werbung für den Garten gemacht. Mit unseren Nachbarn sind wir immer wieder in Gesprächen und haben schon Jungpflanzen angeboten bekommen, wie sie beim vom vorziehen übrig haben werden.

    – „Oder andere Organisationen?“

    Antwort:

    Wir haben das Bausyndikat angefragt, ob sie uns unterstützen würden und sie haben zugesagt. Wir haben den Permakulturgarten der Uni Göttingen für Ideen besucht und Menschen, die dort aktiv sind waren auch bei uns.

    Von der Firma VerguTech, die auch in der Leinestrasse sitzt, können wir uns einen Pritschenwagen ausleihen falls wir mal größere Sachen transportieren müssen. Von einer Nachbarin können wir, wenn sie ihr Pferd nächstes Jahr in ihren Garten stellt, Pferdemist für den Kompost bekommen.

    – „Wie wollen Sie die laufenden Kosten (Wasser etc.) finanzieren?“

    Antwort:

    Oh stimmt, die laufenden Kosten habe ich garnicht im Antrag aufgeführt.

    Bisher können wir nur grob abschätzen, Wasser zum Giesen und Benzin für den Rasenmäher, wir rechnen mit maximal 400-600€, falls wir es dieses Jahr nicht schaffen genug Regenwasser aufzufangen. Die Kosten des Gartens, die wir nicht durch Förderung decken können, wollen wir durch den Solibeitrag decken, wie ich ihn in der nächsten Frage beschreibe.

    – „Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag für den Garten?“

    Antwort:

    Nein, keinen festgelegten Beitrag .Wir wollen den Garten tauschlogikfrei gestallten. Das heißt, allen Menschen die Teilnahme ermöglichen, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten.

    Wir wollen einen Solibeitrag mit einer Bieter*innen-Runde nutzen, ähnlich wie es Solidarische Landwirtschaften machen.

    Dazu werden wir bei einem Treffen im Frühjahr alle (zu erwartenden) Ausgaben für das Jahr auflisten und die Summe Betrag als errechnen. Im zweiten Schritt schreiben dann alle auf einen Zettel wie viel sie geben können und wollen. Wenn die Zettel addiert werden sehen wir also ob wir genug Geld haben. Wenn ja, werden alle Gebeten in den nächsten Wochen das Geld in die Gartenkasse zu geben und alles ist gut. Wenn nicht müssen wir als Gruppe entscheiden, wo wir sparen können und wollen.

    (Der mit den Solibeiträgen zu erreichende Betrag häng natürlich stark davon ab, ob wir eine Förderung von Ihnen bekommen können =D )

    – „Wie viele Beete wollen Sie zu Beginn „errichten“?“

    Antwort:

    Ca. 240qm Beetfläche incl. Gründüngung, Bienenweide, Kompost- und Hügelbeeten und wir wollen Knoblauch auf die Baumscheiben pflanzen und Bohnen an den Zaun.

    -Was passiert mir der Ernte?

    Die Menschen, die im Garten gärtnern und zu besuch sind können sie essen. Wir wollen einen Solartrockner bauen und teile der Ernte trocknen sowie Milchsauer einmachen. Wir wollen im Sommer bei unseren Gruppenabenden gemeinsam Kochen und wenn wir Vorzeigbares ernten auch gerne den Menschen, die uns unterstützen, schenken.

    – wie groß ist die Hütte und was genau wollen Sie da ausbauen? Auf was bezieht sich die Kalkulation?

    Die Hütte ist ca. 4 mal 8 Meter. Wir wollen sie als Aufenthaltsraum im Garten und Unterstand nutzen. Bevor wir sie gemütlich machen können, muss jedoch das verfaulte Holz ausgetauscht werden und das Dach repariert werden. Wir haben nur Materialkosten kalkuliert, da wir professionelle Unterstützung vom Bausyndikat bekommen und die das benötigte Werkzeug mitbringen können.

    – wer wird die Bauaktionen/projekte machen und wie erfahren Interessierte davon und wie kann man dann mitmachen?

    Antwort:

    Wir werden Bauwochen organisieren bei denen auch Menschen da sind die Anleiten können und Einführungen in Werkzeug, Arbeitssicherheit etc.

    geben. Zu diesen Bauwochen laden wir über die Garten-Website, versch.

    Newslettern und mit Aushängen am Garten und im Dorf ein. Wir können die Seminarküche im Funkenhaus, sowie die Seminarschlafräume nutzen, wenn Menschen von weiter weg herkommen oder im Garten zelten. Teilnahme ist dann vorheriger Anmeldung, damit wir Essen planen können und kostenlos, da wir uns mit Essen über Foodsharing versorgen.

    – wie wollen Sie Pflanzenkohle herstellen (die Edelstahlgefäße), das ist dann kein KonTiKi? (haben Sie unser Praxisblatt [1] zum Thema schon entdeckt und auch beim Selbstbautenpraxisblatt [2] gibt es da einiges

    zu?)

    Antwort:

    Wir wollen die Pflanzenkohle in den drei Kaminöfen des Seminarhauses herstellen, wenn diese ohnehin zum Heizen befeuert werden.

    Hier ist das Video, in dem der Prozess gezeigt wird, dass uns inspieriert hat. Der große Vorteil hierbei scheint die effiziente Nutzung der frei werdenden Energie im Vergleich zu anderen Verfahren, die wir recherchiert haben: https://www.youtube.com/watch?v=jxBUqk2M3Y8

    *Danke für den Tip zum Praxisblatt, da schaue ich gleich mal rein.

    – wo würden die Bücher, die Sie beantragt haben, lagern, wie kommen Interessierte da ran?

    Antwort:

    Die Bücher würden wir gerne direkt im Garten in der Hütte lagern, Interessierte können während der Öffnungszeiten, der Plena und während den Seminaren und Bauwoche darin schmöckern, verleihen würden wir die Bücher wahrscheinlich nur an feste Gartengruppen-Mitglieder oder in Ausnahmefällen.

    – „was für ein Gartenhäcksler schwebt Ihnen vor? Und wäre so ein Gerät nicht aus ausleihbar?“

    Antwort:

    Wir hätten gerne einen Walzen-Häcksler, wegen der reduzierten Lautstärke und vor allem, weil er das Hächselgut verdrückt und dadurch schneller kompostierbar macht. Bisher haben wir keinen Kontakt um einen auszuleihen. Da wir gerne viel Mulchen wollen, auch mit Kompost-Holzhäckseln, würden wir gerne viel häckseln, auch Strauchschnitt aus der Nachbarschaft, sodass wir bei einem ausgeliehen Gerät wahrscheinlich den Verschleiß durch die Arbeitsstunden auch bezahlen müssten.


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  • Inselgrün – Stand der Dinge

    (Alerts)

    Inselgrün überlebt

    Von Dietrich Heißenbüttel

    Datum: 18.12.2019

    Das Urban-Gardening-Projekt auf der Kulturinsel in Stuttgart-Bad Cannstatt ist ein paar Meter weiter gezogen. Im Moment ist nicht viel zu sehen. Es ist Winter. Aber die Keime des Neuen sind gelegt. Nicht weniger als zehn städtische Ämter arbeiten mit.

    Joachim Petzold kann es noch gar nicht fassen. Am 4. Dezember hat er die Kulturinsel, in eigenen Worten „eine der wenigen übriggebliebenen Subkultur-Oasen der Stadt“, im Cannstatter Bezirksbeirat vorgestellt: „Alle Fraktionen haben sich positiv geäußert!“ Öfters mal in diesem Jahr stand Petzold kurz davor, alles stehen und liegen zu lassen und auf seinen Bauernhof in der Pfalz zu ziehen. Etwa als im Februar die alte Güterabfertigungshalle auf dem Kulturinsel-Gelände der Abrissbirne zum Opfer gefallen war – weil eine schnurgerade geplante Straße im zukünftigen Wohngebiet Neckarpark mit Blick auf den Rotenberg, Stammsitz der Württemberger, nicht verlegt werden konnte. Oder als die Bäume gefällt wurden.

    Doch im Grunde seines Herzens ist der Gründer und Geschäftsführer der Kulturinsel ein positiv denkender Mensch. Dass die Halle weg kam, das Urban-Gardening-Projekt Inselgrün nicht dort bleiben durfte, wo es war, dass eines Tages die Kulturinsel nicht mehr eine Insel auf einer Brachfläche sein wird, sondern im Häusermeer: er hat es akzeptiert und möchte das Beste daraus machen. Aber dann gab es Ende September erneut Ärger wegen der Lautstärke einer Open-Air-Veranstaltung, der „Jangala“. Und Petzold wusste noch immer nicht, wie es mit dem Inselgrün weitergeht. Das zermürbt.

    Doch er und seine MitstreiterInnen sind nicht untätig geblieben. Anfang September riefen sie Anhänger und Nutzer auf, sie mit Supportvideos zu unterstützen. 38 Videos wurden gedreht, von Initiativen wie Commons Kitchen und dem Hiphop-Netzwerk Underground Soul Cypher über Cannstatter Pfarrer, die Caritas und die Basler Mission bis hin zu Vertretern großer Unternehmen wie Bosch oder Dinkelacker. Auf der Kulturinsel treffen viele Menschen und Organisationen zusammen. Sie alle würden etwas verlieren, wenn es sie nicht mehr gäbe.

    Die Stadt passt auf, dass sich keine Eidechsen ansiedeln

    Doch bis Mitte Oktober war immer noch nicht klar, wo das Inselgrün denn nun hin sollte. Während Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf der Kulturinsel mit den Aktivisten von Fridays for Future diskutierte, stand der Garten gleich nebenan, wo noch Mangold und Blumenkohl reiften, vor dem Aus. Es gab eine Zusage, dass er an anderer Stelle wiederaufgebaut werden dürfe. Doch wo, das erfuhr Petzold erst zehn Tage, bevor das Areal abgeräumt sein sollte. Fünf volle Tage waren die Leute vom Stadtmessungsamt beschäftigt, erzählt er, um den neuen Standort, einmal quer über den Parkplatz, exakt auszumessen. Mindestens ein Jahr soll der Garten da bleiben, voraussichtlich eher drei.

    Was passiert, wenn die spontane Initiative von Bürgern auf die Gründlichkeit der Planung städtischer Behörden trifft: dafür liefert die Kulturinsel reiches Anschauungsmaterial. Anfang November gab es einen runden Tisch unter Federführung des Stadtplanungsamt, an dem nicht weniger als 15 Vertreter von sechs städtischen Ämtern beteiligt waren. Petzold begrüßt, dass es diesen runden Tisch gibt. Im Fall der Wagenhalle hat sich das Instrument bestens bewährt. Er begrüßt auch, dass nun das Jugendamt mit dabei war und in Zukunft auch das Kulturamt beteiligt sein soll. Denn das Liegenschafts-, Hoch- und Tiefbauamt haben für soziale und kulturelle Belange nicht unbedingt das beste Sensorium.

    Das Garten- und Friedhofsamt mitgerechnet, das kontrollieren soll, ob sich auf dem neuen Areal auch keine Eidechsen niederlassen, die dann der geplanten späteren Bebauung im Weg stünden; dazu noch das Umweltamt und das bereits erwähnte Stadtmessungsamt sind alles in allem zehn Ämter mit der Kulturinsel und dem Inselgrün beschäftigt. Sobald die temporäre Nutzung endet und das Areal und die Baulichkeiten für eine dauerhafte Nutzung hergerichtet werden sollen, gibt es auf einmal viele Vorschriften zu beachten. Zum Teil auch schon vorher.

    Kompost-Wärme nutzen

    Der neue Garten braucht einen Zaun. Das verlangt die Stadt, auch wenn er nur einige Jahre an dieser Stelle bleiben soll – eine Zusage gibt es bisher nur für ein Jahr. Der Zaun koste aber 16 000 Euro, sagt Petzold. Die kann und will er nicht zahlen. Er hat schon viel Geld in ein Chipsystem für die Schließanlage investiert, das den vielen Nutzern jeweils zu ihren Veranstaltungen die Türen öffnet. Wenn der Biergarten längerfristig in Betrieb bleiben soll, braucht er ein elektronisches Kassensystem. Auch das kostet. Nicht zu vergessen Brandschutz, Umweltschutz und was noch an Auflagen erfüllt sein will.

    Benoit Leleu macht sich in dem hallenartigen Anbau nützlich, der vorerst noch als Lagerraum stehen bleibt, später einmal jedoch einem mehrgeschossigen Neubau weichen soll. Leleu unterrichtet 3-D-Modelling an der Hochschule Esslingen. Er ist schon seit einiger Zeit auf der Kulturinsel aktiv, bekommt nun aber auch noch etwas Geld dafür. Denn im Mai ist das Reallabor GartenLeistungen angelaufen, an dem drei Urban-Gardening-Projekte sowie mehrere Hochschulen und Ämter aus Berlin und Stuttgart teilnehmen. Es geht darum, die „multidimensionalen Leistungen“ zu erforschen, die Urban Gardening in sozialer und ökologischer Hinsicht erbringt. Und daraus Handlungsempfehlungen für die Städte abzuleiten.

    Leleu schiebt die grüne Folie eines kleinen Gewächshauses zur Seite. Zu sehen sind kleine Töpfe mit abgeschnittenen Lauchstengeln. Sie bewahren die Wurzeln von Lauch und Süßkartoffeln den Winter über hier auf, erklärt er. Im Frühjahr schlagen sie neu aus. Tetrapack-Tüten liegen in einem Regal. Sie dienen als Pflanzbehälter. Unten im Gewächshaus steht ein eine Kiste mit Kompost, der die notwendige Wärme liefert. Leleu würde gern einen Biomeiler bauen. Bei der Gärung erhitzt sich der Kompost auf 60 Grad. Damit lässt sich ein Heizsystem betreiben.

    64 Pflanzen auf einem Quadratmeter: ein grüner Wasserfall

    Mehrere Helfer sind damit beschäftigt, die Materialien aufzuräumen, die nach Ende des Sommerfestivals „Stuttgart am Meer“ vor dem Stadtpalais hierher zurückgebracht wurden. Matu von der Künstlergruppe Madeplus macht gerade auf der Kulturinsel eine Ausbildung zum Marketingkaufmann. Leleu würde gern den blauen Container, der ungenutzt auf dem Parkplatz steht, zum neuen Inselgrün bringen, um ihn als Wassertank zu benutzen. Vorher müssen die Behörden aber genau nachsehen, ob sich darunter nicht etwa Eidechsen einnisten.

    Den Tank bräuchte Leleu für den „grünen Wasserfall“. Da das Inselgrün nun mit 188 Quadratmetern auskommen muss, wollen er und Petzold gern in die Höhe bauen. Eine mit Solarpanels betriebene Pumpe soll Wasser aus einem 1000-Liter-Tank zwei Meter hoch in vier Kanister pumpen. Feuchtigkeitssensoren steuern die richtige Wassermenge, um Pflanzen auf mehreren Regalbrettern zu bewässern. Im Hof der Kulturinsel sind auch bisher schon drei Systeme zu sehen, um auf engem Raum möglichst viel anzubauen. 64 Pflanzen auf einem Quadratmeter: wie das geht, möchte Petzold den Kulturinselbesuchern vermitteln, damit sie es auch auf ihrem Balkon daheim anwenden können.Im Moment hat Petzold allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Auf die Zusage für den neuen Standort folgte eine Auszeichnung vom Verschönerungsverein. Ende November ist er mit einigen Mitstreitern nach Berlin gefahren, um das Urban-Gardening-Projekt Himmelbeet im Wedding kennenzulernen, das ebenfalls am Reallabor GartenLeistungen beteiligt ist. Gleich anschließend war er im westfälischen Münster zur Konferenz „Zukunftsstadt“ des Bundesforschungsministeriums eingeladen. Keynote-Redner war der Stadtplaner Jan Gehl. Petzold hat das Inselgrün auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vorgestellt und an Workshops teilgenommen.

    Schluss mit Zigarettenwerbung

    Dann kam die Bezirksbeiratssitzung, wenige Tage später ein Beteiligungs-Workshop, zu dem ungefähr 130 Bürger erschienen, und zu guter Letzt überreichte ihm die BW-Bank einen Scheck über 1500 Euro. Die Kulturinsel wird es brauchen können, vielleicht als Startkapital für den grünen Wasserfall. Und noch ist es nicht offiziell, aber es stand bereits in den „Stuttgarter Nachrichten“: dass die Kulturinsel im Doppelhaushalt des Gemeinderats mit einem jährlichen Zuschuss von 175 000 Euro bedacht werden soll. Damit wäre der weitere Betrieb gewährleistet. Denn wie bisher kann es nicht weiter gehen. Zum Jahresende löst Petzold seine Marketingagentur auf. Er möchte nicht länger Zigarettenwerbung machen, sondern als sozialer Unternehmer tätig sein.

    Und er hat große Pläne, die er nun zusammen mit der Stadt Schritt für Schritt umsetzen will. Dort wo jetzt der Anbau als provisorische Lagerhalle dient, soll der Hobbyhimmel hin: Eine 400 Quadratmeter große Quartierswerkstatt, wo Jede/r mit oder ohne Anleitung Ideen verwirklichen und kaputte Dinge reparieren kann. Der Biergarten soll bleiben und neuer Quartiersmittelpunkt des Gebiets Neckarpark und des Veielbrunnenviertels werden. Dazu braucht es ein Lärmkonzept, denn ein Bewohner der angrenzenden Häuser will keinerlei Ruhestörung tolerieren.

    Geplant ist auch deshalb ein zweiter Flügel auf der anderen Seite, wo bis Anfang des Jahres die Güterabfertigungshalle stand. Das Inselgrün soll dann aufs Dach dieses Gebäudes. Petzold hatte zuerst das Gelände in Erbpacht übernehmen wollen und auf Hilfe von Sponsoren gehofft. Doch nun will die Stadt selber bauen, sagt er. Ihm kann es recht sein, auch wenn er einen Teil seiner Verantwortung abgeben muss. In einen Bauteil vorn zieht das Stadtteilhaus ein. Damit der Hof nicht zu schattig wird, sollen Teile der Neubauten großzügig verglast werden. An der offenen Seite des Hofs sind Container vorgesehen, die als Lärmschutz dienen.

    Bis es soweit ist, können noch einige Jahre vergehen. Doch die Keime sind gelegt. Wenn der Frühling kommt, wird aus dem Wurzelwerk etwas Neues herauswachsen.

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  • Forscher setzen sich für Erhalt von GGs ein

    (alerts)
    Bauprojekte bedrohen urbane Gärten in Stuttgart und Berlin: Forscher empfehlen Kommunalpolitik Stadtgärten zu erhalten
    https://idw-online.de/de/news729264 (mehr …)

  • IG Lich hat sich gut entwickelt

    (Mail)

    der Internationale Garten Lich ist noch da.

    Er besteht aus 17 Einzelparzellen und mehreren Gemeinschaftsflächen. Wir verstehen uns als interkulturell. Vertreten sind im Momenr folgende

    Herkunftsländer: Deuschland, Russland, ex Sowjetrepubliken Kasachstan und Usbekistan, Kroatien, Türkei, Frankreich, Vietnam, Syrien, Afghanistan. Nebeneinander aus der Türkei Türken und Türkinnen, Kurden und Kurdinnen, Zaza. Aus Russland „echte“ Russen und Russlanddeutsche.

    Im Moment sind alle Parzellen vergeben. Es finden 4 Pächterversammlungen im Jahr und 3 mal Gemeinschaftsarbeit

    Wir machen einen Stand beim Historischen Markt im Frühjahr, wir grillen im Garten im Sommer und werden kleinere musikalische Veranstaltungen planen.

    In den Kulturtagen 2019 waren wir mit einem Vortrag mit Bildern zum

    Thema: „Wurzeln schlagen“

    Ein Werkzeugschuppen wurden von 2 Künstlerinnen bemalt. Die Bilder stellen bedrohte Arten dar.

    Probleme: Wir konnten noch nicht alle davon überzeugen, einen eigenen Kompost zu machen. Im Sommer waren viele frustriert, weil die Wasserversorgung eine Weile ausfiel.


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  • Gute Ernte im Campusgarten Chemnitz

    (mail)

    unsere Saison war sehr schön. Wir hatten genügend Menschen, die sich um den Garten gekümmert haben und damit eine große Ernte, wie nie zuvor. Wir essen diese Woche die letzten nachgereiften Tomaten. 🙂
    Leider haben wir uns zu Beginn der Saison von unseren Hauptunterstützer (StuRa) getrennt, da die Zusammenarbeit nicht mehr für uns tragbar war. Das Studentenwerk, dem die Fläche gehört, hat uns währen lassen, da sie das Projekt sehr, sehr unterstützenswert finden, jedoch müssen wir nun eine Organisation (o.ä.) gründen, um als eine rechtliche Körperschaft weiterhin mit dem Studentenwerk kooperieren zu können. Das ist gerade unser Hauptthema und unsere Hauptsorge, da niemand einen Verein o.ä. gründen möchte und wir auch nicht einfach auf einen bestehenden Verein aufspringen dürfen, da der Zweck des Vereins eine studentische Zielausrichtung haben muss. Wir wollen uns im Januar auf die nächsten Schritte einigen.
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