Die Saison lief leider gar nicht ganz so gut im Vergleich zur ersten. Wir haben ein großes Mäuseproblem, dass sich immer weiter ausbreitet und dessen wir noch nicht entgegenwirken konnten und dieses Jahr hatten wir wesentlich weniger Menschen, die mitgegärtnert haben, leider. Wir haben bereits Jadgvogelstangen und Lebendfallen aufgestellt gegen die Mäuse, aber das hat nicht geholfen. Zudem wurden uns ärgerlicherweise einige Kürbisse und andere Sachen stibitzt.
Davon abgesehen, sind eigentlich alle Sachen gut aufgegangen und wir konnten viel ernten. (Stadtacker Gießen) (mehr …)
[…] Zusätzlich stellen die Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag zur Erarbeitung eines Konzepts, einschließlich einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des neuen Programms „Dach- und Fassadenbegrünung, Waldgärten und Urban Gardening“ im Rahmen des Programms „Grün in der Stadtentwicklung“, 500.000 Euro bereit.
[…] In der Ausstellung wird unter anderem das nachhaltige Projekt „Selbstversorgersiedlung UPSIDE“ am Siebentischwald in Augsburg präsentiert. Die autofreie Siedlung ist an die natürliche Umgebung angepasst, freie Flächen dienen der Landwirtschaft oder sind mit Streuobstwiesen versehen. Die Bewohner der Siedlung kümmern sich gemeinsam um ihre Ernte. Die Wohnhäuser sind aus regionalen Materialien gebaut und mit Gewächshäusern im Erdgeschoss, begrünten Wänden und Dächern ausgestattet. In allen Wohngebäuden steckt ein ausgeklügeltes Energiekonzept mit nachhaltiger Wärmedämmung und natürlichen Temperaturspeichern.
Für das urbane Umfeld hat das „büro für bauform“ aus Nürnberg ein „PlantHouse“ entworfen. Es basiert auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit und veränderten Lebensweisen im Zeichen des Klimawandels. Für die Realisierung des Projekts wurde in der Nürnberger Innenstadt ein kriegsgeschädigtes Gebäude aus der Gründerzeit gewählt und mit einem integriertem Urban Rooftop Garden ausgestattet. Das begehbare Dach ermöglicht Urban Gardening und ist zugleich eine qualitativ hochwertige Aufenthaltsfläche.
Eine üppige Erweiterung bekommt die Echinger Kleingartenanlage entlang der Autobahn A9. Rund 1,8 Hektar bis hin zur Bahnlinie im Norden sollen für Kleingärten ausgewiesen werden, hat der Planungsausschuss des Gemeinderats nun einstimmig entschieden. Die 1984 zuletzt erweiterte Anlage kann den Bedarf am Ort nach Schrebergärten längst nicht mehr bedienen.
Zum Einstieg in die Erweiterungsplanungen hatte es noch geheißen, die komplette Freifläche zwischen Autobahn und Goethestraße, Kleingartenanlage und Bahnlinie solle komplett überplant werden. Jetzt hat das Rathaus die verbleibende Fläche entlang der Goethestraße doch ausgeklammert, und der neu zu erstellende Bebauungsplan regelt nur die Kleingartenanlage plus nötiger Infrastruktur.
Die Parzelle ist im Gemeindebesitz. Bis auf 40 Mieter Abstand zur Autobahn dürfte sie ohnehin überhaupt nicht mit Wohnraum bebaut werden, weitere 60 Meter nur sehr eingeschränkt. Aktuell ist das Grundstück zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet.
Außerdem hat sich am Südrand ein „Urban-gardening“-Projekt der Volkshochschule angesiedelt. Für diese Initiative soll auch im neuen Bauleitplan wieder eine Fläche freigehalten werden, heißt es im Aufstellungsbeschluss ausdrücklich. Ob das an gleicher Stelle sein wird, blieb dagegen offen.(mehr …)
Senat sichert Finanzierung für das ökologische Gemeinschaftsprojekt in Kreuzberg
Von Marie Frank
Lesedauer: 3 Min.
In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.
Foto: nd/Ulli Winkler
Seit zehn Jahren gibt es in Kreuzberg ein kleines grünes Biotop, das sich der Verdrängung rund um den Moritzplatz widersetzt: Die Prinzessinnengärten sind so etwas wie das gallische Dorf von Naturschützer*innen mitten im Herzen von Berlin. Doch während der Senat angesichts der öffentlichen Klimadebatte über die Ausrufung einer »Klimanotlage« diskutiert, bangt Berlins bekanntestes Urban-Gardening-Projekt um seine Zukunft.
Denn im Haushalt 2020/21 waren die beantragten Mittel für den rund 6000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten zunächst überhaupt nicht enthalten. Für Marco Clausen, der das Projekt vor zehn Jahren mit aufgebaut hat, angesichts der klimapolitischen Debatte völlig unverständlich. »Beim Klimaschutz gibt es viel Symbolpolitik, wenn es aber darum geht, Orte wie die Prinzessinnengärten finanziell oder planungsrechtlich zu sichern, passiert nicht viel«, kritisiert er. »Ohne die Finanzierung können wir nächstes Jahr nicht mehr aufmachen.«
200 000 Euro wurden für den Haushalt 2020/21 zum Erhalt der Prinzessinnengärten beantragt. Laut Clausen angesichts der hohen Betriebskosten eine »überschaubare Summe«. Dennoch sei der Antrag im Umweltausschuss abgelehnt worden, im Hauptausschuss habe er es nicht einmal auf die Tagesordnung gebracht. Stadtgärtner Clausen dachte schon ans Aufgeben, bis diesen Mittwoch ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen alles veränderte. »Wir haben für die Prinzessinnengärten und den Himmelbeet Gemeinschaftsgarten 300 000 Euro zusätzlich pro Jahr eingestellt«, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Daniel Wesener, dem »nd«. »Damit haben wir die finanzielle Vorsorge getroffen, um diese beiden Orte zu erhalten.«
Insgesamt 4 880 000 Euro sind jährlich im Rahmen der Strategie »Stadtlandschaft« für die rund 100 Berliner Stadtgärten vorgesehen. Dazu kommen die Gelder für die Gemeinschaftsgärten. Wie viel Geld welches Projekt letztlich bekommt, kann Wesener noch nicht sagen. Clausen freut sich trotzdem: »Dann geht es nächstes Jahr auf jeden Fall weiter!«
und TAZ-ARtikel vom 6.12.: BERLIN taz | Marco Clausen steht im derzeit wohl lautesten Garten Berlins. Er sagt: „Für 150 Millionen ziehen die hier nebenan Luxusgewerbe hoch.“ Während er das sagt, röhrt auf der einen Seite der Prinzessinnengärten ein Bagger, auf der anderen rattert ein Presslufthammer. Große gelbe Kräne rotieren hinter Bauzäunen auf beiden an die Prinzessinnengärten angrenzende Baustellen.
Früher war nebenan der Autoverleih Robben & Wientjes, der sein Gelände profitabel verkaufte. 150 Millionen Euro will die Firma Pandion dort investieren – entstehen soll hauptsächlich Gewerbe für Start-ups und Gastronomie. Und auch auf der anderen Seite des Gartenprojekts sollen schicke Büroflächen für „kreatives Arbeiten im Kreuzberg-Kiez“ entstehen.
Anzeige
Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz sind derzeit noch so etwas wie ein grüner Tupfer inmitten eines sich immer weiter verändernden Stadtteils. Clausen sagt: „Wenn sich die Nachbarschaft weiter so schnell wandelt, wohnen die Menschen gegenüber hier in zehn Jahren nicht mehr.“ Er deutet auf die Otto-Suhr-Siedlung, von der die Deutsche Wohnen 2013 große Teile kaufte – Mieterhöhungen ließen in dem armen Kiez nicht lange auf sich warten. Zwischen den Neubauprojekten ringsum ist der 2009 gegründete Gemeinschaftsgarten hier einer der verbliebenen Freiräume.
Während Clausen am Mittwochnachmittag über den Kiez spricht, fürchtet er noch um die Zukunft des Gartenprojekts. Doch die gute Nachricht ist: Später am selben Tag ist die Existenz der Prinzessinnengärten gerettet. Der Senat fördert das Gartenprojekt erstmals mit 600.000 Euro für zwei Jahre. Kurz vor knapp winkte der Haushaltsausschuss einen noch eilig eingebrachten rot-rot-grünen Änderungsantrag durch, nachdem der Förderungsantrag zuvor im Umweltausschuss versandet war. „Es war eine Not-OP in allerletzter Sekunde“, sagt Daniel Wesener, der für die Grünen im Haushaltsausschuss sitzt.
Prinzessinnenparty An den beiden kommenden Samstagen feiern die Trägervereine der Prinzessinnengärten am Moritzplatz zugleich Abschied und Neuanfang. Am 7. 12. wird zwischen 13 und 18 Uhr zu Musik geladen und besprochen werden, wie es mit dem Freiraum in Kreuzberg weitergehen soll. Am 14. 12. soll Abschied gefeiert werden, weil ein Teil des Kollektivs nach Neukölln umzieht.
Himmelbeet Trotz der Förderung durch den Senat ist für das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet der Verbleib unklar. Auf ihrer jetzigen Fläche auf einer ehemaligen Brache am Leopoldplatz können die Gärtner*innen nur bis Ende Oktober 2020 bleiben. Eine Ausweichfläche am Mettmannplatz wird nun doch von der Deutschen Bahn beansprucht. Das Gartenprojekt sucht weiter nach Alternativen. (gjo)
Auch das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet, das dringend nach einer Fläche sucht, soll nun mit jährlich 300.000 Euro gefördert werden. Insgesamt fördert R2G Gartenprojekte und Ähnliches im Rahmen der Strategie Stadtlandschaft im Doppelhaushalt 2020/21 mit jährlich 4,8 Millionen Euro.
Bis zuletzt war unklar, wie Bildungsarbeit und Garten finanziert werden sollten, nachdem ein großer Teil der Gärtner*innen Anfang des Jahres nach Neukölln abgewandert war. Vielen war das Gärtnern auch unter dem Ansturm von bis zu 800 Besucher*innen täglich zu anstrengend. Sie fanden eine Fläche auf dem geschlossenen Neuköllner Jacobi-Friedhof (taz berichtete).
Ein Teil des Kollektivs wollte jedoch aus stadtpolitischen Gründen unbedingt bleiben, darunter auch Clausen. Er sagt, die vielen Besucher*innen seien eine gute Möglichkeit, kulturelle und sozialökologische Bildung anzubieten. Den Garten aufzugeben käme für Clausen nie in Frage – auch weil das Projekt lange mit Anwohner*innen gegen den Verkauf der landeseigenen Fläche an Investoren gekämpft hat. Man kümmere sich auch um Obdachlose am Moritzplatz, federe so manchen Konflikt ab.
Anzeige
Einen Mietvertrag hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereits Ende November in Aussicht gestellt. Der Prinzessinnengarten sei ein Vorzeigeprojekt und „wichtiger Beitrag zur sinnvollen Nutzung des öffentlichen Raumes, zum Stadtklima und zur Ergänzung einer wohnortnahen Versorgung“, ließ Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) mitteilen.
Unter Wowereit sollten die rund 5.600 Quadratmeter noch verscherbelt werden. Der Widerstand der Gärtner*innen stieß 2012 eine breitere Diskussion über Liegenschaftspolitik an. „Wir wollen hier weiter für Freiräume kämpfen“, sagt Clausen heute – „in jedem Kiez braucht es Orte für Naturbildung.“ Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wolle er gemeinsam mit Anwohner*innen ein festes ökologisches Bildungszentrum aus dem Garten machen und dazu gehöre eben auch Finanzierung.
Drüben wird gebaut: Endlich mehr Platz für Co-Working und Start-Ups Foto: Gareth Joswig
Bisher hat das Land finanziell weder die Bildungsarbeit noch die Pflege der ökologischen Naherholungsfläche gefördert. Was den Senat aber nicht daran hinderte, auf seinem Touri-Portal Visit Berlin mit dem kultigen Urban-Gardening-Projekt um Touris zu buhlen. Hashtag Be Berlin. Die New York Times und CNN berichteten, deutsche Medien sowieso.
Über die nun doch noch zustande kommende Förderung ist Clausen gleichzeitig erleichtert und überrascht: „Es muss nicht immer so ein Krimi sein, aber es ist eine total gute Nachricht, dass es überhaupt eine Perspektive gibt“, sagt er.
Umso optimistischer dürfte die Feier am Samstag in den Prinzessinnengärten werden, bei der die vergangenen zehn Jahre gefeiert werden, aber auch gemeinsam überlegt werden soll, wie es nun am Moritzplatz weitergehen soll. Der Chor der Statistik wird singen, ebenso wird the incredible Herrengedeck ihren Chanson-Punk spielen. Ab April 2020 sollen die Prinzessinnengärten dann wieder regulär öffnen.
Die Unterstützung von Urban Gardening war ein Anliegen des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags. Einige der Vorhaben sind laut Senatsverwaltung für Umwelt von Regine Günther (Grüne) auf dem Weg: Seit Oktober gebe es einen festen Ansprechpartner für Urban Gardening. Man erarbeitete zudem ein gesamtstädtisches Konzept für gemeinschaftliches Gärtnern, zudem soll eine Website für Gartenprojekte Anfang des Jahres online gehen. Um zudem die versprochenen grünen Hauptwege auszubauen, stünden für den Flächenkauf weitere 10 Millionen Euro aus dem Siwana-Fonds zur Verfügung. Und auch die Kleingärtnerei werden mit jeweils 150.000 Euro gefördert.
Vorstellbar sei nun vieles, so Clausen. Neben ökologischem Gärtnern soll für stadtpolitische Projekte und Initiativen möglich sein, die hoffentlich bald festen Räume der Gärten kostenfrei für Veranstaltungen zu nutzen. Clausen sagt: „Es soll ein Ort zum Gestalten werden.“
In den vergangenen zwei Jahren hat das Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt Erfurt mit dem Projekt „Urban Gardening – Essbare Stadt“ an insgesamt sieben Standorten in Erfurt Hochbeete kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ins Leben gerufen wurde die Aktion aufgrund eines Stadtratsbeschlusses. Im kommenden Jahr sollen die Karten neu gemischt und dem Urban-Gardening-Projekt neuer Schwung verliehen werden.
„Urban Gardening“ erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen entdecken, dass auch in der Stadt auf kleinem Raum blühenden Pflanzen und sogar Obst und Gemüse selbst angebaut werden können. Das Garten- und Friedhofsamt will das Gärtnern in der Stadt weiter unterstützen und ruft zur Beteiligung auf. Gesucht sind kreative Ideen und Konzepte für Hochbeete. Wie soll das Hochbeet gestaltet werden? Was soll gepflanzt werden? Das Thema „Essbare Stadt“ mit dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern soll weiterhin im Vordergrund stehen, grundsätzlich sind der Kreativität aber keine Grenzen gesetzt. Gerne darf das Hochbeet unter einem bestimmten Motto stehen. Die Themen Umwelt (Insekten, Vögel), Miteinander, Produktion, Wissensvermittlung, Nachhaltigkeit usw. können und sollen einbezogen werden. Die vom Garten- und Friedhofsamt verwendeten, mit Holz eingefassten Beete sind 1 Meter breit und 1,20 Meter lang.
Unter den eingereichten Beiträgen werden bis Ende Februar 2020 von einer Fachjury bestehend aus Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamts die besten Konzepte ausgewählt. Bewertet werden Bepflanzung und Gestaltung, die Zusammenstellung der Pflanzen, Kreativität und ökologische Aspekte. Je nach Standort werden den Gewinnern ein bis drei mit Pflanzsubstrat befüllte Hochbeete für das Gartenjahr 2020 zur Verfügung gestellt, um ihr eingereichtes Konzept selbständig umzusetzen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020. Die Beiträge können per E-Mail oder Post in Form von Skizzen, Collagen, Beschreibungen etc. auf maximal einer A4-Seite an das Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt Erfurt, Heinrichstraße 78, 99092 Erfurt unter dem Kennwort „Urban Gardening – Essbare Stadt 2020“ übermittelt werden.
(alerts) Der Mettmannplatz war als neuer Standort für den Gemeinschaftsgarten „Himmelbeet“ im Gespräch. Das Bezirksamt hatte dafür im Sommer seine Unterstützung zugesagt (wir haben berichtet). Doch daraus wird wohl nichts. Wie Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne) am vergangenen Donnerstag in der BVV informierte, steht der Platz „mittelfristig“ nicht zu Verfügung. Das Problem: Dort überlagern sich bereits mehrere Planungen. Teilweise gehören wohl Flächen der Bahn. Und auch ein Spielplatz sei geplant. „Das, worauf wir Zugriff haben, finde ich zu klein für Himmelbeet“, sagte Weißler. „Wir suchen andere Lösungen.“
Die Gemeinschafsgärtner sind enttäuscht – auch von der Kommunikation des Bezirksamtes. „Erfahren haben wir davon über soziale Medien“, heißt es in einer Mail an den Tagesspiegel. Das sei besonders schade, da Sabine Weißler und Stephan von Dassel (Grüne) im August zugesagt hätten, erste wichtige Schritte zur Prüfung des Mettmannplatzes zu gehen und den Stand innerhalb von drei Wochen an „Himmelbeet“ zurück zu melden. „Seitdem sind mehr als drei Monate vergangen und es ist nichts passiert.“
(alerts) Das von der Uni initiierte Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten wird ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung haben Forscher der Rostocker Universität erfahren. Sie wurden vergangene Woche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der deutschen Unesco-Kommission für ihr Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten (BNE) ausgezeichnet. Dieses wurde vom Institut für Grundschulpädagogik der Universität Rostock initiiert.
„Wir freuen uns“, sagt Frederik Ernst, der zu dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Lehrerbildung promoviert. Wie Nachhaltigkeit gelebt werden kann, zeigt das Rostocker Netzwerk. „Hier geht es darum, gemeinschaftlich konkrete Handlungsoptionen zu erfahren“, so Ernst. Jung und Alt im Garten zusammenzubringen, den Naturbezug zu stärken und zu erfahren, welche Apfelsorten es gibt und warum diese zu dieser Jahreszeit besser für das Klima und die Umwelt sind als Bananen, all das seien Themen.
Sich mit verschiedenen Menschen im Garten ausprobieren
„Nachhaltige Entwicklung beinhaltet aber auch einen sozialen Aspekt, der in Gemeinschaftsgärten wie zum Beispiel den Kleingartenanlagen eine große Rolle spielt“, betont der Forscher. Die Rostocker Kleingartenwelt sei sehr engagiert und stadtpolitisch aktiv. Auch das biete ein hervorragendes Lernfeld. Außerdem gebe es laut Ernst viele weitere spannende Gartenprojekte in der Hansestadt. Ziel sei es, dass bei dieser Arbeit alle an einem Strang ziehen und mit ganz verschiedenen Menschen im Garten ausprobieren, wie nachhaltiges Leben konkret aussehen könne und so den Garten als Bildungsort zu stärken, betont Ernst.
Sich gegenseitig helfen
„Ein nachhaltiges Leben beinhaltet neben der Umwelt und der Wirtschaft auch die soziale Komponente. Gemeinschaftsgärten würden sich dazu hervorragend eignen“, bricht Ernst eine Lanze für diese Art des Gärtnerns. „Man hilft sich beim Gießen, tauscht Gartenwissen und Pflanzen aus, plant gemeinsame Feste, engagiert sich zum Beispiel als Kleingarten in der Stadtpolitik, verbringt gemeinsame Tage im Garten und baut sein eigenes Biogemüse vor der Haustür an.“ Wer zu viel habe, verschenke es. „Das alles ist konkret gelebte Nachhaltigkeit“, so Ernst. Ziel der Netzwerkarbeit sei es, die vielen Initiativen in Rostock zusammenzubringen und Bildung für nachhaltige Entwicklung generationsübergreifend und über alle Bildungsebenen mit Freude im Garten umzusetzen.
Mit allen Sinnen erleben
Die Jury würdigte die Rostocker Uni-Initiative so: „Der Erlebnisgarten ist ein Gemeinschaftsgarten für alle Netzwerkpartner, in dem Schulgartenseminare veranstaltet werden und selbstverwaltete Veranstaltungen stattfinden.“ Hier können Studierende Bildung für nachhaltige Entwicklung mit allen Sinnen erleben und daran ganzheitlich aktiv mitgestalten. So zeige das Netzwerk im städtischen Kontext beispielhaft, wie Nachhaltigkeit gelebt werden könne, hob die Jury hervor.
urban Gardening auf alten GräbernEs gibt deutlich mehr Urnen- als Erdbestattungen. Das bedeutet, auf den Friedhöfen wird Platz frei. In Berlin sollen brachliegende Friedhofsflächen deshalb verstärkt für Erholungs- und Bauprojekte genutzt werden.
Grund sei die sich verändernde Bestattungskultur, sagte der Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte (EVFBS), Pfarrer Klaus-Ekkehard Gahlbeck, dem Evangelischen Pressedienst. Die Zahl der Urnenbeisetzungen steige kontinuierlich, sagte Gahlbeck: „Früher war das Verhältnis zwischen Erdbeisetzungen und Urnenbeisetzungen etwa bei 80 zu 20. Heute ist es genau umgekehrt.“
Der Friedhofsverband verwaltet in der Berliner Innenstadt 46 Friedhöfe und entwickelt Nachnutzungsmöglichkeiten für brachliegende Flächen. Das Spektrum reicht von Urban Gardening Projekten – also dem gemeinschaftlichen Gärtnern in der Großstadt – über eine Gedenkstätte für das bundesweit einzige kirchliche Zwangsarbeiterlager im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Bau von Flüchtlingsheimen sowie sozialen Wohnungsbau. Die Projektfülle innerhalb eines Friedhofsverbandes ist Gahlbeck zufolge bundesweit einzigartig.
Schulen, Kitas und Wohnheime
In Berlin müsse für Nachnutzungen von ehemaligen Grabfeldern eine Ruhefrist von mindestens 20 Jahren als Pietätsfrist eingehalten werden, erklärte der Pfarrer. Danach gebe es eine weitere zehnjährige Pietätsfrist, die nur vom Berliner Senat aufgehoben werden könne.
Der Friedhofsverband will im Zentrum Berlins brachliegende Friedhofsflächen zu zwei Dritteln für „grüne Projekte“ nutzen. So gibt es ein Urban Gardening Projekt im Stadtbezirk Neukölln. In Berlin-Kreuzberg ist ein Friedhofspark geplant, zu dem zahlreiche denkmalgeschützte Wandgräber von historischen Persönlichkeiten zählen. Ziel sei es, hochwertige Grünflächen zu schaffen und die Biodiversität zu erhöhen.
Ein Drittel der Friedhofsbrachen in der Berliner Innenstadt soll als Bauland oder für Infrastrukturprojekte zur Verfügung gestellt werden, sagte Gahlbeck. Dazu zähle der Bau von öffentlichen Schulen, Kitas und Spielplätzen. In Kreuzberg und Neukölln sollen im kommenden Jahr zwei Flüchtlingswohnheime für insgesamt rund 350 Bewohner entstehen.
Burghausen: der Wechsel der GärtnerInnen war in den letzten Jahren fortlaufend, aber die jetztige Gemeinschaft hat sich im Wortsinn zusammengerauft. Der Gargenbauverein Raitenhaslach hat noch immer die Patenschaft, die Stadt Burghausen unterstützt das Projekt aktiv.
Landau: unser Interkultureller Garten in Landau in der Pfalz existiert immer noch und an den wehenden Länderfahnen entlang des Gartenweges sieht man, dass alle 25 Parzellen an Menschen aus zur Zeit 14 Nationen vergeben sind. Unsere GärtnerInnen sind zwischen 0 und 83 Jahre alt und es gärtnern Menschen zusammen, die erst sehr kurz oder auch schon sehr lange in Deutschland leben. Dies sind neben Familien auch Einzelpersonen und zwei Studentengruppen der Landauer UNI.
Weil in unserem Garten auch gerne gefeiert wird, haben wir 2017 gemeinsam einen großen Freisitz gebaut, unter dem jetzt auch fast alle GärtnerInnen Platz finden. Auch in den Hängematten kann endlich geschaukelt werden, denn der Freisitz ist im Gegensatz zu unseren jungen Obstbäume groß und stabil genug für die Aufhängungen.
Köln: Tja, wie es mit dem CampusGarten weitergeht, weiß ich auch nicht. Ich sollte das Projekt bis Oktober wieder ans Laufen bringen, aber das hat nicht geklappt – die Studierendenvertretung hat sich um gar nichts gekümmert, und die Nachbarn, die die Beete in Beschlag genommen haben, verweigern jede Kooperation und lassen alles vergammeln. Der Garten sieht aus wie Hund, die Pflanzkisten fallen auseinander und niemand möchte sie reparieren (das wäre ja Arbeit und kein Spaß), und die Studierenden, die mitmachen wollten, wurden angepöbelt und vertrieben, weil die Nachbarn „‚ihre“ Kisten nicht teilen wollen. Die Aussaaten für das studentische Projekt wurden zerstört, deswegen gab es auch kein Programm oder Projektarbeit. Jetzt sind Wahlen zur Studivertretung, vielleicht werden die Neoliberalen da abgewählt und die Ökos wieder stärkste Fraktion, aber selbst dann müsste der Garten abgerissen und neu aufgebaut werden.
Jena: in unserem Garten „Buntes Gemüse“ ist alles beim Alten. Wir haben eine gute Auslastung und bauen auch stetig weiter aus: seit diesem Frühjahr haben wir einen Festwasseranschluss, um auch die sehr trockenen Sommer zu überstehen. Und im kommenden Frühjahr wollen wir (Dank der Spende vieler Fenster aus einer alten Schule) endlich unser Gewächshaus aufbauen.
IG Oldenburg: „wir werden tatsächlich ab März umziehen und dann eine neue Adresse haben (Alter Postweg 1, 26133 Oldenburg). Da das Grundstück leider nicht ideal ist und es kein Gartengelände gibt, steht die Fortführung unseres interkulturellen Gartens auf der Kippe. Wir hatten bislang die komfortable Lage den Garten direkt an unserer Einrichtung des Stadtteiltreffs zu haben. Ich kann es mir momentan auch nicht anders vorstellen. Ich warte allerdings erstmal die Situation im Neubau ab und ob sich vor Ort noch eine neue Möglichkeit auftut“
Interkulturelle Gärten Bad Kreuznach: Frau Knoche nicht mehr Vorsitzende „Nach 10 jährigen Vorsitz habe ich mein Amt zur Verfügung gestellt. Dies hatte zur Folge, dass sich keiner bereit fand meine Nachfolge anzutreten. Mit einen Brandbrief habe ich die Gärtner vor die Wahl gestellt: Entweder ihr engagiert euch, oder der Garten muss geschlossen werden, denn dee ich r Verein ist der Rechtsträger. Dies hatte zur Folge, dass die Aktiven Gärtner sich nun mehr einbringen und auch für die Vereinsarbeit interessieren. Sie lernen mit der deutschen Bürokratie um zu gehen. Mit sehr viel Engagment hat der neue Vorstand Spende gesammelt, so dass wir in diesem Jahr eine eigene Wasserleitung bauen konnten und nun unabhängig sind.
Omas Garten Berlin: OMAs Garten gibt es noch. Das „noch“ trifft es leider recht gut, denn wir müssen zum 31.12.19 ausziehen und sind auf der Suchen nach einem neuem Ort. Da wir momentan noch nicht 100%tig wissen, wo unsere 20 Hochbeete ab dem 01.01.20 unterkommen werden, möchten wir Euch bitten, OMAs Garten ab diesem Datum vorerst von Eurer Seite zu nehmen. unser Vermieter hat das Gelände abgegeben. Hier soll nächstes Jahr gebaut werden. Da eine mieterfreie Übergabe gewünscht ist, müssen wir leider aus unserem Flachbau ausziehen. Wir haben aber auch gute Neuigkeiten: unsere Hochbeet haben eine neue Bleibe zugesichert bekommen. Am 06.12. wandern sie auf die andere Seite der Spree, dem Spreeacker, in direkter Nähe zur HolzOMA
Haslach gärtnert: Haslach gärtnert in Freiburg hat sich in diesem Herbst mangels Aktiver aufgelöst und ist zurück gebaut worden (öffentliche Fläche). die Fläche wird wieder eine Wiese im Park wie vorher. Schade um die Artenvielfalt, wir mussten alles rausnehmen, auch die Beerensträucher. Besonders traurig: der Park wird sehr gerne von Hundebesitzern frequentiert, mancherorts ist der Park ein reines Hundeklo. Das ist für uns auch ein Grund gewesen, dort nicht mehr weiter gärtnern zu wollen. Andere Standortprobleme kamen hinzu (sehr schattig, eingeschränkte Wasserversorgung). Wir könnte uns grundsätzlich vorstellen, an anderer Stelle weiter zu gärtnern. Momentan brauchen wir alle aber erstmal eine Pause und Platz für Anderes
STuttgart-Feuerbach: Die Stadt Stuttgart hat uns nun zum zweiten Mal im Rahmen des Urban Gardening mit einem Preisgeld von 200 € bedacht. Damit werden wir uns für nächstes Jahr eine neue Aktion überlegen, evtl. einen „Naschweg“ mit Beerensträuchern.Die Stadt Stuttgart hat seit 1861 einen Verschönerungsverein http://www.vsv-stuttgart.de/index.php?article_id=1 welcher sich seither um das äußere Bild der Stadt kümmert und sehr rege ist. Alle zwei Jahre findet sowohl für das Urban Gardening als auch private Gärten ein Wettbewerb statt.
Marburg: Die Stadtwaldgärten sind immer noch aktiv. Ich (Helga Pukall) habe die Gartenorganisation abgegeben (wird weiterhin über IKJG organisiert und finanziert), betreue aber noch das Gratisgartenprojekt, das gerade um einen Bereich für eine heilpädagogische Schulklasse erweitert wird. Die Gärten lagen ja wunderschön am Rand des Quartiers, jetzt wird es daneben ein großes Baugebiet geben für 900 neue Bewohner*innen, so dass die Gärten plötzlich zentral in der Mitte liegen. Ein spannender Prozess. Man findet sie auf der IKJGwebseite unter Erwachsene – Garten. Wenn Ihr den Garten wieder aufnehmen würdet, könnte ich ein aktuelles Bild schicken. Der Text auf der Webseite ist eigentlich ganz passend. Die Richtsberggärten: Der 2012 gegründete Verein verwaltet sich selbst, da bin ich nur am Rande beratend tätig. Der Gesundheitsgarten neben den Richtsberggärten, der 2012 bei der Netzwerktagung gerade im Entstehen war, ist inzwischen ein großes Projekt geworden mit einem Veranstaltungsprogramm und vielen dort aktiven Gruppen. Da betreue ich das Backhaus und den Kräutergarten.Das wird im Rahmen der „gesunden Stadt“ finanziert durch die Stadt Marburg.
GemeinschaftsGarten Vilich-Müldorf: Es ist etwas ruhiger geworden im und um den Garten – unter anderem deshalb, weil die Idee der Hochbeete sich im ganzen Quartier ausgebreitet hat. So hat unser Garten das „Sensationelle“ verloren und ist zu einem integrierten Bestandteil des Stadtviertels geworden. Die Stadt hat das Grundstück bisher nicht zurückgefordert – und so gärtnern wir einfach weiter.
Saarbrücken: der Status unseres Gemeinschaftsgartenprojekts (Parkbeet, Saarbrücken: in Planung) ist nach wie vor unverändert – mit dem Unterschied, dass der ursprünglich geplante Standort hinfällig ist. Wir sind aktiv auf der Suche nach einem alterantiven Standort und optimistisch, dass es bis zum nächsten Frühjahr klappen wird.
Blohmgarten Berlin: Unser zehn jährige Nutzungsvertrag war in diesem Jahr ausgelaufen und wurde um weitere fünf Jahre verlängert
Stuttgart: Bunt statt Grau: Wir haben es sogar zu einem Eintrag in dem Buch „Rein ins Grüne – Raus in die Stadt“ geschafft. Klein, aber drin. Und einen Preis vom „Verschönerungsverein“ in Stuttgart wurde uns in diesem Jahr überreicht. https://buntstattgrau.jimdo.com/presse-aktuell-1/
Infos bei Tagung „Soziale Natur“ -Zusammen gärtnern: Stellen über Aktion Mensch, Projekt läuft 5 Jahre lang – IG Buch muss umziehen, Unterkunft dort wird aufgelöst, neue Fläche schon gefunden, wieder Unterkunft,manche der Geflüchteten aus Buch ziehen da auch wieder ein, da keine Wohnungen gefunden werden – GG Prohlis (Dresden): in einem Sommer 70 neue Gärtner*innen aus den umliegenden Häsuern
(alerts) Ein Stück Rasen an der Christianstraße, das zum Leo-Amann-Park gehört, soll zum „Gemeinschaftsgarten Ehrenfeld“ werden. Das Konzept einer Initiativgruppe liegt vor. Die Bezirksvertretung nahm es jetzt mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU und FDP an. Ziele des Projekts sind die ökologische Nutzung durch Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern, aber auch kultureller und sozialer Austausch. Zudem wird der Garten als Beitrag zu Klima- und Umweltschutz in der Stadt verstanden sowie als Bildungsort für Institutionen von Kindergarten bis zu Hochschulen.Der Anbau soll in Hochbeeten erfolgen. Bäume werden in Kübeln gesetzt. Kartoffeln werden in Säcken angebaut. Pflanzungen im Boden sind wegen eines Regenrückhaltebeckens unterhalb der Wiese nicht möglich.
Die Stadtentwässerungsbetriebe gaben jedoch ihr Einverständnis für das Gartenprojekt unter der Bedingung, dass die Zufahrt sowie die Zugangsmöglichkeiten zum Becken gewährleistet bleiben.
Zur Finanzierung bieten sich Mittel der Bezirksvertretung an. Die Initiative will sich aber auch um Geld von diversen Stiftungen bemühen sowie um günstige Bezugsquellen für Pflanz- und Saatgut. Das Gartenprojekt ist ein Ergebnis des „Runden Tischs“, der sich mit der Nutzung des Parks befasst. Anlass dazu sind Konflikte durch einen Teil der Parknutzer, die dort Alkohol und Drogen konsumieren.
Essbare“ Hochbeete: Projektabschluss von „QuerBeet Hörde – Ernte deine Stadt!“
Beliebte Kräuter und Gemüse in knallbunten Kisten zur beliebigen Ernte „QuerBeet Hörde – Ernte deine Stadt!“heißt die Aktion, die seit sechs Jahren Projekte der Urbanen Landwirtschaft in Hörde umsetzt. Jetzt feierten die Bürger den Projektabschluss.
Entstanden sind der Gemeinschaftsgarten Schallacker, „essbare“ Hochbeete, ein Spalierobstbeet, Fenstergärten, Pflanztaschen und Workshops mit Schulen, und nicht zuletzt wurde die Idee für die Stadtteilgärtnerei Am Remberg entwickelt.
Dreißig Hochbeete sind auf öffentlichen Straßen und Plätzen entstanden. Die Kräuter und das Gemüse in den knallbunten Kisten werden von Paten aus dem Hörder Einzelhandel, von lokalen Initiativen und der Nachbarschaft gepflegt und laden zum Naschen ein. Wer im nächsten Jahr ein Beet in Hörde übernehmen möchte, kann sich bei Gaby Schulten von der Hörder Stadtteilagentur, schulten@hoerder-stadtteilagentur.de oder Tel. 22 20 23 13 anmelden. Die Stadtteilgärtnerei, eine andere Querbeet-Idee, werde dagegen gerade erst geboren: Auf einer Brachfläche an der B 236 zwischen den Straßen Am Remberg und Obere Pekingstraße errichtet der Beschäftigungsträger GrünBau gGmbH mit der Stadt zur Zeit die nötigen Betriebs- und Sozialräume und bereitet den Boden auf. Im Frühling sollenn hier Langzeitarbeitslose frisches Gemüse, Ost und Kräuter zunächst für die Tafel anbauen. Ulrich Dreiskämper, Leiter des Stadterneuerungsprogramms in Hörde, zeigte sich erfreut, dass das Thema der urbanen Landwirtschaft auf so fruchtbaren Boden fiel. Er dankte dem Projektteam von QuerBeet und besondere den vielen ehrenamtlich Mitwerkenden, die das Thema der urbanen Landwirtschaft fortführen.
Schon vorher besichtigten Besucher in zwei verschieden Exkursionen eine Auswahl der Orte, an denen die urbane Landwirtschaft in Hörde sichtbar geworden ist, wie die Hochbeete, den Gemeinschaftsgarten Schallacker und die Stadtteilgärtnerei. Nebenbei erfuhren die Gäste auch viel über Ideen, die letztlich nicht verwirklicht werden konnten, wie eine Pilzzucht, eine Aquaponik-Anlage oder den Anbau von Wein am Elias-Bahndamm.
Das Projekt „Querbeet Hörde“ ist Teil des Programms „Soziale Stadt – Stadtumbau Hörde“ und wird finanziert mit Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt. Hörde und die Phoenix-Flächen sollen zusammenwachsen und sich gemeinsam entwickeln.
jetzt ist es offiziell „Eine Prise Heimat“ ist der Titel für unsere Fernsehsendung vom WDR.
Von allen Gärten in NRW wurden vier ausgesucht – GreenFairPlanet mit seinem Gemeinschaftsgarten Tausendschön gehörte dazu. Wir haben uns nicht beworben. Wir wurden angerufen.
Der Film ist 45 Minuten lang und wird zur besten Sendezeit im Frühjahr 2020 ausgestrahlt. Hauptdarsteller*innen sind die Menschen, die als Fremde in den Gemeinschaftsgarten kamen und Freundschaften mit einheimischen Bürger*innen geschlossen haben. Zwischenzeitlich leiten sie eigenständig Workshops und schaffen Zusammenleben und Teilhabe im ehrenamtlichen Engagement für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung in Minden.
(alerts) […] Was passiert mit dem Stadtacker?“ Was die Kosten betrifft, „hat natürlich jeder seinen eigenen Standpunkt“, meint Lonni Görlach, Architektin und Mitglied des Urban-Gardening-Projekts „Stadtacker“, dessen rund 2000 Quadratmeter großes Areal von einem Opern-Interim am Inneren Nordbahnhof zunächst bedroht schien. Nun ist das Interim an eine andere Stelle gerückt, und die Initiative kann erst mal aufatmen. Lonni Görlach vom „Stadtacker“ (rechts) und Robin Bischoff, Kunstverein Wagenhalle. Lonni Görlach vom „Stadtacker“ (rechts) und Robin Bischoff, Kunstverein Wagenhalle. „Für uns ist die entscheidende Frage: Was passiert mit dem Stadtacker? Im Entwurf des Büros asp, das den städtebaulichen Wettbewerb gewann, ist er an der Stelle, wo er sich jetzt befindet, nicht vorgesehen. Und das Opern-Interim drohte vollendete Tatsachen zu schaffen. Von daher haben wir nun zunächst einmal Zeit gewonnen. Das Opern-Interim kommt in ungefähr fünf Jahren, alles weitere später. Ob der Stadtacker dann genau an dieser Stelle bleibt oder wie sich der Entwurf weiterentwickeln kann: Da ist jetzt der Druck raus. Immerhin haben wir gerade zum dritten Mal eine Auszeichnung des Verschönerungsvereins erhalten. Es ist einiges aufgebaut worden: an Pflanzen, der Boden. Der städtebauliche Entwurf soll ja auch nicht unabänderlich sein, sondern nach und nach weiterentwickelt werden. Das Kreativquartier soll als IBA-Projekt entwickelt werden. In diesem Prozess möchten wir als lokale Experten mitreden.“ […] https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/450/eine-schoene-wg-6311.html (mehr …)
(Projektbesuch) Der IG Bamberg ist auf einer langgezogenen Fläche, die – mit einer gemeinsamen Hecke – an eine Kleingartenanlage grenzt. AUf der anderen Seite ist ein Bienenprojekt (Bienenwabe). Gefährdet sind sie hier wohl nicht, wollen aber noch mal in den Vertrag gucken, wann sie wieder die Verlängerung beantragen müssen. Die Beete (ca. 30-35?) sind in einer Art Schlangenform nebeneinander dirtekt in der Erde. Die Beetgröße ist unterschiedlich, die meisten Beete bewirschaften 3 – 4 Leute zusammen (oder haben einen eigenen Anteil an einem Beet). Sie haben einen Brunnen, gegossen wir mit Gießkannen. In Kooperation mit einer Berufsschule wurde von den Schüler*innen ein Geräte/Unterstandshäuschen gebaut, das ein verlängertes Dach hat, was gegen Regen und Sonnen schützt und als Versammlungs- und Sitz/Feierort dient. Der Garten musste dafür nur die Materialkosten zahlen. Sie haben zu Projektbeginn einen Preis gewonnen und auch von der Stadt (?) ein bisschen Geld bekommen und haben davon auch nach fünf Jahren noch immer etwas. Die laufenden Kosten decken sie über die MItgliedsbeiträge. Konfliktträchtig ist der Kompost, doch nun gibt es jemanden, der sich da wirklich drum kümmert. Sie haben keinen wöchentlichen Gartentag o.ä., das hatten sie ausprobiert, wurde aber nicht angenommen. Alle treffen sich zu Festen und auch zu bestimmten „Einsätzen“, wie Heckeschneiden. Oder eben auch nicht alle, doch viele. Weitere Themen: wie erreichen wir alle mit unseren Infos, wir bekommen auf Nachfrage die Rückmeldung, dass Mails nicht gelesen werden, da es zu viele Mails gibt. Wie gelingt es, dass sich noch mehr Leute für die übergeordneten Belange des Gartens einsetzen? Wie können Konflikte gelöst werden und wie in einem interkultuellen Kontext überhaupt „richtig“ angesprochen werden. (mehr …)
Toni Karge, der u.a. im Himmelbeet aktiv war und das Projekt auch beforschte, ist der neue urban gardening Beauftragte Berlins. Angesiedelt ist er hier: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Abteilung III Klimaschutz, Naturschutz und Stadtgrün Referat III C Freiraumplanung und Stadtgrün Eine seiner Aufgaben ist die Erabeitung eines Gesamtkonzepts (urban gardening), wofür es aber bisher keine Konkretisierung gibt. Er suchte daher nach Infos/best practice aus anderen Städten. Was machen die für die Gemeinschaftsgärten. Er denkt in Richtung Förderung (Materialien, Finanzen), Flächen, Fortbildungen, Beratung etc. In unserem Gespräch fand er besonders interessant, dass die Stadt Essen die Initiativen fördert, ohne dass diese einen Rechtsträger haben müssen (er konstatiert eine Angst der Verwaltung, Bürger*innen/Privatpersonen Gelder zu geben für z.B. Gemeinschaftsgärten), das Flächenportral der Stadt Bonn (in Berlin derzeit noch ein weiter Weg zu sowas), die Fortbildungsreihe in Freiburg und die unkomplizierte Unterstützung in Frankfurt. Er will im Dialog mit den Projekten klären, was deren tatsächliucher Bedarf ist und nicht an ihnen vorbei was entwicklen. Sein erster Eindruck nach der ersten Zeit im Amt: ist ein dickes Brett in Berlin und das Thema ist in der Verwaltung noch nicht wirklich angekommen, wird nicht für wichtig erachtet. Es gibt noch jemanden, der (oder die)? bei der Senatsverwaltung für Justiz für das Thema „essbare Stadt“ angestellt ist (da ist der Verbraucherschutz angesiedelt) und auch noch jemand für ?? bei Sen Stadtentwicklung. Mit beiden steht er in Kontakt und versucht diese Art von Netzwerk weiter zu knüpfen. Die Plattform, die Kathrin Bohn erarbeitet hat und die bei den Gärten auch auf Kritik stieß (nicht partizipativ), wird bald online sein. (mehr …)
(mail) Die Lucie wird langsam für den Winter fest gemacht, aber das große Sichelbeet mit der Trockenmauer ist zur Zeit unser Juwel. Nach der Bepflanzung ist es über den Sommer richtig schön üppig geworden! Und ed war noch Material über, sodass wir auch eine wunderschöne Kräuterschnecke mit Trockenmauer gebaut haben. (mehr …)
Der Verein besteht weiterhin und es handelt sich um einen sehr naturnahen Garten, manchen schon zu naturnah. Aktuell beantragen wir keine Projekte, denn der Garten lebt gerade von den Mitgliedern und wird auch von externen Besuchern gerne besucht und dient auch als Vorbild für andere Gartenprojekte. Anders als andere Gärten haben wir keine Anleitung und jede/jeder Gärtnerin ihr eigenes Beet. Das unterscheidet uns von gemeinschaftlich geplanten Gärten, der Austausch ist aber natürlich trotzdem sehr gut gegeben.
Es ist ein wirklich schöner Ort mit einer tollen internationalen Gruppe vom Kindergartenkind bis hin zur Seniorin.
. Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft war die Grundidee von engagierten Einwohnern des Illinger Ortsteils Wustweiler, die insbesondere den Kindern und Jugendlichen die biologische Vielfalt der Natur näher bringen wollten. Im Mittelpunkt standen die Tradition und das Wissen um das Gärtnern und den Anbau von heimischem Obst und Gemüse, die nicht verloren gehen sollten. Ein Gemeinschaftsgarten wurde in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs auf einem Brachland, das der Gemeinde gehört, angelegt und vom Umweltministerium und der europäischen Union als Gemeinschaftsprojekt „Essbares Dorf Wustweiler“ gefördert.
Im Juli 2018 wurde mit den ersten Arbeiten begonnen. Rodungsarbeiten, die noch kein Geld kosteten, erledigte das Team von Hand. Ab August 2018 wurde dann professionell mit Maschinen das Gelände modelliert und planiert. Örtliche Landwirte unterstützten unbürokratisch. Im April 2019 wurden drei Hochbeete zusammengesetzt, installiert und mit Mutterboden gefüllt und sogleich bepflanzt, damit die Besucher schon etwas zu sehen und zu riechen hatten.
Mit Küchenkräutern wie Petersilie, Schnittlauch, Bohnenkraut, Oregano, Majoran, Salbei, Minzen Thymian, Zitronenverbene, Jiaogulan, Pimpinelle, Oliven- und Currykraut wurden zwei Hochbeete bestückt. Jeder durfte riechen und auch in kleinen Mengen mitnehmen. Ins dritte Hochbeet pflanzte das Team Zucchini, Peperoni und Sonnenblumen. Ein Beet auf dem Boden wurde mit Kohlrabi-, Spitzkohl- und Rote-Beete-Setzlingen befüllt.
Es musste während des heißen Sommers fleißig gegossen werden. Dazu wurde extra eine Schöpfstelle an der Ill eingerichtet. „An dieser Schöpfstelle fühlt man sich wie in einer anderen Welt“, sagte Marie-Luise Herber, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, die an dieser Stelle schon einmal die Bekanntschaft mit einer Biberratte Nutria machte. „Durch die heiße Witterung hatte die Ill nicht mehr ausreichend Wasser, um den Garten zu gießen. Deshalb wurde ein 1000 Liter großer Vorratsbehälter installiert, der von außerhalb mit Wasser befüllt wird“, erzählt sie der SZ.
Einer der fleißigsten Helfer beim Aufbau des Gemeinschaftsgartens war Rainer Spreitzer. Er hat zusammen mit einer Gruppe aus dem Kindergarten ein Beet mit Rüben angelegt. Und die wurden nun letzte Woche geerntet, damit die Kinder bei einer Gemeinschaftsaktion Rommele schnitzen konnten. Die Rübenpflänzchen hatten sie aus Samen im Kindergarten vorgezogen. Apropos Kinder – für sie sollen im kommenden Jahr Hochbeete gelegt werden, an denen sie einpflanzen und ernten können.
außer Küchenkräutern ist im Garten jetzt alles abgeerntet, Reben sind eingepflanzt und das Team ist auf die Traubenernte – vielleicht schon im nächsten Jahr – gespannt. Im Frühjahr 2020 sollen weitere Beete angelegt werden, die in Patenschaft bearbeitet werden können. Mittlerweile gibt es an Ort und Stelle schon einen Geräteschrank, damit die Gartengeräte nicht immer von zu Hause mitgebracht werden müssen. Eine Fläche zur Erholung ist schon angelegt. Es fehlen noch zwei Bänke und ein Tisch.
„Wunderbar auch die Neuigkeit, dass wahrscheinlich auf dem angrenzenden Gelände, das sich im Privatbesitz befindet, in Kürze unser hiesiger Imkerverein eine Blumenwiese anlegen und einige Bienenkästen aufstellen wird“, freut sich Ortsvorsteher Knut Kirsch.
(alert) Hochbeet Hamburg präsentiert sein eigenes Konzept interessierten Unternehmen auf der B2B Messe „Wir im Süden“ . Dieser traditionelle Wirtschaftstreff im Hamburger Süden findet jährlich im Hotel Lindtner in Hamburg Heimfeld statt.
Urban Gardening: Im privaten bereits seit mehreren Jahren ein etablierter Trend. Mit HOCHBEET HAMBURG können nun Bürogemeinschaften gesunde Snacks ganz leicht selbst pflanzen, ernten und genießen. Frei nach dem Motto: Taufrisch auf den Mittagstisch. Die Ernährungsstudie 2017 der Techniker Krankenkasse gibt an, dass „64 Prozent der Berufstätigen sagen, ihnen bleibt nicht die Zeit, um sich gesünder zu ernähren.“
Das HOCHBEET ist zudem deshalb der ideale Ausgleich für einen oft sitzenden und/oder digitalen Arbeitsplatz. Aktuelle Studien belegen eindringlich, dass die Menschen zu viel sitzen. Menschen in Bürojobs oft überproportional, bis zu 9 Stunden täglich. Neben der Schädigung des Bewegungsapparates und des Herz-Kreislaufsystems, können Diabetes und Demenz Spätfolgen sein.
Das gemeinsame gärtnern im HOCHBEET, kombiniert in entspannter Atmosphäre das Angenehme mit dem Nützlichen: Unkrautzupfen entschleunigt, wer pflanzt und gießt übernimmt Verantwortung, Kräuterduft wirkt beruhigend, die selbst gepflanzten Tomaten schmecken immer am besten, flatternde, bunte Schmetterlinge sorgen für Stimmung wie im Kurzurlaub.
Das alles auf einer Grundfläche einer Europalette. Diese steht auf Schwerlastrollen, so bleibt das HOCHBEET HAMBURG ein mobiler Begleiter. Selbstverständlich ist das Hochbeet nur mit BIO Erden und Kompost befüllt. Mit dem Modulsystem von HOCHBEET HAMBURG wachsen grüne Oasen und Erholungsflächen auf Dachterrassen und in Firmengärten. Ergänzungen mit Sitzcubes und Liegeflächen sind must haves für entspannte After Work Events. Natürlich ist auch an die praktische Seite gedacht: Add-ons wie Getränkehalter, Klapptische, Stauraum, Beschattung und ein integriertes Bewässerungssystem sind auf Wunsch möglich. Neben der Basic Ausführung bietet HOCHBEET HAMBURG auch individuelle Lösungen an. So kann zB. die hauseigene Firmenfarbe Berücksichtigung finden oder die Holzart dem vorhandenen Mobiliar angepasst werden.
Von Anfang an begleitet das Team von HOCHBEET HAMBURG alle Neu-Gärtner mit Know-How und vielen Tipps und Tricks. So kann zB die Neuanlage des Hochbeetes mit den Mitarbeitern gemeinsam erfolgen und so als Teamevent erlebt werden. (mehr …)
(alerts) METZINGEN. Wie berichtet, wird in der Wilhelmstraße 13–21 im Herzen von Metzingen ein fünfteiliger Gebäudekomplex entstehen, für den sechs ältere, teils deutlich niedrigere Häuser abgebrochen wurden oder werden, darunter die frühere Bäckerei Sautter. Inzwischen hat der Investor Bonava aus Ludwigsburg dem GEA nähere Informationen und Visualisierungen zum Projekt zukommen lassen, das bei ihm den Namen Wilhelmsquartier trägt. Danach sollen 21 Eigentums-Wohneinheiten und 40 möblierte Business-Appartements entstehen, zudem ein bis zwei Gewerbeflächen im Erdgeschoss mit insgesamt rund 900 Quadratmetern. Ein Blockheizkraftwerk soll den Komplex mit Energie versorgen, die Ladenflächen auch klimatisieren.
Strahlt die Front mit ihren hohen und spitzgiebligen Häusern schlanken modernen Städtebau aus, soll es im Rückraum des Gebäudekomplexes viel Grün geben: Dort, wo bisher kleinere Gärten lagen, wird eine Tiefgarage gebaut, auf deren Dach ein Gemeinschaftsgarten mit etwa 1 000 Quadratmetern Fläche entstehen soll. Zehn Kirschbäume sollen gepflanzt werden, auch circa zehn Hochbeete für das Urban-Gardening sind geplant. Die Tiefgarage selbst wird etwa 56 Stellplätze bekommen, einige davon werden mit Ladestationen für E-Stationen ausgestattet. Die innere (verkehrsberuhigte) Reutlinger Straße wird über einen öffentlichen Fußweg mit der Wilhelmstraße verbunden; einen solchen gab es bisher auf dem jetzt zur Neuentwicklung anstehenden Gelände nicht.
Ziel: Fertigstellung im Herbst 2021
In regelmäßigen Terminen hat Bonava die Planung, die im Rahmen des geltenden Baurechts liegt, mit der Stadt Metzingen abgestimmt. »Durch die Mischnutzung sowie die Geometrie des Grundstücks war die Planung sehr anspruchsvoll und herausfordernd, doch mit dem Endergebnis sind wir sehr zufrieden«, macht Projektleiter Elias Sodel deutlich, »das Gebäude wird sich nach unserer Auffassung perfekt in das Stadtbild einfügen.« Ähnlich konturierte und hohe Häuser gibt es in der Wilhelmstraße in der Tat etliche, sie beherbergen Ladengeschäfte genauso wie Büros oder Wohnungen.
Der Investor will den Bauantrag im November bei der Stadtverwaltung einreichen. Mit der Fertigstellung des ambitionierten Bauprojekts rechnet Bonava im Herbst 2021 (mehr …)
Grüne fordern mehr Beete in neuen städtischen Quartieren
Die Grünen fördern das Garteln an verschiedenen Orten in München. Auch mehr Hochbeete und Raum für Wildtiere wollen sie durchsetzen.
München – Garteln an verschiedenen Orten für Münchens Stadtbewohner zu fördern, ist das Ziel eines mehrteiligen Antragspakets von Stadträtin Anna Hanusch (Grüne). Einer ihrer Vorschläge: In jedem neuen Quartier muss Platz für Garten-Projekte geschaffen werden. „Gärten müssen in der Planung von Neubau-Quartieren fester Bestandteil werden“, fordert sie.
Auf den Flächen der Stadt, die schon versiegelt sind und nur schwer wieder entsiegelt werden können, will Hanusch das Aufstellen von Hochbeeten vereinfachen. Die Stadträtin fordert auch, dass die städtische Grünanlagensatzung so angepasst wird, dass Projekte auf städtischen Grünflächen einfacher durchgesetzt werden können. Sie nennt als Beispiel das Garten-Projekt „Grünspitz“ in Giesing.
Überwinterungsmöglichkeiten für Kleintiere
In einem weiteren Antrag fordert Hanusch, Kleingärten als Lebensraum für Wildtiere zu stärken. Die Stadt solle auf den Erhalt vitaler Bäume, auf die zeitliche Begrenzung von Gehölzschnitten und auf die ökologische Aufwertung von Gemeinschaftsflächen hinwirken, schlägt die Stadträtin vor. Mit Reisighaufen, Totholz-Stapeln und Feuchtbiotopen sollen Kleintieren lebensnotwendige Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten angeboten werden.
Euskirchen. Urbaner Gartenbau liegt voll im Trend. Auch im Euskirchener Ruhrpark soll eine entsprechende Gartenfläche bald Realität werden. Jetzt werden Menschen gesucht, die das Urban-Gardening-Projekt mit Leben erfüllen.
Dass in öffentlichen Parks größerer Städte fleißig gegärtnert wird, ist längst keine Seltenheit mehr. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hat jetzt die Lemm Werbeagentur unter dem Titel »Generationenprojekt Stadtgarten« den Anstoß für ein Urban-Gardening-Projekt in der Kreisstadt gegeben. Nach interner Zustimmung von Seiten des Bürgermeisters und des zuständigen Fachbereichs, präsentierten Stefan Guhlke und Clarissa Tessmann von der Lemm Werbeagentur das Projekt im Ausschuss für Tiefbau und Verkehr. Hier stieß das Vorhaben überwiegend auf Zustimmung und die vorgesehene Fläche im Ruhrpark Euskirchen wurde freigegeben. »Es gibt viele gute Gründe für einen Stadtgarten in Euskirchen. Das gemeinsame Gärtnern für Jung und Alt fördert das soziale Miteinander und ist zugleich Bildungsstätte für natürliche Kreisläufe und gesunde Ernährung«, erklärt Stefan Guhlke, einer der Lemm-Geschäftsführer. Die Fläche, die die Stadt freigegeben hat befindet sich im Ruhrpark Die geplante Gartenanlage soll über mehrere Hochbeete verfügen. »Wir haben aktuell noch die Auswahl zwischen zwei Arealen, haben uns aber noch nicht festgelegt. Wir möchten schließlich den Menschen, die im Projekt mitarbeiten wollen, Gelegenheit geben sich von Anfang an mit ihren Ideen und ihrem Wissen einzubringen«, sagt Clarissa Tessmann. Sie entwickelte die Konzeptidee und betreut die Umsetzung des Projekts von Seiten der Werbeagentur.
Menschen, die ihr Wissen einbringen Die Errichtung der Gartenanlage und die erste Bepflanzung soll aus Mitteln der Stadt und Sponsorengeldern finanziert werden. »Sponsoren sind unverzichtbar, aber wir brauchen auch Menschen, die Spaß daran haben das Projekt mit Leben zu füllen und auch am Leben erhalten«, sagt Stefan Guhlke. Auch Gespräche über eine mögliche Kooperation mit der Initiative »Euskirchen im Wandel« seien denkbar, schließlich verfüge die Initiative bereits über Erfahrungen mit Urban-Gardening-Projekten, so Guhlke. Aktuell werden Menschen gesucht, die sich bei der Planung und dem Aufbau der Gartenparzelle und der Hochbeete mit einbringen. »Wir können Kommunikation und unterstützen das Projekt gerne. Aber wir sind keine Schreiner oder Gärtner«, sagt Stefan Guhlke. Interessenten können sich unter Tel.: 02251/14483 oder tschaper@euskirchen.de bei Thomas Schaper von der Stadtverwaltung Euskirchen melden. Der Sachgebietsleiter Grünflächen übernimmt die Koordination.
Ein Weinberg, Urban Gardening und Erlebnischarakter — dieses Konzept für eine Wiese an der Deutenbacher Straße hatten in den vergangenen beiden Jahren für viel böses Blut gesorgt und drohte die Stadt Stein zu spalten.
Über 2000 Unterschriften hatte die Bürgerinitiative „Pro Wiesengrund“ erst vergangene Woche an Bürgermeister Kurt Krömer übergeben, mit denen sie gegen die „Keimzelle“ protestierte. Eine geplantes Werkstattgespräch mit allen Beteiligten scheiterte kurzfristig.
Nun war für viele Kommunalpolitiker offenbar die Grenze des Zumutbaren erreicht, sie machten im Stadtrat Nägel mit Köpfen: In ihrem gemeinsamen Antrag forderten CSU, SBG, SPD, Freie Wähler und die FDP-Stadträtin die sofortige Einstellung des Vorhabens und den Stopp aller bisherigen Arbeiten.
Damit, wurde betont, sei allerdings nicht das Aus für jegliche Planung verbunden: „Wir wollen das Projekt jetzt komplett auf neue Füße stellen“, so Norbert Stark von der CSU. „Uns ist klar, dass mit dem Gelände etwas passieren muss — aber was, das soll im Dialog mit den Bürgern entwickelt werden.“
Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Grünen angenommen. Das ausgerechnet die Öko-Partei dagegen votierte, begründet sie damit, dass sie von dem Antrag nichts mitbekomen habe und ihn für reine Wahlkampftaktik halte. Nach der Wahl werde „die Keimzelle in veränderter Form wieder ausgegraben“.
„Das kann ich mir nicht vorstellen“, meinte hingegen Bürgermeister Kurt Krömer. Das Votum der Bürger dagegen sei so eindeutig ausgefallen, „dass kein Stadtrat es ignorieren kann“.
Um das Projekt auf rund 30.000 Quadratmetern Fläche hatte es ein heftiges Tauziehen gegeben, seit die Stadt Stein ihre Pläne publik gemacht hatte. Während die Kommune darin einen „Naturerlebnisraum“ sah, sprachen Kritiker abfällig von einer „kommerziellen Event-Fläche“. Zudem fühlten sie sich nicht in den Planungsprozess eingebunden.
Die Bürgerinitiative wurde ins Leben gerufen, die zuletzt per Bürgerentscheid gegen das Vorhaben angehen wollte
Was macht einen Stadtteil lebens- und liebenswert? Zuallererst ein friedliches Miteinander und angenehmes Wohnen. Das erreicht man nicht unbedingt mit einem großen Wurf, sondern eher mit vielen kleinen Veränderungen: Möglichkeiten für Austausch und Begegnungen, Bänken im Grünen, Angstfreiheit. Am 24. Oktober soll es beim WiN-Forum im Familienzentrum Mobile genau um solche kleinen, aber wichtigen Dinge gehen. Auch die kosten Geld und deshalb muss darüber abgestimmt werden. Das Quartiersmanagement lädt zu dem 7. WiN-Forum ein: um 17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Hinter den Ellern 11.
WiN heißt „Wohnen in Nachbarschaften“. Beraten werden sollen neue Anträge des Täter-Opfer-Ausgleichs, der Gesellschaft für Seelische Gesundheit, der kirchlichen Begegnungsstätte, des Freundeskreises im Haus der Familie. Zum Beispiel: Urban Gardening, Gärtnern in der Stadt, ist ein aktuelles Schlagwort. Es meint Gärtnern auf kleinstem Raum zwischen Häusern und parkenden Autos. Und was andernorts funktioniert, soll künftig auch in Hemelingen Menschen zusammenführen und ihnen den Anblick blühender Blumen schenken, vielleicht auch Erdbeeren und Tomaten in den Mund wachsen lassen. Das fördert das Miteinander und beruhigt, denn alle sollen mit anpacken. Die Gesellschaft für Seelische Gesundheit hat den Antrag eingebracht und Kosten von insgesamt 32 564 Euro errechnet, zum Beispiel für große Kästen mit Erde. […] https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-neue-ideen-fuer-ein-lebenswertes-hemelingen-_arid,1869595.html (mehr …)
(alerts) Neuköllns Gesundheitsstadtrat schlägt Urban Gardening als Maßnahme gegen Drogenschwerpunkte vor Sie ist ein Drogen-Hotspot: die Grünfläche zwischen Buschkrugallee und Ballinstraße, nördlich der Autobahn A113 in Neukölln. Dabei ist die Grünfläche eigentlich eine Ausgleichsfläche für die Autobahn und gehört dem Bund.
Seit Mitte des Jahres kam es hier aber vermehrt zu Spritzenfunden und Vermüllung, erklärte das Bezirksamt Neukölln auf Nachfrage. Es wurden sogar teilweise ganze Camps mit Zeltkonstruktionen und Matratzen auf der Grünfläche aufgebaut. Im Sommer wurde das Lager zwar vom Ordnungsamt geräumt. Doch nach wie vor ist der Park als Drogen-Hotspot bekannt.
Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) sagte dazu nun: „Die Berliner Suchthilfe ist gescheitert. Wir sehen jede Woche neue Drogenschwerpunkte im Bezirk und sind nicht in der Lage, aktiv zu reagieren.“
Nun schlägt die Neuköllner CDU vor, die Grünfläche an der A113 als Urban-Gardening-Fläche umzuwandeln. Liecke erklärte: „Mit kleinen städtischen Gärten wollen wir die soziale Kontrolle über diese Grünfläche zurückgewinnen. Es darf einfach keine Normalität sein, dass Drogen in aller Öffentlichkeit gehandelt und konsumiert werden.“
Einen entsprechenden Antrag, der der Berliner Morgenpost vorliegt, wird im Oktober in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht. Darin wird das Bezirksamt aufgefordert, die bis dato noch eingezäunte Grünfläche frei zugänglich zu machen, „und dieses Grundstück im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens als Urban-Gardening-Fläche für Familien, Anwohnerinnen und Anwohner zur Verfügung zu stellen.“
Doch Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Idee zeichnen sich bereits ab. Denn das Grundstück ist eine Ausgleichsfläche, gehört dem Bund und wird von der Senatsverwaltung für Verkehr verwaltet. Für das Grundstück bedeutet das konkret: wenig Pflege. Ein Mal pro Jahr gebe es laut einem Sprecher des Bezirksamts eine „rudimentäre Rasenpflege“, darüber hinaus werde jedoch „keine Pflege vorgenommen. Insbesondere erfolgt keine Beseitigung von Müll, Konsumutensilien und sonstigen Hinterlassenschaften. Das musste bisher der Bezirk erledigen.“
Gleichzeitig sind sich Bund und Land uneins über die Nutzung des Grundstücks: Während die Senatsverwaltung für Verkehr die Grünfläche für die Öffentlichkeit zugänglich erhalten möchte, wäre der Bund auch bereit, die Grünanlage einfach zu schließen – ganz so, „wie es mit dem wilden Grünstreifen auf der anderen Seite der Ballinstraße bereits gehandhabt wird“, so der Sprecher des Bezirksamts.
Land müsste Grundstück vom Bund abkaufen
Und: Sollte Berlin tatsächlich eine öffentliche Grünanlage aus der Fläche machen, müsste das Land das Grundstück zuerst vom Bund kaufen. Und eine andere Ausgleichsfläche müsste voraussichtlich bereitgestellt werden.
Schwierigkeiten, um die die CDU Neukölln zwar kennt, die sie aber dennoch nicht von einem entsprechenden Antrag abschrecken. Denn nach Auskunft der Landesdrogenbeauftragten, so erklärte es der Rathaussprecher, gebe es derzeit keine Möglichkeit, einen mobilen Konsumraum hier zu schaffen.
wir, die Gruppe Freiraumplanung aus Langenhagen, planen aktuell für die Stadt Hannover die Umstrukturierung eines Teils des Kleingartenvereins Friedenau e.V. in Hannover. In diesem Zuge sollen aus wenigen übergroßen Gärten viele neue und kleinere Parzellen entstehen. Bei der Umgestaltung sind die Aspekte des Artenschutzes/Naturschutzes, Gemeinschaftsflächen sowie des ökologischen Gärtnerns von großer Bedeutung.
Den Hinweis auf die urbanen Gärten Augsburg bekamen wir über Frau Wollkopf vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Hannover.
Ihr Projekt ist für uns besonders interessant, da die soziale Komponente /das gemeinschaftliche Gärtern und der Austausch auch bei uns eine große Rolle spielen sollen. Um den Pächter*innen Möglichkeiten und Chancen für die neuen Gärten aufzuzeigen, sind wir aktuell auf der Suche nach Referent*innen, die bereit wären, bei einer Info-Veranstaltung in einem kurzen Vortrag ihr Projekt vorzustellen und über Organisationsform, Gemeinschaftsaktionen etc. berichten.
Unser Ziel ist es, an einem Abend zwei Referent*innen zu Gast zu haben, die über Erfahrungen, Chancen und Schwierigkeiten berichten und danach in den Austausch mit den Pächter*innen, Bezirksverband usw treten. (mehr …)
Es ist ein Ort für Jung und Alt: An der Wittstocker Jahnstraße wird am Mittwoch der Dossegarten eingeweiht. Gestalten können ihn Kinder ebenso wie Mieter. Doch die Pläne gehen noch weiter.
Wittstock
Der Gemeinschafts- und Schulgarten „Dossegarten“ ist am Mittwoch in Wittstock eingeweiht worden. Er befindet sich an der Jahnstraße. Viele Kinder und Mieter aus dem Wohngebiet Röbeler Vorstadt sind dabei. Auch Kräuterfee Barbara Sommerfeld ist mit von der Partie. An vielen Mitmach-Stationen wird gepflanzt, gespielt und gebastelt. Wem es zu heiß ist, der nimmt auf einer Bank im Schatten eines Baumes Platz. Es gibt Bratwust, Kuchen und Getränke.
Eine Gartenlandschaft gestalten
„Kinder und Mieter sollen hier zusammenfinden und eine herrliche Gartenlandschaft gestalten“, sagt Hans-Jörg Löther, Geschäftsführer der Wittstocker Gebäude und Wohnungsverwaltung (GWV). Gemeinsam mit Ideengeberin und Wohngebietskoordinatorin Lissy Boost sowie Auguste Kuschnerow von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Schulgarten eröffnet er den Garten, und das hölzerne Eingangstor mit dem Namenszug wird enthüllt.
Damit ist vollbracht, woran etwa ein Jahr lang gearbeitet wurde. Die GWV erwirbt zunächst die rund 4000 Quadratmeter große leer stehende verwilderte Gartenfläche; lässt ruinöse Gebäude abreißen und das Gelände urbar machen. In einem Workshop mit dem Landschaftsarchitekten Frank Gemmel entsteht dann ein Gestaltungsplan.
Jung und Alt gemeinsam
Das Ziel: Jung und Alt sollen sich hier verwirklichen können und die Fläche herrichten, bepflanzen und pflegen. Finanziert wird das Ganze über Stiftungsgelder und Eigenmittel der GWV. „Ich hätte mir gewünscht, dass das Land Brandenburg diese Initiative finanziell unterstützt“, sagt Löther. Eine entsprechende Anfrage sei aber abgewiesen worden.
Am Mittwoch werden unter anderem eine Wittstock Rose „Rosa Wizoka“ und eine Theodor-Fontane-Rose in den Garten gepflanzt. Letztere hatte die Waldring-Grundschule Ende Mai von den Wittstocker Rosenfreunden geschenkt bekommen.
Darüber hinaus ist der Garten noch weitgehend leer. „Einige Beete waren schon mal bepflanzt, aber es ist alles vertrocknet“, sagt Eva Zirke, die am Mittwoch bei der Eröffnung dabei ist. Von der Idee mit dem Gemeinschaftsgarten ist sie begeistert. „Das ist eine tolle Sache, vor allem, wenn man bedenkt, wie es hier vorher ausgesehen hat.“
In die Schule integrieren
Dem kann sich Auguste Kuschnerow nur anschließen. „Wir brauchen mehr Schulgärten an Kitas und Schulen. Wir wollen das nicht wieder als Schulfach, sondern als Integration in die Schule schlechthin“, sagt sie.
Dabei könnte auch das naturbelassene Biotop helfen, das hinter dem Gartenzaun beginnt und bis an die Dosse heranreicht. „Die Arbeit im Garten lässt sich wunderbar mit Biologie-, Chemie oder Mathematik-Unterricht verbinden“, sagt Auguste Kuschnerow.
Erweiterung geplant
Hans-Jörg Löther hofft, mit diesem Konzept künftig noch mehr ältere Schüler zu erreichen. Er würde es begrüßen, wenn Aktivitäten in einem Schulgarten als Voraussetzung für ein Biologie-Studium verlangt würden.
Der Dossegarten sei zudem nur der Anfang eines sich ständig weiter entwickelnden Projektes. Denn die GWV plane, nach und nach weitere ungenutzte Gartenflächen hinzu zu erwerben und den Gemeinschaftsgarten so zu vergrößern.
Im Juni dieses Jahres haben wir begonnen, unseren Gemeinschaftsgarten gezielt für Menschen mit Migrationshintergrund zu öffnen. Ziel des Projekts ist es, Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt zueinander zu bringen. Dies geschieht über das gemeinsame Gärtnern als auch über verschiedenen Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit. Das gemeinsame Gärtnern findet an zwei Nachmittagen zu den regulären Gartenöffnungszeiten sowie im Rahmen einer bedarfsangepassten Öffnungszeit am Donnerstag (11-13 Uhr) statt. Mittwoch- und Samstagnachmittag bieten wir ein Bau- und Bastelangebot für Kinder und Jugendliche. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Wir danken unseren Kooperationspartner*innen: Mühlstraße 14 e.V., Gemeinschaftsunterkunft Neustädter Straße, Frauenkultur e.V., Internationale Frauen e.V. (mehr …)
Mit der Einweihung des Altmarktgartens auf dem Dach des neuen Oberhausener Jobcenters fiel gleichzeitig der Startschuss für das Vorzeigeprojekt des „inFARMING-Konzepts“. Wissenschaftler vom Fraunhofer UMSICHT erforschen vor Ort die innerstädtische Lebensmittelproduktion. Produktionssysteme und Gebäudeinfrastrukturen sind hierfür miteinander verknüpft, sodass Stoff- und Energieströme nachhaltig für den Anbau von Obst, Gemüse oder Kräutern genutzt werden können.
[text_ohne]Weltweit ist ein stetiges Wachstum der Städte zu verzeichnen. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 etwa 75 Prozent der Bevölkerung in Städten leben.[/text_ohne] Deren nachhaltige Versorgung mit regionalen Nahrungsmitteln ist eine enorme Herausforderung, denn insbesondere für den Anbau von Lebensmittelpflanzen fehlen vor Ort die Flächen. Gefragt sind neue Konzepte für eine urbane Lebensmittelproduktion. Weltweit werden zurzeit verschiedene Möglichkeiten erforscht, wie diese Produktion unter optimalem Einsatz von Ressourcen wie Energie, Wasser und Nährstoffen realisiert werden kann. Das Fraunhofer UMSICHT hat mit dem „inFARMING-Konzept“ einen Ansatz entwickelt, der Produktionssysteme und Gebäudeinfrastrukturen miteinander verknüpft.
Anbau in verschiedenen Klimazonen
Mit dem Altmarktgarten auf dem Dach des neuen Jobcenters ist jetzt ein Zentrum zur nachhaltigen regionalen Lebensmittelversorgung entstanden, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. In drei verschiedenen Klimazonen werden künftig Obst, Gemüse und Co. angebaut, in einer vierten Klimazone wird geforscht. Die einzelnen Zonen des Dachgewächshauses können je nach Bedarf an Temperatur und Feuchtigkeit der Pflanzen unterschiedlich angepasst werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass die produktionsorientierten Bereiche unterschiedliche Kultivierungssysteme nutzen. Neben den Ebbe-Flut-Tischen, die Pflanzen zeitgesteuert durch Flutung mit Wasser und Nährstoffen versorgen, wird in UV-stabilen Growbags, also großen großen Plastiktüten, die mit einem Nährstoff gefüllt sind, angebaut. Düngung und Wasserzugabe erfolgen hier per Tröpfchenbewässerung, das überschüssige Wasser wird durch ein Rinnensystem in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Bei einem weiteren Kultivierungssystem befinden sich die Pflanzen auf Kulturplatten in Schwimmteichen. Aussparungen in den Platten sorgen für Halt und ermöglichen ein direktes Wurzeln in das Wasser. Alle verwendeten Systeme sind somit hydroponisch, das heißt die Pflanzen werden durch eine wässrige Lösung ernährt. Ein Düngerautomat steuert die Nährstoffversorgung individuell angepasst an Pflanzen und System.
Mehr als 1.000 Quadratmeter Nutzfläche
Die Nutzfläche des Dachgewächshauses beträgt mehr als 1.000 Quadratmeter, wovon das Fraunhofer UMSICHT auf 160 Quadratmetern Forschung und Entwicklung (FuE) betreiben wird. „Gemeinsam mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen können wir neueste Entwicklungen und Technologien im Bereich der gebäudeintegrierten Landwirtschaft testen und weiterentwickeln“, erklärt Volkmar Keuter, Leiter der Abteilung Photonik und Umwelt am Fraunhofer UMSICHT. Das Gebäude dient dabei als Ressource. „Wir untersuchen, inwieweit Wasserströme oder Abwärme aus dem Gebäude zur Versorgung der Pflanzen genutzt werden können“, führt Keuter fort. Die Abwärme wird aus dem Jobcenter direkt in den FuE-Bereich geführt. Das Grauwasser – Wasser aus Duschen und Handwaschbecken – wird im Keller aufbereitet. Zum einen, damit es innerhalb des Gebäudes genutzt werden kann, zum anderen, um im FuE-Bereich die Verwendung für die Bewässerung zu testen. Auch die Belichtung steht im Fokus der Forschenden, denn mit bestimmten Lichtszenarien lassen sich das Pflanzenwachstum und die Pflanzenqualität positiv beeinflussen. Für das Fraunhofer UMSICHT bietet der Altmarktgarten gute Voraussetzungen: Die Ergebnisse aus den Forschungsprojekten können nach der Entwicklungsphase direkt vor Ort in der Praxis erprobt werden.
Transportwege werden minimiert
Das Konzept minimiert die Transportwege zwischen Anbau und Verbrauch, indem das auf dem Dach angebaute Gemüse lokal im urbanen Raum vermarktet werden kann. Dadurch, dass Ressourcen optimal zum Einsatz kommen und Stoffkreisläufe geschlossen werden, können Energieverbrauch, Kohlenstoffemissionen und Abfälle reduziert werden. Beim Garten steht aktuell besonders die Optimierung des Wasserverbrauchs im Fokus. Weitere Vorteile: Das städtische Bild wird positiv bereichert, und die Flächenversiegelung wird verringert, indem bereits bebaute Räume – wie das Gebäudedach des neuen Jobcenters – als Anbaufläche dienen.
Bürger stehen Projekt positiv gegenüber
Bereits im Vorfeld wurde die Bevölkerung im Rahmen mehrerer Veranstaltungen ausführlich über den Altmarktgarten informiert. Auch gibt es einen zentralen Informationspavillon in der Innenstadt. Eine Befragung der Oberhausener Bürger ergab, dass die Mehrzahl dem Projekt positiv gegenübersteht. 80 Prozent der Befragten planen, das Dachgewächshaus zu besuchen, 70 Prozent sehen es als Bereicherung für die Innenstadt.
Ebi hat Mail an den OB geschickt und wollte u.a. wissen, „warum auf Ihrem Pachtgrundstück eine Bodenuntersuchung durchgeführt wird. Die Landeshauptstadt Hannover wird in zeitnaher Zukunft das Grundstück in einer Ausschreibung zum Verkauf anbieten, sodass dadurch die Nutzung durch die internationalen Stadtteilgärten beendet werden muss. Wir können Ihnen aber schon jetzt anbieten, zusammen nach geeigneten Ersatzstandorten auf städtischen Flächen zu suchen. Hierfür benötigen wir Informationen, welche Stadtteile für Sie und Ihre Mitglieder grundsätzlich in Frage kommen würden bzw. gut erreichbar wären. Über den genauen Zeitpunkt, an dem die Nutzung beendet werden muss, werden wir Sie noch informieren.“(mehr …)
Der StadtAcker wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Dem Gemeinschaftsgarten gelingt es, „Menschen in vorbildlicher Weise für biologische Vielfalt zu begeistern und dabei ein offenes Miteinander zu fördern.“ Die Auszeichnung erhalten wir passender Weise an unserem Aktionstag „Nachbarn für Nachhaltigkeit“ am kommenden Samstag. Anschließend feiern wir diese Würdigung bei der Grünen Tafel, zu der wir Sie alle herzlich einladen!
[…] Als Teil dieses Konzepts führen wir den inklusiven Gemeinschaftsgarten „zusammen gärtnern“ (3500 qm) und das Sozialcafé „zusammen kaffee“ in der Freiburger Innenstadt. Im Garten finden monatlich Aktionstage und wöchentlich ein offener Gartentreff statt. Im Café bieten wir an drei Tagen der Woche einen regional-biologischen internationalen Mittagstisch auf Spendenbasis an. Das Café ist zusätzlich Teil einer gastronomischen Qualifizierung für Menschen mit Migrations-/ Fluchtbiografie. Auf der kleinen Bühne finden regelmäßig Kulturveranstaltungen statt (Konzerte, Kino, Erzählcafés, Lesungen, etc).Wir sind ein Team von fünf Personen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten (Essen & Trinken, Garten& Umwelt, Kunst & Kultur, Arbeit & Qualifikation). Ab 2020 bauen wir im Gemeinschaftsgarten tagesstrukturierende Beschäftigungsangebote für Menschen mit Beeinträchtigung auf. Weitere Informationen über zusammen leben e.V. unter www.zlev.de. Qualifikation: • Professionelle*r Gemüsegärtner*in mit pädagogischer Erfahrung in Gruppenanleitung. Aufgaben: • professionelle ökologische Anbauplanung, Vorbereitung der Gartenarbeit und der Beschäftigungsangebote • ökologische Gemüseproduktion gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der Beschäftigungsangebote • Anleitung und Begleitung der unterstützungsbedürftigen Menschen im Gartenprojekt • Kommunikation mit Behörden, Institutionen, Assistenzen, Eltern und Angehörigen • Zusammenarbeit mit der Projektkoordinator*in (Strategische Planung, Materialbedarf, Erntemengen, Weiterverarbeitung, Bedürfnisse) sowie inhaltliche Mitarbeit bei der Weiterentwicklung des Projektes • Abstimmung mit einer gärtnerischen Hilfskraft bzgl. des Anbaus und anstehender Arbeiten (mehr …)
Die Ufer-Projekte Dresden, u.a. Träger von acht Gemeinschaftsgärten, sind vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und von den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) als Projekt Nachhaltigkeit 2019 ausgezeichnet worden. „Die Schwerpunktthemen des Wettbewerbs waren u.a. Soziale Gerechtigkeit und Nachhaltiger Konsum. Bundesweit haben über 500 Projekte und Initiativen teilgenommen, davon wurden 40 Projekte ausgezeichnet. […] Josef Ahlke von RENN.mitte und Vorsitzender von Zukunftsfähiges Thüringen e.V.: „Das Motto dieser Veranstaltung ist für uns zugleich Programm: Auszeichnen, Vernetzen, Weiterdenken. Das Team von RENN.mitte möchte mit den Auszeichnungen nicht nur zeigen, welche tollen Projekte es gibt, sondern über die Vernetzung und den Austausch zugleich die Stärkung und Ausbreitung der Projekte ermöglichen. Ziel ist eine gesellschaftliche Transformation – ausgehend von diesen Ideen und Initiativen vor Ort. (…)“
Den zweiten Preis haben sie von der Lokalen Agenda 21 für Dresden e. V. erhalten. Nach einer öffentlichen Projektvorstellung hat sich die Jury als Preisträger des 20. Agenda Wettbewerbes in der Kategorie „BNE und gesellschaftliches Miteinander“ für die „UFER-Bildungsprojekte“ entschieden.
(alerts) Die Besucher und Betreiber des Neuen Frankfurter Gartens haben Angst. In der Nacht auf Dienstag (24.09.2019) wurde in der Anlage auf dem Danziger Platz vor dem Ostbahnhof eingebrochen – bereits zum achten Mal in Folge. Der oder die Einbrecher verwüsteten Container und schlugen Scheiben ein – gestohlen wurde anscheinend nichts. Der preisgekrönte Bienen-Lehrpfad in den Baumwipfeln blieb unbeschädigt.
Im Mai hatten Unbekannte den Garten erstmals heimgesucht, sagt die Vorsitzende Cher Haurová vom Verein Baum-Biene-Gut, der den Garten betreibt. Damals seien vor allem Getränke und Essen geklaut worden. Nachdem sich die Einbrüche in den Folgewochen wiederholt hätten, installierte das Team Kameras. Darüber habe im August ein Täter identifiziert, erwischt und schließlich der Polizei übergeben werden können, sagt Haurová. Bei diesem habe es sich um einen Obdachlosen gehandelt, der bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein soll.
Frankfurt: Garten im Ostend mehrfach verwüstet – Einbruch und Randalen
Doch danach ging es erst richtig los, sagt die Vorsitzende. Wurde bei den ersten Einbrüchen vornehmlich gestohlen, sei bei den späteren „mit zunehmender Gewalt“ randaliert worden. Sämtliche Glasscheiben auf dem Gelände hätten der oder die Täter eingeschlagen, eine mühsam ersparte Solarkühltruhe, zwei Kühlschränke, die Einrichtung des Büro- und des Küchencontainers, Pflanzen, Lebensmittel und selbstgemachte Gartenerzeugnisse zerstört. „Das ist purer Vandalismus!“, sagt Cher Haurová.
Die Schäden beliefen sich auf etwa 4000 bis 5000 Euro und bedrohten das wirtschaftliche Fortbestehen des Neuen Frankfurter Gartens. Die ständigen Aufräum- und Sicherungsarbeiten seien zermürbend, sagt die Zweite Vorsitzende Corina Haurová. „Wir haben genug ehrenamtliche Arbeit im Garten – mit Führungen und Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit.“
Frankfurt: Einbruchserie im Ostend – Rache könnte Grund sein
Das Team vom Frankfurter Garten geht davon aus, dass es sich um einen Rachefeldzug des Obdachlosen handelt. Die Polizei sage, sie sei machtlos, sagt Cher Haurová, solange die Staatsanwaltschaft nichts unternehme. Derzeit werde noch ermittelt, teilt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage mit. Ob zwischen den verschiedenen Fällen ein Zusammenhang bestehe, sei momentan noch nicht ersichtlich.
Viele der ehrenamtlichen Helfer hätten inzwischen Angst, in den Garten zu kommen, sagt Cher Haurová, „sogar tagsüber“. Viele schlössen hinter sich die Tore. „Das ist genau das Gegenteil von dem, was wir wollen: ein offener Ort für alle sein.“ Doch habe die Zerstörungswut zuletzt stetig zugenommen.
Frankfurt: In Garten mehrfach eingebrochen – „unglaubliche Gewalt“
Nach dem vorletzten Einbruch vor zwei Wochen hätte der Verein die Container von einer Schlosserei zusätzlich verriegeln lassen. Doch in der Nacht auf Dienstag seien auch diese Sicherungen „mit unglaublicher Gewalt zerstört“ worden. Der Einbrecher habe mit einem Balken die halbe Wand eines der Container eingerissen. „Wir sind echt verzweifelt.“ (mehr …)
Einladung zum Podiumsgespräch Vom Reden zum Handeln im eigenen Verantwortungsbereich Laudato si’ und „Essbare Preysinggärten“
mit Gemüserondell vor der Jugendkirche, Hochbeeten vor den Wohnhäusern und Beerensträuchern auf Rasenflächen und …. Essbare Städte sind grün und kommunikativ In einer beispielhaften Aktion werden in den alten Rundbeeten um die Jugendkirche und in neuen Hochbeeten vor den Wohnhäusern (anstelle von Rasensteinen) Beerensträucher, Kräuter, Gemüse und Salate gesät und gepflanzt, die im Herbst noch gut anwachsen können. In einem folgenden Schritt sollen statt monotonen Rasenanalgen artenreiche Blumenwiesen wachsen. Mit ihrem Vorschlag stieß die Umwelt-Akademie rund herum auf offene Ohren und unterstützt jetzt bei der Umsetzung. Die künftigen Nutzer der Gärten werden Studierende und Beschäftigte der Katholischen Stiftungshochschule, MitarbeiterInnen der Kirchlichen Einrichtungen, die Schulgemeinden des Edith Stein Gymnasiums und der neuen Grundschule sowie AnwohnerInnen sein. Informieren sie sich, nehmen Sie Anregungen mit in ihr Wohnquartier oder an Ihren Arbeitsplatz, fragen Sie nach
Weram Podium Dr. Sylvia Schwitalla, Essbare Stadt Andernach Maria Hager Hauswirtschaftsleiterin, Kräuterpädagogin und Initiatorin des essbaren Schulhofs, Polling Dr. Christoph Schwingenstein Bio-Landwirt, Vorstand der Umwelt-Akademie e.V. Dr. Nico Döring Essbare Schuhöfe, Regenwaldschutz Guatemala und Vorstand der Umwelt-Akademie e.V.
Pilzwochen im Café des Bellevue und in der Glockenbachwerkstatt! Diese Woche gibt es leckere Champignons und zwar aus lokalster Aufzucht aus dem benachbarten Hochbunker an der Blumenstraße, keine hundert Meter vom Café entfernt. Die Pilze wachsen dort gerade im „munich mush-room“, einem urban farming Projekt von Nicola Borgmann (Architekturgalerie München), Martin Kühfuss und Christian Schühle (HKS Architekten) im Rahmen der Ausstellung „Transformationen“ von Burckhardt+Partner. (mehr …)
Neben dem Erhalt der Freiflächen vor der Wagenhalle möchte die Künstlergemeinschaft die entstandene nachhaltige Gärtnerei erhalten. „Der Stadtacker ist das größte Urban-Gardening-Projekt der Landeshauptstadt und das einzige, welches mit Mutterboden arbeitet“, betonte Lonni Görlach, Vorstand des Vereins Stadtacker. „Stadtentwicklung darf nicht mehr auf Kosten von Biotopen und Naturräumen geschehen“, so Görlach weiter und verwies auf ein wissenschaftliches Projekt mit der TU München und den Aktiven des Stadtackers.
Container City erhalten
In die lebhafte Diskussion um das zukünftige Rosensteinviertel wollen die Akteure der Wagenhalle ihre jahrelangen Erfahrungen mit Stadtentwicklung auf informeller Ebene einbringen und ihr Areal als Sondernutzungsfläche für Kultur erhalten. Umso erfreuter waren sie, dass der Sieger des Internationalen Städtebau-Wettbewerbs die Container City erhalten und ein Kreativquartier etablieren will. Den Architekten gefiel, wie hier gewohnt, gearbeitet, produziert und getüftelt wird, wie flexibel und leicht die Bebauung ist und damit die Grenze zwischen öffentlich und privat neu definiert wird.
Nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachgeben
Ein nächster Schritt bei der Transformation zum urbanen Quartier ist für Bischoff die Internationale BauausstellungIBA im Jahr 2027 auf diesem Gelände: „Die IBA ist ein geeignetes Instrument und eine große Chance für eine innovative Gestaltung und gesamtgesellschaftliche Nutzbarmachung des Areals.“
Görlach und Bischoff plädierten nachdrücklich dafür, nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachzugeben, sondern vielmehr das Gebiet für experimentelles Bauen offen zu halten und der Frage nachzugehen, wie ein lebendiges, gemischtes Quartier entsteht. Als nächsten Schritt sehen sie die Gründung eines gemeinnützigen Entwicklungsträgers sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus allen relevanten Bereichen der Gesellschaft.
der Verein bleibt weiterhin für den Gemeinschaftsgarten verantwortlich. Sowohl Jonas und meine Pläne haben sich ein wenig geändert, sodass wir auch nächstes Jahr den Garten betreuen werden. Wir sind gerade dabei, auch noch einmal Förderanträge zu stellen, damit wir den Garten nächstes Jahr noch ausbauen können und in eine mobile Küche investieren können, die zur Verarbeitung der Ernte dient. Die Gruppe fängt wahrscheinlich im April 2020 wieder mit Gärtnern an.
(alerts) Iris Wiesner koordiniert seit dem 1. September in Kyritz das Projekt „Diakomma – digital ankommen in Arbeit“. Sie hat mit ihrem Team ihren Sitz im Stadtteilbüro Kyritz-West in der Perleberger Straße 39a. Die Stadt hat für das Projekt mehr als 500 000 Euro aus dem Förderprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – Biwaq“ des Bundesinnenministeriums sowie des Europäischen Sozialfonds erhalten. Das Projekt möchte Langzeitarbeitslosen neue Wege in die Beschäftigung ermöglichen. Es möchte zudem den Zusammenhalt im Stadtteil und das ehrenamtliche Engagement stärken. Bei „Diakomma“ sollen Arbeitslose und Erwerbstätige mit geringem Einkommen Nachbarschaftshilfe als positive Struktur für ihren Alltag entdecken. Angelegt werden soll ein Nachbarschaftsgarten. Es soll ein Quartierstreff sein, ein sich ständig wandelnder Ort, der in altersübergreifender Zusammenarbeit für und in einem Mehrgenerationengarten entsteht. Die Teilnehmer, die freiwillig an dem Projekt mitwirken, lernen und erproben den Umgang mit digitalen Medien. Mit videogestützten Interviews erkunden sie Anforderungen am Arbeitsplatz, erhalten persönliche Kontakte zu Unternehmen und absolvieren Praktika in diesen Betrieben. Das Projekt wird vom Büro Blau betreut. Die gemeinnützige GmbH hat langjährige Erfahrung mit Partizipations-und Dialogprozessen in der Stadt- und Regionalentwicklung. Im Mittelpunkt der Unternehmensaktivitäten stehen Kommunikation und entdeckendes Lernen in Regionen und Stadtteilen, mit Schülern, Erwachsenen und Unternehmen oder zwischen Politik und Bürgerschaft. (mehr …)
Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) mit Sitz in Frankfurt hat ihre Mitgliederversammlung 2019 in den Großraum Dortmund gelegt, aus gutem Grund: Sie wird am Freitag 20. September 2019, die Urbanisten mit dem „Günter Gregg“-Preis auszeichnen – für das Schaffen neuer Perspektiven durch Hydrokultur in urbanen Lebensräumen.
Die DGHK besichtigt das Preisträger-Projekt in seiner Keimzelle, einem Mini-Gewächshaus mitten in Dortmund: Hier betreiben „die Urbanisten“ Urban Gardening mit Hydrokultur, ergänzt durch die Komponenten des Aquaponic. Obst und Gemüse – z.B. Tomaten, Gurken, Rhabarber, Erdbeeren – werden in Blähton gezogen und im Ebbe-Flut-System mit Wasser und Nährlösung versorgt: dieurbanisten.de
Der Günter Gregg-Preis ist benannt nach dem Begründer der Hydrokultur, Gärtnermeister Günter Gregg. Mit Entwicklung der Hydrokultur hat Günter Gregg die „Pflanzenhaltung in Gefäßen“ – also auf versiegelten Flächen – einfach handhabbar und für jedermann zugänglich gemacht. Günter Gregg stand der DGHK seit 1999 als Präsident und bis zu seinem Tod als Ehrenpräsident vor
Nach intensiver, gut eineinhalb jähriger Suche hat der gemeinnützige Verein ein neues Grundstück gefunden. Es befindet sich auf dem Gelände der Montessori-Schule, südlich des Montessori-Kinderhorts im Olympiapark. Gleichzeitig ist der Garten eine Kooperation mit der Schule. Dabei steht im Mittelpunkt Alltagskompetenzen im sozial-ökologischen Bereich zu vermitteln und die Schüler*innen in die Gartenaktivitäten einzubeziehen.
Es gibt natürlich auch wieder Gartltage zum Mitmachen, an jedem ersten Samstag im Monat. Die aktuellen Termine findet Ihr in unserem Gartenkalender.
Unter dem Titel „Grünes Netzwerk für die Nachbarschaft – Vielfalt für das Quartier“ wird der Schöneberger Norden für sein vielfältiges Engagement für Gartenprojekte ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird dem Quartier beim Großgörschenstraßenfest am 15.09.2019 von Stadtrat Jörn Oltmann und einem UN-Dekade Jugendbotschafter feierlich übergeben. https://schoeneberger-norden.de/index.php?id=125&tx_news_pi1%5Bnews%5D=495&tx_news_pi1%5Bday%5D=31&tx_news_pi1%5Bmonth%5D=7&tx_news_pi1%5Byear%5D=2019&cHash=1739415ee8077b2897d702ba38bca1bf https://www.undekade-biologischevielfalt.de/ (mehr …)
(FB) Die Internationalen Stadtteilgärten Hannover e.V. gewinnen mit einem ihrer Gartenprojekten, dem Spessartgarten, den ersten Preis des Gartenlustwettbewerbs der Stadt Hannover in der Kategorie Gemeinschaftsgärten.
Aus der Pressemeldung: „Gewonnen in der Kategorie „Gemeinschaftsgärten“ hat der Verein „Internationale StadtteilGärten Hannover e.V.“ im Spessartweg 6 im Stadtteil Sahlkamp. Auf Initiative von Anwohner*innen und dem dortigen Stadtteiltreff wurde 2007 der Verein gegründet. Inzwischen besteht die Gartengemeinschaft aus 40 Familien aus vielen Nationen. Etwa 140 Personen versorgen sich aus den Erträgen von ca. 2.000 Quadratmetern Tiefgaragendach mit gesundem Gemüse, Obst und Kräutern und vielem mehr. Beim Gärtnern und gemeinsamen Lernen werden Vorurteile abgebaut, und die Menschen können mit der neuen Heimat „verwurzeln“. Als niederschwelliger Integrationsort wird auch mit Kultur- und Bildungsangeboten wichtige Arbeit geleistet, die den Stadtteil ruhiger und schöner macht. Gegärtnert wird ausschließlich biologisch, das Regenwasser wird aufgefangen, aber es gibt auch einen eigenen Brunnen.“(mehr …)
(Mail) http://nabu-zukunftsgarten.de/ Das Projekt läuft Ende des Jahres aus Tatsächlich kommen vorallem Kinder und junge Jugendliche, wir basteln und spielen viel. Gärtnern und Reparieren im engeren Sinne findet nur sporadisch statt. Außer gießen und Beeren naschen.
(FB) Wow, wir sind ganz baff. Gleich zwei Preise durften wir in dieser Woche erhalten! Zum einen Projekt Nachhaltigkeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung und den Lokale Agenda Preis in Dresden. (mehr …)
Der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten in der Gemeinschaftsunterkunft Bernauer Straße 138a stand am 29. August im Terminkalender der grünen Bundestagsabgeordneten Renate Künast.
Seit Mai gärtnern die rund 190 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft des Internationalen Bundes zusammen mit Nachbarn auf dem Hof der Gemeinschaftsunterkunft. Eine Spende der Deutschen Postcode Lotterie von 17.000 Euro hatte es ermöglicht. Dazu gehört auch ein internes Projekt für die Kinder in der Unterkunft, die nicht nur ganz praktisch gärtnern, sondern sich auch über Garten, Natur und Umwelt informieren.
Renate Künast machte gleich den Test. Dass die schon leicht erröteten Tomaten als solche zu erkennen sind – geschenkt. Aber auch die Minze erschnuppert sie mit den Kindern. Die finden in den kleinen Hochbeeten direkt an der Bernauer Straße ohnehin Vielfalt. Neben den Tomaten schaut vorsichtig eine Aubergine hervor.
Das professionelle Gärtnern ist an dem Ort kein Zufall. Der Internationale Bund bildet auch Gärtner aus, und die entsprechenden Mitarbeiter helfen gern.
Behörden bestehen auf Zäune
Renate Künast ist eigentlich auf einer Besichtigungstour durch ökologische Projekte in Deutschland. Doch an der Bernauer Straße geht es schnell um das Miteinander der Menschen. Das Gelände der Gemeinschaftsunterkunft ist nach wie vor eingezäunt. Aber natürlich ist die Einrichtung kein Gefängnis. Jeder Bewohner kann gehen und kommen, wann er will. Doch die Behörden bestehen aus Sicherheitsgründen darauf bei jeder Unterkunft für Flüchtlinge – zu groß ist immer noch die Gefahr von Übergriffen auf Geflüchtete.
Bewohner und Mitarbeiter haben das Beste daraus gemacht. Nicht nur einige der Hochbeete stehen direkt hinter dem Zaun an der Straße, auch einige Gemälde der Kinder und Jugendlichen, beidseitig gestaltet, lassen den Zaun nicht nur optisch durchlässig wie eine Pflanzenmembran erscheinen. Sie machen auch neugierig auf den Bereich hinter dem Zaun.
Der Besuch endet nach einer Führung durch das Haus. Einrichtungsleiter Stefan Ehrhardt und der Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Klaus-Hinrich Westerkamp, der sich auch im Willkommensbündnis „Wir für Reinickendorf“ engagiert, verweisen auf die unverkleideten Pressholzwände, die bei der Einweihung sogar heftige Kritiker der Flüchtlingshilfe verstummen ließen: „So luxuriös ist das gar nicht hier.“
Immerhin funktioniert das Miteinander. Wenn es darum geht, welcher Raum noch zu besichtigen sei, stimmt sich Ehrhardt gerne mit einem Mädchen ab, dem er die Schlüssel dafür anvertraut. Dafür gibt es für beide reichlich Lohn: Großes Vertrauen zueinander.
In Deutschland gibt es rund eine Million Kleingärten. Die meisten davon im Osten. Zurzeit aber steigt der Druck auf die Kleingartenanlagen. Platzmangel in den Großstädten, Mitgliederschwund im ländlichen Raum oder die Bezahlbarkeit sind nur einige Themen, die beim 28. Bundesverbandstag in Dresden diskutiert wurden.
Zentrales Thema auf dem Bundesverbandstag in Dresden waren die Erkenntnisse aus der aktuellen Kleingarten-Studie. Für die Bestandsaufnahme wurden zwischen Juli 2017 und Mai 2019 verschiedene Landesverbände, Kommunen oder Ministerien befragt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Kleingärten in weiten Teilen der Gesellschaft anerkannt sind, aber besser gefördert werden müssen. Dafür erfordert es neue Konzepte und vor allem viel Engagement.
Vizepräsident sieht Dresden in Vorreiterrolle
Für Dirk Sielmann, den Vizepräsidenten des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, hat Dresden in Sachen Kleingartenwesen eine Vorreiterrolle. Nicht nur, weil die Stadt Dresden den ortsansässigen Stadtverband unterstützt. „Der Verband ist auch gut organisiert“, fügt Dirk Sielmann hinzu. So findet ein reger Austausch zwischen Mitgliedern und Vorstand statt. Ideen, beispielsweise ein Kleingartenwettbewerb, werden zusammen entworfen und stetig weiterentwickelt. Und von dem Wissen größerer Anlagen profitieren auch diejenigen, mit nur wenigen Parzellen. „Das führt letztlich auch dazu, dass der Erhalt der Kleingartenanlagen gesichert ist“, meint Dirk Sielmann.
Vorteile in der Stadt | Leerstand auf dem Land
In mehr als jeder zweiten befragten Kommune ist das Interesse der Bevölkerung an Kleingärten gewachsen. Besonders in den Großstädten. Gerade in den Ballungsräumen ist die Nachfrage zum Teil so groß, dass Wartelisten geführt werden. Der Platz für neue Kleingartenanlagen fehlt meistens, da Wohn- oder Industrieräume geschaffen werden. „Wir haben hier eine große Flächenkonkurrenz“, sagt Dirk Sielmann. „Da müssen wir Synergien schaffen. Ein erster Schritt wäre zu überlegen, ob bei Großbauprojekten auch neue Kleingartenanlagen geschaffen werden müssen.“ Ein anderer, die vorhandenen Anlagen umzugestalten. Der Bundesverband strebt an, nur noch kleinere Parzellen von maximal 300 Quadratmeter Fläche zu schaffen. Das könnte zum Beispiel dadurch gelingen, indem größere Kleingärten geteilt und saniert werden.
Ein ganz anderes Problem stellt sich dagegen im ländlichen Raum. Die Parzellen bleiben oft leer. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland etwa 25.000 Kleingärten abgerissen worden. „Das kostet die Vereine viel Geld“, erklärt Dirk Sielmann und appelliert an die Politik, „dass Städtebaufördermittel für den Rückbau von Parzellen zur Verfügung gestellt werden.“
Kleingärten werden immer öffentlicher
Immer mehr Kleingartenanlagen setzen auf ein öffentlich zugängliches Angebot. Hinweisschilder und Infotafeln werden an den Eingängen platziert, neue Eingangstore und Zäune sorgen für eine bessere Einsehbarkeit. In einigen Kleingartenanlagen verschwinden zunehmend die sichtbaren Grundstücksgrenzen. Statt Holzzäunen werden kleine Steine als Begrenzung gelegt oder die Grundstücke oft gemeinsam bewirtschaftet.
Zwischen Tradition und Moderne
Es ist aber auch ein Spagat, den die Kleingärtner in Zukunft leisten müssen. Andere Formen wie das „Urban Gardening“, also die gärtnerische Nutzung von städtischen Flächen, werden immer beliebter. Einige Vereine haben schon Hochbeete aufgestellt, die man mieten und sich im „Urban Gardening“ ausprobieren kann. Die Infrastruktur muss verbessert, Wege und Gemeinschaftsräume geschaffen werden. Gleichzeitig soll der Grundgedanke erhalten bleiben. Auf mindestens 30 Prozent der Grundstücksfläche müssen Beete angelegt sowie Bäume und Sträucher gepflanzt werden, betont Vizepräsident Dirk Sielmann: „Gartenpächtern ist zu vermitteln, das kleingärtnerische Interessen und Nutzungen im Mittelpunkt stehen.“
Seit der Umgestaltung vor einigen Jahren hat sich die Grünanlage am Theodor-Heuss-Platz zum Anziehungspunkt gemausert. Zahlreiche Ruhebänke, Bäume, Blumen und ein Wasserspiel locken nicht nur die Anwohner an. Nur die beiden Hochbeete, die zwar bei blauem Himmel den ganzen Tag von der Sonne beschienen werden, führen ein Schattendasein – bislang.
Eine Pflanzaktion soll dem Stadtgärtnern hier mitten im Zentrum Augsburgs neuen Schwung verleihen. Und so buddeln an diesem Nachmittag Tine Klink, GrünenStadtrat und Anwohner Matthias Lorentzen und seine Nachbarin Johanna in der prallen Sonne in einem Hochbeet die altersschwachen Erdbeerpflanzen aus, die in diesem Sommer keine Früchte mehr getragen haben. Regina Martin vom Grünamt hat Nachschub mitgebracht – überwiegend winterharte Kräuter wie Oregano, Thymian, Blutampfer oder Lavendel.
Ein Pate für die Hochbeete am Heuss-Platz in Augsburg
„Mir war es arg, dass hier nichts mehr passiert ist“, sagt Tine Klink. Die „Gartenverrückte“, wie sie sich selbst nennt, betreut beruflich und ehrenamtlich mehrere Urban-Gardening-Projekte in der Stadt. Matthias Lorentzen konnte sie jetzt als Paten für die Hochbeete gewinnen. „Ich war schon vor dem Umbau gerne auf dem Platz, damals wurde auch gegärtnert.“ Daran wolle er jetzt anknüpfen und sich auch mit Hilfe von Nachbarn ums Gießen und Nachpflanzen kümmern. Besonders schön findet der junge Vater, dass die Kräuter für seine Kinder als Anschauungs- und Schnupperobjekte dienen. Und nicht nur das: Ebenso wie früher die Erdbeeren zum Naschen verlockten dürfen auch die Kräuter in kleinen Mengen mitgenommen werden. Wann das zweite Hochbeet am Heuss-Platz neu bepflanzt wird, steht noch nicht fest. „Vielleicht noch im Herbst mit Feldsalat.“
So mancher leidenschaftliche Gärtner, der viele Stunden Arbeit in sein Grün investiert, mag die doch recht überschaubare Aufgabe der Beetpaten belächeln. Andererseits gewinnt das Stadtgärtnern als Alternative zum Kleingarten oder der Grünidylle am eigenen Haus in Augsburg immer mehr an Bedeutung. Dass gerade der Nordwesten der Stadt hier stark vertreten ist, führt Regina Martin auf die dort recht dichte Besiedelung zurück. In Oberhausen etwa gedeihen alle teilweise vor mehreren Jahren initiierten Projekte – etwa an der Dieselbrücke oder in der Neuhoferstraße bei St. Joseph. Besonders eifrige Helfer finden sich an der Austraße ein. „Es gibt dort mittlerweile sogar drei Bienenstöcke“, sagt Klink. Einzig die Pflege der Hochbeete vor der Löweneck-Schule sei derzeit ein Problem. Die Zusammenarbeit mit der Schule habe zuletzt auch wegen der Ferien nicht so gut geklappt. „Wir wollen jetzt einen neuen Versuch mit den Nachbarn starten“, kündigt Klink an.
Stadtgärtnern im Wittelsbacher Park
Einen Neuanfang könnte es auch an zwei Standorten nahe der Innenstadt geben. Anstelle der sogenannten Bigpacks denkt das Grünamt daran, im Wittelsbacher Park Hochbeete aufzustellen und diese Ehrenamtlichen zur Pflege zu überlassen. „Wir wollen weg von den Bigpacks“, sagt Martin. Denn Hochbeete seien nachhaltiger als die sackartigen Pflanzbehälter. Das Vorhaben im Wittelsbacher Park soll im nächsten Frühjahr in die Tat umgesetzt werden – ebenso wie die Bepflanzung von Betonringen in der Alpenstraße. Gute Nachrichten gibt es auch vom Interkulturellen Garten in Kriegshaber am Rande des Kulturparks West. Auch wenn der Pachtvertrag abgelaufen sei, werde das Projekt weiterbestehen, sagt Regina Martin. „Die Fläche wird etwas kleiner und dann nur noch für 50 statt wie bisher 70 Gärtnern ein Betätigungsfeld bieten.“
Kapazitäten frei hat indes der neue Gemeinschaftsgarten des Vereins Wertachwiese an der Uhlandstraße. Auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück können 60 bis 80 Gärtner aktiv werden. Noch in diesem Herbst soll dort in Kooperation mit dem Amt für Landwirtschaft der Weg bereitet werden für eine Streuobstwiese, sagt Martin.
Schule kümmert sich um Hochbeete am Augsburger Vogeltor
Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit hat in diesem Sommer zwischen den Stadtwerken und der Realschule St. Ursula begonnen. Die Schülerinnen betreuen Hochbeete, die vor dem Umspannwerk am Vogeltor stehen. Ziel ist es, die Grünfläche aufzuwerten und die Mauern des Umspannwerks vor illegalen Graffiti zu bewahren. Denn die Maßnahme, auf die die Stadtwerke sonst in solchen Fällen zurückgreifen – eine legale Verschönerungsaktion mit dem Verein „Die Bunten“ – ist an dieser Stelle aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich. Und so entstand die Idee, anstatt Graffiti dort ein Urban-Gardening-Projekt zu machen. Thomas Hosemann von den Stadtwerken ist angetan vom Engagement der Schule: „Es gab sogar einen Gießplan für die Ferien.“ Die Aktion werde auch im neuen Schuljahr fortgesetzt.