Autor: admin

  • neuer GG in Köln entsteht

    (NL)

    […]
    Das Ergebnis ist ein tollen Konzept:

    In sehr enger Kooperation mit der Gartenwerkstadt Ehrenfeld wird das Projekt vom neu zusammengefundenen Kernteam und allen die Interesse haben entstehen. Ein Gemeinschaftsgarten soll das hintere Stück des Leo-Amann-Parks zu einem einladenden Ort machen. Durch den Anbau von Gemüse, Obst und Blumen in Hochbeeten und Kübeln soll ein Garten für Alle entstehen. Mit Upcycling-Elementen, soll auch der Kreativität Platz gegeben werden. Mit Sitzgelegenheiten wird es aber auch zu einem Ort der Ruhe und des Zusammenkommens. Schulen und Kindergärten machen daraus einen Lernort. Vielseitig und multikulturell wird es ein Ort für Alle.

    Nun heißt es warten. Das Konzept liegt der Stadt vor und am 09. September 2019 wird endgültig beschlossen ob wir ein „go” bekommen.

    Aber Stillstehen liegt uns nicht. Das erste große Thema brannte uns von Beginn an unter den Nägeln: Der Name fehlt! Jeder durfte sich an Vorschlägen ausleben und es wurde kreativ. Eine Abstimmung ergab dann:

    „Grüner Leo” soll er heißen, der neue Gemeinschaftsgarten im Leo-Amann-Park in Ehrenfeld.

    Nun steht der Tag des guten Lebens an und auch wir sind mit am Start. Ein Ziel ist es, die Nachbarn mit in die Gestaltung des Gartens einzubeziehen. Durch Schilder dürfen direkt vor Ort Vorschläge gemacht werden, was genau angepflanzt werden soll und wie der Garten gestaltet werden soll. Zudem möchten wir Hochbeete bauen, befüllen, bepflanzen und bemalen. Im Laufe des Tages soll somit etwas für den Park und die Gemeinschaft entstehen.“

    Die Gartenwerkstatt Ehrenfeld wird Träger des Gartenprojekts.


    (mehr …)

  • Tübingen: GG in Obst- und Gartenbauverein startet

    (Mail)

    Die Mitgliederversammlung des OGV hatte das Vorhaben ohne Gegenstimmen unterstützt. Jetzt sind schon zwei Hochbeete vom OGV finanziert, aufgebaut und bepflanzt.
    Es sollen im Weiteren noch verschiedene Varianten von Hochbeeten aufgestellt werden, auch um zu zeigen, was alles geht und was wie haltbar ist.

    Da der Garten dem OGV gehört, haben wir die Devise ausgegeben, dass Mitarbeitende dem OGV beitreten. So vermeiden wir Probleme und Diskussionen mit „Alt-Mitgliedern“ bezüglich Ausgabe von Schlüsseln an und Nutzung durch „Vereinsfremde“.
    Ich hoffe, das ist kein Hinderungsgrund für die Einstufung als Gemeinschaftsgarten und die Zusammenarbeit mit der Anstiftung.

    Denn der Garten ist natürlich für alle Interessierten – zu diesen Bedingungen, aber auch für Gäste der Mitglieder in deren Beisein – offen. So ist von den Beteiligten aus dem Stadtteiltreff auch angedacht, den Garten für Asylbewerber*innen in einer Art „Patenschaft“ gemeinsam nutzbar zu machen.

    (mehr …)

  • tempräres Gartenprojekt auf Klinikumsgelände in Bremen

    (alerts)
    Küchenkräuter, Sonnenblumen, Feldsalat, Frühlingszwiebeln und für das Auge auch ein paar Blumen. „Und haufenweise Tomaten“, sagt Anne Mechels, die mit neun anderen gärtnerwilligen Menschen Nutzpflanzen großzieht – und das mitten auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte. „Urban Gardening“, salopp übersetzt „Gärtnern in der Stadt“, hält schon seit längerer Zeit Einzug in den städtischen Raum. Der Lucie-Flechtmann-Platz in der Neustadt etwa ist solch ein Raum, wo der eigens gegründete Verein „Kultur-Pflanzen“ bereits 2013 die erste Gartensaison eingeläutet hat, die Gemüsewerft in der Überseestadt ist ein anderes Beispiel.

    „Das Projekt hat in der Zwischenzeitzentrale (ZZZ) angefangen, dort haben wir mit Paletten gebastelt“, erinnert sich Christa Immel. Besagte Zwischenzeitzentrale hat zwischen September 2018 und Ende Juni 2019 das ehemalige Schwesternwohnheim auf dem Klinikgelände genutzt, um Raum für kreative Ideen oder für Treffpunkte aller Art zu schaffen, im Innenhof gab es erste Gärtnerversuche im Palettenbeet. „Wir hatten im März diesen Jahres ein erstes Planungstreffen“, sagt Anne Mechels, initiiert von der Stadtteilgenossenschaft Hulsberg.

     Wobei die Urban Gardening-Gruppe jedoch kein Projekt der Stadtteilgenossenschaft sei, sagt sie. Eher eigenständig, und eigenständig haben sie sich dann im Innenhof getroffen. „Zu Beginn war es noch kalt und es hat geschneit“, erinnert sich Sigrid Hopfe. Doch das Ende des Schwesternwohnheims war absehbar und der Abriss beschlossene Sache. „Wir hatten immer im Kopf, dass das alles befristet war. Und deshalb wollten wir einen Garten bauen, der umziehen kann.“ Der umzugsfähige Garten zog dann auch um und die Wannen, Kisten und Kübel mit Erde und Wuchs wurden Ende Juni in einen Cambio-Transporter geladen und zum neuen Platz gebracht.

    In der Nähe der Pathologie

    Der liegt in der Nähe der Pathologie und des Hubschrauberlandeplatzes und wurde gemeinsam mit Florian Kommer, dem Geschäftsführer der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG), ausgesucht. „Er hatte Vorschläge, wir hatten Vorschläge, danach haben wir die ,Gesundheit Nord´ angesprochen“, sagt Anne Mechels. Gemeinsam und auch mit Hilfe des Ortsamtes hätten sie dann mögliche Orte angeschaut, die Wiese neben dem Landeplatz ist es geworden. Bis 2021 wird der temporäre Garten dem Hulsberg-Gelände erhalten bleiben, dann wird die Fläche bebaut.

    „Uns war es wichtig, in der Nähe des Bettenhauses zu sein“, sagt Sigrid Hopfe. „Das Haus im Blick zu haben, wo wir auch mal wohnen möchten.“ Die meisten von ihnen sind Mitglied in der Stadtteilgenossenschaft, die darum kämpft, das Bettenhaus als genossenschaftliche Wohnform nutzen zu können. Zwischen 27 bis 70 Jahren sind die Gärtnerinnen von „Urban Gardening“ alt, es sind drei Männer und sieben Frauen. „Und es gibt Sympathisanten, die Gießdienste anbieten“, sagt Anne Mechels. Und das ist keinesfalls ein langweiliger Job: „Jedes Mal, wenn ich gieße, bin ich im Gespräch.“

    Denn darum geht es auch: Um Kontakte mit anderen Menschen, um Gemeinschaft. „Es ist ja auch ein Treffpunkt, wo andere Pause machen“, erzählt Beate Rösel vom „Urban Gardening“-Projekt. „Es kommen auch viele Patienten, die sich dort hinsetzen. Die dürfen das auch.“ Davon zeugt auch ein Schild, das zum Weg hin steht und besagt: „Genießen sie den Platz und bitte, bitte nehmen sie Abfall und Zigarettenreste mit.“

    Ab und zu Tomaten ernten

    Mitarbeiter des Krankenhauses nutzten den Garten mit den Palettenmöbeln ebenso wie Krankenbesucher, die dann ab und zu auch ein paar Tomaten ernten. „Und auch die Nachbarn sind angetan. Wir erhalten viel Unterstützung, auch von der Geno“, sagt Anne Mechels. Den Schlauch für die Wasserversorgung etwa habe das Krankenhaus gelegt. „Das Zusammenmachen ist toll und das Zusammentreffen mit Menschen, die das freut.“

    „Ich hätte nicht gedacht, dass so eine kleine Fläche auf so viel positive Resonanz stößt“, so Beate Rösel. Die soziale Komponente sei sehr wichtig, „Urban Gardening“ setze ja auch ein Zeichen, fügt sie als mögliche Begründung für die Beliebtheit hinzu: „Um die zehn Hektar Land werden täglich in Deutschland zugebaut, das ist hier eine kleine Gegenbewegung.“ Mitstreiterin Angela Banerjee gefällt daher auch der öffentliche Charakter des Gärtnerns auf dem Klinikgelände: „Es gibt keine Zäune, nicht so wie in Kleingartengebieten.“ Und das sei auch gut, meint Christa Immel: „Dass keiner den Supergarten haben will.“

    Sie seien übrigens auch sehr offen für Neue, die gerne mitmachen wollen, sagt Sigrid Hopfe. Und Gartenexperte muss man anscheinend auch nicht sein: „Wir testen einfach mal ein wenig herum“, sagt etwa Christa Immel, wobei sie da etwas tiefstapelt: Sie hat eine Wildkräuterausbildung, was sich auch am „essbaren Beet“ abbildet, in dem tatsächlich alle Pflanzen vom Stengel direkt in den Mund wandern können, ohne dass der Mensch Schaden nimmt.

    In den Mund wandern können auch diverse Beeren, die irgendwann reif sein werden. „Wir haben ganz viele Stecklinge abgeschnitten und in die Erde gesetzt“, sagt Laura Schneider, und diese Stecklinge werden sich dann über kurz oder lang zu Brombeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren entwickeln.

    Der Plan für das nächste Jahr lautet: mehr Gemüse. Und natürlich mehr Menschen, die den Garten mitbetreuen. Es gebe zwar eine Spendenkasse, doch Anne Mechels sagt: „Man muss kein Geld haben, um mitzumachen.“

    Die Chance zum Mitmachen bietet sich wieder am Freitag, 6. September, um 17 Uhr. Treffpunkt ist dann die kleine Wiese zwischen dem Hubschrauberlandeplatz und der Pathologie. (mehr …)

  • Green City: Pilotprojekt macht aus Parkplätzen Aufenthaltsplätze (temporär)

    (FB)
    Aus Parkraum wird Lebensraum

    Bei einem Pilotprojekt im Auftrag der Landeshauptstadt München testet Green City e.V. aktuell gemeinsam mit Anwohner*innen im Westend die temporäre Umgestaltung von acht Parkbuchten in lebendige Aufenthaltsflächen und Treffpunkte für die Nachbarschaft.

    Die begrünten “Parklets” laden zum Verabreden, Plaudern, Lesen oder Sonnen ein. Du findest sie noch bis 19. September 2019 im Bereich der Tulbeckstraße 19, der Parkstraße 18 und in der Parkstraße, Ecke Schwanthaler Straße. Wenn du dich aktiv in das Projekt einbringen möchtest, kannst du beim Gießen oder beim Absperrdienst für die Nacht unterstützen. Weitere Infos dazu findest du hier. (mehr …)

  • Offenburg: vielfältige Unterstützung für urban gardening

    (alerts)

    OFFENBURG. Ein grünes Band soll Offenburg durchziehen: Die Stadt will die gärtnerische Nutzung städtischer Grünflächen fördern und Material für Angebote wie Naschgärten und Urban Gardening zur Verfügung stellen. Sogenannte Naschbäume wurden bereits im Frühjahr in der Waldbachsenke gepflanzt, in ein paar Jahren sollen Vorbeikommende sich an den Früchten bedienen können. Ein zweites Projekt, eine Gartenanlage mit sechs Hochbeeten, ist bei der Minigolfanlage im Bürgerpark zusammen mit einer Bürgerinitiative entstanden.

    Es wächst, blüht und gedeiht in den sechs aus altem Palettenholz selbst gefertigten Hochbeeten und der übrigen Gartenanlage. Kürbisse, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Gurken, Karotten und vieles mehr können inzwischen geerntet werden, 30 verschiedene Kräuter und insektenfreundliche Zierpflanzen ergänzen die grüne Pracht. Hinter dem Urban Gardening steckt die Idee, versiegelte urbane Flächen nutzbar zu machen und ein Bewusstsein für den saisonalen und ökologischen Anbau von Lebensmitteln zu wecken, wie Günter Schulz, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim BUND seine Erfahrungen ins Projekt einbringt, erklärte.

    Die Initiative für das Offenburger Gartenbauprojekt stammt von Aline Goetz und Anika Brändlin. „Ursprünglich war der Gedanke: Schade, dass viele, die in der Stadt wohnen, nicht gärtnern können“, so die Initiatorinnen.

    Inzwischen hat sich eine generationenübergreifende Gruppe von 15 Personen gefunden, die das Projekt unterhalten und gemeinsam planen, hacken, pflanzen, jäten – und jetzt die Ernte einbringen können. In der Gemeinschaft mache es Spaß, man könne auch von den Erfahrungen der anderen lernen, erklärte Goetz.

    Der Platz bei der Minigolfanlage war schnell gefunden, von der Stadt gab es grünes Licht. „Das ist ein Superprojekt. Gut gelegen“, lobte Philip Denkinger, Abteilungsleiter Grünflächen und Umweltschutz bei der Stadt. „Wir haben den Platz zur Verfügung gestellt, logistische Hilfe angeboten und über die Technischen Betriebe Erde kommen lassen. Außerdem sei eine Werkzeugkiste bereit gestellt worden. Das Gießwasser war zunächst ein Problem, weil man keine Auffangbehälter hatte. Also wurden Regentonnen aufgestellt, die das Wasser von den Dachflächen der Minigolfanlage auffangen, für trockene Zeiten stellt die Stadt den Wasseranschluss der Anlage zur Verfügung. „Beim ersten Treffen hat jeder etwas Geld gespendet“, so Goetz, Unterstützung gab es vom BUND-Umweltzentrum, Sachspenden von Privatpersonen. Dann konnte das Projekt am 19. Mai mit 140 Euro an den Start gehen. Material wurde gesammelt, die Hochbeete gebaut, „Setzlinge hatten viele schon zuhause“, erinnern sich die Initiatorinnen an die Anfänge. Stolz präsentierten die Freizeitgärtner beim Pressetermin ihr grünes Paradies und den Lohn ihrer Mühen: leckere reife Früchte, gelbe Melonenstücke und selbstgebackenes Brot mit Kräuterbutter.

    Auch die Kinder Tim und Ronja hatten eifrig mitgeholfen, zwei eigene Kinderbeete wurden ebenfalls angelegt. Im idyllischen Garten summen die Bienen, Schmetterlinge sind unterwegs, Vögel zwitschern in den nahen Bäumen. Alles wird rein biologisch angebaut, ohne Pestizide und Kunstdünger. „Gegen Blattläuse spritzen wir nur mit Brennnesseljauche“, sagt Anika Brändlin, andere Schädlinge würden von Hand abgesammelt. Jeder könne sich hier einbringen, wie er wolle, in den Gießkalender trage man sich regelmäßig ein, die wöchentlichen Termine habe man auf Dienstagabend und Samstagnachmittag gelegt. Einmal im Monat finde ein Gruppentreffen statt. Geplant seien eine Kräuterspirale, Beerenobst, ein Naschbeet mit verschiedenen Erdbeersorten und eine Blumenwiese mit heimischen Arten.
    „Wir werden neue Interessengruppen auf jeden Fall unterstützen“, stellte Philip Denkinger in Aussicht. Es sei jedoch wichtig, dass die Initiative von den Bürgern komme und auch nachhaltig weiterentwickelt werde. Durch diese Arbeit entwickle man auch eine gewisse Identität zum Garten und zur Stadt. (mehr …)

  • VHS Donauwörth hat ug neu im Programm

    (alert)

    […]
    Urban gardening und Urban farming Ein ganz neues Portfolio bilden „Urban gardening und Urban farming“ – Gärtnern in der Stadt, sowie Hühnerzucht im Kleinformat für den heimischen Garten. „Damit möchten wir vor allem junge Familien ansprechen“, erzählt die Geschäftsführerin, „denn was in Augsburg gelingt, bietet sich sicher auch bei uns an“.[…] (mehr …)

  • Bezirk Köpenick soll von Vereinen Mieten auf Marktniveau nehmen

    (mail)

    Lange Geschichte kurz zusammengefasst, der Bezirk Köpenick wurde vom Landesrechnungshof dazu verdonnert, von Vereinen und Einrichtungen wie unserer ab demnächst Mieten auf Marktniveau zu nehmen. Das war natürlich ein Grund für Herzrasen bei uns. Aber : es wird schon an einer bezirkseigenen Lösung gebastelt, damit wir das sozusagen woanders wieder verdienen und entsprechend weiterarbeiten können. Das soweit, intern. 

    spätere Mail:
    Der Bezirk Treptow-Köpenick stellt ja diversen Vereinen und Einrichtungen Grund oder Immobilien sehr preiswert zur Verfügung, so auch uns. Unsere jährliche Pacht betrug etwas 180 Euro, plus Verpflichtung eben bei Bedarf Bäume zu fällen wennn diese die Sicherheit gefährden. Das war schon großzügig, aber der Bezirk hatte eben selber was davon, weil die vielen Einrichtungen bei denen das so gehandhabt wurde eben die Kultur- und Sozialarbeit im Bezirk machen. Die ist schon sehr ausgelagert hier.

    Nachdem die AfD in diverse Lokalparlamente einzog, hat sie Einblick in die Mietverträge des Bezirks bekommen, und zog vor den Landesgerichtshof, der feststellte, rechtlich gesehen dürfe der Bezirk nicht unter dem Marktpreis vermieten. Und der wäre in unserem Fall 550 Euro im Monat. Diverse Einrichtungen haben ein ähnliches Schreiben bekommen, und dachten schon sie können direkt ihre Arbeit einstellen. Dazu gehörten wirklich zentrale Dinge wie zB Schuldnerbratungen etc. Der Bezirk bastelt jetzt an einem rechtlich einwandfrei förderbaren Dachverein, der dann die jeweiligen Einrichtungen mit Fördergeldern trägt, die dieser Miete entsprechen. Wie das bei uns aussehen soll, da wir ja schon ein Verein sind und auch gerne bleiben würden, weiß ich noch nicht. Wir werden wohl demnächst zum Gspräch gebeten.


    (mehr …)

  • CDU Oldenburg setzt sich für Gärtnern in der Stadt ein

    (alerts)

    n der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtgrün, Umwelt und Klima am Donnerstag, 12. September (17 Uhr, Altes Rathaus), möchte die CDU von der Stadt erfahren, welche Flächen für „Urban Gardening“ genutzt werden, welche Erfahrungen bei den Projekten gesammelt wurden und wo Möglichkeiten bestehen, weitere Flächen für Bürgergärten zur Verfügung zu stellen. „Urban Gardening“ ist privates oder gemeinschaftliches Gärtnern auf kleinen Flächen in der Stadt. Im Zuge der Debatte über Insektensterben und Artenschutz wäre es zu begrüßen, wenn weitere städtische Flächen umgewandelt würden, die für alle offen sind, so die CDU.

    https://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/oldenburg-gaertnern-mitten_a_50,5,3014621759.html (mehr …)

  • Bambergs Urban Gardening Projekte

    (alerts)

    […]Bei einer kurzweiligen Führung am Samstag, 21. September ist Gelegenheit, das Gelände und die Idee der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) und des Selbsterntegartens Süd kennen zu lernen. Im Anschluss können bei einer gemütlichen Fahrradrunde weitere Urban Gardening Projekte in Bamberg – wie Essbare Stadt, interkultureller Garten, Selbsterntegarten – erkundet werden. Die Tour wird im Rahmen des Projekts „Vom Acker auf den Teller“ von BUND Naturschutz und Solawi Bamberg angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Treffpunkt zu der ungefähr 1,5-stündigen Veranstaltung ist um 16 Uhr auf dem Solawi-Gelände an der Galgenfuhr. Der Zugang ist über die Forchheimer Straße in der Nähe der Brose-Arena möglich.[…]
    https://www.wiesentbote.de/2019/08/28/veranstaltungen-des-bn-bamberg-im-september/ (mehr …)

  • Utopiastadt: bei Afritopia geht es auch ums Gärtnern in der Stadt

    (alerts)

    Afritopia – Global Food Lab

    30.08. bis 01.09.2019 – Gepa und Utopiastadt Wuppertal

    Ihr habt Lust mehr zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der afrikanischen Landwirtschaft zu erfahren? Ihr möchtet Auswirkungen unseres Konsums, die Rolle von Agrarmultis und unserer Politik auf Ernährung in afrikanischen Staaten kritisch diskutieren?
    Ihr möchtet Alternativen einer nachhaltigen Landwirtschaft und politische Handlungsmöglichkeiten kennenlernen? Ihr interessiert euch für regionale Ernährung, Urban Gardening und Co. und möchtet euren Blick über den Tellerrand in die Welt hinaus lenken? Dann seid ihr genau richtig beim Afritopia – Global Food Lab in Utopiastadt!
     Workshops, Diskussionen und Infostände widmen sich Herausforderungen wie Landraub, Fischerei, Auswirkungen des Klimawandels oder Pestizidexporten, aber auch den nachhaltigen Alternativen, die es hier und in Ländern Afrikas gibt.

    Für die Sinne gibt es Musik, kreative Aktionen und am Samstag ein Essensangebot. Am Sonntag wollen wir gemeinsam mit allen Brunchen – mit selbstgemachten Speisen, die jede*r mitbringt, für das gemeinsame Buffet. (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten am Theater in Darmstadt

    (Recherche/Mail)

    Der Büchnergarten ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatstheaters Darmstadt, dessen Anwohner*innen und der Initiative Essbares Darmstadt.

    Es gibt regelmäßige Treffen (4. Donnerstagabend im Monat) und Aktionen wie Flohmärkte und Kulturelles Programm.

    Durchschnittlich gibt es 15 aktive Gärtner*innen, die sich über neue Gesichter immer freuen.

    Der Garten ist temporär angelegt, allerdings ohne festen Termin eines Endes.

    Außerdem haben wir 2 Bienenvölker am Haus, die von der Stadtimkerei Darmstadt betreut werden.

    warum temporär? ->
    das hat mit rechtlichen Fragen bezüglich des Ensembles zu tun. Wenn wir den Garten nicht temporär nennen würden, würde er uns verboten. Er existiert seit 2017 und es wird ihn ganz bestimmt noch  Jahre geben

    wie kam es zum Garten?
    -> wir hatten im rahmen der Darmstädter Gespräche, die sich 2017 um Nachhaltigkeit drehten, die Initiative gefragt, ob sie uns für eine Woche Beete vor das Haus stellen würde. Diese Idee traf nicht auf Zustimmung, dafür erhielten wir kurze Zeit später einen kompletten Begrünungsplan für das Staatstheater Darmstadt. Daraus entstand dann der Garten (mehr …)

  • Gartenprojekt am Gropius-Bau in Berlin

    (alerts)

    Parkplatzgarten am Gropius Bau

    Ein Urban-Gardening-Projekt

    Anlässlich der Ausstellung Garten der irdischen Freuden verwandelt sich Parkraum neben dem Gropius Bau in eine kleine Gartenfläche. Hochbeete bieten Platz für Gemüseanbau und laden zur Reflexion darüber ein, welche Rolle die Natur im Stadtraum spielt. Regelmäßige Veranstaltungen kreisen um Themen wie Kompostierung, Mundraub, kulturelle Vielfalt und barrierefreie Gemeinschaftsgärten.
    Wo jetzt noch Autos stehen, kann auch unser Garten sein…

    Unser Umgang mit Biodiversität und kultureller Vielfalt bestimmt über die Qualität unserer Zukunft – und beides kann auf umgenutzem Parkraum gedeihen.

    Menschen handeln oft nach dem Motto: „Ich schütze das, was ich kenne.“ Die alltäglichen Begegnungen von Stadtbewohner*innen mit der Natur können ein Schlüssel für mehr Naturschutz und Artenvielfalt in der Stadt sein. Der Stadtraum erscheint jedoch oft ungerecht verteilt: So ist ein großer Teil der öffentlichen Straßenfläche für Parkraum reserviert; Autos blockieren dauerhaft den Platz und werden manchmal tagelang nicht bewegt. Das Gemeingut öffentlicher Raum dient hier letztlich nur dem Nutzen Einzelner. Dieses Projekt möchte auf einer Parkfläche neben dem Gropius Bau zeigen, dass ausreichend Raum für urbanes Grün vorhanden ist und sich auch auf kleinen Flächen Gemüse in relevanter Menge anbauen lässt. Ziel sind intergenerationale, inklusive und interkulturelle Begegnungen sowie Wissensaustausch über Gemüseanbau und Kreisläufe der Natur im städtischen Sozialraum – an einem Ort, an dem sonst Autos stehen würden.

    (mehr …)

  • IKuGa auf der Buga Heilbronn mit Buga Schluss beendet

    (alerts)

    Interkultureller Garten auf der Buga sollte Integration fördern

    Heilbronn  Den interkulturellen Garten auf der Buga ernten nicht nur die Gärtner, die das Feld bestellen: Auch Buga-Gäste bedienen sich an Obst und Gemüse. Das eigentliche Ziel des Projekts, durch das gemeinsame Gärtnern Integration zu fördern, wurde nicht erreicht.

    Von Bärbel Kistner

    Ob überhaupt noch etwas übrig ist? Die Gärtnerin des interkulturellen Gartens (Ikuga), Ophelia Giokarinis ist wenig optimistisch: „Zum Ernten gibt es nicht mehr wirklich viel.“ Der interkulturelle Garten, ein 500 Quadratmeter großes Gelände im Inzwischenland der Buga, ist bei Besuchern nicht nur zum Schauen beliebt. „Wir haben hier viele unbestellte Erntehelfer“, scherzt Kollege Reinhold Schmidt über Buga-Gäste, die sich selbstverständlich bei Obst und Gemüse bedienen würden. Auf die Idee, Blumen zu pflücken, komme dagegen niemand.

    Bei den Pflanzen, die in zweiter Reihe wachsen, ist dagegen einiges hängengeblieben. Zum Beispiel Tomaten. Auch Kohlköpfe sind jetzt groß genug, damit Corina Deutsch sie abschneiden kann. Sie freut sich, wenn sie die Früchte ihrer Arbeit nun ernten kann.

    Das Fazit des Gartenprojekts fällt gemischt aus

    2016 wurde auf dem Buga-Gelände das Ikuga-Experiment gestartet, mit dem Ziel, dass Menschen verschiedener Herkünfte gemeinsam gärtnern. „Wir waren mit die ersten auf dem Gelände, vor allen anderen“, erinnert sich Ophelia Giokarinis. 15 Parzellen gab es zu vergeben, von den Teilnehmer hatten nicht alle gärtnerisches Know-how, aber dafür viel Enthusiasmus.

    Im dritten, entscheidenden Buga-Jahr zieht das Trio, das sich an diesem Nachmittag zur Ernte versammelt hat, ein gemischtes Fazit. „Als Gartenprojekt sind wir sehr erfolgreich“, erklärt Reinhold Schmidt. Die Besucher sind begeistert, manchmal ist kaum ein Durchkommen auf dem hölzernen Steg, der durch das Gelände führt.

    Die Gemeinsamkeit lässt zu wünschen übrig

    Mit dem interkulturellen Anspruch und der Idee, die Integration zu befördern, sei es dagegen nicht weit her. Im ersten Jahr habe es noch viel Gemeinsamkeit gegeben, man hat sich zum Essen getroffen. Doch eine richtige Gruppe habe sich daraus nicht entwickelt.

    Zu den Schattenseiten des Projekts gehört für die engagierte Truppe, dass nicht alle mit der Anfangsbegeisterung dabeiblieben. Mancher habe die Lust verloren und zum Ärger der Mitgärtner sein Grundstück verwahrlosen lassen. „Wenn ich eine Parzelle bekommen habe, muss ich auch Verantwortung tragen“, sagt Corina Deutsch. Ihre Nachbarfläche etwa wurde mehr oder weniger sich selbst überlassen und ist völlig überwuchert. Das nervt die Hobbygärtnerin.

    Der einzige Garten auf der Buga, um den sich nicht die Buga-Mitarbeiter kümmern

    Sie hätte erwartet, dass diejenigen, die keine Zeit oder kein Interesse mehr haben, ihre Parzelle offiziell abgeben, damit eventuell jemand anders hätte nachrücken können. Das nicht zu tun, „ist unfair gegenüber den anderen“, sagt Ophelia Giokarinis.

    Mancher habe sich wohl übernommen, meint Reinhold Schmidt, und den Arbeitsaufwand falsch eingeschätzt. Über den Buga-Zeitraum habe er mindestens eine Stunde Arbeit pro Tag investiert. Als es so heiß war, kam er schon morgens um sechs Uhr, um zu gießen. Der Ikuga-Garten ist die einzige Fläche auf dem Gelände, für die nicht die Buga-Mitarbeiter zuständig sind.

    Wie es mit dem Gartenprojekt nach der Buga weitergeht

    Was allen wichtiger ist als die Kritik: sich als Teil des Großprojekts Buga zu begreifen. Für Ophelia Giokarinis war es der wichtigste Antrieb: „Es ist ein großes Privileg, hier mitmachen zu dürfen.“

    Was passiert nach dem 6. Oktober, wenn die Buga endet? Dann ist auch für den Ikuga Schluss. „Wir müssen unsere private Sachen sofort abholen“, berichtet Corina Deutsch, die trotz aller Widrigkeiten auf den Geschmack des Gärtnerns gekommen ist. Sie will mit zwei der syrischen Ikuga-Gärtner auf einem Gelände an der Happelstraße weitermachen.

    Im interkulturellen Garten gibt es eine Künstlerparzelle

    Die Pflanzen für den Ikuga wurden gespendet von den Weinsberger Rosenkulturen und vor allem von der Heilbronner Biogärtnerei Umbach. Eine Parzelle hat die Künstlerin Jutta Klee gestaltet, die bewusst an das Brachland erinnern wollte. Dort sind die Wildkräuter Programm. Der Ikuga wurde als Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet im Rahmen eines Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“. Dabei geht es um Möglichkeiten, die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet.

    https://www.stimme.de/heilbronn/buga/Interkultureller-Garten-auf-der-Buga-sollte-Integration-foerdern;art130362,4239991 (mehr …)

  • indoor urban gardening Teil einer Zwischennutzung in München

    (alerts)

    Zwischennutzung Infanterie 14 – Die Macher vom Puerto Giesing und ARTMUC bekommen den Zuschlag

    23 Aug 2019, 14:28

    Mitten in Schwabing-West, eingebettet in das historische Umfeld des ehemaligen Kasernenviertels nahe dem Olympiapark, befindet sich die Infanteriestraße. Nach dem Wegzug der Münchner Hochschule für Design wird die Hausnummer 14 nun der Schauplatz einer temporären Zwischennutzung.

    Vom 12.09. bis zum 03.11. darf sich ein Zwischennutzer dort federführend austoben. Der Münchner Projektentwickler (und neue Eigentümer des Grundstücks) Bauwerk hat sich entschlossen das Gebäude vor dem finalen Abriss diesem Zweck zu überführen. Dann entstehen am Grundstück der ehemaligen Hochschule für Design neue Wohnungen.

    Damit einher ging ein Ideenwettbewerb für die Nutzung unter dem Motto „5.000 Quadratmeter für Münchens Ideen“. 15.000 EUR Preisgeld waren für die beste Idee projektbezogen ausgeschrieben. Die Teilnehmer*innen mussten in ihren Projektideen auch die schwierigen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen:  Es gibt momentan weder fließendes Wasser, noch Fernwärme. Ans Stromnetz sind die Räume nur teilweise angeschlossen. Seit über einem Jahr stand das Haus leer. Über 40 Ideengeber*innen wollten diesen Umständen jedoch trotzen und bewarben sich um die Räumlichkeiten.

    Pressekonferenz mit Verkündung des Gewinners

    Am Montag auf der Pressekonferenz wurden nun die Gewinner vorgestellt und – spontan – mit dem doppelten Preisgeld prämiert. Ganze 30.000 EUR Startkapital hat somit das Team von *Trommelwirbel* THE HUB SCHWABING (im Bild). Dahinter stecken zwei Altbekannte aus dem Münchner Nacht- und Kulturleben: Andreas Brestrich, der ehemals das legendäre Puerto Giesing mitgestaltet hat und Raiko Schwalbe, der Gründer der ARTMUC. Erfahrene Veranstalter also, die mit ihrem Konzept auf ganzer Linie überzeugten. Eine für den Wettbewerb einberufene Jury entschied über den Zuschlag (u.a. Kommunalreferentin Kristina Frank, Schauspieler Max von Thun, Leiter des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft Jürgen Enninger, Graffiti-Legende Loomit und MUCBOOK-Gründer Marco Eisenack).

    […]

    Ein paar Konzepte der anderen Bewerber*innen des Ideen-Wettbewerbs werden zusätzlich unter dem großen Dach von THE HUB SCHWABING integriert: etwa Workshops zum Thema „Fashion nachhaltig“ und ein aufwändiges Indoor-Urban-Gardening-Projekt.

    […] (mehr …)

  • Sun Seeker (Haus der Statistik) hat losgelegt

    (Mail)

    Liebe Gudrun,

    Das „Sonnenbeet“, wie wir es jetzt genannt haben, steht und wächst fröhlich. Es hat sich eine kleine Gruppe gefunden, die sich momentan regelmäßig trifft und sich um alles kümmert.  In den letzten Wochen haben wir den Pioniernutzern das Projekt öffentlich vorgestellt, heute kommt das ZDF im Haus der Statistik und auch im Garten vorbei, mit dem Nachbarschaftsrat und Nachbarn sind wir schon länger in Kontakt und stoßen auch dort auf Interesse.

    Diesen Sonntag 25.08. findet die zweite öffentliche Veranstaltung im Sonnenbeet statt.

    Wir laden zum offenen Garten im Sonnenbeet an der Anlieferstelle am Haus der Materialisierung alle HelferInnen, Interessierten mit und ohne grünen Daumen, Nachbarn und Pioniere ein.
    Verschiedene Aktionen wie Seedbombs bauen, Schmuck mit natürlichen Materialien herstellen und ein Insektenhotel für unsere nützlichen Freunde aufbauen, werden den Nachmittag begleiten.
    Bei Kaffee oder einem kühlen Getränk kann man die Gärtner kennenlernen, sich über Samen, Setzlinge und co. austauschen und über die Zukunft des Grüns am Haus der Statistik sprechen.
    Ab 16:30 Uhr wird der Grill angeheizt. Selbst mitgebrachtes Grillgut wird von unseren Grillmeistern für euch zubereitet.

    Das Format des offenen Gartens findet jeden letzten Sonntag im Monat während der Sommersaison statt.


    (mehr …)

  • Gemüsewerft: dritter Standort

    (alerts)

    Hopfen rankt sich an den Drahtseilen empor, auf den Hochbeeten wachsen Kartoffeln, Salate und Radieschen. Im Hintergrund ist die Weser zu sehen. Ex-Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) und Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) betrachten den Stadtgarten der Gemüsewerft auf der Überseeinsel, auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände. In den nächsten Jahrzehnten soll dort ein nachhaltiges Quartier geschaffen werden mit Wohn- und Gewerbeeinheiten. Auch der urbane Stadtgarten der Gemüsewerft gehört dazu. Diesen gibt es bereits seit Januar dieses Jahres. Michael Scheer, Geschäftsführer für integrative Beschäftigung, hat das inklusive Projekt Gemüsewerft 2014 ins Leben gerufen. Menschen mit psychischen, seelischen oder geistigen Behinderungen haben dort die Möglichkeit zu arbeiten. Anbauflächen gibt es bereits in der Basdahler Straße in Gröpelingen und an der Stephanikirchenweide. Der dritte Standort liegt nun hier auf der Überseeinsel.

    Ehemaliges Kellog-Gebäude soll lebendig werden
    „Es ist ein ökologisches und gleichzeitig ein soziales Projekt. Das macht es so besonders“, sagt Schaefer. Klaus Meier, Inhaber der Überseestadt GmbH, führt die Grünen-Politikerinnen gemeinsam mit Scheer über das Gelände. Es ist Dienstagnachmittag. Später am Abend gibt es eine Podiumsdiskussion rund um das Thema urbanes Gärtnern mitten in der Stadt, auch Urban Gardening genannt.

    Investor Klaus Meier und Gemüsewerft Geschäftsführer Michael Scheer haben sich von Anfang an zusammengesetzt und die Gemüsewerft für das neu entstehende Quartier geplant. „Ich fand die Idee eines urbanen Gartens von Anfang an gut“, sagt Meier. Beim Städtebau gehe es nicht nur um Verdichtung, „ich will keine tote Stadt.“ Das ehemalige Kellogg-Gelände soll lebendig werden. „Hier wird der Hopfen angebaut“, sagt Meier und zeigt auf den Hopfen, „und dort wird das Bier gebraut“, er zeigt auf das ehemalige Kellogg-Gebäude. Dort soll unter anderem eine Brauerei entstehen. Auch sonst sollen vor allem junge Lebensmittelunternehmen und Start-ups in das Gebäude einziehen.

    „Auf einem ehemaligen Gewerbegebiet entsteht Grün. Es entsteht etwas Neues, eine neue Chance“, sagt Schaefer. „Die Gemüsewerft ist ein zukunftsweisendes Projekt. Es ist lebendig, hat einen sozialen Charakter und es ist ein ökologischer Beitrag.“ Schaefer wünscht sich mehr solcher Projekte. Bremen müsse grüner werden. Das bedeutet: grüne Dächer, vertikale und horizontale Gärten, mehr Bäume. Auch die Wartehäuschen an den Bremer Straßenbahnhaltestellen sollen in Zukunft begrünt werden. 

    „Wir müssen die Städte in Deutschland neu denken“, sagt Renate Künast. Die 63-jährige Grünen-Politikerin und ernährungspolitische Sprecherin ihrer Partei ist begeistert von dem Gemüsewerft-Projekt. Erst vor Kurzem hat sie ihr Buch „Rein ins Grüne – raus in die Stadt“ veröffentlicht, das sie gemeinsam mit der Garten-Autorin Victoria Wegner geschrieben hat. Für ihre Recherche besuchte sie zahlreiche urbane Gartenprojekte in ganz Deutschland, mittlerweile gebe es gut 700. „Die Bewegung kommt von unten“, sagt Künast. Nachbarschaften bepflanzen Gemeinschaftsgärten. Es gebe Projekte mit Langzeitarbeitslosen oder mit Menschen mit Behinderungen, wie es auch in der Gemüsewerft der Fall ist. „Es sind Räume in der Stadt, die wir mit Natur und Sozialem füllen“, sagt Künast. „So muss die Stadtentwicklung der Zukunft aussehen. Bei neuen Stadtteilen sollte auch gleich das Urban Gardening mitgedacht werden.“

    Klimawandel erfordert neue Städteorganisation
    Auch angesichts des Klimawandels müssten Städte anders organisiert werden. Urban Gardening, Wiesen und andere Grünflächen bereicherten die Vielfalt und die Diversität. Bäume würden laut Künast die Temperaturen senken. Sie und Schaefer sehen zudem den Vorteil darin, dass die Menschen durch das Urban Gardening wieder näher an die Natur herangebracht werden. „Es soll ein erlebbares Grün sein“, sagt Schaefer. „Wenn man Gemüse selbst anpflanzt, merkt man, wie lange es dauert, wie viel Energie da reingeht.“ Lebensmittel seien keine Selbstverständlichkeit. „Urbanes Gärtnern bringt die Menschen wieder mit der Natur und den Lebensmitteln zusammen“, sagt Künast. Und das Quartier auf der Überseeinsel zeigt laut Schaefer: Neuer Wohnraum kann mit Stadtgärten verbunden werden. „Wir haben eine Wohnungsnot, aber wir können Neubaugebiete so gestalten, dass sie auch grün sind. Wir können dicht besiedelte Gebiete begrünen.“ Der Wohnraum werde nicht weniger werden.

     „Es ist eine Frage der Zeit, wann die ganzen Projekte nicht mehr da sind“, sagt Michael Scheer. Der Geschäftsführer der Gemüsewerft weiß aus eigener Erfahrung, dass es schwierig ist, Gewinne mit der innerstädtischen Landwirtschaft zu erzielen. „Die meisten machen das ehrenamtlich. Oft ist auch der Baudruck auf dem Gelände so groß, dass die Initiatoren aufhören müssen“, sagt er. Scheer spricht sich dafür aus, dass innerstädtische Landwirtschaftsprojekte ebenfalls EU-Agrarförderungen erhalten sollen. „Warum nicht auch die urbanen Gärten? Vielleicht könnte man auch eine eigene Pflegekategorie innerstädtisch bekommen.“ Laut Scheer seien die urbanen Gärten auch nicht nur Gärten. „Das sind politische Gruppen. Jede Möhre ist quasi eine politische Handlung. Es zeigt, dass eine nachhaltige Stadt möglich ist.“ (mehr …)

  • Nachbarschaftsakademie ein Standort der Austellung Licht, Luft und Scheiße

    (NL)

    Seit letzter Woche sind auch die beiden Ausstellung zu „Licht Luft und Scheiße“ eröffnet. Im Botanischen Museum werden künstlerische Positionen gezeigt, in der ngbk eine Archäologie zum Verhältnis von Ökologie und Moderne.

    (mehr …)

  • IG Golgipark steht vor Veränderungen

    (Mail)

    Gerade sind wir da noch in der Neufindungsphase. Das Theater hat ja seit einem Jahr eine neue Intendanz. Mittwoch habe ich ein Brainstorming mit dem Festspielhaus zur Zukunft des Gartens. Ich werde vorschlagen in Richtung eine Klima- und Schaugartens zu gehen (mehr …)

  • P-Garten: alle mobilen Elemente verlassen den Moritzplatz

    (NL)

    […]
    Heute stellen wir mit dem Beteiligungsfestivals »99 Jahre Prinzessinnengarten Kreuzberg als Gemeingut« die Frage nach der Zukunft dieser Idee und dieses Ortes aufs Neue. 2019 steht die ehemalige Brache am Moritzplatz vor einem erneuten Wendepunkt. Alle mobilen Gartenelemente und die Gastronomie werden den Moritzplatz in wenigen Wochen verlassen. vor ort bleibt die Laube, seit 2015 gemeisnchaftlich gebaut als „Plattform zur Diskussion möglicher Zukünfte am Moritzplatz.“ Was wird aus dieser Fläche, die seit Jahrzehnten immer wieder beplant wurde, zu der Beteiligungsverfahre und Wettberwebe veranstaltet wurde, die umkämpft war, die dann doch wieder in Vergessenheit geriet, die seit 2009 zwischengenutzt wird und 2012 fast privatisiert worden wäre, hätte nicht eine breite Kampagne sich erfolgreich gegen den Verkauf ausgesprochen. 2012 hatten wir in einem –  von 30147 Menschen unterstützten – offenen Brief geschrieben:

    „Am Moritzplatz geht es nicht alleine um einige Jahre mehr oder weniger für den Prinzessinnengarten. Hier bietet sich die Chance, weitreichende und drängende stadtpolitische Fragen aufzugreifen … Im Umgang mit öffentlichen Flächen sollten nicht mehr nur ausschließlich kurzfristige finanzielle Interessen zählen, sondern auch der Wert sozialen, kulturellen und ökologischen Engagements angemessen berücksichtigt werden. Nur so können Freiräume erhalten bleiben beziehungsweise neu entstehen.“

    Wir hatten gefordert, „die vielfältigen AkteurInnen vor Ort frühzeitig und auf Augenhöhe in die Überlegungen zur Zukunft des Quartiers einzubeziehen“. Diese Forderung greifen wir heute wieder auf. Doch 2019 ist nicht 2009. Heute können wir noch weniger als vor 10 oder 30 Jahren die globalen Herausforderungen ignorieren. Wir fragen daher: können wir diesen Freiraum gerade angesichts der sich verschärfenden ökologischen und Klimakrise neu erfinden und für die nächsten 99 Jahre als selbstorganisierten Lernort und als ein Modell für einen sozial-ökologischen Dauergarten gemeinschaftlich aufbauen und sichern? Dazu organisieren wir zusammen mit der Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg in den nächsten Tagen eine Wunschproduktion, einen Workshop zu einem Dauergarten nicht nur am Moritzplatz und eine Führung über den Prinzessinnengarten und die Entwicklungen der letzten Jahre. Dabei geht es auch um die Immobilienprojekte, die um uns herum statt der Pilze aus dem Boden schießen und was das mit dem Ende der Zwischennutzung zu tun hat. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns über Konzepte und Idee für die Zukunft nachzudenken.


    (mehr …)

  • GemüseheldInnen Ffm kämpfen für Erhalt der „Grünen Lunge“

    (Mail)

    Wir sind ein Gemeinschaftsgarten, und es ist gar nicht so einfach, das zu erklären: Es gibt das riesige Gebiet der Grünen Lunge in Frankfurt (16 ha), wo die Stadt in den nächsten Jahren bauen lassen will. Das Gebiet besteht aus vielen Gärten, die teilweise seit Jahren brachliegen, weil die Eigentümer nicht mehr verpachten (weil sie lukrativ verkaufen wollen). In einem dieser verwilderten Gärten haben wir im März begonnen (wir haben ihn sozusagen besetzt), und seitdem haben wir Stück für Stück weitere, angrenzende Gärten dazubekommen, drei davon offiziell. Inzwischen gärtnern bei uns um die 40 Leute, manche haben „eigene“ kleine Beete, von denen aber jeder ernten darf, vor allem aber haben wir Gemeinschaftsbeete. 

    Die Stadt würde sagen, dass es sich um eine Zwischennutzung handelt, wir sehen das anders: Wir möchten den Erhalt der Grünen Lunge erwirken. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Akteuren eine Vision „PermaKulturGarten 2025“ entwickelt, die zeigt, wie wir uns die Grüne Lunge vorstellen können. Diese Vision werden wir am 23.9. bei einer Pressekonferenz der Stadt präsentieren, und wir sind momentan dabei, möglichst viele UnterstützerInnen dafür zu gewinnen. (mehr …)

  • neuer Ort fürs Himmebeet gefunden?

    (FB)

    ≈ Ein gemeinsames Gespräch zum Mettmannplatz ≈

    Und zum ersten Mal eine echte Option für einen zukünftigen Standort mit nachhaltiger Perspektive für das himmelbeet. In einem konstruktiven Gespräch zwischen Bezirksstadträtin Sabine Weißler, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Vertreter*innen von himmelbeet am 8. August 2019, wurde der Mettmannplatz als neuer Ort für das himmelbeet besprochen. Sowohl Sabine Weißler, als auch Stephan von Dassel sehen im Mettmannplatz einen möglichen neuen Standort für den Gemeinschaftsgarten.

    Aktuell sind dafür noch einige Herausforderungen zu meistern: Im Zusammenhang mit dem Bau der neuen S 21-Bahntrasse liegt auf den Flächen ein sogenannter Planfeststellungsbeschluss, die zuständige Behörde ist das Eisenbahn-Bundesamt. Dieser Beschluss enthält Ausgleichsmaßnahmen (für den Bau der S-Bahntrasse), die auf dem Mettmannplatz umgesetzt werden. Zuerst muss jetzt geprüft werden, ob die Umsetzung der geplanten Ausgleichsmaßnahmen mit einer Nutzung durch das himmelbeet vereinbar sind. Das Bezirksamt versucht hierzu, in den kommenden zwei bis drei Wochen die ersten Schritte zu machen.

    ≈ Wir sind sehr froh und vorsichtig erleichtert ≈

    Darüber, dass nach all der aufgebrachten Zeit und Energie im Kampf für die Zukunft von himmelbeet, nun – nach mehr als drei Jahren – ein neuer Standort gefunden sein könnte. Wir freuen uns über einen möglichen neuen Ort in der Nähe zur Ruheplatzstraße und darauf, die Fläche gemeinsam mit den sozialen Trägern und Anwohner*innen der Nachbarschaft zu entwickeln. Die Ruheplatzstraße verlassen zu müssen fühlt sich zwar immer noch unwirklich an, die neue Perspektive setzt jedoch gleichzeitig Energie frei und lässt uns vorfreudig in die Zukunft blicken.

    ≈ Auch in Sachen Maxplatz tut sich etwas ≈

    Auf dem, in der Debatte um einen neuen Ort für das himmelbeet immer wieder genannten, nördlichen Bereich des Leopoldplatzes, beginnt am 26.08.2019 die Beteiligung der Bürger*innen zur zukünftigen Gestaltung. Wir haben es schon häufiger formuliert, möchten aber auch an dieser Stelle noch einmal klarstellen: eine Aktivität von himmelbeet dort kommt für uns nur dann in Frage, wenn das Beteiligungsverfahren zu einem entsprechenden Ergebnis kommt. Auch wenn wir darin nicht perfekt sind, tun wir unser Bestes dafür, dass das himmelbeet ein Projekt von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft ist. Das gilt an der Ruheplatzstraße und genauso an jedem anderen Ort. (mehr …)

  • Ufer-Gartennetzwerk: viel los rund um die Demo

    (RSS)

    Das vorletzte Augustwochenende hat es in sich und steht ganz unter dem Motto »Nachbarschaft und Gemeinsamkeiten feiern statt Angst schüren«.

    Kurz vor den sächsischen Landtagswahlen wollen auch wir Gemeinschaftsgärten der UFER-Projekte Dresden e.V. ein Zeichen setzen und für eine offene, demokratische Gesellschaft einstehen!

    Vielfalt ist unsere Stärke, deswegen gibt es viele Möglichkeiten Farbe zu bekennen.

    Ganz politisch wird es bei der UNTEILBAR-Demo am 24.08.2019 in Dresden. Wir solidarisieren uns mit den Organisator*innen der bundesweiten Großdemo und werden zahlreich teilnehmen. Ganz nach dem Motto »Solidarität statt Ausgrenzung« überwinden wir die Gärtenzäune und lassen die Pflanzen ein paar Stunden allein.

    Solidarität findet auch in den Gärten statt, hier vor allem durch gelebte Nachbarschaft und die zelebrieren wir an diesem Wochenende gleich vierfach!

    Erste Station Wurzelwerk: Als Warm-up veranstaltet das Wurzelwerk in Pieschen sein Sommerfest und nutz den Anlass, um ab 20.00 Uhr einen Kinofilm zu zeigen: Climate Warriors. Auch die härtesten Krieger haben weiche Herzen, oder?

    Zweite Station hechtgruen: Direkt nach der Demo kann im hechtgruen im Rahmen des Hechtfestes das Tanzbein geschwungen werden. Auf der niegelnagelneuen Bühne gibt es von Ambient bis HipHop alles, was das Herz begehrt. Beim Bohnenzeltorakel lässt sich etwas Ruhe finden.

    Dritte Station Strieskanne: In dem ganz jungen Gemeinschaftsgarten findet am Sonntag dann von 14:00-19:00 das erste Sommerfest statt. Hier können Hochbete, selbstgebauter Geräteschuppen und die leckersten Gemüse begutachtet werden.

    Am gleichen Tag von 14:00 bis 22:00 gehts weiter zur vierten Station: Kleiner Garten und Gartennachbarn – Solidarität hört nicht im Gemeinschaftsgarten auf! Gerade in einem Stadtteil wie Strehlen sind unkommerzielle Orte der gelebten Nachbarschaft wichtig für eine starke, progressive Zivilgesellschaft. Hier wird hier über den Gartenzaun hinweg gefeiert. Mit Smoothie-Bike, Wasserraketen basteln, Tauschecke, Lehmofenpizza, Gartenbar und 3 Bands wollen wir den Sommer feiern.

    Also packt Freunde und Familie ein, schwingt euch aufs Rad und kommt vorbei.

    Wer bei allen Veranstaltungen war und am Ende in Strehlen landet, bekommt eine Soli-Garten-Brause an der Bar 🙂 (mehr …)

  • Wandelwoche: DirektKonsum-Laden im P-Garten

    (NL)

    Hast du keine Lust mehr, mit deinem Einkauf zur Ausbeutung von Mensch und Natur beizutragen? Dann komm vorbei und erkunde den »DirektKonsum« – unseren Laden für solidarischen Handel. Wir zeigen zum dritten Mal, dass anders Wirtschaften möglich ist. Und wie lecker das sein kann!

    • Wann? 3 Tage – von Fr. 16.08. bis So. 18.08. 2019 – jeweils von 12 bis 20 Uhr
    • Wo?»DirektKonsum« im Prinzessinnengarten Kreuzberg, Moritzplatz, 10969 Berlin.
    • Wer? Mit den Direkthandels-Initiativen: SchnittstelleSoliOliSolidariTrade – Genossenschaft für Solidarisches Handeln i.G.FairBindungunion coop / Dr. Pogovio.medie BackstubeOrangen-Initiative BerlinSoLeKo
    • Was? Im DirektKonsum findest Du Tee und Kaffee, Olivenöl, Nudeln und Tomatensauce, Kekse, ökologische Reinigungsmittel – alles direkt von den Erzeuger*innen. Es gibt auch Kaffee und Kuchen, weitere Infos und Gespräche mit Leuten aus Solihandelsinitiativen.
    • Warum? Wir wollen – anstatt Profit – die Interessen von Natur und Mensch in den Mittelpunkt stellen. In Zusammenarbeit mit den Erzeuger*innen unterstützen wir eine faire und nachhaltige Produktion. Entdecke verschiedene Alternativen direkter und gleichberechtigter Zusammenarbeit – im Gespräch mit Vertreter*innen der Initiativen.
      Wir freuen uns auf dich!
    • Mehr Infos unter: www.direktkonsum.de
    • Der Flyer zum Download

    (mehr …)

  • Platz wird Treffpunkt

    (alerts)

    Bochum

    Das Urban-Gardening-Projekt „Sommersprossen“ wird rund um den Imbuschplatz gut angenommen. Das Areal wird gerne von der Nachbarschaft genutzt.

    Denise Rech kniet auf dem Boden und setzt Pflanzen in das Beet auf der Rasenfläche am Imbuschplatz ein. Sie ist mittwochs oft bei der „Sommersprosse“ dabei. So heißt der Urban-Gardening-Treff, der jede Woche von 16 bis 18 Uhr stattfindet. Das Gärtnern macht ihr Spaß, außerdem findet sie es schön, Ablegerpflanzen aus dem Garten ihrer Mutter dort einzupflanzen. Denn: Denise Rech lebt mit ihrer Familie direkt an der Wiese und nutzt das Areal, das hier nach und nach verschönert wird, gerne in ihrer Freizeit.

    Urban-Gardening-Projekt läuft seit Mai

    Ak­tio­nen der Ko­Fa­brik

    Die nächs­te „Som­mer­spros­se“ fin­det am Mitt­woch, 21. Au­gust, von 16 bis 18 Uhr statt.

    Eine wei­te­re Ak­ti­on der Ko­Fa­brik ist das Tref­fen „Mit­tag mit Mat­thi­as“ an jedem zwei­ten Mitt­woch im Monat von 13 bis 14 Uhr: Hier lädt Mat­thi­as Köll­mann von der Ko­Fa­brik vier An­woh­ner, Ak­ti­ve oder In­ter­es­sier­te zum Mit­tag­es­sen und Ge­spräch an ver­schie­de­nen Orten im Quar­tier ein. Wer teil­neh­men möch­te, kann sich unter mat­thi­as.​koellmann@​kofabrik.​de mel­den. Der nächs­te Ter­min ist der 11. Sep­tem­ber.

    Was auf dem Platz passiert, wurde von der Ko-Fabrik angestoßen. Sie ist eine Projektgesellschaft, die sich für die Entwicklung des Viertels einsetzt. Matthias Köllmann ist Projektentwickler und arbeitet ebenfalls mit am gemeinsamen Garten. Der ist schon zu einem richtig gemütlichen Fleckchen geworden: Was bis zu Beginn des Urban Gardenings im Mai noch eine Hundewiese war, lädt heute mit einem großen Tisch und Bänken, einem Hochbeet und einer Terrasse zum Verweilen und Mitmachen ein. „Natürlich sind Hunde weiterhin willkommen“, sagt Matthias Köllmann. „Mittlerweile gibt es aber Hundebeutel und Mülleimer, die auch genutzt werden.“

    Platz wird von Nachbarn genutzt und gepflegt

    Für die Umsetzung der Idee ist entscheidend, dass sie von der Nachbarschaft angenommen wird. Schließlich müssen Blumen gegossen und Mülleimer geleert werden. Bisher stößt der „neue“ Imbuschplatz allerdings auf viel Zuspruch: Viele Wohnungen im Quartier haben keinen Balkon, weswegen bei gutem Wetter häufig Leute auf der Wiese zu sehen sind – beim Frühstück, mit einem Buch in der Hand oder abends auf ein Glas Wein. Auch das Sommerfest ist gut angekommen. „Der Platz war vorher quasi nicht vorhanden. Es ist schön, zu sehen, dass die Leute ihn mittlerweile gerne nutzen“, sagt Matthias Köllmann.

    Verkehr kann gut ausgeblendet werden

    Auch anfängliche Bedenken, dass eine klare Abgrenzung zum viel befahrenen Nordring nötig ist, um eine gewisse Gemütlichkeit zu gewährleisten, haben sich aufgelöst: Der Verkehr lässt sich auf der Fläche vor der ehemaligen „Eisenhütte“ einfach ausblenden. Das findet auch Charlotte: Die 16-Jährige verbringt sonnige Stunden gerne auf der Wiese. „Der Platz selbst ist nicht unbedingt besonders. Aber es ist eine schöne Grünfläche mitten in der Innenstadt“, sagt sie. Ilkay (17) ist ihrer Meinung: „Hier ist es entspannt, trotz der Straße. Man hat nicht das Gefühl, in der Stadt zu sein.“

    Neu: Lastenrad-Station

    Der Platz ist jedoch keineswegs „fertig“. Neben den Nachbarn, die in Eigenregie Pflanzen vorbeibringen und gärtnern, gibt es immer wieder andere Ideen und Erweiterungen. So wurden zum Beispiel jüngst Fahrradbügel und auch eine Station für das Lastenrad von Kortland e. V. installiert. „Einer der Mieter in der Ko-Fabrik entwickelt hierfür gerade eine Verleih-App. Es ist so einiges im Gange.“


    (mehr …)

  • Ausstellungen/P-Gärten

    (alerts)

    […]

    Und eine Arbeitsgruppe der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst will im Spätsommer eine Ausstellung mit dem ­Botanischen ­Museum und den ­Prinzessinnengärten verwirklichen. Der Titel: „Licht Luft ­Scheiße“, also das, woraus Pflanzen ihre Körper bilden. Offenbar gedeiht in der Kunst desto mehr Grün , je stärker die Ahnung wird, dass ökologische Untergangsszenarien doch einmal Wirklichkeit werden könnten, Fridays­ForFuture sei Dank. Doch die meisten Arbeiten des aktuellen Trends bleiben so anthropozentrisch wie der koreanische ­Garten. Diese Tunnelperspektive bringt die Urania derzeit am besten auf den Punkt, und zwar unfreiwillig.

    Im Seitenflügel des Vortragshauses zeigt der Fotograf Michael Wolf ­Aufnahmen aus den extrem verdichteten Städten Hongkong und Tokio: von einem Leben auf ganz wenigen Quadratmetern, auf denen Menschen allein von Menschengemachtem umgeben sind. Gleichsam als ­naturnahen Kontrapunkt pflegt das Haus gemeinsam mit den Expertinnen der Kreuzberger Prinzessinnengärten und Besucherinnen im Hof Urban Gardening, mit Grünberatungsstunde jeden Donnerstag. Doch was da zwischen den Zweckbauten in einigen Kübeln zu wachsen versucht, sind dann nur die ewig gleichen Kräuter, ein paar Bohnen und kümmerliche Obstbäumchen. […]

    https://www.zitty.de/gruentrend-in-berliner-ausstellungen/ (mehr …)

  • Balkonkonzert im IG Spessartweg Hannover

    (Mail)
    Wir laden ein zum 1. Balkonkonzert im Hof des Wohnblockes Spessartweg im Sahlkamp!

    Freitag, 16.August 2019

    Ab 16Uhr gibt es in unserem interkulturellen GemeinschaftsGarten neben dem NaDu-Kinderhaus ein paar leckere Kleinigkeiten zu essen und zu trinken und

    um 17Uhr beginnt das Musik-Spektakel.

    Mehrere AnwohnerInnen haben ihre Balkone zur Verfügung gestellt, damit die KünstlerInnen dort auftreten können.

    Das Publikum bleibt in unserem Garten und kann die spannende Szenerie von dort aus verfolgen.

    Neben Musizierenden aus dem Stadtteil (bspw. Alena Rasina, eine unserer Gärtnerinnen) treten auch das Duo Inconsueto sowie Uli Meinholz auf.

    Die Seifenblasenkünstlerin Anastasia Medvetskaya begleitet das Konzert und verzaubert uns mit schillernden Farben.

    Ermöglicht wird der Konzertabend durch das KoopLab-Projekt, in dessen Rahmen die Internationalen Stadtteilgärten, die Universität Osnabrück sowie das Büro plan zwei und hanova mit Bundesfördermitteln noch bis Ende 2020 Teilhabemöglichkeiten in Grün- und Freiräumen erforscht und im Rahmen von Aktionen erprobt werden.

    Der Eintritt ist FREI!!!

    Vor und nach dem Konzert gibt es natürlich auch die Gelegenheit den Garten zu entdecken und mit den Gärtnerinnen und Gärtnern zu sprechen (mehr …)

  • Konkurrenz zwischen KG und GG in Zürich

    (alerts)

    Tiefrote Rosen, leuchtende Sonnenblumen und dazwischen akkurat aufgereihte Rüeblistauden und Lauchstengel: Der Schrebergarten ist für viele Städterinnen und Städter ein beliebter Ort, um einen Arbeitstag ausklingen zu lassen. Irgendwo steht meist der unvermeidliche Gartenzwerg, vielleicht weht eine Schweizer Fahne im Wind, vielleicht eine portugiesische, und neben dem Geräteschuppen wartet ein überdachter Gartentisch. Doch nun erhält das seit Jahrzehnten populäre Modell des Familiengartens Konkurrenz.

    In Altstetten plant die Stadt Zürich auf einem Areal, das etwa sechs Fussballfelder misst, neue Hobbygärten. Allerdings nicht jene vom Typ Gartenzwerg und Gartenhäuschen: Etwa drei Viertel der Fläche sind sogenannte Fruchtfolgeflächen. Häuschen darf man darauf nicht aufstellen. Und die Idee der rot-grünen Stadtregierung ist auch eine andere: Hier sollen Gemeinschaftsgärten entstehen. Die Städterinnen und Städter sollen sich zu Genossenschaften zusammenschliessen und kollektiv gärtnern.

    Beide buhlen um Land
    Das ist weniger abenteuerlich, als es klingt: Im Rahmen des Urban-Gardening-Trends haben sich schon vor Jahren mehrere Gartenkooperativen gebildet, die Gemüseabonnemente für Städter anbieten. Neu ist, dass sich die Familiengärtner und die Gemeinschaftsgärtner als direkte Konkurrenten gegenüberstehen: Beide buhlen um städtisches Land, das immer knapper wird. Sei es beim Bau des Pfingstweidparks und -schulhauses, beim neuen Eishockeystadion oder bei der geplanten Grossüberbauung Thurgauerstrasse in Leutschenbach: Stets müssen bestehende Gartenareale weichen. Die Stadt will Ersatz bieten, aber immer weniger in Form von Familiengärten.

    Verändert haben sich auch die Ressourcen, welche die Stadt bereitstellt. Früher wies man den Gärtnern einfach Restflächen zu, auf denen zuvor Schutt abgelagert worden war und die entsprechend mit Schadstoffen belastet waren. Heute lässt sich die Stadt das trendige Urban Gardening eine Menge kosten: 10,5 Millionen Franken steckt sie ins erwähnte Areal im Altstetter Dunkelhölzli. Zwar sind dort noch andere Erholungsflächen geplant, aber auch in die Gärten wird kräftig investiert. Ursprünglich hätten es sogar 12,8 Millionen sein sollen, was dem Gemeinderat aber zu viel war.

    «Bünzli» und «Hipster»
    Im Stadtparlament wurde hart gefeilscht um die begehrten Flächen, und zwar exakt entlang des politischen Links-rechts-Schemas. Die SVP nannte die Gemeinschaftsgärten sinngemäss eine Luxus-Kolchose, während die Grünen im Projekt eine «einmalige Chance für innovative Ansätze in der Gartenbewirtschaftung» sahen. Man ahnt es: Die einen lassen den Bünzli aufleben, der niemand anders an seinem grünen Glück teilhaben lassen will. Die anderen befürchten, die linken Hipster mit ihrer Planwirtschaft würden sowieso nichts Gescheites auf die Reihe bekommen und hätten nach einer Saison schon genug vom Gärtnern. Allerdings sind die Spiesse nicht gleich lang: Die Lobby der Gartenkooperativen ist im rot-grünen Zürich viel grösser und mächtiger als die der Familiengarten-Vereine.

    In Altstetten hat die Stadtverwaltung nun nach langen Diskussionen zugesichert, dass beide Fraktionen zum Zug kommen sollen. Wegen der Fruchtfolgeflächen steht für die Familiengärtner allerdings nur ein kleiner Teil des Areals zur Verfügung.

    In der Praxis werden die ideologischen Trennlinien dann hoffentlich wieder zerfliessen, und man wird Setzlinge oder Tipps über den Gartenzaun hinweg austauschen. Wer einen Blick auf die lange Warteliste des Familiengartenvereins Altstetten-Albisrieden wirft, der merkt übrigens rasch, dass sich dort auch viele junge «Urban Gardener» eingeschrieben haben, die – wenn überhaupt – eher ins Hipster- als ins Bünzli-Schema passen dürften. (mehr …)

  • Erntetausch in Essen

    (NL)

    Mit dem Projekt „Mein Grüner Bollerwagen 2019“ wird ein Erntetausch im
    Essener Siepental stattfinden, bei dem alle Gärtnerinnen und Gärtner der
    Stadt die Chance haben, Ihre Ernte von Beeren, Äpfeln & Co. am Grünen
    Bollerwagen zu tauschen und sich für gemeinsame Aktionen zu vernetzen.

    Es gibt ein Samen-Orakel, selbstgemachte Limonade, einen Fachvortrag zu
    Bienenweiden in den Gärten der Großstadt und zu Bienenprodukten wie Honig,
    Propolis & Co., Insekten-Märchen und weitere Attraktionen.

    Eingeladen sind zudem lokale Essener Initiativen, die ähnliche Ziele
    verfolgen: Transition Town – Essen im Wandel, foodsharing Essen, Essener
    Tauschkreis.

    Und: Für die Kinder gibt es eine Märchenstunde rund ums Thema „Insekten“.

    Datum: Samstag, 21. September 2019 Uhrzeit: 14 bis 17 Uhr
    Ort: Öffentliche Grünanlage an der Lanterstraße / Ecke Siepenstraße
    (Höhe Siepenstraße Haus Nr. 26) in Bergerhausen

    (mehr …)

  • Bürgergarten Idestein: Bauwagen ist nun Küche

    (Mail)

    Viel Zeit ist vergangen, seitdem wir mit dem Bau unserer Gartenküche (bzw. zunächst mit dem Geräteschuppenanbau) begonnen haben, die Ihr uns so großzügig finanziert habt.

    Leider ist uns der Schreinergeselle abgesprungen, der zunächst sehr überzeugend versichert hatte, daß das alles ein Klacks und innerhalb einer Handvoll Wochenenden unter seiner Ägide zu wuppen sei. Nun, der Anbau war schon deutlich komplizierter als gedacht – und da hat er uns mit dem Rest dann gleich mal ganz sitzen lassen.

    Aber: Wir haben in die Hände gespuckt und in viiielen Wochenend- und Abendeinsätzen (zum Teil mit Handylampenbeleuchtung 🙂) das Ding weitgehend fertiggestellt. Am Mittwoch dieser Woche haben wir eine Veranstaltung, bei der die Küche formell eingeweiht wird (den Gasherd haben wir heimlich schon mal zuvor angezündet). Dann wird es immer noch ein paar kleine Verbesserungs- und Verschönerungsarbeiten geben, aber zumindest kann man jetzt kochen. Und das mit dem Geschirr etc. bekommen wir auch noch zusammen. Das wird jetzt hoffentlich wirklich ein Klacks.

    Das wollten wir – mit großem Dank – an die anstiftung zurückmelden. Ein Blogeintrag mit vielen, vielen Fotos unsere Rückbau-, Wiederaufbau- und Ausbauaktivitäten ist unter https://buergergartengesellschaft.de/es-ist-angestiftet-aeh-angerichtet/ (mehr …)

  • Netzwerk Leipziger Gemeinschaftsgärten

    gibt es seit Feb 2019.

    Wir verstehen uns als looser Zusammenschluß von Gemeinschaftsgärten und Gartenprojekten in Leipzig.
    Haben auch schon eine Demo zusammen organisiert, einen gemeinsamen Stand auf der Leipziger Ökofete, und probieren auch sonst uns auszutauschen und zu helfen.

    > Wie oft trefft ihr euch und wo und wer beruft ein?
    Alle 1.5 Monate sind treffen geplant, bis jetzt halten wir das gut durch, es sind auch meist ein großteil der Vertreter mit dabei.
    Wir wechseln jedes Mal die Lokalität, ziehen also von Projekt zu Projekt
    (mehr …)

  • GG in Geislingen vor dem Aus

    (alerts)

    Für die Initiatorin des Geislinger Gemeinschaftsgartens Elke Bühler steht das Projekt vor dem Aus. Sie beklagt mangelndes Interesse und ein Müllproblem.

    „Ich bin traurig und enttäuscht“, sagt Elke Bühler, eine der Initiatorinnen des Geislinger Gemeinschaftsgartens. „Dass das Projekt in Geislingen nicht läuft, hätte ich nicht gedacht.“ Der Initiative gibt sie noch eine letzte Chance: „Wenn wir in diesem Jahr keine neuen Mitglieder bekommen, war es das mit dem Garten.“

    Müll und Unkraut statt Blumen und Gemüse

    In den 20 Hochbeeten des Gemeinschaftsgartens am Tälesbahnhof wuchert es wild. Das Gelände sieht verlassen aus und es sprießt jede Menge Unkraut. Unter der Sitzecke liegt Müll. Es fällt einem schwer sich vorzustellen, dass dort vor nicht allzu langer Zeit Blumen empor rankten und der Garten durch den Anbau von Gemüse ansprechend wirkte.

    Pflanzen Gemeinschaftsgarten beteiligt sich an Soja-Projekt

    Im Geislinger Gemeinschaftsgarten wird zum zweiten Mal Soja angebaut. Das Projekt soll helfen, Bio-Bohnen in Deutschland heimisch zu machen.

    Hinter dem Projekt Gemeinschaftsgarten steckt die Idee, einen „Treffpunkt für Jung bis Alt, für Migranten und Alteingesessene, für Nachbarn und für Studenten“ anzubieten. So ist es auf der Facebook-Seite nachzulesen. Die Geislinger Stadtgemeinschaft soll durch das Projekt enger zusammenwachsen, so der erklärte Anspruch. Doch die Realität sieht anders aus: „Eigentlich ist im Gemeinschaftsgarten nichts mehr los“, sagt Bühler.

    Kaum einer will sich noch engagieren

    Dass der Garten inzwischen wie ein Stück urbane Wildnis aussieht, liegt laut Bühler daran, dass sich kaum mehr Mitstreiter für das Projekt engagieren: „Einige unserer ehemaligen Aktiven sind umgezogen, haben keine Zeit mehr oder lassen sich von einer anliegenden Großbaustelle abschrecken.“ In Person von Anke Heller hörte zudem eine der beiden Initiatorinnen des Projekts aus Zeitgründen auf. Die „kritische Masse“, die es braucht, um das Projekt am Leben zu halten, liegt laut Bühler bei acht bis zwölf Personen. Für die Initiative waren aber selbst 14 Aktive, die es zur Hochphase gab, zu wenig. Wegen der zuletzt geringen Anzahl an Mitstreitern wurden die Aufgaben nur noch auf wenige Schultern verteilt. Ein regelmäßiges Treffen der Hobbygärtner gebe es derzeit nicht mehr. Das verbliebene halbe Dutzend an Aktiven habe in diesem Jahr lediglich eine Wildblumenmischung für Bienen ausgebracht.

    Urban Gardening Der Gemeinschaftsgarten geht in den Winterschlaf

    Der Gemeinschaftsgarten am Tälesbahnhof ist für die Winterpause vorbereitet. Einige Pflanzen bleiben zum Wohl der Natur stehen.

    30 Stunden, um den Müll anderer Leute aufzuräumen

    Den Freizeitgärtnern macht jedoch ein weiteres Problem zu schaffen: Laut Bühler lassen regelmäßig Personen, die sich auf dem Gelände aufhalten, ihren Müll liegen. „Obwohl ich es okay finde, wenn Leute sich dort hinsetzen, stört natürlich der Müll.“ Bereits in der Summe 30 Stunden seien die Mitglieder des Gemeinschaftsgartens damit beschäftigt gewesen, diese Hinterlassenschaften wegzuräumen. Um dem Problem Herr zu werden, habe man Mülltüten ausgehängt mit der Aufforderung, das Gelände sauberzuhalten. Genützt habe das nichts.

    Allerdings ist Bühler nach wie vor von der ursprünglichen Idee überzeugt:  „Es ist schön, der Natur nahe zu sein – und ein Erlebnis, wenn die eigenen Pflanzen wachsen“, sagt sie. Außerdem sei ein Gemeinschaftsgarten optimal für Leute, denen ein eigener Garten zu viel Arbeit ist.

    In Göppingen hat ähnliches Projekt gerade angefangen

    Während der Geislinger Gemeinschaftsgarten womöglich vor dem Aus steht, beginnt das Projekt in Göppingen erst: Bei der Oberhofengemeinde öffnete Anfang Juli ein solcher Garten. Bühler räumt dieser Initiative mehr Chancen ein: Es gebe im Unterschied zu Geislingen einen Wasseranschluss und Toiletten. Außerdem sei das Projekt von der Kirchengemeinde organisiert. (mehr …)

  • Tanzabend im IG Lahr

    (alerts)

    Zu einem Tanzabend in den interkulturellen Garten im Kleingartenpark auf dem LGS-Gelände laden am Donnerstag, 15. August, um 20 Uhr, Phoebe Wacker von Eigentanz und das Mehrgenerationenhaus Lahr alle tanz- und bewegungsinteressierten Menschen ein.

    Im Licht des Vollmonds wird zwischen Blumen, Kräutern, Gemüse, und Bäumen getanzt, zunächst unter Anleitung, später auch frei, einzeln und mit anderen zusammen. Auch die in Lahr entwickelten interkulturellen Tänze können an diesem Abend ausprobiert werden.

    Der Tanzabend findet bei jeder Witterung statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Keine Vorkenntnisse und keine Anmeldung erforderlich. (mehr …)

  • Mitmachgarten in Ffm für Gruppen und Arbeitslose

    (Netz)

    Die Stadt Frankfurt hat der GFFB einen Garten im Stadtteil Frankfurter Berg zur Verfügung gestellt. Seit der Eröffnung im Frühjahr 2014 bietet die GFFB an sich freiwillig in dem Garten zu engagieren.

    Der „GFFB Mitmachgarten“ ermöglicht es uns unseren Teilnehmer(-inne)n aus Projekten der Arbeitsgelegenheiten und des Aktivcenters einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem Sie die Natur erleben können. Vor Allem Teilnehmer(-inne)n die finanziell nicht gut gestellt sind und derzeit im SGB II Bezug stehen, wird unter Anleitung gezeigt, wie man auch mit wenigen Mitteln, auf dem heimischen Balkon eine grüne Oase mit Nutzpflanzen schaffen kann. Hierbei wird ein Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt. Durch Ihre Beteiligung, der Betreuung und der Pflege des Geländes übernehmen Sie Verantwortung und haben die Möglichkeit das Ergebnis ihrer Arbeit vor Ort zu erfahren.

    Jeden Montag unterstützt unsere Ökotrophologin die Teilnehmer(-inne)n bei Fragen der Gesundheitsförderung gesunder Ernährung. Mit Unterstützung der Fachanleitungen lernen die Teilnehmer das Ausarbeiten, Planen und Gestalten von Gärten für Nutzpflanzen, sowie das Kultivieren, Pflanzen und Ernten von Nutzpflanzen und Kräutern

    Gartenwerkzeug IMG 4706  Wildblumen IMG 4717

    Ein Ort der Begegnung

    Durch die ruhige Lage im Frankfurter Norden schafft der Garten einen Platz, der die Hektik des Alltags  vergessen lässt und eine Abwechslung zu dem täglichen Leben in der Stadt bietet. Durch das Anlegen und Pflegen von Obstplantagen (Himbeeren, Stachelbeeren uvm.), das Pflanzen und Verwerten von biologisch angebautem Gemüse, Obst und Kräutern und/oder dem Bauen des Mobiliars erweitern die Teilnehmer(-inne)n ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Arbeit und lernen in Teamarbeit gemeinsam etwas zu schaffen.

    Der Ort selbst lädt ein zum Mitmachen, Nachmachen und Entspannen. Ziel des Projektes ist mit dem Garten einen Raum der Begegnung schaffen, der öffentlich zugänglich ist und auch Nachbar(-inne)n sowie Interessierte zur Beteiligung einlädt. Denn in unserem Garten gibt es immer etwas zu tun! (mehr …)

  • Begründung für Befristung

    (Mail)

    das Projekt sollte zunächst 5 Jahre dauern, dann wollte die Stadtverwaltung weiter sehen – zum einen die Erfahrungen mit dieser speziellen Form von Gemeinschaftsgarten sammeln, zum anderen auch die Flächennutzung dieser städtischen Fläche flexibel halten

    (Bürgeracker Fellbach/im Rahmen der Gartenschau entstanden) (mehr …)

  • Querbeet Leipzig sucht Praktinat*in für Projekt „Park der Vielen“

    (FB)

    Seit einigen Jahren ist im Leipziger Osten die Entwicklung eines Stadtteilsparks an der Schultze-Delitzsch-Straße im Gespräch. Im Rahmen des vom Mitmachfonds Sachsen geförderten Projektes „Park der Vielen“ soll die Realisierung mit Hilfe verschiedener Beteiligungsformate, wie Informationsveranstaltungen und soziokultureller Veranstaltungen umgesetzt werden. Dafür werden im August und September die Ideen und mögliche Nutzungsformen der Anwohner*innen und Interessierten für diesen Park im Sinne einer Wunschproduktion gesammelt sowie vom 13.-15. September ein Parkfest veranstaltet. Als Unterstützung in der Planung und Durchführung sucht der Verein Querbeet Leipzig e.V. zusammen mit dem Helden wider Willen e.V. und dem Pögehaus e.V. eine*n

    Praktikant*in – mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden zwischen August und Oktober

    Aufgaben:
    Begleitung von Informationsveranstaltungen
    Betreuung/Moderation der Wunschproduktion (immer montags 17:00–19:00Uhr)
    Dokumentation und Aufbereitung der Ergebnisse
    Unterstützung bei Planung und Umsetzung der soziokulturellen Veranstaltungen, Künstler*innenanfragen und -betreuung, Kommunikation mit beteiligten Akteur*innen
    Unterstützung bei der Antragsschreibung für Fördergelder
    Öffentlichkeitsarbeit (Pressemitteilungen, Grafik, Inhalte produzieren, Social Media-Betreuung) (mehr …)

  • AUf die Plätze in Bremen Walle: Gartenkunstprojekt zur Aneigenung öffentlicher Plätze

    (alerts)

    Von New York aus schwappte die Urban-Gardening-Bewegung nach Europa und hat sich seit Ende der 1990er-Jahre auch in Deutschland durchgesetzt. Mitten in der Stadt werden öffentlich zugängliche Räume landwirtschaftlich genutzt und vermüllte Brachflächen begrünt. Auf Hinterhöfen oder Dächern entstehen Gemüsebeete und bienenfreundliche Blumeninseln. In Hochbeeten aus Paletten, Badewannen oder recycelten Materialien gedeihen Tomaten, Rote Bete und Erdbeeren. Wer seinen eigenen Stadtgarten oder seine Parzelle bewirtschaftet, ist aber noch lange kein urbaner Gärtner im Sinne der Bewegung. Entscheidend ist der gemeinschaftliche Gedanke. Zusammen in der Erde buddeln, die Früchte seiner Arbeit wachsen sehen und gemeinsam verspeisen – das fördert das soziale Miteinander und stärkt die Nachbarschaft. Die kollektiv genutzten Gärten sollen neue Orte für Begegnung und soziale Interaktion schaffen. Und ganz nebenbei verschönern sie den öffentlichen Raum. In Bremen gibt es gleich mehrere Urban- Gardening-Projekte, beispielsweise am Lucie-Flechtmann-Platz in der Neustadt, auf der Gemüsewerft in der Bremer Überseestadt oder auf dem Gelände des Vereins „Arbeit und Ökologie“ in Huchting. In Walle kommt jetzt ein neues temporäres Projekt hinzu, das Urban Gardening mit Kunst verknüpft. Unter dem Titel „Auf die Plätze“ möchten die Macher bis Mitte 2020 fünf verschiedene Flächen im Stadtteil beleben und als Begegnungsorte wieder ins Bewusstsein bringen. Den Anfang machte am Freitag die Geestemünder Straße. An zwei Tagen wurde gewerkelt, gepflanzt und die Nachbarschaft in gemeinsamer Anstrengung ein klein wenig grüner gemacht. In der Zietenstraße geht es am 21. und 22. Juni weiter. Anwohner und Freizeitgärtner aus ganz Bremen sind eingeladen, hier in der Gruppe ihre Ideen zu verwirklichen.

    „Unser Ziel ist es, dass wir uns die öffentlichen Plätze durch das Urban-Gardening zusammen künstlerisch aneignen und sie bewusster nutzen“, sagt Alessa Lubig. „Die Verantwortung zu übernehmen für den Raum, der uns umgibt, ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Die 27-Jährige steht kurz vor dem Abschluss ihres Studiums der Kunst- und Kulturvermittlung an der Bremer Universität und wohnt selbst seit Oktober vergangenen Jahres in Walle. Das vom Fonds Soziokultur geförderte Projekt hat ihr Dozent Rainer Weber für die Kulturwerkstatt Westend initiiert. Der Bildhauer beschäftigt sich immer wieder mit öffentlichen Räumen und Stadtbildern. Als er Alessa Lubig fragte, ob sie die organisatorische Leitung übernehmen wolle, hat sie sofort zugesagt. Unterstützt wird sie von Jarrid Tschaikowsky und David Hepp, die den künstlerischen Part gestalten.

    „Ich finde die Mischung aus Gärtnern und Kunst unheimlich spannend. Wenn wir eine Skulptur aufstellen würden, regt das zunächst einmal zum Austausch darüber ein. Aber niemand muss sich weiter darum kümmern. Anders beim Garten. Der muss fortwährend gepflegt werden und führt so die Menschen ­zusammen. Er bietet gleichzeitig einen Anlass und Treffpunkt“, sagt Alessa Lubig. Vom ­Anlegen der Beete über das Säen und Bewässern bis zur Ernte erleben alle gemeinsam die Natur. Der Garten bringe sie in einen permanenten Dialog mit ihrer städtischen Umgebung.

    Da sich die ersten beiden Aktionsplätze in einer Wohnstraße befinden, werden zunächst mobile Gärten angelegt. „Urban-Gardening kann auf kleinstem Raum stattfinden. Wir haben für die Geestemünder Straße und die Zietenstraße jeweils einen Anhänger organisiert, der dann bis zum Ende des Sommers dort stehenbleiben wird“, erklärt Lubig. Die Entscheidung, was in welcher Form angebaut werde, treffen alle gemeinsam. Pflanzen und Materialien gebe es vor Ort. Wer mag, könne gern zusätzliche Gerätschaften und Werkzeuge mitbringen. „Jeder darf sich kreativ austoben. Wir wünschen uns, dass die Leute nicht nur einen Garten anlegen, sondern ebenso Pflanzgefäße, Rankhilfen und Skulpturen bauen, Müllobjekte wie Plastikflaschen und leere Dosen umfunktionieren oder auf irgendeine andere Weise Urban-Gardening und Kunst miteinander in Verbindung setzen.“

    Bis zu seinem Abbau solle der Garten als Treffpunkt dienen. Und: Jeder dürfe ernten, auch Spaziergänger, die zufällig vorbeikommen. „Der Ertrag steht im Hintergrund. Es geht uns darum, die Gemeinschaftlichkeit anzustoßen und den sozialen Kontakt unter Einbeziehung der öffentlichen Räume zu stärken“, betont Lubig. „Zugleich wird dabei das Wohnumfeld aufgewertet.“ Schön wäre es außerdem, wenn sich aus dem Projekt heraus ein weitergehendes Engagement der Menschen für den Stadtteil ergebe. (mehr …)

  • Gemeinschafstgarten im OGV in Simmonzheim

    (alerts)

    Während andere Vereine über Nachwuchs klagen, ist der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Simmozheim weiterhin auf Erfolgskurs. „Wir haben zahlreiche Anfragen, ob denn noch Platz für neue Mitglieder in unserem Garten sei“, erzählt der Vorsitzende Helmut Zeitl­hofer nicht ohne Stolz.

    Simmozheim. Derzeit ist die Freude bei den Gartenfreunden groß. Ist es doch nun gelungen, den bisher gepachteten Grund und Boden zu kaufen. Damit verfügt der Simmozheimer Verein jetzt über einen eigene Anlage. Dies führte zu einem zusätzlichen Motivationsschub bei den Mitgliedern.

    Vorbildlich gepflegt

    Auf den ersten Blick sieht der Besucher, dass der Garten vorbildlich gepflegt ist. Überall blüht es und das Gemüse sprießt aus dem Boden. „Zu unserem jüngsten Tag der offenen Gartentür kamen über 100 Besucher, darunter auch Bürgermeister Feigl“, freut sich der Vereinsvorsitzende. Trotz der Hitze seien zudem viele Gartenfreunde aus benachbarten Orten gekommen.

    Auch Radfahrer und Spaziergänger betrachten die Anlage immer wieder interessiert. Die Hobbygärtner mit dem grünen Daumen haben viel Arbeit und Herzblut in ihr Kleinod gesteckt. Den Besuchern fallen immer wieder die Hochbeete ins Auge. „Die Gartenarbeit rund um diese Beete ist überschaubar und daher gibt es immer wieder Anfragen, ob denn noch Platz für neue Mitglieder sei, die auch mitmachen wollten“, so Zeitlhofer.

    mehr dazu: https://www.ogv-simmozheim.de/gemeinschaftsgarten/

    Dies sei zur Zeit noch etwas schwierig, weil eben die Gartenfläche noch begrenzt sei. „Wir haben nun im nächsten Jahr eine doppelt so große Grundfläche, die wir dann an neue Mitglieder und Naturliebhaber abgeben können“, kündigt der Vereinsvorsitzende an. Andere Anziehungspunkte im Garten sind die bunt blühende Kräuter- Schnecke sowie der Schaustand für Wildbienen.

    Immer wieder fragen Besucher nach der Art der Behausungen und dem Leben der verschiedenen Wildbienenarten. Andere Besucher interessieren sich mehr für den vorbildlich gestalteten Gemüsebereich: beispielsweise die Spalierpflanzungen von Erbsen und Bohnen, die Salat- und Spinatarten oder die ungewöhnlichen schwarzen Tomaten. Zeitlhofer verweist darauf, dass beim OGV Simmozheim auch die Mitglieder willkommen sind, die lediglich Erfahrungsaustausch oder Beratung suchen und sich Tipps für den eigenen Garten holen wollen. (mehr …)

  • Hanau: Gartenprojekt für Obdachlose

    (alerts)

    Hanau. Eins muss man ihr lassen: Sabine Assmann ist immer für eine gute Idee zu haben, wenn es um die Versorgung und Beschäftigung ihrer Klienten geht: Wohnsitzlose. Sie ist die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „StrassenEngel“ mit seinem Domizil am Nordbahnhof. 

    Artikel vom 04. August 2019 – 15:41

    Anzeige

    Von Rainer Habermann

    Sein Leitmotiv: „Menschenwürde gilt für alle“. Jetzt hat der „blonde Engel“ des Vereins grünes Licht bekommen von der Deutschen Bahn AG für ein ganz besonderes Projekt neben den Gleisen auf dem Bahnhofsareal: „Urban Gardening“.

    Zu gut Deutsch bedeutet dies die kleinräumige, gärtnerische Nutzung kommunaler Flächen innerhalb von urbanen Siedlungsgebieten. „Wir haben es mit unserem Putz- und Räumdienst, den Vereinsmitglieder und Wohnsitzlose täglich gemeinsam leisten, schon geschafft, aus dem ehemals völlig verdreckten und mit Müll übersäten ‚Schmuddelbahnhof‘ im Hanauer Norden einen der saubersten Bahnhöfe überhaupt in der Brüder-Grimm-Stadt zu machen“, lächelt Assmann.

    Lesen Sie noch zum Thema

    „Jetzt wollen wir einen weiteren Schritt gehen. Wir möchten die vertrocknete Graswüste am Eingang etwas mit Leben füllen und auf Hochbeeten, die wir aus Paletten zusammenzimmern wollen, das pralle Leben gestalten.“

    Assmann startet dieses Projekt gemeinsam mit Jutta Lehnert vom Verein, die das Organisatorische etwas im Auge behalten will. Denn gebraucht wird für solche Hochbeete vieles. Unter anderem Holzpaletten, sogenannte „Euro-Paletten“. Mit anderen, unterschiedlichen Größen dieser im internationalen Verkehr standardisierten Paletten umzugehen wäre wohl für die handwerklich versierten Helfer des Vereins ein Unding. Schiefe und schräge Hochbeete: Das wäre allenfalls für „Hundertwasser“-Fans ein Ding.

    Verein hofft auf Unterstützung

    Diese Paletten sollen zusammengenagelt, abgedichtet und mit einer Bodenplatte versehen Hochbeete ergeben. Dafür braucht man auch Teichfolie zum Sichern der Erde gegen Herausfallen. Und ein kleiner Jägerzaun soll schließlich das gesamte Refugium umschließen, damit es zwar schön anzuschauen ist, aber kein „Selbstbedienungsladen“ für zufällige Passanten wird. Obwohl das natürlich kaum auszuschließen sein kann.

    „Wenn uns jemand fertige Pflanzcontainer aus Holz spendet, wären wir natürlich auch total glücklich“, meint Assmann mit einem grandiosen Augenaufschlag. Aber so viel Spendenbereitschaft etwa von Garten- oder Baumärkten sollte man gar nicht verlangen: Es reicht, wenn Speditionen ausgediente Euro-Paletten nicht in den Wertstoffkreislauf zurückführen, sondern dem gemeinnützigen Verein „StrassenEngel“ stiften. 

    Auf Spenden angewiesen

    Sehr begehrt sind hier natürlich auch Teichfolie, Pflanzerde, Elemente für einen Jägerzaun, Rankgitter oder Spaliere. Ach ja: und Pflanzgut. Dies aber erst im kommenden Jahr, denn im August Gemüse zu pflanzen, ist wohl etwas optimistisch gedacht. Weinreben wären ebenso ein tolles Element am Nordbahnhof, meinen Assmann und Lehnert. Und ein kleines Träumchen hätten sie dann noch. „Ich weiß nicht, aber wäre es nicht toll, wenn Sie ein Gackern früh morgens am Bahnhof begrüßt und Sie vielleicht danach ein Ei in die Pfanne geklopft bekämen?“, grinst der „blonde Engel“ schelmisch.

    Es ist eine Idee für die Zukunft. Denn inzwischen hat das „Klientel“ der „StrassenEngel“ eine solche beim Verein. Mithelfen beim Küchendienst, für die auch das Gemüse und die Kräuter aus dem „Urban Gardening“ hauptsächlich gedacht sind, ist für die Wohnsitzlosen, denen der Nordbahnhof eine Anlaufstelle bietet, mittlerweile (fast) eine Selbstverständlichkeit geworden. Der Verein wird nicht staatlich finanziert, er ist deshalb auf Spenden angewiesen.


    (mehr …)

  • Kleingärten in Berlin bedroht

    (alerts)

    Deutsches Kulturgut oder blockierte Baufläche?

    Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr private Kleingärten als in Berlin. Zum 100. Jahrestag der Kleingartenverordnung rückt ihr Potenzial als öffentliche Baufläche in der wachsenden Stadt in den Vordergrund. Unter den Kleingärtnern regt sich Widerstand. Von Lennart Garbes

    Ob angestaubt mit Deutschlandfähnchen und Gartenzwerg, oder als gemeinschaftliche Urban Gardening Kommune junger Familien – Kleingartenkolonien sind ein fester Bestandteil Berlins. Die Idee der parzellierten Naherholung prägt das Bild der Hauptstadt in Pankow und Tempelhof, genauso wie in Charlottenburg und Neukölln.

    In Anbetracht der Gartenkolonien von heute erscheint es kaum vorstellbar, dass es am 31. Juli 1919, als die erste deutsche Kleingartenordnung verabschiedet wurde, noch nicht um das gute Leben der Laubenbesitzer ging. Während Berlins Aufstieg zur führenden Industriemetropole sollte die Kleingartenkolonie der armen Arbeiterklasse die Chance geben, sich selbst mit Essen zu versorgen und etwas Erholung zu finden.

    Überreste dieser ursprünglichen Funktion des Kleingartens finden sich bis heute in der Kleingartenordnung, etwa wenn es darum geht verpflichtend Obst und Gemüse anzubauen. Aber auch der gestiegene Wohlstand hat der Beliebtheit der Laubenkolonie nicht geschadet. In Berlin gibt es mittlerweile 900 Kleingartenkolonien mit circa 71.000 Schollen, die insgesamt drei Prozent des Stadtgebiets bedecken.

    Kleingartentradition trifft eklatanten Wohnungsmangel

    Die akkurat eingeteilten Grünflächen im Innenstadtbereich wecken aber auch Begehrlichkeiten. 100 Jahre nach dem Beschluss der ersten Kleingartenordnung hat sich die Not der Berliner Bevölkerung verlagert. Der Wunsch nach Naherholung und einem eigenen Feld zum Bestellen verblasst gegenüber der Sehnsucht nach bezahlbarem Wohnraum, denn in Berlin fehlen bis zu 300.000 Wohnungen. Experten wie der Berufsverband der Bauingenieure drängen deshalb schon länger darauf, auch die Flächen von Kleingartenkolonien für den Wohnungsbau verfügbar zu machen.

    Die Berliner Politik gibt diesem Drängen nach. Im kommenden Jahr endet die vereinbarte Schutzfrist für den Großteil der Berliner Laubenkolonien. Obwohl es das erklärte Ziel des Berliner Abgeordnetenhauses und des Senats ist, Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu sichern, müssen Kolonien weichen – für den Wohnungsbau, aber auch für soziale und verkehrliche Infrastruktur. Das besagt der Kleingartenentwicklungsplan 2030, der im November in Kraft treten soll.

    Für 15 Berliner Kleingartenkolonien sieht der neue Entwicklungsplan die komplette Räumung vor. Bis 2030 müssten so circa 850 Laubenbesitzer ihre Parzellen endgültig verlassen. Danach droht weiteren 26 Berliner Kolonien der Abriss. Die Pächter sollen mit jeweils 7.000 Euro entschädigt werden und Anrecht auf eine Ersatzfläche erhalten, die jedoch weit entfernt vom Ort der alten Kleingartenfläche liegen kann.

    Laubenkolonie als politisches Kampffeld

    Die Kolonie Eschenallee in Berlin-Tempelhof ist eine der betroffenen Kleingartenkolonien. Hier soll im nächsten Jahr ein temporäres Schulgebäude entstehen. Die Pächter, von denen manche seit 50 Jahren in der Kolonie gärtnern, haben das aus den Medien erfahren. Niemand von der Bezirksverwaltung habe mit ihnen darüber gesprochen, sagt Laubenbesitzer Jörg Lange. „Wir sind sauer, weil wir immer noch kein Statement von offizieller Seite haben“, sagt er. „Wir wissen nicht was passiert, wir wissen nur, es passiert was.“

    Einfach hinnehmen wollen die Laubenbesitzer in der Eschenallee ihre Räumung nicht. Sie sehen sich als Bauernopfer in der ungelösten Berliner Wohnungsfrage und werben mit einem aufgehängten Transparent und einer Bürgerinitiative um Unterstützung gegen die geplante Räumung.

    Auch Stefan Evers, Generalsekretär und Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Berliner CDU, wirft der rot-rot-grünen Koalition vor, planlos zu agieren. Berlin verfüge immer noch über immense Flächen für Bauaktivitäten – beispielsweise am Rand des Tempelhofer Feldes. „Nur weil der Mut fehlt, diese Flächen endlich anzugehen, kann es nicht sein, dass die Kleingärtner das Nachsehen haben“, sagte der CDU-Politiker. „Die über ein Jahrhundert ausgeprägte Kleingartenkultur hat zu einer ungeheuren Vielfalt der Arten beigetragen, an der unbedingt festgehalten werden sollte.“

    Die meisten Kleingartenkolonien sollen erhalten bleiben

    Obwohl er von den Laubenbesitzern, die ihre Parzellen räumen müssen, und von der Opposition scharf kritisiert wird, sieht auch der neue Kleingartenentwicklungsplan vor, den Großteil der Laubenkolonien zu erhalten. 83 Prozent der Kleingartenfläche in Berlin – rund 60.000 Parzellen – werden darin abgesichert. Weitere neun Prozent sollen nicht vor 2030 für andere Bauprojekte in Anspruch genommen werden.

    Der Plan erkennt auch erstmals die positiven Auswirkungen der Kleingärten auf das Stadtklima und die Artenvielfalt in Berlin an. Außerdem gelten viele der zu erhaltenden Grundstücke ohnehin als dauerhaft gesichert, weil sie als Grünflächen stadtplanerisch festgeschrieben sind.


    (mehr …)

  • TAZ für Bebauung von Kleingärten mit Wohnungen

    (alerts)

    Neben dem gar nicht mehr so neuen taz-Gebäude am südlichen Ende der Berliner Friedrichstraße entstand vor einigen Wochen ein Urban-Gardening-Projekt. Nach und nach füllte sich die Brachfläche mit aus Holzbrettern zusammengeschusterten Hochbeeten, Hütten und Sitzgelegenheiten. Es blühen und gedeihen das Gemüse und die Kräuter. Und, ja, bis vor Kurzem fühlte es sich irgendwie gut an, wenn man da jeden Morgen vorbeiradelte. So urban, ökologisch, modern.

    Schon nach kurzer Zeit prangte ein roter Graffitischriftzug provokativ am Holzzaun: „Wohnungen statt Gurken und Tomaten“. Seitdem denkt man sich beim Vorbeiradeln: Ja, klar, weg mit den Beeten, her mit den Wohnungen! Doch so einfach ist das ja alles nicht, denn man kann sich jetzt schon vorstellen, wie es läuft, wenn das kleine Urban-Gardening-Paradies mal tatsächlich bedroht ist, weil irgendwer was anderes – vielleicht sogar Wohnungen, die sich auch Normalos leisten können – auf dem Grundstück bauen will. Dann radelt man eines Morgens vorbei und sieht Hunderte Empörte, die sich an die Hochbeete gekettet haben. Vielleicht sind es sogar dieselben, die am Wochenende in Neukölln für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gehen.

    Anzeige

    Nun nehmen die Urban-Gardening-Projekte in deutschen Großstädten nur Flächen im Promillebereich ein. Außerdem funktioniert das Gemeinschaftsbeet auch auf Dächern, weshalb wir die Kollektivstadtgärtner an dieser Stelle Kollektivstadtgärtner sein lassen wollen und lieber das eigentliche Problem in den Blick nehmen: die Schrebergärten. Die nämlich gehören tatsächlich mit Wohnhäusern bebaut! Denn es gibt ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum, aber keines auf das eigene Kartoffelbeet.

    Also weg mit den Parzellen, von denen es allein in Berlin 70.000 gibt. Ganze 3 Prozent der Stadtfläche nehmen sie ein – oft in bester Wohnlage. Gleichzeitig fehlen hier über 300.000 bezahlbare Wohnungen, weil zu wenig gebaut wird. In dieser Woche hat das eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft erneut gezeigt: In den vergangenen drei Jahren wurden etwa in Köln nur 46 Prozent der Wohnungen gebaut, die eigentlich nötig wären, in Berlin sind es immerhin 73 Prozent. Oft fehlt es an freien Flächen.

    Und trotzdem trauen sich PolitikerInnen nur selten an die Schrebergärten ran. In Berlin werden etwa bis 2030 keine Wohnungen auf Kleingartenkolonien gebaut, lediglich ein paar Turnhallen, Kitas und Schulen. Dafür müssen ganze 429 Parzellen verschwinden – weniger als 1 Prozent also. Immerhin gibt es für die BesitzerInnen rund 7.000 Euro Entschädigung.

    Und was ist mit dem Stadtklima?

    SchrebergärtnerInnen sind unangenehme Gegner, sie sind viele – knapp eine Millionen sind im Bundesverband Deutscher Gartenfreunde organisiert – und haben eine entsprechend starke Lobby. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite: ihrer Tradition! Und es stimmt ja, die Schrebergärten hatten lange Zeit Sinn, dienten der Gesundheit, der Erholung und der Ernährung von Arbeiterfamilien.

    Anzeige

    Man wollte Menschen, die beengt wohnten, wenigstens ein kleines Stück Scholle geben. Heute hat sich diese Form von Kleinsteigentum erledigt. Der Schrebergarten ist verstaubte Bundesrepu­blik, ist Spießertum und Egoismus. Ist Abschottung gegen Fremde, Angst vor Veränderung und überhaupt auch oft rechts, bedenkt man die zahlreichen verwitterten Deutschlandflaggen, die über fast jeder Gartenkolonie wehen.

    Wer Natur und Erholung in der Stadt will, soll in den Park gehen. Wer ein kleines Idyll abseits vom Stadttrubel sucht, soll aufs Land ziehen. Wer frisches Obst und Gemüse will, soll zum Biosupermarkt gehen – da ist das Zeug günstiger als das aus dem teuer gepachteten Kleingarten, das erst mal gekauft, gedüngt und gewässert werden muss. Und wem es darum geht, die Karotten und die Kartoffeln und die Rote Bete selbst angebaut und beim Wachsen beobachtet zu haben, für den gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, etwa kleine Parzellen auf Feldern außerhalb der Stadt – oder eben die auf Dächern neu entstehenden Urban-Gardening-Beete.

    Natürlich schmerzt jede Träne eines Kleingärtners beim letzten Blick in die liebevoll aufgebaute Laube. Da haben Erwin und Rosa 40 Jahre ihren Kleingarten gepflegt, erst 1993 das Plumpsklo gegen ein ordentliches getauscht, weil die Kolonie – allein das Wort lässt düstere Erinnerungen aufkommen – endlich ans Abwassernetz angeschlossen wurde, und jetzt sollen sie raus? Wo sollen sie denn jetzt hin am Wochenende? In den Park!

    Oder von den 7.000 Euro Entschädigung einmal im Monat einen Wochenendtrip an die Mecklenburger Seenplatte machen. Dabei können sie dann an ihre Enkelin Marie denken, die zum ersten Mal realistische Hoffnung auf eine eigene Wohnung hat, nachdem sie 5 Jahren von einem überteuerten WG-Zimmer ins nächste gezogen ist, obwohl sie schon 32 ist, als Sozialpädagogin in Vollzeit arbeitet und innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin trotzdem keine Wohnung fand, die sie sich leisten kann.

    Der Luxus des einen ist das Leid des anderen. Und der andere ist in diesem Fall nun mal wichtiger. Politik muss gestalten, steuern, Entscheidungen treffen, die manchen wehtun zum Wohle von vielen. Politik ist nicht dafür da, auf die zu hören, die die stärkste Lobby haben und mit überholter Tradition argumentieren.

    Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immerab Samstag am Kiosk, im eKiosk, im praktischen Wochenendabo und rund um die Uhr bei Facebook und Twitter.

    „Halt! Stop!“, rufen jetzt klimabewusste BürgerInnen – und KleingärtnerInnen. „Es geht nicht nur um Tradition. Die Grünflächen der Kleingärten sind sehr wichtig fürs Stadtklima. Betoniert man sie zu, wird es noch heißer hier.“ Das will natürlich niemand. Zum Glück werden die neu entstehenden Wohnviertel Grünflächen enthalten und Brunnen und Freiluftschneisen und auf jedem Dach wird es einen Rasen geben – oder eben Urban-Gardening-Projekte.

    Es muss ja auch gar nicht jeder Kleingärtner enteignet werden. Jeder fünfte genügt. Die Berliner Baukammer hat im Frühjahr berechnet, dass, wenn in Berlin ein Fünftel der Kleingärten mit Wohnhäusern bebaut würden, 200.000 Wohnungen mit je 46 Quadratmetern entstehen könnten. 80 Prozent könnten dann weiter ihren Rasen pflegen, Karotten anbauen, im Sonnenstuhl liegen.

    Und der Rest? Der geht in den Park – oder tut sich zusammen. Immer mehr jüngere KleingärtnerInnen machen es vor, teilen sich im Freundeskreis eine Parzelle, einer ist für Kartoffeln zuständig, einer für den Rasen, eine für die Stachelbeeren. Man muss im Hochsommer nicht täglich gießen, sondern kann die Last, auf viele verteilen. Und beim gemeinsamen Grillen könnte man endlich über anderes sprechen als die wahnsinnig machende Wohnungssuche in den aus allen Nähten platzenden Großstädten.

     

    (mehr …)

  • kein Stadtrat taucht im IG Schrobehausen auf

    (alerts)

    Kommunalpolitiker lassen Seniorenbeiräte im Garten sitzen

    Einsame Zeiten im interkulturellen Garten

    Schrobenhausen

    erstellt am 25.07.2019 um 10:50 Uhr
    aktualisiert am 29.07.2019 um 03:34 Uhr

    Schrobenhausen (jsp) So wenige Stadträte waren noch nie bei einem offiziellen Termin: Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) hatte vor der jüngsten Stadtratssitzung zum Besuch des interkulturellen Gartens geladen. Immerhin ein Projekt des Seniorenbeirats, einem offiziellen Gremium der Stadt mit Satzung. Und es kamen? Nun? Richtig: null Stadträte. Keiner.

    Ja, wo sind sie denn? Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates und Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) warten auf den Stadtrat, der laut offizieller Tagesordnung vor seiner Sitzung in Drei Linden vorbeischauen sollte. Doch die Beiräte blicken vergebens?
    Ja, wo sind sie denn? Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates und Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) warten auf den Stadtrat, der laut offizieller Tagesordnung vor seiner Sitzung in Drei Linden vorbeischauen sollte. Doch die Beiräte blicken vergebens? Spindler

    Stopp, stimmt nicht. Christian Spreitzer (proSob) ist da. Der ist Seniorenreferent des Stadtrates und sozusagen zuständig für den Seniorenbeirat. Auch er sitzt zusammen mit fünf Seniorenbeiräten im sommerlichen Garten in Drei Linden. Und sie warten. Nicht einmal der Einladende, der Bürgermeister, schaut vorbei. Auch nach einer Viertelstunde – dem berühmten akademischen Viertel – lassen sich keine Stadträte blicken; egal, ob mit oder ohne akademische Weihen?

    Die Enttäuschung ist den Seniorenbeiräten, die vor drei Jahren mit viel Engagement und Herzblut das Projekt für In- und Ausländer in der Kleingartenanlage aus der Taufe gehoben haben, deutlich anzumerken. „Ich bin nicht besonders glücklich“, sagt Spreitzer an Ort und Stelle des (Nicht)Geschehens. Er hätte schon mit fünf Kollegen aus dem insgesamt 24-köpfigen Stadtrat gerechnet, sagt er. In der Gartenlaube sitzend kündigt er an: „Im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung werde ich eine Anfrage dazu stellen.“

    Dass niemand vorbeischaut in Drei Linden, könne nicht an der Technikpanne des Ratsinformationssystems (wir berichteten) gelegen haben, die um ein Haar die Sitzung zu Fall gebracht hätte. Alle Stadträte bekämen ja noch persönlich eine schriftliche Einladung für die Sitzung per Brief zugestellt. Und Spreitzer selber, so sagt er, habe dafür gesorgt, dass eine genaue Wegbeschreibung bei dem Termin zu Papier gebracht werde. Immerhin mit den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses zeigt sich Spreitzer gnädig: „Die haben noch ganz schön was zu beraten.“

    Einer der wartenden Seniorenbeiräte hätte für den Stadtratsbesuch auch schon ein Thema gehabt, das er ansprechen wollte. Immer wieder kämen Eltern mit ihren Kindern am interkulturellen Garten vorbei. Die Kleinen wollten vor allem bei sommerlicher Hitze gerne in den kleinen Bach gehen. Doch das sei zu gefährlich, so der Seniorenbeirat. Darum wollte er beim Besuch des Stadtrates, darum bitten, ob etwas dafür getan werden könnte, dass Kinder gefahrlos mal ins kühle Nass gelangen könnten.

    Nach 36 Minuten Wartezeit haben die Seniorenbeiräte genug. „Da kommt niemand mehr“, sagt einer. Es wird noch mal kurz Ausschau gehalten. Stimmt: Kein Stadtrat weit und breit.

    Übrigens: Spreitzer hält Wort und fragt am Ende der öffentlichen Stadtratssitzung mal nach, warum den niemand gekommen sei, trotz rot vermerktem Hinweis auf der schriftlichen Einladung. „Der Seniorenbeirat war sehr, sehr, sehr enttäuscht“, beschreibt Spreitzer die Gemütslage bei den Sitzengelassenen. Schweigen im Sitzungsraum. Der Bürgermeister erhebt das Wort: „Rüffel angekommen. (mehr …)

  • Gartenschau Remstal: weiterer GG läuft erfolgreich

    (Mail)

    Projekt Bürgeracker übermitteln. Die letzten Verträge zur „Nachverdichtung“ liegen vor. Für weitere Interessenten haben wir auch weiterhin eine Warteliste eingerichtet.

    BÜRGERACKER WIRD ERLEBNISGARTEN

    Rund 800 Quadratmeter auf dem Bürgeracker werden die Beteiligten gärtnerisch gestalten. Jeder von ihnen pflanzt eine Parzelle selbstständig an und pflegt diese. Parallel dazu stehen alle gemeinsam für das gesamte Grundstück ein.

    Die Mischung aus individuellem Garten und Gemeinschaftsgrund schafft gemeinsame Verantwortung und Freiräume. Die Idee des Bürgerackers ist dabei einfach und bestechend: Interessierte schließen sich zur Bewirtschaftung eines Geländes zusammen und gestalten die Fläche nach ihren Plänen.

    Die Gemeinschaft gibt sich über den mit der Stadt geschlossenen Nutzungsvertrag hinaus eigene Regeln – beispielsweise bzgl. der regelmäßigen Treffen, der Arbeitseinsätze zur Pflege der Gemeinschaftsflächen, notwendiger gemeinsamer Anschaffungen. Fachliche Unterstützung erhalten die Beteiligten auf Anfrage von den dafür benannten Experten aus den Reihen der städtischen Angestellten.

    In Zahlen:

    22 Nutzungsverträge wurden mit Einzelpersonen oder Familien geschlossen über rund 800 qm Einzelparzellen. Die Bürger haben jeweils ein maschinell durchgepflügtes Einzelbeet erhalten und werden sich gemeinschaftlich um die Pflege und Gestaltung des Gemeinschaftsgrunds kümmern.

    Aus dem Remstal Gartenschau Projekt heraus wurde das Projekt Bürgeracker für die Gesamtdauer von 5 Jahren Wege angelegt, das Areal gestaltet mit einem Kreiselement in der Mitte und ausgestattet mit einer Wasserstele, Einzäunung mit Zahlenschloss und einem Halbcontainer als Geschirr- und Gerätehütte.

    Ein erstes Zwischen-Resümee soll im September erfolgen und reflektieren über Fragen wie: Welche Ernten konnten eingeholt werden?

    Welche Freundschaften geschlossen werden? Welche Erfahrungen gemacht werden?


    (mehr …)

  • urban gardening mit dem Jobcenter

    (alerts)
    Im Schatten der Landesgartenschau haben das Jobcenter Kreis Wesel und der SCI:Moers ein neues Projekt entwickelt. Seit dem 15. Mai beschäftigen sich Langzeitarbeitslose unter fachlicher Anleitung an der Eugeniastraße mit dem Thema „Urban gardening“.

    Dieses Projekt wurde gestartet, um Menschen die Möglichkeit zu bieten, aus Arbeitslosigkeit und sozialer Isolation wieder in gesellschaftliche Teilhabe zu kommen, soziale Kontakte aufzubauen und persönliche Perspektiven entwickeln zu können. Für einige Teilnehmer bietet sich zudem die Möglichkeit, die Kultur und Sprache besser kennen zu lernen und somit die Integration in die Gesellschaft zu fördern. Ziel dieses Projektes, das zunächst bis Ende 2019 läuft, ist die Bewirtschaftung von brachliegenden Flächen im Stadtgebiet. Bisher vernachlässigte Flächen sollen unter ökologischen Gesichtspunkten nutzbar werden, sei es als Garten, als Blumenwiese oder um den Insekten ein neues Zuhause zu geben. Bisher besteht die Gruppe aus zehn Teilnehmern unterschiedlicher Herkunft, einem Anleiter und einem Sozialpädagogen. Das gemeinsame Arbeiten steht im Vordergrund, Teamarbeit ist wichtig, um eigene Ideen zu verwirklichen und Ziele zu erreichen.

    (mehr …)

  • Gartenprojekt auf Erweiterungsgelände von BMW

    (alerts)
    Für das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW ist ein entscheidender Meilenstein geschafft. Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für die Norderweiterung gebilligt. Damit ist Baurecht geschaffen für eine Erweiterung des Standorts um 5000 Arbeitsplätze. Der Bebauungsplan sieht ein Forschungszentrum mit 350 000 Quadratmetern Geschossfläche sowie ein „Eingangsportal und Nahmobilitätseinrichtungen“ vor. Die Erschließung dieses Gebietes soll für Fahrzeuge ausschließlich von Westen über die Schleißheimer Straße erfolgen. Ein Nachbarschaftsgarten wird der Öffentlichkeit sowie den Mitarbeitern zum Aufenthalt zur Verfügung stehen. Die Buswendeschleife Am Hart wird umstrukturiert und ausgebaut. Zukünftig sollen dort bis zur Realisierung der U 26 neben den Bestandslinien unter anderem neue Schnellbusse vom Kieferngarten über die Bayernkaserne zur Haltestelle Am Hart verkehren. Zudem ist eine Trasse für öffentliche Verkehrsmittel sowie Fuß- und Radverkehr durch den Nachbarschaftsgarten vorgesehen, die der Ost-West-Querung des Gebiets dient. (mehr …)

  • Gartenprojekt für Obdachlose

    (alerts)

    Der Nabu Bremen und der sozial sehr engagierte Unternehmer Gerolf Wolpmann haben ein Gartenprojekt für Obdachlose in Bremen initiiert. In diesem Sommer wird zum ersten Mal geerntet.

    Caro wässert die wilden Tomaten, während Marina die ersten Kohlrabi auf der „eigenen Scholle“ auf dem Gelände des Naturschutzbundes in Sebaldsbrück erntet. Der Nabu und der Unternehmer Gerolf Wolpmann haben das Projekt 2016 initiiert. (fotos: PETRA STUBBE)

    „Das ist Erholung hier, das muss so sein“, sagt Kenny. Dabei muss sich der 39-Jährige mit der großen Astschere gerade richtig anstrengen, um die Pflaumenbäume auf dem Gelände des Naturschutzbunds (Nabu) von wild wucherndem Gestrüpp zu befreien. Kenny lebt seit 15 Jahren auf der Straße. Beim Gartenprojekt, das Gerolf Wolpmann zusammen mit dem Nabu initiiert hat, arbeitet er offensichtlich richtig gerne mit.

    „Da sieht man mal was anderes als auf der Straße“, sagt der gepiercte Bremer mit den Dreadlocks und der Wollmütze. Und natürlich auch, dass man etwas geschafft hat. Das stärkt das Selbstwertgefühl der sechs Obdachlosen, die Wolpmann für die Teilnahme ausgewählt hat. Zuverlässigkeit war dafür ein entscheidendes Kriterium. Einmal in der Woche – jeden Mittwoch von 11 bis 14 Uhr – kommen sie zum freiwilligen Arbeitseinsatz nach Sebaldsbrück.

    Freiwilligkeit steht im VordergrundEinige schon seit drei Jahren. In der Anfangsphase der Kooperation halfen die Obdachlosen beim Unkraut jäten, bei der Apfelernte oder beim Entrümpeln des Geländes. „Das war anfangs nicht regelmäßig, hat sich aber im Laufe der Zeit entwickelt“, sagt Sönke Hofmann mit Blick auf die ersten sporadischen Hilfseinsätze, die inzwischen in eine eigenverantwortliche Gartenpatenschaft gemündet sind. „Für uns war von vorn herein klar, wir wollen kein bestimmtes Maß an Leistung setzen“, betont der Nabu-Geschäftsführer. Da Freiwilligkeit beim Naturschutzbund eine große Rolle spiele, passe das Projekt gut ins Konzept, das allerdings zeitlich befristet laufe, bis der Nabu die Fläche für den Bau eines Seminarhauses benötige.

    Zum ersten Mal ernten die Obdachlosen Obst und Gemüse von ihrer 300 Quadratmeter großen „Patenscholle“: Kartoffeln, Zucchini, Kohlrabi, Gurken, Erdbeeren, Tomaten, Blumenkohl und Bohnen wachsen in den schmalen, durch Hackschnitzel gegliederten Beetreihen. In einer Reihe sind orangefarbene Ringelblumen zu entdecken, und vor den fast drei Meter hoch gewachsenen Sonnenblumen gibt es sogar ein kleines Kräuterbeet. „Alles, was hier geerntet wird, ist für die Selbstversorgung gedacht“, betont Initiator Gerolf Wolpmann.

    Auf die Mahlzeit mit neuen Kartoffeln freut sich Marina schon. „Vor allem auf die Kleinen, die hat Opa mir früher gemacht“, erinnert sie sich. Von ihren Großeltern hat die heute obdachlose Bremerin als Kind einges an Gärtnerwissen gelernt. Jetzt legt die 53-Jährige selbst Hand in „ihrem Garten“ gleich links hinterm Zugang zum Nabu-Gelände an. Mit einer Grabegabel holt Marina die ersten Erdäpfel aus dem Boden. Sie stöhnt, weil der Lehmboden so fest und diese Arbeit für die zierliche Person ein Kraftakt ist. „Das ist eine schöne Sache, selbst zu ernten“, sagt sie. „Und was zu viel ist, schenken wir dem Nabu.“

    Praktisch als Dankeschön. Denn nicht nur das Areal, sondern ebenso die Gartengeräte und diverse Pflanzen, vor allem alte Sorten, stellt der Nabu laut Gerolf Wolpmann für das Gartenprojekt kostenlos zur Verfügung. Der Bremer Unternehmer, der seine Firma für Sicherheitstechnik und Brandschutz in Horn-Lehe betreibt, füllt die kleine Kasse.

    Obdachlose dürfen sich Pflanzen aussuchenVon dem Geld kaufen die Obdachlosen Pflanzen auf dem Markt, die sie nicht selbst vorgezogen haben oder die nicht in der Nabu-Gärtnerei vorrätig sind, die sie aber gerne anbauen würden. Außerdem stellt Wolpmann teilweise auch durch seine Mitarbeiterin Jacqueline Pignon einen Fahrdienst aus der Innenstadt zum Nabu-Gelände in Sebaldsbrück sicher. Er hat außerdem eine Sitzgruppe aus Holz spendiert, auf der sich die Teilnehmer zur Pause treffen.

    „Und bei Fragen hilft uns Rosa, die Gärtnerin vom Nabu“, berichtet Caro. „Sie gibt uns Tipps.“ Die sportlich wirkende Frau mit Zopf wird selbst von anderen angesprochen, weil sie recht gut Bescheid weiß, sogar über Schädlinge, und bei der Gartenarbeit planvoll vorgeht. „Wir müssen uns daran orientieren, dass wir nur einmal in der Woche hier sind“, erklärt Caro, die während ihrer Obdachlosigkeit kein Problem mit Alkohol oder Drogen hatte, inzwischen wieder einen festen Wohnsitz hat und auf dem besten Weg ist, sich aus der belastenden Lebenssituation herauszumanövrieren. Mehr Zeitaufwand sei von den Projektteilnehmern nicht gewollt, schiebt sie nach.

    Als Beispiel dafür, dass auch relativ geringer Einsatz Früchte trägt, zeigt Caro auf die mit Vlies abgedeckten Beete. Darunter haben die Hobbygärtner zum Beispiel Blumenkohl gepflanzt. „Wir gießen die Setzlinge, und auch das Netz wird nass gemacht, das reicht eine Woche, weil das Vlies die Feuchtigkeit gut hält“, erklärt die Frau mit dem grünen Daumen, die durch das Projekt aufzublühen scheint und als einzige auch zwischendurch mal im Garten vorbeischaut. „Außerdem hält es Hitze ab, es wächst weniger Unkraut, und die Vögel kommen nicht an die Triebe.“

    Bei dem warmen Wetter kommt die Kaffeepause gerade recht. Zwei Handvoll gelbe Zucchini und Kohlrabiknollen liegen bereits auf dem Tisch, an dem sich jeder bedienen kann. Dabei kommen die Obdachlosen miteinander ins Gespräch, tauschen sich auch über Probleme aus. Oft sitzt Gerolf Wolpmann mit am Tisch. Seit 25 Jahren unterstützt er weltweit Hilfsprojekte und kümmert sich seit etwa acht Jahren in Absprache mit der Inneren Mission persönlich um obdachlose Menschen in Bremen, hilft, wo er kann.

    Projekt als Anregung für das weitere LebenDie Freude darüber, zu sehen, wie die sechs Obdachlosen durch das Gartenprojekt einen anderen Alltag erleben und sich relativ zuverlässig einbringen, steht ihm ins Gesicht geschrieben. „Wir wollen einzelnen Menschen, die ihr Leben zum großen Teil auf der Straße oder in Obdachlosigkeit verbringen, die Möglichkeit geben, in der Natur einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen“, begründet der Unternehmer sein persönliches Engagement und das des Nabu. „Die Obdachlosen bekommen vielleicht auch einfach Anregungen für ihr weiteres Leben“, hofft er. (mehr …)

  • Grüne Beete Münster

    (alerts)

    Der Gemeinschaftsgarten „GrüneBeete“ am Leonardo-Campus wächst. Gerade entsteht ein neuer Pavillon. Beim Sommerfest wird das Gartenteam ihn offiziell einweihen. Alex Kirschstein und Marius Scherer, Studierende der Münster School of Architecture (MSA) der FH Münster, haben Planung und Bau übernommen. „Der Pavillon soll uns und den benachbarten akademischen Einrichtungen auf dem Leonardo-Campus als Ort der Lehre dienen, und das unabhängig vom Wetter“, sagt Fara Steinmeier, Vorstandsmitglied im Verein „GrüneBeete“ und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management der FH Münster. So will das Team dort zukünftig beispielsweise Workshops rund um das Thema Bienen anbieten. Auf dem 1.300 Quadratmeter großen Gelände leben inzwischen mehrere Bienenvölker. Das Sommerfest ist öffentlich, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Es findet am Freitag (5. Juli) ab 15 Uhr statt. Um 17 Uhr wird es einen Yoga-Workshop geben, um 18.30 Uhr spielt die Band The Flex, danach gibt es Musik von der Sängerin Lia, ab 21 Uhr eine Tanzshow. Kalte Getränke stehen bereit. Beiträge der Gäste für das Büfett und den Grill sind willkommen. Der Nachmittag beginnt mit einem süßen Büfett, am Abend wird es herzhaft. Gegen 18 Uhr wird ein Grill aufgestellt. Gäste werden gebeten, eigenes Besteck und Teller mitzubringen.

    Der Gemeinschaftsgarten befindet sich in Münster auf dem Leonardo-Campus auf der Rückseite vom Gebäude 6, in dem der FH-Fachbereich Design beheimatet ist. (mehr …)

  • IG Dübener Heide sucht MItgärtner*innen

    (alerts)

    Gemeinsam gärtnern, essen, reden ist jeden Mittwoch im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten angesagt. Die Gruppe sucht neue Mitglieder für das Projekt und ärgert sich über wiederholte Einbrüche.

    Torsten Reinsch trifft sich jeden Mittwochnachmittag im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten am Bahnhof mit Gleichgesinnten und pflegt die Anlage. Am Abend wird dann gemeinsam gegessen.

    Torsten Reinsch trifft sich jeden Mittwochnachmittag im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten am Bahnhof mit Gleichgesinnten und pflegt die Anlage. Am Abend wird dann gemeinsam gegessen. Quelle: Steffen Brost

    Bad Düben Immer mittwochs öffnen sich um 15 Uhr die Tore am Bad Dübener Gemeinschaftsgarten „Am Wasserturm“ hinterm Bahnhof. Bis 19 Uhr wird dann gemeinsam gegärtnert, sich ausgetauscht und später miteinander gegessen. „Wir sind mittlerweile ein kleiner fester Stamm der sich jede Woche hier trifft. Unsere Saison geht vom Frühjahr bis zum Herbst. Aber auch im Winter sind wir immer wieder vor Ort und organisieren kleine Veranstaltungen in unserem zum Gartenhaus umfunktionierten Gewächshaus“, erzählt Torsten Reinsch vom Vorstand.

    Steffi Schenk (links) und Sabine Schulze ernten die ersten Zucchinis im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten.

    Steffi Schenk (links) und Sabine Schulze ernten die ersten Zucchinis im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten. Quelle: Steffen Brost

    Mittlerweile sind die Hobbygärtner auch dabei, ihre Ernte einzufahren. Zucchini, Tomaten, Gurken, Erbsen und Kürbisse sind bald reif. „Es wird alles aus dem Garten verwendet. Jeder kann sich seinen Anteil von seinem Beet mit nach Hause nehmen. Das andere verwenden wir bei gemeinsamen Kochabenden oder geben es zur Tafel“, so Reinsch weiter. Mittlerweile hat sich das Areal zu einem Kleinod entwickelt. Ein besonderes Wahrzeichen des Gartens ist nicht nur der Wasserturm, sondern auch das Gewächshaus, das die Projektgruppe aus einer verfallenen DDR-Gewächshausanlage bei Laußig aufgebaut hat.

    Gartenfreundin Gisela bereitet die Sense für die Gartenarbeit vor.

    Gartenfreundin Gisela bereitet die Sense für die Gartenarbeit vor. Quelle: Steffen Brost

    Im März 2017 begann das Projekt „Urban Gardening geht auf’s Land“ auf dem Gelände des Bad Dübener Bahnhofs. Auf der 5000 Quadratmeter großen Gesamtfläche wurde ein etwa 1000 Quadratmeter großer Gemeinschaftsgarten angelegt, wo jeder der will sich kleine Beete für den Eigenverbrauch anlegen kann, sie pflegt und später auch erntet. Zudem gibt es gemeinsame Nachmittage, thematische Veranstaltungen, Vorträge zum Thema „Du und Dein Garten“.

    Internationale Gemeinschaft

    Von Anfang an war die Gartengruppe international. „Wir waren und sind eine echt Multikulti-Truppe. Menschen aus dem Ort oder der Umgebung, Syrier, Sudanesen, Afghanen und Leute aus den ehemaligen Sowjetrepubliken“, so Reinsch weiter. Mittlerweile ist das Projekt von 2017 beendet. Trotzdem wollten die Hobbygärtner weitermachen. „Nach einigen Gesprächen und Orientierungen wurde Ende 2018 die Ortsgruppe „Gemeinschaftsgarten am Wasserturm – Bad Düben“ unter dem Dach des Vereins Dübener Heide gegründet.

    Weitere Mitglieder sind willkommen

    Die Ortsgruppe besteht derzeit aus sieben ordentlichen Mitgliedern und etwa ebenso vielen gelegentlichen Teilnehmern“, erzählt Reinsch. Für die Zukunft hat die Gruppe viele Pläne. Am wichtigsten ist, neue Mitglieder für das Projekt zu gewinnen. Dafür organisieren sie auch in diesem Jahr wieder in großes Gartenfest am 31. August von 16 bis 21 Uhr. Neben einem Gartenrundgang und einer Führung zur Bestandsaufnahme essbarer Wildpflanzen, wird gemeinsam eine Gemüsesuppe mit Zutaten aus dem Gemeinschaftsgarten gekocht. Es gibt Stockbrot am Feuer, einen Basteltisch für Kinder und Musik.

    Viele weitere Ideen

    „Darüber hinaus wollen wir auch weiter am Ball bleiben. Kunst und Kultur werden in Zukunft eine Rolle spielen. Wir wollen dabei auch mit Michael Kühn von der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide zusammenarbeiten“, kündigt Reinsch an. Auch mit bestimmten Schwerpunkten wollen sich die Mitglieder beschäftigen, so werde beispielsweise das Thema Wasser eine Rolle spielen. „Alles in allem ist unser großer Garten nur Mittel zum Zweck, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam an einem schönen Projekt zu arbeiten“, blickt er positiv in die Zukunft.

    Ärger über Einbrüche

    Und dabei wollen sie sich auch nicht von kleinen Rückschlägen behindern lassen. Denn immer wieder wird auf dem Gelände eingebrochen. Der Zaun wurde bereits öfter zertreten und ins Gewächshaus eingestiegen. Dort wurden ein Radio, Spaten, die Regentonne und eine leere Gasflasche geklaut. „Das muss nicht sein. Man sollte unsere Arbeit schätzen. Für die Zukunft planen wir verschiedene Maßnahmen, um es etwas sicherer zu machen“, erklärt Torsten Reinsch. (mehr …)

  • Waldgemeinschaftsgarten in Britz

    (alerst)

    18.07.2019

    Neuer Inhalt

    Themen

    Urban Gardening auf neue Art In Britz entsteht ein gemeinschaftlicher Waldgarten

    Blühenden Baumkronen, darunter liegender Strauchschicht und Pflanzen am Boden.
    So stellt sich der von den Forschern beauftragte Illustrator Arian Rassoul das naturnahe Ökosystem eines städtischen Waldgartens vor: mit blühenden Baumkronen, darunter liegender Strauchschicht und Pflanzen am Boden.

    Foto: Arian Rassoul

    „Das hier ist der perfekte Ort.“ Zufrieden schaut Jennifer Schulz um sich. „Die Fläche ist noch nie bebaut gewesen, sie hat die richtige Größe, der Boden ist schadstofffrei und es stehen hier bisher nur wenige große Bäume und Sträucher“, sagt die Wissenschaftlerin. Zudem ist das Gebiet gut erreichbar – ein Glücksfall. Hier, am Rand des Britzer Gartens, im Süden von Berlin, hat Schulz Großes vor.
    Wo im Moment noch braune Rinder mit langen Hörnern auf einer umzäunten Weide das Gras kurzhalten, soll in den kommenden Jahren zusammen mit interessierten Bürgern ein Waldgarten entstehen. Obst- und Nussbäume, Beerensträucher, Gemüsepflanzen und Kräuterstauden werden  dann einen parkartigen Obst- und Gemüsegarten inmitten der Stadt bilden.

    Ein Ort der Begegnung, Erholung und Bildung soll die Anlage sein, in dem die Anwohner und andere Mitstreiter gärtnern und ernten, wünscht sich Schulz. Aber auch eine grüne Lunge, die die angrenzenden Wohnbezirke im Sommer kühlt und den Wasserhaushalt reguliert. Und natürlich eine Nasch-Oase. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, weiß Jennifer Schulz. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam von der Universität Potsdam stellt sie mit Mitteln des Bundesamts für Naturschutz seit einem Jahr im Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Urbane Waldgärten“ die Weichen für das ambitionierte Ziel.

    Im Britzer Garten kann der gemeinschaftliche Waldgarten entstehen

    Die Idee für einen solchen urbanen Waldgarten hat Schulz aus Südamerika und Südeuropa mitgebracht, wo sie lange Jahre lebte und als Landschaftsplanerin ähnliche Projekte plante und realisierte. Als sie vor einigen Jahren nach Deutschland zurückkehrte, reizte es die Forscherin, auch hier so etwas zu initiieren. Lange suchte sie nach geeigneten Flächen in Berlin, um hier das Pilotprojekt auf den Weg zu bringen und wissenschaftlich zu begleiten. Sie weiß, dass das Pflanzen und Bewirtschaften eines Waldgartens zwar herausfordernd ist. Die größere Hürde sieht sie aber woanders: „Das Schwierigste wird es sein, über die anfängliche Euphorie hinaus eine stabile Gemeinschaft an Gärtnern und Mitwirkenden zu bilden.“

    Mit ihrem Team untersucht Schulz sowohl biologische, soziale als auch rechtliche Fragen. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Waldgärten zukünftig auch in anderen Städten erfolgreich anzustoßen und langfristig zu betreiben. Wie wirkt sich ein Waldgarten auf die Bodengesundheit oder die biologische Vielfalt aus? Verändert er die Lebens- und Wohnqualität im Stadtquartier? Wirkt er sich, wie Studien andernorts zeigen, etwa positiv auf psychische Erkrankungen aus oder lässt er die Kriminalität sinken? Welche Betreibermodelle sind möglich?

    Im Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner, der unter seinem Dach etwa 9000 Kleingärtner vereint, fanden Jennifer Schulz und ihr Team einen Partner, der die Waldgartenpläne voll und ganz unterstützt. Auf der Fläche im Britzer Garten sollten demnächst sowieso Kleingärten entstehen. Das Areal, das 2,7 Hektar umfasst, ist als Ersatzfläche für andernorts durch Bauvorhaben verloren gegangene Parzellen festgelegt.

    Viele Familien wünschen sich einen Gemeinschaftsgarten

    Mindestens 5000 Quadratmeter davon könnten als gemeinschaftlicher Waldgarten entwickelt werden, kann sich der Geschäftsführer des Vereins, Manfred Hopp, vorstellen. „Hier könnten etwa 20 Familien oder auch mehrere Einzelpersonen gemeinschaftlich gärtnern“, sagt Hopp. Er befürwortet es, Kleingärten auch einmal anders als bisher zu gestalten und versteht die Pläne als große Chance für das Kleingartenwesen. Dieses müsse sich öffnen und auf neue Bedürfnisse reagieren, um zukunftsfähig zu bleiben. „Es ist ein schönes Projekt und wir können kaum erwarten, dass es losgeht“, sagt er.

    „Der Wunsch nach Gemeinschaftsgärten ist groß“, sagt Jennifer Schulz. Besonders Familien mit berufstätigen Eltern und kleinen Kindern würden sich einen Garten wünschen, in dem  gemeinsam gehackt, gesät, geerntet und eingekocht wird. Mit einer Einzelparzelle, deren Pflege und Bewirtschaftung bestimmten Ansprüchen genügen muss, sieht sich diese neue Gärtnerklientel häufig überfordert. Ein Gemeinschaftsgarten bietet außerdem Möglichkeiten  des intensiven Austauschs zwischen den Generationen. Die Jüngeren könnten von den Erfahrungen der Älteren profitieren und vielleicht selbst neue Ideen und Pflanzensorten oder Impulse für den Natur- und Klimaschutz mitbringen.

    Der Waldgarten hat auch Bildungsanspruch – Die Berliner sollen mehr über die Natur lernen

    Positive Effekte des Gärtnerns erhoffen sich Schulz und ihre Partner  nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. „Der Waldgarten soll einen Beitrag für die biologische Vielfalt leisten“, betont die Forscherin. „Der Bebauungsplan für diese Fläche schreibt ganz klar vor, dass die Biodiversität gefördert und das Klima aufgewertet wird.“ Beide Punkte würde ein strukturreicher Waldgarten erfüllen, der mit seinen blühenden Baumkronen, der darunter liegenden Strauchschicht und den Pflanzen am Boden ein naturnahes Ökosystem mit neuen Lebensräumen schafft. Mit einem Langzeitmonitoring, in dem dokumentiert wird, wie sich die Vielfalt an Pflanzen und Tieren und verschiedene Klimaparameter im Laufe der Zeit entwickeln, möchte Jennifer Schulz diese Hypothese untermauern.

    „Alle möglichen Beerensträucher, Rhabarber, Beinwell, Rucola, Minze, Mangold“ – Jennifer Schulz gerät ins Schwärmen, wenn sie all die Nutzpflanzen aufzählt, die in einem Waldgarten neben den Obstbäumen gedeihen können. „Wir haben eine unendliche Vielfalt an Nahrungspflanzen, kennen und nutzen aber nur einen Bruchteil davon.“ Vor kurzem hat sie selbst einen Waldgarten mit mehr als 200 Arten von Nutzpflanzen angelegt, in Portugal brachte sie vor einigen Jahren sogar mehr als 700 Arten auf fünf Hektar Fläche unter.

    Ihr Projekt versteht sie auch als Bildungsangebot. Die Waldgärtner werden von Beginn an in der Planung und Pflege ihrer grünen Oase unterstützt und lernen so nicht nur einiges über die Bedürfnisse und richtigen Standorte ihrer Pflanzen, sondern auch über die Stoffkreisläufe in der Natur. Ein Waldgarten ist sehr ertragreich, betont Schulz. Denn die Pflanzen werden so angeordnet, dass sie sich in ihren Licht- und Nährstoffbedürfnissen ergänzen. Die Vielfalt sorgt außerdem dafür, dass nahezu ganzjährig geerntet werden kann.

    Die Nachbarschaft soll den Waldgarten selber pflegen

    Wie wird der Britzer Waldgarten also in 20 Jahren aussehen? Jennifer Schulz möchte sich noch nicht festlegen. „Wir haben derzeit noch viel mehr offene Fragen als Antworten,“ sagt sie. Letztlich sollen die Bewohner aus der Nachbarschaft, die den Waldgarten pflegen, selbst entscheiden, was sie sich wünschen: ob der Garten jederzeit und für alle zugänglich sein soll und es ob Zäune geben wird, wer  das Obst und Gemüse ernten darf und ob es neben einem Gemeinschaftshaus mit Schulungsmöglichkeiten auch private Lauben geben soll.

    Zugleich steht die Frage: Haben auch weitere Kleingärtner in dem gesamten neu zu gründende Kleingartenverein Interesse am Leitbild Waldgarten? „Es ist ein Entwicklungsprozess, der hier stattfinden muss“, sagt Jennifer Schulz. Eines ist aber sicher: „Das Projekt steht und fällt mit einer guten Gemeinschaft.“


    (mehr …)