Autor: admin

  • zwei weitere Gartenprojekte in Berlin Spandau- mit Flüchtlingen

    (Gu, Mail, 14.1.)

    ErlebnisGarten Mittelstraße in der Spandauer Neustadt. Die meisten Infos finden Sie auf der homepage des Quartiersmanagements Spandauer Neustadt. Noch sind dort keine Flüchtlinge angekommen, aber wir rechnen in dieser Saison damit. Seit 4 Jahren gärtnern wir in diesem Gemeinschaftsgarten interkulturell, inklusiv und mehrgenerational.

    Familiengarten am Familienzentrum Villa Nova, Spandau-Hakenfelde. 2015 gemeinsam mit den Prinzessinnengärten/Kreuzberg angelegt. Flüchtlingsnotaufnahme Mertensstraße 5 Minuten entfernt, Flüchtlinge kommen ins Familienzentrum. Gartensaison beginnt wieder im März (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Stuttgart

    /Gu, alerts, 13.1.

    Neckarpark:
    Anfang 2016 startet gemeinsam mit den Bewohnern ein Urban gardening Projekt (Ähnlich wie bei unserem Nachbar-Freundeskreis in Plieningen). Eine Gruppe Ehrenamtlicher (Studenten der Univarsität Hohenheim, und gleichzeitig Mitglieder der Studentenorganisation Enactus) um Florian Michelbach bemüht sich derzeit darum, alle Voraussetzungen für den Start zu treffen. Dies betrifft beispielsweise die Beschaffung des Baumaterials für geplante sieben Hochbeete, wofür bereits Baumaterial-Spenden vom benachbarten Toom-Baumarkt, sowie Erdspenden von den Kompostwerken-Möhringen angekündigt sind. Gartenarbeitskleidung wird natürlich aus unserer eigenen Spendenkammer bereitgestellt. Außerdem wird aktuell ein Förderungsantrag bei der Stadt Stuttgart gestellt, sowie die Nutzungserlaubnis für die künftige “landwirtschaftliche Nutzfläche” beantragt.

    (Mail, 3.2.)
    Gedacht ist der Garten primär für die Flüchtlinge, um Ihnen eine Beschäftigungsmöglichkeit in ihrem doch an Freizeitangeboten stark eingeschränkten Alltag zu ermöglichen. Jedoch ist ein anderer Aspekt noch wichtiger: Nämlich mittelfristig auch eine Begegnung zwischen freiwilligen Helfern insbesondere aus der Nachbarschaft zu ermöglichen. Somit ist es angedacht, dass auch die Menschen aus der Nachbarschaft Zugang hierzu haben. Bzw. ist es sogar von uns gewünscht, da das Projekt nicht nur Ökologische oder nachhaltige sondern auch soziale und kulturelle Aspekte der Begegnung erfüllen soll.

    Da sich die anvisierte Fläche jedoch unmittelbar hinter den Unterkünften (noch auf dem Gelände) befindet und die dortigen Bewohner natürlich auch ein Recht auf Privatssphäre haben ist dies als zweiten Schritt unbedingt mit dem Freundeskreis und der Caritas, sowie letzendlich den Bewohnern abzusprechen, sodass es im Optimalfall bestimmte regelmäßige Zeitpunkte für eine gemeinsame Bewirtschaftung des Gartens geben sollte. (mehr …)

  • Garten der Nachbarn in Berlin Spandau startet mit Bauaktion

    (Gu, mail, 8.1.)

    Bau- und Pflanzaktion im „Garten der Nachbarn“

    Am Freitag und Samstag fand die erste Pflanz- und Bauaktion unseres Projekts „Garten der Nachbarn“ statt. Dabei haben Ehrenamtliche gemeinsam mit Geflüchteten das Außengelände der Unterkunft am Blumberger Damm verschönert.
    Viele Gartengeräte, Stauden und Blumenzwiebeln wurden von Bürgern gespendet.
    Aus dem bundesweiten Programm „Partnerschaften für Demokratie“ erhielt das Projekt 600€. Damit und durch weitere Spendengelder konnte Material für die Aktion gekauft werden. Die Wuhletal-GmbH und der Fahrbare Mittagstisch der Volkssolidarität unterstützen uns beim Transport.
    Es wurden Beete angelegt, ein Gerätehaus aufgestellt, ein Vogelhaus aufgestellt und ein Kirschbaum gepflanzt. Im Vordergrund stand für alle aber der Spaß und das Kennenlernen. Besonders für die vielen helfenden Kinder in der Unterkunft war das Graben, Pflanzen und Bauen eine willkommene Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Umgebung mitzugestalten.


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  • Taste of Heimat erklärt was Ernährungsräte sind

    Dieses Video von Taste of Heimat und dem INKOTA-Netzwerk erklärt in zwei Minuten, was Ernährungsräte sind und warum wir sie brauchen. Ich halte die Ernährungsräte für potentiell sehr gut geeignet, starke regionale Impulse zu setzen. Zumindest ist das in den USA, Kanada oder z.B. London mit den food policy councils gelungen.

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  • Rückblick: Repair Café auf dem Tollwood

    Die Organisatorinnen vom Repair Café auf dem Tollwood haben uns einen Rückblick geschickt.

    Hier könnt ihr das PDF ansehen: Rückblick Tollwood (mehr …)

  • Testbeitrag

    test test und test asdfsdf sdf sd fsdf … und so weiter– (mehr …)

  • Idee: lokaler sharing ring für RepINIs

    Frage in Mail vom 11.1.2016, vom Repair Café Schortens –> weiter beobachten, ob die Idee aufgegriffen wird

    „Ich bin Elektromeister und als solche habe ich gelernt das ein Elektrisches Gerät nach dem Öffnen mit einem speziellen Messgerät (BGV A3 Tester) überprüft werden muss. Nun ist es ja nun mal so, dass ein solches Gerät recht teuer ist und auch die Bedienperson eine Schulung auf das jeweilige Gerät benötigt.

    Meine Fragen an Sie sind nun:
    Gibt es eine Art sharing ring, damit nicht jedes Repair Cafe, für einmal im Monat oder sogar nur alle drei Monate, ein Gerät kaufen muss?“

     

    Toms Antwort: „Ein solcher Verleih macht lokal evtl. sogar regional Sinn. Eine organisierte Struktur für Reparatur-Initiativen im Speziellen ist mir nicht bekannt. Das geschieht bisher direkt zwischen Initiativen oder einzelnen Akteuren. Ein „sharing ring“ klingt nach einer sehr guten Idee! Sollten sie da etwas starten wollen. Wir unterstützen das gerne!“

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  • Stadt Bingen will Nachbarschaftsgärten in Blockinnenbereichen fördern

    (Gu, Mail, 12.1.)
    „Gerne würden wir im Rahmen des Städtebauförderprogramms Aktive Stadtzentren „Innenstadt Bingen“ die Bildung von Nachbarschaftsgärten zur Aufwertung der stark verdichteten und versiegelten Blockinnenbereiche fördern. Um die Eigentümer und Anlieger über diese Möglichkeit zu informieren, möchten wir die (nachbarschaftliche) Aufwertung von Blockinnenbereichen durch Begrünung zum Thema des 2. Binger Innenstadtgesprächs machen. Gerne würden wir dazu eine/n Experten/in des Beratungsnetzes urbane Gemeinschaftsgärten als Referenten/in gewinnen.“
    Sie machen eine dreiteilige Infoveranstaltung


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  • Herbst 2015 – Wir suchen weiteren Betrieb (Kauf/Pacht)

    Wie Ihr wisst, sind wir eine Genossenschaft und bauen für Münchner Haushalte eine regionale, saisonale Versorgungsstruktur auf.

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  • Bericht von der Oxford Real Farming Conference 2016

    Am 6. und 7. Januar fand im Rathaus von Oxford die Real Farming Conference sozusagen als Gegenveranstaltung zur konventionellen Oxford Farming Conference statt.

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  • Kultur des Teilens und foodsharing im Querbeet

    Anna Gumbert vom SAEK Leipzig hat ein Filmprojekt durchgeführt, um Menschen zu zeigen, die sich für eine Kultur des Teilens engagieren.

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  • Wand sucht Maler

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    Ende Oktober:  Temperaturen um die 20 Grad und strahlender Sonnenschein im Quartier an der Rheinischen Straße.

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  • Planungstreffen mit Brunch

    Das neue Jahr ist angelaufen und auch auf der Pflanzstelle geht es heiter weiter.

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  • Wir verlosen den ersten Frankfurter Beete-Kalender

    Liebe Leserinnen und Leser,

    mittlerweile in der dritten Gartensaison berichten wir rund um das Thema Gärtnern und Selbstversorgung in und um Frankfurt.

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  • RepairKids Manual – Reparieren mit Kindern

    Besonders viel Spaß macht Reparieren mit Kindern – „weil sie neugierig sind, schlaue Fragen stellen und interessante Ideen haben.

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  • Marmelade für alle und viel vor: Tausendschön in Minden

    (Gu, Mail, 10.1.)

    im Februar 2015 hat Greenfairplanet den Gemeinschaftsgarten Tausendschön gegründet. Es war ein unglaublich volles, arbeitsintensives, aktionsreiches Jahr für uns, geprägt von vielen Experimenten (Milpa,Terra Preta, Brennnessellobby) im Gemüseanbau, Kräutergarten, der Hühner-und Bienenhaltung, vielen Ernte- und Kochaktionen in der Gartenküche, dem gemeinschaftlichen Bau der Bio-Toilette, Reparaturen, Platten verlegen, der Aktionstage, des Fairteilen von Lebensmitteln. Es war ein anstrengend, aber sooooooo schön. Es war großartig, mit unseren Flüchtlingsfreunden zu gärtnern, ernten, kochen, werkeln und zu feiern.

    Auch 2016 werden wir Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, helfen, sich im Gemeinschaftsgarten Tausendschön wohl zu fühlen. Gemeinsam mit Bürgern aus Minden planen und bauen wir ein Gewächshaus, Kompostkisten, eine Gartenküche,einen mobilen Hühnerstall, Schleiereulen- und Vogelkästen und den Gartenzaun erneuern.

    Hülsenfrüchte sind in diesem Jahr unser Schwerpunkt. Saen, pflegen, ernten, im Garten konservieren und nach Rezepten unserer Teilnehmer gemeinsam kochen und essen.


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  • In Halle startet ein Gartenprojekt, das in der Praxis dann interkulturell werden soll

    (GU aus Antrag und Nachfragen)
    Das Gartenprojekt BunteBeete ist entstanden aus einer Gruppe von Personen, die keinen s.g. ‚Migrationshintergrund‘ haben. Ursprünglich handelte es sich auch um ein Gartenprojekt ohne interkulturellen Schwerpunkt. Im Zuge der aufkommenden Berichterstattung in den Medien, nahm das Thema, um den Umgang mit steigender Geflüchtetenzahlen auch beim ‚Elternfrühstück‘ mehr und mehr Raum ein. Die Mütter äußerten sich zunächst sehr ablehnend gegenüber geflüchteten Menschen, welche zukünftig in ihre Nachbarwohnungen einziehen sollten. Diese Stimmung ließ uns mit den Müttern näher in das Gespräch zu dem Thema kommen. Es stellte sich heraus, dass viele von ihnen bisher wenig bis keine persönlichen Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern machen konnten, da ihr Bewegungsradius selten über die anliegenden Wohngebiete hinaus reicht. So entstand die Idee in der Planungsgruppe, dass der Garten ein Ort der Begegnung sein könnte, damit Vorurteile durch gemeinsames Schaffen abgebaut werden können. Durch das ‚Café international‘, welches in dem Stadtteil stattfindet, besteht Kontakt zu einer nahegelegenen Gemeinschaftsunterkunft. Es stimmt, dass derzeit noch keine Geflüchteten in der Planungsgruppe sind. Derzeit sind wir daran unseren Flyer in Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi zu übersetzten, damit die Informationen über das Projekt mehr Menschen zugänglich gemacht werden kann.

    Die Planungsgruppe besteht aus 5 Müttern + 2 Hauptamtlichen (Grit Herzog und mich). Von diesen hat sich eine Mutter mit ihrer Familie für eine ‚private‘ Gartenfläche angemeldet. Andere Mütter haben bereits eine eigene Kleingartenpazellen, wollen aber an den Gemeinschaftsgartenflächen mitarbeiten.

    Unter der Projektgruppe verstehe ich alle am Projektinteressierten und aktiven Gärtner*innen. Es wird neben den ‚privaten‘ Gartennutzflächen auch Gemeinschaftsgartenflächen geben, an denen alle gärtnern können. Diese Flächen stehen kostenfrei zur Verfügung. Die Pacht fällt für die Personen (Wohngemeinschaften, Familien, Einrichtungen etc.) an, welche eine Gartenfläche für sich in Anspruch nehmen wollen. Die Pachteinnahmen sollen zur Finanzierung von anfallenden Strom- und Wasserkosten des Gesamtprojekts, sowie evtl. Neuanschaffungen von Geräten genutzt werden. Wir orientieren uns bei der Finanzierung durch Pachteinnahmen an einem erfahrenen Stadtgartenprojekt aus Berlin, welches wir mit der Planungsgruppe besucht haben.

    Die Nutzgartenflächen werden 40qm groß sein. Die monatliche Pacht beträgt 15 Euro bei einer Nutzungsdauer von einem Jahr. Zunächst wollen wir 5 Nutzgartenflächen auf dem Gelände anlegen. Es haben sich bereits Initiativen (eine sozialpädagogische Tagesgruppe, eine Wohngruppe der Halleschen Behindertenwerkstätten) aus dem Stadtteil für die Nutzung einer Gartenfläche angemeldet. Die Projektgruppe möchte für sich und ein wöchentliches Angebot ‚Gesundes Kochen‘, welches in dem Stadtteil für Familien angeboten wird, selbst eine Nutzgartenfläche pachten. Eine weitere Gartenfläche soll für interessierte Anwohner*innen zur Verfügung stehen. Diese überschaubare Anzahl an Gartenflächen soll dazu dienen, dass Projekt allmählich im Stadtteil bekannt zu machen. Es ist angedacht  weitere Nutzgartenfläche zu ergänzen. Auf der restlichen Fläche sollen Obstbäume, Beerenhecken gepflanzt werden, es soll eine Kräuterspirale und eine Blumenwiese entstehen. Es ist geplant ein Kompostklo zu bauen und einen Sitzbereich mit der Möglichkeit Feuer zu machen, auf dem Gelände anzulegen.

    Um das Projekt im Stadtteil bekannt zu machen, wurden bereits in den umliegenden Wohnblöcken Postkarten an die Anwohnenden verteilt, um über das Projekt zu informieren. Es gab bereits erste interessierte Rückmeldungen auf die Postkarten. Eine geflüchtete Familie hat ebenfalls bereits ihr Interesse an dem Projekt bekanntgegeben. Es gibt ein weiteres sozialpädagogisches Angebot im Stadtteil, welches sich an geflüchtete Menschen aus dem Stadtteil richtet. Über diesen Kontakt sollen weitere Interessierte für das Gartenprojekt beworben werden. Es wurden in den letzten Monaten neue Sozialwohnungen für geflüchtete Menschen im Stadtteil zur Verfügung gestellt, sodass die Anzahl an geflüchteten Menschen im Stadtteil zunimmt.

    Wir haben bereits eine Gartenhütte erworben, in der die Gartengeräte allen Projektteilnehmer*innen zur Verfügung stehen werden. Die Gartenhütte wird, wie das Gartentor mit einem Zahlenschloss gesichert sein, dessen Kombination den Projektmitgliedern bekannt ist. Es ist geplant, dass Gartenprojekt so lange hauptamtlich zu begleiten und über unsere Vereinsstrukturen zu unterstützen, bis sich eine stabile Projektgruppe dazu entscheidet einen eigenen Verein zu gründen. Es ist davon auszugehen, dass der Pachtvertrag über die Gesamtfläche in den ersten fünf Jahren durch die Hauptamtlichen begleitet wird. Entscheidungen innerhalb der Projektgruppe werden in Absprache mit den Eltern getroffen und in der Verantwortung der Hauptamtlichen durchgesetzt.

    Durch die Pacht und die Festlegung auf ein Nutzungsjahr versprechen wir uns eine verbindliche Teilnahme, vor allem von Seiten der Einrichtungen. Nach einem Jahr kann die Nutzungsdauer ganz einfach verlängert werden oder die Nutzung wird ggf. an eine andere Person abgegeben. Auch dieses Vorgehen soll lediglich die Verbindlichkeit der Teilnahme und Verantwortung für die Gartenfläche im Blick halten (mehr …)

  • Garten der Nachbarn in Berlin-Marzahn

    (GU, Mail, 7.1.)
    Auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin Marzahn entsteht seit Juni 2015 ein Gartenprojekt. Träger ist die „Volkssolidarität“. Sie haben sich vom Garten der Hoffnung in Köpenick inspirieren lassen und stehen in engen Kontakt.
    Eine Aktion:

    Bau- und Pflanzaktion im „Garten der Nachbarn“
    Am Freitag und Samstag fand die erste Pflanz- und Bauaktion unseres Projekts „Garten der Nachbarn“ statt. Dabei haben Ehrenamtliche gemeinsam mit Geflüchteten das Außengelände der Unterkunft am Blumberger Damm verschönert.
    Viele Gartengeräte, Stauden und Blumenzwiebeln wurden von Bürgern gespendet.
    Aus dem bundesweiten Programm „Partnerschaften für Demokratie“ erhielt das Projekt 600€. Damit und durch weitere Spendengelder konnte Material für die Aktion gekauft werden. Die Wuhletal-GmbH und der Fahrbare Mittagstisch der Volkssolidarität unterstützen uns beim Transport.
    Es wurden Beete angelegt, ein Gerätehaus aufgestellt, ein Vogelhaus aufgestellt und ein Kirschbaum gepflanzt. Im Vordergrund stand für alle aber der Spaß und das Kennenlernen. Besonders für die vielen helfenden Kinder in der Unterkunft war das Graben, Pflanzen und Bauen eine willkommene Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Umgebung mitzugestalten.
    Der Höhepunkt des Tages: unsere kleinen Freunde haben auf eigenen Wunsch selbst ein Beet angelegt und Melisse angepflanzt. Sie waren mächtig stolz auf ihr Werk und wollen sich nun täglich darum kümmern.(mehr …)

  • Pläne für permanentes Reparatur Café der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde

    (Ina, Mail + Telefonat 5.1.)

    „Wir, die Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR), beabsichtigen den Aufbau eines Reparatur-Café (R-C); nicht zuletzt, um unseren gesetzlichen Auftrag zu Abfallvermeidung und -wieder-verwendung noch ein stückweit besser zu erfüllen. Hierbei wollen wir in einem ersten Schritt in Erfahrung bringen, was überhaupt Aufbau und Betrieb eines R-Cs bedeuten, d. h. welche praktischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start und späteren Praxisbetrieb zu erfüllen sind. Hierzu planen wir, ein bereits etabliertes R-C zu besuchen und uns mit den Betreibern intensiv auszutauschen. Um einen ersten Überblick zu bekommen, habe ich bereits auf Ihrer Homepage recherchiert. Was ich nicht gefunden habe sind R-Cs, die nicht nur sporadisch, sondern permanent, d.h. arbeitstäglich geöffnet sind und (auch) mit festen Beschäftigungsverhältnissen für die (Kern-)MitarbeiterInnen arbeiten. Da wir genau dieses beabsichtigen, sind wir besonders an solchen Initiativen interessiert.“

    Ausführliches Telefonat und Informationen per Mail (Kontaktvermittlung mit RepInis Salzgitter und Überlingen, die fast werktäglich geöffnet haben, Kontakt zu Tom wg. OW, Links zur Projekten, die mit/für Flüchtlinge/n reparieren, Kontakt RC Freiburg wg RepairCarl – mobiles Reparieren, Hinweis auf Broschüre)

    Die AWR hält uns auf dem Laufenden, was die Planungen betrifft. Falls das realisiert wird, könnte z.B. daraus ein Praxisleitfaden werden für andere Gemeinden/Städte?

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  • Jahresrückblick Garten der Hoffnung

    (Gu, Mail, 6.1.)

    […]
    Ein Mix aus Geplantem und Spontanem, Erwartetem und Überraschendem, Lust und Frust.
    Alles in allem eine ganz gut ausbalancierte Sache. Und das, obwohl fast alle von uns am Anfang noch keinerlei Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten hatten.

    Ein kleines Jahresrückblicks-Video findet Ihr auf unserer Website.

    Unsere Intention „Einfach anfangen – was machen“ hat sich in allem bewährt.
    Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt aus dem Heim, aus der Nachbarschaft, aus anderen Gärten und und und …
    Wir haben eine  Menge über uns selbst erfahren.
    Preise bei den Wettbewerben „Respekt gewinnt“ des Berliner Ratschlags für Demokratie und „Urbane Paradiese“ der Grünen Liga Berlin sind ein toller Ansporn.
    Ab Frühjahr 2016 können wir für Kinder von 9 – 14 J. aus dem Heim und aus der Nachbarschaft endlich qualifizierte naturerlebnispädagogische Freizeiterlebnisse anbieten (Kooperation mit Sylvester e.V.)  – gefördert von der Kreuzberger Kinderstiftung.
    Die Organisatoren des Berliner  „Langen Tags der Stadtnatur“ haben heute bei mir angefragt, ob wir uns 2016 nicht beteiligen wollen.

    Über den Herbst/Winter lassen wir unsere Nachbarschafts-Nähwerkstatt laufen (Kooperation mit offensiv 91 e.V.). Dafür haben wir Nähmaschinen, Zubehör und jede Menge Stoffe gespendet bekommen. Jetzt ist grade noch Neujahrspause. Aber ab nächster Woche geht`s weiter.
    […]
    Außerdem sind viele unserer Freund*innen aus dem Heim, mit denen wir 2015 gebaut, geplanzt und gefeiert haben,  inzwischen nicht mehr dort. Im besten Fall haben sie inzwischen eigene Wohnungen, lernen Deutsch, arbeiten oder studieren, im schlechten Fall sind sie über Nacht abgeschoben worden.
    Interessant ist aber auch, dass zahlreiche ehemalige Heimbewohner*innen immer noch in die Unterkunft kommen, sich Rat abholen bzw.  Neuankömmlingen selbst Rat und Hilfe geben, Freunde besuchen oder einfach mal so zum gemeinsamen Kaffeetrinken vorbeischauen. Die hochengagierter Heimleitung hat wirklich eine Atmosphäre des Respekts und des Vertrauens geschaffen, das seinesgleichen sucht. Da können sich viele andere Heimbetreiber aber so was von eine Scheibe abschneiden. Auch daher ist es für uns besonders wohltuend, das Gartenprojekt an genau dieser Unterkunft zu realisieren. Helfer*innen, die ähnliches in anderen Berliner Unterkünften aufbauen möchten, bekommen schon mal zu hören „Das ist doch hier nicht Disneyland, wir sind doch kein Wohlfühlhotel.“ (mehr …)

  • Online Befragung in Ratingen

    (Gu aus alters, 7.1.)

    Warum also sollte das so genannte Urban Gardening, das Gärtnern in der Stadt, nicht auch in Ratingen funktionieren? Die Grünen im Stadtrat hatten mit einem Antrag das Thema auf den Tisch gebracht – nun soll der Bedarf mit einer Online-Umfrage ermittelt werden, die ab Freitag, 8. Januar, auf der Website der Stadt freigeschaltet wird.

    Einen ersten Versuch zum wilden Grün hatte die Stadt im vergangenen Jahr gemacht, als sie an der Wallstraße Wildblumen aussäte und sie sich selbst überließ. Dieser Standort, rund 1000 Quadratmeter groß, wurde auch für das kommende Projekt ausgeguckt. Ein weiteres Gelände könnte in Lintorf an der Fritz-Windisch-Straße beackert werden.

    Grundsätzlich läuft das alles unter dem Begriff ökologische Stadtentwicklung. Angelika Genieser: „Gesucht werden Menschen und Kooperationspartner, die ein Urban-Gardening-Projekt eigenverantwortlich organisieren möchten. Die Stadt stellt geeignete Flächen einschließlich Erschließung zur Verfügung. Das Amt für Kommunale Dienste unterstützt und begleitet den Prozess in der Anfangsphase. Je nach Umfrageergebnis wird die weitere Vorgehensweise durch den Rat beschlossen“.

    Die Bürger werden befragt, ob sie lieber Baumscheiben oder andere kleine Flächen im Straßenraum in Ordnung halten möchten, ob sie am liebsten in einen Kleingarten als Co-Gärtner einsteigen möchten oder ob ihnen eine veritable Parzelle auf einem Acker vorschwebt, ob sie sich oder am liebsten Kinderspielplätze oder anderes Erholungsgebiet umbauen möchten, sich Kübel mit essbaren Pflanzen im Stadtgebiet wünschen.
    […]
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/wo-buerger-selbst-gaertnern-duerfen-aid-1.5673171 (mehr …)

  • Im Columbus-Garten Dresden sind Flüchtlinge dabei

    (Gu aus RSS)
    in Projekt des Netzwerkes „Willkommen in Löbtau“ mit jungen Asylsuchenden Mittwochabend im Gemeinschaftsgarten „Bürgergarten Columbusstraße“… Gießkannen werden von der Wasserpumpe zu den Beeten getragen, auch zu dem kleinen Beet des Netzwerkes „Willkommen in Löbtau“. Dort wird gleichzeitig von mehreren Menschen unterschiedlicher Herkunft Unkraut gejätet, Minze geerntet, nebenbei werden Monatserdbeeren genascht. Es gedeihen Kartoffeln und verschiedene Kräuter, Stangenbohnen und Tomaten. Währenddessen gehen Anwohner spazieren oder sonnen sich auf der Gartenbank, Kinder spielen und Hobbygärtner aus der Nachbarschaft kümmern sich liebevoll um ihre Pflanzen.

    Auf der seit Ende 2014 neu entstandenen Fläche an der Ecke Columbusstraße/Baluschekstraße in Löbtau ist eine gemütliche Freifläche entstanden, auf dem sich jeder wohl fühlen kann, auch unsere neuen Nachbarn aus Syrien, Marokko, Tunesien, Libyen, Eritrea, Afghanistan oder dem Irak.

    Mittwochabend im Garten eines Hinterhofes in Löbtau… es herrscht ein buntes Treiben. Hier wird fruchtbare Erde gesiebt und von jahrelang angesammelten Müll getrennt. Dort entsteht gerade im Rekordtempo ein neues Beet neben dem großen Walnussbaum. Hinten sitzt jemand zwischen Kürbisranken und zupft Unkraut. Die letzten Zucchini werden geerntet. Gerade wird frisch gebrühter Minztee eingeschenkt.

    Seit Mai dieses Jahres wird in dem Grundstück, das zu einer Kirchgemeinde gehört, im Rahmen eines Nutzungsvertrages zusammen gegärtnert. Das Gelände wird nach und nach gestaltet, bepflanzt und gepflegt. In enthusiastischer Handarbeit und mit größtenteils gespendeten Geräten wurden sechs Gemüsebeete angelegt und bepflanzt, eine Schaukel gebaut und ein kleines Sommerpicknick veranstaltet. Innerhalb weniger Wochen ist so aus einem vernachlässigten Teilgrundstück an gemütliches Refugium entstanden.

    Zwischen Tomaten, Bohnen, Gurken, Paprika und Auberginen schwirren Wörter in Deutsch, Englisch, Arabisch, Italienisch und Französisch. So werden ganz nebenbei auch Vokabeln über Pflanzen oder alltägliche Dinge ausgetauscht. Das klappt zwar nicht immer auf Anhieb, aber zur Not helfen kleine Zeichnungen oder einfach Taten. Dabei kommt es auf die Sprache gar nicht so sehr an, denn die meisten Gartentätigkeiten sind selbsterklärend.

    Gärtnern, Zeit sinnvoll verbringen, miteinander ins Gespräch kommen und dabei jede Menge Spaß haben – das verbindet die ehrenamtlichen Helfer des Netzwerkes und einige Bewohner aus dem Wohnheim an der Tharandter Straße oder anderen geflüchteten Menschen, die in der Umgebung eine neue oder vorübergehende Bleibe gefunden haben.

    Selbstgebaute Gartenmöbel und Hochbeete aus recyceltem Holz kommen gerade zur Gartenausstattung hinzu, ebenso eine Rasenfläche, um nach getaner Arbeit auch im Garten entspannen zu können. Ein kleines Budget steht den Gärtnern dabei auch zur Verfügung, um Saatgut, Pflanzen und Arbeitsgeräte zu beschaffen.

    Alle Mitgärtner haben Freude am gemeinsamen Schaffen. Sie sind froh, draußen im Grünen sein zu können und eine sinnvolle Beschäftigung als Abwechslung zu Behördengängen und dem bangen, verordneten Warten auf amtliche Briefe zu haben. Meistens sind es die Menschen aus dem Netzwerk, die zur üblichen Pause mit Beisammensitzen und Snacks rufen. Die Geflüchteten würden lieber weiterarbeiten, sich ausarbeiten und nützlich machen. Die gemeinsame Ernte gehört schließlich ihnen und sie freuen sich über die frischen Bohnen und Kräuter. Oft kommen sie auch darüber ins Schwärmen, welche Obst- und Gemüsesorten sie in ihrer Heimat liebten.

    Mittwochabend, auf dem Weg zurück nach Hause…zwischen Löbtau und Gorbitz spielen auf einem Fußballplatz gerade Dresdener mit geflüchteten Jugendlichen zusammen Fußball. Eine Kurve weiter sitzen drei Kinder auf einem Spielplatz zusammen und reden, eines von ihnen wurde wahrscheinlich nicht hier geboren. So kann Integration aussehen. Und wenn schon keine Integration – denn viele geflüchtete Menschen sind auch auf der Durchreise – dann wenigstens Gastfreundschaft. Und Respekt. (mehr …)

  • Elisabeths Garten

    (Gu, Mail, 3.1.)
    Unsere erste Saison:

    2014 starten wir in unsere erste Gartensaison.Im selben Jahr war Elisabeths Garten noch Teil des Düsseldorfer Kunstfestivals, der Quadriennale Düsseldorf, und zusätzlich zu unserem Garten haben wir drei Außenstandorte in Düsseldorf mit „Satelliten-Gärten“ bespielt. Diese drei Gärten bestanden aus 13 Hochbeeten und zusätzlichen Sitzflächen. Die Gärten wurden Paten übergeben, die sich während des Projektzeitraumes (April-Dezember 2014) um die Beete kümmerten.
    Standorte: Rheinuferpromenade – KIT (Kunst im Tunnel) / Haifastraße – Düsselgrün / Räuscherweg – Zentralschulgarten Düsseldorf
    In der ersten Saison konnten wir bereits mehrere tausend Besucher in Elisabeths Garten begrüßen, die größenteils unsere Sonderaktionen, Feste und pädagogische Angebote besuchten.

    Die Rolle des Naturkundemuseums:
    Elisabeths Garten ist ein Teil des Naturkundemuseums der Stiftung Schloss und Park Benrath. Während das Museum sich mit der Flora und Fauna des Rheinlandes beschäftigt, zeigt Elisabeths Garten einen Nutzgarten aus dem Rheinland. So gesehen, ist Elisabeths Garten eine Erweiterung des Museums. Der Garten ist für jeden Museumsbesucher zugänglich.

    Wie viele machen mit?
    Elisabeths Garten versteht sich als Lernort, in dem Groß und Klein zusammen kommen können.  Aufgrund der Anbindung an das Naturkundemuseum befindet sich der Garten an der Grenze zwischen Museum und Garten. Der Garten wird hauptamtlich von der Stiftung gepflegt. Zu unseren Offenen Gartenstunden laden wir alle Interessierten ein, uns bei unserer Gartenarbeit zu unterstützen. Alle Beete stehen den Helfern offen: wer hilft, wird am Ende der Arbeit mit leckerer Ernte aus dem Garten belohnt. Da wir als Stiftung der Hauptträger sind, unterscheiden wir uns stark von anderen Gemeinschaftsgärten. Die Zusammensetzung und Anzahl der Mitgärtner ist sehr wechselhaft und es gibt wenige, die eine ganze Saison lang dabei sind. Pro Woche haben wir 3-5 Helfer (im Sommer wesentlich mehr). Die Offene Gartenstunde findet statt. Mittwochs 15-17 Uhr und samstags 15-18 Uhr.
    Darüber hinaus haben wir feste Kooperationen  mit umliegenden Schulen, die im Rahmen von AGs den Garten frei nutzen. Außerdem haben wir im Sommer 2015 ein Projekt mit der Flüchtlingsunterkunft in Benrath gestartet. 15 Hochbeete sind nun in der Benrodestraße aufgebaut und der Elisabeths Garten steht den Flüchtlingen ebenfalls zur Verfügung.

    Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch in der pädagogischen Arbeit. Wir bieten das ganze Jahr über Workshops zu verschiedenen Themen rund um den Nutzgarten an und arbeiten wir verschiedenen Partnern zusammen (Imkerverein, Rheinische Gartenarche, Kompostberatung der AWISTA Düsseldorf, Umweltamt etc.).


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  • Artikel über IG Coswig

    Gärtnern verbindet die Nationen

    Im Interkulturellen Garten gärtnern zunehmend auch Asylbewerber. Ab Januar 2016 ist nun ein neues Projekt geplant.

    Von Nicole Czerwinka

    Wirtschaften im Interkulturellen Garten Coswig e.V. Cornelia Obst und Johannes Hoppe sind hier bei einer Kontrolle der Erdbeerpflanzen.
    Wirtschaften im Interkulturellen Garten Coswig e.V. Cornelia Obst und Johannes Hoppe sind hier bei einer Kontrolle der Erdbeerpflanzen.
    © Arvid Müller

    Coswig. Es sind nur knapp 7 000 Quadratmeter Gartenland in der Jaspisstraße in Coswig. Doch für die Stadt erfüllt diese Fläche eine wichtige Bedeutung. Denn hier trifft sich der Verein Interkultureller Garten seit 2009 jede Woche zweimal, um die Nationen zu vereinen. Rund 25 Mitglieder zählt dieser Verein heute. Acht davon sind russlanddeutsche Spätaussiedler, die zum Teil seit Jahrzehnten schon in Coswig leben. Eben jene Bürger Coswigs, für die der Interkulturelle Garten einst gegründet wurde. Ziel war es, sozial benachteiligten Bürgern sowie Migranten in der Stadt eine Chance, eine Aufgabe zu geben und sie aktiv ins Leben mit einzubinden. „Gegärtnert wird schließlich überall und die Sprache lernt sich auch viel besser, wenn man mit anderen zusammenarbeitet“, sagt Cornelia Obst, eine der Mitbegründerinnen des Vereins – und selbst Gartenbauingenieurin.

    Seit diesem Jahr kommen nun auch zunehmend Asylbewerber bei den Arbeitseinsätzen in der Jaspisstraße vorbei. Manche kommen nur einmal. Ein Grüppchen von etwa fünf bis sechs Leuten schaut jedoch schon regelmäßig vorbei. „Wir sind kein reiner Arbeitsgarten, sondern wollen auch Gemeinschaft pflegen. Wer will, kann die Kinder mitbringen, und vor dem Vereinshaus gibt es eine Feuerstelle, das ist unser Eventplatz“, sagt Cornelia Obst. Nach den Arbeitseinsätzen wird hier nicht selten gemeinsam gegrillt und geschwatzt.

    Neues entdecken

    Im Herbst kamen etwa zwei Kosovo-Albaner regelmäßig bei den Einsätzen vorbei. „Die mussten für ein Beet Mist und Grünschnitt anschleppen und haben das gern getan. Wer bei der Arbeit mit anpackt, wird von den anderen auch akzeptiert. Da unterscheiden sich die Spätaussiedler und die Deutschen nicht“, sagt Cornelia Obst. Bei der praktischen Arbeit können die Asylbewerber die Sprache besser lernen. Zudem baue das gemeinsame Gärtnern auf beiden Seiten Vorurteile ab.

    Und manchmal lerne man sogar noch etwas dazu. Denn gegärtnert wird zwar überall auf der Welt, aber die Geschmäcker sind verschieden: „Ein Pärchen aus Sibirien und Moldawien hat bei uns mal Schwarzen Nachtschatten angebaut. Das kennen wir hier nur als Unkraut und zudem ist es bei uns als giftig bekannt“, sagt Cornelia Obst. Doch in Sibirien gelten die Beeren des Gewächses als Delikatesse. „Sie werden dort oft in die Piroschki eingebacken – und schmecken leicht süßlich“, erzählt Cornelia Obst. Ein anderer Gärtner armenischer Herkunft berichtete, dass bei ihm zu Hause Rhabarber mit Salz und Ei serviert würde. „Bei der Vorstellung, dass wir den hier als süßes Dessert verzehren, verzog er das Gesicht“, erinnert sich Cornelia Obst.

    Das Tor steht immer offen

    Solcherlei Rezepte aus verschiedenen Ländern will sie im Interkulturellen Garten im kommenden Jahr noch verstärkt austauschen. Ab Januar sollen sich die Gärtner bei der Aktion „Wilde Küche im Begegnungsgarten“ regelmäßig am Feuer treffen, um gemeinsam Rezepte aus der Heimat zu kochen. Jeder kann die Zutaten selbst mitbringen oder vorher gemeinsam mit den anderen einkaufen gehen. „Das Feuer hat auch ein bisschen Symbolcharakter, schon früher haben sich die Menschen am Feuer getroffen – außerdem sind wir so nicht auf den Sommer festgelegt. Am Feuer sitzen kann man auch im Januar“, sagt Cornelia Obst. Sie erhofft sich dabei auch eine engere Vernetzung der Teilnehmer. „Beim Kochen kommt man dann wieder ins Gespräch, kann sich gegenseitig helfen, wenn jemand mal was braucht“, sagt sie.

    Sie hofft, dass auch dieses Projekt wieder vermehrt Asylbewerber in den Garten locken wird. „Wer Lust hat, kann jederzeit bei uns vorbeischauen, das Tor steht immer offen“, sagt sie. Einmal hat sie das Projekt schon im Asylbewerberheim in Radebeul vorgestellt. Darauf kamen gleich fünf Leute und wollten mitmachen. Nur eines ist Cornelia Obst wichtig: Auch am Feuer soll sich jeder bei den Treffen einbringen – der eine macht Salat, der andere besorgt die Getränke. „Diese Arbeitsteilung schafft eine Gemeinschaft, das ist eine gute Basis für Gespräche und Integration funktioniert nur im Dialog“, sagt sie.

    http://www.sz-online.de/nachrichten/gaertnern-verbindet-die-nationen-3287855.html (mehr …)

  • Land NRW fördert GG in 2015

    (Gu aus Gartenrundbrief Gartenbahnhof Ehrenfeld)

    Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen stellt für das Jahr 2015 Gemeinschaftsgärten Fördermittel zur Verfügung. Wir wurden darüber im Oktober vom Grünflächenamt der Stadt Köln informiert. Daraufhin erstellten wir adhoc eine Wunschliste. Gefragt waren sinnvolle Dinge: Solche die uns bekannter machen, uns das Gärtnern erleichtern und zu mehr Ertrag führen. In die Liste trugen wir deshalb u. a. eine Solaranlage, ein Bewässerungssystem, einen Schaukasten, Gartengeräte und Kompost ein. Schade, dass uns erst hinterher ein Lastenrad eingefallen ist. Das könnten wir auch sehr gut gebrauchen. Jetzt überlegen wir ob wir uns so ein Rad aus alten Fahrradteilen von den Classic Cycle Commons bauen lassen!

    Unseren Umzug fördert das Ministerium leider nicht und wir müssen die Gelder bereits bis Mitte Februar verausgaben. Mitte Dezember kam schließlich die Nachricht, dass unsere Förderung bewilligt wurde. Die schriftliche Bewilligung erhielten wir leider noch nicht und so wissen wir noch nicht ganz genau, was wir alles kaufen dürfen. Darüber hinaus müssen wir das was wir kaufen mit dem Grünflächenamt abstimmen. Die Einkäufe verteilen wir auf Mitwirkende der Gartenwerkstadt. Bald heißt es also kräftig einkaufen! (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten in Kleingartenanlage in Dresden entsteht

    (Gu, Mail)
    „Der Gemeinschaftsgarten in der Kleingartenanlage ist folgendermaßen konstruiert:
    2 Mitglieder sind Pächter der Fläche, alle anderen dauerhaften Mitgärtner werden Vereinsmitglieder im Kleingartenverein, der Rest wird als Besucher gewertet.

    Bisher hat das Projekt ca. 6 Regelmäßige Teilnehmer, da der Garten noch nicht sehr hergerichtet ist, da auf den Einhalt von Zusagen des Stadtverbandes der Dresdner Kleingärtner gewartet wurde. diese scheinen sie aber nicht einhalten zu wollen, so dass der Garten jetzt allein sich kümmern will und mehr Mitglieder wirbt. Er ist schon im Gartennetzwerk Dresden verortet.
    http://www.dresden-pflanzbar.de/gaerten/exotischer-gemeinschaftsgarten-coschuetz/“

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  • Gemeinschaftsgärtnerei Wildwuchs in Heidelberg ist ne interessante Mischung

    (Gu aus Antrag und Mails, 22.12.)
    Antrag ist bei den Anträgen abgelegt

    >> Wie viele Leute machen denn jetzt schon mit und wie erfahren diese von dem Gemeinschaftsgarten?

    > 30 bis 40 machen mit. Wir sind gut vernetzt mit anderen Initativen hier in Heidelberg (z.B. Essbares Heidelberg, Transition Town) und stellen das Projekt etwa bei Einführungsveranstaltungen an der Uni oder auf Nachhaltigkeitsmärkten etc. vor. Für neue Leute haben wir Pat*innen.

    >> Ist das Projekt rein ehrenamtlich getragen?

    > Ja. Jede*r kann sich einbringen und mitmachen je nach Zeit und Kraft, ohne formale Mitgliedschaft. Wir erheben keine Mitgliedsbeiträge.

    >> Was passiert mit dem Gemüse? Wie wird das verwendet und wer bekommt sozusagen was?

    > Unser Gemeinschaftstag ist Sonntag. Beim Frühstück besprechen wir, was wir an diesem Tag tun möchten, also auch, was geerntet wird. Nach Möglichkeit machen wir die Ernte etwa durch Einkochen halbar. Ein Teil wird dann bereits für das gemeinsame Abendessen verwendet. Aus den Erntekisten können sich alle so viel mitnehmen, wie sie möchten. Was übrig bleibt, wird in einer befreundeten Lebensmittelkooperative für den Mittagstisch verwendet und ein kleiner Teil auch verkauft (Appl’ un Ei, http://www.appelunei.uni-hd.de) Über diese Einnahmen wird ein Teil der Kosten gedeckt. Vom Einmachgut, Saft etc. können sich alle so viel mitnehmen wie sie wollen, wobei ein Betrag für die Unkosten gespendet werden kann.

    > Über die Verteilung der Ernte hat es in all den Jahren noch nie Unstimmigkeiten gegeben.

    >> Entscheiden alle, die mitmachen über alles oder wie sind die Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen?

    > Prinzipiell entscheiden alle, die mitmachen über alles. Dazu findet einmal im Monat ein Plenum und einmal im Jahr ein Treffen zur Anbauplanung statt. Leider bleibt es nicht aus, dass einzelne mehr entscheiden wollen und über die Bedürfnisse von anderen hinweggehen. Wir versuchen diesem Problem durch regelmäßig stattfindende Dialogrunden zu begegnen.

    > Anbau und Bauten organisieren wir durch Patenschaften. Wir erarbeiten gemeinsam, was wir gerne anbauen bzw. bauen würden und schauen, wer/welche für was eine Patenschaft übernehmen möchte. Patenschaft bedeutet, dafür zu sorgen, dass dieses Gemüse angebaut wird (Saatgutbestellung, Anzuchten, PLanung beim Frühstück), ohne dass die Pat*innen das selbst machen müssen. Die meisten Patenschaften teilen sich mehrere Personen. Auf diese Weise ist es uns auch möglich, mit Anbaumethoden zu experimentieren, z.B.: Patenschaft für Kompostbeet, Patenschaft für Hügelbeet etc. Wer bereit ist, Verantwortung in Form der Patenschaft zu übernehmen, kann dieses Projekt auch verwirklichen.

    >> Wie und von wem sollen die neuen Flächen bewirtschaftet werden? Kann jedeR auch pflanzen und bauen, was er/sie will?

    > Die neuen Flächen stellen eine Erweiterung der bisherigen Anbauflächen dar und bieten uns neben der Herausforderung viele Möglichkeiten. So wollen wir verstärkt die Idee Permakultur einbeziehen und neue Projekte initiieren. Im kommenden Jahr ist auf ca. der Hälfte der neuen Flächen Gründüngung geplant. Jede*r kann sich dort einbringen, wie er oder sie es will. Was mittel- oder langfristig auf den neuen Flächen entstehen wird, ist noch offen. Es gibt Überlegungen, ein autonomes Flüchtlingsprojekt auf einer Teilfläche unterzubringen oder ein Projekt mit psychisch Kranken … wir haben viele Ideen. Das Patenschaftsprinzip gilt auch auf den neuen Flächen.

    >> Es gibt ja bestimmt Leute, die gärtnerisches Wissen haben: entscheiden die dann mehr als die anderen? Wie wird das Wissen weitergegeben?

    > Unter uns sind ein Landwirt, zwei Gärtnerinnen und einige Permakulturleute. Deren Wissen wird vor allem durch das gemeinsame Tun oder ad hoc Beratung weitergegeben. Die Gefahr der Hirarchiebildung liegt bei uns weniger im Wissensvorsprung als vielmehr an den Persönlichkeiten. Wir führen Buch und möchten demnächst ein Wiki erstellen. Wir nutzen den taschenGARTEN der Gartenwerkstatt Marburg. Auf den Grundstücken wird wieder Fachliteratur bereitgestellt sein (ist nach dem Brand leider noch nicht vollständig ersetzt – über Tipps zu guten Fachbüchern würden wir uns freuen)

    >> Gibt es ein vergleichbares Projekt? Ist es eine Mischung aus so einer Art CSA (aber in Eigenregie) und Gemeinschaftsgarten?

    > Uns ist kein vergleichbares Projekt bekannt. Ja, vielleicht sind wir ein Mischung aus Gemeinschaftsgarten und selbstorganisierter CSA. Aber wir distanzieren uns von dem Begriff CSA, weil wir hierarchische Strukturen ablehnen und für alle offen sein wollen. Unsere Gemeinschaftsgärtnerei wird geprägt von den Menschen, die mitmachen. Natürlich gibt es diejenigen, die mehr Zeit investieren können und dadurch einen besseren Überblick haben, als andere, die unregelmäßiger mitarbeiten. Und natürlich funktioniert nicht alles so reibungslos wie in einem durchstrukturierten Betrieb (bei uns wurde schon mal umgegraben, wo schon ausgesät wurde oder werden schon mal Planzen als Unkraut gejätet, die vielleicht keins sind und wenn die Pflanzenpaten absolut nicht dazukommen und keinen Ersatz finden, gibt es halt diese Gemüseart dieses Jahr nicht…). Aber wir lernen immer dazu! Wichtiger als viel Gemüse sind uns Partizipation und Selbstwirksamkeit.


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  • Artikel in der „Welt“: Wie urban gardening in Problemvierteln hilft

    (Gu aus alerts)

    Wie Urban Gardening in Problemvierteln hilft

    Richard Haimann

    In vielen Städten pflanzen die Bewohner Gemüse in Hinterhöfen und auf Dächern an. Das Stadtgärtnern dient nicht nur der Eigenversorgung – es verbessert auch das Zusammenleben in den Metropolen.

    Gemüse vom Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg: Die Pflanzen gedeihen platzsparend in Kisten

    Foto: pA/ dpaGemüse vom Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg: Die Pflanzen gedeihen platzsparend in Kisten Bild teilen

    Unten parken Autos, oben grünen Kräuter und Gemüse. Auf dem Dach der Tiefgarage am Spessartweg in Hannover-Sahlkamp wachsen Petersilie und Mohrrüben, Thymian und Tomaten. Inmitten der Wohnblöcke hat eine internationale Gemeinschaft ihr kleines Idyll gefunden. Deutsche, Afghanen, Iraker, Türken und Weißrussen pflegen hier gemeinsam das Schrebertum.

    „Abends sitzen die Gärtner oft am großen Tisch zusammen und tauschen Köstlichkeiten aus ihren landestypischen Küchen aus“, berichtet Eberhard Irion vom Verein Internationale Stadtteilgärten (ISG) Hannover, der diesen und zwei weitere Erntegärten in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit initiiert hat.

    Was in Hannover geschieht, gehört zu einem Trend, der seit einigen Jahren weltweit immer mehr Städte erfasst: Nicht nur in mittelgroßen Städten wie Hannover, auch in Metropolen wie Berlin, New York, London, San Francisco und St. Petersburg schaffen sich Menschen kleine grüne Oasen, um darin Nahrungsmittel zu ernten.

    
Gemüseanbau im New Yorker Stadtteil Manhattan

    Foto: picture alliance / Photoshot Gemüseanbau im New Yorker Stadtteil Manhattan

    „In Baulücken, am Rande von Grünanlagen oder auf Dächern von Parkhäusern werden vermehrt Beete angelegt, um inmitten der Städte Obst und Gemüse anzubauen“, sagt Harald Herrmann, Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

    Soziologen haben der Entwicklung sogar schon einen Namen gegeben: Urban Gardening – urbaner Gartenbau. Es geht nicht nur darum, ein wenig Grün in die Stadt zu bringen. Eine brachliegende Fläche in einen blühenden Garten zu verwandeln, schaffe Gemeinsamkeiten – und könne Menschen zeigen, wie sich Konflikte friedlich lösen lassen, sagt der Politologe Sebastian Liebold von der Universität Chemnitz. „Wer miteinander Erdbeeren anbaut, muss sich über die Verteilung der Ernte in der Gruppe einig werden.“

    Problemquartiere werden aufgewertet

    Gerade in sozialen Brennpunkten, in Quartieren, in denen Menschen vieler Kulturen nicht nur auf engstem Raum miteinander leben, sondern ebenso häufig gegeneinander streiten, könne urbanes Gärtnern „wichtige Beiträge zur Entwicklung leisten“, lautet das Fazit einer neuen Studie des BBSR. Deshalb sollten Bund, Länder und Kommunen „die Entstehung und Erhaltung von Gemeinschaftsgärten unterstützen“.

    Sahlkamp in Hannover ist eines dieser Problemquartiere. Die in den 70er-Jahren entstandene Hochhaussiedlung gilt seit Jahrzehnten als sozialer Brennpunkt. Zahlreiche Familien leben von Hartz IV, 36 Prozent der 13.800 Einwohner oder deren Eltern stammen aus 60 unterschiedlichen Nationen.

    „Neben Arbeitslosigkeit sind Jugendgewalt und Drogenmissbrauch die großen Probleme“, beschreibt die ISG die Situation. Die grüne Oase am Spessartweg soll die Menschen im Viertel zueinander bringen. „Die Erwachsenen ziehen sich ohne berufliche Perspektive immer weiter zurück“, heißt es in einer Analyse.

    Sie würden kaum am gesellschaftlich Leben teilnehmen und „sich nur noch auf ihre eigenen ethnischen Netzwerke“ beziehen. Die kleine gemeinschaftliche Gartenanlage trage dazu bei, diese Grenzen aufzubrechen. Über die Gartenarbeit sei „eine große Offenheit untereinander entstanden“, sagt Irion.

    Allerdings ist urbanes Gärtnern nicht auf Problemquartiere beschränkt. Auch in Szenevierteln der Metropolen sprießen im Sommer Endivienköpfe und Blumenkohl, reifen Rhabarber und Stachelbeeren auf einstigen Brachen und den Dächern leer stehender Fabriken. So in Berlin-Kreuzberg.

    Auch Bienenvölker werden angesiedelt

    Am Moritzplatz haben auf einer 6000 Quadratmeter großen Brachfläche Hunderte Anwohner gemeinsam die „Prinzessinnengärten“ geschaffen. Die Nutzpflanzen wachsen in recycelten Bäckerkisten und Reis-Säcken, die auf dem Betonboden gestapelt sind. Damit kann die Gartenanlage jederzeit an einen anderen Standort verlegt werden, sollte die Stadt den immer nur für ein Jahr abgeschlossenen Pachtvertrag nicht verlängern.

    Beispiel Hamburg: Auf der Großen Freiheit in St. Pauli haben Anwohner auf einer 1100 Quadratmeter großen Dachfläche das „Gartendeck“ angelegt. Nicht nur Rüben, Kräuter und Beeren werden hier geerntet. Auch fünf Bienenvölker haben dort eine Heimstatt gefunden, um Pflanzen zu bestäuben und Honig zu liefern.

    Urban Gardening zeigt, dass es viel zu wenige Kleingartenparzellen in Deutschland gibt

    Peter Paschke
    Bundesverband Deutscher Gartenfreunde

    Darüber hinaus gibt es zahllose Minigärten in kleinen Grünanlagen, auf Garagen und in Hinterhöfen, die liebevoll von Bewohnern der umliegenden Häuser gehegt und gepflegt werden – und deren Früchte von allen geerntet werden können.

    „Es ist einfach entspannend, nach der Arbeit noch die Pflanzen zu gießen und einen Salatkopf für das Abendessen zu ernten“, sagt ein 39jähriger Hamburger IT-Experte. Er und seine Freundin haben gemeinsam mit den Nachbarn aus dem Haus einen Minigarten im Hinterhof angelegt. „Jeder nimmt sich, was er gerade braucht – wir führen nicht Buch darüber, wer wie viel geerntet hat.“

    Peter Paschke, Präsident des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde, sieht in solchen Initiativen keine Konkurrenz für die organisierten Schrebergärtner. Im Gegenteil: „Urban Gardening zeigt, dass es viel zu wenige Kleingartenparzellen in Deutschland gibt“, sagt Paschke. „Damit unterstützt der Trend unsere Forderung nach der Ausweisung weiterer Kleingartenflächen in den Städten.“

    Viele Kleingartenkolonien werden platt gemacht

    In den vergangenen zehn Jahren seien durch die Ausweisung neuer Wohngebiete zahlreiche Kleingartenkolonien plattgemacht worden, ohne ausreichenden Ersatz zu schaffen. „2005 gab es in Deutschland noch mehr als eine Million Kleingärten“, sagt Paschke. „Heute sind es noch 960.000.“

    Wie sehr das Angebot an Kleingärten und deren Nachfrage in Großstädten auseinanderklaffen, zeigt ein Blick auf Berlin. „In der Bundeshauptstadt gibt es heute nur noch 70.000 Parzellen“, sagt der Verbandspräsident. Aktuell würden jedoch 12.000 Bewerber auf einen Pachtvertrag auf der Warteliste stehen.

    Interessenten müssten deshalb mehrere Jahre warten, bis sie eine Gartenparzelle bekämen. „Da ist es doch kein Wunder, dass die Menschen beginnen, auch kleinste Flecken Grün in ihrer Umgebung zu nutzen, um ein paar Pflanzen zu züchten“, sagt Paschke.

    
Urban Gardening am Tempelhofer Feld in Berlin

    Foto: Getty Images Urban Gardening am Tempelhofer Feld in Berlin

    Wobei Urban Gardening eigentlich kein neuer Trend sei, sondern nur die Wiederentdeckung einer alten Versorgungsform aus früheren Phasen städtischen Lebens, sagt der Verbandspräsident. „Schon vor Jahrhunderten haben Menschen freie Flächen in den Städten genutzt, um darauf Nahrungsmittel anzubauen.“

    Dies bestätigt auch BBSR-Chef Herrmann: Erst in der Nachkriegszeit sei dies in Vergessenheit geraten. „Das Gärtnern blieb seither allein jenen vorbehalten, die über privaten Grund und Boden oder Zugang zu Kleingärten verfügten“, sagt Herrmann.

    In Städten wurde schon immer gegärtnert

    Allein schon die fehlenden Transportmittel führten dazu, dass bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein, Menschen in und vor den Städten einen Großteil ihrer Lebensmittel in Gärten und auf Feldern anbauten. Allein mit Karren und Pferdefuhrwerken ließen sich aus der Ferne gar nicht genügend Nahrungsmittel heranschaffen, um die stetig wachsende Stadtbevölkerung am Leben zu halten.

    In Paris wurden noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit den Gärten von Le Marais rund 1400 Hektar – ein Sechstel der damaligen Stadtfläche – für die Gewinnung von Obst und Gemüse genutzt. 8500 selbstständige Gärtner ernteten hier Jahr für Jahr 100.000 Tonnen Nahrungsmittel für die damals 1,1 Millionen Einwohner der Seine-Metropole.

    Der Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler Johann Heinrich von Thünen, Pächter des Guts Rubow bei Anklam, entwickelte um 1850 sein Modell der sogenannten Thünenschen Ringe, um den Lebensmittelbedarf der Städter und die Transportkosten in Einklang zu bringen.

    Die Idee des Wissenschaftlers: In und um die Städte herum sollten schnell verderbliche Nahrungsmittel gewonnen werden; in weiterer Entfernung sollten jene Pflanzen angebaut werden, die nach der Ernte länger haltbar und somit transportfähiger waren. Obsolet wurde das Modell erst, als der US-Rinderbaron Gustavus Swift 1877 den Kühlwagen für die Eisenbahnen entwickelte.

    Nicht nur Fleisch, auch Obst, schnell verderbliche Feldfrüchte wie Salate und sogar Milch konnten nun auch aus größeren Entfernungen sicher in die Städte transportiert werden. Heute gehören Kühlwagen zwar zur Standardausstattung der Fahrzeugflotten der großen Supermarktketten.

    Agrarkonzerne nutzen leere Industriegebäude

    Dennoch ist die Versorgung der Menschen in den Großstädten mit leicht verderblichen Nahrungsmitteln nicht gesichert. Weiträumige Straßenblockaden beim Streik britischer und französischer Lastwagenfahrer führten in den vergangenen Jahren immer wieder zu massiven Versorgungsengpässen.

    In den USA hat die Studie mit zur Entwicklung des Vertical Farming beigetragen. Agrarkonzerne haben leer stehende Industriekomplexe aufgekauft, um darin Stockwerk für Stockwerk Nahrungsmittel anzubauen. Ein Trend, der auch Deutschland erreicht hat.

    Im Chemnitzer „Karree 49“, einem Wohn- und Versorgungsprojekt im Stadtteil Sonnenberg, entsteht derzeit für 500.000 Euro eine über mehrere Etagen verlaufende Aquaponik-Anlage. Das Wort setzt sich zusammen aus Aquakultur für Fischzucht und Hydroponik, der Aufzucht von Pflanzen außerhalb des Erdreichs, wobei deren Ernährung über wässerige Lösungen sichergestellt wird.

    Im „Karree 49“ sollen Buntbarsche und Forellen gezüchtet und mit Hilfe des Wassers in den Aquarien Gemüse angebaut werden, um es in einem Bioladen zu verkaufen. Eine Versuchsanlage läuft seit Mai. Inzwischen konnte das erste Gemüse geerntet werden.

    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article150133348/Wie-Urban-Gardening-in-Problemvierteln-hilft.html (mehr …)

  • Stadtrat Puchheim bewilligt „essbare Stadt“

    (Gu aus alters)
    […]
    Das Projekt „Essbare Stadt“ wird in Puchheim im Februar starten. Monika Dufner vom Umweltamt hat am Dienstag erste Projekte vorgestellt, mit denen die Aktion beginnen könnte. Essbare Stadt bedeutet, dass auf innerstädtischen Brachen, Dächern, Gärten, Fassaden und in Parks Obst und Gemüse angebaut werden, die die Bürger ernten können. Vor dem Quartiersbüro im Planie-Viertel stehen bereits einige „Big Bags“, große Taschen aus wiederverwertbarem Material und mit Erde gefüllt, die bepflanzt werden können.

    Im ersten Jahr könnte man eine Streuobstwiese mit Bienen, eine Fläche, auf der frisch vermählte Paare einen Hochzeits-Obstbaum pflanzen, dazu kleine Gärten an der Josefstraße, einen Bürgergarten am Bahnhof mit Hochbeeten ähnlich dem „Pflanzlgarten“ in Gröbenzell sowie „Bürgeräcker“ anlegen nach dem Vorbild der „Fürstenäcker“, die seit zwei Jahren im Brucker Norden bewirtschaftet werden. Solche könnten nach Angaben Dufners am kleinen Ascherbach auf zwei kleinen Ackerstreifen im Norden oder auf einer Fläche am Büchlweg eingerichtet werden. Alle drei Flächen gehören der Kommune. Außerdem sei ein Bauer bereit, eine Fläche nahe der Kreisstraße 11 zur Verfügung zu stellen.
    Die Hochschule München konnte als Kooperationspartner gewonnen werden. Im Rahmen eines Projekts Lebensweltanalyse werden sich Studenten mit dem Puchheimer Vorhaben beschäftigen und im Juli ihre Ergebnisse präsentieren. Noch im Dezember könnten auf der Wiese am Büchlweg die ersten Beerensträucher gepflanzt werden, meinte Dufner. Die Auftaktveranstaltung für die Bürger ist für Mitte Februar geplant. Von März bis Mai könnten dann die Bürgeräcker und Bewohnergärten bestellt werden. „Es sind am Anfang nur ein paar Flächen, aber es sind sicher noch andere vorhanden“, meinte Dufner.
    […]

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/urban-gardening-junges-gemuese-in-puchheim-1.2783970 (mehr …)

  • Zietenaugust Chemnitz hatte gute erste Saison

    (Gu, Mail, 14.12.)
    Die erste Saison lief ganz entspannt an. Das Projekt wird von uns dreien (René Bzdok, Philipp Salzmesser und mir Charlotte Dase) ehrenamtlich neben Arbeit bzw. Studium geleitet. Ziel war erstmal die generelle Nutzung des Raums. Außer ein paar Tomaten und Wilderdbeeren sowie Holunder ist nichts weiter an Ernte angefallen, aber für nächstes Jahr haben schon viele Leute angemeldet, Pflanzen zu spenden. Die Eröffnungsparty war zwar nass, aber es sind trotzdem einige Leute vorbeigekommen und wir waren auch in der Lokalpresse.

    Wir sind 3 fest und bei den Gartenaktionen waren immer so 10-15 Leute dabei.

    Die Fläche gehört unserem Vermieter (also vom nebenstehenden Gebäude, indem wir wohnen) Lars Fassmann. Eine vertragliche Regelung gibt es mündlich, wir bezahlen auch nichts für die Fläche. Innerhalb der nächsten 5 Jahre wird sich am sanierbedürftigen Haus voraussichtlich nichts tun, was danach kommt, wissen wir nicht (mehr …)

  • Gartenbahnhof Köln muss umziehen

    (Gu aus Gartenbrief, 11.12.)
    Ihr habt es ja sicherlich schon alle mitbekommen! Ja, wir müssen schweren Herzens unsere Zelte auf dem ehemaligen Güterbahnhof in absehbarer Zeit abbrechen und uns eine neue Bleibe suchen. Zunächst war uns für Ende Dezember 2015 der Mietvertrag gekündigt worden doch jetzt hat Aurelis dankenswerterweise den Vertrag bis Juni 2016 verlängert. Mitten in der Pflanzsaison umzuziehen ist allerdings nicht gerade praktisch, weshalb wir hoffen, dass wir zumindest noch bis Ende September am Standort bleiben können. Das würde bedeuten, dass wir weitere drei Monate geduldet werden. Mal sehen!

    Die Stadt Köln bietet uns zwei Flächen in der Vitalisstraße an. Dort löst sich allmählich ein Schrebergarten auf und soll später in Bauland verwandelt werden. Solange aber noch Schrebergärten von begeisterten GärtnerInnen betrieben werden, kann dort nicht gebaut werden. Neu vergeben werden die Schrebergärten nicht! Aufgegebene Gärten werden in Grabeland umgewandelt. D. h. die bestehende Infrastruktur wird aufgelöst und mehrjährige Pflanzen wie Bäume, Büsche, Beerensträucher und Weinreben werden entfernt.

    Wir haben die Möglichkeit einen noch bestehenden Schrebergarten samt Laube und Pflanzen weiterzubetreiben und ein bereits abgeräumtes Gelände am Eingang des Areals zu bewirtschaften. Wir könnten dort sogar in die unbelastete Erde! Was ist der Haken an der Sache? Die Vitalisstraße ist abgelegen und liegt nicht mehr mitten in der Stadt. Ist das noch urbanes Gärtnern? Das Gelände wird nicht öffentlich zugänglich sein. Somit kann der Garten kein Aufenthalts- und Begegnungsort mehr rund um die Uhr darstellen. Außerdem ist noch unklar, welche Infrastruktur wir errichten können. Was passiert beispielsweise mit unserem Bauwagen, dem Wintergarten, Gartenhäuschen und vielem Material?

    Sehr schön, dass wir eine Umzugmöglichkeit haben, aber da die nicht optimal für uns ist, sind wir weiterhin auf der Suche nach einem passenden Standort. Wer von euch hat eine Idee, wo wir sonst noch unterkommen könnten? Wir erkundigen uns bei Kirchen, der Bahn und an anderer Stelle. Vielleicht gibt es ja doch noch anderswo einen passenderen Platz (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten in Reklinghausen geplant

    (Gu, Mail, Mitte Dez)

    Ich habe mich (als Mitwirkender bei der Lokalen Agenda 21) Mitte 2015 dafür eingesetzt herauszufinden, ob es in der Bürgerschaft von RE überhaupt Interesse an einem Gemeinschaftsgarten-Projekt gibt. Zu diesem Zweck  habe ich (unter dem Mantel  der VHS) im September 2015 eine dreiteilige Veranstaltung  konzipiert und moderiert: a/ Einführung ins Thema, b/ Exkursion zu Projekten im Ruhrgebiet, c/ Perspektive  für RE?. Ich füge Ihnen das Programm mal bei, falls Sie Lust und Zeit haben, es zu lesen; bei der Exkursion haben wir  uns insgesamt sechs Projekte angeschaut und mit  jeweiligen GruppenvertreterInnen gesprochen. Teilgenommen haben ca. 35 TeilnehmerInnen.

    Im Ergebnis hatten sich dann Ende September in eine Liste „Ich habe Interesse an Mitwirkung an einem konkreten Projekt in RE und will weiter informiert werden“ immerhin 25 Personen eingetragen.  Daraufhin haben Mitte Oktober und Mitte November zwei weitere Termine stattgefunden, an denen immerhin noch bis zu 15 Personen teilgenommen haben; dabei wurde u.a. über verschiedene denkbare Flächenvorschläge aus der Teilnehmerrunde gesprochen.

    In diesem Monat nun werden konkrete Gespräche  wegen zwei Flächen mit den Eigentümern (Wohnungsgesellschaft  bzw. Krankenhaus) stattfinden; wir sind eigentlich zuversichtlich, dass  es zu Zusagen kommt. Ziel ist es, bis Weihnachten in der Gruppe geklärt zu haben, welche Fläche konkret angegangen werden soll.

    (Der Großteil der zuletzt anwesenden 15 Personen scheint mir hoch motiviert; im Frühjahr 2016 sollen möglichst die Spaten zum Einsatz kommen, ist die Stimmung).


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  • Insitut für urbane Botnik in Braunschweig übernimmt Kleingartengelände

    (Gu aus Antrag, 22.12)
    Seit März haben sie eine Fläche gesucht, nune ine gefunden und da am 1.12. losgelegt und der Verein hat derzeit 20 Mitglieder. Sie wollen einen Lernort schaffen, der sich aus den Beeten heraus entwickelt.
    Neben den Beeten (siehe Antworten auf meine Fragen) gibt es auch eine Gemeinschaftshütte, die auf dem Teil des als Gemeinschaftsgarten („die Schatzinsel“) genutzen Teil steht.

    a) Wir haben die Aufteilung des Geländes (11 ca. 700m² große Parzellen) im großen beibehalten und lediglich Zäune und Tore an einigen Stellen geöffnet, sodass die Parzellen mehrere „Eingänge“ haben. Zur Zeit werden

    5 Parzellen von Gruppen (2-10 Gärtner*innen) für den privaten Anbau von Gemüse genutzt. Da jedoch nicht alle Projektteilnehmer die Verantwortung für ein eigenes Beet übernehmen wollen, gibt es auf einer Parzelle einen großen Gemeinschaftsgarten (die „Schatzinsel“). 2 Parzellen sind für Hühnerhaltung vorgesehen. 3 Parzellen sind zur Zeit noch nicht für das Projekt nutzbar.

    b) Es handelt sich nicht um eine klassische Kleingartenanlage. Das Gelände hat ein Eingangstor, welches unverschlossen ist. Die Gärtner*innen können also jederzeit auf das Gelände. Alle Gartentore auf dem Gelände sind offen. Sollte sich herausstellen, dass wir das Tor zum Gelände verschließen müssen, so werden wir ein Schloss mit Zahlencode nutzen. Der Code ist dann nur Projektteilnehmern bekannt (wir haben diese Lösung bereits erfolgreich ausprobiert).

    c) Wir haben den Verein gegründet, um das Projekt nach Außen vertreten zu können. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 1 Euro im Monat. Wir nutzen das Geld um unsere Internetseite, Mailverteiler und andere organisatorische Dinge zu finanzieren. Grundsätzlich wünschen wir uns, dass möglichst alle Projektteilnehmer dem Verein beitreten. Der Gemeinschaftsgarten auf der „Schatzinsel“ soll jedoch die Tore weit öffnen für Menschen, die sich nicht zu sehr an das Projekt binden wollen. Wir haben die Öffnungszeiten der Schatzinsel speziell für Nicht-Mitglieder eingerichtet.

    d) Wir wollen langsam wachsen und machen deshalb nur sehr wenig Werbung für das Projekt. Hauptsächlich von Mund zu Mund. Mehrere Menschen wurden über unsere Internetseite auf das Projekt aufmerksam, auch unsere Mitarbeit bei der Transition-Town Braunschweig macht das Projekt nach Außen sichtbar.

    e) Das Gelände hat eine Größe von ca 8000m². Zur Zeit sind etwa 15 Einzelbeete angelegt. Wir haben zunächst Platz für ca. 40 Einzelbeete vorgesehen. Es gibt jedoch keine feste Geländeeinteilung, die eine genaue Anzahl an Beeten vorgibt. Das große Gemeinschaftsbeet hat eine Fläche von ca 80m². Einige Einzelbeete sind 40m² groß. Andere Beete nur 5m².

    f) Wir haben den Verein als Außenvertretung mit Zwei Vorständen und einem Schatzmeister. Um eine verbindliche Aufgabenverteilung zu erreichen, haben wir weitere 13 Posten im erweiterten Vorstand eingerichtet. Wir treffen uns alle 2 Wochen zum Planungstreffen. Hier besprechen wir alle Projektbezogenen Dinge. Zu den Planungstreffen sind alle Projektteilnehmer eingeladen. Das Protokoll jedes Planungstreffen hängt für alle sichtbar in der Gemeinschaftshütte aus.

    g) Das Gelände besitzt weder Wasser-, Abwasser-, noch Elektrizitätsanschlüsse. Die Pacht wird über Spenden und eingebrachte Arbeit (wir übernehmen Abriss-, Aufräum- und Entsorgungsarbeiten in einigen Parzellen) finanziert.

    Grundsätzlich gilt für das Institut für urbane Botnik, dass gewählte Strukturen verändert werden. Es handelt sich um eine große Experimentierfläche.


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  • 2 neue Gartenprojekte in Hamburg

    (Gu, aus Zwischenbericht von GrünANteil)
    […]Das Wurzelwerk ist ein Urban Gardening Projekt von Studierenden der Uni-Hamburg. Auf dem Hauptcampus am Dammtor hat die vom AStA initiierte Gruppe, das Nutzungsrecht über rund 1000qm Fläche erhalten. Wir haben die Initiatoren in der Vorbereitung beraten, eine Ortsanalyse vorgenommen und beim ersten öffentlichen Gruppentreffen im Audimax eine Ortsanalyse mit den Studierenden ihre Vorstellungen und Bedürfnisse im Bezug auf Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeitsaspekte besprochen. Für den ersten Aktionstag, haben wir den Transport der Materialien organisiert.
    Perspektivisch ist dieses Projekt ein idealer Kommunikationspunkt um die Studierenden der Uni Hamburg über Veranstaltungen und Angebote von Grünanteil zu informieren. Darum sind wir sehr daran interessiert ein Kartenhaus an diesem Standort unter zu bringen. Darüber hinaus besteht unsererseits der Wunsch, dass das Wurzelwerkteam sich auf die Vernetzung/Vermittlung von Studierenden (die eine Bachelor- oder Masterarbeit schreiben wollen) einzelnen Projekten einlässt. Besonders wertvoll ist aus unserer Sicht, eine möglichst vollständige Übersicht, über alle bereits entstandenen Arbeiten der vergangenen drei Jahre, um Wiederholungen möglichst gering zu halten und an gewonnene Erkenntnisse an übertragbaren Projekten zu überprüfen oder weiter zu entwickeln. Dieses Bedürfnis haben wir kommuniziert und uns zur weiteren Umsetzung als beratende Instanz angeboten. Im Moment ist die Gruppe aber auf die praktische Entwicklung des Projektes konzentriert.

    Aktualisierung:
    Das Wurzelwerk ist in dieser Saison gut auf dem Campus angekommen und erfreut sich zunehmender Unterstützung. Wir halten den Kontakt und regen weiter eine engere Bindung an weitere Projekte in der Stadt an.

    Die „Zentrale-Erstaufnahme-Lager in Harburg“ beherbergt zur Zeit, rund 500 Flüchtlinge. Eine ehrenamtliche Gärtnerin, die Leitung der Einrichtung, eine Sozialarbeiterin und die Haustechnik, haben begonnen mit den dort untergebrachten Menschen, Hochbeete zu bauen und die Containerarchitektur durch Pflanzungen und Pflanzkästen zu bereichern. Das Angebot und Engagement wird sehr gut angenommen, kann jedoch ausschließlich aus Materialspenden realisiert werden. Grünanteil hat eine Materialspende aus dem Netzwerk der Urbanen Gartenprojekte in die Einrichtung transportiert und steht seid dem, mit den Initiatoren in Verbindung.

    Perspektive: Es wird weiterhin Kontakt gehalten, der aktuelle Bedarf an Materialien und Geräten in das Netzwerk kommuniziert und in den kommenden Wochen ein weiterer Transport von Materialspenden für gärtnerische Tätigkeiten auf dem Gelände organisiert.

    Aktualisierung:
    Der Kontakt zur ehrenamtlichen Gärtnerin der Einrichtung hat sich weiter intensiviert. In Verbindung mit dem bestehenden Netzwerk der urbanen und interkulturellen Gartenprojekte in Hamburg, besprechen wir aktuell die Dimension und Möglichkeiten der kommenden „Saatguttauschbörse“ im Frühjahr 2016.
    Wunsch des Netzwerkes ist eine Veranstaltung mit Bezug und Beteiligung der geflüchteten Menschen, die sich in Hamburg aufhalten. Als Teil des Netzwerkes unterstützen wir diese Perspektive explizit und entwickeln aktuell ein Format für diese Veranstaltung.[…]

    Der Bericht ist beim Projekt „Grünanteil“ abgelegt


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  • kein GG am Nationaltheater in Mannheim

    (Gu, Mail, 9.12.)
    vielen Dank für Ihre Mails, leider konnte sich unsere Intendanz nicht allzu sehr für die Idee eines urban gardens vor dem Theater erwärmen – unsere Thementage finden trotzdem statt, falls Sie in der Nähe sind, herzliche Einladung:
    http://www.nationaltheater-mannheim.de/de/schauspiel/stueck_details.php?SID=2495


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  • IG in Zülpich

    (GU, mail)
    Auf dem Gelände der Landesgartenschau in Zülpich entsteht ein IG:
    Der Interkulturelle Garten Zülpich befindet sich gerade in der Aufbauphase, es gibt seit diesem Jahr eine Projektgruppe mit Akteuren aus Zülpich und Umgebung, die von mir koordiniert wird und eine Projektleiterin (Frau Hermes, Dipl. Ing. Landespflege), die den Garten federführend betreuen und Angebote dort organisieren wird. Ziel ist es, feste Termine zum gemeinsamen Arbeiten und Zubereiten für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund anzubieten. Darüber hinaus sollen auch weitere Veranstaltungen (Deutschkurse für Flüchtlinge, Vereinstreffen, Feste,…) dort stattfinden können. Die weitere Planung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der LaGa GmbH, auf deren Gelände sich der Garten befindet. 

    Anfang des Jahres wird sich entscheiden, ob das Projekt an einen bestehenden Verein (FairZülpich e.V.) andocken kann, ob ein eigener Verein gegründet wird, oder ob eine andere (offene?) Struktur verfolgt wird. (mehr …)

  • In Görlitz ist ein Interkultureller Stadtgarten geplant

    (Gu, Mail, 7.12.)
    im Rahmen des Förderprojektes Jugend.Stadt.Labor nehmen wir, der Second Attempt e.V., Bedürfnisse junger Menschen auf, um sie bei der Umsetzung ihrer eigener Ideen zu unterstützen. Seit März diesen Jahres baut eine Gruppe junger Menschen ein Urban Gardening Projekt auf. Ihr Ziel ist es einen Hügel mit Gemüse zu revitalisieren und aus einem alten Lagerhaus ein Gewächshaus aufzubauen. Dies geschah im Laufe des Jahres durch mehrere Arbeitseinsätze zusammen mit Flüchtlingen. Leider geriet der Umbau ins stocken, so dass mit der Fertigstellung erst im Frühjahr nächsten Jahres zu rechnen ist. Der Hügel konnte erfolgreich umgestaltet werden, so dass die Ernte sehr Ertragreich ausfiel. 
    Die Pause bietet uns die Chance, das Konzept zu überarbeiten und zusammen mit weiteren Initiativen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, einen interkulturellen Stadtgarten zu entwerfen. 
    Die Vorraussetzungen in Görlitz sind denkbar gut. Wir reaktivieren seit 2014 eine Industriebrache in der Nähe des Zentrums in einem “benachteiligten” Stadtquartier, in den Flüchtlinge dezentral untergebracht sind. Aufgebaut haben wir bisher eine offene Kreativ-Werkstatt (vor allem auch genutzt im Projekt „Werk.Stadt.Garten 2015“, welches Ihnen eventuell bekannt ist). Parallel renoviert eine Gruppe junger Schüler eine alte Kantine, um einen neuen Jugendtreff zu etablieren. Außerdem hat sich der Verein als Betreiber eines Zentrums für Jugend- und Soziokultur beworben. Die Entscheidung wird hierzu Ende Februar vom Stadtrat getroffen. 

    Ergänzung, Mail vom 9.12.:
    Größe: 
    – potenzielles Gewächshaus in Aufbau (ca. 90 qm) 
    – schon genutzter Erdhügel (ca. 250 qm)
    Projektbeschreibung: Ein Erdhügel wird gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen unterschiedlicher Kulturkreise bei der Energiefabrik zu Görlitz revitalisiert. Sie schaffen einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für Selbermachen, für Begegnung und Gemeinschaft. Die Industriebrache im Zentrum wird entmüllt und bepflanzt. Ein praktischer Lernort für Kinder entsteht, neue Impulse werden geschaffen, die Kulturen und das gemeinschaftliche Zusammenleben bereichert und darüber hinaus gewinnt der Stadtteile an Lebensqualität.
    Personen: Über den Sommer bestand die Gruppe aus sechs jungen Personen, die in Görlitz studieren oder bereits arbeiten. Bei mehreren Arbeitseinsätzen waren regelmäßig bis zu 20 Flüchtlinge und Bürger beteiligt. Durch den Winter ruht das Projekt erst einmal, doch besteht das Kernteam immer noch. 


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  • Stand der Dinge „essbare Stadt Minden“

    (Gu, Vortrag, 3.12.)
    Sie haben 2013 losgelegt und ihren ersten „Speiseraum“ angelegt. auf 16m², jetzt haben sie 5 Speiseräume und vermitteln Palettenbeete an Kitas, Schulen u.ä. Es gibt da wohl eine Firma, die aus alten Paletten nach Auftrag Beete baut und für Kitas und Schulen als Spende. In Kooperation mit der Stadt werden die Beete dann hingefahren, essbare Stadt Minden kommt mit einer Ameise. Die Beetbepflanzung und Pflege ist dann in Eigenverantwortung. Doch im Winter werden die Beete irgendwo unetrgestellt.
    Ihre Erfahrungen mit den Speiseräumen zeigen, dass die Leute oft die Pflanzen nicht kennen – auch wenn es sich um Schnittlauch oder Basilikum handelt – und nicht wissen, wann man was erntet. Überhaupt gibt es wohl Hemmungen, was zu ernten. Sobald Leute von der Initiative die Beete pflegen, sind Leute interessiert und die häufigste Frage ist: wann kann ich das denn ernten? Sie haben daher jetzt Schilder, was denen neben dem Namen der Pflanze auch steht, ob die Pflanze Sonne oder Halbschatten braucht, wie viel Wasser sie braucht und ob Blätter und Blüten auch essbar sind. Darunter ist dann noch mit einem Balken sichtbar gemacht, wann geerntet werden kann. Außerdem ist auf jeden Schild ein QR Code, über den man auf der Homepage mehr zu der Pflanze und ihren Verwendungsmöglichkeiten erfahren kann.
    Sie machen Veranstaltungen wie Kochaktionen auf dem Markt und Pflazentauschbörsen und haben in Kooperation mit dem BUND Obstbäume gepflanzt.
    Es wird in Minden wohl ein Pilgerweg eingerichtet, der auch an einer Kirche vorbei kommt. Da wollen sie einen Klostergarten einrichten und möglicht Produkte aus diesem Garten verkaufen. Sie wollen nun  durchrechnen, ob das reichen würde, um eine Stelle zu schaffen, denn ihr Ziel ist es, ein soziales Unternehmen zu werden. (mehr …)

  • GG auf dem Dach des Sharehaus und geplanter Garten in Berlin-Gatow

    (Gu, Projektbesuche, Ende November 2015)
    in Berlin Neukölln entsteht seit Juni 2015 das Sharehaus. Hier leben in einem ehemaligen Altenheim geflüchtete Menschen. Der Eingangsbereich ist ein Café, im Keller ist die Profisiebdruckwerkstatt der SDW Neukölln und auf dem Dach sind schon ein paar Beete entstanden. Das Dachgartenprojekt haben Frauen aus der Über-den-Tellerrand-Kochen Gruppe initiiert. Noch ist unklar, wieviel Lasten das Dach aushält – ein Statiker ist schon angefragt. Sie haben zunächst ein großes Beet inklusive Sitz- und Lümmelfläche gebaut (Entwurf von der TU) und schon festgestellt, dass das zu flach ist für die Pflanzen. Es gibt einen angefangene Kompost, kleinere Beete, einen Unterstand und auch einen Wasseranschluß. Sie sind noch am Anfang und müssen auch noch klären, wie und ob überhaupt es möglich sein wird, dass NachbarInnen das Gartenprojekt mitmachen, die da nicht wohnen. Also ob der Dachgarten ein offener Ort werden kann. Wahrscheinlich können sie einen an das Dach angrenzenden Wintergarten mit nutzen.
    Sie sind sehr an Austausch und Vernetzung mit anderen interessiert und haben schon jemanden gewonnen, der im Prinzessinnengarten Kräuterworkshops anbietet.

    In Gatow (Berlin-Spandau) soll auf einer Fläche, sie zum weitläufigen Grundstück einer SOS-Kinderdorf Einrichtung gehört, ein Interkultureller Garten entstehen. In der Einrichtung läuft bisher Qualifizierung für benachteiligte Jugendliche im GaLaBau. Die Fläche für den Garten ist fast im Wald – sie haben ein Stück, was nah an der Straße liegt, schon mal gerodet, es liegen Erdwälle da und auch Pferdemist. So richtig viele Leute wohnen nicht in unmittelbarer Umgebung, doch gibt es nahe Schulen und Flüchtlingsunterkünfte. Hier gibt es auch Interesse, aber es gibt doch noch keine Gruppe (wie im Antrag behauptet).
    Sie haben eine Stelle geschaffen für eine Frau, die das Gartenprojekt aufbauen wird und Flüchtlinge erreichen soll. Sie hat auf dem Gelände einer Unterkunft ein Gartenprojekt angelegt, was aber ausschließlich für die Flüchtlinge dort ist. (sie meint: das ist kein Gemeinschaftsgarten). Sie wissen von ein paar anderen Projekten, sind aber noch nicht vernetzt. (mehr …)

  • Gartenprojekt in Zittau geplant

    (Gu aus alerts, 4.12.)
    http://www.alles-lausitz.de/startseite/zittau/11336069_Die_Natur_kehrt_in_die_Stadt_Zittau_zurueck.html
    In Zittau soll zunächst auf einer Fläche ein GG entstehen. Derzeit wird der Boden geprüft:
    „Eine von der Hochschule Zittau/Görlitz geführte Interessengemeinschaft widmet  sich in den nächsten Monaten diesem Thema und führt an einer konkreten Freifläche auf der Amalienstraße Untersuchungen durch. Dies soll zeigen, welche Möglichkeiten der gärtnerischen Nutzung umsetzbar sind. […] enerell geht es dabei um das große Thema Nachhaltigkeit. Die Ideen, um die Fläche temporär zu nutzen, reichen von einer Wildwiese für Bienen, über Trockenmauern für Kriechtiere, selbst verrottendem Kompost, Rückzugsmöglichkeiten für Tiere bis hin zum Anbau von Gemüse. Mit jedem Beet  kehrt jedenfalls ein Stück Natur in die Stadt Zittau zurück.
    Die Interessengemeinschaft will dazu noch weitere Anregungen und Ideen bei einem Planungsworkshop mit Sebastian Kaiser von den UFER-Projekten Dresden am Montag, 14. Dezember, um 18.00 Uhr,  im Café Joelsch, Klienebergerplatz1, sammeln. Der Referent hat erfolgreich zahlreiche Planungs- und Kreativ-Workshops in Dresden betreut und kann nicht nur als Moderator diesen Workshop anleiten, sondern auch sein Fachwissen einfließen lassen.
    Weiterhin erhoffen sich die Macher erste positive Impulse durch die laufenden Studienarbeiten. Diese werden momentan von Studierenden der Hochschule Zittau/Görlitz bearbeitet und am 14. Dezember in einer kurzen Präsentation vorgestellt. […] Einen Wasseranschluss und Strom stellt ein Anwohner zur Verfügung. Wie die Fläche mal gehegt und gepflegt werden soll, ist noch nicht geklärt, vielleicht in kleinen Gruppen oder auch mal allein, je nachdem, wie dafür Zeit vorhanden ist.[…]“ (mehr …)

  • Infos von Shimeles

    (von Shimeles)
    1. Film Ausleihe Internationale Gärten Göttingen

    Internationaler Garten Dresden

    Hallo Herr Shimeles,

    entschuldigen Sie bitte viel Mals die Verspätete Rückgabe. Der Film müsste spätestens am Montag bei Ihnen ankommen.

    Die Menschen haben sehr positives Feedback über den Film gegeben. Es haben sich neue Blickwinkel und Sichtweisen herausgestellt sowie Faszination und Begeisterung für Ihr Projekt!

    Ich bedanke mich noch einmal für die Ausleihe und wünsche Ihnen alle Gute.

    Herzliche Grüße, Manpreet Singh

    Shimeles

    # Internationaler Garten Dresden

    2. Gemeinsame Aktionen mit neuen flüchtlingen: Pflanzaktion, Ernte Aktionen

    Bsp: Apfelernteaktion, und Saftpressen,

    Die Idee: Apfelernte zum Anlass nehmen um mit Neu Geflüchteten in Kontakt zu kommen.

    Äpfel werden gemeinsam gesammelt und gepresst. Der Apfelsaft wird verkauft und der Erlös wird für Flüchtlingsarbeit eingesetzt. Manche Aktionen haben attraktive Namen wie „Weekend for Tolerance „.

    Solche Aktionen finden in vielen Gärten statt. Bsp. In Duderstadt hat eine Apfel Mösterei nach so eine Aktion 1.500 Euro an Caritasverband für die regionale Flüchtlingsarbeit spendiert. (Mündliche Information an Shimeles, Mösterei Chef)

    Shimeles

    #IG Dudersadt, Mosterei Handwerk

    3. Stuben Garten Witzenhausen, per Mail an Shimeles

    Die Beziehung zwischen Stubengarten und wir ( mit einigen aus Unvergessbar Gruppe/Transition Towninitiative vor Ort) ist leider nicht so gut.

    Der Eigentümer möchte nicht mehr mit einigen aus der Gruppe zu tuen haben.

    Vorwuürf ist es: enttäschung . Die Grüppe   hat sich mehreremals nicht für eine   Gartenaktion nicht aufgetaucht.

    Wenn du Lust hast kannst du direkt mit dem sprechen.

    shimeles

    #konflikte, Stubengarten Witzenhausen

    4. Fachgespräche/Beratung zu den Themen interkulturelles zusammenwachsen und Nachhaltigkeit in den Internationalen Gärten

    Ein Mitglied aus dem Internationalen Garten in Dresden war in Göttingen. Sie wollte sich zu dem o.g. Thema Gespräche führen um darüber ein Bachelor Arbeit zu schreiben.

    Warum gerade mit der Frage nach Göttingen Kam? Sie meinte in Dresden , diebreite Partizipation ist nicht da. Daher fragte mich auch ob ich daran glaube, ob die Interkulturellen Gärten Nachhaltig wären?

    shimeles

    #Diplomarbeit, IG Dresden

    5. politisch motivierte Konflikte in Dresden, Tel Gespräche mit Mohammad

    Ich habe lange mit Mohammad ein Gespräche geführt: hier aus dem Gespräch paar Sätze

    „… es sind Jeden Montag immer mehr Anhänger v. Pegidda Leute strömen in die Stadt

    Politik tut kaum etwas! Wegen Angst Wählerinnen zu verlieren.Die Gegner von der Rechten sind massiv im unterzahl.Außerhalb von den größeren Städten ist die Bedrohung noch schlimmer: Bedrohung, schikanieren, beleidigen. Z. B. in Meißen ist schlimm. Wir sind im Kontakt mit dem Internationalen Garten vor Ort , daher wissen wir das.

    Die Rechten haben keine Angst offen sich mit Hackenkreuz durch zu marschieren!

    Ich habe Mohammad gefragt was wir(Gärten die sie unterstützen wollen) machen können?

    Welche Bedeutung hatten die Interkulturellen Gärten in diesem Zusammenhang?

    „… Die Gärten könnten als Baustein mit anderen Initiativen aktiv werden. Guter Ansatz wäre sich als eine Gegen stimme zu organisieren, Gegen diese Demos; damit die Leute in Dresden ein Feedback geben aus der gesamten Bundesrepublik das man so was nicht toleriert. Ein Forum zu gründen das jedes Mal gegen so eine Pegidda-Demo mobilisiert um die rechten zu zeigen, das andere sie beobachten. Pegida ist seit einem Jahr besonders im Aufwind….. Die Stimmung ist vergiftet… eine Solidarität aus dem Bundes Netzwerk der Gärten kann auch helfen:Alles zählt was gegen die Rechte Stimmung eine Position bezieht! eine Gegen Stimme!

    Ich habe Mohammad versprochen, dass ich darüber mit meine KollegInnen spreche zu überlegen welche Unterstützungsmöglichkeiten aufgreifen können.

     

    6. Allmende Kontor ist in der Angst versetzt! Tel. Gespräch mit Gerda Munnich

    „Allmende Kontor könnte aufgefordert werden die Garten Fläche aufzuräumen!“

    Berliner Senat argumentiert mit den knappen Wohnungen in Berlin und möchte auf der Fläche da, soziale Wohnungen u.a. auch Wohnungen für Flüchtlinge bauen.

    Dieses Argument wird von Gegnern als Aushebelung Strategie des Volksentscheids gedeutet. Im Volksentscheid hatten 7000.000 BerlinerInnen für den Erhalt des Tempelhofern Felds ausgesprochen und vorgesehen waren Gärten, Sportplätze, etc., also keine Wohnungsbauten durch das internationale Finanzkapital.

    Shimeles

    # Allmende Kontor Garten Berlin

    8. Frau Shobha Menon, die Begründerin einer Urbanen Forst Projekt aus Indien zu Besuch in Göttingen.

    Den Kontakt zu den Internationalen Gärten hat Christa vermittelt.

    Ich habe Frau Menon die Int.Gärten und die Urbanen Gärten in Göttingen gezeigt, Austaauschsgespräch mit Mitgliedern organisiert wo sie ihr Project vorstellen könnte und Kontakte mit den Umweltverbänden hergestellt.

    Sie wird in Göttingen bei mehrere Institutionen ihr Project vorstellen. Dafür ist sie sehr dankbar!

    Mehr Info zum Projekt: http://www.nizhaltn.org/

    Shimeles

    # Besuche


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  • Vortrag von Najeha für geplanten IG in Meißen

    (von Najeha)
    Die Veranstaltung fand in der Gemeinde der Michaelkirche statt. Die Pastorin hat ein Grußwort gehalten und die Gartengruppe und die Idee des neuen Projektes vorgestellt.

    Nach der Rede der Pastorin bemerkte ich, wie ein paar ältere Frauen böse den Raum verließen. Sie waren offensichtlich nicht einverstanden mit der Idee, einen Garten auf das Grundstück zu setzen. Sie könnten Bedenken bezüglich Lärm etc. haben.

    Das Grundstück liegt etwas außerhalb, neben einer Baumschule und einer kleinen Wohnsiedlung. Es gehört der Stadt und hat eine Größe von 33,000 qm. Auf dem Grundstück stehen viele alte Pappelbäume, ein Volleyballplatz, ein Hockeyplatz und eine Bühne.

    Die Gruppe besteht aus fünf Frauen, die das Projekt auch beim Sozialausschuss der Stadt vorgelegt und vorgestellt haben. Sie befinden sich aktuell noch in den Verhandlungen.

    Die Stadt zeigt sich offen und hat eine mündliche Zusage gegeben. Es gibt jedoch eine Partei, die mit dem Projekt nicht einverstanden ist.

    Die Stadt möchte die Bühne auch für öffentliche Aktionen für alle bewahren, die Gruppe möchte das jedoch nicht.

    Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert. Es sind ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen 45 Flüchtlinge, die seit max. 4 Monaten in Meißen angekommen sind. Die Flüchtlinge setzten sich aus Familien aus Afghanistan, Syrien und den Irak und einigen jungen Männern zusammen.

    Zehn Männer haben den ganzen Nachmittag in der Küche das Abendbrot für die Gäste gekocht. Die Gäste durften sich zuerst bedienen. Das Essen war sehr lecker.

    Meinen Vortrag habe ich allgemein über die Interkulturellen Gärten, die Gründung der Stiftung Interkultur und die Angebote der Anstiftung gehalten.

    Anschließend habe ich einen Ausschnitt aus dem Film über den Verein gezeigt und daraufhin mit meinem Vortrag begonnen.

    Ich habe meinen Vortrag in drei Sprachen gehhalten. Erst auf Deutsch, dann auf Arabisch und dann in Farsi. Das war eine große Überraschung und Freude für die Flüchtlinge. Einige Flüchtlinge hat es sogar so stark berührt, dass sie bei meiner Rede, in der arabischen Sprache, weinen mussten. Ich habe versucht sie zu trösten und zu ermutigen, dass auch sie die deutsche Sprache lernen werden können und ich bin ein Beispiel dafür.

    Die afghanischen Frauen haben sich getraut mir bereits nach einigen Minuten ihre Wünsche mitzuteilen. Die Mädchen wollen unbedingt die deutsche Sprache lernen und haben mich gebeten nach Büchern und Wörterbücher zu fragen. Eine Mutter war in ihrer Heimat Schneiderin und vermisst ihre Arbeit und fragte deshalb nach einer alten Nähmaschine. Ein junger Vater wiederrum bittet um einen Platz in der Kita für seinen vierjährigen Sohn.

    Ich habe über meine Erfahrung als Flüchtling berichtet und wie der Garten die Wege für mich und viele andere Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft geöffnet und meine Sprache verbessert hat. Das mich deutsche Mitglieder unterstützt haben und, dass es eine einmalige Möglichkeit ist, biologische Nahrungsmittel wie beispielsweise Gemüse und Kräuter anzubauen.

    Nach meinem Vortrag wollten alle mitmachen und an dem Gartenprojekt teilnehmen. Die Kerngruppe hat alle Namen, Facebook Seiten und Handynummern notiert. Ich hoffe, dass sie im Projekt mitwirken.


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  • Gartenprojekt an Flüchtlingsunterkunft in Zuffenhausen: viel positive Resonanz

    (Gu, Mail, 26.11.)
    In Stuttgart/Zuffenhausen ist dieses Jahr ein Gartenprojekt an einer Flüchtlingsunterkunft entstanden.
    „Das Projekt wurde über den Flüchtlingsfreundeskreis gestartet und durch interessierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen unterstützt. So zum Beispiel aus der Unterkunft und aus dem Freundeskreis selbst, sowie aus der Nachbarschaft und der mobilen Jugendarbeit Rot. Die Erfahrungen bisher sind ausschließlich positiv. Anwohner der Flüchtlingsunterkunft sind begeistert, genau wie Anwohner aus der Nachbarschaft die die Beete mit nutzten.“
    Es gibt den Anwohnern aus der Unterkunft, aber auch Anwohner aus der Nachbarschaft die Möglichkeit der Begegnung und der Zusammenarbeit im Kräutergarten. Im nächstem Jahr entsteht noch eine Fahrradwerkstatt und eine Tischtennisplatte, sowie Sitzmöglichkeiten. Das Projekt stößt überall auf großes Interesse.“
    Sie begärtnern bisher 20m², die Gartenfläche hat insgesamt 150m²


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  • In Dortmund Hörde sollen viele verschiedene uraben Landwirtschaftsprojekte gestartet werden

    (Gu aus RSS, 25.11.)
    Frische Lebensmittel mitten in der Stadt anbauen – und zwar im großen Stil. Das will die Verwaltung vom kommenden Jahr an in Hörde verwirklichen. Jeder kann mitmachen.
    Der Verwaltungsvorstand sprach sich auf seiner Sitzung für das Projekt “Stadtökologie – Urbane Landwirtschaft” aus.
    Mehr dazu hier: http://urbaneoasen.de/2015/11/25/urbane-landwirtschaft-in-hoerde/ (mehr …)

  • Kulturgarten Lüneburg hat sich gut entwickelt

    (Gu, Mail, 23.11.)
    „Unsere Saison war sehr schön, erst vor kurzem haben wir Erntedank-Fest gefeiert und Suppe von den Kürbissen aus unserem Garten gekocht. Über den Winter stehen mehr Gemeinschaftsaktionen an, bevor es im Frühling dann wieder stärker in den Garten geht 🙂 Durch das neue Semester haben wir auch neue Gesichter dazu bekommen, dafür sind ein paar der „alten Hasen“ (z.B. Robin) im Auslandssemester. Ständig im Wandel. Von den Geflüchteten haben inzwischen zwei ihren eigenen Garten angefangen, es gibt jetzt eine Frauengruppe (da sonst v.a. junge Männer im Garten waren) und im Januar feiern wir ein Lichterfest“ (mehr …)

  • begrenzter Zugang beim Uni Garten in Münster

    (Gu aus Forschungsarbeit von Nicole Rogge)
    der Studentische Garten des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Münster
    Bei dem studentischen Garten in der Universität in Münster, handelt es sich um ein Beet von 35 Quadratmetern im Garten des Instituts für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie. Die Gärtnerinnen können hier die bereits vorhandenen Infrastrukturen des Instituts mit nutzen und neben Kompost sowie Wasser auch die Gartengeräte ver-wenden. Der Zugang ist nur einmal wöchentlich an dem stattfindenden Gartenarbeits-tag möglich (vgl. Gunkel 2012). Der begrenzte Zugang des Gartens und seine Be-schaffenheit ermöglichen nicht, den Garten außerhalb der geplanten Öffnungszeiten, beispielsweise als Treffpunkt, zu nutzen. Finanziert wird der Garten durch den AStA der Universität Münster.


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  • weiterer IG in Lüneburg

    (Gu aus alerts, 23-11-)

    Interkultureller Garten seit Juni

    Seit Juni bestellt die Gruppe um Projekt-Betreuer Diego Gatica die Flächen von zwei Folientunneln und einem Gewächshaus in der Gärtnerei der PKL. Es ist neben dem „KulturGarten“ im Kleingartenverein Moorfeld bereits das zweite interkulturelle Gartenprojekt in Lüneburg, das von der Volkshochschule und der PKL initiiert und von der Klosterkammer Hannover unterstützt wurde.

    Jeden Dienstag und Freitag Nachmittag holen Gatica und sein ehrenamtlicher Kollege Achim Dehmel Interessierte von der Flüchtlingsunterkunft am Ochtmisser Kirchsteig ab und begleiten sie zum Garten, um gemeinsam zu pflanzen, zu ackern und zu ernten. „Das Angebot wird nicht nur von Flüchtlingen, sondern auch von anderen Menschen aus der Umgebung genutzt, die vorbeikommen und helfen“, sagt Dehmel. „Wir haben Zucchini, Kartoffeln, Kürbisse oder Salat. Es gibt jede Menge zu ernten.“ Einige Flüchtlinge konnten so in diesem Sommer bereits essen, was sie selbst gepflanzt haben.

    Von Themen wie Krieg oder Flucht höre er im Garten eher selten, berichtet Gatica. „Hier geht es mehr darum, Neues wachsen zu lassen.“ Die Flüchtlinge sollen buchstäblich Wurzeln schlagen und sich in Lüneburg zu Hause fühlen können. Viele von ihnen bringen bereits Vorerfahrung in der Gartenarbeit mit, andere wollen nur der Langeweile in der Unterkunft entfliehen oder im Garten Deutsche kennenlernen. „So sind wir hier als Gruppe zusammengewachsen“, sagt Gatica.

    Für das kommende Jahr haben die Mitglieder viel vor, doch die Planung gestaltet sich schwierig. Im Dezember läuft die finanzielle Förderung für das Projekt aus, zudem sollen die Gewächshäuser abgerissen werden und einem neuen Pflegeheim weichen (LZ berichtete). Seit vergangenem Winter steht die Gewächshaus-Anlage still, die zuvor für die Anzucht von Pflanzen und für Therapiezwecke genutzt wurde und jährlich allein 40 000 Euro Energiekosten verschlang. „Stattdessen entsteht ein Ersatzneubau für unsere Einrichtung in Ebstorf, der die ersten fünf Jahre für Flüchtlinge genutzt werden soll“, erklärt Rolf Sauer, Chef der Gesundheitsholding.

    Auf die professionelle In­frastruktur der PKL-Gärtnerei müssen die Mitglieder des Gartens Abendlicht künftig verzichten. Nach aktuellem Stand können sie die Flächen neben den Gewächshäusern, die nicht direkt vom Neubau betroffen sind, weiter bewirtschaften und wollen diese noch um eine Streuobstwiese erweitern. 2016 soll der Garten dann auch den auf dem PKL-Gelände untergebrachten Flüchtlingen zur Verfügung stehen.“

    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/281458-psychiatrischegarten-gedeiht (mehr …)

  • Giesinger Grünspitz mit Gesundheits-Oskar ausgezeichnet

    (Gu aus RSS, 23.11.)

    Der Giesinger Grünspitz wurde von dem Verein Münchner Aktionswerkstatt Gesundheit mit dem „Gesundheits-Oskar“ ausgezeichnet. Der Verein setzt sich für eine Stärkung des Gesundheitsbewusstseins, ein gesundes Lebensumfeld und für aktive Nachbarschaften ein. Viele dieser Werte würden durch den Giesinger Grünspitz vorangebracht, so die Argumentation der PreisverleiherInnen. https://www.greencity.de/green-city-mit-gesundheits-oskar-ausgezeichnet/ (mehr …)