Kategorie: Urbane Gärten

  • München: Grünstreifen blickt auf gute Saison zurück

    (Bericht)

    Wiebereitsdie Jahre zuvor, blicken wir auf eine bereichernde Saison mit vielen wunderbaren
    Momenten und neuen Entwicklungen zurück. UnsereangestrebtenMeilensteine konnten im
    Großen und Ganzen umgesetzt und aufkommende Herausforderungen erfolgreich gemeistert
    werden. Angefangen vonunserenGartentreffen sowie Jahressitzungen, überdiegeplanten
    Gartenbzw. Naturschutzaktivitäten (u.a. Erweiterung sowie Pflege unseres Insektenstreifens,
    Neuplatzierung der Nistkästen) bis zu hin zur Anwerbung von 3 neuen Mitgliedern. Damit
    einhergehend, wurde ein leerstehendes Beet vom angrenzenden Kindergarten übernommen
    und die restlichen Flächen neu zugeteilt. Etwas schwieriger gestaltete sich dieses Mal jedoch
    diePflegederGemeinschaftsflächenimGewächshausunddieÜbernahmeeinzelner
    „Gießschichten“. Was nach Jahren der Pandemie vor allem dem erhöhten Bedarf bzw. Wunsch
    nach anderen Aktivitäten, allen voran Reisen geschuldet ist. Besonders hervorzuheben ist an
    dieserStellezudemdiegroßeBereitschaftanderUmsetzungunseres
    Veranstaltungsprogramms.DieGemeinschafthatsichnichtnurselbstmiteigenen
    Veranstaltungen beteiligt, sondern wie gewohntauchtatkräftig bei der Verwirklichung unseres
    großen jährlichen Gartenfestes mitgeholfen. Auf diese Weise wares uns möglich ein
    vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine zu stellenmit insgesamt6Veranstaltungen,
    darunter2Reihen.EbensoerwähnenswertsindunsereBemühungeninterne
    Kommunikationsprozesse weiterhinzu verbessern.In dem ZugehabenwirdiesesJahrein
    Sprecher*innenTeam eingeführt,welches stellvertretend für die Belange der Gemeinschaft
    eintritt und die Projektleitung darüber hinaus bei einzelnen Aktivitäten unterstützt.
    Die Gartengemeinschaftbesteht aus 25 Teilnehmer*innen im Alter von 365 Jahren.6
    Personen verfügen über einen Migrationshintergrund.Menschen mit körperlicher oder
    geistiger Einschränkungsind bei uns nicht vertreten, auch nicht im Projektteam.Das
    Geschlechterverhältnisistrelativausgeglichen.Anders,alsbeidenteilnehmenden
    Künstler*innen.Hier überwog in diesem Jahr definitiv der weiblicheAnteil.Gemäß unserer
    Vision,zielen wir daraufabeine möglichst große Bandbreite an Menschen anzusprechen,was
    uns in vielerlei Punkten gelungen ist (mehr …)

  • Düsseldorf: Düsselgrün ist jetzt ein Verein

    (Mail)
    Am 26. März startet düsselgrün e.V. in die Saison 2023. Seit diesem Jahr ist der Gemeinschaftsgarten offiziell ein eingetragener Verein.

    Bisher war das Projekt als Untergruppe beim Niemandsland e.V. in Oberbilk angesiedelt. Einstimmig gewählt als gleichberechtigte Vorstandsvorsitzende wurden bei der Gründungsversammlung Jutta Kotzerke und Hannah Monderkamp.

    Der Schritt zur Selbstständigkeit als eigener Verein war für düsselgrün vor allem mit Blick auf die Zukunft wichtig, etwa um den Gemeinschaftsgarten besser auf Veränderungen durch den Klimawandel einzustellen.

    2012 räumte eine kleine Gruppe Menschen eine Brache in der Haifastraße auf und gärtnerte dort in mobilen Hochbeeten. Wegen Bebauungsplänen am alten Standort fand sich in Zusammenarbeit mit der Stadt ein neues Grundstück. Seitdem gärtnert düsselgrün im WGZ-Park, hinter dem Hauptbahnhof zwischen Kölner und Velberter Straße.

    Die Gruppe will mit dem urbanen Gärtnern altes Wissen wieder erlernen und teilen, Aufmerksamkeit schaffen für regionale und saisonale Produktion von Gemüse und über Fragen von Nachhaltigkeit, Ökologie und Gemeinschaft nachdenken.

    Die düsselgrünen sind keine Gartenprofis: Sie lernen im Prozess von- und miteinander. Wer bei ihnen mitmacht, tut dies eigenverantwortlich. Der Garten soll ein Ort des Zusammenkommens und des Verweilens sein.


    (mehr …)

  • Berlin: weniger Vandalismus im Paulusgarten

    (antrag, antworten)

    – Materialien für Hochbeete und den Gartengeräteschrank wurden gekauft und werden in diesem Frühjahr zusammengebaut und aufgestellt. Für den Gartengeräteschrank soll zunächst der Untergrund mit Pflastersteinen (siehe Folgeantrag) vom Hausmeister und der Gartengruppe befestigt werden, um u.a. Rattenbefall vorzubeugen. Dies ist sobald wie möglich (März) vorgesehen.

    – Für die Hochbeete benötigen wir noch Muttererde (siehe Folgeantrag). Die Muttererde und die Bodenprobe konnten wir mit der ersten Förderung nicht finanzieren aufgrund der geringeren Förderung als der beantragten Summe. Wir mussten deshalb Positionen streichen, auf die Bodenprobe wollen wir nach Rücksprache mit den Prinzessinengärten nun komplett verzichten. Darüber hinaus war eine Lieferung und Verteilung der Muttererde Ende des letzten Jahres witterungsbedingt nicht sinnvoll.

    – Die Heckenpflanzen beinhalten ausschließlich essbare Sträucher. Es ist eine Obsthecke, die den Garten umfasst. Nur im Altbestand stehen einzelne nichtessbare Sträucher.

    – Die Beschilderung ist ab Sommer (nach dem Bau von Geräteschrank und Hochbeet) vorgesehen.

    – Die Gartengruppe besteht aktuell aus 9 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Durch öffentliche Aufrufe von Aktionen wie z.B. zum Start der Gartensaison 18.3. auf der Homepage der Kirchengemeinde sowie auf nebenan.de versuchen wir, weitere Nachbarn und Interessierte für den Paulus-Garten zu gewinnen. Bei den samstäglichen Gartenarbeiten kommen auch häufig Nachfragen nach Mitmachmöglichkeiten zustande.

    – Die Gruppe entwickelt sich auch angesichts der Förderungen aktuell deutlich konfliktfreier als vor einem Jahr. Die Ziele scheinen zu motivieren, für den Gartentag am 18.3., wo wir noch Pflanzen von den Prinzessinengärten abholen im März hat sich bereits ein Neuzugang angemeldet. Es scheint wenig, aber zugleich ist es für uns leichter, kontinuierlich wenig neue Personen einzubinden statt plötzlich mehrere.

    – Ernten finden statt, von der Gruppe sowie unkontrolliert durch Externe (Tomaten und Obsthecke, vor allem beim Kinderspielplatz). Durch den besseren Schutz der Pflanzen vor Verunreinigungen wird der Garten allerdings erst für die Nachbarschaft zum systematischen Ernten interessant werden (mehr …)

  • Regensburg: Herzfleckgarten unter Obhut neuer GRuppe

    (Antrag, Antworten)

    eben den drei großen Gemeinschaftsgärten(Garten für Alle, PATGarten, Interkultureller Garten)und
    der GrünenOase,betreibtTransitionRegensburg auch nochzwei kleineGemeinschaftsgärten: den
    EBWGarten und den Herzfleckgarten. Letztererwurdemit der Gründung vonTransition Regensburg
    2012 ins Leben gerufen.Erliegtinmitten der Regensburger Altstadtundumfasst eine Fläche von ca.
    100 qm.Leiderwurde der Garten in den letzten Jahren etwas vernachlässigt. Nunwirder
    wiederbelebt.Dazu hat sich eine GruppevonsechsGärtnerInnen gebildet, die dasVorhabenin Angriff
    nehmen.ImvergangenenHerbst wurde derGartenschongemeinschaftlich voneinigenzu hoch
    gewachsenenGehölzenbefreit.Dieso gewonnenenStämmeund Ästewerdenwiederverwendet,für
    den BaueinerBank, die zum Verweilen im Garten einlädt.Im Zentrum des Gartens stehtin einemvon
    Steinenumrandeten HerzeinFeigenbaum.Der Baum wurde 2012 gepflanzt. Erbleibtdas Herzstück
    des Gartens.Die ihn umgebendenRosenund Hagebuttensträuchersollenden Gartenebensoweiter
    zieren.Zumeiner Freude habe ich heute gesehen, dass ein paarSchneeglöckchen aufgegangen sind.
    Auch Tulpen sprießenaus der Erde.Neben dem Bau der Banksollenin diesem FrühjahrNiedrig
    Beete mitKräutern,Gemüse und(essbaren)Blumen angelegtwerden; ebensoein Weg, der sich durch
    den Garten schlängelt.

    • Wem gehört die Fläche und gibt es einen Vertrag für die Nutzung? Die Fläche gehört der Stadt Regensburg. Ja, es gibt einen Vertrag für die Nutzung. Ist die Nutzung befristet? Nein, die Nutzung ist unbefristet. Müssen Sie eine Pacht bezahlen? Nein, die Nutzung ist unentgeltlich.
    • Gibt es einen Zaun oder eine andere Art der Umfassung der Fläche? Ja. An drei Seiten ist die Fläche durch eine ca. 1 m hohe Hecke begrenzt. An die vierte Seite grenzt mit ca. einem Meter Abstand eine Hauswand. 
    • Wie ist die Wasserversorgung organisiert? Der Garten liegt nur 50 m von unserer Transition Base entfernt. Die Base ist so was wie unser Vereinsheim. Darin befindet sich unsere TeilBar (Laden zum Verschenken und Tauschen), unsere FoodCoop lagert und verteilt dort ihr Gemüse. Auch einen Coworking Space haben wir dort. Dementsprechend gibt es dort auch eine Toilette mit Wasseranschluss.
    • Wo werden die Geräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu? Im Kellerabteil der Transition Base. Dort lagern jetzt schon ein paar Geräte. Jedes Transitionmitglied hat Zugang zur Base. Die Tür entriegelt sich durch einen Telefonanruf automatisch.
    • Ist das ein „essbare Stadt“ Projekt oder ernten nur die, die dort auch gärtnern? Teils teils. Geplant ist, dass das Gemüse nur den GärtnerInnen vorbehalten ist, Kräuter und essbare Blumen dürfen alle ernten. 
    • Gibt es an der Fläche Schilder, die auf den Garten aufmerksam machen? Noch nicht. Da müssen wir nochmal mit der Stadt Rücksprache halten, inwiefern bzw. in welchem Umfang das mit den Welterberichtlinien vereinbar ist. 

    Wie wurden die Menschen, die sich nun um den Garten kümmern, gefunden? Über unsere regelmäßig stattfindenden Kennenlerntreffen für Neumitglieder, den Newsletter und Mundpropaganda. Bei den momentan sechs GärtnerInnen soll es natürlich nicht bleiben. Wir hoffen mit der Wiederbelebung des Gartens weitere Menschen für das Projekt zu gewinnen (mehr …)

  • Karlsruhe: zweite Planungswerkstatt für GG am Ostring

    (alerts)
    Im werdenden Gemeinschaftsgarten am Karlsruher Ostring war über die Wintermonate viel los: Nach dem nötigen Rückbau ist die Rückgabe des Geländes an die Stadt erfolgt. Aktuell werden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der bestehenden und zum Aufbau neuer Infrastruktur im Garten umgesetzt. So wird beispielsweise die Stromversorgung auf das Gelände verlegt, es werden Bodenproben genommen und untersucht sowie kleinere Reparaturen durchgeführt. Als Trägerorganisation für den Gemeinschaftsgarten hat sich Urbane Gärten Karlsruhe gGmbH angeboten, die gemeinsam mit dem Gartenbauamt das Projekt weiterentwickeln und umsetzen möchte.

    Planungswerkstatt am 13. MärzUrban-Gardening-Interessierte werden zur nächsten Veranstaltung eingeladen: Unter dem wegweisenden Titel „Gemeinschaft gestalten“

    https://www.karlsruhe.de/stadt-rathaus/aktuelles/meldungen/gemeinschaft-gestalten-im-urban-gardening (mehr …)

  • Nürnberg: Kollekt Jardin verbessert Regenwasserversorgung

    (Antrag, Antworten)

    Unser Solarsystem (12V) besteht bereits im Kollekt Jardin e.V., ist jedoch sehr schwach ausgestattet
    und mit einer kaum leistungsfähigen Batterie versehen. In Kooperation mit dem Projekt „1000 Tanks
    für Nürnberg“ von der Essbaren Stadt und dem Gartennetzwerk Nürnberg, möchten wir ein
    effizientes Bewässerungssystem mit Stromspeicher und Filteranlage bauen, welches es ermöglicht
    das Regenwasser in einem Nutzund Bewässerungskreislauf mehrfach zu verwerten.

    Das Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines Systems, welches die Nutzung und die Verteilung von
    gesammeltem Regenwasser ermöglicht. Außerdem die Wiederverwendung von Regenwasser und
    eine Schaffung von nachhaltigen Kreisläufen miteinem hohen Nachahmungswert. Die
    Verschwendung der wertvollen Ressource Regenwasser soll vermieden werden und dessen Erhalt
    durch eine effiziente Nutzung gefördert werden.

    Das Projekt „1000 Tanks für Nürnberg“ ist eine Kooperation zwischen der Essbaren Stadt, dem
    Gartennetzwerk Nürnberg und damit allen urbanen Gärten der Stadt. Erreicht werden sollen
    Bürger*Innen, die sich für die Wasserthematik interessieren und eine Notwendigkeit für die
    Schaffung solcher Systeme sehen. Somit entsteht ein großangelegter Wissenstransfer über alle
    Kanäle, die uns zur Verfügung stehen.

    Was genau wollt ihrhier bauen aus dem Holz bauen und wo soll dieser Bau dann stehen oder integriert werden? Welches
    Solarsystem wäre das? Wie viel Meter Tropfschläuche plant ihr? Was entsteht noch im Rahmen von „100 Tanks für
    Nürnberg“ und wo wird das dokumentiert?

    Damit wirein Gefälle von den Tanks zu den Beeten erreichen, werden die Tanks übereinanderunderhöhtauf einem
    Holzgerüstaufgestellt,sodassnach unten hinein Druckentsteht und wirmit möglichst wenig Stromverbrauch das Wasserso
    weit wie möglichbefördernkönnen.Diese zwei Haupttanks können das Wasser dann in einen Dritten (direkt bei den Beeten
    gelegenen) IBCTank leiten. Die zwei Haupttanks werden an einer der Ecken der Dachterrasse (vorne links) integriert sein,
    sodass sie einendoppeltenNutzen haben (Wasserspeicher, Dachstütze). Natürlich werden wir auch eine Solarpumpe
    einbauen, welche jedoch nur bei zu niedrigem Wasserstandzur Beförderungeingesetzt werden soll.Zwischen den

    Haupttanks und dem Dritten Tank bei den Beeten wird noch ein Fass integriert, welches einen selbstgebauten Filter aus Kies,
    Sand und Aktivkohle besitzt, um das Brauchwasser aus der Küche wieder in den Kreislauf einzubringen. Der Dritte Tank ist
    dann mit den Tropfrohrenund einer Pumpe verbunden, sodass von dort aus per Knopfdruck die gesamte Fläche(unterirdisch)
    bewässert werden kann.Für ein bestimmtes Solarsystem haben wir uns noch nicht entschieden, da unser Elektriker das alles
    selbst bestellt und dieTeile meistens aus China kommen.Sicher ist jedoch, dass die Batterie etwa 1.500,€ und vier
    Solarmodule rund 500,€ kosten werden. Unsere Beetfläche beträgt ca. 80 m² und pro m² Fläche benötigt man ca. 3 Meter
    Schlauch. Daher kommen wir auf etwa 240 Meter Tropfrohr.
    Im Rahmen von 1000 Tanks für Nürnberg entsteht momentan sehr vielUnterschiedlichesmit unterschiedlichen
    Zielsetzungen. Viele der Gemeinschaftsgärten haben sich bestimmte ZieleimRahmen des Projektsgegeben (Speicherung
    von Wasser, Bewässerung, Forschung,Zugangzu Wasser) undarbeiten Konzepte aus, wie diese Ziele realisiert werden
    können. Es wird im Bereich der Forschungbeispielsweiseauch mitder TH Nürnbergzusammengearbeitet, um
    wissenschaftliche Daten zu sammeln.Die Dokumentation des Projekts läuft über das Management Tool SLACK.
    (mehr …)

  • Landshut: DOM Nachbarschaftsgarten vergrößert sich

    (Antrag, Antworten)

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer. ????

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


    (mehr …)

  • Magdeburg: Vitopia Gemeinschaftsgarten – Kompostplatzbau in Kooperation mit Hochschule

    (Antrag, Antworten)

    Am Stadtrand Magdeburgs, mitten im Herrenkrugpark, liegt die ehemalige Parkgärtnerei.
    Das Grundstück wurde 2012 durch die Vitopia-Genossenschaft gekauft und inzwischen
    sind ein gemütliches, familienfreundliches Café, eine Herberge und selbstverwalteter
    gemeinschaftlicher Wohnraum entstanden. Auf dem Außengelände befindet sich der
    Gemeinschaftsgarten mit Gemüsebeeten, altem Baumbestand, sowie Gartenbereiche
    rund um das Café mit Plätzen, die zum Austauschen und Verweilen einladen, wie ein
    Pavillon und die Lagerfeuerstelle. Das Wohnhaus wurde mit viel ehrenamtlicher Mithilfe
    nach ökologischen Gesichtspunkten saniert und beispielsweise Trocken-Trenn-Toiletten
    eingebaut, um perspektivisch Kreisläufe durch ein Kompostkonzept besser schließen zu
    können. Ökologische und soziale Projekte sind für die über 100 Mitglieder der
    Genossenschaft, des Kultopia-Vereins und der Wohngemeinschaft wichtige
    Anknüpfungspunkte, um sich gemeinsam für eine lebenswertere Zukunft einzusetzen und
    in die Gesellschaft zu wirken.

    GG

    Der Vitopia-Garten ist von Anfang an durch viele Hände mitgestaltet worden. Neben den
    etwa 15 Menschen aus der Wohngemeinschaft bringen sich Mitglieder aus Verein und
    Genossenschaft ein. Es haben schon mehrere BFD-Freiwillige (u.a. aus Syrien) Projekte
    umgesetzt und es finden immer wieder auch Menschen ohne vorherige Berührungspunkte
    zu uns und machen mit. Mit der Zeit hat sich der Garten sehr entwickelt. Es gibt nun eine
    große Fläche für den Anbau von Gemüse und über das Grundstück verteilt zahlreiche
    Obstbäume, Beete, Ecken und Nischen, die gestaltet und gepflegt werden. Auch ein Imker
    hatte hier schon seine Bienen stehen

    Bisher haben wir in mehreren kleinen Behältern kompostiert, um das anfallende Material,
    wie Gemüse- und Pflanzenabfälle und Schnittgut vom ganzen Gelände, wieder zu
    vererden. Diese stoßen inzwischen an ihre Grenzen und wir haben uns entschlossen,
    einen neuen Kompostplatz zu bauen. Dafür hat sich eine Arbeitsgruppe von vier Personen
    ausgiebig informiert und beraten lassen.
    Ein Studierender der Hochschule, der hier fleißig mitgärtnerte, hat seine Masterarbeit über
    für uns geeignete Kompostierungsverfahren geschrieben, sodass perspektivisch – in
    Kooperation mit der Hochschule – sogar unsere Komposttoiletten in den Kreislauf
    eingebunden werden können. Ein Verfahren mit mehreren Kompostierungsstufen und
    möglichst hohen Temperaturen soll am Ende, nach ca. zwei Jahren, die hygienische
    Sicherheit gewährleisten. Diesen Plan möchten wir nun umsetzen.
    Um den Kompostplatz langfristig nutzen zu können und – mit Blick auf die
    denkmalgeschützten Gebäude – schön zu gestalten, möchten wir die Komposter aus
    Ziegelsteinen mauern. Diese können wir von mehreren Abriss-Baustellen recyclen, wofür
    wir schon Zusagen haben. Den Transport und die Aufarbeitung der Steine organisieren wir
    ehrenamtlich. Ebenfalls versuchen wir, Materialien für die Überdachung des Komposts
    wiederzuverwenden, indem wir die Unterkonstruktion aus Holzresten bauen. (mehr …)

  • Moers: generationsübergreifendes Gartenprojekt

    1. Es sind 3 erwachsene Menschen und 5-6 Kinder aus dem Stadtteil, die auch außerhalb der Projektzeit den Garten betreuen.
    2. Die AWO hat ein Schaukasten, direkt vor dem Grundstück, in dem ein Plakat aber auch Presseartikel hängen, die das Projekt beschreiben und Menschen aus dem Stadtteil zum Gärtnern einladen.
    3. Es gibt insgesamt 4 Beete, ca. 2x2m. Das Grundstück des Internationalen Zentrums der AWO beträgt ca. 1000 qm, hiervon dürfen wir 500 qm für unser Projekt nutzen. Im letzten Jahr haben wir die Fläche noch nicht ausgeschöpft.
    4. Die Schulklasse gärtnert in allen Beeten.
    5. Wir haben zwar als pädagogisches Projekt gestartet, wir haben viele andere Effekte auf unterschiedlichen Ebenen erzielt, z.B. Integration, Inklusion (es nimmt auch ein junger Mensch mit Behinderung an dem Projekt teil), generationsübergreifend, Quartiersarbeit, Ehrenamt, Umwelt)
    6. Ich habe das Wort unpassend verwendet; der Garten ist die gesamte Zeit verfügbar; in diesem Jahr nimmt die Schule das zweite Mal an dem Projekt teil.
    7. Wir besprechen mit den Teilnehmenden im Vorfeld, was wir bepflanzen. Wir bestimmen einen Termin, wo alle Menschen aus dem Stadtteil zu einem Picknick eingeladen werden, wo gemeinsam geerntet wird.
    8. Die Schule hat sich finanziell nicht beteiligt.
    9. Die Gartengeräte werden auf dem AWO Grundstück aufbewahrt. Das Grundstück ist offen, jede*r kann das Grundstück betreten. Bisher sind unsere Gartengeräte nicht entwendet worden.
    10. Der AWO OV Rheinkamp hat das Projekt im letzten Jahr gefördert. Es war eine einmalige Förderung.

    Das Gartenprojekt bezieht Senior*innen mit ein und ist offen für die Nachbarschaft

    Die Schule wird demnächst einen Komposter bauen (mehr …)

  • Bonn: VHS legt GG an

    Die Volkshochschule Bonn erfindet ihren Garten neu und lädt dazu ein, an seiner Planung, Gestaltung und Pflege mitzuwirken. Mitten in der Innenstadt entsteht ein Biotop, das einen Beitrag zur Anpassung Bonns an den Klimawandel leistet und auf Artenvielfalt ausgelegt ist.

    https://www.bonn.de/pressemitteilungen/august-2022/vhs-projekt-der-garten-der-bildung.php (mehr …)

  • Nürnberg: Stadtgarten gibt es seit 10 Jahren

    Der erste Nürnberger Gemeinschaftsgarten, der nach ökologischen Prinzipien arbeitete war der Stadtgarten in Eberhardshof von der Organisation Bluepingu. Seit 10 Jahren gibt es das Projekt bereits. Hier wird großer Fokus darauf gelegt, dass das Gärtnern ein Gemeinschaftsprojekt ist, und man sich in der Gruppe abspricht. (mehr …)

  • Berlin: Gemeinschaftsgarten am Culinary Kiosk

    (NL)

    Es ist wieder soweit: Ab März sind wir wieder regelmäßig in unserem Garten und machen die Hochbeete und den Kiosk fit für die neue Saison. Wir sind jeden Mittwoch von 11 bis 19 Uhr vor Ort – und es wird auch wieder kleine Snacks, Kaffee, Kuchen und einen günstigen Mittagstisch geben.

    Saison-Besprechung: 9.3. ab 18 Uhr im Gemeinschaftsgarten

    Es hat sich eine kleine Gruppe gefunden, die sich ab sofort regelmäßig treffen will. Unsere Idee: Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen wir uns am großen Tisch und sprechen über die Zukunft des Ortes und den Kiez. Wir sammeln Ideen, diskutieren Themen und planen gemeinsam konkrete Aktivitäten.

    Culinary Kiosk ist ein Bildungs- und Partizipationsprojekt, initiiert und realisiert von der Stabsstelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Vimonda.Berlin, gefördert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Das Hochbeetprojekt am Rathaus Charlottenburg wird vom Umwelt- und Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf und DB Smart City unterstützt (mehr …)

  • Landshut: viele neue Interessierte an IG DOM

    (Antrag, ANtworten)
    Der interkulturelle Garten in Landshut wird mitbetreut vom Nachbarschaftstreff DOM. Dieser hat vor einigen Jahren eine Freifläche, die zum Treffgebäude angrenzt, vom Müll befreit und zu einem urbanen Garten umgestaltet. Es gibt bereits Gemüsebeete, Hochbeete für Kräuter und ein Gewächshaus. Die Gestaltung und Bewirtschaftung liegen in den Händen von russischen Spätaussiedlern, Flüchtlingen aus der Ukraine und anderen Ländern sowie im angrenzenden Quartier wohnenden Familien. „Neuankömmlinge“ finden im DOM-Garten Kontakt zu Gleichgesinnten, Anschluss zur Heimischen Kultur und einen Platz, um neue Wurzeln zu schlagen. Die Betreuung übernehmen Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche des Nachbarschaftstreff. Die bunte Mischung an Menschen bringt immer neue Einflüsse und Ideen in den Garten. Da die Zahl der neuen Gärtner*Innen im letzten Jahr stark zugenommen hat ist auch der Bedarf im Garten gewachsen.

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer.

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


    (mehr …)

  • Mannheim: Grünwerk kooperiert mit der Bib

    (Mail)

    Die Bibliothekarin stellt uns einen Tisch mit Turm zur Verfügung, den ich gärtnerisch dekorieren werde. In einem Karteikasten findet man dann gebastelten (aus ausrangierten Buchseiten) Samentütchen von uns (hauptsächlich erstmal Blumensamen), denn davon haben wir genug geerntet. Evtl. stellen wir auch bienenfreundliche Balkonkasten-Tütchen zusammen. Die Bücherei stellt ihre Gartenliteratur dazu. Dazu gibt es eine Liste mit Links zum Thema Samen ernten und einen Flyer mit unseren Garten-Workshops. Zusätzlich bieten wir einen Aussaat-WS für Kinder. Leider berichten die Büchereinen, dass an geerntetem Samen im Herbst wenig zurückkommt.

    Aber es geht nicht nur um die Samen, sondern auch um die Vermehrung des Gedankenguts und das veränderte Bewusstsein. Wer kannte schon vor 10 Jahren was ein samenfestes Korn ist?


    (mehr …)

  • München: Gärten sollen Teil von Quartiersplanung werden

    […]
    Der Trend zum Selber-Gärtnern und Ernten greift auch in der Stadt immer mehr um sich. Die Nachfrage nach geeigneten Grünflächen übersteigt aber derzeit die Nachfrage, wie die Stadt München mitteilt. Deshalb habe der Stadtrat am Mittwoch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, das Gärtnern in der Stadt und die stadtnahe Landwirtschaft in München weiter planerisch zu berücksichtigen und gemeinsam mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften, sozialen Trägern sowie dem Bau- und Kommunalreferat zu fördern und in möglichst vielen Quartieren zu ermöglichen.

    So sollen bei der Neuentwicklung von Quartieren Flächen für urbanes Gärtnern ermöglicht werden. Exemplarisch soll das Referat für Stadtplanung und Bauordnung während anstehenden Planungsverfahren in vier Pilotprojekten entsprechende Flächen festlegen.

    https://www.t-online.de/region/muenchen/id_100125748/stadt-muenchen-will-neue-flaechen-fuers-urban-gardening-suchen.html (mehr …)

  • München: Hochbeete am HP8 im Rahmen des Flower Power Festivals

    Im Frühjahr eröffnet das Kollektiv „die Städtischen“ vor dem HP8 die Kulturinsel. „Kreativ gestaltete Sitzmöbel aus Holz laden zum Verweilen und öffentliche Hochbeete werden zum Mitgärtnern und Ernten für alle angelegt“ (mehr …)

  • Augsburg: Saatgutbörse in Bibliothek

    (alerts)
    In Kooperation mit der Stadtbücherei Augsburg, dem Arbeitskreis „Urbane Gärten Augsburg“, der Cityfarm Augsburg, dem Amt für Grünordnung, Friedhofswesen und Naturschutz, sowie dem Botanischen Garten Augsburg werden Informationen rund um den Garten sowie die Möglichkeit zum Tausch von samenfestem, altbewährtem Saatgut geboten. Wer selbst kein eigenes Saatgut produziert, kann gegen eine Spende interessante Samen erhalten.
    Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.
    https://www.augsburg.de/detail-kalender/saatgutborse-samentausch-und-informationen-rund-um/1001230?cHash=7588bf91639f15f7e8ca00c106eecea3 (mehr …)

  • Köln: neuer Gemeinschaftsgarten in Finkenberg

    Gartenprojekt in Porz-Finkenberg
    Vor allem verschiedenes Beerenobst wünschen sich die Menschen in der Wohnanlage an der Theodor-Heuss-Straße in Finkenberg. Aber auch Kartoffeln, Mangold, Auberginen und Knoblauch stehen hoch im Kurs. Denn am am 15.12.22 lud Katrina McKee, stellvertretende Ausschusssprecher:in und beim JobWerk Porz für das Projekt beschäftigt, die Anwohner:innen und Netzwerkpartner:innen in den Innenhof der Wohnanlage ein. Dabei stellte sie das neue Projekt vor, bei dem ab Frühjahr 2023 mehrere Beete und ein Gewächshaus mit saisonalem Gemüse (und Obst) bepflanzt werde sollen. Der Garten wird ein Mitmachprojekt für die Bewohnenden und alle Interessierten aus Finkenberg. Die Ernte wird z.B. in gemeinschaftlichen Kochaktionen verarbeitet. Monatlich werden praktische Workshops den Lerncharakter des Ortes unterstreichen.
    Auf unserer Website haben wir das Vorhaben etwas ausführlicher beschrieben und auch auf Presseberichte zur Auftaktveranstaltung verlinkt
    (mehr …)

  • Wuppertal: im Heckinghauser Garten werden Sitzmöglichkeiten und ein Kompost gebaut

    Seit Frühjahr 2022 gibt es ein Gartenprojekt auf einem neu gestalteten Platz. Sowohl Anwohner*innen als auch Institutionen und Einrichtungen können hierbei teilnehmen und Verantwortung über ihr eigenes kleines Beet übernehmen, aber auch gemeinsam ernten, kochen und feiern.. Neben Einzelpersonen und Initiativen haben insbesondere Gruppen von Kita, Schule und Stadtteiltreff großes Interesse an dem Areal.
    2023 soll dieses allseits beliebte Projekt durch neue eigenständige Ideen und Projekte ergänzt werden. Hierfür haben alle Beteiligten in den letzten Wochen Ideen gesammelt: der Bau eines Kompostes, die Errichtung von Sitzmöglichkeiten, die Gestaltungeines Rosenbogens als Eingangstor zum Areal und die Aufstellung eines Sonnensegels sind Ideen der urbanen Gärtner*innen. Neben den genannten Ideen beginnt die reguläre Pflanzsaison im Februar. Die Gärtner*innen bauen wollen dabei Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse aus unterschiedlichen Kulturen anbauen.

    Ist die Nutzung des Platzes für den Gemeinschaftsgarten befristet?

    Die Nutzung ist nicht befristet. Das Grundstück steht im Rahmen der Sozialen Stadt unbefristet den Bürger*innen des Quartiers zur Verfügung.

    Gibt es eine vertragliche Grundlage?

    Die Stadt ist für die vertraglichen Grundlagen zuständig und hat die Hochbeete bezahlt. Eine Pacht wird nicht genommen. Auch für Winterdienst und Verkehrssicherheit ist die Stadt verantwortlich.

    Waren Nachbar*innen an dem Bau beteiligt? Sollen noch weitere Beete gebaut werden?

     

    An der Planung waren Bürger*innen beteiligt. Gebaut wurden die Hochbeete im Auftrag der Stadt. Weitere Beete sollen nicht entstehen, aber sonst ist unserer Phantasie keine Grenzen gesetzt! Allerdings müssen wir (in diesem Fall die KOMM-Initiative der Ev. Kirchengemeinde) die Mittel und das ehrenamtliche Engagement zur Verfügung stellen bzw. beschaffen.

    Wie viele Menschen gärtnern? Gibt es ein Kernteam und wenn ja, wie groß ist dieses? Wie viele Menschen haben ein eigenes Beet? Wie viele Organisationen sind dabei?

    Tatsächlich sind wir davon begeistert, wie viele Heckinghauser Bürger*innen sich beteiligen. Insgesamt sind 30 neue Nachbarn (Menschen mit Fluchthintergrund, die in Heckinghausen eine Heimat gefunden haben), 25 Senior*innen, 50 Grundschulkinder, ein Kindergarten und noch eine Reihe von Privatpersonen am Gärtnern. Wir haben vor allem Gemeinschaftsbeete. Allerdings haben der Seniorentreff, die Grundschule und der Kindergarten ein eigenes Beet. Insgesamt sind sechs Organisationen kontinuierlich dabei.

     

    Wer trifft die Entscheidungen rund um den Garten und wie läuft die Kommunikation (wer welches Beet bekommt, was gepflanzt wird, welche Aufgaben anstehen und wie erledigt werden, wann Treffen stattfinden, wie das Ganze finanziert werden kann etc.?)

    Wir haben ein Kernteam – bestehend aus 8 Menschen (6 Neue Nachbarn und 2 Frührentner*innen). Sie koordinieren die Arbeit, stellen Gießpläne auf, organisieren Veranstaltungen usw. Diesem Team und seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass dieses Projekt so toll läuft.

    Gibt es gemeinsame Gartentage oder kommen die Gärtner*innen zu unterschiedlichen Zeiten?

    Es gibt gemeinsame Gartentage (donnerstags) und daneben gesonderte Zeiten für Institutionen wie die Schule, der Senioren Treff und Kindergarten. Allerdings ist es uns wichtig, Angebote wie ein Sommerfest, Kerngedanke usw. für alle gemeinsam anzubieten.

    Wo wird gemeinsam gekocht und gegessen? Wird die gesamte Ernte gemeinsam verzehrt? Auch die aus den individuellen Beeten?

    Wir versuchen die Ernte der Gemeischaftsbeete gemeinsam „zu verkochen“! Einmal lädt die Senior*innen alle zum Gemüseeintopf ein, ein anderes Mal wird arabisch oder tückisch gekocht. Wir feiern Erntedank und Fastenbrechen gemeinsam. Die Grundschule bereitet ihr Essen selbst vor! Das gemeinsame Kochen und Essen ist im Stadtteiltreff – genau gegenüber des Bürger Gartens – möglich!

    Was, neben den Hochbeeten, gibt es noch an Infrastruktur?

    Wir haben eine Wiese und einen Sportplatz am Bürgergarten und das Stadtteilzentrum mit großem Spielplatz gegenüber.

    Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese für die Gärtner*innen zugänglich?

    Wir haben einen Schuppen für die Gartengeräte. die Gärtner*innen erhalten den code für das Schloss.

    Was schafft Gemeinschaft? Verstehen die Gärtner*innen sich als eine Gruppe?

    Tatsächlich sind sie 2022 als Gruppe – unabhängig vom Alter und den kulturellen Wurzeln- zusammengewachsen. Das gemeinsame Essen und das tolle Kernteam ist dabei vor allen für diesen Erfolg verantwortlich.

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die Organisationen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen finanzieren Getränke, Nachtisch, Kaffee ect. Die Ev. Kirchengemeinde finanziert die Honorarkosten eines Gartenpädagogen, der für alle Beteiligten Workshops anbietet. 2022 wurden Pflanzen, der Bau der Hochbeete usw. über die Soziale Stadt finanziert. Leider ist diese Förderung 2023 nicht möglich!

     

    Haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt und gäbe es da die Möglichkeit der Unterstützung (mit Pflanzen, Werkzeugen)?

    Ja, sie haben die Hochbeete gebaut. Laufende Kosten für Pflanzen ect. können von ihnen nicht übernommen werden.

    Wer würde die Sitzmöglichkeiten wo bauen?

    Die Sitzmöbel würden unter Anleitung eines Schreiners von Senior*innen und neuen Nachbarn zusammengebaut und von Kindern der Grundschule gestaltet.

    (mehr …)

  • Leipzig: Aufbau Außenküche im Wirrwuchs

    (Bericht9

    »Aus der Erde auf den Teller« – interkulturell Gärtnern im Plattenbaugebiet

    Im Laufe dieses Jahres entstand eine Außenküche für den Mitmachgarten »Wirrwuchs«, in der zukünftig die
    Ernte aus dem Garten verarbeitet sowie Veranstaltungen kulinarisch begleitet werden können. Das Projekt
    umfasste den Bau einer überdachten Küchenstation, einer überdachten Spülstrecke sowie eines Lehmofens.
    Der Küchenbau war eingebettet in ein buntes Gartenjahr.

    Umsetzung Küchenbau
    Die Planung und bauliche Umsetzung des Küchenbaus wurde von einem Ehrenamtlichen übernommen, der
    sich im Mai im Mitmachgarten meldete. Herr Borchert übernahm die Gestaltung, Planung, Anleitung und
    Umsetzung des Bauvorhabens. Über unsere Webseite ist er auf den Mitmachgarten aufmerksam geworden.
    Über die Monate entstand eine verlässliche und produktive Zusammenarbeit. Er half zudem ehrenamtlich bei
    der Umsetzung und Begleitung des Ferienprogramms in den Herbstferien.
    Ab Juni begann der Bau der Gartenküche während der Gartenöffnungszeiten, sodass sich die Besucher:innen und
    Zielgruppen in die Aktivität einbringen konnten. Herr Borchert war offen für jede Unterstützung und leite Erwachsene als auch
    Kinder bei der Baumaßnahme an. Die Gartenküche und Spülstrecke sind in der Konstruktion ähnlich aufgebaut. Beide
    bestehen aus Holz und einem Welldach. Die Küche verfügt über eine Arbeitsfläche, Stauraum für Töpfe sowie über eine
    Kochnische, die von einer Seite mit einer Schutzwand gesichert ist, damit sich v.a. Kinder nicht verbrennen. Die Küche wird
    betrieben mit einem dreiflammigen Gasherd. Die Spülstrecke besteht aus einer ähnlichen Holzkonstruktion, in die zwei
    Emailleschüsseln eingelassen wurden. Die Konstruktionen sind auf einem Holzrahmen in einer leichten und nicht im Boden
    verankerten Bauweise errichtet. Die Dächer sind mit Regenrinnen zum Sammeln von Regenwasser
    umrundet.
    Die Gartenküche und Spülstrecke wurde im mittleren Teil des Mitmachgartens errichtet. Der Standort wurde
    ausgewählt, um die verschiedenen Bereiche der Fläche etwas zu entzerren und einen Teil der Aktivitäten in
    die Mitte zu verlegen.
    Aufgrund der vorherrschenden Materialengpässen und coronabedingten Ausfällen erstreckte sich die
    Baumaßnahme des Lehmofens bis in den Dezember. In mehreren kleinen Workshopformaten während der
    Gartenöffnungszeiten gebaut wurde mit den Besucher:innen gebaut. Der Unterbau wurde fertiggestellt. Mit
    der einsetzenden Kälte im Dezember musste pausiert werden. Die Fertigstellung erfolgte im Januar. Die
    Ausstattung zum Kochen in Form von Töpfen, Pfannen, Geschirr und Besteck wurde fast ausschließlich über
    Spendenaufrufe ermöglicht.
    Obwohl die Gartenküche im Bau war, wurde seit Juni im Mitmachgarten an zwei Werktagen zu den
    regulären Öffnungszeiten ein Kochangebot für Kinder und Jugendliche umgesetzt. Dieses wurde finanziert
    durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken, die Stiftung Leipzig hilft Kindern und der Kreuzberger
    Kinderstiftung. Das im Garten mit den Zielgruppen angebaute Gemüse und Obst wurde gemeinsamen mit
    Kindern und Jugendlichen zu einem gesunden und nachhaltigen Essen verarbeitet. Das Projekt wurde
    durchschnittlich von 20–25 Kindern und Jugendlichen und zusätzlich auch Senior:innen, Eltern und
    Familienmitgliedern besucht. Hier zeigte sich bereits das Potenzial, welches wir mit der errichteten Küche
    zukünftig, weiter ausbauen können. Beim Kochprojekt und Küchenbau sind die verschiedenen Menschen
    aufeinander getroffen und waren gemeinsam aktiv. Es zeigte sich, dass der Mitmachgarten mit seinen
    verschiedenen Angeboten zu einem solidarischem Zusammenhalt im Quartier beiträgt.
    Die feierliche Einweihung der Gartenküche findet am 27.4.2023 statt.

    Der Mitmachgarten erhielt im September 2022 den Engagementpreis im Bereich Teilhabe und Integration der VNG-Stiftung. Dieser
    wird im April vor Ort durch den Bürgermeister für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport Heiko Rosenthal dem Team des Mitmachgartens
    überreicht. (mehr …)

  • Zwickau: Aufbau eines Regenwassergießmanagement-Systems im Gemeinschaftsgarten zum Fleißigen Winkel

    (Bericht)

    Eine Nutzungsvereinbarung, in der uns die Installation von mechanischen Regenwassersammlern und das
    Aufstellen von IBCTanks an der Rückseite des benachbarten PENNYMarktes kostenfrei erlaubt wurde, war
    bereitsAnfang Juli 2022geschlossenworden.Dank derFörderung durch die anstiftung konnten wiram
    Saisonende 2022 noch die Ausstattung erwerben und installieren. Die Beschaffung und Installation erfolgte in
    Eigenleistung durch Vereinsmitglieder. Nach wochenlanger Trockenheit, gewährte uns ein Sommergewitter
    die Möglichkeit eines ersten Testes, da noch nicht sicher war, ob die Leistung der Akkupumpe, die lange
    Förderstrecke überhaupt bewältigen würde. Der Test zeigte, dass wir mit einer Akkuladung fast eine komplette
    Tankfüllung in den Garten umpumpen können(also ca. 1000 Liter Gießwasser pro Pumpaktion).

    Die Gartentanks sind erhöht auf Gitterboxen gestellt, so dass wir sogar durch den Anschluss eines
    Schlauches fließendes Wasser haben, mit dem das Grundbeet bewässert werden kann.

    Da wir keine Überlaufautomatikhaben und 2 Kubikmeter GießwasserSpeicherkapazitäten für einen Garten
    dennoch recht knapp bemessen sind in trockenen Sommern, sind wir dabei eine Gießordnung zu erstellen.
    Darin enthalten sind Regelungen, wer wann ein Auge auf die Sammeltanks hat, damit es nicht zum
    Überlaufen kommt. Außerdem regeln wir so, welche Pflanzen (Obstgehölze, Gemüse, Streifenbepflanzung)
    wie viel Wasser benötigen und erstellen eine Gießliste (ähnlich eines Reinigungsplanes). Wir werden diese
    Gießregelung in der neuen Saison testen und bei Bedarf entsprechend anpassen.

    Darüber hinaus hilft uns das Mulchen der Pflanzen extrem dabei, Wasser zu sparen. Die angeschaffte
    Schubkarre wird uns dabei unterstützen, das Material zu transportieren. Bislang war dies mittels Eimern eher
    beschwerlich.
    (mehr …)

  • Pinneberg: GemeinschaftsKulturGarten entwickelt sich gut

    (Bericht)

    Erreichung der Zielgruppe
    Der Kulturgarten Pinneberg e.V. (KUGA) wurde gemeinsam mit Interessierten aus der nahen
    Umgebung in Pinneberg und Leuten aus der Stadt Hamburg bewirtschaftet.
    An den öffentlichen Gartentagen nahmen bis zu acht Personen teil.
    In Kooperation mit dem Träger Leben mit Behinderung in Hamburg e.V. (LmB) wurde es
    einem Menschen mit besonderen Herausforderungen abAugustermöglicht bei uns
    wöchentlich zu Gärtnern. Zum Ende des Jahres 2022 haben wir ein Mitglied in unserem
    Verein aufgenommen, das auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Dieses möchte sich aktiv beim
    Bepflanzen und Bewirtschaften der Hochbeete ab Frühjahr 2023 beteiligen.

    Erreichung der Ziele
    Im Rahmen des Saatgut Workshops(https://www.kulturgartenpinneberg.de/blog/saatgut
    workshop/)wurden ökologisch nachhaltiges Gärtnern, sowie der Anbau in Hochbeeten an
    acht Teilnehmende vermittelt. Gemeinsam haben die Teilnehmenden unter Anleitung die
    Hochbeete strukturiert und angelegt.
    Gute Nachbarschaften im Gemüsegarten, wie schädlingsvertreibende Pflanzen wurden
    kennengelernt und direkt aktiv gepflanzt. (https://www.kulturgarten
    pinneberg.de/blog/bepflanzungderhochbeete/)
    Viele der Teilnehmenden warenüber das Konzept des sparsamen Gärtnerns,der
    Möglichkeitendes Wassersparens undsomit weniger gießen wie die Meidung chemischer
    DüngerundAlternativenbeeindruckt.Ebenso die Möglichkeit des Anbaus von
    Mischkulturen.Wir konnten im Rahmen der Gartentage zwei neue Mitglieder aus der
    Nachbarschaft generieren,welche sich regelmäßig ehrenamtlich in die Gartenarbeit beim
    KUGA mit einbringen.

    Projektaktivitäten
    In einem internen Workshop wurden im Mai die ersten Hochbeete gesetzt und befüllt. So
    konnten wir im Juni mit der Bepflanzung der Hochbeete beginnen. Im Juni fand ein erstes
    Treffen mit LmB statt, Absprachen zur Durchführung des Einsatzes der Beschäftigten, sowie
    eine Sichtung des Geländes. Der Träger benötigte etwas Zeit und konnte dann einen
    Beschäftigten finden, der aufgrund besonderer Herausforderungen nicht in der Tagesstätte
    betreut werden konnte. So kam die Kooperation zu Stande, sich jeden Donnerstag von 10:00
    bis 13:00 Uhr im Garten zu treffen.Insgesamt kann man sagen, dass durchwegalle
    Interessierten und Teilnehmenden am KUGA Projekt mit neuer Energie und Motivation aus
    dem Garten gehen. Wir lernen viel Fachliches voneinander, so hatten wir z.B. einen
    Landwirten zum ApfelbaumSchnitt zur Unterstützung und auch untereinander herrscht ein
    reger inhaltlicher Austausch über neue mögliche Wissensformate für das nächste
    Gartenjahr.

    Herausforderungen im Projekt
    Durch die Verzögerung der Auszahlung einer anderen Förderung und Schwierigkeiten bei der
    Beschaffung von Holz als Baumaterial, gestaltete sich der Ablauf nicht immer reibungslos.
    Auch der Bau des barrierefreien KompostKlos hat länger gedauert als geplant.
    Der KUGA hat zwei Teiche auf dem Gelände, ist im Winter Überlaufgebiet und dadurch
    insgesamt sehr feucht. So hatten wir mit der Masse an Schnecken nicht gerechnet, hier
    empfiehlt sich vor der Saatgutplanung ein umfangreiches Schneckenkonzept. Dieses steht
    für das nächstes Jahr an. Die Bodenpflanzung ist auch herausfordernd, da es viele
    Wühlmäuse auf dem Gelände gibt, hier nehmen wir zunächst Abstand von. Dadurch haben
    wir viel Saatgut verloren und hatten kaum Ertrag. Das ehrenamtliche Engagement in der
    Umsetzung bzw. Betreuung und Planungder Gartentage sollte perspektivisch vergütet
    werden, dazu gibt es bereits erste Ideen. Die Umsetzung der öffentlichen Gartentage
    erfolgte wöchentlichundabAugustsechsmalim Monat.Die Bewerbung über OnlineMedien
    ist im Ehrenamt nur bedingt möglich gewesen, da hierfür auch viel Kapazitäten gebraucht
    wurden.

    Öffentlichkeitsarbeit
    Wir hatten Besuch vom Pinneberger Tagesblatt, welches eine A4 Seite über den KUGA
    gedruckt hat. Wir haben regelmäßige Anfragen auf Instagram (Imker, Holzbauer,
    Interessierte aus der Nachbarschaft), bekamen aus der Nachbarschaft Stauden gespendet
    und Apfelkuchen gebacken. Insgesamt besteht auf Grund des geringen Angebotes in
    Pinneberg großes Interesse am KUGA Projekt. Bei der Sparkasse haben wir einen
    Wettbewerb gewonnen durch öffentliches Voten zu unserem Projekt. So schrieb die
    Bürgerstiftung, ein weiterer Förderer, einen Artikel im Online Portal über uns.

    Nachhaltigkeit
    Wir werden im Jahr 2023 weiter öffentlicheGartentage anbieten. Hier Versuchen wir
    Fördergelder zu generieren, um ein dauerhaftes Angebot zu schaffen und auch eine
    professionelle Betreuung der Interessierten gewährleisten zu können. (mehr …)

  • Wuppertal: Permakulturhof wird weiter aufgebaut

    (Sachbericht/Antrag)

    Im Jahr 2022 haben wir mit der Umsetzung des über die Spendenplattform Betterplace.org finanzierten Projekts “Ein Feuchtbiotop für den Hof” begonnen. Nach den beauftragten Baggerarbeiten wurde mit Unterstützung aller Hofaktiven und an zwei Social Days mit jeweils 20 Teilnehmenden eine Teich- und Sumpfzonen-Landschaft aus einem Ton-Lehm-Gemisch begonnen und gestaltet (Fertigstellung voraussichtlich Herbst 2023).

    Zurzeit wird im Außenbereich ein Lagerschuppen stabilisiert, der als Unterstand für Gerätschaften genutzt werden soll und im Kuhstalloberboden wird ein Großteil der Hofwerkstatt mit Materiallager eingerichtet. Dadurch wird der untere Kuhstall (ein Raum von ca. 80 m² mit einer Deckenhöhe von 3m) weitestgehend frei.

    Wir wollen diesen ehemaligen Kuhstallbereich als einen multifunktionalen Raum sowohl für die aktive Hofarbeit wie auch für die Durchführung von Workshops nutzen. Sitz- und Stellmöglichkeiten sind entweder vorhanden oder können flexibel zusätzlich geschaffen werden. Durch die Angleichung des vorhandenen Estrichbodens zu einer einheitlich begehbaren Fläche mit einem Lehmboden werden Stolperfallen beseitigt und der Zugang für Menschen mit Einschränkungen wird erleichtert.

    Die Kosten für das Material des Lehmbodens (die Ausbringung wird in Eigenleistung der Aktiven erfolgen) ist durch das Preisgeld des an unser Projekt verliehenen AOK-Förderpreises “Gesunde Nachbarschaften” (Dezember 2022) gesichert.

    Da die Baggerarbeiten im hinteren Geländeteil für das Feuchtbiotop nun abgeschlossen sind, kann nunmehr der Platz vor dem Gärtnerhaus mit einer Fläche von ca. 60 m² zu einem zentralen Kompostplatz hergerichtet werden. Hier gibt es Platz für Anwendungsbeispiele der Humus- und Kompost Herstellung und die für den Hof benötigte Masse von Kompost.

    Gerne würden wir nach der Herrichtung des Kompostplatzes evtl. ab Spätherbst 2023 Kompostworkshops auf dem Hof anbieten. Bei allen bisherigen Führungen haben wir festgestellt, wie zentral dieses Thema und das Wissen darüber für die Bewirtschaftung von Garten- und Landschaftsflächen ist und dass auch Menschen mit jahrelanger gärtnerischer Erfahrung Neues hinzulernen (möchten).

    Die Anzahl der Vereinsmitglieder wächst und auch die Aktiven werden mehr. Auch im Winter waren durchgehend 8 – 10 Leute bei den Arbeitssamstagen auf dem Hof. Im Sommer bis zu 20.
    Es gibt auch einen Mittwochs-Vormittag Gruppe und das Kernteam überlegt, einen regelmäßigen Abend unter der Woche für (theoretische) Workshops anzubieten. Sie müssen die Gebäude abschließen, wenn niemand aus der Kerngruppe dabei ist, der Hof liegt nicht in der Stadt und ist umgeben von Kleingartenanlagen. Soziale Kontrolle ist nicht gegeben.
    Der größe Kompostplatz (200m²) ist aufgelöst, da haben sie nun Beete angelegt und wandern mit dem Kompostplatz über das Gelände, nun haben sie einen Standort vor einem der Gebäude gefunden, der logistisch und von den klimatischen Bedingungen her geeignet ist.

    Mit den gestiegenen Energiepreisen müssen sie nun insgesamt 350 Euro pro Monat an den Verpächter zahlen, dazu kommen noch laufende Kosten für Versicherung etc. Sie nehmen für das Mittagsessen, was Samstag immer gekocht wird, einen kleinen Obolus und auch ein bisschen Geld für die Hofführungen. Damit finanzieren sie das hauptsächlich.

    2023 wollen sie


    (mehr …)

  • Otterndorf: Garten der Hoffung

    (Projektbericht)

    Im Jahr 2022 begann unsere Saison bereits im Januar mit einer größeren Aktion, noch die letzten Bestandteile des von den Vorbesitzern eingegrabenen Mülls zu beseitigen und im Februar mit Reparaturarbeiten auf Grund von Sturmschäden. Anfang März machten wir uns dann an die Vorbereitung der Beete, Ende April die übliche Einsaat (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Porree, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis). All diese Aktionen wurden von unserer Kerngruppe (8 Menschen mit deutschem Pass, eine Frau aus Pakistan und 1 Familie aus dem Iran) durchgeführt. Im März und April war z.T. sehr schönes Wetter, so dass zum Kaffeetrinken auch andere dazukamen (zwei afghanische Familien, die länger nicht da gewesen waren; eine syrische Familie, die inzwischen leider wieder weggezogen ist und die irakischen Kinder mit ihrer Patin).

    Natürlich fühlten wir uns von dem russischen Einmarsch in der Ukraine betroffen, und einige von uns haben an der Mahnwache im benachbarten Ort teilgenommen. In der Folgezeit hatten wir auch die mittlerweile angekommenen ukrainischen Geflüchteten in den Garten eingeladen. Diese haben sich jedoch hier in der Region eigenständig organisiert und suchen keine weiteren Verbindungen.

    Das im letzten Jahr angelegte Kräuterbeet hat sich gut etabliert. Am 1. Mai haben wir mit frischem Bärlauch und diversen getrockneten Kräutern einen Stand auf dem Otterndorfer Bauernmarkt gemacht, der allerdings leider nicht so gut frequentiert wurde.

    Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist das Foliengewächshaus, in dem wir mit den zu Hause vorgezogene Gurken- und Tomatenpflanzen in diesem Jahr endlich einmal eine gute Ernte hatten. Die Himbeer-, Joster- und Johannisbeersträucher konnten wir mit dem Stiftungsgeld durch 4 neue Heidelbeersträucher ergänzen, die alle gut angewachsen sind.

    Zu den beiden internationalen Cafés im Mai und Anfang Juli kamen diverse lange bekannte Familien von Geflüchteten, die sich mittlerweile in Deutschland mit fester Beschäftigung und Auto gut etabliert haben: die befreundete kurdische Familie aus Buxtehude, eine syrische Familie und 3 afghanische Familien. Bemerkenswert ist bei allen, dass die Kinder durchweg sehr gute Schulleistungen zeigen – zwei ältere Söhne einer afghanischen Familie haben wegen ihrer sehr guten Abschlusszeugnisse inzwischen besonders begehrte Lehrstellen bei einer Bank und in einer Stadt-Verwaltung bekommen.

    Ab Juli haben wir unseren Plan umgesetzt, regelmäßig im Garten zu kochen. Bis Anfang Oktober kam fast jeden Samstag der neue große Suppentopf oder unsere große Pfanne zum Einsatz. Mit wechselnder Verantwortung wurde gemeinsam geschnippelt und gebrutzelt, bis sich dann um 13 Uhr zwischen 10 und 18 Personen zum Essen einfanden. Auch die Wespen, die sich in der Zwischendecke ein Nest gebaut haben und um den Kochtopf schwirrten, wenn wir wegen Regen im Haus gekocht haben, konnten weder die Erwachsenen noch die Kinder schrecken. Die für den Notfall bereitgelegten Zwiebeln kamen gar nicht zum Einsatz.

    In der Sommerzeit sind auch zwei neue Interessierte hinzugekommen, die kontinuierlich dabei geblieben sind: eine Kolumbianerin mit ihrem (jugendlichen) Sohn, die beide großes Interesse an Gartenarbeit zeigen und eine Kurdin mit ihren zwei kleinen Kindern, die sich gleich mit dem iranischen Mädchen angefreundet haben, so dass wir jetzt auch eine „Stamm-Kindergruppe“ im Garten aufweisen können.

    Neu ist das Interesse an Kinder-/Jugendlichen-Geburtstagsfeiern. Zunächst wünschten sich 2 Jugendliche aus einer der afghanischen Familien „endlich mal eine Geburtstagsfeier“, die wir mit mehrstöckiger Torte, Girlande und Singen im Garten veranstalteten. Das iranische Mädchen ergriff dann eigenständig die Initiative, zu ihren 4. Geburtstag noch weiteren Gäste einzuladen, nämlich Freundinnen aus dem Kindergarten mit ihren Müttern, die vorher noch nie im Garten gewesen waren). Dem iranischen Jungen, der am 24.12. 15 Jahre alt geworden ist, haben wir versprochen, seine Geburtstagsfeier in diesem Sommer nachzuholen.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand wieder das ganze Jahr über statt. Im September konnte der Verein für die sonst mit ihren Sprachkursen immer nur unentgeltlich tätige Mitstreiterin für einen Frauen-Anfängerinnen-Sprachkurs Geld von der Samtgemeinde bekommen.

    Im Herbst kam es an mehreren Samstagen dann wieder zur Apfel- und Birnenernte, die dieses Jahr extrem reichhaltig ausfiel. Da wir im Frühjahr noch einmal einen Fachmenschen für Baumschnitt und Versorgung der Obstbäume hinzugezogen hatten, gab es in diesem Jahr fast keine Schadstellen an den Äpfeln. An der Apfel- und Birnenernte nahmen viele Leute teil, auch eine deutsche Frau kam neu dazu, die sich von nun an sporadisch an Garten-Aktionen beteiligen will. Die großen Mengen an Obst konnten wir nicht alle verarbeiten, deshalb haben wir sie zu einer Apfelsaftpresse gebracht, was uns ca. 350 l Apfelsaft beschert hat, von dem wir noch das ganze nächste Jahr etwas haben werden.

    Auch dieses Jahr war geprägt von der Sorge um die Familien in den Herkunftsländern. Seit dem 19. November stehen die selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien und Nord-Irak (Rojava, Maxmur, Sengal) unter Dauer-Beschuss; die brutale Reaktion des iranischen Regimes auf die Demonstrationen; und die katastrophale Hungersnot in Afghanistan sowie der Ausschluss der Frauen dort aus jeglicher Öffentlichkeit lässt die betroffenen Familien schlecht schlafen und nicht zur Ruhe kommen. Wegen des fehlenden Einspruchs der deutschen Regierung bezüglich des türkischen Angriffs haben wir eine Mahnwache vor dem Kreisbüro der Grünen in Cuxhaven mit organisiert. Ansonsten macht uns der Krieg in der Ukraine und all diese anderen Ereignisse sprachlos und hilflos.

    Das multikulturelle Initiativen-Treff Hadler Forum besteht weiter wie im letzten Jahr. Da die Einschränkungen wegen Corona langsam wegfallen, wollen wir im nächsten Jahr überlegen, neben der Beratung noch mehr Gesprächskreise zu initiieren. Mit den Mitgliedern des Kleingartenvereins haben sich einige zaghafte Berührungspunkte ergeben: bei einer gemeinsamen Aktion zur Befestigung der Wege oder bei der Teilnahme von 2 Mitgliedern unserer Gruppe an einem Skatturnier. Da es inzwischen in der Kleingartenkolonie auch junge Familien gibt, wollen wir versuchen Kontakte zu „unseren“ Geflüchteten-Familien herzu­stellen.

    Nicht alles, was wir uns ausdenken, können wir umsetzen, uns fehlen neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Die Gartenarbeit wird für einige aus unserer Gruppe altersbedingt immer beschwerlicher, und es kamen im letzten Jahr im Umfeld Krankheiten und Todesfälle hinzu, die den einen oder die andere zeitweise von Aktivitäten abgehalten haben. Es gab aber auch ein sehr schönes Ereignis: die iranische Familie hat im Oktober gleich doppelten Zuwachs bekommen, und wir freuen uns schon darauf, die Zwillings-Babys im Frühling im Garten zu begrüßen.

    Ausblick

    Für 2023 planen wir zunächst ein größeres Frauenfest zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies soll uns auch dazu dienen, neue Interessierte für den Garten zu gewinnen. Die Broschüre über 6 Jahre Gemeinschaftsgarten soll bis dahin fertig sein.

    Im Garten wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Bodenqualität beschäftigen. Das Pflanzhaus wird wieder mit Tomaten- und Gurkenpflanzen bestückt, die wir zu Hause vorziehen. Den Gemüsegarten werden wir etwas weniger vielfältig gestalten, um Arbeit zu reduzieren. Die Kräuter werden wir weiter pflegen, trocknen und verarbeiten. Möglichst werden wir noch einmal eine Fachfrau dazu einladen. Ansonsten soll alles so bleiben, wie es ist: 1. Mai, Zuckerfest, Erntefest; Deutschkurse, Kaffeetrinken, Mittagessen kochen, Kinder­spielen … ein schönes, buntes Jahr 2023.


    (mehr …)

  • Hildesheim: freigärtner*innen wollen Gemeinschaftsplatz ausbauen

    (Mail, Antworten)

    aus dem Antrag:
    Der freigarten ist: Mehrere Kleinst-Gärten, die von einem ehrenamtlichen Gartenteam vorbereitet werden
    und zur freien Nutzung durch die Freigärtner*innen vergeben werden. Neben der Arbeit im
    „eigenen“ Garten stehen gemeinschaftliche Aktivitäten im Vordergrund (Garten-Kaffee,
    Bau-Aktionen, Schulungen und Vorträge).
    beantragt wird:
    Ausbau des Gemeinschaftsbereichs rund um den vorhandenen Ahornbaum mit einem
    kleinen ökologischen, umweltfreundlichen Gartenschuppen (ca. 4 x 3 Meter) und einem
    Sitzbereich als Treffpunkt.
    Selberbau durch die Gartengruppe mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer der
    Stadtteilinitiative und der Kirchengemeinden.

    Wem gehört die Fläche und ist die Nutzung befristet? Muss eine Pacht bezahlt werden?

    Die Fläche gehört der kath. Pfarrgemeinde St. Mauritius, Hildesheim. Die Fläche wird dem Projekt Freigarten unentgeltlich zur Verfügung gestellt. 

    Wie sind die „Kleinst-Gärten“ aufgebaut? Gibt es Zäune zwischen diesen Gärten, haben alle ihren eigenen Wasseranschluss? Gibt es einzelne Häuschen auf diesen 

    Flächen und wie groß sind diese Kleinst-Gärten?

    Jede Freigärtner*in kann selbst entscheiden, wie der Garten gestaltet wird. Topinambur darf nicht eingepflanzt werden. Der Anbau, die Pflege und Ernte von giftigen, illegalen und/oder halluzinogenen Pflanzen, Kräutern und/oder Pilzen ist verboten. Es gibt 20 cm hohe Staketenzäune oder einfach nur Holzstangen oder Bindfäden zwischen den Gärten. Alle Freigärten nutzen einen gemeinsamen Wasseranschluss. Hierbei handelt es sich um einen Regenwasser-Container, der bei Wassermangel durch Leitungswasser aufgefüllt werden kann. Es gibt keine Gartentore und keine Häuschen auf den Flächen. Die Gartenfläche beträgt pro Garten 30-50 Quadratmeter. 

    Wo befindet sich die Gemeinschaftsfläche auf dem Gelände?

    In der Mitte rund um einen Ahorn-Baum zwischen den Gärten. 

    Können die Gärtner*innen das ganze Jahr über auf die Fläche/in „ihre“ Gärten?

    Ja, die Gärten können ganzjährig genutzt werden. Zu jeder Zeit, sowohl unter der Woche als auch am Wochenende. Für das gesamte Gartengrundstück hat jede Freigärtner*in einen Schlüssel für das Gartentor.

    Gibt es befristete Nutzungszeiten pro Garten oder können die Gärtner*innen „ihre Gärten“ auch jahrelang nutzen? Was wird angebaut (Gemüse oder auch Obst, Blumen?) und wie groß sind die Beetflächen?

    Der Freigarten wird für eine Saison überlassen. Die Saison endet Ende November. Wenn die Freigärtner*in dabeibleiben möchte, kann ein Vornutzungsrecht gegenüber Interessent*innen ausgeübt werden, die noch keinen Garten haben. Der Garten kann jederzeit zurückgeben werden – auch während der laufenden Saison. Es wird hauptsächlich Gemüse angebaut. Es gibt ein paar Blumeninseln, Erdbeer-Beete und Beerensträucher. Ab 2023 sollen erste Obstbäume angepflanzt werden.

    Wie viele dieser Gärten gibt es und wie viele Gärtner*innen?

    5 Freigärten mit 9 Freigärtner*innen (Erwachsene) sowie 10 Kinder (1 – 12 Jahre)

    Zusätzlich 3 Freigärtner*innen, die nur 3 Hochbeete nutzen. 

    Wieso bereiten die Gärtner*innen die Gärten nicht mit vor?

    Die vorbereitenden Bodenarbeiten werden von älteren Menschen als zu schwer und von Familien als zu große (Termin-)Verpflichtung angesehen. Gleichzeitig finden sich immer wieder engagierte Menschen, die keinen eigenen Freigarten haben möchten, aber gerne bei der Vorbereitung der Gärten, der Pflege des Gemeinschaftsteils und bei Bau-Aktionen helfen möchten. 

    Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag/wie beteiligen sie sich an den Kosten?

    Die Freigärtner*innen zahlen keinen Beitrag. Kosten für Saatgut / Pflanzen müssen selbst übernommen werden.  

    Wer organisiert Garten-Kaffee , Schulungen und Vorträge und wie oft findet was statt? An wen richten sich die Angebote?

    Das Garten-Kaffee organisieren die Freigärtner*innen. Schulungen und Vorträge werden von der Kirchengemeinde und der Stadtteilinitiative organisiert. Es werden 4 Angebote pro Jahr angestrebt. Themenplanung für 2023: Terra preta-Workshop, Wurmkistenbau, Heilkräuter-Vortrag, Basteln für den Igelschutz. Die Angebote richten sich an alle Einwohner*innen des Stadtteils.

    Wie offen ist der freigarten? Können auch Menschen, die nicht gärtnern, die Fläche nutzen? Wie kann man mitmachen?

    Der Garten darf von 2 Familien mitgenutzt werden, die im Pfarrzentrum wohnen (Geflüchtete). Der Garten ist offen für den im Pfarrzentrum stattfindenden Spielkreis sowie von allen Mitgliedern der Gemeinde bzw. Nutzern des Pfarrzentrums. Der Garten ist für diesen Nutzerkreis offen zugänglich.

    Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Es gilt das Konsent-Prinzip. Wenn keiner einen schwerwiegenden Einwand zu einem Vorschlag hat, kann der Vorschlag umgesetzt werden. Schwerwiegende Einwände gab es z.B. gegen Bienenhaltung. Die wurde dann nicht gemacht.

    Was wird in dem Gartenschuppen gelagert werden und wir groß soll dieser werden?

    Gartenwerkzeug, Gartenkleidung, Saatgut / Pflanzen, Spielzeug. Der Gartenschuppen soll 3 x 4 Meter groß sein inkl. Schleppdach.

    Wieso sollen Schuppen und Bank leicht auch wieder abbaubar sein?

    Wir müssen in den nächsten 5 – 10 Jahren damit rechnen, dass das Grundstück anders genutzt wird (z.B. für ein Mehrgenerationenhaus) und der Freigarten z.B. auf eine Ersatzfläche umziehen muss. Möglicherweise stehen Schuppen und Bank dann an der falschen Stelle. 

    Wie läuft die Kooperation des Fördervereins mit der Kirche? Wie beteiligt sich die Kirche an den Kosten bzw. warum nicht? Wenn es sich, wie Sie schreiben, irgendwie Teil der Kirche ist?

    Das Freigartenprojekt ist ein Teil der kirchlichen Stadtteilinitiative GEMEINSAM IN OCHTERSUM (GiO). In GiO engagieren sich christliche Menschen, nicht Institutionen. GiO ist nicht konfessionell gebunden, rechtlich von der Kirche unabhängig und spricht auch Menschen im Stadtteil an, die nichts mit der Kirche zu tun haben bzw. haben wollen. Die finanzielle Unterstützung des Freigarten-Projektes durch die offizielle Kirche besteht in dem Verzicht auf eine Pacht, die kostenfreie Nutzung von Leitungswasser und die kostenfreie Mitnutzung von Gartenmaschinen (Rasenmäher, Heckenschere etc.), der Toilette und der Küche im Pfarrzentrum. Der Förderverein kann gem. Satzung Spenden zweckgebunden annehmen und mit Zweckbindung an die Kirchengemeinde zur Verwendung in einem GiO-Projekt weitergeben.

    Haben Sie Kontakt zu den anderen Gemeinschaftsgärten in Heidelberg Hildesheim ? Gibt es eine Ansprechperson bei der Stadt? Wie unterstützt die Kommune die Gärten?

    Wir haben Kontakt zum Gemeinschaftsgarten in der Nordstadt sowie zum Godehardgarten in der Innenstadt. Eine Ansprechperson bei der Stadt Hildesheim ist mir nicht bekannt. Eine besondere Unterstützung durch die Kommune existiert meines Wissens ebenfalls nicht.

    Wie viele Menschen können und sollen sich an den Bauaktionen beteiligen? Wer wird diese anleiten?

    Bei dem Aufbau werden sich alle Freigärtner*innen beteiligen. Auf Grund der teilweise geringen handwerklichen Erfahrungen, des Alters der Freigärtner*innen und der zeitlichen Möglichkeiten soll der Gartenschuppen in Elementbauweise entstehen. Die Anleitung übernimmt ein erfahrener DIY-Experte (Rentner).


    (mehr …)

  • Leipzig: Kolonnadengarten wird 15 Jahre alt

    (Mail)

    […] am 2.9. das 15 jährige Bestehens dieses Gartens mit einem großen Mieterfest feiern.
    Ja, wir sind mehr ein Erholungs- und Begegnungsgarten, als ein Gemüseproduzent, obwohl Tomaten Bohnen, Kürbis, Chili, Mangold, Beerenobst, Chayote u.ä. auch zu finden sind.
    Ein Schaugarten zu sein, empfinde ich nicht als Mangel. Vielmehr wird mit dieser Oase in mitten der sog.“Platte“über die Jahre die erfolgreiche Verantwortung auch der Wohnungsgenossenschaften u.a. Akteure für das Wohnumfeld demonstriert. Genau wie es 2017 in Essen (bei der Verleihung des Titels „Grüne Hauptstadt Europas“) auf der Tagesordnung stand.
    Vieleicht liegt der „Schaugarten“ auch daran, dass die Gründunggsmütter und -väter dem „Revoluzeralter“ entwachsen waren. Wir sind uns schon bewusst, dass dieser Garten eine „Sonderstellung“durch seine Entstehungs in sich trägt – wir bekamen ihn-durch die aktive Einbindung der Anwohner bei der Planung – fertig „vorgesetzt“ und können auf eine finanzielle Unterstützung durch die WG bauen. Durch die Tage der Offenen Gartenpforte, Konzerte, Literaturtreffs,Mieterfeste ect. bietet der Garten eine Bühne die von Jung und Alt. Wir sind auch kein Geheimtipp mehr, wie noch  in „Leipzigs geheimen Gärten“ von Susanne Gatz 2018 als einer von 60!! grünen Oasen beschrieben.

    (mehr …)

  • Frankfurt: Gemüseheldinnen haben 2 Stellen für „Pflegegärtchen“

    Im Außengelände des Heinrich-Schleich-Haus (Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege und Tagespflege für Senior*innen) entsteht auf 1200m² ein Gartenprojekt, das auch offen für die Nachbarschaft sein soll. Auftakt ist am 3.2.
    Zwei Gemüseheldinnen (Lafleur und Maren) haben dafür für 2 Jahre Stellen bekommen, die der Träger (teilweise?) zahlt, um das Gartenprojekt aufzubauen und zu betreuen. Es geht um Gartentherapie und aktive Freizeit. Es soll so weit wie möglich barrierefrei werden und es sollen Veranstaltungen angeboten werden. (mehr …)

  • Frankfurt: erste Ausblidung der Gemüseheldinnen ausgebucht

    Die Gemüseheldinnen bieten eine Ausbidung zur Stadtfarmer*in an. Der erste Durchgang startet morgen und läuft 12 Wochenenden in 2023.
    mehr Infos: https://gemueseheldinnen.de/bildung/

    Infos von Peter (Vorstand) dazu: auf Antrag der Grünen wurde 2022 eine Rückstellung im Haushalt in Höhe von 75000 Euro (für einen längeren Zeitraum) vorgenommen, für Bildungsangebote der Gemüseheldinnen für Frankfurter*innen. (Der Haushalt wurde dann im Nob 2022 verabschiedet)
    Chris und Anne haben auf dieser finanziellen Grundlage das Ausbildungsprogramm entwickelt. Da machen nun 20 Leute mit, 10 davon sind Gemüseheld*innen, die fit gemacht werden sollen und wollen, um mehr Verantwortung zu übernehmen für bestimmte Gärten.
    Darüber hinaus werden andere Bildungsangebote gemacht, ggf. sowas wie Exkursionen.

    (mehr …)

  • Halle: neuer Garten entsteht

    (Mail)
    In Trotha einem Stadtteil in Halle (Saale) wird in diesem Frühjahr ein Gemeinschaftsgarten entstehen.
    Wir Jutalaune ( die Jugendarbeit von GutAlaune e.V ) und das Quartiersmanagement Trotha werden uns um den Aufbau und den Projektanschub kümmern, um es hoffentlich später an die Bewohner des Viertels zu übergeben.
    Wir haben nun endlich den Pachtvertrag der Stadt vorliegen. Wir freuen uns an die Arbeit zu gehen und die Fläche zu gestalten.


    (mehr …)

  • Edingen_Neckarhausen: Waldgarten Allmende vergrößert sich

    (Bericht)
    […]
    Auf einem weiteren Grundstück, das bisher nur konventionelle beackert wurde, konnten wir dieses Jahr mit einem weiteren kleinen Wald beginnen. Dort pflanzten wir etwa 35 Bäume. Wir nennen ihn „Patenwald“, weil wir Menschen auffordern, dort als Paten Bäume zu pflanzen und auch zu pflegen. Zum Beispiel wollen viele für neugeborene Kinder einen Baum spenden oder als Hochzeitsgeschenk oder… Damit möchten wir auch ein Stück Land dem konventionellen Anbau entziehen und einen Erholungsort schaffen. Wenn die Bäume größer werden, kann dieser kleine Wald zu einem Baumwandel anregen und die Paten können selbst ernten. Die bisherigen Anpflanzungen sind sowohl Obstbäume als auch Nadelbäume und einige kleine Tännchen, die vielleicht später mal zu Weihnachtsbäumen werden können. Eine kleine Hütte auf dem Nachbargrundstück, ehemals ein Pferdestall, wurde vom Verein dazu gepachtet und dient uns als Unterstellmöglichkeit für Gartengeräte. Die Hütte wollen wir noch aufrüsten. Auf diesem kleinen Teilprojekt hatten wir größere Schwierigkeiten mit der Bewässerung in dem extrem trockenen Sommer, so haben nicht alle Bäume überlebt, aber die meisten. Außerdem haben sich in dem wenig begangenen Gelände Feldhasen niedergelassen, denen die Rinde der Bäume sehr gut schmeckte. Jetzt sind die Bäume aber alle mit Drahthosen geschützt.


    (mehr …)

  • Berlin: Multiplikator:innen-Werkstatt: Gärten und Geflüchtete

    (NL)
    Mit einer ersten Werkstatt am 23. Februar 2023 (16-18 Uhr) startet das Projekt „Gärten und Geflüchtete – Mitmachen in transkulturellen Gärten“ der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Mit der Durchführung sind Su Schnorbusch (Su Schnorbusch Architekten), Keya Choudhury (soulgardenberlin) und Thomas Fiedler betraut. Das Ziel des Projektes ist es, bis Ende 2023 die Potenziale von Gemeinschaftsgärten und Kleingärten in Berlin als Orte der Unterstützungsarbeit für geflüchtete Menschen zu erschließen und zu stärken.

    (mehr …)

  • Leipzig: Sensenkurse im Nachbarschaftsgarten

    (Bericht)
    Auf der Biotopfläche in Leipzig-Leutzsch der Nachbarschaftsgärten e.V. konnten am 12. Juni und
    03. September 2022 zwei Sensenkurse angeboten werden. Das Ziel derer war es die Technik des

    Sensens an die Teilnehmenden zu vermitteln und dabei die neuen Sensen dabei einzustellen. Damit

    sollte ein Grundstein für die gemeinschaftliche, zweimalige Mahd gelegt werden, sodass das auf der

    Gartenfläche befindliche Biotop „Streuobstwiese“ langfristig in eine blüten- und artenreiche Wiese

    umgewandelt wird.
    Das dafür benötigte Wissen wurde an den beiden Kurstagen von Sensenlehrer Herr Unger (alias
    Meister Ekkehard) vermittelt. Hierbei lernten die Teilnehmer (10 Personen/ Kurs) wie die Sense auf

    die jeweiligen Körpermaße angepasst, zusammengebaut und für ein optimales Mähergebnis richtig

    „in den Kreis“ gestellt wird. Viele neugierige Fragen zur Historie der Verwendung und der

    Herstellung von Sensen damals und heute wurden gestellt und aus dem breiten Erfahrungs- und

    Wissensschatz von Meister Ekkehard ausführlich beantwortet. Die Teilnehmer lernten des weiteren

    vom richtigen Schärfen des Sensenblattes („Wetzen“), der korrekten Mähtechnik und Körperhaltung

    sowie dem Dengeln. Mit Freude und Ausdauer probierten sich die Teilnehmer mit den, eigens auf

    sie angepassten, Sensen an der Umsetzung der richtigen Technik und konnten mit Hilfe der

    Rückmeldungen durch Herrn Unger schnell Fortschritte machen.

    Zum zweiten Kurs drehte sich alles ums Dengeln. An einem alten Sensenblatt konnte erprobt

    werden, wie viel Ausdauer und Maß es braucht, um eine ordentliches auswalzen des Metalls zu

    schaffen. Es wurden zwei Methoden vorgestellt. Außerdem konnte mit Hilfe von Meister Ekkehard

    noch ein Dengelbock für die Gemeinschaft gebaut werden, sodass wir unsere Sensen auch in der

    Zukunft selbstständig Dengeln können.

    In den folgenden Tagen konnten Besucher und Vereinsmitglieder das viele gesenste Heu bestaunen

    und selbst tätig werden mit den neuen Heurechen. Sie stellten Heuzelte auf, in denen sich nicht nur

    die Kinder gern versteckten. Das Schnittgut wird innerhalb des Gartens verwendet, für die

    Kaninchen, die Beete und Umzäunungen sowie für den Kompost.

    Die Früchte der Kurse zeigen sich im Engagement der Teilnehmer, von denen einzelne sich noch

    immer regelmäßig zum Üben und Vertiefen der Sensentechnik treffen. Des Weiteren konnte dank

    der Kurseund Teilnehmer in diesem Jahr diezweimaligeMahd daserste Mal erfolgreich

    durchgeführt werden. Ein Erfolg ist zudem, dass auch Interessierte aus der Nachbarschaft am Kurs

    teilgenommen haben, ihren eigenen Garten hinter dem Haus nun Sensen wollen. Das führt

    wiederum zur Vernetzung und der Nachbarschaftsgarten wird als Teil der Nachbarschaft weiter

    integriert und als wertvoller Akteur im Viertel gesehen.
    (mehr …)

  • Nürnberg: Gartennetzwerk stellt sich breiter auf

    Sie hatten eine Klausur: Gemeinsame Klarstellung – Wofür gibt es das GartenNetzwerk Nürnberg?

    • Austausch und Anregung zwischen den Gärten fördern
    • Politische Interessenvertretung der Gärten
    • Die Gärten sichtbar machen
    • Anlaufstelle für interessierte Personen und Organisationen sein
    • Gemeinsame Plattform für Projekte für die Gärten (1000TanksFürNürnberg, Gaddln und Radeln, …)

    Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass wir alle bereit sind gemeinsam für diesen Sinn & Zweck Verantwortung zu übernehmen. Daher haben wir die Aufgabengebiete neu verteilt und auf mehr Schultern verteilt

    (mehr …)

  • München: Senior*innen zu alt für das Gartenprojekt

    Am IWO (Gemeinschaftszentrum Integriertes Wohnen) gab es ein Gartenprojekt, das auch von Nachbar*innen genutzt werden konnte. Inzwischen sind die Senior*innen zu alt und die Einrichtung hat das Gartenprojekt beendet.

    (mehr …)

  • Bruchsal: Sozialer Garten: Sozialarbeit steht im Vordergrund

    (Tel)

    Corona war eine schwierige Zeit für diesen Garten, die Gruppe, die den Garten hauptsächlich nutzt, konnte sich nicht mehr als Gruppe treffen. In dem Garten ist die Gartenarbeit sehr in den Hintergrund geraten, es ist eine Fläche, die als Treffpunkt für vom Sozialarbeiter „betreute“ Menschen genutzt wird.

    (mehr …)

  • Hamburg: Stelle im Luthergarten vergeben

    (NL)

    ·        Stelle über 19h ist über drei Jahre finanziert

    ·        Beginn evtl 1.3. oder 1.4.

    ·        Büro wird im Garten in der Kate für Geflüchtete eingerichtet 

    ·        Aufgaben: Begleitung bei Projekten, Unterstützung bei Fundraising, Entwicklung zum Bildungsort, Verbindung zwischen Regerhof und Luthergarten, Öffentlichkeitsarbeit

    ·        -> Institutionalisierte Integration/ Koordination von Neuen (Interessen rausfinden) 


    (mehr …)

  • Bottrop: Gemeinschaftsgärtendachverein

    (Tel)

    In Bottrop wurde der Verein GemeinSinn schafft Garten gegründet, um einen Träger für (Gemeinschafts)gärten zu haben, der auch berät und Material zur Verfügung stellt.

    Mitarbeiter*innen der Kommune haben diesen Verein zusammen mit anderen Interessierten gegründet und der Kern der Akteur*innen ist nach wie vor (als Privatpersonen) im Verein dabei. Mein Gesprächspartner hat mehrfach gesagt: „wir hatten Bock auf das Projekt“. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern, auch Schulgartenaktivitäten sind entstanden.

    Es gibt kurze Wege in der Bottoper Verwaltung und wenn eine Initiative eine Fläche braucht oder im Blick hat, ist Unterstützung aus der Verwaltung schnell mobilisierbar. Es gibt keine kommunalen Fördermittel, aber wenn Unterstützung zur Urbarmachung, Bodenuntersuchung o.ä. notwendig sind, dann macht das die Verwaltung. Wenn wirklich finanzielle Mittel gebraucht werden sollten, wären auch das möglich. Der Verein macht aber gutes Fundraising und bekommt Geld für Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften. Anfangs gab es Gelder über EFRE und Stadterneuerung.

    Probleme oder Hürden gibt es wenige. Vandalismus ist ein Thema bei einem Garten auf einem Quartiersplatz, was aber absehbar war und der Garten wird dann einfach wieder aufgebaut (mehr …)

  • Bottrop: Gemeinschaftsgärtendachverein

    (Tel)

    In Bottrop wurde der Verein GemeinSinn schafft Garten gegründet, um einen Träger für (Gemeinschafts)gärten zu haben, der auch berät und Material zur Verfügung stellt.

    Mitarbeiter*innen der Kommune haben diesen Verein zusammen mit anderen Interessierten gegründet und der Kern der Akteur*innen ist nach wie vor (als Privatpersonen) im Verein dabei. Mein Gesprächspartner hat mehrfach gesagt: „wir hatten Bock auf das Projekt“. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern, auch Schulgartenaktivitäten sind entstanden.

    Es gibt kurze Wege in der Bottoper Verwaltung und wenn eine Initiative eine Fläche braucht oder im Blick hat, ist Unterstützung aus der Verwaltung schnell mobilisierbar. Es gibt keine kommunalen Fördermittel, aber wenn Unterstützung zur Urbarmachung, Bodenuntersuchung o.ä. notwendig sind, dann macht das die Verwaltung. Wenn wirklich finanzielle Mittel gebraucht werden sollten, wären auch das möglich. Der Verein macht aber gutes Fundraising und bekommt Geld für Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften. Anfangs gab es Gelder über EFRE und Stadterneuerung.

    Probleme oder Hürden gibt es wenige. Vandalismus ist ein Thema bei einem Garten auf einem Quartiersplatz, was aber absehbar war und der Garten wird dann einfach wieder aufgebaut.

    (mehr …)

  • Berlin: toM Garten zunächst für Anwohner*innen

    unser Garten ist zunächst geplant/in Betrieb gegangen als Anwohner:innengarten. D.h. hier gibt es ein kleines neues Quartier mit

    400 Menschen, 164 Wohneinheiten, die zunächst Zugang zu dem Garten haben (Es sind auch nur ein paar Beete, vorerst würde das auch so bleiben.) Es ist das Projekt ToM – Tolerantes Miteinander – ca 400 Menschen, zur Hälfte mit und ohne Fluchterfahrung wohnen in diesem neuen Wohnquartier mit 3 Gemeinschaftsräumen und auch dem Garten – zur Begegnung. Für dieses Jahr plane ich einen Anzucht-Workshop und eine Jungpflanzentauschbörse, die durchaus auch nach „außen“ offen sein sollen.

    Nur der Garten selbst – ist es bislang noch nicht.

    (mehr …)

  • Thedinghausen: Garten wird kleiner

    Der Gemeinschaftsgarten ist nach wie vor nur in Planung, weil wir aus organisatorischen Gründen noch nicht so weit sind wie angenommen. Einen Garten wie in der ursprünglich geplanten Form wird es voraussichtlich nicht geben, sondern eine kleinere Variante. 
    Sie haben Probleme hinsichtlich des bisher gedachten Grundstücks und sind momentan noch in Klärung sind, ob ein anderer Standort in Frage kommt.
    (mehr …)

  • Stadt: Garten nur ein Teil des Ankerplatzes

    Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der einen zentralen Platz in unserer Stadt mit umgebauten Schiffscontainern neu beleben möchte. Geplant ist ein maritimes Dorf mitten in der Stadt.
    Wir haben das Glück, dass wir über die Stadt an bestimmte Fördertöpfe kommen können und das Projekt mit einer Landesförderung im Programm Zukunftsräume Niedersachsen gefördert wird. Zudem gibt es das Programm Perspektive Innenstadt, mit dem wir die Klimakiste finanzieren konnten.
    Darüber hinaus sind wir aber auch als Verein sehr emsig unterwegs, das Fördergelder angeht. Wir konnten zum Beispiel über die DSEE ein Mini-Studio im Container finanzieren (für Podcasts, Livestreams, Webradio etc.) oder waren 2022 für das Bundesfinale von Startsocial mit Auszeichnung durch den Bundeskanzler oder auch den Deutschen Engagementpreis nominiert.
    Von der Postcode-Lotterie haben wir zum Beispiel 30.000 € für einen Kochcontainer erhalten, da gibt es dann tolle Möglichkeiten, Obst und Gemüse aus dem Gemeinschaftsgarten gleich zu verarbeiten, verbunden mit Kursen und Workshops zu gesunder Ernährung oder Nachhaltigkeit.

    (mehr …)

  • Pullach: Agenda plant GG

    Agenda Pullach 2030 (kein Verein!) und wir planen zusammen mit der Gemeinde für dieses Jahr einen Gemeinschaftsgarten für die Pullacher*innen im Ortszentrum. Die Gemeinde ist zwar bereit, uns mit den nötigen materiellen Gütern (Grundstück, Pflanzen, Werkzeuge, Wasser etc.) zu versorgen. Der Gemeinderat tut sich aber mehrheitlich schwer, etwaig anfallende Personalkosten (Minijob für Betreuer*in des Gartens) zu übernehmen. 

    (mehr …)

  • Stade: GG ANkerplatz startet mit Klimakiste

    zum neuen Früjahr entsteht dann auch der Gemeinschafttsgarten. Die Klimakiste ist sozusagen unsere Ausgangsbasis für das Projekt und besteht aus einem 20-Fuß-Container mit Gewächshausaufsatz. Im unteren Teil lagern wir Gartengeräte und Zubehör, im oberen Teil ziehen wir Jungpflanzen für den Garten heran.

    wir haben so ein paar tolle Ideen:

    – PV-Anlage für die Beleuchtung und das Pumpemsystem

    – Insektenhotels und Mooswände an den Außenwänden

    – Regenwasserspeicher

    – Informationssystem

    Zudem arbeiten wir bei unserem gesamten Projekt mit digitalen Schlössern. Man kann sich demnächst bei uns als Dorfbewohner:in registrieren und erhält dann eine digitale ID für sein Smartphone. Mit dieser ID kann man dann auch zu bestimmten Zeiten die Klimakiste öffnen und einfach losgärtnern (mehr …)

  • Fulda: GG Haimbach ist inklusiv

    (Mail)
    Die Gruppe erweitert sich stetig, derzeit sind wir 13 Erwachsene + einige Kinder. Auch die KiTa und Grundschule aus dem Ort sind dabei. Zudem arbeiten wir mit einer inklusiven, lokalen Gärtnerei zusammen.
    Das Projekt um den Gemeinschaftsgarten war anfänglich im Rahmen eines Aktion Mensch Projektes zur Weiterentwicklung der Inklusion vor Ort eingebunden, sodass wir einen tollen Start hinbekommen konnten (mehr …)

  • Wuppertal: Urban Gardening Areal

    (alerts)
    Auf dem Bayer-Platz in Heckinghausen ist ein Urban-Gardening-Areal entstanden, das alle Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner zum kostenfreien Gärtnern einlädt. Insgesamt elf Hochbeete wurden aufgestellt, Zierkirschen und dazu eine Sitzgelegenheit sowie eine Aufbewahrungsbox für Gartenutensilien.
    Nachdem Anfang April zusammen mit rund 60 angehenden Hobbygärtnerinnen und -gärtner erste Ideen und Wünsche für Pflanzen gesammelt worden sind, ging es gleich im Mai ans Eingemachte: Die Fläche wurde im Rahmen einer Feier offiziell eingeweiht, Setzlinge und Samen für Erdbeeren, Kürbisse, Pfefferminze und Gurken in die Hochbeete gepflanzt. Unter den Hochbeeten gibt es drei, die für Kinder konzipiert sind. Zwei weitere sind herunterfahrbar und für Menschen mit einem Handicap vorgesehen.
    „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen und der Bürgerinitiative Miteinander Füreinander Heckinghausen ein so tolles und vor allem nachhaltiges Angebot schaffen konnten. Hier wachsen in Zukunft nicht nur unterschiedlichste Pflanzen, sondern mit diesem Projekt wird auch die Nachbarschaft hier in Heckinghausen gepflegt“, sagte Arno Minas, Beigeordneter für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Klimaschutz, Bauen und Recht, während der Einweihungsfeier im Mai.
    Das Quartierbüro Heckinghausen des Arbeiterwohlfahrt- Kreisverbands Wuppertal begleitet das Urban-Gardening-Projekt seit der Entstehung und freut sich über die Resonanz. Quartiermanagerin Kathrin Leppert: „Es ist toll zu sehen, wie die kleine Idee des gemeinsamen Hobbygärtnerns zu einem großen Urban-Gardening-Projekt gewachsen ist. Es ist mehr als nur Gemüse anbauen. Ein Stamm von rund 30 Leuten hat sich zusammengefunden, mal sind es auch mehr – und trifft sich alle drei Wochen zum Austausch. Die Menschen haben sogar Gießpläne erstellt, ernten und bereiten das Gemüse gemeinsam zu. Zuletzt gab es gekochte Steckrüben.“
    Neben den Rüben haben die urbanen Gärtnerinnen und Gärtner auch Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Salat, Kräuter und Mais angebaut. Letzteres ist nicht gelungen. „Das macht aber nichts. Das Projekt ist auch ein Lernprozess. Ausprobiert werden kann alles. Anleitung und Hilfestellung bekommen die Leute von Michael Felstau von der Interessengemeinschaft ‚Wuppertals urbane Gärten‘“, so Kathrin Leppert.
    Der Bayer-Platz liegt wie kleine Insel zwischen der Waldeckstraße, der Widukindstraße und der Werléstraße. Dank der gepflasterten Wege ist der Platz auch für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer befahrbar. „Im Rahmen des Bund-Länder-Programms ‚Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen‘ und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ‚Investitionen in Wachstum und Beschäftigung‘ wurde der Platz komplett neugestaltet“, erklärt Kristina Klack, ebenfalls Quartiermanagerin.
    Neben der Urban-Gardening-Fläche gibt es auf der Seite der Waldeckstraße einen Bolzplatz mit integrierten Fußballtoren, der mit Kunstrasen ausgelegt ist. Parkbänke bieten Sitzmöglichkeiten und die ausgiebige Rasenfläche kann zum Ausruhen und für verschiedene Aktivitäten genutzt werden. Angrenzend zur Widukindstraße sowie zur Ecke Widukindstraße/Waldeckstraße wurden zwei Hügel geschaffen. Diese trennen den Bayer-Platz optisch von den Straßen und wurden insektenfreundlich bepflanzt. Insgesamt sind 625.000 Euro in die Aufwertung des gesamten Areals investiert worden.

    https://www.wuppertaler-rundschau.de/stadtteile/heckinghausen-oberbarmen/urban-gardening-die-gruene-lunge-in-wuppertal-heckinghausen_aid-81903265


    (mehr …)

  • Lellwangen: Crowdfunding für den Paradiesgarten

    (NL)
    Die Volksbank Überlingen ist bei der Crowdfunding-Plattform „viele schaffen mehr“ dabei. Projekte, die hoffen, darüber Menschen zu finden, die ihnen spenden, brauchen 75 „Fans“, um teilnehmen zu können. Dann wird für sie ein Profil mit Portrait, wofür sie das Geld brauchen, wer dahinter steckt etc. freigeschaltet.
    Der Paradiesgarten möchte u.a seine Bildunsgarbeit ausbauen, aber auch „freie Gelder“, um Eigenkapital für größere Anträge zu haben.
    Zur Crowdfunding-Kampagne:
    https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/https-wirundjetzt-org (mehr …)

  • Berlin Buch: Naschgarten ist Teil der Selbsthilfekontaktstelle

    (Besuch)

    Zunächst war ein Gemeinschaftsgarten auf dem Pankeplatz geplant, doch kurz vorm Aufstellen von Hochbeeten bekam die Gruppe eine überraschende Absage des zuständigen Sportamts. Sie hatten mündlich die Erlaubnis bekommen, es gab eine Vorort-Begehnung zum Festlegen, wo die Beete stehen sollen, doch nach Einreichen des offiziellen Antrags gab es eine generelle Absage.
    Sie haben den Garten dann auf dem Gelände gebaut, das zur Selbsthilfekontaktstelle gehört. Der Garten wurde in Kooperation mit einer Behindertenwerkstatt gebaut, also Wege, Beete, Unterstände und vieles mehr. Er entstand während Corona und ist Teil der Regelförderung für die Selbsthilfestelle durch den Senat. Genehmigt wurde er, da das die einzige Möglichkeit für weitere Gruppentreffen jenseits von Videokonferenzen war. In dem Garten finden daher auch viele Gruppentreffen und andere Veranstaltungen statt. Ein Teil des Equioments wird von einer Krankenkasse finanziert, ein Haus im hinteren Teil konnte von Gelder einer Sparkassenförderung bestellt werden.
    Zunächst war der Garten auch als „essbare Stadt“-Projekt gedacht, alle konnten rein und naschen, ohne mitgärtnern. Doch inzwischen gibt es immer mehr Beete, die einzelne Menschen bewirtschaften.
    Direkt neben dem Naschgarten gibt es den „Frauenehrenamtsgarten“, ein Gartenprojekt, in dem Menschen eigene Parzellen bewirtschaften.
    Im Naschgarten ist eine Gruppe aktiv an der Gestaltung dabei: die Naschgärtner*innen, die sich rund um die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfestelle gebildet hat.
    Die Selbsthilfestelle ist ein Treffpunkt, Menschen kommen auch dorthin, ohne zu einer der Gruppen zu gehen, die dort Räume nutzen.
    Es gibt auch ein Reparatur-Café und eine ausleihbare Fahrradrikscha. Sie versuchen viele Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln.

    Der Garten ist schon bedroht, das Bauamt möchte, der er wieder weg kommt, da er sich nicht in die Architektur der Bebauung einfügt (Häuserriegel mit Abstandsgrün). Die Koordinatorin ist gut vernetzt und hat den Bürgermeistern von Pankow informiert, der sich kümmern möchte.

    (mehr …)

  • Karlsruhe: Ideenwerkstatt für GG Ostring war gut besucht

    (Mail)

    unserer Ideenwerkstatt zum Gemeinschaftsgarten am Ostring: Das Interesse war groß, es haben ca. 50-60 Personen teilgenommen.

    Auch die Lokalzeitung berichtete über die Veranstaltung: https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/platz-fuer-naschgemuese-beim-rintheimer-feld-soll-karlsruhes-groesstes-urban-gardening-projekt-entstehen

    Nun sind wir auf der Suche nach einem Verein, der die Trägerschaft übernehmen möchte (mehr …)