Kategorie: Urbane Gärten

  • Berlin: FeldFoodForest startet

    (Mail)
    nach über zwei Jahren endlich geschafft haben, einen Waldgarten auf dem Tempelhofer Feld zu starten!

    Zehn Organisationen, koordiniert vom Feld Food Forest e.V., haben sich zusammengeschlossen, um einen Gemeinschaftsgarten der besonderen Art anzulegen. Die gemeinsame Vision ist die Errichtung eines essbaren sich selbst erhaltenden Biotops, eines sogenannten “Waldgartens”. Hier werden verschiedene Pflanzen – Bäume, Sträucher, Stauden, Kräuter, Bodendecker…- gepflanzt, um eine gestaltete Naturlandschaft zu schaffen. Dabei werden die Natur und die Beziehungen zwischen den Pflanzen nachgeahmt. Ziel ist es, biologische Vielfalt zu schaffen, den Boden zu regenerieren und einen Ertrag für Mensch, Tier und Boden zu erzeugen.

    Der WFG wird ein Experimentierfeld, in dem diverse Formate des Wissensaustausches über Permakultur, Umwelt und Ernährung stattfinden können. 

    In einer Reihe von partizipativen Workshops und einem intensiven iterativen Prozess mit Repräsentant:innen aus den zuständigen Behörden und aus der Zivilgesellschaft haben wir ein gemeinsames Konzept erstellt. 


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  • Ziegenhagen: GG wächst

    (Sachbericht)

    Der Gemeinschaftsgarten in Ziegenhagen hat sich 2021 weiter strukturieren können. Anbauplanung und Flächenbelegung waren eine Herausforderung für die Gruppe. Damit alle Beteiligten nachvollziehen können, wann welche Arbeiten anfallen und wo welche Kulturen in welcher Fruchtfolge stehen, haben wir uns diesen Themen weiterhin angenommen. Auch in 2022 werden wir an der Anbauplanung tüfteln müssen bis wir die nötigen Informationen gut dokumentiert haben und eine für alle Gärtner*innen nachvollziehbare Planung steht.

    Die Kerngruppe bleibt weiterhin stabil. Auch kommen immer wieder Menschen mit Interesse am Garten hinzu. Die Gruppe wächst aber nur langsam. Wir haben uns ein paarmal im Winter außerhalb vom Garten getroffen um die kommende Saison vorzubereiten und unsere Stimmungsbilder/Befindlichkeiten zum Garten zu teilen. Wir haben uns mit Bodenbiologie beschäftigt und den Entschluss gefasst, zukünftig nach dem Market Garden Konzept eine regenerative Praxis zu etablieren. 

    Der Gemeinschaftsgarten ist grundsätzlich im Dorf angekommen und wird von vielen Einwohnern wohlwollend angenommen . Er bereichert das Dorfbild und sorgt für Diskussionen. Dadurch entsteht Lebendigkeit und Kommunikation und lässt das Interesse am Garten sichtbar werden.

    Auch konnten wir 2021 ein Gewächshaus für unserer Jungpflanzenanzucht aufbauen – gefördert durch den Verein für Regionalentwicklung des Werra-Meißner-Kreises. 

    An vielen der Veranstaltungen des Gartennetzwerkes haben einige der Aktiven teilgenommen, die Gespräche und der Erfahrungsaustausch sind immer wieder sehr hilfreich.


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  • Aachen: Handbuch für GGs entstanden

    Aus einer Workshopreihe entstand dsa Handbuch „Gartenwissen für Gemeinschaftsgärten“
    https://forms.gle/mw4s4QWJgkNUToTV6 (mehr …)

  • Leipzig: GG Vagabund

    (Antworten)

    Fragen & Antworten:

    • Sie schreiben, dass die Gartengruppe aus sechs Leuten (Ehrenamtlichen) besteht und 2 BfD Stellen besetzt sind. Wie viele Gärtner*innen aus der Nachbarschaft sind denn zumindest punktuell dabei? Wie viele Beete gibt es inzwischen und wie werden diese von wem genutzt? Was für einen Stellenwert hat das gemeinsame Gärtnern im Projekt?
    • In der Gartengruppe des Gemeinschaftsgartens Grünau sind neben den sechs Ehrenamtlichen weiterhin etwa fünf Menschen wenigstens punktuell dabei. Hinzu kommt ab diesem Jahr eine Kindergruppe der nahen Geflüchtetenunterkunft mit einer betreuenden Person. Wie viele Kinder dann wöchentlich gärtnern, wissen wir leider noch nicht, gehen aber von etwa 10 Kindern aus.

     

    • Mittlerweile gibt es sechs Hochbeete sowie vier geplante Niedrigbeete, eine Kräuterspirale sowie einen Barfußpfad. Genutzt werden alle Beete gemeinschaftlich, wobei wir nun ein Beet für die Kindergruppe zur Verfügung stellen. Die diesjährige Beetaufteilung befindet sich auch noch in der Absprache.

     

    • Die Aktiven der Gartengruppe gärtnern sehr gerne gemeinsam bzw. bauen Hochbeete zusammen und erledigen gemeinsam Reparaturaufgaben. Hierfür treffen sich alle auch gerne spontan und sprechen sich privat per Telefon dazu ab.

     

    • Was für Ideen und Maßnahmen gibt es, um die Gartengruppe zu vergrößern?
    • Neben der Ankündigung der wöchentlichen- und insbesondere monatlichen Planungstreffen auf der Website und Social-Media-Kanälen des BUND Leipzig, konnten im letzten Jahr Postkarten, welche den Garten vorstellen gedruckt werden. Diese wurden bei BUND-Werbewochen sowie in der Nachbarschaft verteilt. Weiterhin möchte sich die Gartengruppe bei einem Straßenfest im Juni des Stadtteils Grünau einbringen und den Garten dabei vorstellen. Um die Gruppe bekannter zu machen und zu vergrößern pflegen wir auch einen guten Kontakt zum Quartiersmanagement Grünau, welche von Zeit zu Zeit an geeigneter Stelle auf uns aufmerksam machen.

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  • Neuwiid: Gemeinschaftsgarten legt los

    (Antworten)

    • Wie groß ist die Gruppe und wie machen Sie auf den Garten und die Mitmachmöglichkeiten aufmerksam?
      • z.Zt. feste 10 Mitglieder im Verein, es kommen noch diverse Kinder dazu.
        Wir bewerben den Garten in der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins und informieren über Pressemitteilungen und öffentliche Aushänge.
        Außerdem veranstalten wir öffentliche Workshops direkt im Garten, welche einzeln beworben werden.
    • Wie kann man mitmachen? Wie werden Entscheidungen getroffen und wie laufen die Informationswege?
      • Jedes Vereinsmitglied kann den Garten nutzen. Nichtmitglieder können an festgelegten Terminen und/oder Workshops dazukommen um sich zu informieren und mitzuarbeiten. Entscheidungen werden basisdemokratisch mit allem Mitgliedern getroffen, was bei der überschaubaren Zahl der Mitglieder problemlos funktioniert. Informationen werden über unsere Vereinsgruppen bei den Messengern Discord und Telegram kommuniziert, sowie bei entsprechender Relevanz auf der Webseite und per Newsletter veröffentlicht.
    • Wem gehört die Fläche und wie groß ist diese nochmal, ist die Nutzung durch den Gemeinschaftsgarten befristet, müssen Sie eine Pacht zahlen?
      • Ein Vereinsmitglied hat uns das Flurstück zur freien Nutzung überlassen. die Fläche beträgt ca. 300m². Die Nutzung ist unbefristet und es ist keine Pacht zu zahlen.
    • Was an Infrastruktur gibt es im Garten?
      • Eine gute Zufahrt ist vorhanden, jedoch weder Wasser noch Strom. Eine effiziente Wasserversorgung wird ein Kernteil unserer Arbeit sein.
    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht? Wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu? Um was für Gartengeräte handelt es sich?
      • Da der Flächennutzungsplan jede Art von Bauwerk (also auch Schuppen/Bauwagen) verbietet werden die Geräte in einem Schuppen ca. 200 Meter vom Grundstück entfernt gelagert. Jedes Mitglied hat Zugang dazu. Die Geräte werden z.Zt. als Dauerleihgabe von den Mitgliedern gestellt. Vorhanden sind: Hacken, Spaten, Rechen, Harken, Sägen, Astscheren, Schaufeln.
    • Was für Kosten sind die 500 Euro für Rodung und Vorbereitung des Bodens? Wer macht das wie?
      • Da der Großteil des Grundstücks von einer riesigen Brombeerhecke überwuchert ist muss ein Bauer mit dem Mulcher durch um das Gelände zugänglich zu machen. Da früher Bauwerke auf dem Platz standen ist davon auszugehen, dass viel Handarbeit erforderlich ist damit das Gerät nicht beschädigt wird (vergrabene Steinplatten entfernen etc). Gegebenenfalls müssen Teile des Geländes mit dem Bagger geebnet werden um die Beete vernünftig anlegen zu können – das versuchen wir jedoch zu vermeiden..
    • Was genau meinen Sie mit Kompostbeete? Wie viele Beete wird es insgesamt geben?
      • Es wird nicht direkt in die Erde gepflanzt, sondern eine dicke Schicht Kompost ausgebracht in die die Pflanzen gesetzt werden. Das schont den unterliegenden Boden und sorgt für eine bessere Wasserspeicherung. Es werden voraussichtlich 5-6 Beete von jeweils ~15-30m² angelegt.
    • Haben Sie bei dem Grünflächenamt der Stadt nach Kompost oder anderer Unterstützung gefragt?
      • Ja haben wir, leider verkaufen die ihren Kompost ausschließlich. Bei 10€/m³ für zertifizierten Kompost können wir uns allerdings nicht beschweren. Günstigere/kostenlose Bezugsquellen haben wir leider nicht gefunden.
    • Wie teuer ist der Transport des Komposts und woher würden Sie diesen beziehen?
      • Kompostieranlage Koblenz (ca. 15km entfernt); mit dem LKW rechnen wir (auf Grund eines vorliegenden Angebots) mit ca. 300€ Transportkosten. Natürlich hoffen wir da noch ein deutlich günstigeres Angebot zu finden, müssen aber vorerst mit dem kalkulieren was uns vorliegt.
    • Haben Sie den Boden untersucht?
      • Nein, da wir uns für Kompostbeete entschieden haben, durch die die Pflanzen nicht direkt im Boden wachsen. Der Kompost selbst ist zertifiziert, also ohne Rückstände von Plastik oder Schadstoffen.
    • Woher kommt das Wasser für die IBC Container und wie soll die Wasserversorgung aufgebaut werden?
      • Wir versuchen, Regenwasser möglichst effizient zu sammeln und zu nutzen (u.A. mit gespannten Planen zum Auffangen). Sollte das nicht genügen haben wir noch die Möglichkeit bei der örtlichen Feuerwehr anzufragen, die täglich ihr Frischwasser aus den Einsatzfahrzeugen ablassen muss. Als weitere Option kann der Bauer des Nachbargrundstücks gegen entsprechende Bezahlung die Container befüllen.
    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten?
      • Durch die Mitgliedsbeiträge werden laufende Kosten gedeckt. Die Höhe der einzelnen Beiträge variiert, die monatlichen Einnahmen liegen z.Zt. bei 60€. Mit steigender Mitgliederzahl werden wir da auch mehr Spielraum haben. Wir wollen Geringverdiener keinesfalls durch hohe Mitgliedsbeiträge ausschließen.
    • Wer wird die geplanten Workshops machen?
      • Vereinsmitglieder übernehmen einzelne Themenressorts, arbeiten sich in die Materie ein und vermitteln das Wissen dann in Workshops.
      • Befreundete Organisationen und Umweltverbände werden eingeladen, ihre eigenen Themen in passenden Workshops zu vermitteln.

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  • Karlsruhe: GG Karlsruhe Ost geht in die zweite Saison

    (Antrag, Antworten)
    Das Gemeinschaftsgartenprojekt Karlsruhe Ost bewirtschaftet ein 200 qm großes Gemüse- und Kräuterbeet ohne Kunstdünger und Pestizide. Ziel ist dort gemeinsam zu gärtnern, den Boden zu fühlen und das Boden- und Tierleben zu beobachten. Ziel ist Workshops zu Themen der aufbauenden Landwirtschaft durchzuführen und Gemüse und Kräuter anzubauen, die in der Küche des gemeinnützigen Vereins, wie auch der Teilnehmenden verwendet werden können. Der Garten trägt dazu bei, die Städter*innen auf praktische Weise über gemeinsame Ressourcenschonung und regenerative Produktion von Nahrungsmitteln zu informieren. Die Fläche gehört Roland Block und Friedrich Höfling GbR, Bioland Gemüsebetrieb. Die Nutzung ist zugesagt bis Ende 2023. Wir bezahlen keine Pacht und Roland und Fritz geben uns Tipps und füllen die Wassertanks. Es sind 3 Bahnen à 1,25m. Wir möchten, dass die Gemeinschaft über allem steht. Jeder ist für das Gießen der gesamten Fläche zuständig und gibt der gesamten Gruppe Rückmeldung, ob etwas zu bearbeiten oder zu ernten ist. Als Kommunikationstool wird Telegram verwendet. Alle, die mitmachen können Ideen einbringen. Wir üben uns in soziokratischen Mitmach-Modellen und sind offen für alle, dem Projekt nicht schädlichen Ideen. Das gemeinschaftliche Ackern ist kostenlos.

    Die Beteiligung bei der Ackerarbeit war zu Beginn sehr rege, flachte aber gegen Ende der Saison merklich ab. Online-Vorlesungen bei den StudentInnen war der Hauptgrund, Corona-Infektionen und Quarantäne spielten auch eine wichtige Rolle.

    2022 möchten wir einen festen Acker-Tag für alle planen. Auf unserer Homepage kulturkueche-karlsruhe.de sind die Termine im Veranstaltungskalender bereits eingetragen, ebenso werden sie auf facebook und Instagram erscheinen.

    Geackert werden kann ansonsten jederzeit. Wir haben einen Arbeitsplan, der von allen „abgesegnet“ wurde. Angebaut werden die Sorten, von denen wir letztes Jahr Samen gesammelt haben. Hinzu kommt Saatgut von Initial, das wir geschenkt bekommen haben und Saatgut, das bei Verkostungs-Aktionen von Slow Food verteilt wurde. Das gesamte Saatgut ist samenfest. Da der „Beikraut“-Druck extrem hoch ist und sehr viel Gras dabei ist die Fläche einzunehmen, bräuchten wir dringend ein paar Gartengeräte um schneller voran zu kommen. Zuerst haben wir an eine Radhacke gedacht, aber eigentlich sind wir mit einfacheren Gartengeräten auch zufrieden! Die Gartengeräte werden in einem E-Lastenrad mit abschließbarem Anhänger untergebracht. Wir fahren mit diesem Rad auf den Acker. Sollte das Rad anderweitig benutzt werden, können kleine Handgeräte bei der Verantwortlichen Sandra Schmidt, die direkt auf dem Weg zum Acker, in der Oststadt lebt abgeholt werden.


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  • Augsburg: GG der CityFarm

    (Antworten)

    • Wie hat sich das Gärtnern und die Gartengruppe denn weiterentwickelt? Du hattest beim letzten Antrag geschrieben, dass sich im 2. Lockdown mehr Leute angemeldet haben und diese auch „so richtig“ eingestiegen sind. Ging das so weiter? Wie viele Leute sind jetzt in der Gartengruppe? Wie viele in der Kerngruppe, die die Orgaarbeiten macht?

    • –> Die Orgaarbeiten hängen im Augenblick überwiegend an mir, da ich (genau aus diesem Grund) nur halbtags arbeiten gehe, um das alles zu schaffen. Orgaarbeiten heißt für mich der Bürokram. Benni übernimmt auch viel aber der Vereinskram bleibt doch an mir hängen. Alle anderen arbeiten Vollzeit, sodass ich freiwillig lieber weniger Geld verdienen gehe aber die Orga immer sicher gestellt ist. Hin und wieder kann ich natürlich Aufgaben abgeben aber den Überblick habe ich trotzdem.
      Ansonsten die praktische Orga auf der Farm ist in Bereiche geteilt: Garten, Schafe/Beweidung, Hühner, Bienen, Gelände/Hütten mit jeweils 2-3 Leuten.

      Die Gartengruppe hat sich prächtig entwickelt. Es sind eine handvoll Leute neu dazu gekommen oder haben von Gartopia zur Farm gewechselt. Gerade sind wir 10 Leute (ohne die 4 Kinder), die die Umgestaltung zu Waldgarten vorantreiben (jeder hat aber auch sein eigenes Beet, außer Tobias der einen riesigen uralten Waldgarten zu Hause hat). Es haben über den Winter aber auch ein paar Leute aufgehört wegen Umzug oder Trennung. 
      Dazu kommen noch jene, die bei den 10 Leuten nicht mit eingerechnet sind, die erst zur wärmeren Jahreszeit aus ihren „Löchern“ kommen und regelmäßig mitarbeiten. Diese haben kein eigenes Beet, beteiligen sich aber an den anstehenden Arbeiten und kommen mehr oder weniger regelmäßig (von 1x die Woche bis 1x im Monat). Wie viele das genau sind, kann ich aktuell noch nicht sagen, da das jedes Jahr variiert. 
       

    • Wie hat sich die Nutzung des Gewächshauses entwickelt? Wie viele Leute von euch sind da nun dabei, konntet ihr erreichen, dass es nicht diesen beschränkten Zugang gibt, wie im letzten Jahr?
      –> der beschränkte Zugang bleibt leider bestehen. Es ist halt doch ein Betriebsgelände, auf dem nicht jeder herumlaufen soll. Da kann ich die Chefin aber auch verstehen, denn seit Corona ist das Eck zum Spazierengehen höchst frequentiert und es gibt immer wieder Probleme mit Leuten die überall reinlaufen, Zeug mitgehen lassen (ja auch Früchte!) und auch hin und wieder Vandalismus, von wild herumlaufenden, unkontrollierbaren Hunden und ihren Hinterlassenschaften mal ganz abgesehen….
      Voraussichtlich werden dieses Jahr 5-6 Leute an der Tomatenpflege beteiligt sein. Die Verarbeitung der Früchte wird wieder auf der Farm erfolgen und alle die wollen, können mitmachen. Wir hoffen auf lustige und ergiebige Einmachtage! Dazu wird es (je nach Wetter) einen festen Tag in der Woche geben. Dann treffen sich alle Einkochbegeisterten und es wird geschnippelt, gekocht, aber auch Kräutersalze gemacht, eingelegt, fermentiert, …. Wie viele dann immer dabei sind, lässt sich schwer vorher sagen, es kann von 4 bis 10 variieren (immer etwas wetterabhängig).
       
    • Kann die Erde, die wir letztes Jahr gefördert haben, weitergenutzt werden?
      –> die Erde hatten wir kompostiert und schon auf die Beete ausgebracht. Davon ist nichts mehr übrig. Im Gewächshaus wiederverwenden können wir sie nicht, denn dafür müssten wir sie professionell dämpfen (Schutz vor übertragbaren Krankheiten und Schädlingen). Das ist leider weder logistisch noch von den Stromkosten her machbar. Dazu kommt dass die Erde extrem ausgelaugt war und im Kompost auch nur die Funktion der Auflockerung übernahm, als dass sie noch Nährstoffe liefert. 
       
    • Was passiert mit dem Saatgut, das ihr aus den Pflanzen gewinnt? Nutzt ihr das im Garten weiter oder wird das hauptsächlich verkauft?
      –> in erster Linie bekommen das natürlich die CityFarmer für ihre Beete und die Gemeinschaftsbeete aber auch zum Verschenken, Weitergeben, Tauschen. Nur ein Teil wird gegen Spende abgegeben (seit Corona halt nur sehr, sehr wenig). Initiativen bekommen bei uns das Saatgut und auch Pflanzen kostenfrei.
       
    • Die Stadt Augsburg fördert ja auch Gemeinschaftsgärten, habt ihr dort nachgefragt, ob sie euch mit finanzieren können?
      –> Da unser Verein nicht nur Garteninitiativen beinhaltet, lassen wir uns Kosten für den Verein wie z.B. Versicherungen und Internethosting finanzieren. Es gibt jedes Jahr einen festen Betrag, der über alle Agenda-Initiativen (über 30 Foren mit zahlreichen Initiativen) ausgeschüttet wird. Da ist kaum Spielraum etwas zusätzliches zu beantragen. Es ist jedes jahr ein hauen und Stechen, dass man den eingereichten Betrag überhaupt ausgeschüttet bekommt. Augsburg fördert Garteninitiativen klingt also netter, als es in Wirklichkeit ist.
      Bei der Sparkasse haben wir gerade eine Spendenaktion laufen aber da geht es um die Investitionen in den Waldgarten, große Bäume sind ja echt teuer! Leider können wir auch da nichts für die Erde abzwacken, da es zweckgebunden ist.

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  • Freiburg: Wandelgarten will Boden und Wasserversorgung verbessern

    (Antrag, Antworten)

    Aktivitäten für die wir eine Förderung beantragen:

    A) Aktivitäten zur Senkung des Wasserbedarfs aus dem Dorfbach (dessen Wasserstand in
    vergangenen Sommern bereits in Notbereiche geraten ist und unsere einzige Wasserquelle ist)

    1. Mehr Regenwasser speichern unter Verwendung von zwei IBC-Containern.

    2. Den älteren Menschen das Gießen erleichtern durch Schlauchanschluss an den IBC-
    Container.

    3. Dachfläche, Regenrinne und Abfluss des Geräteschuppens erweitern, um mehr
    Regenwasser speichern zu können.

    B) Aktivitäten zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit

    1. Kompost-Kur: Da die (Aushub-)Erde, die wir 2020 von der Stadt Freiburg erhalten haben
    besonders viele Steine und so gut wie keinen Humus hatte, ist die Wasserhaltefähigkeit
    der Erde sehr gering. Damit die Beete das Wasser besser speichern können, haben wir
    ihnen Anfang 2021 (angeregt durch Marie von „Wurzelwerk“, www.wurzelwerk.net) 10 –
    15 cm Kompost gegönnt.

    2. Bewirtschaftete Fläche verbessern durch Anlage von 7 „Kompostbeeten“ nach Marie
    von „Wurzelwerk“.

    C) Aktivitäten zur Förderung der Artenvielfalt

    1. Mehr (Beeren-)Sträucher pflanzen, die das gesamte Gartensystem unterstützen:
    Wasserhaushalt, Pilze (Mykorrhiza) im Boden, Nahrung für Menschen und Tiere (Vögel) –
    angeregt durch Dr. Noemi Stadler Kaulich (Dynamischer Agroforst) und Dr. Markus Strauß.

    2. Weiterer Anbau von alten oder wenig bekannten samenfesten Kultur- und
     Wildpflanzen

    3. Anlage eines Bereiches für die Jungpflanzenanzucht unter der rechten
    Dacherweiterung des Gartenhäuschens

    D) Aktivitäten zur Förderung der Bildungsarbeit und von Veranstaltungen

    1. Erneuerung der Eingangstafel

    2. Anlage einer kleinen Komposttoilette und eines einfachen Pissoirs unter der linken
    Dacherweiterung des Gartenhäuschens

    • Wie habt ihr bisher Regenwasser geerntet, woher kommt das restliche Wasser?

    Bisher haben wir das Regenwasser über das Dach unserer Gerätehütte (6 qm) in einer üblichen grünen Wassertonne (300 l) geerntet. Das reicht aber nicht weit, zumal die Dachrinne viel zu schmal ist und das Abflussloch zu klein ist. (Außerdem habe ich Bedenken, dass das Regenwasser durch die Dachpappe verseucht wird).
    Darüber hinaus haben wir Zugang zum Dorfbach, einem kleinen, flachen Bach, der etwa 40 m bis 75 m von den Beeten entfernt ist. Von dort ist es uns nicht erlaubt das Wasser mit einer Pumpe zu entnehmen. Wir dürfen es mit Gießkannen holen, die aber besonders im Sommer, wenn der Wasserstand sehr niedrig ist, nur schwer zu füllen sind. Und gerade dann sind auch viele Mitgärtner:innen verreist. Das Wasser des Dorfbaches ist recht kalt – was ja der Frische zugute kommt – für die Pflanzen aber zu kalt sein kann. Deshalb haben wir auch das Wasser zum Aufwärmen vorab in die Wassertonne befördert.

    • Wer wird die Arbeiten zur Erweiterung der Dachflächen machen?

    Fünf Mitgärtner:innen (darunter eine praktisch begabte Architektin) und ein Gärtner aus dem Garten, wo ich die letzten Terra Preta Kurse veranstaltet habe. Wir hatten auch einen Beratungstermin mit einem Fachmann.

    Ja, das können wir gerne machen. Eine Beschreibung, wie Kompostbeete angelegt werden, findest du hier.
    [Übrigens leitet der Link unter dem Webinar „Kompost – Das Gold des Gärtners“ bei mir nicht zur Präsentation].

    • Die Kosten für den Kompost habt ihr schon bezahlt?

    Ja, ich hatte unser Vorhaben vorab mit dir telefonisch besprochen. Du fandest unser Vorhaben gut und wolltest dich dafür einsetzen, dass die Kosten für den Kompost von der anstiftung übernommen werden. Die Mittel, die wir dafür derzeit verwendet haben, sind Eigenmittel für unser Projekt „Füttert die Regenwürmer!“, für das wir eine 80%ige Förderung über die Deutsche Postcode Lotterie erhalten haben. Ich hatte – statt den Antrag fertig zu stellen – u.a. die Vorstellung des WandelGartens beim ersten „Gärten im Gespräch“ am 8.4.2021 vorbereitet.

    • Wie lange habt ihr die Fläche sicher?

    Wir haben sie solange sicher, wie dort keine Garage gebaut werden muss. Sie müsste gebaut werden, falls viele Haushalte, die derzeit autofrei leben, sich entscheiden würden ein eigenes Auto haben zu wollen und jeweils ca. 25.000 € (der Preis ist noch vom Jahr 2000 – die Baukosten dürften inzwischen deutlich höher liegen) für den Bau der Garage aufbringen würden. Unser Stadtteil ist mit ca. 30 Carsharing-Fahrzeugen recht gut versorgt. Außerdem gibt es eine gute Straßenbahnanbindung und drei Busslinien. Der Verein für autofreies Wohnen e.V. kümmert sich darum, dass die Fläche als Gemeinschaftsgarten, Erholungs- und Kulturraum erhalten bleibt. Er mietet Garagen an für Menschen, die aus irgendeinem Grund doch ein eigenes Auto brauchen (rechtlich dürfen die Menschen nicht einfach selbst eine Garage anmieten).

    • Sind die Kosten für die Komposttoilette und die Eingangstafeln die Kosten für das Material zum Bau?

    Ja. Nur Materialkosten, soweit möglich auch gebraucht.

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  • München: Grünstreifen plant wieder viel für 2022

    (Antrag)

    Veranstaltungskonzept  

     

    Skulpturenpark „perifair“ 2 edition @Waldgarten
    Der Skulpturenpark „perifair“ wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal umgesetzt und präsentierte
    zwei Wochen lang elf Objektkunstwerke von lokalen bzw. regionalen Künstler*innen. Die Arbeiten
    nahmen Bezug auf die aktuelle Situation zum Umweltgeschehen und machten gleichzeitig auf den
    Bürgerpark Oberföhring als kulturelles Randgebiet aufmerksam. Gerne möchten wir thematisch daran
    anknüpfen und in dieser Saison eine zweite Ausgabe realisieren. Begleitend sind wieder eine Führung
    sowie ein Vortrag geplant.  

     

    Rubrik „Lesungen am Samowar“ / Künstlerisches Happening
    Inspiriert vom Buch „Nichts Tun- Die Kunst sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen“, der
    Künstlerin und Autorin Jenny Odell, sollen sich interessierte Personen im Rahmen mehrerer Sessions
    mit verschiedenen Konzepten des Nicht Tuns beschäftigen –  verbunden mit der Beobachtung der Natur
    durch die Brille der Kunst. Die Teilnehmenden werden eingeladen, assoziierte Inhalte in Form von
    eigenen oder fremden ästhetischen Medien einzubringen (Text, Bild, Skulptur, Sprache, Bewegung,
    Sound usw.) und am Ende der Veranstaltungsreihe in Rahmen einer Performance präsentieren.

     

    Mögliche Themenvorschläge:  

     

    • „Das Nützlichsein überleben“ und Zhuang Zhou- „Der nutzlose Baum“ und der Verlust der
    nichtkommerziellen Räume.
    • Die Gartenschule des Epikur
    • Den Schleier der Ablenkung überwinden (3 Bewegungen: Ausstieg, Schritt zur Seite, nach
    unten)
    • Deep Listening nach Pauline Oliveros
    • Mierle Laderman Ukeles „Manifest der Wartungskunst“, Todeskraft (Separation, dynamischer
    Wandel) und Lebenskraft (Zyklizität, Instandhaltung)
    • Betrachten als positiver Akt (David Hockney, John Cage)

    • Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ Über die Weisheit der Pflanzen
    • Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela, Der Baum der Erkenntnis

     

    Zwei bzw. Mehrsprachige Lesung für Kinder und Erwachsene: Natur- und Lebenszyklen
    Für Kinder und Erwachsene ist die Naturbeobachtung sowie das Spielen in einem natürlichen
    Lebensraum sehr wichtig. Über die Flora und Fauna, mit Hilfe der Namen von Bäumen, Sträuchern und
    Tieren, eignen wir uns ein Stück Vertrautheit, ein Stück Heimat an. Es ist die Sehnsucht dazu zu
    gehören, ein ungestörtes und friedliches Zusammenleben zu erfahren. Bleibt dieser Wunsch unerfüllt,
    kann er zu einem großen Motor in unserem Leben werden, uns anregen, häufiger auf Andere
    zuzugehen. Oder aber auch unerfüllt Schmerzen verursachen. Einen liebevollen und mutigen Umgang
    mit uns selbst, mit unseren Nächsten und dem Fremden können wir lernen. In den Geschichten der
    alten Volksmärchen und in den modern illustrierten Kinderbüchern werden Krisen zu Initialzündungen.
    Sie beschreiben den verborgenen Umgang mit schwierigen Gefühlen hin zu einem erfüllten,
    freudvollen „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. Zielgruppe: Kinder ab 6
    Jahre und ihre Familien  

     

    Interkulturelles Sommerfest & Kleines Erntedankfest
    In dieser Saison möchten wir den Fokus auf die Sommermonate legen und zum ersten Mal ein Fest mit
    großem Rahmenprogramm im Juni umsetzen. Das Angebot soll von Live-Musik, über Mitmach- bzw.
    Kunstformate (im Speziellen für Familien und Kinder) bis hin zu Workshops und Kleidertauschaktionen
    reichen und auch lokale Initiativen aus dem Kultur- bzw. Umweltsektor einbinden. Ebenso ist ein
    Angebot von hausgemachten Köstlichkeiten aus der Gartenküche sowie Naturprodukten aus der
    Eigenproduktion (Grünstreifen-Bazaar) geplant. Unser traditionelles Erntedankfest im Herbst soll
    entsprechend kleiner ausfallen und mehr als großes Picknick mit Live-Musik und gemeinsamen
    Ernteaktivitäten gestaltet sein.  

     

    Radltour – grüne Initiativen im Münchner Nordosten
    Wir möchten die Teilnehmer*innen dazu einladen mit dem Fahrrad grüne Initiativen im Münchner
    Nordosten zu entdecken. Die geführte Tour soll in Kooperation mit dem Netzwerk Urbane Gärten
    München sowie der Initiative Klimaherbst umgesetzt werden und zielt darauf ab die Sichtbarkeit sowie
    Vernetzung der Gartenprojekte untereinander zu erhöhen.   

     

     

    Gemeinschaftliche Aktivitäten  
    Wir veranstalten regelmäßige Gartentage sowie Gemeinschaftsaktionen, wie etwa zum Beispiel
    Picknicke, gemeinsame Kochsessions oder Ausflüge. Darüber hinaus besteht für unsere Gemeinschaft
    die Möglichkeit sich entsprechend der jeweiligen Interessenslage in einer AG einzubringen. Auf diese
    Weise können gut größere Vorhaben einfach besser umgesetzt werden. In diesem Jahr stehen folgende
    Maßnahmen auf dem Programm.
    • Bau von weiteren Vogel- und Nistkästen
    • Neubefüllung der Beete mit Erde von der Stadtgärtnerei München
    • Herstellung von selbstgemachten Pflanzenschildern aus Keramik
    • Finaler Neuanstrich Schuppen

    • Gestaltung einer Sitzbankecke
    • Installation von Hängematten
    • Flächengestaltung mittels künstlerischen Elementen/ Objekten
    • Begründung des Waldgartens

     

    Öffentlichkeitsarbeit
    Wir bedienen uns der typischen Online-Kanäle. Neben unserer Website*, pflegen wir auch ein Profil
    auf Facebook Darüber hinaus sind wir auf allen üblichen Portalen vertreten, wie zum Beispiel bei
    „Urbane Gemeinschaftsgärten“ oder „Urbane Gärten München“. Aus Umweltgründen haben wir uns
    dazu entschlossen im „Offline-Bereich“ die Maßnahmen auf das minimale zu reduzieren und unseren
    Programmflyer nur in kleiner Auflage (250 Stück) zu drucken. Des Weiteren bemühen wir uns um
    kostenlose Medienkooperationen, u.a. mit Blogs, anderen Gärten bzw. grünen Initiativen oder lokalen
    Zeitungen bzw. Anzeigern. (mehr …)

  • München: wir fördern einen Bodenkoffer für die Gemeinschaftsgärten

    (Antrag/Antworten)

    Das Team um Manfred Pennwieser, Bodenforscher und Biobauer aus Schwand, hat mit dem „Bodenkoffer“
    und der dazu gehörigen Auswertungsapp ein einfach anzuwendendes und didaktisch überzeugendes
    Werkzeug zur ganzheitlichen Bodenanalyse geschaffen. (https://bodenkoffer.at)
    Im Gegensatz zu einer konventionellen chemischen Bodenanalyse, die sich in der Regel die Parameter
    Bodenart, pH-Wert, Humusgehalt, sowie den Gehalt an Phosphor, Kalium, Magnesium, Bor, Kupfer, Eisen
    und Zink ermittelt, hilft der Bodenkoffer, den Boden in seiner Gesamtheit zu verstehen:
    In 10 Stationen kann ein Boden nach physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren (wie z.B. die
    Analyse von Zeigerpflanzen und Bodenlebewesen) beurteilt werden, um seinen jeweiligen Zustand und die
    damit einhergehenden Bedürfnisse festzustellen. Zu jeder Station gibt es ein Erklärvideo und alle
    Werkzeuge, die für die Analyse benötigt werden.
    Die Werte können mit Hilfe einer App am Handy digital erfasst werden. Als Auswertung erhält man per E-
    Mail eine wissenschaftliche Einordnung der Befunde. Die Anwendung dieser Methode ermöglicht eine
    vergleichende Langzeitanalyse des Bodens, die eine praktische Orientierung für dessen künftige Pflege
    hinsichtlich einer verbesserten Bodenstruktur gibt.
    Lernbedarf der urbanen Gärten
    Urbane Gärten beschäftigen sich im Zusammenhang mit Gemüseanbau und gesunder Ernährung intensiv
    mit den Methoden zum nachhaltigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Die Zusammenhänge von
    Humusaufbau, Bodenstruktur, Bodengesundheit und Pflanzenernährung sind hochkomplex; wichtige
    wissenschaftliche Aspekte sind in den praxisorientierten Projekten schwer vermittelbar. Oft wird recht
    willkürlich gedüngt, weil der Boden vereinfacht als Nährstofflieferant für Pflanzen verstanden wird. Mit
    dem didaktischen Konzept des Bodenkoffers wird das Zusammenspiel der verschiedenen
    Bodeneigenschaften begreifbar gemacht und der Boden als lebendiger, sich wandelnder Organismus vor
    Augen geführt. In der Summe entsteht ein Verständnis für die Praxis der ökologischen Landwirtschaft und
    für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzenschutz, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.  
    Bodenwissen in den Gärten wachsen lassen
    Unsere Idee ist es, mithilfe des Bodenkoffers das notwendige Praxiswissen über das Netzwerk urbaner
    Gärten in die unterschiedlichen Gartenprojekte zu bringen. Die Geografin und Projektbeteiligte Ruth Mahla
    hat sich den Bodenkoffer ausgeliehen und dessen Anwendung getestet.  
    Unserer Einschätzung nach benötigt die Anwendung des Bodenkoffers eine qualifizierte Anleitung, also die
    Vermittlung durch eine erfahrene Expertin. Ruth Mahla würde diese fachliche Begleitung übernehmen.
    Zum einen sollen Workshops für Interessierte in bestehenden Gemeinschaftsgärten am Ökologischen
    Bildungszentrum und im StadtAcker stattfinden. Darüber hinaus sollen Workshops in weiteren
    Gemeinschaftsgärten vor Ort ermöglicht werden.
    Ziel ist es, Gartenaktive darin zu ermächtigen, ihre Böden mit den Werkzeugen des Bodenkoffers selbst zu
    analysieren, die Qualität ihres Bodens zu beurteilen und das Wissen weiterzugeben. Längerfristig sollen
    eine fachgerechte Bodenbeurteilung und die daraus resultierende Bodenpflege für alle Gartenprojekte
    selbstverständlich werden.

    • Wie viele der Münchner Gemeinschaftsgärten haben Interesse an der Nutzung des Bodenkoffers? Wie wurde dieses Interesse abgefragt? 

      Das Interesse wurde beim Netzwerktreffen am 22.3.2022 abgefragt. Bei diesem Treffen waren 15 Teilnehmer*innen anwesend. Die Idee des Bodenkoffers stieß auf allgemeines Interesse. Besonderes Interesse bekundeten folgende Gemeinschaftsgärten, deren Vertreter*innen anwesend waren: Sonnengarten Solln, Bienengarten Pasing, Freiluftgarten Freiham, StadtAcker und Experimentiergarten am ÖBZ. Allerdings ist der Kreis der Gemeinschaftsgärten noch deutlich größer. Wir gehen davon aus, dass es weitere Gemeinschaftsgärten gibt, die den Bodenkoffer einsetzen würden. Dazu zählen v.a.: EineWeltHaus-Garten, Gemeinschaftsgarten der Vielfalt der IG-Feuerwache, Interkultureller Gemeinschaftsgarten Blumenau, Interkultureller Gemeinschaftsgarten Grünstreifen Oberföhring, o’pflanzt is, Waldschmausgarten, Bewohnergärten Gotteszeller Straße, Bewohnergarten ZAK Neuperlach. 

      Wir erwarten zudem, dass das Interesse mit den Erfahrungsberichten aus den anderen Gärten wächst. Die Methode wird über den Newsletter und bei den nächsten Netzwerktreffen erneut beworben.

    • Wie transportabel ist der Koffer?  

      Der Koffer ist gut transportabel. Alle Utensilien sind kompakt in einem rollbaren handlichen und stabilen Case untergebracht, so dass er durchaus auch mit dem Rad oder via ÖPNV transportiert werden kann.
       

    • Wer kümmert sich um Ausleihe und „ordentliches Zurückbringen“? Wie wäre die Ausleihe organisiert? 

    Diese Aufgabe würden wir im ÖBZ übernehmen. Die Ausleihe würde über eine Terminanfrage telefonisch oder per Mail im Infobüro oder bei Frauke Feuss erfolgen. Die Daten der Ausleihenden, Abhol- und Rücktermin werden dokumentiert, ebenso wie der aktuelle Inhalt. Verbrauchsmaterialien werden ggf. ergänzt.

    • Wie wird in allen Gemeinschaftsgärten Münchens bekannt gemacht, dass es diesen Koffer gibt?  

    Die Bekanntmachung wird zielgerichtet für die Gemeinschaftsgärten erfolgen, über die Homepage und den Newsletter von UGM, die Homepage ÖBZ, Netzwerktreffen und Mund-Propaganda.

    • Wie werden die Workshops dokumentiert, so dass Gärten/Interessierte, die nicht bei den Workshops dabei sein können, den Koffer dann trotzdem eigenständig nutzen können? 


    Wir werden Videoclips zur Handhabung bei einem der Workshops anfertigen, die die bestehenden Videoanleitungen ergänzen

    • Wird der Koffer pro Garten dann nur 1x genutzt oder ist das jedes Jahr sinnvoll und attraktiv? 

    Es ist sinnvoll, die Methoden des Bodenkoffers mehrfach anzuwenden, um eine Langzeitbetrachtung des Bodens und ggf. der Wirkung eingeleiteter Verbesserungsmaßnahmen zu erfassen. Vor allem wenn Bodenverändernde Maßnahmen durchgeführt werden, empfiehlt sich eine mehrfache Beprobung, um Vorher-Nachher-Effekte feststellen zu können.

    • Wäre auch ein Online-Workshop zur Nutzung denkbar, der dann aufgezeichnet wird? 

    Der haptische Bezug zum Boden ist für das Verständnis und für die Schulung unabdingbar. Ein Online-Workshop würde die Schulung vor Ort nicht ersetzen können. Die Videodokumentationen könnten aber als Online-Einführung bzw. für die Nachbereitung hilfreich sein.

    • Kann das ÖBZ die Kosten für die Workshops übernehmen? 

    Den Koffer würden wir gerne niederschwellig anbieten, damit die Gemeinschaftsgärten die Methoden auch nutzen. Daher würden wir die Einführungsworkshops zunächst ohne TN-Gebühr anbieten. Ziel ist es aber, in den einzelnen Gemeinschaftsgärten Menschen zu „Bodenexpert*innen“ zu qualifizieren, die das Wissen und ihre Erfahrungen innerhalb des Gartens oder auch darüber hinaus weitergeben können.

    • Was fällt an Verbrauchsmaterialien an? 

    Es fallen nur geringe Kosten für Verbrauchsmaterialien an (z.B. Salzsäure, die in der Apotheke nachgekauft werden kann)

    • Welche anderen Gärten, bis auf die ÖBZ-Gärten und der Stadtacker sollen Orte für die Workshops werden? 

      Sonnengarten Solln, Bienengarten Pasing und Freiluftgarten Freiham haben ihr konkretes Interesse bekundet.  

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  • Hof. Interkultureller Garten braucht eue Erde

    (Antrag, Antworten)
    Wie viele Gärtner*innen machen mit beim Interkulturellen Garten?

    Insgesamt beteiligen sich 37 Personen.

    Um das Kinderbeet kümmern sich 10 – 15 Kinder, die jeden Freitag am Projekt „Hofer Kidspoint“ teilnehmen.

    Im Gemeinschaftsbeet gärtnern 6 Teilnehmerinnen der EJSA, die am „Frauengesprächskreis jeden Montag teilnehmen.

    Andere Beete sind aufgeteilt an Familien bzw. alleinstehende Teilnehmer*innen; das sind 16 Personen, wobei manche Gärtnerinnen oft auch zum Gärtnern Söhne, Töchter oder Enkel mit einbeziehen, so dass die Anzahl der Personen viel höher sein dürfte.

    Auf der rechten Seite befinden sich ein Kräuterbeet, das für alle Gärtnerinnen zugänglich ist. Dieses wird gemeinsam gepflanzt und gepflegt. Auf der linken Seite befinden verschiedene Beerensträucher, die allen zur Verfügung stehen und ebenfalls gemeinschaftlich gepflegt werden.

    Gibt es eine Warteliste oder noch freie Beete?

    Derzeit haben wir keine freien Beete und konkrete Anfragen. Wenn interessierte Personen oder Familien sich melden, werden sie vermerkt. Wenn unsere Gärtner*innen ihr Beet aufgeben möchten, werden die Beete dementsprechend vermittelt.

    Wozu brauchen Sie die Erde? Geht es um die Schaffung neuer Beete oder soll die Erde in den vorhandenen Beeten mit neuer Erde sozusagen aufgestockt werden? 10.000m² sind ja recht viel.

    Der interkulturelle Garten besteht seit 2011. Die Erde ist seitdem eingesunken, muss auch verbessert werden und benötigt daher eine Aufstockung. Die Gartenanlage wurde von einem Landschaftsgärtner begutachtet.

    Bei der Aufstockung handelt es sich um 10 Kubikmeter Oberboden, bestehend aus einem Humus-Kompost-Gemisch. Dieses wird von der Firma Deeg bis an die Beete geliefert. Wir haben leider keine andere Möglichkeit, denn vom Eingang an der Straße bis zum interkulturellen Garten beträgt die Entfernung ca.70 Meter. Andere Anbieter boten lediglich die Lieferung bis vor Haustür an, d.h. Abladen entweder auf die Straße oder auf den öffentlichen Gehweg, die beide sehr stark frequentiert sind. Durch das Abladen wären die Bewohner im Stadtteil stark beeinträchtigt, da wir leider weder ausreichend Schubkarren noch Personen haben, die die Erde zeitnah zu den 70 Meter entfernten Beete bringen.  

    Beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?

    Die Gärtner*innen zahlen aufgrund der Einkommensverhältnisse keine Beiträge wie Nutzungsgebühr oder sonstiges. Bei Beteiligten handelt es sich um geringfügig Beschäftigter, ALG-II-Empfänger oder Personen, die Grundrente beziehen sowie Kinder. Sie engagieren sich aber bei Veranstaltungen.

    Unterstützt die Stadt Hof den Garten?

    Die Stadt Hof beteiligt sich aufgrund der Finanzlage nicht an den Kosten des Interkulturellen Gartens.

    Der Verein EJSA bekommt für Miete und teilweise für sozialpädagogische Angebote einen geringfügigen Zuschuss in Höhe von 12.000 € jährlich, der bei Haushaltberatungen als freiwillige Leistungen revidiert werden kann. Daher ist der Verein finanziell nicht in der Lage die Kosten zu übernehmen.

    Wir benötigen daher Ihre finanzielle Unterstützung für unser Vorhaben.


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  • Bad Kreuznach: Projekt „Boden gut machen“ im IG

    (Sachbereicht9

    Boden gut machen im Interkulturellen Garten Bad Kreuznach

    Ziel der Maßnahme war es, die Gemeinschaft im Interkulturellen Garten zu stärken, Gemeinschaftseinrichtungen zu schaffen und die Qualität des Gartenbodens zu verbessern.

    Zum Projektverlauf:

    Der Interkulturelle Garten mit derzeit 35 eingetragenen Mitgliedern, die ca. 80 Gärtnerinnen und Gärtner jeden Alters vertreten bearbeitet einen Gemeinschaftsgarten von 3600 m2 und 25 Gartenparzellen. Der Verein steht vor einer Neuorientierung und Ausrichtung an den ursprünglichen Zielen. Nach einer Phase, wo die einzelnen Gärtner*innen vor allem ihre Gärten bewirtschaftet und teilweise dort Treff- und Feiermöglichkeiten eingerichtet haben, ist die Idee einer Gartengemeinschaft in den Hintergrund getreten.

    Auch im Jahr 2021 haben die Folgen der Corona-Pandemie unsere gemeinschaftsbildenden Aktivitäten begrenzt. Es gab keine Treffen und Veranstaltungen in Räumen, sondern nur im Garten. Auch eine jährliche Mitgliederversammlung fand nicht statt.

    Durch den Wechsel im Vereinsvorstand des Interkulturellen Gartens musste zudem die Kommunikation mit den Mitgliedern neu belebt werden. Wir haben vor allem in einigen gemeinsamen Aktionen im Garten kommuniziert:

    -Eröffnung der Gartensaison am 17. 4. durch Anschließen der Wasserversorgung und Bilanz der Situation auf den Gartenparzellen.

    Dabei ist deutlich geworden, dass die nicht gärtnerisch genutzten Flächen, also Sitzecken zum Grillen, Freisitze und Terrassen in einem Teil der Gärten die zentrale Funktion haben.

    Wir haben mit Verweis auf die Gartenregeln diese Einbauten auf max 10 m2 begrenzt und einen Rückbau der teilweise bis zu 30m2 großen Flächen vereinbart. Dieser Prozess, die Diskussionen und Konflikte haben sich durch das ganze Gartenjahr gezogen. Es kam auch zur Beendigung der Gartennutzung von 2 Familien durch den Vorstand.

    -Aufräumaktion und Einsammeln von Müll im gesamten Gartengelände.

    Wir mussten in diesem Jahr für die große Menge an (Rest)-Müll (Terassenteile, Gartenmöbel, Gerätschaften) einen Container besorgen.

    -Verteilung von Palaterra Humussubstrat (2000 l) und Boden- und Compsotaktivator (500L) auf die Gartenparzellen am 22. 5. 21.

    An dieser Aktion beteiligten sich ¾ der Gärtnerinnen. Es wurde die Funktion von Humus und Compostdünger auf die Bodenbeschaffenheit informiert und in den Gärten vor Ort besprochen und analysiert. Diese Gespräche wurden in den folgenden Tagen und Wochen in den Gärten fortgesetzt. Es zeigte sich, dass die Aktion als solche einen starken Effekt für die Gemeinschaft im Interkulturellen Garten hatte. Positiv war, dass die Firma Palaterra/Klimafarmer auch Infomaterial und kostenfrei weitere Einheiten mit Anzuchterde und Kompostdünger mit geliefert hatte.

    Zwischen den Gärtner*innen gab es einen Austausch über ihre Erfahrungen mit der Bodenverbesserung.

    Wir haben im Jahr 2021 durch die Aktion „Boden gut machen“ wieder als Verein Fuß gefasst im Garten. Durch viele Gespräche, aber auch durch Austragung von Konflikten sind unsere Gartenregeln einer nachhaltigen, biologischen Arbeitsweise beim Gärtnern wieder mehr ins Bewußtsein der Nutzerinnen gerückt. Hier ist aber noch einiges an Arbeit nötig.

    Wir sind als Verein in einer Phase der Konsolidierung. Es wurden neue Mitglieder aufgenommen und eine stärkere Ausrichtung aufs Gärtnern in den Blick gerückt statt die Parzellen für Freizeit und Feste zu nutzen.

    Wir wollen im Jahr 2022 die Gemeinschaftsflächen attraktiver machen, Begegnungsräume schaffen, die Mitte des Gartens mit Sitzgelegenheiten aufwerten und eine Feuerstelle bauen.

    Geplant ist auch ein Hochbeet für Kinder, dies müssten wir gemeinsam bauen und für die Kinder ein Angebot regelmässiger Treffen gestalten. Dies ist in Planung.


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  • Köln: massiver Vandalismus in der Pflanzstelle

    (Mail)

    Zum Vandalismusproblem: das haben wir tatsächlich seit Bestehen des Gartens noch nicht gehabt und waren und sind immer wieder schockiert. Die Bauwägen wurden mehrfach aufgebrochen und auch einiges geklaut (vor Allem die Solaranlage, der Generator, ein paar wenige Werkzeuge). Ein Bauwagen wurde auch zum Schlafen genutzt. Das war besonders schwer für uns, weil wir auch nicht obdachlose Menschen rausschmeißen wollten. Wir haben es über den Winter deswegen vielfach toleriert und Leute dann eher Morgens rausgeschmissen(bzw. vielfach mit ihnen ruhig geredet, in der Hoffnung, dass sie verstehen, dass es für uns zu viel wird), weil ansonsten die Kinder schon ziemlich verschreckt waren. Ein paar Mal haben wir die Tür repariert und wieder zugemacht bis wir es aufgegeben haben und vor Allem alles gesichert, was ansonsten geklaut würde, wenn es weiter so rumsteht.

    Nach dem Winter haben wir beide Bauwägen richtig verrammelt und mit besseren Schlössern gesichert. Eigentlich nicht, was wir gerne hätten. Neben den Einbrüchen gab es etliche Male richtige Verwüstungen – es wurde wahllos unser Inventar verfeuert (zum Beispiel einfach Bierbänke quer auf die Feuerstelle gelegt, oder die Latten eines Kürbisspaliers abgerupft und verfeuert, obwohl Feuerholz daneben lag; eine Kinderbank aus dem Kinderbereich gezerrt und halb auf das Feuer geschmissen; die geodätische Kuppel (die eigentlich gut gekennzeichnet war) ist auch dem Feuer zum Opfer gefallen  etc.; Gartengeräte sind wie durch ein Wunder noch zum Großteil verschont). Das passierte immer nachts. Man hat also am nächsten Morgen die Verwüstung und leere Spirituosenflaschen gefunden…

    Wir haben immer noch Diskussionen, wie wir mit der Situation umgehen. Für einige von uns ist das Einschalten der Polizei keine Option und das haben wir bisher auch so gehandhabt. Seit es wärmer wird und der Garten auch von Aktiven Abends/Nachts vermehrt genutzt wird(und eben die Wägen verrammelt sind), hat es auch keine Probleme mehr gegeben. Jetzt haben wir gerade Koordinierungsschwierigkeiten mit den ganzen neuen Schlüsseln 😉 Aber auch schon Ideen.

    Es war also ein richtig harter Winter (offensichtlich nicht nur für uns) und wir gucken, dass wir uns jetzt wieder gut erholen und Kraft schöpfen.

    Jetzt am Wochenende war die Wiedereröffnung des Bücher_ei’s. Das war richtig schön und viele Leute, auch mit Kindern vor Ort. Die hatten glücklicherweise alle Bücher über den Winter bei ihnen untergestellt. Von unseren Büchern aus dem Bauwagen sind auch einige zum Anfeuern draufgegangen…

    Wir sind mit den Infos auch nicht wirklich an die Öffentlichkeit gegangen, weil wir etwas Vorbehalte haben, dass es einigen Leuten eher Angst macht und ihnen die Laune nimmt in den Garten zu kommen. Ob das so gut ist, weiß ich auch nicht. Hoffentlich hat sich das Problem jetzt aber erstmal erledigt.


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  • Nürnberg: Hühner im Wolfsgarten

    (Sachbericht)

    Die geplanten Maßnahmen zur Erweiterung des Nachbarschaftsgartens konnten wie geplant umgesetzt werden. Die Anbaufläche wurde durch weitere Hoch- und Flachbeete sowie zwei Obstbaumlebensgemeinschaften ergänzt.

    Auch die geplante Bewirtschaftung mit Ehrenamtlichen funktionierte weitgehend gut. Es gab einen wöchentlichen Gemeinschaftsgartentag, der meist gut besucht war. Die restlichen Wochentage waren leider weniger frequentiert was des öfteren zu Unmut in der Gruppe führte (z.B. weil die Gießdienste nicht zuverlässig erfolgten). Für die kommende Saison versuchen wir durch bessere Kommunikation und engmaschigere Treffen eine höhere Verbindlichkeit der Mitwirkenden gegenüber des Gartens herzustellen.

    Leider mussten wir durch den vielen Niederschlag sowie Stürme den Großteil unserer Tomatenernte wegen Braunfäule entsorgen. Auch das hohe Schneckenaufkommen sowie andere Fressfeinde dezimierten den Ertrag massiv. Im kommenden Jahr werden wir auch hier gleich zu Beginn der Saison Maßnahmen ergreifen (Netze, Schneckenschutz, etc.) und auf robustere Tomatensorten zurückgreifen.

    Über unsere Ursprungsplanung hinaus wurde ein weiteres Projekt umgesetzt: der Bau eines Hühnerstalls mit weitläufigem Gehege. Hier zogen im Herbst 2021 6 gerettete Hennen (Rettet das Huhn e. V.) ein und erfreuen sich seitdem bester Gesundheit und Laune. In diesem Jahr werden wir ausprobieren inwieweit der Hühnerkot als Dünger verwendet werden kann.


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  • Nürnberg: GG Wiese konnte trotz Corona einiges umsetzen

    (Sachbericht)

    Das Jahr 2021 war durchzogen von Kontaktbeschränkungen und den sonstigen Auswirkungen
    durch Corona. Auch die Wiese als Gemeinschaftsgarten ist von diesen Auswirkungen nicht
    verschont geblieben. Leider konnte daher, wie auch schon im Jahr 2020, weniger stattfinden
    als ursprünglich geplant.  
    Es wurden im Rahmen der Möglichkeiten einige Veranstaltungen durchgeführt. Wir hatten
    einen Flohmarkt, zwei Insektenhotelworkshops, ein Kerzengießen, einen Ernte-Tag und
    weitere kleine Veranstaltungen bzw. Treffen.
    Glücklicherweise konnten wir trotz der Einschränkungen einige Personen aus der
    Nachbarschaft erreichen und vieles umsetzen.

    Wir haben die Komponenten für das bepflanzbare Insektenhotel
    zusammengesammelt aus Alt und Neu. Wir haben ein gebrauchtes Regal
    gefunden, das farblich und von den Aufteilungen her genau der
    Vorstellung für unser Insektenhotel entspricht. Dazu haben wir zwei
    große Holzblöcke von einem wiesenbekannten Förster besorgt, auf
    welche wir mit Dremel den Schriftzug der Wiese eingraviert haben.

    Das Insektenbuffet wurde auf einer vorher von Efeu überzogenen
    Fläche aufgebaut und konnte 2021 schon aufblühen.

    Gemeinsam mit aktiven Personen aus der Umgebung konnten wir 2021 einen Unterstand für
    unsere Radambulanz bauen, unter welcher sie regnerische Tage sowie den Winter verbracht
    und gut überstanden hat! Der Unterstand ist nach oben verstellbar, sodass man die
    Radambulanz gut rein und rausschieben kann ohne sich viel Bücken zu müssen, sie aber gut
    überdeckt ist.

    Unser Parklet haben wir 2021 auch mit Stauden und blühenden Blumen bepflanzt. Bei der
    Pflege halfen Personen aus der Nachbarschaft mit und genossen den ein oder anderen
    sonnigen Tag auf den bereitgestellten Sitzflächen.

    Unser Kompostklo hat 2021 eine Dacherneuerung bekommen, auch die Dachbepflanzung
    wurde konzipiert und geplant. Die Finalisierung dieses Projektes ist im Frühjahr 2022 geplant. (mehr …)

  • Wuppertal: neues Gartenprojekt entsteht in Heckinghausen

    (alerts)

    Nun sind elf Hochbeete für den Park hinzugekommen und die Stadtteilbewohner wurden von der Bürgerinitiative „ Miteinander Füreinander Heckinghausen“ eingeladen, sich am Urban Gardening zu beteiligen.

    Mehr als fünfzig Menschen sind der Einladung gefolgt und werden nun in und um die Hochbeeten Obst, Gemüse und Gewürze gemeinsam anpföanzen. Anleitung und Hilfestellung dazu kommt von Michael Felstau von der Interessengemeinschaft „Wuppertals urbane Gärten“.

    Unter den Hochbeeten gibt es drei, die für Kinder komizipiert sind. Ein erster Workshop ist in den Osterfreien mit dem Offenen Ganztag der Grundschule Meyerstraße geplant. Zwei herunterfahrbare Hochbeete sind für Menschen mit einem Handicap vorgesehen.

    https://www.wuppertaler-rundschau.de/stadtteile/heckinghausen-oberbarmen/wuppertal-heckinghausen-start-fuer-gemeinschaftliches-urban-gardening_aid-68024901 (mehr …)

  • Austausch von Expertise in Münchner Gemeinschaftsgärten

    Ruth Mahla vom Stadtacker https://ackermannbogen-ev.de/stadtacker/ im EWH. (Eine Welthaus Garten)

    Sie wird für uns einen Kompostworkshop halten und möglichst gleich mit uns einen Komposter starten (mehr …)

  • Aktivitäten im Gemeinschaftsgarten Gut Alaune

    (Sachbericht)

    Aktionen rund um den Gemeinschaftsgarten waren 2021/22:
    – Ein Jugendworkshop-Festival mit großer Saftpressaktion mit unserer neu
    eingeweihten solidarischen Saftstraße über zwei Tage (ca. 200 Besucher) unter
    Mitwirkung von einigen Aktiven aus dem Gemeinschafts-Waldgarten-Netzwerk
    (www.gutalaune.de/workshopfestival-basteln-ausprobieren-selbermachen/ )
    – Anlegen von Hügelbeeten für Gemüse und Mulchen größerer Flächen im
    Waldgartens zur perspektivischen Bepflanzung mit Bodenbedeckern
    – Pflege und Anlegen neuer Benjeshecken
    – Pflanzungen von Sträucher und Beeren
    – Gemeinsamer Obstbaumschnitt
    – Schutzmaßnahmen für den Halbtrockenrasen auf dem Vereinsgelände
    (www.gutalaune.de/schutzmassnahmen-fuer-magerrasen/ )
    – Müllsammeln um das Vereinsgelände (www.gutalaune.de/muell-sammeln-an-der-
    goetsche/ )
    – Mitmach Honigernte (www.gutalaune.de/es-honigt-mitmach-honigernte/)
    – Planungssessions und Austausch zur Konzeptionierung und Planung des
    Waldgartens
    Die Anzahlt von Aktiven GärtnerInnen im Gemeinschaftsgarten ist ungefähr gleich geblieben.
    Insgesamt bewährt sich das Gemeinschafts-Waldgarten-Konzept und wir machen Schritt für
    Schritt Fortschritte in der Verteilung von langfristigen Aufgaben und Koordination. Genau
    dieser Punkt bleibt aber auch die größte Herausforderung, da die Organisation ehrenamtlich
    und kollektiv ist und wir gelegentlich an Kapazitätsgrenzen stoßen. (mehr …)

  • Entwicklung Gemeinschaftsgarten Adlstraß

    (Sachberciht)

    Erstaunlicherweise hatten wir auf dem Garten kein Schnecken-Problem. Möglicherweise
    liegt dies am Spezialkompost „Bodenheiler“. [Der Flyer dazu ist auf der Adlstraß-Seite (https://adlstrass.de/produkte.php), wenn du auf „Bodenheiler Spezialkompost“ klicks]

    Auf einer anderen Fläche des landwirtschaftlichen Betriebes haben wir neben der hofei-
    genen Sorte wir die Sorten blaue Anneliese, Désiré, Rosara und Laura ausprobiert. Die-
    se konnten wir mit einer Kartoffellegmaschine in die Erde bringen. Zur Ernte hat der
    Landwirt die Kartoffel-Bifange ausgerodert. Insgesamt war es 2021 ein sehr nasses Kar-
    toffeljahr und wir hatten Mühe überhaupt einen Termin zu finden, an dem die Erde tro-
    cken genug war, um die Kartoffeln wieder zu ernten. Vor allem die Kinder hatten Freude
    daran, die blaue Anneliese, die wirklich lila bis blaue Früchte trug zu ernten und anschlie-
    ßend (corona-bedingt) zuhause zu probieren. Insgesamt war jedoch der Ertrag der aus-
    probierten Sorten geringer als der der hofeigenen Sorte, so dass wir dieses Jahr aus-
    schließlich diese Sorte legen werden.

    Unser Verein konnte in der Zwischenzeit auf 60 Mitglieder anwachsen – vielleicht hat
    auch der Gemeinschaftsgarten einen Teil dazu beigetragen.

    Aufgrund der öffentlichen Regelungen im Zusammenhang mit Corona konnten wir leider
    kein Ernte-Fest o. ä. Feste feiern. Daher haben wir uns über soziale Medien so verabre-
    det, dass immer nur wenige Menschen gleichzeitig im Garten waren. Wir haben ver-
    sucht, großen Wert auf Kommunikation zu legen und in unserer Online-Gruppe Bilder
    gepostet sowie regelmäßig von den Aktivitäten berichtet.

    Eine richtig feste Gemeinschafts-Garten-Gruppe konnte sich aufgrund von Corona nicht
    bilden und wir bemerken dieses Jahr, dass das Interesse am Gemeinschaftsgarten et-
    was weniger ist. Es erscheint uns ein bisschen so, als hätten sich ein Teil der Menschen
    darauf eingerichtet, zuhause zu sein, so dass die Motivation rauszugehen und sein eige-
    nes Gemüse anzubauen etwas abgenommen hat. Auch stellen wir fest, dass diejenigen,
    die gesehen haben, wie schön das ist, Gemüse anzubauen dies nun bei sich selbst im
    Hochbeet zuhause tun.

    Die Ernte haben auch einige wenige übernommen. Da wir einen Erdkeller vor Ort nutzen
    dürfen, ist die Verteilung der Ernte kein Problem: jedes Vereinsmitglied hat Zugang und
    holt sich Gemüse, wenn sie oder er welches braucht. Bisher hat das funktioniert, dass je-
    der nur so viel genommen hat wie er benötigte. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass
    die soziale Kontrolle ausreicht, dass die Verteilung als gerecht empfunden wird, indem
    es stets eine Rückmeldung an den Landwirt vor Ort gibt, welches Gemüse mitgenom-
    men wurde.

    Unsere Gartengeräte sind in einem Wirtschaftsgebäude des Landwirtes untergebracht,
    dessen Grund wir zur Verfügung gestellt bekommen, um in unserem Gemeinschaftsgar-
    ten werkeln zu können. Dort hat jeder jederzeit Zugang und alle wissen Bescheid, dass
    das benutzte Werkzeug stets wieder zu säubern und aufzuräumen ist. (mehr …)

  • InGa Geretsried gibt es nicht mehr

    (Tel)
    Der interagtive Garten InGa in Geretsried, der an einer Unterkunft entstand, zog zunächst um, doch dann kam Corona und niemand von außen durfte auf das Gelände und das Projekt wurde auch nicht von den Bewohner*innen genutzt. Es wurde eingestellt. Die Initiatorin erzählte, dass sie so ca. alle 5-6 Monate nach dem Konzept, Plänen, ihren Erfahrungen gefragt wurde (Anfragen kamen über Portrait auf unserer Site). Sie stellt ihre Erfahrungen gerne weiter zur Verfügung (habe ich im Praxisblatt vemerkt) (mehr …)

  • Neu-Darchau: Gemeinschafts-Gemüseacker

    (Antrag, Antworten)

    Der Michaelshof ist ein Gemeinschaftsprojekt – inklusiv, international, divers und vor allem bunt! Seit 37 Jahren leben und arbeiten wir mit mittlerweile 250 Menschen in dem kleinen Dorf Sammatz im schönen Wendland. Unsere Devise: alles Bio, alles lecker! Wir betreiben alle unsere Bereiche nach Demeter-Richtlinien und dem Arche-Prinzip, also: keine Chemie, keine Hybride, nur Natur. Neben unserer Landwirtschaft stellen wir auch Brot und Käse her, haben schöne Gartenanlagen geschaffen und betreiben ein Kinder- und Jugendheim (Peronnik).

    Seit 2022 haben wir ein neues Stück Acker zur Verfügung gestellt, auf dem wir gemeinsam Gemüse und Heilpflanzen anbauen. Es ist ein 2,2 ha großes Landstück, das vorher eine Grünfläche war, die wir selbst umgebrochen haben. Einen Teil der Fläche haben wir bereits mit unseren Heilpflanzen bepflanzt, mehrjährige Stauden wie Lavendel, Salbei, Zitronenmelisse und vieles mehr. Auf dem restlichen Teil werden wir Gemüse anpflanzen. Wir, das sind im Durchschnitt 30 Leute, die den neuen Acker bearbeiten, ein bunt zusammengewürfeltes Team das sich zusammensetzt aus Dorfbewohnern, internationalen Volunteers, Praktikant*innen, Schulklassen auf Exkursion (neuerdings auch in Kooperation mit der Leuphana Universität), Peronnik-Kinder aus dem Kinder- und Jugendheim und alle, die sich für das Säen und Pflegen von Gemüse und Heilpflanzen und für die frische Luft interessieren – bei der Ernte darf gerne genascht werden! Diese bunte Nachbarschaft möchte auf diesem umgebrochenen Acker einen vielfältigen Garten anlegen, gemeinsam bearbeiten und auch die Früchte der Ernte zu leckeren gemeinsamen Mahlzeiten zubereiten. Besonders beliebt bei allen sind unsere Beet-Patenschaften: der eine fühlt sich ganz der roten Beete zugeneigt und schaut, dass sie nicht im Unkraut versinkt, die nächste nimmt die Kürbisse unter ihre Fittiche. Dies Prinzip hat sich auch in unseren Ziergärten bewährt, so zieht dann eine Familie zum abendlichen Picknick an „ihrem“ Blumenbeet aus und jätet dort gemeinsam im Abendlicht.

    Fragen/Antworten

    • Die Gartengruppe setzt sich ja aus ganz unterschiedlichen Menschen zusammen, wie groß ist denn der Kern der Gruppe?

    Der Kern besteht aus etwa 10 Leuten, die Gärtnern seit Jahren schon aus Leidenschaft betreiben.

    • Wie ist der Gemeinschaftsacker entstanden und wie haben die jetzigen Gärtner*innen sich an Planung und Umsetzung beteiligt?

    Der Acker ist als kleiner hauseigener Gemüseacker entstanden und im Laufe der Jahre ist der Bedarf immer größer geworden, da die Gruppe immer weiterwächst. Das neue Stück Land ist nun größer und kann als offener Gemeinschaftsgarten bearbeitet werden

    • Wer entscheidet, was im Gewächshaus und auch im Freiland angebaut wird und wie auf dem Acker was wo gepflanzt wird?

    Es gibt einen kleinen Kern, der sich für Gemüse und Heilpflanzen verantwortlich fühlt und diese treffen gemeinsam die Entscheidungen über den Anbau, unter Berücksichtigung der Fruchtfolge

    • Wie ist die Gruppe organisiert, wie laufen Informationen und Entscheidungen?

    Der Kern der 10 Leute trifft sich täglich und Entscheidungen werden dort gemeinsam getroffen. Informationen laufen über eine gemeinsame whatsapp Gruppe, so dass immer alle auf dem gleichen Stand sind

    • Ist das eine Gruppe, die sagt „unser Garten“ oder machen die Menschen eher punktuell mit?

    Ein großer Teil der Gruppe sagt auf jeden Fall „unser Garten“, durch die gemeinsamen Aktionen ist auch das Gemeinschaftsgefühl stark. Es gibt aber auch viele Schüler und Praktikanten, die nicht über längere Zeit dabei sind und eher punktuell mitmachen.

    • Wie entsteht Gemeinschaft in der Gruppe?

    Durch die gemeinsame Arbeit, in der whatsapp Gruppe werden gemeinsame Aktionen angekündigt, z.B. abendliches Pikieren im Gewächshaus, große Möhrenjäte Aktion, gemeinsames Bohnen Ernten oder ähnliches.

    • Wie kann man mitmachen, wie erfährt man von dem Gemeinschaftsgarten? Gibt es z.B. Schilder? Auf der Homepage habe ich den Gemeinschaftsgarten (noch?) nicht entdeckt.

    da wir ländlich leben, reicht uns die direkte Kommunikation, es gibt ein gutes Nachbarschaftsnetz und es kommen immer wieder neue Leute an, die Teil des Teams werden wollen

    • Wie viele Menschen können mitmachen?

    die Zahl ist nicht begrenzt, im Schnitt sind es so 30 Menschen, aber wenn viele Volunteers, Schüler und Praktikanten dabei sind, sind auch 40 oder 50 Menschen gleichzeitig auf dem Acker.

    • Gärtnern die Gärtner*innen da immer zusammen (wegen der Anzahl der Werkzeuge)?

    es gibt oft große gemeinsame Aktionen, zusammen macht es einfach Spaß und wir schaffen was weg! Das gemeinsame Arbeiten ist immer ein großer Motivator.

    • Es gibt ja viele Garten“anteile“ auf dem Gelände, dafür gibt es bestimmt auch Werkzeug, kann das die Gruppe nicht mitbenutzen?

    Da sich mit dem neuen Acker das Projekt stark vergrößert hat, reicht das vorhandene Werkzeug nicht aus, um den Bedarf zu decken, da wir eine viel größere Gruppe geworden sind.

    • Wo sollen die Geräte für die Gruppe untergebracht werden und wie haben die Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu, wie weit weg von der Fläche ist das?

    Das Werkzeug befindet sich auf dem Gelände des Michaelshof, geschützt in einem Werkzeug Schuppen, der aber frei zugängig ist.

    • Was gibt es noch an Infrastruktur für diese Gruppe/dieses Projekt?

    Es gibt nahe gelegene Toiletten, die genutzt werden können.

    • Wie weit weg ist der Wasseranschluss und wird mit Trinkwasser gegossen? Gibt es die Möglichkeit, Regenwasser zu ernten?

    Die Bewässerung läuft über den Beregnungsverband, es gibt zwei Hyydranten direkt am Ackerrand. Es gibt auch einen Brunnen in Sammatz, aus dem Wasser genutzt wird.

    • Sie haben bei einer ganz bestimmten Firma nach den Kosten für die Geräte gefragt, wieso diese Firma? Haben Sie erwogen, auf Ebay-Kleinanzeigen oder dem Nachbarschaftsportral nebenan.de nach einigen der gebrauchten Gegenstände zu suchen? Würde die Forma ggf. einen Teil spenden?

    Wir haben mit dieser Firma gute Erfahrungen, allerdings ist eine Spende bei Ihnen nicht möglich. Da wir für unser Team nachhaltig gutes Werkzeug zur Verfügung stellen wollen, ziehen wir eher neues Werkzeug vor, da es strapazierfähiger ist.

    • Was passiert mit der Ernte? Wird alles zusammen verkocht? Soll ein Teil im Laden verkauft werden?

    Der größte Teil der Ernte wird in der Gemeinschaftsküche verkocht. Es gibt auch eine ausgefeilte Einmachküche, in der auch viele der Gemüse eingekocht werden. Ein Teil der Ernte wird in Hofladen verkauft.  


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  • Frankfurt/Main: Gartennetzwerk startet

    (Teilnahme)

    In Frankfurt/Main haben Gartenaktive eine Vernetzung der Gemeinschaftsgärten gestartet. Zunächst online, Ziel ist es, sich analog rundum in den Gärten zu treffen, gemeinsame Strategien für mehr Sichtbarkeit und Förderung zu erarbeiten und bei Politik und Verwaltung – als wichtige Klimaschutzprojekte – mehr Einfluss zu gewinnen.

    Mit dabei:
    Kratzdistel, ein naturnaher Kleingartenverein ohne Zäune, der sich mehr nach außen öffnen möchte und auch Angebote für Kinder und Familien entwickeln möchte

    Rödelsheiner Bahnhofsgrün: seit 8 Jahren hat die Gruppe eine Patenschaft für eine öffentliche Fläche direkt neben einem Bahnhof übernommen. Ihnen geht es um naturnahes Gärtnern und einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Sie wollen dafür Anschauungsort sein und machen Veranstaltungen mit Schwerpunkt: naturnahes Gärtnern auch auf kleinsten Räumen (wie Balkone).

    Ginnheimer Kirchplatzgärtchen: sie müssen wegen Bauarbeiten auf dem Platz für einige Zeit umziehen, wissen bisher weder wohin, noch wie sie das bewerkstelligen werden. Sie gärtnern in Gabionen und zumeist werden Blumen angebaut. Herausfordernd ist die Bewässerung

    GallusGarten II: sie haben auf 1400m² 39 Beete und 34 Ahornbäume, um die sie sich auch kümmern. Hierfür wollen noch mehr mit der Nachbarschaft in Kontakt treten, es werden Gießpat*innen gesucht. Bewässerung ist ein wichtiges Thema, sie haben Brauchwasser, das sie nutzen können. Sie haben einen Verein gegründet, arbeiten mit verschiedenen anderen Organisationen zusammen und haben letztes Jahr u.a. viele Sitzmöglichkeiten geschaffen.

    Gemüseheld*innen: wollen sich weiter vernetzten und langfristige Kooperationen aufbauen. Sie haben derzeit 19 Gärten, im Orgateam sind 7 Leute und sie wollen sukzessive weitere Stellen schaffen und sich professionalisieren. Den Bereich ANgebote für Schulen/Bildung wollen sie ausbauen und ein weitegebbares Konzept erstellen (was ist ein Gemüseheld*innengarten, wie gärtnern wir, was für Werkzeuge nutzen wir, was für Wissen findet man wo etc.)

    Dann war noch Thomas von den Frankfurter Beeten und jemand vom Klimaentscheid da.


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  • Neumarkt: Erster Spatenstich für den Interkulturellen Garten

    (alerts)

    Nun ist es soweit. Das Projekt „Interkulturelle Gärten in Neumarkt“ wird umgesetzt. Am gestrigen Donnerstag rückte schweres Gerät an und die Fläche wurde vom Bauhof umgeackert, damit die Ausgestaltung des Gartens weiter vorangehen kann. Die schon 2017 in Neumarkt aufgekommene Idee wurde von der Integrationsbeauftragten im Stadtrat, Rita Großhauser, der Projektleiterin für Integration im Amt für Nachhaltigkeitsförderung Anna Lehrer und Amtsleiter Ralf Mützel vorangetrieben.Durch die kostenlose Überlassung eines über 3000 Quadratmeter großen Grundstückes durch die Familie Renate und Georg Kellermann findet der „Interkulturelle Garten“ mitten im Herzen des LGS-Parks eine Heimat. Entstehen sollen viele kleine Parzellen, die von allen Neumarktern für einen kleinen Obolus gepachtet werden können. Geplant ist eine Anordnung der Gärten in Form einer Pizza, wobei im Zentrum ein Brunnen errichtet werden soll. Die Anlage soll barrierefrei ausgestaltet werden und eine Gartenhütte als Lager die Geräte beherbergen. Auch eine Gemeinschaftsfläche für Kinder ist angedacht und schließlich soll der angrenzende Weiher ebenfalls mit einbezogen werden.

    Gärtnern in Neumarkt

    Der „Urbane Garten“ nimmt Gestalt an

    Im Augenblick wird das Projekt noch von der Stadt Neumarkt betrieben. Im Amt für Nachhaltigkeit werden die Projektideen gebündelt, die verschiedenen Interessenten zusammengebracht und das Zusammenwirken begleitet. Interessenten können sich über das Amt für Nachhaltigkeitsförderung unter der Telefonnummer (001 81) 2 5526 10 melden.

    Geplant ist allerdings, dass sich in Zukunft ein Verein um die Gärten kümmert. Auch soll die weitere Finanzierung verstärkt über Sponsoren und Spenden stattfinden. Ein Anmieten von Hochbeeten ist auch angedacht. Das Pilotprojekt der Interkulturellen Gärten entstand 1996 auf Initiative von zugewanderten nichtdeutschen Familien in Göttingen. Über die gemeinsame Nutzung intensivieren sich der Austausch und die Begegnung untereinander. So sind inzwischen nach dem Göttinger Vorbild weitere Gärten in Deutschland entstanden, so dass man fast von einer neuen sozialen Bewegung sprechen kann. (nlg)

    https://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt-nachrichten/spatenstich-fuer-interkulturellen-garten-21102-art2102395.html (mehr …)

  • Freiburg: Gartenvernetzung wird durch die Verwaltung organisiert

    (Teilnahme an der Vernetzungsrunde)

    In Freiburg ist beim Grünflächenamt „Freiburg packt es an“ angesiedelt. Die Mitarbeiterin kümmert sich um bürgerschaftliches Engagement draußen, also Baumpatenschaften, Gemeinschaftsgärten z.B.
    Es gibt ein kleines Budegt, das dieses Jahr aufgestockt wurde. Darüber werden kleine Materialien und dieses Jahr eine für alle offene Gartenberatung in drei Gemeinschaftsgärten durch Ronny Müller finanziert. SIe leihen manche Geräte an die Gärten aus und stellen die Flächen zur Verfügung.
    Sie lädt zusammen mit Treffpunkt Freiburg (auch ein Ort für Ehrenamt, zudem Träger mehrerer Gärten) die Treffen.

    Kurzinfos aus den Gärten
    -Klimagarten hat eine Gruppe von 25 – 30 Leuten, möchte ein Kompostklo bauen (dsa lehnt die Stadt aber ab, sie wollen keine Kompostklos auf den öffentlichen Flächen) und Sonnenliegen. Dafü versuchen sie, Holz von der Stadt zu bekommen.
    -Rieselfeld feiert sein 10-jähiges Bestehen in diesem Jahr, wird Hochbeete auswechseln (die stammen von von Bambis Beet), haben ein wenig mit Vandalismus der Sitzgrupe zu tun und Dauerbrenner ist die Bewässerung
    – neuer Garten: Gartenbande Haslach
    – Gartenzwerge KITA Violett: päadgogisches gärtnern im Garten der Kita, ggf können da auch Kinder hin, die von ihren Eltern einzeln in bestimmte Gemeinschaftsgärten geschickt werden, da gibt es dann aber gar kein Angebot für sie
    – Freibohnen St. Georgen: Hütte ist abgebrannt, die neue soll ein Dach haben, von dem mehr Regenwasser gesammelt werden kann. Sie sind 7 Leute in der Gruppe und bekommen beim Insektenschutz Unterstützung durch die Stadt (Sandlinse, Trockenmauer)
    – neuer Garten: Begegnungsort B.
    – neues Projekt von miteinander Freiburg Ost: urbaner Garten Hochdrof Plus
    -weiterer Garten: Mensagarten durch Fridays for Future.
    – weiterer Garten: Urbi et Orbi
    – Wandelgarten bekommt Kaffeesäcke und kann welche abgeben
    – Zusammen gärtnern hat noch immer Schwerpunkt auf Integration und Inklusion. Sehr gut kommt ein Beschäftigungsangebot für junge Menschen mit Beeinträchtigungen an, eine basale Ausbildung im Gartenbau nach der Schule. Wird von Aktion Mensch gefördert. Sie haben ein Kompostklo und wollen nun noch ein Kinderkompostklo bauen. Während Corona hatten sie große Schwierigkeiten mit Jugendgruppen und haben nun einen Zaun und schließen ab
    – essbare Stadt Waldkirch: haben Infosystem, so dass Leute, die nicht mitgärtnern, mitbekommen, was das ist und was das soll. Sie bauen zudem Geocaching auf und ein Film soll bei ihnen gedreht werden. Die Seebehindertenschule baut ein Insektenhotel und das Jugendforum einen Lehmofen (mehr …)

  • Berlin: Hanggarten muss Ergebnisse liefern

    (Projektbesuch)

    Der Hanggarten in Berlin Wilmersdorf ist ein vom Senat gefördertes Pilotprojekt. Eine Parzelle in einer Kleingartenanlage soll zu einem offenen Gemeinschaftsgarten entwickelt werden. Bei der Ausschreibung ist Parzelle X ausgewählt worden, die viel Erfahrung mit Schulgärten haben. Sie haben Geld für ein Jahr, Ziel ist es, dass der Garten dann eigenständig von einer großen Gruppe weiter betrieben wird. Bei den Gesprächen mit den Auftraggebern vom Senat geht es wohl immer darum, dass es noch viel zu wenig Leute sind und wenn sie das Projekt vergeigen, es sich auf die weitere Entwicklung von „Öffnung von Kleingärten für Gemeinschaftsgärten“ auswirken könnten. Sie fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt.
    Das Grundstück hatte bisher eine alte Dame, die in der Laube gewohnt hat (alter Vertrag machte es möglich), die Dame ist gestorben. Die große Laube wurde abgerissen, doch die große Betonbodenplatte verblieb im Garten. Diese nimmt in etwa die Häfte des Grundstücks ein, ein Teil davon ist unterkellert, aber wohl nicht tragfähig. Viel Platz zum Gärtnern gibt es nicht, denn das zweigeteilte Grundstück hat auch noch einen Hang, der eventuell von Wildbienen besiedelt ist.
    Es gibt schon eine Gruppe, die sich engagiert und mit vielen, oft konträren Ideen einbringt.
    Parzelle X überlegt, wie das Projekt ab August (da ist das Jahr dann schon um), verstetigt werden kann. Idee bei meinem Besuch: sie grünen einen Parzelle X Verein, damit können sie dann auch Gelder für andere Gemeinschaftsgartenprojekte beantragen. Oder sie suchen im Stadtteil nach einem Träger. Mitte April ist ein Werkstattgespräch mit den Auftraggeber*innen. (mehr …)

  • Landolfshausen: Gemeinschaftsgarten Teil eines Umweltpädagogikprojekts

    (Antrag/Antworten)

    Erdumdrehung e.V. macht umweltpädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche, Schulen. Es gibt einen Schulgemeinschaftsgarteb u.ä. Es gibt aber auch einen Nachbarschaftsgarten

    Wem gehört das Grundstück, was war vorher auf diesem Grundstück, ist die Nutzung
    befristet, müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie viel?
    • Das Grundstück gehört Andreas und Franziska Huhn (Aus dem Vereinsvorstand von
    Erdumdrehung e.V.)
    • Das Grundstück wurde bis 2020 von Schafen und Pferden beweidet und war an einen
    biologisch wirtschaftenden Landwirt aus dem Dorf verpachtet. Es ist nicht bekannt,
    dass in den letzten 10 Jahren Kunstdünger oder Pestizide auf der Fläche ausgebracht
    wurden.
    • Das Grundstück ist zunächst für 15 Jahre gepachtet. Es wird eine Pacht in Höhe von
    250 € pro Jahr gezahlt.
     Wie kommunizieren Sie die Möglichkeit des Mitgärtners und wie viele Menschen können
    Parzellen bewirtschaften?
    • Parallel zum Aufbau des Gemeinschaftsgartens von Erdumdrehung e.V. sind wir
    dabei das Gartennetzwerkes Göttinger Land zu entwickeln.
    • Die Planungen und Absprachen dazu erfolgen seit fast einem Jahr. Es sind bereits 20
    Gärten mit dabei und es gibt im Landkreis noch weitere. Die Homepage dazu ist in
    etwa 4 Wochen online.
    • Auf der Homepage gibt es eine Gartenbörse, die Gärtner*innen und Gärten
    vermittelt.
    • Ebenso erfolgt die Bekanntgabe durch die Kontakte des Vereins Erdumdrehung e.V.
    • Für die Erstellung der Homepage und für die Bekanntgabe durch Printmedien stehen
    für das Gartennetzwerk Göttinger Land bereits Gelder zur Verfügung.
    • Es können in dem Garten von Erdumdrehung e.V. etwa 20-25 Erwachsene Personen
    intensiv Gärtnern und Ernten. Dazu sind Kinder in dem Garten sehr willkommen.
     Wie groß ist die Gruppe, die die Parzellen nutzt? Wie viele Parzellen gibt es und wie viele
    davon werden gemeinschaftlich genutzt?
    • Bisher sind neben den Bildungsgruppen 5 feste Familien (10  Erwachsene) die den
    Garten mit bewirtschaften.
    • Es gib bisher 3 Parzellen mit 50 m² / 90 m² und 300 m² Dazu kommt die
    Streuobstwiese, die Schaf und Hühnerweide.
    • Die 90 m² werden von drei Familien unter Eigenregie genutzt.
    • Die Bildungsgruppen arbeiten nur auf dem „großen Acker“ die Pflege übernehmen
    die „privaten Nutzer“, da die Ernte großteils in die Sommerferien fällt, in denen
    keine Kindergruppen kommen, so haben alle etwas von dem großen Gemüseacker.
    • Es gibt noch weitere Fläche von 270 m² die für den Gemüseanbau geeignet ist und
    nutzbar gemacht werden kann. Je nach bedarf auch für individuelle Parzellen. Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag für ihre Parzelle?
    • Nein
     Wie kommunizieren diese Gärtner*innen untereinander und wie sind Sie in die
    Weiterentwicklung des Projekts eingebunden?
    • Das Projekt steht am Anfang seiner Entwicklung, bislang erfolgt die Kommunikation
    und die Weiterentwicklung des Projektes persönlich bei der Arbeit. Die Koordination
    und Absprachen übernimmt Franziska Huhn
     Wie sind die Parzellen organisiert? Können die Gärtner*innen diese dauerhaft nutzen oder
    ist das jeweils für eine Saison?
    • Die Parzellen stehen zur dauerhaften Nutzung zur Verfügung
     Wo sind die Gartengeräte für die Gartengruppe bisher untergebracht?
    • Der Gemeinschaftsgarten grenzt an das Wirtschaftsgebäude der Familie Huhn
    • Dort werden bislang die Gartengeräte gelagert und es ist dort ein Wasseranschluss
    vorhanden
     Woher kommt das Wasser?
    • Neben dem Leitungswasser ist auf dem Grundstück ein Brunnen sowie der Zugang
    zu einem Bach. (Auf die Angaben der Gemeinde zur Oberflächenwasserentnahme
    wird geachtet.)
     Sind die Gruppen, die regelmäßig aktiv sind, die angegebenen Kinder-, Schul- und
    Jugendgruppen?
    • Nein, auch die „freiwilligen“ Gärtner*innen
    • Es gibt noch keinen festen Termin für offene Gartennachmittage zum Gärtnern, sie
    sind aber in Planung
     Wie beteiligen sich die Träger dieser Gruppen an den Kosten des Gartens?
    • Die Schulklassen und Kitas zahlen für die Nutzung des Gartens. Davon wird sowohl
    ein Honorar an den Teamer sowie eine Nutzungspauschale für den Garten gezahlt.
    Die geplanten Einnahmen stehen für die Weiterentwicklung des Gartens zur
    Verfügung.
     Was genau meinen Sie mit Gartenprogramm?
    • Das Gartenprogramm betrifft die Bildungseinrichtungen. Diese kommen mit drei fest
    gelegten Terminen in den Garten und sähen, jäten, ernten und Kochen ihre Ernte am
    Lagerfeuer.
     Wie wird das „Toilettenproblem“ derzeit gelöst? Was passiert mit den Hinterlassenschaften,
    wenn es eine Komposttoilette gibt und wer kümmert sich darum?
    • Die Toilettennutzung erfolgt bislang im privaten Wohnhaus
    • Der Ausbau einer „öffentlichen“ Toilette ist in Vorbereitung• Die Pflege der Kompossttoilette übernimmt Andreas Huhn
    • Die Kompostierung der Hinterlassenschaften erfolgt auf dem Gelände.
    • Die Verteilung des Kompostes erfolgt nicht auf den Anbauflächen.
     Wer und wie viele würden wann die Toiletten, den Werkzeugschuppe, den Unterstand bauen
    und wie beteiligen sich die Gärtner*innen des Parzellenteils daran? Bitte fächern Sie die
    Kosten für die Materialien noch ein wenig auf
    • Der Bau der Kompossttoillette erfolgt als „Workshop mit den Parzellennutzern, dazu
    sind auch Interessierte für das Thema eingeladen. Im Rahmen des Gartenerzwerkes
    Göttinger Land sind mehrere Workshops zum Thema Komposstoillette und deren
    „Hinterlassenschaften“ mit einem Fachreferent geplant, da das Thema viele Gärten
    betrifft und es viele offene Fragen dazu gibt.
    • Der Bau der Hauptkonstruktion des Unterstands und des Geräteschuppens erfolgt
    durch die erwachsenen Gartennutzer*innen. Das Gestalten und und „Bretter
    annageln“ erfolgt durch die Kinder. Sowohl die der Familien als auch der
    Bildungsgruppen.
     Ist der „Große Gemüseacker der Teil, auf dem die Gruppen tätig sind ?
    • Die Gruppen sind nur auf dem großen Gemüseacker tätig. Die Pflege benötigt aber
    auch außerhalb der Gruppen Unterstützung und erfolgt gemeinschaftlich. Die Ernte
    v. a. in den Sommerferien wird aufgeteilt.
     Für wen beantragen Sie das Saatgut und die Jungpflanzen?
    • Da die Bewirtschaftung gemeinschaftlich erfolgt sind das Saatgut und die
    Jungpflanzen auch für die Nutzung der Bildungsgruppen vorgesehen. Ich verstehe,
    wenn das kritisch gesehen wird, eine Trennung ist da nur schwer möglich. Der
    Posten kann sonst gerne aus der Förderung entnommen werden. (mehr …)

  • Leipzig: Nachbarschaftsgarten Leutzsch macht Sensenworkshops

    (Antrag/Antworten)
    Der Start in 2019 auf der neuen Fläche in Leutzsch lief gut an und bekam richtig Schwung als der Brunnen im November installiert werden konnte. Durch die Tiefe des Grundwassers, ließ sich jedoch nur ein mit Strom betriebener Brunnen dafür nehmen. In den sehr trockenen Perioden, und die Jahre waren leider sehr trocken, bekamen wir durch eine hilfsbereite Mitgliedsfamilie Strom für die Füllung der Wassertanks. In 2020 wurde es aufgrund der vielen Einschränkungen schwierig dem Gemeinschaftsgartenkonzept gerecht zu werden. 

    Trotzdem versuchten wir  feste Strukturen durch regelmäßige Gartengespräche und über E-Mail und Telegram-Gruppen zu etablieren und wenn machbar den Zugang zu ermöglichen. Es wurden AGs gegründet, erst die für die Flächenplanung, die Gemeinsam Beeten Gruppe hat sich gegründet mit nun 38 Mitgliedern, die noch kleine Baugruppe und neben weiteren auch eine Baum- und Wiesen Gruppe mit versierten Baumpflegerinnen. So ist neben einem Gemeinschaftsbeet ein Permakulturbeet entstanden, einige Patenbeete für eigene Pflanzprojekte, eine Blühwiese, eine Kräuterspirale, Wein wurde angebaut, Frühbeete etabliert, ein Tauschregal und Spielgeräte sowie Sitzgruppen von einem Verein kamen in den Garten. Seit kurzem leben die Kaninchen in Leutzsch, da direkt neben dem Garten in Lindenau eine Großbaustelle entstanden ist und der ständige Lärm für die Tiere unerträglich war.

    Besonders der Bau der Sommerküche, die im Mai 2021 fertiggestellt wurde hat die Gemeinschaft zusammen gebracht. 500 gemeinsame Arbeitsstunden der Mitglieder haben zum Gelingen dieses großen Projektes beigetragen. Zwei Baumschnittkurse fanden zudem im Winter statt, die Ausgleichsfläche (für die Umwidmung von Streuobst in Gartenland) am Rande der Stadt wurde durch Mitglieder und Engagierte im Grünen Netzwerk mit Obstbäumen bepflanzt. Ein großer Geräteschuppen wurde aus einem alten aus Lindenau geupcyelt und beherbergt wichtige Gartengeräte, Gießkannen und anderes, was nicht verloren gehen darf. 

    In 2021 nahm der Garten am VielFalterGarten-Projekt teil und Mitglieder zählten Schmetterlinge. Ein richtiges Fest, um diese vielen Ereignisse gebührend zu feiern, konnte bisher leider noch nicht stattfinden, dafür viele kleine Einschulungen, Geburtstage im Kleinen Kreise, ein Flimmerabend, ein Urban-Gardening Workshop und ein paar Yogakurse. 

    In 2020 gab es im Sommer außerdem einen Sensen-Workshop, den wir mit Ekkehard Unger, einem ausgezeichneten Fachmann auf dem Gebiet des Sensens und Dengelns, durchführen ließen. Leider war der Zulauf gering mit 6 Teilnehmenden, wobei auch zwei davon gar nicht bis zum Schluss bleiben konnten. Wir bekamen das Feedback, dass 20 € pro Person für die anderen Interessenten nicht aufzubringen waren. Es wurde von Seiten einiger Mitglieder auch mehrfach danach gefragt, das Sensen zu wiederholen und die Wiese so insektenfreundlicher zu bewirtschaften. Im Moment beherrschen aktuell zu wenige dieses alte Handwerk, um der großen Wiese Herr zu werden.

    Insgesamt wollen wir solche Angebote für alle Menschen offen lassen und keinen davon ausschließen, auch nicht des fehlenden Geldes wegen. Deshalb haben wir diesen Workshop nochmals ins Auge gefasst und mit der zweimaligen Mahd an die Bedürfnisse der Streuobstwiese angepasst. Die Workshops wollen wir über einen anderen Fördertopf finanzieren. Sehr gerne wollen wir wieder Meister Ekkehard als Anleiter einladen. Mitmachen können einige beim Sensen und andere beim Zusammenrechen, manche beim Dengeln. Sicher wird es auch interessierte Zuschauer geben, da die Fläche auch für die Nachbarschaft offen ist. Erreichen wollen wir diese potentiellen Mitmachenden und Zuschauenden über Aushänge in der direkten Nachbarschaft und über die Gruppen bei Telegram. Das Ergebnis der Workshops wollen wir fotografisch und in Zahlen festhalten. Auch die Gründe für das Interesse wollen wir im Gespräch vor Ort herausfinden. Natürlich freuen wir uns ganz besonders, wenn wir damit neue Freunde für unsere einzigartige Streuobstwiese in der Stadt finden werden und so die Fläche auch für kommende Generationen erhalten werden kann.


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  • Minden: weitere Beete für den Gemeinschaftsgarten Tausendschön

    (Antrag/Antworten)

    • Wie viele Beete habt ihr jetzt und wie viele sind davon Hochbeete?

    Wir haben 18 Gemüsebeete, je 1 Kartoffel und Erdbeerbeet, 1 Tomatenunterstand, 1 Gewächshaus.

    4 Hochbeete mit einem Fassungsvolumen von je 1,31 m3, 

    1 Hochbeet 0,43 m3, 

    4 Hochbeete 0,21, 

    3 Hochbeete 0.15 m3. 

    Zusammen 12 Hochbeete.

    • Wie viele Menschen gärtnern bei euch, wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig da ist?

    von März – November  gärtnern mit Schulen, KiTas, Gruppen, Jugendhäuser, Soziale Einrichtungen, Workshops, FerienFreuzeit, Nachbarschaft, Flüchtlingsunterkünften ca.350 Menschen bei uns – auch während der Pandemie. Die Gruppe, die 3x wöchentlich da ist, sind 19 Personen. 

    • Wie viele Beete sind neu gebaut werden und wer hat diese gebaut?

    5 Beete aus Paletten sind neu gebaut. Das haben die Männer aus der Offenen Werkstatt  gemacht.

    • Für wen sind diese Beete, wer wird sie bewirtschaften und sind die dann für alle Gartenbesucher*innen gedacht?

    Die neuen Beete wurden für Kids, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigung gebaut.

    Sie werden von ihnen gemeinsam mit den Betreuern und unseren Ehrenamtlichen bewirtschaftet.

    Die alten Hochbeete sind für alle Gartenbesucher*innen gedacht. 

    • Wie viel Erde braucht ihr, wie viel Liter torffreie Bioerde bekommt ihr wo für 400 Euro?

    Wir brauchen noch 50 x 70 Liter torffreie Bio Erde. Wir bekommen sie in einem Gartenbaubetrieb in Minden.

    • Habt ihr bei der Stadt/Grünflächenamt schon nach guter Erde gefragt?

    Ja. Die Städtischen Betriebe liefern gute Erde für 30 qm Staudenbeet. Der Sturm hat großen Schaden im Tausendschön verursacht.u.a. brauchten wir einen neuen Gartenzaun. Zuvor mussten 20 m Betonfundament, das noch vom ehemaligen Eigentümer vor 70 Jahren 30 cm tief im Boden war, mit männlichen Helfern entfernt werden. 

    Um den Graben und das anliegende Staudenbeet wieder aufzufüllen, brauchen wir gute Erde, die bekommen wir von den Städtischen Betrieben. 

    Der neue Zaun aus Bio Kastanie ist dank 9 tüchtigen Männern nach 1 Woche / täglich 5 Stunden/ fertig. Er wurde bei einem Landschaftsgärtner in Minden bestellt.  

    Nächste Woche beginnen wir mit dem Auffüllen und der Gestaltung des Staudenbeetes. Die Pflanzen hatten wir vor den Bauarbeiten ausgegraben und an einen frostsicheren Platz gebracht.

    Während der Bauarbeiten wurden die Beete vorbereitet und am Samstag die ersten Jungpflanzen gesetzt.


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  • Pinneberg: Kulturgarten geht in die erste Saison

    (Antworten9

    1) Das Grundstück gehört Frank und Ralf Hallerberg. Die Möglichkeit der öffentlichen Nutzung als gemeinnütziger Verein war durch einen Familienkontakt der Gründungsmitglieder gekommen. Wir zahlen eine Jahrespacht von 750€ für den Hektar. Ich habe den Pachtvertrag einmal angehangen.

    2) Wir sind bisher ca. 30 aktive Menschen, vorwiegend aus Hamburg. Wir haben erst seit Januar Zugang zum Gelände, da es vorher verpachet war und konnten bei dem Wetter vor Ort noch nicht richtig starten, außer das Gelände Interessierten zu zeigen. Bei Instagram haben wir bereits 100 Interessierte. Am 26. März gibt es einen ersten Workshop, in dem autarke Arbeitsgruppen gebildet werden. Bevor wir die Nachbarschaft einladen, wollen wir eine Infrastruktur mit Kompost-Toilette, Wasser (Wasserpumpe derzeit kaputt) und einem Geräte-Lager zum Ausleihen aufbauen.

    Koordiniertes Gemeinschaftsgärtnern wird erst dann möglich sein.

    3) Barrierefreie Hochbeete sollen auch mit dem Rollstuhl genutzt werden können, indem es auf beiden Seiten eine Einkerbung gibt, um dann mit den Händen auch im Sitzen das Hochbeet bearbeiten zu können. 2 Vereinsmitglieder arbeiten in der Assistenz von Menschen mit Behinderung und haben dort bereits Interessierte gefunden, die gerne mitwirken wollen. Ein Student im Rollstuhl möchte sein Pflichtpraktikum bei uns absolvieren und ein weiterer Hobbygärtner, der durch einen Unfall nur noch seine Hände bewegen kann, möchte bei der Gestaltung der Hochbeete mitwirken. Josi arbeitet in der Altenpflege und macht eine Weiterbildung als Gartenthearpeutin. Hier möchten wir jedoch erst einladen, wenn Infrastruktur und Betreuung vor Ort gegeben ist. Wirklich bauen werden wir sie dann mit Anleitung von Sebastian Asiedu und bauerfahrenen Vereinsmitgliedern bzw. Interessierten. Die Workshops und Anmeldemöglichkeiten sollen über unsere Website und Instagram angekündigt werden.

    4) Leider hat der Sturm viele Bäume aus dem Boden gerissen, die sich gegenseitig gehalten haben. Andere hängen zum Teil noch schief in der Luft und sind gefährlich für das Gelände. Gesunde Bäume lassen wir natürlich stehen.

    5) Wir planen erstmal Gemüse in Hochbeeten anzubauen für dieses Jahr, dann wollen wir das Gelände langsam erschließen und schauen, was der Boden alles hergibt. Einen richtigen Wald gibt es nicht, nur einige sehr hohe Tannen im hinteren Bereich.

    6) Ein großes (Holz)- Schild und eine Infotafel werden gerade von Tatjana Zchei erstellt, die freie Kunst an der HFBK studiert. Das Schild wird am Eingangstor zum Fußweg sichtbar sein. Lanfristig könnte man mehrere Hinweisschilder auch am Anfang der Straße aufstellen, dazu müssen wir aber erst Rücksprache halten.

    Es gibt einen Mitgliedsantrag mit mindestens 8€ Mitgliedsbeitrag im Monat. Damit tragen wir nur unsere Fixkosten des Gartens. Wer das nicht zahlen kann, darf trotzdem mitgärtnern. Eine Vereinsmitgliedschaft ist keine Pflicht zum Mitmachen, aber ermöglicht es auch eigene Projekte vor Ort umzusetzen und die Vereinsarbeit aktiv mitzugestalten. Wir brauchen

    30 Mitglieder um die Fixkosten tragen zu können.


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  • Göttingen: Waldgarten startet

    (Antrag, Antworten)

    1. Wie viele Menschen sind in der Kerngruppe und in der Gartengruppe?

    Die aktive Gruppe besteht derzeit aus 30 Leuten. Die meisten sind Studierende, es gibt aber auch 3 berufstätige Personen und 1 Schüler, der nun aber für ein Jahr ins Ausland geht. Ca. die Hälfte davon sind sehr eng mit dem Projekt verbandelt und kümmern sich um die interne Organisation und Aufgabenverteilung. Die Kerngruppe besteht aus ca. 15 Personen und wir sind in 6 verschiedenen Arbeitsgruppen organisiert.
    Ein Jugendbildungsreferent von JANUN e.V., Herr Felix Möller, ist auch eine der aktivsten Personen im Projekt, dies vorwiegend als Ehrenamtlicher und nur in sehr geringem Umfang in seiner Rolle als JuBiRef.


    2. Die Mitwirkenden sind hauptsächlich Studierende, wie wollen Sie mit der erwartbaren Fluktuation umgehen? Wie wird gewährleistet, dass Wissen weitergegeben wird und Aufgaben nicht liegen bleiben?

    Um Wissensherrschaft zu vermeiden und allen Beteiligten den Zugriff auf alle nötigen Ressourcen und Informationen zu ermöglichen arbeiten und dokumentieren wir alles online auf Trello (6 verschiedene Boards) mit angeknüpfter Cloud. Dort wird alles dokumentiert, damit wir es auch später noch heranziehen können. 
    Um der Fluktuation entgegenzuwirken bemühen wir uns auch darum eine gute Gruppenatmosphäre zu schaffen und den Zusammenhalt in der Gruppe zu fördern, so dass sich alle wohl fühlen und gerne lange bleiben. Wir haben dazu auch Gruppenausflüge zu spannenden Orten wie andere Waldgärten und auch ein Soziokratieseminar in Planung. Da die Fluktuation in einer Unistadt wie Göttingen aber trotzdem immer ein wichtiger Faktor bleiben wird haben wir uns dafür entschieden, die Finanzierung einer zentralen Projektkoordinations-Stelle in Teilzeit über eine weitere Stiftung zu beantragen.
    Darüber hinaus sind 6 der Kern-Mitglieder Göttinger:innen (oder aus der näheren Umgebung) die auch vorhaben hier langfristig zu bleiben und mitzuwirken.
    Es ist auch mit unser Ziel jederzeit neue Menschen einzubinden und Menschen, die nur 2-3 Jahre in Göttingen sind, die Möglichkeit zu geben an so einem Projekt mitzuwirken. Mitglieder des Kernteams haben jahrelange Erfahrung in fluktuierenden Gruppen, z.B. aus dem Uni-Alltag oder anderen Vereinen.
    Die Gruppe wird über die Zeit aber weiterhin wachsen und es werden mehr Menschen dazukommen, die dauerhaft in Göttingen bleiben.

    3. Wie beteiligt sich die Schule(n) oder die Stadt finanziell an den Aktivitäten für die Schulkinder?

    Die Schulen und die Stadt beteiligen sich nicht finanziell an diesen Aktivitäten. Wir haben für die Lernräume in den Schulferien Honorargelder und in geringem Umfang Materialgelder vom Kultusministerium Niedersachsen beantragt und den anderen Teil bei der Anstiftung. Hier weitere Informationen: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/lernraume_2021/lernraume-2021-202006.html

    4. Beteiligen sich die Menschen, die bei den Workshops mitmachen, finanziell an Workshops/dem Projekt?

    In der Regel tun sie das nicht. Der Gedanke dahinter ist, dass jede:r es sich leisten können soll. Teilnehmende arbeiten bei Workshops geistig und körperlich mit. Diesen Beitrag betrachten wir im Garten als Teilnahmebeitrag. Ausnahmen gibt es bei teuren Honorarkosten (z.B. bei professionellen Permakulturworkshops, Soziokratieworkshops) oder wenn die Teilnehmenden etwas materielles privat mitnehmen (Bsp. Nistkasten).

    5. Wie lange braucht der Haseldom, bis er Dom ist und was passiert dann damit, gibt es eine Nutzungsidee?

    Ein Haseldom braucht ähnlich wie ein Weidendom ein paar Jahre (4-5) bis er tief gewurzelt hat und üppig begrünt ist. Er soll als Aufenthaltsort dienen und im Sommer Schatten spenden. Gleichzeitig soll er natürlich Haselnüsse abwerfen. Die Idee ist, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zusammen zu denken: Ein essbarer Aufenthaltsort. Schön wäre es auch, wenn anwesende Kinder den Dom als magischen Naturspielplatz wahrnehmen und nutzen würden.

    6. Woher kommen Bäume und Sträucher, die Sie pflanzen wollen?

    Sie kommen aus unterschiedlichen Quellen. Wir haben z.B. Kontakte zu regionalen Baumschulen und Gärtnereien, sowie auch zum botanischen Garten der Universität, wo wir Pflanzgut beziehen wollen. Wenn möglich kaufen wir das Pflanzgut in Bioqualität und regional. Bestimmte Pflanzen, die wir regional nicht bekommen können werden wir in anderen Baumschulen in Deutschland kaufen. Maximale Vielfalt an Arten und Sorten ist unser Ziel um diese in den Folgejahren zu vergleichen, zu vermehren und an andere urbane Gartenprojekte weiterzugeben. Wir vermehren auch selber Beerensträucher. Wir haben aber nur eine sehr begrenzte Vielfalt. Diese Pflanzen sind für Flächen vorgesehen, die später durch Bäume sukzessiert werden. Zudem nehmen wir Pflanzenspenden an.

    7. Was für Werkzeuge und Maschinen werden gebraucht und können diese nicht aus den anderen Gärten auf der Fläche geliehen werden?

    Einen Teil der Werkzeuge werden wir uns leihen, so wie wir es bisher gemacht haben. Aktuell stellt Felix Möller den Großteil des Werkzeugs und der Maschinen privat zur Verfügung (das ist als Dauerzustand aber ungünstig). Insgesamt herrscht im benachbarten Friedensgarten akuter Gartengeräte- und Werkzeugmangel. Der Friedensgarten ist chronisch unterversorgt mit Werkzeug und verfügt derzeit nicht über die entsprechenden Gelder zur Anschaffung. Das Leihen funktioniert deswegen hin und wieder, ist aber keine Dauerlösung. Umgekehrt wollen andere Gärten sich auch Geräte bei uns leihen (erste Anfragen gab es bereits) und wenn die Mitglieder des Friedensgartens ihr Werkzeug benötigen wenn wir unsere Workshops zeitgleich abhalten, kommt das Leihkonzept an seine Grenzen.
    Jedoch ist die Anschaffung nicht sofort in vollem Umfang nötig. Wir können sie zumindest teilweise auch auf später verschieben und erstmal noch mit privatem und geliehenem Werkzeug arbeiten. Auf diese Position im Antrag könnten wir also ggf. verzichten oder die beantragte Summe verringern.
    Lediglich ausreichend Gartengeräte für Kinder und Jugendliche gibt es in der Nähe nicht. Die müssen wir neu anschaffen.


    8. Was meinen Sie mit Wasserleitsystem und was für Kosten fallen dabei an?

    Die Stadt finanziert anteilig den Anschluss des EWG, des Friedensgartens und der neu gegründeten Stadtsolawi an die städtische Wasserversorgung. Das wird ein gemeinsamer Anschluss und dieser wird in der Nähe der Solawi-Fläche angebracht.
    Den Kostenanteil, den die Stadt nicht übernimmt, werden wir 3 Initiativen unter uns aufteilen – das haben wir nicht bei der Anstiftung beantragt. Was in unserem Antrag steht sind die Kosten für alle Komponenten die wir brauchen, um eine Leitung vom zentralen Wasseranschluss zur Grenze zwischen unserem Garten und dem Friedensgarten zu installieren. Von diesem zweitem Anschluss können dann beide Gärten profitieren. Derzeit bewässern wir lediglich über 3 IBC Tanks, die wir hinter unserer Hütte aufgestellt haben.


    9. Wie machen die Gärtner*innen der anderen Gärten auf der Fläche das mit der Toilette? Wer würde die Komposttoilette bauen und was wird da an Material und an extra Werkzeug gebraucht?

    Der Friedensgarten als Teil der internationalen Gärten verfügt über eine Komposttoilette. Diese dürfen wir vom EWG derzeit freundlicherweise mitbenutzen. Aufgrund der Größe der Gruppen ist das aber keine Dauerlösung, da die vorhandene Toilette nicht für eine häufig Nutzung konzipiert wurde.

    Sie ist auch unter einem anderen Aspekt nicht optimal konzipiert, es erfolgt nämlich keine Trennung zwischen nass und trocken Das begünstigt die Geruchsbildung und der Urin als wertvoller Lieferant von Stickstoff und anderen Pflanzennährstoffen geht verloren. Da wir den Urin fermentieren und als Flüssigdünger ausbringen möchten, brauchen wir auf jeden Fall eine Toilette die diesen getrennt auffängt. Die Komposttoilette werden wir in einem Workshop Ende April zusammen bauen und diesen Workshop auch extern bewerben. Einige unserer Aktiven haben bereits Erfahrung mit der Konzeption und dem Bau von Komposttoiletten und übernehmen in einer AG derzeit die Vorbereitungen. Als Material brauchen wir vor allem Holz, Pfostenanker/Einschlaghülsen, Schrauben, Nägel, Winkel, einen mobilen Container und eine umweltfreundliche Versiegelung für die Haltbarkeit. An Werkzeug bräuchten wir hier mindestens eine Handsäge und einen Akkubohrschrauber.


    10. Wo sollen die Werkzeuge untergebracht werden und wie kommen die Gärtner*innen da jederzeit dran?

    Das Werkzeug wird in unserer Hütte am oberen Eingang zur Fläche gelagert. Die Hütte kann man abschließen. Es ist immer eine Person mit Schlüssel auf der Fläche. Auf Dauer werden wir mehr Schlüssel nachmachen, sobald wir das Geld haben um ein besseres Schloss und die entsprechenden Schlüssel zu finanzieren. Die Gartengeräte kommen in einen Anbau an unsere Hütte. Dort gibt es bisher einen vergitterten Dachvorstand, der eine Tür und Verschalung braucht, damit es richtig nutzbar ist. Bis dahin werden unsere Gartengeräte auch im Hauptraum gelagert.


    11. Wer kümmert sich um die Werkzeuge?

    Das machen wir gemeinschaftlich. Nach jedem Gebrauch werden sie gesäubert und verräumt. Die Wartung und besondere Pflege wird unsere Materialgruppe organisieren und die Erstellung eines fact sheets zu allen Werkzeugen ist in Planung. Eine Inventarisierung der mit Fördergeldern erworbenen Werkzeuge ist selbstverständlich.

    12. Was passiert mit der Ernte? Und wann ist mit einer ersten Ernte zu rechnen?

    Geerntet werden kann quasi kontinuierlich aufgrund der gestaffelten Blüh- und Reifezeiten. Damit externe Besucher:innen wissen, welche Teile von welchen Pflanzen wann geerntet und wie verwendet werden können, wollen wir Tafeln mit den wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Pflanzen anbringen. Wir werden aber z.B. ein Erntedankfest und auch andere Feste und Aktivitäten organisieren, wo gemeinsam geerntet und bspw. mit dem Geernteten gekocht wird. Zudem ist ein Ernteverteiler Teil der Planung.
    Die ersten Pflanzen werden voraussichtlich nächstes Jahr im Frühjahr zum Ernten bereit sein, Kräuter und vereinzelte Pflanzen vielleicht auch schon dieses Jahr.

    13. Sollen auch Gemüse angebaut werden?

    Klassische einjährige Gemüsepflanzen haben wir bisher nicht eingeplant, da ein Hauptfokus darauf gesetzt werden soll zu zeigen, welche mehrjährigen Pflanzen in natürlichen Sukzessionen essbar sind.

    14. Haben Sie einen unbefristeten Vertrag für die Fläche?

    Ja, unser Pachtvertrag ist auf Dauer angelegt. Die Fläche ist bei der Stadt Göttingen gepachtet. Die Stadt hat das Projekt 2020 im Klimaschutzplan der Stadt Göttingen ausgezeichnet und unterstützt das Projekt ideell. Die Stadt macht auch bereits Werbung mit unserem Projekt. Es ist also nicht zu erwarten, dass sie den Vertrag kündigt. Unser Projekt ist auf mindestens 50 Jahre ausgelegt.

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  • Kiel: Gemeinschaftsgarten Alte Mu will Bauwagen für Veranstaltungen nutzbar machen

    (Antrag/Antworten)

    – wo genau ist das Grüne Klassenzimmer (= Bauwagen und Platz davor)? In welchem Teil des Gartens steht der Bauwagen? Wo habt ihr den her? Das Grüne Klassenzimmer befindet sich im Vorgarten der Alten Mu in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang. Jeder, der die Alte Mu auf diesem Weg betritt, geht daran vorbei. Dort steht auch der Bauwagen. Der Wagen wurde von einer alten Dame Namens Liselotte privat gekauft. Das war der Namensgeber.

    – Ist mit den Besitzer*innen der Fläche geklärt, dass der Bauwagen da stehen darf? Ja wir haben von der Alten Mu die schriftliche Bestätigung, dass der Wagen bis auf unbestimmte Zeit dort stehen darf.

    – wie groß ist der Innenraum, wie groß der Außenbereich? Wie viele Menschen können sich bei Veranstaltungen gleichzeitig im Bauwagen aufhalten? Innenraum ca. 8 qm. Außenbereich inkl. Sitzwabe in unmittelbarer Umgebung ca. 200qm. Fließender Übergang zum Rest des Vorgartens ca. 1000qm. Im Innenraum könnten sich 8 Menschen aufhalten bzw. sitzen. Größere Veranstaltungen finden im Außenbereich statt. Im Wagen können kleine Gesprächsgruppen stattfinden.

    – wozu werden mobile Pflanztische gebraucht? Wo werden die mobilen und die stationären Pflanztische stehen und wer nutzt die dann und wie oft? Die mobilen Pflanztische werden gebraucht, um auch an einem anderen „günstigeren“ Ort arbeiten zu können. Manchmal bietet es sich aus logistischen Gründen an, im Innenhof zu arbeiten. Oder manchmal kann es auch sinnvoll sein, direkt an der Lagerfläche der Erde am anderen Ende des Vorgartens zu arbeiten. Der stationäre Pflanztisch würde direkt beim Bauwagen stehen. Alle Teilnehmer der offenen Gartentreffen könnten dann dort zweimal die Woche arbeiten. Die Treffen finden immer unter der Anleitung von erfahrenen Mitgliedern des Vereins statt.

    – Wo habt ihr eure Gartengeräte bisher? Im Innenhof gibt es einen ca. 4qm Geräteschuppen.

    – Wo kommt der Strom für die Beleuchtung her? Der kommt per Kabeltrommel aus dem benachbarten Gebäude. Kabellänge ca. 30 Meter.

    – Könnt ihr den Bauwagen auch im Winter nutzen? Ja. Allerdings gibt es keine Heizung. Er dient aber trotzdem auch im Winter als Austauschort.

    – Wer wird die Bauarbeiten anleiten und was schätzt du, wie lange das dauern wird?Die Bauarbeiten werden durch die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder des PKZ angeleitet. Wir haben Expertise im Garten, Holzbau und auch Ingenieure. Wahrscheinlich werden 10 Treffen a 3h nötig sein. Der Zeitraum in dem diese 10 Treffen dafür verwendet werden schätze ich auf 2-3 Monate.

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  • Leipzig: Lenes Garten kämpft mit Vandalismus

    (Antrag/Antworten)

    ist Lenes Schulgarten die eine Parzelle von Lenes Garten für die DPFA zur Verfügung stellen? Ist diese Parzelle Teil von Lenes Garten oder ist die woanders?

    Der Schulgarten befindet sich in der hinteren Parzelle des Gartens, in der auch der Wassertank steht. Wir haben der Schule in der letzten Saison unsere Infrastruktur bzw. ganz konkret ein bestehendes Hochbeet zur Verfügung gestellt und dafür eine Spende von 120 EUR erhalten (was dem empfohlenen Spendenbetrag für die 4 Beeteinheiten eines Hochbeetes entspricht). Zudem haben die Schüler:innen gemeinsam mit den Lehrer:innen der Schule neben dem bestehenden ein eigenes Hochbeet, wofür wir Baupläne und Anleitung zur Verfügung gestellt haben, sowie unter Eigenregie ein grünes Klassenzimmer gebaut.

    – wer, wenn Sie das wissen, vermüllt und vandaliert und was haben Sie bisher ausprobiert? Gibt es hier Unterstützung von Seiten der Stadt? Betrifft das hauptsächlich den Garten oder den ganzen Park?

    Das Problem betrifft den ganzen Park und auch andere Initiativen vor Ort, wie bspw. Lenes Tauscho (= Tauschregal). Vandalismus in Form von Graffitis, Tags, mutwilliger Zerstörung oder in unserem Fall auch Pflanzenklau sind überall zu finden. Bei Lenes Garten kommt die versteckte Lage hinzu, die Personen einen Rückzugsraum bietet. Viele Geschehnisse im Garten sind auch einfach nicht nachvollziehbar, da sie vor allem abends/nachts ablaufen.

    Vor allem Jugendgruppen sitzen häufig im Garten, die für Müll und Vandalismus teilweise verantwortlich sind. Es halten sich auch Menschen im Garten auf, die dort Drogen konsumieren und genutzte Utensilien hinterlassen. Manchmal deuten Spuren auf Übernachtungsgäste, die ggf. obdachlos sind. Matratzen, Pappen und Decken auf den Bänken, aber auch Kleidung aus Kleiderspendekontainern oder Umsonstkisten finden sich an.

    Wir sind vor allem im Sommer sehr bemüht alle 1 bis 2 Tage aufzuräumen und potenziell für Kinder gefährliche Gegenstände zu entfernen und Ordnung zu wahren.

    Insgesamt hat der Vandalismus im Garten etwas nachgelassen, was uns eine gewisse Wertschätzung des Gartens vermittelt. Im Vergleich zu

    2016 ist die Drogenproblematik sichtbarer geworden.

    Die genannten Probleme sind bei der Stadt durchaus bekannt. Es gibt wohl auch verantwortliche Streetworker:innen für den Park. Zudem ist die Polizeipräsenz höher (auch/vor allem in Zeiten der Pandemie).

    – Was für Konzepte gibt es, um Vermüllung und den Vandalismus verhindern?

    Offene Kommunikation ist ein Konzept: Wenn wir Personen/Gruppen vor Ort antreffen, die Kippenstummel, Verpackungen etc. liegen lassen, sprechen wir das an und bitten um Beachtung der Sauberkeit.

    Wir haben einen Mülleimer neben der Sitzecke gut sichtbar aufgestellt (und angeschlossen). Dieser hat jedoch über die Jahre seine Form verloren und soll gegen eine stabilere Version mit fest angebrachten Deckel getauscht werden.

    Ansonsten erneuern wir regelmäßig unsere Aushänge im Garten, die über das Konzept oder auch mit kontextspezifischen Schildern zu Müll, Hundekot oder dem Garten als inadäquater Ersatz für eine öffentliche Toilette aufklären.

    Insgesamt versuchen wir einen „Broken window“-Effekt im Garten zu vermeiden, d. h. Verhaltensspuren zu beseitigen, die noch mehr ungewolltes Verhalten nach sich ziehen.

    – wie viele Beete gibt es derzeit und wie groß war nochmal die Fläche?

    Lenes Garten (ohne den Schulgarten) verfügt über 5 Hochbeete (davon ein flaches Beet, das sog. Kinderbeet), zwei kleine kubische Beete (Minze und Blumen für Insekten), eine Kartoffelpyramide und eine Kräuterspirale.

    Ein Hochbeet (3m x 1m) besteht aus 4 Beeteinheiten und wird von einzelnen Personen oder Gruppen bewirtschaftet.

    Die Fläche beträgt 490 m² (inklusive Hecken und Wege), davon sind 325m² als reine Gartenfläche ausgewiesen.

    – Die Stadt Leipzig fördert und unterstützt ja u.a. Gemeinschaftsgärten, haben Sie dort auch schon mal nach Unterstützung gefragt? Z.B. hinsichtlich des Grünschnittcontainers und des Häckslers und auch der Erde? (Benzin ist übrigens bei der anstiftung nicht förderfähig).

    Ja, das haben wir. Tatsächlich sind wir für den Verschnitt und dessen Entsorgung als Pächter:innen der Fläche selbst verantwortlich.

    Das Amt für Grünflächen und Gewässer ist unser Ansprechpartner bei der Stadt. Hinsichtlich der Verantwortlichkeiten anderer Stellen/Ämter/der im Park tätigen Personen, die für Reinigung, Pflege und Co. zuständig sind (v. a. die Stadtreinigung), gibt es keine transparente Kommunikation bzw. stellt sich diese als schwierig heraus. Es gibt keine verbindlichen Regelungen oder Absprachen.

    Wir sind bemüht, erneut Kontakt zur Stadtreinigung zu suchen, um günstige Möglichkeiten zur Entsorgung von Verschnitt zu finden. Bezüglich des kalkulierten Grünschnittkontainers und dessen hoher Kosten (399 EUR) haben wir lange gehadert und sind nach nochmaliger Beratung zu dem Entschluss gekommen, dass wir diese Position wieder aus dem Antrag streichen wollen. Die aktuellen Alternativen sind:

    – den vorhandenen bzw. neu anfallenden Verschnitt komplett zu häckseln (an ca. 2 Tagen vor Ort) inkl. der Gewinnung von Holzschnetzeln zur Weiterverwendung im Garten oder

    – der selbst organisierte Transport des Verschnitts in mehreren Touren zum Wertstoffhof Der zeitliche und auch ehrenamtliche Arbeitsaufwand ist hier wesentlich höher, aber in gemeinsamen Aktionen machbar.

    Die Stadt bietet auch eine Förderung an. Diese wurde vor einigen Jahren durch die Erweiterung der Fachförderrichtlinien von Kleingärten nun auch Gemeinschaftsgärten ermöglicht.

    Der Aufwand der Beantragung ist sehr hoch und vor allem an den Bedarfen der Kleingärten orientiert. Aus dem Austausch mit anderen urbanen Gärten wissen wir, dass es hier bzgl. der Verteilung der Fördersummen Probleme gab bzw. die beantragten Summen nicht voll gewährt werden konnten.

    – Was für ein Pavillion soll im Garten stehen und woher würden Sie diesen beziehen?

    Es handelt sich um einen robusten, auf- und abbaubaren Pavillon (Faltpavillon für ca. 90 EUR), den wir nur temporär für Veranstaltungen (Flohmarkt, Workshops, Saisonauftakt, etc.) als

    Sonnen- und Regenschutz aufstellen wollen. Wir dürfen leider keine festen Bauten auf der Fläche errichten, wozu auch selbst gebaute Pavillons oder Carportähnliche Überdachungen zu zählen sind. Daher müssen wir uns auf einfache Pavillons zurückgreifen, die leider nicht ewig halten. Hierbei handelt es sich um die zweite Anschaffung dieser Art.

    – Sollen Bänke und Tische für die Sitzecke selber gebaut oder fertig gekauft werden? Wenn Sie gebaut werden, wer würde da mitbauen?

    Die Bänke und der Tisch werden selbst geplant und errichtet. Gleiches gilt für die Unterkonstruktion des Wassertanks und die Igelhecke. Auch die bestehenden Bänke, die wir ebenfalls selbst gebaut hatten, werden repariert und erweitert (Austausch und Hinzufügen von Latten, Rückenlehne erneuern, Streichen). Dafür haben wir entsprechendes Material (vor allem das Holz, aber auch Schrauben, Farbe etc.) einberechnet. Das Ganze setzen wir in Workshops um und laden über unseren Newsletter bzw. Social Media Interessierte und unsere Gärtner:innen ein. Je nach Aufwand findet die Umsetzung des Workshops „Sitzecke“ in 1 bis 2 Tageseinsätzen statt, gegebenenfalls auch an zwei Wochenden.

    – Wo werden die Werkzeuge untergebracht und wie werden die gegen Vandalismus und Diebstahl gesichert werden können?

    Wir können die Werkzeuge und Gartengeräte (Schaufel, Spaten, Sägen, Schlauch, Wasseruhr etc.) nicht vor Ort lagern. Eine schwere und große Metallkiste, Laube bzw. Hütte (die wir nicht errichten dürfen) oder Ähnliches würden aufgebrochen werden und zu Diebstahl führen. Ungefähr in 50m Entfernung haben wir dir Möglichkeit über Gartenfreund:innen erhalten, unsere Geräte in einem eigenem Keller zu lagern, was seit mehreren Jahren gut funktioniert. Bei Bedarf werden die benötigten Dinge in den Garten gebracht und zur Verfügung gestellt.

    Ausgeschlossen davon sind die alltäglichen Gartenwerkzeuge, wie Kombihacke und Blumenkelle sowie Gießkannen, die über Zahlenschlösser gesichert am Wassertank hängen und von den Gärtner:innen, denen der Zahlencode vorliegt, genutzt werden können. Diese Schlösser müssen aufgrund von Verlust oder Vandalismus regelmäßig erneuert werden. Auch hier sind wir bemüht ein haltbares/unknackbares Schloss zu finden.

    – Wie beteiligen sich die Gärtner*innen nochmal an den Kosten und was trägt die Schule für die Finanzierung bei?

    Die Gärtner:innen beteiligen sich in Form einer Spende zur Nutzung der Beeteinheit. Ein Hochbeet besteht aus 4 Beeteinheiten, wobei wir pro Saison 20-40 EUR pro genutzter Beeteinheit veranschlagen.

    Die Schule zahlt für das von uns gestellte Hochbeet 120 EUR pro Saison.


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  • Tübingen: Grüner Tilsiter – Gruppe ist sehr aktiv

    (Antrag/Antworten)

    Rückblick 2021
    Beetumrandungen
    Aus alten Holzlatten und Stäben (lagernde Reste) wurden Beetumrandungen für Erdbeeren und Rhabarber
    gebaut.
     
    Bodenverbesserung
    Etwas über 3 Tonnen Kompost wurden uns angeliefert. Von mittags bis zum Sonnenuntergang waren zahl-
    reiche Helfer (Gartenleute und Ehemalige) damit beschäftigt den Komposthaufen vom öffentlichen Grund
    in den Garten zu verfrachten. Jeder half so gut er konnte. WIr liehen uns Schubkarren und große Ei-
    mer/Wannen vom Nachbarn und sind dankbar über die freundliche Unterstützung aus unserem Umfeld.
    Bisher haben wir aus unseren Komposten (wurden von uns erstmals neu strukturiert) und vom Nachbarn
    Kompost bezogen. Dies reichte bei Weitem nicht aus, um die Anbauflächen zu speisen. Unser Boden ist im-
    mer noch in einem ungenügendem  Zustand und wir arbeiten weiter daran (siehe vorgesehenes Mulchen
    mit Hackschnitzeln und Einbringen von Pflanzboden). Weiter haben wir mit Rasenschnitt, Laub und Stroh
    gemulcht und Blütenmischungen (Gründünger) auf den freien Beetflächen zur Bodenverbesserung ausge-
    sät.
     
    Hochbeet
    Zum rückenschonenden Gärtnern und um das Schneckenproblem für Setzlinge etc. zu lösen, hat sich die
    Gartengemeinschaft darauf geeinigt ein Paletten-Hochbeet zu bauen. In einer gemeinsamen Samstags-Ak-
    tion wurde das Gartenstück begradigt und für das Hochbeet vorbereitet. Das ca. 3m² große Hochbeet
    wurde an dem Tag zusammengeschraubt, am Boden mit einem Drahtgitter als Nagetierschutz und anschlie-
    ßend ringsum mit Noppenfolie ausgekleidet.  
    Im Anschluss erfolgte die Befüllung. Beginnend mit Astwerk und Grünschnitt und anschließend randhoch
    mit der frisch gelieferten Komposterde. Im laufenden Gartenjahr wurden Zucchini, Kräuter, Rote Beete und
    Kohlarten gepflanzt. Im Vergleich zu den Pflanzen in den Bodenbeeten war der Ertrag an Zucchini deutlich
    höher. Über das gesamte Jahr sank das Beet deutlich um fast die Hälfte des Füllvolumens ab und muss für
    die kommende Saison aufgefüllt werden.
     
    Reparatur des Tomatendachs und erweitere Regenwassergewinnung
    Im Gemeinschaftsgarten steht seit einigen Jahren ein Tomatendach, welches über die Zeit unter den Wet-
    terbedingungen gelitten hat. Während der vorherigen Gartensaison ist den GärtnerInnen aufgefallen, dass
    die bisherige Dachkonstruktion ihren Zweck nur bedingt erfüllt, da auf der Wetterseite nicht genügend
    Dachvorsprung vorhanden war, um die Pflanzen vor Wasser, und somit der Kraut- und Braunfäule zu schüt-
    zen. Zudem bestand der Wunsch in der Gruppe, die Regenwassergewinnung zu erhöhen. Aus diesen Grün-
    den wurde in einem ersten Schritt die Balkenkonstruktion repariert, begradigt und um die Dacherweiterung
    ergänzt. Im Anschluss wurde das Dach mit Kunststoff-Wellplatten gedeckt und eine Regenrinnenkonstruk-
    tion ergänzt. Leider musste das Dach nach einem starken Unwetter mit Hagel bereits im Juni repariert wer-
    den. Eine Mitgärtnerin spendete dem Garten ein Regenfass mit deutlich mehr Volumen als unsere Regen-
    tonnen haben. Durch die Aktion musste über das gesamte Gartenjahr deutlich weniger Wasser über einen
    Schlauch in den Garten geschafft werden.
     
    Öffentlichkeitsarbeit
    Auf der Website des Werkstadthauses wird der Grüne Tilsiter kurz vorgestellt und seit der Saison 21 unsere
    offenen Gartentermine angekündigt. Ebenso finden PassantInnen einen Aushang am Gartentor. An Tagen
    des offenen Gartens können Interessierte unverbindlich dazustoßen und uns kennenlernen:
    https://www.werkstadthaus.de/fr/handwerk/gemeinschaftsgaerten
     
    Eine große Hecke schützte den Garten bisher vor neugierigen Blicken, schirmte uns aber natürlich auch vor
    potentiellen Mitgärtner:innen ab. Daher haben wir in einer größeren Aktion, die Hecke gestutzt und im glei-
    chen Zug die Mirabellenbäume von zwei zudringlichen Thujen befreit. Durch die Ausforstung gewannen wir
    neuen Raum, über dessen Nutzung wir derzeit noch debattieren. Die Säge- und Schneideaktion verlief rich-
    tig super. Viele Gartenmitglieder waren zum Helfen dabei und wir hatten richtige Profis am schweren Ge-
    rät. Weiter wollen wir uns bei Baumkundigen informieren, was wir den Mirabellen zukommen lassen dür-
    fen, damit sie bessere Wachstumsbedingungen erfahren. Die Früchte sind sehr schmackhaft.
     
    Pflanzentauschbörse extended: Die diesjährige Pflanzentauschbörse wurde durch das Werkstadthaus auch
    auf sämtlichen digitalen Kanälen angekündigt und erfreute sich eines regen Austauschs. So wurden die da-
    für angesetzten zwei Wochen um viele weitere Wochen überzogen.
     
    Gemeinschaftsaktionen
    Leider hinkt unsere Kommunikation und Organisation immer wieder und wir brauchten und benötigen wei-
    terhin viel Zeit zur Aussprache. Ebenso ist es immer wieder eine Herausforderung alle Ansichten und Ge-
    schmäcker unter einen Hut zu bekommen. Uns liegt aber daran, dass sich jeder gehört fühlt. Als Abstim-
    mungsmethode führten wir im Sommer ‘21 das Systemische Konsensieren ein, damit unsere Diskussionen
    nicht weiterhin ausufern und wir handlungsfähig bleiben. Der Wunsch nach einer Art Leitbild kam auf. Hier-
    für arbeitete eine Mitgärtnerin mit systemischem Hintergrund Fragen zur Gruppenidentität aus, die nun in
    Bearbeitung sind und uns als Wegweiser dienen sollen.
     
    Was haben wir 2021 gelernt?
    ●  Taglilien sind (fast) unsterblich.
    ●  Auf das Wetter haben wir keinen Einfluss: am 23.06.2021 wurde unsere Region von einem
    enormen Unwetter überrascht. Insbesondere der Hagel machte unserem Gemeinschaftsgarten
    schwer zu schaffen. Alles bisher Gewachsene (Stangenbohnen, Gurken, Zucchini,…), die Erdbeeren
    (dieses Jahr von den Schnecken verschont und zahlreich mit geschmackvollen Früchten bestückt),
    Blüten, Johannisbeeren + Stachelbeeren (dieses Jahr dank Mulchen und Düngen (?) auch mit
    zahlreichen Früchten besetzt) wurden komplett zerstört. Das frisch sanierte Tomatendach wurde
    auch komplett zerlöchert und musste somit nach kürzester Zeit erneut provisorisch repariert
    werden.
    ●  Schnecken kommen und gehen, wir haben aber weiter ein Argusauge darauf.
    ●  Vieles kann gebraucht und umsonst erworben werden. Durch unsere Bekanntenkreise, das Suchen
    im Nachbarschaftsportal und in digitalen Kleinanzeigen konnten wir einiges für geschenkt ergattern
    (Gartenmöbel, Pflastersteine, Sonnenschirme, Weinreben, Pflanzen, Regenfass,…). Ebenso gaben wir wieder zurück, was uns mittlerweile nicht mehr dienlich ist.  Diese Haltung wollen wir auch im
    Jahr 2022 weiterverfolgen. Bislang bekommen wir für 2022 Stroh, Brombeeren, Himbeeren und
    Trittplatten geschenkt.
     
    Projekte 2022 (wahrscheinlich Ausweitung auf 2023 nötig, da sehr umfangreich!)
    1.  Einfassung der Beete auf der rechten Seite, zur Absicherung und Kennzeichnung der
    Abbruchkanten und besserer Wegeführung. Aufschütten der Beete mit Erde und Hackschnitzeln
    zwischen dem Hochbeet und der Grillstelle, um über das Niveau des MIttelweges zu kommen und
    ein großes Beet mit Trittsteinen zu schaffen. Hierauf in verschiedenen Zonen unterschiedliche
    Bienenfreunde und Gemüse pflanzen.
    2.  Tomatendach reparieren und zu Gewächshaus-ähnlichem Objekt erweitern
    3.  Spalier und Rankhilfe bauen. Am Zaun zum Nachbarn entlang Spalier zum Naschen von
    Brombeeren und Weintrauben.
    4.  Kartoffelturm bauen
    5.  Holzmöbel witterungsfest machen
    6.  Palettenbank aus Restbestand bauen
    7.  Umsetzen Komposte und Regentonnen
    8.   
    Projekte, die wir noch nicht im Kostenplan kalkuliert haben und uns noch nicht im Klaren darüber sind, ob
    wir Kapazität dafür haben, oder diese 2023 umsetzen:
    9.  Umgestaltung Sitzecke (“Pergola”)
    10. Nistkästen und Insektenhotel bauen (gegebenenfalls Workshop in Kooperation mit Werkstadthaus
    und zur Öffentlichkeitsarbeit machen)
    11. Renovierung Hütte

    Bisher gab es ja keine Umlage zur Finanzierung des Gartens, ist das inzwischen geplant? Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten für die Pflanzen und das Saatgut? Einiges sollte ja auch selber vermehrt werden und es gab die Tauschbörse: wie erfolgreich ist die Eigenvermehrung/anzucht? Was passiert mit der Ernte?

    Bei der diesjährigen Tauschbörse waren so gut wie keine Gemüsepflanzen dabei. Mehr Blumiges. Und wir haben viel Melisse und Erdbeerpflanzen hergegeben. Zum Anbau hat die Tauschbörse also keinen Mehrwert für uns gebracht. Die Eigenvermehrung ist bislang alles andere als erfolgreich. Hauptfaktor ist wohl, dass wir überhaupt mal froh sind, wenn irgendetwas bis zur Ernte gedeiht. 2020 haben die Schnecken das meiste gegessen, 2021 hat der Hagel das meiste zerstört. 2020 haben wir versucht Spinat zu vermehren. Der wuchs 2021 nicht an, sodass wir wieder Samen kauften, die ebenso nicht ausschossen. Wo keine Pflanze, da keine Vermehrung. Das einzige, was rege wuchs, waren die Stangenbohnen. Hier haben wir schlichtweg vergessen von der ersten Ernte Bohnen für Saatgut zu behalten. Ansonsten hat noch genau eine Zucchinipflanze wirklich getragen. Und ein paar Gürkchen kamen. Wahrscheinlich waren wir über diese heilige Ausbeute so froh, dass wir gar nicht an Vermehrung gedacht haben. Ansonsten haben wir Himbeerpflanzen mittels Stecklingen vermehrt. Durch das Nachfragen rückt das Thema nun wieder mehr ins Bewusstsein und wir werden versuchen es besser umzusetzen.


    Es ist eine erwachsene Gärtnerin weniger als beim letzten Antrag, es ist eine eher kleiner Gruppe – doch gibt es einige Ideen und Maßnahmen, um sichtbarer zu werden, toll! Hat es schon zu mehr Interesse geführt, dass ihr nun einen eigenen Bereich für die Gärten bei eurer Werkstatthaus-ÖA/Site habt? Soll es auch Veranstaltungen für die Nachbarschaft geben, werden ggf. Flyer/Zettel in nahe Bioläden o.ä. aufgehängt?
    Unsere Gruppe ist nicht riesig, aber im Verhältnis zur Grundstücksgröße doch relativ passend. Außerdem gärtnert bei uns ja auch das Kinderhaus Janusz Korczak mit. Zudem muss man sagen, dass ein reger Wechsel besteht. Jährlich kommen neue dazu, andere müssen (häufig aufgrund veränderter Lebensumstände) gehen. Derzeit gibt es zwei neue Interessentinnen, die diese Saison einsteigen möchten. Hier müssen wir uns noch absprechen, wie wir das gut begleiten können. Wahrscheinlich ist derzeit aber ein guter Moment, weil wir uns ja auch gruppenintern neu formieren möchten (Leitbild, Gemeinschaftssinn, Mitgliedschaft Werkstadthaus, etc.). Vielleicht trägt das auch zu weniger Fluktuationen und einer verbindlicheren und eindeutigeren Teilnahme bei. Ein erster Schritt war mit dem Werkstadthaus im Februar 2022 in Austausch zu kommen und erst mal eine gemeinsame Basis für die Gartengruppe zu schaffen. Die Idee mit dem verstärkter in der Nachbarschaft publik machen, nehmen wir gerne zum Überdenken an. Es gibt ein Nachbarschaftsportal auf dem das Werkstadthaus unsere Termine zum offenen Treff gepostet hat. 


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  • Freiburg: Essbares Rieselfeld wächst und gedeiht

    (Antrag, Antworten)

    1. wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die anderen Nutzer*innen (Schulgruppe, Kindergruppen) an den Kosten des Gartens?

    Wir haben sogut wie keine Kosten. Letztes Jahr haben wir eine Kasse organisiert und jeden gefragt mindestens 2 € reinzugeben. Viele haben auch mehr gegeben ( 5-20€), aber einige der Mitgärtner sind sehr knapp bei Kasse ( z.b. eine deutsche Familie mit 4 Kindern die in einer 3 ZimmerWohnung wohnt oder eine Tunesische Familie mit 4 Kindern die am andere Ende der Stadt wohnt und gerne bei uns mitmacht). Samen bekommen wir teilweise von Jürgen Wehrle ( Dreschflegel, Samenfest usw). Sonst gibt es Samentausch etc.

    Kindergruppen machen eher mit im Rahmen besondere Ferienprogramme, ohne Kostenbeteiligung.

    2. habt ihr eine unbefristete Nutzungsmöglichkeit der Fläche? Zahlt ihr da Pacht? Nein, keine Pacht: Nutzungsvereinbarung wurden durch K.I.O.S.K. ( Verein, der Träger vom Glashaus ist, wo ich vom 2008 bis 2021 im Vorstand war, und dessen Aufgaben u.a. sind, die Bewohnerinitiativen zu unterstützen) unterschrieben. Solange wir uns an die Regeln halten, freut sich das GuT das alles so gut läuft.

    3. die Kosten für Kompostlierferung sind das die Kosten für die Lieferung an sich oder für den Kompost? Wie teuer sind die Lieferkosten?

    Wir haben schon 2 mal Kompostlieferung gehabt. Das erste Mal hat eine Firma, die Gemeinschaftsgarten unterstützen wollte, die Kosten gespendet, das 2te Mal hat es der KIOSK Verein übernommen.

    Die Kosten sind sowohl für den Transport als für den Kompost selbst. Leider habe ich die Zahlen nicht, ( könnte sie bei Bedarf besorgen) aber die Lieferung ist der größte Posten. Da die Firma, die liefert , maximal 3m³ transportiert, ist es nicht möglich mit anderen Gemainschaftsgärten die Lieferungskosten zu  teilen. Das hatten wir schon versucht!

    5.  können die Pfähle für die Beeren nicht auch aus vorhandenen Materiale (Stöcke?) hergestellt werden? Habt ihr schonmal auf Ebay geguckt oder über nebenan.de gesucht?

    Nein, haben wir nicht. Wir dachten , es wäre gut wenn es richtig starke Pfähle sind, die länger halten. Wir können aber gerne anders versuchen, wenn es anders nicht geht!

    6. was genau ist ein Holz-Komposter-Bauset? Woher würdet ihr das bekommen? Wer kümmert sich um den Kompost, wie kompostiert ihr derzeit?

    Das ist eine Umrandung für einen Komposthaufen aus Holz. Einer unserer drei alten ist baufällig und sollte ersetzt werden. Wir würden einen im Baumarkt kaufen und aufbauen. Um den Kompost kümmern wir uns prinzipiell alle, wobei zwei Mitgärtner mehr verantwortlich sind. Jedes Jahr haben wir bis jetzt immer unseren selbstproduzierten Kompost gesiebt und verteilt.

    7. für wen ist das Hochbeet und wer wird das bauen?
     

    Wir ersetzen ein bestehendes Hochbeet, welches wir vor Jahren vom Stadttheater bekommen hatten, als der Garten dort aufgelöst werden musste. Leider haben die improvisierten Materialien nicht so lange gehalten. Wir würden es gerne durch etwas langlebigeres ersetzen. Die zwei anderen beiden Hochbeete ( auch vom Stadttheater)  halten noch bis nächstes Jahr mit etwas Pflege. Dann müssen wir auch hier gucken.
    Unsere Hochbeete sind Gemeinschaftsbeete und stehen direkt am Weg.
    Das neue Hochbeet wird in freiwilliger Arbeit von unserer Gruppe errichtet. 
    Für den Aufbau gibt es im Internet Anleitungen. Steffen stößt die Aktion an und koordiniert. Helfer mit Werkzeugen haben sich bei uns bislang immer gefunden. Die Kinder freuen sich darauf, das Hochbeet dann zu bemalen und später die Radieschen zu ernten.


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  • Berlin: Weiterentwicklung des Schalottengarten

    (Antrag, Antworten)

    Seit dem Umzug im Jahr 2020 hat sich einiges getan:

    ·    Aufbau aller Hochbeete inkl. Wurzelfließ und Mäusegitter

    ·    Kauf eines gebrauchten Geräteschuppens

    ·    Anschluss eines Wasseranschlusses

    ·    Anschaffung eines gebrauchten Wassertanks

    ·    Aufstockung mit Erde und Humus für alle Beete

    In 2022 wollen sie noch weitere Beete mit Aufsetzrahmen aufgestockt und die angrenzende Garage gestrichen werden.

    Wir gehören zur Bahn-Landwirtschaft Bezirk Berlin e.V.

    die Kontonummer ist die bereits bekannte. 

                   • Wie groß ist denn die Gruppe, die gärtnert inzwischen?

    wir sind im Moment 17 Gärtner*innen

                     

                   • Wie viele Beete gibt es, wie viele davon sind Gemeinschaftsbeete?

    Es gibt 50 Beete, davon gibt es Gemeinschaftsbeete für Blumen. Zudem haben wir gemeinschaftliche Sträucher und Bäume. Gemeinschaftsflächen : Hang Gr. 16, Grundkante, Bereiche am Totholzwall, Gnadenbeet am Holunder. Da kommt einiges zusammen.

                  

                    Wie zugänglich ist die Fläche, wie würden Sie die Lage beschreiben? Was grenzt an die Fläche?

    Der Garten ist immer zugänglich, wenn wer da ist (was bei 17 Leuten zumindest in der Saison fast immer ist), Zaun ist nur gegen Schubkarren etc., viele klettern regelmäßig unkompliziert drüber und genießen den Garten/Bänke. Zwei Törchen.

                   

                   • Wie wurde der Wasseranschluss finanziert?

    Der erste Wasseranschluss wurde über die Anstiftung finanziert, der zweite auf der neuen Fläche wurde zur Hälfte von der Anstiftung finanziert.
     

                  
                   • Wie lange haben Sie die Fläche „sicher“? Wie sind die Kündigungsfristen? 

    Wir haben die Fläche jetzt seit 2020, es gibt keine Kündigungsfrist, bisher gibt es keine Kündigung, aber wenn man sich Pläne ansieht, könnte es passieren, dass unser Garten Plattgemacht wird.

    Deshalb werden wir verstärkt Öffentlichkeitsarbeit leisten wollen und auch müssen.. es droht weitere Versiegelungen von Flächen und vielen Kleingärten wurde schon gekündigt. Da wollen wir uns unbedingt dagegen stemmen!!

                  

                   • Soll auf den dann gestrichenen Wänden Infos zum Schalottengarten stehen oder wie soll über die gestrichenen Wände mehr Aufmerksamkeit für den Gemeinschaftsgarten geschaffen werden?

    Der Garten befindet sich in einer Kleingartenkolonie, direkt daran befindet sich ein Weg, der von vielen genutzt wird. Von weitem sieht man die Garage, es macht einfach einen schöneren Eindruck und dadurch kommen bestimmt auch noch mehr Besucher vorbei. Die Garage dient hierzu als Eyecatcher.

    Zusätzlich könnte man so eine Art Eigenwerbung draufmalen. 

                  
                   • Wie ist der Kontakt zum Kleingartenverein, wie wird der Gemeinschaftsgarten dort gesehen, unterstützt?

    Die Fläche wurde uns durch den Vorstand proaktiv zur Verfügung gestellt (ohne Pachtzins!) mit dem Anspruch, mehr Öffentlichkeit zu schaffen für die Gefahren für die Kolonie. Rodung des neuen Geländes durch Jan Winkler
    Verlegung der Wasserleitung/Kauf Wasseruhr, Finanzierung des Zauns/Schloss/Schlüssel. Einstellung der Pächter den Schalotten gegenüber aber durchaus gemischt.


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  • Halle: „high-tec“ Kompost und Gewächshaus für alle im Gemeinschaftsgarten „alte Gärtnerei“

    (Antrag, Antworten)

    Ausgangspunkt
    Der Gemeinschaftsgarten „alte Gärtnerei“ am Galgenberg 2 in Halle, ist die „Erbin“ der alten
    Stadtgärtnerei von Halle.
    Mit Beginn des Projektes 2018, waren viele Gewächshäuser und ein Teil der Anzuchtsinfrastruktur
    marode aber erhalten. Seit dem konnten wir sie nach und nach wieder zugänglich und nutzbar
    gemacht werden. Deshalb verfügt der Gemeinschaftsgarten über ein unüblich großes Gewächshaus,
    das wir modifizieren wollen, um bunter zu werden.
    Der Garten
    Der Gemeinschaftsgarten hat einen öffentlichen, wöchentlichen Gärtner*innentag.
    Für Interessierte stellen wir einmal im Monat unseren Garten vor und ab Mai können bei uns einmal
    monatlich die Kräuterbeete mitbeerntet werden.
    Im vergangenen Jahr waren wir Mitprotagonist, bei den Nachhaltigkeitswochen der Stadt Halle, der
    Gemeinschaftsgarten Radtour und dem alternative Vorlesungsverzeichnis.
    In diesem Jahr sind wir bereits bei Pflanzeklimakultur engagiert.
    Der Gemeinschaftsgarten ist ein Teilprojekt des multidiversen Raums der am Galgenberg
    entstanden ist und weiter entsteht.
    Das gesamte Projekt
    Derzeit bestehen im Projekt, eine Hühner- und Laufentengruppe, eine Theater AG, offenen
    Werkstätten für Fahrrad, Druck, Metall und Holz, ein Proberaum, eine links ökologische
    Jugendbibliothek und eine Solarstromgruppe.
    Uns eint die Schaffung und der Erhalt eines ökologischen Soziokulturraums am Galgenberg, ein
    Antidiskriminierender, Antirassistischer, weltoffener Umgang miteinander und nachhaltige
    Verwendung unserer Ressourcen.

    Im Gartenprojekt wollen wir als nächsten Schritt diese beiden Maßnahmen verwirklichen:
    Aus-/Aufbau Kompostsystem
    Nach nun fast drei Anbauperioden, wollen wir unseren Stoffkreislaufwirtschaft schließen.
    Da viel Gestrüppschnitt auf dem großen Gelände anfällt, haben wir im letzten Jahr eine Methode
    zur Herstellung von Pflanzenkohle etabliert und wollen damit unsere Bodenqualität mit
    Biokohlekompost verbessern.
    Dazu soll unser Wurmkompost von aus den Bäckerkisten in eine Badewanne ziehen. Und ein
    strukturiertes Anlegen von 1 – 1,5 m³ Komposthaufen mit entsprechendem Monitoring umgesetzt
    werden.   Nach dem Vorbild der Fuldarer Klosterabtei.
    Zu Beginn wollen wir die Ausgangswerte der Bodennährstoffe, auf unseren beiden sehr
    unterschiedliche Flächen, feststellen, um die Wirkung der Kohle auf den Boden zu dokumentieren.
    Um aus dem Kompost eigene Anzuchtserde ökologisch herzustellen, wollen wir anstelle eines
    Kompostdämpfers zum Desinfizieren, einen Pyrokocher nutzen aus dem gleichzeitig Kohle
    gewonnen wird und nicht nur Asche übrig bleibt.
    Und einige Zerkleinerungsmaschinen/-werkzeuge für gute Holzkompostierung anschaffen.
    Gewächshausmodifizierung
    Erste Experimente im vergangenem Jahr mit exotischen aber sehr interessanten Nutzpflanzen wie
    Luffa zur Bioschwammherstellung und Mönchsfrucht als Zuckerersatz, haben uns unsere
    Gewächshausnutzung überdenken lassen.
    Um diese und andere Kulturen mehrjährig anbauen zu können, soll in den alten nicht mehr
    funktionalen Heizungsrohrschächten Gewächshausbeete anlegt werden, in denen außer Luffa und
    Mönchsfrucht, Süßkartoffeln, Curubas, Bergpapayas uvm. kultiviert werden sollen.
    Um die Beete besser winterfest zu machen und das Mauerwerk zu schützen, wollen wir sie mit
    Schaumglas als nachhaltigem Isolatorstoff isolieren und verkleiden.
    Die defekte Zysterne in der Mitte des Gewächshauses soll ebenso mit Schaumglas modifiziert
    werden, um dort zur Grundwärmegewinnung ab Oktober einen Langzeitheißkompost nach dem
    Vorbild von Ida und Jean Pain einzubringen, welcher im Frühjahr die Kompostmasse verstärken
    soll. Einen zweiten Teil des Gewächshausen wollen wir zur Überwinterung vor allem von
    Zitruspflanzen nutzen. Um deren Vitalität zu stärken und sicher vor hartem Frost zu sein, soll eine
    zweite LED-Vollspektrumlampe in den dunklen Monaten den Tageslichtzyklus etwas verlängern
    und eine Heizmatte mit Reglertechnik den ausreichenden Schutz vor Frost bieten.
    Zudem wollen wir mittels eines Mehrfachsonden Digitalthermometer die Wirkung des
    Heißkomposts dokumentieren, um eventuelle Standortoptimierungen im Gewächshaus ausfindig
    machen (Wärme-, Temperaturzonen).
    Für den erhöhten Strombedarf, wird eine Solaranlage aus gebrauchten Modulen mit
    Batteriespeicher dieses Jahr ans Netz gehen.
    Um eine weitere Schnittstelle für den Gemeinschaftsgarten zu schaffen, soll ein Teil des
    Überwinterungsplatzes der Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Garten für Alle eben!

    Wie groß ist die Gärtner*innengruppe? Wie setzt sich diese zusammen?
    Aktuelle sind wir zwölf aktive Gärtner*innen, für größere Bauprojekte gibt es mehrere unregelmäßige Gärtner*innen die uns supporten, wie bspw. zwei Werkstättenleiter der Burg Giebichenstein, die wollen lieber bauen als pflanzen.
    Ich meine aktuell haben wir eine Alterspanne von 18-41 Jahren. Studies, junge Eltern, Selbständige, angestellt Berufler*innen, ALG-Empfänger*innen. Zwei unserer regelmäßigen Gärtner*innen sind nicht in Deutschland geboren. Also eher ein bunter Haufen aus vielen Ecken.

    Gärtnern die Gärtner*innen auch jenseits des Gartentages?

    Auf jeden Fall, wer in der Gartengruppe ist, kann jederzeit dort sein.
    Der Gartentag soll zwei Funktionen erfüllen.
    1. Interessierten einen Einstieg geben, uns unverbindlich kennenzulernen und mitzumachen wer
        möchte. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, wo jeder kommen kann.
    2. Einen Schnittpunkt für direkte Absprachen untereinander zu schaffen. „Alle unter einem Hut“,
        möglichst offline.


    Wie oft und von wem wird die Gartenfläche und die Gewächshäuser genutzt?
    Die Gartenfläche wird ganzjährig genutzt, hauptsächlich von der Gartengruppe.
    Wir nutzen aktuell ein Gewächshaus ebenfalls ganzjährig.

    Was meinst du damit, dass bald 1x Monat die Kräuterbeete mit beerntet werden können. Von wem? Im Sinne von „Essbare Stadt“?
    Oh das weiß ich gar nicht, ob das unter „Essbare Stadt“ fällt. Die Idee ist eher daraus entstanden, das wir zu viele Kräuter haben, Dost und Muskatellersalbei wachsen bspw. wild und mit den vielen Kräuter wollen wir das Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten wecken und da wir ein öffentliches Projekt sind, warum nicht an die Allgemeinheit geben.

    Wie groß ist die Fläche, wie viele Beete gibt es, was gibt es sonst noch an Infrastruktur (instand gesetzt oder noch als „to do“)
    Die Beetfläche sind ca. 300 m^2 – 350 m^2 mit 50-52 Beeten + vertikal Strukturen, je nachdem wie viel Engagement die Gruppe hat, können wir auch noch weitere Teile urbar machen oder Gründüngen säen. Das gesamte Projekt hat ungefähr 1 Hektar und es ist nicht strikt, welche Fläche/Räume zu welchem Teilprojekt gehören. Gartenflächen sind markiert, aber das ist unser Ding aus den Erfahrungen der letzten Jahre. 
    Auf dem Gelände existieren alle Versorgungsanschlüsse, die es für eine Gärtnerei in der Stadt benötigt.
    Es gibt eine Regenwasserzysterne, wir (das gesamte Projekt) haben noch mehrere Regenwassersammeltanks aufgestellt, andere Teilprojekte benötigen auch Wasser.
    Die Sammelsysteme der ehemaligen Stadtgärtnerei waren teilweise noch da und bislang hat der Gemeinschaftsgarten kein Trinkwasser gebraucht, da wir mit einer Solarpumpe die dezentralen Stationen, anpumpen brauchen wir im Garten auch kaum Netzstrom.
    Wir haben ca. 35 m^2 des Frühbeetsystems für den Gemeinschaftsgarten nutzbar gemacht, und  Altmaterial auf dem Gelände gesammelt, um optional die Frühbeete noch erweitern zu können oder/und Reparaturmaterial zu haben. Letztes Jahr ist ein Reh über ein Frühbeet gelaufen, das hat die Scheibe nicht so leicht genommen :-).
    Wir haben dieses Jahr noch einen Unterstand in Planung, Holz+Kohlelager und große Geräte wie Schubkarren und Co. in der ToDo Liste, unser Tischlermeister freut sich schon.

    Habt ihr einen Vertrag und wenn ja, wie lange könnt ihr auf der Fläche bleiben? Zahlt ihr Pacht? Gehört die Fläche der Stadt?
    Ja wir (das gesamt Projekt) pachten von der Stadt, der Vertrag läuft bis 2028 und kann auf Anzeige bis 2033 verlängert werden.

    Ich habe noch nicht ganz verstanden, was für ein Gesamtprojekt das ist, habe ich auch auf eurer Homepage nicht rausgefunden. Habt ihr Räume für all die anderen Angebote und der Garten gehört zu dem Haus?
    Also nutzt ihr Räume und natürlich die Fläche einer alten Gärtnerei für euer Gesamtprojekt?
    Das ist glaube ich auch nicht so einfach, die Homepage ist aktuell wieder etwas baustellig, die Gemeinschaftsgartengruppe ist eigentlich über Florapolis vernetzt und repräsentiert, aber leider ist die Seite seit einer Woche gelöscht, ich versuche gerade rauszubekommen was da los ist.
    Die gesamte Fläche war bis ~2010/12 die Stadtgärtnerrei von Halle. Wurde dann wegen Einsparung abgewickelt. Und dort finden alle Projekte ihren Platz zu denen auch der Gemeinschaftsgarten gehört. Die Projektidee fußt auf dem Freiraumgedanken für kulturellen, kreativen, antidiskriminierenden Raum und solidarisches Miteinander.

    Wie groß ist die Kompostgruppe und wie gebt ihr das Wissen und die Erfahrungen, die dort gewonnen werden, weiter?
    Eine Kompostgruppe gibt es nicht, es betrifft ja alle im Gemeinschaftsgarten, angefangen vom Sammeln und trennen der Abfälle über Kohlefass stopfen, bis zum Würmerfüttern.
    Ziel ist es das das alle aus der Gartengruppe können/verstehen und wird bestimmt auch Thema bei unserer Gartenvorstellung. Bestimmt wirds eine Infotafel geben. Aber darüber hinaus haben wir noch nicht gedacht. Es muss ja erstmal klappen.
    Würdet ihr eure Erfahrungen in den Praxisblättern teilen? https://urbane-gaerten.de/praxisseiten-urbane-gaerten
    Sehr gerne, können wir dort publizieren was rausgekommen ist. Haben bislang viel davon profitiert, herzlich Dank an euch!

    Was ist ein Kompostfdämpfer?
    Das ist im Prinzip ein Holzofen mit einer ungewöhnlichen Kochplatte, ich kenne es als Bauweise in einer Art Fass, bei dem oben Erde eingefüllt wird und erhitzt. Nutzen manche für die Jungpflanzenanzucht um vor allem den Schimmelpilz rauszubekommen und die Gelege von Schadinsekten.

    Wie groß ist das Gewächshaus?
    Das Gartengruppengewächshaus hat ca. 60m^2.

    Was passiert mit all den Jungpflanzen, die auf eurer Facebooksite zu sehen sind?

    Das ist ein anderes Teilprojekt, sowas kann die aktuelle Gartengruppe zusätzlich nicht stämmen. Seit letztem Jahr versuchen wir Menschen mit eigenem Garten oder Garteninteresse an die Anzucht, der verschiedenen Kulturen (Licht- und Dunkelkeimer sind oft schon herausfordernd), heranzuführen.
    Und einen Impuls für ökologische, biologische und vorallem torffreie Pflanzenanzucht an die Nachbarschaft zu senden.
    Wir sind umringt von fünf oder sechs Kleingartensiedlungen. Und wir hoffen das Nachbar*innen uns vielleicht dadurch bei unserem Projekt unterstützen.
    Man erreicht auch eine ganz andere Menschgruppe als bei den Kulturveranstaltungen.

    Was passiert überhaupt mit den Pflanzen, die ihr im Gewächshaus anbaut?

    Wir pflegen, präsentieren nutzen/essen sie.


    Vom wem werden diese dann (weiter) genutzt? Wollt ihr Lufaschwämme z.B. verkaufen?

    Nein, verkaufen entspricht nicht dem unkommerziellen Charakter des Projektes.
    Der Gemeinschaftsgarten Konsens ist:
    können wir es in der Gartengruppe nicht verwerten, geht die Frage an die anderen Teilprojekte, bspw. KüFa, Hühner usw., bei den Luffas wär es auch was für unseren Küchenbereich und in den seltenen Fällen, wo es doch mehr ist als wir im Projekt unterbringen können, stehen wir mit anderen örtliche Protagonisten, wie dem Tierschutz oder der vegan Community in Kontakt. Zudem Luffas ja lange lagerfähig sind und Mönchsfrüchte ja meist getrocknet als Süßungsmittel eingesetzt werden.
    Und was passiert mit der Ernte aus den Beeten (es gibt doch auch Beete im Freiland?)
    Auch die präsentieren nutzen/essen wir, geben sie an die Küfa(s), Hühner, unseren Helfer*innendunstkreis weiter, wenn es zuviel gibt und dann wie oben geht es weiter. Ziel ist es keine Lebensmittel zu verschwenden.

    Warum wollt ihr vermehrt Pflanzen anbauen, die hierzulande nur im Gewächshaus überwintern können?
    Weil wir, so weit ich es aus der Gruppe weiß, keine einheimische alternative für Luffas und Mönchsfrüchte haben, damit bspw. bei der Gartenvorstellung, die beiden Kulturen und die damit verbundenen Themen in den Fokus rücken, um auf ökologischere bzw. gesündere Alternativen zu verweisen, die man mit etwas Mühe auch hier kultivieren kann.
    Wir hoffentlich einige Gärtner*innen aus den umliegenden Kleingartenkolonien dafür begeistern zu können, das gegen die ein oder andere Tomatenpflanze in ihrem Gewächshaus einzutauschen (Know-How Transfer).
    Und nicht zuletzt das Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten zu wecken und ein bisschen andere Natur, vielleicht Heimat, erfahrbar zu machen und unser Netzwerk interessanter und vielfältiger zu machen.
    Wie viele Menschen kümmern sich im Winter dann darum?
    Winter ist in unserem Garten meist nur ~6 Wochen außer es liegt außerhalb der Dezember/Januar „Pause“ Schnee. Und in der „Pause“ sind wir alle weiter aktiv beim Reparieren, Planen und Wintergemüse ernten. Und einmal wöchentlich zumindest kurz im Garten, um uns zu kümmern.
    Für wie viele bei euch ist das ein Thema?
    Derzeit finden vier Leute dieses Beet(e) spannend, wir treffen solche entscheiden nach dem Konsensprinzip. Ich würde vermuten, wenn wir sie haben und es funktioniert, kommen noch mehr Interessierte und Ideen dazu.

    Wie viele Leute werden und können sich an den Ausbauarbeiten beteiligen?
    Natürlich möglichst alle aus der Gartengruppe und unserem Unterstützer*innenkreis, denke aber mehr als fünf Leute können durch die baulich gegeben Grenzen nicht nebeneinander in/an den Heizungsschächten arbeiten. Der Rest muss dann eben den Garten bewirtschaften :-). 

    Das mit der Isolierung der Zysterne für eine Heißrotte verstehe ich nicht und wie ist die Methode von Ida und Jaen  P.?
    Bei der Isolierung geht es darum, den Wärmeabfluss in die Richtungen zu minimieren in den keine Pflanzen sind (Außenwand, Mittelgang, Boden). Die Zysterne ist ca. 10 cm über Bodenhöhe und ca. 25 cm in der Mitte tief. Ob die Tatsächlich mal zur Wasserversorgung oder fürs Treibhausklima war, wissen wir nicht. Und damit wir die Kompostgröße von 1m^3 schaffen, muss er hoch werden ohne das uns der Haufen in den Mittelgang vom Gewächshaus rutscht und Schaumglas kann Flächenlasten ganz gut verteilen und isoliert.
    Kann durchaus sein, das wir im nächsten oder übernächsten Jahr einen Wasserschlauch zur Wärmeverteilung vom Insidekompost in das Beet legen, wenn der Wärmefluss vom Komposthaufen nicht reichen sollte. Deshalb u.a. auch das Monitoring. Wenn es ohne geht, wär es einfacher nachzumachen.
    Ida und Jean Pain, waren meines Wissens die ersten, die das Prinzip des Biomeilers eingeführt hatten und das ist es ja im Prinzip mit dem Komposthaufen im Gewächshaus ggf. Wasserschlauch, als Wärmetauscher. Ist ein bisschen andere Kompostzusammensetzung, aber wir wissen noch nicht ob es darauf vielleicht doch nicht ankommt.
    Falls es dich interessiert: https://www.jean-pain.com/en das Standardwerk von den beiden heißt „Another Kind Of Garden“, gibts im Französischen Original und in Englisch, die haben recht verrückte Sachen gemacht, aus Kompost Strom bspw.. Ich fand das ganz interessant, vorallem weil es aus den 70er ist.

    Ist das, was ihr da aufbauen wollt auch für Gärtner*innen bedien- und nutzbar, die nicht so technisch versiert sind? Muss man dann eine Einführung machen?
    Die Endergebnisse sollte mit einer einfachen Anleitung bedienbar sein. Die Lampe hat einen Drehknopf mit Prozentangaben und die Heizmatte hat ein Temperaturdisplay mit zwei Pfeilen. Ist alles keine Weltraumtechnologie.
    Ich glaube das zur Sicherheit eine Einführung gemacht werden wird, dafür sind die Protagonist*innen in und um das Projekt zu heterogen. Und es beugt der Fehlbenutzung vor.
    Wenn jemand der nicht so vom Fach ist, verstehen will, wieso warum, dann wird es um eine Einführung nicht drum rum kommen.

    Zahlen die Nachbar*innen etwas für einen Standplatz im Gewächshaus?
    Das Projekt ist unkommerziell und wir werden allein wegen der Nebenkosten auf Spendenmöglichkeiten hinweisen, aber es gibt jeder was er kann oder beteiligt sich persönlich. Alle Protagonist*innen sind ehrenamtlich tätig.

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  • Berlin: Perivoli feiert 20 jähriges Jubiläum

    (Tel, Antrag, Antworten)

    Perivoli feiert sein 20jähriges Bestehen mit Workshops, einem Fest und einer Ausstellung

    Die Ausstellung zeigt den Werdegang des Perivoli 2002-2021 mit vielen Fotos und Berichten als Collagen. Sie soll ab Mitte/Ende Mai bis September auf der großen unteren Veranda im Perivoli gezeigt werden. Die transportablen Sachen würden wir danach im ToSpiti aufhängen, weil dort noch einige Senioren sind, die früher Mitglieder waren und dort auch alles angefangen hat.

    Die Workshops finden, wie bisher geplant, in den zwei Wochen vor dem Fest statt und sie sind kostenlos. Dazu gibt es jeweils eine Führung durch den Garten und durch die Ausstellung.


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  • Feiburg: Stadt sucht Gärtner*innen für Gemeinschaftsgarten

    (Mail)
    In St. Georgen ist eine große Fläche für innovatives Gärtnern wie etwa Urban Gardening entstanden. Jetzt werden Menschen gesucht, die hier gemeinsam ihre grünen Daumen einsetzen wollen.

    Es werden Menschen gesucht, die gemeinsam ihre grünen Daumen einsetzen wollen. Auf den 2400 Quadratmetern der erweiterten Kleingartenanlage Moosacker sollen je nach Bedarf sechs bis zehn Parzellen entstehen, die zwischen 100 und 400 Quadratmeter groß sein können. 

    Menschen, die sich für dieses Angebot interessieren, werden aufgerufen, sich jetzt zu bewerben. Die Frist dafür läuft bis zum 31. März. In die Bewerbung sollten eine kurze Beschreibung der Gruppe, der Idee des Gärtnerns und der angedachte Flächenbedarf (Richtwert: 30 Quadratmeter pro Person). Ausdrücklich werden Gruppen von Sozial- und Senioreneinrichtungen sowie Aktionsbündnisse zur Förderung von Migration und Integration ermuntert, ihre Bewerbung einzureichen. Sollten mehr geeignete Bewerbungen eingehen als Flächen zur Verfügung stehen, wird das Los entscheiden.

    https://www.urbanes-gaertnern-freiburg.de/de/articles/urban-gardening-st-georgen (mehr …)

  • Augsburg: Gartopia gibt es nicht mehr

    (Mail)

    Nach mehrmaligem massivem Vandalismus, extremster Vermüllung, fehlendem Engagement der Gärtner und einer total bescheuerten Entbuschungsaktion der Stadt (dadurch ist die Hälfte der Fläche unbrauchbar) geben wir Gartopia wieder auf.
    Eigentlich wollten wir dem Ganzen dieses Jahr nochmal eine Chance geben. Nachdem letztes Jahr die Leute festgestellt haben, dass nicht immer Lockdown sein wird und sie dann keinen Bock mehr auf Gärtnern haben. Der Versuch neue Aktive zu finden, hat leider auch nicht geklappt.
    Bevor wir nun zu zweit alleine auf der ganzen Arbeit sitzen bleiben, geben wir die Fläche wieder ab.

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  • Wittenberge: Elbgarten legt los

    (Antrag, Fragen)

    Nach langen Verhandlungen mit der Stadt Wittenberge konnten wir am 31.01.22 den Pachtvertrag für das Gelände des alten Schaugartens ‚altes Klärwerk‘ unterschreiben. Der alte Garten ist seit 2017 ungenutzt.
    Unsere ersten Vorhaben auf dem Gelände werden sein:
    1. Obstbaumpfl ege/erhalt, Baumpfl ege und Pflege der Sträucher
    […] Das gesamte Gelände von 2,6ha verfügt über einen großen Baum- und
    Strauchbestand, der z.T. ebenfalls in einem bedenklichen Zustand ist. Um
    Gäste auf dem Gelände empfangen zu können, müssen wir Totholz aus den
    Bäumen an Wegen entfernen.
    2. Hügelbeete anlegen
    In einem halböff entlichen Arbeitseinsatz wird der Verein ein Hügelbeet mit
    Freunden und Nachbarn anlegen. Der Bau des zweiten Hügelbeetes wird als
    Workshop für Interessierte angeboten werden. Die Hügelbeete legen wir im
    Bereich der Obstwiesen an, damit wir den Boden an entsprechender Stelle
    aufwerten und Wasser besser im Gelände gehalten wird. Gleichzeitig bieten die
    Obstbäume den Hügelbeeten Schutz vor intensiven Winden und bieten partiell
    leichte Beschattung. Für die Hügelbeete benötigen wir Muttererde und
    Komposterde. Beides müssen wir vor Ort beschaffen, da wir über diese
    Ressourcen noch nicht verfügen. Die Muttererde kann uns vom hiesigen
    Autobahnbauprojekt (A14) geliefert werden, allerdings entstehen uns
    Lieferkosten unabhängig von der Menge der Erde. Komposterde beziehen wir
    vom städtischen Friedhof.

    Antworten auf meine Fragen

    die 11 Mitglieder sind im Verein und davon gärtnern 7 zur Zeit aktiv mit. Zusätzlich sind wir in einem Netzwerk „die Elblandwerker* (gerade von der Presse dtweit sehr geliebt)“. Hier haben wir im Schnitt 8 Freunde. Unsere Aktionen werden dabei ihnen auf Slack beworben. Zur Presse haben wir einen guten Draht, dank ihnen haben wir das Grundstück überhaupt bekommen. Sie berichten regelmäßig und ausführlich. Dazu kommen noch unser Verteiler und drei regionale Verteiler die wir mit Informationen zum Garten versorgen- wir sind sehr ländlich und jeder kennt irgendwie jeden (-;

    An Infrastruktur haben wir auf der Fläche 2 Gebäude. Ein altes Sanitärgebäude mit Aufenthaltsräumen. Das nutzen wir noch nicht wirklich, weil es uns sonst überfordert und eine Werkstatt mit einigen Arbeitsgeräten wie Schubkarren, Rasenmäher, Harke und Spaten etc.. Diese Räume sind alle abschließbar und die Fenster sogar mit Eisengestellen gesichert.

    Die riesige Fläche werden wir nicht komplett bewirtschaften. Wir beginnen ganz klein mit zwei Hügelbeeten, auf der Obstwiese. In diesem Jahr steht Ernte noch nicht im Vordergrund, wichtig ist erst einmal Sichern und pflegen der Baumbestände, das Gelände beobachten, die Gruppe pflegen (die letzte zwei Jahre haben sehr geschlaucht) und Permakulturansätze vermitteln. In unserer Gruppe haben wir einen Baumkontrolleur und der leitet die Menschen im Arbeitseinsätzen an, bzw. nehmen sie sich zwei Bäume vor und dann wird zusammen unter Anleitung und Kontrolle geschnitten, aber nur wenn unser Verantwortlicher da ist.
    Drei Leute werden allerdings intensiv vorbereitet, damit sie diese Arbeit in Zukunft auch selbstständig durchführen können.

    Für dieses Jahr haben wir 2 Hügelbeete geplant und die Gestaltung der Baumscheiben, Beerensträucher gibt es noch nicht. So wird die Ernte überschaubar sein und für Gemeinschaftsessen herhalten.

    Zugänglichkeit: Wir haben einen Schlüsseltresor, in dem der Schlüssel aufbewahrt wird. Mitglieder kenne den Kode, Freunde nicht. Wenn jemand auf dem Gelände ist und er/sie bereit ist auch Gäste zu empfangen, stehen die Tore offen. Die Wittenberger sind sehr interessiert am Garten, da sie mit dem alten Schaugarten sehr verbunden waren.


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  • München: erstes Treffen für neuen GG in Giesing

    (Flyer im Foodhub, Signal)

    das Urban Gardening Giesing entsteht gerade auf dem Gelände des Familienbaum e.V.
    Ich bin grade noch bei der Mitstreiter*innensuche und hab schon sehr viele Rückmeldungen bekommen. Ich möchte gern, dass Menschen aus dem Viertel einen Garten gemeinschaftlich nutzen und verstehen dass das viel schöner ist, als einen eigenen Schrebergarten (an den man in München ja eh nicht ran kommt). 🙂
    Geplant sind für dieses Jahr 5- maximal 10 Hochbeete und die Erschaffung einer Oase für die Menschen, die hier leben und sich einbringen wollen. Wenn alles gut läuft dann kann man drüber nachdenken, im nächsten Jahr neue Räume zu erschließen und zum Beispiel den Hang noch zu bepflanzen. Ich treffe mich am Sonntag mit allen Leuten die mir bisher geschrieben haben (7 Parteien bisher) und dann sehen wir weiter (mehr …)

  • Tübingen: im Klimagarten wird zusammen mit Jugendlichen ein Kompostklo gebaut

    (Tel, Antrag)

    Die Entwicklung und der Bau eines Kompostklos in Kooperation mit dem Waldhaus, Fynn Zimmermann.

    Wir haben uns für eine abschließbare Bauvariante für die 13/14-Jährigen Kinder, die maßgeblich am Bau beteiligt wären, entschieden, wobei der wertvolle Ökologie-Nachhaltigkeits-Bewußtseinsschaffende Aufklärungseffekt an erster Stelle steht.
    Bau dauert ca. 1 Woche, vom Klimagarten ist das Bauteam und weitere Interessierte beteiligt (ca. 10 Leute), der Träger, der mit den Jugendlichen arbeitet, steuert die Häfte der Kosten bei.

    Der Nutzen für die Beete im Klimagarten:
    Kompost-Klo-Bau zur Gewinnung von Terra Preta

    Im Klimagarten gärtnern derzeit ca. 40 Personen (teilweise machen einzelne TN Pause oder sind nur temporär dabei und steigen evtl. später wieder mit größerem Einsatz ein). Richtig aktiv schätze ich ungefähr 20 Personen, die sich für die Beete, Gemeinschaftsflächen und Gartenaktionen, das Imkern mit den 6 Bienenvölkern, Kooperation mit den Stadtpiraten und der Adolf-Reichwein-Schule, Kooperation mit dem Abenteuerspielplatz, Arbeitscamps mit dem Waldhaus und vielen anderen interessanten Aktionen und Projekten engagieren.

    Die Fläche beläuft sich auf ca. 600 qm
    Der Vertrag mit GuT (Garten- und Tiefbauamt), Monika Borodko-Schmidt ist unbefristet und wir pflegen ein sehr gutes Verhältnis miteinander.

    Ein Teil der 26 Beete ist in personenbezogener Verantwortlichkeit, wobei alle mitgärtnern, es gibt Gemeinschaftsbeete, Schülerbeete, ein Stadtpiratenbeet, sonst einige Obstbäume, Nussbäume, Erlen, Vogelhäuschen, wir machen unseren eigenen Kompost (derzeit 5 natürliche in Paletten eingefasste Behälter, ein Hochbeet für Menschen im Rollstuhl also inklusive, ein Hochbeet aus Sandstein für alle, ein Hügelbeet, Brombeeren, Himbeeren, einen großen Kräuterhalbkreis, eine Gerätekiste, eine Kiste für alles andere, von Samen bis Imkerausrüstung) das Wasser bekommen wir vom Bach, der direkt am Garten wunderschön entlang mäandert. ‚Bisher haben wir Wasser aus dem Bach zum Gießen genommen und GuT mit Umweltschutzamt sind darüber informiert, wir haben bisher keine Schöpfrechte benötigt.

    Die Infrastruktur:
    Im Dietenbachpark gibt es viele Wiesen zum Turnen und Grillen, Obstbaumwiesen, Amphibienterrains, ein Volleyballfeld, einen See, eine Skaterbahn, Spielplätze, Callinatic Geräte, Tischtennisplatten, Abenteuerspielplatz, Grillstellen, Pferde, Slakline-Pfosten, Holzplattformen, viele wunderschöne schattenspendende Bäume und tolle Menschen, die den Park genießen.

    Der Standort des Kompostklos wäre vermutlich auf der Fläche zwischen den Bienen und dem Parkplatz im hinteren Bereich Nähe des Fußweges.


    Stand der Entwicklung: beim Bauprojektleiter, Fynn Zimmermann angefragt und Zusage erhalten, GuT Bewilligung angefragt, wird erfolgen, zwei Modelle erhalten Sie zur Ansicht im Anhang, ein konkreter Bauplan wird nach Bewilligung entwickelt, bzw. das Modell wird konkretisiert.
    (mehr …)

  • Berlin: Einsatz für den Prinzegarten

    Heute wird Antrag zum Prinzengarten in den Beteiligungsausschuss Berlin Mitte eingegeben und am Montag, 28.2. wird die Quartiersratsprechende des QM-Gebietes Soldiner Kiez, den Fall Prinzengarten im BVV Ausschuss Soziale Stadt vortragen. (mehr …)

  • Berlin: Himmelbeet – Umzug mit Hürden

    (Mail, Tel)

    Wir freuen uns auf die neue Fläche und das Kennenlernen der neuen Nachbarschaft. Ist ruhiger als der bisherige Standort. Die Fläche bietet viel Potenzial und wir sind gespannt wie sie angenommen wird.

    Leider gibt es immer noch einige Hürden an denen wir dran sind. Um einen Vertrag zu unterzeichnen, müssen wir eine Kaution vorlegen. Diese dient im Fall der Fälle einem möglichen Rückbau der Grünfläche, falls wir dies nicht leisten können. Die Höhe liegt aktuell bei 100.000 €. Hier sind wir gerade dran, diese noch zu reduzieren und eine Lösung über eine Versicherung, Bankbürgschaft und/oder private Direktkredite zu finden.
    Ein weiteres großes finanzielles Thema ist die Erschließung mit Wasser und Abwasser. Hier muss die entsprechende Infrastruktur noch verlegt werden. Die Kosten dafür liegen aktuell bei uns. In Summe rd. 50 Tsd Euro. Hier sind wir auch dran, Sponsoren zu finden bzw. Rücklagen zu nutzen.
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  • Frankfurt: GemüseheldInnen starten neues Projekt

    (Antrag, Antworten)

    die GemüseheldInnen Frankfurt starten ein großes neues Projekt! Wir gehen eine Kooperation mit der Gärtnerei Anja Rappelt ein und möchten zum ersten Mal professionellen Gemüseanbau mit Gemeinschaftsgarten verbinden. Dafür werden wir, Juli und Laura, in Vollzeit bei der Gärtnerei angestellt. Wir werden Gemüse für den Laden der Gärtnerei produzieren und gleichzeitig eine Community aufbauen, die sich von denselben Flächen selbst versorgt. So können die Mitglieder der Community die Prinzipien des Market Gardening und der Permakultur und deren praktische Anwendung erlernen. Wir werden insgesamt 2 Hektar bewirtschaften, die in mehrere Flächen aufgeteilt sind. Auf zwei Flächen sollen Kräuter wachsen, eine Fläche möchten wir mit essbaren Blüten und sogenannten „Mesclun“-Zutaten (bunte Salate aus jung geerntetem Gemüse) bestücken, in insgesamt 6 Tunneln sollen Sommerkulturen wie Tomaten und Paprika zu stehen kommen, und auf einer großen Fläche bauen wir einen Market Garden mit 88 Beeten auf. Wir wollen intensiv mit Mischkulturen experimentieren und viel in Bodenaufbau investieren, denn die Flächen sind durch jahrelangen konventionellen Anbau heruntergewirtschaftet.

    Die erste Aktion hat bereits stattgefunden, mit mehr als 25 Menschen! Sie haben gemeinsam die Kulturreste aus dem Vorjahr aus den Tunneln entfernt, einen Kompostplatz angelegt und Müll gesammelt. Bei strömendem Regen war die Stimmung wunderbar! Ab sofort finden jeden Sonntag Gemeinschaftsaktionen statt; aber auch unter der Woche ist es jederzeit möglich, mitzugärtnern.

    Antworten auf meine Fragen:
    1. Die Flächen/Beete werden nicht geteilt. Alle Gemeinschaftsgärtner bauen auf allen Flächen mit uns gemeinsam an, und zwar das Gemüse für den Laden gleichzeitig mit ihrem eigenen. D.h., wir machen eine Kulturplanung, in der wir die Mengen einplanen, die die Gärtnerei braucht, und dazu noch deutlich mehr, damit immer genug da ist für alle zum Selberernten. Jeder darf sich dann immer mitnehmen, was er/sie will, wenn er/sie gärtnert. Die Kulturplanung macht Ilka, die auch bei den GemüseheldInnen dafür zuständig ist, und da wir 30-40 Gemüsearten und noch viel mehr Sorten einplanen, ist sicher für jede*n alles dabei. Auch Grüne Soße und andere Kräuter bauen wir an. Da die Kulturplanung für so große Flächen extrem komplex und aufwändig ist, kann die Community dabei allerdings zumindest dieses Jahr nicht involviert sein (wir sind sehr spät dran für einen Start noch dieses Frühjahr). 

    Bei der ersten Aktion am Sonntag waren 30 Leute da, wir denken, dass das jeden Sonntag möglich wäre. Wie bei unseren anderen Gärten möchten wir eine feste Community bilden, die sich austauscht, vernetzt, und auf Wunsch auch unter der Woche jederzeit mitarbeiten kann. Für die Community wollen wir auch viele Bildungsveranstaltungen anbieten – und die Gärtner*innen können hier lernen, wie man auf sehr großen Flächen hochproduktiv anbauen kann, lernen Market Gardening und Permakultur. Auch wollen wir uns gerade jetzt am Anfang intensiv mit Bodenaufbau beschäftigen, haben schon 150 m3 Grünschnitt- und Rinderdungkompost bestellt und wollen auch mit Terra Preta/Pflanzenkohle arbeiten. 

    2. Tatsächlich sind die Häuschen und Toiletten, die wir bei euch beantragt haben, schon vormontiert und würden wahrscheinlich an einem Sonntag zusammengebaut werden. Daran können sicherlich 20-30 Leute teilnehmen, wenn wir alles gleichzeitig aufbauen. Bisher haben wir immer alles komplett selbst gebaut, das kann aber unser Toilettenplaner und -bauer diesmal nicht leisten, weil er gleichzeitig das gesamte Bewässerungssystem plant. Deshalb müssen wir auf die einfachere Variante zurückgreifen, denn schon bei der 1. Aktion war das Fehlen von Toiletten ein Problem… 

    3. Die Leerung der Klos würde das feste Team erledigen. In anderen Gärten haben wir Toilettendienste ;-). Den Urin würden wir verdünnen und damit die Gründüngung gießen, um Mulchmaterial zu generieren. Die Feststofftüten brauchen wir, weil wir die Fäzes erst einmal nicht kompostieren würden; das ist ja ein komplexes Thema für sich, mit dem wir uns schon seit langem beschäftigen, und auch in der Grünen Lunge bekommen wir es bisher nicht hin. Jemand muss sich des Themas annehmen und es dann auch umsetzen, und diesen jemand haben wir noch nicht gefunden ;-).


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  • Marburg: Gärten bekommen mehr Anerkennung

    (Mail)

    Bei uns im beschaulichen Marburg… lösen sich Verhärtungen in der SPD-Spitze, es wird grüner in Umwelt und Sozialem… aber das ist ganz frisch, mal schauen was tatsächlich bleibt. Die Gärten sind nach wie vor wuselig und die Familien stehen „dynamisch“ gut und kritisch zueinander.

    Das Projekt wird nach wie vor von der Kommune als wertvoll erachtet (auch wenn Gewäcchshäuser zu Datschen werden und dann wieder abgebaut werden müssen (mehr …)

  • Leipzig: GG Wirrwuchs baut Outdoorküche und Lehmofen

    (Antrag, Antworten)

    Im Mitmachgarten »Wirrwuchs« soll im Kalenderjahr 2022 eine Außenküche mit Lehmofen gebaut werden.
    Nach dem Bau sollen zusammen mit der Zielgruppe in wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen selbst
    angebaute und geerntete Lebensmittel verarbeitet, zubereitet und gemeinsam verspeist werden. Derzeit gibt
    es im Mitmachgarten noch keine Möglichkeiten, Nahrungsmittel adäquat zu verarbeiten und zuzubereiten.
    Aus   vergangenen  Veranstaltungen   unseres  Trägervereins   Querbeet   Leipzig   e.V.   (Projekt:   »Salz   in   die
    Suppe«, (2015-2017) wissen wir um die verbindende Kraft des gemeinsames Kochens und Essens. Der Bau
    der Draußenküche mit Lehmofen stellt einen wichtigen Teil der Zukunftsplanung des Projektes dar. Mit der
    gemeinsamen Verarbeitung der Ernte aus dem Garten wird anschaulich der Kreislauf vom Samenkorn bis
    zum   fertigen   Gericht   geschlossen.   Durch   die   regelmäßigen   Kochtreffen   soll   den   Teilnehmer:innen
    niedrigschwellig, anschaulich und partizipativ der essentielle Wert von ökologischem und nachhaltigem
    Umgang mit natürlichen Ressourcen vermittelt werden. Das jeweils stattfindende abschließende Essen stellt
    einen passenden Rahmen dar, um die vielfältigen vorangegangenen Prozesse gemeinsam zu reflektieren und
    mit allen Sinnen deren komplexe Wechselwirkungen zu erfahren. Das Vorhaben ist eingebettet in das Projekt
    »Aus der Erde auf den Teller – interkulturell Gärtnern im Plattenbaugebiet«, welches im Rahmen der
    Richtlinie Integrative Maßnahme Teil 1 durch die Sächsische Aufbaubank vor allem mit Personalkosten
    gefördert werden soll. Alle Angebote des Mitmachgartens sind aufgrund der existenziellen Notlagen, in
    denen sich viele Anwohner:inne befinden, kostenlos. Um Spenden wird gebeten.

    Projektmaßnahmen (Umsetzung)
    1) Gartenplanung: Gemüseanbau
    Die   Zielgruppe   wird   in   die   Planung   des   Gemüseanbaus   einbezogen   und   soll   aktiv   an   der
    Jungpflanzenvorzucht  durch  Vorzuchtpflege  in  der  eigenen  Wohnung  und  Pflege  der  Jungpflanzen  im
    Mitmachgarten beteiligt werden.
    2) Draußenküche, Lehmofen und regelmäßiges Zubereiten der Speisen
    Als partizipatives Bauprojekt planen wir die Realisierung einer Draußenküche mit Lehmofen. Der Bau der
    Draußenküche   erfolgt   gemeinsam   mit   der   Zielgruppe   zu   den   regulären   Öffnungszeiten.   Der   Bau   des
    Lehmofens soll in drei angeleiteten Workshops erfolgen. Diese sollen an drei Samstagen im April/Mai
    erfolgen. Der erste Teil befasst sich mit der Materialkunde und Vorbereitung für den Bau. Im zweiten Teil
    wird zusammen mit den Teilnehmer:innen der Lehmofen gebaut. Der dritte Teil befasst sich mit der richtigen
    Nutzung und Pflege des Ofens sowie einer ersten Backaktion. Die Workshops werden stadtweit digital und
    mit Plakaten veröffentlicht sowie im Netz der Leipziger Gemeinschaftsgärten geteilt. Das Angebot ist offen
    für Menschen aus anderen Stadtteilen. Damit wird die soziale Durchmischung verstärkt und der Stadtteil
    Paunsdorf in das Bewusstsein von Menschen aus anderen Quartieren gerufen.
    1Mitmachgarten »Wirrwuchs« – Querbeet Leipzig e.V.
    3) Soziokulturelle Veranstaltungen
    Der Mitmachgarten ist Begegnungsort für viele verschiedene Menschen aus dem Stadtteil. Dafür setzen wir
    in Kooperation mit den Akteur:innen und Bildungseinrichtungen gemeinsame Veranstaltungen um. Durch
    den Bau und die regelmäßige Nutzung der Draußenküche und des Lehmofens bieten sich weitere wichtige
    Möglichkeiten,   um   die   Facette   soziokultureller   Veranstaltungen   um   einen   zentralen   Aspekt   des
    Mitmachgartens zu bereichern.

    Projektort
    Der Mitmachgarten »Wirrwuchs« liegt im Leipziger Stadtteil Paunsdorf, inmitten eines Plattenbaugebiets,
    zwischen Grund- und Oberschule, Ärzt:innenhaus, Altenpflegeheim, Kleingartensiedlung und Jugendclub.
    Durch   gemeinsame   gärtnerische   und   soziokulturelle   Angebote   trägt   der   Mitmachgarten   zu
    Chancengerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe aller Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft,
    Geschlecht, Sprachkenntnissen und Einkommen bei. Gemeinsam mit den Anwohner:innen mit und ohne
    Migrationsbiografie hat sich hier ein interkultureller und nachhaltiger Begegnungsraum etabliert. Das Projekt
    verbindet die verschiedenen Kulturen, die im Plattenbaugebiet häufig anonym, machmal auch konfrontativ
    nebeneinander leben in einem nachhaltigen und gestalterischen Kontext im Wohnumfeld miteinander. Hier
    haben   alle   Menschen   den   gleichen   Zugang   und   können   dadurch   ihre   Teilhabemöglichkeiten   und
    Selbstwirksamkeit erfahren und umsetzen. Das Stadtgebiet Paunsdorf wurde 2018 als Schwerpunktgebiet der
    Stadt Leipzig  eingestuft. Noch immer gibt es in den dazu zählenden Plattenbauvierteln kaum kostenfreie
    Angebote, bei denen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und sozialen Schichten gemeinsam aktiv sein
    können oder zur Mitgestaltung ermutigt werden. Nach vielen Jahren der stadtpolitischen Vernachlässigung
    weist das Quartier weiterhin unzureichende Strukturen bei der Integration und Inklusion von Migrant:innen
    auf.   Die   Pandemie   hat   die   Chancenungerechtigkeit   und   fehlenden   Teilhabemöglichkeiten   für   die
    Anwohner:innen noch verstärkt.

    Wir sind aktuell im Team 2,5 Menschen, hinzu kommen ca. 10-15 Anwohner:innen, die aktuell regelmäßig da sind und gärtnern. Dann gibt es noch unregelmäßige Interessierte und jede Menge Kinder zwischen 5 und 14 Jahren, die teilweise immer da sind, wenn jemand von uns im Garten ist. Hinzu kommt unsere Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas sowie dem Jugendclub (der hoffentlich bald wieder personell gut aufgestellt ist). Es wird eine GTA mit der Oberschule geben und für die Kita und Grundschule gibt es regelmäßig thematische Projekttage. Der Mitmachgarten wird im Stadtteil sehr gut angenommen, es braucht allerdings Zeit, viel Kontakt und Sicherheit, damit die Menschen vertrauen finden. Und durch die Pandemie konnten wir nur im Rahmen der Lockerungen öffenen. Die Menschen in Paunsdorf sind Teilhabe und Mitgestaltung nicht gewöhnt und müssen Vertrauen finden, auch weil Projekte in den letzten Jahren oftmals nicht verstetigt werden konnten.

    Die Fläche ist Eigentum vom Amt für Schule. Wir haben einen Pachtvertrag, der läuft unbefristet. Die Fläche hat 1340 qm. Die Zusammenarbeit mit dem Amt ist gut. Ich habe den Eindruck, die sind froh, dass sie sich nicht um die Fläche kümmern müssen.

    Ingesamt haben wir aktuell 9 fertige Gemüsebeete, die alle gemeinschaftlich bewirtschaftet und beerntet werden. Hinzu kommt ein Staudenbeet und eine Kräuterspirale. Sowie ein großer  Streifen mit 9 Spindelbäumen und zwei Beete mit Beerensträucher und zwei in bepflanzte Berms. Wir planen in diesem Jahr 5 neue Beete anzulegen. Davon sind 3 Hochbeete, die im Ferienprogramm in den Osterferien gebaut werden. Wir planen für dieses Jahr drei Öffnungszeiten am Nachmittag Mo, Di und Do. Am Mittwoch werden wir eine Vormittagszeit anbieten, weil die älteren Menschen auch mal gern mit uns unter sich wären. Das ist manchmal schwierig, wenn am Nachmittag Kinder da sind. Hinzukommen verschiedene Veranstaltung auch am Wochenende. Das Gartentor ist jetzt mit dem Codeschloss versehen, sodass die Menschen, die länger aktiv sind, von uns den Zugang bekommen und auch außerhalb der Öffnungszeiten gärtnern können.

    Infrastruktur: Gartenlaube und zwei Schuppen, barrierearme Komposttoilette, und seit letztem Jahr eine offene Mitmachgartenwerkstatt mit barrierearmen Zugang, die wir im Rahmen einer Förderung partizipativ mit einem Designer:innen-Kollektiv bauten, außerdem haben wir einen Trinkwasseranschluss seit letztem Jahr.

    Die Zielgruppe im Antrag sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die in Paunsdorf leben. Durch die gemeinsamen Aktivitäten sollen die Menschen einander kennenlernen können. Ein Teil der Zielgruppe (Migrantinnen und deutsche Menschen ist schon im Garten. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Migration/Integration erreichen wir Migrant:innen für das Projekt.

    Die Förderung läuft bis Jahresende. Wir werden im Juli ein Dreijahresprojekt bei der SAB einreichen. Zudem habe ich gerade die Anerkennung als Träger der Jugendhilfe beantragt, damit wir zukünftig auch Anträge beim Jugendamt stellen können. Außerdem gibt es die Förderung durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer. Das fördert PK und da haben wir aktuell eine Bewilligung für eine zusätzlich kleine Stelle. Leider ist dieses Amt nicht sehr kooperativ. Aber wir sind da auch im Netzwerk dran, dass das Verständnis für die Bedeutung und Rolle der Gemeinschaftgärten in diesem Amt klarer wird. Das ist nämlich leider nicht so. Und ich habe guten Kontakt zum Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung in Bezug auf die Zielstellung des Integrierten Handlungskonzeptes. Die wissen, dass unser Projekt verstetigt werden muss. Ein mögliche Förderung über Aktion Mensch steht auch schon auf meiner To-Do-Liste.

    Natürlich ist es unser Anliegen, den Garten irgendwann in die Hand der Anwohner:innen zu geben und wir aktuell anleitend und impulsgebend agieren, damit die Anwohner:innen lernen, wie die das Projekt selbtbestimmt weiterführen können. Aber in Anbetracht der aktuellen Lebenssituationen vieler Menschen vor Ort, ist das noch ein langer weg.

    Die anleitende Person für den Lehmofenbau suchen wir über unser Netzwerk, sobald die SAB abschließend bewilligt hat und ich genaue Zahlen habe. Die Küche wird mit Ehrenamtlichen gebaut. Die Koordination und Planung übernehme ich.


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