Kategorie: Urbane Gärten

  • Penzberg: GG wird top down angelegt

    (alerts)

    Der Gemeinschaftsgarten an der Fischhaberstraße in Penzberg soll nun zügig angelegt werden. In den vergangenen Wochen hat die Stadt eine Hausordnung sowie ein Nutzungskonzept für das Areal erarbeitet. Skeptiker rechnen indes mit einem langfristigen Scheitern des Projekts.

    Penzberg – Gemeinschaftsgärten gibt es mittlerweile in vielen Orten. In Städten liegt diese Art des gemeinsamen Gärtnerns unter den Stichworten „Urban Gardening“ oder „Urbaner Gartenbau“ im Trend. Die Fraktion von „Penzberg miteinander“ (PM) hatte, wie berichtet, Anfang Februar beantragt, in Penzberg dafür eine städtische Fläche bereitzustellen. Die Abteilung „Umwelt und Klimaschutz“ in der Stadtverwaltung hat sich daraufhin auf die Suche nach möglichen Standorten gemacht. In ihrer Juni-Sitzung einigten sich die Mitglieder des Finanzausschusses nach längerer Diskussion schließlich auf eine rund 1100 Quadratmeter große Grünfläche neben dem Friedhofsparkplatz an der Fischhaberstraße. In den vergangenen Wochen wurde von der Stadtverwaltung nun ein Nutzungskonzept erarbeitet und eine Hausordnung festgelegt. Beide Schriftstücke wurden in ihrer Sitzung am Dienstag von den Mitgliedern des Finanzausschusses nun diskutiert.

    Nächtliche Ruhezeiten geplant
    Dabei hatte vor allem Ute Frohwein-Sendl (PM) einige Anregungen: Ihrer Ansicht nach soll es beispielsweise untersagt werden, Pflanzen anzubauen, aus denen Betäubungsmittel gewonnen werden könnten. Außerdem sollten die Hobbygärtner wegen der Nähe des Gemeinschaftsgartens zum Friedhof bestimmte Ruhezeiten einhalten, forderte Frohwein-Sendl. Ihr schwebten Ruhezeiten von 13 bis 15 Uhr sowie von 22 bis 6 Uhr vor. Frohwein-Sendls Anregungen möchte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) nun noch einmal prüfen lassen und dann gegebenenfalls in Nutzungskonzept und Hausordnung einfließen lassen.

    Regina Bartusch (SPD) kritisierte dagegen „so viel Reglementierung“ und stieß sich an der ihrer Ansicht nach „strikten Hausordnung“. Auch mit dem Standort seien sie und ihre Fraktion nicht zufrieden – unter anderem deshalb nicht, weil die städtische Fläche an der Fischhaberstraße nicht eingezäunt sei und deshalb von Hunde- oder Katzenkot verunreinigt werden könnte.
    https://www.merkur.de/lokales/weilheim/penzberg-ort29272/urban-gardening-in-penzberg-jetzt-soll-es-losgehen-90983286.html (mehr …)

  • München-Sendling: Gartenprojekt in die Hand der Gärtner*innen gegeben

    (Projektbesuch)
    Ein Teil des Innenhofs der Bib ist ein Gemeinschaftsgarten, der andere Teil ist Lesegarten. Die Gartengruppe besteht aus bisher fünf Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die über Flyer auf das Projekt aufmerksam wurden. Zudem steht die Bib-Leiterin hinter dem Projekt und hat Mundpropaganda gemacht und Leute auch direkt angesprochen. Die Gruppe kann schalten und walten, wie sie will, die Bib-Mitarbeiter*innen haben mit der Orga an sich nichts mehr zu tun. Ein Budget gibt es nicht wirklich, Pflanzen/Saatgut und Werkzeuge kommt aus dem Kreis der Gärtner*innen (und ein wenig schießt die Bib zu). Eine der Gärtnerinnen hat den Garten als sehr wichtig für ihr Leben bezeichnet. Gerade zu Corona-Zeiten brach bei ihr viel weg, auch Begegnungsmöglichkeiten mit anderen. So war der Garten ihre Rettung.
    Ein Schild in der Bib fehlt, wenn man es nicht weiß, findet man weder den Lesegarten noch den Gemeinschaftsgarten und auch draußen (im Innenhof) gibt es keine Erklärung. Die Beete haben sie untereinander aufgeteilt, lernen voneinander und kümmern sich aber auch mit um die Beete der anderen. Weitere Mitmacher*innen sind willkommen. (mehr …)

  • Garmisch: Essbares Garmisch ist Dach für verschiedene (Gemeinschafts)Gärten

    (Projektbesuch)

    Seit 2017 gibt es in Garmisch die Gruppe „Essbares Garmisch“. Zur Zeit haben sie auf einer Wiese direkt am Fußweg entlang der Partnach die „Partnach Beete“, die aus drei unterschiedlich gestaltete, sehr nah beieinander liegenden Beet-Flächen bestehen. Das erst hat in der Mitte ein großes Hochbeet in Sternform, was durch einige runde Hochbeete umfasst wird, das zweite ist eine Flachbeetfläche, in der in Hügelbeeten (die inzwischen zusammengefallen sind) gegärtnert und das dritte ist auch eine Flachbeetfläche, auf der sich kleine, tortenstückartige Beetflächen befinden. Im dritten Beet wachsen hauptsächlich Blumen, was immer wieder zu Diskussionen in der Gruppe führt: Blumen -> Blüten -> Insektennahrung. Doch fehlt dann hier in dieser Beetfläche der Platz für Gemüse. In beiden anderen Beetflächen wächst hauptsächlich Gemüse. Die Fläche(n) werden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, der Vertrag verlängert sich jährlich. Sitzmöglichkeiten oder Kompost durften sie hier nicht aufstellen. Gießkannen werden hinter den Beeten oder im Gebüsch versteckt, Gartenwerkzeuge lagern bei einer Mitgärtnerin im Keller und werden zu beiden Gartentagen pro Woche mitgebracht. Saatgut wird so gut wie möglich selber vermehrt und lagert auch in diesem Keller. Sie arbeiten an den beiden Gartentagen pro Woche zusammen und organiseren sich vor Ort.
    Sie waren nach Infoveranstaltungen anfangs über 50 Leute, auch nach einem Workshoptag kamen einige dazu. Inzwischen sind sie zu zehnt, 5 Menschen bilden die Kerngruppe. Sie wollen neue Gärtner*innen gewinnen.
    Die Ernte wird aufgeteilt unter den dann anwesenden Mitgärtner*innen. Es ist kein „essbare Stadt“ Projekt, bei den alle einfach was nehmen können, auch wenn sie nicht mitmachen. Vandalismus, Müll, Klau ist aber kein Thema. Hunde sind/waren ein Thema. Um die Flachbeete haben sie nun Schneckenzäune gezogen – als Symbol für die Hundebesitzer*innen (damit die erkennen, wann sie den Hund zurückpfeifen sollten).
    Es gibt viel Interesse: sehr häufig bleiben Fußgänger*innen stehen und informieren sich – doch fast alle sind Tourist*innen.
    Sie haben auch noch einen Gemeinschaftsacker, bei den es individuelle Parzellen gibt. Die Besitzerin der Fläche ist auf sie zugekommen und möchte, dass dort eine Biodiversitätsfläche entsteht. Ein Teil der Fläche ist nun Gemeinschaftsgarten/acker, der andere Teil wird vom BUND zunächste einfach so gelassen, damit sich die Fläche erholen kann vom jahrelange düngen. Auf der Fläche ist ein Schuppen (Heulager). Vor diesem Schuppen hat ein Obdachloser sein Zelt aufgeschlagen und die Gruppe versucht, eine Lösung zu finden (er ist ab und an aggressiv, streut Styropor in die Beete etc., die Gärtner*innen sind vor allen Dingen abends oder alleine nicht mehr gerne dort).
    Auch weitere Flächen werden an die Gruppe herangetragen, doch haben sie keine Kapazitäten mehr. Viele Leute, die sich für ein Mitmachen interessieren, wollen zudem ein eigenes Beet.

    In Gamrisch ist die evangelische Bücherein dabei, eine Saatgutbibliothek aufzubauen und dabei kooperien sie mit der Initiative.

    Vor der VHS und einem Bioladen gibt es auch noch ein paar Beete, das sind aber Naschbeete. (mehr …)

  • München: Sonnengarten in Solln

    Projektbesuch, Infos von Adi

    Der Sonnengarten Solln ist einer der zwei Nachfolgegärten der ehemaligen Haderner Gemeinschaftsgärten von ergon e.V., dem Bienengarten Hadern und Kulturgarten Hadern. Er entstand im Frühjahr 2014 auf einem Grundstück der Stadt München als Projekt des Agenda-2030-Vereins ergon e.V., der sich für klimafreundliches Tun vor Ort einsetzt, im Münchner Süden auf einer ehemaligen Brache am Südrand der Parkstadt Solln in der Littmannstr. 25, 81477 München. Dieses Grundstück, unter dem die städtische Hauptwasserleitung entlangführt, steht uns solange zur Verfügung, bis im Falle einer Bebauung der angrenzenden Felder hier eine Straße gebaut wird.
    Letztes Jahr waren sie 29 Mitglieder (plus Familie). Sie können in der Erde anbauen und jede*r kann auf seinem Beet anpflanzen. Die Gemeinschaft kann jedoch sich dafür aussprechen, dass bestimmte Pflanzen nicht angepflanzt werden sollen und es gibt im Vertrag auch bestimmte Regularien.
    Auch über andere Belange und Aussehen der Beete entscheidet die Gemeinschaft.

    „Wir haben sie in Parzellen von ca. 10 – 70 m² eingeteilt, die jeweils für 1 Jahr nach einem von der Gemeinschaft entwickelten und ständig angepasstem Vertrag an ein Mitglied, eine Mitgliedsfamilie vergeben werden. Die Parzellen sind nicht durch Zäune voneinander abgegrenzt und dienen dem ersten Hauptziel unserer Gartengemeinschaft, dem ökologischen Anbau von Gemüse, Kräutern und Beerenobst zur Selbstversorgung. Daneben haben auch Blumen, niedrige Ziersträucher und einzelne Zwergobstbäume ihren Platz. „
    […] Wir konnten uns 2015, in unserm 2. Gartenjahr, eine Wasserleitung von den Stadtwerken zu unserm Gelände legen lassen, mit Zuschuss vom Bezirksausschuss 19. Mit viel gemeinschaftlichem Engagement gelang uns, zusammen mit einem Installateur, die interne Leitungsverlegung im Garten, der Bau von 2 schön gestalteten Wasseranschlüssen in Gabionen und das Aufstellen von 2 von Kindern bemalten Wassercontainern für abgestandenes Wasser. Die vielen Bauarbeiten im Gemeinschaftsbereich, in der Anfangsphase unseres Gartens, wurden in gemeinsamen Aktionstagen geleistet. Alle sonstigen Gemeinschaftsaufgaben werden unter den Mitgliedern aufgeteilt, dazu gehören die Pflege von Häuschen, Anbau, Werkzeug, Grasflächen, Wegen, sowie der Bau von neuen Gemeinschaftseinrichtungen z.B. unsere 2016 entstandene Weinlaube für die heißen Tage, als auch viele Arbeiten für die weitere Gestaltung und Verwaltung unserer Gemeinschaft. […]
    Zum Besprechen und Beschließen von Anliegen, die die Gemeinschaft betreffen, treffen wir uns 2-3x jährlich zu Gesamtversammlungen, zentral ist dabei die Hauptversammlung im Frühjahr, in der sich die Mitgliedergruppe als GbR neu konstituiert, neue Mitglieder aufgenommen, die anstehenden Aufgaben verteilt und ein mehrköpfiges Team für die Koordination gewählt werden. Für weiteren Austausch gibt es einen monatlichen Gartentreff meist am Abend. „

    Adi Lange, die „Gesamtgartenleiterin“ will sich zurück ziehen. Sie arbeiten bisher in einem fünfköpfigen Kernteam, das sich die Aufgaben ein wenig aufteilt.

    Träger des Gartens ist ergon


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  • München: Plant a Seed an der TU

    (Projektbesuch)

    Plant a Seed ist ein Projekt Studierender verschiedener Fachrichtungen der TU München (Campus Innenstadt).
    „Der Startschuss fiel im April [20mit dem Bau der ersten Hochbeete. Doch bis dahin musste die Gründerin von „Plant a Seed“, Veronica Becker, einige Monate Überzeugungsarbeit leisten. Mit den zuständigen Abteilungen wie dem Gebäudemanagement sprechen, Genehmigungen einholen und einen sonnigen Platz für die Beete finden. Mit dem jetzigen Standort auf dem Campus ist das Team sehr zufrieden. Insgesamt sind über 80 Studierende aus verschiedenen Studiengängen und Nationen dabei. Mehrere Teams teilen sich die Aufgaben innerhalb des Projekts. Sarah Ho und Felix Bruckmaier sind beispielsweise für die Pflanzplanung verantwortlich, Lisa Thuro kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.“ (Quelle: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/querbeet/querbeet-urban-gardening-tum-muenchen-100.html)

    Plant a Seed besteht zum einen aus einer Reihe von Hochbeeten mit Pflanzenfamilien/Pflanzen, die sich gut ergänzen, entlang eines Gebäudes und ein paar Hochbeeten, die ganz in der Nähe in einer Art Halbkreis stehen. Hier gibt es auch ein paar Sitzmöglichkeiten. Sie haben Zugang zu Wasser und ihre Geräte lagern in einem nahe gelegenen Raum.

    U.a. wegen Corona, aber auch, weil sie eine so große Gruppe sind, finden die Arbeiten hauptsächlich in den Arbeitsgruppen statt. Nicht alle gärtnern, manche kümmern sich um (technische) Lösungen für bessere Bewässerung, andere um Umsetzungsmöglichkeiten von vertikalen Beeten u.a.
    Für bestimmte Arbeiten kann man auch Punkte/Credits für das Studium bekommen. Zudem können und sollen Studierende ihre Arbeiten rund um das Gartenprojekt schreiben.
    Organisatorisch angedockt ist der Garten beim Asta und es ist das erste Projekt des TUM Sustainablity Labs (https://www.tum.de/die-tum/die-universitaet/nachhaltigkeit). Hier sollen Forschung und Praxis besser verbunden werden, Anwendungs- und Experimentiermöglichkeiten geschaffen werden.

    Mit im Boot ist Wildbienen/Insektenexpertin Monica Eggert, die derzeit in verschiedenen GGs in München zu Wildbienen und anderen Insekten Praxisforschung macht.

    Das Plant a Seed Team möchte den Campus insgesamt grüner machen und ist in Neugestaltungs- und Umbaupläne für die Mitte des Campus einbezogen worden. Ein paar Beet müssen dann zunächst weichen.

    Auch interessant: der Onkel eines Teammitglieds ist auf das Projekt aufmerksam geworden und möchte ihnen eine 5stellige Summe schenken. Sie suchen nun ein Grundstück in der Nähe von München, ggf. in der Nähe der anderen Campi der TU, um dort z.B. etwas für Insekten zu tun.

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  • München-Giesing: Familienbaum will Nachbarschaftsgarten aufbauen

    (Projektberatung)
    Das „alternative Familienzentrum“ Familienbaum in Untergiesing ist eine Freifläche, auf der zwei Jurten, ein Carport, zwei Bauwägen und eine Komosttoilette stehen. Es gibt einen kleinen Spielplatz, viel Wiese und viel Überwucherung. Auf der Fläche waren vorher Schrebergärten, die Fläche hat ein Investor gekauft, der dort eigentlich Studiappartements bauen möchte. Eine Bürgerini darf das Gelände zwischennutzen, Nutzer*innen sind aber die Familien, die die Angebote des Vereins Familienbaum wahrnehmen. Familienbaum hat keinen Kontakt mit dem Besitzer. Sie nehmen aber an, dass sie das Gelände noch länger werden nutzen können, da wegen der geplanten Südtrasse der/für die Bahn dort nicht gebaut werden darf. Die Südtrasse ist aber derzeit wohl nicht aktuell in Planung. Die Kneipe „Gans woanders“, die in unmittelbarer Nähe ist, hat einen Zwischennutzungsvertrag für fünf Jahre bekommen.
    Es gab schon Hochbeete auf der Fläche, die aber nicht mehr genutzt wurden und verfielen, so dass sie abgebaut wurden. Jetzt möchte die Kerngruppe des Familienbaums (ca. 10 – 15 Leute) gerne einen Nachbarschaftsgarten aufbauen.
    Sie wollen als erstes eine Infoveranstaltung für die Nachbarschaft organisieren und Interessierte finden. (mehr …)

  • Berlin: Barmesse und urban gardening

    (alerts)

    Nach einem Jahr Pause bringt der BCB im Oktober die Barbranche wieder live zusammen. Das pandemiebedingt angepasste Konzept verspricht einen Fokus auf Weiterbildung und spannende Side-Events in der Berliner Bar-Szene.
    Unter dem Motto „City Life Spirits” findet der Bar Convent Berlin (BCB) vom 11. bis 13. Oktober erstmals in den Berliner Messehallen statt und hat damit Raum für ein neues Konzept bei gleichbleibendem Kultcharakter.[…]
    Zum großen Wiedersehen zwischen Bartendern, Barbetreibern, Distributoren, dem Handel, Hotels sowie Getränkefirmen und anderen Dienstleistern bringen die Veranstalter den urbanen Geist Berlins in die Messehallen. Ein zentraler Hot Spot wird dann zum Beispiel das Thema „Urban Gardening” oder die „Sinne der Stadt” auf der Liquid Stage. Belegt werden die Hallen 18, 20 und das Palais des Berliner Messegeländes.[…]

    https://www.about-drinks.com/aussteller-aus-22-laendern-und-side-events-in-der-city-das-wird-der-bar-convent-berlin-2021/ (mehr …)

  • Berlin-Mitte: Fotoausstellung zu

    (NL)
    Die Ausstellung „Gemeinschaftsgarten NiemandsLand“ des Fotografen Michael Becker zeigt die Entwicklung der einstigen Brache hinter der Kapelle der Versöhnung zu einem pulsierenden Gemeinschaftsgarten.

    https://waschkueche-brunnenviertel.de/fotoaustellung-gemeinschaftsgarten-niemandsland-von-michael-becker/ (mehr …)

  • Hannover: urban gardening bei Neubau eines Stadtviertels geplant

    Kronsrode – Niedersachsens größtes Neubauprojekt

    Nach dem Stadtteil Kronsberg zur EXPO 2000 kommt mit Kronsrode ein weiteres großes Baugebiet am Stadtrand von Hannover dazu. Insgesamt sollen 3.500 bis 4.000 Wohneinheiten unter dem Motto „Draußen in der Stadt“ in drei eigenständigen Quartieren von verschiedenen Bauträgern entstehen. Als moderner, nachhaltiger und urban-grüner Stadtteil gliedert Kronsrode sich ideal in den bestehenden Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode ein. […]

    Kronsrode-MitteAuf
    insgesamt dreizehn Baufeldern sollen rund 1.300 Wohnungen mit einem Mix aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum, Townhouses und Reihenhäusern entstehen. Neben preiswerten, geförderten Mietwohnungen entstehen frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen, Reihenhäuser sowie Studenten- und Seniorenwohnungen.

    Kronsrode Mitte wird sich durch vielfältig nutzbare Grünflächen, Parks und Plätze zum Treffen und gemeinsamen Austausch auszeichnen. Auch E-Mobilität, Urban Gardening und Coworking-Möglichkeiten bilden das Herz des Quartiers. Ferner entstehen direkt am Expo-Ost-Bahnhof ca. 8.000 Quadratmeter Handelsfläche: Hier sind ein Vollsortimenter, eine Drogerie, ein Discounter sowie Gastronomie und Handel und weitere Dienstleistungen des täglichen Bedarfs geplant. Die Infrastruktur wird durch zwei Kitas nebst Familienzentrum und einer Grundschule in Kronsrode Mitte vervollständigt. […]

    https://www.hannover-entdecken.de/kronsrode-niedersachsens-groesstes-neubauprojekt/ (mehr …)

  • München: Hochbeetgarten an der Offenbarungskirche

    (Projektbesuch)

    Auf der Grünfläche hinter der Kirche gibt es seit Herbst 2019 einen kleinen Gemeinschaftsgarten. Green City suchte einen Ort, um die Beete aus dem Nussbaumpark sinnvoll weiterzuverwenden und über einen Kontakt kamen diese Beete zur Offenbarungskirche. Schnell fanden sich Interessierte, die hier gärtnern wollten. Zunächst waren das Gemeindemitglieder (evangelischen Kirchengemeinde Sophie Scholl), die Info lief über den Gemeidebrief. Die Beete waren noch mit Erde gefüllt, so dass sie gleich Pflanzen einsetzen konnten. Die Beete werden individuell begärtnert, es gibt ab und an Treffen (eher organisatoricher Art). Green City hatte angeboten, regelmäßig vorbeizukommen und gärtnerische Tipps vor Ort zu geben, doch durch Mitarbeiterinnenwechsel und Corona fand das nie statt. Die Gärtner*innen lernen von- und miteinander.
    Die Gemeinde-Mitglieder interessieren sich für die Beete, oft gehen einige von Ihnen nach dem Gottesdienst zu den Beeten. Die eine Gärtnerin, die uns den Garten vorstellte, sagte: die Beete sind ein sozialer Treffpunkt geworden.
    Vorher wurde die Wiese für das Sommerfest u.ä. genutzt, doch niemand hat was dagegen, dass hier nun Beete sind. Sie hätten auch noch Platz, um sich ein wenig weiter auszubreiten, doch wird es bald Baumaßnahmen geben, die Fläche wird mit einer Tiefgarage unterbaut, die hintere Fassade der Kirche muss renoviert werden etc., so dass sie das erstmal abwarten.
    Ein Teil der Beete soll für diese Zeit an die Kirche, mit der sie zusammen die Gemeinde Sofie Scholl sind.
    Bis vor kurzem waren zwei Leute dabei, die nicht zur Gemeinde gehören. Diese kamen über Green City. Die Gärtnerin, die uns den Garten zeigte, hat die beiden aber in dem Jahr, in dem sie dabei waren, nie gesehen. Nun haben sie aufgehört.


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  • Mannheim: Verein Mikrolandwirtschaft baut Selbsternte, Schulgärten Mitarbeitergärten auf

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    Website des Vereins: https://social-gardening-pilot.jimdo.com/

    Zeitungsartikel:

    Wenn Mannheimer und Mannheimerinnen keinen Garten haben, aber eigenes Gemüse anbauen wollen, müssen sie geduldig sein. Denn die Wartelisten bei Kleingartenanlagen, Urban Gardening und Gemeinschaftsäcker sind lang. Deshalb sucht der Verein Mikro Landwirtschaft weitere Ackerflächen in der Umgebung, um auf Gemeinschaftsflächen den Anbau zu ermöglichen. Das kündigt der Verein in einer Pressemitteilung an. „Ziel des Vereins ist es ein Gürtel aus Gemeinschaftsäckern um die Stadtteile, damit möglichst viele Bürger wieder ihr eigenes Gemüse anbauen können“, betont Bertram Fischer vom Vereinsvorstand. Bisher bewirtschaftet der Verein drei Gemeinschaftsäcker in Feudenheim und Wallstadt, auf denen rund 500 Bürger Gemüse anbauen. Auf der Webseite des Vereins sind auch viele andere Gemeinschaftsäcker aufgeführt, die es verteilt in Deutschland und sogar Österreich und der Schweiz gibt. Der Verein kümmert sich in der Region allerdings nur um die Ackerflächen in Mannheim und Heidelberg.

    Das Projekt ist dabei nicht nur ökologisch, sondern festigt auch das Gemeinschaftsgefühl – die Anbauflächen werden so auch zu einem sozialen Treffpunkt. „Ein Projekt, das Ökologie, Bildung und soziales Miteinander verbindet und das Landschaftsbild trotz kleinteiliger Bewirtschaftung erhält“, findet Bertram Fischer. Denn auf den Gemeinschaftsäckern arbeiten die Familien in direkter Nachbarbarschaft zusammen. Dabei festigte sich auch der Wunsch danach, dass im eigenen Stadtteil ein Gemeinschaftsacker entsteht, betont der Vereinsvorstand.

    Damit der Gemüseanbau gelingt, gibt es auf der Webseite des Vereins viele Tipps zum Gärtnern. Beispielsweise zum Anbau von Feldsalat oder dem Anlegen einer Insektenweide mit essbaren Blumen. Hinweise zur Anbauzeit und digitale Dokumente mit Anleitungen zum Anbau ergänzen das Angebot. Mit den Gemeinschaftsgärten in Mannheim trägt der Verein laut eigenen Angaben bereits viel zum Local Green Deal in der Stadt bei. Elena Fischer vom Vorstand erklärt außerdem: „Es ist toll, dem eigenen Essen beim Wachsen zuzusehen.“ Aktuell ist auf den Gemeinschaftsäckern Erntesaison. Dieses Jahr gibt es besonders viele Zucchini, berichtet der Verein.
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  • Berlin: Volksbegehren zum Schutz der Grünflächen geplant

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    Nach dem Scheitern der „Charta Stadtgrün“ in der rot-rot-grünen Koalition nehmen Umwelt- und Naturschützer ihre Pläne für ein Volksbegehren zum Schutz der Grünflächen in Berlin wieder auf.
    „Wir wollen deutlich machen, dass viele Berliner:innen den Schutz und höhere Investitionen für das Berliner Stadtgrün wollen“, sagte Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin. Im Frühjahr 2022 solle das Volksbegehren starten.
    Der BUND hatte bereits im Frühjahr ein Volksbegehren angekündigt, dann jedoch zunächst abgewartet, wie das Ergebnis der Verhandlungen von Rot-Rot-Grün zur „Charta Stadtgrün“ ausfallen würde. SPD, Linke und Grüne haben lange über den Katalog zum Schutz der Grünflächen diskutiert, den der Senat bereits 2020 beschlossen hatte. Nach etlichen Verhandlungsrunden scheiterten die Gespräche vor gut einer Woche.
    Hauptstreitpunkt war die Frage, ob Grünflächen, abgesehen von Ausnahmefällen, grundsätzlich zu erhalten sind, oder dies – wie von der SPD gefordert – nur dann der Fall sein soll, wenn dem keine anderen öffentlichen Interessen entgegenstehen. In der laufenden Legislatur wird es daher zu keinem Beschluss der Planwerke und des Kleingartengesetzes mehr kommen.
    Aus Sicht von Naturschützern ist das eine herbe Enttäuschung. „Es gibt massiven Frust bei allen Menschen, denen das Stadtgrün wichtig ist“, sagte Heuser. Die Charta hätte für die Berliner Politik eine Chance sein können, um ihren Einsatz für Natur und Umwelt in der Stadt zu zeigen.
    Nun jedoch wüchsen die Zweifel, dass es in den kommenden Jahren gelinge, die Grünflächen in der Stadt zu erhalten und dafür auch ausreichend Haushaltsmittel zu investieren, sagte der BUND-Landesgeschäftsführer. „Das ist ein Zeichen, dass die Wertschätzung für das Grün politisch noch nicht so weit ist, wie sie sein müsste.“
    Die Umwelt- und Naturschützer wollen das Thema daher nun selbst stärker auf die Agenda setzen. „Wir starten das jetzt, weil die Politik den Druck braucht. Es muss deutlich gemacht werden, dass es eine zentrale Herausforderung für die nächsten Jahre ist, hier eine wirksame Strategie zu entwickeln“, sagte Heuser.
    Im Kern gehe es um zwei Punkte: Im Vordergrund stehe die Frage des Erhalts der Grünflächen. „Der zentrale Punkt ist die Flächensicherung“, sagte Heuser. „Es muss eine Flächensicherungsstrategie angegangen werden mit dem Ziel einer Nettoneuversiegelung von null bis 2030.“ Das bedeute nicht, dass nicht auch weiterhin Flächen neu bebaut werden könnten. Doch spätestens zum Ende des Jahrzehnts müsste für jeden Neubau in Berlin an anderer Stelle in der Stadt in gleichem Umfang Boden entsiegelt und renaturiert werden.
    Als mögliche Ausgleichsflächen nannte der BUND-Vertreter bisherige Parkplätze oder große Supermarktflachbauten. Stattdessen müsse die gesamte Stadt auch beim Wohnungsbau eher in die Höhe entwickelt werden.
    Daneben brauche es feste Zusagen, dass die Finanzmittel für den Erhalt intakter Parks, Wälder und Wiesen erhöht werden. In der Vergangenheit seien bei Haushaltsdiskussionen überproportional Mittel für den Unterhalt durch die Grünflächenämter gestrichen worden. Doch die zunehmend trockenen Sommer und der Klimawandel machten deutlich, dass nur gesunde Bäume und intakte Biotope widerstandfähig seien und dem Stadtklima helfen könnten. „Hier muss für die Zukunft der Stadt viel investiert werden“, sagte Heuser.
    Wie genau die Forderungen aussehen werden, sei noch offen. Ab Oktober wollen verschiedene Akteure die Ziele konkret entwickeln, sagte Heuser. Beteiligt seien der Nabu, die Grüne Liga und der Berliner Kleingartenverband, zudem Initiativen wie „100% Tempelhofer Feld“ und Urban-Gardening-Projekte. Dabei gehe es nicht nur alleine um das Volksbegehren. Auch darüber hinaus wolle man zusammen politische Initiativen für das Stadtgrün anstoßen. „Wir wollen die gemeinsamen Ideen bündeln und klare Forderungen an den Senat stellen“, sagte Heuser.

    https://m.tagesspiegel.de/berlin/nach-scheitern-der-charta-stadtgruen-umweltschuetzer-planen-volksbegehren-fuer-gruenflaechen-in-berlin/27583154.html (mehr …)

  • Wuppertal: urban gardening Teil einer Platzumgestaltung

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    Der Spiel- und Bolzplatz Bayerplatz ist wie eine kleine Insel in der Großstadt. Er liegt in Heckinghausen zwischen der Widukind-, Waldeck- und Werlestraße, und wurde zuletzt umgestaltet. Entstanden ist unter anderem ein neuer Bolzplatz, den einige im Stadtteil schon „das Stadion“ nennen. „Der umfangreiche Schutz ist aber notwendig“, sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Christoph Brüsermann (CDU). „Schließlich liegt der Platz an einer Hauptverkehrsstraße.“ Er findet die Lösung, die baugleich mit dem Platz an der Junior-Uni sei, „in Ordnung“.

    Die Umgestaltung begann bereits im vergangenen Jahr, coronabedingt zogen sich die Arbeiten aber bis in dieses Jahr. Recycelt wurde dabei auch: Für die Neugestaltung des Bodens der Grünanlage an der Kölner Straße in Elberfeld, die bald ansteht, werden Melaphyr-Mosaikpflastersteine des Bayerplatzes wiederverwendet. Aktuell laufen in Heckinghausen noch Arbeiten der WSW an der Werlestraße, die bis Ende September abgeschlossen sein sollen. Arbeiten der Stadt im Gehwegbereich dauern noch bis Mitte Oktober. In dieser Zeit folgen dann auch noch die Gehölzpflanzungen im Bereich Bayerplatz, wo Sitzelemente auch zum Skaten einladen. Elf neue Bäume sollen dort ihre Heimat finden. In einem zweiten Bauabschnitt kommen die Hochbeete für das sogenannte „Urban Gardening“ hinzu – dem Gärtnern mitten in der Stadt. Die Boulebahn ist im Zuge der Grundsanierung verschwunden. Insgesamt investiert die Stadt im laufenden Jahr 4,2 Millionen Euro für Spiel- und Bolzplatzprojekte in Wuppertal.

    https://www.wz.de/nrw/wuppertal/bayerplatz-ist-fast-fertig_aid-62569307


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  • München: Werksgarten hat sich gut entwickelt

    (Projektbesuch)
    Der Werksgarten liegt direkt an einem der Eingänge des neu entstehenden WerkViertels. Der Garten ist ganz offen. Es gärtnern gut 20 Menschen hier, wer noch mitmachen möchte, kann ein Hochbeet bekommen und loslegen. Die Gruppe besteht aus Leuten, die auf dem Gelände oder in umliegenden Firmen arbeiten, inzwischen aber auch aus der Nachbarschaft kommen. Es gibt eine Koordinatorin, die mitgärtnert und einen Ansprechpartner von Seiten der OttoEckhart Stiftung, der auch bei der OTEC-AG arbeitet (http://www.otec-muenchen.de/), die das Gelände „entwickelt“. Den Gemeinschaftsgarten war für ihn von Anfang an Teil des Gesamt-Werkviertel-Konzepts. Ziel ist es, Menschen zusammen zu bringen, einen Ort zu haben, an dem sich Leute aus den Büros und der Nachbarschaft treffen und gemeinsam tätig werden können.
    Wasser kommt aus IBC-Containern, die von der GaLaBau-Firma befüllt werden, die für das Gesamtgelände zuständig ist.
    Die Stiftung bereitet die Hochbeete mit Erde und einer ersten Gemüsepflanzung vor und übergibt das dann den Gärtner*innen. Ca. 1x Monat gibt es einen kleinen Workshop oder eine kleine Veranstaltung.
    Sie haben beobachtet, dass die Beete im Gemeinschaftsgarten (sind gepflegt, man sieht, dass hier Leute Gemüse anbauen und sich kümmern) nicht als Mülleimer zweckentfremdet werden und auch nicht zerstört werden. Manche der anderen Beete auf dem Gelände sehen anders aus: Müll und Zigarettenkippen werden hier entsorgt.

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  • Saarbrücken: ökomenischer Gottesdienst im GG „Garten Eden“

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    Saarbrücken – Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen haben am Freitag, 3. September, mit einem Gottesdienst in Saarbrücken-Malstatt den ökumenischen Tag der Schöpfung gefeiert. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die seit 2015 jeden ersten Freitag im September den „Schöpfungstag“ feiert. […]
    Passend dazu war der Ort des ökumenischen Gottesdienstes gewählt: Im Nachbarschaftsgarten der Diakonie pflegt ein Stadtteilverein Gemüsebeete und schafft so eine Idylle direkt neben einer der Hauptverkehrsachsen. Die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung stand im Zentrum der Predigt von Joachim Hipfel, Pfarrer der Freien evangelischen Gemeinde in Saarbrücken.[…]

    Nach dem ökumenischen Gottesdienst, den Vertreter der Neuapostolischen Kirche, der Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der Freien evangelischen Gemeinde sowie der evangelischen und katholischen Kirche organisiert hatten, ließen die Gläubigen den Abend bei Brot und Wein im Nachbarschaftsgarten ausklingen. (mehr …)

  • München: Vandalismus im Freiluftgarten Freiham

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    Slavicas Morgenspaziergang führt sie fast immer zum Freiluftgarten. Sie geht dann zu den Regentonnen hinter dem Geräteschuppen, schnappt sich eine Gießkanne und taucht das Gefäß in einen der großen, grünen Behälter. In der Hoffnung, dass noch Wasser drin ist. Zuletzt war das alles andere als selbstverständlich: In den Tonnen herrschte, trotz des vielen Niederschlags, gähnende Leere. Weil jemand in den Abend- und Nachtstunden den Hahn aufgedreht und das Gießwasser abgelassen hatte. Zugleich fanden sich Kannen, Tonnendeckel und andere Gegenstände in der benachbarten, fünf Meter tiefen Baugrube. Slavica gehörte voriges Jahr zu den ersten, die auf der Matte standen, als Freihams Gemeinschaftsgarten am 29. Mai 2020 eröffnet wurde. Weil die Neuaubingerin aber ganz in der Nähe wohnt, möchte sie angesichts der immer wiederkehrenden Zerstörungen im Garten ihren kompletten Namen lieber nicht in der Zeitung lesen.

    Der Freiluftgarten, im Grünband zwischen Freiham und Neuaubing direkt gegenüber der Kunreuthstraße 53 gelegen, ist eine Oase. Der Pflanzen wegen, die das 800 Quadratmeter große Ackergelände erblühen lassen und in eine grüne Enklave in dem noch von grauem Kies und Baustellen dominierten Neubaugebiet verwandeln. Tomaten, Zucchini, Mangold und viele andere Gemüsesorten wachsen hier, Beeren, Salate und Kräuter sprießen in säuberlich abgetrennten Beeten. Es gibt Wildbienenhotels und einen kleinen Insektenteich.

    Der Garten ist aber vor allem auch ein Bildungs-, Begegnungs- und Integrationsort. „Viele kommen bewusst zum Kontaktknüpfen in unseren Gemeinschaftsgarten, weil sie nach Freiham ziehen möchten, aber noch anderswo wohnen“, erzählt Patrycia Marek. Die Politologin und Pädagogin leitet den Freihamer Nachbarschaftstreff unter der Trägerschaft des Vereins Kinderschutz München, zu dem auch der Garten gehört. Sie weiß: „Das gemeinsame Gärtnern schafft eine unkomplizierte Möglichkeit für sozialen Austausch, intensiviert das soziale Miteinander und ebnet den Weg für nachbarschaftliche Kontakte zwischen Bewohnern aus den Bestandsgebieten und dem Neubaugebiet Freiham.“ Für Ulrike Wagner ist der Garten daher der „ideale Treff, um Wurzeln zu schlagen“. Wagner ist Aubingerin und arbeitet im Ökologischen Bildungszentrum. Nun, seit September, betreut die Biologin zur Freude Mareks einen Tag pro Woche den Freiluftgarten.

    18 Familien, darunter viele Kinder, arbeiten momentan aktiv im Garten mit. Entschieden wird gemeinsam, man trifft sich in Arbeitsgruppen, einige haben feste Aufgaben übernommen, sind Schlüssel- oder Gerätewarte. Mohammad etwa ist wie Slavica von Anfang an dabei, er engagiert sich in der Salatgruppe. Nach der Abstimmung mit seinem Team hat er asiatischen Lauch gesetzt, „der wächst mehrere Jahre, nicht wie unser Lauch nur einen Sommer lang“. Oder Michael Bruns, der gerne seinen Sohn Vincent zum Gärtnern mitnimmt. Er kümmert sich um Neuankömmlinge, die am Tor vorbeilaufen und „das Paradies“ bewundern. Schilan Sheikho ist eine der „Neuen“ im Gemeinschaftsgarten, die Einzelhandelskauffrau ist mit ihrem Mann Khoder und dem kleinen Avel Anfang Juli nach Freiham gezogen. Beim Spazierengehen hat sie „dieses Schild gesehen, dass man sich hier immer treffen kann“. Seitdem kommt sie regelmäßig, schon wegen ihres einjährigen Sohnes, „der infolge des Abstandhaltens wegen Corona Angst vor Leuten hat“. Sogar eine Kindergruppe gibt es am Freihamer Weg, die sich regelmäßig trifft und von Stefanie Picker geleitet wird.
    Guck mal, Avel: Schilan Sheikho kommt mit ihrem Sohn gern in den Gemeinschaftsgarten, denn es gibt hier viel zu sehen und zu tun.

    Alter, Herkunft, Bildungsstand, Beruf, Religion – im Garten ist all das sekundär. Da werkelt die Ärztin neben dem Friseur, der Programmierer neben dem Lehrer, der Sozialarbeiter neben der Verwaltungsangestellten. „Die Menschen definieren sich bei uns über ihr gemeinsames Interesse an der Wiedereroberung des zum Teil verloren gegangenen Wissens über die natürliche Nahrungsmittelproduktion und über die Suche nach nachbarschaftlichen Kontakten und Erholung“, sagt Marek.

    Umso trauriger finden die Gärtner den mutwilligen Vandalismus, der seit einigen Wochen den Freiluftgarten trifft. Blumenbehälter, das Tomatenhaus und der Schaukasten wurden schon zerstört. Das Insektenhotel, Ergebnis eines aus dem Fonds „Lasst uns mal ran“ finanzierten Kinderprojekts, wurde mehrfach beschädigt. Eine Wildbienen-Forscherstation der Technischen Universität fanden sie verwüstet vor. Für Marek sind diese Zerstörungen ein Indiz dafür, dass Integration an diesem Standort noch intensiver als bisher forciert werden muss. Doch dafür braucht es ausreichend Personal. Mit den 19,5 Stunden, die Marek zur Verfügung hat, sei der Aufbau des Nachbarschaftstreffs und die parallele Bespielung des Freiluftgartens allein nicht zu machen, sagt die Treffleiterin. „Die Zuschaltung von personellen und finanziellen Ressourcen ist unabdingbar, um bei der Realisierung der städtischen Ziele wie Inklusion und Bildung zur nachhaltigen Entwicklung mitwirken zu können.“ Marek hat „kein Verständnis“ dafür, wenn von Verwaltungsseite Freiham als Standardfall betrachtet wird. „Denn das ist es nicht. Wir haben hier eine Riesenbaustelle. Und es gibt ein Bestandsgebiet, das ins Boot geholt werden muss.“ Der Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied sieht das ebenso.
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freiham-ein-ort-an-dem-man-wurzeln-schlaegt-1.5399271

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  • Freiburg: Mix aus Kleingarten und flexibleren Parzellen, sowie urban farming entsteht

    (alerts)

    Gärtnern und Gemüseanbauen ist in – aber gleich einen ganzen Kleingarten pachten: Das ist vielen Bürgern zu aufwändig. Außerdem fehlen hierfür Flächen. Deshalb wagt die Stadt Freiburg nun ein Experiment: Bei der Kleingartenanlage Moosacker im Stadtteil St. Georgen, die derzeit erweitert wird, ist neben klassischen Parzellen ein Gelände zum Gemeinschaftsgärtnern geplant. Das Konzept ist ein Mittelding zwischen herkömmlichen Schrebergärten und offenen „Urban Gardening“-Angeboten, die es zum Beispiel in Parkanlagen gibt.

    Während ein normaler Kleingarten rund 200 Quadratmeter groß ist, werden im nördlichen Teil der Erweiterungsfläche auf einem insgesamt 2500 Quadratmeter großen Areal kleinere Einheiten entstehen. Die Stadtverwaltung will das Konzept so flexibel wie möglich gestalten. „Ich bin selbst gespannt“, sagt Jutta Hermann-Burkart, stellvertretende Leiterin des Garten- und Tiefbauamts. Zum Beispiel könne eine Familie einen halben Schrebergarten pachten, erklärt sie. Oder mehrere Familien oder einige Freunde bewirtschafteten eine Parzelle in klassischer Größe gemeinsam. Im zweiten Bauabschnitt ist zudem „Urban Farming“ geplant: In Zusammenarbeit mit einem Landwirt soll eine Ackerfläche gemeinschaftlich genutzt werden.

    Dass flexibles Gärtnern gefragt ist, hat eine Studie ergeben, auf deren Grundlage die Stadtverwaltung 2018 ein Konzept für alternatives Gärtnern erarbeitet hat. Zudem gibt es bereits viel Interesse am „Urban Gardening“: Das sind kleine Areale oder einzelne Beete in Parkanlagen, wo Menschen gemeinschaftlich gärtnern. 20 derartige Anlagen gibt es inzwischen in Freiburg. Diese bieten maximale Flexibilität – die Stadtverwaltung hat lediglich einen Ansprechpartner, alles weitere regeln die Gärtner untereinander.

    Die neue Gemeinschaftsgartenfläche in der Kleingartenanlage Moosacker ähnelt indes eher der klassischen Struktur: Die Parzellen werden fest vergeben, und die Gärtner müssen auch die übliche Kleingartenpacht von 24 Euro pro 100 Quadratmeter Fläche und Jahr bezahlen. Sollte das Konzept doch nicht auf so viel Interesse stoßen, sei es jederzeit möglich, die Einheiten zu klassischen Kleingärten zusammenzuschließen, erklärt Jutta Hermann-Burkart. Solche herkömmlichen Parzellen sind im südlichen Teil der Erweiterungsfläche geplant: Dort entstehen in einem ersten Bauabschnitt 54 Gärten, insgesamt sind 90 geplant.

    Die Parzellen dienen als Ersatz für Kleingärten, die im Stadtteil Stühlinger rund ums Rathaus und beim Rettungszentrum für neue Baugebiete weichen müssen. Allerdings: Lediglich 30 Gärtner werden von dort aus nach St. Georgen umziehen. Und die müssen sich auch noch etwas gedulden: Die Bauarbeiten hätten eigentlich schon Ende Juli abgeschlossen sein sollen, hinken wegen des nassen Wetters aber etwas hinterher. Eine halbe Million Euro kostet die Erweiterung insgesamt.

    Kritik vom Bürgerverein
    Dass im Moosacker noch mehr Kleingärten entstehen und dafür weitere landwirtschaftliche Flächen wegfallen, sieht der St. Georgener Bürgerverein sehr kritisch. Vor allem auch deshalb, so sagt der Vorsitzende Martin Maier, weil schon in der bestehenden Anlage „Grill und Ghettoblaster“ dominierten: „Viel Gemüse wird da nicht angebaut.“ Er hoffe, dass dies bei der Erweiterungsfläche anders werde. Stark gemacht hat sich der Bürgerverein für eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten, die ebenfalls im neuen Bereich geplant ist und allen Bürgern zur Verfügung stehen soll.

    Wegen des experimentellen Charakters wird die neue Kleingartenfläche – anders als die bestehende Anlage, die als Ersatz für wegfallende Kleingärten fürs Baugebiet Gutleutmatten im Stadtteil Haslach entstanden ist – nicht über den Kleingartenverein Moosacker betreut, sondern direkt über die Stadtverwaltung. Der Kleingartenverein ist darüber aber gar nicht böse, wie die Vorsitzende Andrea Kiss sagt – im Gegenteil. Der Verein habe genug zu tun, auch mit der großen Nachfrage: „Seit Corona steht das Telefon nicht mehr still.“ Derzeit gebe es einen Aufnahmestopp: Die Warteliste sei mit rund 100 Interessierten für die 94 Gärten übervoll. Auch bei den übrigen Kleingartenvereinen in Freiburg, die insgesamt 3100 Gärten haben, gibt es deutlich mehr Nachfrage als Angebot, genauso wie bei der Stadt Freiburg. Die Stadtverwaltung verwaltet insgesamt 400 Parzellen, auf die aktuell 600 bis 700 Interessierte kommen.

    https://www.badische-zeitung.de/in-freiburg-entsteht-ein-mix-aus-kleinanlage-und-urban-gardening–204542266.html?mode=in (mehr …)

  • Berlin: Diskussion mit Hofreiter im Gleisbeet

    (NL)

    Anton Hofreiter im GleisBeet

    Was bedeutet Klimagerechtigkeit und wieso ist es wichtig im Zuge des Klimaschutzes für sie einzutreten? Wie setzen sich Klimapolitiker*innen dafür ein? Welche politischen Forderungen ergeben sich daraus? Diese und viele weitere Fragen möchten wir zusammen mit Euch und mit Toni Hofreiter, MdB, diskutieren.

    Toni Hofreiter ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und war dort von 2011 bis 2013 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Seit 2013 ist er Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Anton Hofreiter ist seit vielen Jahren Mitglied der NaturFreunde.

    03.09.2021 | 18.00 Uhr Jugend und Politik: Diskussion mit Anton Hofreiter, MdB Thema: Was bedeutet Klimagerechtigkeit? Ort: GleisBeet, Helsingforser Str. 29, 10243 Berlin


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  • Olpe: Gemeinschaftsgärten Verein gegründet

    (alerts/tel)

    Matthias Koch, einer der Gründer des neuen Vereins, ist duch seine Töchter auf Allmende-Kontor/P-Garten etc. in Berlin aufmerksam geworden, hat über sein Imker-Hobby die Pflanzestelle und Finkennest in Köln besucht und wollte dann auch bei sich vor Ort einen GG haben.
    Die Gründungsveranstaltung war ein voller Erfolg, ein Gründungsmitglied ist jemand, der in der Stadtverwaltung arbeitet und von dieser Seite aus das Projekt mit vorantreiben möchte (in den Verein ist er als Privatperson eingetreten).

    Artikel zur Gründungsveranstaltung

    Olpe. Der Verein „Gemeinschaftsgärten Olpe“ wird am Donnerstag, 19. August, gegründet. Matthias Koch und Alice Holterhoff laden alle interessierten Personen ab 19 Uhr ins Kolpinghaus Olpe ein. Jeder ist willkommen – ganz egal, ob bereits Erfahrungen im Gärtnern vorhanden sind oder noch nicht. Auch wer bereits einen eigenen Gemüsegarten hat, aber gerne mit anderen Menschen Saatgut oder vorgezogene Pflänzchen, vielleicht auch später die Ernte tauschen möchte, ist eingeladen.

    Der Verein sieht sein Ziel im gemeinschaftlichen Aufbau von Gemeinschaftsgärten in Olpe. Dabei soll das generations- und kulturübergreifende Erleben der Gemeinschaft und der Aufbau von neuen Kontakten, aus denen Freundschaften werden können ebenso wichtig sein, wie z.B. der Erhalt von alten Obstbaumsorten oder der Austausch und die Weitergabe von handwerklicher Techniken im Obst- und Gemüseanbau.

    Hierbei steht die Frage der Nachhaltigkeit, des ökologischen Anbaus und der Erhalt der Biodiversität im Vordergrund.

    https://www.lokalplus.nrw/nachrichten/verschiedenes-olpe/olper-buerger-gruenden-einen-gemeinschaftsgarten-verein-50777 (mehr …)

  • München: viel Kritik an Platz(um)gestaltung durch Green City

    (SZ)

    Der Verein Green City hat den St.-Anna-Platz mit Sitzbänken und Bepflanzung umgestaltet. Allerdings sind nicht alle Anwohner mit dem Ergebnis dieser „Quartierswende“ im Lehel zufrieden.

    Beim Projekt „Quartierswende“ lief die Zusammenarbeit zwischen dem Verein Green City und dem Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel von Anfang an nicht ganz rund – abgesehen von der grünen Mehrheitsfraktion zeigten sich die Lokalpolitiker nun auch in der Schlussrunde wenig angetan von den bisherigen und geplanten Aktionen. Einmal mehr drehte sich die Kontroverse um den Mariannenplatz, den die Teilnehmer einer Online-Abstimmung im Frühjahr als einen von drei Orten für temporäre Umgestaltungen ausgewählt hatten – auch zulasten von Stellplätzen.

    Nachdem sich Anwohner bereits Anfang 2020 gegen ein ähnliches Bürgerprojekt gewehrt hatten, verweigerten die Lokalpolitiker ihre Zustimmung und blieben dabei, auch nachdem Green City seine Pläne so weit reduziert hatte, dass nur noch zwei Parkplätze für zwei Monate entfallen wären. Nicht einmal für einen Aktionstag im September vorstellen kann sich der BA weiterhin die Vollsperrung der Verbindung zur Steinsdorfstraße. Der fünfköpfige Ferienausschuss strich daher einen erneuten Antrag von der Tagesordnung, da er aus Sicht von CSU, SPD und FDP nur das bereits abgelehnte Anliegen wiederholte.

    Die sonstigen Aktionen am Platz um die Lukaskirche hatte der Verein inzwischen, quasi am Gremium vorbei, umgeplant und auf den privaten Grund der Kirchengemeinde verlegt. Der Bezirksausschuss war also lediglich zu einer Einschätzung aufgerufen und hat an sich auch wenig einzuwenden gegen einen „Infowürfel“, der zugleich als Tausch- und Ausstellungsregal dient, sowie gegen eine Pergola mit Sitzmobiliar.

    Dennoch entspann sich eine teils gereizte Grundsatzdiskussion, vor allem um Anspruch und Wirklichkeit der bisherigen Aktionen am Isartor- und vor allem am St.-Anna-Platz. Kritisch äußerte sich unter anderem Stefanie Wagner-Schroiff (FDP), nach deren Eindruck im Herzen des Lehel „vieles nicht geglückt“ ist. Als Fehlentscheidung hätten sich vor allem die Gemüsebeete in der Nähe einer lauten, staubigen Baustelle erwiesen. Rankpflanzen seien ohne Aufstiegshilfen verkümmert, Tomaten im Dauerregen matschig geworden. Kurzum, so Stefanie Wagner-Schroiff, eine „unerfreuliche Veranstaltung“, wenn nicht gar „absoluter Nonsens – wie soll ich darauf vertrauen, dass es anderswo besser wird?“. Fraglich bleibt für Stefanie Wagner-Schroiff überhaupt, ob „einer der schönsten Plätze Münchens eine Quartierswende braucht“.

    Green-City-Vertreterin Verena Greimel räumte ein, dass die Aktion auch unter der Witterung gelitten habe, nimmt aber ein „anderes Feedback“ vom St.-Anna-Platz mit, zum Beispiel viel Lob von den Besuchern und Bewohnern der benachbarten Senioreneinrichtungen. Eine Auskunft, die Wolfgang Püschel (SPD) „als Veralberung meiner Person“ empfand. Er glaube kaum, „dass die Leute froh sind, vergammelte Tomaten zu sehen“ – von ihrem Anbau verstehe er übrigens auch etwas.

    Quartierswende Lehel - Green City

    Von den drei Projekten zur Quartierswende, die Green City im Lehel umsetzt (im Bild der St.-Anna-Platz), steht die Aktion am Mariannenplatz noch aus.

    (Foto: Thomas Vonier)

    Leicht verwundert über die gärtnerische Kompetenz-Debatte, bat die BA-Vorsitzende Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne) darum, aus dieser doch wenigstens „etwas Aggression herauszunehmen“ und stellte sich im Übrigen hinter die Green-City-Aktionen. Von diesen grundsätzlich enttäuscht zeigte sich dagegen Stefan Blum (CSU), zumal, wenn man bedenke, „mit welchem Tamtam und Blabla“ sie gestartet worden seien. Von der noch ausstehenden Aktion am Mariannenplatz fühlt sich Blum also bestenfalls „nicht gestört“.

    Zumindest dort könne das Konzept von Green City halt schon deshalb wenig Eindruck machen, weil es vom BA arg gestutzt wurde, hielt Vereinsvertreterin Verena Greimel dem entgegen. Ein Fazit, dem Andrea Stadler-Bachmaier sich in ihrer Rolle als Vorsitzende nicht ausdrücklich anschließen, dem sie aber auch keineswegs widersprechen wollte. Zusammen mit ihrer Grünen-Kollegin Ilga Fink stimmte sie dem Projekt schließlich ausdrücklich zu, während es Püschel, Blum und Wagner-Schroiff für die übrigen Fraktionen bei einer „positiven Kenntnisnahme“ beließen.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-lehel-quartierswende-green-city-1.5396811

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  • Essen: GG in Frohnhausen gibt es schon seit acht Jahren

    (alerts)

    Der Gemeinschaftsgarten in Frohnhausen ist einer der ältesten in Essen. Warum es für die Menschen dort um viel mehr geht als pflanzen und ernten. Auf einem kleinen Eck zwischen Mehrfamilienhäusern, Parkplatz und Straße pflegen in Frohnhausen einige Menschen ihr persönliches Idyll: Den Gemeinschaftsgarten Diergardtstraße. Wo sich bis 2013 ein Spielplatz befand, wachsen jetzt Obst, Gemüse, Kräuter und Stauden, Bienen summen und der Wind rauscht in den Blättern. Drei Generationen gärtnern hier gemeinsam, sie tauschen sich aus, unterstützen einander und nutzen ihr Netzwerk, um den Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken. Es ist einer der ältesten von mittlerweile 18 Gemeinschaftsgärten in Essen.

    „Bei uns kann wirklich jeder mitmachen, egal woher, wie alt, ob Mann oder Frau“, sagt Udo Seibert. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Gemeinschaftsgartens in Frohnhausen. Als klar war, dass das ehemalige Spielplatzgelände umgenutzt werden sollte, warf er Zettel in die Briefkästen der Nachbarschaft und warb um Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Er habe viel Skepsis geerntet, sagt er rückblickend, aber er brachte schließlich doch eine kleine Gruppe zusammen.
     
    Seitdem brüht Seibert jeden Mittwoch frischen Kaffee auf und kommt pünktlich um 15 Uhr in den Gemeinschaftsgarten, es kann dazukommen, wer mag, ob zum Gärtnern oder auf einen Plausch. Dass es hier so grün ist, dass Pflanzen wachsen, gedeihen und blühen, war viel Arbeit. Denn ideale Bedingungen fanden die Gründungsmitglieder vor acht Jahren nicht vor. „Es gab wenig Mutterboden auf einer Menge Bauschutt, wir bessern den Boden nach und nach aus“, sagt Seibert und wird von einem „Richtig so, Udo?“ aus dem Gemüsebeet unterbrochen. Gemeinschaft steht an erster StelleDort arbeitet Homeyra gerade an neuen Holzbegrenzungen, zwischen den kleinen Zäunen soll fruchtbarere Erde ausgebracht werden, damit die Ernte von Möhren, Radieschen, Kartoffeln, Salat und Kohl beim nächsten Mal üppiger ausfällt. Doch darum geht es an der Diergardtstraße auch gar nicht vorrangig, sondern um das soziale Miteinander und kleine Auszeiten im Grünen – viele haben keinen eigenen Garten oder Balkon.

    Bei Ute Jonetat, die ebenfalls von Beginn an dabei ist, ist es anders. „Ich habe zuhause auch einen Garten, aber es ging mir um die Gemeinschaft“, sagt sie. Und sie ist dankbar für die Kontakte, die zwischen Himbeersträuchern und Gemüsebeet gepflegt werden. Homeyra etwa, die vor einigen Jahren aus Syrien nach Deutschland kam, hat den Garten zufällig entdeckt und kommt jetzt jede Woche vorbei. „Sie ist eine der Zuverlässigsten hier“, sagt Jonetat. „So ist eine Freundschaft entstanden.“

    Garten in Frohnhausen verbindet Generationen

    Drei Generationen kommen im Garten zusammen, von Kindern bis zu Senioren. „Manche Kinder haben hier zum ersten Mal eine Erdbeere selbst gepflückt, statt sie aus der Plastikschale aus dem Supermarkt zu nehmen“, sagt Jonetat. „Es schön zu sehen, dass so Wertschätzung für Lebensmittel entsteht.“ Wie Erdbeeren wachsen weiß Till Umlauf genau, der 26-jährige Biologie- und Spanisch-Student bringt sein Wissen gerne bei der Arbeit im Gemeinschaftsgarten ein. „Ich war von Anfang an begeistert vom Konzept“, sagt er.

    Homeyra und Till haben im vergangenen Jahr das Kartoffel-Königspaar gebildet, auf das Kartoffelfest als Höhepunkt des Gartenjahres fiebern auch jetzt schon alle hin. Ernten kann hier eigentlich jede und jeder, was sie oder er mag. Die Kartoffeln aus dem Boden zu holen, das wird aber in Gemeinschaft zelebriert, auch wenn die Ernte aufgrund des Standorts und Bodens meist nicht gerade üppig ausfällt. Das Grundstück ist städtisch, eine Pacht zahlen die Gartenfans nicht und sie sind auch nicht als Verein organisiert, hier läuft alles ohne Verpflichtungen und neue Gesichter sind jederzeit willkommen. Probleme mit Vandalismus habe es bisher kaum gegeben, berichtet die Gruppe, das Konzept habe sich erprobt.

    Wer den Garten an der Diergardtstraße kennenlernen möchte, ist dort jeden Mittwoch ab 15 Uhr willkommen. Am Freitag, 10. September 2021, wird ab 16 Uhr zudem gemeinsam Kräuterbutter hergestellt.

    https://www.waz.de/staedte/essen/garten-in-frohnhausen-belebt-eine-ganze-nachbarschaft-id233059811.html (mehr …)

  • Frankfurt: Gallus-Garten II bahnt diverse Kooperationen an

    (Mail)

    Sie kooperieren mit dem mit trax e.V. (dem Traineeprogramm des BdA LV Hessen = http://www.trax-studium.de/trax_ev.php) und ihren NachbarInnen vom „Internationalen Bund – Jugendmigrationsdienst“ („hat zu vielen wundervollen intergenerativen Aktionen und Gestaltungen im Gemeinschaftsgarten geführt!“)

    „Wir arbeiten an einem Konzept für die serielle Verwirklichung der sechs Modellentwürfe der jungen ArchitektInnen als temporäre Raumgestaltung im GallusGarten II. (s.FAZ/FR-Artikel)
    Noch fehlen uns die Geldmittel dazu das Konzept von trax eV und GallusGarten II umzusetzen, aber wir wollen Benefizveranstaltungen durchführen, um Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit dafür herzustellen. Damit schon im Herbst und Winter jeweils 1-2 Monate ein Modell eines überdachten Raumes in unserem Gemeinschaftsgarten für die Menschen im Gallus zur Verfügung steht. 

    Auch eine Kooperation mit der Deutschen Bahn (Gallus = Eisenbahnerstadtteil) hat begonnen. Wir schlagen der DB vor mit uns Regenwassertonnen für die Regenwassersicherung aufzustellen. 
    Mit dem städtischen Energieunternehmen Mainova (Netzdienste) haben wir eine Kooperation, um eine Umspannanlage zur Leinwand für junge GraffitiKünstler zu machen. Dazu fehlen uns aber jetzt noch die Mittel bzw. Baumaterial (Konstruktionsholz und Holzplattten), um schnellstmöglich ein dauerhaftes Gerüst dafür zu bauen. 

    Wir haben uns in den letzten Monaten als BaumaterialretterInnen bei den diversen Baustellen in unserem Stadtteil einen Namen gemacht. Und sind eine Kooperation mit dem Senckenberg-Institut eingegangen, um mit unseren 34 Ahorn-Bäumen Teil einer wichtigen wissenschaftlichen Arbeit zu werden.

    Artikel zum Gallus-Garten:

    https://www.fr.de/frankfurt/gallus-ort904318/neue-ideen-fuer-den-gallusgarten-ii-90891583.html), 

    vom 03.12.20 (https://www.fr.de/frankfurt/gallus-ort904318/hochbeete-an-der-galluswarte-genehmigt-90120734.html) und 

    vom 04.12.19 (https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-naechste-garten-frankfurter-gallusviertel-zr-13190283.html)  und einem Blog https://frankfurt-guide24.de/Frankfurt-Gallusgarten-2-Galluswarte-zur-architektonischen-Gestaltung


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  • Berlin: P-Garten Kollektiv eröffnet Nachbarschaftsraum in Ex-Nagelstudio

    (NL)

    Nicht nur im Garten wurde in den letzten Monaten fleißig gewerkelt, geschraubt und gemalert, sondern auch im benachbarten Gewerberaum in der Hermannstraße 103. In Zusammenarbeit mit dem Architekturkollektiv Team Dis+Ko entsteht im ehemaligen Nagelstudio nun ein offener Nachbarschaftsraum für Bildung, Mitgestaltung und Stadtnatur. (mehr …)

  • Neumarkt i.d. OPf: Aufbau des IGs hat nun die Stadt übernommen

    (Tel)
    Ansprechpartnerin für den geplanten IG ist Koordinatorin Engagierte Stadt im Amt für Nachhaltigkeitsförderung.
    Initiiert hat das Projekt eine lose Gruppe Interessierter, die dann auf die Stadt zugegangen ist bzgl. Grundstück. Mit Hilfe der Stadt und der Integrationsbeauftragten wurde ein Grundstück gefunden und da der IG als wichtiges Projekt angesehen wird, die weitere Planung und Begleitung nun von Seiten der Stadt übernommen. Der IG soll solange begleitet werden, bis es ggf. eine tragfähige eigene Vereinsstruktur gibt.
    Das Amt für Nachhaltigkeitsförderung arbeitet mit vielen verschiedenen Initiativen zusammen und sitzt auch mit ein paar Vereinen zusammen mit Mehrgenerationenhaus.

    Es haben sich nun auch schon eine Schule und eine Einrichtung für Menschen mit psychischen Problemen gemeldet, die mit im Garten dabei sein wollen. (mehr …)

  • Nürtingen: Gemeinschaftsgarten entsteht zunächst als Zwischennutzung

    (Mail)

    Kurz zur Info: das Gelände, auf dem sich der Wörth-Garten befindet, soll bebaut werden. Nur ist das eine längere Geschichte, da der bestehende Bebauungsplan gerade verworfen wurde und erst mal wieder ein neuer ins Leben gerufen werden muss. Entsprechend hatten wir zunächst nur die Zusage zur Zwischennutzung bis Ende diesen Jahres. Diese wird aber nun verlängert, d.h. wir sind auf alle Fälle nächstes Jahr noch da und vermutlich sogar noch länger, da sich der Diskurs zu diesem Grundstück am Fluss gerade ändert, auch aufgrund der Flutkatastrophe.


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  • Freiburg: Bunten Garten gibt es nicht mehr

    (Mail)

    unser Bunter Garten wurde von einer Familie übernommen und kooperiert nun mit dem Schulgarten der nahegelegenen Grundschule.
    -> es ist kein Gemeinschaftsgarten/Interkultureller Garten mehr
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  • Grebenhain: Kirche baut Gemeinschaftsgarten auf

    Gemeinsames ackern in Grebenhain

    20.01.21 – Das vergangene Jahr war zwar geprägt von zermürbenden Absagen, aber im Hohen Vogelsberg entwickelte sich zum Jahresende die Idee eines gemeinsamen Ackerprojekts. Im Vogelsbergkreis waren dieses Jahr nicht nur wegen der coronabedingten Hygienebestimmungen Gemeinschaftsgärten immer wieder im Fokus, sondern auch weil einige Klimabotschafter:innen der Jugendklimakonferenz 2019 in verschiedenen Netzwerken mehr Gemeinschaftsgärten im Vogelsberg forderten.

    „In der heutigen Zeit brauchen wir mehr denn je offene und partizipative Lernorte nicht nur für Kinder und Jugendliche (…), in denen interkulturelle Begegnungsräume entstehen, die sich mit dem Thema der nachhaltigen Zukunft in einem demokratischen Miteinander auseinandersetzen“ betont Lara Fahrenbach (16 Jahre aus Lauterbach) von der Klimakidsinitiative, die in Angersbach seit Februar mit Kindern gemeinsam einen Acker gestaltet.

    In Grebenhain entwickelte sich nun eine bunte Initiative, bei der neben einigen engagierten Lehrer:innen der Oberwaldschule von Beginn an auch der Förderverein der Schule mitwirkte. Lehrer Sebastian Ohlemutz suchte mit erfinderischer Offenheit nach einem geeigneten Stück Land, was auf dem derzeitigen vom Umbau geprägten Schulgelände nicht einfach war. Fündig wurde er bei Bürgermeister Sebastian Stang persönlich, der ohne zu zögern ein privates Stück Land für die Projektidee zur Verfügung stellte und selbst mit Ackergerät vorbereitete. Weitere Lehrer:innen unterstützten die Idee mit pädagogischem Fachwissen, Vernetzung und Einsatzbereitschaft.

    Lehrerin Theresia Kuttenkeuler nahm im Rahmen der Idee Kontakt zu Ackerdemia eV auf, einem bundesweiten Verein, der sich auf praktische Gemüseackerprojekte und deren Perspektive auf die sozial-ökologische Transformation mit Schulen spezialisiert hat. Die beteiligten Jugendlichen waren schnell begeistert von der Aktion und vermissten ihren Ackereinsatz schon beim ersten Schnee. „Es ist toll, einfach mit den anderen hier draußen zu arbeiten und dabei zu schwätzen“ schwärmte eine Schülerin der Oberwaldschule.

    Gemeinsam mit den Schüler:innen könnten in Zukunft viele interessierte Menschen aus der Umgebung ab Frühjahr 2021 unter Anleitung der Ackerdemia eV. den Gemüseacker bestellen. Unterstützende Funktion in der Koordination und dem Finanzierungmanagement übernimmt Ruth Martin-Weigang vom Evangelischen Dekanat Vogelsberg im Rahmen ihrer Tätigkeit in der schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit. Bei ihr können sich gerne Menschen melden, die Interesse am Gemeinschaftsgarten Grebenhain haben und in einer individuellen Form mitwirken möchten (Mail an martin-weigang@ekhn.de).

    Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Programm „Demokratie leben!“ im Vogelsberg. „Die Motivation war von Beginn an zu spüren und hielt sich auch durch die Aufs und Abs verschiedener Hürden, die nicht selten Corona bildete. Der Gedankensamen war jedoch im Sommer irgendwie auf fruchtbares Land gefallen und begann zu wachsen, auch wenn die Umstände dieses Jahr nicht ideal waren, aber gerade das gibt doch Hoffnung in vielfältiger Weise“, schmunzelt Kristina Eifert, die als neue Fachstelleninhaberin „Demokratie leben!“ im Vogelsbergkreis die Initiative berät.

    https://osthessen-news.de/n11642029/gemeinsames-ackern-in-grebenhain.html

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  • Berlin: Notizen zu Projektbesuchen im August 2021

    Alfreds Garten (Köpenick)
    Auf einem ehemaligen (umzäunten) Bolzplatz, umgeben von hohen Plattenbauten ist Alfreds Garten entstanden. Es ist ein Gemeinschaftsgartenprojekt für die Mieter*innen dieser DeGeWo (Wohnungsbaugesellschaft)-Häuser. Der Garten wurde im April 2017 eröffnet und Himmelbeet wurde beauftragt, den Garten zu begleiten und Workshops zu machen. (https://www.degewo.de/presse/pressemitteilungen/presse/urban-gardening-jetzt-auch-in-koepenick/)
    Die Gruppe ist inzwischen recht eigenständig und gärtnert in individuellen Beeten. Wer mitmachen möchte, muss sich bei der Quartiersmanagerin melden (die DeGeWO hat eigene Quarteiersmanager*innen). Die DeGeWo hat einige Gartenprojekte in ihren Mietanlagen. Diese zählen zu den „Handlungsfeldern“: Wohnraumbegrünung/verschönerung, Angstraumbeseitigung, sozialer Treffpunkt. Ziel ist es, dass die Mieter*innen sich so wohl fühlen, dass sie lange dort wohnen bleiben. Einige der Gartenprojekte der DeGeWo sind klassische Mieter*innengärten, bei denen es abgetrennte Parzellen für interessierte Mieter*innen gibt, andere sind Gemeinschaftsgartenflächen. Die QM-Frau ist u.a. dafür zuständig, die Regeln der DeGeWo für die Gärten zu erläutern und auf deren Einhaltung zu achten, aber auch ansperchbar hinsichtlich Finanzierung von kleineren Vorhaben/Infrastruktur wie z.B. ein Frühbeet o.ä.
    Als ich da war, hat eine Gärtnerin die QM-Frau, die mir den Garten zeigte, hinsichtlich der Regeln angesprochen. Diese scheinen nicht passend für die einzelnen Gartenprojekte und ddie Gärtnerin schlug vor, dass die Regeln auf die Belange und Erfahrungen der einzelnen Gärten angepasst werden sollten. Geht wohl eher nicht, aber die Gruppe können sich ja eigene Regeln (zusätzlich) geben.

    Bölschegarten (Köpenick)
    Im Hinterhof einer Kirchengemeiden der Berliner Stadtmission hat die Gruppe, die sich 2020 formierte, eine Fläche gefunden. Die Gruppe entstand aus einer Veranstaltung/Initiative zu „Nachhaltigkeit in Friedrichshagen“, die Fläche haben sie durch persönliche Kontakte gefunden. Sie sind hauptsächlich junge Familien, die hier gärtnern, sie wollen zunächst auch nicht aktiv wachsen, sondern erstmal in dieser Konstellation den Garten weiter aufbauen. Bisher haben sie ein paar wenige Hochbeete gebaut, die sie gemeinsam begärtnern. Sie haben zudem geplant, wie sie die Fläche weiter gestalten wollen (Kompost, Kräuterspirale, weitere Beete etc.).
    Sie hatten sich bei der Kiezkasse, die wohl explizit neue Projekte fördern möchte, für eine Finanzierung beworben, jedoch weit weniger Geld bekommen, als sie dort beantragt haben. (https://mein.berlin.de/kiezkasse/2021-11339/) Meine Gesprächspartnerin meinte, dass in der Sitzung, bei der sie das Projekt vorstellte, nicht verstanden wurde, was din Gemeinschaftsgarten für einen Sinn habe.

    MaxPflanzen (Mitte)
    „Max Pflanzen ist ein Schul- und Gemeinschaftsgarten in der Nähe des Alexanderplatzes in Berlin. Er wurde im April 2015 von einer internationalen Gruppe junger Menschen ins Leben gerufen. Das Max-Planck-Gymnasium Berlin stellte dafür seinen alten, brach liegenden Schulgarten zur Verfügung. Von Anfang an war es die Idee, den Garten den Schülern und auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nun bauen wir dort gemeinsam mit Kiezbewohnern auf ökologische Weise Gemüse und Blumen an.“ (von ihrer Website).
    Eine kleine Kerngruppe (3-4 Leute) bestimmt hier das Geschehen, in den letzen Monaten sind einige junge Familien dazu gekommen. Hier wird hauptsächlich gemeinschaftlich gegärtnert, manche haben sich aber eigne kleine Reiche geschaffen. Die Schule hat auch einen eigenen Bereich, doch könnte der Garten laut meiner Gesprächspartnerin noch sehr viel mehr von der Schule genutzt werden. Das Engagement der Lehrer*innen ist wohl nicht so groß. Der Garten hat einige Besonderheiten neben der Nutzung auch durch die Schule. Es gibt einen Teich, einen Wald und einen extra Bereich für „Insektenpflanzen“.
    Wer viel da ist, entscheidet, wo was gepflanzt wird und erntet auch am meisten. Es werden Feste gefeiert, die Gärtner*innen können auch privat hier feiern. Ein Namensschild des Gartens gibt es zwar, das ist aber abgefallen und somit gibt es außen keinerlei Information zu dem Projekt. Saatgut und Pflanzen finanzieren sie selber, Wasser bekommen sie von der Schule, für die Nutzung der Fläche müssen sie nichts bezahlen. Der Garten ist ereichbar, ohne dass man durch die Schule/den Schulhof muss, es gibt aber auch einen Zugang direkt von der Schule aus.

    Nachbarschaftsgarten im Brunnenviertel (Mitte)
    Am ehemaligen Diesterweggymnasium bzw. direkt davor gibt es nun einen Gemeinschaftsgarten. Im Mai diesen Jahres ging es los. Entstanden ist die Idee für einen Garten an dieser Stelle, da sich hier Müll sammelte und die Anwohner*innen sich beschwerten. Ein Garten schien die Lösung für eine sinnvolle Nutzung der Fläche zu sein. Vor ein paar Jahren hatte die Initiative PS Wedding schon einmal versucht, an einem etwas anderen Ort am Diesterweg Gymnasium, einen Garten aufzubauen, dann aber doch nicht die Genehmigung bekommen. Dieses Mal war gleich der Stadtteilverein Brunnenviertel e.V. involviert, der gut vernetzt ist und auch „in Sachen Gärten“ schon aktiv. So haben sie das Projekt „Brunnengärten 2.0.“, mit dem sie Gartenprojekte verschiedenster Coulor sichtbar machen und vernetzen. Der Nachbarschaftsgarten besteht aus Hochbeeten, die teilweise fertig geliefert wurden und teilweise vor Ort zusammen gebaut wurden. Erde für die ersten Beete kam vom Bezirk (https://brunnenviertel.de/tag/gemeinschaftsgarten)
    Beworben wurde der Garten mit Plakaten und Flyern – die ersten Interessierten meldeten sich und beim Befüllen der ersten Beete und auch beim Bau der weiteren meldeten noch mehr Leute. Jetzt gibt es eine Warteliste. Die Beete stehen recht in Reihen nebeneinander auf dem Pflaster und außer den Beeten gibt es nix: kein Gartenhäuschen, Kisten o.ä. Die Leute bringen sich derzeit sogar die Gießkannen von zu Hause mit. Wasser ist die Hauptsorge der Gruppe: sie müssen 300 Meter laufen und die Kannen schleppen. Ein Standrohr ist im Gespräch, doch noch ist unklar, was das dann füllen könnte und wer sich darum kümmern würde. Regenwasserernte ist wohl schwierig (trotz vieler Häuser und Dächer), da die Tonnen als potenzielle Gefahrenstellen gesehen werden (Kinder/Tiere könnten ertrinken).
    Der Garten ist nicht umzäunt, er liegt an einer Rad/Fußgängerstraße (Autos fahren hier nicht). Gegenüber ist eine Wiese, auf der es wohl mal eine Boulebahn gab. Die Gärtner*innen würden hier gerne ein regelmäßiges, selbstorganisiertes Kaffeetrinkenhappening organisieren: jede* bringt sich einen Stuhl, Kaffee und Kuchen mit. So könnte der Ort (und der Garten) mehr Aufenthaltsqualität bekommen. Man kann sich zwar auf die Stufen des Schuleingang setzen, doch gemütlich ist das nicht.

    Wilde 17 (Mitte)
    Die Kerngruppe der Wilden17 ist so um die 20 Leute groß, dazu kommen viele ab und an oder zu Veranstaltungen. Als ich da war, kamen immer mehr junge Familien in den Garten. Es gibt im Garten eine hohe Affinität zum Bauen. Sie haben eine Bühne, ein Gewächshaus, einen Lehmofen, verschiedene Sitzelemente etc. gebaut.
    Einer aus der Kerngruppe ist Mitglied im Quartiersrat (Badstraße). Mehr zum QR: https://www.badstrasse-quartier.de/65-home/top-news/515-quartiersrat-werden In dieser Funktion hat er bei einer Sitzung der BVV, bei der die QRs ab und an dabei sein können, daran mitgewirkt, dass wohl die Verwaltung beauftragt wurde, zu prüfen, ob und wie die Gemeinschaftsgärten in Mitte mit Wasser und Strom ausgestattet werden könnten. Es liegt noch keine Antwort vor, er will nachhaken. Es gibt inzwischen auch einen Ansprechpartner für GGs im Bezirk, Name war aber unbekannt (und ich habe nix im Netz gefunden).
    Am 15.06.2019 zum Tag der offenen Gesellschaft war Steinmeier zu Gast im Wedding. Aktive der Wilden 17 waren auch da und haben Herrn Steinmeier eine Pflanze überreicht, die in einem mit Wilde17 gebrandeten Topf wächst. Sie baten ihn, sich dafür einzusetzen, dass der Garten dauerhaft erhalten bleibt.
    Im Mai 2021 drehte das ZDF (Hallo Berlin) in der Wilden17 und stellte das Projekt vor: https://www.facebook.com/diewilde17/videos/853295491923976/

    Gemeinschaftsgarten Rot-Weiß Viktoria Berlin (Mitte)
    Der Sportverein „Rot-Weiß Viktoria Mitte“ hat einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. (https://www.viktoriamitte.de/content2020/nachhaltig/). Sie nennen das „rot-weiß = grün“. Sie haben eine große Außenfläche (Sportplatz), mit Hecken, Bäumen, Sträuchern etc. Das Gartenprojekt ist Teil ihres Nachhaltigkeitsschwerpunkts und verteilt sich über die Außenbereiche der Fläche (ein kleiner Teil ist auf dem Dach). Sie nutzen Holzkisten einer befreundeten Firma als Hochbeete, die sie in einer Art langen Reihe auf der einen Seite der Fläche aufgestellt haben und sie haben Flachbeete, hier wachsen verschiedene Pflanzen direkt in der Erde, die nach ihrer Kenntnis dafür geeignet ist. Um das Projekt kümmern sich hauptsächlich vier Leute aus dem hauptamtlichen Team, es machen eher punktuell Vereinsmitglieder mit. Kinder machen gerne bei Aktionen mit. Auch Nachbar*innen können mitmachen – es gibt aber kein Schild, das auf den Garten hinweist. Einiges vom Gemüse wurde schon geklaut, sie haben Sorge, dass ein Schild zu mehr Diebstahl führen würde. Für den Sportverein ist es ein Bildungsprojekt und es geht ihnen um die Förderung von Biodiv und zeigen, was wie wächst.

    KunstGemüse (Pankow)
    Im Blankensteinpark (Grenze zwischen Pankow und Friedrichshain) entsteht seit diesem Frühjahr der Gemeinschaftsgarten KunstGemüse. Das Bezirksamt sieht das Projekt als Experiment und die Gruppe hat zunächst eine zweijährige Nutzungszusage bekommen, dann wird ausgewertet. Wenn es gut läuft, könnten auch andere öffentliche Flächen in Pankow an (Garten)Gruppen gegeben werden.
    Die Idee zu dem Garten entstand, da die Initiator*innen ein Projekt machen wollen, bei dem die Menschen aus der Nachbarschaft sich treffen, in Kontakt kommen, weniger einsam sind. In dem Kiez ist viel Bewegung: viele sind weggezogen, neue dazu gekommen, gerade die älteren Leute sind eher alleine. Ein Garten schien von allen überlegten Projekten am niedrigschwelligsten für viele.
    Sie haben einen Verein gegründet und sind schon jetzt 100 Leute. Wer mitmachen möchte, baut sich ein Beet und bringt das Material dafür selber mit. Organisiert haben sie die Beete in „Beetinseln“. Jede Person kann 1m² zum individuellen Gärtnern nutzen, man dockt sich, wenn man neu ist, an eine bestehende Beetinsel an (als ich da war, enstand eine neue Insel, da hier 6 Leute gleichzeitig anfangen wollen). Damit die Gärtner*innen sich nicht ganz hauptsächlich auf das eigene Beet zurück ziehen, ist die Regel, dass Sitzgelegenheiten pro Beetinseln gemeinsam gebaut werden, nicht pro Beet.
    Die Macher*innen haben im Vorfeld einige Gärten besucht und festgestellt, dass, sobald die Beete fertig bepflanzt sind, bei Gärten mit individuellen Parzellen, dann nicht mehr viel zu tun ist – und die Leute dann unregelmäßig kommen oder auch weg blieben, obwohl sie was zahlen: ist langweilig, da nix zu tun war die Antwort auf das warum. So machen sie in Pankow immer wieder Gemeinschaftsaktionen, Workshops und planen Veranstaltungen.
    Sie dürfen die beiden kleinen Gebäude auf der Fläche mitnutzen. In einem ist ihr Werkzeug, in dem anderen gibt es eine Toilette.
    Wer eine Idee für den Garten hat, muss das absprechen und braucht das ok vom Vorstand.Sie wollen Kitas und andere Gruppen einbeziehen. Eine Integrationswerkstatt in der Nachbarschaft hat angeklopft, ob sie bei denen Hochbeete bauen könnten.

    Tomate sucht Gießkanne (Friedrichshain)
    Seit 2015 nutzt die Grüne Liga eine 2000m2 große Fläche auf einem (ausgedienten) Friedhof, hier gibt es einen Gemeinschafsgarten und die Grüne Liga macht Umweltbildungsangebote. Auch eine Kita hat ein Teilstück, das sie als ihre Außenfläche nutzen. Die Fläche ist recht schattig, so dass nur an bestimmten Stellen Gemüsebeete Sinn machen. Montags ist immer jemand von der Grünen Liga da und die Gruppe des Gemeinschaftsgartens trifft sich. Die Grüne Liga muss ich um die Verkehssicherheit der Fläche kümmern, das bedeutet in diesem Fall: Bäume prüfen. Morsches entfernen (lassen), Grabsteinfestigkeit prüfen (es gibt noch ein paar davon auf der Fläche) etc.
    So richtig einen Überblick wer alles beim Gemeinschaftsgarten mitmacht, haben sie wohl nicht, nur im Groben, denn mache kommen auch nur selten oder zu Zeiten,  zu denen keine*r von der Grünen Liga da ist.

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  • Heidelberg: offener Gemeinschaftsgarten an neu entstehendem Wohnprojekt

    (Antrag, Antworten)
    Um Erfahrungen  für  unseren  Gemeinschaftsgarten  zu  sammeln, der  im  Januar  2022 eröffnet
    wird,  möchten  wir  auch  dieses  Jahr  bereits  einige  Workshops  zur  ökologischen
    Freiraumgestaltung  durchführen.  Der  Garten  ist  eingebettet  in  das  selbstverwaltete
    Wohnprojekt Collegium Academicum und soll als Schnittstelle zur breiteren Öffentlichkeit und
    Begegnungsort dienen. Er umfasst sowohl einen Dachgarten (auf der Veranstaltungsfläche) als
    auch den Innenhof und Freiflächen um das Gebäude herum sowie einen Teich. Der größte Teil
    des  Gartens  ist  rollstuhlgerecht  zugänglich,  um  möglichst  vielen  Menschen  eine  Teilhabe  zu
    ermöglichen.
    Der Garten steht sowohl den Bewohner*innen des Wohnheims (Studierenden, Auszubildenden
    und  Promovierenden)  als  auch  der  Nachbarschaft  und  interessierten  Bürger*innen  zur
    Verfügung  (Kontakt  zum  Quartiersmanagement  Hasenleiser  besteht  bereits).  Auch
    interkulturelle Begegnungstreffen werden somit in einem diversen Quartier angestrebt.
    Bei dieser ersten Auftaktveranstaltung wollen wir uns theoretisch und praktisch an zwei Arten
    Hochbeeten  versuchen,  diese  bauen  und  in  Betrieb  nehmen.  Diese  Form  der  Bildungsarbeit
    entspricht  den  Förderzielen  des  Vereins,  da  unabhängig  vom  Bildungstand  und  anhand
    praktischer Projekte gelernt wird.
    Wir wollen anhand der beiden Hochbeete Erfahrungen sammeln, die wir dann im nächsten Jahr
    bei der Gestaltung unseres Gemeinschaftsgartens nutzen können. So wird sichergestellt, dass
    die Beete den Bedürfnissen und Kapazitäten der Nutzer*innen entsprechen.

    – wie viele Leute sind bisher an der Planung des Gartens beteiligt und wie viele kommen aus der Nachbarschaft (also wohnen nicht dort)?

    Derzeit plant die offene Projektgruppe den Garten und bisher wohnt noch niemand dort. Einzug in das Wohnheim wird voraussichtlich im kommenden Januar stattfinden. Teil der Projektgruppe sind auch Menschen, die in der näheren Umgebung wohnen und nicht einziehen werden. An den Planungen beteiligt sind ca. 20 Personen, die nicht einziehen und eine stetig wachsende Gruppe von Einziehenden von derzeit etwa 15 Personen. Andere potenzielle Nutzer*innengruppen werden sicher in Zukunft noch dazustoßen, beispielsweise durch das Quartiersmanagement Hasenleiser, der Montessorischule und der Lebenshilfe in direkter Nachbarschaft.

    – wie groß ist die Fläche, auf der der Gemeinschafts(nutz)garten entstehen soll und wie ist diese beschaffen? Wie hängen die Teilflächen zusammen? Bitte schicken Sie mir davon eine Skizze

    Unser Garten besteht aus drei Teilen: 1. Dachterasse (etwas über 200m²); 2. dem Innenhof (ca. 600m²); 3. dem Gartenbereich um die Gebäude herum.

    Im Anhang schicke ich Ihnen unsere aktuelle Außenraumplanung (von unserem Landschaftarchitekturbüro). Vor allem die rund eingezeichneten Beete werden zu großen Teilen ein Nutzgarten sein.

    – gibt es schon ein Schild, auf dem das Vorhaben bekannt gemacht wird mit Kontaktmöglichkeit für die Nachbarschaft?

    Nein, aktuell noch nicht. Der Grund dafür ist, dass wir das erste Projekt sind, das auf der Konversionsfläche US Hospital fertiggestellt wird. Das bedeutet, es gibt derzeit noch keine Straßen und Gehwege, die Fläche wird derzeit erschlossen und wir rechnen mit einem Abschluss der Bautätigkeiten um unser Grundstück herum und einer Zugänglichkeit des Gartens ab etwa dem Jahreswechsel.

    – wie haben Sie das Vorhaben bisher in der Nachbarschaft bekannt gemacht?

    Das Projekt steht grundsätzlich im Fokus der Öffentlichkeit – diverse Pressevertreter*innen berichten regelmäßig. Auch über unsere social Media Kanäle, unseren Newsletter und Verteiler wie bspw. die Telegramgruppe „Klimagerechtigkeit HD“ oder des „architects for future HD“ und natürliche per persönlicher Einladung haben wir derzeit für unseren Gartenworkshop im Rahmen unserer Summerschools geworben.

    – wie zugänglich ist der Innenhof und können die interessierten, potentiellen Mitmacher*innen aus der Nachbarschaft da jederzeit dann rein?

    Es sind keine Zäune oder sonstige Begrenzungen geplant und die Zugänglichkeit ist für die Gartengruppe jederzeit gegeben, egal ob sie im Gebäude wohnen oder nicht. Die bauliche Gestalt ist jedoch so, dass der breiten Öffentlichkeit vor allem die Flächen um die Gebäude herum offen stehen, da sie ohnehin an die öffentlichen Plätze und den Park angrenzen und unser Ziel auch eine Vernetzung der Nachbarschaft ist (im Zuge der Internationalen Bauausstellung).

    – wie viele Menschen können an dem Beetbauworkshop mitmachen (20?) und wie haben Sie den Workshop bisher beworben? Wann wird der Workshop stattfinden? Wie viele Menschen aus der Nachbarschaft haben Interesse an dem Workshop?

    Es werden maximal 25 Personen teilnehmen können, aktuell liegen uns Anmeldungen von 15 Personen vor. Die Werbung erfolgte bisher wie oben beschrieben. Sie finden die Einladungen und alle Informationen auch online unter www.collegiumacademicum.de/summerschool

    Der Workshop findet am 11. September ganztätig statt. Es soll gegen 9.30Uhr mit dem theoretischen Teil begonnen werden, vor und nach der Mittagspause werden die Teilnehmenden die zwei beschriebenen Beete anlegen.

    Aus der Nachbarschaft sind etwa 7 der 15 Anmeldungen, die anderen stammen aus dem weiteren Stadtgebiet und einige internationale Freiwillige werden ebenfalls teilnehmen.

    – wie viele Beete wird es insgesamt geben können und wie soll der Garten organisiert sein? Alles gemeinschaftlich? Individuelle Beete?

    Mischsystem?

    Die genaue Anzahl steht noch nicht fest, sie hängt auch von den Ergebnissen des Workshops ab, bei dem wir die Praktikabilität von runden vertikalen und rechteckigen horizontalen Beeten testen werden und schauen, welche Arbeiten wir für Zukunftsfähig halten. Eine vorläufige Anzahl und die Verortung können Sie dem angehängten Außenraumplan entnehmen.

    – woher bekommen Sie das Wasser und wo werden die Geräte untergebracht?

    Aktuell beziehen wir unser Wasser über die Baustellenversorgung. Sobald das Gebäude in Betrieb genommen wird, werden sowohl zum Innenhof hin, als auch auf der Dachterasse und nach Osten hin zur großen Außenfläche neben dem Neubau Außenwasserhähne installiert. Diese beziehen ihr Wasser aus der im Innenhof im Erdreich versenkten Zisterne, die 14m³ fasst und das Regenwasser vom Dach sammelt.


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  • Bedburg: Ausweitung der Ordnungsdienstkontrollen sollen Klau von Gemüse eindämmen

    (alerts)

    In Bedburg herrscht Enpörung und Trauer über Diebstähle aus den noch neuen Schlossgärten.Das ernten, was andere mit viel Mühe und Arbeit gesät haben, ist nicht nur dreist, sondern im Falle der Vorkommnisse auf dem Gelände der ehemaligen Schlossgärtnerei sogar absolut kriminell. Immer wieder machen sich seit einiger Zeit in den Nachtstunden Unbekannte an den rund 20 Parzellen des Urban Gardening Projekts zu schaffen und klauen dort Obst und Gemüse. Dies hat die Stadt Bedburg mitgeteilt.

    Im Frühjahr dieses Jahres entstanden auf dem Gelände im Schlosspark im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes der Stadt Bedburg circa 100 Quadratmeter große Parzellen zum Anbau von Nutzpflanzen und heimischen Blühpflanzen, die von Bürgern, Vereinen, Kitas, Schulen und anderen beim Bedburger Obst- und Gartenbauverein gepachtet werden konnten. Der Verein hat die Trägerschaft für das Projekt übernommen.

    „Über das wiederkehrende ignorante, egoistische und kriminelle Verhalten einzelner zeigen sich der Obst- und Gartenbauverein, die PächterInnen sowie die Stadt Bedburg tief enttäuscht“, hieß es aus dem Rathaus. Das Urban Gardening Projekt sei ein Ort, an dem Bürger, egal welchen Alters oder welcher Herkunft, zusammenkämen, aktiv seien und sich austauschten, und sei „kein Selbstbedienungsladen“, so die Stadt.

    Gemeinsam bitten die Verantwortlichen alle Bürger daher, etwaige Beobachtungen sofort der Polizei zu melden. Darüber hinaus soll der Außendienst des städtischen Ordnungsamtes den Bereich verstärkt kontrollieren. Zudem prüft die Stadtverwaltung derzeit die Förderrichtlinien des von Städtebaufördermitteln des Landes und Bundes gestützten Projektes auf die Möglichkeit, die Parzellen nicht mehr frei zugänglich zu machen.

    https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/werbepost/bedburg/dreister-diebstahl-unbekannte-stehlen-ernte-aus-schlossgaerten-38973590 (mehr …)

  • Nürnberg: Insekten im Fokus beim GG „Die Wiese“

    (Antrag und Antworten)

    Der GG „Die Wiese“ in Nürnberg ist ein weiteres Gemeinschaftsgartenprojekt von Bluepingu (wie auch der Stadtgarten)

    „Die  Wiese“  von  Bluepingu  e.V.  in  der  Nürnberger  Südstadt  ist  eine  grüne  Aufenthalts-  und
    Aktionsfläche, ein Mutmacher-Ort, ein Obst- und Gemüsegarten und eine inklusive Oase für alle im
    Viertel und darüber hinaus.

    Die Wiese möchte aktiv gegen das
    Wildbienensterben arbeiten und den Insekten eine insektengerechte Umgebung bieten. Dabei ist
    das Ziel vor allem den Wildbienen, aber auch vielen weiteren Insekten, wie Hummeln, Wespen oder
    Florfliegen,  einen  Nist-Ort  und  insektengerechte  Bepflanzung  zu  bieten,  sodass  sie  angezogen
    werden, sich bei uns fortpflanzen und ernähren können.  
    Konkret wollen wir hierfür gemeinsam ein größeres, bepflanztes Insektenhotel bauen, in welchem
    verschiedene  Insektenarten  unterkommen  können.  In  unmittelbarer  Nähe  dieses  Insektenhotels
    wollen wir ein „Bienenbuffet“ errichten, also ein großes Blumenbeet mit insektengerechten Blumen
    und Bienenweide.
    Da es nicht genügt, dass die Wiese innerhalb bepflanzt wird, wollen wir unser neues Parklet in der
    Peter-Henlein-Straße 1 ebenfalls mit insektenfreundlichen und auch schön aussehenden Blumen
    bepflanzen,  so  dass  es  sich  Menschen  aus  der  Nachbarschaft  als  auch  Insekten  auf  unserem
    Parklet gemütlich machen können und sich wohlfühlen.  
     
    Unsere  Radambulanz  kommt  bei  Besucher*innen  der  Wiese  und  bei  unseren  Fahrradwerkstatt-
    Tagen immer wieder gut an. In der Zwischenzeit fehlte unserer Radambulanz jedoch der passende
    Stellplatz. Damit die Ambulanz lange erhalten und in einem guten Zustand bleibt, errichten wir einen
    wetterfesten  Unterstand  für  die  Radambulanz  auf  der  Wiese,  wo  sie  an  regnerischen  Tagen
    geschützt stehen und auch überwintern kann.  
     
    Weiterhin fallen hier und da immer wieder Erledigungen und Reparaturen an. Unser selbstgebautes
    Kompostklo wird beispielsweise häufig genutzt und braucht dementsprechend viel Aufmerksamkeit
    und Erneuerungen.

    Die Gruppengröße genau zu bestimmen, ist aktuell schwierig, da durch die Onlinemeetings (v.a. im Winter / Frühjahr und bis in den Sommer hinein) einige Personen weggeblieben sind, die jedoch trotzdem für sich aktiv auf der Wiese sind. Zudem kann ich nicht genau sagen, wen man alles dazu zählen kann… Der aktive Kern beläuft sich aktuell schätzungsweise auf ca. 20 Personen. Wir gießen, füttern die Fische, pflanzen, putzen, öffnen unsere Tore, unterhalten uns mit Nachbar*innen und alles was so dazu gehört. Des Weiteren wird die Wiese aktuell von unterschiedlichsten Gruppen genutzt, wie den anderen Bluepingu-Initiativen, einem Chor, Familien mit Kindern oder auch Kindergruppen, und weiteren, diese sind jedoch nicht immer bzw. zwingendermaßen bei unseren regelmäßigen Treffen dabei.

    Bei offenen Festen (Sommerfest, Herbstfest, … ) waren auch schon mehr als 50 Personen da, allerdings konnten solche Feste schon seit längerem nicht mehr stattfinden… Auch Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen zählen zu unseren aktiven Mitgliedern und bringen sich ein. Wir nennen uns aber integrativer Garten vor allem, weil wir offen dafür sind, alle Personen, unabhängig von Herkunft, körperlichen, geistigen oder sonstigen Beeinträchtigungen in unserem Garten willkommen zu heißen.

    Zu dem Insektenhotelworkshop (der leider wetterbedingt verschoben werden

    musste):

    Diese Workshops sind unabhängig von dem Insektenhotel für die Wiese. In diesen Workshops erzählt der Gerd (Imker und Insektenexperte) den Teilnehmenden etwas zu den Insekten in unserem Umfeld und im Anschluss werden (in der Regel 5) kleine Insektenhotels zum Aufhängen gemeinsam gebastelt, meist aus Holz, Schilf und einer alten Dose, welche die Teilnehmenden am Ende mitnehmen. Zur (für Teilnehmende kostenfreien) Durchführung dieser Workshops haben wir vom Agenda21-Büro der Stadt Nürnberg etwas Geld erhalten.

    Das Insektenhotel in diesem Antrag soll auf der Wiese bleiben und etwas größer werden. Ich (Karina) habe mal eine Idee aufgemalt und hänge sie einfach der Mail an, dann kann man sich darunter evtl. etwas mehr vorstellen. Im oberen Teil wollen wir die „Wohnfläche“ anlegen und im unteren Teil soll etwas blühen, wir haben an Schubladen gedacht, die man ausziehen und bepflanzen könnte, daher wollen wir einen alten Schrank gebraucht anschaffen und upcyclen. Neben dem Insektenhotel soll dann ein Beet aufblühen, damit ist das „Insektenbuffet“ gemeint.

    Unser Parklet steht in der warmen Saison auf zwei Parkplätzen in unmittelbarer Nähe der Wiese, über den Winter wird es abgebaut und im nächsten Jahr wieder an gleicher Stelle aufgebaut.

    Damit die Wiese aktiv und bestimmte Bereiche betreut bleiben, haben wir für diese Bereiche Rollen verteilt. Zusätzlich gibt es noch Dienste, die wir monatlich aktualisieren. Damit können wir gewährleisten, dass sich immer jemand um die Dinge auf der Wiese kümmert. So trage ich aktuell mit dem Gerd gemeinsam den „Insekten-Hut“, daher werden wir uns um die Instandhaltung, Bepflanzung und Pflege der insektenspezifischen Bereiche kümmern. Wir haben auch Werkzeugwärter, Planungsfans, Pflanzbeauftragte, einen Kompostklo-Dienst, Radl-Fans, eine Gartensprecherin, usw.

    Beteiligen an den Bauaktivitäten kann sich jede Person, die Lust darauf hat. Wenn wir im Planungstreffen einen Termin festlegen, klären wir meist ab, ob das etwas für uns intern ist, oder ob wir daraus eine größere Veranstaltung machen wollen. In jedem Fall aber kommt meist eine Gruppe an Personen zusammen und baut die Dinge als Teamaktivität. Eine oder zwei Personen haben den „Hut“ auf und koordinieren die Bauaktivität, und besorgen auch vorher die Materialien. Die Tore stehen zudem immer offen, sodass interessierte Personen direkt reinkommen können.

    Unsere Gartengeräte sind entweder in unserem Bauwagen oder unserem Schuppen untergebracht. Beide wurde erst vor kurzen wieder entrümpelt und geordnet. Hier sind unsere Gerätschaften und Werkzeuge wettergeschützt untergebracht und können dort auch überwintern.


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  • Bremen: interessanter VHS-Kurs zu urban gardening

    (alerts)

    Urban Gardening bedeutet gemeinsames Gärtnern auf oft brachliegenden Flächen in Städten. Die Bedeutung des Urban Gardenings nimmt zu, denn frisches Obst und Gemüse kommt so auf kurzen Wegen zum Verbraucher und auf schadstoffbelasteten Böden kann durch verschiedene Behältnisse ein transportables, unabhängiges Gärtnern stattfinden. Wir zeigen Beispiele des Urban Gardenings rund um den Globus und deren gesellschaftliche Bedeutung. Auch in Bremen finden sich einige Projekte zu diesem Thema, die wir kennenlernen werden. Dort können z.B. Menschen, die keinen eigenen Garten haben, in Gemeinschaft eigenes Gemüse heranziehen. Aber auch ganz praktische Aspekte, wie Pflanzbehälter, Substrate, Düngung, Bewässerung, Pflanzenschutz und Standorte werden wir ansprechen. Zudem gibt es eine Einführung zu geeigneten Saatgut und Jungpflanzen, Pflegemaßnahmen sowie schließlich die Ernte und Verwendung von Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen. Eine Exkursion mit Autos ist geplant (Fahrgemeinschaften).

    https://www.vhs-bremen.de/veranstaltungen/fremdsprachen/spanisch/kurs/Urban+Gardening/nr/221M26-910/bereich/details/ (mehr …)

  • Frankfurt: Architektur-Studis präsentieren Entwürfe für Gallus-Garten II

    (alerts)

    Neue Ideen für den Gallusgarten II

    Architekturstudierende präsentieren ihre Entwürfe für die Zukunft der Frankenallee in Frankfurt. Ihre Modelle zeigen, wie man die Grünflächen an der S-Bahn-Station aufwerten kann.

    Vor zwei Jahren wurde der Grünstreifen zwischen Galluswarte und FAZ-Gebäude das erste Mal von Initiator Ralf Harth bepflanzt. Nicht direkt in den Boden, der viel zu belastet ist, um eine Nahrungsquelle für Obst und Gemüse zu sein. Stattdessen wurden mehrere Hochbeete gebaut. Bänke oder Baumstämme zum Sitzen gibt es auch. Der Gallusgarten II soll ein Ort der Begegnung für die Nachbarschaft im Gallus sein. Das Projekt wird vom Mehrgenerationenhaus unterstützt, das auch den Gallusgarten I in der Idsteiner Straße initiiert hat.


    Gemeinsam mit dem Frankfurter Künstler Achim Wollscheid fand nun ein Workshop statt, bei dem neue Ideen für die Grünfläche entwickelt wurden. Seit zirka zehn Jahren organisiert Wollscheid das Trax-Programm. Es soll Architekturstudierenden die Möglichkeit geben, die im Studium erlernten Fähigkeiten praktisch im urbanen Raum anzuwenden. Drei Tage hatten die elf Studierenden Zeit, um sich ein Konzept für den Garten zu überlegen. Die Ideen sollten rund um das Thema „Dach“ entwickelt werden. So zeigten die fünf Modelle, die die Studierenden am Mittwochnachmittag in der Frankenallee vorstellten, wie das 60 Quadratmeter große Gartenareal etwa mit einem Sonnensegel oder einen Regenschutz aufgewertet werden könnte. Dabei mussten Vorschriften des Grünflächenamts beachtet werden. So darf nichts in den Boden eindringen und die Wurzeln der Bäumen beschädigen.

    Sofya Kolpak ist eine von elf Teilnehmenden, die an der FH in Frankfurt studiert haben. Ihr Entwurf hat einen pragmatischen und nachhaltigen Ansatz. Die Sitzflächen sollen zugleich als Stauraum dienen, an den Außenwänden soll ein vertikaler Garten entstehen, in dem Kräuter gepflanzt werden können. Durch ein rasterförmiges Dach kann die Sonne ein Lichtspiel im Inneren erzeugen.

    Der Gallusgarten II

    Das nachhaltige Nachbarschaftsprojekt existiert seit zwei Jahren in der Frankenallee an der Galluswarte. Rund 35 Menschen aus der Nachbarschaft kümmern sich um die Fläche. Immer wieder bekommen sie Hilfe aus der unmittelbaren Umgebung. So haben Bauarbeiter von nebenan eine Ladung Muttererde angekarrt und Gäste der Trinkhalle an der Ecke haben immer ein wachsames Auge auf die Fläche, weil der Garten schon öfter von Vandalismus betroffen war.

    https://www.fr.de/frankfurt/gallus-ort904318/neue-ideen-fuer-den-gallusgarten-ii-90891583.html (mehr …)

  • Hettingenbeuern – Ministraten legen Garten an

    (alerts)

    Einweihung des Dorothea-Gartens

    Hettigenbeuern.   (sch)  Die Ministranten aus Hettigenbeuern haben in den vergangenen Wochen einen Gemeinschaftsgarten hinter der Kirche angelegt. 23 junge Gärtnerinnen und Gärtner waren hier schon seit April immer wieder sehr fleißig.

    Sie haben Unkraut gejätet, Beete angelegt und neu bepflanzt. An einigen Samstagen gab es hier Arbeitseinsätze und gemeinsam hatten sie viel Freude bei der Gartenarbeit. Es gab Pflanzenspenden, es wurden Blumen gesät und auch eine Rasenfläche, die später als Begegnungsort dienen soll, wurde gestaltet. So entstand eine grüne Oase und gleichzeitig ein neuer Treffpunkt im Freien für die Ministranten.

    „Es ist ein wirklich schöner Garten geworden“, lautete die einhellige Meinung beim Einweihungsgottesdienst am vergangenen Wochenende. Der Garten soll künftig Dorothea-Garten heißen, nach der Schutzpatronin von Pflanzen und Natur. Der gemeinsam gestaltete und zum Leben erweckte Garten wurde gesegnet und der Dank galt allen Unterstützern.

    Mit ansprechenden Texten, Gebeten und Liedern wurde für die Natur und Schöpfung gedankt. Im Beisein einiger Eltern, fast aller Beteiligten, wurde von der Idee und der Entstehung des schönen Gemeinschaftsprojektes berichtet. Der Garten lag gewissermaßen brach und es wurden kreative Ideen entwickelt, so dass hier ein schönes Projekt entstand.

    Martina Berberich, die Leitung der Ministrantenen lobte abschließend den Einsatz aller Minis, die hier arbeiteten und sich einsetzten, es sei schön wenn junge Menschen hier Interesse an Pflanzen, Natur und Umwelt entwickeln. Ein Garten macht viel Arbeit, Unkraut wächst schnell, das wurde auch deutlich und es gelte auch weiterhin sich um die Fläche zu kümmern, gab sie zu bedenken. (mehr …)

  • München: Mucca Community Garten hat nun eine Bühne

    (Sachbericht)

    2020 gab es einen kompletten Neustart, dadurch dass dort wo bislang der Garten war eine
    Heizungsanlage aufgestellt wurde. Dadurch gab es zunächst einen Bruch, in der eine
    Weile nichts passierte bis wir den neuen Platz auf der Rückseite der MUCCA für uns
    entdeckt haben und dort alles neu aufgebauen konnten. Durch Corona war alles etwas
    schwierig, Treffen lange nicht oder nur in sehr kleinen Konstellationen möglich, es war also
    ein doppelter Neustart. 2020 waren ca 10 Leute aktiv, wobei die Organisation über Mirca
    Lotz und Bernie Holzner abgewickelt wurde. Gemeinsam wird Bedarf und Vorgehen
    besprochen wobei es auch immer wieder viel Platz für Freiraum und eigene Initiative gibt.
    So holen einige immer mal wieder (teils kostenloses) Material von Treibgut (eine
    Materialinitiative: Ein Umschlagplatz für Materialien aller Art, die vor der Entsorgung
    abgefangen werden und vor allem für Kunst- und Kulturschaffende in München relevant
    sind.), oder bringen Pflanzen und Samen mit. Die Kommunikation läuft über eineWhatsApp Gruppe, diese hat sich als wirklich praktisch erwiesen, da viele in der Gegend
    wohnen und auch mal auf eine Sprung vorbei kommen. Der Bereich hinter der MUCCA
    hat sich als glückliche Fügung heraus gestellt: man merkt, dass es viel weniger Probleme
    mit Müll und Vandalismus gibt (bevor wir da waren war das ganze Areal dort völlig
    vermüllt). Es ist auch interessant zu sehen, dass sich alles mit dem Garten nach hinten
    verlagert hat und das sich vor der MUCCA kaum noch Leute treffen, daran erkennt man
    den Effekt, den der Garten hat). Wir haben zudem einen neuen Wasseranschluss gelegt
    und den mit einem Zahlenschloß gesichert, das ist auch sehr praktisch, jetzt können alle
    jederzeit gießen und brauchen keinen Schlüssel für das Gebäude. Mit Paletten haben
    gemeinsam wir eine Bühne gebaut die nicht nur für Künstler*innen zur Verfügung gestellt
    werden soll sondern auch den Ort aufwertet und zum verweilen einlädt. Die Bühne ist
    komplett aus Paletten gebaut die wir von dem Verkauf auf dem. Gelände bekommen
    haben, die Bühne ist also auch gut wieder abbaubar und das Material kann.
    weiterverwendet werden, sollten wir noch einmal mit dem Garten umziehen müssen. 2020
    gab es wegen Corona leider keine großen Events, dafür aber haben viele Personen den
    Garten zur Erholung genutzt und als Möglichkeit Corona konform Treffen und
    Besprechungen abzuhalten. Leider müssen nun seit der Übernahme der MGH Miete
    zahlen, bislang hat sich noch keine Finanzierung ergeben, die MUCCA übernimmt dies
    aktuell. (mehr …)

  • Ulm: 10 Jahre Interkultureller Garten Ulm

    (Projektbesuch)
    Auf gut 2000m² kommunaler (Naturschutz?)fläche wächst seit 10 Jahren der Interkulturelle Garten in Ulm. 80 Menschen aus 15 Herkunftsländern und vielen Kulturkreisen gärtnern in individuellen und gemeinschaftlichen Flachbeeten zusammen. Es gibt ein Gartenhaus (abgebaut aus einer Kleingartenanlage), einen Werkzeugcontainer, einige überdachte Flächen mit Sitzmöglichkeiten, eine Trockentrenntoilette, Feuerstelle, Kompostanlage, sehr viele Obstbäume und Beerensträucher, Wiesenflächen, gemütliche Sitzecken uvm.
    Träger des Gartens ist die „Bügeragentur Zebra“. Wer im Garten mitmachen möchte, macht eine Art Probehalbjahr (da wird wechselseitig geguckt, ob das passt) und wird dann Mitglied bei Zebra.
    Auf der Fläche wurden vor langer Zeit vom BUND Wildtulpen gesichtet, die streng geschützt sind, so dass die Fläche nicht bebaut werden durfte. Die Idee für einen Interkulturellen Garten kam über Göttingen und den Interkulturellen Garten in Aalen. Manche Aktive im Garten sind in Flüchtlingshelferkreisen/zusammenhängen aktiv.
    Der Garten kooperiert mit Organisationen wie Ingenieure ohne Grenzen (Bau der Überdachungen) und „Die andere Baustelle“, bei der Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten haben einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle zu finden, tätig sind. Auch Schulprojekte fanden schon statt und bestimmte Gruppen (Flüchtlingszusammenhang) treffen sich im Garten.
    Die Beete sind ca. zur Hälfte individuell (es teilen sich aber auch Gärtner*innen Beete) und die andere Hälfte ist gemeinschaftlich. Die gemeinschaftlichen Beete sind mit gelben Steinen (mit dem, was da wächst) gekennzeichnet, die individuellen mit roten (mit Namen der Gärtner*in beschriftet). Für die Gemeinschaftsbeete gibt es Pat*innen, die auch sagen/mit Flaggen zeigen, wann da was reif ist und geerntet werden kann. Die Ernte wird unter allen verteilt.
    Es gibt viele Planungsgruppen. Wer/wenn eine Gruppe eine Idee hat oder etwas anpacken oder verändern möchte, der stellt das im Plenum vor und da wird beschlossen, ob es gemacht werden soll. Für die Umsetzung sind dann alle aufgerufen, mit zu machen oder zu unterstützen. Laut des Koordinators Eckhart läuft das so sehr gut. Viele Leute engagieren sich und packen dann auch an.
    In den Besprechungen übersetzen die Menschen, die schon besser Deutsch können für ihre Sprachgruppen. Alle versuchen langsam zu sprechen, kurze Sätze zu machen und „leichte Sprache“ zu verwenden. In der Gartenhütte sind die Gartengeräte mit deutschen Namen und Bildern des Geräts sortiert.
    Es gibt auch hier eine Tendenz vor allen Dingen das eigene Beete im Blick zu haben, doch sprechen sie immer wieder an und durch, dass es hier um die Gemeinschaft, um „unseren Garten“ geht. Wer nur in einem eigenen Beet gärtnern möchte, passt nicht zum Garten.
    Wenn jemand ein Problem hat, dann steht das Besprechen im Vordergrund und die Gartenarbeit tritt zurück.
    Konflikte gibt es laut Eckhart nicht.
    Sie machen bei Weihnachtsmärkten, Stadtteilfesten und anderen Veranstaltungen mit und verkaufen da Produkte aus dem Garten. Das Geld nutzen sie für Anschaffungen.
    Aus den Äpfeln und Birnen stellen sie selber Saft her. (mehr …)

  • Ulm: Dichtergarten bekommt Wiese dazu

    (Projektbesuch)
    Der Gemeinschaftsgarten im Ulmer Dichterviertel hat die Hälfte der angrenzenden Wiese dazu bekommen. Bisher wurde die Wiese hauptsächlich als Hundeauslaufwiese genutzt.
    Sie wollen „ihren“ Teil mit ganz unterschiedlichen Materalien, die alle z.B. einen Zusatznutzen für Insekten oder Kleintiere haben und den Garten – neben dem gemeinschaftlichen Gärtnern – auch so in Richtung „Lern- und Schaugarten“ weiter entwicklen. Bisher steht auf dieser Zusatzfläche ein Schauhightechbeet, das selbstbewässernd und ein geschlossenes System ist. Das hat ein Ingenieur aus eigener Tasche bezahlt.
    Die Gartengruppe besteht aus ca. 15 aktiven Gärtner*innen. Die Gartenfläche ist bisher in einem Durchgang, leider wird auch viel geklaut und viel Müll hinterlassen. Die Stadt hat einen kleinen Mülleimer aufgestellt, der hinten und vorne nicht ausreicht. Einige Gärtner*innen, die neu dazu kamen, haben schon wieder aufgegeben, da zu viel weg kam. Es gibt auch Ratten.
    Die Zukunft des Gartens ist ungewiss, da die Fördeurng (im Rahmen von Stadterneuerung) nach sieben Jahren Ende des Jahres ausläuft. In dieser Förderung enthalten ist auch Geld für die Koordination. Diese teilen sich 3 Frauen (alles Minijobs). Noch ist es nicht gelungen, dass die Gruppe die Organisationsaufgaben mit übernimmt. Sie haben einen Folgeantrag gestellt.
    Noch dieses Jahr wird es einen Kompostklobauworkshop mit Kante geben.

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  • Weil am Rhein: Gartenprojekt soll Menschen mit und ohne Wohnung zusammenbringen

    (alerts)

    Weil am Rhein – Neben dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum stellt seit der Eröffnung des neuen Rheinparks das Miteinander mit den anderen Bürgern die zentrale große Herausforderung für die „Wärmestube“ dar. Deren Angebot wird von Wohnsitzlosen auch in der Corona-Zeit stark nachgefragt, ab dieser Woche gibt es außerdem wieder Selbstgekochtes. […]

    Veränderungen sind in den zurückliegenden Monaten zudem direkt vor der Wärmestube-Haustür erfolgt – die Aufwertung und Erweiterung des Rheinparks. „Dadurch ist die Wärmestube noch mehr in die Mitte der Gesellschaft gerückt“, erklärte Heinz. Eine Verbindung zur Bevölkerung herzustellen, sei das Ziel. An der Park-Gestaltung wurde bereits mitgewirkt, doch auch das angrenzende „Urban Gardening“-Projekt soll hier dazu beitragen, dass Menschen mit und ohne Wohnsitz aufeinander zugehen, erklärt der AGJ-Leiter. „Ich hoffe, dass es klappt.“

    https://www.verlagshaus-jaumann.de/inhalt.weil-am-rhein-waermestube-rueckt-in-die-mitte-der-gesellschaft.acca1605-3395-4660-b0e3-930a4fd92ae8.html (mehr …)

  • Pödelwitz: Gruppe startet zweiten Garten

    (Mail)
    der Kräutergarten, der im Rahmen der Förderung [durch uns]     angelegt werden soll, entsteht zusätzlich zum Projektgarten (Der gerade verspricht, wieder lebendiger denn je zu werden!) – wenn es natürlich auch personelle Überschneidungen gibt, Pödelwitz ist halt klein! 😉
    Die Vision wäre, ganz Pödelwitz mal zu einem gemeinschaftlich gepflegen und genutzten „essbaren Dorf“ zu machen, eine entsprechende AG Essbares Dorf gibt es auch schon, die fleißig (Guerilla-)gärtnert und die jungen Bäume und Sträucher pflegt. Vor unserem Dorffest am 18.9. soll auch eine erste gemeinschaftliche Ernte- und Verarbeitungsaktion stattfinden.
    Da ja aber 80% der Fläche noch immer in MiBrAG-Hand sind entstehen bis dato nur punktuellere Ansätze, dort, wo es eben möglich ist, die sich dann hoffentlich dereinst zu einem Ganzen zusammensetzen werden! Gerade aber sind die Projekte räumlich getrennt und auch über unterschiedliche Vereine gepachtet – der Projektgarten ist ja schon länger im Dorf und ein autonomes Projekt, der Kräutergarten entsteht jetzt aus unserer Initiative für die Dorfentwicklung heraus
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  • Forscherin Ina Säumle zu essbares Städten: „Durch einen Park wird flaniert, ein Garten wird beackert.“

    https://www.fr.de/zukunft/storys/ernaehrung/essbare-stadt-urban-gardening-durch-einen-park-wird-flaniert-ein-garten-wird-beackert-90887005.html

    „Es geht darum, das Wohnumfeldgrün so zu gestalten, dass es essbar wird.“ peter riesbeck

    +

    „Stadtgärten sind wichtig für das soziale Gewebe“, sagt Forscherin Ina Säumel.

    © Peter Riesbeck

    Urban Gardening

    Essbare Städte: „Durch einen Park wird flaniert, ein Garten wird beackert.“

    • Peter RiesbeckVonPeter Riesbeck

    Die Forscherin Ina Säumel erklärt, wie Städte essbar werden und warum urbane Gärten nicht nur Menschen zusammenbringen, sondern mancherorts sogar Ernährungskrisen verhindern könnten.

    Frau Säumel, Sie beschäftigen sich an der Berliner Humboldt-Universität mit der Idee der essbaren Stadt. Woher kommt die Idee?

    Säumel: Die Vorstellung ist sehr alt. Die Nahrungsmittelproduktion gehörte zur Stadt immer dazu. Die Gärten lagen entweder hinter dem Wohnhaus oder vor den Stadtmauern. Gärten und Gemüse war also immer eingebunden in die Stadtstruktur. Neu ist die Idee also nicht. Erst im Zuge der Industrialisierung hat sich das allmählich geändert. Aber auch da gab es die Kleingartenbewegung als klassischen Bestandteil der Städte. Im Osten Deutschlands hat sich diese Idee nach 1945 noch länger gehalten, im Westen wurde der beackerte Garten irgendwann in den 60er- und 70er-Jahren durch englischen Rasen und Hollywoodschaukel ersetzt. Seit ungefähr zehn, fünfzehn Jahren gewinnt die Bewegung der essbaren Stadt wieder mehr Zuspruch. Laubenkolonien sind sehr gefragt, dazu kommen andere Formen wie Urban Gardening.

    Was zeichnet diese neue Gartenbewegung aus?

    Das Community Gardening zielt eher auf das gemeinschaftliche Gärtnern. Hinzu kommt der Aspekt der Umweltbildung, wenn wir an Schulgärten denken. Das Thema Biodiversität wird neu gedacht, wie sich am Trend zur Stadtimkerei erkennen lässt. Der Trend zum bewussten Ernähren bringt aber auch einen neuen Fokus auf das Thema Essenskultur. So geht es im Zuge der Bewegung solidarische Landwirtschaft darum, wieder in Kontakt mit den Produzenten zu kommen.

    Welche gesellschaftliche Funktion erfüllt der wiederentdeckte Trend zum Gärtnern?

    Die essbare Stadt ist multifunktional. Wir produzieren auch Nahrungsmittel. Wir lieben die Tomaten, die wir selbst ziehen. Aber darüber hinaus geht es auch um eine sozio-kulturelle Funktion: Menschen zusammenbringen.

    Beim Thema geht es aber um mehr als um Hobby und Community Building?

    Es gibt längst tragfähige Geschäftsmodelle: Die ECF Farm in Berlin beliefert Rewe mit Hauptstadtbasilikum und Hauptstadtbarsch. Das ist nachhaltig, regional und rentabel. Und das ist Hightech. Etwas exotischer, aber auch im Kommen, sind Insektenfarmen. Die haben eher ein Problem, wie sie ihre Erzeugnisse unter die Menschen bringen, weil es da gewisse Vorbehalte gibt. Aber in Fitnessstudios läuft das schon hervorragend: Eiweißstoffe aus Mehlwürmern – das wird dort gern konsumiert.

    Womit befassen Sie sich konkret im Rahmen der essbaren Stadt an der Humboldt-Universität?

    Ursprünglich habe ich mich mit Biodiversität beschäftigt: Wie lässt sich die Stadt mit anderen gärtnerischen Strukturen vielfältiger machen. Daneben befassen wir uns mit Umwelt- und Klimaaspekten: Durch welche Gärtnermaßnahmen lässt sich die Stadt ökologischer machen? Dabei geht es um Schadstoffentlastung oder Kühlungsaspekte durch Begrünung. In diesem Zusammenhang haben wir auch das Kommen und Gehen urbaner Gartenprojekte beobachtet, die oft auf Selbstausbeutung basierten. So haben wir uns schließlich mit dem Thema befasst, wie sich Gärten gezielt in die Stadtplanung integrieren und verstetigen lassen.

    Zur Person

    Ina Säumel ist Biologin und Geografin studiert und leitet am Integrativen Forschungsinstitut für Transformationen von Mensch-Umwelt-Systemen der Berlin Humboldt-Universität das EU-Forschungsprojekt EdiCitNet zur „Integration von essbaren Stadtlösungen für sozial widerstandsfähige und nachhaltig produktive Städte.“

    Essbare Stadt: Die Idee der Stadt als Selbstversorgungsort kommt im vergangenen Jahrzehnt in Großbritannien auf. Kassel zieht als erste Stadt in Deutschland nach. Singapur will bis zum Ende des Jahrzehnts 30 Prozent seines Gemüses selbst erzeugen. rp

    Das bringt uns zum soziokturellen Aspekt des gemeinsamen Gärtnerns…

    Ein Garten setzt eine andere Partizipationsbereitschaft voraus als ein Park. Durch einen Park wird flaniert, ein Garten wird beackert. Die Menschen bringen sich vielmehr ein, sie kommen in der Nachbarschaft miteinander ins Gespräch, auch soziale Gruppen, die sonst weniger miteinander zu tun haben. Stadtgärten sind ganz wichtig für das soziale Gewebe der Stadt. Das Geheimnis ist, dass die Menschen ihre Gärten gemeinsam entwickeln. Wir Experten sprechen von Co-Creation. Das ist ein anderer Ansatz von Partizipation. Klassische Stadtplanung setzt auf ein Modell, dann liegen die Pläne ein paar Wochen aus, aber kaum jemand schaut sich das an. Die Menschen werden nicht wirklich erreicht. Aber: Wenn man die Menschen von der Idee an miteinbezieht und gemeinschaftlich gestaltet, entwickelt sich ein ganz anderes Gefühl von Verantwortungsbewusstsein.

    Sie betreuen an der HU das EU-Projekt „Edicitnet“, das unterschiedliche Konzepte urbaner Nahrungsmittelproduktion und Verteilung in dreizehn Städten fördert. Was machen die unterschiedlichen Kommunen?

    Ein Teil unserer Städte setzt konkrete Projekte in sogenannten Real-Laboren um. Wir messen dabei Erfolge und Misserfolge. Andere Städte entwickeln Masterpläne, um die Lösungen der Essbaren Stadt gezielt einzusetzen und in ihrer Planung zu verankern. Die kubanische Hauptstadt Havanna ist sehr umtriebig, auch mit Blick auf die angespannte Versorgungslage. In Havanna werden achtzig Prozent des Gemüses für die Stadt vor Ort erzeugt. Auch Heilkräuter für die lokalen Apotheken wie Salbei oder Thymian werden dort angebaut. Das stellt auch die Stadtentwicklung vor besondere Herausforderungen, zum Beispiel, dass gute Böden nicht überbaut werden. Die Stadt ist aber auch ansonsten umtriebig. Auf den lokalen Märkten findet sich immer auch ein Stand mit einem Agrarwissenschaftler, der die Menschen berät, Saatgut oder Agrargeräte anbietet.

    Das zielt vorrangig auf die Produktion. Gibt es auch andere Wege?

    Montevideo setzt auf Umweltbildung. Die Stadt hat knapp 1,5 Millionen Einwohnern, erreicht aber mit bescheidenen Mitteln von jährlich 12 000 Euro sehr viel, etwa über ein Schulgartenprogramm. Schulgärten stehen in Deutschland nur noch in Thüringen auf dem Lehrplan – da lässt sich mit Blick auf Umweltbildung aber sehr viel erreichen: Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie lassen sie sich nachhaltig produzieren? Welche Artenvielfalt lebt im Garten? Das sollte auch in anderen Bundesländern auf dem Lehrplan stehen.

    Welche Vorhaben gibt es darüber hinaus?

    Der Stadtstaat Singapur strebt an, bis zum Ende des Jahrzehnts dreißig Prozent seines Gemüses selbst zu erzeugen. Dabei geht es dann um Gebäude integriertes Farming und Fragen wie: Wie lassen sich Ressourcenkreisläufe also Wasser, Nährstoffe und Energie schließen und wie lässt sich Abwärme für die Gemüseerzeugung nutzen.

    Welche Leuchtturmprojekte gibt es in Berlin?

    Das gibt es zum einen den Gutsgarten Hellersdorf. Dort gab es ursprünglich Rieselfelder, das Gebiet wurde landwirtschaftlich genutzt. Dann kamen in den 1980er-Jahren die Plattenbauten. In den vergangenen Jahren haben dann Bewohner einen Gemeinschaftsgarten auf einer Gewerbegebietsbrache entwickelt. Jetzt errichtet die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Gesobau da rund 1500 neue Wohnungen. Das bringt den Zuzug von neuen Mietern. Wir beraten da. Es geht darum, das Wohnumfeldgrün so zu gestalten, dass es essbar wird. Das Ganze hat aber auch einen sozio-kulturellen Aspekt: neue und alte Mieter zusammenzubringen.

    Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus diesen unterschiedlichen Projekten ziehen?

    Eine ganze Reihe. Wir haben gemeinsam entwickelte Reallabore und Strategieplanungen, in denen wir die Prozesse und Ergebnisse dokumentieren. Unsere Devise heißt dabei auch „Jeder Fehler zählt“, weil man gerade auch aus Misserfolgen viel lernen kann. Wir integrieren alles in eine Toolbox, also einen Werkzeugkasten, in den Folgeprojekte ableiten können, welche Lösung für ihre Stadt, für ihr Viertel passen. Und wir haben einen Marktplatz, in denen sich Startups der Gartenszene austauschen könne, was gut funktioniert und was weniger gut. (mehr …)

  • Karlsruhe: Interview mit Marstallgarten Gründerin

    (alerts)

    Am Schloss Gottesaue kümmert sich die Karlsruherin Angelika Weißer mit 34 anderen Gartenfreunden um Blumen, Obstbäume und Kräuter. Urban Gardening heißt das Konzept des Fächergartens. Das findet viele Fans.

    Gegärtnert hat Angelika Weißer schon immer gerne. Einen eigenen Garten hat sie nicht. Deshalb bearbeitet sie zusammen mit anderen Gartenfreunden am Schloss Gottesaue in der Karlsruher Oststadt eine öffentliche Fläche.
    Urban Gardening nennt man das. In Karlsruhe kümmert sich der Verein Fächergarten darum. Auf der Fläche werden Blumen, Obst und Gemüse gepflanzt.

    Im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Tanja Schmith erzählt Angelika Weißer, was hinter dem Projekt steckt.

    Was ist das Besondere am Fächergarten?
    Ich nenne es einen Wohlfühlgarten. Es ist einfach schön, sich dort aufzuhalten. Das wird von vielen Leuten genutzt, der Garten ist frei zugänglich. Wir haben viele Blumen. Das sieht toll aus und wir können die Bienen und Insekten unterstützen.

    Der Fächergarten ist ein Gemeinschaftsprojekt. Wie kann man sich das vorstellen?
    Wir sind eine Gruppe von Leuten, die gemeinsam gärtnern. Die Besetzung wechselt immer. Bis Anfang Mai können sich Interessierte melden. Dann werden die Beete verteilt. Die Gruppe bleibt fest bis zum Herbst und kümmert sich um die Beete.

    Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen Schrebergarten und Ihrem Projekt?
    Im Unterschied zu einem Schrebergarten hat man nur ein Beet und die Gemeinschaftsbeete zu versorgen. Das ist von der Arbeit her überschaubar. Und man trifft andere Leute, die ein Stück weit auch gleich gesinnt sind. Beim Schrebergarten hat man ein vergleichsweise großes Areal, für das man verantwortlich ist. Da gelten klare Regeln. Zum Beispiel, wie man mit Unkraut umgehen soll. Das ist richtig viel Arbeit.

    Was blüht und wächst im Fächergarten?
    Ursprünglich wollten wir den Fokus auf Obst- und Gemüseanbau richten. Allerdings ist der Garten ja völlig öffentlich und ohne Zaun. Manche Leute sind rücksichtsvoll und nehmen vielleicht mal ein, zwei Beeren. Oder schneiden einen Zweig Salbei ab. Es gibt aber auch Menschen, die haben keine Hemmungen. Vergangenes Jahr wurde unser kompletter Quittenbaum über Nacht abgeerntet. Das war frustrierend und echt dreist. Daher haben wir unser Konzept inzwischen ein bisschen umgestellt. Vom Schwerpunkt auf essbare Sachen eher auf den Wohlfühlgarten mit vielen Blumen.

    Ist es denn grundsätzlich erlaubt, etwas aus den Beeten zu probieren?
    Die Stadt hat inzwischen auf dem Schild stehen: Naschen ohne Taschen. Wenn von irgendetwas, zum Beispiel von den Kräutern, genug da ist und man schneidet einen Zweig ab, spricht nichts dagegen. Aber wenn nur eine Zucchini dort hängt, ist das nicht schön, wenn man sie aberntet.

    Passiert das häufig?
    Dass ein Beet komplett leergeräumt ist, passiert zum Glück nicht oft. Es wurden aber auch schon Pflanzen ausgegraben. Das kommt immer wieder vor. Das ist schade, wenn man etwas liebevoll angezogen hat und dann wird es weggenommen.

    Sie sagen, die Gruppe verändert sich von Jahr zu Jahr. Wer gärtnert in dieser Saison mit?
    Wir hatten durch Corona sehr großen Zulauf. Wir sind jetzt 35 Leute. Manche bleiben nur eine Saison dabei, andere auch viele Jahre. Dieses Jahr sind überwiegend junge Leute dazu gekommen, ab Ende 20. Da sind jetzt auch viele Männer dabei.

    Denn der Zuspruch so groß ist, planen Sie dann auch neue Beete anzulegen?
    Nein, weil wir nicht genug Wasser haben. Wenn neue Beete gebaut werden, dann nur in Verbindung mit einem, das abgebaut wird. Wir haben drei große Wassertonnen. Das reicht, aber wir können damit nicht mehr Beete anlegen. In trockenen Sommern ist das ein Problem.

    Wie klappt das gemeinsame Gärtnern? Gießt man auch bei anderen mit?
    Alle 35 Beete auf einmal kann eine Person allein gar nicht gießen. Viele Beete betreut speziell jemand. Oft zwei oder drei Leute gemeinsam. Die schauen danach. Ansonsten gibt es zehn Gemeinschaftsbeete, mit Obstbüschen oder Kräutern. Da ist es natürlich wichtig, dass es sich auf mehrere Schultern verteilt. Das klappt zum Teil. Das ist wie in jeder Gruppe, es kümmert sich nicht jeder gleich viel.

    Bekommen Sie bei der Gartenarbeit auch Unterstützung von der Stadt?
    Das Grundstück gehört zur Hälfte der Stadt und zur anderen dem Land. Wir haben dieses Jahr sehr viel Unterstützung von der Stadt bekommen. Zum Beispiel eine riesige Menge guter Erde. Außerdem durften wir von der Stadtgärtnerei gezogene Kräuter- und Gemüsepflänzchen bestellen.

    Wie wird man Fächergärtner und was muss ein frisch gebackener Gärtner mitbringen?
    Man muss sich im Frühjahr bei uns melden. Jeder zahlt zehn Euro im Jahr, das reicht aus. Wir bekommen auch vieles geschenkt. Zum Beispiel die Weiden für Hochbeete oder Paletten, aus denen wir die Möbel gemacht haben. Gartengeräte hat jeder selbst dabei. Weil der Garten öffentlich zugänglich ist, können wir dort kein Werkzeug lagern. Oft tauschen wir Sachen untereinander aus. Wenn jemand mal einen Spaten braucht, das hat ja nicht jeder.

    https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/urban-gardening-garten-karlsruhe-gemeinschaftsprojekt-schloss-gottesaue-faechergarten

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  • Berlin: Himmelbeet hat vertikale Hydroponik-Farm

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    Vertikaler Gemüseanbau mit mobilen Hydroponik-Farmen

    Um die 3,6 Millionen Berliner*innen ganzjährig auf herkömmliche Weise mit Salat zu versorgen, würde eine Fläche von 836 Hektar benötigt. Das entspricht mehr als der doppelten Fläche des Tempelhofer Feldes. Baut man den Salat jedoch auf einer vertikalen hydroponischen Farm an, dann reduziert sich der Flächenbedarf auf 38 Hektar, was nur noch knapp einem Zehntel des Tempelhofer Feldes entspricht. Das ergab eine beispielhafte Hochrechnung, die Dr. Grit Bürgow und Andreas Horn auf Grundlage des einjährigen Betriebs ihrer zwei Quadratmeter großen mobilen, vertikalen Hydroponik-Farm „Shower-Tower 61“ erstellten.

    Seit dem Frühsommer 2020 wird die vertikale Hydroponik-Farm „Shower-Tower 61“ von der TU Berlin gemeinsam mit Partnern aus dem Forschungsprojekt „GartenLeistungen“ als Reallabor betrieben. Sie befindet sich in der Beachvolleyballanlage „Beach61“ im Gleisdreieck-Park unweit des Potsdamer Platzes. TU-Studierende hatten die prototypische Farm im Rahmen der Projektwerkstatt „Roof Water-Farm tu-project“ unter Leitung von Dr. Grit Bürgow, dem studentischen Koordinator Andreas Horn sowie dem Architekturstudenten Gabriel Sigler gebaut. Hydroponik bedeutet, dass die Pflanzen ausschließlich in einer Nährlösung herangezogen werden – ohne Erde.

    Aufbereitetes Duschwasser ist gesundheitlich unbedenklich
    Weitere Ergebnisse aus der ersten Betriebssaison des „Shower-Towers 61“ und aufbauend auf einschlägigen Forschungsergebnissen aus dem Roof Water-Farm-Projekt sind, dass das aufbereitete Duschwasser, in dem Salate und Kräuter heranwuchsen, bedenkenlos für die Lebensmittelproduktion verwendet werden kann. Zudem fungiert das neue zehn Quadratmeter große mobile Schilfbeet als Klimamodul. Es nimmt überschüssiges Wasser aus der Duschwasseraufbereitung auf, ist damit eine Art Puffer und wirkt zugleich wie ein Schwamm auch für Regenwasser. Über die hohe Verdunstungsleistung der Schilfpflanzen werden auf dieser Fläche bis zu 1000 Liter Wasser pro Tag verdunstet. Das sorgt für eine angenehm kühle Atmosphäre und entspricht zahlenmäßig fast der doppelten Menge des Berliner Jahresniederschlags. „Derartiges Feuchtgebietsgrün in öffentlichen Parks und städtischen Freiräumen zu etablieren, wäre ökosystemgestalterisch, ökonomisch und gesellschaftlich mit vielen Vorteilen verbunden“, betont Dr. Grit Bürgow. Es ist eine kostengünstige und einfache Maßnahme, um Trockenheit, aber auch hochwasserartigen Starkregenereignissen in der Stadt vorzubeugen. Vervielfältigte man dieses Gestaltungsprinzip, dann würden neben einer angenehmen Atmosphäre auch natürliche Wasserreservoire produziert, die ein temperiertes Klima erzeugten.

    Gemeinschaftsgarten „himmelbeet“ in Berlin-Wedding
    Seit Mai 2021 betreibt die TU Berlin im Gemeinschaftsgarten „himmelbeet“ in Berlin-Wedding nun eine zweite solche mobile, vertikale Hydroponik-Farm im städtischen Raum. Ist das Innovative beim „Shower-Tower 61“ die Nutzung von aufbereitetem Duschwasser, bewässern die TU-Wissenschaftler die Hydroponik-Farm im Gemeinschaftsgarten „himmelbeet“ mit dem Regenwasser, das vom Dach des dort befindlichen Cafés abfließt, und reichern es ebenfalls mit Nährstoffen an. Salate und Kräuter wie Basilikum, aber auch Kohl wie Pak Choi und roter Grünkohl oder Rüben wie Mangold gedeihen prächtig in einer solchen vertikalen Hydroponik-Farm. Und so wie das Bistro der Beachvolleyballanlage die Kräuter und Salate in seiner Küche verwertet, geschieht dies auch im Café des „himmelbeets“. „So entstehen kleine lokale Inseln der Lebensmittelversorgung auf kurzen Wegen, die zeigen, welche Ökosystemleistungen solche Gemeinschaftsgärten für den Menschen erbringen“, sagt Dr. Grit Bürgow. Unter Ökosystemleistungen werden unter anderem bereitstellende Leistungen wie etwa die Nahrungsmittelproduktion, aber auch regulierende Leistungen wie etwa für Wasser, Temperatur oder Klima bis hin zu kulturellen Leistungen wie Erholung oder Umweltbildung verstanden.

    Der Jahresbedarf von 17 Personen wird gedeckt
    „Für uns ist diese vertikale Hydroponik-Farm der TU Berlin in vielerlei Hinsicht spannend. Wir kommen mit neuester Technologie in Berührung, die zum einen äußerst platzsparend ist – im städtischen Raum ist die Frage nach der effizientesten Nutzung des vorhandenen Raums immer präsent – zum anderen können wir nun endlich unser Vorhaben, das Dachregenwasser des Cafés einzusetzen, realisieren“, sagt Felix Lodes vom Projekt „Himmelbeet“. Und für alle, die aus der Nachbarschaft in den Gemeinschaftsgarten kämen, sei die Farm ein niedrigschwelliges, anschauliches Angebot, mit Wissenschaft in Berührung zu kommen. Etwa 300 Hochbeete stehen im Berliner Gemeinschaftsgarten „himmelbeet“. Auf der Anbaufläche von 305 Quadratmetern werden in einer Gartensaison etwa 1.660 Kilogramm Lebensmittel erwirtschaftet. Diese Nahrungsmittel im Wert von circa 3.400 Euro decken theoretisch den Jahresbedarf von 17 Personen. Das ergaben Berechnungen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das die Ökosystemleistungen von Gärten, Parks und Grünflächen in dem Projekt „GartenLeistung“ untersucht.

    Aus der TU-Projektwerkstatt „Roof Water-Farm tu-project“ ist mittlerweile ein Start-up hervorgegangen. Der ehemalige TU-Tutor Andreas Horn erprobte erfolgreich eine kleine Version der vertikalen Hydroponik-Anlage auf seinem Balkon und gründete gemeinsam mit Alexander Schirrmeister das Unternehmen „HydroTower“. Sie sind angetrieben von der Idee, dass sich Stadtbewohner auch ohne eigenen Garten selbst mit Salaten, Kräutern und Gemüse versorgen können.

    Die vertikalen hydroponischen Farmen sind Teil des Projektes „GartenLeistung. Urbane Gärten und Parks: Multidimensionale Leistungen für ein sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Flächen- und Stoffstrommanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ein Ziel dieses Projektes ist es, den Nutzen von Gärten und Parks für das städtische Klima, die Biodiversität und ihre Ökosystemleistungen für den Menschen zu bestimmen.

    https://idw-online.de/de/news773630 (mehr …)

  • Düsseldorf: Düsselgrün hat nun digitalen Hör-Rundgang

    (alerts)

    Vor einem Jahr ist der Gemeinschaftsgarten im WGZ-Park in Oberbilk klimafreundlich umgebaut worden. Jetzt können Besucherinnen und Besucher über das Handy Infos zum Projekt abrufen.

    Aus der kleinen Brachfläche im WGZ-Park in Oberbilk ist nicht nur eine grüne Oase geworden, sondern auch ein richtiger Lehrpfad für alle, die mehr erfahren wollen über das gemeinnützige Projekt, das es seit 2015 gibt. Jetzt hat die Gruppe, die sich um den Gemeinschaftsgarten Düsselgrün kümmert, wetterfeste Schilder mit QR-Codes für Besucherinnen und Besucher aufgestellt, die über das Smartphone Infos bekommen. Die Stimmen von Gärtnerinnen und Gärtnern und zwei Gartenkindern erzählen an verschiedenen Stationen wie etwa an den Bienenstöcken, am Kompost oder am Blühstreifen von der Arbeit der Freiwilligen. Der neue Hör-Rundgang soll das Projekt Gästen noch zugänglicher machen. Fünf Audio-Beiträge mit einer Gesamtspielzeit von 20 Minuten sind aufgenommen worden. Gefördert wurde der Hör-Rundgang von der Postcode-Lotterie und der Bezirksvertretung 3,die auch schon im vergangenen Jahr Mittel bereitgestellt haben, um den Gemeinschaftsgarten klimagerecht umzubauen.

    Die Schilder für die akustische Begleitung wurden optisch von der Grafikerin Bettina Strunk aufbereitet. Initiiert und umgesetzt hat das Audio-Projekt der 28-jährige Joseph Baader, der seine berufliche Expertise in die Produktion einfließen lassen konnte. „Wir kommen zum Beispiel ganz nah an den Bienenstock heran, ohne gestochen zu werden, und hören Vögel, Würmer, aber auch die aktiven Mitglieder des Gartens zu jeder Jahres- und Tageszeit“, sagt der Tontechniker. „Wichtig war eine unterhaltsame Aufbereitung der Informationen, um das, was im Garten steckt, auch hörbar zu machen – nämlich ganz viel Leben, Engagement und Wissen.“ Außerdem erhalten die Gäste auch Informationen darüber, wie sie beim Projekt mitwirken können.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/oberbilk/gemeinschaftsgarten-in-duesseldorf-oberbilk-duesselgruen-bekommt-einen-hoer-rundgang_aid-61701299 (mehr …)

  • Bayern: Söder will Demonstrationsgärten für urban gardening fördern

    (alerts)

    Ministerpräsident Markus Söder legt neue Eckpunkte für mehr Klimaschutz in Bayern vor – und greift dabei tief ins grüne Füllhorn.

    […]

    Zudem soll es beim staatlichen Hochbau grundsätzlich Klimafassaden geben. Zudem soll auf staatlichen Flächen „Urban Farming“ (Lebensmittelproduktion im städtischen Ballungsgebiet) vorangetrieben werden, für „Urban Gardening“ sollen Demonstrationsgärten in über 40 bayerischen Städten gefördert werden. Vorangetrieben werden sollen zudem „City Greening“, also Stadtbegrünung, und „Indoor Farm“, eine Modellfarm zur Gemüseproduktion.

    […]

    https://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/dkplus/So-sieht-Soeders-Plan-fuer-die-gruene-Zukunft-aus;art397462,4796531 (mehr …)

  • Neumarkt i.d. OPf: GG ist eröffnet

    (mail)

    Eine Win-Win-Situation ist immer etwas Schönes. Und so freuten sich die Mitglieder des Vereins für Gartenbau und Landespflege Stadt Neumarkt und auch der Landkreis, am Montag zur Schlüsselübergabe für 100 Quadratmeter Garten mitten in der Stadt schreiten zu können.

    Das Sonderpädagogische Förderzentrum zieht in neue Räume und so ist im Hof zwischen Schule und Finanzamt der schmucke kleine ehemalige Schulgarten freigeworden, um den sich künftig einige Familien des Gartenvereins kümmern werden. „Urban Gardening“ nennt sich das Ganze neudeutsch – und immerhin ist es das erste Projekt dieser Art in der Innenstadt.

     „Urban Gardening wollte unser Verein seit zwei Jahren auf einem Grundstück mit der Stadt umsetzen“, sagte Vereinsvorsitzende Luisita Lang. „Dies ist bis heute, für uns unverständlich, nicht gelungen.“ Umso größer war die Freude, dass nun Landrat Willibald Gailler symbolisch Rechen und Grabegabel für diese mindestens 100 Quadratmeter an die Gartler übergeben konnte. „Das passt für uns“, sagte Lang – nach dem Umzug der Schule hätte sich ja eigentlich der Landkreis als Träger um den ehemaligen Schulgarten kümmern müssen.

    Ein wenig spekulieren die Gartler noch auf mehr Quadratmeter, denn auf dem angrenzenden Schulhof hatte Kreisfachberaterin Susanne Flach-Wittmann schon früher Quitte, Zwetschge, Apfel und andere Flora anpflanzen lassen – das würde gut dazu passen und dieses Ansinnen wurde von Landrat Gailler nicht unbedingt abschlägig beschieden. „Der vorhandene Garten hat eine Bodenqualität, die man so schnell nicht herkriegt“, freute sich die Kreisfachberaterin. „Die Schule hat gemulcht, organisch gedüngt, geerntet und verarbeitet.“

    Schon haben sich vier Familien gemeldet, die sich um den Garten kümmern – und auch einen Projektleiter gibt es bereits: Stefan Großhauser: „Wir haben sogar einen Wasseranschluss“, freut er sich. Das Ziel sei, auch Gemüse anzubauen und zusätzlich zu den vorhandenen sieben bis acht Beeten noch Hochbeete anzuschaffen. „Unsere Idee ist“, sagt Großhauser, „weitere Grundstücke in der Stadt für Urban Gardening nutzen zu dürfen. Leute, die solche Grundstücke haben, sollen sich bitte gerne bei uns melden! Es können auch kleinere Parzellen sein.“

    Im etwas renovierungsbedürftigen Gartenhäuschen sind bereits einige Gartengeräte vorhanden, für weitere könnte der Verein sorgen. „Eine Starthilfe ist auf jeden Fall da“, sagt Luisita Lang. „Wir sind happy.“ Kreisfachberaterin Susanne Flach-Wittmann sagte: „Es ist der einzige Schulgarten, der super funktioniert hat, es wäre schade um ihn gewesen – das ist eine glückliche Fügung. Jeder hat einen Nutzen davon. Es ist toll, dass der Gartenbauverein das weiterführt.“

    Das Sonderpädagogische Förderzentrum muss künftig nicht auf einen Schulgarten verzichten. „Am Neubau ist schon ein Platz für einen neuen Garten vorgesehen“, sagte Studienrätin Isabella Spohn. „Dieses Projekt kommt an unserer Schule gut an. Die Kinder sehen, was sie geschaffen haben.“

    https://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt-nachrichten/urban-gardening-mitten-in-neumarkt-21102-art2025146.html (mehr …)

  • Berllin: Prinzengarten bedroht

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    Im leichten Sommerwind schaukeln die Dolden in den Hochbeeten und unter den Bäumen lässt es sich im Schatten herrlich entspannen. Seit zehn Jahren ist aus einer Brache hinter dem einst besetzten Haus Prinzenallee 58 in Wedding ein Nachbarschaftsgarten gewachsen. „Eine Institution im Kiez“, sagt die Abgeordnete June Tomiak (Grüne). Den „Prinzengarten“ kennt die mit 24 Jahren jüngste Berliner Abgeordnete seit ihrer Kindheit und besuchte die angrenzende Wilhelm-Hauff-Grundschule. Regelmäßig treffen sich Anwohner*innen im Garten, unter dem Stichwort „Kompost-Kino“ gibt es Filmabende. Bald ist damit Schluss, fürchten die Gärtner*innen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer parlamentarischen Anfrage von June Tomiak.

    Schule gegen Garten – um diesen Konflikt geht es im Bezirk Mitte. Auf dem 1500 Quadratmeter großen „Prinzengarten“, hinter der sich die Panke durch einen Grünzug schlängelt, ist ein modularer Schulergänzungsbau geplant. Die Gärtner erfuhren davon, als plötzlich Ende Juni vom Bezirksamt der Nutzungsvertrag für eine 300 Quadratmeter große Teilfläche gekündigt wurde. „Wir haben uns erschreckt, als plötzlich die Kündigung kam“, sagt Maria Stieger vom „Prinzengarten“. Schulcontainer statt Beete also. Alles weitere ist freilich unklar – etwa der Termin des Baubeginns und sogar, welche Schule davon profitieren soll.

    Die Fläche sei für die Sanierung der Grund- und der Sekundarstufe I der Charlotte-Pfeffer-Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung notwendig, sagt der Bezirk Mitte. Wird der „Prinzengarten“ als Treffpunkt und Naherholungsfläche für die Nachbar*innen der Umgebung verdrängt, wäre das nicht der erste bezirkliche Konflikt dieser Art. Auch das Gartenprojekt „Himmelbeet“ bangt seit Jahren um den Standort an der Weddinger Ruheplatzstraße. Dem „Himmelbeet“ läuft die Zeit davon. Ende Oktober soll der Garten das Grundstück verlassen, weil das dort vorgesehene Sozial-Fußballprojekt „Amandla“ nach langer Verzögerung jetzt einen Bauantrag gestellt hat und die Bauarbeiten beginnen sollen. Mehrfach war dem „Himmelbeet“ vom Bezirk ein neuer Standort am Mettmannplatz in Wedding versprochen worden, doch eine Zusage fehlt weiter. Grund: Die Bahn benötigt den Platz noch bis 2024.

    Nun also der „Prinzengarten“. Angesichts der Grundstücksverhältnisse ist eine Lösung schwer vorstellbar. Denn die Fläche des Anwohnergartens gehöre zum Gelände der angrenzenden Wilhelm-Hauff-Grundschule – sagt das Amt. Und einen Nutzungsvertrag hat der Prinzengarten nicht. Offenbar hat das Bezirksamt aber keine anderen Standorte für den Ersatzbau für die Pfeffer-Schule geprüft, obwohl seit 2014 deren Sanierung geplant ist. Eine entsprechende Frage der Abgeordneten Tomiak wurde jedenfalls nicht beantwortet. Erstaunlich ist dies deswegen, weil nach Angaben des Amtes „eine Distanz von 5,6 km Wegstrecke zwischen der Charlotte-Pfeffer-Schule und der Prinzenallee 58“ liegt – für Grundschulkinder ein sehr weiter Weg.

    „Der Konflikt ist der Senatsverwaltung erst seit kurzem bekannt“, bekam die Abgeordnete June Tomiak (Grüne) zu hören, als sie fragte, warum das Amt nicht früher mit den Gärtner*innen Kontakt aufnahm. Die Senatsverwaltung versichert aber, man sei „wie bei allen anderen Gemeinschaftsgärten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert“. Konkreter wird die Verwaltung nicht, sondern teilt nur mit, „ein Gespräch mit dem Bezirksamt Mitte ist geplant und konnte aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht stattfinden“. Prinzengarten-Sprecherin Maria Stieger ist das völlig neu – sie würde sich aber über ein Gespräch freuen. Denn bislang liefen alle Terminanfragen ins Leere.

    Der Garten liegt hinter der Wohnungsgenossenschaft Prinzenallee 58, einem einst besetzten Haus. Bevor die Gärtner*innen anfingen, die Natur zurückzuholen und Hochbeete anlegten, wurden dort Autos geparkt und Schrottlauben entsorgt. Noch früher gab es eine Färberei, von der wohl Chemikalien im Erdreich landeten. Es „etablierte sich eine Nutzung mit Beeten und Bauten, die weder vertraglich geregelt werden konnte, noch genehmigt wurde“, betont das Bezirksamt: „Die Suche nach Betreibern u.a. aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht oder zur Weitergabe nutzungseinschränkender Hinweise aufgrund der bestehenden Bodenverunreinigungen durch Altlasten war erfolglos.“ Wie ernsthaft nach Gesprächspartnern gesucht wurde, ist zu erahnen – im Netz ist der Kontakt jedenfalls mit einem Klick möglich.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/urban-gardening-in-berlin-im-prinzengarten-waechst-die-angst/27419964.html

    Derzeit ist vieles unklar. Unstrittig ist, dass die Pfeffer-Schule mehr Räume benötigt. Derzeit werden über 100 behinderte Schüler in der Ganztagsschule betreut. Wegen der Sanierungsarbeiten sind die Kinder bereits seit 2015 in Schulcontainern untergebracht. Sie wurden auf dem Sportplatz aufgestellt, damit die Bauarbeiten im Haupthaus beginnen konnten. Die Frage ist freilich, warum der „Prinzengarten“ nun das einzig geeignete Grundstück sein soll. Nicht nur wegen der Entfernung vom jetzigen Schulstandort. Noch verwirrender wird es, weil aktuell aus dem Bezirksamt zu hören ist, dass die Hauff-Grundschule selbst die mobilen Ersatzbauten nutzen soll. Bei der Hauff-Grundschule, so Tomiak, wisse man davon aber nichts.

    Egal, wer Nutzer sein soll – June Tomiak wundert sich, weil es direkt neben der Wilhelm-Hauff-Schule ein seit Kriegsende unbebautes Grundstück gibt. Dieses gehört ebenfalls dem Land Berlin. „Da frage ich mich, warum nicht diese Fläche für einen temporären Bau genutzt wird“, sagt Tomiak. Gärtnerin Maria Stieger fürchtet bei so viel Unklarheit, dass am Ende der Prinzengarten vertrieben ist, aber auf lange Zeit gar nichts passiert. „Wir haben Angst“, so Stieger: „dass eine umzäunte Brache entsteht und die Nachbarn außen vor sind“. (mehr …)

  • Kiel: Stadtgärtchen sucht Brachflächen in der ganzen Stadt

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    Mit dem Stadtgärtchen Projekt haben fünf Kielerinnen den Nerv der Zeit getroffen. Denn die Idee vereint die Liebe zur Natur, den Wunsch nach dem Anbau von eigenem Obst und Gemüse und die Zuversicht, dass man gemeinsam viel erreichen kann.

    „Mit dem Stadtgärtchen wollen wir unsere Vision einer grüneren und klimafreundlicheren Stadt umsetzen“, sagt Flora. Hierfür sucht das Team Brachflächen in ganz Kiel, die zum Urban Gardening genutzt werden können. Dafür eignen sich von Rasenflächen über Vorgärten bis zu Hinterhöfen so gut wie alle Flächen, die Raum zur Verfügung stellen. Daria, Meret, Katharina, Flora und Rabea kümmern sich dann um die Vermittlung der Flächen: Damit die Menschen, die eine Fläche abzugeben haben, und diejenigen, die Lust haben diese zu begrünen, zusammenfinden. „Damit wird nicht nur das Stadtklima verbessert, sondern ihr könnt selbst gesätes Obst und Gemüse genießen oder auch Bienenwiesen entstehen lassen”, ergänzt Daria.

    Inzwischen wurden die ersten beiden Flächen gefunden: Sie befinden sich auf dem Gelände des KITZ (Kieler Innovations- und Technologie Zentrum). Der Boden kann hier zwar leider nicht genutzt werden, aber Hochbeete und Töpfe finden hier auf jeden Fall ihren Platz. Das Gelände ist halb eingezäunt und ruhig gelegen, den Lärm der Stadt sucht man vergebens. Dabei ist auch die Lage ein echtes Schmankerl: In der Nähe der Uni und der Veloroute gelegen, mit Sonnenschein von spätem Vormittag bis in den Nachmittag hinein. Das erlaubt eine Menge verschiedener Obst- und Gemüsesorten. Flora geht noch weiter: „Hier können außerdem mehrere Leute in Form von Hochbeeten gärtnern. Es ist also auch eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.“

    https://www.kielerleben.de/news/gaertnern-ohne-eigenen-garten-10025278.html (mehr …)

  • Markkleeberg: gesteigerte Nachfrage nach dem GG

    (Mail)

    [Es geht um einen GG, der Teil einer KG-Anlage ist]

    Endlich stehen alle 8 Hochbeete und sind schon in Nutzung.


    Das Gewächshaus ist noch nicht fertig. Hier hat die Materiallieferung sehr lange gedauert. Aber jetzt ist es da.

    Ich denke das nehmen wir im September in Angriff, damit es im nächste Jahr wieder voll genutzt werden kann.

    Im Moment ist auch im Gemeinschaftsgarten die Nachfrage groß, aber die Beete sind nicht ausreichend da.

    Wie wir noch Beetfläche schaffen, weiss ich noch nicht. Eventuell könnte ein Stück Nachbargarten dazu kommen.

    Aber da muss ich noch abwarten. Der Pächter denkt an Aufgabe des Gartens und der ist auch so groß wie der Gemeinschaftsgarten.

    Der Garten hat eine abgeteilte Fläche, die man gut zugänglich machen könnte, ohne viel Aufwand.


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  • Riegelsberg: Ernte aus GG soll Teil einer Gemeinschaftsverpflegung werden

    (Workshop)
    In Riegelsberg arbeitet das QM daran, eine Gemeinschaftsverpflegung für den Stadtteil zu schaffen. Der GG soll da mit einbezogen werden und beispielsweise Kräuter und essbare Blüten „liefern“. Sie wollen einen Antrag stellen für eine regelfinanzierte Stelle. (mehr …)