Über diese Spende [Firma ADM Hamburg AG ] hinaus haben wir jetzt die Zusage der Gemeinde Friedland über deren weitere Unterstützung in 2021. Und wir haben zusätzlich einen Förderantrag an den Landkreis gestellt, mit dem Ziel, auch 2021 aus dem Integrationstopf bezuschusst zu werden. Die Chancen stehen damit recht gut, dass unsere Finanzierung fürs nächste Jahr gesichert ist (mehr …)
Kategorie: Urbane Gärten
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Stand der Dinge EineWeltGarten München
(Mail)
Beteiligt sind Mitarbeiter*innen des EWH und des NosFo (durch die Kochgruppe vorallem als Nutzer), Sozialstundenleistende die bei uns Stunden ableisten und oft sehr gerne im Garten mithelfen, Kinder und Erzieherinnen des IG-Hort aus dem Vorderhaus, eine Vorstandsfrau, Interessierte die spontan wie am 24.10. bei der letzten Wildbienenpflanzaktion mitgeholfen haben oder regelmäßig ein Hochbeet betreuen.Gestern hatte ich ein Vernetzungstreffen mit einer NABU Vertreterin die über ein regelmäßiges Projekt Gartenprojekt mit Jugendlichen nachdenkt und Manuela Barth von den Urbanen Gärten habe ich bei einer ABL Veranstaltung bei uns im Haus unterstützt (mehr …)
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Perivoli baut Gewächshaus
– Wir wollen im Gewächshaus eine gemeinsamen Bereich haben, wo Pflanzen die besser geschützt wachsen, zur gemeinsamen Nutzung vorhanden sind.
Und einen Bereich, wo jede*r in ihre*seine eigenen Jungpflanzen anziehen kann.
– die Lüftung erfolgt mit Thermogelenken an den Dachfenstern. Wenn es zu warm wird, geht die Hydraulik auf, wenn es wieder kühler ist, geht sie zu. Das ist ein robustes System, dass ich kenne und das wir bei Gewitter/Sturmgefahr auch mechanisch ausstellen können.
– wir haben zwei VW-Buse und einen Transporter mit Pritsche im Verein (also privat von Mitgliedern). Da können wir das meiste transportieren.
Bei Steinen und Schotter ist die Anlieferung im Preis mit drin.
– Werkzeuge haben wir eine Menge im Verein. Hauptsächlich werden wir mit Handkreissäge/Akkubohrern arbeiten.
– Wir haben ein Bauteam fürs Gewächshaus. Dieses besteht aus 4 Leuten (zwei Frauen / zwei Männer)
es wird eine Grundfläche von 16m² haben, auch Regenrinnen, um mehr Regenwasser ernten zu können.
Sie werden im Winter loslegen und in wechselnden 2er-3er Teams arbeiten (mehr …) -
GG Tifu in Hamburg: Generationenwechsel
(Mail)
im TIFU hat es einen Generationewechsel gegeben, die „alten Hasen“ wie Edouard van Diem und ich haben isch etwas zurückgezogen, was dem Verein frische Luft und neue Impulse ermöglicht hat. Es wird weiterhin viel gegärtnert und geimkert, gibt ein neues Vereinshaus wurde gebaut, es gibt etwas weniger Vernstaltungen als früher. COVID-19 hat natürlich auch den Vereinsbetrieb erschwert, aber es gab einige Treffen mit Abstand. Alos alles in allem läuft es gut im Hamburger Volkspark. -
Küchengarten Hannover musset Bauarbeiten weichen
(Mail)
der Küchen-Garten war auf einer Zwischenebene des Ihme-Zentrums und musste aufgrund von Baumaßnahmen am Ihme-Zentrum aufgelöst werde. Da unser Garten in der Nähe liegt, haben die sich uns (GG Baulücke) angeschlossen. So sind wir innerhalb kürzester Zeit von 8-10 Hochbeeten auf über 30 Beete angewachsen.
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Bau von Tomantenhäusern bei den Stadtoasen in Bad Säckingen
(Antrag/Antworten)
Die Medienberichte über den begangenen Vandalismus in unserem Gemeinschaftsgarten haben große Bestürzung in ganz Bad Säckingen hervorgerufen. Herr Meier erzählte mir, daß diese Berichte auch bei Ihnen angekommen sind.
Wir, der Vorstand, haben uns darauf geeinigt, 3 kleine Tomatenhäuser stabiler zu bauen (bevor das große Tomatenhaus als Grillholz endete, wurde durch einen Sturm das Dach verweht). Die Tomatenhäuser werden von uns Mitgliedern von Stadtoasen Bad Säckingen e.V. in unserer Freizeit gebaut und auch gemeinsam genutzt
Um über die ganze Anbaufläche an mehreren Standorten Tomaten anzubauen haben wir uns entschieden aus einem grossen 3 kleine Tomatenhäuschen zu konzipieren, die auch versetzbar sind und so der Fruchtfolge angepasst werden können. (Permakultur).Der Garten hat sich sehr gut entwickelt. Wir haben bereits 2019 zu „Beetpatenschaften“ aufgerufen. Diese wurden von unseren Mitgliedern sehr gut aufgegriffen, so daß die Mehrzahl der eingeteilten Beete von den Paten bewirtschaftet wurde. Ernten können jedoch nach wie vor alle Mitglieder in allen Beeten. Wir haben gegenwärtig 82 Mitglieder. Es gab einige Austritte wegen Umzug aber auch Neueintritte. Aktuell arbeiten jedoch nur etwa 20 Mitglieder zu unterschiedlichen Zeiten im Garten. Ein Umstand der eben den Corona-Bedingungen geschuldet ist. Da der Garten 3000 m2 umfasst, ist die Abstandsregelung sehr gut einzuhalten.
Wir haben ein „Bauteam“ gegründet, das derzeit aus 7 Mitgliedern besteht. Es sind jene StadtoaslerInnen, die besondere Kenntnis im Umgang mit Holz und der Bautätigkeit an sich haben. Diese Truppe wird die Errichtung der Tomatenhäuser – geteilt in jeweils 2 Leute – übernehmen.
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Stadtgarten Nürnerbg nach Vandalismus (Brand) unerschüttert
(Mail)
Wir sind eigentlich recht unerschüttert. Der Schaden hält sich auch in Grenzen. Es sieht so aus, als ob das Jugendliche/Kinder waren, die gezündelt haben. Aber wohl auch gleich gelöscht haben. Sonst wäre deutlich mehr passiert.
Finanziell stehen wir durch eine Förderung ganz gut da und nehmen das in die sowieso geplante Renovierung des Küchenwagens mit auf. Danke für euer Angebot – aber wir treten das Geld lieber an die Gärten ab, die knapp sind. Nächstes Jahr vielleicht wieder. Wenn wir wegen Corona auch zum zweiten Mal keinen Pflanzenverkauf machen können, dann wird es vielleicht eher eng (mehr …)
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Platzgarten möchte sich nachhaltiger gestalten
(Antrag/Antworten)
Wir sind ein eingetragener,
gemeinnütziger Verein mit z. Zt. ca. 25 Mitgliedern und bringen uns solidarisch mit ins benachbarte
PLATZprojekt ein. Der Garten lebt von unseren Treffen und Gemeinschaftsaktionen, z. B. Beete und
Kompost anlegen, Grill und Gartenmöbel bauen oder ein Tomaten- und Gewächshaus zimmern. Wir
säen, pflegen, ernten und teilen unsere Ernte. Es gibt sowohl Experimentierfelder, Tee- und
Kräuterbeete in denen wir alle aktiv sind, als auch Pat*innen für Beetgruppen in denen
Pflanzennachbarschaften in „Wuchsgmeinschaften“, unseren „WGs“, wohnen.
In den vergangenen Jahren konnten wir ca. kleinere und größere 30 Beete anlegen, zwei
Gewächshäuser und einen Kompost bauen, eine Wasserleitung legen und viele Menschen fürs
Gärtnern begeistern. Unser Ziel für das kommende Gartenjahr ist es unsere Gartenanlage
nachhaltiger zu machen und den Garten als Ort der Begegnung und des Lernens zu stärken.Ein Teil der Hochbeete ist aktuell noch im Holz umfasst, welches durch die Witterung jedoch morsch
und brüchig wird. Diese Beete möchten wir mit einer Natursteinumfassung aufwerten und langlebig
nutzbar machen. Als Material sehen wir regionale Produkte vor, wie z. B. Sandsteinbruch.Aktuell wird das Regenwasser des Gartenhauses zwar in mehreren Tonnen gesammelt, an den
weiteren Bauten fehlen jedoch Regenrinnen und Fallrohre. Diese sollen nun installiert werden und
das Regenwasser gesammelt werden. Mit Hilfe von Tropfrohrern und mechanischen Pumpen soll das
Regenwasser zukünftig zur einfachen Bewässerung des Gartens genutzt werden können. Das
Hauptsammelbecken soll dabei aus durchsichtigem Material sein, sodass bei der Bewässerung des
Gartens der Wasserverbrauch transparent ist. Bei den übrigen Materialien legen wir Wert darauf,
möglichst auf Kunststoffe zu verzichten.Neben denen in den Wuchsgemeinschaften bewirtschaften Beeten möchten wir neue Probiergärten
in ca. 3 Hochbeeten schaffen, in denen neue Mitglieder ohne jegliche Hürden das Gärtnern beginnen
können. Die Beete werden von Mitgliedern des Platzgartens mitbetreut und bewässert sodass sich
auch für die Neuen hoffentlich schnell Erfolgserlebnisse beim Gärtnern zeigen.Das Gartenhaus, eine selbstgebaute Holzhütte, ist 2014 erbaut worden und dient aktuell vorwiegend
der Lagerung von Materialien. Während diesem Sommers würden wir gerne das Dach abdichten und
als Terrasse als Treffpunkt für Gärtner*innen nutzbar machen sowie einen abschließbaren Schrank
für unsere Werkzeuge bauen.Tatsächlich ist rund um die Fössestraße 103, also das Platzprojekt, den 2er Skatepark und den Platzgarten einiges im Hintergrund los. Ich versuche, nach bestem Wissen und Gewissen zusammenfassend zu schildern und hoffe, dass ich auf dem aktuellsten Stand bin.
Das Grundstück Fössestraße 103 gehörte zu den Flächen des angrenzenden REAL-Markts, die Nutzung wurde über einen Pachtvertrag geregelt (Laufzeit 6 Monate mit kontinuierlicher Verlängerung).
Wir wurden glücklicherweise bereits früh informiert, dass die METRO AG den Verkauf der REAL-Kette plante, das ganze Procedere zog sich ja über eine längere Zeit. In diesem Zug begannen ganz unterschiedliche Überlegungen ob ein Kauf der Fläche für das Platzprojekt in Frage kommt (z. B. Crowd-Funding, Stiftung, Stadt Hannover etc. etc.). Wir sind immer noch mit Hochdruck dabei, bemühen uns u. a. um Strukturförderungen der Stadt, denn weiterhin ist das absolute Hauptziel, die Fläche langfristig für die 3 großen Teile Platzprojekt, 2er und Garten zu sichern. Mit dem Verkauf konnten wir aber schonmal den Pachtvertrag auf ein 2 Jahresintervall verlängern, worüber wir uns wirklich sehr gefreut haben!
Dieses Jahr war natürlich auch für den Garten anders als geplant.
Nach der Saatgutbörse Anfang März, die traditionell unser Erscheinen nach außen startet und auch dieses Jahr ein toller Kick-off war, mussten wir alle weiteren, vom Verein offiziell angeleierten Gemeinschaftsaktionen verschieben. Das hat natürlich auch einen gehörigen Motivationsdämpfer gegeben, trotzdem haben sich die Beet-Teams selbstorganisiert in Kleingruppen getroffen und es lief im Hintergrund weiter. Glücklicherweise ist der Garten groß genug, um auch mit 10 Leuten Abstand halten zu können.
Tatsächlich hatten wir auch in dieser Zeit neue Anfragen und haben (in der Regelungs-Phase 10 Leute egal wie viele Haushalte) eine Kompost-Aktion mit besonderer Einladung an Interessierte gemacht. Der Garten taucht bei facebook und istagram auf, wo wir u. a. Auch offizielle Termine bewerben, aber viele Menschen werden wohl auch durch das Platzprojekt auf den Garten aufmerksam.
Wir kommunizieren, dass es toll wäre, wenn sich alle auch als Mitglied bzw. mit den Mitgliedbeitrag an den laufenden Kosten (Wasser etc.) beteiligen, grundsätzlich möchten wir aber allen eine Chance zur Mitarbeit geben, daher ist eine Mitgliedschaft bei uns kein absloutes „muss“. Bisher klappt das wirklich gut, bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alles auch Mitglied im Verein.
Als digitale Kommunikationsplattform nutzen wir wie das Platzprojekt „basecamp“ und haben dort als Garten einen internen Bereich über den wir uns austauschen, verabreden und auch viel diskutieren, besonders jetzt in der Zeit, in der wir keine größeren Gartentreffen machen können.
Natürlich haben wir auf dem Papier auch einen Vereinsvorstand, Entscheidungen werden aber von allen in die Gruppe getragen und gemeinsam entschieden. Auch da sind wir vermutlich kein ganz normaler Verein sondern sehr vom „doocracy“- Selbstverständnis des Platzprojekts gefärbt. (:
Generell ist die enge Verzahnung mit dem Platzprojekt überall zu spüren, nicht nur durch „personelle Überschneidungen“ oder die Nutzung der Infrastruktur (Räume bei schlechtem Wetter, Sanitäranlagen etc.). Wir revanchieren und verleihen in guter Regelmäßigkeit, Schaufeln, Schubkarren, Gießkannen und allem anderem Gartengerät, was z. B. zur Begrünung des Platzes benötigt wird. Wir haben z. B. einen Kontakt, über den wir Holzhäcksel für die Wege im Garten aber auch auf dem Platz beziehen, dabei fällt auch immer wieder Brennholz für den Ofen in der Platz-Bar ab usw. usw.
Die Werkzeuge (die wir gerne in Akku-Versionen anschaffen würden, da es keinen Strom im Garten gibt) würden auf die selbe Weise der Platz-Community zur Verfügung stehen. Unser Gartenmitglied Alisdair McGlasson, der auf dem Platz eine Tischlerei betreut/betreibt, würde sich um die Aufbewahrung, Pflege und Verleihung der Elektro-Geräte kümmern. Eine andere Idee ist, es über die „Bibliothek der Dinge“
(https://platzprojekt.de/projekte/bibliothek-der-dinge) zu verwalten.
Die Aluboxen sind eher dazu gedacht, Saatgut und andere für Ratten und Mäuse interessante Dinge wie Kekse verpacken zu können. Wir würden im Gartenhaus gern ein paar Teller und Tassen, Kaffee, Milch etc. lagern können, um bei Gemeinschaftsaktionen einen Grundstock vor Ort zu haben.
Zu den Steinumrandungen: Der Garten besteht im Hauptteil aus einem großen Erdhaufen, auf dem wir „Terrassen“ angelegt haben, um mit der für Hannover sehr ungewöhnlichen Hangneigung arbeiten zu können. (:
2017 hatten wir dazu Schwartenholz verwendet, das ist inzwischen natürlich ziemlich verwittert.
Über eine kleine, frühere Förderung von der Stadt konnten wir vor 2 Jahren einen kleinen Teil der Holzumrandungen durch Sandsteine ersetzen.
Hier hatten wir auch tatkräftige Hilfe von Simon Kux, der im Rahmen eines Steinmetz-Workshops mit jugendlichen auf dem Platz auch einen Teil unserer Mäuerchen angelegt hat. Das würden wir gern langfristig für alle Beete so machen können, im Fokus stehen aber erstmal die Beete am unteren Hang bzw. die zu den Wegen, damit das Material nicht komplett abrutscht. Wir haben den Bedarf erstmal auf eine Länge von insgesamt ca.
100-150 m geschätzt.
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Büdingens bunte Gärten gibt es nicht mehr
(Mail)
Aus gesundheitlichen und privaten Gründen verkleinerte sich das Projektteam allmählich und konnte nicht durch neue MitmacherInnen aufgestockt werden.
Ein anderer Standort, mit anderem Konzept (Streuobstwiese), wurde bis Ende 2019 bespielt (mehr …)
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Brandstiftung im Stadtgarten Nürnberg
(alerts)
Bereits vor drei Jahren hat es in einem Baucontainer des Stadtgartens in Eberhardshof gebrannt, jetzt haben Unbekannte erneut Feuer gelegt. „Überall war Chilipulver in unserem Küchenwagen zerstreut,“ berichtet Xenia Mohr vom Verein Bluepingu. Den Weidekorb auf der Anrichte, in dem die Stadtgärtner Sonnenblumenköpfe fürs Saatgut trocknen, hatten die Eindringlinge mit einem Desinfektionsmittel übergossen und angezündet, fährt die Nürnbergerin fort. Die Arbeitsplatte ist stark verkohlt.Mohr zeigt sich erleichtert: „Wir hatten Glück, im Küchenwagen befinden sich viele Bücher und jede Menge Holz. Sie hätten ihn auch komplett abfackeln können.“ Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Brandstiftung gegen unbekannt. Der entstandene Schaden wird auf 500 Euro geschätzt.
Der Verein Bluepingu initiierte 2012 mit dem Stadtgarten das erste „Urban Gardening“-Projekt in Nürnberg. Der Garten ist jahrelang von Vandalismus verschont geblieben. Vor drei Jahren ging es dann los: Des nachts wurde wiederholt auf dem Gelände randaliert. Unbekannte rupften Blumen heraus, öffneten Lebensmittel und kippten den Inhalt in die Beete. Irgendwann ging abends dann ein Baucontainer in Flammen auf. Sachschaden: 10.000 Euro.
Damals hatten aufmerksame Nachbarn gleich die Feuerwehr verständigt, erinnert sich Mohr. „Sowieso bekamen wir viele Hinweise von den Anwohnern, sie hatten unseren Garten stets im Blick.“ Die Täter konnten ermittelt werden, eine Gruppe Jugendlicher – keiner älter als 15 Jahre.
Auch diesmal tippt Mohr, „dass junge Leute, die herumlungern und sich langweilen, hinter der Tat stecken“. Vor eineinhalb Jahren ist der mobile Gemeinschaftsgarten innerhalb des ehemaligen Quelle-Areals umgezogen. Er musste dem Quellepark weichen, der im August offiziell seine Eröffnung feierte. Auch hier wurden alsbald Klagen über nächtliche Besucher, Lärm und Abfall laut.
Vergangene Woche ging eine zu einem Bücherschrank umgebaute Telefonzelle an der Wandererstraße/Leiblstraße in Flammen auf. Kurze Zeit später wurden zwei Jugendliche gesehen, wie sie versuchten, in der Wandererstraße/Hans-Thoma-Straße eine Laterne in Brand zu setzen.
Beide Tatorte befinden sich in nächster Nähe zum Stadtgarten. „Die Ermittlungen liegen beim Fachkommissariat für Branddelikte“, berichtet Polizei-Sprecher Michael Konrad. „Es wird geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen den drei Bränden besteht.“
https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/brandanschlag-auf-nurnberger-stadtgarten-1.10508300 (mehr …)
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Kooperation Campus Garten Würzburg mit Ackerdemia
Kooperation mit Ackerdemia: Das Lehrprojekt ist eine Kooperation zwischen der Lehrerbildung und dem botanischen Garten der Uni, dem Referat und Ackerdemia gewesen. Die Förderung dazu kam über Dritte (bzw. vierte?) und war auch nur für dieses eine Semester verfügbar. Die Gartenfläche ist nach Ablauf in den Campusgarten übergegangen und stellt mehrere Beete. Einzelne davon werden von GärtnerInnen betreut, die bereits bei dem Lehrprojekt mitgemacht haben.
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Neutopia Halle im Umbruch
(Mail)
das Gartenprojekt Neutopia wird zum Ende dieser Saison das Gelände der Begonienstraße 30 verlassen. Nächstes Jahr wird pausiert bzw. nicht wie in bisherger Form der Gemeinschaftsgarten fortbestehen. Wie es auf dem Gelände in anderer Form oder auf einem neuen Gelände zu einem späteren Zeitpunkt weitergehen könnte, ist aktuell noch unklar. Neutopia befindet sich im Umbruch.
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Garten in Bremen während Corona-Ausgangsbeschränkungen entstanden
(ANtrag)
Der ca 80qm große Garten, der direkt neben dem Gebäude des Vereins liegt, lag bis zum Mai 2020 für ca zwei Jahre vollkommen ungenutzt brach. Da hier nach einem personellen Wechsel ohnehin der Plan geschmiedet wurde, den Garten mit Menschen und Grün aufleben zu lassen, kam die proaktive Anfrage eines engagierten Menschen aus unmittelbarer Nachbarschaft zum richtigen Zeitpunkt.
Mitten im Lockdown begann hier ein Garten zu wachsen und es schlossen sich noch wenige weitere Menschen an, die dann nach dem Lockdown begannen zusammenzufinden. Auf eigene Faust, in Absprache mit dem Verein und auch aus eigener Tasche (da der Verein Corona-Bedingt keine Einnahmen verzeichnen konnte, um die Gartengruppe finanzielle zu unterstützen), wurden Hochbeete aus Paletten gezimmert und Mutterboden organisiert, sogar Zäune repariert.
Inzwischen haben wir bis in den Spätsommer die Hochbeete geerntet und wünschen uns, sobald Corona es zulässt, die Ernte auch gemeinsam zuzubereiten und zu genießen. Wir haben einen Gartenschuppen, zu dem mehrere Gruppenmitglieder Zugang haben sollen, in dem Material und Geräte verstaut werden können. Auch wollen wir ein monatliches Kaffee-Kuchen-Zusammenkommen für das Quartier im Garten ermöglichen. In den Ferien entstanden in einem Kinderprojekt Nistkästen nach einer Baunanleitung des Nabu und ein Wildbienenhotel. Im Garten werden weitere Kinderprojekte stattfinden und Kurse wie Yoga oder Pilates.
Wir möchten, dass es ein Garten zum Verweilen wird, ein Garten der Begegnung aber auch des Pflanzen und Erntens.
Das Projekt soll natürlich langfristig laufen. Im Herbst geht es nun darum, den Garten mit Hilfe von unterstützendem Werkzeug winterfest zu machen aber auch schon für das kommende Frühjahr vorzubereiten. Es sollen Setzlinge aus eigenen Gärten (z.B. Brombeere und Himbeere) gepflanzt werden, als Einladung für das Naschen zwischendurch. Wir möchten aber auch Samen, die wir gesammelt haben einpflanzen und die Hochbeete so bearbeiten, dass sie im Frühjahr wieder sprießen können.
Gruppe trifft sich selbstorganisiert und kommt immer dann zusammen, wenn etwas ansteht.
die Gruppe besteht derzeit aus 5-6 Menschen (3 Frauen und zwei Männer und eine Dame, die sporadisch dazu kommt, ich selbst packe auch manchmal mit an), die im Stadtteil leben und sich engagieren. Alle wohnen so nah, dass sie mit dem Rad oder zu Fuß kommen.Wir werben regelmäßig über die Presse, wenn die Gruppe sich trifft und heißen Menschen willkommen.
Außerdem steht in unserem Programmheft, dass die Gartengruppe sich über Zuwachs freut. Unsere Homepage wird bis Dezember/ Januar neu konzeptioniert (Überarbeitung der gesamten Außendarstellung erfolgt momentan im Rahmen eines Jugendprojektes) und dann wird die Rubrik Garten und Begegnung ihren Platz finden.
Derzeit gibt es drei große Hochbeete und von der Gruppe aufgearbeitete Holztische und Bänke. Momentan gibt es nur Gemeinschaftsbepflanzungen aber ich ermuntere immer, dass es so gestaltet werden kann von der Gruppe, dass es für jede/n stimmig ist. Wenn es also den Wunsch nach Individualbeeten gibt, werden wir schauen, das möglich zu machen. Im Schuppen gibt es schon eine Hängematte, die im Sommer von einer Familie die auch aktiv ist, genutzt wurde -der Garten heißt auch zum Verweilen willkommen (mehr …)
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GG Wiese arbeitet soziokratisch
(Beratung)
Der GG Wiese aus Nürnberg wird derzeit aus „Kurze Wege für den Klimaschutz“ gefördert. Die Förderung läuft bald aus und das Orga-Team überlegt, wie der Garten auch ohne bezahlte Stellen weiterentwicklet werden kann. Sie haben sieben Leute in einem Orga-Kreis, die die Aufgaben sukezzive übernehmen. Zudem haben sie ein Handbuch „How to Wiese“ digital und analog (Wissensweitergabe) und treffen ihre Entscheidungen soziokratisch. Bei jedem Treffen wählen sie für die nächste Session Moderation und Protokollschreiber*in. Ein Thema, was sie noch klären wollen, ist, wie Gelder (ungebundene Spenden) transpartent und nach welchem Modus verteilt werden können und wie ein Budegt erstellt und dann auch beantragt werden kann. Sie denken an „kleine Töpfe“ für die einzelnen Gruppen (mehr …) -
In Gelnhausen entsteht ein Interkultureller Garten
(ANtworten)
- Wem gehört die Fläche und was für eine vertragliche Regelung gibt es? Zahlen Sie Pacht?
Das Gelände Altenhaßlauer Straße 13,15 und 17 gehört aktuell einem „Gelnhäuser“, der in Asien für einen großen Konzern tätig ist. Als wir 2016 erstmals in Kontakt kamen, vermietete er im Wohnhaus AH 13 eine Wohnung an eine geflüchtete syrische Familie, die bei uns im Verein aktiv ist.
Hier schloss er einen auf ein Jahr befristeten Mietvertrag und äußerte, das gesamte Grundstück perspektivisch „zu einem Luxusobjekt“ entwickeln zu wollen.
(Damals war in Gelnhausen in der Südstadt eine große Liegenschaft, ein ehemaliges Kaufhaus, an einen externen Investor gegangen, der ein Outlet-Center in Innenstadtlage realisieren wollte, was kurzfristig eine Art Goldgräberstimmung auslöste, inzwischen nur eine Episode in der Stadtgeschichte) Im folgenden Jahr erwarb der Besitzer auch das Nachbargrundstück, eine historische Gummifabrik mit einigen alten Produktions- und Bürogebäuden sowie einem Wohnhaus, AH 17. Wir als junger Verein in der Flüchtlingshilfe hatten Fördermittel aus einem Landesprogramm des Landes Hessen zur Verfügung und konnten auf dem Gelände ein kleines Büro mit Lager für Sachspenden und Werkzeug anmieten.Wir bauten gemeinsam mit weiteren geflüchteten Familien Wohnraum aus und entwickelten uns als Verein weiter. Unsere Angebote waren v.a. ein offener Treff am Sonntag, Sozialberatung und Begleitung von Geflüchteten bei Terminen bei Ärzten, Ämtern etc.
Alle Vereinsaktivitäten werden von Ehrenamtlichen getragen, die teilweise Deutsche, teilweise Deutsche mit Migrationshintergrund und teilweise Geflüchtete aus Syrien und dem Irak sind. Es gibt nach wie vor keine Hauptamtlichen im Verein.
Das Gelände AH 13-17 ist inzwischen in vielfältigen Mietverträgen „ausvermietet“. Es leben hier 21 Personen mit Fluchtgeschichte, es arbeiten ein bosnischer Hausmeisterservice, ein deutscher Autoschrauber, ein Zulassungsservice und ein türkischer Reifenservice.
Neben unserem Vereinsbüro hat sich der örtliche Dartclub eingemietet.
Es scheint nicht so, als wolle der Besitzer an diesem Zustand etwas ändern. Er ist nur sporadisch einmal in Europa, kauft Immobilien in der historischen Altstadt und vermietet diese weiter.
In 2017 ließ er den alten, verwilderten Garten der Hausnummer 13 „abschieben“, wollte hier Parkflächen vermieten. Alle Bäume auf dem Gelände wollte er fällen lassen, u.a. einen riesigen Nußbaum, der an der Altenhaßlauer Straße steht und den Eindruck des gesamten Geländes prägt.Hier intervenierten die direkten Nachbarn zu beiden Seiten, die Stadtverordnetenversammlung und auch die untere Wasserschutzbehörde.
Auch ich (Daniela Bauer, 2. Vorsitzende) war ziemlich erschüttert und ergriff bei einem Besuch des Besitzers die Gelegenheit, für den Erhalt der Bäume und gegen die weitere Bodenversiegelung zu plädieren. Ziemlich spontan im Gespräch bot mir der Besitzer an, den Garten als Vereinsgelände anzumieten, was ich noch im Gespräch annahm, ohne genau zu wissen, was wir mit dem Gelände machen würden.
Es existiert also ein Mietvertrag mit monatlicher Miete von 64,-€.- Ich habe noch nicht ganz verstanden, ob es den Garten schon gibt und gegärtnert wurde (wie auf Seite 1 kurz beschrieben) oder der Garten/die Gestaltung des Geländes noch in Planung sind (Seite 2 „naturnaher Raum soll geschaffen werden“. Fanden die gärtnerischen Versuche und Aktivitäten bisher auf einem anderen Gelände statt
„Gärtnerische Versuche“ trifft es ziemlich genau. Es waren vor allem einige syische Geflüchtete , die 2018 Gurken und Chillies anbauten.
Deutschen Vereinsmitgliedern ging es vor allem darum, Tomaten zu ernten. Es wurden Pflanztaschen verwendet, halbhohe Beete aus Restmaterialien gebaut und mehr oder weniger konsequent gegärtnert, mit sehr bescheidenem Erfolg.
Daneben war das Gärtnern neben den Konflikten, die zu bewältigen waren, fast schon in den Hintergrund geraten. Den deutschen Nachbarn war alles viel zu unordentlich, der Hausmeisterservice brachte zwar netterweise Mutterboden mit, lagerte aber auch alle möglichen alten Steine, Rohre…. auf dem Gartengelände („Holen wir wieder ab, kein Problem“.)Die Kunden der Autowerkstatt fuhren durch das Gartengelände zur Werkstatt, da ihnen die offizielle Zufahrt zu unübersichtlich war. Es wurde massiv gedealt und zu diesem Zweck der Fußweg durch das Gartengelände zum Fluß genommen. Eine kleine, aber sehr hartnäckige Gruppe türkischer Jugendlicher fuhr immer mit SpaßMotorBikes durch den Garten.
Alle diese Umstände führten zu der Entscheidung, in 2019 Spendenmittel zur Errichtung eines Holzplankenzauns zu verwenden. Dies wurde im Jahr 2019 umgesetzt. - Wie offen ist die Fläche? Gibt es einen Zaun etc.?
Dieser Zaun ist zur Autowerkstatt hin geschlossen, was den Durchgangsverkehr durch den Garten beendet hat. Zum Fluß hin ist der Garten durch einen Zaun und ein kleines unscheinbares, nie verschlossenes Gartentürchen im Zaun geöffnet, was den direkten Anliegern gut bekannt ist aber von der Straße her nicht sofort für Fremde als Zugang zum Flußufer zu erkennen ist. Die Dealerei hält sich seitdem in Grenzen.
Zur vorderen, zur Altenhaßlauer Straße hin gelegenen Seite hin ist der Zaun halb offen, man kann durch einen ca. 2,5 m breiten Durchgang einfach „hineinspazieren“, wenn man möchte. - Wie groß ist die Gruppe und wie setzt sie sich zusammen?
- Im Jahr 2019 wurde der Zaun vom „Bauteam“ gebaut, das sich häufig am Samstag traf und einige Stunden werkelte und sporadisch mal grillte o.ä. Der „Kern“ hier besteht aus M, 48 m, deutsch, D., 54 w, deutsch, E., 47m, syrisch, B. 48m,,deutsch. Gelegentlich kamen andere Freiwillige dazu, die meist jünger sind und aus vorwiegend aus den Reihen der Geflüchteten in Gelnhausen kommen. Gegärtnert wurde vorwiegend von einigen syrischen Familien und Alleinstehenden und wenigen Deutschen.
In einer Gruppe von wechselnden 8-10 Personen, die Interesse hatten, im Garten etwas zu machen, waren die Konflikte zahlreich.
Sehr, sehr zugespitzt: Die Deutschen wollten nach intensiver Recherche kleinteilig, ökologisch gärtnern, die syrischen Männer wollten den ganzen Garten mit dem Traktor bearbeiten, alle Insekten mit Insektiziden töten, den Boden dämpfen und dann mit Harnstoff aufdüngen. Kurdische oder afrikanische Freunde, die wir fragten, ob sie mitmachen wollten, gingen auf Abstand, sie hatten das Gefühl, der Verein wolle sie ausbeuten. Und überhaupt: Gemüse ziehen ist was für ganz arme ungebildete Menschen vom Dorf, warum wollt Ihr hier in Europa so ein Elend reproduzieren? Syrische Frauen wollten in einer wahrscheinlich von Zauberhand geschaffenen grünen Oase nur in Ruhe sitzen, plaudern und die kleinen Kinder spielen lassen…
Von Seiten des Vereinsvorstandes hielt sich die Freude am Gartengelände in engen Grenzen, man hatte das Gefühl „es geht nichts voran“, „keiner hat den Hut auf“, „die Nachbarn beschweren sich schon wieder….“.
Alles Restmaterial und alle Sachspenden waren verbaut und die Winterpause kam.
Entstanden waren der Zaun, ein halbmondförmiges Trockenmäuerchen mit Kräuterbepflanzung und einem Feigensteckling im vorderen Bereich, hier auch ein halbhohes Beet, in dem Salate und Palmkohl den Winter überdauerten. In der Mitte einige Niederbeete aus Restholz.
Im Winter wurde die Frage: Garten weiter oder nicht und wenn ja, wie um Gottes Willen, in Vorstand und Bauteam diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Kernfrage war, wie lange der Zeithorizont aller Beteiligten war. Welche Wünsche finanziell realisierbar schienen, war wichtig und auch, was jeder und jede vermisste an Natur aus der Heimat. (Fuul, Mlouchia, Spargel, Kirschen…. gestreifte Auberginen, Weinblätter, das Geräusch der Bewässerungsanlagen in der Nacht, Morgentau, trockene Sommerhitze) Als Arbeits-These sozusagen wurde beschlossen, dass ein Garten entstehen soll, in dem man verweilen kann, in dem Menschen zusammen sitzen und sprechen können, der für viele offen ist aber auch geschützt. Die Arbeit sollte bewältigbar sein und in einer vertretbaren Relation zum Ertrag stehen. Sichtbare und eßbare Erfolge sind wichtig. Ein erster schriftlicher /zeichnerischer Gartenplan mit Sitzplatz etc entstand.
Ab Februar wurde die Coronakrise spürbar und als drängendes Thema diskutiert. Alle Vereinsangebote wurden eingestellt, der Standort in der Flüchtlingsunterkunft war von März an geschlossen und darf voraussichtlich erst ab 15.10. wieder genutzt werden. - Wir beschlossen, im Sinne von „Virengemeinschaften“ zu denken und hielten einen Notbetrieb im Verein aufrecht, zwei Personen, die auch am Bauteam beteiligt sind, aber ansonsten vorwiegend als Tandem aus Sozialberaterin und Dolmetscher Arzttermine begleiten. Hier gab es telefonische Unterstützung für Geflüchtete und ihre Familien in medizinischen Notfällen und beim Homescooling, was stark genutzt wurde. (Andere Ehrenamtliche im Verein bildeten mobil später für andere Aktivitäten wie Familienbegleitung eigene Notfall- „Virengemeinschaften“, es gab keinen Austausch zwischen diesen verschiedenen Gruppen)
„Nebenbei“ wurden das Lager/die Werkstatt aufgeräumt und über einer alten Tischtennisplatte Beleuchtungs Module aus noch vorhandenen Neonröhren zusammengebaut. Ab Mitte März wurden hier viele Jungpflanzen angezogen, die bei allen – wenigen- Besuchern, die es während der Corona-Krise noch gab, für Fragen, Anregung und – dem Wunsch nach Beteiligung sorgten. Auch sah der Garten schon eher nach Garten aus mit den Strukturen, die im Vorjahr geschaffen wurden, es gab mit dem erarbeiteten Gartenplan eine Richtschnur, an der wir uns entlanghangeln konnten, so dass wir mit der Aussaat von dicken Bohnen ziemlich früh in die Gartensaison 2020 starteten. Die Kerngruppe „Bauteam“ traf sich sehr regelmäßig jeden Samstag, um mit viel Abstand zu werkeln und zu gärtnern. Es kamen immer wieder Personen, die fragten, ob sie mitmachen könnten, was aber aufgrund der Corona-Restriktionen nicht realisierbar war.
Die Angehörigen aus den Haushalten der „Virengemeinschaft“ Bauteam halfen immer wieder im Garten mit und es entstand ein vielfältig bepflanzter Sommergarten. Es wurde ein Sitzplatz aus Sperrmüll und L-Steinen provisorisch geschaffen, der mit einem Sonnensegel beschattet ist. Für die Kleinkinder wurde eine Sandmuschel aufgestellt. Weiterhin wurde aus Restmaterialien unserer Hausmeister-Nachbarn und aus zwei alten Betten zwei Gurkenbeete mit Ranknetz gebaut, aus alten Rasengittersteinen ein Niederbeet, aus billigem Fichtenholz Kartoffelpyramiden. Gespendete Baumarkthochbeete wurden als Abgrenzung des Sitzplatzes aufgebaut und mit einem Rankgitter aus gefundenem Platanenschnittgut „gepimpt“. Zur Konfliktbegrenzung hat sich die Gruppe darauf geeinigt, dass jeder für einige Kulturen den „Hut aufhat“ und bestimmt, was wann gemacht wird und was nicht. Die Durchführung ist aber in allen möglichen Zusammensetzungen gelaufen, häufig mit allen gemeinsam. (z.B. bestimmt E., was im Bereich Zucchini, Kürbis, Melonen, Gurken, Okra, Tabak läuft, M. ist „Chef“ der „Abteilung“ Physalis, Wein und Rosmarin. ) Auf diese Weise konnten recht gute Anbauerfolge erzielt werden.Ab Ende der Sommerferien konnte der allgemeine Vereinsbetrieb wieder aufgenommen werden und der Sitzplatz im Garten war ein wichtiger Treffpunkt für Teamsitzungen, Hausaufgabenhilfe, Familiengespräche und vieles mehr. Wir erlebten, wie positiv sich viele Gespräche hier entwickelten und wie viele Familien den Wunsch äußerten, „nächstes Jahr“ auch mitzumachen.
Auf diesem Hintergrund ist der vorliegende Antrag auf Fördermittel entstanden, aus dem Wunsch heraus, ein „offizieller“ interkultureller Garten zu werden. - , Wer würde die Gärtner*innen zu Artenschutzthemen anleiten und ist das ein Wunsch der Gruppe?
Vermutlich würden wir hier Kontakt zum NABU aufnehmen, damit es je nach Corona- Lage ein angemessenes Angebot gibt. Es gibt hier Ansprechpartner, die uns bekannt sind. Außerdem möchten wir andere Gärten/Projekte besuchen, um zu schauen, wie dort gegärtnert wird.
Wie ist die Organisation und die Kommunikation des Gartens? Wer entscheidet wie? Das Kernteam oder das Gärtnerteam? Ist das Konzept, dass die geplanten Hochbeete individuell/von Gruppen gegärtnert werden, ein Wunsch der Gruppe?
Das scheint die interessanteste Frage überhaupt zu sein.Sie wissen sicher aus ihrer Projektberatung, welche Stolpersteine und Sollbruchstellen hier auf uns warten und wir sind dankbar für Tipps, wie man sich hier sinnvoll strukturell aufstellen kann…Wie beschrieben, denken wir, dass das etablierte Bauteam sich weiter so „durchwerkeln“ wird und sozusagen den Rahmen bildet, in dem sich die Familien bzw Gruppen, die neu dazukommen werden, einfinden können, jeweils mit einem Hochbeet zur eigenen Gestaltung. Es soll Mittwochs „Gartentag“ sein, bei dem immer Ansprechpartner aus dem Bauteam vor Ort sind und die „Neuen“ begleiten können. Vermutlich wird es auch hier viel Gesprächsbedarf geben, aber wir hoffen, dass nicht grundsätzlich die gesamte Gartenorganisation/alles immer wieder von Neuem diskutiert werden muss. .
- Sie schreiben, dass es um das Aufstellen und Herrichten der Hochbeete gehen soll. Wer wird diese denn bauen? Wie groß sollen die Hochbeete werden? Bitte schlüsseln Sie die Kosten dafür noch ein wenig auf.
Wie beschrieben, werkelt das Bauteam kontinuierlich mit dem jeweils vorhandenen Material. Ich hänge eine Kalkulation für die Hochbeete an, die von B. aus dem Bauteam erstellt wurde. Die Größe beträgt 2mx1mx60-80cm, „muss man sich dann beim ersten Beet mal anschauen, was am sinnvollsten ist, gewünschte Arbeitshöhe vs. Materialverbrauch“.
Ich favorisiere die Idee, dass das Bauteam Beet Nr. 1 zusammen baut und dann einen „Aktionstag“ organisiert, bei dem alle Interessenten für die nächste Gartensaison unter Anleitung gemeinsam „ihre“ Beete zu erstellen.
- Wozu werden die 30m³ Kompost gebraucht und sind die Kosten in dem Finanzierungsplan inklusive Transport? Wie hoch sind die Transportkosten? Sind Sie hierzu in Kontakt mit der Stadt (könnte diese Ihnen Kompost zur Verfügung stellen?)
Die Stadt Gelnhausen gibt die eingesammelten Grünabfälle zur Firma Veolia in Gründau, die dort ein Kompostwerk betreibt. Es ist nicht möglich, dass die Kommune uns Kompost zur Verfügung stellt. Allerdings liegt in nur ca. 1 km Entfernung von unserem Garten die private große Kompostierungsanlage „Bayha“ auf dem Boden der Nachbargemeinde Altenhaßlau, die sehr gute Erden herstellt. Das preiswerteste Produkt ist der Kompost mit 20-€/m³ bei Selbstabholung. Wir haben in 2020 Tonnen und „Speiskübel“ benutzt, um in PKW-Kombis den Kompost zum Garten zu bringen. Das ist zwar viel händische Arbeit, war aber die Mühe wert, da die mit Kompostauflagen versehenen Flächen gute Erträge brachten. (probeweise auf ca. 20 qm aufgebracht, mit Mlouchia =Gemüsepappel eingesät in 7/20).
Es fallen also keine Transportkosten an, der Kompost wird nach Bedarf geholt. Wir planen, den Kompost bei der Befüllung der Hochbeete, in den Pflanzgruben für die Bäume, Sträucher und Beeren und auf der Beetfläche für Dauerkulturen im vorderen Bereich zu verwenden. Auch die Pflanztaschen etc. werden sicher wieder Verwendung finden, diesmal mit geeeigneterem Substrat. In 2020 ist auch erstmals soviel organische Masse angefallen, dass der Kompost, der im Garten kontinuierlich entstehen wird, dann dauerhaft genutzt werden kann. - Wie tief ist denn die aufgebrachte Oberfläche auf dem ehemaligen Parkplatz? Reicht das, damit die Bäume dort tief wurzeln können? Wer erntet die Früchte? Nach unserer Erfahrung mit dem Boden, den wir haben, müssen wir mit der Spitzhacke arbeiten, großzügige Pflanzlöcher ausheben und mit Kompost angereichertem Substrat verfüllen, damit die Bäume eine Chance haben. Wobei der Boden zwar verdichtet ist, aber nicht grundsätzlich schlecht in der Tiefe oder von der Zusammensetzung hier. Schließlich bestand hier jahrzehntelang ein Garten, bevor die „Minibagger“-Aktion des Besitzers hier stattfand.
Die Früchte werden wahrscheinlich von den Kindern, die jetzt hier ihre ersten Erdbeerpflanzen angebaut und Brombeeren und Tomaten geerntet haben, in einigen Jahren geerntet werden, wenn sie ältere Jugendliche sind ;-)), und „Inschaallah“ auch von den Erwachsenen, die den Garten zum Laufen brachten und weiterhin bringen. - Wer würde Pergola, Outdoorküche, Sitzecke, Bänke bauen (und wann würde das stattfinden?)
Das Bauteam ist stabil und immer, wenn gebaut wird, bieten sich auch jüngere Menschen zum Helfen an. Die Projekte werden gestartet, wenn die Witterung passt und Material/Geld da ist, da bin ich ganz zuversichtlich, dass das so weiterhin klappt.
Je nach dem, wie sehr uns die Corona-Pandemie erwischt, mit häuslicher Quarantäne, Erkrankungen oder Tätigkeitsverboten für den Verein, werden sich diese Aktivitäten kürzer oder länger hinziehen. Sicher mindestens die kommende Saison 21 hindurch, wenn es blöd läuft, auch länger.
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Gemeinschaftsgarten Gaia in Eschwege entwickelt sich gut
(Antrag/Antworten)
Im Gartenprojekt sind nun 6 Gärtnern*innen (+1) und es entwickeln sich neben dem Bewirtschaften nun immer mehr gemeinschaftliche Aspekte.
Die Mitglieder*innen verbringen zusammen Zeit im Garten, kümmern sich um gemeinsam genutzte Gartenbestandteile sowie den Schuppen und einen Unterstand. Es gibt eine sehr große Freifläche mit Obstbäumen, Obststräuchern, Wein und ähnlichem. Derzeit ist noch viel Arbeit notwendig um das Grundstück attraktiver zu gestalten. ZB liegt noch Sperrmüll im hinteren Teil der eingesammelt wurde und entsorgt werden muss.
Neben der geteilten Fläche gibt es 6 Beete die von den Mitgliedern in Eigenregie bewirtschaftet werden. Die Mitglieder sind sehr daran interessiert dass sich aus dem Gartenprojekt mehr entwickelt. Sie sind sehr daran interessiert mehr zu lernen (evtl. durch Workshops), wollen andere Menschen teilhaben lassen und sich für Naturschutz einsetzen. Sicher wäre es sinnvoll sich stärker zu vernetzen.
GAIA ist eine eigenständige Gruppe die sich mit Unterstützung des Quartiersmanagements aus einem Integrationsprojekt/Arbeitsmaßnahme Weiterentwickelt hat und keine regelmäßige finanzielle Förderung erhält. Die Zusammenarbeit bezieht sich auf Hilfe zur Selbstorganisation, bei der Abrechnung und dem Stellen von Förderanträgen.
Die Hütte hat durch einen Sturm Schaden gelitten und wurde von den Teilnehmern repariert.
Am Freiwilligentag haben nur die Gärtner und das Quartiersmanagement (FSJ-ler und Rafaela Pax) mitgearbeitet. Häufig bekommen wir am Freiwilligentag Unterstützung aus Unternehmen und können dadurch Projekte umsetzen, dies war aber dieses Jahr durch Corona nicht der Fall. Es waren also nur die Gartenmitglieder aktiv.
Als Begrenzung des Grundstücks gibt es bisher nur einen Drahtzaun mit Stacheldraht. Dahinter ist eine Wiese. Auf der anderen Seite befinden sich Gärten einer städtischen Kleingartenanlage.
Die hecke aus Totholz soll nach und nach errichtet werden. Die Stadt hat über den Bauhof die Belieferung mit Strauch- und Astschnitt zugesagt. Im November kommt noch einmal Material. Auch ein paar Pfähle können über eine Stiftung der Stadt Finanziert werden (Stadtstiftung).
An der Errichtung der Totholzhecke beteiligen sich alle Gartenmitglieder. (mehr …)
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GG Bad Sooden Allendorf gewinnt hessischen Familienpreis
(alerts)
Gemeinsames Tun verbindet und schafft Nähe. Dies stellen die 18 am „Gemeinschaftsgarten Bad Sooden-Allendorf“ beteiligten Familien eindrücklich unter Beweis. Seit Frühjahr 2018 bauen sie auf einem einen halben Hektar großen, zentral in der Stadt gelegenen Gelände Obst und Gemüse an – auf ihrer jeweils eigenen Gartenparzelle und auf Gemeinschaftsflächen. Was wie ein klassischer Schrebergarten anmutet ist tatsächlich ein Ort des Miteinanders. Dort treffen sich Frauen, Männer und Familien unterschiedlichster Herkunftsländer, Lebenswelten und Religionen sowie Menschen mit körperlichen und seelischen Einschränkungen.
Ein nicht immer konfliktfreies Miteinander, dem das FamilienZentrum BSA e.V. als Initiator und Leiter des Projekts mit einem paritätisch besetzten Gartenrat (vier Frauen, vier Männer und die pädagogische Leitung des Familienzentrums) entgegenwirkt. Dort kommen Unmut und Ärger auf den Tisch und werden durch den zum Teil von Übersetzern unterstützten Dialog und die Auseinandersetzung mit demokratischen und traditionellen Werten bereinigt.
Der Garten steht auch den Teilnehmern des breit aufgestellten Kursangebotes der sozialen Einrichtung zur Verfügung. So wird beispielsweise an sonnigen Tagen auch mal der Mutter-Kind-Kurs in den Gemeinschaftsgarten verlegt. Geplant ist zudem, Kindern und Jugendlichen aus den umliegenden Schulen und Kindertagesstätten einen Zugang zum Garten und Gärtnern zu ermöglichen. Dieses Projekt hat die Jury des Hessischen Familienpreises durch und durch überzeugt. Sie prämiert es mit dem ersten Platz und 6.000 Euro Preisgeld.
https://www.lifepr.de/inaktiv/sparda-bank-hessen-eg/Hessischer-Familienpreis-2020-FamilienZentrum-Bad-Sooden-Allendorf-siegt-mit-Gemeinschaftsgarten/boxid/816440 (mehr …)
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FriedLandGarten sucht Anschlussfinanzierung
(Mail)
im April ist die dreijährige Anschubfinanzierung für unser Projekt ausgelaufen. Seit meiner Teilnahme an dem Seminar in Kassel 2016, von dem ich viele Impulse mitgenommen habe und das ich sehr bereichernd fand, auch weil ich mich mit meiner Idee verstanden fühlte und dann noch sicherer wusste, dass es gelingen kann. Wir konnten die Förderer LEADER, die Gemeinde Friedland und den Caritas-Nothilfefonds gewinnen und eine 32-Stunden-Stelle einrichten (die ich mir mit Doro Pohl teile), sind im April 2017 an den Start gegangen und dann ist das Projekt gewachsen und gewachsen. Viele Ideen haben wir umsetzen können und uns in der Region recht gut etabliert. Eine Anschlussfinanzierung ist aber nicht gelungen; mehrere Förderanträge wurden abgelehnt; nun sind Gemeinde und Landkreis eingesprungen und sichern den Fortbestand erstmal bis Jahresende (mehr …)
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Projektbesuche in Berlin Ende Sept 2020
Die Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg hat in einer Art Innenhof schon lange einen kleinen Garten. Dieser wurde bisher als Lesegarten genutzt, sprich zwischen verwilderten Blumenkästen stehen Stühle.
Über die Inititiative einer Gruppe namens Encounters (im Netz nicht gefunden) für die Bibliotheken im Bezirk kam es zu der Idee, aus dem Garten einen Gemeinschaftsgarten zu machen. Auch an einer anderen Bibliothek (Marienfelde) gab es daran Interesse. Über von dieser Gruppe akquirierte Gelder konnte durch soulgarden ein Workshop zu Bau von Hochbeeten und deren Bepflanzung stattfinden. Dann kam Corona und die interessierte Gruppe fiel ausienander. Nun ist noch eine sehr aktive Frau tätig und die Bibiotheksmitarbeiter*innen überlegen, wie sie den Garten und die Möglichkeit, sich hier einzubringen und mitzumachen, bekannter machen können. Sie haben keine Zeit, sich selber viel einzubringen und es gibt auch kein Budget. Doch sind sie sehr daran interessiert, dass der Garten genutzt wird. Eine Hürde ist, dsas der Garten nur durch die Bibilothek erreichbar ist, sprcih: nicht von außen. Vor der Bibiothek gibt es bisher keine Schilder, die Schilder/Hinweise in der Biblothelk hatte ich nicht gesehen.Der Gemeinschaftsgarten Flora in Zehlendorf ist auf einer bislang verwilderten, wild überwucherten bezirkseigenen Brache entstanden. Hier kann im Boden gegärtnert werden und es gibt sowohl kleine individuelle Beete als auch zwei Gemeinschaftsackerflächen, zwei Kompoststellen, eine große Feuerstelle, ein Baumhaus, einen selbst gebauten Raum (noch ohne Dach) fpr Versammlungen, einen Schuppen usw. Gelder für einen kleinen Zaun und erste Ausstattung gab es über FEIN-Mittel des Bezirks. Der Initiator ist sehr aktiv in einer BI, die „Wandel-Projekte“ in Zehlendorf anschiebt.
Bisher waren 6 anwohnende Familien sehr aktiv im Garten. Wegen Corona haben sie sich nicht getraut und wollen weiter abwarten, den Garten weiter bekannt zu machen und für ein Mitmachen zu werben. Das Konzept ist derzeit deshalb auch offen, es könnte je nach MItmacher*innen geschärft werden. Sie sind gut vernetzt in Zehlendorf und u.a. auch in Kontakt mit den Zehlenwaldlern, die ja auch Gartenprojekte aufgebaut haben. Ein Vorhaben ist noch, den Zaun zum angrenzenden Kirchengrund abzubauen und die Hälfte des Kirchengrundstücks zum Bürgerpark zu machen.Der neue Gemeinschaftsgarten Oyoun in Neukölln entsteht auf der großen Freifläche, die zum Haus gehört (Träger jetzt Oyoun, fr+her war hier die Werkstatt der Kulturen). Auf die Fläche kommt von direkt und durch dsa Haus. Hier ist ein Biergarten und es gibt eine kleine Bühne. Die Gruppe hat viel Müll aufgesammelt, ein paar Beete in der Erde angelegt, ein paar Hochbeete gebaut und einen Kartoffelturm. Es gibt schon einen Kompost, ein paar Skulturen und noch sehr viel Platz. Eine Seite des Gartens geht steil nach oben, hier frührt auch eine Treppe ins Nichts. Terassenbeete hatten sie hierfür angedacht, doch das ist noch ferne Zukunft. Permakultur, Angebote für Kinder, Veranstaltungen zusammen mit dem Träger sind weitere Planungen (die bald realisiert werden könnten) Auch hier ist es so, dass neue Mitgärtnber*innen nicht sehr aktiv geworben werden wegen Corona.
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Dresden: Lobbyrabeit des Netzwerks der Gärten
(POst von Volker auf CP)
Durch kontinuierliche Lobbyarbeit des Gartennetzwerk Dresden und einen entsprechenden Stadtratsbeschluss werden Gemeinschaftsgärten nun stäker geördert. Es gibt eine Personalstelle im „Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft“ die für die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaftsgärten zuständig ist. Herr Viertel gestaltet die Zusammenarbeit sehr hilfsbereit und freundlich. Es gibt ein festes Budget von ca. 10.000 € (abhängig von Haushaltssperre) für die Erstellung und Unterstützung von Gemeinschaftsgärten. Bei Neuanlage von Grünflächen fordern die Bürger immer mehr Gemeinschaftsgärten oder Flächen zur Gärtnerischen Nutzung.
Dadurch sind dem Zukunftsstadtprojekt „Essbares, öffentliches Stadtgrün“ 3 Flächen von der Stadt vorgestellt worden, die wir als Gemeinschaftsgarten aufbauen können. Das ist an der Magdeburger Straße in Dresden nahe der Dresdener Mühle und dem Alberthafen der Garten „Alberthafen“ und in der Gehestraße der dort in diesem Monat neu eröffnende Garten. Ein Infogarten an der Waldschlösschenbrücke wird gerade noch vom amt für Stadtgrün betreut und von 2 Anglervereinen, dem Stadtgärten e.V. und dem Kleingärtnerverein „Erlenweg“ e.V. unterstützt und soll in 2 Jahren ein öffentlicher, gemeinschaftlicher Garten werden. -
Gemeinschaftsgarten in Tübingen: Kooperation von Obst- und Gartenbauverein und Stadtteiltreff
(ANtworten/Antrag)
- Wie groß ist die Fläche des Gemeinschaftsgartens und wem gehört sie?
Die Gartenfläche beträgt 1195qm, wie in der Garteninformation bereits angegeben. Der Garten gehört dem Obst- und Gartenbauverein Tübingen e.V., der im vergangenen Jahr auf den Stadtteiltreff Wanne e.V. zugekommen ist mit der Frage, ob der Stadtteiltreff Wanne an der Bewirtschaftung und Pflege des „Lehrgartens des OGVs“ interessiert sei. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Gartens habenTeilnehmerInnen des Stadtteiltreffs zugestimmt, den Garten zur Bewirtschaftung und Pflege zu nutzen. Mit eine Rolle hat die Tatsache gespielt, dass in unserem Stadtviertel mehrere Unterkünfte für Geflüchtete errichtet worden sind und wir hier die Möglichkeit sahen, über das Gärtnern Kontakt zu Geflüchteten zu bekommen und deren Inklusion im Stadtteil zu fördern. Ein Geflüchteter aus Afrika ist seither aktiver Teilnehmer. Weitere Geflüchtete aus Syrien haben Kontakt mit uns aufgenommen und sind an einer Zusammenarbeit im Gemeinschaftsgarten interessiert.
Wie ist die vertragliche Regelung für die Fläche? Muss Pacht gezahlt werden? Gibt es eine Nutzungsbefristung?
Es gibt von der Mitgliederversammlung des OGV Tübingen den Beschluss, den Lehrgarten dem Stadtteiltreff Wanne zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. Auflagen,bis auf die Ausgabe von Schlüsseln zum Zuganng des Gartens (Mitgliedschaft im OGV) wurden nicht erteilt. Es fällt keine Pacht an und die Nutzung wurde nicht befristet.
Ich erlaube mir anzumerken, dass der OGV dankbar dafür war, dass er einen Partner gefunden hat, der die Arbeit, die dieser Garten verursacht, von GartenfreundInnnen übernommen wurde, da die Mitglieder des OGV angesichts der demographischen Entwicklung mit der Bewältigung der Pflege der eigenen Grundstücke voll ausgelastet sind.
- Wie ist die Fläche beschaffen und was war vorher auf der Fläche?
Es handelt sich um ein Hanggrundstück. Darauf befinden sich ca. 12 Obstbäume (vorwiegend Apfel-, aber auch Mirabellen- und Zwetschgenbäume, Kirschbäume) und einige Beerensträucher, die gepflegt und/oder ersetzt werden müssen. Desweiteren etwas Spalierobst. Die Magerwiese ist überdüngt, da die Mahd nicht abgeräumt wurde. Wir haben vergangenes Jahr begonnen, die Wiese mit der Sense zu mähen und haben Heu produziert und die Mahd zum Mulchen eingesetzt.
- Wie groß ist die Gruppe der Gärtner*innen und wie setzt sich diese Gruppe zusammen?
Die Gruppe der GärtnerInnen umfasst 10 Aktive. Bis auf Australien sind alle Kontinente vertreten. Es sind 2 Familien mit kleinen Kindern, 2 Alleinerziehende mit einem Kind, ein Inder mir Kind, ein Mexikaner mit Partnerin, ein geflüchteter aus Afrika und 3 RenterInnen aus der Tübinger Nordstadt, darunter ich selbst.
- Woher haben die Gärtner*innen von dem Gemeinschaftsgarten erfahren und wie können weitere Interessierte mitmachen?
Über den Stadtteiltreff Wanne erfahren die AnwohnerInnen über das Gemeinschaftsgartenprojekt. Ebenso werden Geflüchtete in unserem Stadtteil über die für diese Aufgabe verantwortliche städtische Beauftragte über die Möglichkeit des Engagements in unserem Garten informiert.
- Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele weitere Beete gibt es ggf?
Letztes Jahr haben wir zwei Hochbeete von „Geflüchteten am Werk“ gekauft. Ein Mauerhochbeet haben wir im Frühjahr selbst errichtet. Ein erneuerungsbedürftiges Hochbeet haben wir vorgefunden. Momentan errichten wir ein Palettenhochbeet. Insgesamt wollen wir sechs Hochbeete bauen, um die Bepflanzungen von Jahr zu Jahr von einem zum anderen Hochbeet entsprechend der Fruchtfolge bewirtschaften zu können.
- Gärtnert die Gruppe gemeinschaftlich oder gibt es (auch) individuelle Beete/Flächen?
Dieses Jahr war es uns Corona-bedingt verwehrt, gemeinschaftliche Aktionen durchzuführen. Alle TeilnehmerInnen haben mal das eine oder andere in den Hochbeeten gepflanzt oder gesät. Dies soll im nächsten Jahr wieder anders werden, wie wir am vergangenen Samstag bei einem gemeinschaftlichen Gang durch den Garten besprochen und protokolliert haben. Individuelle Beete/Flächen sind nicht vorgesehen. Entsprechende Anfragen von InteressentInnen hinsichtlich einer individuellen Bewirtschaftung haben wir negativ bescheidet. Das gemeinschaftliche Bepflanzen und ebenso das Ernten sind das gemeinsame Ziel. Das hat dieses Jahr auch ohne Ernteregelung unstrittig funktioniert.
- Gibt es auch Sitzmöglichkeiten/einen Aufenthaltsplatz/einen Grillplatz oder ähnliches?
Es gibt eine Hütte mit Stromanschluss, Gartentisch und – bänke. Wir haben eine Grillschale, die wir nach getaner Arbeit letztes wie auch dieses Jahr zweimal in Gebrauch genommen habe. In der Hütte gibt es Geschirr und Besteck.
Woher kommt das Wasser?
Wir sammeln Wasser von der Dachfläche der Hütte. Bisher nur eine Dachhälftel effektiv in eine 1000 liter Wassertonne. Das Regenwasser der anderen Dachfläche leiten wir bisher provisorich in 2 größere Bottiche ab. Aufgrund der Regenknappheit war das Regenwassersammeln für die Bewässerung der Hochbeete nicht ausreichend. Deshalb soll die zweite Dachhälfte noch an die Wassertonne angeschlossen werden.
Über das Nachbargrundstück haben wir aber einen Wasseranschluss, der mit einem Wasserzähler versehen ist, so dass wir ggf. darauf zurückgreifen können. Dieser Jahr mussten wir bereits ca. 7 Kubikmeter Wasser abzapfen. Der Anschluss der zweiten Dachhäfte könnte bei ausreichender???? Regenmenge, die Bewässerung weitestgehend sicherstellen.
- Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie kommen die Gärtner*innen dort dann jederzeit ran?
Es gibt einen kleinen Geschirrschuppen, indem sich die Gartengeräte befinden. In der Gartenhütte sind zwei abschließbare Abstellkammern, in der sich weitere Gartengeräte befinden. Wir haben die Regelung aus versicherungstechnischen Gründen und entsprechend der Satzung des OGV getroffen, dass alle GemeinschaftsgärtnerInnen, die dem OGV beitreten, einen Schlüssel für den Garten und die Hütte bekommen. Von den aktiven GemeinschaftsgärtnerInnen haben bisher 8 Schlüsselgewalt, um Zugang zum Gartengrundstück und damit auch zu den Gerätschaften zu bekommen.
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Himmelbeet: noch eine Saison auf dem Ruheplatz
(alerts)
Der Himmelbeet-Garten kann eine weitere Saison bleiben. Die Baumaßnahmen für den sogenannten Safe-Hub an der Schulstraße Ecke Ruheplatzstraße beginnen nicht vor Herbst 2021. Eine Fernwärmeleitung liegt im Weg.
Der Bau des geplanten Fußball-Bildungszentrums auf dem Grundstück des Gemeinschaftsgartens Himmelbeet verzögert sich erneut. Ende dieses Jahres sollte es eigentlich losgehen, so der bisherige Stand. Doch nun muss die Entwurfsplanung überarbeitet werden. Erst dann kann der Bauantrag gestellt und vom Bezirksamt genehmigt werden.
Grund für die Verzögerung ist ein technisches Problem. „Wir haben im Zuge des Genehmigungsverfahrens festgestellt, dass eine riesige Fernwärmeleitung entlang des Grundstücks im Boden verläuft“, informiert Jasmina Crna, Projektleiterin bei der gemeinnützigen Amandla GmbH, die in Wedding Europas erstes Fußball-Bildungszentrum errichten will. Nun liegt besagte Fernwärmeleitung im Weg. Die ist alt, in Beton gegossen und versorgt unter anderem die Volkshochschule. „Sie zu verlegen können sich weder wir noch das Bezirksamt leisten“, sagt Jasmina Crna. Einzige Lösung: Das Bildungszentrum muss um einige Meter nach hinten verschoben werden, also weg von der Schulstraße. Amandla hat damit jetzt ein Architekturbüro beauftragt. Bis Dezember will man dann den Bauantrag einreichen, so die Projektleiterin. „Mit den bauvorbereitenden Maßnahmen werden wir voraussichtlich nicht vor Herbst 2021 beginnen können.“
Noch keine Ersatzfläche gefunden
Der soziale Gemeinschaftsgarten Himmelbeet, der das Grundstück an der Ruheplatzstraße belegt, hat jetzt also noch einmal eine Gnadenfrist bekommen. Der Nutzungsvertrag wäre Ende Oktober ausgelaufen. „Für unsere Nutzer ist das eine schöne Nachricht“, sagt Maria Stieger vom Himmelbeet-Team. Für das Team selbst sei es allerdings etwas schwieriger. Denn auf der Gartenfläche müsste viel getan werden. „Wir haben sozusagen einen Baustau, den wir innerhalb eines Jahres nur unschwer angehen können.“ Einen alternativen Standort hat das Himmelbeet auch immer noch nicht gefunden. Die Fläche am Mettmannplatz stehe wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn wahrscheinlich bis 2024 nicht zur Verfügung, auch wegen der dichten Baumvegetation, so Stieger. „Wir sind mit der Bahn im Gespräch, und auch das Bezirksamt prüft wohl Alternativen.“
Wie berichtet, hatte der Bezirk Amandla das 4100 Quadratmeter große Grundstück 2018 kostenlos für 30 Jahre verpachtet. An der Ruheplatz-staße soll ein multifunktionales Fußball-Bildungszentrum entstehen mit Duschen und Umkleiden für den Fußballbetrieb im Erdgeschoss, einer Sporthalle zum Beispiel für Karate- oder Gymnastikkurse und mehrere Schulungsräume. Amandla kooperiert mit zahlreichen Partnern, die im sogenannten Safe-Hub Angebote für Kinder und Jugendliche machen wollen – für Fußball, Sport, Freizeit, Kultur, Bildung und Beratung. Auch eine Jobcenter-Dependance ist dort angedacht. Das Safe-Hub ist bisher mit vier Millionen Euro veranschlagt. Mehrere Stiftungen wie die Beisheim-Stiftung, die DFL-Stiftung und die Coca-Cola-Stiftung unterstützen das Vorzeigeprojekt von Amandla. Auch Torwart-Titan Oliver Kahn ist mit seiner gleichnamigen Stiftung dabei.
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Finanzierung für Friedlandgarten läuft aus
(alerts)
Im Juli endete für den FriedlandGarten die dreijährige Förderphase durch das EU-Programm LEADER und die Gemeinde Friedland als Hauptgeldgeber.Friedland – Jetzt suchen die Akteure nach Wegen, das erfolgreiche Projekt auch in den kommenden Jahren weiter finanzieren zu können.
„Der FriedlandGarten hat sich zu einem ganz besonderen Ort entwickelt“, sagen die beiden Projektkoordinatorinnen Heidrun Mitze und Dorothee Pohl. Seit dem Start 2017 hätten „viele hundert Menschen“ – einheimische wie geflüchtete – den Garten in seiner vielseitigen Ausrichtung mitgestaltet.
„Gemeinsam wurde eine interkulturelle Begegnungsstätte geschaffen, die Frieden und Verständigung stiftet und gleichzeitig ein weitläufiger Garten-, Naturschutz-, Lern- und Naturerlebnisraum für Kinder und Erwachsene ist“, sagt Heidrun Mitze.
Neben den regelmäßigen offenen Gartentagen habe es in den vergangenen drei Jahren ein vielfältiges Kurs- und Seminarangebot etwa zum Imkern, dem Sensen oder Wildkräutern gegeben, an dem zahlreiche Menschen aus der Region teilnahmen.
„Inzwischen haben der Landkreis Göttingen und die Gemeinde Friedland zugesichert, das Projekt bis Ende dieses Jahres zu unterstützen“, sagt Heidrun Mitze, die dafür genau wie ihre Kollegin ebenso dankbar sei wie für zusätzliche Spendengeber durch die Sparkasse Göttingen und die VR-Bank in Südniedersachsen.
Bislang war der interkulturelle Gemeinschaftsgarten, dessen Träger die Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Südniedersachsen ist, neben dem LEADER-Programm (98 000 Euro) und der Gemeinde Friedland (25 000 Euro) auch durch den Nothilfefonds der Caritas (Bistum Hildesheim) sowie der ADM-AG aus Hamburg finanziert worden.
„Nach dem Auslaufen der Förderung sind nun für den langfristigen Erhalt des interkulturellen Gartenprojekts weitere Fördermittel nötig“, betont Dorothee Pohl.
Denn sowohl für die Planung, die Organisation und die Bewirtschaftung des 8000 Quadratmeter großen Gartengrundstücks als auch für die Betreuung der teilnehmenden Menschen sei eine intensive hauptamtliche Begleitung nötig.
„Ziel des Projekts bleibt es, Begegnung und Verständigung zwischen den Kulturen zu fördern, Grundsteine für die Integration von Geflüchteten zu legen und Natur- und Gartenerlebnisse für jedermann zu ermöglichen“, so Pohl.
„Als 2016 der Antrag bei der LEADER-Gruppe einging, waren alle total fasziniert von der Idee“, sagt Kreisrätin und LEADER-Aktionsgruppenvorsitzende Christel Wemheuer. „Das ist ein Projekt, das nicht nur alle Ziele, sondern auch die Herzen aller Beteiligten erreicht hat“, lobte sie.
„Bei den aktuellen Akteuren ist der FriedlandGarten in sehr guten Händen und eigentlich kann es gar nicht anders sein, als dass es hier weiterläuft“, so Wemheuer.
Auch Kreisrat Marcel Riethig gerät ins Schwärmen. „Dies ist ein wunderbarer Flecken Erde, der perfekt zur Gemeinde Friedland passt“, sagt er. Bürgermeister Andreas Friedrich will sich persönlich für den Fortbestand des Gartens einsetzen.
„Wir haben gemerkt, wie viele Menschen hiervon profitieren“, sagt er. „Ich werde mit allen Mitteln dafür kämpfen, dass wir auch 2021 und 2022 die Finanzierung hinbekommen.“
https://www.hna.de/lokales/goettingen/friedland-ort108199/geldsuche-fuer-den-interkulturellen-garten-90042220.html (mehr …)
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Gemeinschaftsgarten Biesdorf: Waldtiere ernten mit
(Mail)
Dem Garten geht es gut. Es wächst und gedeiht, wenn man sich an gärtnerische Grundregeln hält. Aber wenn mal was schief geht, lernt man draus. Das ist vor allem bei „Neugärtnern“ manchmal ein schmerzhafter Prozess.
In diesem Jahr gibt es viele Äpfel, dafür kaum Mirabellen und Pflaumen (Spätfrost und schwaches Jahr – wir hatten vergangenes Jahr reichlich, dafür aber kaum Äpfel). So wechselt das halt ab. Ich habe schon wieder verschiedene Sorten Marmelade gekocht.Am 11.10. machen wir unser kleines Herbstfest mit großem Suppentopf aus Gartenprodukten. Am 04.10. sind wir Endstation einer Fahrradtour im Rahmen einer Ausstellung im Schloß Biesdorf (City (un)limited). Es ist auch in diesen Zeiten immer etwas los, nur etwas anders als vorher. Wichtig sind die Sozialkontakte und dass die Gartenaktivisten weiter an ihren Ideen basteln. Es müssen nicht immer alle gleichzeitig da sein, es geht auch anders.
Auch die Bienen hatten ein gutes Jahr. Es gibt Biesdorfer Honig von Bienen, die im Gemeinschaftsgarten ihr Domizil haben. Martin (unser Freizeitimker) ist mit dem Garten zufrieden und wir bemühen uns immer etwas am Blühen zu haben, was im Spätsommer und Herbst doch eine Herausforderung an diesem Standort ist.
Dank unserer Kamera wissen wir auch, wer unseren Mangold mag oder Bohnenkeimlinge. Wir haben Rehe, Wildschwein, Waschbär und Fuchs vor die Linse bekommen. (mehr …)
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GG Onkel Anton: viele neue Leute
(mail)
Corona hat uns dieses jahr sehr viele neue Mitglieder gebracht auch wenn alle unsere gemeinsamen Aktionen natürlich gecancelt werden mussten. Langsam können wir wieder etwas Gemeinschaft im Garten erleben aber vermutlich erst wieder nächsten Jahr so richtig. -
Große Gruppe im IG Regensburg
(Mail)
Wir sind ziemlich gewachsen dieses Jahr, ich schätze etwas zwischen 60 und 75 Leute. Außerdem haben wir eine zweite Fläche dazu bekommen (insgesammt jetzt 800 m2) auf der wir mit Fördergeldern von der Postcodelotterie u.a. einen kleinen Gemeinschafts-Werkstadt-Schuppen bauen mit Photovoltaikpannels.Im Frühjahr hatten wir einige Permakulturseminare von Sarah Daum und Harald Wedig. I (mehr …)
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InterKulturGarten Pfaffenhofen bekommt nach 7 Jahren schriftlichen Vertrag
(Mail)
Es war immer schon – seit Gründung 2013! – vereinbart einen schriftlichen Vertrag aufzusetzen. Die bisher Verantwortlichen der Stadt haben sich einfach keine Zeit dafür genommen.„Eilt ja nicht“ und „Wird schon noch“ waren z.B. Antworten auf unsere Nachfragen. Jetzt hat es einen Wechsel in der Hauptverantwortlichkeit für das Grundstück gegeben. Das ist wohl der Grund, dass
es jetzt schriftlich wird (mehr …)
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Wilde17 baut mobile Küche
(Antrag/Antworten)
In dieser Gartensaison wurden durch die engagierten Gärtner*innen mehrere Bauprojekte in Angriff genommen. Die Projekte befinden sich zum Teil bereits in der Bauphase, für andere Projekte werden aktuell die Weichen für eine erfolgreiche Umsetzung geschaffen (siehe Tabelle 1).
Unser Garten ist im Kiez vielfältig vernetzt und interagiert mit Projekten (wie AUCH und Süß & Salzig), Schulen und anderen Treffpunkten (Lobe-Haus), weiteren Akteuren im Bildungssektor (Mädchenprojekt Mädea) und den Lernwerkstätten der Lichtburgstiftung. Wir haben uns dem Nachbarschaftsverein Soldiner Kiez e. V. als Projekt angeschlossen, über den wir den jährlichen Nutzungsvertrag mit dem Bezirk abschließen.Ziel des hier vorgestellten Bauprojekts ist die Erschaffung einer mobilen Küche für die Wilde 17. Im Rahmen dieses Bauprojekts sollen gebrauchte Module einer ehemaligen Gastroküche mit Hilfe diverser Baumaterialien und dem handwerklichen Engagement der Wilden 17 Gärtner*innen zu einer mobilen Küche aufgebaut werden. Mobil bedeutet in diesem Zusammenhang, dass alle Teile der Küche transportabel sind, so dass sie sowohl, je nach Bedarf im Garten selbst verschoben werden können, als auch, dass Sie bei Notwendigkeit eines potentiellen Umzugs der Wilden 17 auf ein anderes Grundstück, weiter zum Einsatz kommen kann. Zusätzlich sollen alle Module so aufgebaut sein, dass Sie platzsparend verstaut werden können und die Größe der Küchenelemente im Einsatz, dem jeweils aktuellen Einsatzzweck angepasst werden können. Alle Bautätigkeiten werden durch die Gärtner*innen der Wilden 17 umgesetzt.
2.2 Nutzung der mobilen Küche
Naturgemäß sind die Themen Garten, Ernte, Ernährung und damit auch die Verarbeitung von Lebensmitteln eng miteinander verknüpft. Kaum ein Lebensraum verbindet die Elemente Gemeinschaft, Natur und Umwelt, nachhaltige Lebensweise, so effektiv miteinander wie ein Gemeinschaftsgarten. Schon heute wird mit viel Herzblut und Improvisationsgeist in der Wilden 17 gemeinsam geerntetes Gemüse zubereitet und gegessen. Die Gruppengrößen variieren hier von spontaner kleiner Abendrunde zu dritt bis zu gut besuchten, öffentlichen Veranstaltungen.
Im Rahmen dieser Aktionen entstanden einige weitere Ideen, wie das gemeinsame Konservieren geernteter Früchte und öffentliche Workshops zu den Themen Lebensmittel konservieren, Herstellung von Sirup, Kochen mit frischer Ernte, Fermentieren.
Insbesondere alle Initiativen, wie öffentlicher Brunch, kulinarische Versorgung anderer öffentlicher Veranstaltungen im Garten und die Durchführung von „Mitmach-Worshops“ für die Nachbarschaft übersteigen die
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aktuelle Ausstattung des Gartens mit Küchenmobiliar und Ausrüstung. Sowohl die bereits stattfinden Events als auch die hochmotivierten Pläne der Gärtner*innen und die erwähnten Grenzen durch die vorhandene Ausrüstung führten zu der Idee einer mobilen Küche.
In Kombination mit dem bereits geförderten Lehmofen ermöglicht uns die mobile Küche die Umsetzung diverser kreativer Ideen zur Begleitung von Veranstaltungen z.B. auf unserer neuen Bühne, Workshops, Gartenfeste und andere Nachbarschaftsinitiativen.
2.3 Bauplan und Planungsteam
Für die Umsetzung der Idee wurde ein konstruktives und – wie in der Wilden 17 üblich – von Diskussionskultur und lösungsorientierter Vision inspiriertes Planungs-Team gegründet.
In diesem Team wurde ein Bauplan entwickelt, welcher die Verwendung gebrauchter Module von Gastroküchen beinhaltet. Es handelt sich hierbei um 2 Edelstahl Arbeitsflächen mit Tischbeinen und einem Tresen-Modul, welches eine Spüle enthält und einen sicheren Wasseranschluss ermöglicht. Diese Teile sollen als fertige Teile in das Gesamtkonzept integriert werden, um die notwendigen Voraussetzungen bezüglich Hygiene in der Lebensmittelverarbeitung zu gewährleisten. Eine rudimentäre Grundausstattung ist bereits vorhanden und wird als Eigenanteil, in das Küchen-Konzept einbezogen. Auch diverse Baumaterialien im Wert von voraussichtlich ca. 600 Euro werden als Eigenanteil aus Spendengeldern finanziert.Aktuell sind in der Küchenbau-Gruppe 11 Gärtner*innen angemeldet, erfahrungsgemäß werden nicht alle wirklich mitbauen, Aber mit 6-9 Mitbauenenden in Aktion rechnen wir auf jeden Fall.
– sind da Nachbar*innen eingeladen/ladet ihr Nachbar*innen dazu ein?
· Ja, immer. Bevor es aktiv losgeht wird die Aktion über nebenan.de, und Mailverteiler angekündigt. Wer Lust hat mitzumachen ist immer herzlich eingeladen.
– baut ihr auf eurer Fläche?
· Ja, wir bauen auf unserer Fläche. Das Ergebnis soll aber auf jedenfall transportabel sein, damit wir im Fall der Fälle, dass wir irgendwann den Standort wechseln müssen, die Küche mitnehmen können. „Mobil“ ist auch eine Auflage des Bezirks, für alles was wir auf dem Grundstück bauen.
– wo bekommt ihr das Werkzeug her oder habt ihr alles, was ihr braucht?
· Einen Teil Werkzeug haben wir inzwischen fest da. Anderes Werkzeug wird privat mitgebracht. Es wurde gerade ein anderes Bauprojekt fertiggestellt – eine kleine Bühne, die wir in Zusammenarbeit mit einem Theaterprojet aus dem Kiez gebaut haben – und ein anderes Projekt ist fast fertig – unser Lehmofen – durch diese Projekte sind wir mit Werkzeug und tatkräftigen Leuten gerade erfreulich gut aufgestellt.
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Stubengarten: Teil der „Guten Stube“ München
(Projektbesuch)
In München hat eine Gruppe von Leute, die im Mai 2018 im Petuelpark mit einem „mulifunktionalen“ Bollerwagen ein aktives Kaffeekränzchen für Senior*innen und andere als Treff- und Anlaufpunkt ins Leben gerufen haben, im Oktber, als sie auf der Suche nach einem Unterstand des „Stüberls“ waren, die Nutzung eines leerstehenden Klosters nebst Garten angeboten bekommen. Das (marode) Gebäude hat 6.500m². Sie haben zugeschlagen und nun entsteht hier Zug um Zug, Raum um Raum „Die gute Stube – für Senioren und alle, die es werden wollen“. Ziel ist, Senior*innen die Möglichkeit zu geben, aktiv zu bleiben, Anschluss zu finden, ihre Hobbies weiter zu machen, indem ein Treffpunkt gemeinsam gestaltet wird. Herzstück war bisher das gemeinsame Kpchen (mit Produkten aus dem Garten) und Essen, doch wegen Corona liegt das und auch vieles anderes brach, wie z.B. Werkstätten. Da haben sie bisher eine für Holz, eine „Bastelsube“, eine „Papierstube“, bald ist ein Nähatelier geplant. Jede*r kann sich einbringen, aktiv werden, mit anpacken, eigene Ideen verwirklichen oder einfach nur kommen und andere treffen.
Ein Teil der Stube ist der Stubengarten. Der ist nach wie vor geöffnet, derzeit bei gutem Wetter Do – Sa nachmittags. Ein wunderschönes, großes Gelände mit altem Baumbestand und Rasen – und Hochbeeten, Kompstecke, Tomatenhäuschen etc. Gepflegt wird der von allen, die da Lust zu haben. U.a. bringt sich eine ältere o´pflanzt is Gärtnerin sehr ein.
Finanziert wird das Projekt durch Spenden und Anträge (Deutsche Postcode zahlt Heizung z.B.), es gibt keine Stellen, alles wird ehrenamtlich gemacht.
Wie lange sie bleiben können, ist unklar. Es ist eine Zwischennutzung. (mehr …) -
Ein neuer IG entsteht in Berlin
(Antrag/Antworten)
Dem Projektträger Oyoun steht neben dem Gebäude in der Wissmannstraße 32 auch die dazugehörige Fläche zur Nutzung zur Verfügung. Für das Gebäude inklusive Gartenfläche besteht ein unbefristeter Mietvertrag zwischen dem Land Berlin und der Kultur NeuDenken gUG. Ziel ist es die Gartenfläche in Form eines Gemeinschaftsgartens zu entwickeln. Hierfür hat sich eine „externe“ Gruppe bereit erklärt, die Entwicklung des „Gemeinschaftsgartens Oyoun“ umzusetzen. Die Gruppe um den Gemeinschaftsgarten ist zusammengesetzt aus queer*feministischen und migrantischen Personen. Darunter auch Personen welche bereits an der Entwicklung eines Gemeinschaftsgartens beteiligt waren und zum Thema forschen.
Die Gartengruppe ist aktuell aus einer „losen Gruppe“ zusammengesetzt und soll sich langfristig über einen Verein institutionalisieren (siehe unten). Die Gartengruppe trifft sich zu
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festen Gartenarbeitszeiten und alle zwei Wochen für ein zusätzliches Planungstreffen, um hier anstehenden Aufgaben und Organisatorisches zu besprechen. Entscheidungen werden nach demokratischen Verfahren getroffen. Sowohl die Gartenarbeitstage als auch die Planungstreffen sind für alle Interessierten offen (Einschränkungen bestehen aktuell im Zusammenhang mit der Eindämmung des Coronavirus, siehe weiter unten).
Das Konzept des Gartens sieht eine „vollständig gemeinschaftliche“ Nutzung vor. Das bedeutet, dass es keine individuell genutzten Beete gibt, sondern die gesamte Fläche gemeinschaftlich an den zusammen festgelegten Gartenarbeitstagen bewirtschaftet wird. Der Garten soll soweit wie möglich barrierefreie ausgerichtet werden.
Die Bewirtschaftung des Gartens richtet sich im Allgemeinen nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Dies umfasst unter anderem den Verzicht auf chemisch–synthetische Dünge– und Pflanzenschutzmittel und die Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft. Als die nachhaltigste Form der Gartenbewirtschaftung sollen verschiedene Methoden der Permakultur angewandt werden –– beispielsweise über Zonen– und Sektorenplanung durch u.a. mobile Hochbeete, Kräuterschnecken u.s.w.. Insgesamt sollen neben Nutzpflanzen auch Zierpflanzen als Nahrungsquellen für Insekten Einzug in den Garten finden. Bei der Auswahl von Saatgut und Jungpflanzen wird auf ökologisches, sorten- und samenfestes Saatgut, sowie bevorzugt alte und regionale Sorten geachtet. Die Produktion von eigenem Saatgut ist ebenfalls angedacht. Für möglichst geschlossene Kreisläufe innerhalb des Gartens ist bereits ein Komposthaufen angelegt worden. Um den Gedanken einer Kreislaufbewirtschaftung auch in Bezug auf die Kompostierung möglichst weitreichend umzusetzen, werden auch die kompostierbaren Küchenabfälle der Küche des be´kech Anti–Cafés gesammelt und zur Gartenkompostierung verwendet. Mit Bezug auf die Bewässerung ist eine möglichst vollständige Bewässerung in Form von Regenwasser als auch die Aufzucht von Bienenvölkern und die Kultivierung von Regenwürmern geplant (teils noch Rücksprache mit der Verwaltung notwendig). Weitere Inhalte des Gartens sind die Errichtung von Insektenhotels und Nistkästen, einer Trockenmauer, das Anlegen von Heil– und Färberpflanzen. Auf vielfältige Weise wird so die Biodiversität im urbanen Raum erhöht.
Die gemeinsam erwirtschaftete Ernte soll vordergründig den Gärtner*innen zur Verfügung stehen und im besten Fall durch z.B. gemeinsame Grillabende vor Ort zusammen verzehrt werden. Weiterhin ist angedacht ein Teil der Ernte gemeinsam zu verarbeiten und so z.B. in Form von Workshops verschiedene Formen des Haltbarmachens auszuprobieren.
Insgesamt wird dem Wissenstransfer im Garten eine bedeutende Rolle beigemessen. Wissen soll praxisnah durch u.a. Workshops (z.B. Brot backen im eigenen Lehmofen, Einmachen, Düngemittel selbst herstellen, etc.), Führungen oder kulturelle Veranstaltungen allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Kooperationen mit anderen Institutionen (Kindergarten, Schulen, kulturelle Zentren) sind hierbei geplant und die Aktivierung der Nachbarschaft bereits am Laufen.1. – wie ist die Fläche beschaffen (könnt ihr da z.B. auch in der Erde
gärtnern?) und wird auf der Gesamtfläche noch was anderes als der Gemeinschaftsgarten sein?
->Die Gesamtfläche wird gemeinschaftlich von Oyoun, dem be´kech Anti- Café und dem Gemeinschaftsgarten genutzt.
Die Fläche des Gemeinschaftsgartens liegt hinter dem eigentlichen Gebäude von Oyoun. Aus dem Gebäude kommend ist man vorerst auf der „Terrasse“, einer ebenerdigen Fläche mit Kiesuntergrund (ca. 200 – 250 qm). Rechts davon ist ein kleiner Teil versiegelter Fläche mit Kopfsteinpflaster. Ringsherum um die Terrasse befindet sich Rasen sowie Bäume und Sträucher. Hier steht zudem eine Bühne, die Oyoun unter anderem für ein Kinderprogramm und weitere Veranstaltungen nutzt. Der hintere Teil des Geländes (ca. 5 m bis zum nächsten Gebäude) ist dicht mit Sträuchern bewachsen.
Auf der „Terrasse“ stehen ca. 6 Bierzeltgarnituren. Die Fläche wird auch von den Gästen des Cafés und für Veranstaltungen von Oyoun genutzt. Hier sollen vereinzelt noch Hochbeete in Form von Palettenaufsatzrahmen ins Bild integriert werden.
Auf der Rasenfläche können wir direkt in der Erde gärtnern und haben auch erste Blumenwiesen sowie ein Hügelbeet mit Kürbissen angelegt. Eine Bodenanalyse für die weitere Bewirtschaftung ist angedacht. Wir setzten vermehrt auf Hochbeete mit Palettenaufsatzrahmen, um den Garten mobil und – für die vielfältige Veranstaltungen von Oyoun – dynamisch zu halten. Der Garten soll mit den verschiedenen kulturellen Veranstaltungen von Oyoun im Einklang stehen und sich ins Bild einfügen.
Die Gartenfläche sowie das Gebäude stehen unter Denkmalschutz, weshalb ggf. der Garten nur mobil angelegt werden darf. Wir warten diesbezüglich noch auf eine endgültige Antwort.
2. – ist die Fläche umzäunt? Gibt es ein Tor o.ä.? Ist der Garten immer offen und wenn nicht, wie kommen die Gärtner*innen und Interessierte jederzeit in den Garten?
-> Die Fläche ist vollständig umzäunt. Es gibt ein großes und ein kleines Tor , die zugleich die Zugänge zum Gebäude und zum Café darstellen. Die Zugänglichkeit des Gartens ist somit identisch mit den Öffnungszeiten des Cafés und des Gebäudes, die abendliche Schließung des gesamten Ensembles erfolgt gegen 20.00 Uhr von Montag bis Sonntag.An den Gartenarbeitstagen bleiben die Tore bis 22 Uhr offen und werden durch den Schließdienst abgeschlossen.
5. – Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?
-> Es gibt einen abschließbaren Lagerraum, in dem Materialien und Geräte untergebracht werden können. Die Mitarbeiter*innen von Oyoun oder die Hausmeister ermöglichen uns auf Nachfrage den Zutritt.
6. – Für wie viele Hochbeete sind die beantragten Materialien berechnet, die kommen dann also zu den sechs noch dazu? Wie viele Beete plant ihr insgesamt?
Die Kosten sind für 15 weitere Hochbeete dieser Art kalkuliert. Insgesamt planen wir rund 30 Hochbeete durch Aufsatzrahmen. Plus weitere Beete wie Kartoffelturm und Hügelbeete (je nach denkmalschutzrechtlicher Genehmigung).
8. – Was für eine Art von Bewässerung plant ihr? Wo kommt das Wasser her?
-> Die Bewässerung soll soweit wie möglich mit Regenwasser erfolgen.
Das Gebäude verfügt über eine große Dachfläche, allerdings wird das Regenwasser bisher nur abgeleitet. Eine Regenrinnenklappe zum Auffangen des Regenwassers ist geplant (Finanzierung durch Oyoun. Siehe auch oben). Aktuell gießen wir leider ausschließlich über Grundwasser.
-> Wer wird an den Bauvorhaben beteiligt sein und wie können möglichst viele (also mehr als die Leute der Kerngruppe) da mit machen?
NR: Wir werden bei Bauvorhaben und ähnlichem über Instagram und einen Aushang im Café-Bereich auf die Aktion aufmerksam machen. Dies ist auch bereits bei dem Bau der ersten Beete so erfolgt. Eine Überlegung ist zudem über Flyer auch die erweiterte Nachbarschaft für die Teilhabe am Gemeinschaftsgarten zu gewinnen (in Abhängigkeit der Entwicklung der Pandemie). Auch durch Gespräche mit den Gästen des Cafés konnte bereits Interesse an der Mitarbeit im Garten gewonnen werden, hier kam es schon häufiger zur spontanen Beteiligung durch Kinder und deren Eltern.
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PAT-Garten in Reegensburg wird gut genutzt
(Antrag und Antworten)
Die Bekanntheit unseres Nachbarschaftsprojektes steigt und viele Gärtner*innen nutzen die Hochbeete bereits intensiv, um sich mit frischem Gemüse, Obst und Kräutern zu versorgen, sodass wir in der vergangenen Gartensaison einige Anfragen für Beetpatenschaften nicht erfüllen konnten. Im kommenden Jahr sollen deshalb zwei neue Hochbeete gebaut werden. Für den Bau haben sich Paletten aus lokalen Unternehmen als stabile Konstruktionsgrundlage erwiesen. Diese erhalten wir weiterhin kostenlos. Für die Auskleidung mit Teichfolie sind neben der Folie selbst Tackernadeln sowie Schrauben für die Fixierung der Paletten notwendig.
Außerdem möchten wir im kommenden Jahr zwei weitere Beete renovieren. Beim Bau der Beete 2017 wurde eine Folie verwendet, die wenig witterungs- und UV-beständig scheint, sodass die Folie reißt bzw. sich Stücke daraus lösen. Neben dem Feuchtigkeitsverlust ist vor allem die Anreicherung von Plastikpartikeln in der Erde und damit mitunter auch im Gemüse selbst ein Problem. Für die geplante Renovierung werden wir neben der Teichfolie und Tackernadeln vermutlich auch einige neue Schrauben für die Paletten benötigen.
Im vergangenen Jahr sind weiterhin leider die Auslaufhähne der Wassercontainer (IBC) kaputt bzw. undicht geworden. Eine Reparatur durch im 3-D Druckverfahren hergestellte Ersatzteile durch einen unserer Gärtner war leider nicht dauerhaft. Diese möchten wir gerne durch neue Hähne mit hohem Metallanteil – mit hoffentlich höherer Haltbarkeit – ersetzen.
2) Auch unsere Gemeinschaft braucht Pflege
Mit gemeinsamen Projekten möchten wir nicht nur unseren Hochbeetgarten pflegen, sondern auch uns als Gemeinschaft. Dabei geht es uns zum einen darum, bei der Planung und Durchführung der Projekte, gemeinsam und voneinander zu lernen – zum Beispiel mehr über biologische Gartenführung, Kultivierung von Pflanzen im Hochbeet oder Insekten im Nutzgarten. Gleichzeitig möchten wir Anlässe schaffen, bei denen wir uns gegenseitig besser kennenlernen können und unsere neuen Mitglieder von Anfang an gut einbinden können.
Zwei gemeinsame Bauprojekte haben wir uns deshalb für das kommende Jahr vorgenommen:
a) Da wir im vergangenen Jahr Probleme mit starkem Lausbefall hatten möchten wir der weiteren Verbreitung mit Nisthilfen für Insekten entgegenwirken. Die Nisthilfen für Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer und weitere Insekten sollen in einem Workshop gemeinsam gebaut werden. Für den Bau möchten wir Hasendrahtgitter, Schrauben sowie rote Farbe für die Überwinterungsquartiere der Florfliegen erwerben. Das Hasendrahtgitter soll als Abschluss über die gefüllten Rahmen gespannt werden, da wir aufgrund hohen Publikumsverkehrs und tendenziell schlechten Erfahrungen mit offen zugänglichen Dingen eine geringe Haltbarkeit der Nistkästeninhalte befürchten. Stroh bekommen wir von einem örtlichen Bauernhof, die weiteren Füllmaterialien werden von den Gärtner*innen vorab gesammelt, das Holz wird recycelt.
b) Des Weiteren ist die Blütenvielfalt in unserem Garten vor allem im Herbst relativ niedrig. Zum einen werden die Beete aufgrund des begrenzten Platzes vorrangig für den Anbau von Gemüse genutzt, dessen Blütezeit früh im Jahr stattfindet. Nur vereinzelt wachsen Malven, Boretsch und Phazelia. Zum anderen sind wir angehalten die Grünfläche, auf dem die Hochbeete gebaut wurden, regelmäßig zu mähen, sodass nur direkt um unsere Beete
etwas Lein, Scharfgarbe und Lichtnelken wachsen. Im Frühjahr möchten wir deshalb mobile, kleine Beete in Kisten bauen, die unabhängig von den vergebenen Beetpatenschaften im Garten verteilt werden. Sie dienen als Lebensgrundlage für weitere Insekten. Für den Bau müssen kleine Schrauben, Tackernadeln und Teichfolie erworben werden. Die Samen würden wir gerne bei der Firma Dreschflegel einkaufen, da das Saatgut samenfest ist und Öko-Richtlinien einhält. Um eine lange Blütezeit im Garten zu erreichen und verschiedene Insektenarten zu bedienen sollen Sommerastern (Blütezeit VII-X), Cosmea (Blütezeit ab VI), Löwenmäulchen (Blütezeit VII – X), Winden (Blütezeit VII – X) und Tagetes (Blütezeit VI – X) gesät werden. Eigene Samen von Borretsch, Akelei und Sonnenblumen kommen hinzu.- Wir sind in diesem Jahr 24 Gärtner*innen (inkl. 3 Kinder). Die enge Kerngruppe, die bei jedem Treffen anwesend ist, regelmäßige Aufgaben übernimmt und selbstständig kleinere Projekte anstößt sind circa 7 Personen.
- Mitmachen kann jede*r, die/der sich an uns wendet (via E-Mail, Ansprechen im Garten, über das Transitionbüro). Dazu gibt es Infos auf unserer Homepage, im Newsletter von Transition, bei Infotreffen im Herbst und Frühjahr speziell zu den Gartenprojekten und wir haben auch ein Schild im Garten, das Passant*innen über das nächste Gartentreffen direkt informiert und einläd. Bester Einstiegszeitpunkt ist im Frühjahr, wenn die Beetpatenschaften neu organisiert werden oder im Herbst, wenn wir planen, ob bzw. wie viele Beete neu gebaut werden müssen. Unter dem Jahr haben wir – solange ich es organisiere – keine Anfragen bekommen.
Die Entscheidungsprozesse werden in monatlichen Treffen kanalisiert. Hier können sich alle Anwesenden mit Ideen einbringen und es wird anschließend abgestimmt, was umgesetzt wird. Im kommenden Jahr möchten wir hier allerdings etwas modifizieren und in der Gruppe zu Beginn des Gartenjahres „Jahresziele“ festlegen, um allgemeine Perspektiven für die Gartenentwicklung / unser Projekt zu entwickeln. Die Informationen der Treffen werden in einem Protokoll zusammengefasst, das im Nachgang an alle Gärtner*innen per Mail oder Chatgruppe gesendet wird. Die Chatgruppe wird auch für kurzfristige Anliegen (z.B. Übernahme von Gießen eines Beetes, unaufschiebbare Reparaturen, gemütliche Treffen) genutzt.
Für die Öffentlichkeit haben wir im vergangenen Jahr auch zunehmend unsere Homepage nutzt (im Garten hängt ein Schild mit dem Link hierauf), um Interessierte zu informieren (https://www.transition-regensburg.de/gruppen/gardening/transition-pat-garten/). - Die angedachten Bau- und Reparaturarbeiten sollen für alle interessierten Gärtner*innen offen sein. Beim Beetbau und – renovierung hat sich eine Gruppengröße von circa 5 Leuten als Maximum im Frühjahr gezeigt (unter akutellen Kontaktbeschränkungen auch eine gute Zahl). Nachdem sich bei einer Umfrage bereits mehr Leute dafür interessiert haben, würden wir hier an mehreren Tagen mit unterschiedlichen Gruppen arbeiten, sodass jede*r daran beteiligt werden kann und an möglichst viele Personen das Wissen weitergegeben werden kann.
- Das gedruckte 3-D Ersatzteil war tatsächlich einfach herzustellen, da online dafür Modelle downloadbar sind. Allerdings war das Plastik-Material nicht beständig genug (vermutlich UV) sowie die Rillen des Gewindes mit dem verfügbaren Drucker wohl nicht sauber genug druckbar.
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Inistitut für Zükunfte inspiriert andere Gruppen zu GGs
(MAil9
In diesem Jahr sind wir 23 Helfer*innen, die sich um die Pflege des Gartens kümmern.
Und wir konnten durchaus schon andere Personen inspirieren. So haben sich Bürgerinnen aus Detmerode und Teichbreite (zwei Wolfsburger Stadtteile) gemeldet und wollten praktische Tipps, wie auch sie das Projekt Urban Garden in ihren Ortsteilen angehen können.
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Münchner Gartentour 2
(Projektbesuche)
Im Bahngarten vom Bahnwärter Thiel sind derzeit 45 Beete vergeben. Der „Lockdowns“ hat den Bahnwärter mit dem Projektvorhaben „Atelierpark“ finanziell in einen Engpass gebracht. Sie starteten eine Crowdfunding-Kampagne und für eine Spende von 70 Euro gab es ein schon gebautes mit Bioerde befülltes Hochbeet, Davon gab es 30 (die alle vergeben wurden). Einige Gärtner*innen hatten aufgehört, andere waren nur selten da, jetzt formiert sich das Gartenprojekt wieder neu. Wasseranschlüsse haben sie drei auf dem Gelände, doch die Schläuche reichen nicht bis zu allen Beeten, diese Gärtner*innen schleppen Gießkannen. Um die Gemeinschaftsbeete kümmert sich hauptsächlich das Team, aber auch andere punktuell. Viel kann, nix muss. Man könnte auch Material mitbringen und nach Absprache an einem geeigneten Platz ein eigenes Hochbeet bauen. Die Beetformen sind sehr vielfältig, auch die alte Infrastruktur des Bahngeländes wird genutzt. Dem Team geht es um eine Begrünung des Ortes, sie wollen auch die Container vertikal begrünen. Der Mietvertrag ist auf 5 Jahre befristet, doch soll es bei der Wohnbebauung auch eine Grünfläche dabei sein – und da könnte ja auch ein GG Teil von sein. Zahlen müssen die Gärtner*innen bisher nix, sie überlegen aber, eine Wasserpauschale einzuführen.
Die Erde bekommen sie Plantura, auch mal gespendet.Im Südgarten sind nach wie vor ein paar Leute dabei, die den Garten mit gegründet haben, welche, die in Jahr 2 eingestiegen sind und auch einige ganz Neue. Die Beete sind inzwischen individuell, mache teilen sich ein Beet, Familien/Paare haben zwei etc. Die Gruppe ist altersgemischt, richtig aktiv und häufig da sind ist ca. 1/3, die anderen kommen, gießen und gehen wieder. Die
Südgarten Wasser wird gekauft bei Waschanlage Beete jetzt individuell, der Nachteil sei, dass sich viele nicht verantwortlich für den „Raum Garten“ fühlen und z.B. immer die selben Leute den Müll der Parties/nächtlichen Besucher*innen wegräumen.
Sie treffen sich als Gruppe sehr selten, so 2x/Jahr. Nach wie vor hat die Gruppe keinen Träger, keine Versicherung und vier Wochen Kündigungsfrist. Eigentümer ist der GRoßmarkt. Der will nicht, dass sie ein Kompostklo aufbauen, Feuer dürfen sie nicht machen etc. Die Gartengeräte sind in einer Kiste mit Zahlenschloss, die Kiste ist überbaut mit einer Dachkonstruktion, mit der Regenwasser gesammelt werden kann. Wasser muss ansonsten gekauft werden (bei der Waschanlage auf dem Geläden).
Pro Jahr zahlen die Gärtner*innen 10 – 15 Euro. Paletten gibt es for free auf dem Großmarktgelände.Die Piazza Zenetti ist im Rahmen des City2Share Projekts von Green City entstanden. https://www.greencity.de/projekt/piazza-zenetti/. Eine Parkfläche für 24 Autos wurde zu einem Stadtplatz mit Mobilitätsstation. Die Anwohner*innen wurden an der Gestaltung des Platzes beteiligt. Die Hochbeete waren sehr wichtig, um die Anwohner*innen zu erreichen. Sie haben für die Beete Verantwortung übernehmen können, konnten ganz konkret partizipieren und es finden nach wie vor Gespräche viel auch an den Beeten statt.
Ein Clou: sie haben auf die Mitte des Platzes Rasen (auf Folie) aufgebracht. Auf dieser Fläche finden nun Picknicks statt, Kinder spielen. Die weiteren Möbel sind durchdacht: die Sitzgelegenheiten sind oft gleichzeitig Stauraum, Verkleidungsflächen von Wassertank z.B. werden als Infoboards genutzt, es gibt eine Pfandflaschenecke für Pfalndsammler*innen, eine Büchertauschbox.
Nach Aulaufen des Projekts hat sich eine BI gegründet, die das Projekt weiter macht. Im Winter wurden die Möbel zusammengeschoben und es durften wieder 6 Autos parken. Nun soll die Stadtplatznutzung dauerhaft so bleiben, es ist sogar eine Entsiegelung im Gespräch. Die aktive GRuppe besteht aus 20 Leuten.
Derzeit haben sie ein Problem, Wasser zu bekommen, sie hoffen über das neue Programm der Stadt einen Trinkbrunnen zu erhalten. -
top down: in Leichlingen baut die Stadt einen GG, dann werden Leute gesucht
(alerts)
eichlingen – Zusammen mit ihren Bürgern will die Stadt Leichlingen im Rahmen ihrer Kampagne „Wir sind Blütenstadt“ mit gezielten Aktionen und Projekten den Beinamen „Blütenstadt“ zu neuem Leben erwecken. Ziel der Aktivitäten ist es, nicht nur die Attraktivität der Innenstadt zu steigern, sondern auch für die Biodiversität im urbanen Raum und die Verbesserung von Aufenthaltsqualität und Stadtklima zu sorgen.
Im ersten Schritt wurden die Leichlinger vor rund einem Jahr nach ihren Ideen und Vorstellungen für ihre Heimatstadt gefragt. Insgesamt wurden 26 Projektideen eingereicht. Geordnet in sieben Projektthemen, sind sie in den Förderantrag bei der Städtebauförderung eingeflossen, für den nun die Mittel bewilligt wurden.
Die sieben Themenbereiche sind: – Aufwertung der Grünflächen um das Bürgerhaus
– Anlage eines „Blütenstadt-Gartens“
– Urban Gardening
– Naturnahe Staudenbepflanzungen/ Zukunftsbäume im öffentlichen Raum
– Insektenhotel im öffentlichen Raum
– Wissenschaftliche Betrachtung der „alten Sorten
– Kommunikationskonzept „Wir sind Blütenstadt“ weiterentwickelnJetzt, da die Mittel verfügbar sind, wird es konkret. Als erstes Projekt soll nun der „Blütenstadt Garten“ auf der städtischen Fläche zwischen Rathaus und Cremers Weiden entstehen. Der städtische Bauhof legt den Garten mit Obstbäumen, Beerensträuchern und Hochbeeten an. Auch die entsprechende Infrastruktur mit Wasseranschluss auf dem Gelände und Geräteschuppen wird installiert. Dann sind die Bürger gefragt, die den Garten selbst „beackern“ und anschließend auch die Ernte mit nach Hause nehmen sollen. Hier gilt es nun ein Projekt-Team zu finden, dass sich eigenverantwortlich um die Pflege des Stadtgartens kümmert.
Natürlich lässt die Stadt ihre Bürger dabei nicht alleine. Neben der Anlage des Gartens wird der städtische Bauhof auch die Pflege desselben kontinuierlich begleiten. Zum Auftakt wird nach den Herbstferien im Oktober ein Workshop mit Tipps und Tricks zur Hochbeetbepflanzung durch den Bauhof-Mitarbeiter Oliver Heidelberg stattfinden. Hier lernt die Projekt-Gruppe unter anderem, was wann angebaut wird, wie man das Beet richtig vorbereitet und düngt und welche alten Gemüsesorten heute fast in Vergessenheit geraten sind.[…]
https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/lokale-informationen/leichlingen/-wir-sind-bluetenstadt–leichlingen-will-den-beinamen-zu-neuem-leben-erwecken-37254622 (mehr …)
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Querbeet Tenever soll langfristig bleiben
(alerts)
Er schützt kein gallisches Dorf, denn der neue Zaun rund um das Gelände des Gartenprojekts Querbeet an der Neuwieder Straße soll Menschen gerade nicht abhalten, sondern dazu animieren mitzumachen. Die eigentlich paradoxe Funktion des Zaunes ist sichtbarer Ausdruck, dass das Projekt auf Zeit sich zu einem Langzeitprojekt gemausert hat.
„Ich fand das eigentlich immer etwas befremdlich“, sagt Roland Wozniewski vom Verein Treffpunkt Natur und Umwelt, der das Projekt maßgeblich steuert, mit Blick auf den etwa 1,80 Meter hohen Holzzaun. Letztlich erhoffe er sich aber nun eine regere Teilnahme der Menschen vor Ort, denn Vandalismus und zurückgelassener Müll verschiedener Gruppen hätten sicherlich einige Anwohner abgeschreckt, Arbeit in den Garten zu investieren. „Wir haben zuvor viel versucht, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sie zu erziehen“, sagt Wozniewski. Das habe aber leider nicht so funktioniert.
26.000 Euro hat die Anlage des Zauns gekostet, gesponsert von der Postcode-Lotterie. Das Lotterie-Angebot wurde in den Niederlanden gegründet und spendet einen Teil der Wetteinnahmen an Projekte aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz und Chancengleichheit. Eine Investition, die nur mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Geländes sinnvoll sei, so Wozniewski. Seitens der Gewoba, die Eigentümerin des Geländes ist, gebe es aber mittelfristig kein Interesse an dem Grundstück, sagt er.
„Ich erhoffe mir durch den Zaun, dass mehr Leute mitmachen, und das gesamte Gelände erhält dadurch auch eine neue Wertigkeit“, sagt Wozniewski. „Man macht vielleicht eher mit, wenn man weiß, dass die Sachen auch erhalten bleiben“, so seine Hoffnung.
Der neue Zaun soll das Gelände eingrenzen und zum Mitmachen im Garten einladen. (Petra Stubbe)Spielmöglichkeiten für Kinder
Künftig sollen mehr Spielmöglichkeiten für Kinder auf dem Gelände geschaffen werden. „Wir wollen einen U3-Minispielplatz einrichten, mit einem Sandkasten und einer Matschmischanlage“, sagt Wozniewski beim Rundgang über das Gelände. Mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Grundstücks, plane der Verein auch mit einer Stromversorgung. „Damit wir hier Ökostrom beziehen können und nicht auf Benzin für den Generator angewiesen sind und uns auch mal einen Kaffee machen können.“
Künftig könnte außerdem eine Art Kinder-Wildnis auf dem Querbeet wachsen. „In Richtung des Fleets sind noch ungefähr 1500 Quadratmeter Platz für eine Wildnis.“ Mit heimischen Sträuchern, aufgeschütteten Hügeln könnte ein naturnaher Abenteuerspielplatz entstehen. „Wir haben hier ja auch viele Familien mit Kindern.“
Aber nicht jedes Vorhaben klappt, wie gewünscht. „Unser Bienenvolk wurde im vergangenen Herbst von Wespen beraubt und hat den Winter nicht überlebt.“ Das Imkerprojekt soll aber wiederbelebt werden. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, aber ohne Imker würde ich das nicht machen können.“
Für die kommenden zwei Jahre finanziert sich das Projekt unter anderem aus Mitteln der Umwelt-Lotterie Bingo. Der Verein TNU (Treffpunkt Natur und Umwelt) mit dem Gartenprojekt Querbeet ist als Basiseinrichtung für Gewässer anerkannt. Insgesamt gibt es in Bremen vier geförderte Basiseinrichtungen, je zwei für Gewässer und für Klimaschutz, darunter zum Beispiel die Kinder und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung. „Darüber bekommen wir jetzt eine halbe Stelle für zwei Jahre finanziert und können dadurch auch eine Stelle für einen FSJler gewährleisten“, sagt Wozniewski. Tatsächlich habe es schon erste Bewerbungen gegeben. „Leider nicht aus Tenever“, wie Wozniewski bedauert.
Die Corona-Pandemie hat allerdings auch in der Neuwieder Straße Spuren hinterlassen. „Wir konnten zum Beispiel nicht mehr alle Workshops, die wir anbieten, in dem Umfang stattfinden lassen.“ Die Gartenarbeit dagegen konnte nicht ruhen. „Denn sonst wäre hier innerhalb des Jahres alles verkommen.“
Feste Kooperationsverträge zur besseren Planung
Kooperationen gebe es mit der Gesamtschule Ost und Oberschule Koblenzer Straße. „Wir wünschen uns für die Zukunft mehr feste Kooperationsverträge, damit wir besser planen können“, sagt Wozniewski. Für das kommende Schuljahr gebe es außerdem noch Platz für weitere Kita- und Schulgruppen. „Wir können unter Berücksichtigung des Infektionsschutz Gruppen mit bis zu zehn Kindern betreuen“, sagt Wozniewski.
Eine enge Zusammenarbeit gebe es hingegen mit dem Mütterzentrum Tenever. „Die haben zum Beispiel hier eine Benefizveranstaltung für die Familien aus der Neuwieder Straße 3 gemacht.“ In dem Wohnblock war Anfang Juli ein Feuer ausgebrochen. Mittelfristig will Wozniewski das Gelände enger mit den Bewohnern vor Ort verzahnen. „Das Ziel ist, dass wir die Gärten in die Hand der Anwohner übergeben.“
Zumindest die Übergabe der reifen Früchte klappt schon ganz gut. „Wir wollen, dass die Sachen, die wie hier anbauen, auch vor Ort bleiben.“ Beim „Bio für alle“ können Anwohner Bio-Gemüse zu Discounter-Preise kaufen. „Überzähliges geht an die Institutionen im Stadtteil, zum Beispiel an das Café Gabriely“, erklärt Wozniewski.
https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-gartenprojekt-in-tenever-soll-langfristig-bleiben-_arid,1930329.html (mehr …)
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IG Stralsund nutzen Kinder und syrische Frauen
(Mail)
er wird vor allem vom Kinder- und Jugendtreff für ein Kinderprojekt genutzt, sowie von unseremProjekt „Mütter Hand in Hand“ (im Moment nur syrische Frauen, angedacht war/ist ein interkultureller
Müttertreff). Bei den Arbeitseinsätzen hatten wir Hilfe auch von AnwohnerInnen, sowohl deutschen als auch
welche mit Migrationshintergrund (mehr …)
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viele neue Projekte im GG Salvia in Leipzig
(Mail)
Wir sind seit letztem Jahr sehr große Schritte voran gekommen. Ab morgen werden wir ein Workcamp starten, wo wir unsere neue barrierefreie Bienenfläche gestalten, z.B. Sandarien errichten und eine barrierefreie Wegführung bauen. Außerdem wird der Zaun mit Hilfe der Workcampteilnehmer und einer Förderschulklasse neu errichtet. Der Maschendrahtzaun kommt weg, ein Lattenzaun wird neu errichtet und bemalt oder anders gestaltet. Ab 2021 wollen wir auch Workshops zum barrierefreien Imkern initiieren. Das erste Bienenvolk befindet sich seit einigen Wochen im SALVIA-Garten; weitere kommen ab nächsten Jahr dazu. Unsere rollende Workshopleiterin (eine Biologin und Naturpädagogin) macht ihr erstes Angebot während der Workcampzeit. Darauf freuen wir uns besonders, da wir den Tier- und Pflanzenschatz in unserem Garten teilweise gar nicht benennen können.
Ab Mitte September entsteht auf einem anderen Teil des SALVIA-Gartens eine weitere barrierefreie Wegführung mit unterfahrbaren Hochbeeten und neuen Anbau- und Schauflächen (auch in Hügelbeetform). Da wollen wir verschiedene Permakulturtechniken ausprobieren und ein bissschen experimentieren. Für diesen Ausbau haben wir eine Förderung eingeworben, so dass wir eine Firma für diese Arbeiten beauftragen konnten.
Es ist gerade sehr aufregend, was alles 2020 passiert! Trotz Corona konnten wir durchgehend tätig sein.
Unser Waldgarten erhält während des Workcamps eine „große Portion Grünkompost“, um auch die nährstoffarmen Flächen (da standen alte Bungalows, die wir Ende letztem bzw. dieses Jahr abgerissen haben) aufzuwerten und weitere Bäume, Sträucher und weitere Stauden, Kräuter etc. im Herbst pflanzen zu können (mehr …)
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Südstadt-Gärtla: weiteres Gartenprojekt von Bluepingu
(Antrag und Antworten)
Ein grüner Begegnungsplatz für alle ist am Entstehen – zum gemeinsamen Werkeln, Ernten, Zusammenkommen und Genießen. Mit den Bürger*innen der Fürther Südstadt möchten wir einen Gemeinschaftsort für ein offenes und kommunikatives Miteinander gestalten. Wir – das sind die Kooperationspartner „Koordiniertes Stadtteilnetzwerk Südstadt“ und „Bluepingu e.V.“
Im März 2020 wurde vom Bauausschuss der Stadt Fürth der Beschluss gefasst, die Fläche an Bluepingu e.V. zu überlassen
Nach einem Gespräch mit dem Grünflächenamtsleiter der Stadt Fürth wurde eine Teilfläche der öffentlichen Grünanlage Herrnstraße (Herrnstraße / Ecke Schwabacher Straße Fürth) zur Überlassung in Aussicht gestellt, im März wurde der offizielle Beschluss gefasst. Die Fläche umfasst eine Größe von ca. 875 m².
Die Grünanlage Herrnstraße ist in einem wenig attraktiven Zustand und es gab in der Vergangenheit immer wieder Überlegungen zur Umgestaltung – jedoch ohne konkretes Ergebnis. Das wird sich nun ändern!
Mit der Verschönerung des Grundstücks soll ein Nutzen für die Anwohner*innen und eine Aufwertung des Quartiers verbunden sein. Es soll ein Ort sein, an dem gegärtnert wird, vielfältiges bürgerschaftliches Engagement möglich ist, Nachbarschaft gelebt und ein nachhaltiger Lebensstil mit Spaß und Freude erfahrbar wird.
Einen Zaun wird es nicht geben.
Eine intensive Einbindung der Nachbarschaft soll die „Aneignung“ des Ortes begünstigen, und damit auch seinen „Schutz“.
Mittel- und langfristig soll eine Gartengruppe aufgebaut werden, die das Südstadt-Gärtla eigenständig betreut. Die Aufbauarbeit wird von den Kooperationspartnern Koordiniertes Stadtteilnetzwerk und Bluepingu e.V. koordiniert.
Wir haben im Mai eine erste kleine Aktion auf dem Grundstück gemacht, um zu zeigen: Hier ist etwas am Entstehen.
Gemeinsam haben wir ein „Inspirations-Hochbeet“ und eine Infotafel mit Wünsche-Briefkasten für interessierte Bürger*innen aufgestellt. Außerdem gab es eine Auftakt-Veranstaltung direkt vor Ort zum Ideen vertiefen, gegenseitigem Kennenlernen und Planen.
Neben dem Inspirations-Hochbeet und dem Wünschebrett haben wir bisher fünf Hochbeete aufgestellt. Weitere sollen folgen.
Als nächstes sind im September der Bau von Sitzmöglichkeiten, sowie „Außeneinrichtung“ geplant (Palettenmöbel). Auch eine Box für Gartengeräte soll gemeinschaftlich gebaut werden.
Im Herbst und Winter soll das Südstadt-Gärtla ebenfalls frequentiert werden. Gemeinsames Teetrinken bei Kleinkunst sind erste Ideen.
Möglichst vieles soll über „gerettete“ und gespendete Sachmittel gedeckt werden (zum Beispiel Paletten). Am besten Second Hand.- Was genau bedeutet, dass die Teilfläche euch überlassen wurde. Ist das zeitlich befristet? Müsst ihr eine Pacht zahlen? Wie sieht die vertragliche Regelung aus?
Wir bekommen einen Pachtvertrag mit 0 Euro Pacht. Der Pachtvertrag ist zunächst auf 5 Jahre datiert, und verlängert sich automatisch, wenn nicht eine Partei kündigt; also von beiderseitiger Intension her „unbefristet“;
der Pachtvertrag wird gerade ausgefertigt (das scheint ein verwaltungstechnisch aufwendiger Prozess zu sein); den einstimmigen Beschluss gibt es schon seit März (vom Bau-Ausschuss der Stadt Fürth); wir stehen in Kontakt mit dem Grünflächenamtsleiter, mit dem wir vereinbart haben, dass wir auf jeden Fall schon loslegen; der Beschluss ist ja da. - Ich habe noch nicht verstanden, ob es schon eine Gruppe gibt, die mit plant und gärtnern möchte (was ja eine Grundvoraussetzung für eine Förderung durch uns ist). Wenn es eine Gruppe gibt, wie groß ist diese dann und wie setzt sie sich zusammen? Wie wird in und mit der Gruppe kommuniziert und wie werden Entscheidungen getroffen?
Es gibt seit Anfang des Jahres ein „Gärtla-Orga-Team“. Wir haben uns bisher ca. monatlich getroffen, um den Prozess und die Beteiligung zu planen. Im Orga-Team sind ca. 7 Personen; Zur Auftakt-Veranstaltung haben wir die Nachbarschaft mit Flyern eingeladen und seither sind weitere Personen dabei, die Mithelfen möchten; im „Gärtla-Verteiler“ sind es derzeit 32 E-Mail-Adressen, die Interesse haben am Mitgestalten und explizit in den Verteiler wollten; diesen Verteiler nutzen wir, um zu den Aktionen einzuladen und natürlich möchten wir ihn sukzessive ausbauen; Außerdem kommunizieren wir analog über das Wünschebrett auf dem Gärtla. Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen, wann immer möglich gemeinsam mit den Anwohner*innen; - Wer hat die Hochbeete aufgestellt? Waren da Anwohner*innen beteiligt?
Die Hochbeete wurden durch ca. 4 Leute vom Orga-Team und Nachbar*innen aufgestellt. Insgesamt waren wir ca. 15 Leute. - Wie viele Hochbeete soll es geben und wie viele Leute könnten mit gärtnern?
Es steht noch nicht fest, wieviel weitere Hochbeete es geben soll. Schätzungsweise im nächsten Schritt weitere 5-7 Hochbeete – also insgesamt ca. 12 Hochbeete. Wir möchten aber auch Sitzgelegenheiten bauen und weitere Elemente eines Gemeinschaftsortes integrieren (Tauschregal etc.)
Schwer zu sagen, wieviele Leute mitgärtnern könnten. … gießen und Beete betreuen; säen und ernten; etc.
da könnten bestimmt 20 Menschen aktiv sein; weitere Leute können punktuell bei Festen oder Flohmarkt o.ä. aktiv sein; außerdem braucht es auch „Hintergrund-Gärtner*innen“ für Orga und Kommunikation; - Wie ist der Garten/soll der Garten organisiert werden? Alles gemeinschaftlich? Individuelle Beete?
Derzeit sind alle Beete gemeinschaftlich; wir möchten sehen, wie es sich entwickelt; es sind bspw zwei Kindergärten in der Umgebung, und wir haben extra auch zwei niedrige Hochbeete gebaut, vielleicht haben die KiGas Lust auf eine Beet-Patenschaft. Das würde uns gefallen und auch den Bildungsaspekt herausheben; wir müssen dort aber erst anfragen;
wir würden gerne weiterhin gemeinschaftliche Beete promoten und die zugehörigen Aushandlungsprozesse als Lernfeld für das Quartier sehen; wenn sich aus der Anwohnerschaft allerdings ein großer Wunsch nach individuellen Beeten herauskristallisiert (bisher nicht), dann würden wir dem nachgehen. Auf jeden Fall wirds ein Kräuter- und Naschbeet für die Allgemeinheit geben. - Wie groß wäre der Minigeräteschuppen und wie kommen die Mitgärtner*innen dann an die Gerätschaften?
Das wäre eine Art „Truhe“ oder Schrank (HxBxT ca. 180x100x80cm), wo Gießkannen, Schaufeln, etc. untergebracht werden können; Idee ist, die Truhe mit einem Zahlenschloss zu verschließen; die Gärtner*innen kennen den Code; Die Truhe soll aus Paletten gebaut werden, so dass man von außen einsehen kann, was drin ist; somit wollen wir der Versuchung entgegen treten, es „aufzuknacken“; - Wo kommt das Wasser her?
Bisher aus einem nahe gelegenen Fluss, und von Nachbarn, die mit gefüllter Gießkanne/Kanister kommen; hier brauchen wir eine Lösung; angedacht ist: entweder die Sparkasse in direkter Nachbarschaft legt uns einen Außen-Anschluss, oder wir können den Hydranten der Stadt anzapfen; das Thema ist in Klärung; besonders freut es uns, dass trotz widriger Umstände noch kein Pflänzchen kaputt gegangen ist! Im Gegenteil, es kommen immer wieder neue hinzu! - Was plant ihr mit den Flyern und Plakaten?
Wir möchten zur Aktivierung der Anwohner*innen die nächsten Veranstaltungen mit Flyern bewerben und direkt in die Briefkästen verteilen.
Wir haben ja unsere Wünschetafel (mit Dach). Das ist eine weitere analoge Kommunikations-Plattform. Dafür sind die Plakate gedacht.
- Was genau bedeutet, dass die Teilfläche euch überlassen wurde. Ist das zeitlich befristet? Müsst ihr eine Pacht zahlen? Wie sieht die vertragliche Regelung aus?
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Bunter Garten Freiburg ist eingeschlafen
(MAil)
[…] daß das Projekt eingeschlafen ist. Die Familien bzw. Einzelpersonen, die den Garten getragen haben, sind ausgezogen; es fand sich keine Gruppe mehr, sodaß im Moment eine Familie alleine das Grundstück nutzt – Anfang des Jahres auch gut gärtnerisch, mittlerweile ist es mehr oder weniger überwachsen.
Wir vom Sozialen Dienst sind derzeit mit vielen anderen Projekten und Aufgaben beschäftigt…..- vielleicht im neuen Gartenjahr wieder mit neuem Schwung.
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IG Schleswig gibt es nicht mehr
(Mail)
den Garten gibt nicht mehr. Damals haben wir den Garten als ein Projekt für Flüchtlinge gemietet, die selten etwas dort gemacht haben, deshalb haben wir das Projekt beendet und unsere Mitgliedschaft an der Garten Verein mit dem Gartensmietvertrag gekündigt.
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Prinzessinnengarten und Umweltamt Neukölln reden über dauerhaften Erhalt des Gartens
(alerts)
m Streit um den Erhalt des Prinzessinnengartens in Neukölln ist nun eine Einigung in greifbare Nähe gerückt. Das Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin und das Neuköllner Umwelt- und Naturschutzamt haben sich auf Gespräche verständigt. An deren Ende soll der dauerhafte Erhalt des urbanen Gemeinschaftsgarten-Projekts stehen. Zuvor haben mehr als 10.000 Menschen eine Petition (https://weact.campact.de/petitions/fur-den-erhalt-des-prinzessinnengarten-kollektiv-berlins-in-berlin-neukolln) für den Prinzessinnengarten auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, unterzeichnet.
„Die viele Unterstützung von allen Seiten, die wir für den Prinzessinnengarten bekommen haben, war der Ausschlag für die Gespräche, die wir jetzt führen“, sagt Lisa Dobkowitz vom Prinzessinnengarten Kollektiv Neukölln. „Das hat gezeigt: Ein offener Gemeinschaftsgarten ist nicht nur wichtig für die ökologisch verantwortungsvolle Nutzung der Fläche. Er bringt auch die Menschen aus der Nachbarschaft zusammen. Wir werden weitermachen, bis wir eine gute Lösung finden.“
Im Februar 2020 ordnete das Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln an, dass unter anderem ein Gemüseacker und eine Komposttoilette wieder zurückgebaut werden müssen. Sie seien nicht naturschutzkonform. Die Anordnung hat das Garten-Projekt auf dem Gelände des St. Jacobi Friedhofs in seiner Existenz bedroht.
Das Prinzessinnengarten Kollektiv engagiert sich seit zehn Jahren im Bereich von Umweltschutz und Umweltbildung in Berlin. 2019 zog das Kollektiv vom Prinzessinnengarten am Moritzplatz auf die brachliegenden Friedhofsfläche in Neukölln. (mehr …)
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IG Gevelsberg: Färben mit Pflanzen
(alerts)
Die Geschichte des Interkulturellen Bürgergartens beginnt im Jahr 2011. Drei Monate lang planten, arbeiteten und pflanzten damals 20 Familien aus sechs Nationen. Auf einem Grundstück hinter der Städtischen Realschule, um dort etwas einzigartiges entstehen zu lassen. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und zeugt von einem multikulturellen Miteinander. „Hier sieht und erfreut man sich an greifbaren Dingen, auf die man stolz sein kann“, sagte die 1. Vorsitzende der Zukunftsschmiede Gevelsberg, Annette Bußmann. Denn alles was die Gemeinschaftsbeete sowie die mit regionalen Nutzpflanzen bestückten Familienbeete so hergeben, seien es Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbisse, Zucchini, Erdbeeren oder sizilianische Trauben, wird von den Hobbygärtnern verarbeitet und in der Gemeinschaft verköstigt.
Kinder der Sozialen Gruppenarbeit vom Städtischen Jugendzentrum unter der Leitung von Birgit Weber und ihrem Team besuchten jetzt den Interkulturellen Bürgergarten und lernten dabei, das bunt oftmals auch gesund sein kann. Gemeinsam mit Annette Bußmann stellten sie aus Pflanzen und Gemüseabfällen natürliche Farben her, mit denen sie später dann die im Vorfeld von ihnen, unter Anleitung von Matthias Sprenger vom NABU, selbst gemachten Nistkästen bemalten.
„In der Natur gibt es eine Reihe an Pflanzen, die färbende Eigenschaften besitzen, und die Menschen wussten damals schon genau diese Eigenschaften zu nutzen“, erzählte die Umweltpädagogin Annette Bußmann. Man verwendete zum Beispiel Pflanzensäfte oder Tiersekrete zum Färben von Stoffen, Bemalen von Papier und Geschirr, zum Schminken und zum Schreiben. Das Interesse an diesem alten Wissen erwacht mittlerweile auch wieder.Denn die Gewinnung von solchen Naturfarben ist ein niedrigschwelliges Partizipationsmodell, welches für nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Biodiversität und Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe steht. Rotkohl, Zwiebelschalen, Kurkuma, Spinat oder Grünkohl – all dies stand den Jungen und Mädchen zur Verfügung. Zudem natürlich ein Mörser und eine Schale sowie Handschuhe. Hatten sie erst einmal angefangen, waren die Kinder nicht mehr zu bremsen und es entstanden viele verschiedene Farbnuancen – Rot-, Gelb-, Grün- und Blautöne.
Von dieser Aktion zeigte sich auch Bürgermeister Claus Jacobi begeistert. Als Hobbygärtner ließ er es sich natürlich nicht nehmen, dem Ferienspaß im Interkulturellen Bürgergarten persönlich einen Besuch abzustatten.
https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/besuch-im-interkulturellen-buergergarten-in-gevelsberg-id230164118.html (mehr …)
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IG Gevelsberg: Färben mit Pflanzen
(alerts)
Die Geschichte des Interkulturellen Bürgergartens beginnt im Jahr 2011. Drei Monate lang planten, arbeiteten und pflanzten damals 20 Familien aus sechs Nationen. Auf einem Grundstück hinter der Städtischen Realschule, um dort etwas einzigartiges entstehen zu lassen. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und zeugt von einem multikulturellen Miteinander. „Hier sieht und erfreut man sich an greifbaren Dingen, auf die man stolz sein kann“, sagte die 1. Vorsitzende der Zukunftsschmiede Gevelsberg, Annette Bußmann. Denn alles was die Gemeinschaftsbeete sowie die mit regionalen Nutzpflanzen bestückten Familienbeete so hergeben, seien es Kartoffeln, Kohlrabi, Kürbisse, Zucchini, Erdbeeren oder sizilianische Trauben, wird von den Hobbygärtnern verarbeitet und in der Gemeinschaft verköstigt.
Kinder der Sozialen Gruppenarbeit vom Städtischen Jugendzentrum unter der Leitung von Birgit Weber und ihrem Team besuchten jetzt den Interkulturellen Bürgergarten und lernten dabei, das bunt oftmals auch gesund sein kann. Gemeinsam mit Annette Bußmann stellten sie aus Pflanzen und Gemüseabfällen natürliche Farben her, mit denen sie später dann die im Vorfeld von ihnen, unter Anleitung von Matthias Sprenger vom NABU, selbst gemachten Nistkästen bemalten.
„In der Natur gibt es eine Reihe an Pflanzen, die färbende Eigenschaften besitzen, und die Menschen wussten damals schon genau diese Eigenschaften zu nutzen“, erzählte die Umweltpädagogin Annette Bußmann. Man verwendete zum Beispiel Pflanzensäfte oder Tiersekrete zum Färben von Stoffen, Bemalen von Papier und Geschirr, zum Schminken und zum Schreiben. Das Interesse an diesem alten Wissen erwacht mittlerweile auch wieder.Denn die Gewinnung von solchen Naturfarben ist ein niedrigschwelliges Partizipationsmodell, welches für nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Biodiversität und Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe steht. Rotkohl, Zwiebelschalen, Kurkuma, Spinat oder Grünkohl – all dies stand den Jungen und Mädchen zur Verfügung. Zudem natürlich ein Mörser und eine Schale sowie Handschuhe. Hatten sie erst einmal angefangen, waren die Kinder nicht mehr zu bremsen und es entstanden viele verschiedene Farbnuancen – Rot-, Gelb-, Grün- und Blautöne.
Von dieser Aktion zeigte sich auch Bürgermeister Claus Jacobi begeistert. Als Hobbygärtner ließ er es sich natürlich nicht nehmen, dem Ferienspaß im Interkulturellen Bürgergarten persönlich einen Besuch abzustatten. (mehr …)
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Demonstrationsgarten vor Bayerischen Agraministerium eröffnet
(alerts)
Urban Gardening – also das Gärtnern in der Stadt – ist ein weltweiter Trend und findet auch in Bayern zunehmend Anhänger. Agrarministerin Michaela Kaniber, die auch für den Gartenbau zuständig ist, hat vor ihrem Ministerium in der Münchner Galeriestraße ein Urban-Gardening-Projekt gestartet. In den kommenden zwei Jahren sollen hier Anbauflächen „Lust auf Gemüse in der Stadt“ machen, wie auch das Motto der Aktion heißt. „Mit unserem Demonstrationsgarten wollen wir den Münchnerinnen und Münchnern in der Praxis vor Augen führen, wie man auch auf der kleinsten Fläche im städtischen Raum Gemüse anbauen und Freude am Gärtnern haben kann“, sagte die Ministerin zum Start der Aktion.
Ab dem kommenden Frühjahr werden dort verschiedenste Methoden und Ideen für eine nachhaltige Erzeugung von Nahrungsmitteln in der Stadt zu sehen sein. Zu entdecken gibt es dann verschiedenste Anbaumethoden vom Hochbeet über den Kistengarten bis hin zum Anbau von Gemüse und Kräutern in Pflanztürmen oder an der Wand. „Alle, die sich mit den Themen Saisonalität und Regionalität beschäftigen, werden hier Anregungen und Beispiele für den Anbau gesunder Lebensmittel finden“, so Kaniber. Der Garten trägt auch zur Wiederbelegung der Stadtnatur bei.
Demonstrationsgärten sind zudem in den sieben Regierungsbezirken geplant. Gestartet als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürth, wurden bereits im Juli die Standorte Schweinfurt und Bamberg eröffnet. Unterstützt wird die bayernweite Aktion von der Landesvereinigung Gartenbau Bayern. (StMELF)
https://www.gabot.de/ansicht/bayern-urban-gardening-projekt-vor-ministerium-405254.html
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Hanau: Gartenprojekt mit Obdachlosen
(alerts)
Der Verein „Straßenengel“ schafft Hochbeete und einen Hühnerhof direkt neben den Gleisen am Hanauer Nordbahnhof.
Mancher Bahnreisende wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er am Hanauer Nordbahnhof aussteigt: In direkter Nachbarschaft zu Bahnsteig und Gleisen wachsen in mehreren Hochbeeten Tomaten, Salat, Küchenkräuter und Kartoffeln.
Um die Beete herum picken und scharren gackernd fünf braune Hühner. Das ländliche Idyll an dieser unerwarteten Stelle ist Ergebnis des jüngsten Projektes von Sabine Assmann, erste Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Strassenengel. Die Hilfsorganisation, die sich seit 2016 um Obdachlose und Bedürftige kümmert, hat seit 2017 dort ihr Domizil.
Wie Assmann im Gespräch mit Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky(SPD) erläuterte, war es ihr ein Anliegen, die bis dahin ungenutzte und eher ungepflegte Rasenfläche für „Urban Gardening“ zu nutzen. Nachdem sie und ihre Schützlinge nach ihrem Einzug am Nordbahnhof erfolgreich dafür gesorgt hatten, dass die illegalen Müllablagerungen auf und neben dem Parkplatz dauerhaft verschwunden sind, konnte sie die Deutsche Bahn als Eigentümerin schnell davon überzeugen, ihr die etwa 200 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung zu stellen.
Dank der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer entstanden fünf große, aus Euro-Paletten selbstgebauten Hochbeete, um Erde und Pflanzen aufzunehmen. „Was wir hier anpflanzen, wandert direkt in den Kochtopf, denn alles, was auf unseren Hochbeeten wächst und gedeiht, wird in der Küche verarbeitet“, so die Vorsitzende. Das gleiche gelte für die Eier der freilaufenden Hühner.
https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/hanau-ort66348/hanau-kraeuter-am-bahnhof-90021795.html (mehr …)
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GG Bürgerbeet Hilden: zu wenig Leute
(MAil)
Tatsächlich hat es hier in Hilden drastisch an zur dauerhaften Tätigkeit bereiten Mitstreitern gemangelt. Daher haben wir uns entschlossen, zwei der Bürgerbeete zwar weiter zu betreuen (damit die Stadt dort nicht z.B. „pflegeleichten“ Cotoneaster anpflanzt), sie jedoch nicht als Bürgerbeete mit Nutzpflanzen, sondern als weniger pflegeintensive „Insektenoasen“ weiterleben zu lassen.
Zwei Kübel werden von einer von uns in Eigenregie weiterhin sehr schön mit „was zum Essen“ bepflanzt.
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Ofenbau im SoLaWi Gemeinschaftsgarten Trier
(Mails, Tele, Antrag)
Mit Hilfe dieses Workshops soll auf der Fläche des an den Verein Transition Trier e.V. angebundenen Solawi-Gemeinschaftsgartens Trier ein Lehmofen mit begrünter Dachfläche entstehen. Auf praktischer Ebene soll der Ofen ermöglichen, direkt im Garten unter freiem Himmel Brote und Ernteerzeugnisse zu verarbeiten und zu backen. Darüber hinaus soll der Workshop des Ofenbaus wichtige handwerkliche Fähigkeiten vermitteln und zeigen, dass es möglich ist, als Gemeinschaft in Handarbeit mit natürlichen und regionalen Rohstoffen einen Gebrauchsgegenstand zu bauen, der nicht nur nachhaltig, sondern auch funktional und schlicht schön ist. Damit wollen wir dazu inspirieren, Alternativen zu einem Konsumverhalten zu schaffen, das oft weder ökologisch noch sozial ist.
Die Leitung des Workshops übernimmt der Recycling-Künstler Aaron Scheuer, der mit den Mitgliedern des Gemeinschaftsgartens den Ofen planen und den gemeinschaftlichen Bau anschließend über eine Projektwoche hinweg anleiten und betreuen wird. Auch die für den Ofenbetrieb notwendige Sauerteigwanne wird gemeinsam aus einem Halbstamm geschnitzt. Den Bau des Daches wird nach der Trocknung des Ofens der Schreiner Matthias Kronenberg anleiten, während die Begrünung im Anschluss des Baus durch die Gemeinschaftsgärtner*innen selbst übernommen wird. Im Laufe der Woche werden mit Hilfe von Modellierton Brotbackgefäße getöpfert, die dann nach der Trocknung im Erdbrandverfahren gebrannt werden sollen.
Recyclete Naturstoffe aus der Region
Die Materialien werden zu großen Teilen von Aaron Scheuer gestellt und aus Naturwerkstoffen wie Sand, Stroh, Ton und Holz bestehen, die alle aus Rheinland-Pfalz stammen und/oder zu großen Teilen recycelt sind, wie u.a. Schamott-Steine für die Innenverkleidung des Ofens, das Ofenrohr und Steine zum Mauern des Ofenpodests. Auch das Dach wird aus Naturstämmen sowie aus gesammeltem Schiefer bestehen. Befeuert wird der Ofen hauptsächlich durch Vollholzabschnitte aus Schreinerei und Zimmerei von Mitgliedern der Gemeinschaft. Die Dachbegrünung wird durch Gemeinschaftsgarten-eigene Erde und Pflanzen mit Wärme- und Trockenheitsertragenden Kräutern und Wildpflanzen durchgeführt.Zum Garten:
und ich wollte Ihnen noch kurz beschreiben, inwieweit wir als Gemeinschaftsgarten auch Solawi-Prinzipien integrieren. Wir sind kein landwirtschaftlicher Betrieb, sondern eine Gruppe von inzwischen über 120 Erwachsenen und 25 Kindern und gehören zum Verein “Transition Trier e.V.”. Wir haben uns zum Ziel gesetzt hat, im urbanen Raum auf kleinster Fläche solidarische und ökologische Gemeinschaftsgärten mit hoher Biodiversität, großer Erholungsfunktion und gleichzeitig hohem Ertrag zu schaffen. In den letzten drei Jahren seit der Gründung kamen wir diesem Ziel sehr nah: Was als Brachfläche begann, ist nun ein vielfältiger und strukturreicher Gemeinschaftsgarten mit hohem Ertrag und diverser Erholungsinfrastruktur.Um den großen organisatorischen Aufwand des Gemeinschaftsgartens auch mit wechselnden Mitgliedern zu stemmen und gleichzeitig vertieftes ökologisches und gärtnerisches Wissen vermittelt zu bekommen, hat sich die Gruppe nach ihrer Gründung dafür entschieden, eine freie Umweltbildungsfachkraft auf Rechnungsbasis zu integrieren. 2020 ist aufgrund der gewachsenen Mitgliederzahl noch eine weitere Fachkraft hinzugekommen. Ihr Lohn und die weiteren anfallenden Kosten werden durch die Gemeinschaftsgärtner*innen getragen, die jeweils ihren monatlichen Anteil zahlen, der in einer jährlichen anonymen Bieterrunde festgelegt wird. Durch die Bieterrunde und die dabei entstehenden, einkommensabhängigen Beiträge entsteht innerhalb der Gruppe, aber auch in Bezug auf die Fachkräfte ein hoher Grad an Solidarität. Auch wenn wir uns damit in diesem Punkt an Konzepten der solidarischen Landwirtschaft orientieren und wir zu dieser ideellen Selbstverortung den Namen Solawi integrieren, sind wir dennoch zu 100% ein Gemeinschaftsgarten eines gemeinnützigen Vereins. Bei uns stehen die Gemeinschaft, die gemeinschaftlichen Aktivitäten, das Voneinander- und Miteinander-Lernen und die gemeinsame Erholung in unserem Garten deutlich im Vordergrund, was uns auch von landwirtschaftlichen Betrieben unterscheidet. Uns ist eine erfolgreiche Gemüseproduktion wichtig – diese darf aber auf keinen Fall zu Lasten der anderen Garten-Vorzüge (v.a. Erholung und Ökologie) gehen. Unser Ziel ist es, nicht nur produktiv zu sein, sondern auch eine gemeinschaftliche Gartenkultur aufzubauen und zu pflegen.