Kategorie: Urbane Gärten

  • Annalinde sucht studentische Hilfskraft für Forschungsprojekt

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    AUSSCHREIBUNG

    Studentische Hilfskraft
    im Projekt „KoopLab – Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung. Ankunftsquartiere gemeinschaftlich entwickeln“

    Am UFZ ist zum 01.04.2020 eine Stelle als Studentische Hilfskraft (10 Std./Wo., mind. 5 Monate) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit ANNALINDE gGmbH.

    vollständige Ausschreibung:
    https://annalinde-leipzig.de/…/2002_Ausschreibung.Stud_.Hil… (mehr …)

  • Lahr. Förderung GG durch „Stadtgulden“

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    Lahr – Auch in diesem Jahr will die Stadt Wünsche aus der Bevölkerung erfüllen: Das „Stadtgulden“-Projekt wird fortgesetzt. Für das vergangene Jahr zieht die Stadtverwaltung ein positives Fazit.

    Im September 2018 hat die Stadtgulden-Koordinierungsstelle ihre Arbeit aufgenommen, nach dem ersten Durchlauf 2019 legt die nun den ersten Zwischenbericht vor. „Die Resonanz aus der Bürgerschaft war mit 115 eingegangenen Projektvorschlägen sehr gut“, zieht Jakob Crone von der Koordinierungsstelle mit Blick auf 2019 eine erste Bilanz des Projekts, das auf zunächst drei Jahre angelegt ist (siehe Info). 57 Projektvorschläge wurden zur Abstimmung zugelassen, das sind 41 Prozent der eingebrachten Vorschläge. 21 Vorschläge waren bereits in Umsetzung, 44 standen nicht zur Abstimmung, weil sie laut Stadt nicht alle Kriterien der Machbarkeitsprüfung erfüllt haben. Der „Tag der Entscheidung“ fand am 12. Oktober im Rahmen des Lahrer Suppenfests stand. Online haben 120 Lahrer ihre fünf Stadtgulden-Stimmen abgegeben, am 12. Oktober beteiligten sich 582 Menschen. Die Kombination mit dem Suppenfest war laut Stadt ein „voller Erfolg“.

     > Diese Projekte werden verwirklicht: 14 Projekte werden gemäß dem Abstimmungsergebnis umgesetzt: „Kinder in Bewegung“ für 4300 Euro, „Tierhaltung im Stadtpark verbessern“ (10 000 Euro), das „United Lahrtists“-Festival“ in der Bürgerpark-Halle (10 000 Euro), „Freies Internet der Dinge für alle“ (9800 Euro), Abenteuerspielplatz Dinglingen ­(10 000 Euro), „Toiletten für alle“ (5700 Euro), Interkultureller Garten für alle (3500 Euro), Fahrradständer an der Eichrodtschule (5100 Euro), Pausenbrotstation (2000 Euro), Veranstaltungen und Workshops mit „Szene zwei“ an Orten des alltäglichen Lahrer Lebens (10 000 Euro), eine DLRG-Sanitätsausstelllung am Waldmattensee in Kippenheimweiler (3500 Euro), Sitzbänke auf dem Rathausplatz (6000 Euro) und die Aufwertung von Grünflächen und mehr Grün in der Innenstadt (10 000 Euro).  […]
    https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-was-wuenschen-sich-die-lahrer.3be597c1-fe1b-4fc2-ae2e-942f9efdfe48.html


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  • Unterföhrung: Grünen-Antrag auf urban gardening wurde abgelehnt

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    Unterföhring – So manch einer konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. „Seid ihr langweilig“, entfuhr es einem Mitglied der Grünen in den Zuschauerreihen, als beide Anträge seiner Partei im Gemeinderat durchgefallen waren. So schnell wird es also nichts mit Urban Gardening in Unterföhring. Auch die digitale Bürgerbeteiligung fand keine Mehrheit.

    In Ismaning, Unterschleißheim, München, Schäftlarn und anderenorts gibt es bereits Urban Gardening. Auch Unterföhring sollte, so der Vorschlag von Johannes Mecke (Grüne), ein solches Projekt ermöglichen und dafür ein Grundstück im Innen- oder Außenbereich suchen. Die Parzellen sollte die Gemeinde günstig an die Bürger verpachten. Zudem sollte sie Hochbeete auf einer Grünfläche an einem der Mietshäuser – etwa an der Fichtenstraße – aufstellen. So könnten Bürger ohne eigenen Garten selbst etwas anpflanzen.

    Urban Gardening: Charmant, aber….

    Die Idee fanden alle Fraktionen zwar charmant, aber noch nicht ausgereift. Manfred Axenbeck (CSU) könnte sich Urban Gardening auf einem freien Grundstück in der Kleingartenanlage vorstellen. Marianne Rader (CSU) schlug vor, erst den Bedarf abzufragen. Johann Zehetmair (PWU) ist überzeugt, dass die Verwaltung zunächst eine geeignete Fläche finden müsste. Für Manuel Prieler (PWU) hängt das Bürgerinteresse von der Lage des Grundstücks ab. Mit 5:16 wurde der Antrag letztlich abgelehnt. Sabine Fister (SPD) bat, die Idee im Umwelt- und Energieausschuss zu beraten. […]
    https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/unterfoehring-ort29618/unterfoehring-doppel-nein-zu-urban-gardening-und-digitaler-mitbestimmung-13482498.html (mehr …)

  • Inklusives Gartenprojekt für KInder und Jugendliche in Regensburg

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    Im September 2019 startete der Stadtjugendring Regensburg mit einem Inklusiven Gartenprojekt, das von der „Aktion Mensch“ gefördert wird. Auf der 2.000 Quadratmeter großen Fläche rund um die Geschäftsstelle in Regensburg wird ein Ort geschaffen, an dem Kinder und Jugendliche unabhängig von einer seelischen, sozialen oder körperlichen Beeinträchtigung willkommen sind. Gemeinsam mit pädagogischer Begleitung wird das Gelände gestaltet und dient als Treffpunkt und Spielort.

    REGENSBURG Anhand von Bau-, Pflanz- und Gestaltungstagen, sowohl für feste Klassen und Gruppen als auch zu offenen Zeiten, möchte der Stadtjugendring einen Beitrag zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen leisten. Das Inklusive Gartenprojekt soll jedem Menschen eine Beschäftigungsmöglichkeit geben und Menschen zusammenbringen. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und die Gegebenheiten und Angebote so zu gestalten, dass jeder Mensch gleichermaßen am Projekt teilnehmen kann und sich gleichermaßen willkommen fühlt.

    Jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr findet ein offener Gartentag statt. Kinder und Jugendliche können selbstständig oder gemeinsam mit Assistenzkräften und anderen Bezugspersonen ohne Anmeldung kommen. Es wird gegärtnert, gebastelt, gewerkelt, gekocht und vieles mehr! Wenn es zu kalt wird, geht es in den beheizten Gruppenraum.

    Auch Schulgruppen, Kindergartengruppen, Wohngruppen, Vereine, Verbände und andere Kinder- und Jugendgruppen sind herzlich eingeladen, den Garten zu besuchen! Hierfür werden gemeinsam Angebote und Zeiträume geplant. Möglich sind Einzeltermine und regelmäßige Angebote sowohl unter der Woche als auch am Wochenende. Bei Interesse werden ein Termin vereinbart und Projektinhalte und Weiteres besprochen. Alle Angebote sind kostenfrei! Bei Unterstützungsbedarf (kostenlos) bittet der Stadtjugendring um rechtzeitige Kontaktaufnahme. (mehr …)

  • Vandalismus im GG Bad Säckingen

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    In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Bad Säckingen der Gemeinschaftsgarten des Vereins Stadtoasen an der Rheinaue verwüstet worden. Jetzt wendet sich der Vereinsvorsitzende Stefan Meier in einem offenen Brief an die bislang unbekannten Übeltäter. „Steht zu euren Taten und tragt die Verantwortung“, lautet seine klare Forderung an die Randalierer.

    Am Sonntagmorgen mussten die Vereinsmitglieder das ganze Ausmaß der sinnlosen Zerstörung zur Kenntnis nehmen: ein Einbruchsversuch und ein eingeschlagenes Fenster am Gerätecontainer, Abriss des Tomatenhäuschens aus massivem Holz und komplettes Verbrennen desselben auf dem angrenzenden Grillplatz, Diebstahl und Verbrennen von Möbeln, Zerstörung des Zauns bis hin zum Versenken eines Autoanhängers im Rhein. Es sei nicht das erste Mal, dass es zu einem solchen Akt der „Blinden Zerstörungswut nach übermäßigem Alkoholkonsum“ gekommen sei, heißt es in dem Brief. Solche Vorfälle würden ständig passieren und stünden immer in Zusammenhang mit dem naheliegenden öffentlichen Grillplatz.

    „Wir fordern euch auf, den Schaden wiedergutzumachen. Meldet euch bei uns und wir finden eine Lösung, wie ihr euch einbringen könnt, um den entstandenen materiellen und ideellen Schaden wieder gut zu machen.“ Stefan Meier

    Stefan Meier wendet sich in dem Brief direkt an die Randalierer: „Liebe Jugendliche, die ihr am Samstagabend diese Taten begangen habt: Was soll das? Habt ihr kein Gespür und Respekt mehr vor Tun anderer Menschen? Wisst ihr wie viel Geld und persönlicher Einsatz im Ehrenamt in diesem Projekt steckt? Habt ihr keine Werte mehr im Leben und kennt ihr nicht die Grundwerte des Zusammenlebens?“

    Der Vereinsvorsitzende fordert die Täter in seinem Brief explizit auf sich ihrer Verantwortung zu stellen: „Wir fordern euch auf, den Schaden wiedergutzumachen. Meldet euch bei uns und wir finden eine Lösung, wie ihr euch einbringen könnt, um den entstandenen materiellen und ideellen Schaden wieder gut zu machen (mehr …)

  • Geodomebau im Bunten Grün in Essen

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    Gerenne im Gemeinschaftsgarten „Buntes Grün“ am Mehrgenerationenhaus. Sonntag. Die Wuselnden – Sozialpädagogen, Erzieher, Künstlerin, Ärztin, Historiker fallen stets mit futuristischen Ideen, Taten auf. Just mit Bucky’s Geodome – Kuppelgewächshaus. Grandios! Geld gab’s bereits von der Stadt: 1000 Euro für das Bürger-Projekt!
     
    Vom Hocker reißt es Arndt Sauer, Geschäftsführer des MGH. „Ich bin froh, dass das Gartenprojekt sich so bravourös entwickelt hat, von immer mehr jungen Menschen mitgetragen wird. Dass immer neue Ideen verwirklicht, ausgeführt werden. Mittlerweile ist der Gemeinschafsgarten „Buntes Grün“ federführend in Essen u. a. mit dem Wassersystem -der Schmutzwassergewinnung – Unabhängigkeit vom Wasserwerk; jetzt der Kuppel-Gewächshaus.“

    „Bucky“ zu Ehren bauen wir das Geodome
    Doch was heißt das? Erwachsene messen, hämmern, schneiden. Das Paar Gabi Hilgers und Willi Krause tackt Folien-Latten. Susanne Trbovec, Sozialpädagogin, bilanziert: „Die Konstruktion geht auf die geodätische Kuppel von Richard Buckminster Fuller, gest. 1983, Spitzname „Bucky“ zurück, der als Erster große Räume durch Stahlrohrfachwerk mit Knotenpunkten ohne innere Stützen errichtete. Kuppelgewächshäuser haben höhere Windstabilität, da sie von Wind umspült werden; größere Stabilität bei Schneelast… Ihm zu Ehren bauen wir die Kuppel – um mit geringem Material plus Energieaufwand einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen.“

    Tausender bekommen!
    Jonas Milker, Erzieher, zum Hintergrund: „Das ist ein jährliches Bürger-Projekt der Stadt; ausgeschrieben für Bürger. Wir haben uns beworben und das Okay bekommen. Einen Tausender dafür bekommen. Es gibt für den Zusammenbau eine Anleitung, an die wir uns halten müssen.“
    Nancy E. Watt, Künstlerin, stöhnt: „Das macht Stress. Es ist schwierig.“ Sie studierte in Kanada, wohnt in Essen seit 20 Jahren. „Ich suchte einen Gemeinschaftsgarten, wo man helfen kann; sinnvoll mit anderen die Freizeit verbringt.“

    Begeisterung bei Margarete Albrecht, Ärztin und Martin Schröder, Historiker – beide Uni-Klinik und Mitglieder „Buntes Grün“. „Vorher bestellten wir einen Bausatz, besorgten Folie, Holzlatten; die werden zu Dreiecken zusammengefügt, mit Folie bespannt.“
    Patrick blickt in die Zukunft: „Bald werden im Kuppelgewächshaus Erdbeeren, Melonen, Tomaten, Gurken sprießen.“
    Noch gilt: Nächste Woche Mittwoch geht’s weiter. Jonas zum Future–Gewächshaus: „Ein Dreieck bleibt offen, da kommt eine Tür rein – und ein Fenster – zum Lüften. Ferner – ein 50 cm Podest unter das Kuppel-Gestell, um Höhe zu gewinnen, das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen.“
    Einigkeit bei allen: „Dieses Jahr werden wir einen Antrag stellen, um wieder mit einem neuem Garten-Projekt mitzumachen.“
    Chapeau!

    https://www.lokalkompass.de/essen-west/c-vereine-ehrenamt/grandioser-gemeinschaftsgarten-federfuehrend-in-essen_a1293093


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  • Laubenbau im GG Bunte Beete Annaberg: Gartenfläche wird größer

    (alters)

    Annaberg-Buchholz. Dieser Winter, der keiner ist, hat auch seine Vorteile. Für Stefan Bolanz und seine Mitstreiter vom Gemeinschaftsgarten „Bunte Beete“ zum Beispiel. Die Witterung schafft die Gelegenheit, zügig an einem Herzensprojekt weiterzuarbeiten, der neuen Laube. „Am letzten schönen Wochenende im Herbst hatten wir alle Kräfte mobilisiert und sie praktisch an einem Wochenende unter fachkundiger Anleitung hochgezogen“, erinnert sich der 41-Jährige an den Einsatz mit rund 20 Leuten. Und wie es sich für einen alternativen Garten gehört, lief das Gesamtvorhaben nicht ganz klassisch ab. Die Laube, das ist ein selbst entworfenes und gezeichnetes Baukastenhaus, die notwendige Statikberechnung spendierte der Annaberger Ingenieur Marcus Scheller. „Wir haben das einfach aus unserer Laienperspektive heraus geplant“, sagt Stefan Bolanz. Der Bauantrag sei ein ganz schöner Kraftakt gewesen, so der 41-Jährige, jedoch sei man vom Amt gut unterstützt worden.

    Und das Verfahren brachte eine Überraschung mit sich, eine positive wohlgemerkt. Den Beteiligten erschien es merkwürdig, dass das Gartengrundstück L-förmig war. Und so kam heraus, dass eigentlich noch ein ganzes Stück Land zum Gemeinschaftsgarten dazu gehört. So wuchs die Fläche um rund ein Drittel auf 2000 Quadratmeter. Bis dato habe die Königswalder Agrargenossenschaft dieses mit bewirtschaftet, man habe sich problemlos verständigt, sagt Bolanz. Doch was fangen die Gemeinschaftsgärtner mit dem extra Land an? Eine artenreiche Magerwiese oder ein nachhaltiger Dreizonengarten könnten sie sich vorstellen, doch noch ist nichts in Stein gemeißelt.

    Zunächst steht aber das Fertigstellen der Laube im Fokus. Für allerlei Seminare, Referate, Workshops, aber auch Kinderabenteuertage mit Lagerfeuer und Übernachtung soll der Garten dann genutzt werden, auch öffentliche Gartenfeste sind wieder geplant. „Wir wollen natürlich auch unserem Bildungsauftrag nachkommen“, sagt Stefan Bolanz. Die Kooperation mit weiteren Schulen und Kindertagesstätten werde angestrebt. Die rund 40 Quadratmeter große Laube, Materialkosten 8000 Euro, konnte aufgrund eines erfolgreichen Förderantrags finanziert werden. Perspektivisch planen die Gärtner noch eine Solaranlage. Akut ist dagegen das Thema Dach, welches gedeckt werden muss. „Da suchen wir derzeit händeringend nach Unterstützung.“

    Wie schnell die Leute von „Bunte Beete“ ihre Vorhaben umsetzen können, hängt in erster Linie von der „Manpower“ ab, wie es Stefan Bolanz nennt. Im vergangenen Jahr seien zwei, drei sehr aktive Mitglieder abgesprungen. „Wir würden uns sehr freuen, wenn ein paar Leute dazukommen“, so der Annaberg-Buchholzer. „Gerne auch welche, die Spaß daran haben, Verantwortung zu übernehmen.“ (mehr …)

  • Stadt fördert IG Rüsselsheim ein wenig

    (alerts)
    Mit 6250 Euro unterstützt die Stadt Rüsselsheim die Arbeit der interkulturellen und internationalen Vereine. Das hat der Magistrat beschlossen. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt für das Jahr 2019.
    Elf Vereine profitieren von den Fördermitteln. Der Äthiopischen Kulturtreff erhält 190,85 Euro, der Eritreische Kulturverein wird mit 322,85 Euro unterstützt, der Förderverein Partnerschaft Kafountine mit 142 Euro. Der Verein Friedenshaus erhält 432,06 Euro, die Griechische Gemeinde Rüsselsheim und Umgebung 2200,59 Euro.

    Unterstützt wird auch der Verein Internationaler Garten Rüsselsheim, an den 349,66 Euro gehen (mehr …)

  • Kölner Kleingärten sollen sich öffnen

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    „Kleingärten haben Konjunktur in Köln“, attestierte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Gärten hätten nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Funktion. Zu Kriegszeiten dienten die Gärten in erster Linie der autarken Versorgung der Bürger mit Obst und Gemüse, hatten einen konkreten Nutzen und dienten nicht nur der Idylle. „Wir wollen wieder in diese Tradition treten“, so die Oberbürgermeisterin. Projekte, bei denen auf brachliegenden Flächen Gemeinschaftsgärten angebaut würden, hätten großes Potential. Umweltministerin Heinen-Esser bestätigte die gestiegene Nachfrage am Kleingartenwesen und Urban Gardening gerade durch junge Leute.
    Dafür jedoch, so Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, müssten die vorhandenen Kleingartenflächen neu aufgeteilt und dadurch mehr Menschen zugänglich gemacht werden. 192 Kleingarten-Anlagen gibt es in Köln, sie befinden sich größtenteils auf Grundstücken der Stadt. 600 Quadratmeter große Schrebergärten müssten in mehrere Kleingärten unterschiedlicher Parzellengröße umgewandelt werden, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können, so Bauer. Der Verband müsse sich für neue Formen des Gärtnerns öffnen. Dazu müsse auch die Gartenordnung in eine zeitgemäße Form gebracht werden.

    Eine weitere Herausforderung für die Zukunft des Kleingartenwesens brachte der Vorsitzende der Kreisverbandes Armin Wirth zur Sprache: Es werde immer schwieriger, Menschen zu finden, die ehrenamtlich die Vorstandsarbeit in den Vereinen übernehmen.

    https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/koeln/kreisverband-koelner-gartenfreunde-e-v–feierte–urban-gardening–wird-immer-beliebter-36180820 (mehr …)

  • Nachbarschaftsgarten in Höxter wird mit EU-Förderung entstehen

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    Die Stadt Höxter erhält eine Millionen-Förderung: Mit den Geldern in Höhe von 1,78 Millionen Euro werden in Höxter das Außengelände des Schulzentrums umgestaltet, der Klostergarten in Brenkhausen weiterentwickelt, das Projekt „Nachbarschaftsgarten“ in der Kernstadt umgesetzt und das Naturerlebnis an der Grüne Mühle gefördert. Die Förderung deckt 80 Prozent der Gesamtkosten der vier Projekte ab und stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE genannt – und dem damit verbunden Programm „Grüne Infrastruktur NRW“. Gefördert werden damit Ansätze zur nachhaltigen Verbesserung der Umwelt und der Klima- und Umweltbedingungen zugunsten der Biodiversität und der Menschen.

    https://www.dewezet.de/startseite_artikel,-hoexter-erhaelt-millionenfoerderung-_arid,2605119.html (mehr …)

  • Zwickau: GG wird über EU-Gelder finanziert

    (alerts)

    Das Gelände der Kompaktschule in der Fröbelstraße soll zu einem Freizeittreff der Bahnhofsvorstädter werden. „Nachbarschafts- und Sportgarten“ heißt das Projekt, wofür von der EU mehr als 200.000 Euro bereitgestellt werden – gestaffelt bis 2022. Mitfinanziert werden zwei Teilzeitstellen für Sozialpädagogen. Weil die Stadt einen kleinen Eigenanteil übernehmen muss, bedarf es noch der Zustimmung des Sozialausschusses am Donnerstag. Im April soll mit dem Gartenbau begonnen werden. Zusammen mit der schon existierenden Sportfläche an der Schule schwebt den Planern ein Treffpunkt auch für Jugendliche vor.

    https://www.radiozwickau.de/beitrag/an-kompaktschule-in-zwickau-wird-nachbarschaftsgarten-angelegt-626439/ (mehr …)

  • AFD versucht Chloroplast zu diskreditieren

    (Gu, Mail)

    Stellungnahme Chloroplast:

    Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,
    sehr geehrte Bezirksbeirätinnen und Bezirksbeiräte des Bezirks Weilimdorf,
    sehr geehrte Damen und Herren bei der Verwaltung,
    bereits zum zweiten mal in wenigen Monaten nutzte die AFD-Gemeinderatsration ihr
    Forum im Stuttgarter Amtsblatt, um unseren Verein – Chloroplast Stuttgart e.V. – zu
    diskreditieren und Falschinformationen über unsere Arbeit zu verbreiten. Insbesondere
    der letzte Beitrag der Partei (in der Ausgabe vom 16. Januar 2020) ging deutlich über eine
    bloße Meinungsäußerung hinaus, daher sehen wir uns gezwungen, zu den getroffenen
    Aussagen Stellung zu beziehen.
    In dem Beitrag „Wohin mit dem Geld?“ der AFD auf Seite 4 des Amtsblattes der Stadt
    Stuttgart vom 16. Januar 2020 werden wir als „Fake-Schrebergärtner“ bezeichnet, die
    „ihre durch städtische Zuschüsse finanzierten Pflanzen […] ausnahmslos vertrocknen
    lassen“. Darüber hinaus werden wir einem „linksradikalen Spektrum“ in Stuttgart
    zugeordnet. Zu diesen Anschuldigungen möchten wir wie folgt Stellung beziehen:
    1. Chloroplast Stuttgart e.V. finanziert sich fast nur über private Spenden und hält den
    Vereinsbetrieb ausschließlich durch ehrenamtliche Tätigkeit aufrecht.
    Entscheidenden Beitrag zur Entstehung und dem Erhalt des Vereins seit nun über fünf
    Jahren, hat die Insolvenzverwaltung der ehemaligen Gärtnerei Walz geleistet. Sie hat uns
    den Vereinsbetrieb auf dem Privatgelände im Gegenzug zur Geländepflege gestattet. Im
    Rahmen einer Zwischennutzung würden wir die Vereinsarbeit gerne auch künftig
    innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen weiterführen. Die in Stuttgart
    verfügbaren Fördermittel für urbane Gärten haben wir bisher nicht in Anspruch
    genommen. Über die Bezeichnung von Preisgeldern für Wettbewerbe in dreistelliger Höhe
    (z.B. Umweltpreis der Stadt Stuttgart, Preis des Verschönerungsvereins) oder einzelne,
    projektgebundene Fördermittel aus den vergangenen Jahren als „städtische Zuschüsse“
    ließe sich hier streiten.
    2. Chloroplast Stuttgart e.V. ist sowohl in Bezug auf den Vereinszweck als auch in
    seinem Wirken politisch neutral.
    Es ist unser Ziel, ein vielfältiges Netzwerk für den Austausch zu Kernthemen der
    Vereinsarbeit wie Bildung und Gartenbau zu bieten. Gleichwohl fühlen wir uns den
    demokratischen Grundwerten verpflichtet und sehen Werte der Gleichberechtigung und
    Toleranz als entscheidende Faktoren zwischenmenschlichen Handelns. Die Bezeichnung
    „linksradikal“ und die darin beinhaltete Kompromisslosigkeit ist in diesem
    Zusammenhang für uns mehr als befremdlich.
    3. Trockene Pflanzen gehören zum Gartenjahr.
    In der Tat, lassen wir einige der Pflanzen auch nach der Erntezeit stehen, um davon
    wieder Samen für das nächste Jahr zu gewinnen. Sie bieten darüber hinaus Lebensraum
    für Insekten und andere Kleinstlebewesen im Winter. Ergebnisse unserer erfolgreichen
    Gartenarbeit im Jahr 2019 können Sie etwa über unseren Instagram-Kanal unter
    www.instagram.com/chloroplast.stuttgart nachvollziehen.
    4. Bei Chloroplast Stuttgart e.V handelt es sich nicht um einen Schrebergartenverein
    sondern ein Gemeinschaftsgarten.
    In einem sogenannten Schrebergartenverein (auch Kleingartenverein) werden einzelne
    Parzellen verpachtet, die nach mehr oder weniger strengen Vorgaben gärtnerisch genutzt
    werden. Wir verstehen uns als Gemeinschaftsgarten, der allen Nutzern gleichermaßen zur
    Verfügung steht. Jeder erhält die Möglichkeit, sich in die Gemeinschaft einzubringen und
    Teile des Gartens nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Der Garten ist für uns somit in
    erster Linie ein sozialer Ort und ein Teil des öffentlichen Lebens.
    Es ist uns ein Anliegen, anderen AkteurInnen und insbesondere gegenüber den
    VertreterInnen aus Politik und Verwaltung unsere Offenheit zu signalisieren. Bei unseren
    zahlreichen Veranstaltungen gab und gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, mit uns ins
    Gespräch zu kommen. Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an! Wir sind immer für
    Gespräche offen – solange sich alle Beteiligten wertschätzend begegnen.
    Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der beschlossenen
    Planungswerkstatt, die – so unser Wunsch – von einem sachlichen und konstruktiven
    Austausch geprägt sein soll. (mehr …)

  • Jahresrückblick 2019 Sonnengarten München

    (gu, mail)
    AUszug aus dem Rückblick

    Jahresrückblick 2019 – Sonnengarten Solln

     

    Insgesamt viele neue Mitglieder, vermehrter Kontakt zu ergon und den ergon-Gärten, viel Öffentlichkeit, gelungener Tag der offenen Gartentür, monatliches Gartentreffen am Abend, Gartenpostkarten, und das, was jeder einzelne von uns auf seiner Parzelle gemacht, gesehen und geerntet hat: kurzum wieder einmal ein abwechslungsreiches, erfülltes Gartenjahr im Sonnengarten Solln. Im Einzelnen:

     

    ·        5 Jahre Sonnengarten Solln lagen zu Beginn des Gartenjahres 2019 hinter uns, eine in vieler Hinsicht spannende Zeit!! Eine Grundausstattung im Garten wurde gebaut und angeschafft, eine vertragliche Basis erarbeitet, eine Kultur des Miteinanders wuchs heran, eine gute Verbindung zum Austausch mit anderen Gärten und ergon wurde hergestellt, das Experimentieren beim Gärtnern mit einer Vielzahl an Pflanzen ist ununterbrochen rege, es gibt immer wieder neue Ideen, die den Garten bereichern.

    ·        Dies alles spiegelte sich auch in einem schönen, langen Zeitungsartikel über uns wider, der nach einem Interview mit uns Ende Januar 2019 im Sendlinger Anzeiger auf dem Titelblatt erschien.

    ·        Aufnahme von einer bunten Mischung von 6 neuen Mitgliedern/Mitgliedspaaren/Mitgliedsfamilien, davon 2 erst nach den späten Abschieden von Petra Ri. mit Familie zum 01.04., und Petra Kr. mit Familie zum 15.06. Insgesamt eine starke, aber auch verständliche Veränderung nach 5 Jahren, die größte seit Beginn des Gartens.

    ·        2 Mitglieder vom neuen ergon-Vorstand waren in der Febr.-Gartenversammlung, stellten sich vor und dankten für unsere Arbeit: Oliver Seth und Angelika Mitterbiller. Wir danken für ihre Unterstützung!!

    ·        Treffen der Sprecher der 4 ergon-Gärten bei Oliver Seth vom Waldschmausgarten in Holzhausen: Austausch und Erarbeitung von weiteren Gemeinsamkeiten, Festlegung, dass jeweils eines der 4 Gärten ein Vierteljahr lang die Sprecherfunktion für alle ergon-Gärten im Verein ergon übernimmt, eine Entlastung von Adi, die diese Funktion im Jahr davor ganzjährig wahrnahm. Der Sonnengarten ist mit dieser Aufgabe ab 01.04.20 wieder dran.

    ·        Der von uns initiierte Vortrag im Mai in der Zukunftswerkstatt von ergon über Wildbienenförderung im Garten fand mit guter Beteiligung vom Sonnengarten statt. Unsere Bewerbung für einen kostenlosen Wildbienen-Nistkasten bei einer Firma war leider ergebnislos. Eigener Bau auf 2020 verschoben.

    ·        Info-Stand der ergon-Gärten am Pasinger Bahnhofsplatz und auf dem Streetlife-Festival im Mai. Danach Anfertigung von 5 verschiedenen Postkarten auch aus unserm Garten von Brigitte mit ihren Gartenfotos und Finanzierung durch ergon. Herzlichen Dank an Brigitte und ergon dafür!

    ·        Adi kündigt Rückzug aus ihrer Position im Gartensprecherteam aus Altersgründen ab 2020 an, was zu einer weiteren Aufteilung ihrer bisherigen Aufgaben führen wird und in diesem Jahr schon ein verstärktes Engagement anderer Mitglieder ausgelöst hat. Danke für die Entlastung!! Ihr eingeleiteter Rückzug führte auch zu mancher Lücke, was ihr leidtut (z.B. Sturmschaden, s. unten).

    ·        Tag der offenen Gartentür: wegen großer Hitze nur ca. 15-20 Besucher, weniger als erwartet, Infostand der Urbanen-Gärten-München mit Fahne, Samentüten und Garten-Postkarten gegen Spende, Buchüberreichung von der Organisatorin der Stadt München, Tombola mit Wurfspiel, tolles Buffet gegen Spende, ergon-Vorstand komplett dabei: es war insgesamt ein Erfolg. Wiederholung 2021. Die gute Vorbereitung des Ganzen durch 2 Gartenmitglieder hat sehr dazu beigetragen, herzlichen Dank dafür, und ist ebenfalls eine Wiederholung wert.  

    ·        Anschließendes Gartenfest: sehr gut besucht, auch mit Gästen von außerhalb und genauso gelungen.

    ·        Aktion „Kräuterbutter schütteln“ im Garten mit ca. 8 Kindern einer 3. Grundschulklasse, 2 Betreuerinnen der Spiellandschaft Stadt und 5 Sonnengärtnerinnen: soll 2020 wiederholt werden, hat allen großen Spaß gemacht.

    ·        Pachtprobleme mit Stadt München: gutes Gespräch beim Kommunalreferat, zu zweit vom Garten + ergon-Vorstand Oliver Seth, mit mündlicher Zusage fürs Weiterlaufen des Vertrags, schriftliche Information mit angekündigter Mieterhöhung steht noch aus, da Wechsel der zuständigen Abteilung.

    ·        Ab August Einführung eines monatlichen Gartentreffens jeden 1. Freitagabend im Monat 19-22 Uhr in einem Restaurant in der Nähe: hat sich bewährt und gefällt.

    ·        Es gab ein weiteres Garteninterview für einen Artikel über uns in einem jährlich neu erscheinenden München-Ratgeber. Artikel wird allen zugesandt, so wie wir ihn erhalten haben.


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  • Freiburger Gärten brauchen neuen Träger

    (Gu, Mail)

    Transition Town löst sich auf. Eine Idee: der neue Ernährungsrat (hat u.a. schon erfolgreich Gelder für essbare Stadt eingeworben) (mehr …)

  • drei GGs weniger in Wuppertal

    (Gu, Mail)

    • Gemeinschaftsgarten am Karlsplatz, Wuppertal

    Das war zuletzt ein Projekt mit der Waldorfschule Christian Morgenstern. Der Garten war zu weit von der Schule weg, da gärtnert man lieber auf dem Schulgelände und hat mehr Zeit dazu.

    • Gemeinschaftsgarten Lederstraße, Wuppertal

    Hier haben die „Pflegemassnahmen“ der Stadt für das öffentliche Grün zum Schutz der darunterliegenden Tiefgarage jegliche Aufenthaltsqualität beseitigt. Es fehlte zudem eine Wasserversorgung und Unterstützung aus der direkten Nachbarschaft, der zuviel Aufenthaltsqualität auch schnell zu laut wurde.

    • Lerngarten Kleine Höhe, Wuppertal

    Das Kernteam ist auf Wanderschaft nach Spanien gegangen und lernt weiter, aber eben woanders. Eine Nachfolge gab es leider nicht, da es auch Probleme im dortigen Landschaftschutzgebiet gab.

    Gerade entsteht ein interkultureller alevitischer Friedensgarten … und beim BOB-Kulturwerk ein Bürgerpark mit Garten. Zudem pflanzen wir öffentliche Obstbäume. (mehr …)

  • Lehmbauprojekte im Garten der Begegnung Berlin-Marzahn

    (Antrag/Antworten)

    Garten der Begegnung, Antrag auf Materialien für Lehmbauprojekte:

    ja, alle können mitmachen, das wollen wir auch noch verstärken, ich habe mich bereits mit einigen Akteuren getroffen – Tagore–Gymnasium, DRK, Wohnbaugesellschaften, Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, Kita, Geflüchtetenunterkünfte, Frauentreff…

    Es ist weder ein Schulgarten noch ein Schrebergarten…

    • Wie groß ist der Garten, wie viel davon wird für „Anbau“ genutzt, wie viele Beete gibt es und was ist sonst noch auf dem Grundstück los?

    3500 qm, ein Drittel Anbaufläche für Beetnutzer*innen, ein Drittel Freifläche mit Gemeinschaftsbeeten (Kräuter, Stauden), Teich, Obstbäumen, ein Drittel Veranstaltungsfläche, Lehmhaus mit Terrasse, Geräteschuppen, Grünes Klassenzimmer, Labor, so ungefähr

    • Wem gehört das Grundstück und müsst ihr eine Pacht zahlen? Wenn ja, wie hoch ist diese?

    Das Grundstück gehört dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wir zahlen keine Pacht

    • Wie lange läuft der Nutzungsvertrag? Was war vor dem Garten auf der Fläche?

    Unser Nutzungsvertrag läuft erstmal für zwei Jahre, aber das Bezirksamt  und das QM haben ein sehr aufwendiges Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen geeigneten Träger zu finden, der ein Betreiber- und Nutzungskonzept für die Zeit nach Verstetigung des QM entwickelt. Dafür haben wir den Zuschlag bekommen, nicht für die inhaltliche Durchführung von Projekten. Ich beantrage z. B. auch Mittel für ein Projekt zur gesunden Ernährung. Nach den zwei Jahren machen wir entweder weiter oder eine neue Struktur (Verein) übernimmt das Ganze, das wird sich finden. Auf jeden Fall hat der Bezirk ein außerordentliches Interesse an dem Garten. 

    • Wie viele Leute sind in dem Garten aktiv?

    50 Beetnutzer*innen, Schulklassen (Schulprojekt mit 170 Kindern im Juni 2020 geplant), Besucher an Festen: 150-200, ca. 5-8 Feste pro Jahr durch geführt vom Träger des Gartens, vom DRK oder BENN/QM

    • Wenn es bisher ein QM-Projekt war: wie ist der Garten organisiert? Was an Verantwortung/Aufgaben liegen bei den Gärtner*innen?

    Bisher war der Garten eine Art Service-Gesellschaft, das war sicher auch ein Grund für den Trägerwechsel. Wir möchten gerne die Gärtner*innen viel stärker einbinden und aktivieren, dass sie sich mit eigenen Ideen einbringen. Daher wird es ab 16.4. einen wöchentlichen Gartennachmittag zum gemeinschaftlichen Gärtnern geben, im Laufe der nächsten Monate wird ein Gartenrat einberufen, mit dem wir in einem anderen Garten gute Erfahrungen gemacht haben. Der Gartenrat setzt sich aus Beetnutzerinnen, im Garten tätigen Teammitgliedern, Ehrenamtlichen ohne Beet zusammen und sammelt die Anliegen, die dann an uns weitergetragen werden. 

    • Über welchen „Topf“ wirst du bezahlt? Und wie lange und wie intensiv kannst du den Garten begleiten?

    Für das Projekt stehen Restmittel aus dem Programm Soziale Stadt zur Verfügung, aus denen ich und in geringem Umfang Honorarkräfte (Evaluierung, spezielle Thematische Workshops) bezahlt werden, weiterhin Betriebskosten, Veranstaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit.

    Ich werde versuchen, den Gartentag selbst durchzuführen und moderiere die Sitzungen des Gartenrates. Außerdem bin ich für das Gesamtkonzept verantwortlich (Themensetzung, neue Nutzergruppen erschließen, Netzwerkarbeit, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Teamaufbau, Admin, Steuerungsrunde, Betreuung der Nutzer*innen bist der Gartenrat seine Rolle gefunden hat). Die Bewirtschaftung und Pflege des Gartens werden zukünftig die Gärtnerinnen mit übernehmen. Weiterhin habe ich gerade einen Bufdi eingestellt. 

    • Was passiert in dem Lehmhaus und wie ist es ausgestattet? Trefft ihr euch da bei Regen z.B.

    Das Lehmhaus ist voll ausgestattet und eignet sich als Seminarraum für kleine Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Kreativwerkstätten, Workshops), bis 20 Personen, eine Küche ist angeschlossen (keine Gastroküche), es gibt dort auch eine kleine Bibliothek. Und ja, wir treffen uns dort auch bei Regen oder nächste Woche zur Begrüßung der Beetnutzer*innen am Suppentopf. Sie sind schon sehr gespannt wer der neue Träger ist 😉

    • Wenn ich es richtig verstanden habe, dann beantragst du Geld für den Tagesworkshop Anfang April. Warum können da nur 4-5 Personen dran teilnehmen? Das erscheint mir sehr wenig. Wie können denn andere auch dabei sein/teilnehmen?

    Die 4-5 Leute sind gewissermaßen Multiplikatoren, die Zahl hat LehmWerk vorgeschlagen, da direkt am Bau gearbeitet wird, und nicht alle gleichzeitig Hand anlegen können. Der Workshop ist eingebettet in eine kleine Reihe, zum Ausflug kommen mehr Leute mit, und die Teilnehmer*innen bei den anderen Veranstaltungen sind nicht notwendigerweise die des Workshops. Insgesamt sollen möglichst viele Leute teilnehmen.

    • Könntet ihr Mauerwerkzeug und Malerwerkzeug ausleihen? Oder was würde nach dem Workshop damit passieren? Wofür wäre es noch und oft nutzbar?

    Die vertraglich festgelegte Aufgabe ist es, das Lehmhaus instand zu halten und regelmäßig zu warten. Da dort auch Wespen und Vögel ein- und ausziehen, ist regelmäßig etwas zu tun. Das Material lebt. Ausserdem wurden schon Stimmen nach einem Lehmofen laut. Ich würde auch Lehmkunst sehr attraktiv finden, es muss aber gewollt sein. D.h. wir werden regelmäßig Werkzug brauchen (mehr …)

  • IG Ditzingen bekommt Kulturpreis

    (alerts)

    Ein Refugium, das Menschen beheimatet

    Von Heidi Knobloch 

    Der Internationale Garten in Ditzingen wird von Menschen aus 13 Herkunftsländern bewirtschaftet. Der Gemüse- und Blumenanbau, aber auch die Feste auf dem bunten Fleckchen Erde befördern das gedeihliche Zusammenleben. Die SPD hat den Garten daher mit ihrem Kulturpreis ausgezeichnet.

    Der Internationale Garten: Hier bauen Menschen aus 13 Nationen ihr Gemüse an. Foto: factum//Simon Granville/Archiv
    Der Internationale Garten: Hier bauen Menschen aus 13 Nationen ihr Gemüse an. Foto: factum//Simon Granville/Archiv

    Ditzingen – Jeder Garten, in dem fleißige Gärtner säen und ernten, macht eine Stadt grüner. Im Garten wachsen Obst und Gemüse. Im Garten blühen Blumen. Im Garten lassen sich trefflich Feste feiern. Der Garten: ein Ort, in dem der Mensch sich in Harmonie mit allem Lebendigen fühlen darf. In Ditzingen gibt es seit elf Jahren einen besonderen Garten, unweit des Stadtzentrums nahe der Konrad-Kocher-Schule: den Internationalen Garten. Er steht für die Kultur der Stadt: offen für Menschen aus der ganzen Welt, die miteinander etwas schaffen wollen. Dieser Ort hat eine Ehrung erfahren. Der Ditzinger Ortsverein der SPD hat dem Internationalen Garten seinen Kulturpreis verliehen – „für gelebte Integration“, begründete der Vorsitzende Jürgen Weingarte die Entscheidung.

    Säen und Ernten fördern das Selbstvertrauen

    Am Anfang, vor elf Jahren, stand eine Idee: Der frisch gebackene Bürgermentor Winfried Doerjer wollte etwas Sinnvolles für Ditzingen tun. Die Internationalen Gärten, die es bis dahin vor allem in Norddeutschland gab, fand er gut. Menschen aus verschiedenen Ländern, die gemeinsam Gemüse oder Obst pflanzen und sich im Garten auf Augenhöhe begegnen: Das sollte es auch in Ditzingen geben. Denn: „Wer anbaut, hat Erfolg. Er schafft etwas, worauf er stolz sein kann“, findet Doerjer. Das sei gut fürs Selbstwertgefühl und helfe bei der Integration. Er kennt das Gefühl, fremd zu sein, aus eigener Erfahrung: 1961, zur Zeit des Mauerbaus, ist der damals 16-jährige Thüringer mit seinen Eltern aus der DDR geflüchtet. „Nur mit einer kleinen Aktentasche.“ Den jungen Mann verschlug es in ein Internat nach Waldshut: „Ich hatte immer das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören“, sagt Doerjer über diese Zeit.

    Vielleicht gefiel ihm auch deshalb die Idee des Gartens so gut. Dort haben alle ein Ziel: Auf dem Boden, der jetzt Heimat ist, soll alles wachsen und gedeihen. Im Ditzinger Internationalen Garten bauen Menschen aus 13 Nationen auf ihren Parzellen an, was ihnen gefällt, Kartoffeln, Auberginen, Kartoffeln oder Bitterkürbisse. Die Männer, Frauen und Kinder kommen aus Deutschland – „ohne sie kann ich nicht integrieren“ – Eritrea, Hongkong, Italien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Syrien, der Türkei, Vietnam, Weißrussland und den USA. Die Arbeit, die alle zusammen auf den Gemeinschaftsflächen verrichten, trägt mittlerweile Früchte: „Die Obstbäume sind riesig geworden. Dieses Jahr gab es besonders viele Pfirsiche, Kirschen und Pflaumen.“

    Neuerdings trifft man sich zum Wintergrillen

    Fixpunkte für das Leben im Garten sind die Sommerfeste und neuerdings ein Wintergrillen. „Da bin ich aber nicht dabei, ist mir zu kalt.“ Der 74-Jährige schaut noch hin und wieder im Garten vorbei. Die Ämter hat er mittlerweile abgegeben: Sechs Jahre lang Vorsitz, dann noch einmal vier ehrenhalber – dann hatte er genug geschlichtet, wenn es mal Streit gab, genug Zaunlatten ersetzt oder Rasenmäher repariert. Auch inhaltlich sollen jetzt andere die Schwerpunkte setzen.

    „Der Garten kann sich ohne mich weiterentwickeln.“ Veränderung, findet Doerjer, gehört zum Leben – und zum Internationalen Garten. Immer wieder wechseln die Parzellen die Besitzer, Menschen ziehen weg oder die Kinder, die einst im Garten gespielt haben, sind groß geworden: „Dann kommen Neue.“ Vielleicht war der Garten eine Zeitlang ein Raum, in den man gern ging, Gleichgesinnte traf, Tee trank oder ein Bier und sich unterhielt. Der Garten, sagt Doerjer, sei gewissermaßen Balsam für die Seele der Migranten, deren Anwesenheit auch immer wieder angezweifelt werde. „Natur bewertet nicht, Natur beheimatet.“ Wenn Doerjer zurückblickt, erinnert er sich besonders an die gemeinsamen Momente: die Aktion der jungen Leute von der katholischen Gemeinde, die in nur drei Tagen das Spielgelände und den Grill errichteten oder der Umzug des Gartenhauses aus dem Schwarzwald nach Ditzingen, bei dem viele Hände mit anpackten. Auch der Stadt, die das Grundstück zur Verfügung stellte und der Stiftung anstiftung & ertomis ist Doerjer dankbar, sie hat vieles durch ihre finanzielle Hilfe möglich gemacht.

    Das Leben geht auch ohne den Bürgermentor weiter

    Der Internationale Garten lebt weiter, auch ohne den Bürgermentor: So soll es sein. Das Repair-Café, vor vier Jahren von Winfried Doerjer initiiert, steht ebenfalls auf eigenen Füßen. Der ehemalige Lehrer für Deutsch und Geografie reist jetzt gerne mit seinem Wohnmobil durch die Welt. Aber ganz ohne Engagement für seine Stadt geht es nicht. „Vielleicht legen wir demnächst Menschen Blumen vor die Tür, einfach so.“ In den Niederlanden sei die Aktion sehr erfolgreich, um mit einsamen Menschen in Kontakt zu kommen. Winfried Doerjer macht sich jetzt auf die Suche nach Mitstreitern. Die Blumen blühen ja schon bald wieder – auch im Internationalen Garten.

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  • Stuttgart kauft Fläche, auf der u.a. Chloroplast ist

    (alerts)

    Die Verwaltung hat Flächen der ehemaligen Gärtnerei an der Solitudestraße gekauft, um das Gebiet neu zu gestalten. Der Gemeinderat hat im Haushalt Geld für eine Machbarkeitsstudie bewilligt. Die Nutzungen auf dem Gelände bleiben erhalten, bis die Pläne ausgearbeitet sind und umgesetzt werden.

    Weilimdorf – Die Stadt hat einen wichtigen Schritt zur Entwicklung des Walz-Areals zwischen Solitudestraße und Engelbergstraße getan: Kurz vor dem Jahreswechsel hat das Amt für Liegenschaften gut 7000 Quadratmeter der ehemaligen Gärtnerei Walz gekauft. Verhandelt worden war hinter verschlossenen Türen. Bürgermeister Peter Pätzold, zuständig für das Referat Städtebau, Wohnen und Umwelt, machte die Neuigkeit vom Kauf während der Haushaltsberatungen publik.

    Stadt will fehlende Teilflächen 2020 erwerben

    Seit längerem nutzt der Verein Chloroplast die ehemalige Gärtnerei für seine Urban-Gardening-Projekte. Als die Stadträte über die mögliche Bezuschussung des Weilimdorfer Vereins berieten, meldete sich Bürgermeister Pätzold zu Wort. Er erklärte zum einen, dass die Förderfähigkeit des Vereins gegeben sei und Geld hierfür auch in naher Zukunft zur Verfügung stehe. Außerdem sagte er, dass die Stadt die Gärtnerei mittlerweile gekauft hat.

    „Die Kernfläche Walz beträgt 88 mal 53 Meter; hinzu kommen noch mal weitere landwirtschaftliche Flächen mit 50 mal 51 Meter“, sagt Thomas Zügel, der Leiter des Amtes für Liegenschaften auf Nachfrage unserer Zeitung. Zur Höhe des Kaufpreises äußert er sich nicht. Das Walz-Areal ist das Schlüsselgrundstück eines insgesamt 21 Hektar großen Gebiets, das städtebaulich neu entwickelt werden soll. Teile davon befinden sich bereits in städtischem Besitz. „Fehlende Teilflächen von Dritten versuchen wir 2020 zu erwerben“, so Thomas Zügel. […]
    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stadtentwicklung-in-weilimdorf-stadt-kauft-grundstuecke-auf-dem-walz-areal.f344bf1f-be90-4525-941d-9f7b24e4831d.html (mehr …)

  • Klimaschutzgarten Leinenlos

    (Antrag/Antworten)

    Wir, eine Gruppe von aktuell 8 Menschen, möchten 2020 einen offenen Gemeinschaftsgarten
    gründen. (Wir sind offen für weitere Mitgärtner*innen und werden dazu mit Aushängen und einer
    Website öffentlich einladen)
    Wir träumen von einem Garten, der die Natur erleben lässt und uns zeigt, wie wir unseren Einfluss
    auf die Welt positiv gestalten können.
    Wir wollen Klimaschutz erlebbar machen und Kollektive Selbstversorgung erforschen, das heißt
    herausfinden, wie eine Versorgung mit Lebensmitteln ohne Megakonzeren, Supermärkte und
    Ausbeutung lokal und gemeinsam funktionieren kann, indem wir Umwelt und Natur schützen. […]
    Wir haben ein bisher ungenutztes Grundstück zur Verfügung gestellt bekommen, einen Garten mit
    einem großen Kirschbaum, 7 alten Apfelbäumen und einer alten Hütte darauf. In diesem ca.
    2200qm großen Garten wollen wir den Gemeinschaftsgarten „Leinenlos“ initieren.
    Im angrenzenden Haus gibt es im Heizungsraum ebenerdig eine Toilette, die von uns
    unproblematisch benutzt werden kann und Strom und Wasseranschluss gibt es auch. Über einen
    Zufahrtsweg ist es möglich Material einfach zum Garten zu bringen.

    – „wem gehört das Grundstück, wie haben Sie/die Gruppe es gefunden?“

    Antwort: Das Grundstück gehört einer Nachbarin des Funkenhauses (www.gelebteutopie.de/funkenhausprojekt). Nicole Herford hat das Haus und Garten 2018 gekauft, nachdem es 20 Jahre leer stand und stellt es dem „Kollektiv für gelebte Utopie“ zur Verfügung. Im Haus bestehen inzwischen zwei WG´s.

    Rechtlich war es bisher so, dass es nur mündliche Absprachen gab, da sich beide Parteien sehr gut verstehen und auch gemeinsam über Foodsharing und andere Projekte verbunden sind. Jetzt wird das Ganze aber mit einem Mietvertrag zwischen dem Verein des „Kollektiv für gelebte Utopie“ und Frau Herford auch formal geregelt. Das „Kollektiv für gelebte Utopie“ stellt nun uns als Gartengruppe das Grundstück zur Verfügung.

    – „wie lange können Sie es für den Gemeinschaftsgarten nutzen?“

    Antwort: Wir gehen von einer permanenten Nutzung aus, die uns Frau Herford und das „Kollektiv für gelebte Utopie“ zugesagt haben. Rechtlich wird ein langjähriger Mietvertrag für das Haus und Grundstück angestrebt

    (15 oder 20 Jahre) mit anschließender Übernahme durch Kauf.

    – „wird eine Pacht fällig und wenn ja, wie hoch ist diese?“

    Antwort: Nein. Das Grundstück wird uns unentgeldlich zur Verfügung gestellt.

    – „wo liegt das Grundstück/wie ist es in andere Bebauung eingebettet?“

    Antwort: Die Adresse ist Leinestrasse 20. Der Zugang ist über den Wanneweg/Feldweg. Es liegt zwischen weiteren brachliegenden Gärten, Schrebergärten, Hinterhöfen und einer Pferdekoppel.

    – „Wohnen da gleich in der Nähe Leute?“

    Antwort:

    Ja, es ist mitten im Dorf.

    – „Wie gut erreichbar ist es mit ÖPNV? „

    Antwort:

    Gut erreichbar. Bushaltestelle ist „Greene Kirche“, der Bahnhof ist „Kreiensen“. Vom Bahnhof dort ist es ein entspannter Spaziergang 1,5km zwischen den Feldern im Leinetal und über die Leine (Fluss) durchs Dorf zum Garten. Die Bahn fährt von Göttingen 27 Minuten und von Hannover 46 Minuten.

    – „wie setzt sich die Gruppe zusammen, die den Garten gründen möchte?“

    Antwort:

    Ich bin mir nicht sicher, wie sie die Frage meinen. Die Gruppe besteht bisher aus: Zwei ausgebildete Gemüsegärtner*innen, einem Wildnispädagogen und Obstbaumpfleger, einem Rettungssanitäter, einem Rentner, einer FSJ´lerin, eine Vendo-Trainerin, und einer Hausfrau.

    Alter zwischen 19 und 74 Jahren.

    – „Sind Sie alle schon vorher aus anderen Zusammenhängen miteinander bekannt?“

    Antwort:

    Nein, wir haben uns hier in Greene kennengelernt und sind durch die Möglichkeit den Garten zu starten zusammengekommen.

    – „wie werden jetzt schon, im Planungsstadium, noch weitere Menschen einbezogen?“

    Antwort:

    Die Gruppe wächst stätig an. Da die Treffen bisher im Funkenhaus Seminarhaus stattfinden sind bei den Treffen regelmässig mehr Menschen dabei, die dort zu Besuch sind. Am „Tag des Bodens“ am 5. Dezember wurde im Funkenhaus öffentlich zum Funkenabend eingeladeun und ein Film gezeigt und wir dort haben auch Werbung für den Garten gemacht. Mit unseren Nachbarn sind wir immer wieder in Gesprächen und haben schon Jungpflanzen angeboten bekommen, wie sie beim vom vorziehen übrig haben werden.

    – „Oder andere Organisationen?“

    Antwort:

    Wir haben das Bausyndikat angefragt, ob sie uns unterstützen würden und sie haben zugesagt. Wir haben den Permakulturgarten der Uni Göttingen für Ideen besucht und Menschen, die dort aktiv sind waren auch bei uns.

    Von der Firma VerguTech, die auch in der Leinestrasse sitzt, können wir uns einen Pritschenwagen ausleihen falls wir mal größere Sachen transportieren müssen. Von einer Nachbarin können wir, wenn sie ihr Pferd nächstes Jahr in ihren Garten stellt, Pferdemist für den Kompost bekommen.

    – „Wie wollen Sie die laufenden Kosten (Wasser etc.) finanzieren?“

    Antwort:

    Oh stimmt, die laufenden Kosten habe ich garnicht im Antrag aufgeführt.

    Bisher können wir nur grob abschätzen, Wasser zum Giesen und Benzin für den Rasenmäher, wir rechnen mit maximal 400-600€, falls wir es dieses Jahr nicht schaffen genug Regenwasser aufzufangen. Die Kosten des Gartens, die wir nicht durch Förderung decken können, wollen wir durch den Solibeitrag decken, wie ich ihn in der nächsten Frage beschreibe.

    – „Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag für den Garten?“

    Antwort:

    Nein, keinen festgelegten Beitrag .Wir wollen den Garten tauschlogikfrei gestallten. Das heißt, allen Menschen die Teilnahme ermöglichen, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten.

    Wir wollen einen Solibeitrag mit einer Bieter*innen-Runde nutzen, ähnlich wie es Solidarische Landwirtschaften machen.

    Dazu werden wir bei einem Treffen im Frühjahr alle (zu erwartenden) Ausgaben für das Jahr auflisten und die Summe Betrag als errechnen. Im zweiten Schritt schreiben dann alle auf einen Zettel wie viel sie geben können und wollen. Wenn die Zettel addiert werden sehen wir also ob wir genug Geld haben. Wenn ja, werden alle Gebeten in den nächsten Wochen das Geld in die Gartenkasse zu geben und alles ist gut. Wenn nicht müssen wir als Gruppe entscheiden, wo wir sparen können und wollen.

    (Der mit den Solibeiträgen zu erreichende Betrag häng natürlich stark davon ab, ob wir eine Förderung von Ihnen bekommen können =D )

    – „Wie viele Beete wollen Sie zu Beginn „errichten“?“

    Antwort:

    Ca. 240qm Beetfläche incl. Gründüngung, Bienenweide, Kompost- und Hügelbeeten und wir wollen Knoblauch auf die Baumscheiben pflanzen und Bohnen an den Zaun.

    -Was passiert mir der Ernte?

    Die Menschen, die im Garten gärtnern und zu besuch sind können sie essen. Wir wollen einen Solartrockner bauen und teile der Ernte trocknen sowie Milchsauer einmachen. Wir wollen im Sommer bei unseren Gruppenabenden gemeinsam Kochen und wenn wir Vorzeigbares ernten auch gerne den Menschen, die uns unterstützen, schenken.

    – wie groß ist die Hütte und was genau wollen Sie da ausbauen? Auf was bezieht sich die Kalkulation?

    Die Hütte ist ca. 4 mal 8 Meter. Wir wollen sie als Aufenthaltsraum im Garten und Unterstand nutzen. Bevor wir sie gemütlich machen können, muss jedoch das verfaulte Holz ausgetauscht werden und das Dach repariert werden. Wir haben nur Materialkosten kalkuliert, da wir professionelle Unterstützung vom Bausyndikat bekommen und die das benötigte Werkzeug mitbringen können.

    – wer wird die Bauaktionen/projekte machen und wie erfahren Interessierte davon und wie kann man dann mitmachen?

    Antwort:

    Wir werden Bauwochen organisieren bei denen auch Menschen da sind die Anleiten können und Einführungen in Werkzeug, Arbeitssicherheit etc.

    geben. Zu diesen Bauwochen laden wir über die Garten-Website, versch.

    Newslettern und mit Aushängen am Garten und im Dorf ein. Wir können die Seminarküche im Funkenhaus, sowie die Seminarschlafräume nutzen, wenn Menschen von weiter weg herkommen oder im Garten zelten. Teilnahme ist dann vorheriger Anmeldung, damit wir Essen planen können und kostenlos, da wir uns mit Essen über Foodsharing versorgen.

    – wie wollen Sie Pflanzenkohle herstellen (die Edelstahlgefäße), das ist dann kein KonTiKi? (haben Sie unser Praxisblatt [1] zum Thema schon entdeckt und auch beim Selbstbautenpraxisblatt [2] gibt es da einiges

    zu?)

    Antwort:

    Wir wollen die Pflanzenkohle in den drei Kaminöfen des Seminarhauses herstellen, wenn diese ohnehin zum Heizen befeuert werden.

    Hier ist das Video, in dem der Prozess gezeigt wird, dass uns inspieriert hat. Der große Vorteil hierbei scheint die effiziente Nutzung der frei werdenden Energie im Vergleich zu anderen Verfahren, die wir recherchiert haben: https://www.youtube.com/watch?v=jxBUqk2M3Y8

    *Danke für den Tip zum Praxisblatt, da schaue ich gleich mal rein.

    – wo würden die Bücher, die Sie beantragt haben, lagern, wie kommen Interessierte da ran?

    Antwort:

    Die Bücher würden wir gerne direkt im Garten in der Hütte lagern, Interessierte können während der Öffnungszeiten, der Plena und während den Seminaren und Bauwoche darin schmöckern, verleihen würden wir die Bücher wahrscheinlich nur an feste Gartengruppen-Mitglieder oder in Ausnahmefällen.

    – „was für ein Gartenhäcksler schwebt Ihnen vor? Und wäre so ein Gerät nicht aus ausleihbar?“

    Antwort:

    Wir hätten gerne einen Walzen-Häcksler, wegen der reduzierten Lautstärke und vor allem, weil er das Hächselgut verdrückt und dadurch schneller kompostierbar macht. Bisher haben wir keinen Kontakt um einen auszuleihen. Da wir gerne viel Mulchen wollen, auch mit Kompost-Holzhäckseln, würden wir gerne viel häckseln, auch Strauchschnitt aus der Nachbarschaft, sodass wir bei einem ausgeliehen Gerät wahrscheinlich den Verschleiß durch die Arbeitsstunden auch bezahlen müssten.


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  • Inselgrün – Stand der Dinge

    (Alerts)

    Inselgrün überlebt

    Von Dietrich Heißenbüttel

    Datum: 18.12.2019

    Das Urban-Gardening-Projekt auf der Kulturinsel in Stuttgart-Bad Cannstatt ist ein paar Meter weiter gezogen. Im Moment ist nicht viel zu sehen. Es ist Winter. Aber die Keime des Neuen sind gelegt. Nicht weniger als zehn städtische Ämter arbeiten mit.

    Joachim Petzold kann es noch gar nicht fassen. Am 4. Dezember hat er die Kulturinsel, in eigenen Worten „eine der wenigen übriggebliebenen Subkultur-Oasen der Stadt“, im Cannstatter Bezirksbeirat vorgestellt: „Alle Fraktionen haben sich positiv geäußert!“ Öfters mal in diesem Jahr stand Petzold kurz davor, alles stehen und liegen zu lassen und auf seinen Bauernhof in der Pfalz zu ziehen. Etwa als im Februar die alte Güterabfertigungshalle auf dem Kulturinsel-Gelände der Abrissbirne zum Opfer gefallen war – weil eine schnurgerade geplante Straße im zukünftigen Wohngebiet Neckarpark mit Blick auf den Rotenberg, Stammsitz der Württemberger, nicht verlegt werden konnte. Oder als die Bäume gefällt wurden.

    Doch im Grunde seines Herzens ist der Gründer und Geschäftsführer der Kulturinsel ein positiv denkender Mensch. Dass die Halle weg kam, das Urban-Gardening-Projekt Inselgrün nicht dort bleiben durfte, wo es war, dass eines Tages die Kulturinsel nicht mehr eine Insel auf einer Brachfläche sein wird, sondern im Häusermeer: er hat es akzeptiert und möchte das Beste daraus machen. Aber dann gab es Ende September erneut Ärger wegen der Lautstärke einer Open-Air-Veranstaltung, der „Jangala“. Und Petzold wusste noch immer nicht, wie es mit dem Inselgrün weitergeht. Das zermürbt.

    Doch er und seine MitstreiterInnen sind nicht untätig geblieben. Anfang September riefen sie Anhänger und Nutzer auf, sie mit Supportvideos zu unterstützen. 38 Videos wurden gedreht, von Initiativen wie Commons Kitchen und dem Hiphop-Netzwerk Underground Soul Cypher über Cannstatter Pfarrer, die Caritas und die Basler Mission bis hin zu Vertretern großer Unternehmen wie Bosch oder Dinkelacker. Auf der Kulturinsel treffen viele Menschen und Organisationen zusammen. Sie alle würden etwas verlieren, wenn es sie nicht mehr gäbe.

    Die Stadt passt auf, dass sich keine Eidechsen ansiedeln

    Doch bis Mitte Oktober war immer noch nicht klar, wo das Inselgrün denn nun hin sollte. Während Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf der Kulturinsel mit den Aktivisten von Fridays for Future diskutierte, stand der Garten gleich nebenan, wo noch Mangold und Blumenkohl reiften, vor dem Aus. Es gab eine Zusage, dass er an anderer Stelle wiederaufgebaut werden dürfe. Doch wo, das erfuhr Petzold erst zehn Tage, bevor das Areal abgeräumt sein sollte. Fünf volle Tage waren die Leute vom Stadtmessungsamt beschäftigt, erzählt er, um den neuen Standort, einmal quer über den Parkplatz, exakt auszumessen. Mindestens ein Jahr soll der Garten da bleiben, voraussichtlich eher drei.

    Was passiert, wenn die spontane Initiative von Bürgern auf die Gründlichkeit der Planung städtischer Behörden trifft: dafür liefert die Kulturinsel reiches Anschauungsmaterial. Anfang November gab es einen runden Tisch unter Federführung des Stadtplanungsamt, an dem nicht weniger als 15 Vertreter von sechs städtischen Ämtern beteiligt waren. Petzold begrüßt, dass es diesen runden Tisch gibt. Im Fall der Wagenhalle hat sich das Instrument bestens bewährt. Er begrüßt auch, dass nun das Jugendamt mit dabei war und in Zukunft auch das Kulturamt beteiligt sein soll. Denn das Liegenschafts-, Hoch- und Tiefbauamt haben für soziale und kulturelle Belange nicht unbedingt das beste Sensorium.

    Das Garten- und Friedhofsamt mitgerechnet, das kontrollieren soll, ob sich auf dem neuen Areal auch keine Eidechsen niederlassen, die dann der geplanten späteren Bebauung im Weg stünden; dazu noch das Umweltamt und das bereits erwähnte Stadtmessungsamt sind alles in allem zehn Ämter mit der Kulturinsel und dem Inselgrün beschäftigt. Sobald die temporäre Nutzung endet und das Areal und die Baulichkeiten für eine dauerhafte Nutzung hergerichtet werden sollen, gibt es auf einmal viele Vorschriften zu beachten. Zum Teil auch schon vorher.

    Kompost-Wärme nutzen

    Der neue Garten braucht einen Zaun. Das verlangt die Stadt, auch wenn er nur einige Jahre an dieser Stelle bleiben soll – eine Zusage gibt es bisher nur für ein Jahr. Der Zaun koste aber 16 000 Euro, sagt Petzold. Die kann und will er nicht zahlen. Er hat schon viel Geld in ein Chipsystem für die Schließanlage investiert, das den vielen Nutzern jeweils zu ihren Veranstaltungen die Türen öffnet. Wenn der Biergarten längerfristig in Betrieb bleiben soll, braucht er ein elektronisches Kassensystem. Auch das kostet. Nicht zu vergessen Brandschutz, Umweltschutz und was noch an Auflagen erfüllt sein will.

    Benoit Leleu macht sich in dem hallenartigen Anbau nützlich, der vorerst noch als Lagerraum stehen bleibt, später einmal jedoch einem mehrgeschossigen Neubau weichen soll. Leleu unterrichtet 3-D-Modelling an der Hochschule Esslingen. Er ist schon seit einiger Zeit auf der Kulturinsel aktiv, bekommt nun aber auch noch etwas Geld dafür. Denn im Mai ist das Reallabor GartenLeistungen angelaufen, an dem drei Urban-Gardening-Projekte sowie mehrere Hochschulen und Ämter aus Berlin und Stuttgart teilnehmen. Es geht darum, die „multidimensionalen Leistungen“ zu erforschen, die Urban Gardening in sozialer und ökologischer Hinsicht erbringt. Und daraus Handlungsempfehlungen für die Städte abzuleiten.

    Leleu schiebt die grüne Folie eines kleinen Gewächshauses zur Seite. Zu sehen sind kleine Töpfe mit abgeschnittenen Lauchstengeln. Sie bewahren die Wurzeln von Lauch und Süßkartoffeln den Winter über hier auf, erklärt er. Im Frühjahr schlagen sie neu aus. Tetrapack-Tüten liegen in einem Regal. Sie dienen als Pflanzbehälter. Unten im Gewächshaus steht ein eine Kiste mit Kompost, der die notwendige Wärme liefert. Leleu würde gern einen Biomeiler bauen. Bei der Gärung erhitzt sich der Kompost auf 60 Grad. Damit lässt sich ein Heizsystem betreiben.

    64 Pflanzen auf einem Quadratmeter: ein grüner Wasserfall

    Mehrere Helfer sind damit beschäftigt, die Materialien aufzuräumen, die nach Ende des Sommerfestivals „Stuttgart am Meer“ vor dem Stadtpalais hierher zurückgebracht wurden. Matu von der Künstlergruppe Madeplus macht gerade auf der Kulturinsel eine Ausbildung zum Marketingkaufmann. Leleu würde gern den blauen Container, der ungenutzt auf dem Parkplatz steht, zum neuen Inselgrün bringen, um ihn als Wassertank zu benutzen. Vorher müssen die Behörden aber genau nachsehen, ob sich darunter nicht etwa Eidechsen einnisten.

    Den Tank bräuchte Leleu für den „grünen Wasserfall“. Da das Inselgrün nun mit 188 Quadratmetern auskommen muss, wollen er und Petzold gern in die Höhe bauen. Eine mit Solarpanels betriebene Pumpe soll Wasser aus einem 1000-Liter-Tank zwei Meter hoch in vier Kanister pumpen. Feuchtigkeitssensoren steuern die richtige Wassermenge, um Pflanzen auf mehreren Regalbrettern zu bewässern. Im Hof der Kulturinsel sind auch bisher schon drei Systeme zu sehen, um auf engem Raum möglichst viel anzubauen. 64 Pflanzen auf einem Quadratmeter: wie das geht, möchte Petzold den Kulturinselbesuchern vermitteln, damit sie es auch auf ihrem Balkon daheim anwenden können.Im Moment hat Petzold allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Auf die Zusage für den neuen Standort folgte eine Auszeichnung vom Verschönerungsverein. Ende November ist er mit einigen Mitstreitern nach Berlin gefahren, um das Urban-Gardening-Projekt Himmelbeet im Wedding kennenzulernen, das ebenfalls am Reallabor GartenLeistungen beteiligt ist. Gleich anschließend war er im westfälischen Münster zur Konferenz „Zukunftsstadt“ des Bundesforschungsministeriums eingeladen. Keynote-Redner war der Stadtplaner Jan Gehl. Petzold hat das Inselgrün auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vorgestellt und an Workshops teilgenommen.

    Schluss mit Zigarettenwerbung

    Dann kam die Bezirksbeiratssitzung, wenige Tage später ein Beteiligungs-Workshop, zu dem ungefähr 130 Bürger erschienen, und zu guter Letzt überreichte ihm die BW-Bank einen Scheck über 1500 Euro. Die Kulturinsel wird es brauchen können, vielleicht als Startkapital für den grünen Wasserfall. Und noch ist es nicht offiziell, aber es stand bereits in den „Stuttgarter Nachrichten“: dass die Kulturinsel im Doppelhaushalt des Gemeinderats mit einem jährlichen Zuschuss von 175 000 Euro bedacht werden soll. Damit wäre der weitere Betrieb gewährleistet. Denn wie bisher kann es nicht weiter gehen. Zum Jahresende löst Petzold seine Marketingagentur auf. Er möchte nicht länger Zigarettenwerbung machen, sondern als sozialer Unternehmer tätig sein.

    Und er hat große Pläne, die er nun zusammen mit der Stadt Schritt für Schritt umsetzen will. Dort wo jetzt der Anbau als provisorische Lagerhalle dient, soll der Hobbyhimmel hin: Eine 400 Quadratmeter große Quartierswerkstatt, wo Jede/r mit oder ohne Anleitung Ideen verwirklichen und kaputte Dinge reparieren kann. Der Biergarten soll bleiben und neuer Quartiersmittelpunkt des Gebiets Neckarpark und des Veielbrunnenviertels werden. Dazu braucht es ein Lärmkonzept, denn ein Bewohner der angrenzenden Häuser will keinerlei Ruhestörung tolerieren.

    Geplant ist auch deshalb ein zweiter Flügel auf der anderen Seite, wo bis Anfang des Jahres die Güterabfertigungshalle stand. Das Inselgrün soll dann aufs Dach dieses Gebäudes. Petzold hatte zuerst das Gelände in Erbpacht übernehmen wollen und auf Hilfe von Sponsoren gehofft. Doch nun will die Stadt selber bauen, sagt er. Ihm kann es recht sein, auch wenn er einen Teil seiner Verantwortung abgeben muss. In einen Bauteil vorn zieht das Stadtteilhaus ein. Damit der Hof nicht zu schattig wird, sollen Teile der Neubauten großzügig verglast werden. An der offenen Seite des Hofs sind Container vorgesehen, die als Lärmschutz dienen.

    Bis es soweit ist, können noch einige Jahre vergehen. Doch die Keime sind gelegt. Wenn der Frühling kommt, wird aus dem Wurzelwerk etwas Neues herauswachsen.

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  • Forscher setzen sich für Erhalt von GGs ein

    (alerts)
    Bauprojekte bedrohen urbane Gärten in Stuttgart und Berlin: Forscher empfehlen Kommunalpolitik Stadtgärten zu erhalten
    https://idw-online.de/de/news729264 (mehr …)

  • IG Lich hat sich gut entwickelt

    (Mail)

    der Internationale Garten Lich ist noch da.

    Er besteht aus 17 Einzelparzellen und mehreren Gemeinschaftsflächen. Wir verstehen uns als interkulturell. Vertreten sind im Momenr folgende

    Herkunftsländer: Deuschland, Russland, ex Sowjetrepubliken Kasachstan und Usbekistan, Kroatien, Türkei, Frankreich, Vietnam, Syrien, Afghanistan. Nebeneinander aus der Türkei Türken und Türkinnen, Kurden und Kurdinnen, Zaza. Aus Russland „echte“ Russen und Russlanddeutsche.

    Im Moment sind alle Parzellen vergeben. Es finden 4 Pächterversammlungen im Jahr und 3 mal Gemeinschaftsarbeit

    Wir machen einen Stand beim Historischen Markt im Frühjahr, wir grillen im Garten im Sommer und werden kleinere musikalische Veranstaltungen planen.

    In den Kulturtagen 2019 waren wir mit einem Vortrag mit Bildern zum

    Thema: „Wurzeln schlagen“

    Ein Werkzeugschuppen wurden von 2 Künstlerinnen bemalt. Die Bilder stellen bedrohte Arten dar.

    Probleme: Wir konnten noch nicht alle davon überzeugen, einen eigenen Kompost zu machen. Im Sommer waren viele frustriert, weil die Wasserversorgung eine Weile ausfiel.


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  • Gute Ernte im Campusgarten Chemnitz

    (mail)

    unsere Saison war sehr schön. Wir hatten genügend Menschen, die sich um den Garten gekümmert haben und damit eine große Ernte, wie nie zuvor. Wir essen diese Woche die letzten nachgereiften Tomaten. 🙂
    Leider haben wir uns zu Beginn der Saison von unseren Hauptunterstützer (StuRa) getrennt, da die Zusammenarbeit nicht mehr für uns tragbar war. Das Studentenwerk, dem die Fläche gehört, hat uns währen lassen, da sie das Projekt sehr, sehr unterstützenswert finden, jedoch müssen wir nun eine Organisation (o.ä.) gründen, um als eine rechtliche Körperschaft weiterhin mit dem Studentenwerk kooperieren zu können. Das ist gerade unser Hauptthema und unsere Hauptsorge, da niemand einen Verein o.ä. gründen möchte und wir auch nicht einfach auf einen bestehenden Verein aufspringen dürfen, da der Zweck des Vereins eine studentische Zielausrichtung haben muss. Wir wollen uns im Januar auf die nächsten Schritte einigen.
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  • Küchengärten Westerstede: nächstes Jahr Baumaßnahmen

    (Mail)
    Wir sind im kommenden Jahr mit Baumaßnahmen auf dem öffentlichen Gelände an unserem Garten konfrontiert, so dass wir unsere

    Gemeinschaftsaktivitäten für die Öffentlichkeit in 2020 eher reduzieren möchten.

    Unser Gartenprojekt läuft sehr gut und wir sind auf dem öffentlichen Gelände der Stadt Westerstede mit verschiedenen Akteuren

    rundum Garten, Natur- und Klimaschutz vernetzt.


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  • Mäuse und wenige Mitgärtnernde in Gießen

    Die Saison lief leider gar nicht ganz so gut im Vergleich zur ersten. Wir haben ein großes Mäuseproblem, dass sich immer weiter ausbreitet und dessen wir noch nicht entgegenwirken konnten und dieses Jahr hatten wir wesentlich weniger Menschen, die mitgegärtnert haben, leider. Wir haben bereits Jadgvogelstangen und Lebendfallen aufgestellt gegen die Mäuse, aber das hat nicht geholfen. Zudem wurden uns ärgerlicherweise einige Kürbisse und andere Sachen stibitzt.

    Davon abgesehen, sind eigentlich alle Sachen gut aufgegangen und wir konnten viel ernten. 
    (Stadtacker Gießen) (mehr …)

  • 500.000 Euro für Konzept und Machbarkeitsstudie

    alerts

    […]
    Zusätzlich stellen die Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag zur Erarbeitung eines Konzepts, einschließlich einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des neuen Programms „Dach- und Fassadenbegrünung, Waldgärten und Urban Gardening“ im Rahmen des Programms „Grün in der Stadtentwicklung“, 500.000 Euro bereit.

    https://www.vermieter-ratgeber.de/starkes-zeichen-fuer-alle-genossenschaften-deutschland (mehr …)

  • Urban gardening als Teil einer Smart living Ausstellung

    (alerts)

    […]
    In der Ausstellung wird unter anderem das nachhaltige Projekt „Selbstversorgersiedlung UPSIDE“ am Siebentischwald in Augsburg präsentiert. Die autofreie Siedlung ist an die natürliche Umgebung angepasst, freie Flächen dienen der Landwirtschaft oder sind mit Streuobstwiesen versehen. Die Bewohner der Siedlung kümmern sich gemeinsam um ihre Ernte. Die Wohnhäuser sind aus regionalen Materialien gebaut und mit Gewächshäusern im Erdgeschoss, begrünten Wänden und Dächern ausgestattet. In allen Wohngebäuden steckt ein ausgeklügeltes Energiekonzept mit nachhaltiger Wärmedämmung und natürlichen Temperaturspeichern.

    Für das urbane Umfeld hat das „büro für bauform“ aus Nürnberg ein „PlantHouse“ entworfen. Es basiert auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit und veränderten Lebensweisen im Zeichen des Klimawandels. Für die Realisierung des Projekts wurde in der Nürnberger Innenstadt ein kriegsgeschädigtes Gebäude aus der Gründerzeit gewählt und mit einem integriertem Urban Rooftop Garden ausgestattet. Das begehbare Dach ermöglicht Urban Gardening und ist zugleich eine qualitativ hochwertige Aufenthaltsfläche. 

    Aber es geht auch kleiner: Mit dem Plantcube von Agrilution (München) entsteht der eigene Designgarten von morgen in der Küche. In einem Glasschrank mit den Maßen eines kleinen Kühlschranks werden Kräuter oder Salate in Schalen gezüchtet, die das ganze Jahr frisch geerntet und verarbeitet werden können. Der Plantcube ist ein vollautomatisierter Gewächsschrank, der in geschlossenen Räumen verwendet wird und den Pflanzen perfekte Wachstumsbedingungen bietet.
    […]
    https://www.lifepr.de/pressemitteilung/flughafen-muenchen-gmbh/Ausstellung-Smart-Living-am-Flughafen-Muenchen-zeigt-die-Wohnloesungen-von-morgen/boxid/778459 (mehr …)

  • Fläche für GG der VHS Eching in neuer Bauleitplanung eingeplant

    (alerts)

    Eine üppige Erweiterung bekommt die Echinger Kleingartenanlage entlang der Autobahn A9. Rund 1,8 Hektar bis hin zur Bahnlinie im Norden sollen für Kleingärten ausgewiesen werden, hat der Planungsausschuss des Gemeinderats nun einstimmig entschieden. Die 1984 zuletzt erweiterte Anlage kann den Bedarf am Ort nach Schrebergärten längst nicht mehr bedienen.

    Zum Einstieg in die Erweiterungsplanungen hatte es noch geheißen, die komplette Freifläche zwischen Autobahn und Goethestraße, Kleingartenanlage und Bahnlinie solle komplett überplant werden. Jetzt hat das Rathaus die verbleibende Fläche entlang der Goethestraße doch ausgeklammert, und der neu zu erstellende Bebauungsplan regelt nur die Kleingartenanlage plus nötiger Infrastruktur.

    Die Parzelle ist im Gemeindebesitz. Bis auf 40 Mieter Abstand zur Autobahn dürfte sie ohnehin überhaupt nicht mit Wohnraum bebaut werden, weitere 60 Meter nur sehr eingeschränkt. Aktuell ist das Grundstück zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet.

    Außerdem hat sich am Südrand ein „Urban-gardening“-Projekt der Volkshochschule angesiedelt. Für diese Initiative soll auch im neuen Bauleitplan wieder eine Fläche freigehalten werden, heißt es im Aufstellungsbeschluss ausdrücklich. Ob das an gleicher Stelle sein wird, blieb dagegen offen. (mehr …)

  • Finanzierung für P-Garten in 2020/21 gesichert

    Prinzessinnengärten machen weiter

    Senat sichert Finanzierung für das ökologische Gemeinschaftsprojekt in Kreuzberg

    • Von Marie Frank
    • Lesedauer: 3 Min.
    In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.
    In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.

    Foto: nd/Ulli Winkler

    Seit zehn Jahren gibt es in Kreuzberg ein kleines grünes Biotop, das sich der Verdrängung rund um den Moritzplatz widersetzt: Die Prinzessinnengärten sind so etwas wie das gallische Dorf von Naturschützer*innen mitten im Herzen von Berlin. Doch während der Senat angesichts der öffentlichen Klimadebatte über die Ausrufung einer »Klimanotlage« diskutiert, bangt Berlins bekanntestes Urban-Gardening-Projekt um seine Zukunft.

    Denn im Haushalt 2020/21 waren die beantragten Mittel für den rund 6000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten zunächst überhaupt nicht enthalten. Für Marco Clausen, der das Projekt vor zehn Jahren mit aufgebaut hat, angesichts der klimapolitischen Debatte völlig unverständlich. »Beim Klimaschutz gibt es viel Symbolpolitik, wenn es aber darum geht, Orte wie die Prinzessinnengärten finanziell oder planungsrechtlich zu sichern, passiert nicht viel«, kritisiert er. »Ohne die Finanzierung können wir nächstes Jahr nicht mehr aufmachen.«

    200 000 Euro wurden für den Haushalt 2020/21 zum Erhalt der Prinzessinnengärten beantragt. Laut Clausen angesichts der hohen Betriebskosten eine »überschaubare Summe«. Dennoch sei der Antrag im Umweltausschuss abgelehnt worden, im Hauptausschuss habe er es nicht einmal auf die Tagesordnung gebracht. Stadtgärtner Clausen dachte schon ans Aufgeben, bis diesen Mittwoch ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen alles veränderte. »Wir haben für die Prinzessinnengärten und den Himmelbeet Gemeinschaftsgarten 300 000 Euro zusätzlich pro Jahr eingestellt«, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Daniel Wesener, dem »nd«. »Damit haben wir die finanzielle Vorsorge getroffen, um diese beiden Orte zu erhalten.«

    Insgesamt 4 880 000 Euro sind jährlich im Rahmen der Strategie »Stadtlandschaft« für die rund 100 Berliner Stadtgärten vorgesehen. Dazu kommen die Gelder für die Gemeinschaftsgärten. Wie viel Geld welches Projekt letztlich bekommt, kann Wesener noch nicht sagen. Clausen freut sich trotzdem: »Dann geht es nächstes Jahr auf jeden Fall weiter!«

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1129606.berlin-kreuzberg-prinzessinnengaerten-machen-weiter.html?fbclid=IwAR3UDhWA_NFttlTAdIgVMGrKiJY_Rw32Vzl87mCwqGe67KFdOn-n2M1jzVo

    und TAZ-ARtikel vom 6.12.:
    BERLIN taz | Marco Clausen steht im derzeit wohl lautesten Garten Berlins. Er sagt: „Für 150 Millionen ziehen die hier nebenan Luxusgewerbe hoch.“ Während er das sagt, röhrt auf der einen Seite der Prinzessinnengärten ein Bagger, auf der anderen rattert ein Presslufthammer. Große gelbe Kräne rotieren hinter Bauzäunen auf beiden an die Prinzessinnengärten angrenzende Baustellen.

    Früher war nebenan der Autoverleih Robben & Wientjes, der sein Gelände profitabel verkaufte. 150 Millionen Euro will die Firma Pandion dort investieren – entstehen soll hauptsächlich Gewerbe für Start-ups und Gastronomie. Und auch auf der anderen Seite des Garten­projekts sollen schicke Büroflächen für „kreatives Arbeiten im Kreuzberg-Kiez“ entstehen.

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    Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz sind derzeit noch so etwas wie ein grüner Tupfer ­inmitten eines sich immer weiter verändernden Stadtteils. Clausen sagt: „Wenn sich die Nachbarschaft weiter so schnell wandelt, wohnen die Menschen gegenüber hier in zehn Jahren nicht mehr.“ Er deutet auf die Otto-Suhr-Siedlung, von der die Deutsche Wohnen 2013 große Teile kaufte – Mieterhöhungen ließen in dem armen Kiez nicht lange auf sich warten. Zwischen den Neubauprojekten ringsum ist der 2009 gegründete Gemeinschaftsgarten hier einer der verbliebenen Freiräume.

    Während Clausen am Mittwochnachmittag über den Kiez spricht, fürchtet er noch um die Zukunft des Gartenprojekts. Doch die gute Nachricht ist: Später am selben Tag ist die Existenz der Prinzessinnen­gärten gerettet. Der Senat fördert das Gartenprojekt erstmals mit 600.000 Euro für zwei Jahre. Kurz vor knapp winkte der Haushaltsausschuss einen noch eilig eingebrachten rot-rot-grünen Änderungsantrag durch, nachdem der Förderungsantrag ­zuvor im Umweltausschuss versandet war. „Es war eine Not-OP in allerletzter Sekunde“, sagt Daniel Wesener, der für die Grünen im Haushaltsausschuss sitzt.

     

    Prinzessinnenparty An den beiden kommenden Samstagen feiern die Trägervereine der Prinzessinnengärten am Moritzplatz zugleich Abschied und Neuanfang. Am 7. 12. wird zwischen 13 und 18 Uhr zu Musik geladen und besprochen werden, wie es mit dem Freiraum in Kreuzberg weiter­gehen soll. Am 14. 12. soll Abschied gefeiert werden, weil ein Teil des Kollektivs nach Neukölln umzieht.

    Himmelbeet Trotz der Förderung durch den Senat ist für das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet der Verbleib unklar. Auf ihrer jetzigen Fläche auf einer ehemaligen Brache am Leopoldplatz können die Gärtner*innen nur bis Ende Oktober 2020 bleiben. Eine Ausweichfläche am Mettmannplatz wird nun doch von der Deutschen Bahn beansprucht. Das Gartenprojekt sucht weiter nach Alternativen. (gjo)

    Auch das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet, das dringend nach einer Fläche sucht, soll nun mit jährlich 300.000 Euro gefördert werden. Insgesamt fördert R2G Gartenprojekte und Ähnliches im Rahmen der Strategie Stadtlandschaft im Doppelhaushalt 2020/21 mit jährlich 4,8 Millionen Euro.

    Bis zuletzt war unklar, wie Bildungsarbeit und Garten finanziert werden sollten, nachdem ein großer Teil der Gärtner*innen Anfang des Jahres nach Neukölln abgewandert war. Vielen war das Gärtnern auch unter dem Ansturm von bis zu 800 Besucher*innen täglich zu anstrengend. Sie fanden eine Fläche auf dem geschlossenen Neuköllner Jacobi-Friedhof (taz berichtete).

    Ein Teil des Kollektivs wollte jedoch aus stadtpolitischen Gründen unbedingt bleiben, darunter auch Clausen. Er sagt, die vielen Besucher*innen seien eine gute Möglichkeit, kulturelle und sozialökologische Bildung anzubieten. Den Garten aufzugeben käme für Clausen nie in Frage – auch weil das Projekt lange mit Anwohner*innen gegen den Verkauf der landes­eigenen Fläche an Investoren gekämpft hat. Man kümmere sich auch um Obdachlose am Moritzplatz, federe so manchen Konflikt ab.

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    Einen Mietvertrag hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereits Ende November in Aussicht gestellt. Der Prinzessinnengarten sei ein Vorzeigeprojekt und „wichtiger Beitrag zur sinnvollen Nutzung des öffentlichen Raumes, zum Stadtklima und zur Ergänzung einer wohnortnahen Versorgung“, ließ Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) mitteilen.

    Unter Wowereit sollten die rund 5.600 Quadratmeter noch verscherbelt werden. Der Widerstand der Gärtner*innen stieß 2012 eine breitere Diskussion über Liegenschaftspolitik an. „Wir wollen hier weiter für Freiräume kämpfen“, sagt Clausen heute – „in jedem Kiez braucht es Orte für Naturbildung.“ Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wolle er gemeinsam mit Anwohner*innen ein festes ökologisches Bildungszentrum aus dem Garten machen und dazu gehöre eben auch Finanzierung.

    Blick von den Prinzessinnengärten aus auf das NachbargrundstückDrüben wird gebaut: Endlich mehr Platz für Co-Working und Start-Ups Foto: Gareth Joswig

    Bisher hat das Land finanziell weder die Bildungsarbeit noch die Pflege der ökologischen Naherholungsfläche gefördert. Was den Senat aber nicht daran hinderte, auf seinem Touri-Portal Visit Berlin mit dem kultigen Urban-Gardening-Projekt um Touris zu buhlen. Hashtag Be Berlin. Die New York Times und CNN berichteten, deutsche Medien sowieso.

    Über die nun doch noch zustande kommende Förderung ist Clausen gleichzeitig erleichtert und überrascht: „Es muss nicht immer so ein Krimi sein, aber es ist eine total gute Nachricht, dass es überhaupt eine Perspektive gibt“, sagt er.

    Umso optimistischer dürfte die Feier am Samstag in den Prinzessinnengärten werden, bei der die vergangenen zehn Jahre gefeiert werden, aber auch gemeinsam überlegt werden soll, wie es nun am Moritzplatz weitergehen soll. Der Chor der Statistik wird singen, ebenso wird the incredible Herrengedeck ihren Chanson-Punk spielen. Ab April 2020 sollen die Prinzessinnengärten dann wieder regulär öffnen.

    Die Unterstützung von Urban Gardening war ein Anliegen des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags. Einige der Vorhaben sind laut Senatsverwaltung für Umwelt von Regine Günther (Grüne) auf dem Weg: Seit Oktober gebe es einen festen Ansprechpartner für Urban Gardening. Man erarbeitete zudem ein gesamtstädtisches Konzept für gemeinschaftliches Gärtnern, zudem soll eine Website für Gartenprojekte Anfang des Jahres online gehen. Um zudem die versprochenen grünen Hauptwege auszubauen, stünden für den Flächenkauf weitere 10 Millionen Euro aus dem Siwana-Fonds zur Verfügung. Und auch die Kleingärtnerei werden mit jeweils 150.000 Euro gefördert.

    Vorstellbar sei nun vieles, so Clausen. Neben ökologischem Gärtnern soll für stadtpolitische Projekte und Initiativen möglich sein, die hoffentlich bald festen Räume der Gärten kostenfrei für Veranstaltungen zu nutzen. Clausen sagt: „Es soll ein Ort zum Gestalten werden.“


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  • Erfurt: Wettbewerb für essbare Stadt Hochbeete

    In den vergangenen zwei Jahren hat das Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt Erfurt mit dem Projekt „Urban Gardening – Essbare Stadt“ an insgesamt sieben Standorten in Erfurt Hochbeete kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ins Leben gerufen wurde die Aktion aufgrund eines Stadtratsbeschlusses. Im kommenden Jahr sollen die Karten neu gemischt und dem Urban-Gardening-Projekt neuer Schwung verliehen werden.

    „Urban Gardening“ erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen entdecken, dass auch in der Stadt auf kleinem Raum blühenden Pflanzen und sogar Obst und Gemüse selbst angebaut werden können. Das Garten- und Friedhofsamt will das Gärtnern in der Stadt weiter unterstützen und ruft zur Beteiligung auf. Gesucht sind kreative Ideen und Konzepte für Hochbeete. Wie soll das Hochbeet gestaltet werden? Was soll gepflanzt werden? Das Thema „Essbare Stadt“ mit dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern soll weiterhin im Vordergrund stehen, grundsätzlich sind der Kreativität aber keine Grenzen gesetzt. Gerne darf das Hochbeet unter einem bestimmten Motto stehen. Die Themen Umwelt (Insekten, Vögel), Miteinander, Produktion, Wissensvermittlung, Nachhaltigkeit usw. können und sollen einbezogen werden. Die vom Garten- und Friedhofsamt verwendeten, mit Holz eingefassten Beete sind 1 Meter breit und 1,20 Meter lang.

    Unter den eingereichten Beiträgen werden bis Ende Februar 2020 von einer Fachjury bestehend aus Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamts die besten Konzepte ausgewählt. Bewertet werden Bepflanzung und Gestaltung, die Zusammenstellung der Pflanzen, Kreativität und ökologische Aspekte. Je nach Standort werden den Gewinnern ein bis drei mit Pflanzsubstrat befüllte Hochbeete für das Gartenjahr 2020 zur Verfügung gestellt, um ihr eingereichtes Konzept selbständig umzusetzen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020. Die Beiträge können per E-Mail oder Post in Form von Skizzen, Collagen, Beschreibungen etc. auf maximal einer A4-Seite an das Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt Erfurt, Heinrichstraße 78, 99092 Erfurt unter dem Kennwort „Urban Gardening – Essbare Stadt 2020“ übermittelt werden.

    https://thib24.de/14997/erfurt-sucht-ideen-zum-thema-urban-gardening-essbare-stadt/ (mehr …)

  • neue Fläche für Himmelbeet steht wohl doch nicht zur Verfügung

    (alerts)
    Der Mettmannplatz war als neuer Standort für den Gemeinschaftsgarten „Himmelbeet“ im Gespräch. Das Bezirksamt hatte dafür im Sommer seine Unterstützung zugesagt (wir haben berichtet). Doch daraus wird wohl nichts. Wie Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne) am vergangenen Donnerstag in der BVV informierte, steht der Platz „mittelfristig“ nicht zu Verfügung. Das Problem: Dort überlagern sich bereits mehrere Planungen. Teilweise gehören wohl Flächen der Bahn. Und auch ein Spielplatz sei geplant. „Das, worauf wir Zugriff haben, finde ich zu klein für Himmelbeet“,  sagte Weißler. „Wir suchen andere Lösungen.“

    Die Gemeinschafsgärtner sind enttäuscht – auch von der Kommunikation des Bezirksamtes. „Erfahren haben wir davon über soziale Medien“, heißt es in einer Mail an den Tagesspiegel. Das sei besonders schade, da Sabine Weißler und Stephan von Dassel (Grüne) im August zugesagt hätten, erste wichtige Schritte zur Prüfung des Mettmannplatzes zu gehen und den Stand innerhalb von drei Wochen an „Himmelbeet“ zurück zu melden. „Seitdem sind mehr als drei Monate vergangen und es ist nichts passiert.“

    Zum 31. Oktober 2020 muss das „Himmelbeet“ umziehen. Auf den alten Platz zieht dann das Fußballbildungsprojekt „Amandla“. Seit mehr als drei Jahren versuchen die Gärtner eine neue Fläche für den Gemeinschaftsgarten im Wedding zu finden. Sieht so aus, als würde die Suche weitergehen
    https://leute.tagesspiegel.de/mitte/macher/2019/11/27/104435/himmelbeet-zieht-wohl-doch-nicht-ans-weddinger-nordufer/ (mehr …)

  • Das von der Uni Rostock nitiierte Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten wird ausgezeichnet.

    (alerts)
    Das von der Uni initiierte Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten wird ausgezeichnet.
    Eine besondere Ehrung haben Forscher der Rostocker Universität erfahren. Sie wurden vergangene Woche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der deutschen Unesco-Kommission für ihr Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten (BNE) ausgezeichnet. Dieses wurde vom Institut für Grundschulpädagogik der Universität Rostock initiiert.

    „Wir freuen uns“, sagt Frederik Ernst, der zu dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Lehrerbildung promoviert. Wie Nachhaltigkeit gelebt werden kann, zeigt das Rostocker Netzwerk. „Hier geht es darum, gemeinschaftlich konkrete Handlungsoptionen zu erfahren“, so Ernst. Jung und Alt im Garten zusammenzubringen, den Naturbezug zu stärken und zu erfahren, welche Apfelsorten es gibt und warum diese zu dieser Jahreszeit besser für das Klima und die Umwelt sind als Bananen, all das seien Themen.

    Sich mit verschiedenen Menschen im Garten ausprobieren

    „Nachhaltige Entwicklung beinhaltet aber auch einen sozialen Aspekt, der in Gemeinschaftsgärten wie zum Beispiel den Kleingartenanlagen eine große Rolle spielt“, betont der Forscher. Die Rostocker Kleingartenwelt sei sehr engagiert und stadtpolitisch aktiv. Auch das biete ein hervorragendes Lernfeld. Außerdem gebe es laut Ernst viele weitere spannende Gartenprojekte in der Hansestadt. Ziel sei es, dass bei dieser Arbeit alle an einem Strang ziehen und mit ganz verschiedenen Menschen im Garten ausprobieren, wie nachhaltiges Leben konkret aussehen könne und so den Garten als Bildungsort zu stärken, betont Ernst.

    Sich gegenseitig helfen

    „Ein nachhaltiges Leben beinhaltet neben der Umwelt und der Wirtschaft auch die soziale Komponente. Gemeinschaftsgärten würden sich dazu hervorragend eignen“, bricht Ernst eine Lanze für diese Art des Gärtnerns. „Man hilft sich beim Gießen, tauscht Gartenwissen und Pflanzen aus, plant gemeinsame Feste, engagiert sich zum Beispiel als Kleingarten in der Stadtpolitik, verbringt gemeinsame Tage im Garten und baut sein eigenes Biogemüse vor der Haustür an.“ Wer zu viel habe, verschenke es. „Das alles ist konkret gelebte Nachhaltigkeit“, so Ernst. Ziel der Netzwerkarbeit sei es, die vielen Initiativen in Rostock zusammenzubringen und Bildung für nachhaltige Entwicklung generationsübergreifend und über alle Bildungsebenen mit Freude im Garten umzusetzen.

    Mit allen Sinnen erleben

    Die Jury würdigte die Rostocker Uni-Initiative so: „Der Erlebnisgarten ist ein Gemeinschaftsgarten für alle Netzwerkpartner, in dem Schulgartenseminare veranstaltet werden und selbstverwaltete Veranstaltungen stattfinden.“ Hier können Studierende Bildung für nachhaltige Entwicklung mit allen Sinnen erleben und daran ganzheitlich aktiv mitgestalten. So zeige das Netzwerk im städtischen Kontext beispielhaft, wie Nachhaltigkeit gelebt werden könne, hob die Jury hervor.

    – Quelle: https://www.nnn.de/26477742 ©2019

    – Quelle: https://www.nnn.de/26477742 ©2019 (mehr …)

  • Berlin: GGs auf Friedhofsflächen

    urban Gardening auf alten GräbernEs gibt deutlich mehr Urnen- als Erdbestattungen. Das bedeutet, auf den Friedhöfen wird Platz frei. In Berlin sollen brachliegende Friedhofsflächen deshalb verstärkt für Erholungs- und Bauprojekte genutzt werden.

    Grund sei die sich verändernde Bestattungskultur, sagte der Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte (EVFBS), Pfarrer Klaus-Ekkehard Gahlbeck, dem Evangelischen Pressedienst. Die Zahl der Urnenbeisetzungen steige kontinuierlich, sagte Gahlbeck: „Früher war das Verhältnis zwischen Erdbeisetzungen und Urnenbeisetzungen etwa bei 80 zu 20. Heute ist es genau umgekehrt.“

    Der Friedhofsverband verwaltet in der Berliner Innenstadt 46 Friedhöfe und entwickelt Nachnutzungsmöglichkeiten für brachliegende Flächen. Das Spektrum reicht von Urban Gardening Projekten – also dem gemeinschaftlichen Gärtnern in der Großstadt – über eine Gedenkstätte für das bundesweit einzige kirchliche Zwangsarbeiterlager im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Bau von Flüchtlingsheimen sowie sozialen Wohnungsbau. Die Projektfülle innerhalb eines Friedhofsverbandes ist Gahlbeck zufolge bundesweit einzigartig.

    Schulen, Kitas und Wohnheime

    In Berlin müsse für Nachnutzungen von ehemaligen Grabfeldern eine Ruhefrist von mindestens 20 Jahren als Pietätsfrist eingehalten werden, erklärte der Pfarrer. Danach gebe es eine weitere zehnjährige Pietätsfrist, die nur vom Berliner Senat aufgehoben werden könne.

    Der Friedhofsverband will im Zentrum Berlins brachliegende Friedhofsflächen zu zwei Dritteln für „grüne Projekte“ nutzen. So gibt es ein Urban Gardening Projekt im Stadtbezirk Neukölln. In Berlin-Kreuzberg ist ein Friedhofspark geplant, zu dem zahlreiche denkmalgeschützte Wandgräber von historischen Persönlichkeiten zählen. Ziel sei es, hochwertige Grünflächen zu schaffen und die Biodiversität zu erhöhen.

    Ein Drittel der Friedhofsbrachen in der Berliner Innenstadt soll als Bauland oder für Infrastrukturprojekte zur Verfügung gestellt werden, sagte Gahlbeck. Dazu zähle der Bau von öffentlichen Schulen, Kitas und Spielplätzen. In Kreuzberg und Neukölln sollen im kommenden Jahr zwei Flüchtlingswohnheime für insgesamt rund 350 Bewohner entstehen.

    https://www.evangelisch.de/inhalte/162811/22-11-2019/urban-gardening-auf-alten-graebern (mehr …)

  • Neuigkeiten aus dem Netzwerk

    (ANtworten zur NW-Aktualisierungsmail)

    Burghausen: der Wechsel der GärtnerInnen war in den letzten Jahren fortlaufend, aber die jetztige Gemeinschaft hat sich im Wortsinn zusammengerauft. Der Gargenbauverein Raitenhaslach hat noch immer die Patenschaft, die Stadt Burghausen unterstützt das Projekt aktiv.

    Landau: unser Interkultureller Garten in Landau in der Pfalz existiert immer noch und an den wehenden Länderfahnen entlang des Gartenweges sieht man, dass alle 25 Parzellen an Menschen aus zur Zeit 14 Nationen vergeben sind. 
    Unsere GärtnerInnen sind zwischen 0 und 83 Jahre alt und es gärtnern Menschen zusammen, die erst sehr kurz oder auch schon sehr lange in Deutschland leben. Dies sind neben Familien auch Einzelpersonen und zwei Studentengruppen der Landauer UNI. 

    Weil in unserem Garten auch gerne gefeiert wird, haben wir 2017 gemeinsam einen großen Freisitz gebaut, unter dem jetzt auch fast alle GärtnerInnen Platz finden. Auch in den Hängematten kann endlich geschaukelt werden, denn der Freisitz ist im Gegensatz zu unseren jungen Obstbäume groß und stabil genug für die Aufhängungen.

    Köln: Tja, wie es mit dem CampusGarten weitergeht, weiß ich auch nicht. Ich sollte das Projekt bis Oktober wieder ans Laufen bringen, aber das hat nicht geklappt – die Studierendenvertretung hat sich um gar nichts gekümmert, und die Nachbarn, die die Beete in Beschlag genommen haben, verweigern jede Kooperation und lassen alles vergammeln. Der Garten sieht aus wie Hund, die Pflanzkisten fallen auseinander und niemand möchte sie reparieren (das wäre ja Arbeit und kein Spaß), und die Studierenden, die mitmachen wollten, wurden angepöbelt und vertrieben, weil die Nachbarn „‚ihre“ Kisten nicht teilen wollen. Die Aussaaten für das studentische Projekt wurden zerstört, deswegen gab es auch kein Programm oder Projektarbeit. Jetzt sind Wahlen zur Studivertretung, vielleicht werden die Neoliberalen da abgewählt und die Ökos wieder stärkste Fraktion, aber selbst dann müsste der Garten abgerissen und neu aufgebaut werden.

    Jena: in unserem Garten „Buntes Gemüse“ ist alles beim Alten. Wir haben eine gute Auslastung und bauen auch stetig weiter aus: seit diesem Frühjahr haben wir einen Festwasseranschluss, um auch die sehr trockenen Sommer zu überstehen. Und im kommenden Frühjahr wollen wir (Dank der Spende vieler Fenster aus einer alten Schule) endlich unser Gewächshaus aufbauen.

    IG Oldenburg: „wir werden tatsächlich ab März umziehen und dann eine neue Adresse haben (Alter Postweg 1, 26133 Oldenburg). Da das Grundstück leider nicht ideal ist und es kein Gartengelände gibt, steht die Fortführung unseres interkulturellen Gartens auf der Kippe.
    Wir hatten bislang die komfortable Lage den Garten direkt an unserer Einrichtung des Stadtteiltreffs zu haben.  
    Ich kann es mir momentan auch nicht anders vorstellen. Ich warte allerdings erstmal die Situation im Neubau ab und ob sich vor Ort noch eine neue Möglichkeit auftut“

    Interkulturelle Gärten Bad Kreuznach: Frau Knoche nicht mehr Vorsitzende „Nach 10 jährigen Vorsitz habe ich mein Amt zur Verfügung gestellt. Dies hatte zur Folge, dass sich keiner bereit fand meine Nachfolge anzutreten.
    Mit einen Brandbrief habe ich die Gärtner vor die Wahl gestellt: Entweder ihr engagiert euch, oder der Garten muss geschlossen werden, denn dee ich r Verein ist der Rechtsträger. Dies hatte zur Folge, dass die Aktiven Gärtner sich nun mehr einbringen und auch für die Vereinsarbeit interessieren.
    Sie lernen mit der deutschen Bürokratie um zu gehen.
    Mit sehr viel Engagment hat der neue Vorstand Spende gesammelt, so dass wir in diesem Jahr eine eigene Wasserleitung bauen konnten und nun unabhängig sind.

    Omas Garten Berlin: OMAs Garten gibt es noch. Das „noch“ trifft es leider recht gut, denn wir müssen zum 31.12.19 ausziehen und sind auf der Suchen nach einem neuem Ort. Da wir momentan noch nicht 100%tig wissen, wo unsere 20 Hochbeete ab dem 01.01.20 unterkommen werden, möchten wir Euch bitten, OMAs Garten ab diesem Datum vorerst von Eurer Seite zu nehmen.
    unser Vermieter hat das Gelände abgegeben. Hier soll nächstes Jahr gebaut werden. Da eine mieterfreie Übergabe gewünscht ist, müssen wir leider aus unserem Flachbau ausziehen.
    Wir haben aber auch gute Neuigkeiten: unsere Hochbeet haben eine neue Bleibe zugesichert bekommen. Am 06.12. wandern sie auf die andere Seite der Spree, dem Spreeacker, in direkter Nähe zur HolzOMA

    Haslach gärtnert: Haslach gärtnert in Freiburg hat sich in diesem Herbst mangels Aktiver aufgelöst und ist zurück gebaut worden (öffentliche Fläche).
    die Fläche wird wieder eine Wiese im Park wie vorher. Schade um die Artenvielfalt, wir mussten alles rausnehmen, auch die Beerensträucher.
    Besonders traurig: der Park wird sehr gerne von Hundebesitzern frequentiert, mancherorts ist der Park ein reines Hundeklo. Das ist für uns auch ein Grund gewesen, dort nicht mehr weiter gärtnern zu wollen. Andere Standortprobleme kamen hinzu (sehr schattig, eingeschränkte Wasserversorgung).
    Wir könnte uns grundsätzlich vorstellen, an anderer Stelle weiter zu gärtnern. Momentan brauchen wir alle aber erstmal eine Pause und Platz für Anderes

    STuttgart-Feuerbach: Die Stadt Stuttgart hat uns nun zum zweiten Mal im Rahmen des Urban Gardening mit einem Preisgeld von 200 € bedacht.
    Damit werden wir uns für nächstes Jahr eine neue Aktion überlegen, evtl. einen „Naschweg“ mit Beerensträuchern.Die Stadt Stuttgart hat seit 1861 einen Verschönerungsverein http://www.vsv-stuttgart.de/index.php?article_id=1 welcher sich seither um das äußere Bild der Stadt kümmert und sehr rege ist. Alle zwei Jahre findet sowohl für das Urban Gardening als auch private Gärten ein Wettbewerb statt.

    Marburg: Die Stadtwaldgärten sind immer noch aktiv. Ich (Helga Pukall) habe die Gartenorganisation abgegeben (wird weiterhin über IKJG organisiert und finanziert), betreue aber noch das Gratisgartenprojekt, das gerade um einen Bereich für eine heilpädagogische Schulklasse erweitert wird. Die Gärten lagen ja wunderschön am Rand des Quartiers, jetzt wird es daneben ein großes Baugebiet geben für 900 neue Bewohner*innen, so dass die Gärten plötzlich zentral in der Mitte liegen. Ein spannender Prozess. Man findet sie auf der IKJGwebseite unter Erwachsene – Garten. Wenn Ihr den Garten wieder aufnehmen würdet, könnte ich ein aktuelles Bild schicken. Der Text auf der Webseite ist eigentlich ganz passend. Die Richtsberggärten: Der 2012 gegründete Verein verwaltet sich selbst, da bin ich nur am Rande beratend tätig.
    Der Gesundheitsgarten neben den Richtsberggärten, der 2012 bei der Netzwerktagung gerade im Entstehen war, ist inzwischen ein großes Projekt geworden mit einem Veranstaltungsprogramm und vielen dort aktiven Gruppen. Da betreue ich das Backhaus und den Kräutergarten.Das wird im Rahmen der „gesunden Stadt“ finanziert durch die Stadt Marburg.

    GemeinschaftsGarten Vilich-Müldorf: Es ist etwas ruhiger geworden im und um den Garten – unter anderem deshalb, weil die Idee der Hochbeete sich im ganzen Quartier ausgebreitet hat. So hat unser Garten das „Sensationelle“ verloren und ist zu einem integrierten Bestandteil des Stadtviertels geworden. Die Stadt hat das Grundstück bisher nicht zurückgefordert – und so gärtnern wir einfach weiter.

    Saarbrücken: der Status unseres Gemeinschaftsgartenprojekts (Parkbeet, Saarbrücken: in Planung) ist nach wie vor unverändert – mit dem Unterschied, dass der ursprünglich geplante Standort hinfällig ist. Wir sind aktiv auf der Suche nach einem alterantiven Standort und optimistisch, dass es bis zum nächsten Frühjahr klappen wird.

    Blohmgarten Berlin: Unser zehn jährige Nutzungsvertrag war in diesem Jahr ausgelaufen und wurde um weitere fünf Jahre verlängert

    Stuttgart: Bunt statt Grau: Wir haben es sogar zu einem Eintrag in dem Buch „Rein ins Grüne – Raus in die Stadt“  geschafft.
    Klein, aber drin.
    Und einen Preis vom „Verschönerungsverein“ in Stuttgart wurde uns in diesem Jahr überreicht.
    https://buntstattgrau.jimdo.com/presse-aktuell-1/

    Bielefeld: Sieker: Unser Gartenverein ist sehr lebendig. Am kommenden Montag wird er als vorbildliches Projekt der Sozialen Stadt in NRW gekürt. Es gibt auch einen WDR-Beitrag zu den Sieker Gärten. der Beitrag beginnt bei Minute 21:34: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-quarks-xl-ernte-extrem-102.html

    Infos bei Tagung „Soziale Natur“
    -Zusammen gärtnern: Stellen über Aktion Mensch, Projekt läuft 5 Jahre lang
    IG Buch muss umziehen, Unterkunft dort wird aufgelöst, neue Fläche schon gefunden, wieder Unterkunft,manche der Geflüchteten aus Buch ziehen da auch wieder ein, da keine Wohnungen gefunden werden
    – GG Prohlis (Dresden): in einem Sommer 70 neue Gärtner*innen aus den umliegenden Häsuern

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  • neuer GG in Köln Ehrenfeld geplant

    (alerts)
    Ein Stück Rasen an der Christianstraße, das zum Leo-Amann-Park gehört, soll zum „Gemeinschaftsgarten Ehrenfeld“ werden. Das Konzept einer Initiativgruppe liegt vor. Die Bezirksvertretung nahm es jetzt mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU und FDP an. Ziele des Projekts sind die ökologische Nutzung durch Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern, aber auch kultureller und sozialer Austausch. Zudem wird der Garten als Beitrag zu Klima- und Umweltschutz in der Stadt verstanden sowie als Bildungsort für Institutionen von Kindergarten bis zu Hochschulen.Der Anbau soll in Hochbeeten erfolgen. Bäume werden in Kübeln gesetzt. Kartoffeln werden in Säcken angebaut. Pflanzungen im Boden sind wegen eines Regenrückhaltebeckens unterhalb der Wiese nicht möglich.

    Die Stadtentwässerungsbetriebe gaben jedoch ihr Einverständnis für das Gartenprojekt unter der Bedingung, dass die Zufahrt sowie die Zugangsmöglichkeiten zum Becken gewährleistet bleiben.

    Zur Finanzierung bieten sich Mittel der Bezirksvertretung an. Die Initiative will sich aber auch um Geld von diversen Stiftungen bemühen sowie um günstige Bezugsquellen für Pflanz- und Saatgut. Das Gartenprojekt ist ein Ergebnis des „Runden Tischs“, der sich mit der Nutzung des Parks befasst. Anlass dazu sind Konflikte durch einen Teil der Parknutzer, die dort Alkohol und Drogen konsumieren.

    www.gartenwerkstadt-ehrenfeld.de

    https://www.ksta.de/koeln/anbau-in-kisten–kuebeln-und-saecken-33485926 (mehr …)

  • QuerBeet Hörde: Projektabschluss

    Essbare“ Hochbeete: Projektabschluss von „QuerBeet Hörde – Ernte deine Stadt!“

    Beliebte Kräuter und Gemüse in knallbunten Kisten zur beliebigen Ernte „QuerBeet Hörde – Ernte deine Stadt!“heißt die Aktion, die seit sechs Jahren Projekte der Urbanen Landwirtschaft in Hörde umsetzt. Jetzt feierten die Bürger den Projektabschluss.

    Entstanden sind der Gemeinschaftsgarten Schallacker, „essbare“ Hochbeete, ein Spalierobstbeet, Fenstergärten, Pflanztaschen und Workshops mit Schulen, und nicht zuletzt wurde die Idee für die Stadtteilgärtnerei Am Remberg entwickelt.

    Dreißig Hochbeete sind auf öffentlichen Straßen und Plätzen entstanden. Die Kräuter und das Gemüse in den knallbunten Kisten werden von Paten aus dem Hörder Einzelhandel, von lokalen Initiativen und der Nachbarschaft gepflegt und laden zum Naschen ein. Wer im nächsten Jahr ein Beet in Hörde übernehmen möchte, kann sich bei Gaby Schulten von der Hörder Stadtteilagentur, schulten@hoerder-stadtteilagentur.de oder Tel. 22 20 23 13 anmelden. Die Stadtteilgärtnerei, eine andere Querbeet-Idee, werde dagegen gerade erst geboren: Auf einer Brachfläche an der B 236 zwischen den Straßen Am Remberg und Obere Pekingstraße errichtet der Beschäftigungsträger GrünBau gGmbH mit der Stadt zur Zeit die nötigen Betriebs- und Sozialräume und bereitet den Boden auf. Im Frühling sollenn hier Langzeitarbeitslose frisches Gemüse, Ost und Kräuter zunächst für die Tafel anbauen.
    Ulrich Dreiskämper, Leiter des Stadterneuerungsprogramms in Hörde, zeigte sich erfreut, dass das Thema der urbanen Landwirtschaft auf so fruchtbaren Boden fiel. Er dankte dem Projektteam von QuerBeet und besondere den vielen ehrenamtlich Mitwerkenden, die das Thema der urbanen Landwirtschaft fortführen.

    Schon vorher besichtigten Besucher in zwei verschieden Exkursionen eine Auswahl der Orte, an denen die urbane Landwirtschaft in Hörde sichtbar geworden ist, wie die Hochbeete, den Gemeinschaftsgarten Schallacker und die Stadtteilgärtnerei. Nebenbei erfuhren die Gäste auch viel über Ideen, die letztlich nicht verwirklicht werden konnten, wie eine Pilzzucht, eine Aquaponik-Anlage oder den Anbau von Wein am Elias-Bahndamm.

    Das Projekt „Querbeet Hörde“ ist Teil des Programms „Soziale Stadt – Stadtumbau Hörde“ und wird finanziert mit Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt. Hörde und die Phoenix-Flächen sollen zusammenwachsen und sich gemeinsam entwickeln.

    https://www.lokalkompass.de/dortmund-sued/c-natur-garten/essbare-hochbeete-projektabschluss-von-querbeet-hoerde-ernte-deine-stadt_a1249452 (mehr …)

  • GG Tausendschön im WDR

    (MAil)

    jetzt ist es offiziell „Eine Prise Heimat“ ist der Titel für unsere Fernsehsendung vom WDR. 

    Von allen Gärten in NRW wurden vier ausgesucht – GreenFairPlanet mit seinem Gemeinschaftsgarten Tausendschön gehörte dazu. Wir haben uns nicht beworben. Wir wurden angerufen.

    Der Film ist 45 Minuten lang und wird zur besten Sendezeit im Frühjahr 2020 ausgestrahlt. Hauptdarsteller*innen sind die Menschen, die als Fremde in den Gemeinschaftsgarten kamen und Freundschaften mit einheimischen Bürger*innen geschlossen haben. Zwischenzeitlich leiten sie eigenständig Workshops und schaffen Zusammenleben und Teilhabe im ehrenamtlichen Engagement für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung in Minden.  


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  • Stadtacker Wagenhalle kann zunächst doch bleiben

    (alerts) […] Was passiert mit dem Stadtacker?“ Was die Kosten betrifft, „hat natürlich jeder seinen eigenen Standpunkt“, meint Lonni Görlach, Architektin und Mitglied des Urban-Gardening-Projekts „Stadtacker“, dessen rund 2000 Quadratmeter großes Areal von einem Opern-Interim am Inneren Nordbahnhof zunächst bedroht schien. Nun ist das Interim an eine andere Stelle gerückt, und die Initiative kann erst mal aufatmen. Lonni Görlach vom „Stadtacker“ (rechts) und Robin Bischoff, Kunstverein Wagenhalle. Lonni Görlach vom „Stadtacker“ (rechts) und Robin Bischoff, Kunstverein Wagenhalle. „Für uns ist die entscheidende Frage: Was passiert mit dem Stadtacker? Im Entwurf des Büros asp, das den städtebaulichen Wettbewerb gewann, ist er an der Stelle, wo er sich jetzt befindet, nicht vorgesehen. Und das Opern-Interim drohte vollendete Tatsachen zu schaffen. Von daher haben wir nun zunächst einmal Zeit gewonnen. Das Opern-Interim kommt in ungefähr fünf Jahren, alles weitere später. Ob der Stadtacker dann genau an dieser Stelle bleibt oder wie sich der Entwurf weiterentwickeln kann: Da ist jetzt der Druck raus. Immerhin haben wir gerade zum dritten Mal eine Auszeichnung des Verschönerungsvereins erhalten. Es ist einiges aufgebaut worden: an Pflanzen, der Boden. Der städtebauliche Entwurf soll ja auch nicht unabänderlich sein, sondern nach und nach weiterentwickelt werden. Das Kreativquartier soll als IBA-Projekt entwickelt werden. In diesem Prozess möchten wir als lokale Experten mitreden.“ […] https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/450/eine-schoene-wg-6311.html (mehr …)

  • Interkultureller Garten Bamberg

    (Projektbesuch)
    Der IG Bamberg ist auf einer langgezogenen Fläche, die – mit einer gemeinsamen Hecke – an eine Kleingartenanlage grenzt. AUf der anderen Seite ist ein Bienenprojekt (Bienenwabe). Gefährdet sind sie hier wohl nicht, wollen aber noch mal in den Vertrag gucken, wann sie wieder die Verlängerung beantragen müssen. Die Beete (ca. 30-35?) sind in einer Art Schlangenform nebeneinander dirtekt in der Erde. Die Beetgröße ist unterschiedlich, die meisten Beete bewirschaften 3 – 4 Leute zusammen (oder haben einen eigenen Anteil an einem Beet). Sie haben einen Brunnen, gegossen wir mit Gießkannen. In Kooperation mit einer Berufsschule wurde von den Schüler*innen ein Geräte/Unterstandshäuschen gebaut, das ein verlängertes Dach hat, was gegen Regen und Sonnen schützt und als Versammlungs- und Sitz/Feierort dient. Der Garten musste dafür nur die Materialkosten zahlen. Sie haben zu Projektbeginn einen Preis gewonnen und auch von der Stadt (?) ein bisschen Geld bekommen und haben davon auch nach fünf Jahren noch immer etwas. Die laufenden Kosten decken sie über die MItgliedsbeiträge.
    Konfliktträchtig ist der Kompost, doch nun gibt es jemanden, der sich da wirklich drum kümmert.
    Sie haben keinen wöchentlichen Gartentag o.ä., das hatten sie ausprobiert, wurde aber nicht angenommen. Alle treffen sich zu Festen und auch zu bestimmten „Einsätzen“, wie Heckeschneiden. Oder eben auch nicht alle, doch viele.
    Weitere Themen: wie erreichen wir alle mit unseren Infos, wir bekommen auf Nachfrage die Rückmeldung, dass Mails nicht gelesen werden, da es zu viele Mails gibt. Wie gelingt es, dass sich noch mehr Leute für die übergeordneten Belange des Gartens einsetzen? Wie können Konflikte gelöst werden und wie in einem interkultuellen Kontext überhaupt „richtig“ angesprochen werden. (mehr …)

  • Toni Karge neuer urban gardening Beauftragter Berlins

    Toni Karge, der u.a. im Himmelbeet aktiv war und das Projekt auch beforschte, ist der neue urban gardening Beauftragte Berlins.
    Angesiedelt ist er hier:
    Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
    Abteilung III Klimaschutz, Naturschutz und Stadtgrün
    Referat III C Freiraumplanung und Stadtgrün
    Eine seiner Aufgaben ist die Erabeitung eines Gesamtkonzepts (urban gardening), wofür es aber bisher keine Konkretisierung gibt. Er suchte daher nach Infos/best practice aus anderen Städten. Was machen die für die Gemeinschaftsgärten.
    Er denkt in Richtung Förderung (Materialien, Finanzen), Flächen, Fortbildungen, Beratung etc.
    In unserem Gespräch fand er besonders interessant, dass die Stadt Essen die Initiativen fördert, ohne dass diese einen Rechtsträger haben müssen (er konstatiert eine Angst der Verwaltung, Bürger*innen/Privatpersonen Gelder zu geben für z.B. Gemeinschaftsgärten), das Flächenportral der Stadt Bonn (in Berlin derzeit noch ein weiter Weg zu sowas), die Fortbildungsreihe in Freiburg und die unkomplizierte Unterstützung in Frankfurt. Er will im Dialog mit den Projekten klären, was deren tatsächliucher Bedarf ist und nicht an ihnen vorbei was entwicklen.
    Sein erster Eindruck nach der ersten Zeit im Amt: ist ein dickes Brett in Berlin und das Thema ist in der Verwaltung noch nicht wirklich angekommen, wird nicht für wichtig erachtet.
    Es gibt noch jemanden, der (oder die)? bei der Senatsverwaltung für Justiz für das Thema „essbare Stadt“ angestellt ist (da ist der Verbraucherschutz angesiedelt) und auch noch jemand für ?? bei Sen Stadtentwicklung. Mit beiden steht er in Kontakt und versucht diese Art von Netzwerk weiter zu knüpfen.
    Die Plattform, die Kathrin Bohn erarbeitet hat und die bei den Gärten auch auf Kritik stieß (nicht partizipativ), wird bald online sein. (mehr …)

  • Riesenhochbeet bei der Lucie ist fertig

    (mail)
    Die Lucie wird langsam für den Winter fest gemacht, aber das große Sichelbeet mit der Trockenmauer ist zur Zeit unser Juwel. Nach der Bepflanzung ist es über den Sommer richtig schön üppig geworden! Und ed war noch Material über, sodass wir auch eine wunderschöne Kräuterschnecke mit Trockenmauer gebaut haben. (mehr …)

  • IG Walle existiert noch

    (mail)

    Der Verein besteht weiterhin und es handelt sich um einen sehr naturnahen Garten, manchen schon zu naturnah. Aktuell beantragen wir keine Projekte, denn der Garten lebt gerade von den Mitgliedern und wird auch von externen Besuchern gerne besucht und dient auch als Vorbild für andere Gartenprojekte. Anders als andere Gärten haben wir keine Anleitung und jede/jeder Gärtnerin ihr eigenes Beet. Das unterscheidet uns von gemeinschaftlich geplanten Gärten, der Austausch ist aber natürlich trotzdem sehr gut gegeben. 

    Es ist ein wirklich schöner Ort mit einer tollen internationalen Gruppe vom Kindergartenkind bis hin zur Seniorin. 


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  • Essbares Dorf in Wustweiler von Ministerium und EU gefördert

    . Grüngestaltung und das Dorf in der Landschaft war die Grundidee von engagierten Einwohnern des Illinger Ortsteils Wustweiler, die insbesondere den Kindern und Jugendlichen die biologische Vielfalt der Natur näher bringen wollten. Im Mittelpunkt standen die Tradition und das Wissen um das Gärtnern und den Anbau von heimischem Obst und Gemüse, die nicht verloren gehen sollten. Ein Gemeinschaftsgarten wurde in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs auf einem Brachland, das der Gemeinde gehört, angelegt und vom Umweltministerium und der europäischen Union als Gemeinschaftsprojekt „Essbares Dorf Wustweiler“ gefördert.

    Im Juli 2018 wurde mit den ersten Arbeiten begonnen. Rodungsarbeiten, die noch kein Geld kosteten, erledigte das Team von Hand. Ab August 2018 wurde dann professionell mit Maschinen das Gelände modelliert und planiert. Örtliche Landwirte unterstützten unbürokratisch. Im April 2019 wurden drei Hochbeete zusammengesetzt, installiert und mit Mutterboden gefüllt und sogleich bepflanzt, damit die Besucher schon etwas zu sehen und zu riechen hatten.

    Mit Küchenkräutern wie Petersilie, Schnittlauch, Bohnenkraut, Oregano, Majoran, Salbei, Minzen Thymian, Zitronenverbene, Jiaogulan, Pimpinelle, Oliven- und Currykraut wurden zwei Hochbeete bestückt. Jeder durfte riechen und auch in kleinen Mengen mitnehmen. Ins dritte Hochbeet pflanzte das Team Zucchini, Peperoni und Sonnenblumen. Ein Beet auf dem Boden wurde mit Kohlrabi-, Spitzkohl- und Rote-Beete-Setzlingen befüllt.

    Es musste während des heißen Sommers fleißig gegossen werden. Dazu wurde extra eine Schöpfstelle an der Ill eingerichtet. „An dieser Schöpfstelle fühlt man sich wie in einer anderen Welt“, sagte Marie-Luise Herber, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, die an dieser Stelle schon einmal die Bekanntschaft mit einer Biberratte Nutria machte. „Durch die heiße Witterung hatte die Ill nicht mehr ausreichend Wasser, um den Garten zu gießen. Deshalb wurde ein 1000 Liter großer Vorratsbehälter installiert, der von außerhalb mit Wasser befüllt wird“, erzählt sie der SZ.

    Einer der fleißigsten Helfer beim Aufbau des Gemeinschaftsgartens war Rainer Spreitzer. Er hat zusammen mit einer Gruppe aus dem Kindergarten ein Beet mit Rüben angelegt. Und die wurden nun letzte Woche geerntet, damit die Kinder bei einer Gemeinschaftsaktion Rommele schnitzen konnten. Die Rübenpflänzchen hatten sie aus Samen im Kindergarten vorgezogen. Apropos Kinder – für sie sollen im kommenden Jahr Hochbeete gelegt werden, an denen sie einpflanzen und ernten können.

    außer Küchenkräutern ist im Garten jetzt alles abgeerntet, Reben sind eingepflanzt und das Team ist auf die Traubenernte – vielleicht schon im nächsten Jahr – gespannt. Im Frühjahr 2020 sollen weitere Beete angelegt werden, die in Patenschaft bearbeitet werden können. Mittlerweile gibt es an Ort und Stelle schon einen Geräteschrank, damit die Gartengeräte nicht immer von zu Hause mitgebracht werden müssen. Eine Fläche zur Erholung ist schon angelegt. Es fehlen noch zwei Bänke und ein Tisch.

    „Wunderbar auch die Neuigkeit, dass wahrscheinlich auf dem angrenzenden Gelände, das sich im Privatbesitz befindet, in Kürze unser hiesiger Imkerverein eine Blumenwiese anlegen und einige Bienenkästen aufstellen wird“, freut sich Ortsvorsteher Knut Kirsch.

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  • Hochbeet HH baut Hochbeete für Firmen/Segment Gesundheit

    (alert)
    Hochbeet Hamburg präsentiert sein eigenes Konzept interessierten Unternehmen auf der B2B Messe „Wir im Süden“ . Dieser traditionelle Wirtschaftstreff im Hamburger Süden findet jährlich im Hotel Lindtner in Hamburg Heimfeld statt.

    Urban Gardening: Im privaten bereits seit mehreren Jahren ein etablierter Trend. Mit HOCHBEET HAMBURG können nun Bürogemeinschaften gesunde Snacks ganz leicht selbst pflanzen, ernten und genießen. Frei nach dem Motto: Taufrisch auf den Mittagstisch.
    Die Ernährungsstudie 2017 der Techniker Krankenkasse gibt an, dass „64 Prozent der Berufstätigen sagen, ihnen bleibt nicht die Zeit, um sich gesünder zu ernähren.“

    Das HOCHBEET ist zudem deshalb der ideale Ausgleich für einen oft sitzenden und/oder digitalen Arbeitsplatz. Aktuelle Studien belegen eindringlich, dass die Menschen zu viel sitzen. Menschen in Bürojobs oft überproportional, bis zu 9 Stunden täglich. Neben der Schädigung des Bewegungsapparates und des Herz-Kreislaufsystems, können Diabetes und Demenz Spätfolgen sein.

    Das gemeinsame gärtnern im HOCHBEET, kombiniert in entspannter Atmosphäre das Angenehme mit dem Nützlichen: Unkrautzupfen entschleunigt, wer pflanzt und gießt übernimmt Verantwortung, Kräuterduft wirkt beruhigend, die selbst gepflanzten Tomaten schmecken immer am besten, flatternde, bunte Schmetterlinge sorgen für Stimmung wie im Kurzurlaub.

    Das alles auf einer Grundfläche einer Europalette. Diese steht auf Schwerlastrollen, so bleibt das HOCHBEET HAMBURG ein mobiler Begleiter. Selbstverständlich ist das Hochbeet nur mit BIO Erden und Kompost befüllt.
    Mit dem Modulsystem von HOCHBEET HAMBURG wachsen grüne Oasen und Erholungsflächen auf Dachterrassen und in Firmengärten. Ergänzungen mit Sitzcubes und Liegeflächen sind must haves für entspannte After Work Events. Natürlich ist auch an die praktische Seite gedacht: Add-ons wie Getränkehalter, Klapptische, Stauraum, Beschattung und ein integriertes Bewässerungssystem sind auf Wunsch möglich.
    Neben der Basic Ausführung bietet HOCHBEET HAMBURG auch individuelle Lösungen an. So kann zB. die hauseigene Firmenfarbe Berücksichtigung finden oder die Holzart dem vorhandenen Mobiliar angepasst werden.

    Von Anfang an begleitet das Team von HOCHBEET HAMBURG alle Neu-Gärtner mit Know-How und vielen Tipps und Tricks. So kann zB die Neuanlage des Hochbeetes mit den Mitarbeitern gemeinsam erfolgen und so als Teamevent erlebt werden. (mehr …)

  • Abriss von Häusern – Investor plant Neubau mit urban gardening auf dem Dach

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    METZINGEN. Wie berichtet, wird in der Wilhelmstraße 13–21 im Herzen von Metzingen ein fünfteiliger Gebäudekomplex entstehen, für den sechs ältere, teils deutlich niedrigere Häuser abgebrochen wurden oder werden, darunter die frühere Bäckerei Sautter. Inzwischen hat der Investor Bonava aus Ludwigsburg dem GEA nähere Informationen und Visualisierungen zum Projekt zukommen lassen, das bei ihm den Namen Wilhelmsquartier trägt. Danach sollen 21 Eigentums-Wohneinheiten und 40 möblierte Business-Appartements entstehen, zudem ein bis zwei Gewerbeflächen im Erdgeschoss mit insgesamt rund 900 Quadratmetern. Ein Blockheizkraftwerk soll den Komplex mit Energie versorgen, die Ladenflächen auch klimatisieren.

    Strahlt die Front mit ihren hohen und spitzgiebligen Häusern schlanken modernen Städtebau aus, soll es im Rückraum des Gebäudekomplexes viel Grün geben: Dort, wo bisher kleinere Gärten lagen, wird eine Tiefgarage gebaut, auf deren Dach ein Gemeinschaftsgarten mit etwa 1 000 Quadratmetern Fläche entstehen soll. Zehn Kirschbäume sollen gepflanzt werden, auch circa zehn Hochbeete für das Urban-Gardening sind geplant. Die Tiefgarage selbst wird etwa 56 Stellplätze bekommen, einige davon werden mit Ladestationen für E-Stationen ausgestattet. Die innere (verkehrsberuhigte) Reutlinger Straße wird über einen öffentlichen Fußweg mit der Wilhelmstraße verbunden; einen solchen gab es bisher auf dem jetzt zur Neuentwicklung anstehenden Gelände nicht.

    Ziel: Fertigstellung im Herbst 2021

    In regelmäßigen Terminen hat Bonava die Planung, die im Rahmen des geltenden Baurechts liegt, mit der Stadt Metzingen abgestimmt. »Durch die Mischnutzung sowie die Geometrie des Grundstücks war die Planung sehr anspruchsvoll und herausfordernd, doch mit dem Endergebnis sind wir sehr zufrieden«, macht Projektleiter Elias Sodel deutlich, »das Gebäude wird sich nach unserer Auffassung perfekt in das Stadtbild einfügen.« Ähnlich konturierte und hohe Häuser gibt es in der Wilhelmstraße in der Tat etliche, sie beherbergen Ladengeschäfte genauso wie Büros oder Wohnungen.

    Der Investor will den Bauantrag im November bei der Stadtverwaltung einreichen. Mit der Fertigstellung des ambitionierten Bauprojekts rechnet Bonava im Herbst 2021 (mehr …)

  • Grüne München stellen Antrag für mehr Gartenprojekte

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    Grüne fordern mehr Beete in neuen städtischen Quartieren


    Die Grünen fördern das Garteln an verschiedenen Orten in München. Auch mehr Hochbeete und Raum für Wildtiere wollen sie durchsetzen.

     
    München – Garteln an verschiedenen Orten für Münchens Stadtbewohner zu fördern, ist das Ziel eines mehrteiligen Antragspakets von Stadträtin Anna Hanusch (Grüne). Einer ihrer Vorschläge: In jedem neuen Quartier muss Platz für Garten-Projekte geschaffen werden. „Gärten müssen in der Planung von Neubau-Quartieren fester Bestandteil werden“, fordert sie.

    Auf den Flächen der Stadt, die schon versiegelt sind und nur schwer wieder entsiegelt werden können, will Hanusch das Aufstellen von Hochbeeten vereinfachen. Die Stadträtin fordert auch, dass die städtische Grünanlagensatzung so angepasst wird, dass Projekte auf städtischen Grünflächen einfacher durchgesetzt werden können. Sie nennt als Beispiel das Garten-Projekt „Grünspitz“ in Giesing.

    Überwinterungsmöglichkeiten für Kleintiere

    In einem weiteren Antrag fordert Hanusch, Kleingärten als Lebensraum für Wildtiere zu stärken.
    Die Stadt solle auf den Erhalt vitaler Bäume, auf die zeitliche Begrenzung von Gehölzschnitten und auf die ökologische Aufwertung von Gemeinschaftsflächen hinwirken, schlägt die Stadträtin vor. Mit Reisighaufen, Totholz-Stapeln und Feuchtbiotopen sollen Kleintieren lebensnotwendige Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten angeboten werden.

    und auch in der SZ: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/antragspaket-der-gruenen-mehr-platz-zum-gaertnern-1.4654986


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  • Werbeagentur gibt Anstoß für Gartenprojekt im Park von Euskirchen

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    Gemüse aus dem Stadtgarten

    Urban-Gardening-Projekt im Ruhrpark geplant

    Euskirchen. Urbaner Gartenbau liegt voll im Trend. Auch im Euskirchener Ruhrpark soll eine entsprechende Gartenfläche bald Realität werden. Jetzt werden Menschen gesucht, die das Urban-Gardening-Projekt mit Leben erfüllen.

    Dass in öffentlichen Parks größerer Städte fleißig gegärtnert wird, ist längst keine Seltenheit mehr. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hat jetzt die Lemm Werbeagentur unter dem Titel »Generationenprojekt Stadtgarten« den Anstoß für  ein Urban-Gardening-Projekt in der Kreisstadt  gegeben. Nach interner Zustimmung von Seiten des Bürgermeisters und des zuständigen Fachbereichs, präsentierten Stefan Guhlke und Clarissa Tessmann von der Lemm Werbeagentur das Projekt im Ausschuss für Tiefbau und Verkehr. Hier stieß das Vorhaben überwiegend auf Zustimmung und die vorgesehene Fläche im Ruhrpark Euskirchen wurde freigegeben. »Es gibt viele gute Gründe für einen Stadtgarten in Euskirchen. Das gemeinsame Gärtnern für Jung und Alt fördert das soziale Miteinander und ist zugleich Bildungsstätte für natürliche Kreisläufe und gesunde Ernährung«, erklärt Stefan Guhlke, einer der Lemm-Geschäftsführer.
    Die Fläche, die die Stadt freigegeben hat befindet sich im Ruhrpark Die geplante Gartenanlage soll über mehrere Hochbeete verfügen. »Wir haben aktuell noch die Auswahl zwischen zwei Arealen, haben uns aber noch nicht festgelegt. Wir möchten schließlich den Menschen, die im Projekt mitarbeiten wollen, Gelegenheit geben sich von Anfang an mit ihren Ideen und ihrem Wissen einzubringen«, sagt Clarissa Tessmann. Sie entwickelte die Konzeptidee und  betreut die Umsetzung des Projekts von Seiten der Werbeagentur.

    Menschen, die ihr Wissen einbringen
    Die Errichtung der Gartenanlage und die erste Bepflanzung soll aus Mitteln der Stadt und Sponsorengeldern finanziert werden. »Sponsoren sind unverzichtbar, aber wir brauchen auch Menschen, die Spaß daran haben das Projekt mit Leben zu füllen und auch am Leben erhalten«, sagt Stefan Guhlke. Auch Gespräche über eine mögliche Kooperation mit der Initiative »Euskirchen im Wandel« seien denkbar, schließlich verfüge die Initiative bereits über Erfahrungen mit Urban-Gardening-Projekten, so Guhlke. Aktuell werden Menschen gesucht, die sich bei der Planung und dem Aufbau der Gartenparzelle und der Hochbeete mit einbringen. »Wir können Kommunikation und unterstützen das Projekt gerne. Aber wir sind keine Schreiner oder Gärtner«, sagt Stefan Guhlke. Interessenten können sich unter Tel.: 02251/14483 oder tschaper@euskirchen.de bei Thomas Schaper von der Stadtverwaltung Euskirchen melden. Der Sachgebietsleiter Grünflächen übernimmt die Koordination.

    https://www.wochenspiegellive.de/eifel/kreis-euskirchen/euskirchen/artikel/gemuese-aus-dem-stadtgarten-60743/


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  • kein urban gardening in Stein

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     Ein Weinberg, Urban Gardening und Erlebnischarakter — dieses Konzept für eine Wiese an der Deutenbacher Straße hatten in den vergangenen beiden Jahren für viel böses Blut gesorgt und drohte die Stadt Stein zu spalten.

    Über 2000 Unterschriften hatte die Bürgerinitiative „Pro Wiesengrund“ erst vergangene Woche an Bürgermeister Kurt Krömer übergeben, mit denen sie gegen die „Keimzelle“ protestierte. Eine geplantes Werkstattgespräch mit allen Beteiligten scheiterte kurzfristig.

    Nun war für viele Kommunalpolitiker offenbar die Grenze des Zumutbaren erreicht, sie machten im Stadtrat Nägel mit Köpfen: In ihrem gemeinsamen Antrag forderten CSU, SBG, SPD, Freie Wähler und die FDP-Stadträtin die sofortige Einstellung des Vorhabens und den Stopp aller bisherigen Arbeiten.

    Damit, wurde betont, sei allerdings nicht das Aus für  jegliche Planung verbunden: „Wir wollen das Projekt jetzt komplett auf neue Füße stellen“, so Norbert Stark von der CSU. „Uns ist klar, dass mit dem Gelände etwas passieren muss — aber was, das soll im Dialog mit den Bürgern entwickelt werden.“ 

    Der Antrag wurde gegen die Stimmen der Grünen angenommen. Das ausgerechnet die Öko-Partei dagegen votierte, begründet sie damit, dass sie von dem Antrag nichts mitbekomen habe und ihn für reine Wahlkampftaktik halte. Nach der Wahl werde „die Keimzelle in veränderter Form wieder ausgegraben“.

    „Das kann ich mir nicht vorstellen“, meinte hingegen Bürgermeister Kurt Krömer. Das Votum der Bürger dagegen sei so eindeutig ausgefallen, „dass kein Stadtrat es ignorieren kann“. 

    Um das Projekt auf rund 30.000 Quadratmetern Fläche hatte es ein heftiges Tauziehen gegeben, seit die Stadt Stein ihre Pläne publik gemacht hatte. Während die Kommune darin einen „Naturerlebnisraum“ sah, sprachen Kritiker abfällig von einer „kommerziellen Event-Fläche“. 
    Zudem fühlten sie sich nicht in den Planungsprozess eingebunden.

    Die Bürgerinitiative wurde ins Leben gerufen, die zuletzt per Bürgerentscheid gegen das Vorhaben angehen wollte

    https://www.nordbayern.de/region/fuerth/steiner-stadtrat-stoppt-die-keimzelle-1.9453820 (mehr …)

  • geplantes Gartenprojekt in Hemelingen/Bremen soll 33.000 Euro kosten

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    Was macht einen Stadtteil lebens- und liebenswert? Zuallererst ein friedliches Miteinander und angenehmes Wohnen. Das erreicht man nicht unbedingt mit einem großen Wurf, sondern eher mit vielen kleinen Veränderungen: Möglichkeiten für Austausch und Begegnungen, Bänken im Grünen, Angstfreiheit. Am 24. Oktober soll es beim WiN-Forum im Familienzentrum Mobile genau um solche kleinen, aber wichtigen Dinge gehen. Auch die kosten Geld und deshalb muss darüber abgestimmt werden. Das Quartiersmanagement lädt zu dem 7. WiN-Forum ein: um 17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus Hinter den Ellern 11.

    WiN heißt „Wohnen in Nachbarschaften“. Beraten werden sollen neue Anträge des Täter-Opfer-Ausgleichs, der Gesellschaft für Seelische Gesundheit, der kirchlichen Begegnungsstätte, des Freundeskreises im Haus der Familie. Zum Beispiel: Urban Gardening, Gärtnern in der Stadt, ist ein aktuelles Schlagwort. Es meint Gärtnern auf kleinstem Raum zwischen Häusern und parkenden Autos. Und was andernorts funktioniert, soll künftig auch in Hemelingen Menschen zusammenführen und ihnen den Anblick blühender Blumen schenken, vielleicht auch Erdbeeren und Tomaten in den Mund wachsen lassen. Das fördert das Miteinander und beruhigt, denn alle sollen mit anpacken. Die Gesellschaft für Seelische Gesundheit hat den Antrag eingebracht und Kosten von insgesamt 32 564 Euro errechnet, zum Beispiel für große Kästen mit Erde.
    […]
    https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-neue-ideen-fuer-ein-lebenswertes-hemelingen-_arid,1869595.html (mehr …)

  • Neuköllns Gesundheitsstadtrat schlägte urban gardeing als Maßnahme gegen Drogenhandel und -konsum auf einer Fläche vor

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    Neuköllns Gesundheitsstadtrat schlägt Urban Gardening als Maßnahme gegen Drogenschwerpunkte vor
    Sie ist ein Drogen-Hotspot: die Grünfläche zwischen Buschkrugallee und Ballinstraße, nördlich der Autobahn A113 in Neukölln. Dabei ist die Grünfläche eigentlich eine Ausgleichsfläche für die Autobahn und gehört dem Bund.

    Seit Mitte des Jahres kam es hier aber vermehrt zu Spritzenfunden und Vermüllung, erklärte das Bezirksamt Neukölln auf Nachfrage. Es wurden sogar teilweise ganze Camps mit Zeltkonstruktionen und Matratzen auf der Grünfläche aufgebaut. Im Sommer wurde das Lager zwar vom Ordnungsamt geräumt. Doch nach wie vor ist der Park als Drogen-Hotspot bekannt.

    Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) sagte dazu nun: „Die Berliner Suchthilfe ist gescheitert. Wir sehen jede Woche neue Drogenschwerpunkte im Bezirk und sind nicht in der Lage, aktiv zu reagieren.“

    Nun schlägt die Neuköllner CDU vor, die Grünfläche an der A113 als Urban-Gardening-Fläche umzuwandeln. Liecke erklärte: „Mit kleinen städtischen Gärten wollen wir die soziale Kontrolle über diese Grünfläche zurückgewinnen. Es darf einfach keine Normalität sein, dass Drogen in aller Öffentlichkeit gehandelt und konsumiert werden.“

    Einen entsprechenden Antrag, der der Berliner Morgenpost vorliegt, wird im Oktober in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht. Darin wird das Bezirksamt aufgefordert, die bis dato noch eingezäunte Grünfläche frei zugänglich zu machen, „und dieses Grundstück im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens als Urban-Gardening-Fläche für Familien, Anwohnerinnen und Anwohner zur Verfügung zu stellen.“

    Doch Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Idee zeichnen sich bereits ab. Denn das Grundstück ist eine Ausgleichsfläche, gehört dem Bund und wird von der Senatsverwaltung für Verkehr verwaltet. Für das Grundstück bedeutet das konkret: wenig Pflege. Ein Mal pro Jahr gebe es laut einem Sprecher des Bezirksamts eine „rudimentäre Rasenpflege“, darüber hinaus werde jedoch „keine Pflege vorgenommen. Insbesondere erfolgt keine Beseitigung von Müll, Konsumutensilien und sonstigen Hinterlassenschaften. Das musste bisher der Bezirk erledigen.“

    Gleichzeitig sind sich Bund und Land uneins über die Nutzung des Grundstücks: Während die Senatsverwaltung für Verkehr die Grünfläche für die Öffentlichkeit zugänglich erhalten möchte, wäre der Bund auch bereit, die Grünanlage einfach zu schließen – ganz so, „wie es mit dem wilden Grünstreifen auf der anderen Seite der Ballinstraße bereits gehandhabt wird“, so der Sprecher des Bezirksamts.

    Land müsste Grundstück vom Bund abkaufen

    Und: Sollte Berlin tatsächlich eine öffentliche Grünanlage aus der Fläche machen, müsste das Land das Grundstück zuerst vom Bund kaufen. Und eine andere Ausgleichsfläche müsste voraussichtlich bereitgestellt werden.

    Schwierigkeiten, um die die CDU Neukölln zwar kennt, die sie aber dennoch nicht von einem entsprechenden Antrag abschrecken. Denn nach Auskunft der Landesdrogenbeauftragten, so erklärte es der Rathaussprecher, gebe es derzeit keine Möglichkeit, einen mobilen Konsumraum hier zu schaffen.

    https://www.morgenpost.de/bezirke/neukoelln/article227437961/Liecke-Die-Berliner-Suchthilfe-ist-gescheitert.html (mehr …)