Kategorie: Urbane Gärten

  • urbane Gärten Augsburg beraten Freiraumplaner in Hannover

    (Mail)

    wir, die Gruppe Freiraumplanung aus Langenhagen, planen aktuell für die Stadt Hannover die Umstrukturierung eines Teils des Kleingartenvereins Friedenau e.V. in Hannover. In diesem Zuge sollen aus wenigen übergroßen Gärten viele neue und kleinere Parzellen entstehen. Bei der Umgestaltung sind die Aspekte des Artenschutzes/Naturschutzes, Gemeinschaftsflächen sowie des ökologischen Gärtnerns von großer Bedeutung.

    Den Hinweis auf die urbanen Gärten Augsburg bekamen wir über Frau Wollkopf vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Hannover.

    Ihr Projekt ist für uns besonders interessant, da die soziale Komponente /das gemeinschaftliche Gärtern und der Austausch auch bei uns eine große Rolle spielen sollen.
    Um den Pächter*innen Möglichkeiten und Chancen für die neuen Gärten aufzuzeigen, sind wir aktuell auf der Suche nach Referent*innen, die bereit wären, bei einer Info-Veranstaltung in einem kurzen Vortrag ihr Projekt vorzustellen und über Organisationsform, Gemeinschaftsaktionen etc. berichten.

    Unser Ziel ist es, an einem Abend zwei Referent*innen zu Gast zu haben, die über Erfahrungen, Chancen und Schwierigkeiten berichten und danach in den Austausch mit den Pächter*innen, Bezirksverband usw treten. (mehr …)

  • GG in Wittstock eröffnet

    (Mail)
    für die Presse

    Gemeinschaftsgarten in Wittstock eröffnet

    Es ist ein Ort für Jung und Alt: An der Wittstocker Jahnstraße wird am Mittwoch der Dossegarten eingeweiht. Gestalten können ihn Kinder ebenso wie Mieter. Doch die Pläne gehen noch weiter.

    Wittstock

    Der Gemeinschafts- und Schulgarten „Dossegarten“ ist am Mittwoch in Wittstock eingeweiht worden. Er befindet sich an der Jahnstraße. Viele Kinder und Mieter aus dem Wohngebiet Röbeler Vorstadt sind dabei. Auch Kräuterfee Barbara Sommerfeld ist mit von der Partie. An vielen Mitmach-Stationen wird gepflanzt, gespielt und gebastelt. Wem es zu heiß ist, der nimmt auf einer Bank im Schatten eines Baumes Platz. Es gibt Bratwust, Kuchen und Getränke.

    Eine Gartenlandschaft gestalten

    „Kinder und Mieter sollen hier zusammenfinden und eine herrliche Gartenlandschaft gestalten“, sagt Hans-Jörg Löther, Geschäftsführer der Wittstocker Gebäude und Wohnungsverwaltung (GWV). Gemeinsam mit Ideengeberin und Wohngebietskoordinatorin Lissy Boost sowie Auguste Kuschnerow von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Schulgarten eröffnet er den Garten, und das hölzerne Eingangstor mit dem Namenszug wird enthüllt.

    Damit ist vollbracht, woran etwa ein Jahr lang gearbeitet wurde. Die GWV erwirbt zunächst die rund 4000 Quadratmeter große leer stehende verwilderte Gartenfläche; lässt ruinöse Gebäude abreißen und das Gelände urbar machen. In einem Workshop mit dem Landschaftsarchitekten Frank Gemmel entsteht dann ein Gestaltungsplan.

    Jung und Alt gemeinsam

    Das Ziel: Jung und Alt sollen sich hier verwirklichen können und die Fläche herrichten, bepflanzen und pflegen. Finanziert wird das Ganze über Stiftungsgelder und Eigenmittel der GWV. „Ich hätte mir gewünscht, dass das Land Brandenburg diese Initiative finanziell unterstützt“, sagt Löther. Eine entsprechende Anfrage sei aber abgewiesen worden.

    Am Mittwoch werden unter anderem eine Wittstock Rose „Rosa Wizoka“ und eine Theodor-Fontane-Rose in den Garten gepflanzt. Letztere hatte die Waldring-Grundschule Ende Mai von den Wittstocker Rosenfreunden geschenkt bekommen.

    Darüber hinaus ist der Garten noch weitgehend leer. „Einige Beete waren schon mal bepflanzt, aber es ist alles vertrocknet“, sagt Eva Zirke, die am Mittwoch bei der Eröffnung dabei ist. Von der Idee mit dem Gemeinschaftsgarten ist sie begeistert. „Das ist eine tolle Sache, vor allem, wenn man bedenkt, wie es hier vorher ausgesehen hat.“

    In die Schule integrieren

    Dem kann sich Auguste Kuschnerow nur anschließen. „Wir brauchen mehr Schulgärten an Kitas und Schulen. Wir wollen das nicht wieder als Schulfach, sondern als Integration in die Schule schlechthin“, sagt sie.

    Dabei könnte auch das naturbelassene Biotop helfen, das hinter dem Gartenzaun beginnt und bis an die Dosse heranreicht. „Die Arbeit im Garten lässt sich wunderbar mit Biologie-, Chemie oder Mathematik-Unterricht verbinden“, sagt Auguste Kuschnerow.

    Erweiterung geplant

    Hans-Jörg Löther hofft, mit diesem Konzept künftig noch mehr ältere Schüler zu erreichen. Er würde es begrüßen, wenn Aktivitäten in einem Schulgarten als Voraussetzung für ein Biologie-Studium verlangt würden.

    Der Dossegarten sei zudem nur der Anfang eines sich ständig weiter entwickelnden Projektes. Denn die GWV plane, nach und nach weitere ungenutzte Gartenflächen hinzu zu erwerben und den Gemeinschaftsgarten so zu vergrößern.


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  • Querbeet Leipzig öffnete sich für Geflüchtete

    rss

    Im Juni dieses Jahres haben wir begonnen, unseren Gemeinschaftsgarten
    gezielt für Menschen mit Migrationshintergrund zu öffnen. Ziel des
    Projekts ist es, Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt zueinander
    zu bringen. Dies geschieht über das gemeinsame Gärtnern als auch über
    verschiedenen Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit. Das gemeinsame
    Gärtnern findet an zwei Nachmittagen zu den regulären
    Gartenöffnungszeiten sowie im Rahmen einer bedarfsangepassten Öffnungszeit am Donnerstag (11-13 Uhr) statt. Mittwoch- und Samstagnachmittag bieten wir ein Bau- und Bastelangebot für Kinder und Jugendliche. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Wir danken unseren Kooperationspartner*innen: Mühlstraße 14 e.V., Gemeinschaftsunterkunft Neustädter Straße, Frauenkultur e.V., Internationale Frauen e.V. (mehr …)

  • Fraunhofer Institut

    (alerts)

     Mit der Einweihung des Altmarktgartens auf dem Dach des neuen Oberhausener Jobcenters fiel gleichzeitig der Startschuss für das Vorzeigeprojekt des „inFARMING-Konzepts“. Wissenschaftler vom Fraunhofer UMSICHT erforschen vor Ort die innerstädtische Lebensmittelproduktion. Produktionssysteme und Gebäudeinfrastrukturen sind hierfür miteinander verknüpft, sodass Stoff- und Energieströme nachhaltig für den Anbau von Obst, Gemüse oder Kräutern genutzt werden können. 

    [text_ohne]Weltweit ist ein stetiges Wachstum der Städte zu verzeichnen. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 etwa 75 Prozent der Bevölkerung in Städten leben.[/text_ohne] Deren nachhaltige Versorgung mit regionalen Nahrungsmitteln ist eine enorme Herausforderung, denn insbesondere für den Anbau von Lebensmittelpflanzen fehlen vor Ort die Flächen. Gefragt sind neue Konzepte für eine urbane Lebensmittelproduktion. Weltweit werden zurzeit verschiedene Möglichkeiten erforscht, wie diese Produktion unter optimalem Einsatz von Ressourcen wie Energie, Wasser und Nährstoffen realisiert werden kann. Das Fraunhofer UMSICHT hat mit dem „inFARMING-Konzept“ einen Ansatz entwickelt, der Produktionssysteme und Gebäudeinfrastrukturen miteinander verknüpft.

    Anbau in verschiedenen Klimazonen

    Mit dem Altmarktgarten auf dem Dach des neuen Jobcenters ist jetzt ein Zentrum zur nachhaltigen regionalen Lebensmittelversorgung entstanden, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. In drei verschiedenen Klimazonen werden künftig Obst, Gemüse und Co. angebaut, in einer vierten Klimazone wird geforscht.
    Die einzelnen Zonen des Dachgewächshauses können je nach Bedarf an Temperatur und Feuchtigkeit der Pflanzen unterschiedlich angepasst werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass die produktionsorientierten Bereiche unterschiedliche Kultivierungssysteme nutzen. Neben den Ebbe-Flut-Tischen, die Pflanzen zeitgesteuert durch Flutung mit Wasser und Nährstoffen versorgen, wird in UV-stabilen Growbags, also großen großen Plastiktüten, die mit einem Nährstoff gefüllt sind, angebaut. Düngung und Wasserzugabe erfolgen hier per Tröpfchenbewässerung, das überschüssige Wasser wird durch ein Rinnensystem in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Bei einem weiteren Kultivierungssystem befinden sich die Pflanzen auf Kulturplatten in Schwimmteichen. Aussparungen in den Platten sorgen für Halt und ermöglichen ein direktes Wurzeln in das Wasser.
    Alle verwendeten Systeme sind somit hydroponisch, das heißt die Pflanzen werden durch eine wässrige Lösung ernährt. Ein Düngerautomat steuert die Nährstoffversorgung individuell angepasst an Pflanzen und System.

    Mehr als 1.000 Quadratmeter Nutzfläche

    Die Nutzfläche des Dachgewächshauses beträgt mehr als 1.000 Quadratmeter, wovon das Fraunhofer UMSICHT auf 160 Quadratmetern Forschung und Entwicklung (FuE) betreiben wird. „Gemeinsam mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen können wir neueste Entwicklungen und Technologien im Bereich der gebäudeintegrierten Landwirtschaft testen und weiterentwickeln“, erklärt Volkmar Keuter, Leiter der Abteilung Photonik und Umwelt am Fraunhofer UMSICHT. Das Gebäude dient dabei als Ressource. „Wir untersuchen, inwieweit Wasserströme oder Abwärme aus dem Gebäude zur Versorgung der Pflanzen genutzt werden können“, führt Keuter fort.
    Die Abwärme wird aus dem Jobcenter direkt in den FuE-Bereich geführt. Das Grauwasser – Wasser aus Duschen und Handwaschbecken – wird im Keller aufbereitet. Zum einen, damit es innerhalb des Gebäudes genutzt werden kann, zum anderen, um im FuE-Bereich die Verwendung für die Bewässerung zu testen. Auch die Belichtung steht im Fokus der Forschenden, denn mit bestimmten Lichtszenarien lassen sich das Pflanzenwachstum und die Pflanzenqualität positiv beeinflussen.
    Für das Fraunhofer UMSICHT bietet der Altmarktgarten gute Voraussetzungen: Die Ergebnisse aus den Forschungsprojekten können nach der Entwicklungsphase direkt vor Ort in der Praxis erprobt werden.

    Transportwege werden minimiert

    Das Konzept minimiert die Transportwege zwischen Anbau und Verbrauch, indem das auf dem Dach angebaute Gemüse lokal im urbanen Raum vermarktet werden kann. Dadurch, dass Ressourcen optimal zum Einsatz kommen und Stoffkreisläufe geschlossen werden, können Energieverbrauch, Kohlenstoffemissionen und Abfälle reduziert werden. Beim Garten steht aktuell besonders die Optimierung des Wasserverbrauchs im Fokus. Weitere Vorteile: Das städtische Bild wird positiv bereichert, und die Flächenversiegelung wird verringert, indem bereits bebaute Räume – wie das Gebäudedach des neuen Jobcenters – als Anbaufläche dienen.

    Bürger stehen Projekt positiv gegenüber

    Bereits im Vorfeld wurde die Bevölkerung im Rahmen mehrerer Veranstaltungen ausführlich über den Altmarktgarten informiert. Auch gibt es einen zentralen Informationspavillon in der Innenstadt. Eine Befragung der Oberhausener Bürger ergab, dass die Mehrzahl dem Projekt positiv gegenübersteht. 80 Prozent der Befragten planen, das Dachgewächshaus zu besuchen, 70 Prozent sehen es als Bereicherung für die Innenstadt.

    https://www.lokalkompass.de/oberhausen/c-kultur/urban-gardening-ueber-den-daechern-oberhausens_a1218078


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  • Ein Garten der ISG Hannover muss umziehen

    (mail)

    Ebi hat Mail an den OB geschickt und wollte u.a. wissen, „warum auf Ihrem Pachtgrundstück eine Bodenuntersuchung durchgeführt wird.
    Die Landeshauptstadt Hannover wird in zeitnaher Zukunft das Grundstück in einer Ausschreibung zum Verkauf anbieten, sodass dadurch die Nutzung durch die internationalen Stadtteilgärten beendet werden muss. Wir können Ihnen aber schon jetzt anbieten, zusammen nach geeigneten Ersatzstandorten auf städtischen Flächen zu suchen. Hierfür benötigen wir Informationen, welche Stadtteile für Sie und Ihre Mitglieder grundsätzlich in Frage kommen würden bzw. gut erreichbar wären.
    Über den genauen Zeitpunkt, an dem die Nutzung beendet werden muss, werden wir Sie noch informieren.“ (mehr …)

  • Stadtacker München: UN Auszeichnung

    (NL)

     
    Der StadtAcker wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Dem Gemeinschaftsgarten gelingt es, „Menschen in vorbildlicher Weise für biologische Vielfalt zu begeistern und dabei ein offenes Miteinander zu fördern.“
    Die Auszeichnung erhalten wir passender Weise an unserem Aktionstag „Nachbarn für Nachhaltigkeit“ am kommenden Samstag. Anschließend feiern wir diese Würdigung bei der Grünen Tafel, zu der wir Sie alle herzlich einladen!

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  • zusammen gärtnern schreibt Stelle aus

    […]
    Als Teil dieses Konzepts führen wir den inklusiven Gemeinschaftsgarten „zusammen gärtnern“
    (3500 qm) und das Sozialcafé „zusammen kaffee“ in der Freiburger Innenstadt. Im Garten finden
    monatlich Aktionstage und wöchentlich ein offener Gartentreff statt. Im Café bieten wir an drei
    Tagen der Woche einen regional-biologischen internationalen Mittagstisch auf Spendenbasis an.
    Das Café ist zusätzlich Teil einer gastronomischen Qualifizierung für Menschen mit Migrations-/
    Fluchtbiografie. Auf der kleinen Bühne finden regelmäßig Kulturveranstaltungen statt (Konzerte,
    Kino, Erzählcafés, Lesungen, etc).Wir sind ein Team von fünf Personen mit unterschiedlichen
    Themenschwerpunkten (Essen & Trinken, Garten& Umwelt, Kunst & Kultur, Arbeit & Qualifikation).
    Ab 2020 bauen wir im Gemeinschaftsgarten tagesstrukturierende Beschäftigungsangebote für
    Menschen mit Beeinträchtigung auf.
    Weitere Informationen über zusammen leben e.V. unter www.zlev.de.
    Qualifikation:
    • Professionelle*r Gemüsegärtner*in mit pädagogischer Erfahrung in Gruppenanleitung.
    Aufgaben:
    • professionelle ökologische Anbauplanung, Vorbereitung der Gartenarbeit und der
    Beschäftigungsangebote
    • ökologische Gemüseproduktion gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der
    Beschäftigungsangebote
    • Anleitung und Begleitung der unterstützungsbedürftigen Menschen im Gartenprojekt
    • Kommunikation mit Behörden, Institutionen, Assistenzen, Eltern und Angehörigen
    • Zusammenarbeit mit der Projektkoordinator*in (Strategische Planung, Materialbedarf,
    Erntemengen, Weiterverarbeitung, Bedürfnisse) sowie inhaltliche Mitarbeit bei der
    Weiterentwicklung des Projektes
    • Abstimmung mit einer gärtnerischen Hilfskraft bzgl. des Anbaus und anstehender
    Arbeiten (mehr …)

  • Ufer Projekte bekommen 2 Preise

    (RSS)

    Die Ufer-Projekte Dresden, u.a. Träger von acht Gemeinschaftsgärten, sind vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) und von den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN)  als Projekt Nachhaltigkeit 2019 ausgezeichnet worden. „Die Schwerpunktthemen des Wettbewerbs waren u.a. Soziale Gerechtigkeit und Nachhaltiger Konsum. Bundesweit haben über 500 Projekte und Initiativen teilgenommen, davon wurden 40 Projekte ausgezeichnet. […] Josef Ahlke von RENN.mitte und Vorsitzender von Zukunftsfähiges Thüringen e.V.: „Das Motto dieser Veranstaltung ist für uns zugleich Programm: Auszeichnen, Vernetzen, Weiterdenken. Das Team von RENN.mitte möchte mit den Auszeichnungen nicht nur zeigen, welche tollen Projekte es gibt, sondern über die Vernetzung und den Austausch zugleich die Stärkung und Ausbreitung der Projekte ermöglichen. Ziel ist eine gesellschaftliche Transformation – ausgehend von diesen Ideen und Initiativen vor Ort. (…)“

    Den zweiten Preis haben sie von der Lokalen Agenda 21 für Dresden e. V. erhalten. Nach einer öffentlichen Projektvorstellung hat sich die Jury als Preisträger des 20. Agenda Wettbewerbes in der Kategorie „BNE und gesellschaftliches Miteinander“ für die „UFER-Bildungsprojekte“ entschieden.

    Mehr Infos gibt es hier:

    https://www.renn-netzwerk.de/fileadmin/user_upload/mitte/Bilder/20190910_Projekt_Nachhaltigkeit_Halle/20190910_PM_Auszeichnungsveranstaltung_Sachsen.pdf (mehr …)

  • Vandalismus im Frankfurter Garten

    (alerts)
    Die Besucher und Betreiber des Neuen Frankfurter Gartens haben Angst. In der Nacht auf Dienstag (24.09.2019) wurde in der Anlage auf dem Danziger Platz vor dem Ostbahnhof eingebrochen – bereits zum achten Mal in Folge. Der oder die Einbrecher verwüsteten Container und schlugen Scheiben ein – gestohlen wurde anscheinend nichts. Der preisgekrönte Bienen-Lehrpfad in den Baumwipfeln blieb unbeschädigt.

    Im Mai hatten Unbekannte den Garten erstmals heimgesucht, sagt die Vorsitzende Cher Haurová vom Verein Baum-Biene-Gut, der den Garten betreibt. Damals seien vor allem Getränke und Essen geklaut worden. Nachdem sich die Einbrüche in den Folgewochen wiederholt hätten, installierte das Team Kameras. Darüber habe im August ein Täter identifiziert, erwischt und schließlich der Polizei übergeben werden können, sagt Haurová. Bei diesem habe es sich um einen Obdachlosen gehandelt, der bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein soll.

    Frankfurt: Garten im Ostend mehrfach verwüstet – Einbruch und Randalen

    Doch danach ging es erst richtig los, sagt die Vorsitzende. Wurde bei den ersten Einbrüchen vornehmlich gestohlen, sei bei den späteren „mit zunehmender Gewalt“ randaliert worden. Sämtliche Glasscheiben auf dem Gelände hätten der oder die Täter eingeschlagen, eine mühsam ersparte Solarkühltruhe, zwei Kühlschränke, die Einrichtung des Büro- und des Küchencontainers, Pflanzen, Lebensmittel und selbstgemachte Gartenerzeugnisse zerstört. „Das ist purer Vandalismus!“, sagt Cher Haurová.

    Die Schäden beliefen sich auf etwa 4000 bis 5000 Euro und bedrohten das wirtschaftliche Fortbestehen des Neuen Frankfurter Gartens. Die ständigen Aufräum- und Sicherungsarbeiten seien zermürbend, sagt die Zweite Vorsitzende Corina Haurová. „Wir haben genug ehrenamtliche Arbeit im Garten – mit Führungen und Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit.“

    Frankfurt: Einbruchserie im Ostend – Rache könnte Grund sein

    Das Team vom Frankfurter Garten geht davon aus, dass es sich um einen Rachefeldzug des Obdachlosen handelt. Die Polizei sage, sie sei machtlos, sagt Cher Haurová, solange die Staatsanwaltschaft nichts unternehme. Derzeit werde noch ermittelt, teilt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage mit. Ob zwischen den verschiedenen Fällen ein Zusammenhang bestehe, sei momentan noch nicht ersichtlich.

    Viele der ehrenamtlichen Helfer hätten inzwischen Angst, in den Garten zu kommen, sagt Cher Haurová, „sogar tagsüber“. Viele schlössen hinter sich die Tore. „Das ist genau das Gegenteil von dem, was wir wollen: ein offener Ort für alle sein.“ Doch habe die Zerstörungswut zuletzt stetig zugenommen.

    Frankfurt: In Garten mehrfach eingebrochen – „unglaubliche Gewalt“

    Nach dem vorletzten Einbruch vor zwei Wochen hätte der Verein die Container von einer Schlosserei zusätzlich verriegeln lassen. Doch in der Nacht auf Dienstag seien auch diese Sicherungen „mit unglaublicher Gewalt zerstört“ worden. Der Einbrecher habe mit einem Balken die halbe Wand eines der Container eingerissen. „Wir sind echt verzweifelt.“ (mehr …)

  • Umwelt-Akademie München startet essbare Preysinggärten

    (Mail)

    Einladung zum Podiumsgespräch
    Vom Reden zum Handeln im eigenen Verantwortungsbereich
    Laudato si’ und „Essbare Preysinggärten“

    mit Gemüserondell vor der Jugendkirche, Hochbeeten vor den Wohnhäusern und Beerensträuchern auf Rasenflächen und ….
    Essbare Städte sind grün und kommunikativ In einer beispielhaften Aktion werden in den alten Rundbeeten um die Jugendkirche und in neuen Hochbeeten vor den Wohnhäusern (anstelle von Rasensteinen) Beerensträucher, Kräuter, Gemüse und Salate gesät und gepflanzt, die im Herbst noch gut anwachsen können. In einem folgenden Schritt sollen statt monotonen Rasenanalgen artenreiche Blumenwiesen wachsen. Mit ihrem Vorschlag stieß die Umwelt-Akademie rund herum auf offene Ohren und unterstützt jetzt bei der Umsetzung. Die künftigen Nutzer der Gärten werden Studierende und Beschäftigte der Katholischen Stiftungshochschule, MitarbeiterInnen der Kirchlichen Einrichtungen, die Schulgemeinden des Edith Stein Gymnasiums und der neuen Grundschule sowie AnwohnerInnen sein.

    Informieren sie sich, nehmen Sie Anregungen mit in ihr Wohnquartier oder an Ihren Arbeitsplatz, fragen Sie nach 

    Wer am Podium
      Dr. Sylvia Schwitalla, Essbare Stadt Andernach
      Maria Hager Hauswirtschaftsleiterin, Kräuterpädagogin und Initiatorin
    des essbaren Schulhofs, Polling
      Dr. Christoph Schwingenstein Bio-Landwirt, Vorstand der Umwelt-Akademie e.V. 
      Dr. Nico Döring Essbare Schuhöfe, Regenwaldschutz Guatemala und
    Vorstand der Umwelt-Akademie e.V.

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  • indoor Pilzanbau in München

    (FB)

    Pilzwochen im Café des Bellevue und in der Glockenbachwerkstatt! Diese Woche gibt es leckere Champignons und zwar aus lokalster Aufzucht aus dem benachbarten Hochbunker an der Blumenstraße, keine hundert Meter vom Café entfernt. Die Pilze wachsen dort gerade im „munich mush-room“, einem urban farming Projekt von Nicola Borgmann (Architekturgalerie München), Martin Kühfuss und Christian Schühle (HKS Architekten) im Rahmen der Ausstellung „Transformationen“ von Burckhardt+Partner. (mehr …)

  • Teilnahme an Forschungsprojekt soll Bleibeperspektive stärken – Stadtacker Stuttgart

    (alerts)

    […]

    Neben dem Erhalt der Freiflächen vor der Wagenhalle möchte die Künstlergemeinschaft die entstandene nachhaltige Gärtnerei erhalten. „Der Stadtacker ist das größte Urban-Gardening-Projekt der Landeshauptstadt und das einzige, welches mit Mutterboden arbeitet“, betonte Lonni Görlach, Vorstand des Vereins Stadtacker. „Stadtentwicklung darf nicht mehr auf Kosten von Biotopen und Naturräumen geschehen“, so Görlach weiter und verwies auf ein wissenschaftliches Projekt mit der TU München und den Aktiven des Stadtackers.

    Container City erhalten

    In die lebhafte Diskussion um das zukünftige Rosensteinviertel wollen die Akteure der Wagenhalle ihre jahrelangen Erfahrungen mit Stadtentwicklung auf informeller Ebene einbringen und ihr Areal als Sondernutzungsfläche für Kultur erhalten. Umso erfreuter waren sie, dass der Sieger des Internationalen Städtebau-Wettbewerbs die Container City erhalten und ein Kreativquartier etablieren will. Den Architekten gefiel, wie hier gewohnt, gearbeitet, produziert und getüftelt wird, wie flexibel und leicht die Bebauung ist und damit die Grenze zwischen öffentlich und privat neu definiert wird.

    Nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachgeben

    Ein nächster Schritt bei der Transformation zum urbanen Quartier ist für Bischoff die Internationale Bauausstellung IBA im Jahr 2027 auf diesem Gelände: „Die IBA ist ein geeignetes Instrument und eine große Chance für eine innovative Gestaltung und gesamtgesellschaftliche Nutzbarmachung des Areals.“

    Görlach und Bischoff plädierten nachdrücklich dafür, nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachzugeben, sondern vielmehr das Gebiet für experimentelles Bauen offen zu halten und der Frage nachzugehen, wie ein lebendiges, gemischtes Quartier entsteht. Als nächsten Schritt sehen sie die Gründung eines gemeinnützigen Entwicklungsträgers sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus allen relevanten Bereichen der Gesellschaft.

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neues-konzept-fuer-wagenhallen-experimenteller-raum-inmitten-der-stadt.6ff40685-b91a-45a5-9327-bdc8fad7b06d.html?fbclid=IwAR3ds0_58VCiZ3Ife61S2ijtiznxeYD4JjDnPHwHbHZQ8QkcIZavn-VbgUA

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  • 2 IGs ausgezeichnet

    Zwei Interkulturelle Gärten sind gerade im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Der Interkulturelle Garten in München-Aubing und „zusammen gärtnern“ in Freiburg.
    https://www.badische-zeitung.de/der-gemeinschaftsgarten-des-vereins-zusammen-leben-ist-nun-ein-projekt-der-un-dekade
    und
    https://www.wochenanzeiger-muenchen.de/aubing-freiham/reiche-ernte,120159.html (mehr …)

  • Sonnenbeet/Sun Seeker geht weiter

    (Mail)

    der Verein bleibt weiterhin für den Gemeinschaftsgarten verantwortlich. Sowohl Jonas und meine Pläne haben sich ein wenig geändert, sodass wir auch nächstes Jahr den Garten betreuen werden. Wir sind gerade dabei, auch noch einmal Förderanträge zu stellen, damit wir den Garten nächstes Jahr noch ausbauen können und in eine mobile Küche investieren können, die zur Verarbeitung der Ernte dient. Die Gruppe fängt  wahrscheinlich im April 2020 wieder mit Gärtnern an. 


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  • Kyritz: Gartenprojekt mit Quali für Langzeitarbeitslose

    (alerts)
    Iris Wiesner koordiniert seit dem 1. September in Kyritz das Projekt „Diakomma – digital ankommen in Arbeit“. Sie hat mit ihrem Team ihren Sitz im Stadtteilbüro Kyritz-West in der Perleberger Straße 39a. Die Stadt hat für das Projekt mehr als 500 000 Euro aus dem Förderprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – Biwaq“ des Bundesinnenministeriums sowie des Europäischen Sozialfonds erhalten. Das Projekt möchte Langzeitarbeitslosen neue Wege in die Beschäftigung ermöglichen. Es möchte zudem den Zusammenhalt im Stadtteil und das ehrenamtliche Engagement stärken. Bei „Diakomma“ sollen Arbeitslose und Erwerbstätige mit geringem Einkommen Nachbarschaftshilfe als positive Struktur für ihren Alltag entdecken. Angelegt werden soll ein Nachbarschaftsgarten. Es soll ein Quartierstreff sein, ein sich ständig wandelnder Ort, der in altersübergreifender Zusammenarbeit für und in einem Mehrgenerationengarten entsteht. Die Teilnehmer, die freiwillig an dem Projekt mitwirken, lernen und erproben den Umgang mit digitalen Medien. Mit videogestützten Interviews erkunden sie Anforderungen am Arbeitsplatz, erhalten persönliche Kontakte zu Unternehmen und absolvieren Praktika in diesen Betrieben. Das Projekt wird vom Büro Blau betreut. Die gemeinnützige GmbH hat langjährige Erfahrung mit Partizipations-und Dialogprozessen in der Stadt- und Regionalentwicklung. Im Mittelpunkt der Unternehmensaktivitäten stehen Kommunikation und entdeckendes Lernen in Regionen und Stadtteilen, mit Schülern, Erwachsenen und Unternehmen oder zwischen Politik und Bürgerschaft. (mehr …)

  • Urbanisten bekommen G. Gregg Preis

    (alerts)

    Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) mit Sitz in Frankfurt hat ihre Mitgliederversammlung 2019 in den Großraum Dortmund gelegt, aus gutem Grund: Sie wird am Freitag 20. September 2019, die Urbanisten mit dem „Günter Gregg“-Preis auszeichnen – für das Schaffen neuer Perspektiven durch Hydrokultur in urbanen Lebensräumen.


    Die DGHK besichtigt das Preisträger-Projekt in seiner Keimzelle, einem Mini-Gewächshaus mitten in Dortmund: Hier betreiben „die Urbanisten“ Urban Gardening mit Hydrokultur, ergänzt durch die Komponenten des Aquaponic. Obst und Gemüse – z.B. Tomaten, Gurken, Rhabarber, Erdbeeren – werden in Blähton gezogen und im Ebbe-Flut-System mit Wasser und Nährlösung versorgt: dieurbanisten.de

    Der Günter Gregg-Preis ist benannt nach dem Begründer der Hydrokultur, Gärtnermeister Günter Gregg. Mit Entwicklung der Hydrokultur hat Günter Gregg die „Pflanzenhaltung in Gefäßen“ – also auf versiegelten Flächen – einfach handhabbar und für jedermann zugänglich gemacht. Günter Gregg stand der DGHK seit 1999 als Präsident und bis zu seinem Tod als Ehrenpräsident vor


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  • o pflanzt: Kooperation mit Schule

    (NL)

    Nach intensiver, gut eineinhalb jähriger Suche hat der gemeinnützige Verein ein neues Grundstück gefunden. Es befindet sich auf dem Gelände der Montessori-Schule, südlich des Montessori-Kinderhorts im Olympiapark. Gleichzeitig ist der Garten eine Kooperation mit der Schule. Dabei steht im Mittelpunkt Alltagskompetenzen im sozial-ökologischen Bereich zu vermitteln und die Schüler*innen in die Gartenaktivitäten einzubeziehen.

     
    Es gibt natürlich auch wieder Gartltage zum Mitmachen, an jedem ersten Samstag im Monat. Die aktuellen Termine findet Ihr in unserem Gartenkalender.

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  • QM Nord-Schöneberg ausgezeichnet

    Unter dem Titel „Grünes Netzwerk für die Nachbarschaft – Vielfalt für das Quartier“ wird der Schöneberger Norden für sein vielfältiges Engagement für Gartenprojekte ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird dem Quartier beim Großgörschenstraßenfest am 15.09.2019 von Stadtrat Jörn Oltmann und einem UN-Dekade Jugendbotschafter feierlich übergeben.
    https://schoeneberger-norden.de/index.php?id=125&tx_news_pi1%5Bnews%5D=495&tx_news_pi1%5Bday%5D=31&tx_news_pi1%5Bmonth%5D=7&tx_news_pi1%5Byear%5D=2019&cHash=1739415ee8077b2897d702ba38bca1bf
    https://www.undekade-biologischevielfalt.de/ (mehr …)

  • ISG Hannover gewinnt bei Garten-Wettebwerb

    (FB)
    Die Internationalen Stadtteilgärten Hannover e.V.   gewinnen mit einem ihrer Gartenprojekten, dem Spessartgarten, den ersten Preis des Gartenlustwettbewerbs der Stadt Hannover in der Kategorie Gemeinschaftsgärten.

    Aus der Pressemeldung:
    Gewonnen in der Kategorie „Gemeinschaftsgärten“ hat der Verein „Internationale StadtteilGärten Hannover e.V.“ im Spessartweg 6 im Stadtteil Sahlkamp. Auf Initiative von Anwohner*innen und dem dortigen Stadtteiltreff wurde 2007 der Verein gegründet. Inzwischen besteht die Gartengemeinschaft aus 40 Familien aus vielen Nationen. Etwa 140 Personen versorgen sich aus den Erträgen von ca. 2.000 Quadratmetern Tiefgaragendach mit gesundem Gemüse, Obst und Kräutern und vielem mehr. Beim Gärtnern und gemeinsamen Lernen werden Vorurteile abgebaut, und die Menschen können mit der neuen Heimat „verwurzeln“. Als niederschwelliger Integrationsort wird auch mit Kultur- und Bildungsangeboten wichtige Arbeit geleistet, die den Stadtteil ruhiger und schöner macht. Gegärtnert wird ausschließlich biologisch, das Regenwasser wird aufgefangen, aber es gibt auch einen eigenen Brunnen.“ (mehr …)

  • Zukunftsgarten bei Leipzig: Finanzierung läuft aus

    (Mail)
    http://nabu-zukunftsgarten.de/
    Das Projekt läuft Ende des Jahres aus
    Tatsächlich kommen vorallem Kinder und junge Jugendliche, wir basteln und spielen viel. Gärtnern und Reparieren im engeren Sinne findet nur sporadisch statt. Außer gießen und Beeren naschen.

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  • Zwei Preise für die Ufer-Projekte

    (FB)
    Wow, wir sind ganz baff. Gleich zwei Preise durften wir in dieser Woche erhalten! Zum einen Projekt Nachhaltigkeit des Rates für Nachhaltige Entwicklung und den Lokale Agenda Preis in Dresden. (mehr …)

  • Künast Besuch im IG Bernauer Straße

    (alerts)

    Der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten in der Gemeinschaftsunterkunft Bernauer Straße 138a stand am 29. August im Terminkalender der grünen Bundestagsabgeordneten Renate Künast.

    Seit Mai gärtnern die rund 190 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft des Internationalen Bundes zusammen mit Nachbarn auf dem Hof der Gemeinschaftsunterkunft. Eine Spende der Deutschen Postcode Lotterie von 17.000 Euro hatte es ermöglicht. Dazu gehört auch ein internes Projekt für die Kinder in der Unterkunft, die nicht nur ganz praktisch gärtnern, sondern sich auch über Garten, Natur und Umwelt informieren.

    Renate Künast machte gleich den Test. Dass die schon leicht erröteten Tomaten als solche zu erkennen sind – geschenkt. Aber auch die Minze erschnuppert sie mit den Kindern. Die finden in den kleinen Hochbeeten direkt an der Bernauer Straße ohnehin Vielfalt. Neben den Tomaten schaut vorsichtig eine Aubergine hervor.

    Das professionelle Gärtnern ist an dem Ort kein Zufall. Der Internationale Bund bildet auch Gärtner aus, und die entsprechenden Mitarbeiter helfen gern.

    Behörden bestehen auf Zäune

    Renate Künast ist eigentlich auf einer Besichtigungstour durch ökologische Projekte in Deutschland. Doch an der Bernauer Straße geht es schnell um das Miteinander der Menschen. Das Gelände der Gemeinschaftsunterkunft ist nach wie vor eingezäunt. Aber natürlich ist die Einrichtung kein Gefängnis. Jeder Bewohner kann gehen und kommen, wann er will. Doch die Behörden bestehen aus Sicherheitsgründen darauf bei jeder Unterkunft für Flüchtlinge – zu groß ist immer noch die Gefahr von Übergriffen auf Geflüchtete.

    Bewohner und Mitarbeiter haben das Beste daraus gemacht. Nicht nur einige der Hochbeete stehen direkt hinter dem Zaun an der Straße, auch einige Gemälde der Kinder und Jugendlichen, beidseitig gestaltet, lassen den Zaun nicht nur optisch durchlässig wie eine Pflanzenmembran erscheinen. Sie machen auch neugierig auf den Bereich hinter dem Zaun.

    Der Besuch endet nach einer Führung durch das Haus. Einrichtungsleiter Stefan Ehrhardt und der Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Klaus-Hinrich Westerkamp, der sich auch im Willkommensbündnis „Wir für Reinickendorf“ engagiert, verweisen auf die unverkleideten Pressholzwände, die bei der Einweihung sogar heftige Kritiker der Flüchtlingshilfe verstummen ließen: „So luxuriös ist das gar nicht hier.“

    Immerhin funktioniert das Miteinander. Wenn es darum geht, welcher Raum noch zu besichtigen sei, stimmt sich Ehrhardt gerne mit einem Mädchen ab, dem er die Schlüssel dafür anvertraut. Dafür gibt es für beide reichlich Lohn: Großes Vertrauen zueinander.

    https://www.berliner-woche.de/reinickendorf/c-soziales/umzaeunte-integration_a231034

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  • Kleingärten sollen sich mehr öffnen

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    In Deutschland gibt es rund eine Million Kleingärten. Die meisten davon im Osten. Zurzeit aber steigt der Druck auf die Kleingartenanlagen. Platzmangel in den Großstädten, Mitgliederschwund im ländlichen Raum oder die Bezahlbarkeit sind nur einige Themen, die beim 28. Bundesverbandstag in Dresden diskutiert wurden.

     
    Zentrales Thema auf dem Bundesverbandstag in Dresden waren die Erkenntnisse aus der aktuellen Kleingarten-Studie. Für die Bestandsaufnahme wurden zwischen Juli 2017 und Mai 2019 verschiedene Landesverbände, Kommunen oder Ministerien befragt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Kleingärten in weiten Teilen der Gesellschaft anerkannt sind, aber besser gefördert werden müssen. Dafür erfordert es neue Konzepte und vor allem viel Engagement.

    Vizepräsident sieht Dresden in Vorreiterrolle

    Für Dirk Sielmann, den Vizepräsidenten des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, hat Dresden in Sachen Kleingartenwesen eine Vorreiterrolle. Nicht nur, weil die Stadt Dresden den ortsansässigen Stadtverband unterstützt. „Der Verband ist auch gut organisiert“, fügt Dirk Sielmann hinzu. So findet ein reger Austausch zwischen Mitgliedern und Vorstand statt. Ideen, beispielsweise ein Kleingartenwettbewerb, werden zusammen entworfen und stetig weiterentwickelt. Und von dem Wissen größerer Anlagen profitieren auch diejenigen, mit nur wenigen Parzellen. „Das führt letztlich auch dazu, dass der Erhalt der Kleingartenanlagen gesichert ist“, meint Dirk Sielmann.

    Vorteile in der Stadt | Leerstand auf dem Land

    In mehr als jeder zweiten befragten Kommune ist das Interesse der Bevölkerung an Kleingärten gewachsen. Besonders in den Großstädten. Gerade in den Ballungsräumen ist die Nachfrage zum Teil so groß, dass Wartelisten geführt werden. Der Platz für neue Kleingartenanlagen fehlt meistens, da Wohn- oder Industrieräume geschaffen werden. „Wir haben hier eine große Flächenkonkurrenz“, sagt Dirk Sielmann. „Da müssen wir Synergien schaffen. Ein erster Schritt wäre zu überlegen, ob bei Großbauprojekten auch neue Kleingartenanlagen geschaffen werden müssen.“ Ein anderer, die vorhandenen Anlagen umzugestalten. Der Bundesverband strebt an, nur noch kleinere Parzellen von maximal 300 Quadratmeter Fläche zu schaffen. Das könnte zum Beispiel dadurch gelingen, indem größere Kleingärten geteilt und saniert werden.

    Ein ganz anderes Problem stellt sich dagegen im ländlichen Raum. Die Parzellen bleiben oft leer. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland etwa 25.000 Kleingärten abgerissen worden. „Das kostet die Vereine viel Geld“, erklärt Dirk Sielmann und appelliert an die Politik, „dass Städtebaufördermittel für den Rückbau von Parzellen zur Verfügung gestellt werden.“

    Kleingärten werden immer öffentlicher

    Immer mehr Kleingartenanlagen setzen auf ein öffentlich zugängliches Angebot. Hinweisschilder und Infotafeln werden an den Eingängen platziert, neue Eingangstore und Zäune sorgen für eine bessere Einsehbarkeit. In einigen Kleingartenanlagen verschwinden zunehmend die sichtbaren Grundstücksgrenzen. Statt Holzzäunen werden kleine Steine als Begrenzung gelegt oder die Grundstücke oft gemeinsam bewirtschaftet.

    Zwischen Tradition und Moderne

    Es ist aber auch ein Spagat, den die Kleingärtner in Zukunft leisten müssen. Andere Formen wie das „Urban Gardening“, also die gärtnerische Nutzung von städtischen Flächen, werden immer beliebter. Einige Vereine haben schon Hochbeete aufgestellt, die man mieten und sich im „Urban Gardening“ ausprobieren kann. Die Infrastruktur muss verbessert, Wege und Gemeinschaftsräume geschaffen werden. Gleichzeitig soll der Grundgedanke erhalten bleiben. Auf mindestens 30 Prozent der Grundstücksfläche müssen Beete angelegt sowie Bäume und Sträucher gepflanzt werden, betont Vizepräsident Dirk Sielmann: „Gartenpächtern ist zu vermitteln, das kleingärtnerische Interessen und Nutzungen im Mittelpunkt stehen.“

    https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/kleingaertner-tagung-dresden-100.html

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  • Stadtgärtnern in Augsburg

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    Seit der Umgestaltung vor einigen Jahren hat sich die Grünanlage am Theodor-Heuss-Platz zum Anziehungspunkt gemausert. Zahlreiche Ruhebänke, Bäume, Blumen und ein Wasserspiel locken nicht nur die Anwohner an. Nur die beiden Hochbeete, die zwar bei blauem Himmel den ganzen Tag von der Sonne beschienen werden, führen ein Schattendasein – bislang.

    Eine Pflanzaktion soll dem Stadtgärtnern hier mitten im Zentrum Augsburgs neuen Schwung verleihen. Und so buddeln an diesem Nachmittag Tine Klink, GrünenStadtrat und Anwohner Matthias Lorentzen und seine Nachbarin Johanna in der prallen Sonne in einem Hochbeet die altersschwachen Erdbeerpflanzen aus, die in diesem Sommer keine Früchte mehr getragen haben. Regina Martin vom Grünamt hat Nachschub mitgebracht – überwiegend winterharte Kräuter wie Oregano, Thymian, Blutampfer oder Lavendel.

    Ein Pate für die Hochbeete am Heuss-Platz in Augsburg

    „Mir war es arg, dass hier nichts mehr passiert ist“, sagt Tine Klink. Die „Gartenverrückte“, wie sie sich selbst nennt, betreut beruflich und ehrenamtlich mehrere Urban-Gardening-Projekte in der Stadt. Matthias Lorentzen konnte sie jetzt als Paten für die Hochbeete gewinnen. „Ich war schon vor dem Umbau gerne auf dem Platz, damals wurde auch gegärtnert.“ Daran wolle er jetzt anknüpfen und sich auch mit Hilfe von Nachbarn ums Gießen und Nachpflanzen kümmern. Besonders schön findet der junge Vater, dass die Kräuter für seine Kinder als Anschauungs- und Schnupperobjekte dienen. Und nicht nur das: Ebenso wie früher die Erdbeeren zum Naschen verlockten dürfen auch die Kräuter in kleinen Mengen mitgenommen werden. Wann das zweite Hochbeet am Heuss-Platz neu bepflanzt wird, steht noch nicht fest. „Vielleicht noch im Herbst mit Feldsalat.“

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    So mancher leidenschaftliche Gärtner, der viele Stunden Arbeit in sein Grün investiert, mag die doch recht überschaubare Aufgabe der Beetpaten belächeln. Andererseits gewinnt das Stadtgärtnern als Alternative zum Kleingarten oder der Grünidylle am eigenen Haus in Augsburg immer mehr an Bedeutung. Dass gerade der Nordwesten der Stadt hier stark vertreten ist, führt Regina Martin auf die dort recht dichte Besiedelung zurück. In Oberhausen etwa gedeihen alle teilweise vor mehreren Jahren initiierten Projekte – etwa an der Dieselbrücke oder in der Neuhoferstraße bei St. Joseph. Besonders eifrige Helfer finden sich an der Austraße ein. „Es gibt dort mittlerweile sogar drei Bienenstöcke“, sagt Klink. Einzig die Pflege der Hochbeete vor der Löweneck-Schule sei derzeit ein Problem. Die Zusammenarbeit mit der Schule habe zuletzt auch wegen der Ferien nicht so gut geklappt. „Wir wollen jetzt einen neuen Versuch mit den Nachbarn starten“, kündigt Klink an.

    Stadtgärtnern im Wittelsbacher Park

    Einen Neuanfang könnte es auch an zwei Standorten nahe der Innenstadt geben. Anstelle der sogenannten Bigpacks denkt das Grünamt daran, im Wittelsbacher Park Hochbeete aufzustellen und diese Ehrenamtlichen zur Pflege zu überlassen. „Wir wollen weg von den Bigpacks“, sagt Martin. Denn Hochbeete seien nachhaltiger als die sackartigen Pflanzbehälter. Das Vorhaben im Wittelsbacher Park soll im nächsten Frühjahr in die Tat umgesetzt werden – ebenso wie die Bepflanzung von Betonringen in der Alpenstraße. Gute Nachrichten gibt es auch vom Interkulturellen Garten in Kriegshaber am Rande des Kulturparks West. Auch wenn der Pachtvertrag abgelaufen sei, werde das Projekt weiterbestehen, sagt Regina Martin. „Die Fläche wird etwas kleiner und dann nur noch für 50 statt wie bisher 70 Gärtnern ein Betätigungsfeld bieten.“

    Kapazitäten frei hat indes der neue Gemeinschaftsgarten des Vereins Wertachwiese an der Uhlandstraße. Auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück können 60 bis 80 Gärtner aktiv werden. Noch in diesem Herbst soll dort in Kooperation mit dem Amt für Landwirtschaft der Weg bereitet werden für eine Streuobstwiese, sagt Martin.

    Schule kümmert sich um Hochbeete am Augsburger Vogeltor

    Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit hat in diesem Sommer zwischen den Stadtwerken und der Realschule St. Ursula begonnen. Die Schülerinnen betreuen Hochbeete, die vor dem Umspannwerk am Vogeltor stehen. Ziel ist es, die Grünfläche aufzuwerten und die Mauern des Umspannwerks vor illegalen Graffiti zu bewahren. Denn die Maßnahme, auf die die Stadtwerke sonst in solchen Fällen zurückgreifen – eine legale Verschönerungsaktion mit dem Verein „Die Bunten“ – ist an dieser Stelle aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich. Und so entstand die Idee, anstatt Graffiti dort ein Urban-Gardening-Projekt zu machen. Thomas Hosemann von den Stadtwerken ist angetan vom Engagement der Schule: „Es gab sogar einen Gießplan für die Ferien.“ Die Aktion werde auch im neuen Schuljahr fortgesetzt.

    https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Warum-das-Stadtgaertnern-in-Augsburg-floriert-id55342206.html (mehr …)

  • neuer GG in Köln entsteht

    (NL)

    […]
    Das Ergebnis ist ein tollen Konzept:

    In sehr enger Kooperation mit der Gartenwerkstadt Ehrenfeld wird das Projekt vom neu zusammengefundenen Kernteam und allen die Interesse haben entstehen. Ein Gemeinschaftsgarten soll das hintere Stück des Leo-Amann-Parks zu einem einladenden Ort machen. Durch den Anbau von Gemüse, Obst und Blumen in Hochbeeten und Kübeln soll ein Garten für Alle entstehen. Mit Upcycling-Elementen, soll auch der Kreativität Platz gegeben werden. Mit Sitzgelegenheiten wird es aber auch zu einem Ort der Ruhe und des Zusammenkommens. Schulen und Kindergärten machen daraus einen Lernort. Vielseitig und multikulturell wird es ein Ort für Alle.

    Nun heißt es warten. Das Konzept liegt der Stadt vor und am 09. September 2019 wird endgültig beschlossen ob wir ein „go” bekommen.

    Aber Stillstehen liegt uns nicht. Das erste große Thema brannte uns von Beginn an unter den Nägeln: Der Name fehlt! Jeder durfte sich an Vorschlägen ausleben und es wurde kreativ. Eine Abstimmung ergab dann:

    „Grüner Leo” soll er heißen, der neue Gemeinschaftsgarten im Leo-Amann-Park in Ehrenfeld.

    Nun steht der Tag des guten Lebens an und auch wir sind mit am Start. Ein Ziel ist es, die Nachbarn mit in die Gestaltung des Gartens einzubeziehen. Durch Schilder dürfen direkt vor Ort Vorschläge gemacht werden, was genau angepflanzt werden soll und wie der Garten gestaltet werden soll. Zudem möchten wir Hochbeete bauen, befüllen, bepflanzen und bemalen. Im Laufe des Tages soll somit etwas für den Park und die Gemeinschaft entstehen.“

    Die Gartenwerkstatt Ehrenfeld wird Träger des Gartenprojekts.


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  • Tübingen: GG in Obst- und Gartenbauverein startet

    (Mail)

    Die Mitgliederversammlung des OGV hatte das Vorhaben ohne Gegenstimmen unterstützt. Jetzt sind schon zwei Hochbeete vom OGV finanziert, aufgebaut und bepflanzt.
    Es sollen im Weiteren noch verschiedene Varianten von Hochbeeten aufgestellt werden, auch um zu zeigen, was alles geht und was wie haltbar ist.

    Da der Garten dem OGV gehört, haben wir die Devise ausgegeben, dass Mitarbeitende dem OGV beitreten. So vermeiden wir Probleme und Diskussionen mit „Alt-Mitgliedern“ bezüglich Ausgabe von Schlüsseln an und Nutzung durch „Vereinsfremde“.
    Ich hoffe, das ist kein Hinderungsgrund für die Einstufung als Gemeinschaftsgarten und die Zusammenarbeit mit der Anstiftung.

    Denn der Garten ist natürlich für alle Interessierten – zu diesen Bedingungen, aber auch für Gäste der Mitglieder in deren Beisein – offen. So ist von den Beteiligten aus dem Stadtteiltreff auch angedacht, den Garten für Asylbewerber*innen in einer Art „Patenschaft“ gemeinsam nutzbar zu machen.

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  • tempräres Gartenprojekt auf Klinikumsgelände in Bremen

    (alerts)
    Küchenkräuter, Sonnenblumen, Feldsalat, Frühlingszwiebeln und für das Auge auch ein paar Blumen. „Und haufenweise Tomaten“, sagt Anne Mechels, die mit neun anderen gärtnerwilligen Menschen Nutzpflanzen großzieht – und das mitten auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte. „Urban Gardening“, salopp übersetzt „Gärtnern in der Stadt“, hält schon seit längerer Zeit Einzug in den städtischen Raum. Der Lucie-Flechtmann-Platz in der Neustadt etwa ist solch ein Raum, wo der eigens gegründete Verein „Kultur-Pflanzen“ bereits 2013 die erste Gartensaison eingeläutet hat, die Gemüsewerft in der Überseestadt ist ein anderes Beispiel.

    „Das Projekt hat in der Zwischenzeitzentrale (ZZZ) angefangen, dort haben wir mit Paletten gebastelt“, erinnert sich Christa Immel. Besagte Zwischenzeitzentrale hat zwischen September 2018 und Ende Juni 2019 das ehemalige Schwesternwohnheim auf dem Klinikgelände genutzt, um Raum für kreative Ideen oder für Treffpunkte aller Art zu schaffen, im Innenhof gab es erste Gärtnerversuche im Palettenbeet. „Wir hatten im März diesen Jahres ein erstes Planungstreffen“, sagt Anne Mechels, initiiert von der Stadtteilgenossenschaft Hulsberg.

     Wobei die Urban Gardening-Gruppe jedoch kein Projekt der Stadtteilgenossenschaft sei, sagt sie. Eher eigenständig, und eigenständig haben sie sich dann im Innenhof getroffen. „Zu Beginn war es noch kalt und es hat geschneit“, erinnert sich Sigrid Hopfe. Doch das Ende des Schwesternwohnheims war absehbar und der Abriss beschlossene Sache. „Wir hatten immer im Kopf, dass das alles befristet war. Und deshalb wollten wir einen Garten bauen, der umziehen kann.“ Der umzugsfähige Garten zog dann auch um und die Wannen, Kisten und Kübel mit Erde und Wuchs wurden Ende Juni in einen Cambio-Transporter geladen und zum neuen Platz gebracht.

    In der Nähe der Pathologie

    Der liegt in der Nähe der Pathologie und des Hubschrauberlandeplatzes und wurde gemeinsam mit Florian Kommer, dem Geschäftsführer der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG), ausgesucht. „Er hatte Vorschläge, wir hatten Vorschläge, danach haben wir die ,Gesundheit Nord´ angesprochen“, sagt Anne Mechels. Gemeinsam und auch mit Hilfe des Ortsamtes hätten sie dann mögliche Orte angeschaut, die Wiese neben dem Landeplatz ist es geworden. Bis 2021 wird der temporäre Garten dem Hulsberg-Gelände erhalten bleiben, dann wird die Fläche bebaut.

    „Uns war es wichtig, in der Nähe des Bettenhauses zu sein“, sagt Sigrid Hopfe. „Das Haus im Blick zu haben, wo wir auch mal wohnen möchten.“ Die meisten von ihnen sind Mitglied in der Stadtteilgenossenschaft, die darum kämpft, das Bettenhaus als genossenschaftliche Wohnform nutzen zu können. Zwischen 27 bis 70 Jahren sind die Gärtnerinnen von „Urban Gardening“ alt, es sind drei Männer und sieben Frauen. „Und es gibt Sympathisanten, die Gießdienste anbieten“, sagt Anne Mechels. Und das ist keinesfalls ein langweiliger Job: „Jedes Mal, wenn ich gieße, bin ich im Gespräch.“

    Denn darum geht es auch: Um Kontakte mit anderen Menschen, um Gemeinschaft. „Es ist ja auch ein Treffpunkt, wo andere Pause machen“, erzählt Beate Rösel vom „Urban Gardening“-Projekt. „Es kommen auch viele Patienten, die sich dort hinsetzen. Die dürfen das auch.“ Davon zeugt auch ein Schild, das zum Weg hin steht und besagt: „Genießen sie den Platz und bitte, bitte nehmen sie Abfall und Zigarettenreste mit.“

    Ab und zu Tomaten ernten

    Mitarbeiter des Krankenhauses nutzten den Garten mit den Palettenmöbeln ebenso wie Krankenbesucher, die dann ab und zu auch ein paar Tomaten ernten. „Und auch die Nachbarn sind angetan. Wir erhalten viel Unterstützung, auch von der Geno“, sagt Anne Mechels. Den Schlauch für die Wasserversorgung etwa habe das Krankenhaus gelegt. „Das Zusammenmachen ist toll und das Zusammentreffen mit Menschen, die das freut.“

    „Ich hätte nicht gedacht, dass so eine kleine Fläche auf so viel positive Resonanz stößt“, so Beate Rösel. Die soziale Komponente sei sehr wichtig, „Urban Gardening“ setze ja auch ein Zeichen, fügt sie als mögliche Begründung für die Beliebtheit hinzu: „Um die zehn Hektar Land werden täglich in Deutschland zugebaut, das ist hier eine kleine Gegenbewegung.“ Mitstreiterin Angela Banerjee gefällt daher auch der öffentliche Charakter des Gärtnerns auf dem Klinikgelände: „Es gibt keine Zäune, nicht so wie in Kleingartengebieten.“ Und das sei auch gut, meint Christa Immel: „Dass keiner den Supergarten haben will.“

    Sie seien übrigens auch sehr offen für Neue, die gerne mitmachen wollen, sagt Sigrid Hopfe. Und Gartenexperte muss man anscheinend auch nicht sein: „Wir testen einfach mal ein wenig herum“, sagt etwa Christa Immel, wobei sie da etwas tiefstapelt: Sie hat eine Wildkräuterausbildung, was sich auch am „essbaren Beet“ abbildet, in dem tatsächlich alle Pflanzen vom Stengel direkt in den Mund wandern können, ohne dass der Mensch Schaden nimmt.

    In den Mund wandern können auch diverse Beeren, die irgendwann reif sein werden. „Wir haben ganz viele Stecklinge abgeschnitten und in die Erde gesetzt“, sagt Laura Schneider, und diese Stecklinge werden sich dann über kurz oder lang zu Brombeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren entwickeln.

    Der Plan für das nächste Jahr lautet: mehr Gemüse. Und natürlich mehr Menschen, die den Garten mitbetreuen. Es gebe zwar eine Spendenkasse, doch Anne Mechels sagt: „Man muss kein Geld haben, um mitzumachen.“

    Die Chance zum Mitmachen bietet sich wieder am Freitag, 6. September, um 17 Uhr. Treffpunkt ist dann die kleine Wiese zwischen dem Hubschrauberlandeplatz und der Pathologie. (mehr …)

  • Green City: Pilotprojekt macht aus Parkplätzen Aufenthaltsplätze (temporär)

    (FB)
    Aus Parkraum wird Lebensraum

    Bei einem Pilotprojekt im Auftrag der Landeshauptstadt München testet Green City e.V. aktuell gemeinsam mit Anwohner*innen im Westend die temporäre Umgestaltung von acht Parkbuchten in lebendige Aufenthaltsflächen und Treffpunkte für die Nachbarschaft.

    Die begrünten “Parklets” laden zum Verabreden, Plaudern, Lesen oder Sonnen ein. Du findest sie noch bis 19. September 2019 im Bereich der Tulbeckstraße 19, der Parkstraße 18 und in der Parkstraße, Ecke Schwanthaler Straße. Wenn du dich aktiv in das Projekt einbringen möchtest, kannst du beim Gießen oder beim Absperrdienst für die Nacht unterstützen. Weitere Infos dazu findest du hier. (mehr …)

  • Offenburg: vielfältige Unterstützung für urban gardening

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    OFFENBURG. Ein grünes Band soll Offenburg durchziehen: Die Stadt will die gärtnerische Nutzung städtischer Grünflächen fördern und Material für Angebote wie Naschgärten und Urban Gardening zur Verfügung stellen. Sogenannte Naschbäume wurden bereits im Frühjahr in der Waldbachsenke gepflanzt, in ein paar Jahren sollen Vorbeikommende sich an den Früchten bedienen können. Ein zweites Projekt, eine Gartenanlage mit sechs Hochbeeten, ist bei der Minigolfanlage im Bürgerpark zusammen mit einer Bürgerinitiative entstanden.

    Es wächst, blüht und gedeiht in den sechs aus altem Palettenholz selbst gefertigten Hochbeeten und der übrigen Gartenanlage. Kürbisse, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Gurken, Karotten und vieles mehr können inzwischen geerntet werden, 30 verschiedene Kräuter und insektenfreundliche Zierpflanzen ergänzen die grüne Pracht. Hinter dem Urban Gardening steckt die Idee, versiegelte urbane Flächen nutzbar zu machen und ein Bewusstsein für den saisonalen und ökologischen Anbau von Lebensmitteln zu wecken, wie Günter Schulz, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim BUND seine Erfahrungen ins Projekt einbringt, erklärte.

    Die Initiative für das Offenburger Gartenbauprojekt stammt von Aline Goetz und Anika Brändlin. „Ursprünglich war der Gedanke: Schade, dass viele, die in der Stadt wohnen, nicht gärtnern können“, so die Initiatorinnen.

    Inzwischen hat sich eine generationenübergreifende Gruppe von 15 Personen gefunden, die das Projekt unterhalten und gemeinsam planen, hacken, pflanzen, jäten – und jetzt die Ernte einbringen können. In der Gemeinschaft mache es Spaß, man könne auch von den Erfahrungen der anderen lernen, erklärte Goetz.

    Der Platz bei der Minigolfanlage war schnell gefunden, von der Stadt gab es grünes Licht. „Das ist ein Superprojekt. Gut gelegen“, lobte Philip Denkinger, Abteilungsleiter Grünflächen und Umweltschutz bei der Stadt. „Wir haben den Platz zur Verfügung gestellt, logistische Hilfe angeboten und über die Technischen Betriebe Erde kommen lassen. Außerdem sei eine Werkzeugkiste bereit gestellt worden. Das Gießwasser war zunächst ein Problem, weil man keine Auffangbehälter hatte. Also wurden Regentonnen aufgestellt, die das Wasser von den Dachflächen der Minigolfanlage auffangen, für trockene Zeiten stellt die Stadt den Wasseranschluss der Anlage zur Verfügung. „Beim ersten Treffen hat jeder etwas Geld gespendet“, so Goetz, Unterstützung gab es vom BUND-Umweltzentrum, Sachspenden von Privatpersonen. Dann konnte das Projekt am 19. Mai mit 140 Euro an den Start gehen. Material wurde gesammelt, die Hochbeete gebaut, „Setzlinge hatten viele schon zuhause“, erinnern sich die Initiatorinnen an die Anfänge. Stolz präsentierten die Freizeitgärtner beim Pressetermin ihr grünes Paradies und den Lohn ihrer Mühen: leckere reife Früchte, gelbe Melonenstücke und selbstgebackenes Brot mit Kräuterbutter.

    Auch die Kinder Tim und Ronja hatten eifrig mitgeholfen, zwei eigene Kinderbeete wurden ebenfalls angelegt. Im idyllischen Garten summen die Bienen, Schmetterlinge sind unterwegs, Vögel zwitschern in den nahen Bäumen. Alles wird rein biologisch angebaut, ohne Pestizide und Kunstdünger. „Gegen Blattläuse spritzen wir nur mit Brennnesseljauche“, sagt Anika Brändlin, andere Schädlinge würden von Hand abgesammelt. Jeder könne sich hier einbringen, wie er wolle, in den Gießkalender trage man sich regelmäßig ein, die wöchentlichen Termine habe man auf Dienstagabend und Samstagnachmittag gelegt. Einmal im Monat finde ein Gruppentreffen statt. Geplant seien eine Kräuterspirale, Beerenobst, ein Naschbeet mit verschiedenen Erdbeersorten und eine Blumenwiese mit heimischen Arten.
    „Wir werden neue Interessengruppen auf jeden Fall unterstützen“, stellte Philip Denkinger in Aussicht. Es sei jedoch wichtig, dass die Initiative von den Bürgern komme und auch nachhaltig weiterentwickelt werde. Durch diese Arbeit entwickle man auch eine gewisse Identität zum Garten und zur Stadt. (mehr …)

  • VHS Donauwörth hat ug neu im Programm

    (alert)

    […]
    Urban gardening und Urban farming Ein ganz neues Portfolio bilden „Urban gardening und Urban farming“ – Gärtnern in der Stadt, sowie Hühnerzucht im Kleinformat für den heimischen Garten. „Damit möchten wir vor allem junge Familien ansprechen“, erzählt die Geschäftsführerin, „denn was in Augsburg gelingt, bietet sich sicher auch bei uns an“.[…] (mehr …)

  • Bezirk Köpenick soll von Vereinen Mieten auf Marktniveau nehmen

    (mail)

    Lange Geschichte kurz zusammengefasst, der Bezirk Köpenick wurde vom Landesrechnungshof dazu verdonnert, von Vereinen und Einrichtungen wie unserer ab demnächst Mieten auf Marktniveau zu nehmen. Das war natürlich ein Grund für Herzrasen bei uns. Aber : es wird schon an einer bezirkseigenen Lösung gebastelt, damit wir das sozusagen woanders wieder verdienen und entsprechend weiterarbeiten können. Das soweit, intern. 

    spätere Mail:
    Der Bezirk Treptow-Köpenick stellt ja diversen Vereinen und Einrichtungen Grund oder Immobilien sehr preiswert zur Verfügung, so auch uns. Unsere jährliche Pacht betrug etwas 180 Euro, plus Verpflichtung eben bei Bedarf Bäume zu fällen wennn diese die Sicherheit gefährden. Das war schon großzügig, aber der Bezirk hatte eben selber was davon, weil die vielen Einrichtungen bei denen das so gehandhabt wurde eben die Kultur- und Sozialarbeit im Bezirk machen. Die ist schon sehr ausgelagert hier.

    Nachdem die AfD in diverse Lokalparlamente einzog, hat sie Einblick in die Mietverträge des Bezirks bekommen, und zog vor den Landesgerichtshof, der feststellte, rechtlich gesehen dürfe der Bezirk nicht unter dem Marktpreis vermieten. Und der wäre in unserem Fall 550 Euro im Monat. Diverse Einrichtungen haben ein ähnliches Schreiben bekommen, und dachten schon sie können direkt ihre Arbeit einstellen. Dazu gehörten wirklich zentrale Dinge wie zB Schuldnerbratungen etc. Der Bezirk bastelt jetzt an einem rechtlich einwandfrei förderbaren Dachverein, der dann die jeweiligen Einrichtungen mit Fördergeldern trägt, die dieser Miete entsprechen. Wie das bei uns aussehen soll, da wir ja schon ein Verein sind und auch gerne bleiben würden, weiß ich noch nicht. Wir werden wohl demnächst zum Gspräch gebeten.


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  • CDU Oldenburg setzt sich für Gärtnern in der Stadt ein

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    n der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtgrün, Umwelt und Klima am Donnerstag, 12. September (17 Uhr, Altes Rathaus), möchte die CDU von der Stadt erfahren, welche Flächen für „Urban Gardening“ genutzt werden, welche Erfahrungen bei den Projekten gesammelt wurden und wo Möglichkeiten bestehen, weitere Flächen für Bürgergärten zur Verfügung zu stellen. „Urban Gardening“ ist privates oder gemeinschaftliches Gärtnern auf kleinen Flächen in der Stadt. Im Zuge der Debatte über Insektensterben und Artenschutz wäre es zu begrüßen, wenn weitere städtische Flächen umgewandelt würden, die für alle offen sind, so die CDU.

    https://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/oldenburg-gaertnern-mitten_a_50,5,3014621759.html (mehr …)

  • Bambergs Urban Gardening Projekte

    (alerts)

    […]Bei einer kurzweiligen Führung am Samstag, 21. September ist Gelegenheit, das Gelände und die Idee der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) und des Selbsterntegartens Süd kennen zu lernen. Im Anschluss können bei einer gemütlichen Fahrradrunde weitere Urban Gardening Projekte in Bamberg – wie Essbare Stadt, interkultureller Garten, Selbsterntegarten – erkundet werden. Die Tour wird im Rahmen des Projekts „Vom Acker auf den Teller“ von BUND Naturschutz und Solawi Bamberg angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Treffpunkt zu der ungefähr 1,5-stündigen Veranstaltung ist um 16 Uhr auf dem Solawi-Gelände an der Galgenfuhr. Der Zugang ist über die Forchheimer Straße in der Nähe der Brose-Arena möglich.[…]
    https://www.wiesentbote.de/2019/08/28/veranstaltungen-des-bn-bamberg-im-september/ (mehr …)

  • Utopiastadt: bei Afritopia geht es auch ums Gärtnern in der Stadt

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    Afritopia – Global Food Lab

    30.08. bis 01.09.2019 – Gepa und Utopiastadt Wuppertal

    Ihr habt Lust mehr zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der afrikanischen Landwirtschaft zu erfahren? Ihr möchtet Auswirkungen unseres Konsums, die Rolle von Agrarmultis und unserer Politik auf Ernährung in afrikanischen Staaten kritisch diskutieren?
    Ihr möchtet Alternativen einer nachhaltigen Landwirtschaft und politische Handlungsmöglichkeiten kennenlernen? Ihr interessiert euch für regionale Ernährung, Urban Gardening und Co. und möchtet euren Blick über den Tellerrand in die Welt hinaus lenken? Dann seid ihr genau richtig beim Afritopia – Global Food Lab in Utopiastadt!
     Workshops, Diskussionen und Infostände widmen sich Herausforderungen wie Landraub, Fischerei, Auswirkungen des Klimawandels oder Pestizidexporten, aber auch den nachhaltigen Alternativen, die es hier und in Ländern Afrikas gibt.

    Für die Sinne gibt es Musik, kreative Aktionen und am Samstag ein Essensangebot. Am Sonntag wollen wir gemeinsam mit allen Brunchen – mit selbstgemachten Speisen, die jede*r mitbringt, für das gemeinsame Buffet. (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten am Theater in Darmstadt

    (Recherche/Mail)

    Der Büchnergarten ist ein Gemeinschaftsprojekt des Staatstheaters Darmstadt, dessen Anwohner*innen und der Initiative Essbares Darmstadt.

    Es gibt regelmäßige Treffen (4. Donnerstagabend im Monat) und Aktionen wie Flohmärkte und Kulturelles Programm.

    Durchschnittlich gibt es 15 aktive Gärtner*innen, die sich über neue Gesichter immer freuen.

    Der Garten ist temporär angelegt, allerdings ohne festen Termin eines Endes.

    Außerdem haben wir 2 Bienenvölker am Haus, die von der Stadtimkerei Darmstadt betreut werden.

    warum temporär? ->
    das hat mit rechtlichen Fragen bezüglich des Ensembles zu tun. Wenn wir den Garten nicht temporär nennen würden, würde er uns verboten. Er existiert seit 2017 und es wird ihn ganz bestimmt noch  Jahre geben

    wie kam es zum Garten?
    -> wir hatten im rahmen der Darmstädter Gespräche, die sich 2017 um Nachhaltigkeit drehten, die Initiative gefragt, ob sie uns für eine Woche Beete vor das Haus stellen würde. Diese Idee traf nicht auf Zustimmung, dafür erhielten wir kurze Zeit später einen kompletten Begrünungsplan für das Staatstheater Darmstadt. Daraus entstand dann der Garten (mehr …)

  • Gartenprojekt am Gropius-Bau in Berlin

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    Parkplatzgarten am Gropius Bau

    Ein Urban-Gardening-Projekt

    Anlässlich der Ausstellung Garten der irdischen Freuden verwandelt sich Parkraum neben dem Gropius Bau in eine kleine Gartenfläche. Hochbeete bieten Platz für Gemüseanbau und laden zur Reflexion darüber ein, welche Rolle die Natur im Stadtraum spielt. Regelmäßige Veranstaltungen kreisen um Themen wie Kompostierung, Mundraub, kulturelle Vielfalt und barrierefreie Gemeinschaftsgärten.
    Wo jetzt noch Autos stehen, kann auch unser Garten sein…

    Unser Umgang mit Biodiversität und kultureller Vielfalt bestimmt über die Qualität unserer Zukunft – und beides kann auf umgenutzem Parkraum gedeihen.

    Menschen handeln oft nach dem Motto: „Ich schütze das, was ich kenne.“ Die alltäglichen Begegnungen von Stadtbewohner*innen mit der Natur können ein Schlüssel für mehr Naturschutz und Artenvielfalt in der Stadt sein. Der Stadtraum erscheint jedoch oft ungerecht verteilt: So ist ein großer Teil der öffentlichen Straßenfläche für Parkraum reserviert; Autos blockieren dauerhaft den Platz und werden manchmal tagelang nicht bewegt. Das Gemeingut öffentlicher Raum dient hier letztlich nur dem Nutzen Einzelner. Dieses Projekt möchte auf einer Parkfläche neben dem Gropius Bau zeigen, dass ausreichend Raum für urbanes Grün vorhanden ist und sich auch auf kleinen Flächen Gemüse in relevanter Menge anbauen lässt. Ziel sind intergenerationale, inklusive und interkulturelle Begegnungen sowie Wissensaustausch über Gemüseanbau und Kreisläufe der Natur im städtischen Sozialraum – an einem Ort, an dem sonst Autos stehen würden.

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  • IKuGa auf der Buga Heilbronn mit Buga Schluss beendet

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    Interkultureller Garten auf der Buga sollte Integration fördern

    Heilbronn  Den interkulturellen Garten auf der Buga ernten nicht nur die Gärtner, die das Feld bestellen: Auch Buga-Gäste bedienen sich an Obst und Gemüse. Das eigentliche Ziel des Projekts, durch das gemeinsame Gärtnern Integration zu fördern, wurde nicht erreicht.

    Von Bärbel Kistner

    Ob überhaupt noch etwas übrig ist? Die Gärtnerin des interkulturellen Gartens (Ikuga), Ophelia Giokarinis ist wenig optimistisch: „Zum Ernten gibt es nicht mehr wirklich viel.“ Der interkulturelle Garten, ein 500 Quadratmeter großes Gelände im Inzwischenland der Buga, ist bei Besuchern nicht nur zum Schauen beliebt. „Wir haben hier viele unbestellte Erntehelfer“, scherzt Kollege Reinhold Schmidt über Buga-Gäste, die sich selbstverständlich bei Obst und Gemüse bedienen würden. Auf die Idee, Blumen zu pflücken, komme dagegen niemand.

    Bei den Pflanzen, die in zweiter Reihe wachsen, ist dagegen einiges hängengeblieben. Zum Beispiel Tomaten. Auch Kohlköpfe sind jetzt groß genug, damit Corina Deutsch sie abschneiden kann. Sie freut sich, wenn sie die Früchte ihrer Arbeit nun ernten kann.

    Das Fazit des Gartenprojekts fällt gemischt aus

    2016 wurde auf dem Buga-Gelände das Ikuga-Experiment gestartet, mit dem Ziel, dass Menschen verschiedener Herkünfte gemeinsam gärtnern. „Wir waren mit die ersten auf dem Gelände, vor allen anderen“, erinnert sich Ophelia Giokarinis. 15 Parzellen gab es zu vergeben, von den Teilnehmer hatten nicht alle gärtnerisches Know-how, aber dafür viel Enthusiasmus.

    Im dritten, entscheidenden Buga-Jahr zieht das Trio, das sich an diesem Nachmittag zur Ernte versammelt hat, ein gemischtes Fazit. „Als Gartenprojekt sind wir sehr erfolgreich“, erklärt Reinhold Schmidt. Die Besucher sind begeistert, manchmal ist kaum ein Durchkommen auf dem hölzernen Steg, der durch das Gelände führt.

    Die Gemeinsamkeit lässt zu wünschen übrig

    Mit dem interkulturellen Anspruch und der Idee, die Integration zu befördern, sei es dagegen nicht weit her. Im ersten Jahr habe es noch viel Gemeinsamkeit gegeben, man hat sich zum Essen getroffen. Doch eine richtige Gruppe habe sich daraus nicht entwickelt.

    Zu den Schattenseiten des Projekts gehört für die engagierte Truppe, dass nicht alle mit der Anfangsbegeisterung dabeiblieben. Mancher habe die Lust verloren und zum Ärger der Mitgärtner sein Grundstück verwahrlosen lassen. „Wenn ich eine Parzelle bekommen habe, muss ich auch Verantwortung tragen“, sagt Corina Deutsch. Ihre Nachbarfläche etwa wurde mehr oder weniger sich selbst überlassen und ist völlig überwuchert. Das nervt die Hobbygärtnerin.

    Der einzige Garten auf der Buga, um den sich nicht die Buga-Mitarbeiter kümmern

    Sie hätte erwartet, dass diejenigen, die keine Zeit oder kein Interesse mehr haben, ihre Parzelle offiziell abgeben, damit eventuell jemand anders hätte nachrücken können. Das nicht zu tun, „ist unfair gegenüber den anderen“, sagt Ophelia Giokarinis.

    Mancher habe sich wohl übernommen, meint Reinhold Schmidt, und den Arbeitsaufwand falsch eingeschätzt. Über den Buga-Zeitraum habe er mindestens eine Stunde Arbeit pro Tag investiert. Als es so heiß war, kam er schon morgens um sechs Uhr, um zu gießen. Der Ikuga-Garten ist die einzige Fläche auf dem Gelände, für die nicht die Buga-Mitarbeiter zuständig sind.

    Wie es mit dem Gartenprojekt nach der Buga weitergeht

    Was allen wichtiger ist als die Kritik: sich als Teil des Großprojekts Buga zu begreifen. Für Ophelia Giokarinis war es der wichtigste Antrieb: „Es ist ein großes Privileg, hier mitmachen zu dürfen.“

    Was passiert nach dem 6. Oktober, wenn die Buga endet? Dann ist auch für den Ikuga Schluss. „Wir müssen unsere private Sachen sofort abholen“, berichtet Corina Deutsch, die trotz aller Widrigkeiten auf den Geschmack des Gärtnerns gekommen ist. Sie will mit zwei der syrischen Ikuga-Gärtner auf einem Gelände an der Happelstraße weitermachen.

    Im interkulturellen Garten gibt es eine Künstlerparzelle

    Die Pflanzen für den Ikuga wurden gespendet von den Weinsberger Rosenkulturen und vor allem von der Heilbronner Biogärtnerei Umbach. Eine Parzelle hat die Künstlerin Jutta Klee gestaltet, die bewusst an das Brachland erinnern wollte. Dort sind die Wildkräuter Programm. Der Ikuga wurde als Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet im Rahmen eines Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“. Dabei geht es um Möglichkeiten, die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet.

    https://www.stimme.de/heilbronn/buga/Interkultureller-Garten-auf-der-Buga-sollte-Integration-foerdern;art130362,4239991 (mehr …)

  • indoor urban gardening Teil einer Zwischennutzung in München

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    Zwischennutzung Infanterie 14 – Die Macher vom Puerto Giesing und ARTMUC bekommen den Zuschlag

    23 Aug 2019, 14:28

    Mitten in Schwabing-West, eingebettet in das historische Umfeld des ehemaligen Kasernenviertels nahe dem Olympiapark, befindet sich die Infanteriestraße. Nach dem Wegzug der Münchner Hochschule für Design wird die Hausnummer 14 nun der Schauplatz einer temporären Zwischennutzung.

    Vom 12.09. bis zum 03.11. darf sich ein Zwischennutzer dort federführend austoben. Der Münchner Projektentwickler (und neue Eigentümer des Grundstücks) Bauwerk hat sich entschlossen das Gebäude vor dem finalen Abriss diesem Zweck zu überführen. Dann entstehen am Grundstück der ehemaligen Hochschule für Design neue Wohnungen.

    Damit einher ging ein Ideenwettbewerb für die Nutzung unter dem Motto „5.000 Quadratmeter für Münchens Ideen“. 15.000 EUR Preisgeld waren für die beste Idee projektbezogen ausgeschrieben. Die Teilnehmer*innen mussten in ihren Projektideen auch die schwierigen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen:  Es gibt momentan weder fließendes Wasser, noch Fernwärme. Ans Stromnetz sind die Räume nur teilweise angeschlossen. Seit über einem Jahr stand das Haus leer. Über 40 Ideengeber*innen wollten diesen Umständen jedoch trotzen und bewarben sich um die Räumlichkeiten.

    Pressekonferenz mit Verkündung des Gewinners

    Am Montag auf der Pressekonferenz wurden nun die Gewinner vorgestellt und – spontan – mit dem doppelten Preisgeld prämiert. Ganze 30.000 EUR Startkapital hat somit das Team von *Trommelwirbel* THE HUB SCHWABING (im Bild). Dahinter stecken zwei Altbekannte aus dem Münchner Nacht- und Kulturleben: Andreas Brestrich, der ehemals das legendäre Puerto Giesing mitgestaltet hat und Raiko Schwalbe, der Gründer der ARTMUC. Erfahrene Veranstalter also, die mit ihrem Konzept auf ganzer Linie überzeugten. Eine für den Wettbewerb einberufene Jury entschied über den Zuschlag (u.a. Kommunalreferentin Kristina Frank, Schauspieler Max von Thun, Leiter des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft Jürgen Enninger, Graffiti-Legende Loomit und MUCBOOK-Gründer Marco Eisenack).

    […]

    Ein paar Konzepte der anderen Bewerber*innen des Ideen-Wettbewerbs werden zusätzlich unter dem großen Dach von THE HUB SCHWABING integriert: etwa Workshops zum Thema „Fashion nachhaltig“ und ein aufwändiges Indoor-Urban-Gardening-Projekt.

    […] (mehr …)

  • Sun Seeker (Haus der Statistik) hat losgelegt

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    Liebe Gudrun,

    Das „Sonnenbeet“, wie wir es jetzt genannt haben, steht und wächst fröhlich. Es hat sich eine kleine Gruppe gefunden, die sich momentan regelmäßig trifft und sich um alles kümmert.  In den letzten Wochen haben wir den Pioniernutzern das Projekt öffentlich vorgestellt, heute kommt das ZDF im Haus der Statistik und auch im Garten vorbei, mit dem Nachbarschaftsrat und Nachbarn sind wir schon länger in Kontakt und stoßen auch dort auf Interesse.

    Diesen Sonntag 25.08. findet die zweite öffentliche Veranstaltung im Sonnenbeet statt.

    Wir laden zum offenen Garten im Sonnenbeet an der Anlieferstelle am Haus der Materialisierung alle HelferInnen, Interessierten mit und ohne grünen Daumen, Nachbarn und Pioniere ein.
    Verschiedene Aktionen wie Seedbombs bauen, Schmuck mit natürlichen Materialien herstellen und ein Insektenhotel für unsere nützlichen Freunde aufbauen, werden den Nachmittag begleiten.
    Bei Kaffee oder einem kühlen Getränk kann man die Gärtner kennenlernen, sich über Samen, Setzlinge und co. austauschen und über die Zukunft des Grüns am Haus der Statistik sprechen.
    Ab 16:30 Uhr wird der Grill angeheizt. Selbst mitgebrachtes Grillgut wird von unseren Grillmeistern für euch zubereitet.

    Das Format des offenen Gartens findet jeden letzten Sonntag im Monat während der Sommersaison statt.


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  • Gemüsewerft: dritter Standort

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    Hopfen rankt sich an den Drahtseilen empor, auf den Hochbeeten wachsen Kartoffeln, Salate und Radieschen. Im Hintergrund ist die Weser zu sehen. Ex-Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) und Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) betrachten den Stadtgarten der Gemüsewerft auf der Überseeinsel, auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände. In den nächsten Jahrzehnten soll dort ein nachhaltiges Quartier geschaffen werden mit Wohn- und Gewerbeeinheiten. Auch der urbane Stadtgarten der Gemüsewerft gehört dazu. Diesen gibt es bereits seit Januar dieses Jahres. Michael Scheer, Geschäftsführer für integrative Beschäftigung, hat das inklusive Projekt Gemüsewerft 2014 ins Leben gerufen. Menschen mit psychischen, seelischen oder geistigen Behinderungen haben dort die Möglichkeit zu arbeiten. Anbauflächen gibt es bereits in der Basdahler Straße in Gröpelingen und an der Stephanikirchenweide. Der dritte Standort liegt nun hier auf der Überseeinsel.

    Ehemaliges Kellog-Gebäude soll lebendig werden
    „Es ist ein ökologisches und gleichzeitig ein soziales Projekt. Das macht es so besonders“, sagt Schaefer. Klaus Meier, Inhaber der Überseestadt GmbH, führt die Grünen-Politikerinnen gemeinsam mit Scheer über das Gelände. Es ist Dienstagnachmittag. Später am Abend gibt es eine Podiumsdiskussion rund um das Thema urbanes Gärtnern mitten in der Stadt, auch Urban Gardening genannt.

    Investor Klaus Meier und Gemüsewerft Geschäftsführer Michael Scheer haben sich von Anfang an zusammengesetzt und die Gemüsewerft für das neu entstehende Quartier geplant. „Ich fand die Idee eines urbanen Gartens von Anfang an gut“, sagt Meier. Beim Städtebau gehe es nicht nur um Verdichtung, „ich will keine tote Stadt.“ Das ehemalige Kellogg-Gelände soll lebendig werden. „Hier wird der Hopfen angebaut“, sagt Meier und zeigt auf den Hopfen, „und dort wird das Bier gebraut“, er zeigt auf das ehemalige Kellogg-Gebäude. Dort soll unter anderem eine Brauerei entstehen. Auch sonst sollen vor allem junge Lebensmittelunternehmen und Start-ups in das Gebäude einziehen.

    „Auf einem ehemaligen Gewerbegebiet entsteht Grün. Es entsteht etwas Neues, eine neue Chance“, sagt Schaefer. „Die Gemüsewerft ist ein zukunftsweisendes Projekt. Es ist lebendig, hat einen sozialen Charakter und es ist ein ökologischer Beitrag.“ Schaefer wünscht sich mehr solcher Projekte. Bremen müsse grüner werden. Das bedeutet: grüne Dächer, vertikale und horizontale Gärten, mehr Bäume. Auch die Wartehäuschen an den Bremer Straßenbahnhaltestellen sollen in Zukunft begrünt werden. 

    „Wir müssen die Städte in Deutschland neu denken“, sagt Renate Künast. Die 63-jährige Grünen-Politikerin und ernährungspolitische Sprecherin ihrer Partei ist begeistert von dem Gemüsewerft-Projekt. Erst vor Kurzem hat sie ihr Buch „Rein ins Grüne – raus in die Stadt“ veröffentlicht, das sie gemeinsam mit der Garten-Autorin Victoria Wegner geschrieben hat. Für ihre Recherche besuchte sie zahlreiche urbane Gartenprojekte in ganz Deutschland, mittlerweile gebe es gut 700. „Die Bewegung kommt von unten“, sagt Künast. Nachbarschaften bepflanzen Gemeinschaftsgärten. Es gebe Projekte mit Langzeitarbeitslosen oder mit Menschen mit Behinderungen, wie es auch in der Gemüsewerft der Fall ist. „Es sind Räume in der Stadt, die wir mit Natur und Sozialem füllen“, sagt Künast. „So muss die Stadtentwicklung der Zukunft aussehen. Bei neuen Stadtteilen sollte auch gleich das Urban Gardening mitgedacht werden.“

    Klimawandel erfordert neue Städteorganisation
    Auch angesichts des Klimawandels müssten Städte anders organisiert werden. Urban Gardening, Wiesen und andere Grünflächen bereicherten die Vielfalt und die Diversität. Bäume würden laut Künast die Temperaturen senken. Sie und Schaefer sehen zudem den Vorteil darin, dass die Menschen durch das Urban Gardening wieder näher an die Natur herangebracht werden. „Es soll ein erlebbares Grün sein“, sagt Schaefer. „Wenn man Gemüse selbst anpflanzt, merkt man, wie lange es dauert, wie viel Energie da reingeht.“ Lebensmittel seien keine Selbstverständlichkeit. „Urbanes Gärtnern bringt die Menschen wieder mit der Natur und den Lebensmitteln zusammen“, sagt Künast. Und das Quartier auf der Überseeinsel zeigt laut Schaefer: Neuer Wohnraum kann mit Stadtgärten verbunden werden. „Wir haben eine Wohnungsnot, aber wir können Neubaugebiete so gestalten, dass sie auch grün sind. Wir können dicht besiedelte Gebiete begrünen.“ Der Wohnraum werde nicht weniger werden.

     „Es ist eine Frage der Zeit, wann die ganzen Projekte nicht mehr da sind“, sagt Michael Scheer. Der Geschäftsführer der Gemüsewerft weiß aus eigener Erfahrung, dass es schwierig ist, Gewinne mit der innerstädtischen Landwirtschaft zu erzielen. „Die meisten machen das ehrenamtlich. Oft ist auch der Baudruck auf dem Gelände so groß, dass die Initiatoren aufhören müssen“, sagt er. Scheer spricht sich dafür aus, dass innerstädtische Landwirtschaftsprojekte ebenfalls EU-Agrarförderungen erhalten sollen. „Warum nicht auch die urbanen Gärten? Vielleicht könnte man auch eine eigene Pflegekategorie innerstädtisch bekommen.“ Laut Scheer seien die urbanen Gärten auch nicht nur Gärten. „Das sind politische Gruppen. Jede Möhre ist quasi eine politische Handlung. Es zeigt, dass eine nachhaltige Stadt möglich ist.“ (mehr …)

  • Nachbarschaftsakademie ein Standort der Austellung Licht, Luft und Scheiße

    (NL)

    Seit letzter Woche sind auch die beiden Ausstellung zu „Licht Luft und Scheiße“ eröffnet. Im Botanischen Museum werden künstlerische Positionen gezeigt, in der ngbk eine Archäologie zum Verhältnis von Ökologie und Moderne.

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  • IG Golgipark steht vor Veränderungen

    (Mail)

    Gerade sind wir da noch in der Neufindungsphase. Das Theater hat ja seit einem Jahr eine neue Intendanz. Mittwoch habe ich ein Brainstorming mit dem Festspielhaus zur Zukunft des Gartens. Ich werde vorschlagen in Richtung eine Klima- und Schaugartens zu gehen (mehr …)

  • P-Garten: alle mobilen Elemente verlassen den Moritzplatz

    (NL)

    […]
    Heute stellen wir mit dem Beteiligungsfestivals »99 Jahre Prinzessinnengarten Kreuzberg als Gemeingut« die Frage nach der Zukunft dieser Idee und dieses Ortes aufs Neue. 2019 steht die ehemalige Brache am Moritzplatz vor einem erneuten Wendepunkt. Alle mobilen Gartenelemente und die Gastronomie werden den Moritzplatz in wenigen Wochen verlassen. vor ort bleibt die Laube, seit 2015 gemeisnchaftlich gebaut als „Plattform zur Diskussion möglicher Zukünfte am Moritzplatz.“ Was wird aus dieser Fläche, die seit Jahrzehnten immer wieder beplant wurde, zu der Beteiligungsverfahre und Wettberwebe veranstaltet wurde, die umkämpft war, die dann doch wieder in Vergessenheit geriet, die seit 2009 zwischengenutzt wird und 2012 fast privatisiert worden wäre, hätte nicht eine breite Kampagne sich erfolgreich gegen den Verkauf ausgesprochen. 2012 hatten wir in einem –  von 30147 Menschen unterstützten – offenen Brief geschrieben:

    „Am Moritzplatz geht es nicht alleine um einige Jahre mehr oder weniger für den Prinzessinnengarten. Hier bietet sich die Chance, weitreichende und drängende stadtpolitische Fragen aufzugreifen … Im Umgang mit öffentlichen Flächen sollten nicht mehr nur ausschließlich kurzfristige finanzielle Interessen zählen, sondern auch der Wert sozialen, kulturellen und ökologischen Engagements angemessen berücksichtigt werden. Nur so können Freiräume erhalten bleiben beziehungsweise neu entstehen.“

    Wir hatten gefordert, „die vielfältigen AkteurInnen vor Ort frühzeitig und auf Augenhöhe in die Überlegungen zur Zukunft des Quartiers einzubeziehen“. Diese Forderung greifen wir heute wieder auf. Doch 2019 ist nicht 2009. Heute können wir noch weniger als vor 10 oder 30 Jahren die globalen Herausforderungen ignorieren. Wir fragen daher: können wir diesen Freiraum gerade angesichts der sich verschärfenden ökologischen und Klimakrise neu erfinden und für die nächsten 99 Jahre als selbstorganisierten Lernort und als ein Modell für einen sozial-ökologischen Dauergarten gemeinschaftlich aufbauen und sichern? Dazu organisieren wir zusammen mit der Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg in den nächsten Tagen eine Wunschproduktion, einen Workshop zu einem Dauergarten nicht nur am Moritzplatz und eine Führung über den Prinzessinnengarten und die Entwicklungen der letzten Jahre. Dabei geht es auch um die Immobilienprojekte, die um uns herum statt der Pilze aus dem Boden schießen und was das mit dem Ende der Zwischennutzung zu tun hat. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns über Konzepte und Idee für die Zukunft nachzudenken.


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  • GemüseheldInnen Ffm kämpfen für Erhalt der „Grünen Lunge“

    (Mail)

    Wir sind ein Gemeinschaftsgarten, und es ist gar nicht so einfach, das zu erklären: Es gibt das riesige Gebiet der Grünen Lunge in Frankfurt (16 ha), wo die Stadt in den nächsten Jahren bauen lassen will. Das Gebiet besteht aus vielen Gärten, die teilweise seit Jahren brachliegen, weil die Eigentümer nicht mehr verpachten (weil sie lukrativ verkaufen wollen). In einem dieser verwilderten Gärten haben wir im März begonnen (wir haben ihn sozusagen besetzt), und seitdem haben wir Stück für Stück weitere, angrenzende Gärten dazubekommen, drei davon offiziell. Inzwischen gärtnern bei uns um die 40 Leute, manche haben „eigene“ kleine Beete, von denen aber jeder ernten darf, vor allem aber haben wir Gemeinschaftsbeete. 

    Die Stadt würde sagen, dass es sich um eine Zwischennutzung handelt, wir sehen das anders: Wir möchten den Erhalt der Grünen Lunge erwirken. Deshalb haben wir in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Akteuren eine Vision „PermaKulturGarten 2025“ entwickelt, die zeigt, wie wir uns die Grüne Lunge vorstellen können. Diese Vision werden wir am 23.9. bei einer Pressekonferenz der Stadt präsentieren, und wir sind momentan dabei, möglichst viele UnterstützerInnen dafür zu gewinnen. (mehr …)

  • neuer Ort fürs Himmebeet gefunden?

    (FB)

    ≈ Ein gemeinsames Gespräch zum Mettmannplatz ≈

    Und zum ersten Mal eine echte Option für einen zukünftigen Standort mit nachhaltiger Perspektive für das himmelbeet. In einem konstruktiven Gespräch zwischen Bezirksstadträtin Sabine Weißler, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Vertreter*innen von himmelbeet am 8. August 2019, wurde der Mettmannplatz als neuer Ort für das himmelbeet besprochen. Sowohl Sabine Weißler, als auch Stephan von Dassel sehen im Mettmannplatz einen möglichen neuen Standort für den Gemeinschaftsgarten.

    Aktuell sind dafür noch einige Herausforderungen zu meistern: Im Zusammenhang mit dem Bau der neuen S 21-Bahntrasse liegt auf den Flächen ein sogenannter Planfeststellungsbeschluss, die zuständige Behörde ist das Eisenbahn-Bundesamt. Dieser Beschluss enthält Ausgleichsmaßnahmen (für den Bau der S-Bahntrasse), die auf dem Mettmannplatz umgesetzt werden. Zuerst muss jetzt geprüft werden, ob die Umsetzung der geplanten Ausgleichsmaßnahmen mit einer Nutzung durch das himmelbeet vereinbar sind. Das Bezirksamt versucht hierzu, in den kommenden zwei bis drei Wochen die ersten Schritte zu machen.

    ≈ Wir sind sehr froh und vorsichtig erleichtert ≈

    Darüber, dass nach all der aufgebrachten Zeit und Energie im Kampf für die Zukunft von himmelbeet, nun – nach mehr als drei Jahren – ein neuer Standort gefunden sein könnte. Wir freuen uns über einen möglichen neuen Ort in der Nähe zur Ruheplatzstraße und darauf, die Fläche gemeinsam mit den sozialen Trägern und Anwohner*innen der Nachbarschaft zu entwickeln. Die Ruheplatzstraße verlassen zu müssen fühlt sich zwar immer noch unwirklich an, die neue Perspektive setzt jedoch gleichzeitig Energie frei und lässt uns vorfreudig in die Zukunft blicken.

    ≈ Auch in Sachen Maxplatz tut sich etwas ≈

    Auf dem, in der Debatte um einen neuen Ort für das himmelbeet immer wieder genannten, nördlichen Bereich des Leopoldplatzes, beginnt am 26.08.2019 die Beteiligung der Bürger*innen zur zukünftigen Gestaltung. Wir haben es schon häufiger formuliert, möchten aber auch an dieser Stelle noch einmal klarstellen: eine Aktivität von himmelbeet dort kommt für uns nur dann in Frage, wenn das Beteiligungsverfahren zu einem entsprechenden Ergebnis kommt. Auch wenn wir darin nicht perfekt sind, tun wir unser Bestes dafür, dass das himmelbeet ein Projekt von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft ist. Das gilt an der Ruheplatzstraße und genauso an jedem anderen Ort. (mehr …)

  • Ufer-Gartennetzwerk: viel los rund um die Demo

    (RSS)

    Das vorletzte Augustwochenende hat es in sich und steht ganz unter dem Motto »Nachbarschaft und Gemeinsamkeiten feiern statt Angst schüren«.

    Kurz vor den sächsischen Landtagswahlen wollen auch wir Gemeinschaftsgärten der UFER-Projekte Dresden e.V. ein Zeichen setzen und für eine offene, demokratische Gesellschaft einstehen!

    Vielfalt ist unsere Stärke, deswegen gibt es viele Möglichkeiten Farbe zu bekennen.

    Ganz politisch wird es bei der UNTEILBAR-Demo am 24.08.2019 in Dresden. Wir solidarisieren uns mit den Organisator*innen der bundesweiten Großdemo und werden zahlreich teilnehmen. Ganz nach dem Motto »Solidarität statt Ausgrenzung« überwinden wir die Gärtenzäune und lassen die Pflanzen ein paar Stunden allein.

    Solidarität findet auch in den Gärten statt, hier vor allem durch gelebte Nachbarschaft und die zelebrieren wir an diesem Wochenende gleich vierfach!

    Erste Station Wurzelwerk: Als Warm-up veranstaltet das Wurzelwerk in Pieschen sein Sommerfest und nutz den Anlass, um ab 20.00 Uhr einen Kinofilm zu zeigen: Climate Warriors. Auch die härtesten Krieger haben weiche Herzen, oder?

    Zweite Station hechtgruen: Direkt nach der Demo kann im hechtgruen im Rahmen des Hechtfestes das Tanzbein geschwungen werden. Auf der niegelnagelneuen Bühne gibt es von Ambient bis HipHop alles, was das Herz begehrt. Beim Bohnenzeltorakel lässt sich etwas Ruhe finden.

    Dritte Station Strieskanne: In dem ganz jungen Gemeinschaftsgarten findet am Sonntag dann von 14:00-19:00 das erste Sommerfest statt. Hier können Hochbete, selbstgebauter Geräteschuppen und die leckersten Gemüse begutachtet werden.

    Am gleichen Tag von 14:00 bis 22:00 gehts weiter zur vierten Station: Kleiner Garten und Gartennachbarn – Solidarität hört nicht im Gemeinschaftsgarten auf! Gerade in einem Stadtteil wie Strehlen sind unkommerzielle Orte der gelebten Nachbarschaft wichtig für eine starke, progressive Zivilgesellschaft. Hier wird hier über den Gartenzaun hinweg gefeiert. Mit Smoothie-Bike, Wasserraketen basteln, Tauschecke, Lehmofenpizza, Gartenbar und 3 Bands wollen wir den Sommer feiern.

    Also packt Freunde und Familie ein, schwingt euch aufs Rad und kommt vorbei.

    Wer bei allen Veranstaltungen war und am Ende in Strehlen landet, bekommt eine Soli-Garten-Brause an der Bar 🙂 (mehr …)

  • Wandelwoche: DirektKonsum-Laden im P-Garten

    (NL)

    Hast du keine Lust mehr, mit deinem Einkauf zur Ausbeutung von Mensch und Natur beizutragen? Dann komm vorbei und erkunde den »DirektKonsum« – unseren Laden für solidarischen Handel. Wir zeigen zum dritten Mal, dass anders Wirtschaften möglich ist. Und wie lecker das sein kann!

    • Wann? 3 Tage – von Fr. 16.08. bis So. 18.08. 2019 – jeweils von 12 bis 20 Uhr
    • Wo?»DirektKonsum« im Prinzessinnengarten Kreuzberg, Moritzplatz, 10969 Berlin.
    • Wer? Mit den Direkthandels-Initiativen: SchnittstelleSoliOliSolidariTrade – Genossenschaft für Solidarisches Handeln i.G.FairBindungunion coop / Dr. Pogovio.medie BackstubeOrangen-Initiative BerlinSoLeKo
    • Was? Im DirektKonsum findest Du Tee und Kaffee, Olivenöl, Nudeln und Tomatensauce, Kekse, ökologische Reinigungsmittel – alles direkt von den Erzeuger*innen. Es gibt auch Kaffee und Kuchen, weitere Infos und Gespräche mit Leuten aus Solihandelsinitiativen.
    • Warum? Wir wollen – anstatt Profit – die Interessen von Natur und Mensch in den Mittelpunkt stellen. In Zusammenarbeit mit den Erzeuger*innen unterstützen wir eine faire und nachhaltige Produktion. Entdecke verschiedene Alternativen direkter und gleichberechtigter Zusammenarbeit – im Gespräch mit Vertreter*innen der Initiativen.
      Wir freuen uns auf dich!
    • Mehr Infos unter: www.direktkonsum.de
    • Der Flyer zum Download

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  • Platz wird Treffpunkt

    (alerts)

    Bochum

    Das Urban-Gardening-Projekt „Sommersprossen“ wird rund um den Imbuschplatz gut angenommen. Das Areal wird gerne von der Nachbarschaft genutzt.

    Denise Rech kniet auf dem Boden und setzt Pflanzen in das Beet auf der Rasenfläche am Imbuschplatz ein. Sie ist mittwochs oft bei der „Sommersprosse“ dabei. So heißt der Urban-Gardening-Treff, der jede Woche von 16 bis 18 Uhr stattfindet. Das Gärtnern macht ihr Spaß, außerdem findet sie es schön, Ablegerpflanzen aus dem Garten ihrer Mutter dort einzupflanzen. Denn: Denise Rech lebt mit ihrer Familie direkt an der Wiese und nutzt das Areal, das hier nach und nach verschönert wird, gerne in ihrer Freizeit.

    Urban-Gardening-Projekt läuft seit Mai

    Ak­tio­nen der Ko­Fa­brik

    Die nächs­te „Som­mer­spros­se“ fin­det am Mitt­woch, 21. Au­gust, von 16 bis 18 Uhr statt.

    Eine wei­te­re Ak­ti­on der Ko­Fa­brik ist das Tref­fen „Mit­tag mit Mat­thi­as“ an jedem zwei­ten Mitt­woch im Monat von 13 bis 14 Uhr: Hier lädt Mat­thi­as Köll­mann von der Ko­Fa­brik vier An­woh­ner, Ak­ti­ve oder In­ter­es­sier­te zum Mit­tag­es­sen und Ge­spräch an ver­schie­de­nen Orten im Quar­tier ein. Wer teil­neh­men möch­te, kann sich unter mat­thi­as.​koellmann@​kofabrik.​de mel­den. Der nächs­te Ter­min ist der 11. Sep­tem­ber.

    Was auf dem Platz passiert, wurde von der Ko-Fabrik angestoßen. Sie ist eine Projektgesellschaft, die sich für die Entwicklung des Viertels einsetzt. Matthias Köllmann ist Projektentwickler und arbeitet ebenfalls mit am gemeinsamen Garten. Der ist schon zu einem richtig gemütlichen Fleckchen geworden: Was bis zu Beginn des Urban Gardenings im Mai noch eine Hundewiese war, lädt heute mit einem großen Tisch und Bänken, einem Hochbeet und einer Terrasse zum Verweilen und Mitmachen ein. „Natürlich sind Hunde weiterhin willkommen“, sagt Matthias Köllmann. „Mittlerweile gibt es aber Hundebeutel und Mülleimer, die auch genutzt werden.“

    Platz wird von Nachbarn genutzt und gepflegt

    Für die Umsetzung der Idee ist entscheidend, dass sie von der Nachbarschaft angenommen wird. Schließlich müssen Blumen gegossen und Mülleimer geleert werden. Bisher stößt der „neue“ Imbuschplatz allerdings auf viel Zuspruch: Viele Wohnungen im Quartier haben keinen Balkon, weswegen bei gutem Wetter häufig Leute auf der Wiese zu sehen sind – beim Frühstück, mit einem Buch in der Hand oder abends auf ein Glas Wein. Auch das Sommerfest ist gut angekommen. „Der Platz war vorher quasi nicht vorhanden. Es ist schön, zu sehen, dass die Leute ihn mittlerweile gerne nutzen“, sagt Matthias Köllmann.

    Verkehr kann gut ausgeblendet werden

    Auch anfängliche Bedenken, dass eine klare Abgrenzung zum viel befahrenen Nordring nötig ist, um eine gewisse Gemütlichkeit zu gewährleisten, haben sich aufgelöst: Der Verkehr lässt sich auf der Fläche vor der ehemaligen „Eisenhütte“ einfach ausblenden. Das findet auch Charlotte: Die 16-Jährige verbringt sonnige Stunden gerne auf der Wiese. „Der Platz selbst ist nicht unbedingt besonders. Aber es ist eine schöne Grünfläche mitten in der Innenstadt“, sagt sie. Ilkay (17) ist ihrer Meinung: „Hier ist es entspannt, trotz der Straße. Man hat nicht das Gefühl, in der Stadt zu sein.“

    Neu: Lastenrad-Station

    Der Platz ist jedoch keineswegs „fertig“. Neben den Nachbarn, die in Eigenregie Pflanzen vorbeibringen und gärtnern, gibt es immer wieder andere Ideen und Erweiterungen. So wurden zum Beispiel jüngst Fahrradbügel und auch eine Station für das Lastenrad von Kortland e. V. installiert. „Einer der Mieter in der Ko-Fabrik entwickelt hierfür gerade eine Verleih-App. Es ist so einiges im Gange.“


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  • Ausstellungen/P-Gärten

    (alerts)

    […]

    Und eine Arbeitsgruppe der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst will im Spätsommer eine Ausstellung mit dem ­Botanischen ­Museum und den ­Prinzessinnengärten verwirklichen. Der Titel: „Licht Luft ­Scheiße“, also das, woraus Pflanzen ihre Körper bilden. Offenbar gedeiht in der Kunst desto mehr Grün , je stärker die Ahnung wird, dass ökologische Untergangsszenarien doch einmal Wirklichkeit werden könnten, Fridays­ForFuture sei Dank. Doch die meisten Arbeiten des aktuellen Trends bleiben so anthropozentrisch wie der koreanische ­Garten. Diese Tunnelperspektive bringt die Urania derzeit am besten auf den Punkt, und zwar unfreiwillig.

    Im Seitenflügel des Vortragshauses zeigt der Fotograf Michael Wolf ­Aufnahmen aus den extrem verdichteten Städten Hongkong und Tokio: von einem Leben auf ganz wenigen Quadratmetern, auf denen Menschen allein von Menschengemachtem umgeben sind. Gleichsam als ­naturnahen Kontrapunkt pflegt das Haus gemeinsam mit den Expertinnen der Kreuzberger Prinzessinnengärten und Besucherinnen im Hof Urban Gardening, mit Grünberatungsstunde jeden Donnerstag. Doch was da zwischen den Zweckbauten in einigen Kübeln zu wachsen versucht, sind dann nur die ewig gleichen Kräuter, ein paar Bohnen und kümmerliche Obstbäumchen. […]

    https://www.zitty.de/gruentrend-in-berliner-ausstellungen/ (mehr …)