Kategorie: Urbane Gärten

  • Balkonkonzert im IG Spessartweg Hannover

    (Mail)
    Wir laden ein zum 1. Balkonkonzert im Hof des Wohnblockes Spessartweg im Sahlkamp!

    Freitag, 16.August 2019

    Ab 16Uhr gibt es in unserem interkulturellen GemeinschaftsGarten neben dem NaDu-Kinderhaus ein paar leckere Kleinigkeiten zu essen und zu trinken und

    um 17Uhr beginnt das Musik-Spektakel.

    Mehrere AnwohnerInnen haben ihre Balkone zur Verfügung gestellt, damit die KünstlerInnen dort auftreten können.

    Das Publikum bleibt in unserem Garten und kann die spannende Szenerie von dort aus verfolgen.

    Neben Musizierenden aus dem Stadtteil (bspw. Alena Rasina, eine unserer Gärtnerinnen) treten auch das Duo Inconsueto sowie Uli Meinholz auf.

    Die Seifenblasenkünstlerin Anastasia Medvetskaya begleitet das Konzert und verzaubert uns mit schillernden Farben.

    Ermöglicht wird der Konzertabend durch das KoopLab-Projekt, in dessen Rahmen die Internationalen Stadtteilgärten, die Universität Osnabrück sowie das Büro plan zwei und hanova mit Bundesfördermitteln noch bis Ende 2020 Teilhabemöglichkeiten in Grün- und Freiräumen erforscht und im Rahmen von Aktionen erprobt werden.

    Der Eintritt ist FREI!!!

    Vor und nach dem Konzert gibt es natürlich auch die Gelegenheit den Garten zu entdecken und mit den Gärtnerinnen und Gärtnern zu sprechen (mehr …)

  • Konkurrenz zwischen KG und GG in Zürich

    (alerts)

    Tiefrote Rosen, leuchtende Sonnenblumen und dazwischen akkurat aufgereihte Rüeblistauden und Lauchstengel: Der Schrebergarten ist für viele Städterinnen und Städter ein beliebter Ort, um einen Arbeitstag ausklingen zu lassen. Irgendwo steht meist der unvermeidliche Gartenzwerg, vielleicht weht eine Schweizer Fahne im Wind, vielleicht eine portugiesische, und neben dem Geräteschuppen wartet ein überdachter Gartentisch. Doch nun erhält das seit Jahrzehnten populäre Modell des Familiengartens Konkurrenz.

    In Altstetten plant die Stadt Zürich auf einem Areal, das etwa sechs Fussballfelder misst, neue Hobbygärten. Allerdings nicht jene vom Typ Gartenzwerg und Gartenhäuschen: Etwa drei Viertel der Fläche sind sogenannte Fruchtfolgeflächen. Häuschen darf man darauf nicht aufstellen. Und die Idee der rot-grünen Stadtregierung ist auch eine andere: Hier sollen Gemeinschaftsgärten entstehen. Die Städterinnen und Städter sollen sich zu Genossenschaften zusammenschliessen und kollektiv gärtnern.

    Beide buhlen um Land
    Das ist weniger abenteuerlich, als es klingt: Im Rahmen des Urban-Gardening-Trends haben sich schon vor Jahren mehrere Gartenkooperativen gebildet, die Gemüseabonnemente für Städter anbieten. Neu ist, dass sich die Familiengärtner und die Gemeinschaftsgärtner als direkte Konkurrenten gegenüberstehen: Beide buhlen um städtisches Land, das immer knapper wird. Sei es beim Bau des Pfingstweidparks und -schulhauses, beim neuen Eishockeystadion oder bei der geplanten Grossüberbauung Thurgauerstrasse in Leutschenbach: Stets müssen bestehende Gartenareale weichen. Die Stadt will Ersatz bieten, aber immer weniger in Form von Familiengärten.

    Verändert haben sich auch die Ressourcen, welche die Stadt bereitstellt. Früher wies man den Gärtnern einfach Restflächen zu, auf denen zuvor Schutt abgelagert worden war und die entsprechend mit Schadstoffen belastet waren. Heute lässt sich die Stadt das trendige Urban Gardening eine Menge kosten: 10,5 Millionen Franken steckt sie ins erwähnte Areal im Altstetter Dunkelhölzli. Zwar sind dort noch andere Erholungsflächen geplant, aber auch in die Gärten wird kräftig investiert. Ursprünglich hätten es sogar 12,8 Millionen sein sollen, was dem Gemeinderat aber zu viel war.

    «Bünzli» und «Hipster»
    Im Stadtparlament wurde hart gefeilscht um die begehrten Flächen, und zwar exakt entlang des politischen Links-rechts-Schemas. Die SVP nannte die Gemeinschaftsgärten sinngemäss eine Luxus-Kolchose, während die Grünen im Projekt eine «einmalige Chance für innovative Ansätze in der Gartenbewirtschaftung» sahen. Man ahnt es: Die einen lassen den Bünzli aufleben, der niemand anders an seinem grünen Glück teilhaben lassen will. Die anderen befürchten, die linken Hipster mit ihrer Planwirtschaft würden sowieso nichts Gescheites auf die Reihe bekommen und hätten nach einer Saison schon genug vom Gärtnern. Allerdings sind die Spiesse nicht gleich lang: Die Lobby der Gartenkooperativen ist im rot-grünen Zürich viel grösser und mächtiger als die der Familiengarten-Vereine.

    In Altstetten hat die Stadtverwaltung nun nach langen Diskussionen zugesichert, dass beide Fraktionen zum Zug kommen sollen. Wegen der Fruchtfolgeflächen steht für die Familiengärtner allerdings nur ein kleiner Teil des Areals zur Verfügung.

    In der Praxis werden die ideologischen Trennlinien dann hoffentlich wieder zerfliessen, und man wird Setzlinge oder Tipps über den Gartenzaun hinweg austauschen. Wer einen Blick auf die lange Warteliste des Familiengartenvereins Altstetten-Albisrieden wirft, der merkt übrigens rasch, dass sich dort auch viele junge «Urban Gardener» eingeschrieben haben, die – wenn überhaupt – eher ins Hipster- als ins Bünzli-Schema passen dürften. (mehr …)

  • Erntetausch in Essen

    (NL)

    Mit dem Projekt „Mein Grüner Bollerwagen 2019“ wird ein Erntetausch im
    Essener Siepental stattfinden, bei dem alle Gärtnerinnen und Gärtner der
    Stadt die Chance haben, Ihre Ernte von Beeren, Äpfeln & Co. am Grünen
    Bollerwagen zu tauschen und sich für gemeinsame Aktionen zu vernetzen.

    Es gibt ein Samen-Orakel, selbstgemachte Limonade, einen Fachvortrag zu
    Bienenweiden in den Gärten der Großstadt und zu Bienenprodukten wie Honig,
    Propolis & Co., Insekten-Märchen und weitere Attraktionen.

    Eingeladen sind zudem lokale Essener Initiativen, die ähnliche Ziele
    verfolgen: Transition Town – Essen im Wandel, foodsharing Essen, Essener
    Tauschkreis.

    Und: Für die Kinder gibt es eine Märchenstunde rund ums Thema „Insekten“.

    Datum: Samstag, 21. September 2019 Uhrzeit: 14 bis 17 Uhr
    Ort: Öffentliche Grünanlage an der Lanterstraße / Ecke Siepenstraße
    (Höhe Siepenstraße Haus Nr. 26) in Bergerhausen

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  • Bürgergarten Idestein: Bauwagen ist nun Küche

    (Mail)

    Viel Zeit ist vergangen, seitdem wir mit dem Bau unserer Gartenküche (bzw. zunächst mit dem Geräteschuppenanbau) begonnen haben, die Ihr uns so großzügig finanziert habt.

    Leider ist uns der Schreinergeselle abgesprungen, der zunächst sehr überzeugend versichert hatte, daß das alles ein Klacks und innerhalb einer Handvoll Wochenenden unter seiner Ägide zu wuppen sei. Nun, der Anbau war schon deutlich komplizierter als gedacht – und da hat er uns mit dem Rest dann gleich mal ganz sitzen lassen.

    Aber: Wir haben in die Hände gespuckt und in viiielen Wochenend- und Abendeinsätzen (zum Teil mit Handylampenbeleuchtung 🙂) das Ding weitgehend fertiggestellt. Am Mittwoch dieser Woche haben wir eine Veranstaltung, bei der die Küche formell eingeweiht wird (den Gasherd haben wir heimlich schon mal zuvor angezündet). Dann wird es immer noch ein paar kleine Verbesserungs- und Verschönerungsarbeiten geben, aber zumindest kann man jetzt kochen. Und das mit dem Geschirr etc. bekommen wir auch noch zusammen. Das wird jetzt hoffentlich wirklich ein Klacks.

    Das wollten wir – mit großem Dank – an die anstiftung zurückmelden. Ein Blogeintrag mit vielen, vielen Fotos unsere Rückbau-, Wiederaufbau- und Ausbauaktivitäten ist unter https://buergergartengesellschaft.de/es-ist-angestiftet-aeh-angerichtet/ (mehr …)

  • Netzwerk Leipziger Gemeinschaftsgärten

    gibt es seit Feb 2019.

    Wir verstehen uns als looser Zusammenschluß von Gemeinschaftsgärten und Gartenprojekten in Leipzig.
    Haben auch schon eine Demo zusammen organisiert, einen gemeinsamen Stand auf der Leipziger Ökofete, und probieren auch sonst uns auszutauschen und zu helfen.

    > Wie oft trefft ihr euch und wo und wer beruft ein?
    Alle 1.5 Monate sind treffen geplant, bis jetzt halten wir das gut durch, es sind auch meist ein großteil der Vertreter mit dabei.
    Wir wechseln jedes Mal die Lokalität, ziehen also von Projekt zu Projekt
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  • GG in Geislingen vor dem Aus

    (alerts)

    Für die Initiatorin des Geislinger Gemeinschaftsgartens Elke Bühler steht das Projekt vor dem Aus. Sie beklagt mangelndes Interesse und ein Müllproblem.

    „Ich bin traurig und enttäuscht“, sagt Elke Bühler, eine der Initiatorinnen des Geislinger Gemeinschaftsgartens. „Dass das Projekt in Geislingen nicht läuft, hätte ich nicht gedacht.“ Der Initiative gibt sie noch eine letzte Chance: „Wenn wir in diesem Jahr keine neuen Mitglieder bekommen, war es das mit dem Garten.“

    Müll und Unkraut statt Blumen und Gemüse

    In den 20 Hochbeeten des Gemeinschaftsgartens am Tälesbahnhof wuchert es wild. Das Gelände sieht verlassen aus und es sprießt jede Menge Unkraut. Unter der Sitzecke liegt Müll. Es fällt einem schwer sich vorzustellen, dass dort vor nicht allzu langer Zeit Blumen empor rankten und der Garten durch den Anbau von Gemüse ansprechend wirkte.

    Pflanzen Gemeinschaftsgarten beteiligt sich an Soja-Projekt

    Im Geislinger Gemeinschaftsgarten wird zum zweiten Mal Soja angebaut. Das Projekt soll helfen, Bio-Bohnen in Deutschland heimisch zu machen.

    Hinter dem Projekt Gemeinschaftsgarten steckt die Idee, einen „Treffpunkt für Jung bis Alt, für Migranten und Alteingesessene, für Nachbarn und für Studenten“ anzubieten. So ist es auf der Facebook-Seite nachzulesen. Die Geislinger Stadtgemeinschaft soll durch das Projekt enger zusammenwachsen, so der erklärte Anspruch. Doch die Realität sieht anders aus: „Eigentlich ist im Gemeinschaftsgarten nichts mehr los“, sagt Bühler.

    Kaum einer will sich noch engagieren

    Dass der Garten inzwischen wie ein Stück urbane Wildnis aussieht, liegt laut Bühler daran, dass sich kaum mehr Mitstreiter für das Projekt engagieren: „Einige unserer ehemaligen Aktiven sind umgezogen, haben keine Zeit mehr oder lassen sich von einer anliegenden Großbaustelle abschrecken.“ In Person von Anke Heller hörte zudem eine der beiden Initiatorinnen des Projekts aus Zeitgründen auf. Die „kritische Masse“, die es braucht, um das Projekt am Leben zu halten, liegt laut Bühler bei acht bis zwölf Personen. Für die Initiative waren aber selbst 14 Aktive, die es zur Hochphase gab, zu wenig. Wegen der zuletzt geringen Anzahl an Mitstreitern wurden die Aufgaben nur noch auf wenige Schultern verteilt. Ein regelmäßiges Treffen der Hobbygärtner gebe es derzeit nicht mehr. Das verbliebene halbe Dutzend an Aktiven habe in diesem Jahr lediglich eine Wildblumenmischung für Bienen ausgebracht.

    Urban Gardening Der Gemeinschaftsgarten geht in den Winterschlaf

    Der Gemeinschaftsgarten am Tälesbahnhof ist für die Winterpause vorbereitet. Einige Pflanzen bleiben zum Wohl der Natur stehen.

    30 Stunden, um den Müll anderer Leute aufzuräumen

    Den Freizeitgärtnern macht jedoch ein weiteres Problem zu schaffen: Laut Bühler lassen regelmäßig Personen, die sich auf dem Gelände aufhalten, ihren Müll liegen. „Obwohl ich es okay finde, wenn Leute sich dort hinsetzen, stört natürlich der Müll.“ Bereits in der Summe 30 Stunden seien die Mitglieder des Gemeinschaftsgartens damit beschäftigt gewesen, diese Hinterlassenschaften wegzuräumen. Um dem Problem Herr zu werden, habe man Mülltüten ausgehängt mit der Aufforderung, das Gelände sauberzuhalten. Genützt habe das nichts.

    Allerdings ist Bühler nach wie vor von der ursprünglichen Idee überzeugt:  „Es ist schön, der Natur nahe zu sein – und ein Erlebnis, wenn die eigenen Pflanzen wachsen“, sagt sie. Außerdem sei ein Gemeinschaftsgarten optimal für Leute, denen ein eigener Garten zu viel Arbeit ist.

    In Göppingen hat ähnliches Projekt gerade angefangen

    Während der Geislinger Gemeinschaftsgarten womöglich vor dem Aus steht, beginnt das Projekt in Göppingen erst: Bei der Oberhofengemeinde öffnete Anfang Juli ein solcher Garten. Bühler räumt dieser Initiative mehr Chancen ein: Es gebe im Unterschied zu Geislingen einen Wasseranschluss und Toiletten. Außerdem sei das Projekt von der Kirchengemeinde organisiert. (mehr …)

  • Tanzabend im IG Lahr

    (alerts)

    Zu einem Tanzabend in den interkulturellen Garten im Kleingartenpark auf dem LGS-Gelände laden am Donnerstag, 15. August, um 20 Uhr, Phoebe Wacker von Eigentanz und das Mehrgenerationenhaus Lahr alle tanz- und bewegungsinteressierten Menschen ein.

    Im Licht des Vollmonds wird zwischen Blumen, Kräutern, Gemüse, und Bäumen getanzt, zunächst unter Anleitung, später auch frei, einzeln und mit anderen zusammen. Auch die in Lahr entwickelten interkulturellen Tänze können an diesem Abend ausprobiert werden.

    Der Tanzabend findet bei jeder Witterung statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Keine Vorkenntnisse und keine Anmeldung erforderlich. (mehr …)

  • Mitmachgarten in Ffm für Gruppen und Arbeitslose

    (Netz)

    Die Stadt Frankfurt hat der GFFB einen Garten im Stadtteil Frankfurter Berg zur Verfügung gestellt. Seit der Eröffnung im Frühjahr 2014 bietet die GFFB an sich freiwillig in dem Garten zu engagieren.

    Der „GFFB Mitmachgarten“ ermöglicht es uns unseren Teilnehmer(-inne)n aus Projekten der Arbeitsgelegenheiten und des Aktivcenters einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem Sie die Natur erleben können. Vor Allem Teilnehmer(-inne)n die finanziell nicht gut gestellt sind und derzeit im SGB II Bezug stehen, wird unter Anleitung gezeigt, wie man auch mit wenigen Mitteln, auf dem heimischen Balkon eine grüne Oase mit Nutzpflanzen schaffen kann. Hierbei wird ein Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt. Durch Ihre Beteiligung, der Betreuung und der Pflege des Geländes übernehmen Sie Verantwortung und haben die Möglichkeit das Ergebnis ihrer Arbeit vor Ort zu erfahren.

    Jeden Montag unterstützt unsere Ökotrophologin die Teilnehmer(-inne)n bei Fragen der Gesundheitsförderung gesunder Ernährung. Mit Unterstützung der Fachanleitungen lernen die Teilnehmer das Ausarbeiten, Planen und Gestalten von Gärten für Nutzpflanzen, sowie das Kultivieren, Pflanzen und Ernten von Nutzpflanzen und Kräutern

    Gartenwerkzeug IMG 4706  Wildblumen IMG 4717

    Ein Ort der Begegnung

    Durch die ruhige Lage im Frankfurter Norden schafft der Garten einen Platz, der die Hektik des Alltags  vergessen lässt und eine Abwechslung zu dem täglichen Leben in der Stadt bietet. Durch das Anlegen und Pflegen von Obstplantagen (Himbeeren, Stachelbeeren uvm.), das Pflanzen und Verwerten von biologisch angebautem Gemüse, Obst und Kräutern und/oder dem Bauen des Mobiliars erweitern die Teilnehmer(-inne)n ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Arbeit und lernen in Teamarbeit gemeinsam etwas zu schaffen.

    Der Ort selbst lädt ein zum Mitmachen, Nachmachen und Entspannen. Ziel des Projektes ist mit dem Garten einen Raum der Begegnung schaffen, der öffentlich zugänglich ist und auch Nachbar(-inne)n sowie Interessierte zur Beteiligung einlädt. Denn in unserem Garten gibt es immer etwas zu tun! (mehr …)

  • Begründung für Befristung

    (Mail)

    das Projekt sollte zunächst 5 Jahre dauern, dann wollte die Stadtverwaltung weiter sehen – zum einen die Erfahrungen mit dieser speziellen Form von Gemeinschaftsgarten sammeln, zum anderen auch die Flächennutzung dieser städtischen Fläche flexibel halten

    (Bürgeracker Fellbach/im Rahmen der Gartenschau entstanden) (mehr …)

  • Querbeet Leipzig sucht Praktinat*in für Projekt „Park der Vielen“

    (FB)

    Seit einigen Jahren ist im Leipziger Osten die Entwicklung eines Stadtteilsparks an der Schultze-Delitzsch-Straße im Gespräch. Im Rahmen des vom Mitmachfonds Sachsen geförderten Projektes „Park der Vielen“ soll die Realisierung mit Hilfe verschiedener Beteiligungsformate, wie Informationsveranstaltungen und soziokultureller Veranstaltungen umgesetzt werden. Dafür werden im August und September die Ideen und mögliche Nutzungsformen der Anwohner*innen und Interessierten für diesen Park im Sinne einer Wunschproduktion gesammelt sowie vom 13.-15. September ein Parkfest veranstaltet. Als Unterstützung in der Planung und Durchführung sucht der Verein Querbeet Leipzig e.V. zusammen mit dem Helden wider Willen e.V. und dem Pögehaus e.V. eine*n

    Praktikant*in – mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden zwischen August und Oktober

    Aufgaben:
    Begleitung von Informationsveranstaltungen
    Betreuung/Moderation der Wunschproduktion (immer montags 17:00–19:00Uhr)
    Dokumentation und Aufbereitung der Ergebnisse
    Unterstützung bei Planung und Umsetzung der soziokulturellen Veranstaltungen, Künstler*innenanfragen und -betreuung, Kommunikation mit beteiligten Akteur*innen
    Unterstützung bei der Antragsschreibung für Fördergelder
    Öffentlichkeitsarbeit (Pressemitteilungen, Grafik, Inhalte produzieren, Social Media-Betreuung) (mehr …)

  • AUf die Plätze in Bremen Walle: Gartenkunstprojekt zur Aneigenung öffentlicher Plätze

    (alerts)

    Von New York aus schwappte die Urban-Gardening-Bewegung nach Europa und hat sich seit Ende der 1990er-Jahre auch in Deutschland durchgesetzt. Mitten in der Stadt werden öffentlich zugängliche Räume landwirtschaftlich genutzt und vermüllte Brachflächen begrünt. Auf Hinterhöfen oder Dächern entstehen Gemüsebeete und bienenfreundliche Blumeninseln. In Hochbeeten aus Paletten, Badewannen oder recycelten Materialien gedeihen Tomaten, Rote Bete und Erdbeeren. Wer seinen eigenen Stadtgarten oder seine Parzelle bewirtschaftet, ist aber noch lange kein urbaner Gärtner im Sinne der Bewegung. Entscheidend ist der gemeinschaftliche Gedanke. Zusammen in der Erde buddeln, die Früchte seiner Arbeit wachsen sehen und gemeinsam verspeisen – das fördert das soziale Miteinander und stärkt die Nachbarschaft. Die kollektiv genutzten Gärten sollen neue Orte für Begegnung und soziale Interaktion schaffen. Und ganz nebenbei verschönern sie den öffentlichen Raum. In Bremen gibt es gleich mehrere Urban- Gardening-Projekte, beispielsweise am Lucie-Flechtmann-Platz in der Neustadt, auf der Gemüsewerft in der Bremer Überseestadt oder auf dem Gelände des Vereins „Arbeit und Ökologie“ in Huchting. In Walle kommt jetzt ein neues temporäres Projekt hinzu, das Urban Gardening mit Kunst verknüpft. Unter dem Titel „Auf die Plätze“ möchten die Macher bis Mitte 2020 fünf verschiedene Flächen im Stadtteil beleben und als Begegnungsorte wieder ins Bewusstsein bringen. Den Anfang machte am Freitag die Geestemünder Straße. An zwei Tagen wurde gewerkelt, gepflanzt und die Nachbarschaft in gemeinsamer Anstrengung ein klein wenig grüner gemacht. In der Zietenstraße geht es am 21. und 22. Juni weiter. Anwohner und Freizeitgärtner aus ganz Bremen sind eingeladen, hier in der Gruppe ihre Ideen zu verwirklichen.

    „Unser Ziel ist es, dass wir uns die öffentlichen Plätze durch das Urban-Gardening zusammen künstlerisch aneignen und sie bewusster nutzen“, sagt Alessa Lubig. „Die Verantwortung zu übernehmen für den Raum, der uns umgibt, ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Die 27-Jährige steht kurz vor dem Abschluss ihres Studiums der Kunst- und Kulturvermittlung an der Bremer Universität und wohnt selbst seit Oktober vergangenen Jahres in Walle. Das vom Fonds Soziokultur geförderte Projekt hat ihr Dozent Rainer Weber für die Kulturwerkstatt Westend initiiert. Der Bildhauer beschäftigt sich immer wieder mit öffentlichen Räumen und Stadtbildern. Als er Alessa Lubig fragte, ob sie die organisatorische Leitung übernehmen wolle, hat sie sofort zugesagt. Unterstützt wird sie von Jarrid Tschaikowsky und David Hepp, die den künstlerischen Part gestalten.

    „Ich finde die Mischung aus Gärtnern und Kunst unheimlich spannend. Wenn wir eine Skulptur aufstellen würden, regt das zunächst einmal zum Austausch darüber ein. Aber niemand muss sich weiter darum kümmern. Anders beim Garten. Der muss fortwährend gepflegt werden und führt so die Menschen ­zusammen. Er bietet gleichzeitig einen Anlass und Treffpunkt“, sagt Alessa Lubig. Vom ­Anlegen der Beete über das Säen und Bewässern bis zur Ernte erleben alle gemeinsam die Natur. Der Garten bringe sie in einen permanenten Dialog mit ihrer städtischen Umgebung.

    Da sich die ersten beiden Aktionsplätze in einer Wohnstraße befinden, werden zunächst mobile Gärten angelegt. „Urban-Gardening kann auf kleinstem Raum stattfinden. Wir haben für die Geestemünder Straße und die Zietenstraße jeweils einen Anhänger organisiert, der dann bis zum Ende des Sommers dort stehenbleiben wird“, erklärt Lubig. Die Entscheidung, was in welcher Form angebaut werde, treffen alle gemeinsam. Pflanzen und Materialien gebe es vor Ort. Wer mag, könne gern zusätzliche Gerätschaften und Werkzeuge mitbringen. „Jeder darf sich kreativ austoben. Wir wünschen uns, dass die Leute nicht nur einen Garten anlegen, sondern ebenso Pflanzgefäße, Rankhilfen und Skulpturen bauen, Müllobjekte wie Plastikflaschen und leere Dosen umfunktionieren oder auf irgendeine andere Weise Urban-Gardening und Kunst miteinander in Verbindung setzen.“

    Bis zu seinem Abbau solle der Garten als Treffpunkt dienen. Und: Jeder dürfe ernten, auch Spaziergänger, die zufällig vorbeikommen. „Der Ertrag steht im Hintergrund. Es geht uns darum, die Gemeinschaftlichkeit anzustoßen und den sozialen Kontakt unter Einbeziehung der öffentlichen Räume zu stärken“, betont Lubig. „Zugleich wird dabei das Wohnumfeld aufgewertet.“ Schön wäre es außerdem, wenn sich aus dem Projekt heraus ein weitergehendes Engagement der Menschen für den Stadtteil ergebe. (mehr …)

  • Gemeinschafstgarten im OGV in Simmonzheim

    (alerts)

    Während andere Vereine über Nachwuchs klagen, ist der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Simmozheim weiterhin auf Erfolgskurs. „Wir haben zahlreiche Anfragen, ob denn noch Platz für neue Mitglieder in unserem Garten sei“, erzählt der Vorsitzende Helmut Zeitl­hofer nicht ohne Stolz.

    Simmozheim. Derzeit ist die Freude bei den Gartenfreunden groß. Ist es doch nun gelungen, den bisher gepachteten Grund und Boden zu kaufen. Damit verfügt der Simmozheimer Verein jetzt über einen eigene Anlage. Dies führte zu einem zusätzlichen Motivationsschub bei den Mitgliedern.

    Vorbildlich gepflegt

    Auf den ersten Blick sieht der Besucher, dass der Garten vorbildlich gepflegt ist. Überall blüht es und das Gemüse sprießt aus dem Boden. „Zu unserem jüngsten Tag der offenen Gartentür kamen über 100 Besucher, darunter auch Bürgermeister Feigl“, freut sich der Vereinsvorsitzende. Trotz der Hitze seien zudem viele Gartenfreunde aus benachbarten Orten gekommen.

    Auch Radfahrer und Spaziergänger betrachten die Anlage immer wieder interessiert. Die Hobbygärtner mit dem grünen Daumen haben viel Arbeit und Herzblut in ihr Kleinod gesteckt. Den Besuchern fallen immer wieder die Hochbeete ins Auge. „Die Gartenarbeit rund um diese Beete ist überschaubar und daher gibt es immer wieder Anfragen, ob denn noch Platz für neue Mitglieder sei, die auch mitmachen wollten“, so Zeitlhofer.

    mehr dazu: https://www.ogv-simmozheim.de/gemeinschaftsgarten/

    Dies sei zur Zeit noch etwas schwierig, weil eben die Gartenfläche noch begrenzt sei. „Wir haben nun im nächsten Jahr eine doppelt so große Grundfläche, die wir dann an neue Mitglieder und Naturliebhaber abgeben können“, kündigt der Vereinsvorsitzende an. Andere Anziehungspunkte im Garten sind die bunt blühende Kräuter- Schnecke sowie der Schaustand für Wildbienen.

    Immer wieder fragen Besucher nach der Art der Behausungen und dem Leben der verschiedenen Wildbienenarten. Andere Besucher interessieren sich mehr für den vorbildlich gestalteten Gemüsebereich: beispielsweise die Spalierpflanzungen von Erbsen und Bohnen, die Salat- und Spinatarten oder die ungewöhnlichen schwarzen Tomaten. Zeitlhofer verweist darauf, dass beim OGV Simmozheim auch die Mitglieder willkommen sind, die lediglich Erfahrungsaustausch oder Beratung suchen und sich Tipps für den eigenen Garten holen wollen. (mehr …)

  • Hanau: Gartenprojekt für Obdachlose

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    Hanau. Eins muss man ihr lassen: Sabine Assmann ist immer für eine gute Idee zu haben, wenn es um die Versorgung und Beschäftigung ihrer Klienten geht: Wohnsitzlose. Sie ist die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „StrassenEngel“ mit seinem Domizil am Nordbahnhof. 

    Artikel vom 04. August 2019 – 15:41

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    Von Rainer Habermann

    Sein Leitmotiv: „Menschenwürde gilt für alle“. Jetzt hat der „blonde Engel“ des Vereins grünes Licht bekommen von der Deutschen Bahn AG für ein ganz besonderes Projekt neben den Gleisen auf dem Bahnhofsareal: „Urban Gardening“.

    Zu gut Deutsch bedeutet dies die kleinräumige, gärtnerische Nutzung kommunaler Flächen innerhalb von urbanen Siedlungsgebieten. „Wir haben es mit unserem Putz- und Räumdienst, den Vereinsmitglieder und Wohnsitzlose täglich gemeinsam leisten, schon geschafft, aus dem ehemals völlig verdreckten und mit Müll übersäten ‚Schmuddelbahnhof‘ im Hanauer Norden einen der saubersten Bahnhöfe überhaupt in der Brüder-Grimm-Stadt zu machen“, lächelt Assmann.

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    „Jetzt wollen wir einen weiteren Schritt gehen. Wir möchten die vertrocknete Graswüste am Eingang etwas mit Leben füllen und auf Hochbeeten, die wir aus Paletten zusammenzimmern wollen, das pralle Leben gestalten.“

    Assmann startet dieses Projekt gemeinsam mit Jutta Lehnert vom Verein, die das Organisatorische etwas im Auge behalten will. Denn gebraucht wird für solche Hochbeete vieles. Unter anderem Holzpaletten, sogenannte „Euro-Paletten“. Mit anderen, unterschiedlichen Größen dieser im internationalen Verkehr standardisierten Paletten umzugehen wäre wohl für die handwerklich versierten Helfer des Vereins ein Unding. Schiefe und schräge Hochbeete: Das wäre allenfalls für „Hundertwasser“-Fans ein Ding.

    Verein hofft auf Unterstützung

    Diese Paletten sollen zusammengenagelt, abgedichtet und mit einer Bodenplatte versehen Hochbeete ergeben. Dafür braucht man auch Teichfolie zum Sichern der Erde gegen Herausfallen. Und ein kleiner Jägerzaun soll schließlich das gesamte Refugium umschließen, damit es zwar schön anzuschauen ist, aber kein „Selbstbedienungsladen“ für zufällige Passanten wird. Obwohl das natürlich kaum auszuschließen sein kann.

    „Wenn uns jemand fertige Pflanzcontainer aus Holz spendet, wären wir natürlich auch total glücklich“, meint Assmann mit einem grandiosen Augenaufschlag. Aber so viel Spendenbereitschaft etwa von Garten- oder Baumärkten sollte man gar nicht verlangen: Es reicht, wenn Speditionen ausgediente Euro-Paletten nicht in den Wertstoffkreislauf zurückführen, sondern dem gemeinnützigen Verein „StrassenEngel“ stiften. 

    Auf Spenden angewiesen

    Sehr begehrt sind hier natürlich auch Teichfolie, Pflanzerde, Elemente für einen Jägerzaun, Rankgitter oder Spaliere. Ach ja: und Pflanzgut. Dies aber erst im kommenden Jahr, denn im August Gemüse zu pflanzen, ist wohl etwas optimistisch gedacht. Weinreben wären ebenso ein tolles Element am Nordbahnhof, meinen Assmann und Lehnert. Und ein kleines Träumchen hätten sie dann noch. „Ich weiß nicht, aber wäre es nicht toll, wenn Sie ein Gackern früh morgens am Bahnhof begrüßt und Sie vielleicht danach ein Ei in die Pfanne geklopft bekämen?“, grinst der „blonde Engel“ schelmisch.

    Es ist eine Idee für die Zukunft. Denn inzwischen hat das „Klientel“ der „StrassenEngel“ eine solche beim Verein. Mithelfen beim Küchendienst, für die auch das Gemüse und die Kräuter aus dem „Urban Gardening“ hauptsächlich gedacht sind, ist für die Wohnsitzlosen, denen der Nordbahnhof eine Anlaufstelle bietet, mittlerweile (fast) eine Selbstverständlichkeit geworden. Der Verein wird nicht staatlich finanziert, er ist deshalb auf Spenden angewiesen.


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  • Kleingärten in Berlin bedroht

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    Deutsches Kulturgut oder blockierte Baufläche?

    Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr private Kleingärten als in Berlin. Zum 100. Jahrestag der Kleingartenverordnung rückt ihr Potenzial als öffentliche Baufläche in der wachsenden Stadt in den Vordergrund. Unter den Kleingärtnern regt sich Widerstand. Von Lennart Garbes

    Ob angestaubt mit Deutschlandfähnchen und Gartenzwerg, oder als gemeinschaftliche Urban Gardening Kommune junger Familien – Kleingartenkolonien sind ein fester Bestandteil Berlins. Die Idee der parzellierten Naherholung prägt das Bild der Hauptstadt in Pankow und Tempelhof, genauso wie in Charlottenburg und Neukölln.

    In Anbetracht der Gartenkolonien von heute erscheint es kaum vorstellbar, dass es am 31. Juli 1919, als die erste deutsche Kleingartenordnung verabschiedet wurde, noch nicht um das gute Leben der Laubenbesitzer ging. Während Berlins Aufstieg zur führenden Industriemetropole sollte die Kleingartenkolonie der armen Arbeiterklasse die Chance geben, sich selbst mit Essen zu versorgen und etwas Erholung zu finden.

    Überreste dieser ursprünglichen Funktion des Kleingartens finden sich bis heute in der Kleingartenordnung, etwa wenn es darum geht verpflichtend Obst und Gemüse anzubauen. Aber auch der gestiegene Wohlstand hat der Beliebtheit der Laubenkolonie nicht geschadet. In Berlin gibt es mittlerweile 900 Kleingartenkolonien mit circa 71.000 Schollen, die insgesamt drei Prozent des Stadtgebiets bedecken.

    Kleingartentradition trifft eklatanten Wohnungsmangel

    Die akkurat eingeteilten Grünflächen im Innenstadtbereich wecken aber auch Begehrlichkeiten. 100 Jahre nach dem Beschluss der ersten Kleingartenordnung hat sich die Not der Berliner Bevölkerung verlagert. Der Wunsch nach Naherholung und einem eigenen Feld zum Bestellen verblasst gegenüber der Sehnsucht nach bezahlbarem Wohnraum, denn in Berlin fehlen bis zu 300.000 Wohnungen. Experten wie der Berufsverband der Bauingenieure drängen deshalb schon länger darauf, auch die Flächen von Kleingartenkolonien für den Wohnungsbau verfügbar zu machen.

    Die Berliner Politik gibt diesem Drängen nach. Im kommenden Jahr endet die vereinbarte Schutzfrist für den Großteil der Berliner Laubenkolonien. Obwohl es das erklärte Ziel des Berliner Abgeordnetenhauses und des Senats ist, Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu sichern, müssen Kolonien weichen – für den Wohnungsbau, aber auch für soziale und verkehrliche Infrastruktur. Das besagt der Kleingartenentwicklungsplan 2030, der im November in Kraft treten soll.

    Für 15 Berliner Kleingartenkolonien sieht der neue Entwicklungsplan die komplette Räumung vor. Bis 2030 müssten so circa 850 Laubenbesitzer ihre Parzellen endgültig verlassen. Danach droht weiteren 26 Berliner Kolonien der Abriss. Die Pächter sollen mit jeweils 7.000 Euro entschädigt werden und Anrecht auf eine Ersatzfläche erhalten, die jedoch weit entfernt vom Ort der alten Kleingartenfläche liegen kann.

    Laubenkolonie als politisches Kampffeld

    Die Kolonie Eschenallee in Berlin-Tempelhof ist eine der betroffenen Kleingartenkolonien. Hier soll im nächsten Jahr ein temporäres Schulgebäude entstehen. Die Pächter, von denen manche seit 50 Jahren in der Kolonie gärtnern, haben das aus den Medien erfahren. Niemand von der Bezirksverwaltung habe mit ihnen darüber gesprochen, sagt Laubenbesitzer Jörg Lange. „Wir sind sauer, weil wir immer noch kein Statement von offizieller Seite haben“, sagt er. „Wir wissen nicht was passiert, wir wissen nur, es passiert was.“

    Einfach hinnehmen wollen die Laubenbesitzer in der Eschenallee ihre Räumung nicht. Sie sehen sich als Bauernopfer in der ungelösten Berliner Wohnungsfrage und werben mit einem aufgehängten Transparent und einer Bürgerinitiative um Unterstützung gegen die geplante Räumung.

    Auch Stefan Evers, Generalsekretär und Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Berliner CDU, wirft der rot-rot-grünen Koalition vor, planlos zu agieren. Berlin verfüge immer noch über immense Flächen für Bauaktivitäten – beispielsweise am Rand des Tempelhofer Feldes. „Nur weil der Mut fehlt, diese Flächen endlich anzugehen, kann es nicht sein, dass die Kleingärtner das Nachsehen haben“, sagte der CDU-Politiker. „Die über ein Jahrhundert ausgeprägte Kleingartenkultur hat zu einer ungeheuren Vielfalt der Arten beigetragen, an der unbedingt festgehalten werden sollte.“

    Die meisten Kleingartenkolonien sollen erhalten bleiben

    Obwohl er von den Laubenbesitzern, die ihre Parzellen räumen müssen, und von der Opposition scharf kritisiert wird, sieht auch der neue Kleingartenentwicklungsplan vor, den Großteil der Laubenkolonien zu erhalten. 83 Prozent der Kleingartenfläche in Berlin – rund 60.000 Parzellen – werden darin abgesichert. Weitere neun Prozent sollen nicht vor 2030 für andere Bauprojekte in Anspruch genommen werden.

    Der Plan erkennt auch erstmals die positiven Auswirkungen der Kleingärten auf das Stadtklima und die Artenvielfalt in Berlin an. Außerdem gelten viele der zu erhaltenden Grundstücke ohnehin als dauerhaft gesichert, weil sie als Grünflächen stadtplanerisch festgeschrieben sind.


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  • TAZ für Bebauung von Kleingärten mit Wohnungen

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    Neben dem gar nicht mehr so neuen taz-Gebäude am südlichen Ende der Berliner Friedrichstraße entstand vor einigen Wochen ein Urban-Gardening-Projekt. Nach und nach füllte sich die Brachfläche mit aus Holzbrettern zusammengeschusterten Hochbeeten, Hütten und Sitzgelegenheiten. Es blühen und gedeihen das Gemüse und die Kräuter. Und, ja, bis vor Kurzem fühlte es sich irgendwie gut an, wenn man da jeden Morgen vorbeiradelte. So urban, ökologisch, modern.

    Schon nach kurzer Zeit prangte ein roter Graffitischriftzug provokativ am Holzzaun: „Wohnungen statt Gurken und Tomaten“. Seitdem denkt man sich beim Vorbeiradeln: Ja, klar, weg mit den Beeten, her mit den Wohnungen! Doch so einfach ist das ja alles nicht, denn man kann sich jetzt schon vorstellen, wie es läuft, wenn das kleine Urban-Gardening-Paradies mal tatsächlich bedroht ist, weil irgendwer was anderes – vielleicht sogar Wohnungen, die sich auch Normalos leisten können – auf dem Grundstück bauen will. Dann radelt man eines Morgens vorbei und sieht Hunderte Empörte, die sich an die Hochbeete gekettet haben. Vielleicht sind es sogar dieselben, die am Wochenende in Neukölln für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gehen.

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    Nun nehmen die Urban-Gardening-Projekte in deutschen Großstädten nur Flächen im Promillebereich ein. Außerdem funktioniert das Gemeinschaftsbeet auch auf Dächern, weshalb wir die Kollektivstadtgärtner an dieser Stelle Kollektivstadtgärtner sein lassen wollen und lieber das eigentliche Problem in den Blick nehmen: die Schrebergärten. Die nämlich gehören tatsächlich mit Wohnhäusern bebaut! Denn es gibt ein Recht auf bezahlbaren Wohnraum, aber keines auf das eigene Kartoffelbeet.

    Also weg mit den Parzellen, von denen es allein in Berlin 70.000 gibt. Ganze 3 Prozent der Stadtfläche nehmen sie ein – oft in bester Wohnlage. Gleichzeitig fehlen hier über 300.000 bezahlbare Wohnungen, weil zu wenig gebaut wird. In dieser Woche hat das eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft erneut gezeigt: In den vergangenen drei Jahren wurden etwa in Köln nur 46 Prozent der Wohnungen gebaut, die eigentlich nötig wären, in Berlin sind es immerhin 73 Prozent. Oft fehlt es an freien Flächen.

    Und trotzdem trauen sich PolitikerInnen nur selten an die Schrebergärten ran. In Berlin werden etwa bis 2030 keine Wohnungen auf Kleingartenkolonien gebaut, lediglich ein paar Turnhallen, Kitas und Schulen. Dafür müssen ganze 429 Parzellen verschwinden – weniger als 1 Prozent also. Immerhin gibt es für die BesitzerInnen rund 7.000 Euro Entschädigung.

    Und was ist mit dem Stadtklima?

    SchrebergärtnerInnen sind unangenehme Gegner, sie sind viele – knapp eine Millionen sind im Bundesverband Deutscher Gartenfreunde organisiert – und haben eine entsprechend starke Lobby. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite: ihrer Tradition! Und es stimmt ja, die Schrebergärten hatten lange Zeit Sinn, dienten der Gesundheit, der Erholung und der Ernährung von Arbeiterfamilien.

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    Man wollte Menschen, die beengt wohnten, wenigstens ein kleines Stück Scholle geben. Heute hat sich diese Form von Kleinsteigentum erledigt. Der Schrebergarten ist verstaubte Bundesrepu­blik, ist Spießertum und Egoismus. Ist Abschottung gegen Fremde, Angst vor Veränderung und überhaupt auch oft rechts, bedenkt man die zahlreichen verwitterten Deutschlandflaggen, die über fast jeder Gartenkolonie wehen.

    Wer Natur und Erholung in der Stadt will, soll in den Park gehen. Wer ein kleines Idyll abseits vom Stadttrubel sucht, soll aufs Land ziehen. Wer frisches Obst und Gemüse will, soll zum Biosupermarkt gehen – da ist das Zeug günstiger als das aus dem teuer gepachteten Kleingarten, das erst mal gekauft, gedüngt und gewässert werden muss. Und wem es darum geht, die Karotten und die Kartoffeln und die Rote Bete selbst angebaut und beim Wachsen beobachtet zu haben, für den gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, etwa kleine Parzellen auf Feldern außerhalb der Stadt – oder eben die auf Dächern neu entstehenden Urban-Gardening-Beete.

    Natürlich schmerzt jede Träne eines Kleingärtners beim letzten Blick in die liebevoll aufgebaute Laube. Da haben Erwin und Rosa 40 Jahre ihren Kleingarten gepflegt, erst 1993 das Plumpsklo gegen ein ordentliches getauscht, weil die Kolonie – allein das Wort lässt düstere Erinnerungen aufkommen – endlich ans Abwassernetz angeschlossen wurde, und jetzt sollen sie raus? Wo sollen sie denn jetzt hin am Wochenende? In den Park!

    Oder von den 7.000 Euro Entschädigung einmal im Monat einen Wochenendtrip an die Mecklenburger Seenplatte machen. Dabei können sie dann an ihre Enkelin Marie denken, die zum ersten Mal realistische Hoffnung auf eine eigene Wohnung hat, nachdem sie 5 Jahren von einem überteuerten WG-Zimmer ins nächste gezogen ist, obwohl sie schon 32 ist, als Sozialpädagogin in Vollzeit arbeitet und innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin trotzdem keine Wohnung fand, die sie sich leisten kann.

    Der Luxus des einen ist das Leid des anderen. Und der andere ist in diesem Fall nun mal wichtiger. Politik muss gestalten, steuern, Entscheidungen treffen, die manchen wehtun zum Wohle von vielen. Politik ist nicht dafür da, auf die zu hören, die die stärkste Lobby haben und mit überholter Tradition argumentieren.

    Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immerab Samstag am Kiosk, im eKiosk, im praktischen Wochenendabo und rund um die Uhr bei Facebook und Twitter.

    „Halt! Stop!“, rufen jetzt klimabewusste BürgerInnen – und KleingärtnerInnen. „Es geht nicht nur um Tradition. Die Grünflächen der Kleingärten sind sehr wichtig fürs Stadtklima. Betoniert man sie zu, wird es noch heißer hier.“ Das will natürlich niemand. Zum Glück werden die neu entstehenden Wohnviertel Grünflächen enthalten und Brunnen und Freiluftschneisen und auf jedem Dach wird es einen Rasen geben – oder eben Urban-Gardening-Projekte.

    Es muss ja auch gar nicht jeder Kleingärtner enteignet werden. Jeder fünfte genügt. Die Berliner Baukammer hat im Frühjahr berechnet, dass, wenn in Berlin ein Fünftel der Kleingärten mit Wohnhäusern bebaut würden, 200.000 Wohnungen mit je 46 Quadratmetern entstehen könnten. 80 Prozent könnten dann weiter ihren Rasen pflegen, Karotten anbauen, im Sonnenstuhl liegen.

    Und der Rest? Der geht in den Park – oder tut sich zusammen. Immer mehr jüngere KleingärtnerInnen machen es vor, teilen sich im Freundeskreis eine Parzelle, einer ist für Kartoffeln zuständig, einer für den Rasen, eine für die Stachelbeeren. Man muss im Hochsommer nicht täglich gießen, sondern kann die Last, auf viele verteilen. Und beim gemeinsamen Grillen könnte man endlich über anderes sprechen als die wahnsinnig machende Wohnungssuche in den aus allen Nähten platzenden Großstädten.

     

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  • kein Stadtrat taucht im IG Schrobehausen auf

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    Kommunalpolitiker lassen Seniorenbeiräte im Garten sitzen

    Einsame Zeiten im interkulturellen Garten

    Schrobenhausen

    erstellt am 25.07.2019 um 10:50 Uhr
    aktualisiert am 29.07.2019 um 03:34 Uhr

    Schrobenhausen (jsp) So wenige Stadträte waren noch nie bei einem offiziellen Termin: Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) hatte vor der jüngsten Stadtratssitzung zum Besuch des interkulturellen Gartens geladen. Immerhin ein Projekt des Seniorenbeirats, einem offiziellen Gremium der Stadt mit Satzung. Und es kamen? Nun? Richtig: null Stadträte. Keiner.

    Ja, wo sind sie denn? Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates und Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) warten auf den Stadtrat, der laut offizieller Tagesordnung vor seiner Sitzung in Drei Linden vorbeischauen sollte. Doch die Beiräte blicken vergebens?
    Ja, wo sind sie denn? Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates und Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) warten auf den Stadtrat, der laut offizieller Tagesordnung vor seiner Sitzung in Drei Linden vorbeischauen sollte. Doch die Beiräte blicken vergebens? Spindler

    Stopp, stimmt nicht. Christian Spreitzer (proSob) ist da. Der ist Seniorenreferent des Stadtrates und sozusagen zuständig für den Seniorenbeirat. Auch er sitzt zusammen mit fünf Seniorenbeiräten im sommerlichen Garten in Drei Linden. Und sie warten. Nicht einmal der Einladende, der Bürgermeister, schaut vorbei. Auch nach einer Viertelstunde – dem berühmten akademischen Viertel – lassen sich keine Stadträte blicken; egal, ob mit oder ohne akademische Weihen?

    Die Enttäuschung ist den Seniorenbeiräten, die vor drei Jahren mit viel Engagement und Herzblut das Projekt für In- und Ausländer in der Kleingartenanlage aus der Taufe gehoben haben, deutlich anzumerken. „Ich bin nicht besonders glücklich“, sagt Spreitzer an Ort und Stelle des (Nicht)Geschehens. Er hätte schon mit fünf Kollegen aus dem insgesamt 24-köpfigen Stadtrat gerechnet, sagt er. In der Gartenlaube sitzend kündigt er an: „Im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung werde ich eine Anfrage dazu stellen.“

    Dass niemand vorbeischaut in Drei Linden, könne nicht an der Technikpanne des Ratsinformationssystems (wir berichteten) gelegen haben, die um ein Haar die Sitzung zu Fall gebracht hätte. Alle Stadträte bekämen ja noch persönlich eine schriftliche Einladung für die Sitzung per Brief zugestellt. Und Spreitzer selber, so sagt er, habe dafür gesorgt, dass eine genaue Wegbeschreibung bei dem Termin zu Papier gebracht werde. Immerhin mit den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses zeigt sich Spreitzer gnädig: „Die haben noch ganz schön was zu beraten.“

    Einer der wartenden Seniorenbeiräte hätte für den Stadtratsbesuch auch schon ein Thema gehabt, das er ansprechen wollte. Immer wieder kämen Eltern mit ihren Kindern am interkulturellen Garten vorbei. Die Kleinen wollten vor allem bei sommerlicher Hitze gerne in den kleinen Bach gehen. Doch das sei zu gefährlich, so der Seniorenbeirat. Darum wollte er beim Besuch des Stadtrates, darum bitten, ob etwas dafür getan werden könnte, dass Kinder gefahrlos mal ins kühle Nass gelangen könnten.

    Nach 36 Minuten Wartezeit haben die Seniorenbeiräte genug. „Da kommt niemand mehr“, sagt einer. Es wird noch mal kurz Ausschau gehalten. Stimmt: Kein Stadtrat weit und breit.

    Übrigens: Spreitzer hält Wort und fragt am Ende der öffentlichen Stadtratssitzung mal nach, warum den niemand gekommen sei, trotz rot vermerktem Hinweis auf der schriftlichen Einladung. „Der Seniorenbeirat war sehr, sehr, sehr enttäuscht“, beschreibt Spreitzer die Gemütslage bei den Sitzengelassenen. Schweigen im Sitzungsraum. Der Bürgermeister erhebt das Wort: „Rüffel angekommen. (mehr …)

  • Gartenschau Remstal: weiterer GG läuft erfolgreich

    (Mail)

    Projekt Bürgeracker übermitteln. Die letzten Verträge zur „Nachverdichtung“ liegen vor. Für weitere Interessenten haben wir auch weiterhin eine Warteliste eingerichtet.

    BÜRGERACKER WIRD ERLEBNISGARTEN

    Rund 800 Quadratmeter auf dem Bürgeracker werden die Beteiligten gärtnerisch gestalten. Jeder von ihnen pflanzt eine Parzelle selbstständig an und pflegt diese. Parallel dazu stehen alle gemeinsam für das gesamte Grundstück ein.

    Die Mischung aus individuellem Garten und Gemeinschaftsgrund schafft gemeinsame Verantwortung und Freiräume. Die Idee des Bürgerackers ist dabei einfach und bestechend: Interessierte schließen sich zur Bewirtschaftung eines Geländes zusammen und gestalten die Fläche nach ihren Plänen.

    Die Gemeinschaft gibt sich über den mit der Stadt geschlossenen Nutzungsvertrag hinaus eigene Regeln – beispielsweise bzgl. der regelmäßigen Treffen, der Arbeitseinsätze zur Pflege der Gemeinschaftsflächen, notwendiger gemeinsamer Anschaffungen. Fachliche Unterstützung erhalten die Beteiligten auf Anfrage von den dafür benannten Experten aus den Reihen der städtischen Angestellten.

    In Zahlen:

    22 Nutzungsverträge wurden mit Einzelpersonen oder Familien geschlossen über rund 800 qm Einzelparzellen. Die Bürger haben jeweils ein maschinell durchgepflügtes Einzelbeet erhalten und werden sich gemeinschaftlich um die Pflege und Gestaltung des Gemeinschaftsgrunds kümmern.

    Aus dem Remstal Gartenschau Projekt heraus wurde das Projekt Bürgeracker für die Gesamtdauer von 5 Jahren Wege angelegt, das Areal gestaltet mit einem Kreiselement in der Mitte und ausgestattet mit einer Wasserstele, Einzäunung mit Zahlenschloss und einem Halbcontainer als Geschirr- und Gerätehütte.

    Ein erstes Zwischen-Resümee soll im September erfolgen und reflektieren über Fragen wie: Welche Ernten konnten eingeholt werden?

    Welche Freundschaften geschlossen werden? Welche Erfahrungen gemacht werden?


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  • urban gardening mit dem Jobcenter

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    Im Schatten der Landesgartenschau haben das Jobcenter Kreis Wesel und der SCI:Moers ein neues Projekt entwickelt. Seit dem 15. Mai beschäftigen sich Langzeitarbeitslose unter fachlicher Anleitung an der Eugeniastraße mit dem Thema „Urban gardening“.

    Dieses Projekt wurde gestartet, um Menschen die Möglichkeit zu bieten, aus Arbeitslosigkeit und sozialer Isolation wieder in gesellschaftliche Teilhabe zu kommen, soziale Kontakte aufzubauen und persönliche Perspektiven entwickeln zu können. Für einige Teilnehmer bietet sich zudem die Möglichkeit, die Kultur und Sprache besser kennen zu lernen und somit die Integration in die Gesellschaft zu fördern. Ziel dieses Projektes, das zunächst bis Ende 2019 läuft, ist die Bewirtschaftung von brachliegenden Flächen im Stadtgebiet. Bisher vernachlässigte Flächen sollen unter ökologischen Gesichtspunkten nutzbar werden, sei es als Garten, als Blumenwiese oder um den Insekten ein neues Zuhause zu geben. Bisher besteht die Gruppe aus zehn Teilnehmern unterschiedlicher Herkunft, einem Anleiter und einem Sozialpädagogen. Das gemeinsame Arbeiten steht im Vordergrund, Teamarbeit ist wichtig, um eigene Ideen zu verwirklichen und Ziele zu erreichen.

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  • Gartenprojekt auf Erweiterungsgelände von BMW

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    Für das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW ist ein entscheidender Meilenstein geschafft. Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für die Norderweiterung gebilligt. Damit ist Baurecht geschaffen für eine Erweiterung des Standorts um 5000 Arbeitsplätze. Der Bebauungsplan sieht ein Forschungszentrum mit 350 000 Quadratmetern Geschossfläche sowie ein „Eingangsportal und Nahmobilitätseinrichtungen“ vor. Die Erschließung dieses Gebietes soll für Fahrzeuge ausschließlich von Westen über die Schleißheimer Straße erfolgen. Ein Nachbarschaftsgarten wird der Öffentlichkeit sowie den Mitarbeitern zum Aufenthalt zur Verfügung stehen. Die Buswendeschleife Am Hart wird umstrukturiert und ausgebaut. Zukünftig sollen dort bis zur Realisierung der U 26 neben den Bestandslinien unter anderem neue Schnellbusse vom Kieferngarten über die Bayernkaserne zur Haltestelle Am Hart verkehren. Zudem ist eine Trasse für öffentliche Verkehrsmittel sowie Fuß- und Radverkehr durch den Nachbarschaftsgarten vorgesehen, die der Ost-West-Querung des Gebiets dient. (mehr …)

  • Gartenprojekt für Obdachlose

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    Der Nabu Bremen und der sozial sehr engagierte Unternehmer Gerolf Wolpmann haben ein Gartenprojekt für Obdachlose in Bremen initiiert. In diesem Sommer wird zum ersten Mal geerntet.

    Caro wässert die wilden Tomaten, während Marina die ersten Kohlrabi auf der „eigenen Scholle“ auf dem Gelände des Naturschutzbundes in Sebaldsbrück erntet. Der Nabu und der Unternehmer Gerolf Wolpmann haben das Projekt 2016 initiiert. (fotos: PETRA STUBBE)

    „Das ist Erholung hier, das muss so sein“, sagt Kenny. Dabei muss sich der 39-Jährige mit der großen Astschere gerade richtig anstrengen, um die Pflaumenbäume auf dem Gelände des Naturschutzbunds (Nabu) von wild wucherndem Gestrüpp zu befreien. Kenny lebt seit 15 Jahren auf der Straße. Beim Gartenprojekt, das Gerolf Wolpmann zusammen mit dem Nabu initiiert hat, arbeitet er offensichtlich richtig gerne mit.

    „Da sieht man mal was anderes als auf der Straße“, sagt der gepiercte Bremer mit den Dreadlocks und der Wollmütze. Und natürlich auch, dass man etwas geschafft hat. Das stärkt das Selbstwertgefühl der sechs Obdachlosen, die Wolpmann für die Teilnahme ausgewählt hat. Zuverlässigkeit war dafür ein entscheidendes Kriterium. Einmal in der Woche – jeden Mittwoch von 11 bis 14 Uhr – kommen sie zum freiwilligen Arbeitseinsatz nach Sebaldsbrück.

    Freiwilligkeit steht im VordergrundEinige schon seit drei Jahren. In der Anfangsphase der Kooperation halfen die Obdachlosen beim Unkraut jäten, bei der Apfelernte oder beim Entrümpeln des Geländes. „Das war anfangs nicht regelmäßig, hat sich aber im Laufe der Zeit entwickelt“, sagt Sönke Hofmann mit Blick auf die ersten sporadischen Hilfseinsätze, die inzwischen in eine eigenverantwortliche Gartenpatenschaft gemündet sind. „Für uns war von vorn herein klar, wir wollen kein bestimmtes Maß an Leistung setzen“, betont der Nabu-Geschäftsführer. Da Freiwilligkeit beim Naturschutzbund eine große Rolle spiele, passe das Projekt gut ins Konzept, das allerdings zeitlich befristet laufe, bis der Nabu die Fläche für den Bau eines Seminarhauses benötige.

    Zum ersten Mal ernten die Obdachlosen Obst und Gemüse von ihrer 300 Quadratmeter großen „Patenscholle“: Kartoffeln, Zucchini, Kohlrabi, Gurken, Erdbeeren, Tomaten, Blumenkohl und Bohnen wachsen in den schmalen, durch Hackschnitzel gegliederten Beetreihen. In einer Reihe sind orangefarbene Ringelblumen zu entdecken, und vor den fast drei Meter hoch gewachsenen Sonnenblumen gibt es sogar ein kleines Kräuterbeet. „Alles, was hier geerntet wird, ist für die Selbstversorgung gedacht“, betont Initiator Gerolf Wolpmann.

    Auf die Mahlzeit mit neuen Kartoffeln freut sich Marina schon. „Vor allem auf die Kleinen, die hat Opa mir früher gemacht“, erinnert sie sich. Von ihren Großeltern hat die heute obdachlose Bremerin als Kind einges an Gärtnerwissen gelernt. Jetzt legt die 53-Jährige selbst Hand in „ihrem Garten“ gleich links hinterm Zugang zum Nabu-Gelände an. Mit einer Grabegabel holt Marina die ersten Erdäpfel aus dem Boden. Sie stöhnt, weil der Lehmboden so fest und diese Arbeit für die zierliche Person ein Kraftakt ist. „Das ist eine schöne Sache, selbst zu ernten“, sagt sie. „Und was zu viel ist, schenken wir dem Nabu.“

    Praktisch als Dankeschön. Denn nicht nur das Areal, sondern ebenso die Gartengeräte und diverse Pflanzen, vor allem alte Sorten, stellt der Nabu laut Gerolf Wolpmann für das Gartenprojekt kostenlos zur Verfügung. Der Bremer Unternehmer, der seine Firma für Sicherheitstechnik und Brandschutz in Horn-Lehe betreibt, füllt die kleine Kasse.

    Obdachlose dürfen sich Pflanzen aussuchenVon dem Geld kaufen die Obdachlosen Pflanzen auf dem Markt, die sie nicht selbst vorgezogen haben oder die nicht in der Nabu-Gärtnerei vorrätig sind, die sie aber gerne anbauen würden. Außerdem stellt Wolpmann teilweise auch durch seine Mitarbeiterin Jacqueline Pignon einen Fahrdienst aus der Innenstadt zum Nabu-Gelände in Sebaldsbrück sicher. Er hat außerdem eine Sitzgruppe aus Holz spendiert, auf der sich die Teilnehmer zur Pause treffen.

    „Und bei Fragen hilft uns Rosa, die Gärtnerin vom Nabu“, berichtet Caro. „Sie gibt uns Tipps.“ Die sportlich wirkende Frau mit Zopf wird selbst von anderen angesprochen, weil sie recht gut Bescheid weiß, sogar über Schädlinge, und bei der Gartenarbeit planvoll vorgeht. „Wir müssen uns daran orientieren, dass wir nur einmal in der Woche hier sind“, erklärt Caro, die während ihrer Obdachlosigkeit kein Problem mit Alkohol oder Drogen hatte, inzwischen wieder einen festen Wohnsitz hat und auf dem besten Weg ist, sich aus der belastenden Lebenssituation herauszumanövrieren. Mehr Zeitaufwand sei von den Projektteilnehmern nicht gewollt, schiebt sie nach.

    Als Beispiel dafür, dass auch relativ geringer Einsatz Früchte trägt, zeigt Caro auf die mit Vlies abgedeckten Beete. Darunter haben die Hobbygärtner zum Beispiel Blumenkohl gepflanzt. „Wir gießen die Setzlinge, und auch das Netz wird nass gemacht, das reicht eine Woche, weil das Vlies die Feuchtigkeit gut hält“, erklärt die Frau mit dem grünen Daumen, die durch das Projekt aufzublühen scheint und als einzige auch zwischendurch mal im Garten vorbeischaut. „Außerdem hält es Hitze ab, es wächst weniger Unkraut, und die Vögel kommen nicht an die Triebe.“

    Bei dem warmen Wetter kommt die Kaffeepause gerade recht. Zwei Handvoll gelbe Zucchini und Kohlrabiknollen liegen bereits auf dem Tisch, an dem sich jeder bedienen kann. Dabei kommen die Obdachlosen miteinander ins Gespräch, tauschen sich auch über Probleme aus. Oft sitzt Gerolf Wolpmann mit am Tisch. Seit 25 Jahren unterstützt er weltweit Hilfsprojekte und kümmert sich seit etwa acht Jahren in Absprache mit der Inneren Mission persönlich um obdachlose Menschen in Bremen, hilft, wo er kann.

    Projekt als Anregung für das weitere LebenDie Freude darüber, zu sehen, wie die sechs Obdachlosen durch das Gartenprojekt einen anderen Alltag erleben und sich relativ zuverlässig einbringen, steht ihm ins Gesicht geschrieben. „Wir wollen einzelnen Menschen, die ihr Leben zum großen Teil auf der Straße oder in Obdachlosigkeit verbringen, die Möglichkeit geben, in der Natur einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen“, begründet der Unternehmer sein persönliches Engagement und das des Nabu. „Die Obdachlosen bekommen vielleicht auch einfach Anregungen für ihr weiteres Leben“, hofft er. (mehr …)

  • Grüne Beete Münster

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    Der Gemeinschaftsgarten „GrüneBeete“ am Leonardo-Campus wächst. Gerade entsteht ein neuer Pavillon. Beim Sommerfest wird das Gartenteam ihn offiziell einweihen. Alex Kirschstein und Marius Scherer, Studierende der Münster School of Architecture (MSA) der FH Münster, haben Planung und Bau übernommen. „Der Pavillon soll uns und den benachbarten akademischen Einrichtungen auf dem Leonardo-Campus als Ort der Lehre dienen, und das unabhängig vom Wetter“, sagt Fara Steinmeier, Vorstandsmitglied im Verein „GrüneBeete“ und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management der FH Münster. So will das Team dort zukünftig beispielsweise Workshops rund um das Thema Bienen anbieten. Auf dem 1.300 Quadratmeter großen Gelände leben inzwischen mehrere Bienenvölker. Das Sommerfest ist öffentlich, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig. Es findet am Freitag (5. Juli) ab 15 Uhr statt. Um 17 Uhr wird es einen Yoga-Workshop geben, um 18.30 Uhr spielt die Band The Flex, danach gibt es Musik von der Sängerin Lia, ab 21 Uhr eine Tanzshow. Kalte Getränke stehen bereit. Beiträge der Gäste für das Büfett und den Grill sind willkommen. Der Nachmittag beginnt mit einem süßen Büfett, am Abend wird es herzhaft. Gegen 18 Uhr wird ein Grill aufgestellt. Gäste werden gebeten, eigenes Besteck und Teller mitzubringen.

    Der Gemeinschaftsgarten befindet sich in Münster auf dem Leonardo-Campus auf der Rückseite vom Gebäude 6, in dem der FH-Fachbereich Design beheimatet ist. (mehr …)

  • IG Dübener Heide sucht MItgärtner*innen

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    Gemeinsam gärtnern, essen, reden ist jeden Mittwoch im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten angesagt. Die Gruppe sucht neue Mitglieder für das Projekt und ärgert sich über wiederholte Einbrüche.

    Torsten Reinsch trifft sich jeden Mittwochnachmittag im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten am Bahnhof mit Gleichgesinnten und pflegt die Anlage. Am Abend wird dann gemeinsam gegessen.

    Torsten Reinsch trifft sich jeden Mittwochnachmittag im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten am Bahnhof mit Gleichgesinnten und pflegt die Anlage. Am Abend wird dann gemeinsam gegessen. Quelle: Steffen Brost

    Bad Düben Immer mittwochs öffnen sich um 15 Uhr die Tore am Bad Dübener Gemeinschaftsgarten „Am Wasserturm“ hinterm Bahnhof. Bis 19 Uhr wird dann gemeinsam gegärtnert, sich ausgetauscht und später miteinander gegessen. „Wir sind mittlerweile ein kleiner fester Stamm der sich jede Woche hier trifft. Unsere Saison geht vom Frühjahr bis zum Herbst. Aber auch im Winter sind wir immer wieder vor Ort und organisieren kleine Veranstaltungen in unserem zum Gartenhaus umfunktionierten Gewächshaus“, erzählt Torsten Reinsch vom Vorstand.

    Steffi Schenk (links) und Sabine Schulze ernten die ersten Zucchinis im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten.

    Steffi Schenk (links) und Sabine Schulze ernten die ersten Zucchinis im Bad Dübener Gemeinschaftsgarten. Quelle: Steffen Brost

    Mittlerweile sind die Hobbygärtner auch dabei, ihre Ernte einzufahren. Zucchini, Tomaten, Gurken, Erbsen und Kürbisse sind bald reif. „Es wird alles aus dem Garten verwendet. Jeder kann sich seinen Anteil von seinem Beet mit nach Hause nehmen. Das andere verwenden wir bei gemeinsamen Kochabenden oder geben es zur Tafel“, so Reinsch weiter. Mittlerweile hat sich das Areal zu einem Kleinod entwickelt. Ein besonderes Wahrzeichen des Gartens ist nicht nur der Wasserturm, sondern auch das Gewächshaus, das die Projektgruppe aus einer verfallenen DDR-Gewächshausanlage bei Laußig aufgebaut hat.

    Gartenfreundin Gisela bereitet die Sense für die Gartenarbeit vor.

    Gartenfreundin Gisela bereitet die Sense für die Gartenarbeit vor. Quelle: Steffen Brost

    Im März 2017 begann das Projekt „Urban Gardening geht auf’s Land“ auf dem Gelände des Bad Dübener Bahnhofs. Auf der 5000 Quadratmeter großen Gesamtfläche wurde ein etwa 1000 Quadratmeter großer Gemeinschaftsgarten angelegt, wo jeder der will sich kleine Beete für den Eigenverbrauch anlegen kann, sie pflegt und später auch erntet. Zudem gibt es gemeinsame Nachmittage, thematische Veranstaltungen, Vorträge zum Thema „Du und Dein Garten“.

    Internationale Gemeinschaft

    Von Anfang an war die Gartengruppe international. „Wir waren und sind eine echt Multikulti-Truppe. Menschen aus dem Ort oder der Umgebung, Syrier, Sudanesen, Afghanen und Leute aus den ehemaligen Sowjetrepubliken“, so Reinsch weiter. Mittlerweile ist das Projekt von 2017 beendet. Trotzdem wollten die Hobbygärtner weitermachen. „Nach einigen Gesprächen und Orientierungen wurde Ende 2018 die Ortsgruppe „Gemeinschaftsgarten am Wasserturm – Bad Düben“ unter dem Dach des Vereins Dübener Heide gegründet.

    Weitere Mitglieder sind willkommen

    Die Ortsgruppe besteht derzeit aus sieben ordentlichen Mitgliedern und etwa ebenso vielen gelegentlichen Teilnehmern“, erzählt Reinsch. Für die Zukunft hat die Gruppe viele Pläne. Am wichtigsten ist, neue Mitglieder für das Projekt zu gewinnen. Dafür organisieren sie auch in diesem Jahr wieder in großes Gartenfest am 31. August von 16 bis 21 Uhr. Neben einem Gartenrundgang und einer Führung zur Bestandsaufnahme essbarer Wildpflanzen, wird gemeinsam eine Gemüsesuppe mit Zutaten aus dem Gemeinschaftsgarten gekocht. Es gibt Stockbrot am Feuer, einen Basteltisch für Kinder und Musik.

    Viele weitere Ideen

    „Darüber hinaus wollen wir auch weiter am Ball bleiben. Kunst und Kultur werden in Zukunft eine Rolle spielen. Wir wollen dabei auch mit Michael Kühn von der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide zusammenarbeiten“, kündigt Reinsch an. Auch mit bestimmten Schwerpunkten wollen sich die Mitglieder beschäftigen, so werde beispielsweise das Thema Wasser eine Rolle spielen. „Alles in allem ist unser großer Garten nur Mittel zum Zweck, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam an einem schönen Projekt zu arbeiten“, blickt er positiv in die Zukunft.

    Ärger über Einbrüche

    Und dabei wollen sie sich auch nicht von kleinen Rückschlägen behindern lassen. Denn immer wieder wird auf dem Gelände eingebrochen. Der Zaun wurde bereits öfter zertreten und ins Gewächshaus eingestiegen. Dort wurden ein Radio, Spaten, die Regentonne und eine leere Gasflasche geklaut. „Das muss nicht sein. Man sollte unsere Arbeit schätzen. Für die Zukunft planen wir verschiedene Maßnahmen, um es etwas sicherer zu machen“, erklärt Torsten Reinsch. (mehr …)

  • Waldgemeinschaftsgarten in Britz

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    18.07.2019

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    Urban Gardening auf neue Art In Britz entsteht ein gemeinschaftlicher Waldgarten

    Blühenden Baumkronen, darunter liegender Strauchschicht und Pflanzen am Boden.
    So stellt sich der von den Forschern beauftragte Illustrator Arian Rassoul das naturnahe Ökosystem eines städtischen Waldgartens vor: mit blühenden Baumkronen, darunter liegender Strauchschicht und Pflanzen am Boden.

    Foto: Arian Rassoul

    „Das hier ist der perfekte Ort.“ Zufrieden schaut Jennifer Schulz um sich. „Die Fläche ist noch nie bebaut gewesen, sie hat die richtige Größe, der Boden ist schadstofffrei und es stehen hier bisher nur wenige große Bäume und Sträucher“, sagt die Wissenschaftlerin. Zudem ist das Gebiet gut erreichbar – ein Glücksfall. Hier, am Rand des Britzer Gartens, im Süden von Berlin, hat Schulz Großes vor.
    Wo im Moment noch braune Rinder mit langen Hörnern auf einer umzäunten Weide das Gras kurzhalten, soll in den kommenden Jahren zusammen mit interessierten Bürgern ein Waldgarten entstehen. Obst- und Nussbäume, Beerensträucher, Gemüsepflanzen und Kräuterstauden werden  dann einen parkartigen Obst- und Gemüsegarten inmitten der Stadt bilden.

    Ein Ort der Begegnung, Erholung und Bildung soll die Anlage sein, in dem die Anwohner und andere Mitstreiter gärtnern und ernten, wünscht sich Schulz. Aber auch eine grüne Lunge, die die angrenzenden Wohnbezirke im Sommer kühlt und den Wasserhaushalt reguliert. Und natürlich eine Nasch-Oase. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, weiß Jennifer Schulz. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam von der Universität Potsdam stellt sie mit Mitteln des Bundesamts für Naturschutz seit einem Jahr im Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Urbane Waldgärten“ die Weichen für das ambitionierte Ziel.

    Im Britzer Garten kann der gemeinschaftliche Waldgarten entstehen

    Die Idee für einen solchen urbanen Waldgarten hat Schulz aus Südamerika und Südeuropa mitgebracht, wo sie lange Jahre lebte und als Landschaftsplanerin ähnliche Projekte plante und realisierte. Als sie vor einigen Jahren nach Deutschland zurückkehrte, reizte es die Forscherin, auch hier so etwas zu initiieren. Lange suchte sie nach geeigneten Flächen in Berlin, um hier das Pilotprojekt auf den Weg zu bringen und wissenschaftlich zu begleiten. Sie weiß, dass das Pflanzen und Bewirtschaften eines Waldgartens zwar herausfordernd ist. Die größere Hürde sieht sie aber woanders: „Das Schwierigste wird es sein, über die anfängliche Euphorie hinaus eine stabile Gemeinschaft an Gärtnern und Mitwirkenden zu bilden.“

    Mit ihrem Team untersucht Schulz sowohl biologische, soziale als auch rechtliche Fragen. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Waldgärten zukünftig auch in anderen Städten erfolgreich anzustoßen und langfristig zu betreiben. Wie wirkt sich ein Waldgarten auf die Bodengesundheit oder die biologische Vielfalt aus? Verändert er die Lebens- und Wohnqualität im Stadtquartier? Wirkt er sich, wie Studien andernorts zeigen, etwa positiv auf psychische Erkrankungen aus oder lässt er die Kriminalität sinken? Welche Betreibermodelle sind möglich?

    Im Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner, der unter seinem Dach etwa 9000 Kleingärtner vereint, fanden Jennifer Schulz und ihr Team einen Partner, der die Waldgartenpläne voll und ganz unterstützt. Auf der Fläche im Britzer Garten sollten demnächst sowieso Kleingärten entstehen. Das Areal, das 2,7 Hektar umfasst, ist als Ersatzfläche für andernorts durch Bauvorhaben verloren gegangene Parzellen festgelegt.

    Viele Familien wünschen sich einen Gemeinschaftsgarten

    Mindestens 5000 Quadratmeter davon könnten als gemeinschaftlicher Waldgarten entwickelt werden, kann sich der Geschäftsführer des Vereins, Manfred Hopp, vorstellen. „Hier könnten etwa 20 Familien oder auch mehrere Einzelpersonen gemeinschaftlich gärtnern“, sagt Hopp. Er befürwortet es, Kleingärten auch einmal anders als bisher zu gestalten und versteht die Pläne als große Chance für das Kleingartenwesen. Dieses müsse sich öffnen und auf neue Bedürfnisse reagieren, um zukunftsfähig zu bleiben. „Es ist ein schönes Projekt und wir können kaum erwarten, dass es losgeht“, sagt er.

    „Der Wunsch nach Gemeinschaftsgärten ist groß“, sagt Jennifer Schulz. Besonders Familien mit berufstätigen Eltern und kleinen Kindern würden sich einen Garten wünschen, in dem  gemeinsam gehackt, gesät, geerntet und eingekocht wird. Mit einer Einzelparzelle, deren Pflege und Bewirtschaftung bestimmten Ansprüchen genügen muss, sieht sich diese neue Gärtnerklientel häufig überfordert. Ein Gemeinschaftsgarten bietet außerdem Möglichkeiten  des intensiven Austauschs zwischen den Generationen. Die Jüngeren könnten von den Erfahrungen der Älteren profitieren und vielleicht selbst neue Ideen und Pflanzensorten oder Impulse für den Natur- und Klimaschutz mitbringen.

    Der Waldgarten hat auch Bildungsanspruch – Die Berliner sollen mehr über die Natur lernen

    Positive Effekte des Gärtnerns erhoffen sich Schulz und ihre Partner  nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. „Der Waldgarten soll einen Beitrag für die biologische Vielfalt leisten“, betont die Forscherin. „Der Bebauungsplan für diese Fläche schreibt ganz klar vor, dass die Biodiversität gefördert und das Klima aufgewertet wird.“ Beide Punkte würde ein strukturreicher Waldgarten erfüllen, der mit seinen blühenden Baumkronen, der darunter liegenden Strauchschicht und den Pflanzen am Boden ein naturnahes Ökosystem mit neuen Lebensräumen schafft. Mit einem Langzeitmonitoring, in dem dokumentiert wird, wie sich die Vielfalt an Pflanzen und Tieren und verschiedene Klimaparameter im Laufe der Zeit entwickeln, möchte Jennifer Schulz diese Hypothese untermauern.

    „Alle möglichen Beerensträucher, Rhabarber, Beinwell, Rucola, Minze, Mangold“ – Jennifer Schulz gerät ins Schwärmen, wenn sie all die Nutzpflanzen aufzählt, die in einem Waldgarten neben den Obstbäumen gedeihen können. „Wir haben eine unendliche Vielfalt an Nahrungspflanzen, kennen und nutzen aber nur einen Bruchteil davon.“ Vor kurzem hat sie selbst einen Waldgarten mit mehr als 200 Arten von Nutzpflanzen angelegt, in Portugal brachte sie vor einigen Jahren sogar mehr als 700 Arten auf fünf Hektar Fläche unter.

    Ihr Projekt versteht sie auch als Bildungsangebot. Die Waldgärtner werden von Beginn an in der Planung und Pflege ihrer grünen Oase unterstützt und lernen so nicht nur einiges über die Bedürfnisse und richtigen Standorte ihrer Pflanzen, sondern auch über die Stoffkreisläufe in der Natur. Ein Waldgarten ist sehr ertragreich, betont Schulz. Denn die Pflanzen werden so angeordnet, dass sie sich in ihren Licht- und Nährstoffbedürfnissen ergänzen. Die Vielfalt sorgt außerdem dafür, dass nahezu ganzjährig geerntet werden kann.

    Die Nachbarschaft soll den Waldgarten selber pflegen

    Wie wird der Britzer Waldgarten also in 20 Jahren aussehen? Jennifer Schulz möchte sich noch nicht festlegen. „Wir haben derzeit noch viel mehr offene Fragen als Antworten,“ sagt sie. Letztlich sollen die Bewohner aus der Nachbarschaft, die den Waldgarten pflegen, selbst entscheiden, was sie sich wünschen: ob der Garten jederzeit und für alle zugänglich sein soll und es ob Zäune geben wird, wer  das Obst und Gemüse ernten darf und ob es neben einem Gemeinschaftshaus mit Schulungsmöglichkeiten auch private Lauben geben soll.

    Zugleich steht die Frage: Haben auch weitere Kleingärtner in dem gesamten neu zu gründende Kleingartenverein Interesse am Leitbild Waldgarten? „Es ist ein Entwicklungsprozess, der hier stattfinden muss“, sagt Jennifer Schulz. Eines ist aber sicher: „Das Projekt steht und fällt mit einer guten Gemeinschaft.“


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  • Gardeniser Ausbildungswoche in Leipzig

    (aus NL)

    Gardeniser pro:
    Projekttreffen in Witzenhausen und Testlauf des Ausbildungskurses zum Gardeniser in Leipzig stattgefunden
    Das dritte Treffen der Projektpartner aus Italien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Deutschland fand vom 9. bis 12. April 2019 in Witzenhausen
    statt.
    Der erste Projektabschnitt ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen und wird nun evaluiert. Der Ausbildungskurs von Gardeniser besteht aus mindestens
    40 Stunden und ist auf drei Module verteilt. Die Dauer beträgt in jedem Land 5-6 Tage. Das berufliche Profil des Gardenisers ergibt sich aus dem
    Inhalt des Ausbildungskurses – die TeilnehmerInnen sollen befähigt werden, urbane Gemeinschaftsgarten-Projekte zu organisieren, zu leiten und zu begleiten.
    Der griechische Partner ECTE arbeitet an der Anerkennung der im Ausbildungskurs erworbenen Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen durch das europäische ECVET-Punktesystem, so dass eine Verstetigung der im Projekt erarbeiteten Ausbildung in Aussicht steht.

    Gardeniserkurs in Leipzig stattgefunden
    Zwanzig zukünftige Gardeniser haben in Leipzig, wo es zahlreiche Projekte und Initiativen im Bereich des Urban Gardening gibt, den ersten Testlauf des Ausbildungskurses absolviert. Organisiert hatte den Kurs Gregor Menzel von PETRARCA e.V.; er fand vom 13.-18. Mai in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsgarten AnnaLinde statt. Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland sind überwiegend selbst aktiv in Gartenprojekten und brachten aktive ihr umfangreiches Erfahrungswissen ein, so dass es eine für alle spannende Woche voller Wissen und Austausch wurde.
    Inhaltlich ging es um viele Ebenen und Schichten von Urban Gardening und Gemeinschaftsgartenbau, von Aspekten der Finanzierung, Entscheidungsprozesse,
    der Organisation der Arbeit mit Freiwilligen, der Handhabung von Konflikten bis zur Zukunftsplanung. Die Kursinhalte wurden bereichert durch viele Praxisbeispiele aus dem Kreis der TeilnehmerInnen, die die einwöchige Möglichkeit zum Austausch und Diskurs mit ihren unterschiedlichen Kenntnissen und praktischen Hintergründen zur Vernetzung untereinander nutzten.
    Neben umfangreichen Einblicken in das Projekt AnnaLinde Leipzig fand ein Ausflug zum Gartenprojekt Kanena (Halle) statt, in dem einer der Kursteilnehmer
    aktiv ist. Die Teilnehmer des Trainings in den einzelnen Ländern haben die Möglichkeit, an einem Praktikum in einem urbanen Garten im In- oder Ausland teilzunehmen. Jedes Partnerland empfängt PraktikantInnen aus den anderen Ländern. Das Zertifikat, das bescheinigt, dass ein Teilnehmer erfolgreich am Ausbildungskurs und am Praktikum teilgenommen hat, wird durch die Teilnahme an einem Test erworben. TeilnehmerInnen sollen durch die Schulung eine Reihe von Kompetenzen erwerben. Langfristig ist das Projektteam bemüht, die Anerkennung des Gardeniser-Zertifikats auf nationaler Ebene sicherzustellen.
    Aktuelle Informationen und Newsletter finden sich hier:
    www.soziale-landwirtschaft.de/forschung/projekte/gardeniser-pro/ (mehr …)

  • Stadtacker und Inselgrün: sollen erhalten bleiben, doch wo ist ungewiss

    (alerts)

    Beim urbanen Gärtnern gedeihen nicht nur Kürbis und Petersilie, sondern auch Gemeinschaftssinn, Kultur und Bildung, verkündet die Stadt Stuttgart auf ihrer Website. Warum stehen dann die wichtigsten Urban-Gardening-Projekte vor einer ungewissen Zukunft?

    Die Kohlrabi in den Kästen wachsen prächtig, auch der Mangold. Die Tomaten sind noch grün, die Paprika und die Kürbisse noch nicht reif. Minze, Schnittlauch und weitere Kräuter gibt es reichlich. Ansonsten sieht das Inselgrün Anfang Juli bei brütender Hitze ein wenig trocken und verstaubt aus. Kein Wunder, rundherum ist Ödland, seit vielen Jahren.

    Als sich Stuttgart 2002 um die Olympischen Spiele bewarb, war der frühere Cannstatter Güterbahnhof für das olympische Dorf vorgesehen. Der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster kam zu spät zur Präsentation mit verknackstem Daumen, der Traum war ausgeträumt, nun sollte hier das Wohngebiet Neckarpark entstehen. Basierend auf 17 Jahre alten Gemeinderatsbeschlüssen, die nun endlich umgesetzt werden sollen. Und deshalb soll das Inselgrün hier weg.

    Inselgrün (links) und Stadtacker (rechts).
    Inselgrün (links) und Stadtacker (rechts).

    "Vorhang zu" heißt es hier wohl bald.
    „Vorhang zu“ heißt es hier wohl bald.

    Das Inselgrün ist das Herzstück der 2012 von Joachim Petzold ins Leben gerufenen Kulturinsel: eines der wichtigsten Urban-Gardening-Projekte in Stuttgart. Wichtig ist es nicht in erster Linie wegen des Gemüses, wichtig ist es als Freiraum, als soziales Projekt. Das sieht man: es gibt eine kleine Bühne, davor stehen Holzbänke und Tische und eine Tribüne. Einmal im Monat, das nächste Mal am 20. Juli, findet hier das Jangala statt – entspannte elektronische Musik zum Tanzen von 15 bis 22 Uhr. „Gemeinsam“, „Schwingung“, „Harmonie“ steht auf drei Schildern. 

    Zwar hat der Gemeinderat sich zu dem Urban-Gardening-Projekt bekannt. Aber da wo es ist, sollen die Baufahrzeuge für das Wohngebiet anrollen. Die Zufahrt zu verlegen, scheint der Stadt undenkbar. Ein Beschluss von vor 17 Jahren kann nicht noch einmal abgewandelt werden. Aber wo soll das Gartenprojekt hin? Hier ist es organisch gewachsen, direkt verbunden mit der Kulturinsel, mit den bunten Aktivitäten, die dort stattfinden. Jeder kann kommen und gehen wie er oder sie will, rund um die Uhr. Man kann vor oder nach den Veranstaltungen noch ein wenig Unkraut jäten, es gibt Wasser, ein paar Bäume und Sträucher schützen vor Sonne, Wind und Staub. Undenkbar, das irgendwo nach da draußen zu verlagern, wo es im Moment aussieht wie in der Trockensavanne.

    Wozu etwas aufbauen, das weg soll?

    „Respect the Location!“ steht auf einem Schild, „hier feiert ihr in einem wundervollen Nutzgarten.“ Das klappt ziemlich gut, Vandalismus hat es auf dem Inselgrün so gut wie noch nie gegeben. Es muss ziemlich viel gegossen werden. Jeden zweiten Sonntag ist Helfertreff, erzählt Hannah Becker, die in Freiburg Kulturanthropologie studiert und seit März auf der Kulturinsel ein Praktikum absolviert. Eigentlich hätten es nur sechs Wochen sein sollen, jetzt bleibt sie bis Ende Juli. Zehn aktive und regelmäßige Helfer sind wenig, meint sie. Wenn das Haus der Familie und die Caritas nicht einzelne Beete in Obhut genommen hätten, würde es noch trauriger aussehen. Immerhin kann sie von der Kulturinsel aus immer wieder mal nach dem Rechten sehen. Aber dass das Inselgrün nur noch diesen Sommer hierbleiben soll, bremst das Engagement. Wozu etwas aufbauen, das weg soll?

    Hannah Becker, Kulturinsel-Praktikantin.
    Hannah Becker, Kulturinsel-Praktikantin.

    Hannah Becker meint, es könnte besser organisiert sein: wenn die Verantwortlichkeiten klarer geregelt wären. Aber das Inselgrün ist vor allem ein soziales Projekt. Schulklassen, demente Senioren, Jugendliche auf der Suche nach einer Lebensperspektive, die Daimler-IT-Tochter, die hier ihren Social Day veranstaltet, Anwohner aus dem benachbarten Veielbrunnenviertel, Migranten und Flüchtlinge: beim Urban Gardening kommen alle zusammen. Es gibt nichts, was besser geeignet wäre, den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Und es gibt im großen und bunten Stadtteil Cannstatt kein zweites solches Projekt.

    Seit April ist das Inselgrün Teil des Forschungsprojekts GartenLeistungen. Nach dem Prinzip eines Reallabors sollen praktische Versuche mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt werden. Unter Federführung des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung suchen zwei Universitäten, die Stadt Stuttgart und die Umlandentwicklungsgesellschaft Terra Urbana nach dem vielfachen Nutzen des Urban Gardening. Ihre Versuchsfelder sind das „Himmelbeet“ in Berlin-Wedding und das Inselgrün. Nur: welche „vieldimensionalen Leistungen“ kann ein Projekt erbringen, das vor einer unklaren Perspektive steht?

    Ein Migrant hat die größten Himbeeren – für alle

    Auch der Stadtacker ist ein soziales Projekt. Doch hier stehen nicht Veranstaltungen und soziale Programme, hier steht das Gärtnern selbst im Mittelpunkt. Etwa 100 Personen ackern auf dem ungefähr 4000 Quadratmeter großen Gelände zwischen dem Containerdorf der Wagenhallen-Künstler, den Containern, in denen die Stuttgart-21-Bauarbeiter wohnen, und dem Pragfriedhof. Sie kommen ungefähr zur Hälfte aus der näheren Umgebung, die anderen von weiter weg und arbeiten zum Teil auf eigenen Parzellen, zum Teil aber auch gemeinsam. Ein Migrant hat die größten Himbeeren. Er bietet allen davon an. Ein kleines Paradies.

    Elisa Bienzle hält ein wenig die Fäden in der Hand. Man kann nicht sagen, dass sie den Stadtacker leitet, es gibt keine Chefin, es ist ein selbst organisiertes, sich selbst organisierendes Projekt. Aber Selbstorganisation heißt nicht, dass alles einfach von selber passiert, jemand muss es in die Hand nehmen. „Wie kann man das Engagement fördern und steigern“, fragt Bienzle. Immer am ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr gibt es ein Nutzertreffen. Da bringen Viele ihre Ideen ein. Bienzle fragt dann gleich nach: Was braucht man dazu? Wer ist bereit, die Verantwortung zu übernehmen?

    Stephan Gerdes zum Beispiel kommt von außerhalb Stuttgarts. Auf den Stadtacker stieß er, weil er einmal ein paar Pflanzen übrig hatte, die er weitergeben wollte. Doch dann hat es ihm so gut gefallen, dass er immer wieder kam. Von ihm stammt die Idee mit der Kräuterspirale. Von Steinen begrenzt, windet sich nun ein kleiner Hügel mit Küchenkräutern bergan: unten die, die es gern feucht mögen wie Brunnenkresse; dann fünf oder sechs Minzsorten; oben Mittelmeer-Pflanzen wie Thymian oder Lavendel. Sogar ein Ingwer ist dabei, die Wurzel hatte ausgeschlagen, da hat Gerdes sie einfach mit eingesetzt.

    Stadtacker-Mitorganisatorin Elisa Bienzle.
    Stadtacker-Mitorganisatorin Elisa Bienzle.

    Jeden Tag passiert etwas. Einer will Weinstöcke holen, für einen Torbogen. Bienzle sagt, er soll sich die Rechnung geben lassen, ein bisschen Geld sei da. Am einen Ende gibt es ein Feuchtbiotop, am anderen 13 Bienenstöcke. Es gibt aber auch Wildbienen. Kürzlich war ein Biologe da, erzählt Gerdes, der im Auftrag der Stadt eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführt. Er war überrascht: So viele Wildbienen habe er in Stuttgart noch nirgendwo gesehen.

    Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird durchgeführt, weil die Absicht besteht, das Operninterim an die Stelle des Stadtackers zu setzen. Zwar hat der Stadtacker schon viele Preise erhalten: den Umweltpreis der Stadt, zwei vom Verschönerungsverein, einen vom Land und zuletzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Und das Wagenhallenquartier soll ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 werden, einschließlich des Stadtackers, auch nach Auskunft der Stadt. Aber ein Opern-Interim braucht Platz. Viel Platz. Die Stuttgarter Oper hat nach eigener Auskunft 1364 Mitarbeiter und 1404 Zuschauerplätze. Bisher haben die Staatstheater nicht erkennen lassen, dass sie bereit wären, für das Interim auf irgendetwas zu verzichten.

    Man muss sich das vorstellen: Ungefähr 100 Künstler sind an der Wagenhalle aktiv, 100 Hobbygärtner im Stadtgarten. Abend für Abend würden weit über tausend Opernbesucher das Containerdorf durchqueren, wenn sie von der nächstgelegenen Straßenbahnhaltestelle Pragfriedhof kommen. Vor der Sanierung der Wagenhalle gab es kontroverse Diskussionen, ob die Parkplätze für den Kulturbetrieb ausreichen. Nun sollen mehr als doppelt so viele Besucher auf das Gelände strömen, aber Parkplätze sind kein Thema.

    Eine vergiftete Gesellschaft braucht urbanes Gärtnern

    Wenn der Stadtacker von seinem jetzigen Standort weichen muss, sagt Elisa Bienzle, müsste er noch einmal ganz von vorn anfangen. Alles was hier, wortwörtlich wie im übertragenen Sinne, gewachsen ist, müsste weg: die Himbeeren, die Wildbienen, die Kräuterspirale, das Feuchtbiotop. Alles ist in den letzten sieben Jahren entstanden, außer einer riesigen Weide, unter deren herabhängenden Zweigen, von der Außenwelt abgeschirmt, die Versammlungen stattfinden. Ein einzigartiger Ort.

    Auf dem Areal stand einmal ein Eisenbahn-Ausbesserungswerk. 2012 wurde es dekontaminiert, also mehrere Meter tief abgegraben. Mit dem Architekturfestival „72 Hours Urban Action“ begann das Urban Gardening. Der Stadtacker arbeitet nicht mit Kunstdünger. Alles ist biologisch. Es kommt auf die Fruchtfolge an, aber auch auf die Nachbarschaften. Zwischen den Pflanzen, aber auch zwischen den Menschen. Ein Geben und Nehmen.

    Eben deshalb sind Urban-Gardening-Projekte ein Modell für die ganze Gesellschaft, ein Modell der Ökologie, aber auch der Demokratie. Genau das, was eine in vielfacher Hinsicht vergiftete Gesellschaft am meisten benötigt. Wenn es allerdings nach Bauvorschriften und Grundstückswerten geht, nach fest zementierten Gemeinderatsbeschlüssen oder mächtigen Flächenkonkurrenten, stehen sie auf verlorenem Posten. Deshalb benötigt Urban Gardening einen besonderen Schutz. Die Stadt Stuttgart muss sich entscheiden.

    Und das scheint ein äußerst schwieriges Unterfangen zu sein. Nach neun Tagen und mehrfachem Nachfragen lässt Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) antworten. Die beiden Projekte Inselgrün und Stadtacker sollen „weiter bestehen bleiben und nicht verschwinden“, teilt die Pressestelle mit. Ob sie ihre Standorte verlassen müssen und wo sie dann hinsollen, sagt sie nicht. Zum Inselgrün heißt es lediglich, es gebe Überlegungen, „wie man in der Sanierungs- und Umbauphase die Flächen nutzen kann“. Beim Stadtacker sei „man noch in Gesprächen“.

    https://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/433/vertreibung-aus-dem-paradies-6061.html

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  • 82.000 Euro Förderung für Gartenprojekt in Kleinstadt

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    Die Innenstadt von Ichenhausen wird eine zusätzliche öffentliche Grünfläche erhalten, den sogenannten „Quartiersgarten“. An dem Urban-Gardening-Projekt können sich alle Bewohner Ichenhausens beteiligen und ihre individuellen Ideen realisieren.

    Verwirklicht werden kann der Quartiersgarten zwischen Annastraße und Ostergasse durch die Förderung in Höhe von 82.000 Euro aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier 2019“. Der öffentliche Garten misst rund 200 Quadratmeter. Ab dem kommenden Frühjahr können die Ichenhausener Bürger hier in der Innenstadt ihre persönlichen Gartenideen verwirklichen.

    Über die Förderung des Freistaats

    „Mit dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ fördert der Freistaat Bayern gemeinsam mit dem Bundesbauministerium seit 2017 soziale Projekte, die Bürger zusammenbringen und somit das Gemeinschaftsgefühl stärken“, so Dr. Georg Nüßlein. Dafür können die Länder jährlich von 2017 bis 2020 über 200 Millionen Euro verfügen. Gefördert werden beispielsweise Schulen oder Bibliotheken, Sportanlagen oder Bürgerstätten, Kindertagesstätten, Spielplätze oder Kultureinrichtungen.

    Generationsübergreifenden Austausch

    „Das gemeinsame Schaffen im Quartiersgarten bietet auch die Möglichkeit zum nachbarschaftlichen Austausch“, stellen der Landtagsabgeordnete Alfred Sauter und der Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüßlein fest. „So entstehen Freundschaften und Ichenhausen wächst weiter zusammen.“

    Auch ein Kinderspielplatz ist Bestandteil des Projekts

    Neben Hochbeeten und Grünflächen soll aber auch ein Kinderspielplatz in unmittelbarer Nähe vom Quartiersgarten angelegt werden. „Dies wird auch ein tolles Ausflugsziel für den nahegelegenen Kindergarten, zumal es im Zentrum bislang noch keinen Spielplatz gibt“, sagt Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel. „Durch die Nutzung der bis vor Kurzem brachliegenden beiden Flächen als Quartiersgarten und Spielplatz wird ein neuer Nachbarschaftstreffpunkt geschaffen.“ Der Kinderspielplatz soll rund 320 Quadratmeter Fläche umfassen.

    Quartiersgarten ist Zweites Urban-Gardening-Projekt im Landkreis

    Der Quartiersgarten Ichenhausen ist bereits das zweite Urban-Gardening-Projekt im Landkreis Günzburg. In Krumbach wurde im vergangenen Frühjahr bereits die Idee „Gemüsegarten“ realisiert.  Hier können Zucchini, Mangold, Salate und Erdbeeren gemeinschaftlich angepflanzt werden. 

    Fast 40 Projekte werden bayernweit gefördert   

    In ganz Bayern werden in diesem Jahr 39 Projekte in 38 Städten, Märkten und Gemeinden unterstützt. In Schwaben sind es acht (mehr …)

  • Lampertheim steigt in urban gardening ein

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    Hatte die Lampertheimer Stadtgärtnerei in den vergangenen Jahren schmuckvolle Gartenbeete auf dem Europaplatz angelegt, so präsentieren sich die temporären Pflanzungen in diesem Jahr in veränderter Optik. Das Grün wächst in mehreren Kisten, die den Platz in einer Reihe säumen. Sie sind Elemente des Stadtumbaus und entspringen dem Gedanken des „Urban Gardening“. Städtischer Gartenbau wird, wie Sabine Vilgis vom Grünflächenamt der Technischen Betriebsdienste beim Pressegespräch erklärt, seit Jahren in größeren Kommunen praktiziert. Hierbei würden brach liegende Flächen genutzt, um Obst und Gemüse anzupflanzen, das dann von der Bevölkerung geerntet werden könne.

    Auf dem Lampertheimer Europaplatz wurden jetzt Hochbeete aufgestellt und mit Schildern versehen, um Salate, Tomaten, Auberginen, Paprika oder Radieschen zu kennzeichnen. Bisher hat die Stadtgärtnerei an diesem Platz temporäre Gärten angelegt. Mit ihnen sei stets pfleglich umgegangen worden; Sabine Vilgis hofft, dass dies auch für die Hochbeete gilt.

    Diese würden regelmäßig nachbepflanzt, um die Nahrungsquelle nicht versiegen zu lassen. Bis zur nächsten Kerwe können sich Passanten an den Hochbeeten bedienen. Ähnliche Kübelbeete wollen die Technischen Betriebsdienste am Baugebiet zwischen Eleonoren- und Wilhelmstraße aufstellen – auch als Ersatz für einen Bauzaun. In Zukunft wollten sich die Betriebsdienste verstärkt mit dem Thema „Urban Gardening“ beschäftigen. So sei beispielsweise daran gedacht, Bürgern brachliegende Flächen zum gemeinsamen Bewirtschaften anzubieten. Unterdessen haben die Technischen Betriebsdienste eine Kampagne zur Ausbildung als Stadtgärtner gestartet.

    Der Azubi-Tag vergangene Woche im Rahmen der Ü12-Summertime diente ebenso diesem Zweck wie neu aufgelegte Flyer, in denen für den „wunderschönen Beruf“ (Vilgis) des Stadtgärtners geworben wird. Bislang sei der Andrang allerdings mäßig, berichtet die Bauhofchefin, dabei sei ein Einstieg in jeder Altersstufe möglich. Kraftzehrende Arbeiten würden heute immer durch Maschinen und Hilfswerkzeuge erleichtert.

    Obendrein könnten die meisten Auszubildenden von der Stadtgärtnerei übernommen werden. Möglich sei auch die Ausbildung zum Fachwerker, etwa im Falle des Übergewichts praktischer gegenüber theoretischen Fähigkeiten. Außerdem würden Ferienjobs, Praktikumsplätze und Stellen für den Bundesfreiwilligendienst vergeben, berichtet Sabine Vilgis im Pressegespräch (mehr …)

  • urban gardening ein Aspekt der geplanten Nachnutzung von TXL

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    Im Leben nach TXL wird das Flughafengelände in Tegel auch ein Ort der Erholung. Jetzt ist der Wettbewerb um dessen Gestaltung entschieden. Das Büro des Berliner Landschaftsarchitekten Jürgen Weidinger machte das Rennen. „Wir werden die Landschaft der lokalen Tegeler Stadtheide, die sich auf dem Flugfeld entwickelt hat, bis in das Herz des neuen Schumacher-Quartiers ziehen“, erklärt Weidinger.

    Die Landschaftsarchitektin planen neben Lounges, Spielplätzen, Sportbereichen und Fitnessparcours auch Hochbeete mit Präriestauden. Die nördliche Landebahn bleibt in dem Gewinner-Entwurf als multifunktionale Bewegungsfläche erhalten.

    Senatsbaudirektorin Regula Lüscher erläutert die Entscheidung der Jury: „Der Entwurf schafft Erholungsorte unter hochstämmigen Kiefern und öffnet ebenso den Blick auf die freien Flächen des Parks.“ Zum Konzept gehören bunte Beete mit Stauden und „Urban Gardening“, also Orte, an denen sich die zukünftigen Bewohner und Nutzer des Areals einbringen und ausleben könnten.

    Der Entwurf sei zukunftsweisend für die Landschaftsarchitektur und werde dem innovativen Anspruch des Zukunftsortes Berlin TXL gerecht, so Regula Lüscher. (mehr …)

  • Bürgerentscheid gegen Gartenprojekt

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    Bürgerentscheid gegen die Keimzelle scheitert

    Es ist ein Rückschlag für die BI, aber nicht das Ende ihres Engagements – 12.07.2019 21:00 Uhr

    STEIN – Die Bürgerbeteiligung ist an formalen Fehlern gescheitert. Der zweite Teil der Fragestellung für die Listen fiel bei der juristischen Prüfung durch. BI-Sprecher Gerd Herbst kündigt an: „Dann sammeln wir halt noch mal Unterschriften.“

    //www.nordbayern.de/region/fuerth/burgerentscheid-gegen-die-keimzelle-scheitert-1.9098657#inline-content-de.nordbayern.content.image.AspectedImagePolicy@2c4c59f4„> „Steiner Keimzelle im Wiesengrund sofort stoppen“: Die protestierenden Bürger sehen hinter dem Vorhaben unter anderem ein Kommerzprojekt.
    „Steiner Keimzelle im Wiesengrund sofort stoppen“: Die protestierenden Bürger sehen hinter dem Vorhaben unter anderem ein Kommerzprojekt. © André De Geare


    Das Bürgerbegehren „Erhalt der Flächen für den Artenschutz statt ‚Steiner Keimzelle‘“ ist nicht zulässig. Zu dieser Entscheidung ist der Steiner Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gelangt, er folgte damit der rechtlichen Auffassung des Landratsamts, das formale Fehler in der Fragestellung moniert hatte. Für die Bürgerinitiative (BI) hinter dem Begehren ist das ein Rückschlag, aber nicht das Ende ihres Engagements. 1650 Unterschriften hatten sie zusammenbekommen.

    „Dann sammeln wir halt noch einmal Unterschriften“, erklärt Gerd Herbst, einer der BI-Sprecher. Von der negativen Einschätzung der Rechtsaufsicht im Landratsamt habe er erst wenige Minuten vor Beginn der Stadtratssitzung erfahren. Die Begründung könne er zwar nicht nachvollziehen, dagegen zu klagen sei für die BI allerdings keine Option: „Wir sind eine kleine Stadt. Da redet man miteinander und klagt nicht“, so Herbst.

    Dass es sich die Stadträte zu leicht gemacht haben, kann man nach den über zweistündigen Beratungen nicht behaupten. Mitunter erweckte die Diskussion den Anschein eines juristischen Proseminars. Während der CSU-Stadtrat und zweite Bürgermeister Bertram Höfer Verwaltungsgerichtsurteile heranzog, die bei der Bewertung von Bürgerbegehren eine „wohlwollende Bewertung“ einforderten, verwies Bürgermeister Kurt Krömer auf die für ihn bindende Rechtsauffassung des Landratsamts.

    Die dortigen Juristen haben sich an der zweiten Teilfrage des Bürgerbegehrens gestoßen. Mit folgender Fragestellung hatte die BI in den vergangenen Wochen Unterschriften gegen das im Rednitzgrund geplante Projekt gesammelt: „Sind Sie dafür, dass das Bauleitverfahren ‚Steiner Keimzelle‘ (Ausbau des Wegenetzes und Flächenausweisung für Urban Gardening) unverzüglich eingestellt und anstelle dessen ein artenschutzverträgliches Konzept unter Beteiligung der Steiner Bürger für das Gebiet entwickelt wird?“ Der zweite Teil fiel bei der juristischen Prüfung durch, weil er „nicht konkret genug und sehr dehnbar“ (Krömer) sei.

    Störender Widerspruch

    SPD-Stadtrat Walter Nüßler, selbst Jurist, bemängelte zwar die Qualität der Begründung, er kommt nach eingehender Überlegung aber zu demselben Schluss wie das Landratsamt. „Es tut mir leid, dass hier die Bürgerbeteiligung an einer Formalie scheitert, aber juristisch ist das unumgänglich.“ Ihm fehlt weniger die sprachliche und logische Klarheit der zweiten Teilfrage, sondern ihn stört ein Widerspruch: Die BI wolle ein verbindliches Konzept, lehne aber gleichzeitig das dafür notwendige Bauleitverfahren ab.

    Am Ende entschied der Stadtrat gegen die Stimmen von Agnes Meier (FDP), Dietmar Oeder und Hubert Strauss (beide Grüne), das Bürgerbegehren für unzulässig zu erklären. Während Oeder und Strauss vor einer „Jurikratie“ warnten, die Politikverdrossenheit fördere, fand Meier mit ihrer Forderung, dann eben nur eine Teilfrage des Begehrens zuzulassen, kein Gehör. Einig waren sich die BI-Vertreter, die zu Beginn der Sitzung ihr Konzept vorgestellt hatten, und die Stadträte, weiter das Gespräch zu suchen. „Unsere Ziele liegen nicht weit auseinander“, so Gerd Herbst. „Und nur zusammen kann etwas richtig Gutes entstehen.“ (mehr …)

  • IG Nordbeet wirbt weitere Finanzierung ein, Projekt geht weiter

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    VÖLKLINGEN Im interkulturellen Nachbarschaftsgarten „Nordbeet“ in Völklingen kann weiter gepflanzt und geerntet werden.

    „Nach Ende der Finanzierung über BIWAQ war mehrere Monate unsicher, wie der Garten weitergeführt werden kann“, erklärt Diakonie Bereichsleiterin Jutta Kraß. Die Finanzierung bis zur Ernte gesichert hat jetzt eine Spende der KD-Bank-Stiftung.

    Mit den überwiesenen 3000 Euro kann die Diakonie Saar eine Fachkraft finanzieren, die die Gartennutzer unterstützt und koordiniert, was gemeinschaftlich zu tun ist.

    Zudem können Dank der PSD Bank RheinNeckarSaar Gartengeräte, Dünger und Blumenerde angeschafft sowie Strom und Wasser bezahlt werden.

    2017 wurde der ehemalige Pfarrgarten der Versöhnungskirche im Rahmen des Projektes „Besser leben und arbeiten im Quartier“ als Nachbarschaftsgarten angelegt. 14 Parzellen werden seitdem von Bewohnern der Nördlichen Innenstadt bewirtschaftet. (mehr …)

  • weitere neue Fläche fürs Himmelbeet im Gespräch

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    Das Bezirksamt will den Gemeinschaftsgarten Himmelbeet von der Ruheplatzstraße am Leopoldplatz einen knappen Kilometer weiter südlich zum Mettmannplatz im Sprengelkiez umsiedeln.

    Ursprünglich wollten sie ganz nach oben aufs Dach des Parkhauses des Schillerpark-Centers an der Müllerstraße. Doch das Himmelbeet blieb am Boden. Jetzt soll der beliebte Kiezgarten unter die Brücke. Das Bezirksamt hat beschlossen, den Stadtgärtnern eine Fläche zwischen der Tegeler Straße und dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal – dem Mettmannplatz – anzubieten. Oder genauer: zu prüfen, ob das überhaupt geht.

    Derzeit ist der Platz eine einzige Baustelle. Unter der Fernbahntrasse baut die Bahn die neue S21. Daneben ist ein bisschen verwildertes Grün, was laut Schildern eine geschützte Grünanlage und ein öffentlicher Spielplatz sein soll. Außerdem wird die Straße Nordufer am Kanal bis zur Fennstraße verlängert, weil die Tegeler Straße wegen der niedrigen S-Bahntrasse zur Sackgasse wird. Völlig unklar ist auch, ob für den Himmelbeet-Garten Bahnflächen genutzt werden können. „Sofern in Frage kommende Flächen im Besitz des Deutschen Bahn sind, nimmt das Bezirksamt
    Gespräche mit der Deutschen Bahn auf, um die Nutzbarkeit der Flächen für Himmelbeet zu prüfen“, heißt es in dem Beschluss des Bezirksamtes.Viele Fragezeichen; und die Zeit drängt. Das Himmelbeet muss spätestens Ende 2020 von der Fläche an der Schulstraße runter, weil der Bezirk das komplette Areal an die gemeinnützige Amandla GmbH verpachtet hat. Amandla will in Wedding Europas ersten Safe-Hub errichten, wie das Fußball-Bildungszentrum heißt. Auf dem Gelände, das seit 2013 der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet belegt, sind drei zusammenhängende Fußballplätze geplant. An der Ruheplatzstaße entsteht ein Multifunktionsgebäude mit Seminarräumen, Sporthalle, Duschen, Umkleiden und Nachbarschafts-Café. Die Himmelbeetler sollten eigentlich schon dieses Jahr weg. Doch weil Amandla sein Projekt erweitern will und derzeit umplant, darf das Himmelbeet vorerst bis Ende 2020 bleiben.

    Die Euphorie über den jüngsten Vorschlag hält sich bei den Kiezgärtnern in Grenzen. Wurde ihnen doch schon alles mögliche versprochen. „Es sind viele Fragen nicht geklärt“, sagt Meryem Korun vom Himmelbeet-Team. Den Vorschlag, die etwa 300 Hochbeete zum Mettmannplatz umzuziehen, hatten die Himmelbeetler selbst gemacht. Ob die Flächen unter den Bahnbrücken allerdings reichen, ist unklar. „Wir brauchen mindestens die 1700 Quadratmeter, die wir hier haben“, sagt Korun. Der Garten platzt längst aus allen Nähten. Rund 350 Gärtner grubbern hier regelmäßig.

    Es gab auch Pläne für ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Fußballschule und
    Kiezgarten. Doch die hat der Bezirk jetzt offiziell begraben. „Die Teilnahme am Projekt ,Green Urban Lab – Zwischen Gemüsebeet und Fußballrasen‘ wird beendet, da das Projekt aufgrund ausgefallener Personalressourcen trotz vielfältiger Bemühungen nicht adäquat administriert werden kann und mit 50 Prozent einen hohen Kofinanzierungsanteil bedarf“, heißt es dazu in der Vorlage von Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne). Das Himmelbeet sollte auf das Dach der zukünftigen Dreifachsporthalle, die der Bezirk direkt zwischen der Fußballschule und der Musikschule bauen will. Konkrete Pläne für die bezirkliche Sporthalle gibt es nicht. Außerdem wäre ein riesiger Dachgarten mit hohen Baukosten verbunden. Der Traum, mit den Beeten dem Himmel doch noch näher zu kommen, ist geplatzt.Zuletzt wurde ein Umzug auf die Fläche der ehemaligen Passierscheinstelle schräg gegenüber an der Ecke Schul- und Maxstraße diskutiert. Für die Neugestaltung des Maxplatzes hat der Bezirk 1,1 Millionen Euro. Dort soll es zukünftig auch die Möglichkeit für urbanes Gärtnern geben. Was genau, soll in einem umfassenden Beteiligungsprozess mit den Anwohnern entwickelt werden. Das dauert länger als ein Jahr und wäre zu spät für den Himmelbeet-Garten.

    „Da somit noch keine verlässliche Perspektive für Himmelbeet auf dem Maxplatz gesichert werden kann, ist es sinnvoll, dass das von Himmelbeet selbst benannte Ausweichgrundstück am Mettmannplatz vom Straßen- und Grünflächenamt auf die Nutzbarkeit als öffentliches urbanes Gärtnern geprüft wird“, heißt es dazu sprachlich holpernd in dem Bezirksamtsbeschluss. Nach Rettung oder Lösung klingt das nicht. Die Himmelbeetler müssen weiter davon ausgehen, dass sie unter die Räder kommen. Im besten Falle unter die der Züge, die über den Mettmannplatz rattern.

    https://www.berliner-woche.de/wedding/c-politik/gemeinschaftsgarten-soll-zum-mettmannplatz-im-sprengelkiez-ziehen_a223501 (mehr …)

  • GG in Park in Köln Ehrenfeld geplant

    (alerts)

    Ehrenfeld –

    (as) Gemeinschaftlich gärtnern und selbst gezüchtete Tomaten, Kartoffeln und Johannisbeeren ernten können vielleicht bald engagierte Ehrenfelder im Leo-Amann-Park. Auf einem rund 120 Quadratmeter großen Park-Areal an der Christianstraße in der Nähe des Blau-Gold Turms soll das erste Kölner Urban Gardening Projekt in einer öffentlichen Parkanlage entstehen.

    „Vor zweieinhalb Jahren haben wir einen Brandbrief an die Stadt Köln geschrieben, dass die Situation im Leo-Amann-Park kippt und wir dringend Angebote brauchen, die die Menschen im Quartier ansprechen und den Park für alle Nutzerinnen und Nutzer aufwertet. Nun möchten wir den Worten Taten folgen lassen. Urbanes Gärtnern schafft Gemeinschaft, Verbundenheit und Verantwortung mit dem Viertel, in dem man lebt“, beschreibt Andreas Pöttgen, Leiter des Bürgerzentrums, bei der Vorstellung des Projektes die Situation. „Aktuell suchen wir engagierte Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren kreativen Ideen einen Gemeinschaftsgarten zum Blühen bringen. Damit wir im Rahmen des Tag des guten Lebens am 15. September mit dem Pflanzen starten können“, ruft Pöttgen auf. Finanziert werden soll das Projekt aus Mitteln des Bundes. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass solche Projekte besser funktionieren, wenn die Bürger die Initiative ergreifen und sich mit ihren Vorstellungen einbringen können“, ergänzte Frank Bowinkelmann, Kooperationspartner und Projektleiter „Essbare Stadt“ des Kölner Ernährungsrates. „Darum sind alle Leute angesprochen, die das in die Hand nehmen möchten. Ziel ist es, bis zum 9. September diesen Jahres ein Konzept für einen Gemeinschaftsgarten erarbeitet zu haben, das wir dann der Bezirksvertretung zum Beschluss vorlegen können.“ Damit nicht „jeder einfach etwas in die Erde steckt“ könnte etwa laut Bowinkelmann ein Verein als Träger hinter dem bürgerschaftlichen Engagement stehen. Der Garten oder die Hochbeete sollte langfristig und nachhaltig durch die Nachbarschaft genutzt und selbst gepflegt werden. Zudem könne man Initiativen oder Jugendeinrichtungen kontaktieren, die etwa den Bau der Pflanzkisten übernehmen könnten.

    Kooperation beim Urban Gardening bieten der Verein Gartenwerkstatt Ehrenfeld e.V. und die Akteure von „Essbare Stadt“ des Ernährungsrates Köln. Unterstützung in der Aufwertung des Leo-Amann-Parks erhalten die Initiatoren von der Bezirksvertretung Ehrenfeld, die sich über „ein nachhaltiges Nutzungskonzept freut“. Um die Aufwertung des Parks zu steigern, wurden bereits barrierefreie Zugänge zum Park geschaffen, eine Sitzecke aus Stein angelegt und Stelen für Slacklines angeschafft. Ob nun auch ein öffentlicher Gemeinschaftsgarten im Leo-Amann-Park entsteht, entscheidet sich im Herbst. Bis dahin wollen sich Vertreter der Verwaltung, des Grünflächenamts, des Amtes für Kinderinteressen, des Ordnungsamts, der Bezirksjugendpflege, Ehrenfelder Bezirksvertreter, des Büze sowie Vertreter der Bürgergarde zusammensetzen und Vorschläge zur attraktiveren Gestaltung des Parks sammeln, die dann der Bezirksvertretung zur Entscheidung vorgelegt werden (mehr …)

  • Green FabLab: hightech zum Nachbauen fürs Gärtnern

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    Das Green FabLab. Kamp-Lintfort lädt am kommenden Mittwoch, 17. Juli, alle Interessierten zum 4. Laga-Countdown: Ab 16.30 Uhr geht es dieses Mal auf den Campus der Hochschule RheinWaal, die nicht nur mit dem im Bau befindlichen „Green FabLab“ auf dem Gelände der Landesgartenschau ein wichtiger Partner ist. Die Begrüßung im FabLab auf dem Campus übernehmen Professor Dr. habil. Jens Gebauer, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer und die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Drese.

    Hightech-Gewächshaus zum Nachbauen

    Weiter geht es mit einem Kurzvortrag zu den Inhalten und Zielen des Green FabLabs. Professor Dr. Kai Jörg Tiedemann, Professor für Ökologie und Umwelt, stellt unter anderem die sogenannte „Growbox“ vor – ein Hightech-Gewächshaus im Blumenkastenformat zum Nachbauen. Mehr zum Nachbauen gibt es zum Thema Zimmerpflanzen. Vorgestellt wird eine Feuchtesensorik mit Pumpe zur Bewässerung von Zimmerpflanzen im Do-It-Yourself-Format. Parallel sind 3D-Drucker in Aktion, die man bei ihrer Arbeit beobachten kann, möglich ist auch ein virtueller Rundgang zum Green FabLab-Gebäude. Die Hochschule präsentiert außerdem Pläne zum Green FabLab. Um „Aktivitäten zur Schaffung oder Gestaltung insektenfreundlicher Räume“ geht es in einem studentischen Projekt, weitere Themen sind Urban Gardening und die Aktion „Samenkugeln selbst gemacht.“ (mehr …)

  • Smart City Ulm: smart urban gardening geplant

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    Millionen-Förderung für „Smart City“ Ulm

    Die Stadt Ulm ist als eine von bundesweit drei Großstädten als Modellkommune der „Smart Cities“ ausgewählt worden. Ulm erhält für seine Digitalisierungsprojekte jetzt knapp acht Millionen Euro.

    Die Auswahl von Ulm als Modellprojekt hat das Bundesinnenministerium am Mittwoch bekannt gegeben. Die „Smart City“-Projekte sollen erproben, wie Digitalisierung nachhaltig und intelligent gestaltet werden kann. Von den Erfahrungen und Erkenntnissen sollen dann möglichst viele deutsche Kommunen profitieren.

    Eine konkrete Maßnahme könnte zum Beispiel „Smart Urban Gardening“ sein: Gemeinschaftsbeete in der Stadt, die mit Hilfe von Gießsensoren und einer Ernte-App bewirtschaftet werden. Mithilfe von Digitalprojekten sollen außerdem neue Begegnungsorte oder verbesserte Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung entstehen.

    Ulm seit Jahren Vorreiter

    Ulm hat bereits derartige Ideen entwickelt: In einigen Stadtteilen sollen zentrale Datenplattformen für verschiedene Services aufgebaut werden. So werden beispielsweise Arztpraxen neue digitale Dienste anbieten können, über die ein Arzttermin vereinbart werden kann. Durch solche Plattformen seien auch neue Modelle der Nachbarschaftshilfe möglich, so das Ministerium für Digitales.

    Nachhaltigkeit und Klimaschutz

    Im Mittelpunkt der millionenschweren Förderung durch das „Smart City“-Projekt steht die Frage, wie die Stadt Ulm in den nächsten Jahren weiter entwickelt werden soll, um auch zukünftig Zentrum für Wissen und Beschäftigung zu sein. Es geht dabei auch darum, den Anforderungen einer wachsenden Stadt im Sinne von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu begegnen.

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/Bundesinnenministerium-unterstuetzt-Digitalisierungsprojekte-Millionen-Foerderung-fuer-Smart-City-Ulm,foerderung-smart-city-ulm-100.html


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  • die neue Fläche von O pflanzt is

    (Projektbesuch)
    O pflanzt hat die Fläche durch die Vermittlung des Betreibers einer nahen Sportschule bekommen. Er ist kurz vor Schluss auf der alten Fläche auf O pflanzt zugekommen, wollte schon immer mal kommen und wollte ihnen einen Bauwagen schenken. Sie haben dann viel von den Sachen, die sie weiterverwenden wollten bei ihm lagern können und er hat dann diese neue Fläche ins Gespräch gebracht.
    Die Fläche war bisher verpachtet an jemanden, der das als Lager genutzt hat. Die Fläche gehört mit zu dem, was die Montessori-Schule gepachtet hat. ALmut vermutete, dass die Fläche ingesamt der Stadt München gehört. O pflanzt hat noch keinen Vertrag.
    Die Fläche ist viel kleiner als vorher. Sie ist sozusagen zwischen Schule und da, wo immer das Sommertoolwood ist.
    Sie haben schon ein paar Hochbeete aufgestellt, ein Gewächshaus und eine Kräuterspirale ist gebaut worden. Der Bauwagen steht und ein Gefährt, aus dem eine Bar werden soll, hat sich eingefunden.
    Die Fläche ist (viele Bäume) recht schattig – und durch Totholzhecken und einen Maschendrahtzaun wirkt sie recht geschützt. Man kann von zwei Seiten rein kommen, diese beiden Eingänge sind normalerweise offen (derzeit wegen Toolwood ist die eine Seite mit einem großen grünen Zaun abgeschottet)
    Laut Almut sind sie so 8 – 10 Leute, die mehr oder weniger regelmäßig dabei sind. Teamtreffen sind alle 2 Wochen, öffentliches Mitmachen derzeit 1x/Monat.
    Es sind nicht alle weiter aktiv, die das auf der vorherigen Fläche waren, aber es sind auch schon neue Leute dabei. Der Verein hat 50 Mitglieder und es gab da wohl keine Kündigungen (bzw 1, aber die Familie will nun auch wieder mitmachen).
    Als Gegenleistung für die Fläche müssen sie aktiv mit der Schule zusammenarbeiten. Es wird vertraglich geregelt, was das bedeutet. Eckpunkte sind: mitmachen/Beratung beim Ackerdemie-Projekt (Fläche auf dem Schulgelände ist schon da und die Banderole der Ackerdemie hängt) und auch bei dem Schulgartenprojekt „Zeilegärten“ sind sie eingeplant. Die Zeilegärten sind Grünstreifen zwischen den Baracken/Gebäuden der Schule – jeweils 4 Klassen werden einen dieser Streifen gärtnerisch nutzen.
    Almut versucht nun Fundraising für eine Stelle zu machen, damit all die Aufgaben verlässlich gemacht werden können, denn schon in der Vergangenheit war „menpower“ immer wieder ein Problem.
    Die Gruppen, wie Bienengruppe und Wildbienenlehrpfadgruppe sind gleich auf sie zugekommen, als das mit der neuen Fläche öffentlich war und nun müssen sie sehen, wo das alles untergebracht werden kann, denn die Fläche ist ja viel kleiner, doch hat die Schule auch noch andere Flächen. (mehr …)

  • Gartenschau-Projekt Bügergarten ist auf Dauer angelegt

    (Mail)

    Der Schorndorfer Bürgergarten ist auf Dauer angelegt, es gibt keine zeitliche Begrenzung für das Projekt unsererseits. Wir haben den Garten bewusst so gebaut, dass die Wartungs- bzw. Unterhaltungskosten für uns minimal sind. Es gibt weder Strom noch Kanalisation, lediglich die Wege, die Schwengelpumpen für das Gebrauchswasser und die Gerätehäuschen müssen in Stand gehalten werden.

    Die künftige Organisationsform des Gartens ist noch nicht ganz klar.

    Bisher war geplant die Vergabe der einzelnen kleinen Gartenparzellen weiter durch uns, also städtisch, zu organisieren. Die Gärtnerinnen und Gärtner pachten nach der Gartenschau ihre Gartenparzellen für einen symbolischen jährlichen Betrag von uns, wir führen eine Warteliste für Interessenten und vermitteln Kontakt zu Projekten innerhalb des Gartens bei denen eine Mitarbeit Dritter explizit erwünscht ist. Der Betrag wird voraussichtlich bei etwa 20€/Jahr und Gartenparzelle (à 70m²) liegen und orientiert sich damit an den üblichen m²-Pachtpreisen für Grünland mit Gartennutzung.


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  • „essbares Ministerium“ in Saarbrücken

    (alerts)

    „Essbares Ministerium“: Urban Gardening mitten in Saarbrücken

    Stück für Stück wächst unser Stadtgarten dank der fleißigen Hände unserer Hausgärtner.

    Stück für Stück wächst unser Stadtgarten dank der fleißigen Hände unserer Hausgärtner.

    Wer dieser Tage am Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vorbeigeht, kann in unserem begehbaren Kleingarten und auf den Grünflächen rund um unser Gebäude herum „Großes im Kleinen“ entstehen sehen: Auch in diesem Jahr reicht die Pflanzen-Vielfalt von  unterschiedlichen Tomatensorten, Bohnen, verschiedene Arten Kohl, Fenchel über Rote Beete und Gurken bis hin zu vielen weiteren frischen Köstlichkeiten. Direkt um die Ecke steht das Wildbienenhotel, wo man sich mit frischen Kräutern wie Salbei oder Minze eindecken kann – denn sobald die Erntereife eingetreten ist, darf hier und im Kleingarten nicht nur geschaut, sondern auch mitgenommen werden!

    Das alles wird unter dem Stichwort „essbares Ministerium“ von unseren Hausgärtnern fleißig gepflegt: Mit der Ansiedelung von eigenen Bienenvölkern, dem Anbau von Kräutern, Nutzpflanzen und Blühflächen sowie der Einrichtung von Nisthilfen für heimische Vogelarten rund um unser Hauptgebäude stärken wir die Biodiversität im direkten Umfeld des Ministeriums.

    Herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen und externen Unterstützern wie der Waldorfschule Saar-Pfalz Bexbach, die sich mit tollen Pflanzen-Spenden, kontinuierlicher Pflege und großer Hingabe für diese Maßnahmen einsetzen!

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  • Pflanzstelle kann wohl bleiben

    (Mail)

    Unsere Proteste und Aktionen haben scheinbar Wirkung gezeigt: Die Pflanzstelle soll nach den aktualisierten Plänen an Ort und Stelle erhalten bleiben. Aber es wird wahrscheinlich ein kleiner Teil der Fläche abgeschnitten und Häusergrundstücken zugeteilt. Ich bin gespannt wie es weitergeht(vor Allem wie die Pläne schlussendlich umgesetzt werden), aber erstmal ein wenig erleichtert. Ein Zwischenziel ist erreicht (mehr …)

  • urban gardening in Parkplanungen Berlin Tegel dabei

    Wettbewerb für einen Quartiers- und Landschaftspark auf dem östlichen Flughafengelände Berlin Tegel entschieden

    08.07.19, Pressemitteilung
    Am Freitag, 5. Juli 2019, wurde der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und der Tegel Projekt GmbH in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Reinickendorf ausgelobte europaweite landschaftsplanerische Realisierungswettbewerb für den Quartiers- und Landschaftspark final entschieden.

    Siegerentwurf für den Landschaftspark TXL, Weidinger LandschaftsarchitektenSiegerentwurf für den Landschaftspark TXL, Weidinger Landschaftsarchitekten

    Den Zuschlag erhielt das aus Berlin stammende Büro Weidinger Landschaftsarchitekten.
     
    Das Wettbewerbsgericht unter dem Vorsitz des Landschaftsarchitekten Gerd Aufmkolk hatte am 11. April noch zwei zweite Preise vergeben. Die beiden zweiten Preisträger – das Berliner Büro GM013 Giencke Mattelig Landschaftsarchitektur und das ebenfalls aus Berlin stammende Büro Weidinger Landschaftsarchitekten – sollten in einem nachgelagerten Workshop-Verfahren an ihren Entwürfen weiterarbeiten und diese Überarbeitung dann dem Preisgericht erneut präsentieren. Die Entscheidung fiel nun einstimmig zugunsten des überarbeiteten Entwurfs von Weidinger Landschaftsarchitekten.
     
    Dieser hat die „Heide“ als Leitthema, die sich als ökologische Brücke von der Tegeler Stadtheide über das Flugfeld bis in das Schumacher Quartier erstreckt. In diese „adaptive Heide“ sind unterschiedliche Aufenthaltsbereiche und Lounges sowie Spielplätze, Sportbereiche und Fitnessparcours integriert. Die nördliche Landebahn bleibt in diesem Entwurf als multifunktionale Bewegungsfläche erhalten. Das Konzept reagiert auch auf die rechtlichen Vorgaben des Naturschutzes.
     
    Senatsbaudirektorin Regula Lüscher erläuterte die Entscheidung der Jury: „Es ist ein Entwurf, der das Spezifische des Ortes, die Heide und die Weite überzeugend thematisiert, dabei eine neue Adresse schafft und zukunftsweisend ist in Zeiten des Klimawandels – was etwa den Umgang mit Wasser und die Resilienz der Bepflanzung betrifft. Es ist zugleich auch ein Entwurf mit großer Poesie. Er schafft Erholungsorte unter hochstämmigen Kiefern, öffnet ebenso den Blick auf die freien Flächen des Parks, er schafft bunte Beete mit Stauden, und er bietet mit dem Konzept des ‘Urban Gardening‘ Orte, an denen sich die zukünftigen Bewohner und Nutzer des Areals einbringen und ausleben können. Es ist ein Entwurf, der zukunftsweisend für die Landschaftsarchitektur ist und dem innovativen Anspruch des Zukunftsortes Berlin TXL gerecht wird.“

    Prof. Jürgen Weidinger erläuterte den Entwurf seines Büros: „Wir werden die Landschaft der lokalen Tegeler Stadtheide, die sich auf dem Flugfeld entwickelt hat, bis in das Herz des neuen Schumacher Quartiers ziehen. Mit dem Thema der Stadtheide gestalten wir die Anbindung für Fußgänger und Fahrradfahrer bis zur Jungfernheide und zum Tegeler See und machen die Landschaft erlebbar. Die Idee der Heide-Brücke ermöglicht dabei das vielfältige Zusammenspiel ökologischer Qualitäten, wie Biodiversität, Bienenweide und Artenschutz mit den Freizeitangeboten, die heute in neuen Parkanlagen benötigt werden. So werden wir die längste Skate-(Lande)Bahn der Stadt schaffen. Diese Angebote für die zukünftigen Bewohner werden in großzügige baumbestandene Rasenflächen, in blühende ‚Heide-Wiesen‘ und sogar in üppige Prairiestauden-Beete eingebettet.“
     
    Der Quartierspark im Schumacher Quartier ist der zentrale öffentliche Grünraum für alle zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Stadtteils. Im westlich anschließenden Landschaftspark sollen Angebote für die Menschen aus den bestehenden Siedlungsbereichen nördlich des Flughafens, die zukünftigen Nutzer der Urban Tech Republic und die Bewohnerinnen und Bewohner des noch zu entwickelnden Quartiers Tegel Nord rund um den heutigen Regierungsflughafen geschaffen werden. (mehr …)

  • Querbeet Leipzig vergibt Stelle

    (RSS)

    Pädagogische Verstärkung für den Gemeinschaftsgarten Querbeet Leipzig!Du magst es, mit Kindern im Freien zu werkeln oder zu gärtnern? Du bist kreativ, flexibel und spontan?Zugleich aber weißt du, verantwortungsbewusst und verlässlich zu handeln? Dann bewirb dich ab sofortbei uns als:Pädagogische*r Mitarbeiter*inAls solche/r bietest Du ab dem 1. August 2019 ein Nachmittagsprogramm für Kinder zwischen 5 und 14Jahren während der Öffnungszeiten an. Das Angebot soll Kindern ermöglichen, spontan hinzuzukommenund an den Aktivitäten im Garten teilzuhaben.Stellenbeschreibung: Erstellung und Anleitung eines regelmäßigen pädagogischen Angebots für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund Angebot während der Gartenöffnungszeiten (mittwochs und samstags) jeweils 3 h Durchführung von 4 Extra-Veranstaltungen (2 im Garten, 2 in der Nachbarschaft)– Projektbeginn: am besten ab sofort, spätestens jedoch ab dem 1.8.2019Projektende: 30.11.2019wöchentliche Arbeitszeit 10 Stunden Minijob auf 450 €-Basisselbstständige und mit dem Verein abgestimmte Konzeption sowie Vor- und Nachbereitung des Angebots Dokumentation, Anpassung des Projektes an den Bedarf (mehr …)

  • Schulunterricht im GG

    (alerts)

    Benediktbeurer Kinder erleben einmal im Monat einen ganz besonderen und fächerübergreifenden Unterricht: In der „Draußenschule“ im Gemeinschaftsgarten des ZUK lernen sie, was nachhaltiges Leben bedeutet und wie man achtsam mit Menschen, Tieren und Pflanzen umgeht

      Matthias Fischer hat einen Rückenschwimmer aus dem Matschbiotop gefischt und hält das Insekt in der geschlossenen Hand. Gerade erst haben die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Benediktbeuern in dem Tümpel beobachtet, dass eine dieser „Wasserbienen“ – wie die geflügelten Wanzen im Volksmund heißen – von einem Laubfrosch erbeutet wurde. „Da waren wir alle traurig“, sagt der Bildungsreferent vom Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern. Zusammen mit den Kindern geht er hinüber zum Aussichtsturm am Vogelschutzgebiet und lässt den Rückenschwimmer fliegen. Das ist eine der Lektionen der „Draußenschule“ in Benediktbeuern: Die Grundschüler sollen heimische Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensweise und Lebensräume kennen lernen.

    „Sie sollen einen ganzheitlichen Blick auf den Naturraum bekommen“, sagt ZUK-Bildungsreferent Martin Malkmus, der die Idee für die Draußenschule hatte. Lehrerin Birgit Förster nahm seinen Vorschlag begeistert auf. Sie startete im Herbst 2017 mit ihrer dritten Klasse das Gemeinschaftsprojekt des ZUK und der Grundschule Benediktbeuern. Einmal im Monat treffen sich die Kinder mit ihren Lehrkräften und den Bildungsreferenten im Gemeinschaftsgarten hinter dem ZUK-Energiepavillon, um Unterricht im Freien zu bekommen. Die Mädchen und Jungen sollen lernen, was nachhaltiges Leben bedeutet, über ihr eigenes Verhalten und ihren Konsum reflektieren, achtsam mit Menschen, Tieren und Pflanzen umgehen, Naturprozesse im Jahresverlauf erleben, das soziale Miteinander stärken oder auch mathematische Methoden im Gelände anwenden. Ein fächerübergreifender Schultag also.

    Mathe beim Garteln? Das geht, sagt Malkmus. Als die Grundschüler ein Kartoffelbeet anlegten, mussten sie ausreichen, wie groß das Beet in Länge und Breite ist und wie viele Erdäpfel darin Platz haben, oder auch, wie viele Kartoffeln aus einer angesäten Kartoffel im Durchschnitt entstanden sind. Kurz vor Weihnachten ging es dann bei einer Exkursion um das Sammeln von Gegenständen, die man sich wünscht, und um die philosophische Frage, was zum Glücklichsein nötig ist. „Ein Junge erzählte dann, dass er zu Weihnachten immer viele Geschenke bekommt, aber gar nicht weiß, womit er spielen soll“, so Malkmus. Vom Lehrstoff in der Draußenschule bleibt bei den Kindern viel hängen, weiß Doris Linke, zuständig für Umwelt-Jugendbildung im ZUK. „Es geht nicht nur um Wissen, es geht auch um Gefühle, um Emotionen.“ Das unterstreicht Rektor Peter Mückstein von der Grund- und Mittelschule Benediktbeuern: „Das ist keine Eventhascherei, sondern ein sinnvolles Projekt.“ Die Rückmeldung der Kinder sei sehr positiv, auch die der Eltern, die manchmal in die Draußenschule eingeladen werden. „Damit sie sehen, was mit ihren Kindern passiert“, sagt Mückstein.

    Der Schultag im Freien beginnt im Gemeinschaftsgarten, oftmals mit einer Runde am Lagerfeuer. Das eine Mal erstellen die Mädchen und Buben einen Insektensteckbrief, ein anderes Mal modellieren sie einen Biber aus Schnee, flicken Fahrradreifen oder unternehmen einen Orientierungslauf mit Karte und Kompass. Die Draußenschule erstreckt sich über zwei Schuljahre, damit die Kinder – erst in der dritten, dann in der vierten Klasse – die Zyklen in der Natur verfolgen können. Zum Beispiel auf der Blütenwiese zwischen Matschbiotop und Vogelschutzgebiet. Dort haben Drittklässler voriges Jahre wilde Möhren und Margeriten, Königskerzen und Taubenköpfchen gepflanzt. Als Viertklässler sehen sie nun, wie diese Blumen in voller Pracht aussehen.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/benediktbeurer-projekt-die-natur-als-klassenzimmer-1.4513125 (mehr …)

  • dritter Anlauf von ZusammenWachsen Heilbronn

    (Mail)

    Es wurden immer weniger Leute, dann haben sie es auf dem Buga-Gelände probiert. Das funktionierte aber nicht, weil der Boden nicht geeignet war. Nun steht ein anderes Gelände in Aussicht….
    es wird den Garten weiter geben, aber in deutlich abgespeckter Form


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  • Witten: Geld für temporäres Gartenprojekt

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    Die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte stellt ihre Brachfläche am Eselsmarkt temporär für ein nachbarschaftliches Gartenprojekt zur Verfügung. Wer Interesse daran hat, kann sich beim Quartiersmanagement melden.

    „Voraussetzung für das Gartenprojekt sei, dass sich eine Gruppe findet, die sich in den kommenden zwei bis drei Jahren ernsthaft um die Fläche kümmern will, bis diese irgendwann bebaut wird, erklärt das Team vom Stadtteilbüro. Dann bestehe auch die Möglichkeit, über den Verfügungsfonds die Anschaffung von Hochbeeten, Gartengeräten, einen Geräteschuppen und Pflanzen zu beantragen. (mehr …)

  • GG Flora aus Berlin Zehlendorf bekommt FEIN-Mittel

    (Mail)
    Am Wochenende haben wir unsere erste größere Gemeinschaftsaktion in unserem neuen FLORA-Gemeinschaftsgarten.

    Für 50 Meter Zaun haben wir Pfähle und Lattung verbaut. Viele Kinder, Nachbarn und Helfer der Bi waren dabei und es hat trotz der Hitze allen riesig Spaß gemacht.

    Zum Glück haben wir auf unseren FEIN-Antrag vom Bezirk überraschenderweise letzte Woche doch noch einen positiven Bescheid bekommen. Damit ist die Finanzierung des Zauns und der ersten Geräte, vielleicht auch eines ersten Geräteschuppens gesichert.

    Ich versuche gerade beim Förster „Naturstühle“ in Form von Baumscheiben oder -stämmen zu bekommen, damit wir uns bei den nächsten Treffen auch mal im Schatten der Bäume in der Runde beraten können.

    Und ich versuche die wichtige Wasserfrage weiter zu klären

    FEIN = Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften https://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/fein/ (mehr …)

  • Bielefeld: Südstadtgärten sind einen großen Schritt weiter

    (Mail)
    wir haben die politische Mehrheit für unser Gartenprojekt bekommen 🙂
    Wir gründen jetzt den Verein, erstellen mit Hilfe eures Beraters die Satzung udn es geht weiter.
    Ich bzw. wir sind sehr froh. Am Tag der Nachbarn haben wir mit einer Pflanzaktion noch mal darauf aufmerksam gemacht, 14 Tage später wurde es im Umweltausschuss mehrheitlich beschlossen, dass wir dort auf der Fläche der Stadt biologisch gärtnern dürfen.

    (alerts)

    Südstadtgärten: Anfang Juni soll im Umweltausschuss über das Projekt eines interkulturellen Gartens beraten werden. Es geht nicht nur um Blumen, Obst und Gemüse, sondern auch um das aktive Miteinander in der Nachbarschaft
     
    Oerlinghausen. Winziger Balkon statt großem Garten? Kein Problem. „Man kann überall gärtnern, sogar auf der Fensterbank“, sagt Annabelle Mayntz. Sie und ihr Kollege Pip Cozens von der Künstlerinitiative „Art at Work“ sind zu Gast in der Südstadt, um Kinder und Erwachsene zu ermutigen, Gemüse, Kräuter und Blumen selbst zu ziehen. Geweckt werden soll auch die Lust am Riechen und am Probieren.

    „Mach Deinen Balkon zum Minigarten“, so heißt die Aktion zu der die Initiative „Südstadtgärten“ Südstädterinnen und Südstädter am bundesweiten „Tag der Nachbarn“ eingeladen hat. Kisten, Eimer oder Bottiche werden gemeinsam mit Kartoffel-, Tomaten-, Bohnen-, Möhren- oder Kohlrabipflanzen bestückt, mit Minze, Schnittlauch und Petersilie. Einige Kisten sind von „Art at Work“ bereits vorgezogen worden, um das Ergebnis vor Augen zu führen.Kaum einer kocht nochViele Menschen hätten heute keinen Bezug mehr dazu, ihr Gemüse selbst anzubauen, bestätigt Annabelle Mayntz und verweist auf ein Missverhältnis. „Es gibt immer mehr Kochsendungen, aber immer weniger, die kochen.“ Gemeinsam mit Pip Cozens erklärt sie, wie Kisten mit Flies ausgekleidet werden, welche Pflanzen sich vertragen und welche eher nicht nebeneinander stehen sollten. Die Besucher erfahren, welche Pflanzen sich gegenseitig düngen und welche sich Schatten spenden.flanzenfreund wegen MamaVertreterinnen der „Pflanzentauschbörse“ sind gekommen. Vor allem der zehnjährige Alessandro sucht die unterschiedlichesten Exemplare heraus. Seit einem halben Jahr, verrät er Monika Weber, sei er Pflanzenfreund, „weil meine Mutter auch viele davon auf dem Balkon hat“. Jetzt kommen viele neue hinzu. Die Pflanzenexpertinnen Ilona Schlüssel, Nina Schönhals und Anna Barg erläutern, wie gegossen, gepflanzt und umgepflanzt werden sollte.

    Anna Barg berichtet von der von ihr initiierten Garten-AG in der Südstadtschule, die dort jeden Donnerstag ab 14 Uhr stattfindet. Zehn Kinder besuchen sie derzeit. „Viele weitere Kinder würden auch gerne kommen, aber die Eltern melden sie nicht an.“

    Die Initiative Südstadtgärten, erläutert Koordinatorin Friederike David, „möchte mit der Aktion im aktiven Miteinander die Nachbarschaft und den Kontakt untereinander fördern“. Zum anderen solle darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch auf kleinster Fläche Gemüse- und Obstanbau möglich sei. Beispielsweise mit Hilfe von Behältnissen, „die sonst vielleicht im Müll landen würden“.Gesunde ErnährungWeiterer wichtiger Ansatz sei die Sensibilisierung für eine gesunde Ernährung und Klimaschutzthemen. Für die Umsetzung der Pflanz-Aktion hatte es finanzielle Unterstützung vom Marketingverein Oerlinghausen gegeben. Eingebracht haben sich außerdem die Mennoniten-Brüdergemeinde, eine Klasse der Südstadtschule und die Gärtnerei Brüscke. Friederike David erläuterte am Rande der Aktion, wie es mit der Umsetzung des Projektes Südstadtgärten Oerlinghausen steht.

    Obwohl die angebotene Fläche für einen interkulturellen Garten am Ende der Sennestraße städtisch sei, „musste der Kreis Lippe seine Zustimmung aus landschafts- und naturschutzrechtlichen Gründen geben, dass auf der Fläche gegärtnert werden darf“. Die Zustimmung liegt seit März vor.

    Das Projekt soll auf Wunsch der Initiative auch politisch „abgesegnet“ werden. Behandelt wird das Thema am 6. Juni im Umweltausschuss. Die Zuversicht ist groß. Ein Verein soll gegründet werden. (mehr …)

  • ggf neue Fläche für Himmelbeet

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    Gemeinschaftsgarten Himmelbeet könnte ans Nordufer ziehen

    Das Urban-Gardening-Projekt Himmelbeet muss weg vom Leopoldplatz in Wedding. Ein neuer Platz könnte am Nordufer sein.

     
    Der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet am Leopoldplatz sucht eine neue Fläche.

    Berlin. Üppig blühen derzeit die Hochbeete im Gemeinschaftsgarten Himmelbeet an der Weddinger Ruheplatzstraße. Doch spätestens 2020 soll an dem Standort Schluss sein, das Himmelbeet muss weichen. Wohin, das ist bis heute unklar. Nun keimt bei Initiatoren und Unterstützern die Hoffnung, dass die lange Standortsuche zu einem guten Ende kommen könnte. Denn es gibt die Unterstützung des Bezirksamts für einen neuen Standort am Weddinger Nordufer.
    „Das Straßen- und Grünflächenamt prüft zeitnah, ob für das Urban Gardening Projekt himmelbeet Flächen zwischen der Tegeler Straße und dem Spandauer Schifffahrtskanal rund um den Mettmannplatz zur Verfügung gestellt werden können“, teilte Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel in einem Beschluss des Bezirksamts mit.

    Fußballbildungsprojekt Amandla zieht an den Leopoldplatz

    Entschieden ist damit zunächst noch nichts. Geklärt werden müsse etwa, ob Teile der Fläche der Deutschen Bahn gehören, deren Bahnbrücken in der Nähe des Bereichs laufen. Auch brauche es ein Konzept für die Gestaltung und Nutzung im Winter, so von Dassel, dass mit dem Grünflächenamt abgestimmt werden müsse.
    Die Beteiligten beim Himmelbeet freuen sich dennoch über die Meldung aus dem Bezirksamt. „Das ist für uns total überraschend, dass etwas passiert“, sagte Meryem Korun. Das Himmelbeet ist ein seit Jahren viel gelobtes und ausgezeichnetes Urban-Gardening-Projekt. Doch auf die bezirkseigene Fläche nahe dem Leopold, auf der der Garten derzeit untergebracht ist, soll bald das Fußballbildungsprojekt „Amandla“ ziehen, verbunden mit dem Bau mehrere Fußballplätze und eines Bildungszentrums ab 2021. Finanziert wird „Amandla“ unter anderem durch die Oliver-Kahn-Stiftung und die Stiftung der Deutschen Fußballliga.

    Für das Himmelbeet sind noch einige Fragen offen

    Für das Himmelbeet endet damit wohl nach der kommenden Gartensaison die Zeit an der Ruheplatzstraße, doch ein Ersatz ist bis heute nicht gefunden. Die Gärtner machten sich daher selbst auf die Suche und brachten beim Bezirksamt im Mai den Standort um den Mettmannplatz ins Gespräch. Mit einem so schnellen Bezirksamtsbeschluss habe man nicht gerechnet, sagte Korun.
    Doch vieles sei auch noch unklar, so die Himmelbeet-Sprecherin. Noch müsse ja geprüft werden, ob der Gemeinschaftsgarten am Nordufer überhaupt möglich sei. „Wir sind vorsichtig aus der Erfahrung heraus.“ Häufig hatten sich die Gemeinschaftsgärtner in der Vergangenheit beschwert, dass der Bezirk zwar in Form des Bezirksbürgermeisters öffentlich Unterstützung versprach, dann jedoch bei der Standortsuche nichts passierte. Man hoffe jedoch, die offenen Fragen, nun konstruktiv klären zu können. In jeden Fall, so Korun, werde das kommende Jahr für die Zukunft des Gartens „superspannend“. (mehr …)

  • Bildungsurlaub im IG Altenkirchen

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    Besuch im interkulturellen Garten Altenkirchen

    Eine Gruppe von 17 Personen aus Rheinland- Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen, die in der evangelischen Landjugendakademie einen Bildungsurlaub unter dem Titel „Garten-Runden im Westerwald“ machten, besuchten den interkulturellen Garten. Unter der Leitung von Christoph Diefenbach bauten sie auch ein Insektenhotel.

    Eine Gruppe von 17 Personen machte Bildungsurlaub unter dem Titel „Garten-Runden im Westerwald“. (Foto: Interkultureller Garten Altenkirchen e.V.)

    Altenkirchen. Dazu musste erst eine geeignete Fläche gemäht werden und die Grasnarbe abgetragen werden. Dann wurden in Holzabschnitte die passenden Löcher gebohrt und übereinander gestapelt. Zum Schluss kamen die Grassoden darüber und wurden tüchtig angegossen.

    Dieses Insektenhotel passt sich sehr gut in die Gartenlandschaft ein und schon beim Bau kamen eine Menge Wildbienen vorbei und suchten sich ihr zukünftiges Hotelzimmer aus.

    https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/80018-besuch-im-interkulturellen-garten-altenkirchen (mehr …)

  • Regiotreffen GGs in Freiburg

    Regiotreffen Gemeinschaftsgärten 2019

    Urbane und andere Gemeinschaftsgärten sind im Trend: die Engagierten wollen Gemeinschaft erleben, im Garten arbeiten, biologisch anbauen, für die eigene Ernährung sorgen, vielleicht sogar zu einer „essbaren Stadt“ beitragen, in der öffentlich geerntet werden kann.

    Auf diesem Regiotreffen tauschen sich GemeinschaftsgärtnerInnen aus über die Erfahrungen rund ums Gärtnern: Anbauformen, Sortenwahl, Gruppendynamik und was sonst noch die Gartenprojekte bewegt.

    Auch wer überlegt, sich in einem Gartenprojekt zu engagieren oder gar selbst eines zu starten, ist willkommen und erhält einen Überblick über Engagementmöglichkeiten und Tipps zum Projektstart.

    Zum Austausch sind auch die in den Kommunen für die Gartenprojekte zuständigen MitarbeiterInnen eingeladen: Wie können Kommunen Gemeinschaftsgärten unterstützen? Welche Rahmenbedingungen müssen beachtet werden?

    Das Regiotreffen richtet sich vorrangig an Gartenprojekte von Lörrach bis Offenburg, aber auch Gäste aus Basel und Mulhouse sind willkommen.

    Programm

    https://www.treffpunkt-freiburg.de/regiotreffen_gemeinschaftsgaerten_2019

    und es gibt ein eines Fortbilungsprogramm für die Gärten: https://www.treffpunkt-freiburg.de/fortbildungen_gemeinschaftsgaerten
    Entstanden aus einem Treffen, bei dem der Bedarf angefragt wurde und dieser sich hauptsächlich um gärtnerisches Wissen drehte. Es sind nun Menschen/Organisationen/Inis dabei, die Workshops geben, da können auch noch welche dazu kommen.
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  • Bremen: durch urban gardening öffentliche Plätze aneignen

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    In Walle kommt jetzt ein neues temporäres Projekt hinzu, das Urban Gardening mit Kunst verknüpft. Unter dem Titel „Auf die Plätze“ möchten die Macher bis Mitte 2020 fünf verschiedene Flächen im Stadtteil beleben und als Begegnungsorte wieder ins Bewusstsein bringen. Den Anfang machte am Freitag die Geestemünder Straße. An zwei Tagen wurde gewerkelt, gepflanzt und die Nachbarschaft in gemeinsamer Anstrengung ein klein wenig grüner gemacht. In der Zietenstraße geht es am 21. und 22. Juni weiter. Anwohner und Freizeitgärtner aus ganz Bremen sind eingeladen, hier in der Gruppe ihre Ideen zu verwirklichen.„Unser Ziel ist es, dass wir uns die öffentlichen Plätze durch das Urban-Gardening zusammen künstlerisch aneignen und sie bewusster nutzen“, sagt Alessa Lubig. „Die Verantwortung zu übernehmen für den Raum, der uns umgibt, ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Die 27-Jährige steht kurz vor dem Abschluss ihres Studiums der Kunst- und Kulturvermittlung an der Bremer Universität und wohnt selbst seit Oktober vergangenen Jahres in Walle. Das vom Fonds Soziokultur geförderte Projekt hat ihr Dozent Rainer Weber für die Kulturwerkstatt Westend initiiert. Der Bildhauer beschäftigt sich immer wieder mit öffentlichen Räumen und Stadtbildern.
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