Kategorie: Urbane Gärten

  • Halle: neue Fläche in Sicht

    (mail)

    Mittlerweile haben wir auch konkret eine neue Fläche, die wir gerne öffnen und nutzen wollen im Blick. Böllberger Weg 186 (Siehe Foto), wenige Fußminuten vom alten Stadtgarten Glaucha entfernt. Ein ehemaliger Schulgarten, der viele Jahre brach lag, eingeklemmt zwischen zwei städtischen und Sozialen Trägern. Der Boden scheint gut zu sein, die Mirabellen- und Apfelbäume warten nur darauf im Sommer wieder geerntet zu werden, bisher interessierte sich niemand für die Fläche. Allerdings steht diese als Wohnbaufläche im Flächennutzungsplan. Damit demnächst nicht noch die letzten alten Bäume und die letzte ungenutzte Grünfläche im dicht bebauten Viertel Glaucha für „schöner Wohnen“ drauf geht, und um ein neues, nachhaltiges Gartenprojekt an dieser Stelle zu verwirklichen, müssen wir die Umwidmung der Fläche in „Gemeinbedarf“ erwirken und noch einige Verhandlungen führen.

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  • Charlottenburg_Wilmersdorf will essbar werden

    (alerts)

    Der Essbare Bezirk

    Informationsveranstaltung Essbarer Bezirk und urbanes Gärtnern

    Sie

    • Interessieren sich für Pflanzen und machen sich gerne die Hände schmutzig?
    • Wollen aktiv werden, ihren Kiez nachhaltig mitgestalten und dabei Gleichgesinnte kennenlernen?
    • Möchten Ihren grünen Daumen austesten, eigenes Obst- und Gemüse genießen oder Kindern und Jugendlichen das Gärtnern näher bringen?
    • Suchen noch helfende Hände für Ihr Beet oder haben den einen oder anderen Gartentipp?

    Der Wunsch nach einer mit allen Sinnen begreifbaren Natur, Obst und Gemüse aus eigener Hand sowie der aktiven Gestaltung des Wohnumfeldes nimmt stetig zu. Berlin ist eine grüne Stadt, doch auch sie wächst, Brachen werden bebaut, Lücken geschlossen. Das städtische Klima wird heißer und trockener –ausgleichende Grünflächen und klimatische Oasen für Mensch und Tier sind unabdingbar.

    Umso wichtiger ist es, gemeinsam unseren Bezirk zu gestalten und die nächste Generation von Anfang an für Ihre Umwelt zu sensibilisieren.

    Das Umwelt- und Naturschutzamt möchte Ihnen die Möglichkeit geben, die verschiedenen Akteure und Initiativen kennenzulernen, sich auszutauschen und von den Erfahrungen „Alteingesessener“ – positiv wie negativ – zu profitieren.

    Kommen Sie zu unserer Informationsveranstaltung am 27.02.2019 um 18 Uhr in den BVV-Saal des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin.

    Um eine Anmeldung wird gebeten unter:

    Cornelia.Mirke@charlottenburg-wilmersdorf.de

    Programm

    • 18:00 Uhr
      Beginn und Grußwort
      Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger

    • 18:10 Uhr
      Kurze Einführung in das Thema
      Cornelia Mirke, Umwelt- und Naturschutzamt

      18:25 Uhr
      Essbarer Bezirk und ehrenamtliche Grünflächenpflege aus Sicht der Verwaltung
      Straßen- und Grünflächenamt

    • 18:40 Uhr
      Der SeeGarten – ein Schul- und Kitagarten gemeinsam mit der Nachbarschaft
      Hr. Knobloch, ParkHaus Lietzensee e.V.

      18:55 Uhr
      Essen macht Schule, FairFoodBike & Essbarer Garten im Lietzow 12
      Hr. Frühbis, Vimonda Berlin GmbH

      19:10 Uhr
      Mitmachgarten und Schulparzelle in der Kolonie „Am Stadtpark I“
      Fr. Dr. Gutzmann, Kolonie ‚Am Stadtpark I‘

      19:25 Uhr
      „Obst für Alle“ und die Essbare Insel
      Hr. Dr. Krüger, Kolonie ‚Habsburg Gaußstraße’

      19:40 Uhr
      Auf dem Weg zur „Essbaren Schule“
      Erwin v. Witzleben-Grundschule

    • Kleine Pause
    • 20:00 Uhr
      Ideenaustausch und Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten

      https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/naturschutz/artikel.745085.php


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  • neues Gartenprojekt in Leipzig

    (Antrag, Antworten)

    SALVIA – der barrierefreie Bildungsgarten
    Wo befindet sich die Fläche?
    Die Fläche des zukünftigen barrierefreien Bildungsgarten SALVIA befindet in der Nähe der S-Bahn-Station
    „Leipzig-Engelsdorf“. SALVIA verortet sich im Osten von Leipzig unweit der B87 und B6. Angrenzend
    treffen hier die drei Stadtteile Paunsdorf, Sommerfeld und Engelsdorf aufeinander. Engelsdorf ist erst vor 20
    Jahren an die Stadt Leipzig angeschlossen worden. Vorher war Engelsdorf ein typisches Straßenangerdorf.
    SALVIA   erstreckt   sich   zukünftig   auf   3.700   qm   eines   5670   qm   großen   Gelände   einer   ehemaligen
    Kleingartenkolonie. Angrenzend an diese Kleingartenkolonie befindet sich ein weiteres aufgegebenes, nicht
    bewirtschaftetes Gelände. Um den Erwerb dieser Fläche bemühen sich unsere Verpächter, so dass sich
    SALVIA eventuell in weiterer Zukunft noch erweitern könnte.
    Das zukünftige SALVIA-Gelände ist zum größten Teil seit einigen Jahren verlassen. Große Bereiche des
    Geländes sind verwildert, vernachlässigt und noch parzelliert. Hier befinden sich alte Bungalows, die nur
    noch abgerissen werden können. Außerdem hat sich über die Jahre eine größere Menge an Sperrmüll auf der
    Fläche gesammelt. Einzelne Parzellen werden noch von Pächtern bewirtschaftet.

    Wer sind die Aktiven?
    Der gemeinnützige Verein gemeinsam grün schiebt das Projekt SALVIA in Leipzig-Engelsdorf an. Seit Ende
    letzten Jahres bauen wir einen ehrenamtlichen Unterstützerkreis auf, der SALVIA mitentwickelt und mit
    aufbaut. Wichtig ist es uns hierbei, dass der Unterstützerkreis aus Menschen mit und ohne Behinderungen
    besteht. Wir sind derzeit dabei, uns mit Akteuren der Behinderten- und  der Umweltbewegung in Leipzig zu
    vernetzen.
    Bei der Ökofete 2018 wurden wir auf die Fläche in Engelsdorf aufmerksam gemacht. Die Stiftung Bürger für
    Leipzig stellte uns einen der Verpächter vor. Dieselben suchten schon längere Zeit eine Initiative, die diese
    Fläche erschließt und bewirtschaftet.
    Was beinhaltet SALVIA?
    Bis zum Jahr 2021 entsteht in drei Projektetappen ein gemeinsamer Lernort für Menschen mit und ohne
    Behinderungen. Hier schaffen wir Begegnungs- und Bildungsräume, die durch ihre barrierefreie Gestaltung
    für alle Interessierten offen stehen werden. Das ist ein großes Ziel, welches wir von Anfang an bei der
    Entwicklung der Fläche in besonderen Fokus nehmen. Über den Verlauf der drei Projektetappen wird die
    Fläche komplett erschlossen und barrierefrei gestaltet sein.
    Auf der SALVIA-Fläche entwickeln wir verschiedene Experimentierareale für Kinder und Erwachsene. Auf
    diesen findet Bildung in vielfältigen Formen statt. Interessierte finden hier Anbauflächen für Kräuter und
    Duftpflanzen durchwachsen mit Blühstreifen, Gemüse sowie Streuobst. In Verbindung mit diesen Flächen
    werden Seminare und Workshop-Formate zu Kräutern und Duftpflanzen stattfinden. Ebenso widmen wir uns
    1dem Thema Inklusion. Wir versuchen mit unserem Projekt SALVIA dieses Thema stärker in der Stadt
    Leipzig zu verankern.
    Ein Waldgarten entsteht auf einer Teilfläche. Dieser nach und nach wachsende Waldgarten mit seinen
    verschiedenen   Biotopen   kann   als   grünes   Klassenzimmer   ergründet   werden.   Des   Weiteren   können   auf
    anderen Projektflächen Permakulturtechniken ausprobiert werden. Barrierefreie Hoch- und Hügelbeete laden
    zum gärtnern ein.

    Ist das ein offener Gemeinschaftsgarten, bei dem die Gärtner*innen das anpflanzen können
    was und wo sie/die Gemeinschaft das will?
    Der SALVIA-Bildungsgarten als Gesamtprojekt teilt sich in mehrere Teilflächen. Eine Teilfläche
    wird vom Verein als Anbau- sowie Lagerfläche für den Bereich Gartengestaltung genutzt. Hier
    arbeiten hauptamtliche Mitarbeiter mit und ohne Behinderungen im Team.
    Auf einer anderen Teilfläche entstehen Experimentier- und Permakulturflächen. Diese Fläche wird
    als offener Gemeinschaftsgarten von einer ehrenamtlichen Gruppe bewirtschaftet. Hier bestimmt
    die entstehende Gemeinschaft, was dort angebaut und gepflanzt wird. Diese Gartenfläche wird  in
    der Projektphase 1 mitberäumt und für die kommende Nutzung als Gemeinschaftsgarten
    vorbereitet.
    Wie groß ist denn die Gruppe, die dort gärtnern möchte jetzt schon? Sind die Freiwilligen
    und Ehrenamtlichen, die du im Antrag drin hast, Leute, die dort gärtnern wollen? Woher
    kommen diese (Nachbarschaft?) und wie haben sie von dem Projekt erfahren?
    Die Gruppe, die dort gärtnern möchte, besteht momentan aus 5-6 Leuten. Es sind tatsächlich die
    Freiwilligen bzw. Ehrenamtlichen, die ich im Antrag im Bezug auf die Projektphase 1 (das
    Beräumen der Fläche) erwähnt habe. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Leipzig, auch aus der
    Nachbarschaft. Sie erfuhren über sozialen Medien, über verschiedene Verteiler bzw. unseren
    Newsletter von SALVIA.
    Im Zuge unserer Planungen erweitern wir sukzessive unsere Netzwerke. Für das Frühjahr planen
    wir, das Gesamtprojekt SALVIA wie auch den gemeinschaftlichen Garten Stück für Stück in der
    näheren Nachbarschaft (Paunsdorf &Engelsdorf) bekannter zu machen.
    Was versteht ihr unter Bildungsgarten? Bildung von wem für wen und mit welchen
    Methoden?
    Mit unserem Bildungsgarten entsteht ein Garten, wo formelle und informelle Bildung
    nebeneinander stattfindet. Die Mitgestalter im Bildungsgarten können ihre Fähigkeiten und
    Fertigkeiten einbringen, um Bildungsangebote auszugestalten. Das passiert z.B. im Rahmen des
    grünen Klassenzimmers, wo fächerübergreifender Projektunterricht stattfinden kann. Als Methode
    kommen aber auch projektbezogene Tage in Kooperationen mit Schulen aus dem Umfeld bzw. der
    Stadt Leipzig in Frage. Das Thema Inklusion bildet sich im barrierefreien Bildungsgarten besonders
    ab. Als Vermittler von Bildungsinhalten setzen wir auf die Kompetenzen von Menschen mit und
    ohne Behinderungen. Unsere Vision lautet: Gärtnern kann jeder Mensch. Es müssen nur
    entsprechende Barrieren abgebaut werden!
    Im Spätsommer 2019 kooperieren wir mit einer Förderschule und dem Soziokulturellen Zentrum
    Villa aus Leipzig. Im Rahmen eines Sommercamps führen wir an drei aufeinander folgenden Tagen
    Projekttage im Gemeinschaftsgarten durch. Hier werden Hochbeete gebaut / bepflanzt und eine
    Kräuterschnecke neu angelegt. Außerdem ernten wir gemeinsam Kräuter, verarbeiten dieselben und
    lernen mehr über die Ernte und Lagerung von Saatgut.
    Ihr werdet dort ein Büro haben: gibt es auch eine Stelle/Honorare für dieses Projekt? Wer
    fördert die ganzen anderen Vorhaben/Arbeiten?
    Für das Büro gibt es eine Teilzeitstelle über gemeinsam grün e.V. Wir planen im nächsten Jahr die
    Neuanstellung eines Mitarbeiters mit Behinderungen, der Verwaltungsaufgaben bearbeitet. Dazu
    zählt auch als Ansprechpartner für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter von SALVIA zu fungieren. Hierbei stützen wir uns auf eine Förderung durch Aktion Mensch. Mit Aktion Mensch realisierten
    wir schon kleinere Vorhaben wie die barrierearme Webseite von gemeinsam grün e.V. und die
    MitMachzeit im Essbaren Palmengarten.
    Bei der trias Stiftung beantragten wir weitere Gelder für die Projektphase 1, welche die Beräumung
    und Urbarmachung umfasst. Es geht hierbei vor allem um die Finanzierung von zwei
    Bauschuttcontainern und Werkzeug für die Abrissarbeiten auf dem SALVIA-Gelände.
    Außerdem sind wir in der Vorplanungsphase von Förderungen über die Bildungschancen Lotterie
    sowie anderen Stiftungen, um SALVIA auf ein sicheres Fundament zu heben.
    Für welche Phase beantragt ihr die Gelder bei uns?
    Wir beantragen für die Projektphase 1 Gelder bei anstiftung. In dieser Phase beginnen wir die
    Fläche zu beräumen, Gebäude zu sichern, Flächen neu aufzuteilen und Beetflächen zu gestalten.
    Wer wird die Spaliere und Rankhilfen wann bauen? Und wie werden diese dann eingesetzt?
    Die Spaliere / Rankgitter werden von der Gruppe von Freiwilligen gebaut, die sich rund um die
    Gemeinschaftsgartenfläche gefunden hat. Die Spaliere nutzt die Gruppe dazu, um stehenbleibende
    Mauerflächen alter Bungalows überranken zu lassen. Sie dienen u.a. als Rankhilfe für Spalierobst
    sowie für Gemüse und Blumen. Zwei alte Bungalows befinden sich direkt auf der
    Gemeinschaftsgartenfläche.
    Was für ein Getränkefass ist das? Wo wird das stehen und wie befüllt werden?
    Das Getränkefass ist ein lebensmittelechtes Kunststofffass von 60 l. Wir benötigen es, da wir derzeit
    keine Trinkwasserleitung auf dem Gelände haben. Das Getränkefass wird im Bungalow aufgestellt.
    Es wird Trinkwasser enthalten.
    Für die Bewässerung im Garten greifen wir auf alte Brunnen zurück. Diese prüfen wir zu Beginn
    der Saison und spülen sie ggf. nochmals durch. Des Weiteren stellen wir mehrere Regenwassertanks
    an verschiedenen Stellen des Gartens (wie am Büro-Bungalow) auf. (mehr …)

  • Kölner Netzwerk leistet Praxishilfe

    (Mail)

    Am letzten Sonntag gab es die Klausur der Gemeinschaftsgärten Köln. Es waren immerhin fünf von sieben Gemeinschaftsgärten des Netzwerks anwesend. Dazu haben wir u. a. beschlossen, dass wir künftig stärker den existierenden Gemeinschaftsgärten unter die Arme greifen wollen.

    Beispielsweise soll es zweimal im Jahr einen gemeinsamen Gartentag geben. Der gastgebene Gemeinschaftsgarten denkt sich Aufgaben aus und am Ende gibt es ggf. Lagerfeuer und etwas zu Essen. Das soll unser Wir-Gefühl stärken, Verbindungen zu Talenten erschließen und die Gärten auf ein neues Niveau heben. Im Herbst könnte beispielsweise Querbeet Brüsseler Platz Kompostmieten bekommen.
    […]

    Die zweite Maßnahme ist die Hilfe zu Selbsthilfe während der Netzwerktreffen. Wir schauen wie wir Probleme einzelner Gärten lösen. D. h. niemand soll mehr allein mit Problemen im Regen stehen und soll sich auf die Hilfe anderer Gemeinschaftsgärten verlassen können (mehr …)

  • Hasi Garten musste umziehen

    (Mail)

    wir mussten im Dezember 2018 unser altes Objekt in der Hafenstr. 7 aufgeben [Hasi = selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum in Halle]. Wir konnten aber ein neues Objekt beziehen; eine Alte Gärtnerei in einem anderen Stadtteil. Im Augenblick befindet sich noch alles im Aufbau, aber da wir über einige große Gewächshäuser verfügen werden sicherlich bald wieder gemeinschafts Garten Projekte entstehen.

    [Halle, Haus wurde geräumt, Fläche auch]

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  • Bunte Gärten Leipzig: Laube wieder richtig schön

    (RSS)

    Als wir die Bunten Gärten 2015 gepachtet haben, bot die Laube schon einen eher jämmerlichen Anblick. Das Dach war halb eingestürzt, die Tür fehlte, die Fensterscheiben waren eingeschlagen und drinnen stapelte sich der Müll zwischen bemoosten, feuchten Wänden. Aber: die Substanz war in Ordnung, massive Steinmauern versprachen eine gute Basis.

    Also beschlossen wir, es anzugehen und der Laube zu neuem Glanz zu verhelfen. Aber wie können wir das wuppen und wer soll das bezahlen und wer hat überhaupt einen Plan, wie das geht? Fragen über Fragen – auf die wir nach und nach Antworten fanden.

    Die Vereinskasse der Bunten Gärten verfügte nicht über das nötige Volumen und Bauvorhaben mit Fördermitteln finanziert zu bekommen ist nicht so einfach, weil die meist ausgeschlossen sind aus den Förderrichtlinien. Trotzdem gelang es uns, Geld zu sammeln, teils durch Spenden, teils durch Fördermittel.

    ++++Jetzt kommt die Stelle mit der Danksagung++++
    Ein wirklich dickes Dankeschön an die Postcodelotterie und das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig sowie die privaten Spender, die das unterstützt haben! Wir sind happy!

    Fehlte nun nur noch jemand, der auch fachlich einen Plan hat. Anpacken wollten und konnten wir ja alle, aber ein neues Dach konstruieren und Wandverschalungen bauen oder Fenster und Türen richten gehörte nun nicht vorrangig zu unser aller Grundkompetenzen.

    Gut, dass man jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt.

    So kamen wir in die luxuriöse Situation, echte Bauchfachleute zu gewinnen, die mit all ihrem Know-how, dem Werkzeug und der Energie sich der Sache gewidmet haben. Ein ewig währender Dank an Peter und Jens!!! Ihr habt das Unmögliche möglich gemacht.

    So ein Projekt hat aber auch durchaus logistische Herausforderungen zu bieten. Was brauchen wir an Baumaterial, woher bekommen wir das und wie um Himmels Willen landet das alles in den Bunten Gärten neben der Laubenruine? Die Fachleute machten eine Kalkulation und wir tappten mit dem Einkaufszettel in den Baumarkt, der auch alles prompt geliefert hat. An die Bordsteinkante. VOR der Kleingartenanlage. Hundert Meter weit entfernt vom Bauplatz.  Also hieß es, alle verfügbaren Menschen zusammen zu rufen und an einem warmen Samstagvormittag, zentnerweise Holz und Beton abzuladen und an Ort und Stelle zu schleppen. Mit einiger Man- und vor allem Women-Power ist uns das gelungen.

    In den folgenden Wochen konnten wir das Wunder bestaunen: nach und nach wurde aus der hässlichen Ruine ein Schmuckstück. Zuerst neue Dachbalken und ein Dach, dann die Verschalung der Wände, neue Fenster und die Tür … alles nahm Gestalt an und sieht nun einfach wunderbar aus.

    Werkzeug in Laube

    Wenn man jetzt einen Blick hinein wirft, sieht man die viele (Bau-)Arbeit fast nicht mehr, aber dafür um so mehr die herrliche „Innenausstattung“, die Robert mit viel Liebe zum Detail über den Winter geschaffen hat. Mal sehen, wie lange das so ordentlich bleibt. ;-

    Wir sind froh über die großartige Unterstützung und auch ein klein wenig stolz auf das, was wir da geschafft haben. Das Gefühl, gemeinsam als Bunte Gärten Team ein solches Projekt gemeistert zu haben ist einfach großartig. 

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  • Kants Garten macht aus einem Park ein Biodiversitätsparadies

    (ANtworten/ANtrag)

    Wir haben drei Gemüsehochbeete á ca 2qm, die werden mit alten Tomatensorten und (in großen Teilen) selbst gezogenen Gemüsesetzlingen bepflanzt (Jeebel, Dreschflegel, altes Saatgut oder selbst gesammeltes Saatgut).

    Ein Hochbeet aus Paletten mit selbst vermehrten Erdbeeren, die den ganzen Sommer blühen und Früchte tragen (unbekannte Sorte von meiner Freundin in Frankreich, habe ich dort vor 12 Jahren mitgenommen). Ysoop in der Mitte.

    Ein großes Hochbeet, neu, gemauert, das haben wir seit August und haben vorbereitend Palmkohl (selbst gezogen), Brokkoli, Grünkohl und Endivie bepflanzt, sowie je eine Ruccola, Spinat und Feldsalatspirale gesät. Kann aktuell noch geerntet werden (ein bisschen).

    Ein Beet von unseren syrischen Freunden, mit Weinstock, Kichererbsen, Spinat das wird in der nun beginnenden Saison vergrößert eingebunden und es gibt mehr Gemüsesorten bei Salma, Ghassan und ihren Kindern. Das ist im Mauerbeet.

    Kräuter haben wir im Moment an verschiedenen Stellen, auch im ältesten Blumenrondell und -Beet (ca. 100 qm). Da dann auch Ruccola, Ringelblume und Kappuzinerkresse, Erdbeeren, die ebenfalls geerntet und gefuttert werden. Diverse Pfefferminzen, Massen von Waldmeister überall. Schnittlauch. Bärlauch, ausgesät vor Jahren in den Wiesen am Rand und der kommt jetzt.

    Fünf Betonmischkübel: Rhabarber, Lavendel, Muscatellersalbei, selbst gezogen, Minzen u.a.

    Die Erweiterung wurde auch möglich, weil wir seit August eine Wasserstelle haben und gießen können, für Gemüse unverzichtbar.

    Ernten tun wir selbst mit den Kindern, aber auch Leute, die wir teils garnicht mitkriegen, ist ja alles öffentlich, also Allmende und Mimi e Rosa (kleines Bistro holt sich z.B. Palmkohl darauf haben wir sie aufmerksam gemacht), der ja noch immer zu ernten ist jetzt. Kohl ist bei uns auch an den Kohlweissling addressiert. Die sind „eingeladen“ mitzuernten.

    Es gibt ein paar Beerensträucher aber die müssten neu platziert werden. In den nächsten Wochen werden vier Hochstamm Apfelbäume gepflanzt: Berlepsch, Gravensteiner, Goldparmäne (einer fehlt noch), alte Sorten, die wir sorgfältig in Bezug auf unsere Region, Befruchtung, Pflückreife ausgewählt haben.

    Sowie die Apfelbäume gesetzt sind, wissen wir, wo wir unsere Beerensträucher (Stachelbeere, rote & schwarzer Johannisbeeren) hinsetzen können. Möchten wir gerne erweitern, ist aber eine Platzfrage.

    Der Zaun grenzt den Park vom Gartenhof der Cubus Kunsthalle ab und ist ein hässlicher Sicherheitszaun, der teils schon von uns sehr gut bepflanzt wurde (Ihr habt uns die Pflanzen in 2018 finanziert). Ursprünglich sollte dort aber ein großes Tor rein, das wollten die dann nicht. So ist nun noch weiterer Zaun unbepflanzt, das wollen wir ändern, da soviele blühende Pflanzen mit Dickicht einfach gut für Umwelt, Insekten und unsere Aussichten sind.

    Die neuen Beete machen 500 qm aus und umfassen große Schattenbeete die im Vor- und im Frühling, also von Februar bis Mai etwa 15 bis 20 Blühende Pflanzen gleichzeitig haben. Besonders die frühblühenden sind extrem wichtig in der trachtarmen Zeit nicht nur für Bienen sondern für Insekten aller Art überhaupt. Darin befindet sich das große Totholzbiotop, welches schon Pilze zeigt (super) und die einzige Wasserfläche überhaupt im Park (extrem wichtig für allerlei Getier). Da blühen aktuell jede Menge selbstgezogene Gänseblümchen und Primelchen. Botanische Narzissen schieben sich grade raus.

    Es gibt noch das Mauerbeet (Naturstein geschichtet) mit den Gärten der Kinder im dortigen Rondell. Teils von Zeder überschattet, es grenzt an Kleinkinderspielplatz, der etwas tiefer liegt. Hier haben Salma und Ghassan ihren „Dorf-Gemüse-Garten“ und da gibt es auch jede Menge Stauden. Wilde Mischung

    Die große Frühlings-Spielwiese wird auf Bitte von uns nun mulchfrei Gemäht und der Schattensaum nur noch 2x im Jahr, ebenfalls mulchfrei. Sollte bei der Artenanreicherung sehr helfen.

    Für die Befüllung der Insektenhotels sammeln grade zwei ortsansässige Schreinereien Hartholz-Reststücke, die können dann mit Bohrungen versehen werden. Wir hoffen, hier auf eine Standbohrmaschine und Druckluftkompressor zurückgreifen zu können, damit die Bohrungen sauber und fransenfrei werden. Elementar.

    Wir bekommen zudem 11.600 Brut-Pappröhrchen mit den Durchmessern zwischen 3 bis 9 mm gekauft (990,- €), das macht eine ortsansässige Werbegemeinschaft, deren Dach auf 2.000 qm hochwertig begrünt ist und denen ich im vergangenen Jahr einen Imker vermittelt hatte. Die wollen auch Fledermausschutzkästen und Insektenhotels dort installieren. Die Röhrchen bestellen wir bei Christoph Kornmilch, Bienenhotel.de. Für Laien ist das meiner Ansicht nach die einzige sichere Lösung, da man offensichtlich höllisch viel falsch machen kann. Wir wollen ja mit Kindern und anderen Interessierten gemeinsam die Befüllung vornehmen – und das große Insektenhotel (bzw. die kleinen die wir noch verteilen wollen im Park und in Kants Garten) sollen nutzen und nicht schaden. Die Röhrchen werden in die Modulkästen gesteckt, die wir bauen wollen, dafür ist der Antrag gestellt.

    Zudem werden wir evtl. mit Lehm-Erde arbeiten und Modulkästen damit befüllen, kann aber sein, dass wir einfach eine Bodenfläche entsprechend präparieren uns von Pflanzen frei halten werden, da sind wir grade mit Robin von NaturAktiv eV in Beratung. Wir überlegen, ob wir die Befüllungsaktion entweder mit ihm machen oder aber uns vorab nochmals praktisch unterweisen lassen.

    So ein Workshop ist auch eine Kostenfrage für uns. Er bietet das in der nächsten Woche an. Sollte es ein Workshop werden, laden wir Janine vom Heimatgarten z.B. dazu ein.

    Zudem sammeln wir grade den Schnitt von Staudenstengeln und Fenchel, die innen hohl sind, um sie in Bündeln am Zaun zu befestigen.

    Zusätzlich zu dem bei Euch beantragten Geld sammeln wir weiteres Geld für Material, weil wir über Kants Garten hinaus Insektenhotels verteilen wollen, indem wir zu einer Mitmachwerkstatt einladen. Das ist aber eine andere Aktion, die nicht durch Euch gefördert werden soll.


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  • Stadtgemüse München

    (aus Bericht)

    Die Beete konnten wir an einem Wochenende aufstellen und auf mit Erde befüllen. Es hat sich sehr bewährt, die ganze Gruppe in den Bau der Hochbeete mit einzubeziehen und auch die Aufgaben gleichermaßen zu verteilen.

    Ebenfalls bewährt hat es sich den Kontakt mit bereits bestehenden Gemeinschaftsgärten zu suchen, da wir hier viele Infos bekommen haben und auch auf deren Erfahrungen zurück greifen konnten.

    Den Weg über die lokale Politik hat sich nicht bewährt, da hier keine Reaktion kam.

    Momentan kämpfen wir noch mit anstehendem Vandalismus (da unser Garten öffentlich zugänglich ist und direkt neben einem Treffplatz für Jugendlichen steht). Aber auch hier hat sich ein langer Atem bewährt, da das Projekt für Jugendliche immer „langweiliger“ und somit immer weniger Gemüse sinnlos ausgerissen wurde. Für die anstehende Saison haben wir uns vorgenommen, das Gemeinschaftsbeet noch besser zu pflegen und auch hier eine zuständige Person zu benennen, da eine undefinierte Zuständigkeit nicht so gut funktioniert hat. Leider kam auch das Thema „Gemeinschaft“ in der letzten Jahr etwas zu kurz, da wir keine festen gemeinsam Gärtnerzeiten hatten. Auch das möchten wir dieses Jahr einführen.


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  • 2 Bufdi Stellen bei den Ufer Projekten

    (RSS)

    Du willst mehr Zeit im Garten verbringen, mehr über Gärten und Gemeinschaft lernen, etwas anpacken und verändern und dabei Dresden ein Stück vielfältiger, grüner und essbarer machen?

    Dann mach deinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei den UFER-Projekten!
    Wir bieten ab 01.05.2019 wieder zwei Stellen für den Bundesfreiwilligendienst in unserem wachsenden Team!

    Bei den UFER-Projekten findest Du:

    • vielfältige Lerngelegenheiten rund um Gemeinschaftsgärten, Bildung für Kinder und Erwachsene, Öffentlichkeitsarbeit,
    • Vereins- und Organisationsentwicklung, Netzwerkarbeit und Stadtteilkultur
    • eine selbstbestimmte Arbeitsatmosphäre und fantastische Kolleg*innen auf Augenhöhe
    • ein gut erreichbares Büro im Umweltzentrum Dresden
    • ein Taschengeld nach Bestimmungen des BAFzA (kann meist mit ALG II aufgestockt werden)
    • kostenlose Teilnahme an verschiedenen Kursen und Weiterbildungen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes

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  • Glogauer13: Gruppe macht weiter

    (Mail)

    (Wie) geht’s weiter?

    Allgemeine Aussprache über die Stimmung und Einstellung zum Projekt

    Tenor: Beete reduzieren, gern weiter machen mit ein paar neuen Leuten, weniger Muss als Vergnügen.

    Common grounds & Vertrag: Elisabeth bitten nochmal zu unterschreiben und mit Herrn Sanow klären, dass wir uns ggf. einen neuen Trägerverein suchen müssten.

    Jahresbericht: Desiree: Konto & Finanzen, alle Fotos in die Whatapp Gruppe schicken, Nastasia macht Präsentation

    17.3. Frühlingsfit 14h

    14.3. Infotag 14h: 16h Begrüßung und Einführung

    Werbung über Facebook, Webseite, anstiftung, Verteiler


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  • Pflanzstelle bedroht

    (Mail)

    Momentan geht es hier ganz schön rund, weil wir von Planungen der Stadt bedroht sind und das grad ganz schön plötzlich konkret und ungemütlich wird(wir sollen zwar „im Planungsgebiet“ erhalten bleiben, aber dazu in einen kleinen Innenhof hinter ein Hochhaus ziehen, was absurd ist). Dazu planen wir gerade Aktionen, sprechen mit Politik und anderen Akteuren, sind in einem Begleitgremium zur Planung und Mobilisieren

    Pflanzstelle/Köln (mehr …)

  • Positionspapier „Charta für das Berliner Stadtgrün“ – keine Perspektive für Urbane Gärten? des Netzwerks Urbane Gärten Berlin.

    (Mail)

    Positionspapier „Charta für das Berliner Stadtgrün“ – keine Perspektive für Urbane Gärten? des Netzwerks Urbane Gärten Berlin.

    Gleichzeit mit dieser Nachricht ist es an einen Presse- sowie Politikverteiler versendet worden und einen Post bei FB gibt es auch: https://www.facebook.com/netzwerkurbanegaertenberlin/

    Das Positionspapier ist außerdem auf der Website des Netzwerks unter folgendem Link abrufbar:
    https://netzwerkurbanegaertenberlin.org


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  • Soziale Kontakte über Hochbeetbetreuung für Menschen mit Behinderungen

    (alerts)

    EFERDING. Anfang des Sommers wird die neue Außenstelle des Institutes Hartheim in der Bräuhausstraße eröffnet. Vorrangiges Ziel ist, die Kunden von Beginn an in das Leben in Eferding zu integrieren. Dazu beitragen soll etwa das Projekt „Urban Gardening“.

    „Unser Urban Gardening Projekt in Eferding bietet den Menschen, die wir vor Ort betreuen und begleiten, sinnstiftende und nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten. Gleichzeitig ergeben sich durch die gärtnerische Arbeit viele soziale Anknüpfungspunkte mit den Leuten in der Stadt. Dies wiederum unterstützt unsere Bemühungen der Inklusion der Menschen mit Beeinträchtigung in die Gesellschaft“, erklärt Sandra Wiesinger, Geschäftsführerin des Institutes Hartheim. Denn jeder Mensch, mit seinen Stärken und Schwächen, unabhängig von einer Behinderung ist ganz selbstverständlich und unverrückbar Teil dieser Gesellschaft.
    Geplant ist die Errichtung von vier Gemüse-Hochbeeten, verteilt im Eferdinger Stadtgebiet. Die tägliche Betreuung erfolgt durch Kunden der Tagesstruktur, jedem Beet wird zusätzlich aber noch ein Partner zur Seite gestellt. Zusagen gibt es bereits von der Landjugend des Bezirks Eferding, die auch beim Bau der Hochbeete mithelfen wird, sowie der Goldhaubenfrauengruppe Eferding. „Wir sehen die Hochbeete als Ort des Zusammenkommens und des sozialen Austauschs“, erklärt Projektleiter Franz Rauecker. Gemeinsam mit den Partnern werden die Beete bepflanzt, beerntet und letztendlich verkocht. Um die Kontakte mit den Eferdingern zu vertiefen, könnten eine gemeinsam zubereitete Gemüsesuppe etwa am Sonntag nach der Kirche im Pfarrcafé serviert oder Marmeladen freitags beim Wochenmarkt zum Verkosten angeboten werden. „Im Vordergrund dieses Leader-geförderten Projekts steht das Gemeinsame tun, nicht etwas zu verkaufen. Für unsere Kunden zählt der Kontakt mit der Bevölkerung, dass sie als Teil des Eferdinger Lebens akzeptiert werden“, so Rauecker.

    Ein Hochbeet wird fix nebenan auf dem Gelände des Bezirksalten- und Pflegeheims errichtet. Die weiteren Standorte gilt es noch zu klären. Danach werden die Fundamente gegossen, um auch Rollstuhlfahrern das barrierefreie Arbeiten zu ermöglichen. Mit Mai soll dann mit der Bepflanzung begonnen werden.

    Die neue Außenstelle des Instituts Hartheim besteht aus einem Wohnhaus für 21 Kunden und einem Gebäude für die Tagesstruktur, das insgesamt 32 Kunden Beschäftigungsmöglichkeit bieten wird. (mehr …)

  • P-Garten zieht auf Friedhof

    (alerts(NL)

    […]St.-Jacobi-Friedhofs in Neukölln. Wenn alles gut läuft, kann er mit dem Urban-Gardening-Projekt „Prinzessinnengärten“ für mindestens 30 Jahre hier bleiben. Ein Traum sei das. Er wäre dann über 70 Jahre alt. „Friedhöfe“, so Shaw, „sind eine Riesenüberraschung!“

    Große Teile der innerstädtischen Friedhöfe liegen infolge klammer Bezirke und Friedhofsverwaltungen brach. Die Eigentümerinnen wandelten aber nur etwa zehn Prozent davon in Bauland und Grünflächen um – was mit dem Rest passieren soll, wisse keiner, so Shaw. „Eine Lösung, von der beide Seiten profitieren, sind Gartenprojekte wie wir.“

    Die Prinzessinnengärten vom Moritzplatz, die auf der Suche nach einer neuen Fläche waren, haben sich mit der evangelischen Friedhofsverwaltung vom Jacobi darauf geeinigt, noch bestehende Gräber, den Friedhof und die Natur zu pflegen – und nutzen im Gegenzug den unbelegten und brachliegenden hinteren Teil des Friedhofs als Gemeinschaftsgarten. Der Modellversuch ist gefördert von dem Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (Bene).
    „Wir freuen uns sehr über den neuen Standort: Hier gibt es gewachsene Natur, einen Friedhof im Umbruch, und wir haben Perspektive. Wir haben hier 70.000 Quadratmeter – das bietet uns ganz ungeheure Möglichkeiten“, sagt Shaw. Ideen gibt es viele: Umweltbildungsflächen für Kitas und Schulen, ein Workshop für Steinbildhauerei, der alte und verfallene Grabsteine zu Kunst recyceln soll, ein Treffpunkt für „Solawi“ – biovegane solidarische Landwirtschaft, und es gibt bereits Hochbeete, ein Café und einen Gießkannenverleih.

    Dazu sollen bald tatsächlich aus der Friedhofserde Neuköllner Bio-Tomaten wachsen. „Wir haben Bodenproben machen lassen: Anbau in Bio-Qualität müsste gehen – dafür allein haben wir 5.000 Quadratmeter. Das ist schon fast das, was manch kleiner Bio-Hof in Brandenburg hat.“

    Tatsächlich liegen viele Friedhofsflächen brach, wie auch May Buschke von Stattgrün bestätigt. Sie hat im Auftrag für den Evangelischen Friedhofsverband das Projekt vorangetrieben. Nur ein Viertel seiner Flächen könne die Kirche wirtschaftlich betreiben. Ein veränderte Friedhofskultur seit den 1980ern sorge dafür, dass immer mehr Menschen sich für günstigere und weniger pflege-intensive Beisetzungen entschieden. Urnen brauchen weniger Platz als Särge und kosten weniger – in der Folge gebe es zu wenig Geld zur Bewirtschaftung verfallender Friedhöfe.

    „Die Not ist groß, der Verband kann nicht anders, als über Umnutzungen nachzudenken oder Flächen zu verkaufen“, so Buschke. Im evaluierten Friedhofsentwicklungsplan sei vorgesehen, dass etwa ein Viertel der Flächen in Berlin auf lange Sicht umgenutzt werden könnten. Bei einer Gesamtfläche von 1.200 Hektar wäre das immerhin eine Fläche von 300 Hektar. Zum Vergleich: Das Tempelhofer Feld ist 303 Hektar groß.

    Die Zusammenarbeit mit den Prinzessinnengärten sei eine besonders spannende Sache, weil auch noch viele Trauernde auf den Friedhof kämen. Es sei nicht nur eine grüne Umnutzung, wie es schon einige gebe, sondern eben eine richtige Übernahme, sagt Buschke: „Es ist eine Besonderheit, dass der Friedhof für neue Begräbnisse zwar geschlossen ist, aber noch viele Gräber da sind – die auch zum Teil noch bis zu 20 Jahren Gräber bleiben werden.“

    Der Friedhofsverband wolle in Neukölln ausprobieren, ob ein Nachbarschaftsgarten und Umweltbildungsflächen auf Friedhöfen auch von Grab­besucher*innen angenommen würden – auch mit Blick auf andere Standorte: „Es ist wirklich für Gesamtberlin ein großes Thema“, sagt Buschke.

    Im Wesentlichen sei der Rücklauf – die Kooperation begann im Juni vergangenen Jahres – positiv. Zuvor hätten viele Grabbesucher sich eher am Verfall des Jacobi-Friedhofs gestört, ein Problem seien neben Verfall auch in unmittelbarer Nähe zur U8 Drogenabhängige und unangeleinte Hunde gewesen. „Es gibt immer ein bis zwei, die meckern, aber es wird von den meisten als Verbesserung angenommen“, sagt Buschke.

    Auch Kieznachbarn fänden das Projekt toll. Das liege auch daran, dass sich die Prin­zes­sinnengärtner*innen so gut auf Vor-Ort-Bedürfnisse einließen. Obwohl die Probelaufzeit noch bis zum nächsten Jahr gehe, betrachtet Buschke das Modell schon jetzt als geglückt. Nun gelte es herauszufinden, ob das auch an anderen Orten funktio­nieren könne. Gespräche für ähnliche Projekte liefen bereits mit Gartenprojekten in Mitte und Reinickendorf.

    Die Frei- und Grünfläche am Moritzplatz soll trotz des Umzugs der Prinzessinnengärten Ende 2019 erhalten bleiben. Man kümmere sich um die Übergabe an den Nachfolgeverein Common Grounds. Die Prin­zes­sinnengärtner*innen sind froh über den Umzug: „Der Moritzplatz wurde zu eng“, sagt Shaw. Der enorme Bekanntheitsgrad der Prinzessinengärten habe das Gärtnern schwierig gemacht. „Zuletzt war es am Moritzplatz manchmal eher wie in einem touristischen Biergarten als in einem kollektiven Gemeinschaftsprojekt. Wir hatten täglich bis zu 800 Besucher.“

    http://www.taz.de/Friedhoefe-oeffnen-sich-fuer-Gartenprojekte/!5569212/


    P-Garten RSS:
    Die Nomadisch Grün gGmbH, seit 2009 Trägerorganisation des Prinzessinnengartens am Moritzplatz, wird Ende 2019 umziehen. Die Nomadisch Grün wird einen weiteren Prinzessinnengarten aufbauen und hat damit bereits im vergangenen Jahr begonnen. Der Grundstein ist gelegt und mit dem Umzug auf ehemalige Flächen des St. Jacobi Friedhofs in Neukölln werden wir als Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin dort weiterarbeiten.

    Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig.

    Die Bedeutung von grünen Orten mit gemeinschaftlicher Nutzung in der Stadt ist inzwischen allgemein anerkannt. Aufgrund der Veränderungen in der Bestattungskultur werden in der näheren Zukunft überall in Mitteleuropa innerstädtische Friedhofsflächen frei. Wir verstehen unseren neuen Gartenstandort auch als Experiment um herauszufinden, wie diese Flächen in Zukunft als gemeinschaftliche Orte mit grünem Konzept genutzt werden können. Gerade ehemalige Friedhofsflächen sind historisch gewachsene urbane Grünräume, die meist alten Baumbestand und vielfältige Fauna aufweisen.

    Am Moritzplatz sind die gärtnerischen Möglichkeiten in einigen Punkten eingeschränkt, während sich am neuen Standort diverse neue Möglichkeiten eröffnen. Hier ist der Platz weit weniger begrenzt, das Gärtnern auch direkt im Boden wird möglich und es kann ein Nebeneinander von gärtnerisch genutzten Arealen und der behutsamen Gestaltung naturnaher Flächen zu Umweltbildungsorten.

    Mit der Nutzung der neuen Fläche auf ehemaligen Teilstücken des St Jacobi Friedhofs tragen wir dazu bei, einen historischen Grünraum in Berlin für die Öffentlichkeit zu erhalten und ihn zum Naturerfahrungsraum weiterzugestalten. Hier soll behutsam gegärtnert werden, Umweltbildungsmöglichkeiten etabliert werden und der gewachsene Naturcharakter des Ortes erhalten werden. Dadurch zielen wir ebenfalls auf eine gelebte Form der Verstetigung des Urban Gardenings, um diese Praxis dauerhaft in Berlin zu verankern.

    Wir starten noch diesen Monat in die neue Saison und würden uns freuen euch am neuen Standort begrüßen zu können, seid dabei!

    Am 23.3. / 12:00 feiern wir die Saisoneröffnung

    Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin, Hermannstraße 99, 12051 Berlin

    Ab April gibt es regelmäßige Gartenarbeitstage zum kennenlernen, teilhaben und mitentscheiden: Montags, Mittwochs und Freitags. Ab Ende Februar Workshops, Seminare und Bauwochen

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  • Aus alt mach neu in den Bunten Gärten Leipzig

    (RSS)

    wir haben unsere alte eingefallene Gartenlaube zu einem schönen Gerätehäuschen um- und ausgebaut. Eigentlich standen nur noch die Mauern da. Das Dach war eingefallen, eine Tür gab es auch nicht mehr, das Fenster war kaputt und allerlei Müll lagerte im Inneren. Über den Sommer haben wir es mit vielen Helfern wieder schick und nutzbar gemacht.

    Aus alt wird neu

    Nur die Inneneinrichtung hat noch gefehlt. So blieb und bleibt Zeit, über den Winter den kleinen Schuppen für all unsere Gartengeräte herzurichten. Es geht ja nicht darum, alles nur wild hineinzustellen. Mit guter Sortierung bekommt man einfach mehr hinein und gut sieht es auch noch aus. Ein paar Bilder vom Innenausbau folgen noch. Das Häuschen braucht zusätzlich auch noch Strom. Auch den werden wir die nächsten Tage verlegen und im Frühjahr folgt dann noch ein schützender farbiger Anstrich.

    So wird unser Gewächshaus aussehen…

    Wenn die Temperaturen wieder steigen, werden wir auch unser neues Gewächshaus aufbauen, um dort Pflanzen vorzuziehen und den Tomaten eine geschützte Umgebung zu bieten. Man sollte ja nicht immer davon ausgehen, dass die Sommer so trocken und warm werden wie im vergangenen Jahr.


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  • Gartendeck: Ende der Zwischennutzung

    (Tel, Netz)

    Die Gruppe musste das Gartendeck zum Ende des Jahres 2018 verlassen und gehen (hoffentlich) bald in eine andere  Zwischennutzung

    Wir ziehen Mitte März um, es wird auch nochmal eine offizielle Mitteilung dazu geben.
    Der Grund war schon länger bekannt, das Gartendeck Gelände wird ja bebaut. Nun ziehen wir zwei Straßen weiter auf die Grünfläche beim Leuchtfeuer. Offiziell wird dies eine Zwischenlösung für 3-5 Jahre, bis wir auf das Dach den Gebäudes in der gr Freiheit 62-68 zurückziehen.

    Öffnungzeiten

    Wir räumen auf, ziehen um und gärtnern ab 2019 an anderer Stelle weiter.
    Bleibt einfach dran, dann erfahrt ihr, wo und wann es weiter geht!

    Liebe Freund*innen des Gartendecks,

    es ist Herbst geworden in Hamburg und wie jedes Jahr machen wir uns im Garten langsam daran, den Winter vorzubereiten. Doch dieses Jahr ist etwas anders.
    Ihr habt es bestimmt schon vernommen: Diese Saison war die letzte Saison auf der jetzigen Fläche. Bis zum Ende des Jahres muss der Garten einer Baustelle und damit einer Neubebauung weichen.

    Zukunft des Gartendecks

    Für das Gartendeck ist auf dem Dach der Neubebauung eine etwa gleich große Fläche eingeplant. Auch wenn es erstmal gut klingt, bedeutet es für die Pflanzen und die Menschen, dass sie für die Bauzeit (3-5 oder x Jahre) auf einer Ausweichfläche weiter wachsen bzw. gärtnern müssen.
    Zurzeit haben wir noch keine definitive Option, sind aber zuversichtlich, dass der Garten auch im kommenden Jahr 2019 seine Tore öffnen kann.

    Rückbau des Gartens und Hau-Ruck-Wochenende

    Bevor das passiert, muss jedoch noch eine Menge Erde geschaufelt, abgebaut und eingepackt werden. Es gibt viel zu tun und zusammen ist es einfach schöner.
    Daher laden wir euch herzlich ein zu unserem nächsten Hau-Ruck-Wochenende am Samstag, 20.10.2018 und Sonntag, 21.10.2018 – jeweils von 12 bis 17 Uhr.

    Es wird – wir sagen es gerne nochmal – genug zu tun und sicherlich auch die eine oder andere Kiste oder Pflanze zu verschenken geben. Daher freuen wir uns wie immer über jede helfende Hand! (mehr …)

  • Integrierte urbane Gärten: Vernetzung, Beratung und Anschubfin für Gärten in Marzahn

    (Mail)

    Projektauftakt „Integrierte urbane Gärten“

    Pressemitteilung vom 25.10.2018

    Eigenes Gemüse im Schulgarten anbauen können, frische Kräuter aus dem Nachbarschaftsgarten ernten, Fachsimpeln und Netzwerken mit anderen Garteninitiativen aus Marzahn-Hellersdorf – das sind die Ziele des Projekts “Integrierte urbane Gärten – Schul- und Nachbarschaftsgärten in Marzahn-Hellersdorf“, welche die GRÜNE LIGA Berlin als Projektträger im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verfolgt.

    Vergangenen Dienstag, am 16. Oktober 2018, war die Selma-Lagerlöf-Grundschule in Marzahn-Nord Gastgeber für die öffentliche Auftaktveranstaltung und zeigte der interessierten Nachbarschaft, Lehrerinnen und Lehrern der umliegenden Schulen und Vertreterinnen und Vertretern aus Bezirks- und Grünflächenamt, wie ein funktionierender Schulgarten aussehen kann. Mit tatkräftiger Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, dem Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen Johannes Martin und der Geschäftsführerin der Grünen Liga Berlin Karen Thormeyer wurden zum Projektauftakt zwei Apfelbäume gepflanzt. Die alten Sorten “Kaiser Wilhelm” und “Hasenkopf” ergänzen nun den vielfältigen Schulgarten. Herr Kurz, engagierter Klassenlehrer und Verantwortlicher des Schulgartens, versorgte die Gäste mit Unterstützung seiner dritten Klasse mit selbst gemachter Kürbissuppe und Mangold-Tomaten-Häppchen aus dem Schulgarten und bewies, wie schmackhaft die frische Ernte ist.

    Das Projekt “Integrierte urbane Gärten” bietet Schulen, Nachbarschaften sowie bestehenden Garteninitiativen konkrete Hilfestellungen zu fachlichen Fragen und unterstützt neu entstehende Garten-Standorte mit einer Anschubfinanzierung und Vernetzungstreffen. Weitere Bausteine des Projektes ist die Begleitung und Evaluierung einer im Bezirk entstehenden Gartenarbeitsschule sowie der Umsetzung eines Schulgartenwettbewerbs im Jahr 2019. Auf diese Weise sollen langfristige Synergien zwischen den verschiedenen Garteninitiativen im Bezirk entstehen. Das Projekt wird über das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf vom Programm Soziale Stadt/Netzwerkfonds im Zeitraum August 2018 bis Dezember 2020 gefördert.

    Träger: Grüne Liga (mehr …)

  • Stadtgarten Nürnberg hat neue Fläche

    (Mail)

    wir ziehen mal wieder nu ca. 600 m weiter auf einen weiteren ehemaligen Parkplatz des Quellegeländes.

    Das ist einerseits schön, denn so bleiben wir im Stadtteil.

    Aber andererseits gehört dieses Grundstück nicht der Stadt, sondern dem Investor, der das Ganze Quelle Areal gekauft hat. Und so haben wir jetzt einen Mietvertrag (über 5 Jahre) und müssen auch wieder Miete zahlen.

    Trotzdem sind wir alle guter Stimmung und haben die neue Fläche geplant (wird toll!) und sind gerade mitten in den Umzugsvorbereitungen (mehr …)

  • Tolle interkulturelle Arbeit im Garten der Hoffnung in Otterndorf

    (Bericht)
    Obwohl drei Flüchtlingsfamilien, die zu unserem engeren Gartenkreis gehörten, aus beruf-
    lichen Gründen weggezogen sind und zwei weitere Familien in Ertstantragsländer abgescho-
    ben wurden, hat sich eine Kerngruppe von Aktven weiter gehalten, z.Zt. mit 3 Flücht-
    lingsfamilien   (Iran,  Afghanistan,  Syrien)  und   einem  weiteren  Mann   aus  Syrien   sowie  7
    Menschen deutscher Herkunf. Von Mai bis Oktober wöchentlich samstags um 11 Uhr war
    und ist unser festes Trefen, wir arbeiten zusammen und nutzen die Pausen für einen
    Austausch   in   deutscher   Sprache   und   Bearbeitung   kleinerer   Probleme   mit   Rechnungen,
    Anträgen usw.
    Unseren  Gemüse-   uur   Obstaubau  haben   wir  weiterentwickelt,   indem   wir   z.B.   eine
    Einweisung in den Obstbaumschnit vor Ort organisieren konnten. Eine extrem reichhaltge
    Apfelernte war die Folge. Zudem haben wir einen Schutz für Tomaten- und Paprikapfanzen
    errichtet und ein besonderes Beet für Kräuter angelegt, die wir als Spende des hiesigen
    Landfrauenverbandes   bekommen   haben.   Wir   haben   verschiedene   Kartofelsorten
    ausprobiert und erfolgreich eine Fruchtolge von Kohlrabi (im Sommer geerntet) bis zu
    Feldsalat im Winter durchgeführt. Behälter zur Lagerung und Umsetzung des Kompostes
    wurden angelegt, so dass wir in diesem Jahr von guter Komposterde profteren können. Zur
    Bewässerung haben wir einen alten Brunnen wieder in Gang gesetzt, allerdings hat das
    Wasser im trockenen Sommer nicht gereicht, so dass wir fast täglich abwechselnd zum
    Gießen kommen mussten, was nicht so ein Problem war, da wir dies auf alle Beteiligten
    verteilen konnten.
    Die   männlichen   Gefüchteten   konnten   wir   besonders   durch   unsere  Bauprojekte
    einbeziehen:   wir   haben   ein   Toiletenhaus   gebaut   (Torfoilete),   das   Gemeinschafshaus
    befestgt und einen größeren Schuppen (3×3 m) errichtet. Das Holz hierfür haben wir von
    einem hiesigen Holzhändler relatv günstg bekommen, mussten es aber selber anfahren und
    in einer Gemeinschafsakton ein paar hundert Meter bis in den Garten schleppen.
    Befördert durch die Anschafung eines Trampolius uur (Saur-)spielzeun sind einige Frauen
    mit ihren Kindern auch mal außerhalb der verabredeten Trefen zwischendurch im Garten
    vorbeigekommen. (Unsere Sandkiste ist allerdings den Ameisen zum Opfer gefallen und
    wurde seither gemieden.)
    Ein wichtges Standbein war auch das Deutsch-Uuterstützuuns-Aunebot, sich auch montags
    (in den Sommerferien sogar zweimal pro Woche) im Garten zu trefen, um gezielt für die
    jeweiligen Prüfungen in A2, B1 oder B2 zu üben.
    Wie im letzten Jahr gab es mehrere iuteruatouale Feste mit Kafee und Kuchen oder auch
    Gegrilltem und internatonalen Spezialitäten. Beim  Zuckerrest  waren wir zunächst leicht
    überfordert, weil es unerwartet gleich zu Beginn zu regnen begann und ca. 40 Menschen,
    bepackt mit kulinarischen Köstlichkeiten, fast gleichzeitg in unseren Garten strömten. Dies
    war dann jedoch eine besonders gute Erfahrung, da alle sofort mit anpackten: Planenwurden aufgehängt, Stühle abgewischt, das Haus umgeräumt, der Grill angefeuert, das Holz
    fürs Lagerfeuer ins Trockene gebracht …
    Ein besonderes Highlight war – wie bereits 2017 – unser Eruterest – nur für diejenigen, die
    auch   mal   mit   angepackt   haten.   Es   gab   köstliche   Gemüsepfannen,   ausschließlich   mit
    Produkten aus unserem Garten; das Gemüse wurde gemeinsam vor Ort geschnippelt, was
    auch viele Kinder gerne mitgemacht haben.
    Ein trauriger Anlass war das Abschiersrest rür Rabea Carrero, die Flüchtlingsbeaufragte, die
    uns die ganze Zeit über engagiert und herzlich unterstützt hate.
    Da wir das Land von der Kirche gepachtet haben und diese uns auch unterstützt, gab es auch
    eine Einladung an die Mitglieder des Kirchenvorstandes, die sehr beeindruckt von unserem
    Garten waren und von den Geschichten, die die Gefüchteten bei Kafee und Kuchen über
    ihre Flucht und ihre Heimat zu erzählen haten.
    Was als Aktvität neu hinzugekommen ist, sind zwei Ausfüne, die wir gemeinsam gemacht
    haben: einmal nach Hamburg-Altona zu einem internatonalen Fest auf dem Kemal-Altun-
    Platz und einmal nach Cuxhaven zu der Neueröfnung eines Ladens der Flüchtlingsinitatve
    „Ofenes Herz Altenwalde.. Insbesondere der Ausfug nach Hamburg mit der  regionalen
    „Metronom“-Bahn,   an   dem   20   Personen   teilgenommen   haben,   hat   viel   Begeisterung
    hervorgerufen und die Gruppe zusammengeschweißt.
    Last but not least sei eine kleine Gruppe von Deutschen zu benennen, die aus dem Kontakt
    mit Flüchtlingen und deren Erzählungen einen Bezug zu dem demokratschen Projekt im
    Norden von Syrien (Rojava) entwickelten,  wo im Schaten des Krieges seit 2012 von der
    Bevölkerung eine kommunale Selbstverwaltung mit paritätscher Besetzung durch beide
    Geschlechter und verschiedene Ethnien aufgebaut worden ist, die wir sehr beeindruckend
    fnden. Durch das große Engagement, insbesondere der Frauen, ist zudem eine Vielzahl von
    medizinischen   Statonen,   Frauenhäusern,   Krankenhäusern,   Kindergärten   und   Schulen
    entstanden.  Ein  Iurormatousstaur  –  „Friereu rür Syrieu. –   im Dezember 2018 auf dem
    Wochenmarkt   in   Oterndorf   war   ein   Beitrag,   diese   in   der   Presse   wenig   beachteten
    Aktvitäten in die ffentlichkeit zu bringen. (mehr …)

  • Für Gartenprojekt für Kinder wird Bebauungsplan aufgestellt

    (alerts)

    Westerkappeln

    Alle Bedenken sind offensichtlich ausgeräumt. Der Gemeinderat hat am Mittwoch ohne große Debatte beschlossen, für das „Gartenprojekt Am Kapellenweg“ einen Bebauungsplan aufzustellen. Letzte Überzeugungsarbeit leisteten einen Abend zuvor Petra Kleen, Vorsitzende des Fördervereins Wespe, und Anja Peters, Leiterin des evangelischen Familienzentrums Am Kapellenweg.

    Ein Bebauungsplan ist – wie berichtet – notwendig, damit das jetzt rund 5500 Quadratmeter große Ackerland, künftig als „Grünfläche mit Spielplatznutzung“ gestaltet werden kann. Die Kosten für das Verfahren in Höhe von bis zu 10 000 Euro wird die Gemeinde übernehmen. Ansonsten ist die Kommune aber wohl aus der Nummer raus, wie Kleen und Peters versicherten.

    Im Grundsatz war das Gartenprojekt schon im Bauausschuss vor zwei Wochen begrüßt worden. Insbesondere Wolfgang Jonas, CDU-Fraktionsvorsitzender, befand das Vorhaben aus seiner Sicht jedoch für noch nicht „zu Ende gedacht“. „Wir sind hier so etwas wie der Aufsichtsrat der Gemeinde und müssen auch schauen, ob und welche Folgen das für die Gemeinde hat“, erklärte Jonas am Dienstag im Hauptausschuss.

    Der CDU-Fraktionssprecher begrüßte, dass so viele Akteure zusammenarbeiten wollen. Neben der Wespe als Träger und dem Kindergarten Am Kapellenweg sollen auch die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln und die Anwohner aktiv einbezogen werden. „Es muss aber von Anfang an klar sein, wer die organisatorische und finanzielle Verantwortung trägt“, sagte Jonas und blieb zunächst ein wenig in der Rolle des Bedenkenträgers.

    Zwar sind die Pläne für das Gartenprojekt erst grob skizziert, der Rahmen, in dem sich die Beteiligten bewegen wollen, ist nach Angaben von Kleen und Peters jedoch geklärt. Ursprünglich sei die evangelische Kirchengemeinde, der die Fläche gehört und die das Gelände für zunächst 15 Jahre kostenlos an die Projektträger verpachten will, ans Familienzentrum herangetreten mit dem Vorschlag, dort so etwas wie nachhaltigen Ackerbau zu betreiben. „Das können wir nicht leisten“, betonte Anja Peters. Sie hatte aber die Idee für das Gartenprojekt. In Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung sei die Frage nach der Trägerschaft aufgetaucht. „Dann sind wir angefangen, ein Netzwerk aufzubauen“, erläuterte die Leiterin des Kindergartens. „Die, die jetzt dabei sind, müssen noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.“

    Ohne Personal werde das Projekt sicher nicht umsetzbar sein, meinte Jonas. Befürchtungen, die Kommune müsse helfen, konnte Peters entkräften. Eine Beteiligung des Bauhofes sei nicht vorgesehen. Laut Projektbeschreibung soll beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz für Tecklenburger Land (ANTL) ins Boot geholt werden. Der Verein“Lebens(t)raum“ ist als Gesamtkoordinator und für die professionelle Landschaftsplanung vorgesehen. Der Förderverein Wespe will mit eigenem Personal die Verwaltungsarbeit übernehmen. Und es sei vorgesehen, eine Kraft im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres einzustellen, ergänzte Petra Kleen. Die Träger, die im Moment da seien, hätten genügend Ressourcen, das Projekt zu stemmen.

    Das gilt auch fürs Finanzielle. Sicher, die Wespe bekommen Zuschüsse von der Gemeinde. Aber allein im vergangenen Jahr habe der Förderverein viermal so viele Fördermittel aus anderen Töpfen akquiriert, erklärte die Vereinsvorsitzende.

    Die von Dietmar Strecke ( CDU ) aufgeworfene Versicherungsfrage konnte Kleen ebenfalls klären. Der Förderverein sei – außer bei Vandalismus – vielfältig abgesichert. „Wir zahlen jedes Jahr hohe Summen.“

    Anja Peters hatte schließlich auch Antworten zur Parkplatzsituation. An der Heinrich-Schulte-Straße gebe es 18 Stellplätze, vor dem Kindergarten am Kapellenweg derer zehn. „Wir gehen nicht davon aus, dass das gleich am Anfang so frequentiert wird. Wir fangen ja erst an.“

    Michael Puke (SPD) bezeichnete das Projekt als „tolle Idee“, durch die Kinder und Jugendlichen auch für ihre späteres Leben Erfahrungen gewinnen könnten.

    https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Westerkappeln/3646088-Gartenprojekt-Biologische-Vielfalt-Alle-Bedenken-ausgeraeumt


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  • Gemeinschaftsgärten in Bad Düben und Kemberg werden weitergeführt

    (Mail)
     

    Bad Düben/Kemberg – Die zwei Gemeinschaftsgärten im Naturpark Dübener Heide werden im Jahr 2019 weitergeführt. Das haben die Teilnehmer auf der Abschlussveranstaltung des Projektes „Urban Gardening geht aufs Land“ im Naturparkhaus in Bad Düben bekräftigt: Der Gemeinschaftsgarten am Wasserturm in Bad Düben wird von der neu gegründeten Ortsgruppe unter dem Dach des Vereins Dübener Heide e.V. bewirtschaftet, der in der Kolonie Gniest bei Kemberg von Projektteilnehmern.

    Zwei Jahre lang wurde praktisch und theoretisch geprüft, ob die Idee „Urban Gardening geht aufs Land“ auch etwas für ländliche Gefilde ist. Die Berliner Wissenschaftler Dr. Torsten Reinsch und PD Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen sowie mehrere Praktikerinnen aus der Dübener Heide machten es möglich. Sie spielten sich so die Bälle zu, dass es tatsächlich etwas wurde: Am Ende der zweijährigen Projektlaufzeit waren die zwei Gemeinschaftsgärten auf den Weg gebracht worden. Es wurden Beete angelegt, Gewächshäuser gebaut, die Ernte eingefahren.

    Torsten Reinsch, der Projekterfinder: „Wir danken dem Verein Dübener Heide, der als Träger des Projekts das Ganze erst möglich gemacht hat. Außerdem den beiden Umweltengagierten Klement Wefel vom Forst Gniester Schweiz und Michael Kühn von der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide, die die Flächen zur Verfügung stellten. Ein Dank geht natürlich auch an unsere Gärtnerin Paula Passin vom Verein mischKultur aus Kemberg, ohne deren Einweisung ins praktische Ökogärtnern die Gärten auch nicht denkbar sind und überhaupt an alle aktiven Gärtnerinnen und Gärtner beider Gemeinschaftsgärten.“

    Zur Abschlussveranstaltung diskutierten die etwa 40 Teilnehmer ausführlich über die Möglichkeiten eines neuen, gemeinsamen umwelt- und klimafreundlichen Gärtnerns auch auf dem Land. Dazu kamen als externe Referenten zwei der Initiatorinnen der neuen Initiative „Besser Leben in Delitzsch“. In deren Rahmen bewirtschaften etwa fünf junge Paare mit kleinen Kindern gemeinsam einen Kleingarten, um zu einer gesünderen Ernährungsweise und schöneren landschaftlichen Umgebung zu finden.  Aus Leipzig kamen zwei Vertreterinnen der neu gegründeten „Bunte Gärten Leipzig e.V.“, die ebenfalls in bisher unbewirtschafteten Kleingartenparzellen arbeiten. Sie haben drei Parzellen nebeneinander, um die vorbildliche Arbeit mit Flüchtlingen der ersten „Bunten Gärten“ im Leipzig der Jahrtausendwende wieder aufzunehmen. 

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  • Beetinchen will sich noch mehr öffnen

    (aus Bericht)
    Berlin

    […]
    Aufgrund mangelnder personeller Ressourcen konnte der Garten nicht für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Einbrüche und Diebstähle bestärkten die Auffassung, dass es für eine Öff­nung verantwortliche Unterpächter*innen und/oder Personal vor Ort brauche. Lediglich bei zwei Veranstaltungen wurde der Garten als Begegnungsort für die Nachbarschaft präsen­tiert. So fand im September das alljährliche Viertelkino im Garten statt, eine für alle Besu­cher*innen kostenlose Filmvorführung. Besonders schön war jedoch eine gemeinsam mit der GESOBAU AG organisierte und von Chansonmusiker*innen begleitete Lesung. Durch die­se Veranstaltungen sowie die Erfahrung der neuen zuständigen Koordinatorin konnten neue Ideen für den Garten auf dem neuen Gelände entwickelt werden. Zum einen zeigten sich neue Veranstaltungsideen und auch ein klareres Bild über die Interessen der Anwohner*in­nen. Zum anderen konnte durch die Erfahrung im Zusammenwirken mit den Unterpächter*innen herausgearbeitet werden, was notwendig ist, um den Garten stärker für die Öffentlichkeit zu beleben. So werden aktuell über das neue Teilhabechancengesetz Mit­arbeiter*innen für den Betrieb des Gartens gesucht. Zudem wurden nach dem Austausch mit anderen Gemeinschaftsgärten die künftig auszustellenden Verträge geändert und die Unter­pächter*innen werden künftig mehr gemeinschaftliche Arbeit im Garten leisten müssen. Dies waren bisher 5 Stunden/Jahr, deren Umsetzung jedoch nicht kontrolliert wurde; künftig werden es 12 Stunden/Jahr sein und die Ableistung dieser Stunden wird durch Mitarbeiten­de des Betreibers kontrolliert und unterstützt. Dazu gehören z.B. die Pflege künftig bestehender Gemeinschaftsflächen oder die Unterstützung bei Veranstaltungen.

    Zur Überraschung des Betreibers und der Unterpächter*innen musste der Garten bereits am 07.10.2018 schließen, da die Baumaßnahmen begannen. Der neue Garten wird leider frühes­tens am 30.04.2019 an den Betreiber übergeben. Aus diesen Grund werden im Vorfeld Ver­anstaltungen (Sommerfest, Aufführung der Komischen Oper) vorbereitet und erste Anzuch­ten in den Räumlichkeiten des Betreibers vorgenommen. Zudem werden weiterhin weitere Förderungen beantragt, um Honorare für Workshops und Aufwandsentschädigungen für Eh­renamtliche zu akquirieren. Auch die GESOBAU AG möchte den Garten im Rahmen ehren­amtlichen Engagements Mitarbeitender sowie einer geringen Förderung über die GESOBAU Stiftung die Durchführung von Veranstaltungen im Garten unterstützen.


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  • Westkreuzgarten: ein GG im Kleingarten in Berlin

    (Antrag, tel, recherche)

    Ein spannendes Projekt: ein Kleingarten öffnet sich und es gibt eine Gruppe (bisher 17 Leute), die auf einer 330m² großen Fläche mitten im Kleingarten angefangen haben, einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Diese Leute waren (fast) alle vorher nicht in dem KG Verein, die sind über Infos auf Straßenfesten etc. auf das geplante Projekt aufmerksam geworden. Sie sind aber nun in den Verein eingetreten (zahlen aber nur die Mitgliedsgebühr und davon wird das Wasser etc. bezahlt). Es gibt ein Schild, alle aus dem GG bekommen einen Schlüssel für die Anlage und diese ist tagsüber immer offen. Sie haben für 45 Hochbeete eine Förderung vom Bezirk bekommen (wurde dann wieder zurückgezogen wegen Vermutungen seitens des BA, das die Fläche gar nicht zum KG gehört, als sie schon das Geld ausgegeben hatten… dann haben sie die Förderung doch bekommen). Es können und sollen noch Leute dazu kommen.

    Aber:

    Es ist unklar, wie es perspektivisch mit der Fläche des Kleingartenvereins weitergeht. Der Bezirk plant einen Park, ob und wie die KG da weiter bestehen werden, weiß derzeit niemand, es läuft derzeit für den Bebauungsplan eine Bürgeranhörung, es gibt eine Petition (KG spricht sich für Park aus, aber mit KG) und zudem ist auch noch unklar, wie lange der Gemeinschaftsgarten an der Stelle bleiben kann, an der sie nun losgelegt haben. Denn da soll eventuell eine Durchwegung entlanglaufen. All das kann aber auch noch Jahre dauern Daher planen sie mobil und haben auch schon eine andere Fläche (die auch auf dem Gelände ist) im Blick.

    Sie planen mit Kübeln, da sollen die Bäume und Sträucher rein, so können sie die auch auf die andere Fläche mitnehmen.

    mehr dazu: http://westkreuzgarten.de/category/allgemein/

    (mehr …)

  • IG Bielfeld hat richtig losgelegt

    (aus Bericht)
    Garten ist auf Grabelandparzelle entstanden

    […]
    Gleich zu Anfang wurde in Selbstbauweise ein Gartentor im Zaun entlang des Hauptweges eingebaut,
    so dass der Garten nun für alle MitGärtner*Innen direkt erreichbar ist und auch Transporte leichter
    fallen. Zuvor war der Zugang zum Garten nur über einen verschlossenen, schmalen Gemeinschafts-
    weg und ein Nachbargrundstück möglich. Es zeigte sich, dass immer, wenn das neue Gartentor offen
    stand,  auch  Gärtner  aus  den  Nachbarparzellen  ermutigt  waren,  in  den  GemeinschaftsGarten  zu
    kommen, um Kontakt zu knüpfen und sich auszutauschen. Ein seitlicher Zaunabschnitt zum Nachbar-
    garten wurde entfernt, um das Gartenhaus besser sanieren zu können. Wegen der häufigen erfreuli-
    chen Kontakte zu den Nachbarn haben wir beschlossen den Zaun offen zu lassen.
     
    Im Gartenhaus stellte sich beim Entrümpeln heraus, dass der morsche Fußboden abgesackt war und
    erneuert werden musste. Wir hatten anfangs angenommen, dass das Gartenhaus mit überschauba-
    rem Aufwand schnell wetterfest gemacht werden könnte. Das Haus musste aber angehoben, abge-
    stützt und unter den Wänden erneuert werden. Ein Fundament aus Gehwegplatten, die Schwellbal-
    ken und der Fußboden konnten mit Recyclingmaterial und Bau-Material aus den Fördermitteln der
    ‘anstiftung‘  erneuert  werden.  Mit  vereinten  Kräften  konnte  die  Gartengruppe  diese  handwerklich
    anspruchsvollen Arbeiten vor dem Wintereinbruch abschließen. Durch den konstruktiven Holzschutz
    ist das Holzhaus nun gut von unten geschützt. Auch Dach und Fassade des Gartenhauses erhielten in
    Eigenleistung der GartenGruppe einen neuen Witterungsschutz aus Mitteln der ‘anstiftung‘.
     
    Gartengeräte wurden von einem aufgegebenen Nachbargarten  gebraucht gekauft, instand gesetzt
    und gleich eingesetzt, um im Gewächshaus die ersten Fruchtgemüse zu pflanzen, die auf Balkonkäs-
    ten bereits vorgezogen waren.  Die Gartengeräte wurden im Gerätehaus und in einem stabilen Regal
    untergebracht. Die vorhandene Schwengelpumpe wurde nach Erneuern der Ledermanschette wieder
    zur Wasserversorgung  während der Heißzeit genutzt, auch zum Gießen eines Nachbargartens wäh-
    rend der Urlaubszeit. Alle Flächen wurden überarbeitet, da der Garten seit einem Jahr nicht mehr zurückgeschnitten war.
    Ein Spiralhügelbeet wurde gebaut, um die großen Mengen an Pflanzenschnitt unterzubringen. Die
    Rasenfläche wurde zugunsten der Gemüse-Anbaufläche reduziert, Grassoden kamen mit ins Spiral-
    hügelbeet. Der ausgetrocknete, harte Lehmboden ließ sich nur sehr schwer umgestalten, aber Ende
    August wurde noch eine letzte Mischkultur aus Spinat, Feldsalat, Radieschen und Erdbeeren drauf
    gepflanzt. Die Erdbeerableger bekamen wir von einem Nachbarn geschenkt. Zum Herbstanfang wur-
    den im Garten Äpfel und Weintrauben gelesen und zusammen mit dem Lesegut aus anderen Gärten
    mit einer selbstgebauten Obstmühle und Saftpresse zu Saft und Wein gemahlen, gepresst, pasteuri-
    siert bzw. vergoren. Die Weintrauben hatten 2018 wahrscheinlich den höchsten jemals am Teuto-
    burger Wald gemessenen Zuckergehalt. (mehr …)

  • Green City macht LehrerFoBis zum (produktiven) Begrünen von Schulhöfen

    (NL)

    Dank einer Förderung des Sozialreferat der Stadt München können wir in diesem Frühjahr eine LehrerInnenschulung anbieten, bei der wir über die Grundlagen für Gemüsebeete an Schulen, Kindergärten und sonstigen Einrichtungen informieren wollen. Dabei geht es sowohl um das Anlegen, als auch um das dauerhafte Etablieren an Schulen. Wir vermitteln an einem Nachmittag Grundlagenwissen zum Anlegen und Pflegen von Gemüsebeeten. Eine Woche später laden wir erneut zu einem Workshop ein. Diese beiden Termine finden jeweils im Büro von Green City e.V.  statt. (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten hinter dem Pfarrheim

    (aus Bericht)
    Siegburg

    Hinter dem Siegburger Marienheim in der
    Bambergstraße entsteht ein interkultureller Gemeinschaft sgarten, in dem sich die Nachbarn, die
    Kinder der Grundschule und des Kindergartens sowie der Unterkunft  für Gefl üchtete am Gärtnern
    versuchen können.
    Obwohl die Idee erst im späten Sommer prakti sch umgesetzt werden konnte, entwickelten sich die
    Pfl änzchen und das Miteinander der GärtnerInnen prächti g: Die wichti gsten Gartengeräte und
    Samen waren schnell besorgt und so manches Utensil brachten die Neugärtner einfach selbst
    herbei.
    Nachdem in Handarbeit mit Spaten, Schaufel und Hacke die Wiese in ein Beet umgewidmet wurde,
    hat das warme Wett er im August   Radieschen, Spinat, Rucola, Pfl ücksalat und Persilie so gut
    gedeihen lassen, dass die jungen Pfl anzen bald auf ein zweites Beet verteilt werden mussten.
    Die Mitstreiter arbeiten nach dem Prinzip, „wer mithilft , darf auch ernten“ und so ließen sich
    schon   eine   Handvoll   Nachbarn,   Freunde   und   andere   Gartenliebhaber   den   Salat   aus   dem
    Mariengarten schmecken. In geselligen Runden wurde da schon mancher Geheimti pp für die
    perfekte   Salatsoße   ausgetauscht,   aber   auch   frisch   geerntet   und   gewaschen   schmeckten   die
    Radieschen ganz ohne jedes Dressing.
    Das Grundstück für den Garten stellt die Kirchengemeinde Sankt Servati us unentgeltlich bereit und
    gegossen wird mit dem Wasser der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft  am Kannenofen.
    Mit dem Setzen von Blumenzwiebeln und der restlichen Ernte ging das Gartenjahr dem Ende zu,
    aber   eine   Fortsetzung  wird  nur   noch  ein  paar  Wochen  auf  sich  warten  lassen  müssen. Die
    Menschen, die sich regelmäßig zu kreati ven Projekten und gemütlichem Plausch bei Kaff ee und
    Teilchen im Pfarrheim zusammenfi nden, werden im Frühjahr erste Pfl änzchen vorziehen, die auf
    den sonnigen Balkonen einiger Nachbarinnen bis zum Auspfl anzen heranwachsen dürfen. Sobald
    kein Frost mehr droht, sollen sie eingepfl anzt und in den Beeten des Gartens gepfl egt werden.
    Die   nächsten   Ernteerfolge   werde   dann   auch   gemeinschaft lich   verarbeitet   und   etwa   beim
    traditi onellen interkultur (mehr …)

  • Stadtgarten Glaucha findet keine neue Fläche

    (mail)
    Der Stadtgarten in Halle/Glaucha hat bisher kein neues Grundstück gefunden und sie glauben auch nicht dran.
    Projekt ist somit (zunächst?) beendet (mehr …)

  • Nachbarschaftsgarten mit Werkstatt in Potsdam

    (alerts)

    Crowdfunding für Werkstatt im Nachbarschaftsgarten

    Veröffentlicht am: von Kerstin

    Wir haben unser Ziel dank der Unterstützung von so Vielen geschafft!

    Das Angebot der Stadtwerke Potsdam GmbH im Herbst 2018 hat uns gefreut. Wir durften eines der ersten drei Crowdfunding-Projekte in Potsdam sein, welche ab Mitte November auf der nagelneuen Plattform https://www.potsdam-crowd.de an den Start gingen. Es hat sich für alle Initiativen gelohnt, denn alle gesetzten Ziele wurden sogar übertroffen.  Nun sind wir sehr dankbar und beginnen, die Werkstatt einzurichten!

    Wir brauchen neues Werkzeug für Reparaturen und kleinere Bauprojekte auf der Scholle 34. Die hiesige Werkstatt soll besser nutzbar für Alle gestaltet werden. Im Rahmen von größeren Arbeitseinsätzen mit vielen Leuten stoßen wir immer wieder an Grenzen, die mit besserem und mehr Werkzeug leichter zu überwinden wären.

    Nach den Bränden im vergangenen Herbst halfen die Jugendlichen der Montessori Oberschule im Rahmen ihres WAT Unterrichts großartig mit, die Schäden zu beseitigen, aber auch die anderen Aktiven im Nachbarschaftsgarten haben in der Sommersaison Vieles repariert und neu gestaltet, was den Ort enorm aufwertet. (mehr …)

  • Josefgarten Viersen gibt es nicht mehr

    (Recherche IR)

    Intiatorin war die Stadt Viersen, Projekt startete 2016 und wendete sich auch an Geflüchtete.
    Die Mitarbeiterin, die für den Garten zuständig war, arbeitet nicht mehr bei der Stadt. Die Stelle wurde nicht wieder besetzt, das Projekt wird nicht mehr bearbeitet (mehr …)

  • Waldgarten Wiehre auf gutem Weg

    (Aus Bericht)

    […] Die langen, zermürbenden Verhandlungen haben auch dazu geführt, dass einige unserer Leute abgesprungen sind.

    2017 haben wir dann dadurch Aufwind bekommen, dass sich eine Studentengruppe unserem Projekt angeschlossen hat. So ist es uns 2017 gelungen viele Dinge in Angriff zu nehmen und wir sind beständig dabei unsere Gartenträume zu verwirklichen.

    Hier im Überblick der Stand der Dinge:

    Was alles gemacht wurde:

             Durch gezielte Pflanzungen (z.B. Steinklee) haben wir die Qualität des Bodens verbessern können, der ursprünglich sehr verdichtet und zum Teil aus Bauschutt bestand.

             Beerensaumen angelegt (Johannisbeeren, Jostabeeren, Stachelbeeren, Himbeeren)

             Hochstämmige Bäume gepflanzt (zum Teil mit Unterstützung von Freiburg packt an)

             Pflanzstreifen angelegt und mit niederstämmigen Apfelbaumunterlagen bepflanzt

             3 kleine, umrandete Beete geschaffen (z.B. für Vermehrung)

             Wurmtürme eingesetzt (mussten wegen Auflagen der Stadt wieder abgebaut werden)

             3 Hochbeete gebaut

             3 Kompostmieten angelegt, von denen wir einen bereits für unsere Hochbeete verwerten konnten.

             Werkzeugkiste gebaut und zum Teil mit Werkzeug bestückt

             Reichlich Ernte (insbesondere Josta- und Johannisbeeren, sowie Himbeeren, aber auch Gemüse (Tomaten, Mangold, Zucchini, Kürbis, Chilies, Bohnen)

             Fläche gepflegt und mit der Sense gemäht (regelmäßig jeweils kleine Stücke, statt die ganze Wiese auf einmal, um Ruckzugsgebiete für die Amphibien zu erhalten und den Komposthaufen nicht zu überdimensional aufzuhäufen.

             Sehr bunt gemischte Gruppe von Menschen zusammen gebracht, die zwar nicht geflüchtet, dennoch aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen stammen und sehr unterschiedliche persönliche Hintergründe haben. (Alter/Beruf/Hintergrund/Nationen wir sprechen Englisch)

    Was lief gut?

    Reichliche Ernte von Früchten/Beeren trotz relativ geringen Aufwands (1x wöchentlich Gärtnern, trotz Widrigkeiten in Waldnähe und trotz vieler Spaziergänger, die auch mit Hund jederzeit am Garten vorbeikommen und sich ebenfalls bedienen. (Zaun ist seitens der Stadt nicht gestattet)

             Viele Nachbarn des Gartens/Spaziergänger nutzen die neu geschaffene Fläche sowohl für die Ernte als auch zum Entspannen und Ausruhen (im Schatten der Bäume)

             Es ist eine gute Mischung zwischen Nutzung und Rückzugsfläche für Natur entstanden (den Waldnahem Teil des Gartens bearbeiten wir sehr spärlich und mähen ihn auch nicht regelmäßig. Die Fläche hat insgesamt einen sehr naturbelassen Character der einen positiven Einfluss auf Biodiversität hat.

             Da wir keine ‘normalen’ Baumaterialien nutzen dürfen ist alles von Hand und mit natürlichen Materialien (Baumschnitt/Stämme) aus der unmittelbaren Umgebung gebaut, ohne Nägel oder Schrauben.

             Lerneffekt: Wissen wird in der Gruppe vermittelt, z.B. zum Thema Kompost, Sorten, Samen, Pflanzungen, Obstanbau

             Zusammenarbeit mit anderen urbanen Gärten (Beschaffung von Saatgut etc.)

    Was kann noch besser werden?

             Viel Volatilität bei den teilnehmen Personen (auch hinsichtlich deren Engagement)

             Orga-Aufwand ist einfach sehr hoch und frisst wertvolle Zeit vom Gärtnern

             Zusammenarbeit mit GuT könnte besser sein. (z.B. werden wir praktisch nie informiert wenn an oder auf der Fläche irgendetwas seitens der Stadt gemacht wird.

             Ertrag könnte gesteigert werden hätte auch positive Auswirkungen auf die Motivation

             Möglichst arbeitsarme/kostengünstige/low-tech Lösungen müssen her um diverse praktische Probleme wie Wässern und Schnecken in den Griff zu kriegen

             Bewässerung, da die Fläche sehr groß ist, ist es sehr mühselig das Wasser mittels Gießkannen auf der Fläche zu verteilen (insbesondere in sehr heißen Sommern, so wie 2018 und 2015. Wegen Auflagen der Stadt dürfen wir keine Regentonnen aufstellen. 

             Garten könnte noch “einladender” werden zum Verweilen (Sitz- und Liegemöglichkeiten, Schattenspender – was durch Auflagen der Stadt nur begrenzt möglich ist)

             Garten könnte noch informativer werden (Beschilderung über Sorten, Anbau, Zubereitung etc. – was jedoch durch Auflagen nur sehr eingeschränkt möglich ist)  

             PR/Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation nach außen um noch mehr Leute zu erreichen und aufmerksam zu machen (Events z.B. aber wer hat Energie/Zeit dafür?)  


    (mehr …)

  • Familienprojekt im GG Finkennest (Köln)

    (RSS)

    Das Familienprojekt im interkulturellen Gemeinschaftsgarten Finkennest in Köln Vogelsang

    Im Sommer 2017 fand erstmals das Familienprojekt im Finkennest statt. Mit Familien aus aller Welt wurde gespielt, gebastelt, gesungen, gewerkelt und gelernt. Einmal wöchentlich haben sich Familien aus dem Veedel getroffen, um gemeinsam die Natur der Stadt zu entdecken. Die Kinder lernten mit Werkzeug umzugehen, um erste eigene Bauprojekte durchzuführen.

    So wurde beispielsweise gemeinsam ein Insektenhotel gebaut, Feuer gemacht, Stockbrot gegessen, aus Naturmaterialen Schmuck gebastelt und nicht zu letzt gesungen und getanzt

    Nach einem gelungenen Abschied Ende Oktober, ging das Familienprojekt bis April 2018 in Winterpause, Zeit um vergangenes zu reflektieren und neue Ideen zu sammeln.

    Ab April 2018 fand das Familienprojekt im Finkennest alle zwei Wochen im Garten statt. Neue Elemente der Naturpädagogik und der Umweltbildung flossen in die Konzeption ein. Die Kinder und Eltern lernten auf spielerische Weise, wie man Müll trennt und welche Auswirkungen Plastikmüll auf unsere Umwelt hat. Zudem wurden Äpfel geerntet und daraus eigener Apfelsaft hergestellt.

    Das Familienprojekt zog im Jahr 2018 mehr als 10 Familien mit ihren Kindern in das Finkennest und war ein großer Erfolg für den Verein, sodass auch im Jahr 2019 ein Projekt mit neuen Ideen und neuen Kooperationspartner*innen stattfinden wird.

    gefördert durch PCL (mehr …)

  • Heckinghausen. Wendehammer wird für urban gardening entsiegelt

    (alerts)

    mit Soziale Stadt Mitteln

    […]
    Der Bayer-Platz gegenüber des Baumarktes an der Widukindstraße ist aktuell etwa 2000 Quadratmeter groß und „liegt als Insel in einer verkehrlich ausgebauten Situation“, heißt es in der Vorlage der Stadt. Eine Insel, die wie Akteure aus dem Stadtteil in der Vergangenheit gegenüber der WZ erklärten, vor allem auch von „Leuten mit viel Tagesfreizeit“ aufgesucht werde. Eher trostlos ist aktuell das Erscheinungsbild.  Das soll sich ändern und eine „kleine, aber feine grüne Oase inmitten von Heckinghausen entstehen“, wie die Stadt ankündigt.

    Das Areal soll die Menschen in Heckinghausen – kultur- und generationenübergreifend – zum Verweilen einladen „und somit zu einem Ort werden, der informelle Begegnungen untereinander ermöglicht, soziale Kontakte fördert sowie gerne und auf unterschiedliche Art und Weise genutzt wird“.  Dazu werde der Bayer-Platz komplett neu strukturiert und durch die Entsiegelung des bisherigen Wendehammers (Werléstraße/Waldeckstraße) auf etwa 2370 Quadratmeter vergrößert. Die dazugewonnene Fläche ist für Urban Gardening vorgesehen. (mehr …)

  • Peace of Land: Cafe fast fertig

    (Gu, NL)

    […]Auch im Dezember waren wir fleißig. Das Café ist fast fertig gebaut, nur eine Küchentür fehlt noch. Mit unserem neuen Kamin können wir schon bald sowohl das Café mit dem Raketenofen sowie den Seminarraum mit einem Holzofen beheizen.

    Natürlich haben wir auch in diesem Jahr wieder eine breite Palette an Workshops, Kursen, Feste und MitMachAktionen geplant. Das komplette Programm findet ihr schon jetzt aufunserer neuen Homepage www.peaceof.land […] (mehr …)

  • neues Projekt im IG Coswig: Trockenkünstler

    (Gu aus Antrag/Mails)

    Trockenkünstler“ im Interkulturellen Garten – Gemeinsames anlegen, gestalten und pflegen von Nutzpflanzen mit hoher Trockenheitstoleranz

    (Aufgrund der ständigen Erfahrungen mit dem Klimawandel und den nötigen Schutzmaßnahmen für die Pflanzen möchten wir gern ein Stück unseres noch nicht kultivierten Gartenlandes nutzen, um Rahmenbedingungen zu schaffen auch Pflanzensorten an extremen Standorten (Sandboden, Trockenheit, kein Schatten) anzubauen. Dies ist eine Idee von Teilnehmern aus Pakistan und Indien, welche in ihren Herkunftsländern fast ausschließlich unter solchen Bedingungen ihre Flächen bewirtschaften mußten.  Wir möchten dazu auch die vorhandenen Steine mit verwenden und aus diesen Naturmaterialien die Pflanzen schützen und entsprechende Refugien für sie entstehen lassen.)

    1.       Ausgangssituation

    Unser Verein lebt von einer lebendigen Projektarbeit beim gemeinsamen Gärtnern der Nationen. Während der Treffen und beim Arbeiten sind regelmäßig Austausche da. Die Zugewanderten berichten von Anbaubedingungen ihrer Herkunftsländer, berichten über Pflanzen, welche auch bei uns heimisch sind aber hier keinen direkten Verarbeitungswert haben und zum Unkraut deklariert werden, in ihren Ländern hingegen werden diese als Nutzpflanzen auf großen Feldern angebaut z.B. Grüner und Roter Fuchsschwanz. Sie enthalten viele Mineralien wie Eisen und Magnesium und ganz viel Vitamin C. Es gibt dazu noch andere Beispiele. Ebenso gibt es bei uns eine Palette mit trockenresistenten Pflanzen, welche eine gemeinsame Ernte und Verarbeitung zulassen. Im zurückliegenden Sommer wurden die Teilnehmer mit der extremen Witterung konfrontiert. Wir hatten viele Schäden und Verluste an den angebauten Kulturen. Diesem wollen wir teilweise entgegenwirken und Kulturen auch für solche Bedingungen anbauen. Es sollen Beerensträucher wie Holunder, Sanddorn, Schlehe und Hasel gepflanzt werden. Natürlich sollen nur gebietseigene Pflanzen verwendet werden.

    Was ist geplant?

    Der Standort des Trockengartens wurde vollsonnig gewählt. Das A und O der Bodenvorbereitung besteht durch das Abmagern der vorhandenen Fläche. Dies geschieht durch Sand und feinen Kies (z.B. Splitt). Dieser wird eingefräst und je nach vorhandenem Sandanteil im Boden eingebracht. Der teilweise vorhandene lehmige Boden wird mit zusätzlichem Kies (Wand kies / Roh kies) verbessert. Wir wollen Elemente gestalten in Verbindung mit Steinen, Wurzeln, Holz und die entsprechenden Pflanzen.

    Es sollen folgende Kräuter und Gräser für die Fläche verwendet werden: Flausch-Federgras, Blaues Schillergras, Seggen, Schwingel, Thymian, Lavendel, Katzenminze, Blauraute, Mädchenhaar-gras und Färberkamille. Diese Kräuter und Gräser sollen nach dem Verblühen geerntet und ge-trocknet werden und teilweise für Tees verwendet werden oder für die Herbst- und Winter-dekoration im Rahmen von Begegnungstagen für alle Interessierten.

    Gleichzeitig möchten wir den Teilnehmern eine Exkursion in den Findlingspark Nochten ermöglichen. Hier sollen sie Kenntnisse und Informationen sammeln zur Rekultivierung von Naturlandschaften. Hier werden Vorträge (auch mehrsprachig) zu aktuellen Themen (z.B. Geologie, Rekultivierung von Brachen und ehemaligen Bergbaugebieten, Teichbau, Landschaftsgestaltung für Pflanzen an extremen Standorten usw.) angeboten. Ebenso gibt es eine „hauseigene“ Gärtnerei, wo entsprechende Pflanzen zu erwerben sind.

    Wir möchten mit einer Führung den Park mit seinen Besonderheiten und seiner Einzigartigkeit besichtigen. Auch soll diese Exkursion das Wissen der Teilnehmer erweitern, auch mal über die täglichen Arbeitsprozesse hinausschauen, die Horizonte erweitern und so zu einer gelingenden Integration beitragen. Das Erfahrene und Gesehene soll dann gemeinsam im Interkulturellen Garten umgesetzt werden.


    (mehr …)

  • Teil des Urania-Parkplatzes für urban gardening geplant

    (Mail)

    aus Vortragsankündigung (Vortrag von EMR an der Unrania am 8.2.)

    […]Dabei finden sich Menschen aller Altersgruppen, verschiedener Religionen und Nationen und Lebensgesinnungen zusammen, um gemeinsam etwas gedeihen zu lassen und sich aktiv an der Gestaltung und Pflege zu beteiligen. Ein Teil des Urania-Parkplatzes [in Berlin] soll nun ebenso Ort dafür werden. Wie kann es gelingen und in welchem Umfang können die Urania-Besucher dazu beitragen? Die Referentin berichtet aus ihrer Erfahrung als Expertin auf diesem Gebiet und stellt wertvolle Anregungen bereit. (mehr …)

  • 12 Mio für Projekt zu Essbaren Städten

    Europäische Kommission fördert gemeinsames Projekt der Humboldt-Universität und der Technischen Universität zu „Essbaren Städten“ mit rund 12 Millionen Euro

    News vom 18.09.2018

    Das Konzept der „Essbaren Stadt“ steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Projekts von Humboldt-Universität und Technischer Universität: Die an „EdiCitNet“ (Integrating Edible City Solutions for Social Resilient and Sustainable Productive Cities) beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem öffentlichen Anbau von Gemüse und Obst in den Innenstädten – einem weltweiten Trend. In immer mehr Städten werden statt Blumenbeeten oder Rasenflächen Gemüsebeete und Obstbäume angelegt. Säen, jäten und schließlich auch ernten dürfen die Bürgerinnen und Bürger. Das Projekt wird von der Europäische Kommission im Rahmen von Horizon 2020 gefördert.

    Projektleiterin ist Dr. Ina Säumel, Leiterin der Nachwuchsgruppe Multifunktionale Landschaften am Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin und assoziiert am Integrative Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems (IRI THESys) der Humboldt-Universität zu Berlin. Angesiedelt wird das Projekt in dem interdisziplinären Forschungszentrum der IRI THESys.

    Die Europäische Kommission fördert „EdiCitNet“ mit rund 12 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. Rund 3,8 Millionen Euro der gesamten Fördersumme verbleiben bei den Berliner Partnern, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin (IRI THESys), Mundraub sowie Nolde & Partner. Der Rest geht an Universitäten und Partner in Städten in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika.

    https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/20180918-edible-cities.html (mehr …)

  • gartenvernetzung in Detmold

    (alerts)

    Vortrag & Vernetzung

    Jeder Quadratmeter zählt für Biodiversität. Wie erschaffe ich einen naturnahen Garten, in dem sich Pflanzen und Tiere wohl fühlen? Gärtnermeister Matthias Lang gibt Tipps zu Verwendung und Platzierung heimischer Wildstauden und Wildgehölze, zu ökologischen Kleinstkreisläufen und dem daraus resultierenden natürlichen Pflanzenschutz.

    Was kann außerhalb des eigenen Gartens für eine bunte und vielfältige Natur getan werden? Die Mitmach-Initiativen SoLaWi und Querbeet stellen ihre Ansätze vor. Bei der SoLaWi geht es um gemeinschaftliche Gemüse-Versorgung, an deren Vielfalt sich auch Bienchen und Blümchen freuen. Querbeet schafft Lebensräume für Tiere und Pflanzen in Detmold, begrünt und verschönert die Stadt.

    Anschließend laden eine Frage-Antwort-Runde und Vernetzungstische zu regem Austausch ein.

    In Kooperation mit

    Natur & Design

    Querbeet – Urban Gardening Detmold

    Gemeinschaftsgarten Detmold (mehr …)

  • Stadtgarten Halle abgeräumt, Petition gestartet

    (Gu, Recherche)

    Wieder musste ein soziales Projekt einem neuem Investor Platz machen.

    Dem Gemeinschaftsgarten „Stadtgarten Glaucha“ wurde der Boden entzogen. Wir werden aber weiter machen und suchen nicht nur wieder eine neue Fläche, sondern auch die öffentliche Diskussion über Freiflächen zur bürgerschaftlichen Nutzung! Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Ihrer Stimme dabei unterstützen und sich unseren Forderungen an die Planer*innen dieser Stadt anschließen! Gemeinsam geht es weiter.

    Begründung

    Wir müssen unseren Gemeinschaftsgarten Glaucha bis Ende November 2018 bereits räumen! Vor wenigen Wochen kam die Kündigung unseres Nutzungsvertrags. Ein Berliner Investor hatte die Fläche bereits 2017 gekauft. Seitdem sind auch wir gezwungen nach Verlängerungs- und Ausweichmöglichkeiten Ausschau zu halten. Der Stadtgarten Glaucha existierte bald 10 Jahre auf einer brach liegenden Baulücke in der Torstraße 31, Südliche Innnenstadt und ist ein Projekt des „Postkult e.V.“. Dies ist ein erfolgreich etablierter, gemeinwohlorientierter Verein, der auf unkommerzielle Art an der kreativen und kulturellen Bereicherung der Stadt mitwirkt. Er ist im Böllberger Weg auf dem Gelände der alten Zigarrenfabrik zu finden.

    Der „Postkult e.V.“ hat schon einige schwierige Zeiten im halleschen Viertel Glaucha überstanden und setzt sich nichtsdestotrotz auch weiterhin für die aktive Überbrückung von zwischenmenschlichen Klüften, für ein größeres solidarisches Miteinander, für Austausch und gute Nachbarschaft, und nicht zuletzt für die Einbindung aller Menschen und ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten ein, immer mit dem Ziel Eigeninitiative zu stärken, Empowerment wirksam werden zu lassen.

    Viele Menschen haben seit 2009 den Weg in den zwischen Häuserwänden eingerahmten Garten gefunden. Auf einem Teil des Geländes wurden Obst, Gemüse und Kräuter gepflanzt, ein Teich angelegt und ein Gewächshaus errichtet. Der andere Teil wurde als Erholungsraum und Veranstaltungsfläche, schließlich für die Umsetzung etwaiger Ideen der Nachbarschaft genutzt. Viele Kinder haben hier gespielt, hier wurde getüftelt, im Do-it-yourself Sinne gebaut, gegärtnert, gegrillt. Gemeinsam wurden Feste gefeiert, sich vernetzt, Integration gelebt, Bildung betrieben, Kommunikation geübt und ganz unspektakulär damit auch eine ganze Palette an alternativen Freizeitangeboten geschaffen. Es ist ein Ort gewesen, der niedrigschwellig Menschen geholfen hat ihre Vereinzelung zu überwinden, sich innerhalb der Stadt und Gesellschaft zu verorten und solidarische Beziehungen aufzubauen, und damit Teil einer gelebten gesellschaftlichen Veränderung zu sein.

    Alles noch nutzbare im Garten wurde nun aber verschenkt und der Rest verschrottet, die Fische aus dem Gartenteich finden noch ein neues Gewässer und schon gleicht unser Garten wieder einer Brache! Nur noch die stehen gelassenen Tomatenpflanzen, Apfelbäume, Erdbeerfelder und Kräuterbeete erinnern eindringlich daran, dass die kollektive Nutzung von Freiräumen sinnvoll und möglich ist. Wenn auch diese natürlichen Zeugen in ein paar Wochen platt gebaggert wurden, um das geplante Neubauprojekt umzusetzen, werden wir und hoffentlich viele Menschen mit uns weiter daran erinnern, dass es nicht nur möglich, sondern auch nötig ist Freiräume in der Stadt für Gemeinschaftsgärten und Bauspielplätze zu nutzen und einzufordern! Wir suchen akut eine neue Fläche.

    Wir sind überzeugt, dass das Projekt Stadtgarten Zukunft hat.

    Brach liegende Räume und Orte müssen weiterhin geöffnet, belebt und erhalten werden, um die Lebensqualität in Halle zu erreichen, die wir brauchen und uns wünschen. Zwischennutzungs-Projekte auf privatem Boden, sind immer zeitlich befristet und stehen permanent auf der Kippe. Dieser Umstand erschwert den Erfolg der ehrenamtlichen Arbeit. **Wir fordern gute Alternativen zu Duldungsverhältnissen und Zwischennutzungslösungen für gemeinwohlorientierte Projekte wie Stadtgärten.

    Es muss auch in Halle möglich sein unkompliziert, ungenutzte Räume und Orte für soziale und kulturelle Vereine zur Verfügung gestellt zu bekommen, ohne dass die betreffenden (mittellosen/unkommerziellen) Initiativen Boden und Häuser erwerben müssen!**

    Wir fordern größere Anerkennung derartiger Projekte, die deutlich stärker wiegt als profitorientierte Überlegungen kommunaler Stadtplaner.
    Immobilienspekulationen müssen eingedämmt und der Ausverkauf der Freiräume in der Stadt müssen beendet werden. Stadteigene Flächen sollten gehalten und sinnvoll und unter Einbezug der Bedürfnisse im Viertel genutzt werden. Zudem fordern wir langfristige, sichere Nutzungsperspektiven für unkommerzielle, soziale und kulturelle Projekte! Diese sind wichtig für die volle Entfaltung des ganzen Potentials eines sozialen, nachbarschaftlichen Projektes, was immer auf einen Prozess von mehreren Jahren Engagement und Arbeit angewiesen ist. Gesicherte Nutzungsoptionen für Gemeinschaftsgärten an einem festen Standort haben einen großen praktischen Nutzen, würden auch die gewünschten Kooperationen mit beispielsweise Bildungs-Institutionen möglich machen und mehr Menschen ansprechen. Für die dementsprechenden Nutzungskonzepte sind wir in vielen Gesprächen und *freuen uns auf eine neue Freiflächen-Diskussion in der Öffentlichkeit!** Wir formulieren weiter gemeinsame Forderungen mit schon verdrängten Projekten und Interessierten und hoffen mit gemeinsamer Stärke echte Veränderungen in der Stadtentwicklung zu erwirken (mehr …)

  • Schwerter Freiwliigenakademie will urban gardening anschieben

    (alerts)

    Wissen hilft helfen. Dem Engagement für Stadt und Erde, dem Einsatz für die Sache oder den Nachbarn nebenan ist mit gutem Willen allein oft nur kurzfristig gedient. Da hilft es, Kräfte gezielt einzusetzen und zu bündeln, Kompetenzen zu sammeln und klug auszuschöpfen. Dabei aber muss man das Rad nicht jedes Mal neu erfinden: Es lohnt sich, sich auf Erfahrungen zu stützen. Die Schwerter Freiwilligenakademie bietet Informationen, Impulse, Angebote und Wissenswertes rund ums bürgerschaftliche Engagement. […]
    Artenvielfalt in die Stadt bringen“: Schon jetzt gibt es viele positive Beispiele. Urban-Gardening, Stadt-Imkerei, Blühstreifen oder Naturspielräume werfen nur einige Schlaglichter auf neue Initiativen. Bei einem Vortrag und anschließendem Stadtspaziergang werden Umsetzungsmöglichkeiten für Schwerte gesucht.[…] (mehr …)

  • Zentralbiblio Köln macht Veranstaltung zum gemeinschaftlichen Gärtnern

    (Gu, RSS)

    Die Zentralbibliothek der Stadt Köln lädt Interessierte am 14. Februar 2019 zur Veranstaltung „Verliebt in die Natur – Gemeinschaftliches Gärtnern in Köln“ ein. Los geht es um 17:30 Uhr im 1. Obergeschoss der Zentralbibliothek. Mit dabei sind auch Frank vom Ernährungsrat Köln und Umgebung und Volker von der Gartenwerkstadt Ehrenfeld.

    Die Zentralbibliothek möchte Menschen aus Köln die Möglichkeit geben sich übers gemeinschaftliche Gärtnern zu informieren. Frank wird über das Projekt und den Aktionsplan „Essbare Stadt Köln“ berichten. Volker wird einen Vortrag über die Gemeinschaftsgärten von Köln halten und zeigen, wie diese entstanden sind, was diese tun, wie diese zusammenarbeiten und welche Herausforderungen und Chances das gemeinschaftliche Gärtnern bietet. Zum Abschluss werden Frank und Volker gemeinsam eine Pflanzkiste zusammenbauen.

    In Begleitung zur Veranstaltung gibt es ebenfalls Ausstellungen auf der 1. und 3. Etage der Zentralbibliothek. Außerdem gibt es die Möglichkeit eine kleine Rallye zum Thema „Verliebt in die Natur“ mitzumachen und ein Buch zum Thema urbanes Gärtnern zu gewinnen. Weitere Infos findet ihr hier: https://stadtbibliothekkoeln.blog/tag/urban-gardening/ (mehr …)

  • Stand der Dinge hinsichtlich der beiden neuen Gärten in Fürth

    (Sachbericht)

    Projekt „essbare Stadt“ in der Friedensanlage Fürth:

    Beginn Frühjahr 2018, offizielle Eröffnung Juli 2018.

    8 Hochbeete sind an Gärtner vergeben, die sich auch um die 8 Beete für die Öffentlichkeit kümmern.

    Nach einem Artikel in der Zeitung und einem Infoabend waren sechs Beete vergeben, die beiden letzten, gleich nachdem wir mit dem Anpflanzen begonnen hatten, an Passanten.

    Erfahrungen im 1. Jahr:

    Einige Schwierigkeiten gab es am Anfang auf Grund der Tatsache, dass die öffentlichen Beete erst vier Wochen später aufgestellt werden konnten, das heißt, es wuchs auch alles später und es war nicht ganz einfach, den Leuten begreiflich zu machen, dass sie eigentlich nur von diesen Beeten ernten sollten. Da aber allen Gärtnern dieses Problem von vornherein bekannt war, konnten sie gut damit umgehen. Nachdem wir auch Hinweisschilder angebracht hatten und in der Zeitung darauf hingewiesen wurde, waren letzten Endes alle mit ihrer Ernte zufrieden.

    Dieses Jahr haben wir dieses Problem voraussichtlich nicht, weil alle Beete gleichzeitig angepflanzt werden.

    Auch der Müll hielt sich in Grenzen, das einzige Problem waren Unmengen von Zigarettenkippen. Dieses Jahr wollen wir mehr Aschenbecher aufstellen.

    Seit ein Schild dran ist, liegt interessanterweise kein Abfall mehr in den offenen Kompostmieten.

    Der Garten wird inzwischen sehr gut angenommen, wir hatten viele interessante Gespräche mit Spaziergängern. Sie fanden durchwegs die Idee sehr gut, vor allem zum Sommerende, als nach der Hitze der Garten der einzig grüne Bereich in der braunen Wüste der Anlage war.

    Viele waren vorher sehr skeptisch, weil der Garten offen ist (und an den Wegen zum Fußballstadion liegt). Wir sind auch sehr angenehm überrascht, dass es bis jetzt praktisch keine Beschädigungen gibt, bis auf ein paar Kritzeleien auf der Tischplatte.

    Die Jugendlichen, die sich abends regelmäßig an der Sitzgruppe trafen, haben wir von Anfang an mit ins Boot geholt, sie fühlten sich ein bisschen als Aufpasser.

    Zum gemeinsamen Gärtnern am Montagabend kommen inzwischen auch regelmäßig Helfer oder Leute, die uns Pflanzen bringen. Normalerweise versuchen alle Gärtner, zu diesem Termin zu kommen, aber es hat sich bewährt, dass jede Woche ein anderer Gärtner (Eintrag in Liste) verbindlich da ist, um Fragen zu beantworten.

    Sehr gut bewährt hat sich auch der Einbau der Wasserreservoire in den Beeten, da wir das Wasser in Kannen mit einem Handwagen vom einige hundert Meter entfernten Friedhof holen müssen.

    Ich habe mein Beet (ca. 40 l) während des heißen Sommers nur zweimal aufgefüllt.

    Vom Fördergeld wurden Saatgut und Geräte angeschafft, vom Rest wird auch dieses Jahr Saatgut gekauft, die Geräte müssen noch ergänzt werden.

    Projekt 2. Interkultureller Garten in der Gaußanlage:

    22 Hochbeete, davon 2 behindertengerecht.

    Leider wurde der Garten nicht, wie geplant, im Sommer, sondern erst Ende November fertig. Im Moment fehlen noch Wasser- und Stromanschluss.

    Wir wollen trotzdem auf alle Fälle im März mit der Bewirtschaftung beginnen. Da auch hier Wasserbehälter in den Beeten eingebaut sind, können wir uns am Anfang notfalls mit Kanistern behelfen.

    Inzwischen sind 15 Beete fest vergeben.

    Für die Fördermittel haben wir bereits Saatgut bestellt und werden ebenfalls Geräte anschaffen.


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  • Infoveranstaltung für Neuauftakt für GG in Castrop-Rauxel hatte keine Resonanz

    (Gu, mail)

    leider gab es keine Resonanz aus der Nachbarschaft, lediglich ein Ehepaar, welches von Anfang an dabei ist, hatte Interesse an dem Garten. Davon lassen wir uns aber nicht entmutigen und werden zeitnah damit beginnen, den Garten neu zu gestalten.


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  • KG und GG together – action research in Berlin und Warschau

    (Gu, Mails)

    Ich habe schon vor 2 Jahren mit einer Professorin von Humboldt universität und einem Professor von Universität Łodz in Polen und auch Elisabeth Meyer-Renschhausen geschrieben. Nach lange Monate warten und dann eine weitere Erarbeiten wurde das Projekt endlich akzeptiert. Als ich schon eine schöne Arbeit in Polen habe, werde ich mich nicht so intensiv als geplant in dieses Projekt engagieren können, werde ich aber teilweise dort tätig.

    Es geht im die Integration von Klein- und Gemeinschaftsgärten in Sinne von eine bessere Verständnis zwischen beide Gruppen, Weisen von Zusammenarbeit, lernen von ein ander und einer gegenseitige Hilfe und Unterstützung in der ”Kampf” in der Stadt über die Fläche (gegen Investoren etc). Also wir werden das Projekt in Berlin und Warschau durchführen als action research

    Integration von Kleingärten und Gemeinschaftsgärten in Warschau und Berlin.

    3. Kurzbeschreibung des Vorhabens

    Das Projekt will zur Zusammenarbeit von Gemeinschafts- und Kleingärten für eine nachhaltige urbane Gartenentwicklung in Polen und Deutschland beitragen. Ziel der Antragsteller ist, beide Formen des städtischen Gartenbaus in einem gemeinschaftlichen Prozess in öffentlich zugängliche Frei-, Aufenthalts- und Erholungsräume verwandeln, die den Bedürfnissen ganz verschiedener sozialer Gruppen gerecht werden zu erforschen und in einem CITY-LAB zu begleiten. Durch die Schaffung von Arbeitsräumen, Bildung und sozialer Integration in Gärten einerseits und durch die Produktion von gesunder Nahrung und Erhöhung der Biodiversität andererseits werden sozialer Dialog und Lebensqualität der Stadtbewohner verbessert sowie die Ökosysteme erhalten. Ziel des Projektes ist es im Speziellen, die bisherigen Prozesse und Muster sowie die Akteure der Annäherung von Klein- und Gemeinschaftsgärten zu analysieren, mögliche Wege zur besseren Integration beider Gartentypen am Beispiel von Warschau und Berlin aufzuzeigen. Das stärkt die Position von Klein- und Gemeinschaftsgärtnern in Verhandlungen mit Kommunen und Investoren, die die kommerzielle Nutzung der Gartengrundstücke planen. Die Forschung im Projekt wird nach der Methode der Participatory Action Research durchgeführt, mit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern sowie den Gärtnern und der Quartiere. Die Bewerber sind verantwortlich für die Initiierung von Kooperationen zwischen Gartenvertretern, die Moderation von Fokusgruppen und Durchführung von VISIS-Workshops. Ein wichtiger Teil des Projekts wird auch der Erfahrungsaustausch zwischen Gärtnern aus Deutschland und Polen sein. Beide Länder haben eine lange, aber unterschiedliche gärtnerische Tradition. Seit 1990 haben sie Veränderungen der sozialen Werte und damit der wirtschaftlichen, migrations- und bevölkerungspolitischen Folgen beider Hauptstädte erlebt. Das Projekt fällt unter den Förderschwerpunkt „Normen- und Wertewandel“, da es um eine Veränderung der Wahrnehmung von Wesen und Funktion städtischer Gärten in der europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts in Europa geht.

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  • Erfahrungen des essbares Palmengartens in 2018

    (Sachbericht)

    Anbau

    Wir haben die schlimmste Dürresituation seit Jahrzehnten mit geringen Niederschlägen von April bis Oktober überstanden. Da wir keinerlei Wasserversorgung vor Ort haben und das Wasser dem Elsterflutbett entnehmen oder auf die Fläche transportieren müssen, hätten wir fast schon im Mai die Saison aufgegeben. Durch regelmäßige Wasserspenden der Stadt Leipzig gelang es uns wenigstens auf einigen wenigen Beeten etwas ernten zu können.

    Unser Fazit für die nächste Saison, dass es ohne einen Brunnen nicht weitergehen kann im Essbaren Palmengarten. So haben wir Ende 2018 begonnen, eine Spendenaktion für den Brunnen zu starten. Diese Aktion war erfolgreich. Dadurch können wir die Baumaßnahmen, die im Mai 2019 anstehen, finanzieren.

    Veranstaltungen

    Trotz der manchmal sehr trostlosen Situation in diesem Jahr haben wir viele regelmäßige Veranstaltungen durchführen können. Neben der Saisoneröffnung und dem Erntedankfest richteten wir zum zweiten Mal die Fete de la musique im Juni aus. Es gab einige Führungen durch den Essbaren Palmengarten sowie ein kleines Seminar in Zusammenarbeit mit Kaos e.V. Leipzig.

    Des Weiteren führten wir gemeinsam mit der Heldenküche vier inklusive Workshops als MitMach-Zeit im Essbaren Palmengarten durch. Dies ermöglichte eine Förderung von Aktion Menschen. Damit hat sich der Essbare Palmengarten in dieser Saison bewusst für Menschen mit Be-hinderungen geöffnet. Neben gehörlosen Workshopteilnehmern begrüßten wir ältere Menschen mit Behinderungen sowie auch Menschen mit Migrationshintergrund in unseren Workshops. Bei der MitMach-Zeit arbeiteten wir mit Gebärdendolmetschern sowie der Diakonie am Thonberg und der Caritas Leipzig zusamen.

    Eine geplante Veranstaltung mit Namen „apres gardening“, die einmal Mittwochs im Monat nach dem gemeinsamen Gärtnern geplant war, fand auf Grund der Witterungsverhältnisse und fehlender Kapazitäten im Orga-Team nicht statt.

    Unser Palmengarten-Flyer wurde überarbeitet. Er hat sich als Info-Quelle bewährt.

    Beschilderung

    Leider wurde zum Ende der Saison 2018 unser Info-Schild durch Vandalismus zerstört. Wir haben es erstmal entfernt. Repariert soll es in der neuen Saison wieder im Essbaren Palmengarten angebracht werden.

    In diesem Jahr brachten wir zu den saisonalen Höhepunkten einige Schilder im Essbaren Palmengarten an. Hierfür haben wir verschiedene Themenbereiche wie „Mulchen“, „Biodiversität“ und „Samenfeste Sorten“ definiert. In der Saison 2019 werden wir eine feste Beschilderung zu diesen 3-4 Themenbereichen anbringen. Die vorübergehende Beschilderung wurde von Besuchern häufig gelesen und gut angenommen. Dadurch ergaben sich angeregte Gespräche übers Gärtnern.

    Bau eines Geräteschuppens

    Mit Hilfe unseres Kooperationspartners Palmengarten-Revuetheater wollten wir auf dessen Gelände einen Geräteschuppen aufbauen. Leider konnten wir dieses Vorhaben nicht verwirklichen, da der Besitzer das Revuetheater zum Verkauf freigegeben hat. Auf dem Areal unseres Gartens wurde uns der Aufbau des Schuppens mit dem Hinweis auf die denkmalsrechtlichen Bestimmungen verwehrt.

    Sicher könnten wir mit der Stadt Leipzig über den Aufbau verhandeln, aber unsere Erfahrungen mit der Genehmigung für den Bau eines Brunnens haben uns von diesem Unterfangen Abstand nehmen lassen. Die Entscheidungswege im Leipziger Rathaus sind lang und nur bedingt transparent sowie nachvollziehbar.


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  • Praxisworkshops als Netzwerkkitt in Erfurt

    (aus Sachbericht)

    Kurzbeschreibung
    Für die Stärkung und Weiterentwicklung von sozialen, urbanen Gartenbauprojekten in Erfurt und zur
    Etablierung eines Wissensnetzwerks unter den Akteuren und Betreibern dieser Gärten, wurde eine
    Workshopreihe mit Gartenbauthemen an verschiedenen Orten in Erfurt angeboten.
     
    Umsetzung
    Umgesetzt  wurden  sechs  Workshops,  welche  über  das  Jahr  verteilt,  an  drei  verschiedenen  Orten
    stattfanden. So wurden nicht nur Termine und Orte unter den verschiedenen Akteuren im Vorhinein
    koordiniert, sondern auch die Wahl der Themen miteinander abgesprochen, um so den Möglichkeiten
    und Interessen der Gartenbauakteure gerecht zu werden.
    […] Ebenfalls im Mai wurde auf dem Gelände Bürgergartens am Wiesenhügel ein Workshop zum Bau eines
    sogenannten Zome organisiert. Dies ist eine Zwiebelförmige Leichtbaukonstruktion welche nur ausBambusrohren  und  mit  Hilfe  von  Kokosfaserseilen  gebaut  wurde.  Die  Gruppe  der  Teilnehmenden setzte  sich  aus  Gartenbauakteuren  anderer  Gärten,  drei  Jugendlichen  Besuchern  des  anliegenden
    Jugendclubs, sowie drei irakisch- und syrischstämmigen Anwohnern der Flüchtlingsunterkunft vor Ort,
    zusammen.  Sehr  interessant  war  an  diesem  Workshop,  dass  vor  allem  zwei  teilnehmende  Iraker
    schnell anleitende Rollen übernahmen, da sie sich mit dem Bambusmaterial und den Bindetechniken
    der  Fasern  bestens  auskannten,  was  zu  einer  eigenen  Gruppendynamik  und  regem
    Informationsaustausch führte.
    […]

    Die,  durch  die  Organisation  dieser  Workshopreihe,  verstärkte  Kommunikation  und  daraus
    resultierende erste Netzwerktätigkeiten zwischen den verschiedenen urbanen Gartenbauprojekten,
    wurden  positiv  aufgenommen.  Mit  Unterstützung  von  Studenten  der  Fachrichtung  Stadt  und
    Raumplanung der FH Erfurt, konnte zudem ein Netzwerktreffen von urbanen Gartenbau-Akteuren zum
    Tag  der  Nachhaltigkeit  in  Erfurt  organisiert  werden.  Es  stellte  sich  heraus,  dass  der  Aufbau  eines
    Netzwerks  zum  Wissenstransfer  vor  allem  an  die  begrenzten  zeitlichen  Möglichkeiten  der
    Gartenbauakteure gekoppelt ist. Ein langsames natürliches Wachstum solch eines Netzwerks kann also
    vor  allem  über  gemeinsame  Projektarbeit  entstehen.  Wie  zum  Beispiel  durch  das  Ausrichten  von
    gemeinsam organisierten Gartenbauprojekten und darauf zielende Weiterbildungsworkshops. (Wie in
    diesem Projekt gezeigt)  Eine weitere Möglichkeit wäre die Unterstützung von Externen, wie Studenten
    der Hochschulen oder sich nur darauf konzentrierende Vereine und Stiftungen die Wissensplattformen
    und  Ratgeber  entwickeln,  bzw.  die  aufwendigen  Koordinierungsarbeiten  zwischen  den  Vereinen
    übernehmen könnten. (mehr …)

  • Kirchplatzgärtchen goes Klimawerkstatt

    (Gu, Mail)

    ja aus dem Gärtchen hat sich die Klimawerkstatt entwickelt , ein Projekt der Nationalen Klimaschutzinitiative, das klimaneutrale Angebote rund um Erde & Ernährung und Energie & Materie zum Leben bringt für 2018/19 und ein nettes Team um mich rum beschäftigt. Das war nach 5 Jahren Kirchplatzgärtchen ein guter Schritt.
    Das Kirchplatzgärtchen gibt es aber immer noch und verstärkt auch wieder mehr in 2019.
    Link zum Gesamtprojekt: www.klimawerkstatt-frankfurt.de


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  • IG Dessau gibt es nicht mehr

    (Gu, tel)

    Schon vor ein paar Jahren hat das Multikulturelle Zentrum das Gartenprojekt eingestellt, sie hatten die Zeit dafür nicht mehr, da es viele andere Themen gab. Sie sind aber an einem anderem Gartenprojekt beteiligt: dem Garten der Sinne. (mehr …)

  • Wasserversorgung des Essbaren Palmengartens

    (Mail)

    als wir im Jahr 2016 im Essbaren Palmengarten begonnen hatten, dachten wir noch das wir das Wasser aus dem Elsterflutbecken problemlos entnehmen könnten. Daher war die Anschaffung der Tauchpumpe nur folgerichtig gewesen. Aber auf Grund der Aussagen der Stadt und vielen anderen Personen, die auf den auf den Schlamm des Flutbettes verwiesen, der durch die industrielle Verseuchung der letzten Jahrhunderte ziemlich kontaminiert ist, haben wir darauf verzichtet. Durch das Ansaugen des Wassers hätten wir auf jeden Fall den Schlamm aufgewühlt und so Schadstoffe auf unsere Beete gebracht. Wir haben einen Teil des Betrages in Samenkäufe, Pflanzen und unseren Flyer 2017 investiert.
    Der Wasserstand ist am Elterflutbett nicht sehr tief. Oberflächlich haben wir 2016 und 2017 hin und wieder Wasser mit Eimern oder Giesskannen entnommen. 2018 haben wir fast komplett durch die Dürre darauf verzichtet. Da haben wir dann punktuell per Wassertransport auf die Fläche gegossen bzw. hat uns die Stadt per Gießspende für einzelne Beete unterstützt.


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