(Info von Najeha)
Bericht über den Workshop am 26.08. „Seifenverarbeitung mit Blüten, Kräuteressig, Kräutersalz mit verschiedenen orientalischen Gewürzen vorbereiten“ in Frankfurt-Oder
15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, davon 4 neue Geflüchtete, haben an dem Workshop teilgenommen.
Das Wissen über die Wildkräuter war sehr unterschiedlich in der Gruppe.
Am Freitagnachmittag sind wir, eine Gärtnerin und ich, zum Einkaufen gefahren und haben das Material für den Workshop gekauft.
Danach haben wir die Kräuter im Garten gesucht und geerntet, gesäubert und im Keller für den nächsten Tag gelassen. Ich hatte viele Mückenstiche.
Am Samstag gegen 10:00 Uhr kamen die Teilnehmer.
Ich machte eine Führung mit Erklärung von Wild- und Heilkräutern, und kurz wie man Öle mit Kräutern vorbereiten.
In Deutschland sind die Wildkräuter bekannt für die Vorbereitung von Teeaufguss, Teeauszug und verschiedene Tinkturen, Öle und Salben.
Im Workshop habe ich die Teilnehmer darauf aufmerksam gemacht, dass man die Wildkräuter als gesunde Nahrung frisch im Brot backen kann, in Salaten verwenden, für einen Kräuteressig, und vor allem Naturseifen mit verschiedenen Blüten und Gewürzen schmücken kann.
Die Teilnehmer wurden in Gruppen geteilt, die erste Gruppe hat den Teig mit den gehacktesn Kräutern vorbereitet und in Kugelform im Ofen aufbewahrt.
Die zweite Gruppe hat den Knoblauch für den Essig gesäubert, die Kräuter, den Essig, die Flaschen und die Gewürze auf dem Tisch verteilt.
Die dritte Gruppe hat im Garten Gurken geerntet, geraspelt, mit Möhren, gehackten Wildkräutern und Sonnenblumenkernen, mit Essig und Olivenöl einen leckeren Salat vorbereitet.
Danach habe ich ihnen gezeigt, wie man einen Kräuteressig vorbereitet. Welche Vorteile hat Essig, wenn er mit frischen Kräutern (ohne Konservierungsmittel) gefüllt wird. Die frischen Kräuter sind länger haltbar, und man kann immer nachfüllen.
Ein selbst gemachter Essig in meinem Land (dem Irak) wird als Behandlung für Gelenkentzündung für äußerliche und innere Verwendung, entweder mit Wasser mischen und trinken oder die Stelle mit Essig massieren.
Dann haben sie den Kräuteressig und das Kräutersalz erst gemahlen und dann in Gläser für sich gefüllt.
Die Verarbeitung den Seifen hat längere Zeit gebraucht, erst die Seifen reiben, mit Öl und lauwarmem Wasser einen festen Teig daraus machen, dann mit verschiedenen Blüten und Gewürzen kneten oder schmücken, in Form bringen und trocknen lassen.
Die ganze Arbeit war neu und Interessant für die Teilnehmer.
Am Ende hat die Gruppe aufgeräumt und den Tisch für das Mittagessen vorbereitet.
Es gab eine Suppe (leider mit Speck), mit Brötchen und Salat.
Nach der Arbeit haben die Teilnehmer Kuchen mitgebracht, Tee und Kaffee gekocht und eine offene Diskussion zum Thema Religion, Kopftuch und Flüchtlinge geführt.
Die anwesenden Deutschen wollten von uns wissen, welche Bedeutung hat das Kopftuch für die zwei Frauen, die mit Kopftuch unter uns saßen, und sie haben diese Frage gestellt: Warum tragen Najeha und die andere Frau kein Kopftuch, obwohl alle Muslim sind?
Eine Frau hat geantwortet, dass sie in einem Dorf geboren, wo die meisten Frauen Kopftuch getragen haben. Die andere hat geantwortet, dass das Kopftuch für sie ein Teil ihres Glaubens ist.
Der Workshop hat mit viel Freude der Teilnehmer an Essigflaschen, Kräutersalzfläschchen und mehrere Gästeseifen beendet.
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