Kategorie: Urbane Gärten

  • Bezirksversammlung ist für den Hildegarden

    (Gu, Newsletter)

    Nach dem positiven Votum der Bezirksversammlung für den Stadtgarten auf dem Bunker geht der Abstimmungsprozess zwischen der städtischen Verwaltung und dem Investor in die nächste Runde. Wir sind sehr gespannt und halten Euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

    Bezirksamtsleiter Falko Droßmann erwartet eine Entscheidung zum laufenden Baugenehmigungsverfahren noch in diesem Herbst.
    (Hamburg/Hildegarden)

    http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bezirksversammlung-will-gruenen-Hochbunker-,bunker924.html:
    Die entscheidende Nachricht für ein grünes Hochbunker-Dach auf dem Hamburger Heiligengeistfeld ist am Mittwoch gekommen: „Der Beschluss der Bezirksversammlung ist ein entscheidendes Signal für uns. Wichtig ist auch, dass es eine so klare Mehrheit gab“, sagte Robin Houcken, Leiter vom Planungsbüro Bunker, im Auftrag des Investors im Gespräch mit NDR 90,3. Am Abend zuvor hatten zwei Drittel der Bezirkspolitiker für das 25-Millionen-Euro-Projekt gestimmt. Allerdings sind nur noch drei statt der geplanten fünf neuen Bunkeretagen und 38 statt 52 Veranstaltungen pro Jahr in der geplanten Halle auf dem Bunkerdach erlaubt. Und Investor Thomas Matzen muss ein Quartiersparkhaus (mehr …)

  • Ffm: Planungsreferent wird Schirmherr des Frankfurter Gartens

    (Gu aus alerts)

    Der neue Planungsdezernent Mike Josef tritt in die Fußstapfen seines Vorgängers Olaf Cunitz: Ab sofort ist er Schirmherr für den Frankfurter Garten e.V. Es ist das größte Urban Gardening-Projekt der Stadt. Ziel des Vereins ist es, dass Gemeinschaftsgärten und somit die Begrünung durch Bürger ein selbstverständlicher Aspekt der Stadtteilentwicklung werden soll.

    „Ich wünsche mir, dass urbanes Gärtnern stärker in die Stadtteilentwicklung einbezogen wird“, sagt Josef. „Denn für mich sind ökologische Aspekte genauso wichtig wie soziale, kulturelle und ökonomische – und diese werden durch den Frankfurter Garten e.V. hervorragend in die Tat umgesetzt. Mit vorbildlichem ehrenamtlichen Engagement packen die Aktiven kräftig an und gestalten ihre Stadtteile mit. Grünflächen werden geschaffen und für jedermann zugänglich und erlebbar gemacht. Dadurch entstehen kultur- und schichtübergreifende Gemeinschaftsgärten und damit
    wichtige Treffpunkte und Räume der Entfaltung für alle.“ Ilona Lohmann-Thomas, Vorständin des Frankfurter Garten e.V., freut sich über die erneute
    Schirmherrschaft als wichtiges Signal aus dem Planungsdezernat: „Für uns alle, die wir ehrenamtlich viel Energie in das Projekt stecken, heißt das: Unsere Ziele und Visionen werden gesehen und unterstützt.“

    Aus dem Planungsdezernat gibt es darüber hinaus die Zustimmung, den Zukunftspavillon länger als ursprünglich geplant auf dem Goetheplatz zu nutzen. Der Zukunftspavillon soll über den Oktober 2016 hinaus für mehrere Monate als Bühne der Stadt- und Regionalentwicklung dienen. Der Frankfurter Garten e.V. betreibt den Zukunftspavillon und will darauf aufmerksam machen, dass sich Obst, Gemüse und Kräuter mitten in der Stadt anbauen lassen.

    http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/Frankfurter-Garten-Mike-Josef-wird-Schirmherr-27782.html (mehr …)

  • Hochbeetbau im Exotischen Garten Coschütz

    (Gu aus Antrag/Fragenbeantwortung)

    der Gemeinschaftsgarten braucht Hochbeete, damit man auch Wurzelgemüse anbauen kann, da die Radongasbelstung geringer ist als bei normalen Beeten.

    Da angrenzend die Collhalde ist und der Garten unterhalb davon und somit, wie wir gemessen haben, die Radonbelstung schwach bis mittelmäßig ist, da auch im Garten Radongas entweicht. Je tiefer man in den Boden was anbaut, desto höher ist die Konzentration und desto bedenklicher.

    Das Erdgwächshaus wird fertiggestellt, wenn alle Materialen vor sind, was noch eine Geldfrage ist, die sich demnächst lösen wird, durch neue Mitgärtner (Kinder von Schuleinrichtungen, Kindergärtnen) und deren Eltern, die etwas dazu geben können als Spende.

    Die Erde, die vor Ort ist wird für normale Beete und Hügelbeete schon gebraucht wie auch der Anschüttung für den Erdkeller, da wir auch nicht so tief den Erdkeller bauen können, wegen der Radonbelastung, da der Erdaushub auch nicht so groß ist um z.b. die Hügelbeete alle mit Erde zu versorgen, sondern gerade mal so reicht um die Anschütt (oberiridisch) für den Erdkeller zu gewähren. Ich hatte beim Humuswerk Freital angefragt wegen Humuserde, das näher ist als das in Dresden.

    Weiterhin haben Flüchtlinge eines Flüchtlingsheim in der Nähe, Interesse angemeldet, wo 5-10 Flüchtlinge noch mitmachen werden ab Ende September.

    -> sie wollen fünf große Hochbeete bauen.
    Erdkeller und -gewächshaus haben wir dieses Jahr auch gefördert

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  • Frankfurter Garten in der SZ

    (alerts)

    Unter dem Pflaster der Garten


    Das Frankfurter Ostend galt lange als Arme-Leute-Gegend. Doch mit dem Bau der Europäischen Zentralbank veränderte sich dort vieles – auch mit dem „Frankfurter Garten“.

    Die Gegend um den Frankfurter Ostbahnhof versprüht wenig Glamour, lange war sie ein Glasscherbenviertel. Doch seitdem ein Teil der ehemaligen Großmarkthalle abgerissen wurde und die Türme der Europäischen Zentralbank nach den Plänen des Wiener Architekturbüros Coop Himmelb(l)au ihre Schatten auf das Viertel werfen, verschwand manche düstere Ecke. Neue Wohnungen entstehen, der öffentliche Nahverkehr wurde ausgebaut, das Quartier verändert sich.

    An der ehemaligen Wendeschleife der S-Bahn am Danziger Platz blüht auf den Pflastersteinen seit 2013 der „Frankfurter Garten“. Der gleichnamige Verein verwandelte diese unwirtliche Brache in einen grünen Treffpunkt für das Viertel. Ein Zaun hegt die 2500 Quadratmeter große Fläche ein. Wer durch das Tor tritt, findet dort ein buntes, sympathisches, alternatives Miteinander.

    Einen Teil des Areals nehmen Hochbeete ein. Akkurat gezimmerte Exemplare stehen neben niedlichen, fast filigranen Kisten auf Stelzen, dazwischen machen sich klobige Betonkübel breit, die irgendwann als Verkehrsinsel dienten. In einem dieser Ungetüme schwimmen Fische, an der Oberfläche blühen Seerosen. Zum Frankfurter Garten gehört auch eine Holzwerkstatt, in der ehrenamtliche Helfer Hochbeete aus Abfallholz zusammenschrauben. Upcycling und Urban Mining, also Überflüssiges einsammeln und eine neue Verwendung dafür finden, zählt auch zum Konzept des Gemeinschaftsgartens. In ausrangierten Reissäcken wachsen Tomaten.

    Regelmäßig begleitet ein Hobby-Gärtner vom Verein „Frankfurter Garten“ Besucher durch die grüne Oase. An einem heißen Sommerabend leitet Boris eine kleine Gruppe. In einer Beetreihe wachsen beispielsweise die Zutaten für die Frankfurter grüne Soße. Zögerlich schnuppern die Gäste an den Blättern von Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch, zerreiben die Blätter zwischen den Fingern, riechen, schmecken, raten. Eine ältere Dame erweist sich als echte Pflanzenexpertin. Vor Kurzem sei sie in die Stadt gezogen, erzählt sie, und bald möchte sie dort mit dem Gärtnern beginnen.

    Ebenso individuell wie die Pflanzen in den Gefäßen blühen Kräuter und Blumen um die Wette. Manche Bürger säen Radieschen und Salat, andere experimentieren mit dem Fruchtwechsel, eine Heilpraktikerin züchtet dort Heilkräuter. Verglichen mit den Hochglanzbildern vieler Gartenratgeber wirkt das Ganze ziemlich improvisiert; für jemanden, der mit einem großen Nutzgarten aufgewachsen ist, in dem es akkurat eingeteilte Gemüsebeete und Blumenrabatten gab, ist das gewöhnungsbedürftig.

    Gärten in der Stadt erfüllen eine andere Funktion als die auf dem Land. Wurzeln schlagen in einer neuen Umgebung, eine Anlaufstelle finden oder einfach raus aus den eigenen vier Wänden – es gibt viele Gründe, weshalb sich immer mehr Menschen in Ballungsräumen in gemeinschaftlichen Gartenprojekten engagieren.

    Deutschlandweit gibt es mittlerweile mehr als 550 solcher Initiativen, wie die Münchner Stiftungsgemeinschaft „Anstiftung“ auf ihrer Website auflistet. Manche von ihnen widmen sich interkulturellen Aspekten, andere wollen Stadtkindern die Natur näherbringen. Die gemeinsame Form des Gärtnerns kommt den meisten gelegen, denn ein eigener Garten ist harte Arbeit und braucht viel Zeit, das merken auch manche, die einen Schrebergarten pachten. Die Einstiegshürden in den meisten Gemeinschaftsprojekten sind dagegen niedrig: Einfach vorbeikommen und mitmachen.

    Wartelisten für die Hochbeete gibt es im Frankfurter Garten nicht, denn oft schließen sich mehrere sogenannte Beetpaten zusammen. Es gibt Studenten- und Familienbeete, passionierte Gärtner empfehlen das Gemeinschaftsprojekt ihren Kollegen und Freunden weiter. Auf diese Weise wächst die Gartengemeinde.

    Gemeinsam gärtnern hat eben diesen großen Vorteil: Die Arbeit lässt sich auf mehrere Schultern verteilen. „Wir gießen zwei Mal am Tag alles, für alle Beete brauchen wir rund dreieinhalb Stunden“, sagt Ilona Lohmann-Thomas, Vorstand des Vereins Frankfurter Garten. Für viele Hobbygärtner wäre das nicht machbar, deshalb helfen viele Freiwillige mit. Auch drei Teilnehmer eines Wiedereingliederungsprojekts kommen regelmäßig vorbei.

    Das offene Gartenprojekt ignoriert soziale Grenzen, das „Du“ wird gepflegt. Der Frankfurter Garten zieht auch manche Gestrandete an, die noch ihren Platz im Leben suchen. Am Danziger Platz helfen sie mit und finden einen Anker. Der Garten ist auch eine soziale Anlaufstelle. Junge Familien mit ihren Kindern versammeln sich um den kleinen Spielplatz mit Sandkiste und Schaukel, die Boule-Bahn bringt ein bisschen französische Lebensart ins Frankfurter Ostend. Selbst ein kleines Gewächshaus zählt zum Garten, in dem schon im Frühjahr angesät wird.

    In einer Ecke des Gartens hat Thorsten Herget acht Bienenvölker angesiedelt. Die 400 000 Bienen fühlen sich dort offensichtlich wohl. Ganze Schulklassen kommen vorbei, um die fleißigen Honigsammlerinnen aus der Nähe zu beobachten. Einige seiner Bienenvölker zogen schon aufs Land um, wenn es im Ostend zu eng wurde, wie der Hobby-Imker erzählt. Anders als manche konventionellen Imker, die den Bienenvölkern oft den kompletten Honig wegnehmen und durch Zuckerwasser ersetzen, lässt Herget seinen Bienen die Nahrung, die sie brauchen, um gut über den Winter zu kommen.

    Hier sprechen Frauen über die kleinen Sorgen und Nöte des Alltags

    Mittwochnachmittag lockt ein wöchentlicher Markt besonders viele Besucher an. Aber statt eines Wochenmarktes mit frischem Obst oder Gemüse bieten verschiedene Stände auf dem Danziger Platz Bratwürste, Fisch, Flammkuchen, türkische Gerichte sowie Kaffee und Kuchen an. Ein klassischer Wochenmarkt mit Produkten in Bioqualität habe sich nicht gelohnt, sagt Ilona Lohmann-Thomas. Doch die Idee eines Marktes wollte der Verein nicht aufgeben, und so gibt es Essensstände.

    An einem heißen Sommerabend sind die meisten schattigen Plätze belegt. Drei Nachbarinnen aus dem Viertel sitzen bei einem Glas Apfelwein zusammen und strahlen die Gelassenheit zufriedener Rentnerinnen aus. Sie besprechen die kleinen Sorgen und Nöte des Alltags, ihre Pläne für die kommende Woche. Und nebenbei beobachten sie, den wievielten Apfelwein sich der junge Nachbar genehmigt und mit wem er heute da ist.

    Im Frankfurter Garten arbeiten etwa 50 Ehrenamtliche. Es gibt Kurse für Schulen und Hortgruppen, Firmen schicken ihre Mitarbeiter zum „Teambuilding“ dort- hin, um beispielsweise gemeinsam ein Hochbeet zu bauen oder das Sprayen wie ein Streetart-Künstler zu lernen. Längst nicht alle Besucher wollen ihren grünen Daumen kultivieren. Manche schauen den anderen einfach gern beim Gärtnern zu. Auch für sie gibt es genügend Platz im Frankfurter Garten.

    http://www.sueddeutsche.de/geld/urban-gardening-unter-dem-pflaster-der-garten-1.3144319
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  • Mauergarten plant Werkstatt

    (Gu als Newsletter)

    An den drei kommenden Samstagen (3.9., 10.9. und 17.9.) jeweils ab 14 Uhr werden unter Diegos Bauleitung die beiden Tomatenhäuser fertig gestellt. Am ersten Bautag, an diesem Samstag den 3.9. ab 11 Uhr, laden wir alle auf der neuen Lagerfläche zum gemeinsamen Brunch ein. Kommt zum Austauschen, Pläne schmieden – und zum sich Stärken vor der Bauaktion! Ansprechpartnerin ist Viola.

    Neue Werkstatt – Treffen am Sa, den 3.9., um 14 Uhr

    Christian hat einen Plan für eine Werkstatt auf der neuen Lagerfläche entworfen (siehe Bild im Anhang). Wer sich an dem Bau beteiligen möchte, kann ihn an diesem Sa um 14 Uhr auf der Lagerfläche treffen.

    (Zur Kurzinfo: Am Ende der Gartensaison, voraussichtlich im Oktober, werden wir die Gartenfläche komplett Abbauen, damit die Erde im Zuge der Mauerpark-Neugestaltung umgetauscht wird.)


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  • Gartenbahnhof Ehrenfeld: zweiter Anlauf Gärtnern mit Flüchtlingen und Kulisse für Krimi

    (Gu aus Newsletter)

    Gärtnern mit Flüchtlingen geht weiter

    Bereits im letzten Jahr waren wir in der Geisselstraße aktiv und versuchten Flüchtlingen das Gärtnern näher zu bringen. Der Erfolg war gemischt: Lubica und eine georgische Familie hatten sich vom Gärtnern anstecken lassen, doch unsere Pflanzkisten wurden von Kindern heimgesucht. Pflanzen wurden ausgerissen, in die Kisten wurde gepinkelt und Farbe geschüttet. Aufgrund der Misserfolge pausierte das Geisselgärtnern und wir warteten auf bessere Rahmenbedingungen. Karmela nahm im Sommer erneut Kontakt zum Flüchtlingswohnheim auf. Es gibt nun einen Wohnheimleiter und neue Flüchtlinge, die Lust zum Gärtnern haben.

    Im August ging es also mit dem Geisselgärtnern weiter: Zunächst machten sich Karmela, Katharina und Volker auf die Suche nach Mitstreitenden. Die waren schnell gefunden und so befreiten wir zunächst die Pflanzkisten von Müll und Beikräutern. Darüber hinaus füllten wir die Kisten mit weiterer Erde. Einiges Material war verschwunden und musste nachgefüllt werden. Während zwei weiteren Terminen pflanzten Karmela, Aniko und Katharina mit Flüchtlingen aus Syrien und Osteuropa verschiedene Kräuter von unserer Kräuterspirale, Himbeerableger und einen Sommerflieder aus dem Gartenbahnhof. Eingesetzt wurden ebenfalls Endiviensalat und Aloe Vera und sie säten außerdem Sonnenblumen. Für die meisten Pflanzkisten fanden wir erfreulicherweise Beetpaten. Zusätzlich säuberten wir den Grünstreifen an der Hofwand. Wir planen momentan auch noch den Bau eines großen Hochbeetes und sind deshalb gerade auf der Suche nach stabilen langen Brettern und vier Balken.

    Die Syrerinnen Nora und Halil scheinen begeisterte Gärterninnen zu sein. Sie waren auch an unseren anderen Aktivitäten interessiert. Aus diesem Grund griffen beide uns tatkräftig am 27. August beim dritten Teilumzug unter die Arme. (ve)

    Einsatz in Köln

    Am 11. Februar 2016 bekam der Gartenbahnhof Besuch von einem großen Fernsehteam. Die Constantin Entertainment GmbH hatte an diesem sonnigen Tag den Gartenbahnhof als Location ausgewählt und Dreharbeiten für eine neue Kriminalserie für das Vorabendprogramm von Sat 1 durchgeführt. Mehr als 30 Leute waren vor Ort tätig und brachten etwa 13 Minuten Sendezeit in den Kasten. Es geht um einen Mord an einem Gemeinschaftsgärtner, der von einem Jugendlichen im Affekt erschlagen wird. Der Jugendliche hatte sich an der Gemeinschaftskasse im Garten zu schaffen gemacht und war dabei ertappt worden.

    Von uns waren Maria, Katharina, Kosta, Carlo und Volker mit von der Partie. Wir begutachteten abwechselnd die Dreharbeiten und passten auf, dass unser Gemeinschaftsgarten keinen Schaden abbekam. Außerdem spendeten wir trockenes Feuerholz für ein ordentliches Feuer. In einer Szene unterhalten sich GärtnerInnen am Lagerfeuer und gehen schließlich im Streit auseinander. Zum Drehen wurde sogar unser Frühbeet eingesetzt. Wir legten eine Palette quer, flux war der Kameramann in Position und konnte das Geschehen von weiter oben filmen.

    Interessant was alles für so einen Dreh aufgefahren werden muss. Es waren ein halbes Dutzend Darstellende und über 20 Mitarbeitende mit von der Partie. Wegen der Nachtszenen wurden Scheinwerfer installiert und es kamen Kameras auf Stativen zum Einsatz. Diese Folge mit dem Titel „Zurück zur Natur“ lief schließlich, wie wir erst jetzt durch Carlo erfuhren, am 06. April 2016 in Sat 1. Hier ist der Link zur entsprechenden Folge. (ve)


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  • Neues aus dem Stadtwaldgarten (Marburg)

    (Gu, mail)

    Der Garten hat 20 bewirtschaftete Parzellen, die genaue Anzahl der Personen ist unübersichtlich, weil es sich gerade einbürgert, dass die Leute sich von Freunden und Bekannten helfen lassen, die auf die Art dann auch Mitgärtner sind. Eigentlich sehr schön, weil die Parzellen gepflegter sind und die Leute sonst kein Gartenstück bekommen könnten, weil alles vergeben ist. Fluktuation ist weiterhin vorhanden, das liegt an der allgemein großen Fluktuation im Stadtteil.

    Im Frühling haben wir ein neues Gartenhaus bekommen, in dem sich die Leute aufhalten können, das ist schön und kommunikativ. Der Gratisgarten wurde erweitert und wird gut genutzt von der Bevölkerung. Es wird dort auch alles mögliche gepflanzt, ohne dass ich immer sagen kann, wer da aktiv war.

    Im Abenteuergarten wurde eine Komposttoilette gebaut, die auch vom interkulturellen Garten genutzt werden kann.

    Wir haben für einen blinden türkischen Jugendlichen ein Hochbeet gebaut, das nach dem Prinzip des Square foot gardening angelegt ist. Das wollte ich schon lange mal ausprobieren, und es klappt gut.


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  • neues Gartenprojekt in Hamburg: Kollektiv Beikraut

    (Gu, Mail)

    Wir haben noch immer keinen offiziellen Status bei der Stadt, gärtnern aber seit Mai auf einer städtischen Fläche in Hamburg Wilhelmsburg. Neben ersten Hochbeeten, einem Tomatenhaus und Sitzgelegenheiten aus Paletten sind auch schon einige Kunstwerke auf unserer Fläche entstanden: ein großflächiges Graffiti, ein hölzerner Flamingo und eine riesige Palme aus Holzresten – denn in Hamburg wachsen ja sonst keine Palmen. Wir hatten auch einen Bauwagen als Materiallager auf der Fläche, das hat allerdings dem Bezirk nicht gut gefallen (Hilfe, ein neuer Bauwagenplatz!).
    Die Fläche soll demnächst in einer Konzeptausschreibung von der Stadt an eine Baugemeinschaft abgegeben werden. Wir hoffen, dass der Ort um den Garten Ideen und Menschen versammelt, die vor Ort ein Konzept entstehen lassen, das in das Bewerbungsverfahren eingehen kann. Bisherige Ideen reichen von gemeinschaftlichem, inklusivem Wohnen über Räume für eine Food-Coop bis zu einem Gemeinschaftsgarten auf dem Dach und an der Fassade. 


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  • schöner Artikel über den IG Billstedt (HH)

    (Gu, alerts)

    Seit 2013 gibt es den Interkulturellen Garten. Stillstand kennt er seitdem nicht. Vom Bezirksamt erhielt der Verein „Interkultureller Garten Hamburg-Billstedt“ insgesamt 1.600 Quadratmeter Grünfläche, die liebevoll bepflanzt werden. Die 40 Mitglieder engagieren sich darüber hinaus: Gerade hat ein Malprojekt mit 50 Kindern aus einer Flüchtlingsunterkunft stattgefunden. Interessierte können das Ergebnis beim Sommerfest bestaunen. Die Kleinen kommen aus der Flüchtlingsunterkunft in der Berzeliusstraße in Billbrook und verschönern eine acht Meter lange Betonwand im Garten mit Blumenmotiven, Herzen und Sonnen. Elisabeth Thun, Erste Vorsitzende vom Interkulturellen Garten: „Das Malprojekt ist der erste Schritt, damit die Flüchtlinge aus der Isolation zu uns kommen.“ Überwiegend aus Afghanistan und Syrien stammen die 250 Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft, die in dem Garten auch ausgiebig toben. „In der Zukunft wollen wir die Flüchtlinge noch viel stärker hier integrieren“, so Thun. Die 40 Mitglieder haben mit ihren Beeten einen echten Dschungel geschaffen. Zurzeit sind die Sonnenblumen eine Augenweide. Nutzpflanzen wie Kohlrabi, Bohnen, Zucchini und viele andere sorgen für frisches Gemüse in den vier Wänden. Sogar eine Inka-Kartoffel gedeiht auf den Beeten. Ein Drittel aller Mitglieder im Garten sind Migranten. Die meisten Hobby-Gärtner haben ein eigenes Beet von zirka 14 Quadratmetern oder kleiner. Fünfzig Prozent der Gartenfläche werden in Gemeinschaftsarbeit der Mitglieder genutzt. Elisabeth Thun: „Das klappt allerdings nicht immer optimal. Einige Mitglieder sind aktiv, die andere lassen sich gern mitschleppen. Dabei wollen wir ja gerade durch den Garten das Gemeinschaftsgefühl stärken.“ […]

    Sie hat ein hübsches Beet mit einer Kräuterspirale und bringt regelmäßig ihren Nachwuchs Tamara (11 Monate) mit – das jüngste Mitglied im „Interkulturellen Garten“. Für die Zukunft hat der Interkulturelle Garten noch große Aufgaben zu bewältigen: die Vorsitzende Thun: „Neben dem Öjendorfer See entsteht ein Wohnprojekt mit Flüchtlingsunterkünften. Und es gibt auch einen Plan, hier eine Grünfläche für einen zweiten ,Interkulturellen Garten‘ zur Verfügung zu stellen. Wir suchen deshalb jetzt schon neue Interessenten, die sich um die Entstehung eines zweiten ,Interkulturellen Gartens‘ kümmern wollen. Wir werden die Neulinge natürlich tatkräftig unterstützen.“

    http://www.hamburger-wochenblatt.de/billstedt/lokales/gartenarbeit-verbindet-billstedter-und-fluechtlinge-d34179.html (mehr …)

  • Grüne wollen neuen IG als Teil der LGS in Schweinfurt

    (Gu aus alerts)

    Die Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hat einen Antrag formuliert, in dem beantragt wird, bei der Bewerbung um die Landesgartenschau das Projekt „Interkultureller Garten“ zu berücksichtigen. Zur Begründung schreiben Ayfer Fuchs, Reginhard von Hirschhausen und Thomas Schmitt: „In Schweinfurt sind seit Jahrzehnten Migranten beheimatet, ihr Anteil beträgt gut 17 Prozent – sie sind ein Teil der Schweinfurter Gesellschaft.“ Das Projekt Interkultureller Garten sei eine Ergänzung zum „Garten der Begegnung“ und der Kleingartenanlagen in Schweinfurt. Bei diesem Projekt gehe es um die gemeinsamen Interessen der Mehrheitsgesellschaft und der Migranten im Bereich Gärtnern. Sie bringen ihre Kenntnisse über Pflanzen mit und tauschen sich darüber hinaus auch über alltägliche Themen aus. Integration gelinge hier über „kurze Wege“.
    „Die Parzellen stehen nebeneinander, es gibt nur den gemeinsamen Platz der Begegnungen. Dies vermeidet die Isolation der jeweiligen Familien. Das Projekt wird über einen Verein und Hausmeister koordiniert“, heißt es in der Begründung weiter. Der interkulturelle Garten sollte ein Teil der Landesgartenschau werden, aber darüber hinaus auch ein nachhaltig bestehendes Projekt der Integration in Schweinfurt.

    http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Gaerten-und-Integration;art742,9334973 (mehr …)

  • Flüchtlinge gärtnern beim Heimatgarten Rheinhausen

    (Gu, alerts)

    „Heimatgarten“ nennt die städtische Wohnungsgesellschaft Gebag ihr Projekt an der Franz-Schubert-Straße in Rheinhausen. Flüchtlinge gärtnern mit „Altanwohnern“.

    Ein Garten, der verbinden soll. Das steckt hinter dem Heimatgarten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gebag an der Franz-Schubert-Straße in Rheinhausen. Diese Verbindung wurde jetzt rund um den Heimatgarten kräftig gefeiert. Flüchtlinge und Nachbarn feierten gemeinsam ein Sommerfest. Sonst sind viele von Ihnen auch zusammen im Heimatgarten tätig. Rund 350 Flüchtlinge leben seit September 2015 hier. Außerdem rund 200 Menschen, die dort bereits vorher lebten, quasi „Altanwohner“.

    Viele Flüchtlinge hatten sich bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes eingebracht. Zum Beispiel beim Kochen: „Wir haben ganz viele unterschiedliche Gerichte hier. Zum Beispiel von einem Koch aus Syrien, der selbst Flüchtling ist“, erzählt Petra Valentin, Projektkoordinatorin der Gebag. Zum Preis von 20 Cent gab es so ein ausgefallenes Essen. „Wir wollen damit eine Wertschätzung signalisieren“, so Valentin. Die Einnahmen des Tages kommen dem Flüchtlingscafé des Vereins „Mehr Flüchtlingshilfe“ zugute. Das wird nur wenige Meter weiter in einem Nachbarhaus betrieben. Auch viele andere Initiativen, die sich für Flüchtlinge engagieren, waren zugegen, etwa die Diakonie.

    35 Kästen gibt es insgesamt
    Der „Heimatgarten Rheinhausen“ ist ein Urban-Gardening-Projekt. Auf einer Rasenfläche von rund 6000 Quadratmetern stehen insgesamt 35 Pflanzkästen. Alle Duisburger sind zum gemeinschaftlichen Gärtnern und Mitgestalten eingeladen. Möglich gemacht haben dies neben der Gebag als Eigentümerin des Grundstücks noch drei weitere Partner: die NRW.ProjektSoziales GmbH als Projektmanagerin, das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) als Projekt-Förderer und die GfB, die als Träger von „Arbeitsgelegenheiten“ mit Fördermitteln des Jobcenters die handwerklichen und gärtnerischen Voraussetzungen im Heimatgarten schafft. Von 7.30 bis 13.30 Uhr sind sechs Kräfte von dort im Einsatz und bauen Pflanzkübel oder Bänke. Die werden zum Beispiel aus alten Paletten gefertigt, die Firmen vorbeibringen.
    Weitere Informationen:

    Aktuell sind alle Pflanzkästen vergeben. Es gibt sogar eine Warteliste. Allerdings werden immer wieder neue frei.

    Flüchtlinge gärtnern mit „Altanwohnern“ in Rheinhausen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/west/fluechtlinge-gaertnern-mit-altanwohnern-in-rheinhausen-id12146243.html#plx1909612227 (mehr …)

  • Kooperationsvereinbarung des rot-rot-grünen Stadtrats in Dresden: urban gardening soll gefördert werden

    (Gu, alerts)

    Nach vielen Monaten harter Diskussion haben es Linke, SPD, Grüne und Piraten geschafft: Am Montag unterschreiben die Spitzen der Stadtratsfraktionen ihre zweite Kooperationsvereinbarung. In der sind 26 Bereiche festgehalten, in denen die vier Parteien bis zur nächsten Wahl des Stadtrates 2019 Dresden gestalten wollen.

    Die Kooperationsvereinbarung 2.0 in Auszügen

    1.Aufbau der neuen Woba mit 2500 Wohnungen bis 2019.

    2.Verkauf städtischer Flächen für privaten Wohnungsbau nur, wenn dabei auch günstiger Wohnraum entsteht.

    3.Bei Stadtentwicklung gilt Innen- vor Außenentwicklung, besonderer Augenmerk liegt auf Entwicklung des Wissenschaftsstandortes.

    4.Das Stadtbahnprojekt 2020 wird vorangetrieben.

    5.Die Mittel für den Radverkehr werden auf 5 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt.

    6.Entwicklung eines Konzeptes für sichere Fußwege.

    7.Entwicklung der Leipziger Vorstadt mit günstigen Wohnungen aber ohne Globus. Für das Unternehmen soll ein Alternativstandort gesucht werden.

    8.Bis 2019 soll an der Königsbrücker Straße Baustart sein. Noch 2016 soll die Bauvariante feststehen.

    9.Förderung von soziokulturellen Freiräumen und Urban Gardening in Dresden.

    10.Sanierung und Neubau von Schulen und Kitas hat höchste Investment-Priorität.

    11.Einrichtung von Gymnasien in Prohlis und Gorbitz bis 2019.

    12.Dresden startet ein Versuchsprojekt zur Erstellung lizenzkostenfreier Unterlagen für den Schulunterricht.

    13.Dresden sichert weiterhin den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz.

    14.Das Netz der geförderten Angebote der Jugendhilfe wird erhalten, ab 2017 wird zusätzlich ein Präventionsbudget geschaffen.

    15.Freie Träger im Kultur- und Sozialbereich sollen ihre Fördermittel künftig nicht mehr nur jahresweise bewilligt bekommen, um Planungssicherheit zu haben.

    16.Vorantreiben der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025.

    17.Die Volkshochschule Dresden erhält einen zentralen Standort.

    18.Ausbau der sozialen Betreuung und der Integrationsangebote für Asylsuchende in Dresden.

    19.Überarbeitung der Sportförderrichtlinie, keine Ausgliederung von Sportstätten aus dem Sportstättenbetrieb.

    20.Beschluss einer Naturschutzkonzeption, naturnähere Pflege von Parks und Wiesen.

    21.Erhöhung des Anteiles erneuerbarer Energien in Dresden, Einhaltung energetischer Standards bei Neubauten und Sanierungen.

    22.Entwicklung eines Personalentwicklungskonzeptes für die Stadtverwaltung. Etablierung eines Technischen Rathauses.

    23.Bessere Einhaltungen der gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz behinderter Menschen, Förderung von Inklusion.

    24.Mit einer neuen Gleichstellungsförderungsrichtlinie sollen Belange von Menschen mit verschiedenen Geschlechtsidentitäten besser berücksichtigt werden.

    25.Freie Software für städtische Einrichtungen, barrierefreie Online-Angebote, die Verwaltung soll online künftig verschlüsselte Kommunikation bearbeiten können.

    26.Sonntagsöffnung jährlich am 2. Advent, keine darüber hinausgehenden Ausnahmen.

    http://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/26-Projekte-fuer-Dresden-Was-der-rot-rot-gruene-Stadtrat-bis-2019-erreichen-will


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  • schöner Artikel über den GG Sonnengarten Solln

    Fast ein Jahr lang liefen sich Mitglieder des Haderner Kulturgartens und Bienengartens die Hacken wund. Wurden bei der Stadt und mehreren Bezirksausschüssen vorstellig. Denn der Pachtvertrag für die beiden Gemeinschaftsgärten wurde nicht verlängert. Um die Projekte vor dem Aus zu bewahren, begann eine lange und mühsame Suche nach Ersatzstandorten. Denn Flächen zum gemeinsamen Gärtnern sind in München kaum noch zu finden. Doch es gelang: In Pasing wurde ein 3000 Quadratmeter großer Nachfolgegarten geschaffen. Und auch in Solln ist ein neues Paradies entstanden.

    An der Littmannstraße bleiben Passanten oft stehen. Denn dort fallen zwei bunte Inseln ins Auge. Ein städtischer Krautgarten und südlich davon der Sonnengarten, der Mitglied im Umwelt-Verein Ergon ist. Was dort wächst, sprießt und blüht, macht neugierig. Blumen, Gemüse und Früchte, teils auch Exotisches, all das gedeiht prächtig auf der 1400 Quadratmeter großen Fläche. „Wir wurden sogar schon gefragt, ob man bei uns was kaufen kann“, erzählt Adelheid Lange, Sprecherin des Sonnengartens. Kann man nicht. Aber schauen ist erlaubt. Fragen stellen auch.

    Der Neuanfang in Solln war anstrengend. Spaß machte er den Hobbygärtnern trotzdem. Die Arbeiten auf dem seit Jahren brach liegenden Grundstück begannen im April 2014. Zunächst wurde ein Landwirt zum Pflügen, Mulchen und Eggen gefunden. Danach legten die ersten Nutzer unter dem Motto „Gemeinsam. ökologisch. Gärtnern. Neues erproben.“ los. Dabei trat auch einiges zutage, was dort nicht hingehörte. Scherben, Metall- und Betonteile, Bauschutt.

    Der Sonnengarten hat rund 25 verpachtete Parzellen, die von rund 70 Männern, Frauen und Kindern bewirtschaftet werden. Was sie in ihren 10 bis 90 Quadratmeter großen Gartenabschnitten anbauen, dürfen sie weitgehend selbst entscheiden. Fast alles ist erlaubt. „Das macht die Vielfalt aus“, sagt Lange. Tabu sind zum Beispiel hohe Bäume und Büsche. Und der Einsatz von Chemie bei Düngung und Pflanzenschutz.

    Gleichzeitig wird auf die gemeinsame Gartenkultur großer Wert gelegt. Die Mitglieder tauschen sich aus, unterstützen sich, probieren Neues aus: Das Anlegen von Hoch- und Hügelbeeten zum Beispiel. Oder das Pflanzen in Mischkultur. Nicht immer läuft alles rund: „Es gibt, wie überall, auch im Sonnengarten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen“, sagt Lange. Doch meist gelinge es, die Konflikte zu beheben. Manche hielten sich generell raus und hätten wenig Kontakt. „Wir sind also im zwischenmenschlichen Bereich recht normal“, sagt Lange mit einem Augenzwinkern.

    „Die Nachfrage nach Parzellen in unserem Sonnengarten ist überwältigend“, sagt Lange. Doch im Moment ist bereits alles verpachtet. „Die Warteliste ist lang.“ Die Münchnerin hat vor kurzem in ihrer Parzelle Kümmel geerntet. „Wenn er selbstgezogen ist, hat er eine scharfe Note. Das kennt man sonst gar nicht.“ Das Ergebnis: der Kümmelquark in diesem Jahr ist geschmacklich ein Gedicht.

    Lange deutet auf eine buschige Pflanze: „Gewürzfenchel. Für Tee“, erklärt sie. Am Rand viele Heil- und Wildkräuter. Ein Thema, mit dem sich die Hobbygärtnerin intensiv beschäftigt hat. Sie weiß, welche wohltuende Kraft in vielen Pflanzen steckt. In Engelwurz zum Beispiel. „Man verwendet Wurzeln und Samen. Oder die Nachtkerze mit ihren schönen gelben Blüten. Sie wurde schon von den Indianern zur Linderung von Hautkrankheiten eingesetzt. […]

    http://www.tz.de/muenchen/stadt/solln-bluetezeit-sonnengarten-6699685.html

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  • In Bremen Huckelriede gibt es einen Garten auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft

    (Gu aus RSS)

    Flüchtlinge gestalten am Niedersachsendamm bunten Integrationsgarten

    Huckelriede. Gestatten: Tomate, Salbei und Ringelblume – so heißen die neuesten interkulturellen Botschafter in Huckelriede. Denn dort haben Bewohner des Flüchtlingswohnheims am Niedersachsendamm gemeinsam mit dem Verein Ökostadt Bremen einen außergewöhnlichen Integrationsgarten ­entstehen lassen. Er ist vielleicht nicht ­besonders groß, doch die Pflanzen sprießen in Hochbeeten ausgerechnet auf ehemaligem Militärgelände, wo zuvor nur roher Asphalt, Schlacke und Schlaglöcher zu sehen waren.

    „Das Vorbild für die Gestaltung ist der Lucie-Flechtmann-Platz gewesen, weil dort ebenfalls der Wunsch bestand, eine Betonwüste zu bepflanzen“, sagt Eric Stellmacher von Ökostadt Bremen. Das Gärtnern von und mit Flüchtlingen solle allerdings nicht nur den tristen Innenhof zwischen den übereinander gestapelten Wohncontainern verschönern. „Sondern die Geflüchteten können auf diese Weise auch Sprachbarrieren überwinden und eine Begegnung auf Augenhöhe mit Einheimischen erleben“, erklärt Stellmacher den gewünschten Effekt. Auch wenn noch nicht allzu viele der Nachbarn aus Huckelriede bislang der Einladung gefolgt seien, sich tatkräftig an der Gartengestaltung zu beteiligen.

    „Gemeinsam etwas tun – sei es beim Kochen, beim Fahrräder reparieren oder beim Gärtnern – ist die beste Möglichkeit sich gegenseitig näher kennen zulernen“, weiß Uwe Eisenhut von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aus Erfahrung. Er hat viele Jahre ein Flüchtlingsheim in Huchting geleitet und ist nun Bereichsleiter Asyl bei der AWO, die auch für die Einrichtung am Niedersachsendamm zuständig ist. „Außerdem ist es eine schöne Abwechslung für die Menschen, deren Alltag zur Zeit hauptsächlich von Warten geprägt ist“, ergänzt seine Kollegin Gesa Havekost, die am Niedersachsendamm als pädagogische Mitarbeiterin arbeitet.

    Für die Heimbewohner bedeute es auch ein großes Stück Lebensqualität, selbst ihre Umgebung mitgestalten zu können, hat Stellmacher außerdem beobachtet: „Das Warten erzeugt ein Gefühl der Machtlosigkeit, aber im Garten können sie mitbestimmen und aktiv ihre Ideen umsetzen.“ Mit großem Engagement hat beispielsweise ein syrischer Bewohner des Heims aus herumliegenden Pflastersteinen einen kleinen Weg verlegt, der in einem Rondell endet. Darauf stehen bunt bemalte Autoreifen, die zu einer runden Pyramide aufgestapelt sind. Auch darin sind meist gespendete Blumen und Kräuter zu finden, denen es sichtlich gut geht.

    Auffällig ist, dass auch viel Essbares in den Beeten und unter kleinen Plastikplanen zu entdecken ist: Tomaten stehen da neben Paprika und zahlreichen Kräutern. „Viele Gemüsesorten und Kräuter, die wir Deutschen gerne essen, sind auch im arabischen Raum sehr beliebt“, sagt Stellmacher dazu. Nur die Minze, darauf haben die Bewohner besonders viel Wert gelegt. Tee und aus frisch geernteten Blättern ist ein Stück Heimat in der Fremde.

    Falls nebenan weitere Flüchtlinge in Holzhäuser ziehen sollten (wir berichteten) könnte das Projekt ausgedehnt und auch in der Erde geackert werden, verraten die Verantwortlichen. Bei einem ähnlichen Projekt, das bereits seit längerer Zeit neben einem Flüchtlingsheim im Bremer Osten läuft, finden mittlerweile auch zahlreiche andere Aktivitäten auf und um den Integrationsgarten statt.

    Genau das wollen wir erreichen, dass es nachhaltige Wirkung entfaltet und von selber weiterläuft – wir wollten dafür nur den Samen legen“, sagt Stellmacher. Finanziert ist das Projekt vom Umweltsenator sowie Privatspendern wie der Sparkasse und anderen. Bereits nach drei Monaten Laufzeit, also doppelt so schnell wie geplant, hat sich nun auch ein Flüchtling bereiterklärt als Ein-Euro-Jobber den Garten unter seine Fittiche zu nehmen. Die AWO hat daher nun das Projekt offiziell von Ökostadt Bremen übernommen und überlässt den Bewohnern seither die weitere Planung des Gartens.

    Dieser wiederum ist mittlerweile bereits beliebter Treffpunkt der Bewohner geworden. „Hier ist immer was los und erst sind die Kinder zum Gucken gekommen, dann die Eltern“, beschreibt Stellmacher die Annäherung der Bewohner an das grüne Treiben auf dem Hof.

    Die Männer der Einrichtung haben mittlerweile aus Holz viel genutzte Sitzgelegenheiten gebaut. „Und sie waren froh, endlich wieder etwas handwerklich tun zu können“, erinnert sich Havekost und ist gespannt, welche Idee als nächstes kommt. Für Eisenhut ist es erst der Anfang: „Genau das macht das Projekt aus – es muss wachsen wie die Pflanzen.“ (mehr …)

  • Hafengarten Offenbach: unklare Bleibeperspektive

    (Gu, alerts)

    […]
    Entstanden ist der Hafengarten 2013 auf Betreiben der Stadt. Sie wollte das Gelände des ehemaligen Industriehafens nicht jahrelang brachliegen lassen. Urban Gardening war eines von mehreren Konzepten zur Zwischennutzung. Die Hobbygärtner können das Gelände frei nutzen, auch Wasser und Erde stellt die Stadt. Im Frühjahr musste der Hafengarten schon einmal weichen, weil auf der ursprünglichen Fläche das Bauprojekt „Marina Gardens“ entsteht. Die Hobbygärtner zogen auf eine deutlich kleinere geschotterte Fläche am Radweg entlang des Mainufers. Wo früher die Öltanks des Industriehafens waren, stehen heute Blumenkästen oder das, was die Hobbygärtner dazu machen: Tomatenstauden wachsen in ausgespülten Farbeimern und Flaschenkürbisse an hölzernen Lattenrosten. Im Boden dürfen die Gärtner allerdings nichts anpflanzen, weil die Erde möglicherweise noch verseucht ist.

    Was den Garten so interessant macht, ist aber vor allem, „dass er das Wesen Offenbach widerspiegelt“, wie Barbara Levi-Wach sagt, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21. Hier sei alles „im positiven Sinne chaotisch, Zäune bauen zum Beispiel geht gar nicht“. Nutzer des Hafengartens müssen sich zwar verbindlich anmelden, aber eine Fläche haben sie zumindest bisher nicht zugewiesen bekommen: Man pflanzte, wo Platz war. Parzellen gibt es nicht. Im Grunde ist der Hafengarten etwas für Stadtbewohner, die in ihrer Freizeit gärtnern möchten, aber kein Interesse an einem Schrebergarten haben. Anfangs sei es sogar verpönt gewesen, Rückzugsorte wie eigene Sitzecken einzurichten, sagt Levi-Wach.

    Alle Gärtner und auch Besucher können die Lagerfeuerstelle nutzen und sich auf Sitzbänke aus Europaletten an einen langen Tisch aus dicken Holzbalken setzen. Wenn es regnet, bietet ein alter Güterwaggon Schutz, den Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) umgebaut haben, drinnen gibt es eine Bar und eine Sitzecke. Weil der Hafengarten öffentlich ist, steht er tagsüber offen, und die Zäune, die ihn umgeben, dienen nur zum Schutz vor Kaninchen. Das Interesse der Bevölkerung an dem Garten ist auch drei Jahre nach der Eröffnung groß. Es gibt eine Warteliste, und Levi-Wach sagt, regelmäßig schauten neugierige Besucher vorbei. Wer dorthin kommt, sieht auch die Neubauten im Hafenbecken westlich der Carl-Ulrich-Brücke. Die Stadt findet das Projekt dementsprechend gut. „Der Hafengarten belebt das Areal und macht es attraktiv“, sagt Jörg Muthorst von der Stadtwerke Offenbach Holding. Deren Tochterunternehmen Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft plant, erschließt und vermarktet den Hafen.
     
    Trotzdem ist nach wie vor unklar, ob die Stadt das Projekt auch langfristig unterstützt. Seine Zukunft hängt vor allem davon ab, ob und wann auf dem benachbarten Grundstück der geplante neue Standort der HfG entsteht. Die Stadt und das Land verhandeln derzeit noch über einen Kaufvertrag. In jedem Fall soll auf der Fläche des Hafengartens der Gutsche-Park mit einem Spielplatz für Kinder angelegt werden. Die Hafengärtner hätten eine Bleibegarantie bis Ende 2017, sagt Muthorst, möglicherweise könnten sie auch bis 2018 bleiben. „Aber das Grundstück muss auf jeden Fall geräumt werden. Unklar ist bloß, wann.“
    Allen Beteiligten war zwar von Anfang an bewusst, dass der Hafengarten ein endliches Projekt sein würde. Allerdings hängen die Hobbygärtner mittlerweile daran, weil sich eine Gemeinschaft herausgebildet hat. Die Gruppe ist gemischt, es sind Studenten darunter, Krankenschwestern, Ingenieure. Viele kommen aus dem angrenzenden Nordend, mehr als die Hälfte der Hobbygärtner hat ausländische Wurzeln. Sie grillen gemeinsam, zimmern Gartenmöbel und tauschen Lebensmittel aus.

    Falls sie nicht bleiben können, wünschen sie sich in der Innenstadt ein neues Grundstück, um dort weiterhin Erdbeeren, Auberginen und Zucchini anbauen zu können. Die Stadt, so heißt es, denke darüber zwar grundsätzlich nach, es sei aber noch zu früh für konkrete Pläne. Kurt Müller sagt, er hoffe darauf, dass notfalls eine Privatperson einspringe und unentgeltlich ein neues Grundstück zur Verfügung stelle.

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region/altes-hafengelaende-urban-gardening-in-offenbach-14404540.html (mehr …)

  • Ab geht die Lucie will „Spielplatzregelung“, um Alkoholkonsum und Konflikte einzudämmen

    (Gu, RSS)

    Leider gibt es aktuell ein Problem, das uns herausfordert. Wie schon im letzten Sommer ist unser Dialog mit den Lucie “Stammgästen“, also den verschiedenen wohnungslosen, oft alkoholkranken Menschen, die sich dauerhaft auf dem Lucie-Flechtmann-Platz aufhalten, in Schieflage geraten. Letztes Jahr haben wir vermutlich unser eigenes Problem gefördert: Mit unserem Gewächshaus haben wir uns einerseits einen kleinen Traum erfüllt und in den frühen Sommermonaten Aubergine und Melonen in Bremen angebaut. Spätestens ab August jedoch war das Gewächshaus „besetzt“ und Gespräche mit den Wohnungslosen sind wirkunglos geblieben. Die Folge war, dass wir das Gewächshaus wieder abbauen mussten. Die nächtlichen Gelage, der Lärmpegel, vor allem auch der viele Müll, sowie eine unangenehme Atmosphäre auf dem Platz haben zu der Konsequenz geführt, dass es seitdem keine Überdachungen mehr auf der Lucie gibt.
    Wir haben den Wohnungslosen wiederholt erklärt: „Die Lucie ist Garten für alle, aber kein Platz zum Schlafen, kein Lager für Kleidung, Essen, Schlafsäcke usw.“. Und wir haben entsprechend gehandelt und alles entsorgt was nicht zum Garten gehörte.

    Zudem haben wir an verschiedenen Stellen nach Unterstützung gesucht, als die Stimmung gekippt und ein offener Streit zwischen „uns“ und den Wohnungslosen entstanden war. Doch weder im Ortsamt, noch bei der Inneren Mission, noch bei der Polizei hatte man Kapazitäten für unser Anliegen.

    Wir möchten nicht, dass sich diese Situation wiederholt!

    Gerade letztes Wochenende gab es eine Prügelei zwischen Betrunkenen auf dem Platz. Es wurde wieder dort geschlafen, ein Zelt aufgebaut, es gab viel Lärm und Müll. Von einer Nachbarin, dieser unser Projekt immer sehr unterstützt hat, haben wir nun gehört, dass eine Grenze überschritten ist: Sie stellt das Lucie-Projekt unter diesen Umständen in Frage.

    Das schockiert uns sehr auf der einen Seite, anderseits haben wir Verständnis. Auch wir sind von der Situation sehr genervt, haben genug Scherben weggefegt und unfruchtbare Gespräche geführt. Aber wir glauben nicht, dass ein Lucie-Flechtmann-Platz ohne Garten die Lösung ist. Die alkoholkranken Lucie-Stammgäste gäbe es auch ohne Garten immer noch. Sie sind ein Teil unserer Gesellschaft und unserer Stadt. Aber es müssen Regeln für ein gutes Miteinander eingehalten werden.

    Auch wissen wir, dass nicht jeder Lärm den Stammgästen zuzuschreiben ist. Die Neustadt verändert sich derzeit und es sind mehr Gruppen nachts laut unterwegs, als noch vor wenigen Jahren. Einen Teil des nächtlichen Lärms können wir daher nicht beeinflussen.

    Spielplatz-Regelung für die Lucie

    Wir haben aber folgende Idee, die dauerhaft zu einer angnehmeren Atmosphäre auf der Lucie führen soll: Wir möchten eine Spielplatzregelung einführen. Zwischen 8:00 und 18:00 Uhr soll auf dem Platz kein Alkoholkonsum erlaubt sein. Beispiele aus anderen Städten haben gezeigt, dass das funktioniert, z.B. Würzburg oder Potsdam. Wir haben lange darüber diskutuert und glauben, dass diese Regelung eine gute Lösung und Chance für die Lucie ist! Daher haben wir einen entsprechenden Bürgerantrag beim Ortsamt gestellt: Die Lucie soll ein Begegnungsort für alle Nachbar/innen bleiben und nicht nur für diejenigen, die sich lautstark und betrunken durchsetzen. (mehr …)

  • Umweltbürgermeisterin von Dresden setzt sich für GGs ein

    (Gu aus RSS)

    […]
    Eva Jähningen konnte einen guten Einblick in die aktuelle Situation der Stadt und ihr Amt als Umweltbürgermeisterin geben. Durch den neuen Stadtrat haben wir gerade gute Chancen, Gemeinschaftsgärten als festen Bestandteil des Stadtbildes zu etablieren. Auch das Thema essbare Stadt stößt auf offene Ohren, doch dazu bedarf es eines Umdenkens in der Planung öffentlicher Grünflächen und dem wichtigen bürgerschaftlichen Engagement. Obstbäume, um nur ein Beispiel zu nennen, verursachen viel Arbeit in der Pflege und werden deswegen nicht gern auf öffentlichen Flächen gepflanzt. Eine aktive Bürgerschaft, die gemeinsam erntet, wenn das Obst reif ist und sich auch um ein paar Pflegearbeiten kümmert, könnte dies verändern. Solche Projekte können sich realisieren lassen, wenn Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsame Sache machen. Um dies im Fall der Gemeinschaftsgärten umzusetzen, wird die Umweltbürgermeisterin das Gartennetzwerk Dresden und die Chefs der betreffenden Verwaltungsbereiche zu einem runden Tisch einladen, an dem gemeinsam überlegt wird, wie Gemeinschaftsgärten in Dresden gestärkt werden können. Das ist eine echte Chance!
    […]

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  • Magarethengarten hat neues Grundstück in Aussicht

    (Gu, Mail)

    Es sieht so aus, dass wir ein neues Häuschen beziehen ( im Kollektiv mit mindestens einem anderen Verein) und auch wieder eine Brachfläche (UMZÄUNT!) von der Stadt bekommen (mehr …)

  • Wohnungsbaugenossenschaft fördert „Aktion Kürbisbeet“

    (Gu, alerts)

    Die Dulsberger haben ihre Liebe zum Gärtnern entdeckt. „Eigentlich fing alles schon vor drei Jahren an“, erzählt Jürgen Fiedler, Leiter des Stadtteilbüros Dulsberg. Bei einer Bestandsaufnahme zählte man 36 Betonkübel, die weder besonders schön noch sonderlich gepflegt waren. Für die Bepflanzung und Pflege solcher Kübel war aber kein Geld da in den knappen Kassen des Bezirksamtes. Aber: „Immer nur meckern bringt uns auch nicht weiter“, so Fiedler. Mit seinen Kollegen vom Stadtteilbüro entschied er: „Wir eignen uns den Stadtteil an“. Eine Finanzspritze der Saga GWG kam damals gerade recht. Es folgte eine Aktion, bei der Kinder aus den umliegenden Kitas die Kübel farben- und fantasievoll bemalten. In einem zweiten Schritt wurden „Kübel-Paten“ gesucht, die sich um die Bepflanzung und weitere Pflege der Gefäße kümmern. „Zuerst ging es schleppend“, erinnert sich Jürgen Fiedler. Aber nach einem halben Jahr waren alle Kübel vergeben.

    Dem Bezirksamt war das etwas zu unbürokratisch. Es hätte gerne Verträge mit den einzelnen Paten abgeschlossen, um beispielsweise sicherzustellen, dass die Bepflanzung nicht den Verkehr behindert. Und am liebsten hätte man ja eine einheitliche Bepflanzung gehabt. Das ging Fiedler zu weit und so übernahm er selbst die Verantwortung gegenüber dem Bezirksamt. Auch immer mehr 25- bis 35-Jährige interessieren sich für das Gärtnern mitten in der Stadt. Selbst Schrebergärten, früher als spießig verpönt, seien plötzlich „hip“, weiß auch Rolf Mertens zu berichten, der als Mietervertreter ehrenamtlich zwischen den Mietern und der Hansa Baugenossenschaft vermittelt. Seit Mai dieses Jahres gibt es nun ein weiteres Urban Gardening Projekt auf dem Dulsberg. Gleich vor dem Stadtteilbüro an der Probsteier Straße befindet sich ein Beet, das bislang zum Leidwesen vieler Anwohner bevorzugt von Hunden für ihre Hinterlassenschaften genutzt wurde. Ulrike Ritter, im Stadtteilbüro sonst für den Bereich Kultur zuständig, ergriff die Initiative für die Gartenkultur. Als leidenschaftliche Hobbygärtnerin wusste sie: Kürbis und Zucchini wachsen schnell, liefern viel Grün und brauchen nicht viel Pflege. Und im Herbst könnte die Ernte mit einem Nachbarschaftsfest gefeiert werden. Die Aktion Kürbisbeet war geboren. Zunächst musste die Eigentümerin des Beetes, die Hansa Baugenossenschaft, um Erlaubnis gebeten werden. Die sagte nicht nur begeistert „Ja!“, sondern spendierte auch Komposterde und einen Zaun. „Für uns ist so eine Aktion eine Perle“, sagt Florian Kraft von der Hansa. „Menschen kommen ins Gespräch, die Aktion ist barrierefrei, jeder kann mitmachen und am Ende entsteht sogar ein Produkt.“ Das alles passe gut zum genossenschaftlichen Gedanken.

    Die einzelnen Schritte vom Roden des Beetes bis zur Ernte der ersten Zucchini wurden in einem Blog dokumentiert. Und ein aufgestelltes Schild lud Nachbarn zum Mitmachen ein. Die ließen nicht lange auf sich warten und packten mit an. Ende September wird es dann soweit sein: Bei einem kleinen Fest auf dem Vorplatz des Stadtteilbüros sollen die Kürbisse gemeinsam geerntet, zubereitet und gegessen werden. Hierfür warb Rolf Mertens nun um einen kleinen Zuschuss von der Hansa. „Kein Problem“, so Florian Kraft. Dafür gebe es schließlich den Nachbarschaftsfonds. Nun muss nur noch der Termin festgelegt und der Antrag eingereicht werden, dann steht dem nachbarschaftlichen Erntedankfest nichts mehr im Wege.

    Den Blog zur Aktion Kürbisbeet findet man unter www.aktionkuerbisbeet.wordpress.com

    Ansprechpartner für alle Dulsberger, die ihren Stadtteil verschönern wollen, ist das Stadtteilbüro, Probsteier Str. 15, Telefon 652 80 16, E-Mail: stb@dulsberg.de (mehr …)

  • Weuengarten Essen: nur eine Person aktiv

    (Gu. alerts)

    […]
    Seit dem Frühjahr wandelt sich die Fläche des früheren Spielplatzes in einen Gemeinschaftsgarten. Eine Idee, von der Sabine Mehske, die zehn Minuten Fußweg entfernt wohnt, nach wie vor begeistert ist. Anfangs findet sie auch einige Mitstreiter, die so denken wie sie. Sie hat Spaß mit anderen zu Gärtnern und daran, „sich ein Stück weit selbst zu versorgen“. Grün und Gruga spendiert als Starthilfe vier große Hochbeete, in denen heute Paprika und Bohnen, Radieschen, Möhren, Zitronenmelisse und Petersilie wachsen. Auf dem Feld, ein paar Schritte weiter, wo Blätter von Kohlrabi zu erkennen sind, lechzt der helle, trockene Boden nach Wasser. So oft sie kann, kommt Sabine Mehske vorbei, schaut nach dem Rechten und macht etwas im Garten. Da von den anfänglichen Mitstreitern nur noch ein, zwei sporadisch vorbeischauen, bleibt fast alles an der 49-Jährigen hängen. So oft es nötig wäre, schafft sie es dann aber doch nicht, in den Gemeinschaftsgarten zu kommen. Jobs und Privatleben verlangen auch ihr Recht. Und sie hat ja auch noch Zuhause einen Garten zu pflegen.
    Spindelmäher gesucht

    Sabine Mehskes Motivation hat gelitten. Das hört man zwischen den Zeilen heraus. Sie hat gelitten, wenn auch nicht in dem Maße, wie das Gras rundherum gewachsen ist. Es fehlen nicht nur Mitstreiter, es fehlt auch ab und zu an dem entsprechenden Gerät. Wer zum Beispiel einen Spindelmäher entbehren kann, würde in Sabine Mehske eine dankbare Abnehmerin finden. Spindelmäher, jene nur durch Muskelkraft bedienten Mäher, verdeutlichen ihre Grundeinstellung. Nachhaltig soll es im Gemeinschaftsgarten an der Weuenstraße zugehen.

    Dafür sind mit dem Geräteschuppen, den Hochbeeten und den Kompostkisten die Basis gelegt. Allesamt zieren übrigens farbenfrohe Bilder. „Die haben Kinder aus Altendorf mit Pflanzenfarben gemalt“, erzählt Sabine Mehske.

    Der Gemeinschaftsgarten soll offen für alle sein. Ein Tor gibt es nicht, erst recht keines, das man verschließen kann. Der Gemeinschaftsgarten steht jedem offen. Kindern sowieso. Und Hundebesitzern. Keine Angst vor Hundehaufen? „Mit den Hundebesitzern hier habe ich bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.“

    Trotzdem: Nicht alle Zeitgenossen nehmen das ehemalige Gelände als Chance wahr. Ab und zu gibt es mutwillige Zerstörungen. „Diese Menschen sollten stattdessen besser mitmachen und später etwas von den angepflanzten Kräutern mit nach Hause nehmen“, schlägt Sabine Mehske vor. „Ich wünsche mir, dass der Gemeinschaftsgarten zu einer Oase wird, in der die Menschen zueinander finden“, sagt sie. Jedes Hochbeet, so eine ihrer Ideen, könne zum Beispiel von je einer Familie betreut werden. Wer mitmachen will, müsse keinen „grünen Daumen“ besitzen. „Man muss nur Spaß haben und kommen und Lust haben, etwas mit anderen Menschen zu machen“.

    Aufgegeben hat Sabine Mehske ihren Wunsch nach einem mit viel Leben erfüllten Gemeinschaftsgarten noch nicht. Ohne gleichgesinnte Ehrenamtliche wird der Wunsch aber wohl irgendwann eingehen wie eine Pflanze ohne Wasser.

    Sabine Mehske steht in Altendorf allein auf weiter Flur | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/nord-west-borbeck/sabine-mehske-steht-in-altendorf-allein-auf-weiter-flur-id12128768.html#plx1573899632 (mehr …)

  • AWO Ostwestfalen-Lippe plant IG

    (Gu, Mail)
    Der AWO Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe e. V./ Fachdienste für Migration und Integration plant einen IG (mehr …)

  • Stiftung fördert Aufbau eines IGs im Kleingarten mit 35.000 Euro

    (Gu, alerts)

    Osnabrück
    In der Parzelle Nr. 6 mit dem Namen „Sonneneck“ hat das Mütterzentrum Osnabrück einen 1000 Quadratmeter großen Garten gepachtet. Dieser wird in den kommenden Monaten von Mitarbeitern der MÖWE gGmbH und freiwilligen Helfern des Mütterzentrums umgebaut, damit Mütter und Kinder sich dort wohlfühlen können. Die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung fördert dieses gemeinschaftliche Projekt mit 35000 Euro für einen Zeitraum von zwei Jahren.

    In dem sonnenverwöhnten Gartenstück am Rande der Parzelle gibt es aktuell noch eine Menge zu tun. Als erstes entsteht ein Zaun rund um das Gelände, damit die Kinder dort sicher spielen können. Als nächstes sollen das Fachwerk-Gartenhaus instand gesetzt und die Toilette erneuert werden. „Wir haben viele Familien mit sehr kleinen Kindern. Die sollen sich mittags in das Häuschen zurückziehen und ein Schläfchen halten können“, erklärt Anna Maria Schmitz-Hülsmann vom Mütterzentrum Osnabrück. Noch in diesem Jahr soll außerdem ein Matschspielplatz entstehen.

    In einem Teil des Gartens werden Beete für Obst und Gemüse angelegt. „Unsere Kinder leben meistens in kleinen Wohnungen ohne Garten“, so Malu Piepenbrink vom Mütterzentrum. „Hier haben sie die Chance zu sehen, wie die Pflanzen wachsen.“ Ziel sei es, sie so zu einem achtsamen Umgang mit der Natur zu erziehen.

    Bei der Pflege des Gartens und der Ernte wollen Mütter und Kinder helfen. Die groben Arbeiten, die handwerkliches Geschick und Fachwissen erfordern, übernimmt dafür die MÖWE gGmbH. Die Bohnenkamp-Stiftung hat beide Einrichtungen zusammen gebracht.

    „Wir sind froh, dass wir dieses tolle Projekt hier unterstützen können“, so MÖWE-Betriebsleiter Thomas Schulke. Für die Langzeitarbeitslosen biete es eine Chance, sich zu beweisen, aktiv zu werden und mit anderen Menschen zusammen zu kommen. Im kommenden Jahr plant das Mütterzentrum in Zusammenarbeit mit einer Berufsschule den Bau eines Holz-Tipis mit Feuerstelle. Außerdem sollen eine Kräuterspirale und kleine Beete für die Kinder angelegt werden.

    „Wir sind sehr glücklich, dass wir diesen Garten hier bekommen haben“, so Piepenbrink. Von anderen Kleingartenvereinen habe sie Absagen erhalten, weil die Leute dort nicht so viele lärmende Kinder haben wollten.

    Im Kleingartenverein Süd am Bröckerweg, der im Frühjahr auch schon einen Garten für Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt hat, empfing man die Vertreterinnen des Mütterzentrums dagegen mit offenen Armen. Der Kleingärtnerverein drückte sogar ein Auge zu, als es um den Zaun um den Garten ging. „Eigentlich steht in unserer Satzung, dass jeder Garten von außen einsehbar sein muss. Aber wir verstehen natürlich die besonderen Bedürfnisse der Mütter mit ihren Kindern, die hierher kommen“, sagt Vorsitzende Anne Böer. Der Zaun solle schützen, aber nicht abschotten. So hoffe sie auf ein reges Miteinander zwischen den Gruppen aus dem Mütterzentrum und den anderen Kleingärtnern. (mehr …)

  • „Aktiv, engagiert und vernetzt im Kiez“: neues Projekt im Rosenduftgarten

    (Gu über AG Kleinslawi)

    wir laden herzlich zur Auftaktveranstaltung unseres Projektes ‚Aktiv,engagiert und vernetzt im Kiez‘ (AeviK) im Interkulturellen GartenRosenduft ein. Das Projekt, gefördert vom Bundesministerium des Inneren, hat zum Ziel,insbesondere ältere MigrantInnen und Flüchtlinge aus Südosteuropa, mitdenen unser Verein arbeitet, an altersspezifische Angebote des BezirksFriedrichshain-Kreuzberg heranzuführen, ihnen neue Kontakte zu erschließenund ihr ehrenamtliches Engagement, so auch im Interkulturellen GartenRosenduft, verstärkt mit dem Bezirk zu vernetzen. Unser Gartenprojekt besteht seit dem Jahre 2006 und bietet seitdem imRahmen bürgerschaftlichen Engagements Freizeitangebote, Führungen undWeiterbildungen im Bereich Ökologie und Stadtnatur. Vor allem aberpraktiziert der Garten ein Miteinander der Kulturen und versteht sich alsIntegrationsort. Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir die Anliegen des Projekts bekanntmachen, unsere Arbeit vorstellen und mit Ihnen / Euch in einen Austauschkommen, um Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten auszuloten. Gernekönnen Informationsmaterialien zur Arbeit mitgebracht werden, die wir dannauslegen. (mehr …)

  • Urbane Farm Dessau: Gemeinschaftsgarten wächst

    (Gu, Recherche und Mail)

    : http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/sendung679994_zc-13255ee1_zs-781b7c38.html
    Radiobeitrag über das Projekt:
    Erneuerbare Energie ist auch Thema und so haben sie auch schon ein Windrad gebaut.
    Nun steht eine eigene Trägerstruktur an und sie denken an eine ggmbh. Dominik und Philip von Anna Linde haben schon beraten (mehr …)

  • Stadt Neumarkt will IG aufbauen

    (Gu, Mail)
    Beauftraget ist eine Mitarbeiterin des Amts für Nachhaltigkeitsförderung/Projektorganisatorin Integration
    Noch gibt es kein Grundstück und sie sind ganz am Anfang.

    (mehr …)

  • AK urbane Gärten Augsburg ausgezeichnet

    (Gu, alerts)

    Stadtgärtner haben es schwer. In Augsburg mussten die einen meterweise Schotter austauschen, andere können nur in Hochbeeten pflanzen, weil der Boden verseucht ist. Es fehlt an Platz. 1000 Augsburger stehen auf der Warteliste für einen Kleingarten.

    Und es fehlt an Wissen. Mal einfach einen Sonnenblumenkern in die Erde stecken? Von wegen! Tine Klink, Vorsitzende des Arbeitskreises Urbane Gärten in Augsburg, gibt Seminare, in denen sie erklärt, wie man Tomaten aussät oder Salat umtopft. Die Leute haben aber Lust darauf, in der Erde zu wühlen, selbst Angebautes zu ernten, weiß sie. Und manchmal können sie nicht wählerisch sein, wo sie etwas pflanzen. Mit der Silberdistel – in der Natur ein außergewöhnliches und wehrhaftes Gewächs – zeichnet die Augsburger Allgemeine ne Gärten aus. Der Arbeitskreis versucht, eine Stadt zu begrünen.

    Es geht nicht nur ums eigene Beet

    Tine Klink und ihre Mitstreiterin Susanne Thoma haben beide einen Schrebergarten. Trotzdem arbeiten sie bei anderen Projekten. Klink sagt: „Ich wollte immer einen Garten, ein Haus in der Stadt können wir uns nicht leisten, auf dem Land zu leben, ist auch keine Option. Ich will aber gärtnern, draußen sein, das ist beruhigend.“ Und sie wollte mal etwas ganz anderes wagen. Thoma erklärt, was so anders ist am Stadtgärtnern: „Hier geht es um mehr als um die eigenen 15 Quadratmeter.“ Auf einem ehemaligen Kasernenareal haben sich zum Beispiel 70 Beetpaten für den interkulturellen Garten „Grow up“ zusammengefunden. Sie kommen aus allen Schichten, Altersgruppen und vielen Nationen.

    Die Beete sind ein Flickenteppich wie die Stadtgesellschaft. Die einen hegen Salat in Reih und Glied, bei anderen wuchert ein Kuddelmuddel aus Blumen und Gemüse, irgendwer hat nur Chilis gepflanzt, eine Asiatin zieht Schlangenkürbisse an hohen Stäben. Über die Pflanzen – und die Rezepte dafür – kommen die Menschen ins Gespräch.

    Bewegung stammt aus New York

    Es gibt gemeinsame Arbeitseinsätze, die „Kräuterschnecke“ haben alle zusammen angelegt, im Frühling findet eine Pflanzen- und Saatgut-Tauschbörse statt, die sich zu einem Frühlingsfest entwickelt hat. In anonymen Städten kann Garten Gemeinschaft stiften. „Urban Gardening“ entstand bezeichnenderweise in den Nachbarschaftsgärten von New York.

    Außer „Grow up“ gehören deshalb ein Sozialkaufhaus und ein Jugendzentrum, eine Asylinitiative und das Quartiersmanagement des Problemstadtteils Oberhausen zum Arbeitskreis, außerdem der Gemeinschaftsgarten „City-Farm“ und das Jugendprojekt „YouFarm“. Die Gartler legten bereits mit Asylbewerbern Beete an oder bastelten hängende Gärten für Balkon und Fensterbrett aus Konservendosen und Plastikflaschen. Der Arbeitskreis leistet viel Aufklärungsarbeit.

    Geheimtipp im Stadtzentrum

    Unlängst organisierte Klink eine Radtour zu zwölf Gartenprojekten. Da waren etwa die Sonnenäcker dabei, auf denen man eine Parzelle von einem Landwirt pachten und beernten kann. Ein kleines Hochbeet an einem schicken Platz im Stadtzentrum, wo Bürger selber garteln dürfen, war ebenfalls ein Ziel der Tour – und ein wahrer Geheimtipp.

    Not macht erfinderisch: Die Gartler haben eine Tauschbörse im Internet eröffnet und bekommen auch Pflanzen von einer örtlichen Gärtnerei geschenkt. Susanne Thoma zeigt mit einem besonderen Garten, dass Anpflanzen überall möglich ist: Sie radelt mit einem Anhänger, der mit Thymian, Estragon, Liebstöckl und Salbei bepflanzt ist, durch die Stadt. Wer will, kann davon etwas mitnehmen.

    Nicht dagegen bei „Grow up“: Hier ärgern sich die Beetpaten immer wieder darüber, dass Diebe Tomaten stehlen, Salat ausreißen und ganze Blumentöpfe mitnehmen. Aber deswegen gibt der AK Urbane Gärten nicht auf. Die Mitglieder haben noch viele Ideen.


    Gärtner im Asphaltdschungel – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Gaertner-im-Asphaltdschungel-id38866212.html


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  • Outdoorküche imi Himmelbeet wächst

    (Gu, RSS)

    Endlich ist sie da: Unsere Outdoor- Küche für tuml und die ganze Nachbarschaft. „Outdoor“ ist englisch und bedeutet „Außen“ oder „Freiland“.

    Im Juli gedacht, geplant und entworfen. Dann wurde beim Gartendienstag mit dem Bau begonnen.

    Zunächst sind ein Klärbeet und ein Waschtisch entstanden.

    In der Spüle können wir ab jetzt unser Geschirr selbst abwaschen. Natürlich mit ökologischer Seife!

    Das Abwasser wird direkt in das Klärbeet geleitet. Das ist ein Hochbeet, das mit Kies und Sand befüllt ist. Hier wachsen besondere Pflanzen: Stauden, Gräser, Wasserpflanzen. Kies, Sand und die Pflanzen filtern Dreck und Essensreste heraus und klären das Abwasser.


    Hurra! Pünktlich zum Sommerfest ist unser Steinbackofen fertig geworden.

    Hier backen wir ab sofort Pizza, Brote und leckere Kuchen- einmal pro Woche am Backtag und hin und wieder auch am tuml – Samstag.

    Kochen, backen, abwaschen…was fehlt noch? Richtig. Ein Küchenarbeitstisch: zum Schneiden von Gemüse und Obst, zum Verlesen von Kräutern und zum Verrühren aller Zutaten! (mehr …)

  • P-Gärten siuchen Unterstützung für Fest vor Flüchtingsunterkunft

    (Gu, Newsletter)

     

    Wir suchen Unterstützung für das Sommerfest im/am Flüchtlingsheim Marzahn-Hellersdorf am 16.9.2016

     

    Seit Mitte 2015 gestalten wir, die Prinzessinnengärten und das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf, mit der Unterstützung der Lokalen Agenda M-H und dem Einverständnis der Betreibergesellschaft PeWoBe gemeinsam mit den Bewohner*innen – vor allem Kindern – der Unterkunft ein partizipatives Gartenprojekt: regelmäßige Gartensprechstunden, eine Erzählwerkstatt, Ausflüge (in die Prinzessinnengärten) und zwei Gartenfeste sind Inhalte davon.

    Wie durch Presse und  Studie der ASH bekannt, sind die Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft in Hellersdorf nach Berichten der Bewohne­r*innen sehr schwierig. Auch die ehrenamtliche Initiative „Hellersdorf hilft“ erhob in der letzten Woche Vorwürfe gegen die Betreiberfirma PeWoBe.  PeWoBe geht nun gegen „Hellersdorf hilft“ juristisch vor und droht dem Verein mit einer Unterlassungserklärung. Vor zwei Tagen hat laut rbb nun der berliner Senat reagiert und zum 31.Oktober den Vertrag mit der Pewobe gekündigt (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/berlin/2016/08/berliner-senat-kuendigt-vertrag-mit-umstrittenem-heimbetreiber.html). Das ist schon mal gut.

    Trotzdem; dies alles, unsere eigenen Beobachtungen und das ehemalige Engagement der Heimleitung Peggy Müller in der DVU, empfinden wir als Belastung für unser Vorhaben, ein großes Gartenfest am 16.9.2016 in der Unterkunft zu starten.  Zu diesem 3. Gartenfest „Sei mein Gast“ sind, wie auch zu den Festen zuvor, Nachbar*innen und nachbarschaftliche Initiativen, Freiwillige berlinweit, Presse und Kommunalpolitik eingeladen; viele dieser Akteur*innen bringen sich aktiv ein. Somit bietet es, wie das Fest letztes Jahr gezeigt hat, für die PeWoBe eine sehr gute Möglichkeit, sich positiv zu präsentieren. Um der PeWoBe eine solche Plattform nicht zu bieten, aber gleichzeitig den Bewohner*innen das Fest zu ermöglichen, haben wir uns als Team auf die Strategie verständigt, das Fest auf der Brache vor dem Flüchtlingsheim zu veranstalten.

    Da die Fläche öffentlich, also für alle zugänglich, ist, können wir eine „Beteiligung“ aus der rechten Szene des Umfeldes nicht sicher ausschließen, daher würden wir uns sehr über eure tatkräftige und zahlreiche Unterstützung an diesem Tag freuen, ob mit Speis und Trank oder Spiel und Spaß oder einfach eurer werten Anwesenheit…


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  • GG mit Flüchtlingen eröffnet in Hochheim

    (Gu, alerts)

    Flüchtlings–Integration durch Urban Gardening

    Erster Hochheimer Gemeinschaftsgarten wird eröffnet

    Wer durch Hochheim schlendert hat sicher schon einmal „wild“wachsendes Gemüse gefunden, wie z.B. im „Tomaten-in-Töpfen-Gartenprojekt“ des Familienzentrums „Mamma mia“ oder im “Öffentlichen Beet” in der Stettiner Straße. Diese kleinen Projekte der letzten beiden Jahre haben gemeinsame Ziele: Die Möglichkeit für jeden Hochheimer Bürger kostenfrei an frische und gesunde Nahrung zu kommen und unseren kleinen Mitbürgern aufzuzeigen, wie Obst und Gemüse wächst. Sozusagen eine „Essbare Stadt“ im Kleinen.

    Idee eines Gemeinschaftsgartens
    Lukas Kaus, der 2014 aus Frankfurt zugezogene Polizist, der sich in seiner Freizeit für nachhaltige Projekte interessiert, hatte das Vorhaben ein solches mit der Flüchtlingsintegration zu verbinden. Im vergangenen Winter stellte er die Idee eines ersten Hochheimer Gemeinschaftsgartens Bügermeister Westedt vor. Dieser schlug spontan dafür eine Fläche auf dem ehemaligen Tetra-Pak-Gelände in der Frankfurter Straße/Ruben-Rausing-Straße vor, ganz in der Nähe der jetzigen Gemeinschaftsunterkunft der Flüchtlinge.

    Durch die gute Vernetzung der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe Hochheim hat sich nun eine erste Gruppe von Verantwortlichen für das Projekt gefunden: neben Lukas Kaus die Asyl-Koordinatorin der Stadt Hochheim am Main Carolin Jungmann, die Hochheimer Fotografin Iris Schmitz, die Garten-Designerin Evelyn Roth, die IT-Spezialistin Clarissa Kühnel, die Initiatorin des “Öffentlichen Beetes” und Kinderbuchautorin Heike Weimer, sowie die beiden syrischen Flüchtlinge mit grünem Daumen, Fasih Almarsi und Ahmad Dandony.

    Austausch und Kennenlernen
    Das Konzept des Gemeinschaftsgartens beinhaltet neben der unentgeltlichen Versorgung der Hochheimer Bevölkerung mit Obst und Gemüse auch die Möglichkeit, sich beim gemeinsamen Gärtnern über die Sprach-, Alters- und andere Grenzen hinweg kennenzulernen. Denn Gärtnern funktioniert auch nonverbal. Die Kinder bekommen zudem die Möglichkeit zu lernen, wie man Nahrung selber großziehen kann, wie sie aussieht, schmeckt und was man daraus zubereiten kann.

    Kooperationen und Unterstützer
    Die Astrid-Lindgren-Schule, in der sich schon erste Freundschaften zwischen den Hochheimer- und den Flüchtlingskindern entwickelt haben, sowie die Peter-Josef-Briefs-Schule und die KiTa Pusteblume haben schon Interesse an weiteren gemeinsamen internationalen und integrativen Projekten signalisiert, es kommen sicherlich noch mehr dazu.
    Begeistert hat das Projekt auch die Taunus-Sparkasse, insbesondere weil sich so wertvolle Erfahrungs- und Entwicklungschancen für alle Kinder bieten. Sie hat die Erstausstattung des Gemeinschaftsgartens wie zum Beispiel die Hochbeete, Werkzeuge, Pflanzen und anderes als Sponsor finanziert. Auch die Gärntnerei Mohr beteiligt sich großzügig an dem Projekt und lieferte den wertvollen Mutterboden und die Komposterde für die Hochbeete. „Wir sind äußerst dankbar für diese großartige Unterstützung und freuen uns auf die Früchte, im doppelten Sinne, die daraus entstehen“, schildert der Hochheimer Erste Stadtrat Hans Mohr.

    Eröffnung und Mitarbeit
    Am kommenden Freitag, 26. August wird der Gemeinschaftsgarten um 11 Uhr offiziell eröffnet.
    http://www.hochheim.de/Buergerservice/Rathaus/Aktuelles/Fluechtlings-Integration-durch-Urban-Gardening (mehr …)

  • Mauergarten Umgestaltung hat begonnen

    (Gu, newsletter)

    die Umgestaltungsphase des mauergarten hat angefangen!

    Den Umzug der Lagerfläche haben wir in den letzten zwei Wochen mit vereinten Kräften geschafft. Alles was wir von der alten Lagerfläche mitnehmen wollten ist herüber gebraucht, und die beiden Gewächshäuser sind auf ihre Stelle geschoben und ausgerichtet.


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  • Stadt Lüneburg stellt Hochbeete auf

    (Gu aus alerts)

    Die Stadt plant, insgesamt 24 Hochbeet-Kisten aufstellen zu lassen: Sechs von ihnen im Scunthorpe-Park, zehn Stück im Clamart-Park, sechs im Park am Krankenhaus und zwei im Rathausgarten.

    „Aber nur, wenn sich ausreichend Sponsoren für die Kisten finden – und Menschen oder Gruppen, die die Beete pflegen“, erklärt Constanze Keuter, Grünplanerin der Stadt. „Die Idee von ‚Urban Gardening‘ ist ja die, dass nicht etwas von oben vorgegeben wird, sondern dass die Initiative aus der Bevölkerung kommt. Als Stadt schaffen wir dafür lediglich die Rahmenbedingungen.“

    In Phase eins können sich ab sofort mögliche Sponsoren für die Pflanzkisten bei der Grünplanerin melden. Das Modell soll einheitlich für das Stadtgebiet und hochwertig sein. Infrage kommt etwa ein Bausatz aus Natur-Lärchenholz, inklusive Noppenmatte und Mausgitter für rund 350 Euro. Die Maße der Kiste sind zweimal ein Meter. Das Beet ist 85 Zentimeter hoch. „So kommt man von allen Seiten und rückenschonend an die Pflanzen ran“, so die Stadt-Mitarbeiterin. Wer jetzt schon weiß, dass er ab dem Frühjahr 2017 die Patenschaft und Pflege einer Pflanzkiste übernehmen möchte, kann sich aber auch schon jetzt bei der Stadt melden. Paten können Einzelpersonen und Familien, aber auch Vereine, Einrichtungen oder etwa Kitas sein.

    Im Herbst und Winter werden die Holzkästen in den Werkstätten von Job.Sozial zusammengebaut. „Wer Lust hat, selbst Hand anzulegen, kann sich melden und in den Werkstätten helfen“, ergänzt Constanze Keuter. In Phase 3 geht es dann ans Eingemachte: Wer übernimmt die Pflege? Wer spendet Erde? Wer spendet Pflanzen oder Saatgut? Die Stadt lässt Wassertanks in den Parks aufstellen, damit die Paten ihre Gießkannen füllen können, und dann kann es endlich losgehen.
    […]
    http://www.az-online.de/uelzen/stadt-uelzen/eigener-salat-mitten-stadturban-gardening-eigener-salat-mitten-stadt-6675107.html (mehr …)

  • Ben and Jerry Aktion im Weltchen in Dresden

    (Gu, RSS)

    Ben&Jerrys hatten im Rahmen der One Sweet World Tour ein starkes Team dabei, welches uns beim Arbeitseinsatz tatkräftig unterstütze. Anlass war der notwendig gewordene Umbau des Kinderspielbereichs. Daneben wurde der Garten weiter auf Vordermann gebracht. Unterstützt wurde die Aktion auch von der Amadeu Antonio Stiftung (mehr …)

  • erstes Feriencamp im Kleinen Garten in Dresden

    (Gu, RSS)

    „Das ist eine Brombeere. Probier mal.“

    „Aber ich mag kein Obst“

    „Auch nicht, wenn du es SELBER geerntet hast? Da wär ja die ganze Arbeit umsonst.“

    „Na gut, eine.“

    „Nimm die hier, die ist schon ganz groß, weich und saftig“

    „Ok“. Ruhe. Schmatzen. „Mhhhh. Lecker. Ich mag ein neues Obst.“
    Dies war eine der vielen kleinen Begebenheiten, die das Sommerferiencamp im Kleinen Garten zu etwas ganz Besonderem machten.

    Vom ersten bis fünften August wuselten 13 Kinder zwischen 7 und 12 durch den Gemeinschaftsgarten „Kleiner Garten“ und erkundeten dort spielerisch die Natur. Ein Team von PädagogInnen und GemeinschaftsgärtnerInnen begleitete Sie dabei. Benedikt vom ÖIZ, Sarah und Julie vom Jungen Gemüse organisierten das Camp und holten sich zur Verstärkung für den Lehmofenbau noch Adrian und Vincent mit dazu. So konnte das erste Sommerferiencamp in einem der UFER-Projekte e.V. Gärten starten.

    Von Höhlen bauen aus Weidenruten, über Wasserspiele am Bach, Ernten von Gemüse und Brombeeren bis hin zu einer Tour durch den botanischen Garten gab es viel zu erleben. Dabei konnten die Kinder sich größtenteils selbstbestimmt durch den Garten bewegen und sich austoben. So kamen sie an einem Regentag von ganz allein auf die Idee kreative Wassersammelmethoden zu entwickeln und Ressourcen zu speichern.

    Das Highlight war aber sicherlich der Bau unseres Lehmofens. Hier lernten die Kinder und wir, wie aus einfach zu beschaffenden Ressourcen wie Lehm und alten Ziegeln ein Ofen konstruiert werden kann. Der wohl spannendste Moment des Camps war der, an dem die Schablone des Gewölbes aus dem Bauwerk gezogen wurde und die Ziegelsteine wie durch ein Wunder fest zusammen hielten. Wahnsinn! Doch auch das Mischen des Lehms und abdichten des Ofens machten uns viel Spaß. Am Ende wurde das Bauwerk dann noch mit Scherbenmosaiks verschönert.
    Am Freitag feuerten wir den Ofen das erste mal an und probierten ein von den Kindern gewünschtes Rezept aus: „Schlemmerbrot“. Ein mit Käse und selbstgemachter Kräuterbutter gefülltes und im Ofen überbackenes Brot.

    Dafür mussten wir den Ofen 1 ½ Stunden anfeuern und gut auf das Feuer achten, anschließend wurde die Glut aus dem Ofen genommen und das Brot hineingeschoben. Die Schamottsteine und die dicke Ziegelwand hielten genug Wärme im Ofen um unser Essen zu erhitzen.

     
    Ziel des Camps war es, den Kindern ganz praktisch Wissen über ökologische Zusammenhänge, gesunde Ernährung, Gärtnern und Partizipation zu vermitteln. Dafür bereiteten wir keine theoretischen Inputs vor, sondern proboierten gemeinsam viel aus und beantworteten Fragen. „Wo steht denn hier der Lauch?“, „Warum schmeißen wir die Gemüseabfälle auf den Kompost?“, „Woher kommt der Lehm?“, „Warum gibt es zum Mittag kein Fleisch?“, „Was wächst da?“ Beim beantworten dieser Fragen spielte sich in den Kinderköpfen deutlich sichtbar einiges ab. Auch beim Umgang miteinander konnten einige Kinder in dieser Woche viel lernen. Zum Beispiel beim Morgenkreis, wo wir das Tagesprogramm gemeinsam planten und jede Stimme zählte.

     
    Es ist erstaunlich, wie schnell so eine Woche vergehen kann. Zwischen bauen, spielen, erkunden und essen flog die Zeit davon und schon war das Camp vorbei.

    Wir planen für das nächste Jahr eine Wiederholung!

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  • IG Magdeburg vor Professionalisierungsschritt?

    (Gu, Mail)

    Im IkuGa läuft es an sich ganz gut. Inzwischen ist der Garten gut gefüllt und auch vielfältig durchmischt, sowohl in Hinblick auf verschiedene Kulturen, aber auch soziale Hintergründe und den verschiedenen Generationen. Zudem sind auch einige schöne Ideen dazugekommen. In diesem Jahr hat das Thema essbare Stadt und die Außengestaltung mit Sitzbänken und Bepflanzung in den Randbereichen vermehrt Aufmerksamkeit erfahren.

    Neben den ökologischen Fragen – Aufwertung des Bodens und Nährstoffe, Krankheiten – tun sich in den letzten Jahren zwei große Projekte auf. Das eine ist die Frage wie wir die Kinder im Stadtteil, welche den Garten gerne nutzen, in einem regelmäßigen Angebot besser einbinden können. Das andere Projekt betrifft die Wasserversorgung, da Regentonnen bei weiten nicht ausreichen bzw. die Dachfläche fehlt und wir entweder überlegen wie wir eine Zisterne mit einem der Häuser verbinden könnten oder ob es möglich und sinnvoll ist einen Brunnen zu bohren.

    Letztlich bleibt auch immer die Frage ob wir mit den größeren Projekten oder mehr sozialarbeiterischen Aufgaben nicht einen weiteren Professionalisierungsschritt gehen müssen, da der Garten in der jetzigen Form auf einer niedrigschwelligen und rein ehrenamtlichen Basis steh. Diese schafft es aber nur bedingt größere Projekte und damit verbundene bürokratische und fachliche Aufgaben zu realisieren.


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  • Magarethengarten wird verabschiedet, neue Flächen sind im Gespräch

    (Gu, Mail)

    Wir sind alldieweil damit beschäftigt, einen gebührlichen Abschied für den Margarethengarten zu planen: Am 24.09. veranstalten wir in Mönchengladbach eine Tanzdemo, die Maggie verabschieden und neue Off-Kultur-Projekte begrüßen soll. Die Stadt ist bisher tatsächlich eher unterstützend und neue Gebäude sind im Gespräch, so dass der Maragrethengarten vielleicht eines Tages in kleinerer Form (z.B. auf einer Dachterrasse) wieder auferstehen kann.


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  • Stand der Dinge Buntes Gemüse Jena

    (Gu, Mail)

    Unser Gartenprojekt ist dieses Jahr leider etwas eingeschlafen. zumindest was die Externen angeht. Ich denke, dass das mitunter daran liegt, dass unsere Nachbarn aus der GU nicht mehr vorbei kommen, was wohl wiederum mit der neuen personellen Besetzung auf dem Platz zu tun hat. Aber wir haben schon ein paar Pläne für das nächste Jahr, um den Garten wieder etwas belebter zu machen. Unser neues Gemeinschaftsbeet hingegen ist ziemlich gut gelungen. Und seit ein paar Wochen ernten wir auch schon fleißig Erbsen, Karotten, Gurken und schon bald unmengen an Tomaten. Vielleicht inspiriert das ja auch den ein oder anderen Passanten.

    Noch kurz zu den Offenen Werkstätten: wir hatten selbst auch geplant eine solche auf dem Platz zu eröffnen. Allerdings hat uns dafür dieses Jahr einfach die Zeit gefehlt. Aber vielleicht nehmen wir das schn im nächsten Jahr in Angriff, wer weiß (mehr …)

  • Bericht von Najeha über Veranstaltung in Meißen

    Bericht über die Veranstaltung in Meißen von 12-14.08.2016

    Ich bin am Freitag den 12.August um 7:00 Uhr mit dem Zug nach Meißen gefahren, gegen 12:00 Uhrhat mich Frau Sabine Eckellmann am Bahnhof abgeholt.

    Nachdem Essen sind wir in den Garten gefahren, wo ich eine beratende Sitzung mit Heike und Willi abgehalten habe. Beide sind auf 20h die Woche im Verein Buntes Meissen für den Garten eingestellt. Neben den beiden gibt es noch einen Ein-Euro-Jobber, der ein Flüchtling aus Afghanistan ist und zweimal die Woche, für jeweils vier Stunden arbeitet.

    Als ich das Grundstück im Herbst letzten Jahres besucht habe, sah es brach und wildaus. Heute sieht es mit dem Garten ganz anders aus, der Garten ist gut besucht und belebt mit den Flüchtlingen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Viele Familien mit mehreren Kindern und Jugendlichen aus Afghanistan sind vertreten.

    Der Verein Buntes Meißen hat den Garten auf dem Grundstück an einer Stelle angelegt, wo wenige Bäume stehen und viel Sonneneinstrahlung vorhanden ist.Laut der Mitarbeiterin Heike wirken etwa 27 Mitglieder aktiv im Garten mit.

    Die Atmosphäre im Garten hat mir sehr gefallen, sie lässt die Mitglieder mit Lust und Laune hinzukommen.

    In der Sitzung am Freitagnachmittagwurde deutlich, dass dem Verein jemand fehlt, der in der Herkunftssprache der Mitglieder vermitteln kann. Auffällig in diesem Zusammenhang ist, dass sich die Mitglieder umfangreich um ihre eigenen Parzellen kümmern, aber die Gemeinschaftsarbeit noch nicht ausreichend gestärkt ist. Dies kann ein Anzeichen dafür sein, dass ihnen die Idee des Gartens noch nicht ausreichend vermittelt wurde, vielleicht aufgrund der Sprachbarrieren. Ich wurde gebeten die Mitglieder dahingehend aufzuklären und sie zu ermutigen Gruppen zu bilden und Termine für verschiedene gemeinsame Aktivitätenzu vereinbaren.

    Meine Aufgabe während der zwei Tage lag darin zu beraten, zu übersetzen, zu erklärt und die Vorschläge und Ideen der Mitglieder vermittelnd zu überbringen.

    Die Organisation möchten zunächst drei Gemeinschaftsarbeiten zusammen erledigen. Die Dächersollen repariert werden, ein Zaun für den Garten soll aufgestellt und ein Spielplatz für die Kinder errichtet werden.

    Als ich die Mitglieder darüber informiert habe, haben die meisten zugesagt und werden sogar weitere Freunde zum Helfen mitbringen.

    Nach der Sitzung habe ich eine weitere Aufgabe erfüllt.Frau Eckellmann und ihr Mann sind beauftragt wurden einen Film über die Flüchtlingen inMeißen unter dem Titel „Zuflucht in Meißen“ zu drehen. Meine Rolle lag darin die Interview Fragen auf afghanisch zu übersetzen und an Herrn Jacob in seinem Interview zu stellen. Herr Jacob ist der, im Vorfeld erwähnte, Ein-Euro-Jobber im Verein.

    Am Samstag wurde ein Sommerfest im Garten gefeiert. Vor dem Fest gab es viele Fragen und die Mitarbeiterin Heike wollte von den Mitgliedern neueIdeenund Vorschläge für den Garten bekommen, bei denen ich übersetzt habe.

    Nach der Sitzung hat Heike meine Anregungen zu Möglichkeiten der Gemeinschaftsarbeit notiert und findet für die Gärtner die Umsetzung der Kräuterspirale, Themen Parzelle und Kompost Toilette sehr wichtig.

    Das Fest wurde gut besucht, ein vielfältiges Programm wurde durch die Flüchtlinge angeboten mit Folklore-Tänzen, Gesang, internationales Essen und warmen und kalten Getränken.

    Ich habekurz etwas zu der Rolle der Gärten undzu den Angeboten der Stiftung in drei verschiedenen Sprachen erzählt. Daraufhin wurde ich förmlich von den Flüchtlingen gestürmt. Besonders die Frauen wandten sich mit ihren Gesundheitsproblemen an mich und ich vermittelte zwischen ihnen und der Diakonie-Mitarbeiterin, indem ich ihr die Beschwerden und dem gesundheitlichen Zustand der Frauen mitteilte und sie bat Arzttermine für die Frauen zu vereinbaren.

    Frau Eckellmann hat das erlebt und stellte fest, wie wichtig ein Gesundheitsprojekt für die Frauen ist. Sie wird mit dem Vorstand des Vereins darüber sprechen.

    Nach dem Fest war ich mit einer Männergruppe aus Afghanistanbeschäftigt. Sie wollten mir ihre Sorge erzählen. Die meisten sind von einer Abschiebung betroffen und sehr traurig darüber. Viele von ihnen sind Analphabeten und möchten gerne die Deutsche Sprache lernen. Ich habe Frau Eckellmann gebeten ein Alphabetisierungskurs für die Männer zu organisieren.

    Alle Flüchtlinge wünschten sich, dass ich in Meißen bleibe, dann haben sie keine Sprachprobleme mehr.

    Am Sonntag bin ich um 10:00 Uhr nach Hause gefahren mit vielenGedanken über die zwei Tage in Meißen.

    Najeha Abid

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  • Rückmeldungen Shimeles Juli-August

    1. Siebdruckworkshop im Stadtteilwest im Rahmen der Kooperation Int Garten mit dem Stadtteilwest

    Der Stadteilwest ist ein Kooperationspartner der Int. Gärten

    Die Kooperation besteht darin:

    a)Austausch von Kompetenzen -Bsp. der Stadteilwerkstatt hat eine Werkstatt.

    Sie unterstutzen die Gärten bei Bautätigkeiten(z.B. grosse Bäume schneiden und entfernen, Dachdecken) und Mäharbeiten. Der Verein bietet Siebdruckworkshop für Mitglieder und für die Stadtteilbewohner.

    b)Ausleihen von Gartengeräten (Bsp. Rasenmäher)

    c) Vermittlung von interessierten Personen an die Int. Gärten

    d) Garten Parzellen für Flüchtlinge aus dem Stadtteil in Int. Gärten aufbereiten

    Längerfristig werden angestrebt, den Werkstatt und die räumliche Infrastruktur für die Mit Nutzung

    der Mitglieder der Int. Gärten und der neu entstehenden Willkommensgärten zu öffnen.

    p.s.

    Eine Fahrradwerkstatt im Stadtteilwest wurde auf meine Anregung bereits vor zwei Jahren aufgebaut. Heute nutzen viele Menschen den Fahrrad Werkstatt, für kleine farrad Reparaturarbeiten.

    2. Fachgespräch an der Uni Kassel(Vortrag +Diskussion)

    Titel: „Ankommen in Kassel- Wohn- Lebens – und Partizipationsperspektiven von Geflüchteten“

    Projekte von Geflüchteten– Interkultureller Gemeinschaftsgarten

    Fragen:

    Welche Projekte gibt es von und für Geflüchtete?

    Welche Chancen ergeben sich durch den Zuzug für schrumpfende Städte und Regionen, aber auch gesamt gesellschaftlich?

    Wie reagiert die Planung im Hinblick auf die Unterbringung der Geflüchteten, welche längerfristigen Perspektiven gilt es zu entwickeln?

    Und welchen Beitrag kann schließlich auch die Universität Kassel als öffentliche Bildungseinrichtung leisten?

    Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit Studierenden, Geflüchteten, sowie Aktivist*innen und Vertreter*innen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Wirtschaft und der Politik diskutieren.

    An der Veranstaltung hat sich als mit Referentin ein Mitglied aus dem Interkultureller Garten Aalen(shirin) teilgenommen.

    3. Flüchtlinge werden im Rahmen der „Willkommensgärten“ in Int. Garten Geismar empfangen, einen Siebdruckworkshop durchgeführt und nach dem Workshop, in einer der Int. Garten gemeinsam mit Mitgliedern eine Parzelle angelegt.

    Handwerk(hier Siebdruck als Beispiel) kann für den Kontakt mit den Jungen Männer eine wichtige Rolle spielen!

    Wir können diese Erfahrung mit Workshops, auch zwischen Gärten und offene Werkstätte anregen.

    4. Internationaler Garten in der Europa Allee

    Es sollte ein neuer „Willkommensgarten“, in der Nähe zu einer neuen Flüchtlingswohnheim(Internationaler Garten in der Europa Allee) entstehen.

    Es hat sich bereits eine Initiativgruppe gegründet. Ich habe die Gruppe bis jetzt beraten und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

    5. Siebdruckworkshop auf dem Flüchtlingswohnheim Siekhöhe

    In eine des größten Flüchtlingswohnheims in Göttingen, auf der Siekhöhe entsteht ein „weiterer „wilkommensgarten“.

    Es gibt eine Anfrage um Beratung und Unterstützung bei dem Aufbau.

    Um die jungen Männer für das gärtnern zu interessieren und mobilisieren hat bereits ein Siebdruckworkshop stattgefunden.

    Der Workshop wurde gut angenommen. Anfang September wird ein weiterer Workshop in Friedensgarten durchgeführt.

    Alle Siebdruckworkshops bis jetzt wurden von Kunstverein Göttingen mit finanziert.


    10. Am Sonntag, 14.August wird das Konzept der „W2.0-flüchtlinge werden Nachbarn“,(Shimeles) auf eine Groß treffen(60-70Personen) der Stadtteilinitiative, Runde Tisch Geismar, vorgestellt und die bisherigen geleisteten Arbeiten besprochen. Das ist umso wichtiger damit der Garten nach der Ende der erste Phase der Finanzierung, durch die Nachbarschaftliche Initiativgruppen weiter getragen werden kann.

    11. GärtnerInnen aus Indien, aus dem „Urbanen Waldprojekts Nihzal“ in Chennai (Indien),werden am Sonntag 14.August die Internationalen Gärten besuchen. Der Kontakt dazu hat über Christa bereits letztes Jahr stattgefunden.

    12. Der „Willkomensgarten“ auf der Flüchtlingswohnheim auf dem Zietenteraccen, organisiert ein Sommerfest am 27.Augustm 2016.

    Der Garten wird von zwei Vereinsmitglieder(Frau Helgard Greve und Maire Holz) betreut.

    Das ist der erste Garten der nach dem Konzept „Wilkommensgarten 2.0-Flüchtlinge werden Nachbarn“, konzipiert in der Praxis umgesetzt wurde. Die Einladung ist anbei.

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  • MdL (Grüne) besucht Zeppelingärten

    (Gu aus alerts)

    GRÜNE-MdL Mathias WAGNER: „Wichtig ist das Bewusstsein der Bevölkerung“

    Das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Eine zentrale Frage dabei ist, was jeder einzelne von uns tun kann, um die Umwelt und damit unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Die Urban-Gardening-Initiative „Zeppelingärtner“ und das Umweltzentrum Fulda leisten mit verschiedenen Aktionen bereits seit vielen Jahren unterstützende Beiträge. Auch in der hessischen Landesregierung rücken Nachhaltigkeitsthemen verstärkt in den Vordergrund. Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Hessischen Landtag, besuchte am Montag im Rahmen seiner Sommertour „GRÜN wirkt!“ die Zeppelingärten und den Verein Umweltzentrum in Fulda. […]
    http://osthessen-news.de/n11537449/gruene-mdl-mathias-wagner-wichtig-ist-das-bewusstsein-der-bevoelkerung.html (mehr …)

  • IG auf ex Kasernengelände ist Treffpunkt

    (Gu aus alters)

    Im interkulturellen Gemeinschaftsgarten im Wohnviertel Kastel Housing sprießt es, meterhoch stehen manche Pflanzen. Und der Verein für eine bürgerinitiierte Quartiersentwicklung als Initiator ist gewiss, mit dem Projekt einen Wunschnerv getroffen zu haben. Es gehe nicht um eine ertragsorientierte Landwirtschaft, sondern um den Versuch, mit gemeinschaftlichem Gärtnern einen Raum für Begegnungen sowie für Integration zu schaffen. „Der wird gut angenommen“, sagt Initiativsprecherin Carolin Holzer.

    Kein halbes Jahr ist es her, dass die ersten Hochbeete aufgestellt und mit Pflanzerde befüllt wurden. Heute tragen zehn Interessierte das Gartenprojekt. Viele Menschen gesellen sich hinzu, einige von ihnen sind Flüchtlinge, die in den früheren Kasernen von Kastel Housing wohnen und in dem Urban Gardening eine Aufgabe finden. Der Gemeinschaftsgarten hat einen beachtlichen Umfang erreicht, er beschränkt sich nicht mehr auf einigen Hochbeeten, die auf einem Karree zwischen den Bauten angeordnet sind. Schon wird auf mancher Grünfläche gehackt und geharkt, um Samenkörner zum Keimen zu bringen und die Pflanzen aufzuziehen. […]

    Die Idee, es mit Urban Gardening zu probieren, sei lange vor der Ankunft der ersten Flüchtlinge auf dem Kasernenareal entstanden. Als klar wurde, dass die Kasernen frei würden, habe der Verein ein Zeichen für eine neue Zukunft von Kastel Housing setzen wollen. Eben mit dem Gartenprojekt, das sich an alle Menschen in Kastel richten sollte, nicht nur an die, die später dort Quartier bezogen. Mit einem Garten, mit dem sie sich identifizieren und das neue Viertel in den Stadtteil integrieren könnten. Als die Flüchtlinge kamen, habe das Projekt zusätzlich an Dynamik gewonnen. Die offenen Gartentreffen seien heute zu beliebten Treffpunkten geworden. Viele Kinder kämen, auch manche Erwachsene.

    Als die Stadt den Aktionstag „Wiesbaden engagiert“ ausrichtete, sei der Gemeinschaftsgarten im Westen Kastels schon so bekannt gewesen, dass Mitarbeiter einer Bank zwei Tage lang Sitzmöbel aus Holzpaletten angefertigt hätten, um ihm zusätzliche Qualitäten als Aufenthaltsort zu geben. Wer heute im Garten mitarbeite, bekommen vieles mit auf den Weg. Nicht nur schöne Gemeinschaftserlebnisse, sondern auch das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und dabei eine Menge zu lernen. Zum Beispiel, dass es Vorgänge gebe, die sich nicht von Menschen steuern ließen, weil die Natur die Mächtigere sei. Und dass es Arbeiten gebe, die sich in Gruppen leichter als allein organisieren ließen: „Man lernt, in Gemeinschaft etwas zu tun“, sagt Carolin Holzer. (mehr …)

  • In Lahr gibt es einen GG auf Kirchengrund

    (Gu, alerst)

    Die BUND-Ortsgruppe Lahr [hat] das „Urban Gardening“ Projekt in Lahr ins Leben gerufen. Im Pfarrgarten der katholischen Kirche St. Peter und Paul ist ein Gemeinschaftsgarten entstanden. Lahr. […]
    Im Frühjahr 2005 begann die Suche nach einem geeigneten Plätzchen dafür. Bei einem Spaziergang durch die Stadt sei der ehemalige Pfarrgarten bei der Kirche St. Peter und Paul aufgefallen, so Mangei. Die Fläche war eine einfache Wiese, die von der katholischen Gemeinde gepflegt wurde. Die Kirchengemeinde wurde angesprochen und war sofort einverstanden. „Ich denke, das Konzept passt auch zum Selbstverständnis der Kirche“, sagt Mangei.

    Seit April darf der Pfarrgarten nun kostenlos genutzt werden. Auch Strom und Wasser werden von der katholischen Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Gruppe, die sich auf einen Aufruf hin zum gemeinsamen Gärtnern zusammengefunden hat, ist dafür sehr dankbar.

    Von Tomaten bis zu Erdbeeren

    Seither ist schon viel geschehen: Tomaten, Kürbisse, Kartoffeln, Erdbeeren, Kräuter und vieles mehr wachsen nun im Garten. Außerdem gibt es einen kleinen Geräteschuppen, der eine private Spende war. Alle Materialien werden von den Beteiligten mitgebracht und jeder pflanzt an, was er gerne möchte. Dadurch entstehen kaum Kosten. Auch gemütliche Sitzplätze stehen im Garten zur Verfügung. Dort kann man sich von der anstrengenden Arbeit erholen. Beispielsweise mit einem Stück selbstgemachten Zwetschgenkuchen und Kaffee, wie am vergangenen Mittwochnachmittag.

    Zu Beginn gab es einige Befürchtungen. Die Hobbygärtner wurden gewarnt: Der Platz sei gut sichtbar, die mit Mühe angelegten Beete könnten verwüstet werden. Doch bisher gab es keinerlei Probleme. Im Gegenteil: Vorbeikommende Passanten erfreuen sich an den schön angelegten Beeten und den Sonnenblumen, die momentan blühen. […]

    Ungefähr zehn Personen beteiligen sich im Moment am Garten und die Gruppe freut sich über jeden, der vorbeischauen und mitmachen möchte. Immer samstags von 14 bis 17 Uhr wird gemeinsam gegärtnert.

    http://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.lahr-stadtgaertnern-fuer-jedermann.dc69029e-411a-43cf-9f70-0f5ae9f2a944.html (mehr …)

  • In Lahr entsteht IG auf Gelände des Landesgartenschau

    (Gu, alerts)

    Die Projektgruppe „Interkultureller Garten“ hat sich auf dem künftigen Gelände der Landesgartenschau umgesehen und sich im Rahmen einer Baustellenführung ein Bild von der Situation vor Ort gemacht. Jonathan Kees, Mitarbeiter der Landesgartenschau GmbH, führte die Gruppe über das Gelände und gab umfassende Erklärungen zum derzeitigen Planungsstand der Parkanlagen. Die Veranstaltung endete im zukünftigen Kleingartenpark mit einem Picknick, genau an der Stelle, an der die Projektgruppe den „Interkulturellen Garten“ einrichten möchte. Das war vom Interkulturellen Beirat der Stadt angestoßen worden.

    Seit 2014 beschäftigen sich Lahrer Bürger damit, wie die in Lahr vorhandene kulturelle Vielfalt auch auf der Landesgartenschau sichtbar und erlebbar gemacht werden kann. Dabei war die Idee gereift, einen interkulturellen Garten einzurichten, der sowohl ein Ausstellungsbeitrag während der Landesgartenschau als auch eine dauerhafte Einrichtung in der Kleingartenanlage über die Zeit der Gartenschau hinaus werden soll.

    In mehreren Treffen hat die Gruppe erarbeitet, wie das Gartenprojekt aussehen könnte. Wesentliches Merkmal des Konzepts ist dabei eine ausgewogene Mischung aus Gemeinschaftsflächen und kleinen Parzellen, die von Einzelnen oder Kleingruppen in gemeinsamer Verantwortung bewirtschaftet werden können. Neben dem Gärtnern stehen der Austausch und die Begegnung zwischen Menschen unterschiedlichster Kulturen im Mittelpunkt, die Spaß und Freude an der grünen Natur und dem Kultivieren von Pflanzen aus unterschiedlichen Regionen der Erde haben.

    Lahr/BaWü

    http://www.badische-zeitung.de/lahr/gaertnern-und-austausch–125939137.html


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  • ausgedienter Straßenbahnwagen für die Gemüsewerft

    (gu, alerts)

    […]
    An dem neuen Standort beginnt für AT 4 [Straßenbahnwagen] ein zweites Leben. Michael Scheer hat einen genauen Plan: Ein Aufenthaltsraum, Hofladen, aber auch Ort für Lesungen und Musik soll der gelbe Wagen werden. Natürlich muss er erst auf Vordermann gebracht werden. Aber zu viel will Scheer nicht verändern. „Für mich ist er optisch fast fertig“, sagt er. „Das soll keine Luxuslimousine werden, sondern ein Gebrauchsgegenstand.“ Und ein Wahrzeichen für den urbanen Garten in der Überseestadt: ein rostiges Maskottchen mit dem Namen AT 4.

    http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Strassenbahnwagen-vor-Verschrottung-gerettet-_arid,1433292.html (mehr …)

  • IG Düven pachtet weitere Fläche

    (Gu, Mail)

    Unser Gartenprojekt läuft sehr gut, wir haben inzwischen einen zweiten Garten pachten können, der direkt neben unserem liegt. Das ist auch nötig, da  viele Besucher/Helfer kommen  und vor allem auch viele Kinder. Unsere Ernte war bisher sehr erfolgreich (viel Salat, verschiedene Kohlsorten, Zucchini, Tomaten, Chioggia, die ersten Tomaten, Kürbis, Erbsen etc. (alles in Demeter Qualität)  – am 19.8.16 wollen wir die Kartoffeln ernten und ein Kartoffel-Fest feiern.

    Sie wollen zudem ein Gartenhaus aufbauen. Bau durch die geflüchteten Männer, die im Garten dabei sind. (mehr …)

  • Freifunkter arbeiten an Zugang für den Gartenbahnhof

    (Gu, Newsletter)

    Am 23. Juli fand beim Chaos Computer Club Köln (C4) ein Freifunk-Workshop statt. Dabei geht es darum, ein öffentliches Netzwerk aus privaten Routern zu erstellen, quasi als Alternative zum Internet. Am späten Nachmittag kamen etwa 20 der Teilnehmer zum gemeinsamen Grillen mit uns Gemeinschaftsgärtnernden zum Gartenbahnhof. Gleichzeitig fand der Gärtnertreff statt, bei dem wir Unkraut jäteten und Bohnen, Kohlrabi, Rüben, Mangold und Möhren ernteten. […] Obwohl die beiden Gruppen recht viel unter sich blieben, gab es auch einige interessante Gespräche zwischen Gärtnern und Hackern und voraussichtlich werden wir in Zukunft gelegentlich weitere gemeinsame Aktionen durchführen.
    Die Freifunker haben uns Folgendes geschrieben:
    Am 23. und 24. Juli 2016 fand unter anderem auch im Gartenbahnhof der Freifunktag statt. Es wurden bei Camping Atmosphäre gegrillt, gemashed, gebastelt und auch Kontakte wurden geknüpft, mit Freifunkern aus der ganzen Republik wurde über die Zukunft des Projekts diskutiert. Freifunk, ein Projekt des Chaos Computer Club Cologne.ev C4, welches zum Ziel hat eine alternative Infrastruktur zu bieten. An weiteren Projekten wie die Anbindung des Gartens über eine Richtfunkstrecke wird gearbeitet. (mehr …)

  • Salz in der Suppe bei Querbeet geht in die dritte Runde

    (Gu, Newsletter)

    Ende des Monats startet unser Projekt „Salz in die Suppe“ die dritte Runde. Im Rahmen eines ganztägigen Kochkurses zeigen uns Menschen aus unterschiedlichen Ländern, wie man traditionelle Gerichte der jeweiligen Landesküche zubereitet. Am 27. August kochen wir georgisch!
    Wir treffen uns um 12 Uhr im Garten in der Neustädter Straße 20. Da wir nur zehn Plätze anbieten können, bitten wir euch um eine Anmeldung per Mail an info@querbeet-leipzig.de

    Gespannt dürft ihr auch schon auf den September sein, wo u.a. dieses Jahr unser Flimmergarten-Filmfest stattfindet.

    -> Querbeet, Leipzig (mehr …)

  • Kiezgarten Friedrichshagen einen Schritt weiter

    (Gu, Mail)
        wir hatten eine Regionalkonferenz, bei der auch der Garten vorgestellt wurde. Dieses Projekt fand sehr viel Interesse

        und ich bemühte mich danach auch die nächsten „Schritte“ mit dem Schulleiter zu vereinbaren. Das gelang vor den Sommerferien

        nicht ! Das Schulsystem scheint doch etwas langsamer zu funktionieren. Vor allem im Bereich der Verwaltung.

        Zwischendurch war ich schon demotiviert, aber habe mich jetzt doch entschlossen, gemeinsam mit der Regionalkoordinatorin  ab

        Schulbeginn  den Gemeinschaftsgarten erneut voranzubringen (mehr …)

  • Gartenprojekt im Aufbau in Friedland

    (Bericht von Najeha)

    Bericht über meinen Besuch des Gartenprojekts (Garten der Zuflucht und Solidarität) in Friedland

    Am Mittwoch, den 3.8. um 14:14 Uhr bin ich nach Friedland gefahren, dort habe ich das Gartenprojekt (im Aufbau) besucht.

    Der Ziel meinen Besuch war, das Grundstück des zukünftigenGartens zu besichtigen, die Organisatorin zu beraten (beim Pflanzen von Gartengemüse), die Flüchtlinge empfangen, ihnen die Idee des Gartens auf Muttersprache erklären.

    Seit März 2016 hat Frau Heidrun Mitze Kontakt mit mir in Göttingen gehabt, sie möchte ein Gartenprojekt mit den Flüchtlingen in Friedland aufbauen.

    Am 16.03. habe ich Frau Mitze und Herrn Weimann (den Mitarbeiter der Caritas in Friedland) im Büro empfangen, sie beraten, ihnendie Idee der Gemeinschaftgärten oder Interkulturellen Gärten erklärt, sie über die Angebote derAnstiftung informiert.

    Frau Mitze hat mit der Organisation SCI (Service Civil International) ein zweiwöchiges Jugend-Work-Camp organisiert.

    Die Gruppe besteht aus 15 Personen, zwischen 20 und 30 Jahre alt, aus 7 verschiedenen Ländern, die seit zwei Wochen mit der Vorbereitung des Grundstücks für das Frühjahr 2017 beschäftigt sind.

    Der Plan am 03.08. war, dass die Gruppe das Museum in Friedland besucht und den Flüchtlingen begegnet, mit ihnen das Grundstück besucht und sie über das zukünftigeProjekt informiert.

    Ich habe erst den Besitzer des Grundstücks kennen gelernt; eine Führung auf dem Gelände hat Frau Mitzemit mir gemacht, dann habe ich die Gruppe dergeflüchteten Leute empfangen.

    Die meisten waren aus Syrien, dem Irak und 4 Leute aus Eritrea.

    Die Erklärung für die Work-Camp-Gruppe war auf Englisch.

    Ich habe die Begrüßung auf Arabisch und Kurdisch gemacht, und es gab eine schöne Rückmeldung. Sie sind direkt zu mir gekommen und wollten mehr über mich und meine Arbeit wissen.

    Dann habe ich über die Entstehung der ersten InterkulturellenGärten berichtet und über die Rolle der Gärtenbeim Erlernen oder Verbessender deutschen Sprache als praktischer Weg, sich in der Gesellschaft zu integrieren.

    Es gab auch eine Vorstellungsrunde.

    Ich habe versucht, alle Fragender Organisatorin und der Flüchtlinge zu beantworten.

    Der Besuch hat fast vier Stunden gedauert, Frau Mitze hat sich sehr darüber gefreut, und die Work-Camp-Gruppe will auchweiteren Kontakt mit uns haben.


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  • Gemeinschaftsgartenproejkt mit Geflüchteten auf zwei Parzellen im Kleingarten in Riesa

    (Gu aus Antrag und Nachfragen)

    In Riesa entsteht in einem Kleingarten auf zwei nah beieinander gelegenen Parzellen eines Kleingartenvereins ein Gemeinschaftsgarten mit und für Geflüchtete.
    Aus einem Deutschkurs für Geflüchtete ist ein Verein entstanden, der sich für alle möglichen Belange des alltäglichen Lebens für Flüchtlinge einsetzt. Aus der Flüchtlingsgruppe enstand der Wunsch, „tätig zu werden“. Ein Vereinsmitglied ist Vorstand eines Kleingartenvereins und diese hatten Parzellen frei. So entstand die Idee, im Kleingarten einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen.

    Die Flüchtlinge kommen aus mehreren Stadtteilen der Stadt Riesa, zur Kleingartenanlage in der das Projekt gegründet wurde. Die Kleingartenanlage ist aus allen Stadtteilen zu Fuß ca. 45 min erreichbar.

    – Ist der Kleingartenverein mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar?

    Antwort: Sehr gute Erreichbarkeit. Circa 5 Minuten Fußweg von der Bushaltestelle zur Kleingartenanlage

    – Ist der Kleingartenverein jederzeit offen? Wie kommt man ansonsten rein? Sind die angemieteten Parzellen jederzeit offen?

    Antwort: Die Kleingartenanlage gehört zum öffentlichen Grün der Stadt Riesa und ist deshalb im Frühjahr, Sommer und Herbst von früh bis abends offen. Der Kleingartenverein hat Schlüssel für die Hauptwege nachfertigen lassen sodass jeder Projektteilnehmer,wenn er denn möchte einen Generalzugangsschlüssel für die Haupttore der Kleingartenanlage hat. Und somit die gepachteten Kleingärten jederzeit erreichen kann. Die Parzellen direkt sind nicht verschlossen.

    – Wie viele Beete wollen Sie anlegen und wollen Sie alles gemeinschaftlich machen oder soll es individuelle Parzellen gebe?

    Antwort: Die Parzellen werden Gemeinschaftlich genutzt, sodass die Integration auch einen Sinn ergibt. Es sind 40 Beete angelegt worden.

    […]

              Gelände zugänglich machen (zum Beispiel von Müll befreien, Bewuchs minimieren)

              Konzept zur Zonierung und Gestaltung der Fläche erstellen

              Material für Beet Kisten beziehungsweise Beet Umrandungen beschaffen

              Saatgut und Jungpflanzen beschaffen

              Substrat und Kompost beschaffen

              Material für Wege, Hecken oder Zäune beschaffen 

              Gartengeräte beschaffen

              Zugang zu Gießwasser organisieren

              Beschilderung des Gartens herstellen

    Viele der aufgelisteten Maßnahmen werden von den Gartengemeinschaften selbst durchgeführt. Häufig sind diese sehr findig und improvisationsstark darin, geeignetes preisgünstiges Material zu finden oder nutzbar zu machen. Abhängig vom Gelände und den Fähigkeiten der Gärtnerinnen und Gärtner können jedoch nicht immer alle vorbereitenden Maßnahmen eigenständig geleistet werden.

    Bei der Projektplanung der Gemeinschaftsgärten unterstützt der Verband der Gartenfreunde Riesa e.V. die Akteure. Der Verband hat das nötige Wissen um einen Erfolg garantieren zu können.

    – bitte beschreiben Sie zudem, ob Sie schon Firmen, Läden, Märkte und andere Organisationen nach Spenden gefragt haben und auch Aufrufe an die lokale Bevölkerung gemacht haben.

    Die Mitglieder des Kleingartenvereines haben gemeinsam mit dem Verband die Kosten der Tinkwasser,- und Stromzufuhr getragen. Die Firma RDL einen Bezinrasenmäher sowie einige wenige Werkzeuge zur Verfügung gestellt.

    Weitere Aufrufe werden über die regionalen Zeitungen wie Wochenkurier und Sächsische Zeitung gemacht.

    – ist der Verein Pächter der Parzellen?

    Antwort: JA. Der Verein hat die Parzellen beim Verband der Gartenfreunde Riesa e. V. gepachtet.

    Ein Grünflächenamt gibt es in Riesa nicht, die AUfgaben wurden ausgesourct (so konnten sie dort nicht anfragen). Spendenaufruf gab es, so haben sie auch ein paar (wenige) Pflanzen bekommen, Mulch wollen sie natürlich selber herstellen, doch dauert das.


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