Kategorie: Urbane Gärten

  • Teil eines Sporthochschulkurses: Mitanpacken im GG

    (Gu, RSS)

    Gartenbahnhof Ehrenfel, Köln:
    Am 19. Juli 2016 erhielten wir Unterstütung durch eine Truppe SportstudentInnen, die bei uns in der Vitalisstraße kräftig anpackten. Die Aktion war Teil eines Sporthochschulkurses bei dem Helge den jungen Leuten in einer Modul-Verantaltung die “Natur, Bewegung und Gesundheit” näher bringt. Ein Teil des Moduls besteht darin einer gemeinnützigen Garteninitiative unter die Arme zu greifen. Beim letzten Mal waren die StudentInnen im Gartenbahnhof aktiv (mehr …)

  • Imagevideo für o´pflanzt is

    (Gu , RSS)

    Ein o’pflanztes Image-Video!

    Ende Juni 2016 haben zwei Studentinnen von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach im Rahmen einer Studienarbeit Outdoor TV ein Imagevideo bei und für o’pflanzt is! gedreht.

    „Jeden Morgen in meinem Garten öffnen Blüten sich dem neuen Tag. Überall ein heimliches Erwachen, dass darauf wartet entdeckt zu werden. Ruhe abseits der Stadt, finde ich in meinem Gemeinschaftsgarten“

    http://o-pflanzt-is.de/neu-ein-opflanztes-image-video/ (mehr …)

  • TU HH Campusgarten bekommt Geld von der Sparda Bank

    (Gu, alerts)

    Sparda-Bank schenkt TU Pflanzinseln

    Harburg. Urban Gardening, also das gemeinsame Gärtnern in der Stadt, müsste doch auch auf dem Campus der Technischen Universität Hamburg (TUHH) funktionieren, dachten sich einige Mitarbeiter und Studierende im vergangenen Jahr und gründeten die TUHH-Gartengruppe. Im Laufe des Frühjahrs und Sommers entstanden auf dem Uni-Campus zusätzliche grüne Ecken. Jetzt gibt es vier davon mitten im durchgehend gepflasterten Areal des nördlichen Campus: Die Sparda-Bank Hamburg spendierte Hochbeete für das Projekt Campusgarten.

    Die mit Kräutern, verschiedenen Gemüsen und Blumen bepflanzten Holzkästen bilden bunte Akzente in dem eher steingrauen TU-Bereich. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Sparda-Bank, die unsere TUHH noch grüner macht“, sagt Ralf Grote, Leiter des Präsidialbereichs der Universität. „Die Beete passen wunderbar in unser Konzept eines nachhaltigen und zugleich geselligen Campus.“ Die Bank habe die Garten-Aktion gern unterstützt, denn „Nachhaltigkeit und Ökologie sind auch für uns wichtige Werte“, sagt Claudia Hebrank von der Sparda-Bank.

    Das Projekt Campusgarten, das auch vom Kiekeberg-Museum und vom Museumsbauernhof unterstützt wird, lebt vor allem vom Engagement der TUHH-Mitarbeiter und Studierenden. Sie haben Patenschaften für die einzelnen Hochbeete übernommen und werden sich nun in ihrer Freizeit um die kleinen quadratischen Gärten kümmern – und diese natürlich auch abernten. Vielleicht bekommen dann Kollegen vom Institut für Angewandte Bautechnik, Fachrichtung Bau- und Holztechnik, etwas ab. Schließlich haben sie die vier mal vier Meter großen Holzkästen entworfen und mit tatkräftiger Hilfe von Studierenden zusammengebaut.

    Andere Campusbewohner werden von den zusätzlichen Blüten profitieren: die beiden Völker des Projekts Campusbiene. Die Bienenstöcke stehen unweit der neuen Pflanzinseln, und die geflügelten Arbeiterinnen haben schon im Vorjahr gezeigt, dass sie etwas leisten können: Am 6. August 2015 hat die Imker AG des Studierendenausschusses erstmals Honig geschleudert und gut 13 Kilogramm geerntet.

    http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article207995363/Sparda-Bank-schenkt-TU-Pflanzinseln.html (mehr …)

  • 2 Stellen für den Offenen Garten West

    (Info von Najeha)

    Ab August/September wird es zwei Stellen im Offenen garten West in Leipzig geben. Eine (15h) übernimmt Sebastian von der Annalinde Leipzig, die andere (10h) übernimmt Anna Walter.

    Sie werden wöchigen Wechsel Workshops und Begleitung im Garten anbieten

    Dazu gibt es noch den Montag/ Mittwoch, an dem ehrenamtliche da im Garten anwesend sind (mehr …)

  • Tische und Bänke für drei GG in Brandenburg

    (Gu aus Antrag und Gespräch)

    Der Brandenburgische Kulturbund ist Träger von drei Gemeinschaftsgartenprojekten: den Schul- und Integrationsgarten in Potsdam, den Gemeinschaftsgarten in Templin und den Interkulturellen Garten in Brandenburg/Havel.
    Für alle werden Tische, Bänke und Gartengeräte (u.a. für Kinder) gebraucht. (mehr …)

  • AG des Ernährungsrats Köln zu UG

    (Gu aus Newsletter)

    Der Ausschuss Urbane Landwirtschaft / Essbare Stadt setzt sich für den Erhalt von Flächen im innerstädtischen und stadtnahen Raum ein – sowohl für professionelle Erzeuger als auch für Gemeinschaftsgärten, sowie für neue, innovative Lösungen für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in der Stadt.

    Unter dem Leitspruch „Für eine ernährungsgerechte Stadtplanung“ bearbeiten die Arbeitsgruppen des Ausschusses aktuell die folgenden Themen:

    Ziel 1: Lobby-Arbeit
    Um Einfluss auf die Stadtplanung zu nehmen, soll der Ernährungsrat in strategisch relevante Bürgerbeteiligungsprozesse eingebunden werden. Konkrete Anliegen dieser Arbeitsgruppe sind die Kommunikation der Vorteile urbaner Landwirtschaft für Stadtklima, Lebensqualität, Stadtbild und sozialen Zusammenhalt;  sowie die Priorisierung konkreter Anliegen, wie beispielsweise die Förderung der Begrünung von Neubauten.

    Ziel 2: Landwirtschaftliche Flächen in Köln 
    Durch Ermittlung von Flächeneigentümern, Lobby-Arbeit bei Flächenvergabe und Unterstützung der innerstädtischen Kölner Landwirte sollten alle Flächen, die aktuell landwirtschaftlich genutzt werden, erhalten und wenn möglich, geeignete Flächen für eine nachhaltige Form der Landwirtschaft umgebrochen werden können. Die solidarische Landwirtschaft kann dabei ein Zusammenschluss von (jungen) Städtern sein, die vorhandene Höfe, in denen kein Familienbetrieb mehr möglich ist, übernehmen oder Kleinbauern, die ihren Betrieb sonst aufgeben müssten, unterstützen. Andererseits sollen auch geeignete (nicht kontaminierte) Brachflächen mithilfe des Kataster- oder Liegenschaftsamts identifiziert und aktiv für Gemeinschaftsgärten freigegeben werden.

    Ziel 3: Selbstversorger-Modellviertel
    In einer Laborsituation, möglicherweise in einem Neubaugebiet wie der Parkstadt Süd, soll beispielhaft an einer kleinräumigen Einheit gezeigt werden, wie ein autofreies, mit Solarenergie und essbaren Pflanzungen an und auf Gebäuden bestücktes Viertel funktioniert und seine Bewohner mit einigen Grundnahrungsmitteln versorgt. Diese Arbeitsgruppe kooperiert mit Verein Kölner NeuLand e.V.

    Zu Repräsentanten des Ausschusses für den Ernährungsrat wurden Dorothea Hohengarten und Florian Sander gewähl (mehr …)

  • Bauaktivitäten im IG Maie in Wangen

    (Gu, RSS)
    Im IG Maie in Wangen/Allgäu wird in den nächsten Tagen viel gebaut:
    Wir treffen uns morgen, Mittwoch ab 17.00 Uhr im Garten, falls es nicht regnet.
    Von 16.00 – 17.00 Uhr gibt es eine Garten- Deutschstunde, für alle die kommen wollen!

    Die folgenden Tage ist immer ab 16.00 Uhr offener Garten- bei schlechtem Wetter fällt es aus!

    Programm: Hochbeetmauern verputzen, Aussenküche und Feuerstelle bauen, Gartenmöbel bauen… (mehr …)

  • In Bottrop gibt es drei GG

    (Gu, Mail und Recherche)

    In Bottrop hat der Verein GemeinschaftsSinnGärten inziwschen drei Gemeinschaftsgärten mit angeschoben und aufgebaut.
    Neben dem bei uns im Netzwerk befindlichen Gemeinschaftsgarten am Kulturhof einen Nachbarschaftsgarten an einer Grundschule und einen Interkulturellen Nachbarschaftsfrauengarten:
    “ Am 21.06.2016 war der Startschuss für einen weiteren Gemeinschaftsgarten in Bottrop. Besucherinnen des Cafés Courage und ihre Kinder sowie Bewohnerinnen bauten gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins GemeinSinnschafftGarten Hochbeete für Gemüse und Blumen.

    Das Café ist Treffpunkt für geflüchtete und in Bottrop lebende Frauen. Daher war von Anfang an das Ziel, dass die Beete das Quartier nicht nur verschönern sondern auch nachbarschaftliche Zusammenleben im VIVAWEST-Quartier auf dem ehemaligen Prosper III Gelände stärken sollen.

    Die Stadt Bottrop unterstützt das Projekt ausdrücklich. „Dieser interkulturelle Frauengarten ist genau das, was wir als Stadt mit dem im letzten Jahr begonnen Projekt „GemeinSinnschafftGarten“ anstoßen wollten“, sagt Carina Tamoschus vom Fachbereich Umwelt und Grün. „Nämlich über das Gärtnern Kulturen und Generationen zusammenzubringen.“. „Mit dem Verein GemeinSinnschafftGarten, der sich aus der Projektarbeit des letzten Jahres heraus gegründet hat, haben wir nun auch einen starken Praxis-Partner vor Ort“, ergänzt Dorothee Lauter vom Projektbüro InnovationCity.

    Die rund 20 Frauen und Kinder aus verschiedenen Ländern arbeiten Hand in Hand und am Ende stehen drei bunte Hochbeete auf der bis dahin ungenutzten Rasenflächen.“

    Zum Verein:
    Wie unterstützen wir …

    • Beratung bei der Planung von Gemeinschaftsgärten (Standort, Gestaltung usw.)
    • Verleih von notwendigen Werkzeugen und Geräten
    • Organisation von sogenannten „Bautagen“
    • Unterstützung beim Bau von Gartenkisten
    • Akquise von Unterstützern und Spenden
    • Organisation von Fortbildungen und Austauschforen wie z.B. Gartenstammtisch für GärtnerInnen
    • Bereitstellung von Informationen zum gemeinschaftlichen Gärtnern, zu aktuellen Veranstaltungen und interessanten Webseiten
    • Verbreitung der Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns in Bottrop

    Wie alles anfing …
    Der Verein „GemeinSinnschafftGarten“ ist aus dem gleichnamigen Projekt, das von der Stadt Bottrop gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 – Zukunftsstadt des Bundeministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt worden ist. Das Ziel des Projekts war die Aktivierung Bewohnerinnen und Bewohnern des innerstädtischen Raums für die Schaffung gemeinschaftlich genutzter urbanen Gärten. So sollte ein Stück Natur in die Stadt zurückgeholt werden, die Lebensqualität gesteigert werden und durch das gemeinsame Bauen, Pflanzen und Ernten der Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt werden. Im Rahmen des Projekts sind zwei Gemeinschaftsgärten entstanden: Der Patengarten GemeinSinnschafftGarten am Kulturhof sowie der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten „Im Beckedal“.

    (mehr …)

  • Garten der Vielfalt in Ginsheim im TeGut Magazin

    (Gu, Mail)

    Die Initiatorinnen des IG Rüsselsheim wohnen in einem generationsübergreifenden Projekt in Ginsheim und haben dort einen IG gegründet. Für diesen brauchen sie noch Geld. Das Projekt wird im aktuellen TeGut (Supermarkt) Magazin vorgestellt (sie nennen es „TeGut Crowdfunding)
    S. 16: https://www.tegut.com/fileadmin/tegut_upload/Dokumente/Marktplatz/tegut_marktplatz_august_2016.pdf (mehr …)

  • Flüchtlingsprojekt im IG Spessartweg in Hannover

    (Gu, Mail)
    Auf einem Tiefgaragendach wurde der Garten 2008 mit AnwohnerInnen angelegt. Unten drunter stehen tatsächlich Autos.
    Heute gärtnern dort 13 Familien aus 10 unterschiedlichen Ländern und ein spezielles Flüchtlingsprojekt mit 18 Frauen+Kindern findet dort auch statt.

    Unser Verein, Internationale StadtteilGärten Hannover e.V., betreibt 7 interkulturelle Gärten in ganz Hannover mit etwa 1100 beteiligten Menschen.



    (mehr …)

  • Kirchgarten in Wolfhagen: Flüchtlinge dabei

    (GU, alerts)

    Wolfhagen. Die Gartensaison ist schon weit vorangeschritten, auch im Wolfhager Kirchgarten: Alle 15 Parzellen des offenen Projekts in den Teichwiesen sind vergeben, an Menschen in und aus Wolfhagen, an Einheimische und Flüchtlinge. […]
    Am Ende der Gartensaison steht eine kleine Party für die Parzellennutzer. Dann kommen alle zusammen und überlegen, wer die Parzellen weiterhin bewirtschaften will. Eventuell wird auch ein zusätzlicher Teil des Gartens in Parzellen umgewandelt. Für das nächste Jahr gibt es auch schon Ideen: eine Lesung mit Live-Musik.

    Das Projekt offener Kirchgarten hat solide Wurzeln: Gespendete Pflanzensamen und Werkzeuge sind genügend vorhanden. Und die Pacht von der Kirchengemeinde ist unbegrenzt.

    http://www.hna.de/lokales/wolfhagen/wolfhagen-ort54301/vielfalt-wolfhager-kirchgarten-offene-gartenprojekt-steht-voller-bluete-bringt-menschen-zusammen-6619419.html (mehr …)

  • Lehmofenbau im GG Metzgergrupe in Reinfelden

    (Gu aus alters)

    Ein Dutzend Erwachsene und mehrere Kinder bauten gemeinsam einen Lehmofen auf dem Urban Gardening Gelände Metzgergrube. Aus Kaolinton, lehmiger Erde, Sand und Gerstenspreu wurde eine Kuppel geformt, in der später Brot und Pizza gebacken werden kann. Damit der Workshop „Bau eines Lehmofens“ überhaupt stattfinden konnte, mussten Jürgen Hess, Andreas Tietz und Joachim Schlageter viel Vorarbeit leisten. Zum Workshop am 30. Juli hatten die Männer in der Metzgergrube neben den großen Pflanzkübeln ein Pultdach zum Schutz des späteren Ofens gebaut und ein Fundament aus Backsteinen aufgeschichtet. Zur Finanzierung des Projekts hatten sie Sponsoren gefunden, und Material wurde auch aus dem Förderprojekt Soziale Stadt bezahlt.
    […]
    Die Arbeiten am Workshop Lehmofenbau wurden von Dominik Hofmann für die IBA Basel 2020 im Film festgehalten. Ursula Philipps von der Stadtverwaltung beantwortete seine Fragen. Für die große Bauausstellung im trinationalen Raum sind 30 Filme geplant, darunter der Film vom Bau des Lehmofens in Rheinfelden.

    http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/rheinfelden/Ein-Dutzend-Helfer-legen-Hand-an-und-bauen-Pizzaofen;art372615,8835714 (mehr …)

  • In Baierbrunn entsteht ein GG mit Flüchtlingen

    (Gu aus Antrag und Projektbeschreibung)

    In Buchenhain (einem Ortsteil von Baierbrunn, ganz in der Nähe von München) entsteht ein interkultureller Gemeinschaftsgarten.

    Momentan sind wir 21 Menschen aus 7 verschiedenen Herkunftsländern.

    Gegärtnert wird ökologisch auf Einzelparzellen mit Gemüse und Blumen. Alle lernen voneinander und teilen ihre Erfahrungen. Bereits jetzt gibt es eine rege Pflanzentauschbörse. Experimente mit Permakultur und Samenvermehrung sind geplant.

    Das Projekt ist für die BewohnerInnen des Ortes als Ort der Begegnung geplant und bezieht aktiv Flüchtlinge mit ein. Eine Privatperson hat ein Grundstück dafür gepachtet, das aus Wiesenflächen und Buschwerk besteht. Davon können Teilstücke von insgesamt 500m² bebaut werden mit Parzellen. (mehr …)

  • Stadtgarten Bebelhof richtet Café ein

    (Gu, Mail)
    […] der wächst und gedeiht, aber leider wird er nicht so genutzt wie wir uns das wünschen. Wir sind ein bisschen ab vom Schuß. Deshalb haben wir nun einen alten Bauwagen als Cafe umgebaut und hoffen daß das als zusätzlicher Anziehungspunkt wirkt!
    -> in Braunschweig


    (mehr …)

  • Allmende-Kontor hat Handwerk-AG

    (Gu, Mail)
    Wir hoffen, dass wir viele neue junge Leute für den Vorstand gewinnen können.

    Denn momentan läuft es sehr gut im Garten, passiert viel in allen Bereichen. Wir haben einige total aktive neue Leute, die v.a. die Handwerker AG stemmen. Ab September haben wir auch eine Bufdi-Stelle über die Stiftung Naturschutz eingerichtet (mehr …)

  • Pedal Power Shredder für das Allmende-Kontor

    (Gu aus Newsletter)

    Danke an Ariane Krause von den Goldmacherinnen, die sich im Zuge ihrer Arbeit für einen Pedal Powered Shredder, einen fahrradbetriebenen Häcksler stark gemacht hat. Zusammen mit zwei weiteren Ingenieurinnen wird sie sich in den nächsten vier Monaten mit der Recherche, Planung, Design, Bau, Test, Dokumentation und Open Source Veröffentlichung eines Fahrrad-Garten-Häckslers beschäftigen. Das Projekt läuft in Kooperation mit der Hilfsorganisation Cadus, dem Kollektiv für angepasste Technik – KanTe und der offenen Metall-Werkstatt Linienhof, gefördert von der Heidehof Stiftung. Zwei fahrradbetriebene Häcksler, einen für Gartenabfälle zur Kompostvorbereitung und einen für PET-Flaschen als Plastik-Recycling sind geplant. Der Prototyp des Gartenhäckslers wird im Oktober fertig sein, wird dann beim letzten Kompost-Termin im Allmende Kontor getestet und die Bauanleitung später gemeingültig veröffentlicht bzw. durch Bau-Workshops in andere Gärten weitergetragen werden. Wir sind gespannt auf das neue Fitnessgerät im Garten! 😉 (mehr …)

  • GG Essbares Rieselfeld gibt es seit 2012

    (Gu aus Antrag)
    Der GG Essbares Rieselfeld in Freiburg wurde im Oktober 2012 durch BewohnerInnen des Stadtteils gegründet. Die Fläche gehört der Stadt. Derzeit sind 20 Familien und verschiedene Gruppen tätig (Schulklassen, Menschen mit Behinderung, eine Gruppe von SchlaganfallpatientInnen). Es gibt keinen Zaun. Sie treffen sich ca 1x/MOnat im Herbst und Winter und öfters im Frühjahr und Sommer.
    Sie wollen eine Sitzecke und eine Gerätekiste selber bauen und brauchen ein paar neue Gartengeräte. (mehr …)

  • Interkultureller Garten Maie in Wangen/Allgäu legt los

    (Gu Antrag und Antworten)
    In Wangen/Allgäu entsteht ein Interkultureller Heilgarten, der offen für alle ist. Er ist noch in der Entstehung und noch gab es keine therapeutische Arbeit.

    Wir treffen uns momentan 1-2x wöchentlich, meist am Freitagnachmittag und Samstag.

    Unsere Gruppe besteht aus 5 weiteren Frauen. Aus der Nachbarschaft sind 2 Männer dazugekommen. Ein weiterer kommt regelmäßig vorbei, möchte aber nicht eingebunden werden/ mitmachen. In direkter Nachbarschaft liegt ein Neubauquartier mit Eigentumswohnungen im gehobenen Preissektor- ich habe nicht viel Hoffnung, das da noch viel passiert.

    Bei den Flüchtlingen gibt es vier Familien, die regelmäßig dabei sind- ca. alle 2 Wochen und ungefähr 7 junge männliche Flüchtlinge. Andere schauen unregelmäßiger vorbei und packen mit an.

    Da der Garten recht klein ist, werden alle Flächen gemeinsam bewirtschaftet.

    Im Moment hängt noch sehr viel an mir. Wenn ich keine Zeit habe, laufen die Gartentreffs nicht. Das Wässern funktioniert aber ganz gut, auch wenn ich nicht da bin. Entscheidungen werden gemeinsam besprochen, oft von mir vorgeschlagen, aber dann unter den Ehrenamtlichen abgestimmt. Die Geflüchteten kommen aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan und Gambia. Da viele von Ihnen noch recht wenig Deutsch und meist auch keine andere Fremdsprache sprechen, ist die Kommunikation und Abstimmung schwierig und die Grundlage für gemeinsame Entscheidungen ist noch nicht gegeben. Einige fangen aber an, sich auch tagsüber ausserhalb der Gartentreffs in dem immer zugänglichen Garten aufzuhalten. (Dazu trägt sicherlich auch bei, dass es in einem Teil des Gartens einen ‚Hotspot‘ gibt. Ob vom Pfarrhaus oder woher auch immer, ist nicht geklärt.)

    Das nächste Projekt ist auf jeden Fall das Zimmern von Sitzgelegenheiten!

    Die meisten Geflüchteten erreiche ich über eine eingerichtete Whats-App- Gruppe. Unter den Ehrenamtlichen ist es schwieriger, einige sind via email zu erreichen, andere nur über Telefon- Festanschluss. Das ist aufwändig und ich hoffe, wir finden noch einen anderen Weg. Die Termine werden immer auch im Blog veröffentlicht.

    Die therapeutische Arbeit hat noch nicht so begonnen, wie es geplant ist. Zwar gab es eine Gruppe mit Kindern und Frauen, die im Gewächshaus Pflanzen vorgezogen haben und gemeinsam Weihnachtsobjekte hergestellt haben, aber es war, bedingt dadurch dass es noch keinen festen Ort gab, immer viel Unruhe dabei. Dies soll nun hoffentlich besser werden. Ein grosser Teil der therapeutischen Arbeit ist vormittags geplant. Die Realisierung ist abhängig von der Unterstützung durch Fördertöpfe und über den Sommer hinaus noch nicht gesichert.


    (mehr …)

  • weiterer Gemeinschaftsgarten in Augsburg entsteht

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Das Außengelände eines Jugendzentrums in Augsburg wurde seit 2013 umgestaltet und aus einer brachen Fläche wurde eine nutzbare Fläche. Das Jugendzentrum-Team möchte nun einen Gemeinschaftsgarten dort anlegen, der mit den NutzerInnen, Nachbarn und BewohnerInnen von nahen Flüchtlingsunterkünften angelegt und weiterentwickelt werden soll.

          Mit wem wurde das Gartenprojekt zusammen geplant? Haben Sie NachbarInnen/Interessierte dazu eingeladen und wie konnten diese an dem Prozess teilnehmen?

    Die grobe Planung stammt vom Team des k15. Konkretere Ideen wurden in informellen Gesprächen mit Nachbarn und Interessierten gesammelt und besprochen.

          Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte?

    Etwa 7 – 12 Personen

          Haben Sie schon Kontakt zu der Flüchtlingsunterkunft und das Projekt dort vorgestellt? Wie haben die BewohnerInnen reagiert? Wie wollen Sie diese einbeziehen (abholen? Bestimmte Zeiten?)

    Es besteht ein intensiver Kontakt zu den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft. Die Kinder und jungen Erwachsenen sind sozusagen Dauergäste in unserer Einrichtung; auch die Eltern der Kinder und ein Großteil der anderen Bewohner ist regelmäßig bei uns im Haus, z.B. zum gemeinsamen Kochen und Essen jeden Donnerstag. Die Arbeit im Garten würde eine willkommene Abwechslung, Verantwortung und eine sinnvolle Aufgabe darstellen – also all das, was im „normalen“ Flüchtlingsalltag oft zu kurz kommt.

          Wie groß ist die Fläche, die zum gärtnern (und allem, was dazugehört) genutzt werden soll?

    Die Gartenfläche umfasst ca. 240m².

          Wie groß sollen die Hochbeete werden und wer wird darin wie gärtnern können? Soll alles gemeinsam bewirtschaftet werden oder soll es individuelle Anteile geben?

    Zwei Hochbeete sind bereits vorhanden, zusätzlich sollen 2-3 Hochbeete à 110×80 cm entstehen. Geplant ist derzeit eine vornehmlich gemeinsame Bewirtschaftung. Bei Nachfrage und Wunsch sind aber natürlich auch individuelle Beetanteile denkbar.

          Wie werden die Jugendlichen beteiligt? Bekommen sie sozusagen einen eigenen Teil/ein eigenes Beet?

    Bei Zustandekommen einer Kooperation mit anderen Jugendeinrichtungen wäre eine Hochbeetaufteilung nach Institutionen denkbar. Da hierfür aber noch keine konkreten Rückmeldungen vorliegen, ist die derzeitige Planung die einer gemeinsamen Bewirtschaftung der Flächen.

          Wie sind Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen angedacht?

    Vermutlich werden unterschiedliche Kommunikationskanäle genutzt. Neben Austausch und Terminabsprachen über Facebook und Email, wird die Kommunikation mit Nachbarn und Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft erfahrungsgemäß eher über informelle Gespräche auf der Straße oder im Garten ablaufen. Denkbar sind regelmäßige Treffen, bei denen man wichtige Punkte in der Gruppe bespricht und Entscheidungen trifft. Dies würde auch einen demokratischen Entscheidungsprozess begünstigen.

          Was für eine Werkstatt gibt es im Haus und kann diese dann auch von den GärtnerInnen (auch den Nachbarn) genutzt werden?

    Im k15 befindet sich eine Werkstatt, die mit allen üblichen Werkzeugen und Materialien ausgestattet ist. Diese ist während unseren Öffnungszeiten (Dienstag bis Samstag) zugänglich.

          Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese zugänglich für die GärterInnen?

    Die Gartengeräte werden in unserem Außenlager untergebracht, das vom Garten aus zu betreten ist. Zugänglich ist dieses immer, wenn das k15 geöffnet ist (Dienstag-Samstag). Zusätzlich besteht die Möglichkeit Schlüssel für das Außenlager zu verleihen.

          Haben Sie beim Grünflächenamt schon nach Rindenmulch o.ä. gefragt? Es gibt es gute Kooperationsbeziehungen zwischen den Augsburger Gemeinschaftsgärten und der Stadtverwaltung

    Noch nicht, das ist aber ein super Tipp – vielen Dank dafür!

          Sind Sie mit den anderen Gemeinschaftsgärten vernetzt?

    Eine Vernetzung und ein (Erfahrungs-)Austausch mit anderen Gärtnern ist in unseren Augen auf jeden Fall sinnvoll und der Plan Kontakte in diesem Bereich zu knüpfen besteht, wurde aber bisher zeitbedingt noch nicht umgesetzt.


    (mehr …)

  • Stadtjugendring Regensburg möchte auf eigener Freifläche Gartenprojekt starten

    (Gu aus Antrag und Antworten)
    Der Stadtjugendring Regensburg hat neue Büros angemietet und möchte die Freifläche dauerhaft Projekten zur Verfügung stellen. Insgesamt ist das Grundstück 2000m² groß. Sie möchten u.a.  junge Geflüchteten aus nahen Unterkünften und einheimische Jugendliche aus dem Stadtteil einbeziehen und da gibt es wohl auch schon Interesse (an Bauaktivitäten und am Gärtnern).
    Die laufenden Kosten trägt der Stadtjugendring, der das Projekt initiieren möchte, es aber nicht dauerhaft „betreuen“ möchte und so versuchen sie von Anfang an, Verantwortlichkeiten auch in der Gruppe mit zu verankern.

    Das Anlegen der Parzellen und den Bau des Gartenhauses sowie des Gewächshauses hätten wir geplant mit Jugendlichen durchzuführen. Da gibt es bereits eine feste Gruppe die in die Planung auch bereits mit involviert ist. Die Jugendlichen selbst sollen auch Flächen bewirtschaften, benötigen aber wohl am Anfang etwas mehr Unterstützung als Erwachsene. Wir möchten gerne in den kommenden Tagen noch Flyer im Stadtteil verteilen um noch mehr Personen anzusprechen, bisher haben wir 5 Senioren die sich dauerhaft auch um die Organisation bemühen möchten und natürlich auch Flächen bewirtschaften.

    ·         Wir möchten die Vergabe der Parzellen an eine generelle Mitarbeit knüpfen, so werden ca. einmal im Monat Treffen stattfinden um Organisatorisches zu besprechen. Entscheidungen werden von allen Beteiligten gemeinsam getroffen (demokratisch). Wir möchten als Stadtjugendring lediglich den Anstoß geben und die Unterstützung um den Garten zu etablieren und bekannt zu machen. Natürlich wird der ein oder andere dauerhaft mithelfen, hat aber deswegen nicht mehr Entscheidungsbefugnis als die anderen Mitglieder.

    ·         Die Parzellenvergabe möchten wir wie schon beschrieben an eine Mitarbeit in der Organisation des Gartens knüpfen. Falls es mehr Interessenten als Parzellen gibt wird eine Warteliste angelegt. Das Organisationsteam wird noch Regeln festlegen, die bestimmen was passiert wenn jmd seine Parzelle nicht mehr bewirtschaftet oder nicht mehr mitarbeitet, sodass die Fläche neu vergeben werden kann.

    ·         Die Jugendlichen sollen natürlich weiter mitarbeiten, können auch eigene Parzellen bewirtschaften und den Garten als gemeinsamen Treffpunkt nutzen. Sollten weitere Erwachsene und Jugendliche im Verlauf des Aufbaus Interesse haben (was wir uns erhoffen) freuen wir uns natürlich über eine Vergrößerung der Gruppe.

    ·         Ca. die Hälfte des Grundstücks (in etwa 1000qm) soll als Nutzfläche angelegt werden, der Rest ist für Gartenhaus, Sitzgelegenheiten etc. gedacht.

    ·         Wir stehen in Kontakt mit Transition in Regensburg, der Personenkreis der die bisherigen Gemeinschaftsgärten organisiert, hatte jedoch nicht genug Personen um unsere Fläche „mit zu organisieren“.

    ·         Im Anhang maile ich ihnen noch die Aufstellung der geplanten Gartengeräte mit Kostenangaben. Das Gewächshaus und das Gartenhaus sollen selbst gebaut werden, es wird lediglich Material gekauft. Wir haben bereits bei einigen Firmen angefragt, bisher aber noch keine Sachspenden erhalten.

    ·         Komposttoilette ist im Augenblick als Fertiglösung gedacht (wäre dies überhaupt förderfähig?), Das Häuschen außenrum aber selbst gezimmert. Solange das Büro geöffnet ist kann die Toilette dort jederzeit mit genutzt werden. Dies setz aber voraus, dass Mitarbeiter anwesend sind. Ziel ist es aber schon den Garten unabhängig der Büroöffnungszeiten zugänglich zu lassen. Die Gärtner_innen sollen ja zu jeder Zeit Zutritt haben. (Bürozeiten sind nur Mo, Mi, Do von ca. 9-15:00 Uhr)

    ·         Wie oben schon kurz genannt wünschen wir uns, dass der Garten jederzeit zugänglich ist und von einigen Aktiven mit organisiert wird. Es ist uns ein Anliegen die Struktur nicht komplett vorzugeben, unterstützend begleiten wir natürlich dauerhaft (wenn gewünscht/benötigt). Denkbar wäre es z.B. bei entsprechender Nachfrage den ein oder anderen Kurs oder Workshop anzubieten. Wir erhoffen uns auch durch die Vergabe von individuellen Parzellen möglichst viele Gärtner_innen an eine generelle Mitarbeit zu binden.

    Im Moment sehe ich gute Chancen für die Entwicklung einer festen Gruppe, ideal wäre es vielleicht noch in den Sommerferien intensiv in das Projekt einsteigen zu können. Der endgültige Start hängt leider direkt mit der Finanzierung zusammen, wir stehen aber quasi in den Startlöchern und hoffen insbesondere die Bauaktionen in den Ferien durchführen zu können (Bei uns starten die Sommerferien kommende Woche). Interesse am Gärtnern besteht definitiv bei den Jugendlichen, es gibt auch schon viele neue Ideen für Palettenmöbel als Sitzgelegenheiten etc. die die Jugendlichen umsetzen möchten.

    Insbesondere die Anfangszeit werde ich (als Sozialpädagogin) mitunter die Jugendlichen begleiten, zudem eine ehrenamtliche Gartenpädagogin die jedoch nicht die gesamte Zeit anwesend sein kann und die SeniorInnengruppe die bereits Erfahrungen mit Holzarbeiten haben und auch diverse Maschinen Werkzeuge zur Holzbearbeitung zur Verfügung stellen.


    (mehr …)

  • zwei Münchner Gemeinschaftsgärten ausgezeichnet

    (Gu, RSS)

    Mehr Grün für München

    Gestern abend fand die feierliche Preisverleihung für die Gewinner des Wettbewerbs 2014/2015 statt. Im großen Sitzungssaals des Rathauses wurden die Projekte vorgestellt und die Preise übergeben. Von den Gemeinschaftsgärten haben der Kultgarten der WerkBox3 und der Bienengarten Pasing gewonnen! (mehr …)

  • Projektbesuche in HH, Berlin und Potsdam

    (Gu)

    Gartendeck

    Das Gartendeck ist Bestandteil der Planungen für die Bebauung der Fläche. Eine Frau vom Gartendeck ist bei allen Sitzungen dazu dabei. Es gab mehrere Entwürfe, nun ist wohl einer ausgewählt. Michaela (Gartendeck) ist enttäuscht, da dieser Entwurf nicht der vom Gartendeck (oder ihr) favorisierte ist. Sie fand den am besten, der eine Fläche für das Projekt vorsah, die 800m² groß ist und ein Gärtnern im Boden zugelassen hätte. Der Entwurf, der wohl das Rennen gemacht hat, sieht eine größere Fläche vor, die aber nur mit Hochbeeten begärtnert werden kann.

    Eine andere Frau ist mit dem ganzen Prozess unzufrieden, sprich, dass es feste AnsprechpartnerInnen des Gartendecks geben mußte und sich das Gartendeck darauf eingelassen hat. Sie zweifelt daran, dass es der Gruppe gut getan hat und findet, dass es dadurch eigentlich auch keine Gruppe mehr gibt. Um die Pflanzen würden sich auch nur noch wenige Leute kümmern.

    Fuhlsgarden

    Das Außengelände einer Kita ist die Heimat für den Gemeinschaftsgarten Fuhlsgarden geworden. Eine Gruppe (die Fuhlsgardener) hatte eine Fläche gesucht und davon hat ein Koordinator von „Kinderwelten Hamburg“ Wind bekommen. Er versteht seinen Job auch als Stadtteilentwicklung und möchte Kita/Familienräume und –flächen öffnen.

    Das Gartenprojekt ist auf einem Teil des Fläche, es gibt auch Bienen (auf einem anderen Teil). Die Fläche nutzt zudem die Kita, aber auch andere Gruppen. Die Gartengruppe möchte gerne, dass das Projekt immer begehbar/nutzbar ist und Zahlenschlösser sollen diese Zugänglichkeit ermöglichen.

    Es gibt außen noch kein Schild, aber auf der Fläche ist das Gartenprojekt bezeichnet.

    Schillergarten

    In Hamburg-Bergedorf hat die lokale Transition Town Gruppe nun ein Grundstück gefunden. Es handelt sich um eine öffentliche Grünfläche, die direkt an einem Spazierweg entlang der Bille (Fluß) liegt, eine kleine, nicht eingezäunte Parkanlage. Es ist das erste und bisher einzige Projekt der TT-Gruppe. Sie haben sich während der Planung und des Aufbaus wöchentlich getroffen. Es wurden einige Hochbeete gebaut, Wasser wird aus der Bille (mit Gießkanne am Strick, die da reingeworfen und rausgezogen wird) geholt, Pflanzen wurden teilweise gespendet. Die Gruppe ist derzeit demotiviert, „die Luft ist raus“. Sie haben das wöchentlichen Treffen abgeschafft und wollen in AGs arbeiten und haben aber jede Woche noch einen Gartentag, an dem einige vor Ort sind. Es machen wenige Leute „von außen“ mit und einigen Leuten der Kerngruppe fehlen die häufigen Treffen. Die Arbeit in den AGs funktionieren nicht und die Initiatorin möchte nicht, dass „immer nur sie“ für alles, was mit Außenkontakten zu tun hat, angefragt wird. Es gab einen Vandalismus-Fall.

    Es wirkt so, als ob sie hohe Erwartungen mit dem Projekt verknüpfen und nun enttäuscht sind, dass es nicht so viel Resonanz gibt und es auch kein Selbstläufer ist.

    Gu berät sie/macht im Winter einen Workshop mit ihnen.

    InPeLa

    Der Interkulturelle Permakulturgarten Langenhorn ist Teil eines Parks. Die Fläche wurde von einer Abteilung des Bezirksamts identifiziert (ich meine Gesundheit; das Gartenprojekt ist Teil eines Gesundheitnetzwerks und wird auch so in Broschüren vorgestellt), das Grünflächenamt war anfangs nicht begeistert. Da das Projekt gut läuft, es ein auch optisch ansprechender Ort ist, ist die Skepsis gewichen. Edourd van Diem war an der Umsetzung beteiligt, schnell hat aber jemand aus dem Stadtteil die Koordination übernommen. In den ersten Jahren gab es dafür auch Geld, ebenso für den Aufbau des Gartens, den Brunnen, die Gartenhäuschen…Inzwischen ist die Honorarstelle ausgelaufen und die Frau, die das gemacht hat, möchte sich nun nach und nach aus den koordinierenden Arbeiten zurück ziehen. Die Parzellen sind unterschiedlich groß, einige GärtnerInnen haben sich nach und nach immer mehr Land genommen und ausgeweitet. Sie haben individuelle und gemeinschaftliche Parzellen, machen Projekte wie „Schneckenzaun“ zusammen, treffen sich oft im Garten und es gibt auch feste Zeiten, zu denen immer jemand da ist.

    Wurzelwerk

    Auf dem Campus der Hamburger Uni ist ein Gartenprojekt entstanden, das eine Frau, die beim Asta gearbeitet hat, initiiert hat. Leute aus der Gruppe sagen, dass sie, als sie diese Stelle nicht mehr hatte, sich nicht mehr für das Projekt interessiert hat. Sie sind ca. 8-10 Leute in der Kerngruppe, das Projekt ist offen für Leute von der Uni und aus der Nachbarschaft. Die Fläche wird von Gruppen für Feiern genutzt, ab und an gibt es Konflikte, da Müll liegen bleibt oder auch mal kaputt geht. Es gibt keinen Zaun. Schilder stellen das Projekt vor.

    Sie wollen gerne weitere Leute erreichen und machen auch Werbung für das Mitgärtnern.

    Der oberste Unibaumensch hat einen Schuppen aus Paletten mit ihnen gebaut, es gibt Workshops und Veranstaltungen (Kino z.B.) und so kommen ab und an auch neue Leute dazu. In der Nachbarschaft ist das Projekt nicht so bekannt, sie haben dafür auch keine Zeit, sich drum zu kümmern.

    Umweltgarten

    In der Kleingartenanlage am S-Bahnhof Tempelhof, die direkt an das Flugfeld grenzt, ist der erste Schritt zu einem „Umweltgarten für geflüchtete Frauen“ auf der Parzelle eines der Vorständen entstanden. Sie wollten eigentlich eine andere Fläche in der Kolonie dafür, die sie aber erst ab jetzt zur Verfügung haben. So haben sie ein paar Hochbeete in die Privatparzelle gesetzt. Sie haben für das Projekt recht viel Geld akquiriert. Sie schichten das jetzt gerade um und wollen dann so richtig ab Herbst loslegen. Es gibt zwei Grundstücke (bei uns sind auch zwei Gartenprojekte schon im Netzwerk), das eine soll der Umweltgarten werden -> Frauen aus den Hangars und aus anderen Flüchtlingsunterkünften sollen hier betreut gärtnern (es gibt eine Gartentherapeutin im Team, es gibt auch Honorargelder). Die Gruppe trifft sich 1x/Woche, die Frauen werden abgeholt oder mitgebracht. Sie können wohl alles aus der Laube nutzen und so auch die Früchte vor Ort gemeinsam verarbeitet. Noch wirkt alles sehr provisorisch.

    Das andere Grundstück soll ein offener Gemeinschaftsgarten werden, in dem „Landwirtschaft“ betrieben werden kann. Es gibt wohl Interessierte, die mitmachen wollen.

    Moros Garten

    In Berlin Treptow ist auf dem Gelände Karpfenteichstraße, auf dem es schon eine offene Metallwerkstatt und den Radcontainer und einen Gemeinschaftsgarten gibt, ein weiterer Gemeinschaftsgarten (in Sichtweite zu dem anderen) entstanden. Soweit mein Gesprächspartner wusste, ist in dem ersten Gemeinschaftsgarten nur noch eine Person wirklich aktiv (sieht auch sehr verwildert aus). Moros Garten haben Leute initiiert, die bei einer Betteninitiative aktiv sind, sprich: Vermittlung von Schlafplätzen für Flüchtlinge. Sie wollten einen Ort haben, an dem sich alle treffen können, den alle mitgestalten können, an dem verschiedene Aktivitäten stattfinden können. Gärtnerisch haben sie wenig Erfahrung, vernetzt mit anderen Gärten sind sie noch gar nicht und alle Infos zu Hochbeetbau/Kompost/Pflanzen waren ganz neu für sie. Sie haben schon einige Beete angelegt, wissen nicht, wie der Boden ist und wollen nun lieber mehr Hochbeete bauen. Sie sind zudem auf der Suche nach Strukturen (wie kommunizieren wir am besten rund um den Garten?).

    Garten der Nachbarn Marzahn

    Auf dem Gelände eines Flüchtlingscontainerdorfs sind noch die Überreste eines Gartenprojekts zu sehen. Die Unterkunft wird von einer Firma betrieben, die das Projekt als überflüssig empfindet. Die Sozialarbeiter sehen es nicht als ihre Aufgabe an, auf das Projekt aufmerksam zu machen. Es gibt einen Wachdienst vorne, die Ehrenamtlichen brauchen Ausweise. Nach einer Richtlinie des Berliner Senats, mussten alle Unterkünfte nun „ihre Ehrenamtlichen“ koordinieren und so sollten die Ehrenamtliche neue Ausweise bekommen (von der Firma, die sie nicht unterstützt und eher als störend empfindet, sie dürfen nicht mal auf Toilette gehen). Die Initiatorin ist lange krank gewesen und nun sind nur noch Überreste zu sehen. Ein paar mickrige Töpfe, ein paar zerrupfte Sträucher, ein paar vertrocknete Jungpflanzen. Das zusammen mit den Kindern angemalte Gartenhäuschen ist umstellt von Fahrrädern und nicht gut betretbar. Das Lageso hat die Außenfläche – nachdem die Ehrenamtlichen zusammen mit ein paar wenigen Flüchtlingen dort gesäät, gepflanzt, gewirkt hatten, durch einen Gärtnern betreuen lassen, der alles wieder dem Erdboden gleich gemacht hat, was angelegt wurde. Aber auch die Flüchtlinge haben so gut wie kein Interesse am Gärtnern/Mitmachen gezeigt. Die Ehrenamtlichen sind frustriert und haben wenig Interesse, das Projekt noch einmal anzuschieben. Es gibt andere Unterkünfte, an denen sie willkommen sind und Unterstützung finden.

    Hofgarten Alte Gießerei

    Vor der alten Gießerei (OW in Berlin Lichtenberg) ist ein Nutzgarten entstanden. Es gibt keinen Zaun, kein Schild, nix, was erklärt, was hier ist oder ob man mitmachen kann. Es sieht eher privat aus.

    Campusgarten

    Auf dem Campus der FH Potsdam ist seit Mai diesen Jahres der Grundstein für einen Gemeinschaftsgarten sichtbar. Entstanden und entwickelt wurde die Idee in einem interdisziplinären Seminar; ein Teil der Gruppe, die sich damit lange theoretisch auseinander gesetzt hat, wollte nun auch praktisch werden. Sie haben sehr viel Zeit und Energie in die Konzepterstellung, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierungsideen und Ideen, wie die NachbarInnen zu erreichen wären, gesteckt. Nun gibt es eine recht zentral auf dem Campus gelegene Fläche, die leider derzeit an eine Baustelle grenzt. Der Campus/die FH leidet daran, dass die Studierenden zu über 80% nicht in Potsdam wohnen und ab 18.00h ist hier nix mehr los. Außerdem ist selbst eine Abkürzung über den Campus für die Nachbarn eine Hürde. Sie gehen lieber außen rum. Es gibt Schilder, die auf das Projekt hinweisen (Campusgarten mit Pfeilen), doch kein Schild erläutert, dass es sich um einen Gemeinschaftsgarten handelt, bei dem alle mitmachen können. Die Gruppe hat noch keine Kontakt zu Vereinen/Organisationen aus der Nachbarschaft aufgenommen und weiß auch noch nicht, wer da so aktiv ist. Sie denken eher in Richtung Ringvorlesung, zu der sie per Hauswurf auch die Nachbarn einladen wollen.

    Sie haben Gelder von Uniinternen Abteilungen akquiriert und erste Beete gebaut. Es gibt einen Spint mit Gartengeräten, es gibt einen nahen Wasseranschluss.

    Sie haben sehr viel Papier erarbeitet und fühlen sich überlastet. In der Beratung ging es um den Stadtteil und wie sie Leute aus der Nachbarschaft erreichen können, aber auch mehr Leute aus der FH ansprechen können, vor Ort im Garten dabei zu sein.

    Seegarten

    Der Seegarten in Potsdam liegt auf einer Teilfläche des Außengeländes einer offenen, sozialen Einrichtung. Es gibt keinen Zaun, aber eine Benjes-Hecke. Hier gärtnern einige Familien auf individuellen Beeten. Sie haben auch Gemeinschaftsflächen und alle bringen sich in unterschiedlicher Art und Weise in das Projekt ein. Es sind auch viele Kinder dabei. Sie haben Bienen, kompostieren erfolgreich, haben den Boden verbessert, es gibt Naschobst und einen gemeinsam gebauten Schuppen. Sie sind mit den anderen Gärten vernetzt und hätten gerne noch mehr Austausch.

    unigardening

    Auf dem Gelände des Botanischen Gartens in Berlin Steglitz ist das studentische Gartenprojekt „sustain – unigardening“ entstanden. Es ist eine Projektwerkstatt, die zusammen mit einer Projektwerkstatt zu Terra Preta und Kompostierung dort verwirklicht wurde. Vor dem Terra Preta Projekt wurde wohl gar nicht kompostiert! Nun steht hier eine high tech Terra Preta Anlage.

    Das Gartenprojekt wird von Studies der FU und der TU genutzt, die Kerngruppe ist nicht groß. Sie machen alles gemeinschaftlich und es wird auch viel dann direkt roh vor Ort gegessen. Sie haben auch einen Teil eines Gewächshauses, in dem Tomaten wachsen. Es werden verschiedene Sachen ausprobiert, wie Milpa (Anbau von Mais, Bohnen und noch was gemeinsam), Gertreide, alte Sorten, verschiedene Düngerarten etc. Es gibt erst ein (sich nicht selbst erklärendes) Schild auf der Fläche – vorher liest man: Zugang nur für Berechtigte o.ä. Man muss das Projekt kennen und dann den Pförtner fragen. Gitti vom Wuhlegarten war anfangs auch noch involviert.

    Thomas Finger, ewiger Tutor der Projektwerkstätten, möchte ein „urban gardening“ Projekt auf dem Campus Charlottenburg machen. Hofgrün an der UdK, was mal von den P-Gärten angelegt wurde, existiert noch oder wieder (Begrünung), es sollen aber noch viel mehr gärtnerische Aktivitäten für Studis und Uni-Leute da angeschoben werden. Er meldet sich dazu wieder.

    Gemeinschaftsgarten Mittelstraße

    In Spandau ist auf der Bezirks-Fläche einer zusammengebrochenen Schule ein Gartenprojekt entstanden. Es gibt auch hier keinen Zaun, doch sie wünschen sich sehnlichst einen. Hier wird alles geklaut, was nicht niet und nagelfest ist, auch Pflanzen werden ausgebuddelt, Leute, die nicht mitgärtnern, kommen mit Tüten, um zu ernten. Und hier gibt es Schilder, die erklären, was das für ein Projekt ist. So kann nur wenig geerntet werden. Sie dürfen kein Feuer mehr machen, seitdem ein Spielplatz direkt neben sie gebaut wurde (was für die Fläche gut ist). Ab und an kommen Kindergruppen, deren ErzieherInnen die Kinder ermutigen, die Beeren o.ä. zu ernten…

    Die Gartengruppe gibt aber nicht auf, macht weiter, nimmt die Gartengeräte mit nach Hause, der Schuppen ist schon lange nicht mehr abgeschlossen, damit wenigstens die Tür nicht ständig repariert werden muss. Es gibt viele Workshops auf der Fläche und eine Frau hat von Anfang an die Koordination, die auch bezahlt wird.

    Gartenprojekt Villa Nova

    Die Villa Nova ist ein Zentrum in Berlin Spandau für Familien mit kleinen Kindern. Zu bestimmten Zeiten wird die Einrichtung auch von begleiteten Flüchtlingsgruppen aus der Nachbarschaft genutzt. Hier hat die Frau, die den Gemeinschaftsgarten Mittelstraße aufgebaut hat und koordiniert, sich für ein Gartenprojekt stark gemacht. Ein Teil der Außenfläche kann mit Erdbeeten genutzt werden, auf einem Teil stehen Hochbeete, die Leute vom Prinzessinnengarten mit Interessierten gebaut und befüllt haben. Doch nach dieser Aktion ist das Interesse merklich abgeflaut. Nur einige wenige NachbarInnen sind interessiert, die gärtnerische Arbeit machen hauptsächlich MitarbeiterInnen. Die Familien mit den kleinen Kindern sind froh, wenn sie nichts tun müssen und beteiligen sich nicht am Garten. Es gibt einen Teil des Gartens, der nur von MitarbeiterInnen genutzt wird und dieser sieht wesentlich besser aus, was die Pflanzen angeht. Auch hier finden viele gärtnerische bzw mit dem Garten verbundene Workshops statt, es gibt eine Gartenzeitung mit Tipps und Infos.

    Die Leute von den P-Gärten hatten empfohlen, das Projekt so zu organisieren, dass alles gemeinschaftlich gemacht wird, doch das hat sich laut der Koordinatorin nicht bewährt. Eventuell versucht sie nun, die Hochbeete zu „indviduellen Beeten“ zu machen und so mehr Interesse für das Projekt zu generieren.

    IG von SOS in Gatow

    Der Interkulturelle Garten besteht! Es gibt individuelle Parzellen, die von Flüchtlingen aus ganz Berlin und von Leuten aus der Nachbarschaft genutzt werden. Die Flüchtlinge wissen nicht, dass es in ihren Bezirken auch Gemeinschaftsgärten/Interkulturelle Gärten gibt und kommen teilweise aus Schöneberg und Kreuzberg. Ein Syrer hat eine Stelle bei SOS (der Träger, der dort auch Aus- und Fortbildungen macht) und ist Agraring. Er lernt jeden Tag dazu, kann aber auch viel einbringen.

    Die Koordinatorin hat ½ Stelle und macht gerade ein Praktikum bei den P-Gärten.


    (mehr …)

  • Stadt Norderstedt punktet durch GG

    (Gu, alerts)
    […]
    Sie [Gruppe] entwarfen einen Grillplatz, planten den Gemüsegarten, und in Gemeinschaft mit anderen Anwohnern, dem Geld und der Hilfe des Betriebsamtes der Stadt Norderstedt und anderen Helfern entstand auf der Wiese schließlich das kleine Idyll. „Jetzt haben die Leute hier einen Treffpunkt. Und die Kinder können im Gärtchen erleben, wie Gemüse und Obst wächst. Mal sehen, was sich daraus entwickelt“, sagt Timpe von Freyberg. Für die Stadt Norderstedt ist das Garten-Projekt in Glashütte das Erste seiner Art auf städtischem Grund. „Wir wollen den öffentlichen Raum mit Leben füllen, das gilt auch für die Grünflächen der Stadt“, sagt Katrin Zacher. Sie ist die Fachbereichsleiterin Natur und Landschaft im Norderstedter Rathaus.

    Die Urban-Gardening-Strategie der Stadt ist ein Baustein im Konzept der Stadtentwicklung. Am Donnerstag wurde Norderstedt in den exklusiven Kreis der 20 „Zukunftsstädte“ Deutschlands aufgenommen. In dem Bundeswettbewerb um die besten Konzepte für die nachhaltige Stadtentwicklung bis 2030 hat Norderstedt auch mit dem Gemeinschafts-Gärtnern gepunktet. Glashütte könnte so etwas wie die Blaupause für künftige Projekte werden. Denn es geht hier nicht nur um Erdbeeren, Kartoffeln und die Grillwurst: Es geht um praktizierte Jugendhilfe, Lebensqualität und soziales Miteinander – Kernwerte einer funktionierenden Stadtgemeinschaft.

    http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article207889061/Norderstedt-foerdert-Arbeit-der-Stadtgaertner.html (mehr …)

  • Grüner Daumen Frankfurt feiert fünf-jähriges

    (Gu, alerts)
    Diese Geschichte kann man etwas blumig erzählen: Die Idee der Studentin Mirijam Scherer, im Jahr 2011 noch Studentin im Fach Soziale Arbeit an der Fachhochschule, war sozusagen das Samenkorn. Aus dem inzwischen ein blühender Garten erwachsen ist.

    Für ihr Studium suchte Scherer 2011 ein soziales Projekt, bei dem sie anwenden könnte, was die Seminare sie gelehrt hatten. Nichts Großes, „vielleicht ein begehbares Kräuterbeet“, überlegte sie. Dann kam eines zum anderen: Ihre Professorin empfahl die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und deren Stadtteilbotschafter-Projekt, als Partner fand sie die Integrierte Gesamtschule Nordend (IGS) und schließlich wurde das Gartenprojekt „Der Grüne Daumen“ im Günthersburgpark aus der Taufe oder besser aus der Erde gehoben. Am 1. August 2011 könnte die Arbeit richtig losgehen.

    Lange Nachwirkungen

    Heute blüht dieser Garten, der etwas versteckt hinter dem Kita-Areal im nördlichen Teil des Parks liegt: Wildrosen und Schneckenknöterich entfalten sich, Wein und Lavendel, viele Sträucher, Büsche, Blumen und Kräuter. Insgesamt gibt es zehn Beete und zahlreiche weitere blühende Plätzchen, die seither von IGS-Schülern der aktuell neunköpfigen Garten AG sowie ihrem Leiter Dirk Petrat von der IGS-Jugendhilfe der Caritas, geplant, gebaut und gepflegt werden.

    Dass Initiativen der Stadtteilbotschafter derart nachhaltig wirken, gehört bislang zu den Ausnahmen dieses Ehrenamtsstipendiums, für das die Stiftung Polytechnische Gesellschaft engagierten jungen Menschen mit maximal 3000 Euro sowie Ratschlägen und einem Experten-Netzwerk beisteht. Auch aus diesem Grund feierte man gestern im 200 Quadratmeter fassenden Garten das „5 Jahre minus 14 Tage“-Jubliäum.

    Hilfe von allen

    Für Sylvia Flach, Referentin der Stiftung, beweist das Garten-Jubiläum, dass junge Leute mit gemeinnützigen Ideen auf die Beteiligung aus dem Stadtteil angewiesen seien: „Alleine bringt es nichts, man braucht die Kooperation. Der Erfolg ist dann Ergebnis guter Kommunikation mit verlässlichen Partnern.“ Letztere hatte Mirijam Scherer nicht nur in der Stiftung und Schule, sondern auch im Ortsbeirat 2 (Nordend), im Grünflächenamt, im Verein „Umweltlernen“ und im Frankfurter Stadtschulamt gefunden. All diese Institutionen nämlich unterstützten das Gartenprojekt von Beginn bis heute, gaben Geld oder Know-how, schenkten Pflanzen oder anderes Material, so dass der Garten gedeihen konnte.

    Rüdiger Koch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat, verwies auf die Sonderstellung des Gartens im denkmalgeschützten Günthersburgpark: „Es ist die absolute Ausnahme, dass der Ortsbeirat einem solchen Projekt zugestimmt hat.“ Das Stadtteilparlament wache über die Nutzung öffentlicher Grünflächen und trage Sorge, dass derartige Initiativen zum Wohle der Allgemeinheit und nicht zwecks privater Interessen durchgeführt würden.

    „Der Grüne Daumen“ ist bis heute für jedermann begehbar und nutzbar, was zu einer weiteren Besonderheit führt, wie Dirk Petrat berichtete: Regelmäßig kämen Parkbesucher, um sich Kräuter oder auch Äpfel, Kirschen und Himbeeren mitzunehmen – dennoch habe es keinen einzigen Fall von Vandalismus gegeben.

    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Schueler-bringen-Park-zum-Bluehen;art675,2112174 (mehr …)

  • Moros Garten lädt zum Sommerfest

    (Gu, Mail)
    Morosgarten – Gemeinschaftsgarten auf dem Wagenplatz Karpfenteich läd zum Sommerfest ein!

    Wir sind ein Gärtner*innen Kollektiv, dass vor allem Raum für Menschen mit Fluchterfahrung bietet.

    Wir haben für euch an diesem schönen Tage vorbereitet: Kuchenbasar (vegan/freegan), Umsonst-Flohmarkt, Tischtennis spielen, im Garten chillen, Beete bemalen Life-Konzerten von syrischen Musikerinnen lauschen, im Planschbecken baden und im Sandkasten spielen.

    Als Kollektiv vom Projekt- und Wagenplatz Karpfenteich wollen wir uns vorstellen und euch von der besten Seite zeigen, um euch als neue Gärtner*innen ins Kollektiv einzuladen.

    Wir freuen uns auf euch! Bringt gern eure Hunde und Verwandten mit! Es ist für alle was dabei – intergenerationell, sozusagen!


    (mehr …)

  • Tausendsschön Minden: OW; Workshops, Preisgeld, Ort zum Deutsch lernen

    (Gu, Tel)
    Der Gemeinschaftsgarten und Offene Werkstatt Tausendschön in Minden bietet in den Sommerferien ein vielfältiges Programm für Kinder an. Die Beschäftigung mit dem Konzept einer Offenen Werkstatt und deren Einrichtung (die wir gefördert haben) führt dazu, dass sie immer mehr Workshops anbieten und dabei das große Netzwerk nutzen, was die Initiatorin hat. Sobald sie von einer Fähigkeit hört, versucht sie den Menschen für einen Workshop zu gewinnen. Alle Leute, die in der OW anleitend tätig sind, machen das ehrenamtlich. Nutzungsentgelt nehmen sie nicht. Sie haben privat viele Werkzeuge und Maschinen eingebracht und durch gezielte Spendenaufrufe einiges erhalten.
    AUf öffentlichen Festen verkaufen sie Selbstgemachtes aus dem Garten und haben so ein paar Einnahmen.
    NRW stellt 130000 Euro für „Integrationsprojekte“ zur Verfügung und sie sind aufgefordert worden, einen Antrag über 2000 Euro zu stellen. Zudem haben sie mit dem Projekt „Fremde werden Freunde“ (mit Flüchtlingen gärtnern) Aussicht auf ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro. Da sind sie von 110 Projekten eins der 12 „besten“. Es soll eine Broschüre entstehen und ein Profi-Kamerateam kommt in den Garten.
    Eine tolle Geschichte: ein pakistanischer IT-Student (Flüchtling) hat keinen Deutschkurs bekommen, kam jede Woche 3x in den Garten und hat alle Adressen, die er dort bekam (von potentiellen weiteren Möglichkeiten für Deutsch-Kurse) abgeklappert und dann tatsächlich Erfolg gehabt. Der Lehrer fragte ihn beim ersten Mal, wo er so gut Deutsch gelernt hätte und ersagte: im Garten. der Lehrer wollte ihn verbessern und sagte: Sie meinen in der Schule. Er erzählte vom Garten und nimmt nun Infos mit in die Schule.
    Im Garten wird konsequent nur Deutsch gesprochen und es gibt auch keine Infos in anderen Sprachen.

    (mehr …)

  • Scholle 34 wird open Air Kino

    (Gu, alerts)
    Der Nachbarschaftsgarten „Scholle 34“ wird zum Open-Air-Kino: Bis September sind dort jede Woche Filme zu sehen.

    Potsdam – Erstmals seit der Schließung des „Charlott“ vor 18 Jahren gibt es in Potsdam-West wieder ein Kino – zumindest vorübergehend. Im Nachbarschaftsgarten „Scholle 34“ wird ab morgen jede Woche ein Film unter freiem Himmel gezeigt, immer donnerstags bis zum 8. September. Die Schirmherrschaft für das Open-Air-Kino hat der Potsdamer Regisseur Andreas Dresen übernommen. (mehr …)

  • Umzug des Gartendecks?

    (Gu, alerts)

    St. Pauli An der Großen Freiheit entsteht ein neues Quartier

     Hamburg.  Im Herzen von St. Pauli wird wohl bald wieder fleißig gebaut. Mitten auf der Großen Freiheit in direkter Nachbarschaft zu den beiden legendären Musikclubs Indra und Gruenspan soll ein neues Quartier entstehen. Geplant ist. das Areal an der Große Freiheit 58-70 in den kommenden Jahren „behutsam nachzuverdichten“, wie es aus dem Bezirksamt Hamburg-Mitte heißt. Bislang sind auf der Fläche der ehemaligen Fischräucherei unter anderem die Druckerei St. Pauli und das Urban-Gardening-Projekt „Gartendeck“ untergebracht.

     In Zukunft sollen dort rund 40 ausschließlich öffentlich geförderte Mietwohnungen und weitere Gewerbeeinheiten entstehen. Über die Pläne des Bezirksamts Hamburg-Mitte und der zuständigen Sprinkenhof GmbH als Bauherr wurde in den vergangenen Monaten auf St. Pauli viel diskutiert. Streitpunkte waren bis zuletzt vor allem die unsichere Zukunft des im Jahr 2011 im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals von Kampnagel initiierten Projekts „Gartendecks“ und die in vielen Augen „massive Nachverdichtung“ des Quartiers.

    Büro aus St. Pauli gewinnt städtebaulichen WettbewerbNoch vor einem Jahr hatte sich der Sanierungsbeirat Wohlwillstraße daher für einen sofortigen Stopp des geplanten Wettbewerbsverfahrens ausgesprochen. Sowohl Stadtplanungsausschuss wie auch der zuständige Ausschuss für Wohnen und Stadtteilentwicklung lehnten das jedoch mit großer Mehrheit ab.

    Umso mehr freut man sich nun im Bezirksamt, nach eigener Aussage eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden zu haben. Demnach konnte sich ein lokales Büro aus St. Pauli gegen fünf Mitbewerber durchsetzen und den städtebaulichen Wettbewerb nun für sich entscheiden.

    Großteil des Gartendecks auf dem Dach

    Die Architekten planen demnach das Areal in einen südlichen Gewerbehof, in dem die Druckerei und weitere Betriebe untergebracht werden sollen, und einen nördlichen Wohnhof zu unterteilen. Das „Gartendeck“ soll zwar auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern erhalten bleiben, allerdings wird ein Großteil der Aktivitäten wohl zukünftig auf dem Dach der Druckerei stattfinden müssen. Im Inneren des Gewerbehofs ist lediglich ein kleiner Teil für die Urban-Gardening-Initiative vorgesehen. […]
    http://www.abendblatt.de/hamburg/article207825579/An-der-Grossen-Freiheit-entsteht-ein-neues-Quartier.html

    (mehr …)

  • beim Berliner Modell „Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten“ spielt urban gardening eine Rolle

    (GU, alerts)

    TU Berlin: Genussvoll leben, Urban Gardening sowie Wohnbiografien der Generation 55+

    Präsentation des Berliner Modells: Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten – BANA am 15. Juli 2016

    Das „BANA – Berliner Modell: Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten“ ist ein attraktives Gasthörerstudium an der TU Berlin für Menschen ab 45, die ihr Leben nach der Berufstätigkeit oder nach dem Auszug der Kinder neu planen und an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen teilhaben möchten. Im Rahmen des BANA-Studiums können Kompetenzen für nachberufliche Aktivitäten in gesellschaftlich relevanten Bereichen erlangt werden, die zum Beispiel für ein bürgerschaftliches Engagement im eigenen Stadtteil, in der Gemeinde, in sozialen Einrichtungen oder für die Mitarbeit in Initiativen und Projekten genutzt werden können.

    Die Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) lädt Sie herzlich zur Tagung „BANA präsentiert sich“ ein:

    Zeit: am Freitag, dem 15. Juli 2016, 10 bis 14 Uhr
    Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005

    Um Anmeldung bei Manuela Hakelberg, E-Mail: bana@zewk.tu-berlin.de wird gebeten.

    Die Tagung bietet Interessierten die Möglichkeit, sich über die Studienschwerpunkte in den Bereichen Stadtentwicklung, Umwelt und Ernährung & Gesundheit zu informieren. Themen sind unter anderem: „Genussvoll leben“, „Urban Gardening – Regionale Lebensmittelversorgung in der Stadt“ und „Wohnbiografien der Generation 55+“.

    Detaillierte Programminformationen:
    www.zewk.tu-berlin.de/v_menue/gasthoererstudium_bana/aktuelles

    https://idw-online.de/de/news656123 (mehr …)

  • Gallus-Garten: Antrag auf Vergrößerung und Entsiegelung soll gestellt werden

    (Gu, Tel)

    Der Gallus-Garten in Ffm ist ein neues Gemeinschaftsgartenprojekt. Derzeit sind sie auf einem Viertel der Fläche und stellen gerade einen Antrag, dass sie die ganze Fläche nutzen können und dafür dann auch der Platz entsiegelt und die Erde ausgetauscht wird, so dass sie dann in der Erde arbeiten könnten. Dafür setzt sich wohl auch die Stadt ein, die davon ausgeht, dass so ein Projekt dann ein echtes Pionier-Projekt wäre (wobei es auch an anderen Orten Gartenprojekte in der Innenstadt gibt, die in der Erde gärtnern können, wie Rosa Rose, Laskerwiese etc.).

    (mehr …)

  • Projektbesuche in Augsburg

    (Gu, Projektbesuche)
    In Augsburg-Oberhausen gibt es einige Gemeinschaftsgärten. Es ist ein Stadtteil mit sehr wenig grün und sehr wenigen Plätzen, auf denen sich AnwohnerInnen treffen und aufhalten können, Soziale Stadt Gebiet etc.
    Der Nachbarschaftsgarten, den das QM auf dem Platz vor einer Kirche initiiert hat, ist nach einer zweijährigen Bauphase nun seit Mai wieder eröffnet.  Der Vorläufer war genau dort von 2012-2013 (mit einer größeren Fläche). „Aufgrund der positiven Erfahrungen stellt die Eigentümerin nach Fertigstellung der Bauarbeiten an der benachbarten Kirche Teile des Grundstücks dauerhaft dem Gartenprojekt zur Verfügung. Mit dem Kern der ehemaligen Gärtner/innen wird 2016 der Garten neu eingerichtet und eine Struktur der Selbstverwaltung entwickelt.“. Die Fläche gehört dem Liegenschaftsfonds der Kirche, die den Platz für das Projekt herrichtete, einen Zaun und einen Wasseranschluß (und ich glaube auch Strom) finanzierte.
    mein Gesprächspartner (von Urbanes Wohnen, der freiberuflich dort im QM tätig ist) sagte, dass QM in bestimmten Gebieten wichtige Vermittlungsarbeit zu den städtischen Behörden übernehmen kann. Da werden seiner Erafhrung gemäß, mache BürgerInnen nicht ernst genommen. Außerdem sind die ganzen Genehmigungs/verwaltungsverfahren komplex und nervig. Das QM hat sehr gute Kontakte zum Stadtplanungsamt und Erfahrung mit diesen Sachen.
    Das Projekt hat kein Schild und ist auch nicht immer offen. Sie wollen langsam wachsen, die Kerngruppe soll erstmal wieder ankommen und dann soll geguckt werden, wer noch dazu kommen möchte.
    Es gibt ein selbstgebautes Häuschen mit Küche und Toilette drin. Alle zahlen 50 Euro/Jahr. Nächstes Jahr zieht sich das QM raus und es soll ein Verein gegründet werden.
    AUf diesem Blog ist die Entwicklung des Gartens gut nachvollziehbar: http://www.oberhausen-mitte.de/849.html?&tx_t3blog_pi1[blogList][category]=49&cHash=078d22b99607629b3c8d9f9d808f188e

    Das QM hat noch zwei weitere GG an gestoßen. Einen auf der Grünfläche, die zu einem Spielplatz gehört – zusammen mit dem Spielplatzpaten. Dort stehen 12 Big Bags der Stadt und ein Bauwagen und es läuft in Eigenregie der Gruppe. Das andere im verwahrlosten Vorgarten einer Grundschule entstanden. Hier haben Mütter einen Kräutergarten angelegt und es sind Sitzplätz entstanden.
    Die Stadt hat hier einen Platz (Quartierplatz) aus dem Sanierungsgebiet herausgekauft.

    Die Cityfarm mußte letzten Sommer umziehen und ist nun nicht mehr zentral in der Stadt. Man muss wissen, wo sie ist, denn es gibt auch keine Wegweiser. Sie haben ein Grundstück in einem Biotop-Gebiet. Noch können sie neben dem eigentlichen Grundstück die anschließenden Flächen für ihre Schafe nutzen, doch bald sollen auch hier Biotope angelegt werden.
    Sie haben auf dem Grundstück neben Nutztieren (Hühner, Laufenten, Kanninchen, Schafe), eine Werkstatt, eine Küche, eine Bibliothek, eine Sauna, Gewächshäuschen (im Entstehen), einen Ruhe-Pavillion und einen großen Garten (Gemeinschaftsgarten, auch wenn wohl wenige wirklich Lust haben, so richtig im Garten zu arbeiten). Alle machen alles ehrenamtlich bis auf Angebote für Schulklassen, für die es wohl ein bisschen Geld gibt. Sie müssen Pacht zahlen, was sie mit Spenden, Preisen und auch dem Verkauf von selbst vermehrten Saatgut stemmen. Sie schlachten selber (die Kanninchen, in der Outdoorküche; die Schafe bringen sie zum Schlachter). Sie wissen nicht, wie lange sie dort bleiben können.
    Sie sind aktiv im AK urban gardening.

    Der Interkulturelle Garten an der Ballonfabrik ist in der Nähe vom Nachbarschaftsgarten, doch meine GesprächspartnerInnen waren beide noch nie im anderen Projekt. Der IG hat derzeit noch ein paar Parzellen frei. Hier gab es mal ein großes Transparent, was aber wohl dem Vandalismus anheim gefallen ist. Sie haben einen Bieber (!), der den zur Einweihung gepflanzten Apfelbaum niedergemacht hat. Nun versuchen sie das Tier an das andere Ende des Gartens zu locken. Hier steht eine Skaterhalle und Bäume aus dem Garten wachsen an die Außenhaut der Halle, diese sollen die GärtnerInnen entfernen und nun hoffen sie auf den Bieber. Es gibt auch Blindschleichen.
    Ein paar Flüchtlinge sind dabei (über eine Betreuerin), es gibt Arbeitstage, an denen alle mitmachen sollen
    Sie sind nicht vernetzt mit den anderen Gärten, da der Gründer dem AK sehr skeptisch gegenüber steht (da der an die städtische Agenda angeschlossen ist).

    Gemeinschaftsgarten auf dem Dach des Schwabencenters?
    Abends gab es dazu eine Veranstaltung (mit Vortrag von Gu). Das Schwabencenter ist ein Hochausungetüm mit Eigentumswohnungen, Ärzten etc und einer Shopping-Mall (diese ist nur ebenerdig). Auf ein Teil der vielen Dächer versucht eine engagierte Frau einen Gemeinschaftsgarten zu initiieren. Derzeit ist aber völlig unklar, wie es weitergeht, da ein Investor gefunden ist, der aber noch nix unterschrieben hat. Er steht aber dem Projekt oder zumindest einer Dachbegrünung seht aufgeschlossen gegenüber.


    (mehr …)

  • Stand der Dinge GG Geislingen

    (Gu, alerts)
    Gifte sind auf diesem Fleckchen Erde unweit der viel befahrenen Stuttgarter Straße absolut tabu. Der Gemeinschaftsgarten am ehemaligen Geislinger Tälesbahnhof wird streng ökologisch bewirtschaftet. Darauf legen die Gärtner – im Moment sind es elf – großen Wert. Außerdem verwenden sie nur alte Sorten, weil diese besser schmecken, wie sie sagen. „Eine selbst gezogene Gurke hat ein ganz anderes Aroma als eine aus dem Supermarkt“, sagt Annette Klaus. Die technische Angestellte beim Regierungspräsidium Stuttgart ist beruflich im Straßenbau tätig. In ihrer Freizeit werkelt sie am liebsten im Garten – zu Hause und nun auch im Gemeinschaftsgarten, wo vor allem auch ihr Rat und ihre Erfahrung im ökologischen Gartenbau gefragt sind. Wassercontainer auf verwitterten Paletten bestimmen das Bild. Auch die Umzäunung besteht aus Paletten – richtig schön ist das nicht. Doch wenn man die Augen schließt und die Nase in den Wind hält, dann riecht es nach Lavendel und Minze, und ab und zu weht ein Hauch Kamille über das Gelände, auf dem einst Güterwaggons und Loks rangierten. In den zu Hochbeeten umfunktionierten Wassercontainern grünt und blüht es. Bohnen, Rettiche, Gurken, Zucchini und die verschiedensten Kräuter gedeihen hier. Dazwischen recken Blumen, wie sie früher in Bauerngärten zu finden waren, ihre Blüten der Sonne entgegen.

    Der mobile Garten könnte notfalls umziehen

    Dass in Wassercontainern auf Paletten gegärtnert wird, hat einen einfachen Grund: Der Gemeinschaftsgarten bleibt auf diese Weise mobil. Denn die Stadt überlässt der Initiative die Fläche für jeweils nur ein Jahr. „Wenn es sein muss, können wir jederzeit umziehen“, erläutert Elke Bühler. Außerdem hielten sie und ihre Mitstreiter es nicht für ratsam, direkt auf dem Schotter aus Eisenbahntagen Erde aufzubringen und Gemüse zu pflanzen. „Wir wissen ja nicht, was in dem Boden drin ist“, sagt sie und zeigt auf eine kleine Fläche, aus der unter dem gehäckselten Holz ein Stück Schiene blitzt.

    Seit April 2015 dient ein Teil der Fläche am Tälesbahnhof, der das Jugendhaus beherbergt, als Gemeinschaftsgarten. Jeden Samstagvormittag und Mittwochabend treffen sich die Freizeitgärtner. Jeder kann seine Hochbeete bepflanzen, wie er möchte. Herbert Behling liebt Rettiche, also zieht er in erster Linie diese Gewächse. Nicht nur für die Gärtner ist der Gemeinschaftsgarten ein Anziehungspunkt. Die ehemalige Bahntrasse nach Wiesensteig ist nun ein Rad- und Fußweg. Viele, die vorbeikommen, halten an für einen Plausch über das Gärtnern. Kinder und Senioren hätten besonders große Freude an dem Garten, erzählt Elke Bühler, die den Standort ideal findet. „Wir sind hier direkt auf der Grenzlinie zwischen Altenstadt und Geislingen, dahinten liegen Arbeitersiedlungen, hier läuft sehr viel zusammen.“

    Teilnahme am Forschungsprojekt „1000 Gärten“

    Obwohl Geislingen mitten in der Natur liegt, sieht sie einen großen Bedarf, den Menschen nahe zu bringen, wie Lebensmittel erzeugt werden. „Wir zeigen auf, dass es möglich ist, sich zu weiten Teilen mit Gemüse selbst zu versorgen.“ Nicht zuletzt wisse man dann auch, wo die Nahrungsmittel herkämen.

    Besonders stolz sind die Gärtner darauf, dass sie an dem Forschungsprojekt „1000 Gärten“ der Life-Food-GmbH Taifun und der Uni Hohenheim mitmachen. In einigen Beeten haben sie zwölf verschiedene Sorten Soja angebaut. Minutiös dokumentieren sie nun, wie die Pflanzen gedeihen. Ziel ist es, für jede Region Deutschlands eine passende Sojasorte zur Herstellung von Tofu zu finden. Auf diese Weise werde man unabhängig von gentechnisch verändertem Soja aus Nord- und Südamerika und vermeide außerdem lange Transportwege.

    Die Initiative ist für weitere Mitstreiter offen

    Der Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände des ehemaligen Tälesbahnhofs in Geislingen besteht sei dem April 2015. Die Stadt stellt der Initiative das Gelände jeweils für ein Jahr unentgeltlich zur Verfügung. Zurzeit sind elf Gärtner auf dem Areal am Werk. Sie treffen sich regelmäßig jeden Mittwochabend und jeden Samstagvormittag. Die Initiative ist offen für weitere Mitstreiter. Wer mitmacht, darf ein Beet oder mehrere nach eigenen Wünschen bepflanzen. Zum Lohn ihrer Arbeit dürfen die Gärtner das Gemüse und die Kräuter auch selbst ernten.

    Die Hochbeete sind transportabel. Aus gutem Grund. Möglicherweise muss der Gemeinschaftsgarten umziehen. Die Stadt will ein Konzept für die Gestaltung der Freiflächen am Tälesbahn-Rad- und Fußweg in Auftrag geben. Nachgedacht wird unter anderem über einen Multi-Funktionssportfeld westlich des ehemaligen Bahnhofsgebäudes, in dem das Jugendhaus logiert. Ferner soll auf die Vergangenheit des Geländes an der stillgelegten Bahnstrecke nach Wiesensteig hingewiesen werden. Ob der Gemeinschaftsgarten dann noch an seinem angestammten Platz bleiben kann, ist fraglich. Sollte er aber umziehen müssen, will die Stadt der Initiative auf jeden Fall eine Alternative anbieten, wie der Oberbürgermeister Frank

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gemeinsames-gaertnern-am-geislinger-taelesbahnhof-auf-gleisen-wachsen-minze-und-amaranth.76af5576-99ac-4859-89e4-33b6fcf2fa31.htmlDehmer versichert. (mehr …)

  • Soziale Stadt Gelder für Begleitung des Nachbarschaftsgartens Hegermühle

    (Gu, Mail und alerts)

    Quartiersmanagement Hegermühle startet Projektwettbewerb
    Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ wird eine Gruppe, Organisation oder Einzelperson zur weiteren kreativen und engagierten Begleitung des Projektes Nachbarschaftsgarten in Hegermühle gesucht.

    Ende der Bewerbungsfrist: 03.08.2016 (12 Uhr), Projektlaufzeit: September 2016 bis Dezember 2018

    Hier die vollständige Ausschreibung …
    Hier die Projektbeschreibung …

    http://www.strausberg-live.de/artikel-detail.php?id=1698&kat=61 (mehr …)

  • Stadtgarten Nürnberg bekommt Preis

    (Gu, alerts)

    Umweltpreis 2016 für viel „Engagement für mehr Grün“

    Der Nürnberger Umweltpreis wird alle zwei Jahre vergeben. 2016 war das Schwerpunktthema „Engagement für mehr Grün“. Der Stadtrat hat in der Sitzung vom 6. Juli 2016 über die Vergabe entschieden. Beim Referat für Umwelt und Gesundheit gingen 20 Bewerbungen beziehungsweise Vorschläge ein. Erstmalig konnte man sich auch mit Ideen bewerben, die noch auf ihre Umsetzung warten. Von Firmen gingen diesmal nur zwei Bewerbungen ein.

    Die Umweltpreis-Jury diskutierte am 31. Mai 2016 die Bewerbungen. Das Ergebnis war ein einstimmiger Vorschlag, der auch am 6. Juli 2016 vom Stadtrat einstimmig bestätigt wurde. Auch diesmal war die Entscheidung für die Jury nicht einfach, da es viele interessante und auszeichnungswürdige Bewerbungen gab. So wurden mehrere Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt und vorgeschlagen. Der Umweltpreis 2016 in Höhe von 9 000 Euro wurde an mehrere Preisträger aufgeteilt und wie folgt verliehen an:
     

    •  Drei Urban Gardening Projekte:

    Der Stadtgarten von Bluepingu e.V. als mobiler Gemeinschaftsgarten in Eberhardshof: 1 000 Euro Der Bund Naturschutz mit seinem Heilkräutergarten am Hallertor: 1 000 Euro.
    Das Sebalder Hofgärtchen des Bund Naturschutzes:1 000 Euro

    https://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_47671.html (mehr …)

  • kurzer Kino-Video-Clip

    (RSS)
    Letzten Herbst gewannen wir beim Stories of Change Wettbewerb den Dreh eines kurzen Clips, der in Kinos und auf verschiedenen Veranstaltungen zu sehen sein wird und so Menschen anregen soll, neue Wege zu gehen.
    Wie viel Arbeit hinter so einem Clip steckt, verstehen wir nun nach 4 intensiven Dreh- und Schnitttagen, dem Besuch bei 7 Projekten des Gartennetzwerks, 75 Fahrradkilometern und über 4 Stunden Rohmaterial.


    (mehr …)

  • Gartenprojekt am Centre Francais starte

    (Gu, aus Mails,Antrag und Antworten)

    In Berlin Wedding wird – zunächst auf einem Parkplatz, der dem Cente Francais gehört – ein Gemeinschaftsgarten angelegt. Sie wollen das Projekt, sobald eine Nutzungsgenehmigung des Bezirks vorliegt, auch auf Flächen um das Haus ausdehnen. Diese Flächen pflegen sie jetzt schon, doch hat der Bezirk sich bisher gegen die Anlage eines Gemeinschaftsgartens dort ausgesprochen (wäre dann „privatisiert“). Studierende der HU haben sich in einem Semester mit der Nutzung von öffentlichen Flächen durch GGs auseinandergesetzt und eine Nutzungsvereinbarung erarbeitet – in Anlehnung an die von Rosa Rose. Diese liegt nun dem Bezirk vor und das Center wartet auf Antwort. Um dieses Jahr aber schon loslegen zu können, es exisiert schon eine große Gruppe Interessierter, fangen sie mit dem Prakplatz an.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte, jetzt schon? Und wie setzt sie sich zusammen?
    Die Gruppe beträgt ca. 40 Leute. Nicht alle konnten bisher zu allen Vorbereitungstreffen kommen, aber es kam auch noch mehr Interesse über die Mailadresse. Ich finde es schwierig,
    jetzt schon einzuschätzen, wie viele dann wirklich engagiert sind und regelmäßig mitmachen werden, aber die Resonanz ist groß. Bei den Interessenten handelt es sich um einzelne Leute und Familien, die in der direkten Nachbarschaft wohnen (Alter zwischen 30 und 60 sowie kleine Kinder), einige Bewohner*innen des angegrenzten Seniorenheims, die Kinder der deutsch-brasilianischen Kita, die ein paar Straßen weiter liegt, sowie einige jüngere neulich in den Wedding zugezogene Leute. Unter all diesen Menschen haben einen Teil einen Migrationshintergrung. Dadurch, dass wir ein sehr fransösisch geprägtes Haus sind, sind auch einige Franzosen in jedem Alter sind dabei, aber der Ort richtet sich an alle! In Zukunft möchten wir verstärkt mit Kitas arbeiten (es gibt allein im Kiez 5-6) und auch mit Flüchtlingen (wir haben im Herbst 2015 das Projekt Bienvenue Refugees Berlin auf die Beine gestellt https://de-de.facebook.com/BienvenueRefugeesBerlin)

    – Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen? Für was für eine Größenordnung habt ihr den Bedarf kalkuliert?
    Wir haben unseren Bedarf für eine größere Großenordnung kalkuliert als die Fläche, wo wir anfangen möchten. Idealerweise möchten wir über ca. 300m2 anbauen. Wir möchten mit ungefähr 10 Beeten anfangen, wenn aber die Leute gut mitmachen, gerne mehr. Wir möchten auch im nächsten Frühling weiter machen und es kommen sicherlich beim Saisonbeginn mehr Leute dazu.

    – Muss man Schnittgutkaufen? Bekommt ihr das nicht auch so oder könnt es besorgen?
    Einen Teil des Schnittguts, die dazu dienen, die Hochbeete zu füllen
    und einen Teil des Komposts zu bilden, können wir hier von unserem eigenen Baumschnitt benutzen. Dies reicht aber nicht. Aber du hast recht man kann es wohl umsonst besorgen, ich habe inzwischen einige Baumpfleger angerufen. Die Linie im Budget bezieht sich eher auf Erde und Kompost, den man am Besten gleich in größerer Menge liefern lässt, um die Lieferkosten nicht immer wieder bezahlen zu müssen.

    – Ebenso die Paletten? Bekommt ihr die nicht auch kostenfrei? Sind die dafür gedacht, dass sie unter die Aufsetzrahmen gelegt werden sollen?
    Ich habe viel recherchiert und finde es ziemlich schwierig, Holz ganz kostenfrei zu bekommen. Wir haben uns mit der Gärtner/inngruppe darauf geeinigt, dass jeder guckt, welche Materialien jeder besorgen kann, aber bisher kam relativ wenig zurück. Die Idee war, einen guten Vorrat für die Gärtner/
    innen hier zu haben, damit sie sich ermutigt fühlen, viel zu bauen und machen. Einige Paletten können wir sammeln, aber wir würden dazu gebrauchte und unbehandelte Paletten beim Händler kaufen. Er besorgt auch Aufsetzrahmen, wovon wir ein paar nehmen würden. Sie wurden uns von anderen Gärten schwer empfohlen. Die Paletten würden wir als unterlegen, aber auch damit die „wände“ der Beete bauen. Ich bin außerdem mit der Materialmafia in Kontakt wegen Bretter. Wir möchten unterschiedliche Bauweisen und Hochbeete Typen ausprobieren, um zu sehen, was am Besten geht.

    – Was macht ihr nach der ersten Bauaktion mit dem Akkuschrauber und der Säge? Wird das im Garten gebraucht? Wie wäre das dann untergebracht, wer kümmert sich drum, wie kommt man dran? Wenn es nur für diese eine Aktion ist: könnt ihr euch das dann leihen?
    Für die erste Bauaktion mit den Jugendlichen vom Austausch dürfen wir die Geräte vom Schulumweltzentrum Mitte benutzen. Danach wäre es meiner Meinung sehr praktisch, zumindest eine Maschine und eine Säge zu haben, damit der Bau den Gärtner/innen leichter fällt. In dieser Saison werden wir nur begrenzt anfangen können, aber danach werden wir sicherlich immer wieder bauen müssen. Die teureren Geräte würden wir nicht im Container sondern entwerder in den Büros oder an der Rezeption des Hotels lassen.

    – Wo und wie werden die Gartenwerkzeuge untergebracht?
    Auf unserem Parkplatz stehen 2 Container, die dem Hotelbetreiber gehören. Einen wird er uns zur Verfügung stellen. Drinnen wollen wir alles, was
    zum Garten gehört (Geräte, Material, Dokumentation usw.), unterbringen, außer eventuellen teureren Geräten. Der Container wird mit einem Schloss mit Nummern zugeschlossen und ist somit den Gärtner/innen jederzeit zugänglich.


    (mehr …)

  • Ufer Projekte gewinnen Quartiersmeister Abstimmung

    (Gu aus Newsletter)

    Liebe Gärtnerinnen und Gärtner,
    habt noch einmal vielen Dank für eure Stimmabgabe bei Quartiermeister – wir haben die Abstimmung tatsächlich gewinnen können und blicken so den kommenden Seitentrieben sehr optimistisch entgegen.
    Unten findet ihr wie gewohnt die Ankündigung zum nächsten Workshop diesen Sonntag, sowie Bericht und Bilder des vorherigen.
    viele Grüße und wunderbare Sommertage,
    euer Seitentriebe-Team

    (mehr …)

  • Gartenbahnhof Ehrenfeld: Fortbildung für MultiplikatorInnen aus Tunesien

    (Gu, alerts)

    Urban Gardening

    „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, sagte Martin Luther. Aber warum warten bis die Welt untergeht, wenn man doch gleich mit dem Pflanzen anfangen kann und damit genau diesen Untergang verhindert? In Tunesiens Hauptstadt setzen einige Kinder- und Jugendeinrichtungen auf Urban Gardening als Lernfeld für Demokratie und zivilgesellschaftliche Tugenden – und pflegen engen Kontakt nach Köln.
    Mit dabei sind auch ein Berufskolleg mit Schwerpunkt Bautechnik (Ibn Sina) sowie VertreterInnen der Stadtverwaltung und der Regierung. Eine zehnköpfige Delegation aus Tunis besuchte im August 2015 für eine Woche ihre Partnerstadt Köln, um sich zu den Themen Urban Gardening, Schulgarten und Essbare Stadt zu informieren. Herzstück des Fachkräfteaustauschs war ein dreitägiger Workshop mit den MacherInnen der Gartenwerkstadt Ehrenfeld, einem Urban Gardening Projekt in Köln-Ehrenfeld. Hier bekamen sie konkretes Fachwissen an die Hand – von Bodenkunde über Kompost und Wasserspeicherung bis zur Samenernte. Mindestens ebenso wichtig wie das Fachwissen ist aber das logistische Management im Hintergrund, damit die freiwillig Aktiven sinnvoll tätig werden können. In diesem Zusammenhang betonte der Geologe und Vorsitzende der Gartenwerkstadt Ehrenfeld Dr. Volker Emert, wie enorm wichtig die Konsensfindung sei. Aus diesem Grund waren die Psychologin Kaouther Eltaief von Ibn Sina und ihre MitstreiterInnen aus den Jugendzentren von Tunis so begeistert vom Urban Gardening: „Dieses Projekt greift starke soziale Komponenten wie Gruppendynamik und Community Building auf.“

    Gärtnern im Geistder Französischen Revolution

    Die Parole der Französischen Revolution, die der Impulsgeber für die erste Demokratie der Neuzeit war, beschreibt den Kern des Urban Gardening treffend. Denn auch hier geht es um die Freiheit, sich jeden Tag neu entscheiden zu können, ob man mitmachen möchte oder nicht. Auch Gleichheit gehört systemimmanent dazu: Alter, Gesellschaftsschicht oder religiöse Überzeugungen spielen keine Rolle. Funktionieren kann das Ganze nur, wenn alle zusammenstehen und gemeinsam anpacken. Im Großen taten das die vier tunesischen PreisträgerInnen des Friedensnobelpreises 2015 und machten damit den Anfang. Nun sind alle BürgerInnen Tunesiens gefordert, die große Vision in kleinen Schritten in ihrem Alltagsleben umzusetzen. Hier zeigt sich schnell, dass es mit der Freiheit nicht immer so einfach ist, denn sie hat zwei Seiten: Die Freiheit von Unterdrückung und Machtmissbrauch und die Freiheit für die Entscheidung, an welcher Stelle ich meine bürgerliche Verantwortung für das Gemeinwohl einbringe. Es handelt sich dabei um einen Lernprozess der gesamten Gesellschaft. Noch fehlt es an konkreten Vorbildern und Orientierungshilfen, wie Demokratie im Alltagsleben praktiziert werden kann. Eltern, LehrerInnen und BildungspolitikerInnen sind hier deshalb besonders gefordert.

    Selbstwirksamkeit erfahren

    Die Demokratie als Staatsform ist in Tunesien ja selbst gerade erst in der Pubertät: Sie weiß genau, was schiefläuft und löst sich von den autoritären Strukturen. Aber tatsächlich Verantwortung zu übernehmen, die Einsicht zu gewinnen, dass dies notwendig ist, und dann die Bereitschaft und Fähigkeit zur Umsetzung zu entwickeln – das sind Prozesse, die Zeit brauchen. Und wie beim Umgang mit pubertären Jugendlichen ist auch hier das Wichtigste: im Gespräch bleiben. Angebote entwickeln, die Lust machen auf das Abenteuer Leben. Strategien ausarbeiten, die auch in dieser schwierigen Phase Erfolgserlebnisse generieren und so die Zuversicht fördern, dass die jungen Menschen den damit verbundenen Herausforderungen auch gewachsen sind. Dafür ist das Medium Garten ideal: Auf vielfältige Weise können hier Selbstwirksamkeit und Verbundenheit erlebt werden. Die Abstimmung, welche Pflanzen gesetzt werden, trainiert Konsensfähigkeit. Mit jeder Tomate wird auch immer etwas Hoffnung gesät. Ihre Reifezeit lehrt, dass Veränderungen nicht mit einem kurzen Klick oder einer einmaligen Anstrengung zu haben sind, dass sie aber – wenn man dranbleibt – sehr wohl Früchte tragen können. Mit einem Fest, bei dem die Ernte gemeinsam zubereitet und gegessen wird, können Erfolge gefeiert und Verbundenheit geschaffen werden. SchülerInnen mit wenig Aussicht auf Ausbildung und junge Erwachsene ohne Arbeit können im Umgang mit Pflanzen Erfolgserlebnisse verbuchen, die ihr Selbstbewusstsein wieder aufrichten.

    Berührungsängste abbauen

    In jedem Fall bietet Urban Gardening eine Horizonterweiterung. Nicht nur was gärtnerisches Fachwissen angeht, sondern auch in Bezug auf Menschen, mit denen man ansonsten wenige oder gar keine Berührungspunkte teilt. So wie im Projekt von Kaouther Eltaief. Sie leitet das Gartenprojekt am Berufskolleg Ibn Sina in Tunis. Gemeinsam mit den StudentInnen entstand das Motto: „Deine Stadt – Deine Verantwortung“. Ein Flyer erläuterte die konkrete Projektidee. Mit ihm zogen die jungen Leute in Zweierteams von Haus zu Haus und warben um Teilnahme der AnwohnerInnen. Über den Erfolg ihrer Aktion waren sie am Ende selbst überrascht. „Eigentlich habe ich nicht wirklich daran geglaubt, dass wir es schaffen, die Nachbarschaft zu mobilisieren. Und das noch an einem Wochenende!“, so der 23-jährige Hamid. Gemeinsam mit AnwohnerInnen, den Kölner Fachleuten und dem tunesischen Team haben er und seine KommilitonInnen im November 2015 Bäume und Sträucher gepflanzt, die jetzt auf der Freifläche vor der Ausbildungsstätte stehen. Hamid hatte im Vorfeld durchaus Bedenken, wie er mit so vielen fremden Menschen umgehen sollte: „Ich habe es mir schwierig vorgestellt, mit Leuten von außerhalb, die man gar nicht kennt, in Kontakt zu treten, um so ein Projekt zu realisieren. Man unterscheidet sich dann doch auch häufig in der Mentalität. Aber es ging erstaunlich gut. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und sogar Freundschaften geschlossen.“ Mit dieser Erfahrung war er sicher nicht der Einzige. Ganz unauffällig, aber sehr nachhaltig haben dabei alle Parteien ein Gespür dafür entwickelt, wie Demokratie und zivilgesellschaftliche Tugenden im Alltag gelebt werden können. Auch Politik und Verwaltung haben das große Potenzial der zivilgesellschaftlichen Entwicklungsförderung durch Urban Gardening erkannt. Die Erfahrung, dass es nicht nur ungefährlich, sondern geradezu bereichernd und aufregend sein kann, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, macht in anderer Weise neugierig auf die Welt. Hamid formuliert das sehr klar: „Wir hätten das Projekt ja auch allein mit den Leuten vom Berufskolleg realisieren können. Aber dann wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis der Platz wieder verwahrlost. Wir sind also auf die Zusammenarbeit und Kommunikation mit der unmittelbaren Nachbarschaft angewiesen.“

    Internationalen Austausch fördern

    Der Biologe und Fachlehrer Jörg Restemeyer von der Kölner Abendrealschule (ARS) schloss sich dem Kölner Team für Tunis an, weil er von seiner eigenen Arbeit weiß, wie wichtig es ist, jungen Menschen aus schwierigen Lebenskontexten eine Perspektive zu geben. Damit, dass auch seine SchülerInnen in Köln durch sein Engagement an Selbstbewusstsein gewinnen würden, hatte er nicht gerechnet. Viele von ihnen haben selbst einen Migrationshintergrund und waren stolz darauf, dass ein Lehrer ihrer Schule bei diesem Projekt dabei war. Sie fühlten sich zugehörig und zeigten dies durch ein deutlich engagierteres Lernverhalten. Damit gaben sie den Impuls, nach Wegen der Zusammenarbeit zwischen der ARS in Köln und Ibn Sina in Tunis zu suchen. Das Auswärtige Amt wird für ein Jahr einen Schüleraustausch finanzieren. Im Vorfeld stellen sich die Jugendlichen über kurze Videoclips vor und erzählen von ihrem Leben in der jeweiligen Heimatstadt. Nach wie vor müssen die TunesierInnen zwischen Nobelpreis und Bombenattentaten, Chaos und Demokratie ihren Weg erst finden. Aber dieses Projekt zeigt: Es geht auch ohne Krieg und Bomben, selbst in der arabischen Welt. Mit einem Bruchteil an materiellen Kosten, aber einem riesigen Gewinn für die Menschen.

    http://www.nds-zeitschrift.de/nds-5-2016/demokratie-wachsen-lassen.html (mehr …)

  • Berliner Senat und Grüne Liga: Gartenprojekt für Flüchtlinge in Wilmersdorf

    (Gu aus alerts)

    Senat und Grüne Liga starten Gartenarbeitsprojekt mit Flüchtlingen

    Berlin: Rathaus Wilmersdorf | Wilmersdorf. Holzpaletten zu Pflanzkübeln, Samen zu Zierpflanzen, Gärtnern bis zur Ernte: Im früheren Rathaus Wilmersdorf können Flüchtlinge nun beim Urban Gardening ihre Sorgen vergessen. Schon bald pflückt man frisches Gemüse. Bereits jetzt sprießen Blumen aus der Heimat.

    Es schwappt und spritzt, als Kinder den Gießkannen-Hals über den Rand der alte Palette heben. Und dann sickert auch schon das Wasser in den dunklen, fruchtbaren Boden. Mustafa, Jaffa und Delia wuseln um das Beet, vollführen einen Regentanz, füllen die Kanne, wässern erneut. Kein Zweifel: Gerade die Flüchtlingskinder finden im neuen Gartenprojekt des Heims am Fehrbelliner Platz einen Zeitvertreib, der Freude bringt und Zeichen setzt.

    Zusammen wachsen

    „Zusammen wachsen“ heißt das Vorhaben, organisiert von der Grünen Liga, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Heimleitung des Arbeiter-Samariter-Bundes, in mehrfacher Hinsicht. Gesellschaftlich schweißt es zusammen. Und Flüchtlinge sehen bildhaft, wie aus einem Samen Pflanzen entstehen. „Dieses Projekt soll auch über den Ort hinauswachsen wie die Pflanzen aus dem Kübel“, hofft Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) auf Nachahmer in anderen Einrichtungen. Dabei gibt es für die Aktion im Hof des Rathauses Wilmersdorf schon ähnlich geartete Vorbilder: zum einen den Köpenicker „Garten der Hoffnung“; zum anderen das Projekt „Über den Tellerrand wachsen“ in Neukölln. „Solche Oasen sind Orte der Begegnung“, beschreibt Gaebler die Sozialfunktion des Jätens, Gießens und Erntens. „Und Gärten in Flüchtlingseinrichtungen zu bewirtschaften, ist eine Zusatzaufgabe, die sich lohnt.“

    Nachdem drei Hochbeete im Hof des Wilmersdorfer Heims errichtet sind, ist die Zusatzaufgabe aus Sicht von Ulrich Nowikow recht unkompliziert: „Kräftig wässern!“, empfiehlt der stellvertretende Vorsitzende der Grünen Liga Berlin. Unter Aufbietung von erfahrenen Kleingärtnern, Willkommensklassen und urbanen Gärtnern will Projektleiterin Ines Fischer dafür sorgen, dass die Flüchtlinge eines schönen Tages tatsächlich Tomaten und Zucchini ernten können. Sollte es gelingen, wäre das Projekt ein Kandidat für den Katalog der Grünen Liga, der Erfolgsbeispiele für urbane Paradise in einem Heft versammelt.

    Blumen aus der Heimat

    Philipp Bertram, der stellvertretende Heimleiter, sieht den Landbau im bis dato kahlen Hof als eine der leichteren Herausforderungen der vergangenen zehn Monate. „In dieser Zeit haben wir seit der Eröffnung der Einrichtung das erlebt, was andere in vielen Jahren nicht erlebt haben“, beschreibt er die Lernkurve. „Und das Gärtnern gehört dazu.“

    Natürlich gehört zu einem Stadtgarten wie diesem mehr als nur Gemüse. Dank Annegret Hansen, der stellvertretenden Vorsteherin der Bezirksverordneten, finden Flüchtlinge auch florale Reize vor. Sie überreichte den Heimbewohnern zum Start des sozialen Gartens Portulakröschen – eine südländische Art, die nun in Wilmersdorf auf ähnliche Weise Fuß fasst wie die Kinder, die sie pflanzen.

    http://www.berliner-woche.de/wilmersdorf/politik/senat-und-gruene-liga-starten-gartenarbeitsprojekt-mit-fluechtlingen-d104170.html (mehr …)

  • Prinzessinnengarten und digitale Nachbarschaftsnetzwerke

    (Gu, Newsletter)
    Präsentation des MAZI-Projekts

    Wem gehört das Netz? So könnte die Ausgangsfrage des Kooperationsprojektes lauten, in dem wir gemeinsam mit 9 europäischen Partnern lokale digitale Netzwerke entwickeln werden. Am 15. Juli stellen wir das Projekt und den ersten für die Nachbarschaftsakademie entwickelten Prototypen vor. Mit Initiativen und KünstlerInnen aus Berlin sowie unseren europäischen Partnern* tauschen wir uns über die Zusammenhänge von Netzwerktechnologien, zivilgesellschaftlichem Handeln und digitalen Gemeingütern aus. Können wir unsere Daten selbst besitzen und verwalten? Können Nachbarschaften eigene Netzwerke betreiben, um lokale Bedürfnisse besser miteinander abzustimmen? Können diese Netzwerke zu neuen nachbarschaftlichen Ökonomien führen? Ist ein Alltag ohne Google möglich? Kann ich daran ohne Spezialwissen teilhaben?


    im Prinzessinnengarten in der Laube, im Rahmen der Nachbarschaftsakademie in der Laube (mehr …)

  • Reifestuhlgarten kämpft gegen Müll

    (Gu, Mail)
    Ja, wir waren auf der Suche nach MitgärtnerInnen. Aber außer schöner Worte tut sich da nichts. 

    Wir haben hier auch einen sehr schwierigen Stadtteil. Auf unserem Platz, der ja offen für alle ist, finden viele Trinkgelage statt.

    Zwei mal wurde schon unser Gerätehäuschen zerstört. Und eine unserer Hauptaufgabe besteht im Müll sammeln.

    Aber wir raffen uns immer wieder auf. Jetzt hat die Stadt gerade die Veranstaltung Eat&Meet genehmigt, die auf diesem Platz stattfinden soll.

    Dort, wo wir die Beete haben, waren auf dem Plan vom Amt für öffentliche Ordnung die Trucks eingezeichnet.

    Das Gartenbauamt hatte mich am Freitag darauf aufmerksam gemacht. Sonst hatte es keiner gemerkt.

    Da wundert es einen wenig, wie viel unsinniges so genehmigt wird. (mehr …)

  • Querbeet Leipzig macht wöchentlich Angebot für Kitakinder

    (Gu, Newsletter)

    Hier wächst Zusammenhalt

    Veröffentlicht am

    Permakultur als natürliches Beispiel eines harmonischen Zusammenlebens

    Wie schon in den vergangenen Jahren gärtnern wir einmal in der Woche zusammen mit Kindergartenkindern aus der integrativen Kindertagesstätte Eisenbahnstraße. In diesem Jahr gestalten wir ein gärtnerisches Projekt zum Thema „Hier wächst Zusammenhalt! Permakultur als natürliches Beispiel eines harmonischen Zusammenlebens“. Gemeinsam mit den vier bis fünfjährigen Gärtnern entdecken wir die Grundsätze der Permakultur. Dazu haben wir nach dem Vorbild der Maya ein Drei-Schwestern-Beet angelegt, auf dem Mais, Kürbis und Bohnen sowie Blumen und Kräuter in einem harmonischen Austausch miteinander gedeihen. Zudem haben wir ein Bohnentipi erbaut, welches bei hoffentlich kräftigem Wuchs ein gutes Versteck für die kleinen Gärtner*innen bieten soll.
    Wir möchten zusammen mit den Kindern erfahren wie unser Gemüse entsteht, was es für das Wachsen benötigt und wie wir es verarbeiten können. Die Kinder sollen die unterschiedlichen Arten der Pflanzen kennenlernen, vom Setzen der ersten Saat über die Pflege der Pflanzen bis hin zu Ernte und Verarbeitung.

    Das Projekt „Hier wächst Zusammenhalt! Permakultur als natürliches Beispiel eines harmonischen Zusammenlebens“ wird gefördert durch die Stiftung trias, die LeipzigStiftung sowie durch das Umweltamt der Stadt Leipzig. (mehr …)

  • Im Amaliengarten wachsen die Hochbeete

    (Gu, alerts)

    Zittau. Die erste Reihe Holzpaletten steht. Daraus soll ein Hochbeet werden. Es ist eines der ersten sichtbaren Zeichen des Amaliengartens, des ersten Gemeinschaftsgartens in der Stadt Zittau. Drei weitere Reihen, unterschiedlich hoch, sollen noch hinzukommen. Nino Gehler, Ökologiestudent an der Zittauer Hochschule, bereitet dafür weitere Paletten vor. Wann die Hochbeete fertig werden, ist auch davon abhängig, welche Spenden das Projektteam bekommt. Sobald eines der Beete aus Holzpaletten fertig ist, wird es entsprechend mit Erde aufgefüllt und bepflanzt.

    Fürs Pflanzen sei es noch nicht zu spät, erklärt Nino Gehler. „Es gibt Kulturen wie Radieschen, Bohnen oder Salat, die kann man bis zum Frosteinbruch anpflanzen“, sagt der 26-Jährige. Und der Student kennt sich aus: Er gärtnert seit seiner Kindheit, schwang mit vier Jahren bereits die Mistgabel im Garten seines Großvaters. Seit drei Jahren studiert er in Zittau und engagiert sich nun für das erste „Urban Gardening“-Projekt in Zittau.

    Beim sogenannten „Urban Gardening“ pflanzen auf brachliegenden Flächen, in der Regel in der Innenstadt, Bürger Obst und Gemüse an und sorgen so für eine Zwischennutzung. In Zittau fand vor zwei Wochen der erste Arbeitseinsatz statt, um die grüne Wiese an der Amalienstraße für die gärtnerische Nutzung herzurichten. Es ist ein bisschen später losgegangen als anfangs gedacht. Im Herbst hatten die Initiatoren gehofft, dass bereits im Frühjahr die ersten Pflanzen in die Erde kommen. Doch die Vorbereitungen für das Gemeinschaftsprojekt von Hochschule und Zittau haben mehr Zeit in Anspruch genommen.

    Dafür wird nun umso intensiver an der Umsetzung gearbeitet. Vor einer Woche fand ein Projekttag von Schülern des Christian-Weise-Gymnasiums statt. Sie haben dabei unter anderem ein Insektenhaus aufgebaut und Holzstämme bearbeitet. Aus den Stämmen entstehen mal Sitzmöbel, die um die geplante Feuerstelle im hinteren Teil des Amaliengartens aufgestellt werden. „Es gibt drei bis vier Gymnasiasten, die bei uns regelmäßig mitmachen, und die auch den Workshop angekurbelt haben“, erzählt Nino Gehler.

    In den nächsten Tagen soll es wieder einen Arbeitseinsatz im Amaliengarten geben. Bisher wurden die Termine immer an dem großen Holzschild am Garteneingang bekanntgegeben. Doch das Schild wurde jetzt von Unbekannten umgefahren. Nino Gehler überlegt nun intensiv, wie er die Tafel mit dem vorhandenen Material wieder standfest machen kann. Denn gerade für die Anwohner sei es ganz praktisch gewesen, so die nächsten Aktionen anzukündigen. Der 26-jährige Student hofft, dass beim nächsten Einsatz ein paar mehr Anwohner dabei sind. In den vergangenen Tagen hat das Projektteam in den benachbarten HäusernInfozettel verteilt. Mit einem ersten Erfolg: Am Freitag waren Mitarbeiter des Albatros-Vereins, der im Eckhaus Amalienstraße/Böhmische Straße sein Domizil hat, da, um ihre Hilfe anzubieten.

    Die anderen Anwohner müssen erst einmal ihre Scheu überwinden und sehen, dass etwas passiert, bevor sie sich selbst tatkräftig mit einbringen, glaubt Nino Gehler. Es muss ja nicht immer umgegraben oder angepflanzt werden, man könne auch einfach mal zu einem Plausch oder einer Tasse Kaffee vorbeikommen, schlägt der Ökologiestudent vor.

    Dass es sich beim Amaliengarten um ein Projekt „von oben“ handelt – ganz im Gegensatz zur Philosophie des „Urban Gardenings“ –, sei keineswegs der Fall, findet Gehler. Denn den Anstoß haben vor zwei Jahren Studenten gegeben, die gerne gärtnern wollten. Da sich dafür keine geeignete Fläche auf dem Campus fand, wurde ein städtisches Grundstück ausgewählt. Und so können die Studenten zusammen mit den Zittauern nun an der Amalienstraße ihre Lust am Gärtnern ausleben

    http://www.sz-online.de/nachrichten/amaliengarten-nimmt-form-an-3434409.html (mehr …)

  • schöner Artikel über den IG Erfurt

    (GU, alerts)

    Thüringens schönste Flecken: Mit der Straßenbahn ins „Paradies“

    Der Interkulturelle Garten in Erfurt hilft Menschen aus Nah und Fern, Wurzeln zu schlagen

    Der Hahn kräht, ein Pferd wiehert, aus Richtung Grillplatz kitzelt der Geruch von Holzkohle die Nase, die Windharfe klingt, die Hängematte wiegt sich leicht im Wind. „Paradies“ kam Nachbarn wie Gästen über die Lippen, sobald sie das Gelände in der Metallstraße 8 erforscht hatten. „Wenn alle das hier als ihr Paradies empfinden, dann soll es so sein, dann heißt es auch so“, sagt Karin Kowol und lächelt, wenn sie daran denkt, wie der Interkulturelle Garten in Erfurt zu diesem Namen kam, der irgendwie auch Programm ist. Zum Beispiel für den Jungen aus Syrien, der fast jeden Tag kommt. „Mein süßes Mädchen“, flüstert er und drückt ein schwarz-graues Kaninchen ganz fest an sich, vergräbt das Gesicht in dem weichen Fell. Sein erster Weg führt ihn immer zum Kaninchenstall, in dem es zwei der munteren Gesellen gibt. Er holt sie heraus und bringt sie zum Freiluftkäfig, schmust mit ihnen, versorgt sie. Dann geht es auf zum Nachbarn. Der hält auf dem unmittelbar ans „Paradies“ grenzenden Grundstück Pferde, Ziegen und andere Tiere, fachsimpelt mit dem Jungen, lässt ihn auch bei kleineren Handwerksarbeiten helfen. „Mitunter bietet er auch für unsere Gäste Führungen über sein Gelände und zu den Ziegen“, freut sich Karin Kowol, die Vorsitzende ist von „Ökonomie durch Ökologie – Verein zur Förderung einer Nachhaltigen Stadtentwicklung (ÖdÖ)“. Dieser Verein hat den Interkulturellen Garten bereits 2007 ins Leben gerufen, seinerzeit noch zwischen Hauptfriedhof und Tennisanlage im Erfurter Stadtteil Bindersleben. Wurzeln schlagen, Boden unter den Füßen gewinnen – eine ganz handfeste Möglichkeit dazu sollte der Garten sein für Migranten und Asylbewerber, die oft alles zurücklassen müssen: Familie, Freunde, Hab und Gut.

    Am neuen Standort im Stadtteil Ilversgehofen ist das aktuell wie kaum jemals zuvor. Der kleine Syrer und seine Familie gehören zu den 20 regelmäßigen Besuchern ebenso wie eine weitere Familie aus Syrien, Menschen aus Peru, von den Philippinen, aus ­Eritrea. In Bindersleben hatte der Verein das Gelände von der Stadt gepachtet; der Garten wurde als soziales Projekt gefördert. „Die Haushaltslage jedoch wurde von Jahr zu Jahr unsicherer, so dass wir uns nach einer neuen Fläche umgeschaut haben“, erzählt Karin Kowol.

    Diese fand der Verein bei den Malzwerken, man wurde sich schnell einig, denn beide Seiten profitieren. Das „Paradies“ kostet keine Pacht, dafür halten die Nutzer das Umfeld sauber, zum Beispiel den daran entlang führenden Fußweg. Ursprünglich war das Gelände eine Abstandsfläche der Malzwerke, ein Puffer zwischen deren Gerüchen und Geräuschen und dem Wohngebiet. Die Brache wurde schnell zur wilden Müllkippe, was ging, wurde flugs über den Zaun geworfen – das „Paradies“ hat dem ein Ende gemacht. Das brachte sogar Lob von den Nachbarn aus dem Rotlichtmilieu, die zunächst um ihr „Gewerbe“ in der Metallstraße gefürchtet hatten. Wie andere Anwohner nutzen auch sie die Öffnungszeiten des Interkulturellen Gartens, um aus der Nähe zu gucken, was dort passiert. Denn das „Paradies“ ist nicht Auserwählten vorbehalten: Zweimal pro Woche steht das Tor weit offen für alle, zudem werden mehrmals im Jahr Feste gefeiert oder Veranstaltungen angeboten. Dann kann jeder mit jedem ins Gespräch kommen und fachsimpeln, in die Hochbeete schauen, Selbst-Angebautes probieren, Einkaufsbeutel als Pflanzgefäße kennenlernen oder sich über die Anbauweisen informieren. „Wir nutzen traditionelle Methoden ohne künstliche Stoffe, wie Roggen als Gründünger oder die wechselnde Bepflanzung der Beete mit anspruchsvollen und weniger anspruchsvollen Pflanzen“, erklärt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Renate Lützkendorf. Das gefällt auch dem Europäischen Laternenträger: Diese Zikadenart steht auf der Roten Liste Thüringens als vom Aussterben bedroht und hat im „Paradies“ eine Heimat gefunden. Die Fleckenbiene gehört ebenfalls zu den Insekten, die dort zu Hause, anderenorts aber selten anzutreffen sind. „Wir lassen viele Futterpflanzen stehen, um Insekten Raum zu bieten“, freut sich Renate Lützkendorf, dass auch diese Facette der Arbeit belohnt wird. Mit dem Einbruch der kalten Jahreszeit wechselt das „Paradies“ den Standort: Der Garten in der Metallstraße schließt die Pforten für die Öffentlichkeit, der „Interkulturelle Imbiss“ öffnet die Tore in den Räumen der Offenen Arbeit in der Allerheiligenstraße. Was im Garten angebaut wurde, kommt auf den Tisch, zubereitet nach Rezepten von Vereinsmitgliedern und Gästen, „garniert“ mit Kulturprogrammen aus aller Welt. Im Sommer geschieht das im Garten, es wird gegrillt oder über dem offenen Feuer gekocht. Es gibt im Interkulturellen Garten weder Strom noch fließendes Wasser, aber ein ausgeklügeltes Regenwassersammelsystem, bei dem das ausladende Dach der riesigen Lagerhalle und Wassertonnen die Hauptrollen spielen. „Wenn alle Tonnen gefüllt sind, können wir vier regenlose Wochen problemlos überbrücken“, sagt Renate Lützkendorf. Und wenn der Regen fällt, bietet die Lagerhalle Unterschlupf samt Sitzecke. Zu deutschlandweiter Berühmtheit haben es „Paradies“ und Metallstraße auch schon gebracht: 2013 gehörten sie zu den 10 Siegern beim Wettbewerb „Die schönste Straße Deutschlands“, ausgelobt vom Aktionsbündnis „Netzwerk Nachbarschaft“ und einer Baumarktkette. Das brachte zum einen den „Janosch-Oscar“ – ein Straßenschild, kreiert vom Kinderbuch-Autor Janosch – und 5000 Euro. Holz für die Hochbeete, eine große Leiter und einen Veranstaltungsabend hat der Verein davon finanziert: „Aber wir haben noch nicht alles ausgegeben“, sagt Karin Kowol. Damit die Tore des „Paradieses“ weiter offen bleiben, tragen die Mitglieder ihr Scherflein in Form des Vereinsbeitrages bei, es gibt immer wieder Geld- und Sachspenden und vor allem finanzielle Förderungen aus Programmen von Bund und Land. „Wir feiern allerdings keine Baumarkt-Orgien“, sagt die Vereinsvorsitzende und weist mit einem Schmunzeln darauf hin, dass viel gearbeitet, viel selbst gemacht und viel Ausrangiertes nutzbringend verwendet werde, was ja auch Sinn des Interkulturellen Gartens sei. Geld allerdings werden die „Gärtner“ bald doch mehr brauchen und haben es auch schon beantragt: Im „Paradies“ geht es kaum mehr ohne Dolmetscher. Denn gemeinsam mit anderen kümmern sich die Vereinsmitglieder und Gartengäste um die Flüchtlinge, die in der Gemeinschaftsunterkunft im Viertel leben. Dazu gehörte eine Tour durch den Stadtteil zu allen Anlaufstellen, die für Asylbewerber wichtig sind. Sie endete im Interkulturellen Garten mit Kaffee, ­Kuchen und einem neuen Mitglied: einer Dolmetscherin aus Syrien.

    http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Thueringens-schoenste-Flecken-Mit-der-Strassenbahn-ins-Paradies-1460839299 (mehr …)

  • Kooperation von Himmelbeet mit Neudorff -> Produkte sollen verkauft werden

    (GU aus alerts)

    Neudorff kooperiert mit dem Urban-Gardening-Projekt „Himmelbeet“ in Berlin-Wedding. Schon länger gibt es enge Verbindungen zwischen dem Naturgarten-Pionier und dem interkulturellen Gemeinschaftsgarten – jetzt trägt die Kooperation ganz neue Früchte: Die innovativen Gärtner im „Himmelbeet“ haben in Kooperation mit Neudorff Kurzfilme zum urbanen Gärtnern gedreht.

    Wie Neudorff mitteilt, zeigen sie dem interessierten Laien beispielsweise, wie die eigene Anzucht von Tomaten gelingt oder wie man leckere Kräuter selbst anbaut und zu vitaminreichen Smoothies verarbeitet. Protagonist Felix Lodes, gleichzeitig auch Geschäftsführer von „Himmelbeet“, zeigt auf charmante Weise, wie Gärtnern geht.

    Videos sollen Lust auf Urban Gardening und Pflegeprodukte von Neudorff machen

    Die zwei bis vier Minuten langen Filme sollen Lust aufs Gärtnern in der Stadt machen und gleichzeitig zeigen, wie die Pflege der Pflanzen mit den umweltschonenden Pflegeprodukten von Neudorff gelingt.

    http://taspo.de/handel/neudorff-koop-mit-urban-gardening-projekt/#.V3oxsqJ7ooM (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten auf Vattenfall-Gelände

    (Gu, alerts)

    […]Auf dem Gelände der Neuen Grünstraße 13/14 in Mitte, wo man allenfalls begrünte Balkone und einzelne Straßenbäume vermutet, befindet sich ein 500 Quadratmeter großer Gemeinschaftsgarten mit dutzenden bepflanzten Alltagsgegenständen, darunter Holzkisten, Koffer, Gummistiefel und Fahrräder.
    Entstanden ist diese begrünte Oase aber nicht auf die Initiative engagierter Mieter der umliegenden Wohnhäuser, vielmehr handelt es sich um ein Projekt des Energieversorgers Vattenfall, der das Grundstück Anwohnern zur Verfügung stellt. „Urban Gardening“ nennt sich der Trend, bei dem sich Anwohner auf innerstädtischen Flächen gemeinsam um Blumen, Nutzpflanzen und Kräuter kümmern und die Früchte ihrer Arbeit ernten.

    Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) freut sich, dass der Stromanbieter sein ungenutztes Grundstück vorübergehend der Allgemeinheit überlässt. „Diese Fläche würde leer stehen und vermüllen“, sagt Hanke.

    „Stattdessen entwickelt er sich zum Treffpunkt der Anwohner der Umgebung und fördert das nachbarschaftliche Zusammensein.“ Derzeit kümmern sich etwa zwei Dutzend Anwohner um den Garten, der bis auf montags täglich mehrere Stunden geöffnet ist.

    Alle Dinge, die die Besucher zur Gartenarbeit benötigen, werden zur Verfügung gestellt: Gartengeräte, Erde und sogar die Pflanzen. Dazu gibt es fachkundige Hinweise und Hilfestellung von Lutz Lüders. Er ist seit 34 Jahren Gärtner beim Energiekonzern und kümmert sich sonst um die Pflege der betrieblichen Außenanlagen. Besonders freut er sich über den Besuch der Kinder aus der Nachbarschaft: „Die kleinen Gärtner schnappen sich sofort am Eingang eine bunte Gießkanne und geben den Pflanzen Wasser.“ Besonders motivierte Gießer bringt er dann zu den Reispflanzen, die in großen Wasserbehältern wachsen, die bräuchten am meisten Wasser.

    In Kooperation mit der „GemüseAckerdemie“, dem Bildungsprogramm der gemeinnützigen Organisation „Ackerdemia“, werden im Garten auch Workshops für Kinder und Erwachsene angeboten. Auf praktische und anschauliche Weise wird Kindern gezeigt, wo Lebensmittel eigentlich herkommen und welche verschiedenen Obst- und Gemüsesorten es gibt. Erwachsene können etwas über verschiedene Anbautechniken lernen.

    Der Garten in der Neuen Grünstraße soll vorerst für drei Jahre bestehen. Das Interesse der Anwohner würde über die weitere Fortführung und Ausbau dieses Projektes auf weiteren Flächen entscheiden.

    Vattenfall prüft derzeit vier andere Standorte für die Nutzung als Gemeinschaftsgärten. Noch in diesem Jahr soll ein weiteres Grundstück umgewandelt werden.
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/urban-gardening-stadtgaertner-bekommen-domizil-in-der-neuen-gruenstrasse-24328410 (mehr …)

  • Um den Nachbarschaftsgarten nutzen zu können, muss man sich einen Schlüssel abholen

    (Gu, alerts)
    Der Nachbarschaftsgarten an der Burscheider Straße ist einem Fest eröffnet worden. Die Nutzung wird über den Stadtteilladen der Caritas geregelt, die den Schlüssel zum Rolltor verwaltet. Von Lukas Protsch und Andrea Röhrig

    Wer nicht weiß, wo genau sich der neue Nachbarschaftsgarten in Wersten befindet, hat es nicht so einfach, ihn zu finden. Fast an jedem Haus gibt es eine Hofeinfahrt. Doch in den meisten Fällen enden die vor dicht an dicht stehenden Garagen. Anders ist es, wenn man an der Burscheider Straße 29 durch die Einfahrt in den Innenhof geht. Nach wenigen Metern öffnet sich hinter einem großen Rolltor mit Schließanlage eine riesige Grünfläche. Früher einmal war hier ein Spielplatz. Doch irgendwann wurde er vor allem von herumlärmenden Jugendlichen genutzt. Auf die vielen Anwohnerbeschwerden hin hatte das Gartenamt den Spielplatz kurzerhand abgebaut.

    Doch was mit dieser Fläche machen? Bei dem Eröffnungsfest des Nachbarschaftsgärtchens verwies die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Ruth Orzessek-Kruppa, darauf, dass innerhalb der Verwaltung damals kontrovers diskutiert wurde. So sei zwischenzeitlich eine Wohnbebauung auf dem rund 2300 Quadratmeter großen Grundstück in Frage gekommen. Doch dann sei man sich einig gewesen, dass eine Bebauung der Fläche nicht das sei, was dieses Quartier benötige.

    Dadurch dass das Wohnviertel zu dem Gebiet in Wersten gehört, das seit 2011 innerhalb des Landesprogramms „Soziale Stadt“ gefördert wird, stand Geld bereit, aus der grünen Brachfläche etwas zu machen, was die Menschen vor Ort nutzen können: Einen Nachbarschaftsgarten, der allerdings unter einer sozialen Kontrolle steht. Bis allerdings gestern das Eröffnungsfest gefeiert werden konnte, gab es noch die eine oder andere Hürde zu überwinden. Die erste brockte Pfingstorkan „Ela“ der Stadtverwaltung ein. Denn der Wind war auch über den Grünzug gefegt, und hatte dort Schäden hinterlassen. Das Gartenamt räumte ab und weg – für manche Anwohner aber ein bisschen zu viel. Inzwischen wurden dort beispielsweise zwei Obstbäume neu gepflanzt.
    In dem Garten gibt es nun Flächen für gemeinschaftliche Kräuterbeete oder für einen gemeinsamen Weidentipi-Bau. Ehrenamtler können sich beim Gärtnern engagieren; am Ort können Sprach- oder Gymnastikkurse abgehalten werden. Einen Haken gibt es allerdings – den die direkten Anwohner aber wohl positiv vermerken werden. Für die Benutzung des Gartens gibt es klare Regeln. Nichts läuft ohne die Caritas, die als Pächterin der Fläche die Schlüsselgewalt besitzt. Wie die Benutzung jetzt genau über die Bühne geht, wird sich in den kommenden Wochen noch einspielen müssen. Manche Kitas etwa, die in der Anlage spielen, werden das Rolltor schließen; bei anderen Nutzern könnte das Tor offen stehen. Die Nutzungszeit ist von Montag bis Freitag, 9 bis 19.30 Uhr. Wer den Garten am Wochenende betreten will, muss dies bis spätestens freitags planen. Denn samstags und sonntags ist der Stadtteilladen der Caritas an der Liebfrauenstraße 30 nicht besetzt.

    (Gu alerts)
    Bei der Eröffnungsrede ließ Thomas Salmen, 2. Vorsitzender des Caritasverbandes Düsseldorf, Einblicke in seine frühen persönlichen Berufswünsche zu. „Ich wollte einmal Landschaftsgärtner werden“, offenbarte der Jurist. Der Gedanke wird ihm angesichts des Stadtteil-Kleinods, dass er feierlich seiner Bestimmung übergeben konnte, umso intensiver beschlichen haben: Der Caritasverband Düsseldorf ist als Pächter in die Verantwortung für den neuen Nachbarschaftsgarten an der Burscheider Straße getreten. Das Hinterhof-Gelände direkt neben dem Bürgerbüro des Stadtteils wurde von der Stadt in Zusammenarbeit mit einem Landschaftsarchitekturbüro auf einer Grundfläche von 2500 Quadratmetern angelegt.

    „Ein Garten für alle soll es werden“, sagt Julia Thomassen vom Caritas Stadtteil-Laden Wersten, die zusammen mit ihrer Kollegin Tanja Sowinski als Ansprechpartnerin für interessierte Gartennutzer fundiert (siehe Kasten). Denn: „Das Gelände wird nicht ständig allgemein zugänglich sein“, sagt Tanja Sowinski. Das geschehe vielmehr in Absprache mit interessierten Bürgern, Sozialeinrichtungen, (Kita-)Gruppen oder Schulklassen. „Es sollen nachbarschaftliche Kontakte gepflegt und geknüpft werden“, so Sowinski.

    Es gibt eine Rasen- und Sandspielfläche für Kinder, junge Obstbäume sind gepflanzt, Kräuterbeete (auch als Hochbeete) angelegt worden. „Hier soll zudem Natur erlebt und erfahren werden“, sagt Ruth Orzessek-Kruppe vom Stadtplanungsamt. Bei der Stadt denkt man seit einigen Jahren über die Fläche nach. Einst gab es hier einen Kinderspielplatz, der geschlossen wurde. Das Gelände wuchs zusehends zu. „Es war dann zwischenzeitlich auch eine Bebauung im Gespräch“, so Orzessek-Kruppa. Doch nach der Fragestellung „Was tut dem Quartier gut“ begann man auf Anregung der Bezirksvertretung 9 die Idee des Nachbarschaftsgartens intensiv zu verfolgen. Eingebettet in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ hat man 100.000 Euro investiert.
    http://www.duesseldorfer-anzeiger.de/die-stadt/g-228-rtnern-aber-nicht-grillen-aid-1.6089396

    (mehr …)

  • IG am SOS Kinderdorf hat eröffnet

    (Gu, Mail)

    Ja, wir haben schon eröffnet! Im April … und das Gemüse wächst, es sind ca. 15 Fam. im Garten ….[…]. Es wird gerade eben ein Wasseranschluss gelegt, wir haben auch vor aus einem Bauwagen eine kleine Küche reinzustellen usw

    Es gibt eine 20h Stelle für das Gartenprojekt
    und es ist in Berlin-Spandau (Gatow) (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten Rottweil erreicht eher ältere Menschen

    (Gu, Mail)
    Unser Projekt besteht noch – mit auch immer wieder wechselnden TeilnehmerInnen, z.Zt. ca. 12-15 Aktive. Zu sehr viel mehr als anpflanzen, pflegen und ernten bleibt keine Zeit, da alle, die sich hier engagieren, auch weitere andere ehrenamtliche Verpflichtungen haben, wie es immer so ist … Von Seiten der Stadt Rottweil haben wir keine personelle Unterstützung (nicht so wie in Andernach 😉 Bedauerlich ist auch, dass kaum junge Leute dabei sind, Rottweil ist halt keine Universitätsstadt, d.h. der Altersdurchschnitt ist etwa 60 (mehr …)