Schlagwort: Ackerdemia

  • Grebenhain: Kirche baut Gemeinschaftsgarten auf

    Gemeinsames ackern in Grebenhain

    20.01.21 – Das vergangene Jahr war zwar geprägt von zermürbenden Absagen, aber im Hohen Vogelsberg entwickelte sich zum Jahresende die Idee eines gemeinsamen Ackerprojekts. Im Vogelsbergkreis waren dieses Jahr nicht nur wegen der coronabedingten Hygienebestimmungen Gemeinschaftsgärten immer wieder im Fokus, sondern auch weil einige Klimabotschafter:innen der Jugendklimakonferenz 2019 in verschiedenen Netzwerken mehr Gemeinschaftsgärten im Vogelsberg forderten.

    „In der heutigen Zeit brauchen wir mehr denn je offene und partizipative Lernorte nicht nur für Kinder und Jugendliche (…), in denen interkulturelle Begegnungsräume entstehen, die sich mit dem Thema der nachhaltigen Zukunft in einem demokratischen Miteinander auseinandersetzen“ betont Lara Fahrenbach (16 Jahre aus Lauterbach) von der Klimakidsinitiative, die in Angersbach seit Februar mit Kindern gemeinsam einen Acker gestaltet.

    In Grebenhain entwickelte sich nun eine bunte Initiative, bei der neben einigen engagierten Lehrer:innen der Oberwaldschule von Beginn an auch der Förderverein der Schule mitwirkte. Lehrer Sebastian Ohlemutz suchte mit erfinderischer Offenheit nach einem geeigneten Stück Land, was auf dem derzeitigen vom Umbau geprägten Schulgelände nicht einfach war. Fündig wurde er bei Bürgermeister Sebastian Stang persönlich, der ohne zu zögern ein privates Stück Land für die Projektidee zur Verfügung stellte und selbst mit Ackergerät vorbereitete. Weitere Lehrer:innen unterstützten die Idee mit pädagogischem Fachwissen, Vernetzung und Einsatzbereitschaft.

    Lehrerin Theresia Kuttenkeuler nahm im Rahmen der Idee Kontakt zu Ackerdemia eV auf, einem bundesweiten Verein, der sich auf praktische Gemüseackerprojekte und deren Perspektive auf die sozial-ökologische Transformation mit Schulen spezialisiert hat. Die beteiligten Jugendlichen waren schnell begeistert von der Aktion und vermissten ihren Ackereinsatz schon beim ersten Schnee. „Es ist toll, einfach mit den anderen hier draußen zu arbeiten und dabei zu schwätzen“ schwärmte eine Schülerin der Oberwaldschule.

    Gemeinsam mit den Schüler:innen könnten in Zukunft viele interessierte Menschen aus der Umgebung ab Frühjahr 2021 unter Anleitung der Ackerdemia eV. den Gemüseacker bestellen. Unterstützende Funktion in der Koordination und dem Finanzierungmanagement übernimmt Ruth Martin-Weigang vom Evangelischen Dekanat Vogelsberg im Rahmen ihrer Tätigkeit in der schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit. Bei ihr können sich gerne Menschen melden, die Interesse am Gemeinschaftsgarten Grebenhain haben und in einer individuellen Form mitwirken möchten (Mail an martin-weigang@ekhn.de).

    Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Programm „Demokratie leben!“ im Vogelsberg. „Die Motivation war von Beginn an zu spüren und hielt sich auch durch die Aufs und Abs verschiedener Hürden, die nicht selten Corona bildete. Der Gedankensamen war jedoch im Sommer irgendwie auf fruchtbares Land gefallen und begann zu wachsen, auch wenn die Umstände dieses Jahr nicht ideal waren, aber gerade das gibt doch Hoffnung in vielfältiger Weise“, schmunzelt Kristina Eifert, die als neue Fachstelleninhaberin „Demokratie leben!“ im Vogelsbergkreis die Initiative berät.

    https://osthessen-news.de/n11642029/gemeinsames-ackern-in-grebenhain.html

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  • „Ackerpause“

    (mail)

    Beim Gemeindeacker in Bubenreuth hat das Unternehmen ‚Ackerpause‘ (https://ackerpause.de/urban-farming/) den Acker mit einem „AckerCoach“ fü 1 Jahr betreut hat.

    „Jeder Ackereinsatz kostete zwar (es waren 3 bei uns inkl. Saat- und Pflanzgut, und dem ganzen Wissen), aber durch die Einbindung des kompetenten AckerCoaches in Anbauplanung, Fruchtfolge und Pflegemaßnahmen, war von Beginn an eine unglaubliche Gemüsevielfalt vorhanden, die wir uns alleine wahrscheinlich erst über viele Jahre aufgebaut hätten. Durch den großen Erfahrungsschatz von Ackerdemia e.V. war auch gleich der Schwerpunkt auf nachhaltige und wassersparende Anbauweisen (z.B. Mulchen) gelegt, was bei vielen Teilnehmerinnen mit großem Interesse gleich auch auf den heimischen Garten übertragen wurde. Ich glaube, unserer Gemeinschaft hat das viel Diskussionsbedarf zu Beginn der Ackersaison ‚erspart‘. Wir hätten den Gemeinschaftsaufbau dann gerne über Ernte- und Hackevents erlebt, was im letzten Jahr ja leider nicht möglich war. Aber für die Anbau- und Pflegeplanung empfand ich die Beteiligung der Ackerpause als sehr wertvoll“ (mehr …)

  • In Neukirch/Lausitz entsteht ein Gemeinschaftsgarten

    In Neukirch/Lausitz entsteht ein Gemeinschaftsgarten. Dieser soll von Familien und für Schulen genutzt werden und es sollen auch Veranstaltungen, Workshops, Kino stattfinden.

    • Wie groß ist die Fläche und für wie lange können Sie diese nutzen? Gibt es eine Befristung?

    Die Gartengröße beträgt ca. 1000m², der Garten befindet sich im Eigentum der Gemeinde Neukirch und wurde unbefristet an den Mehrgenerationenhof e.V. verpachtet.

    • Müssen Sie eine Pacht zahlen und wenn ja, wie hoch ist diese?

    Es wird keine Pacht erhoben.

    • Wie groß ist die Gruppe und wie haben Sie bisher auf das Projekt aufmerksam gemacht?

    Derzeit engagieren sich 7 Erwachsene sowie 3 Kinder in diesem Projekt, es sollen noch weitere Interessenten geworben werden. In der öffentlichen Presse wurde mit einem Artikel aufmerksam gemacht, des Weiteren gab es eine Plakataktion, bei der in öffentlichen Einrichtungen sowie Wohnblöcken Plakate verteilt wurden. Es fand am 16.10.2020 ein Tag des offenen Gartentors statt, auf Grund des Regens waren nur 7 Personen gekommen.

    • Wer bohrt den Brunnen, baut die Komposttoilette, legt die Beete an etc.?

    Die baulichen Arbeiten werden von den ehrenamtlichen Helfern sowie den zukünftigen Gartennutzern durchgeführt. Punktuell erhalten sie Unterstützung vom Bauhof der Gemeinde Neukirch sowie den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Neukirch.

    • Wie viele Beete soll es geben und sind das dann gemeinschaftliche Beete oder wie ist das Konzept?

    Es sollen 10  Beete für Familien entstehen sowie 14 Beete, die im Rahmen eines Schulprojektes (GTA) genutzt werden. Die Familien können ihr Beet individuell bestellen, erhalten dabei fachliche Anleitung und dürfen die Ernte selbst verzehren. Für die Zukunft sind evtl. auch Beete geplant, um alte Gemüsesorten anzubauen, Pflanzen zur Samengewinnung zu züchten oder ein gemeinschaftlich nutzbares Kräuterbeet.

    • Was verstehen Sie unter Kreislaufgarten?

    Im Garten soll durch Nachhaltigkeit eine Kreislaufwirtschaft entstehen. In Ruheflächen und Pufferzonen leben Vögel und Insekten. Diese Flächen dienen zur Abgrenzung oder zum Schutz nach außen, zum Beispiel gegen Wind. In die Pufferzone wird so wenig wie möglich eingegriffen, Sträucher werden z.B. nur selten geschnitten, um einen natürlichen Habitus zu erhalten. Dann gibt es eine sogenannte Hotspot-Zone, hier werden die Nährstoffe abgenommen und in die Ertragszone eingebracht, zum Beispiel Rasenmahd. Diese bezieht sich auf die Wiese, auf der man sich ausruhen kann oder die Kinder spielen. Die Ertragszone soll dem Gemüseanbau dienen. Hier sollen möglichst nur samenechtes Saatgut und alte Sorten zum Einsatz kommen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Es wird keine Chemie benutzt . Alte Abfälle und Pflanzenschnitt werden im nächsten Jahr als Kompost wieder eingebracht.  Sind Pflanzenschutzmaßnahmen von Nöten wird mit biologischen Maßnahmen agiert.  So entsteht ein in sich geschlossenes System, das mit den Jahren autark werden kann.

    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen dann Zugang dazu?

    Voraussichtlich stellt das Naturschutzzentrum Neukirch einen nicht mehr genutzten Holzschuppen zur Verfügung. Die Eingangstür wird mit einem Zahlenschloss gesichert, der Code ist nur den Gartennutzern bekannt.

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  • Kooperation Campus Garten Würzburg mit Ackerdemia

    Kooperation mit Ackerdemia: Das Lehrprojekt ist eine Kooperation zwischen der Lehrerbildung und dem botanischen Garten der Uni, dem Referat und Ackerdemia gewesen. Die Förderung dazu kam über Dritte (bzw. vierte?) und war auch nur für dieses eine Semester verfügbar. Die Gartenfläche ist nach Ablauf in den Campusgarten übergegangen und stellt mehrere Beete. Einzelne davon werden von GärtnerInnen betreut, die bereits bei dem Lehrprojekt mitgemacht haben.

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