(Mail)
Der Verein hatte schon einmal an eine externe Initiative aus aus der nächstgelegenen Stadt Greifswald das Gartengelände als Gemeinschaftsgarten zur Verfügung gestellt. Leider ist diese Initiative nicht mehr aktiv, weshalb wir beschlossen haben das ganze noch einmal, diesmal aufbauend aus den eigenen Vereinsstruckturen heraus wieder auf zu bauen. Und hoffen darüber unsere gute Dorfstruktur noch zu verfestigen und wollen Sukzessive wieder mehr Personen aus der Stadt Interessiern und einbinden. Es wird schon fleißig gegärtnert und es entwickelt sich ein sozialer Treffpunkt.
(ANtrag/ANtworten)
Das Gelände des Gemeinschaftsgartens ist ca. 750m² groß. Dazu kommen die auf den weitläufigen Geländen des Freiraum e.V. befindlichen Obstbäume/Streuobstwiesen.
Die Fläche wurde einige Zeit eher privat genutzt und es gibt noch einen kleinen Bereich (ca. 40m²), auf dem sich noch ein privates Beet befindet, das aber in Absprache und Kooperation mit den Gartengruppen bewirtschaftet wird.
Das Gelände gehört Til Dieterich, der das Gelände an den Freiraum e.V. verpachtet hat und selbst Gründungsmitglied des Vereins ist.
Die Gartenfläche befindet sich direkt am Eingang des Geländes zwischen Parkplatz und dem öffentlichen Spielplatz und Veranstaltungsbereich. Die Fläche ist daher ganzjährig und ganztägig frei betretbar.
Die Gruppe, die den Gemeinschaftsgarten nutzen will, hat sich durch die Kooperation mit lokalen Initiativen aus Greifswald (u.a. Jugendzentrum Klex, Ikuwo) gegründet. Bisher zeigten etwa 15 Personen aus Greifswald Interesse am Gemeinschaftsgarten. Dazu kommen weitere Menschen aus dem Dorf, von denen manche aber nicht alle im Wohnprojekt des Freiraum e.V. leben.
Dabei zeigt sich, dass es unterschiedliche Schwerpunkte gibt. Einige wollen die ca. 60 Obstbäume pflegen, erhalten und deren Nutzung verbessern. Andere legen mehr Wert auf die weitere ökologische Gestaltung des Grundstücks. Andere wollen sich mit Geflügelhaltung beschäftigen. Und die meisten haben Interesse am Anbau von Gemüse auf dem Gelände. In den letzten Tagen hat diese Gruppe auf Samentauschbörsen ausreichend Samen erhalten, so dass dieser Posten aus der Finanzaufstellung genommen werden konnte.
Die einzelnen Teilgruppen werden sich miteinander abstimmen und Informationen auch an den Freiraum e.V. weitergeben. So wird es einen Vertreter der Gartengruppe geben, der im Plenum des Freiraum e.V. den Kontakt zwischen Verein und Gartengruppe koordiniert.
Angesichts der derzeitigen Situation werden diese Aktionen in nächster Zeit lediglich in digitaler Form erfolgen. Wichtige Vorarbeiten für den Garten werden im Moment in koordinierter Einzelarbeit geleistet. Zum Zeitpunkt der größeren Bauaktionen kann im Moment daher noch keine Auskunft gegeben werden.
Aus den Kleingruppen gab es nun genauere Kostenaufstellungen, die sich auf Grund der unterschiedlichen Arbeit der Gruppen und der Schwierigkeit der Koordiantion zum Teil in der Art der Aufstellung unterscheiden (siehe Anhang). Durch die genauere Planungen ergaben sich auch teilweise Veränderungen an den Kostenberechnungen.
Bisher erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit über den Verteiler der Kooperationspartner. Ergänzend werden die etablierten Wege zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden: Aushänge in den lokalen Schaukästen, Facebook, Homepage, Mailverteiler Interessierte, Mailverteiler Studierende Landschaftsökologie Universität Greifswald, Kontakte zur Kirchengemeinde, Präsentation bei öffentlichen Kunstaktionen u.ä.
Die Sanierung des Hühnerwagens soll mit einer EPDM-Folie erfolgen. Im Gegensatz zu den üblichen Bitumenbahnen ist diese umweltfreundlicher und einfacher zu entsorgen. Da die Handhabung dieser Folie innerhalb der Hühnergruppe nicht bekannt ist, erfolgt die Abdichtung des Daches unter Anleitung eines erfahrenen Handwerkers.
Die Hühner werden sowohl morgens als auch abends von Bewohnern vor Ort betreut (rauslassen + reinholen). Die weiteren Aufgaben wie Misten, Futter besorgen, das Gelände gestalten u.ä. wird aus der Hühnergruppe übernommen.
Die Eier werden dann auch in den kooperierenden Wohnprojekten in Greifswald genutzt werden.
In den letzten Jahren wurde regelmäßig eine Moste aus dem Landkombinat Gatschow ausgeliehen. An einem Wochenende wurden dann sowohl eigene Äpfel als aus auch Äpfel von „Gästen“ vermostet. Da das Landkombinat selbst über mehrere Wochen mostet, steht uns die Moste lediglich vor bzw. nach der eigentlichen Apfelzeit für wenige Tage zur Verfügung. Dies hatte zur Folge, dass Äpfel entweder nicht reif sind und daher noch nicht genutzt werden (und dann gar nicht genutzt werden) – oder der Zeitpunkt so spät ist, dass die Äpfel in großem Maßstab nicht mehr genutzt werde können. Mit einer eigenen Moste sollen daher mehrere Termine stattfinden, an denen alle auf dem Gelände verfügbaren Äpfel sowie Äpfel aus Greifswald und dem Umland gemostet werden.
Der Bau der Moste/Apfelstraße erfolgt in Kooperation mit dem Landkombinat Gatschow, das entsprechende Selbstbauworkshops anbietet.
Eine Apfelstraße besteht aus einer Kartoffelwäsche (Reinigung der Äpfel), einem Rübenhäcksler (Zerkleinerung), einer Presse mit Hydraulikdruck und einer Station zum Erhitzen/Haltbarmachen des Saftes.
Im Gegensatz zu den bekannten Lohnmostereien bietet diese Form vielfältige Gelegenheiten zum Mitmachen und für Bildungserfahrungen, wodurch der Saft einen besonderen Wert erhält.
Der Bau der Apfelstraße wird von einem lokalen Handwerker koordiniert, der den Bau einzelner Komponenten zum Teil in öffentlicher Workshop-Form durchführen wird. Da es sich um teilweise sehr komplexe Arbeiten handelt, muss ein Teil der Arbeiten professionell durchgeführt bzw. begleitet werden.
Für die Geräte wird ein handelsüblicher Geräteschuppen angeschafft, der mit einem Zahlenschloss gesichert ist. Die Mitglieder der Gartengruppe kennen diesen Code und haben damit jederzeit Zugang zu den Geräten und Werkzeugen.
In Alt Ungnade, einem Dorf zwischen der Hansestadt Greifswald und dem Fluss Peene, ist seit einigen Jahren der „Freiraum e.V.“ aktiver Motor einer Dorferneuerung und -belebung. Dabei handelt der Verein nach dem Motto „Angebote von und für die Bevölkerung“. Der Verein pachtete ein Gelände mit sanierungsbedürftigen Landwirtschaftsgebäuden und baute eine große Holzscheune zur Kulturscheune mit zahlreichen Veranstaltungen um. Darüber hinaus wurde das Vereinsgelände zum Dorfmittelpunkt mit Spielplatz, Dorfbackofen und Sitzgelegenheiten umgebaut. Der Verein veranstaltet Ausstellungen, Konzerte, Dorffeste, Flohmärkte, Bildungsveranstaltungen, u.ä.
Zusammenfassung
Um das Dorfleben und den Zusammenhalt weiter zu stärken und die Stadt-Land-Beziehung auszubauen, soll auf dem Gelände des Freiraum e.V. ein Gemeinschaftsgarten eingerichtet werden.
Dazu soll auch der vorhandene Obstbaumbestand eingebunden, gepflegt und genutzt werden.
Dorfleben
Der Gemeinschaftsgarten wird das enge Dorfleben weiter bereichern. Z.B. durch gemeinsame Arbeitseinsätze und Erntefeste. Dazu bietet das Gelände des Freiraum e.V. durch sein großzügiges Grundstück und die Kulturscheune mit Caféhaus und Pizza-Lehmofen vielfältige Möglichkeiten.
So kann das selbst angebaute und geerntete Gemüse gleich im Lehmofen zu Gemüsepizza weiter verarbeitet werden…
Stadt-Land-Beziehung
Der Gemeinschaftsgarten soll sowohl von den Dorfbewohnern als auch von Menschen aus der Stadt genutzt werden. Ab dem Jahr 2020 steht ein Radweg zur Verfügung, mit dem Alt Ungnade auch sicher per Rad erreichbar sein wird. In Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Vereinen und Institutionen aus der Hansestadt Greifswald (z.B. Ikowo e.V. u.a) bietet der Gemeinschaftsgarten die Gelegenheit und den Raum, naturnahes Gärtnern umzusetzen. Damit bietet der Gemeinschaftsgarten einen großen Vorteil gegenüber den in der Stadt vorhandenen Gartensparten, in denen enge Vorgaben oft experimentelles Gärtnern ausschließen.
Weitere Außenwirkung
Der Freiraum e.V. führt regelmäßig kulturelle Veranstaltungen durch. Z.B. Kunst:offen, Konzerte, Workshops u.ä.
Der Gemeinschaftsgarten soll daher auch als Schaugarten dienen und der Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung stehen. Bildungsangebote z.B. zu Wildkräutern oder Naturnahes Gärtnern runden die Möglichkeiten des Gemeinschaftsgartens ab.
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