(Gu, alerst)
Das Studentenprojekt „Essbarer Campus“ geht mit zehn Hochbeeten an den Start. „Angewandte Lehre in Bestform“, lobt FH-Präsident Professor Klaus Becker das Ergebnis des Praxis-Moduls „Stadtökologie“. Umweltschutz-Studenten hatten Beispiele von urbanem Gärtnern aus verschiedenen Städten zusammengetragen und daraus ihre Campus-Idee entwickelt. […]
Und weil vielleicht nicht jeder Esser weiß, wie mit dem Grünzeug umzugehen ist, helfen Schriftzüge wie „untere Blätter einzeln abpflücken“. Jeder darf sich bedienen, darf kosten, schmecken, ernten. Ein Versuch ohne Zaun und Mundraub-Alarm. Aber auch Mithilfe ist erwünscht.
„Neun von zehn Beeten haben bereits Pflegepaten“, sagt Professorin Elke Hietel. Sie weiß: Nur wenn die Hege für Gemüse, Kräuter und Salat von einer Studentengeneration zur nächsten weitergegeben wird, gedeiht Urban Gardening am Binger Campus.
Biodiversität fördern, auch das will das Projekt am Campus. Eine Pflanzentauschbörse gab zum Auftakt Gelegenheit, Setzlinge zu erhalten.
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/bingen/campus-wird-essbar_16928196.htm
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FH-Präsident Professor Dr. Klaus Becker betonte bei der Einweihung die anwendungsorientierte Lehre, wie sie sich in dem Projekt zeige und wünschte dem essbaren Campus Ausstrahlung bis in die Stadt hinein. Denn das Biodiversitätsprojekt ist Teil der Initiative „Essbare Stadt Bingen“, die von Umweltschutzstudierenden konzipiert und von der FH Bingen wissenschaftlich begleitet wird. […] Der AStA und die FH-eigene Werkstatt unterstützten beim Bau der Hochbeete. Vor der Witterung schützt die Holzkonstruktion aus heimischer Lärche eine Lasur auf Naturöl-Basis, die frei von Bioziden und Konservierungsmitteln ist. Das verwendete torffreie Pflanzsubstrat stammt aus biologischer Erzeugung. Die Bepflanzung der Hochbeete bietet eine bunte Mischung aus verschiedenen Gemüse-, Kräuter- und Salatsorten. Die Kräuterkunde der Hildegard von Bingen hat die Studierenden inspiriert und so finden zum Beispiel Ysop, Zitronenverbene, Thymian, Johanniskraut, Fenchel, Salbei, Zitronenmelisse und Estragon Platz auf den Beeten. Und auch zwei historische Kartoffelsorten haben den Weg auf den FH-Campus gefunden: Die sehr frühe, festkochende französische Sorte „Belle de Fontenay“ sowie die mittelfrühe, festkochende, aus Norddeutschland stammende Sorte „Hansa“.
Nach der studentischen Pflanzaktion werden die Hochbeete nun über Patenschaften von Studierenden und Mitarbeitern betreut und versorgt.
http://www.metropolnews.info/mp164486/biodiversitaetsprojekt-essbarer-campus-gestartet (mehr …)