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  • Mit Service-Packs für GärtnerInnen sollen in Bad Freienwalde Stellen geschaffen werden

    (Gu aus alerts, 23.6.)

    Im Garten der „Visionähre“

    Bad Freienwalde (MOZ) Schon lange brüten die Mitarbeiter über einem neuen Projekt, das nun unter dem Titel „Visionähre“ umgesetzt werden soll. Die zwei Säulen sind ein neuer Gemeinschaftsgarten und „Möbel und mehr“. Langfristiges Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. […] 
    Ziel des Vereins zur Förderung von Beschäftigung und Qualifizierung Bad Freienwalde (VFBQ)ist dabei, Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Oft sei es so, dass Menschen wieder in die Arbeitslosigkeit zurückfallen, wenn öffentlich geförderte Maßnahmen auslaufen, erzählt VFBQ-Geschäftsführerin Irmgard Roth. Über das Projekt „Visionähre“ sollen deshalb auf lange Sicht feste Arbeitsplätze geschaffen werden. […]
    Entstehen soll ein Gemeinschaftsgarten, in dem einzelne Parzellen gepachtet werden können. Etwa 30 Parzellen à 20 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Die Pächter können sich dabei aussuchen, wie viel Service sie in Anspruch nehmen wollen. Je nachdem, wie oft sie selber im Garten werkeln, variiert der Preis. Wer gar keine Zeit hat, kann das All-Inclusive-Paket wählen und seinen Garten ganz in die Hände der VFBQ-Mitarbeiter legen. Im Blick hat der Verein dabei unter anderem Städter aus Eberswalde oder Berlin, die nur ab und zu mal vorbeikommen – beispielsweise auf dem Weg nach Polen. Kreative und Idealisten sind gefragt. Menschen, die Lust zum Gestalten haben und ihre eigenen Ideen einbringen. So werden etwa aus alten Paletten Hochbeete gebaut, erzählt Sabine Baarsch. Den „Visionähren“ schwebt vor, besonderen Wert auf alte Kulturen zu legen. Auch Kräuter sollen im Fokus stehen, erzählt Irmgard Roth. Menschen mit und ohne Vorahnung können sich in dem Garten verwirklichen und voneinander lernen. „Informelle Weiterbildung“ nennt Irmgard Roth diese Art der Wissensvermittlung.
    Noch aber ist es nicht so weit. Erst einmal muss der Garten vorbereitet werden. Für den 26. Juni ist deshalb ein Arbeitseinsatz geplant, bei dem jeder mitmachen und sich über das Projekt informieren kann. Ab Anfang 2016 sollen dann die ersten Parzellen verpachtet werden.

    Auch bei der zweiten Säule des Projektes geht es darum, alte Dinge wiederzuverwenden. „Möbel und mehr“ nennt sich das neue Konzept für die ehemalige Möbelkammer. Hier konnten ab April dieses Jahres bereits zwei feste Stellen geschaffen werden. Bisher konnten dort Menschen, die Sozialleistungen empfangen, gegen Spenden Möbel bekommen. Das soll nun auf ein größeres Publikum ausgeweitet werden. Auch das Angebot wird breiter aufgestellt.

    Die Mitarbeiter entwickeln eigene Produkte aus Dingen, die andere wegwerfen würden. Beim „Upcycling“, gehe es darum, scheinbar unbrauchbare Materialien aufzuwerten, erklärt Sabine Baarsch. Ob Hochbeete, Deko-Figuren oder Bänke – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Das Ziel hierbei sei, marktfähige Produkte zu entwickeln, erklärt Irmgard Roth. Die Idee für „Visionähre“ sei schon vor zwei Jahren entstanden, erzählt sie weiter. Die Entwicklung inklusive Flyer und Visitenkarten wurde vom Land gefördert. Jetzt heißt es, das Projekt auf eigene Faust in die Tat umzusetzen

    http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1400222/ (mehr …)