Schlagwort: Bahngarten

  • Münchner Gartentour 2

    (Projektbesuche)

    Im Bahngarten vom Bahnwärter Thiel  sind derzeit 45 Beete vergeben. Der „Lockdowns“ hat den Bahnwärter mit dem Projektvorhaben „Atelierpark“ finanziell in einen Engpass gebracht. Sie starteten eine Crowdfunding-Kampagne und für eine Spende von 70 Euro gab es ein schon gebautes mit Bioerde befülltes Hochbeet, Davon gab es 30 (die alle vergeben wurden). Einige Gärtner*innen hatten aufgehört, andere waren nur selten da, jetzt formiert sich das Gartenprojekt wieder neu. Wasseranschlüsse haben sie drei auf dem Gelände, doch die Schläuche reichen nicht bis zu allen Beeten, diese Gärtner*innen schleppen Gießkannen. Um die Gemeinschaftsbeete kümmert sich hauptsächlich das Team, aber auch andere punktuell. Viel kann, nix muss. Man könnte auch Material mitbringen und nach Absprache an einem geeigneten Platz ein eigenes Hochbeet bauen. Die Beetformen sind sehr vielfältig, auch die alte Infrastruktur des Bahngeländes wird genutzt. Dem Team geht es um eine Begrünung des Ortes, sie wollen auch die Container vertikal begrünen. Der Mietvertrag ist auf 5 Jahre befristet, doch soll es bei der Wohnbebauung auch eine Grünfläche dabei sein – und da könnte ja auch ein GG Teil von sein. Zahlen müssen die Gärtner*innen bisher nix, sie überlegen aber, eine Wasserpauschale einzuführen.
    Die Erde bekommen sie Plantura, auch mal gespendet.

    Im Südgarten sind nach wie vor ein paar Leute dabei, die den Garten mit gegründet haben, welche, die in Jahr 2 eingestiegen sind und auch einige ganz Neue. Die Beete sind inzwischen individuell, mache teilen sich ein Beet, Familien/Paare haben zwei etc. Die Gruppe ist altersgemischt, richtig aktiv und häufig da sind ist ca. 1/3, die anderen kommen, gießen und gehen wieder. Die
    Südgarten Wasser wird gekauft bei Waschanlage Beete jetzt individuell, der Nachteil sei, dass sich viele nicht verantwortlich für den „Raum Garten“ fühlen und z.B. immer die selben Leute den Müll der Parties/nächtlichen Besucher*innen wegräumen.
    Sie treffen sich als Gruppe sehr selten, so 2x/Jahr. Nach wie vor hat die Gruppe keinen Träger, keine Versicherung und vier Wochen Kündigungsfrist. Eigentümer ist der GRoßmarkt. Der will nicht, dass sie ein Kompostklo aufbauen, Feuer dürfen sie nicht machen etc. Die Gartengeräte sind in einer Kiste mit Zahlenschloss, die Kiste ist überbaut mit einer Dachkonstruktion, mit der Regenwasser gesammelt werden kann. Wasser muss ansonsten gekauft werden (bei der Waschanlage auf dem Geläden).
    Pro Jahr zahlen die Gärtner*innen 10 – 15 Euro. Paletten gibt es for free auf dem Großmarktgelände.

    Die Piazza Zenetti ist im Rahmen des City2Share Projekts von Green City entstanden. https://www.greencity.de/projekt/piazza-zenetti/. Eine Parkfläche für 24 Autos wurde zu einem Stadtplatz mit Mobilitätsstation. Die Anwohner*innen wurden an der Gestaltung des Platzes beteiligt. Die Hochbeete waren sehr wichtig, um die Anwohner*innen zu erreichen. Sie haben für die Beete Verantwortung übernehmen können, konnten ganz konkret partizipieren und es finden nach wie vor Gespräche viel auch an den Beeten statt.
    Ein Clou: sie haben auf die Mitte des Platzes Rasen (auf Folie) aufgebracht. Auf dieser Fläche finden nun Picknicks statt, Kinder spielen. Die weiteren Möbel sind durchdacht: die Sitzgelegenheiten sind oft gleichzeitig Stauraum, Verkleidungsflächen von Wassertank z.B. werden als Infoboards genutzt, es gibt eine Pfandflaschenecke für Pfalndsammler*innen, eine Büchertauschbox.
    Nach Aulaufen des Projekts hat sich eine BI gegründet, die das Projekt weiter macht. Im Winter wurden die Möbel zusammengeschoben und es durften wieder 6 Autos parken. Nun soll die Stadtplatznutzung dauerhaft so bleiben, es ist sogar eine Entsiegelung im Gespräch. Die aktive GRuppe besteht aus 20 Leuten.
    Derzeit haben sie ein Problem, Wasser zu bekommen, sie hoffen über das neue Programm der Stadt einen Trinkbrunnen zu erhalten.


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  • Bahngarten München und Corona

    Nun zum Bahngarten. Die Beete haben coronabedingt an Pflege eingebüßt und manche Beetpaten konnten nichts anpflanzen oder haben sich verabschiedet. Wir mussten unser Gelände auch tagsüber schließen, damit sich die Gruppen Jugendlicher nicht bei uns aufhalten, was die ganze Situation noch erschwert hat. Dennoch haben wir viele neue Bewerbungen und wir wollen das Gartenprojekt auch noch ausweiten, vergrößern und verschönern.

    (Bahnwärter Thiel an sich: Corona hat auch uns sehr schwer getroffen. Da wir ausschließlich vom Veranstaltungsbetrieb und der Gastronomie leben, kannst du dir sicher vorstellen, wie sich die Situation auf uns ausgewirkt hat.
    Nichtsdestotrotz machen wir weiter!
    Wir haben den Containerausbau für Ateliers voran getrieben, einen Biergartenbetrieb auf die Beine gestellt und gestern eine Crowdfundingcampagne gestartet (Hier der Link: https://www.startnext.com/bahnwaerter-thiel-atelierpark)

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  • AZ verlost Beetpatenschaften für Bahngarten in München

    (alerts)
    Die AZ verlost ein Beet auf dem ehemaligen Viehhofgelände beim Bahnwärter Thiel. 

    Tomaten, Zucchini, Kräuter oder ein buntes Blumenmeer? Was Sie in Ihrem Beet anbauen, entscheiden Sie. Die AZ verlost mit dem Kulturverein Wannda ein Beet auf dem ehemaligen Viehhofgelände beim Bahnwärter Thiel. Dort haben am Sonntag viele Münchner zusammen am Gemeinschaftsbeet gegartelt oder ihre eigenen Beete bepflanzt.
    Zwischen Schiffscontainern und U-Bahn grünt es bei diesem Zwischennutzungsprojekt und ein AZ-Leser oder eine Leserin und ihre Familie können Teil des Urban-Gardening-Projekts sein, das vom Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt unterstützt wird

    https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-gewinnspiel-gewinnen-sie-eine-beet-patenschaft.1ab7678d-efc7-488d-807d-920b46b4da0e.html

     

    Tomaten, Zucchini, Kräuter oder ein buntes Blumenmeer? Was Sie in Ihrem Beet anbauen, entscheiden Sie. Die AZ verlost mit dem Kulturverein Wannda ein Beet auf dem ehemaligen Viehhofgelände beim Bahnwärter Thiel. Dort haben am Sonntag viele Münchner zusammen am Gemeinschaftsbeet gegartelt oder ihre eigenen Beete bepflanzt.

    Zwischen Schiffscontainern und U-Bahn grünt es bei diesem Zwischennutzungsprojekt und ein AZ-Leser oder eine Leserin und ihre Familie können Teil des Urban-Gardening-Projekts sein, das vom Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt unterstützt wird.


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  • Urban gardening Auftakt beim Bahnwärter Thiel lockt Hunderte

    (alerts)

    Vermutlich waren weit mehr Menschen als Ameisen beim Urban-Gardening-Auftakt um den Bahnwärter Thiel dabei. Hunderte kamen am Sonntag zum gemeinsamen Ansähen und Anpflanzen auf das Viehhofgelände. Jetzt ziehen sich Hochbeete auf Paletten, Rankpflanzen, Stauden, auch Bäume über das Areal innerhalb des Bretterzaunes. Aranka Haller () vom Bahnwärter-Thiel-Team koordiniert das Urban-Gardening-Projekt. Der Sonntag sei nur der Anfang gewesen, sagt sie. Es werde sich in nächster Zeit noch einiges tun. Eng werde es mit den Pflanzen nicht auf dem Gelände, vermutet sie. Eher aufgeräumter. Laut Haller werden viele Ecken mit Grün gestaltet, es soll Sitzecken geben, insgesamt soll alles einladender wirken, schließlich wird das Gelände nicht abgesperrt. „Jeder kann kommen und hier seine Zeit verbringen.“

    Am Montag, dann ohne Gewusel, will Aranka Haller nachschauen, ob es den Beeten gut geht. Abschließend würde sie sich mit ihrem Team zum Besprechen auf einen Kaffee in die Alte Utting zurückziehen. Am Dienstag könne sie sich vorstellen, dass sie zwischen dem Grünzeug schon wieder einige Beetpaten trifft, die neugierig sind, ob sich dort schon etwa getan hat. Oft seien die Paten Familien aus der Nachbarschaft, erzählt sie. Es gehe dann auch darum, welche Stellen sich für Regentonnen zum Sammeln von Gießwasser eignen. Auch sollten Toiletten gebaut werden – für die Gartenfreunde. Sie sollen auch als öffentliche Toiletten nutzbar sein. Vorerst stehe noch das „Rundherum“ an: Sie müssten bauen, verbessern, dekorieren, anmalen, sagt Haller. Zwischendurch führe sie Besucher herum. Am Mittwoch vor allem, da wird es voll wegen des Südbahnhofkonzerts, eine Plattform für junge Musiker. In der Nacht auf Samstag werden die Bahngarten-Pflanzen ihre erste Klubnacht erleben. Am Wochenende, so schätzt Haller, sei bestimmt schon wieder viel los im Garten, da werde gemeinsam das erste Unkraut gezupft.

    Aranka Haller ist eigentlich Garten-Neuling. Green City und auch Mitstreiter vom benachbarten Urban-Gardening-Projekt Südgarten geben ihr Tipps, welche Pflanzen sich für das Gelände eignen, das sich wegen des Betons sehr aufheizt. Ein Knöterich etwa wächst schnell, dann sollten Blauregen und Haselnuss gut angehen, Thymian und Rosmarin sowieso. Haller und das Team versuchen es auch mit Ahorn und Eschen, mit Efeu und Wein, Brombeeren, Holunder. Was Blumen angeht, konzentrieren sie sich auf Wildblumen. „Die sind gut für die Insekten“, sagt sie. Der Garten sei für alle „eine Herzensangelegenheit“.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/meine-woche-gruen-zwischen-containern-1.4471671 (mehr …)